{"id":3199,"date":"2008-05-05T09:42:21","date_gmt":"2008-05-05T07:42:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3199"},"modified":"2008-05-05T09:42:21","modified_gmt":"2008-05-05T07:42:21","slug":"hinweise-des-tages-641","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3199","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3199&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<br>\n<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Scheer auf Distanz zum Bahnkonsens der SPD<\/strong><br>\nSPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer fordert ein Gesetz, um nach dem Einstieg privater Aktion&auml;re die Qualit&auml;t der Infrastruktur und der Fernverkehrsangebote auf der Schiene zu gew&auml;hrleisten. &ndash; Und keinesfalls d&uuml;rfte Mehdorn &ndash; wie bisher geplant &ndash; Chef des Gesamtkonzerns bleiben und gleichzeitig k&uuml;nftig die Leitung der teilprivatisierten Verkehrssparte &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1328489\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das war alles absehbar und von den NDS mehrfach vorhergesagt. Wo Geld winkt, wird mit allen Tricks gearbeitet. Das h&auml;tte auch Hermann Scheer sehen m&uuml;ssen. Seine Kollegin von der Linken in der SPD, Andrea Nahles, hat dies &uuml;brigens durchaus gesehen. Hermann Scheer sollte sich mal das <a href=\"?p=3152\">Video anschauen, auf das wir in einer fr&uuml;heren Meldung hingewiesen haben:<\/a> Nahles mit gequ&auml;ltem Lachen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nun mal halblang<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn hat in den letzten Jahren zu sehr auf Hochgeschwindigkeit gesetzt. Ihren Kunden kann es nur guttun, wenn im Zugverkehr bald mehr Konkurrenz herrscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F05%2F02%2Fa0054&amp;src=GI&amp;cHash=27fc85ca27&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Die Kritik an Mehdorns Bahnstrategie ist akzeptabel. Ansonsten: Das ist Lobbyismus f&uuml;r die privaten Anbieter, garniert mit den &uuml;blichen Vorurteilen &uuml;ber die Beamtenbahn. Soll der Autor doch mal nach England schauen. Und sind in der ger&uuml;hmten Schweiz Konkurrenten n&ouml;tig, um ein System gut zu machen? Ist das dortige System gut, weil es Marktkonkurrenz gibt, in einem Wirtschaftssektor, dessen Angebot von Unteilbarkeit gepr&auml;gt ist, wie die &Ouml;konomen sagen. Die Gr&uuml;nen &uuml;bersehen bei ihrem Drang nach Trennung von Netz und Betrieb, welche unn&ouml;tigen Komplikationen daraus entstehen. Au&szlig;erdem spart der Abgeordnete bei seinen Lobby-Beispielen nat&uuml;rlich aus, welche Beispiele f&uuml;r guten Betrieb der &ouml;ffentlichen Bahn es gibt. Z.B. in Rheinlandpfalz. Allein im 15km-Umkreis meiner Wohngemeinde sind zwei &ouml;ffentliche Bahnlinien in den letzten Jahren neu er&ouml;ffnet worden. DB-betrieben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck gei&szlig;elt CSU-Steuerkonzept <\/strong><br>\nEs klingt zu sch&ouml;n: Die Deutschen sollen j&auml;hrlich 28 Milliarden Euro weniger an den Fiskus zahlen, verspricht CSU-Chef Huber &ndash; doch bei seinem neuen Steuerkonzept macht der Rest der Gro&szlig;en Koalition nicht mit. SPD-Finanzminister Steinbr&uuml;ck kritisiert den Plan als unehrlich und unfinanzierbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,551324,00.html%20\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NachDenkSeiten-Lesers J.B.:<\/strong> Das gestrige Top-Thema der Medien, die CSU-Steuerpolitik machte einmal mehr deutlich, wo in Deutschland der Hammer h&auml;ngt. Man stelle sich einmal vor, wie die Medienberichterstattung ausgefallen w&auml;re, h&auml;tten der Arbeitnehmerfl&uuml;gel der SPD oder gar DIE LINKE Steuersenkungen in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 28 Mrd. f&uuml;r kleinere und mittlere Einkommen oder die Wiedereinf&uuml;hrung der alten Pendlerpauschale gefordert: &ldquo;Populisumus&rdquo;, &ldquo;Marsch in den Schuldenstaat&rdquo;, &bdquo;Abkehr vom Reformkurs&ldquo; etc. w&auml;ren noch die harmlosesten Vorw&uuml;rfe. Im Falle der CSU war in den Medien hingegen die Rede von der &ldquo;Entlastung der B&uuml;rger&rdquo; oder &ldquo;Geschenken an die B&uuml;rger&rdquo;. Die Frage der Finanzierung wurde kaum gestellt. Und dass ausgerechnet Huber heute schon wei&szlig;, wie hoch die Steuereinnahmen in 2012 sein werden, ist in Anbetracht seines str&auml;flich groben Nichtwissens um das 4,3 Mrd.