{"id":3196,"date":"2008-05-01T08:49:04","date_gmt":"2008-05-01T06:49:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3196"},"modified":"2008-05-01T08:49:04","modified_gmt":"2008-05-01T06:49:04","slug":"hinweise-des-tages-640","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3196","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3196&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Arbeitsmarkt im April 2008<\/strong><br>\n3,414 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 562.549 (14,1%) weniger als im April 2007<br>\nInsgesamt 5,999 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (Alg und Alg II) , darunter 2,981 Millionen als Arbeitslose in den beiden Rechtskreisen registriert.<br>\nIn einem Monat April wurden zuletzt 1993 weniger Arbeitslose registriert als im April des vierten Hartz IV-Jahres (2008). Aber: Im April 1993 hatten 1.863.026 Frauen und M&auml;nner einen Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III). Im April 2008 waren dies nur noch 938.074 (vorl&auml;ufig). Rechnerisch kamen im April 1993 etwa 562 Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen auf 1.000 registrierte Arbeitslose. Im April 2008 waren es nur noch 275 Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen.<br>\nQuelle: <a href=\"wp-content\/uploads\/2008\/05\/20080501_hinweise_01.pdf\">Information des Bremer Instituts f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 272 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur Frank-J. Weise tritt inzwischen wie ein Vorstandvorsitzender eines DAX-Unternehmens bei einer Bilanzpressekonferenz  auf. Er verk&uuml;ndet Erfolge &uuml;ber Erfolge:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Arbeitsmarktentwicklung wird weiter von der guten Konjunktur getragen. Die Arbeitslosigkeit ist im April allerdings geringer als erwartet gesunken. Das liegt zum einen daran, dass wegen weniger Winterarbeitslosigkeit deren Abbau entsprechend geringer ausgefallen ist. Zum anderen hat ein Ausfall der zentralen Netzwerkkomponenten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) die Datenerfassung am statistischen Z&auml;hltag beeinflusst.<br>\nDie Besch&auml;ftigung w&auml;chst weiter und die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskr&auml;ften bleibt auf hohem Niveau.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nach den Erfolgsmeldungen, werden die weniger erfreulichen Tatsachen ins Kleingedruckte abgeschoben:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Zahl der ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit im Februar 4,89 Mio. betragen, 83.000 oder 1,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dar&uuml;ber hinaus &uuml;bten 2,15 Mio. sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte zus&auml;tzlich einen geringf&uuml;gig entlohnten Nebenjob aus, gegen&uuml;ber dem Vorjahr 192.000 oder 9,8 Prozent mehr. Dabei gehen in die Erwerbst&auml;tigenrechnung allein die ausschlie&szlig;lich geringf&uuml;gig entlohnt Besch&auml;ftigten ein, da die Nebenjobber schon mit ihrer Hauptbesch&auml;ftigung gez&auml;hlt werden.<br>\nIm April nahmen 1,048 Mio. Personen an F&ouml;rderma&szlig;nahmen teil, die kurzfristig allein durch die Teilnahme gesamtwirtschaftlich die Arbeitslosenzahl reduzieren &hellip;<br>\nDer gemeldete Stellenbestand h&auml;lt sich auf hohem Niveau, allerdings mit r&uuml;ckl&auml;ufiger Tendenz.