-Desaster bei den Bayrischen Landesbank eine Lachnummer. Selbst die Prognostiker der Wirtschaftsforschungsinstitute sind oftmals nicht dazu in der Lage, eine halbwegs verl&auml;ssliche Prognose f&uuml;r einen 12-Monats-Zeitraum abzugeben (und erst recht nicht f&uuml;r einen 4-Jahres-Zeitraum). Auch der Hinweis die eigentliche Ursache f&uuml;r den CSU-Vorsto&szlig;, n&auml;mlich die grottenschlechten Umfragewerte der CSU im Vorfeld der bayrischen Landtagswahlen, wurde in den Medien nur sehr dezent platziert. So fehlte in den Medien z.B. auch der Hinweis, dass die CSU noch vor wenigen Monaten einen Vorsto&szlig; von einigen SPD-Abgeordneten zur Beibehaltung der Pendlerpauschale aufs Sch&auml;rfste zur&uuml;ckgewiesen hatte.<\/em><\/p>\n<p>Die SPD m&uuml;sste als Reaktion auf den CSU-Vorsto&szlig; eigentlich von Frau Merkel eine klare Antwort verlangen, wie sie zum CSU-Konzept steht und auf Basis dieser Antwort ihre eigene Steuerpolitik &uuml;berpr&uuml;fen. Ansonsten wird sich die CSU mit stiller Duldung durch die CDU und freundlicher Unterst&uuml;tzung der Medien als &ldquo;Steuersenkungspartei&rdquo; und &ldquo;Partei des kleinen Mannes&rdquo; profilieren. &Auml;hnliches erleben wir zurzeit bei der CDU: hier darf sich R&uuml;ttgers als das angeblich soziale Gewissen der Union pr&auml;sentieren (sogar von der &ldquo;R&uuml;ttgers-Rente&rdquo; ist in den Medien bereits die Rede). Die SPD macht es mit ihrer Agenda-Potitik der Union (mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der zahlreichen unionsnahen Medien) sehr einfach, sich mit dem Produzieren von Luftnummern bei den W&auml;hlern in ein positives Licht zu r&uuml;cken. Ein blo&szlig;es &ldquo;Nein&rdquo; der SPD w&uuml;rde der Union in die H&auml;nde spielen. Der Slogan &ldquo;Mehr Netto vom Brutto&rdquo; wird z.B. auch von BILD penetrant in die &Ouml;ffentlichkeit hineingetragen und soll von der Tatsache ablenken, dass in Deutschland insbesondere die Entwicklung der Bruttogeh&auml;lter seit langen Jahren auch im Vergleich zu den &uuml;brigen Industriel&auml;ndern sehr schlecht verl&auml;uft. Zudem: &ldquo;Mehr Brutto&rdquo; w&uuml;rde auf dem Wege h&ouml;herer Steuer- und Beitragseinnahmen automatisch Spielr&auml;ume f&uuml;r Entlastungen der B&uuml;rger oder h&ouml;here staatliche Investitionen (z.B. in die Infrastruktur, die Forschung oder das Bildungswesen) schaffen.<\/p>\n<p>Die CSU hingegen m&ouml;chte nach allem Anschein an der seit Jahren betriebenen Niedriglohnpolitik festhalten und bestenfalls im Bereich der Steuerpolitik die B&uuml;rger entlasten. Dies zeigt auch der erbitterte Widerstand in der Union gegen die Einf&uuml;hrung von fl&auml;chendeckenden Mindestl&ouml;hnen. Diese Niedriglohnpolitik f&uuml;hrt jedoch insbesondere in der Euro-Zone zu einem Lohndumping, zum Schaden der europ&auml;ischen Arbeitnehmer. Denn den L&auml;ndern der Eurozone steht seit der Euro-Einf&uuml;hrung das Instrument der Abwertung der eigenen W&auml;hrung nicht mehr zur Verf&uuml;gung. So werden diese L&auml;nder durch die deutsche Niedriglohnpolitik &uuml;ber kurz oder lang gezwungen, die Niedriglohnpolitik zu &uuml;bernehmen. Deutschland hat in den vergangenen Jahren den Handelsbilanz&uuml;berschuss mit den Euro-L&auml;ndern kr&auml;ftig nach oben gefahren. <\/p>\n<p>Im Umkehrschluss hei&szlig;t dies: Die Verschuldung der &uuml;brigen L&auml;nder der Eurozone gegen&uuml;ber Deutschland wurde in den vergangenen Jahren kr&auml;ftig nach oben getrieben. Eine daraus resultierende Anpassungskrise in den L&auml;ndern der Euro-Zone wird jedoch auch an Deutschland nicht spurlos vor&uuml;bergehen. Konkret bedeutet dies: Bei der deutschen Lohnpolitik ist vor allem &ldquo;Mehr Brutto&rdquo; angesagt. Der Lohnerh&ouml;hungsspielraum, der sich aus der Zielinflationsrate der EZB und der Produktivit&auml;tssteigerung ergibt, ist vollst&auml;ndig auszusch&ouml;pfen. Dies muss auch f&uuml;r die tariflich nicht mehr gebundenen Unternehmen (in Westdeutschland gilt die Tarifbindung nur noch f&uuml;r 70% der Unternehmen, im Osten gar nur noch f&uuml;r 55%) gelten, ebenso f&uuml;r die tariflich nicht gesicherte und sehr schlecht entlohnte Leiharbeit (diese ist in den vergangenen Jahren in Deutschland kr&auml;ftig expandiert). Ein &ldquo;Weiter so&rdquo; mit der deutschen Niedriglohnpolitik w&uuml;rde den deutschen und europ&auml;ischen Arbeitnehmern gro&szlig;en Schaden zuf&uuml;gen. <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Dem BMF f&auml;llt auch angesichts einer einbrechenden Konjunktur &ndash; siehe Einzelhandelsums&auml;tze minus 6,3% von M&auml;rz 2007 auf 2008 &ndash; nur prozyklische Politik ein. Steinbr&uuml;ck spielt mal wieder wie sein Vorg&auml;nger Eichel die Rolle des Sparkommissars.<br>\n<\/em><br>\n<em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Politisch ungeschickter als Steinbr&uuml;ck und andere Sozialdemokraten kann man sich gegen&uuml;ber den Vorschl&auml;gen des &bdquo;Arbeiterf&uuml;hrers&ldquo; R&uuml;ttgers und desm &bdquo;Robin Hood der kleinen Leute&ldquo; Huber nicht verhalten. Beide thematisieren ein weit verbreitetes Gef&uuml;hl der Ungerechtigkeit: R&uuml;ttgers spricht &uuml;ber den Skandal, dass man als langj&auml;hriger Rentenbeitragszahler genau so wenig Grundsicherung bekommt wie ein Sozialhilfeempf&auml;nger. Die SPD kontert, dass man nicht gegen die Rentenformel versto&szlig;en d&uuml;rfe, statt daraus einen Angriff gegen die Verhinderung des Mindestlohns durch die Union, gegen Niedrigl&ouml;hne und gegen Leiharbeit zu machen. Denn bei h&ouml;heren L&ouml;hnen w&auml;re das Armutsrisiko bei der gesetzlichen Rente weitgehend zu verhindern.<\/em><\/p>\n<p>Huber prangert die Ungerechtigkeiten bei der Pendlerpauschale und bei der Steuerprogression an, die inzwischen vor allem die niedrigen und mittleren Einkommen erfasst. Die SPD kontert mit der Notwendigkeit der &bdquo;Konsolidierung&ldquo; der Staatshaushalte. Warum begegnet sie den Vorschl&auml;gen Hubers nicht damit, dass sie die Spitzensteuers&auml;tze zu erh&ouml;hen vorschl&auml;gterh&ouml;hnt, die Steuerprogression noch oben verschiebt, die Erbschafts- und die Verm&ouml;genssteuer als Gegenfinanzierung heranzieht. Die Sozialdemokraten betreiben eine Politik &agrave; la Noske und spielen den &bdquo;Bluthund&ldquo;, und die Kanzlerin versteckt sich dahinter und freut sich dar&uuml;ber, dass ihr laut Deutschlandtrend eine h&ouml;here soziale Kompetenz zuerkannt wird als den Sozialdemokraten. So selbstzerst&ouml;rerisch blind kann das sture Festhalten am Dogma der Agenda machen.<br>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz IV: Kinder in Armut<\/strong><br>\nTrotz des zur&uuml;ckliegenden Aufschwungs der Konjunktur ist die Zahl der Empf&auml;nger von Sozialgeld seit dem Start der Hartz IV-Reform Anfang des Jahres 2005 um gut 25 Prozent auf 1,94 Millionen Jungen und M&auml;dchen gestiegen. Zu der Gruppe der Sozialgeld-Bezieher geh&ouml;ren vor allem Kinder unter 15 Jahren. Das geht aus den Monatsberichten der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1328473\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &ldquo;Geht&rsquo;s der Wirtschaft gut, geht&rsquo;s uns allen gut&rdquo;, hie&szlig; es einst zur Rechtfertigung der Agenda 2010.