<br>\nDas gilt auch f&uuml;r Stellenzug&auml;nge f&uuml;r ungef&ouml;rderte &bdquo;normale&ldquo; sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, die ein besserer Indikator f&uuml;r die Einstellungsbereitschaft der Betriebe sind; auch sie nehmen im Vormonats- und Vorjahresvergleich ab &hellip;<br>\nDas gemeldete Stellenangebot (einschlie&szlig;lich gef&ouml;rderter Stellen)7 ist im April saisonbereinigt um 9.000 gesunken; die ungef&ouml;rderten Stellen f&uuml;r &bdquo;normale&ldquo; sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, die besser die Marktentwicklung widerspiegeln, sind um 4.000 zur&uuml;ckgegangen. In den letzten drei Monaten hat sich der gesamte Stellenbestand um monatsdurchschnittlich 5.000 und die ungef&ouml;rderten &bdquo;normalen&ldquo; Stellen um 2.000 reduziert&hellip;<br>\nDie Arbeitslosigkeit hat sich von M&auml;rz auf April im Zuge der Fr&uuml;hjahrsbelebung um 94.000 auf 3.414.000 verringert. Ein R&uuml;ckgang ist in diesem Monat &uuml;blich; er fiel aber nur etwa halb so gro&szlig; aus wie im Durchschnitt der letzten drei Jahre (-183.000), und war auch schw&auml;cher als im April 2007 (-148.000).<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.pub.arbeitsamt.de\/hst\/services\/statistik\/000000\/html\/start\/monat\/aktuell.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Monatsbericht April 2008 [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a> <\/p>\n<p><em>Die etwas andere Statistik k&ouml;nnen sie <a href=\"http:\/\/www.egon-w-kreutzer.de\/Arbeitsmarktberichte\/April08.html\">bei Egon W. Kreutzer nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Koalitionsbeschluss zur Bahnprivatisierung: Zukunft der Bahn &ndash; Bahn der Zukunft<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"wp-content\/uploads\/2008\/05\/20080501_hinweise_02.pdf\">Zukunft der Bahn &ndash; Bahn der Zukunft [PDF &ndash; 32 KB]<\/a>\n<p><em>Und so taxiert die Wirtschaft das &Uuml;bernahmeobjekt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Was ist die B&ouml;rsenbahn wert?<\/strong><br>\nUnd wer soll die Bahn-Aktien kaufen? Nach Friedrichs Ansicht kommen nur strategische Investoren infrage, vor allem solche, die langfristig darauf setzen, dass die von der SPD ausgerufene &ldquo;rote Linie&rdquo; (mehr als 24,9 Prozent werden nicht verkauft) nicht ewig ist. &ldquo;So wie es jetzt angelegt ist, z&uuml;chtet sich die SPD die Heuschrecken heran&rdquo;, sagt FDP-Verkehrspolitiker Friedrich.<br>\nDemnach w&auml;ren Blackstone und Co. die nat&uuml;rlichen Interessenten, ebenso gro&szlig;e Staatsfonds, die ihre enormen Kapitalsummen weltweit unterbringen m&uuml;ssen und nicht unbedingt Maximalrendite erwarten. Bei der australischen Macquarie Bank, deren Infrastrukturfonds in fast alle wichtigen Transport- und Versorgeraktien in Europa investiert haben, h&auml;lt man sich auf Anfrage bedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/geld\/artikel\/0,2828,550673,00.html\">manager-magazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Streitgespr&auml;ch Br&uuml;derle\/Bontrup im DLF<\/strong><br>\nFDP-Vize Br&uuml;derle: Gro&szlig;e Koalition macht &ldquo;st&uuml;mperhafte Reformpolitik&rdquo;. Wirtschaftswissenschaftler Bontrup kritisiert Neoliberalismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/777376\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Achten Sie mal auf die &Uuml;berschrift und auf die Anmoderation des Gespr&auml;chs. Br&uuml;derle in der &Uuml;berschrift, Bontrup in der Unterzeile. Br&uuml;derles Positionen werden breit zitiert, Bontrup kommt mit seinen Forderungen gar nicht vor.<br>\nAm Montag, den 28. April hat die Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik ihr &bdquo;Jahresgutachten&ldquo;, das Memorandum 2008 der &Ouml;ffentlichkeit vorgestellt. Das Memorandum wurde von einigen hundert Menschen unterzeichnet, darunter auch durchaus renommierte &Ouml;konomen. Haben Sie davon in den Nachrichten etwas geh&ouml;rt? Haben Sie in ihrer Tageszeitung ein Wort dar&uuml;ber gelesen? Au&szlig;er in der Frankfurter Rundschau, der taz, dem Neuen Deutschland, der Junge Welt und dem Tagesspiegel war bisher nichts dar&uuml;ber zu lesen.