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rezepte gegen Altersarmut<\/strong><br>\nF&uuml;r eine Rente auf Sozialhilfeniveau muss ein Durchschnittsverdiener 27 Jahre lang einzahlen. Was tun gegen Altersarmut? Vier Szenarien f&uuml;r das Rentensystem der Zukunft. Die CDU-Parteispitze greift nicht nur ein trendiges Sozialthema auf, wenn sie sich heute in Sachen Rente verst&auml;ndigen will. Die Frage, ob heutige Einzahler im Alter noch abgesichert sind, bewegt l&auml;ngst Angeh&ouml;rige aller Generationen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/rezepte-gegen-altersarmut\/?src=SZ&amp;cHash=fde08d53f5\">TAZ<\/a>\n<p><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Was die beiden taz-Redakteurinnen hier schreiben, ist zumindest insofern ein gro&szlig;er Fortschritt, als sie das Gerede vom demographischen Wandel zur&uuml;ckweisen und deutlich machen, dass Altersarmut kein Schicksal ist, sondern dass es Gestaltungsspielraum gibt. Was ich allerdings nicht verstehe: Warum pr&uuml;fen sie die Wiederherstellung der Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente\/desUmlageverfahrens nicht? Nat&uuml;rlich mit Modifikationen. Es muss R&uuml;cksicht genommen werden auf die nun schon langanhaltende Situation schlechter Besch&auml;ftigungsbedingungen. Damit haben aber die von den Autoren besprochenen L&ouml;sungen auch zu k&auml;mpfen. Was soll an den besprochenen L&ouml;sungen besser sein als an der Wiederherstellung der Leistungsf&auml;higkeit der gesetzlichen Rente und des Umlageverfahrens? Siehe dazu &uuml;brigens den Beitrag in den <a href=\"?p=3193\">NachDenkSeiten vom 30.4.2008<\/a>.<\/p>\n<p>Die Bewunderung des Schweizer wie auch des schwedischen Systems kann ich nicht ganz nachvollziehen. In beiden F&auml;llen geht es darum, dass der privaten Vorsorge bei privaten Versicherungsgesellschaften ein gro&szlig;es Gewicht gegeben wird. Haben die beiden Autoren verfolgt, wie sich die privaten Fonds in der Schweiz entwickelt haben? Und warum soll ein System aufgebaut werden, bei dem hohe Kosten entstehen und damit Ressourcen f&uuml;r die privaten Vorsorgesysteme verschleudert werden? Ist es mehr als eine irrrationale Phobie gegen traditionelle Sozialsysteme? Warum wollen sie das &Auml;quivalenzprinzip loswerden, wenn sie es &uuml;ber die private Vorsorge wieder teuer einf&uuml;hren?<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich kann man als progressiv denkender Mensch sich dar&uuml;ber freuen, dass im Schweizer Altersvorsorgesystem auch eine Umverteilungskomponente von oben nach unten eingebaut ist. Aber w&auml;re es nicht viel sinnvoller, dieses bei uns endlich wieder in die Steuerpolitik einzubauen? Letzteres ist f&uuml;r mich kein entscheidender Punkt. Meine Hauptkritik setzt bei der Frage an, warum wir immer wieder alles neu erfinden sollen. Noch dazu in einer Situation, wo klar erkennbar ist, warum das bisherige System in seiner Leistungsf&auml;higkeit heruntergefahren worden ist: Um den Privatvorsorgeunternehmen ein gro&szlig;es Gesch&auml;ftsfeld zu er&ouml;ffnen. Den Raffelh&uuml;schens und Konsorten darf ich doch nicht dadurch Recht geben, dass ich ihr Zerst&ouml;rungswerk akzeptiere.<\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Die wahren Opfer der Inflation<\/strong><br>\nIm Weltbild der Bundesbanker d&uuml;rfen nur Lohnbezieher und Rentner ihre Lasten tragen. Man muss den vom Ifo befragten Unternehmen fast schon dankbar sein, dass sie etwas Vorsicht bei der Beurteilung ihrer Gesch&auml;ftsaussichten walten lie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/349026.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Haushalte in Deutschland haben mehr Geld<\/strong><br>\nDie Menschen in Deutschland sparen wieder mehr. Nach Mitteilung der Bundesbank vom Mittwoch legten die Menschen im vergangenen Jahr 10,9 Prozent ihres verf&uuml;gbaren Einkommens auf die hohe Kante.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1327815\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/presse\/pressenotizen\/2008\/20080430.finanzierungsrechnung.pdf\">Bundesbank [PDF &ndash; 108 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bundesbank.de\/download\/statistik\/finanzierungsrechnung\/geldvermoegen_1991_2007.xls\">Bundesbank [XLS &ndash; 144 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Alle Jahre wieder begl&uuml;ckt uns die Bundesbank mit Daten zur Verm&ouml;gensbildung der privaten Haushalte. Da wird in vielen Reden zum 1. Mai die Zunahme an schlecht bezahlter Arbeit beklagt, man k&ouml;nnte meinen, ist doch gar nicht so schlimm: Jeder Haushalt hat doch75 800 Euro auf der hohen Kante.<br>\nDass die Bundesbank den Anstieg des durchschnittlichen Geldverm&ouml;gens bestenfalls unkommentiert in die Welt setzt &ndash; Axel Weber wird uns das schon noch als frohe Botschaft verklickern -, war zu erwarten, aber von der Frankfurter Rundschau ist doch Kommentar und Analyse zu einzufordern. Wie oft schon musste auf den NachDenkSeiten auf die Problematik von Durchschnittswerten hingewiesen werden, da die Verteilung in dieser Betrachtungsweise vollkommen au&szlig;er acht gelassen wird. Denkbar ist ohne weiteres, dass ein Haushalt 114.600 Geldverm&ouml;gen und ein anderer 38.800 Verbindlichkeiten aufweist. Nach &auml;lteren Datens&auml;tzen des DIW (2002) und auf einer personellen Berechnungsmethode besitzt das reichste Zehntel der Bev&ouml;lkerung fast zwei Drittel des gesamten geldwerten Verm&ouml;gens, dagegen verf&uuml;gen mehr als zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung nur &uuml;ber einen Anteil am Gesamtverm&ouml;gen von weniger als zehn Prozent. Noch deutlicher wird die statistische Verzerrung durch Durchschnittswerte, wenn man bedenkt, dass 5,3% der Bev&ouml;lkerung verschuldet (negatives Verm&ouml;gen) und 24,3% ohne Verm&ouml;gen sind. Der immer noch zur&uuml;ckgehaltene Dritte Armuts- und Reichtumsbericht wird sicherlich aufzeigen, dass sich die Situation weiter versch&auml;rft hat.<br>\nVergleiche dazu: <a href=\"?p=2416%20\">Bundesbank: Die Deutschen sind im Durchschnitt reicher geworden.<\/a><br>\n<\/em><br>\n<em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Einzelhandelsumsatz im M&auml;rz 2008 real um 6,3% gesunken <\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte der Einzelhandel in Deutschland im M&auml;rz 2008 nominal 3,7% und real 6,3% weniger um als im M&auml;rz 2007. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getr&auml;nken und Tabakwaren setzte im M&auml;rz 2008 nominal 4,4% und real 9,2% weniger um als im M&auml;rz 2007. Bei den Superm&auml;rkten, Selbstbedienungs-Warenh&auml;usern und Verbraucherm&auml;rkten wurde nominal 4,3% und real 9,2% weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln lagen die Ums&auml;tze nominal um 5,8% und real um 9,1% niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/05\/PD08__171__45241,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Aber unsere Wirtschaftsforscher und die Bundesregierung behaupten in ihren Wachstumsprognosen immer noch, dass die Binnennachfrage die r&uuml;ckl&auml;ufige Weltkonjunktur kompensieren k&ouml;nne.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vor- und Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge im &Uuml;berblick.<\/strong><br>\nDie betriebliche Altersvorsorge ist ein wichtiger Baustein der zus&auml;tzlichen Altersvorsorge. Daf&uuml;r gibt es mehrere Gr&uuml;nde.<br>\nSteuerfreistellung: Beitr&auml;ge zu Betriebsrenten als Direktzusage oder aus einer Unterst&uuml;tzungskasse bleiben grunds&auml;tzlich w&auml;hrend der Sparphase steuerfrei. Direktversicherungen (seit 2005), Pensionskasse und Pensionsfonds genie&szlig;en ein Steuerprivileg: Die Beitr&auml;ge sind n&auml;mlich bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (2008 sind das 2.544 Euro) steuerfrei. In seit 2005 abgeschlossene Vertr&auml;ge k&ouml;nnen weitere 1.800 Euro steuerfrei eingezahlt werden.