<br>\nWenn aber die Miegels, die Straubhaars, die Raffel&uuml;schens oder die Sinns ihre immer gleichen Parolen wiederholen oder wenn die INSM, der B&uuml;rgerKonvent (Roman Herzog) oder Bertelsmann irgendeinen Presseevent veranstalten, dann findet das ein breites Medienecho, mit Vorabmeldungen, Berichterstattung, Kommentaren oder Interviews.<br>\nMan muss die &ouml;konomischen Lehren oder die Positionen der Arbeitsgruppe alternative Wirtschaftspolitik ja nicht teilen, aber zu einer ausgewogenen und fairen Berichterstattung geh&ouml;rte es, diese nicht totzuschweigen. Es ist ja nicht so, dass dort Auffassungen vertreten w&uuml;rden, die in anderen L&auml;ndern, wie etwa in Frankreich oder sogar in den USA nicht auch in der &ouml;ffentlichen Debatte w&auml;ren.<br>\nDie mediale Schweigespirale gegen&uuml;ber vom neoliberalen Mainstream abweichenden Positionen ist ein ganz typisches Beispiel f&uuml;r die weitgehende Eindimensionalit&auml;t der ver&ouml;ffentlichten Meinung und f&uuml;r die einseitige Parteinahme f&uuml;r die herrschende Lehre und ihrer Protagonisten. Darin zeigt sich, wie in Deutschland Meinung gemacht wird und wie die Qualit&auml;t der &ouml;ffentlichen Meinungsbildung auf den Hund gekommen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eric Janszen: Die Bubble-&Ouml;konomie<\/strong><br>\nWie man die M&auml;rkte f&uuml;r den gro&szlig;en Crash von morgen pr&auml;pariert.<br>\nWie es auf dem H&auml;user- und Wohnungssektor schon seit Ende der 90er Jahre geschah, so muss sich auch jetzt der neue Spekulationssektor bereits zu einer Zeit herausbilden und wachsen, in der die vorherige Blase noch abschwillt. Gesetze, die diejenigen f&ouml;rdern, die in den neuen Sektor investieren &ndash; ihnen Steuervorteile und andere Investitionsschutz- und -f&ouml;rderungsma&szlig;nahmen garantieren &ndash;, sollten bereits in Kraft oder jedenfalls in Arbeit sein. Vor allem aber muss der neue Wirtschaftszweig popul&auml;r, sein Name in aller Munde sein, in der Politik ebenso wie in den Medien. Er sollte allen, die die Fernsehnachrichten verfolgen oder Zeitungen lesen, vertraut sein.<br>\nEs gibt eine ganze Reihe von Kandidaten f&uuml;r die n&auml;chste Blase, aber nur wenige erf&uuml;llen alle Kriterien zugleich.<br>\nAber es gibt einen Sektor, der alle Voraussetzungen erf&uuml;llt: n&auml;mlich alternative Energien &ndash; die Entwicklung von Produkten, die weniger Energie verbrauchen, echte Alternativen zum &Ouml;l, darunter Wind-, Solar- und geothermische Energie, in Verbindung mit der Nutzung der Atomenergie zu dem Zweck, nachhaltigen Ersatz f&uuml;rs Erd&ouml;l zu schaffen, beispielsweise aus Wasser fl&uuml;ssigen Wasserstoff zu gewinnen. Und tats&auml;chlich wird die n&auml;chste Blase bereits lanciert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blaetter.de\/artikel.php?pr=2824\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>ver.di: Fr&uuml;hjahrsgutachten &ndash; Thema verfehlt<\/strong><br>\nDas gab es noch nie: Selbst im Aufschwung bleibt die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung von der allgemeinen Wohlstandsentwicklung abgekoppelt. Schlimmer noch: Die Kluft zwischen Arm und Reich weitet sich sogar noch aus! Die realen Nettoeinkommen der reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung stiegen zwischen 2000 und 2006 um 18 Prozent. Das Loch im Portmonee der &auml;rmsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung hat sich im selben Zeitraum um den gleichen Prozentsatz ausgeweitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitische_informationen\/data\/08-02_fruehjahrsgutachten11.pdf\">ver.di Wirtschaftspolitische Informationen 2\/2008 [PDF &ndash; 280 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Clement und Herzog kritisieren Reformfaulheit<\/strong><br>\n&ldquo;Mut zum Handeln&rdquo; hei&szlig;t ein neues Buch, das der Konvent f&uuml;r Deutschland herausgegeben hat. In dem politischen Beratungsgremium sitzen unter anderem Alt-Bundespr&auml;sident Roman Herzog und Ex-Arbeitsminister Wolfgang Clement. Bei der Buchvorstellung kritisieren beide die reformfaule Republik. Ihre Vorschl&auml;ge aber fallen d&uuml;rftig aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article1953468\/Clement_und_Herzog_kritisieren_Reformfaulheit.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Selbst die konservative &bdquo;Welt&ldquo; mokiert sich &uuml;ber diese hinl&auml;nglich bekannten  &bdquo;Rentner-Demokraten&ldquo; von Clement, Herzog, Oswald Metzger, Henkel bis zum RWE-Energiemonpolistenvertreter Gro&szlig;mann, die mit Interviews auf 600 Seiten voller Verachtung vor den &bdquo;Gesetzesmachern&ldquo; warnen, das Parlament &ndash; wohl zugunsten der Exekutive &ndash; &bdquo;von seiner F&uuml;lle von Gesetzespflichten&ldquo; befreien m&ouml;chten,  m&ouml;glichst selten Wahlen haben wollen, die in ihrer Altersstarrheit Deutschland seit Jahren nur noch in einer &bdquo;Reformstarre&ldquo; sehen. Es ist die inzwischen l&auml;ngst bekannte Methode, man vertuscht das Scheitern der selbst vorangetriebenen Reformen zu vertuschen, indem man alles miesmacht und eine Erh&ouml;hung der Dosis der gescheiterten Rezeptur verlangt.<br>\nDas Grundgesetz war 30 Jahre gut f&uuml;r Deutschland, jetzt mache es das Land &bdquo;unbeweglich&ldquo; und der RWE-Chef Gro&szlig;mann setzt noch einen drauf und verlangt &bdquo;nichts Geringeres als eine Revolution&ldquo;: Der B&uuml;rgerKonvent eine Altherrengruppe von Verfassungsgegnern und Volksver&auml;chtern.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Christiansen in der Dauerschleife<\/strong><br>\nDas Gejammer &uuml;ber die deutsche Starre klingt altbekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/999377.html\">Netzeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Gespenst der Rentnerdemokratie<\/strong><br>\nDer Versuch, diese verteilungspolitische Schieflage zu einem demokratiegef&auml;hrdenden Konflikt zwischen Alt und Jung umzudefinieren, ist Teil einer &uuml;bergreifenden Strategie sozialer Spaltung, mit der die normativen Grundlagen des deutschen Sozialstaates in Frage gestellt werden soll. Der klassische Konflikt zwischen Kapital und Arbeit, der sich in den letzten Jahren noch einmal deutlich versch&auml;rft hat, soll in eine Vielzahl von Konflikten innerhalb der Arbeitnehmerseite transformiert werden: Beitragszahler gegen Leistungsempf&auml;nger, Alte gegen Junge, Eltern gegen Kinderlose, Arbeitsplatzbesitzer gegen Arbeitslose &ndash; all dies sind letztlich k&uuml;nstliche Interessengegens&auml;tze zwischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wirtschaft und Finanzkapital hingegen bleiben von diesen angeblich so dr&auml;ngenden &bdquo;Zukunftsfragen&ldquo; jedes Mal eigent&uuml;mlich unber&uuml;hrt.