\n<p>Sozialversicherungsfreiheit: Au&szlig;erdem profitiert die betriebliche Altersvorsorge von einer Sozialversicherungsfreiheit: Bei Betriebsrenten gilt das erneut unbegrenzt, f&uuml;r alle anderen Durchf&uuml;hrungswege sind 2.544 Euro sozialversicherungsfrei. Das gilt f&uuml;r Gehaltsbestandteile, die unter der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung liegen. Allerdings ist dabei zu beachten: Wer weniger Beitr&auml;ge in die Rentenversicherung einzahlt, bekommt sp&auml;ter entsprechend weniger Rente.<br>\nRiestern &uuml;ber den Betrieb: Statt des Steuerprivilegs k&ouml;nnen Arbeitnehmer auch die Option wahrnehmen, bei der betrieblichen Altersvorsorge die Riester-F&ouml;rderung in Anspruch zu nehmen. Die Beitr&auml;ge werden dann aus dem bereits versteuerten Nettoeinkommen gezahlt, und die Sparer haben Anspruch auf die entsprechende Zulage sowie auf den Sonderausgabenabzug. In diesem Fall wird also die betriebliche Altersvorsorge mit der Riester-F&ouml;rderung kombiniert. Experten raten allerdings davon ab, weil sowohl in der Anspar- als auch in der sp&auml;teren Auszahlphase Beitr&auml;ge zu Kranken- und Pflegeversicherung f&auml;llig werden.<\/p>\n<p>Nachgelagerte Besteuerung: Die Steuerf&ouml;rderung von heute holt sich der Staat im Alter nat&uuml;rlich zur&uuml;ck. Alle Auszahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich versteuert werden. Betriebsrenten werden im Alter als &ldquo;Eink&uuml;nfte aus nicht selbstst&auml;ndiger Arbeit&rdquo; behandelt und m&uuml;ssen voll versteuert werden. Abziehbar sind lediglich ein Pauschalbetrag von 102 Euro, der Versorgungsfreibetrag sowie der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag. Beide betragen 2008 zusammen 3.432 Euro, werden jedoch bis 2040 f&uuml;r jeden neuen Rentnerjahrgang schrittweise abgeschmolzen.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Betriebliche-Altersvorsorge-lohnt-sich.html?session=377a0e42e652f9a49cc48f00c1a8e569\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Vielen Dank f&uuml;r die Warnung, aber beitragsfreie Entgeltumwandlung bedeutet nicht nur weniger Rente im Alter, sondern eine entsprechende K&uuml;rzung aller Entgeltersatzleistungen, die vom verminderten Sozialversicherungsbrutto berechnet werden, also auch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>weniger Arbeitslosengeld I<\/li>\n<li>weniger Krankengeld<\/li>\n<li>weniger &Uuml;bergangsgeld<\/li>\n<li>weniger Krankengeld bei Betreuung eines kranken Kindes<\/li>\n<li>weniger Kurzarbeitergeld<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jeder beitragsfrei umgewandelte Euro bedeutet f&uuml;r die Sozialversicherungstr&auml;ger einen Verlust von ca. 35 bis 40 Cent &ndash; also weitere finanzielle Engp&auml;sse. Also warum wird es immer als so verdammt attraktiv dargestellt, Versicherungsbeitr&auml;ge zu sparen? Und dann noch die nachgelagerte Besteuerung: &bdquo;Die Steuerf&ouml;rderung von heute holt sich der Staat im Alter nat&uuml;rlich zur&uuml;ck. Alle Auszahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich versteuert werden.&ldquo; Das klingt ja auch nicht wirklich vielversprechend. Wer wei&szlig; schon, wie sich in X Jahren die Steuers&auml;tze f&uuml;r solche Bez&uuml;ge entwickelt haben werden.<\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Deutschland und das Euro-M&auml;rchen<\/strong><br>\nDie Verteuerung des Euro hat dramatische Ausma&szlig;e angenommen &ndash; ein Ph&auml;nomen, dessen Folgen mit erstaunlichen Argumenten kleingeredet wird. Dabei droht gerade dem Exportweltmeister ein Desaster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/350144.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<p><strong>Mehr Inflation wagen<\/strong><br>\nTop-&Ouml;konomen kritisieren Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank als zu ehrgeizig und riskant. &ndash; Unter den europ&auml;ischen Top-&Ouml;konomen ist eine hitzige Debatte &uuml;ber das richtige Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) entbrannt. Zehn Jahre, nach dem es sich die Notenbank auferlegt hat, die Teuerungsrate dauerhaft unter zwei Prozent zu halten, kritisieren immer mehr Volkswirte dieses Ziel als &ldquo;zu ehrgeizig&rdquo;.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1328502\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Immerhin organisiert sich Widerstand gegen den Wahn der EZB, mit Geldpolitik gegen &Ouml;lpreis- und Lebensmittelpreiserh&ouml;hungen gro&szlig;en <\/em>Stils anzugehen.<\/p>\n<li><strong>Die wundersame Erh&ouml;hung der Brotpreise in der EU<\/strong><br>\nNur gut zwei Drittel des rasanten Anstiegs der Lebensmittelpreise in der EU sind auf h&ouml;here Kosten f&uuml;r Agrarrohstoffe zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Zu diesem Schluss kommt die EU-Kommission in einer dieser Tage ver&ouml;ffentlichten Kalkulation zur Preisentwicklung zwischen Februar 2007 und Februar 2008. Offenbar konnte im Fleischsektor die Kostensteigerung (noch) nicht voll auf die Konsumenten &uuml;berw&auml;lzt werden. In anderen Bereichen hingegen scheint das eine oder andere Glied der Versorgungskette die Preishausse gleich auch zur Erh&ouml;hung seiner Marge genutzt zu haben. Dies ist kein gutes Zeichen, l&auml;sst es doch einen Mangel an Wettbewerb bef&uuml;rchten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/startseite\/die_wundersame_erhoehung_der_brotpreise_in_der_eu_1.724156.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<p><strong>Einmal pro Generation explodieren die Preise<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Agrarexperte Marcel Mazoyer &uuml;ber Nahrungsmittel f&uuml;r zehn Milliarden Menschen und eine hellgr&uuml;ne Revolution f&uuml;r Afrika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/18\/08180601.php\">Freitag<\/a><\/p>\n<li><strong>So sind die Banken zu regulieren<\/strong><br>\nAls Konsequenz aus der schwelenden Finanzkrise fordert der emeritierte Wirtschaftsprofessor Walter Wittmann eine umfassende Regulierung der Finanzindustrie. Vor allem sollte die Kreditvergabe an Finanzinvestoren verboten werden. Wer Kosten verursacht, muss diese selbst tragen, darf sie nicht an die Gemeinschaft weitergeben, das hei&szlig;t externalisieren. L&auml;sst sich das Verursacherprinzip nicht durchsetzen, so sind Verbote sowohl angezeigt als auch &ldquo;marktkonform&rdquo;. Kein Unternehmen darf au&szlig;erdem eine volkswirtschaftliche Dimension erreichen, die es unm&ouml;glich macht, es in einer Krise fallen zu lassen (to big to fail). Die freie Marktwirtschaft erf&uuml;llt diese Bedingungen nicht, sie ist ein Relikt aus dem Fr&uuml;hkapitalismus des 19.Jahrhunderts. An erster Stelle ist die Vergabe von Krediten an Finanzinvestoren ins Visier zu nehmen. Hedge Fonds arbeiten mit einem gigantischen Hebel. Er betr&auml;gt nicht selten das 20- bis 30-Fache der verf&uuml;gbaren Eigenmittel. Das verleiht ihnen jene entscheidende Macht, die erforderlich ist, M&auml;rkte aller Art zu manipulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.espace.ch\/artikel_515778.html\">Internet-Plattform der Berner Zeitung und ein Unternehmen der Espace Media Groupe<\/a><\/li>\n<li><strong>St&auml;rker in Finanzwissen investieren<\/strong><br>\nEine Studie der OECD kommt zum Schluss, dass viele Menschen ihr Verst&auml;ndnis f&uuml;r Risiken &uuml;bersch&auml;tzen &ndash; und sich deshalb zu wenig um ihre private Vorsorge k&uuml;mmern. Die Organisation fordert Regierungen und Unternehmen auf, verst&auml;rkt ins Finanzwissen zu investieren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/staerker_in_finanzwissen_investieren_1.723962.html?printview=true\">NZZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/documentprint\/0,3455,en_2649_201185_40539888_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/4\/21\/40537843.pdf\">[PDF 1 &ndash; 176 KB]<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/dataoecd\/3\/44\/40537762.pdf\">[PDF 2 &ndash; 156 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer je gehofft hat, dass die derzeitige Krise des globalen Kapitalismus ein auch