<br>\nDas auff&auml;llig uniformisierte Meinungsbild der deutschen Leitmedien ist nicht zuletzt auf die jahrelange, hoch professionalisierte Kampagnenarbeit einer Vielzahl marktwirtschaftlich orientierter, von Arbeitgebern und Finanzsektor finanzierter Meinungsagenturen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die intensiv auf die Ersetzung des bisherigen solidarischen Alterssicherungssystems durch ein privates, kapitalgedecktes Modell hinarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blaetter.de\/artikel.php?pr=2816\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsforscher kritisiert Tendenz zu Niedrigl&ouml;hnen- Bosch pl&auml;diert f&uuml;r Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nNach Berechungen des Arbeitsforschers Gerhard Bosch rei&szlig;en die vielen Niedriglohnjobs riesige L&ouml;cher in die Kassen der sozialen Sicherungssysteme. W&uuml;rde man anstelle der Niedrigl&ouml;hne einen Mindestlohn von 7,50 Euro berechnen, entst&uuml;nde ein Ausfall in H&ouml;he von 4,2 Milliarden Euro, sagte Bosch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/778179\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Nicht die Globalisierung ist schuld, sondern deren falsche politische Gestaltung&rdquo;<\/strong><br>\nInterview mit Harald Schumann, Teil 1<br>\nHarald Schumann hat 1996 mit Hans-Peter Martin den Anti-Globalisierungsklassiker &ldquo;Die Globalisierungsfalle&rdquo; geschrieben. In seinem neuesten, mit der Zeit-Journalistin Christiane Grefe verfassten Buch &ldquo;Der globale Countdown&rdquo; legt er eine furiose Analyse der gegenw&auml;rtigen wirtschaftlichen, finanziellen und politischen Krise vor und entwirft einen k&uuml;hnen Plan, wie Konsumenten und NGOs im Verbund mit bereits etablierten Institutionen die bislang verh&auml;ngnisvolle Entwicklung umlenken k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27795\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Die Zeiten, wo die Reichen dem Rest der Welt sagen k&ouml;nnen, wo es lang geht, sind endg&uuml;ltig vorbei&rdquo;<\/strong><br>\nZweiter Teil des Gespr&auml;chs mit Harald Schumann &uuml;ber Krisen und Potentiale vorhandener Institutionen, Gewerkschaften, Menschenrechte sowie das &ldquo;Ende des Neoliberalismus&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27796\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bertelsmann Stiftung: &bdquo;Wir h&auml;tten gern ein bisschen Konkurrenz&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wettbewerb, Freiheit, Solidarit&auml;t und Menschlichkeit&ldquo;, unter diesem Motto geht die Bertelsmann Stiftung nach Amerika nun auch nach China.<br>\nWas hat die Bertelsmann Stiftung den Chinesen anzubieten? Gemeinsames Interesse sei der demographische Wandel, hier hat die Stiftung viele Studien betrieben und Erfahrung gesammelt. &bdquo;Die Chinesen altern schneller als wir, wenn wir hier unser Knowhow einbringen, ist die chinesische Regierung sehr einverstanden.&ldquo;<br>\nThielen dr&auml;ngt es, die Botschaft zu verk&uuml;nden, dass die Stiftung eine schwierige Phase hinter sich habe. Man habe die Organisation &uuml;berpr&uuml;ft, Themenfelder und Projekte sortiert. &bdquo;Die Stiftung ist im Aufbruch. Wir geben unseren F&uuml;hrungskr&auml;ften mehr Power.&ldquo; Man habe 18 Projekte definiert, rings um den Dreiklang: Menschen f&ouml;rdern, Gesellschaft entwickeln, Teilhabe verbessern. &bdquo;Die bearbeiten wir jetzt, und zwar ohne Hierarchie.&ldquo; Wenn es diese Stiftung nicht g&auml;be, m&uuml;sste man sie erfinden, denn ihr Unterscheidungsmerkmal sei die Unabh&auml;ngigkeit. &bdquo;Es ist uns egal, wer regiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~EDDEE1387C31C45898CA292527DBA662E~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Vorstandschef Gunter Thielen meinte damit wohl eher: Es ist uns egal, wer unter uns regiert! Bertelsmann sagt ohnehin, wo es lang geht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3196","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3196"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3196\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}