nur vorsichtiges Umdenken bei den zentralen Instanzen desselben bewirken w&uuml;rde, wird durch diese Studie der OECD eines Besseren belehrt. Da sind wir gerade Augenzeuge des kollektiven Versagens einer ganzen Reihe von Finanzinstitutionen wie Banken, Ratingagenturen, Anleiheversicherer und Hedgefonds sowie s&auml;mtlicher staatlicher Aufsichtsorgane der hoch entwickelten Industrienationen, &ndash; und die OECD, zentrale Denkfabrik der westlichen Welt, empfiehlt, dass eben diese Versager uns &uuml;ber die steigende Komplexit&auml;t von finanziellen Produkten und Dienstleistungen aufkl&auml;ren und durch Werbekampagnen das Bewusstsein &uuml;ber die gro&szlig;e Bedeutung der privaten Vorsorge st&auml;rken sollten. &ldquo;Governments have a responsibility to educate and promote a &lsquo;culture&rsquo; of financial responsibility among their citizens and, in particular, young people. The pensions and insurance industry should make financial education central to its governance responsibilities to customers and investors.&rdquo; <\/em><\/p>\n<p>Wir, die Normalb&uuml;rger, &ldquo;often overestimate their understanding of risks and are typically not saving enough to secure an adequate retirement income.&rdquo; Solche Aussagen sind geradezu grotesk. Wenn jemand das Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Risiken von komplexen, finanziellen Produkten und Dienstleistungen &uuml;bersch&auml;tzt hat, dann doch die hochgradigen Spezialisten der Finanzindustrie und deren staatliche Pendants. Schlimmer noch, es ist davon auszugehen, dass diese Spezialisten die ersten Krisenzeichen in ihren eigenen Instituten wissentlich ignorierten, um weiterhin ihre fetten Boni zu kassieren. Wer angesichts der betr&auml;chtlichen Verluste der Pensionsfonds in den USA und Gro&szlig;britannien, ja selbst der Schweizer Pensionskassen, im Gefolge des Crashs von 2000 und der jetzigen Krise ein kapitalgedecktes Rentensystem empfiehlt, ist entweder kriminell oder strohdumm &ndash; oder beides. Dieses System ist eingebettet in einen Finanzmarkt, von dem Adrian Blundell-Wignall, Deputy Director beim Directorate for Financial and Entreprise Affairs der OECD k&uuml;rzlich noch sagte: &ldquo;It will no longer be possible to assert the view that we have the best of all possible financial systems&rdquo;. <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/35\/0,3343,en_2649_201185_40453027_1_1_1_1,00.html\">Weiter<\/a> hei&szlig;t es: &ldquo;The OECD believes that fundamental reform of the financial system and its regulation has to be a key focus of the policy debate going forward.&rdquo; <\/p>\n<p>Die Rede von einer fundamentalen Reform der Finanzm&auml;rkte durch OECD und IWF wird als beschwichtigendes Geschw&auml;tz entlarvt, wenn damit nicht die Einsicht verbunden ist, dass die heutige Form des globalen Wirtschaftssystems nicht natur- oder gottgegeben ist, sondern von Menschen gemacht ist. Diese Geschichte beginnt mit der politisch gewollten Entfesselung der Marktkr&auml;fte bzw. der Hoffnung auf all die kleinen und gro&szlig;en Smithschen Nutzenmaximierer, welche den Markt effizient im Gleichgewicht halten sollen. F&uuml;r das Programm standen einst die Namen Ronald Reagan und Margaret Thatcher, und es setzte und setzt sich auf dem alten Kontinent fort in der Schaffung eines liberalisierten und deregulierten Europ&auml;ischen Binnenmarktes.<\/p>\n<p>Da wird heute mit der gr&ouml;&szlig;ten Selbstverst&auml;ndlichkeit vom &bdquo;growing shift to defined-contribution pension schemes in OECD countries, which transfer longevity and investment risks to households&ldquo; gesprochen. Nur, wer hat denn die Ver&auml;nderung der Vorsorgesysteme in den OECD-L&auml;ndern durchgesetzt und die Risiken vermehrt auf die Haushalte &uuml;bertragen? F&uuml;r Deutschland stehen hier die Namen Schr&ouml;der, Riester und R&uuml;rup. Und die befreite Finanzwirtschaft applaudiert und honoriert die erfolgreichen Propagandisten dieses &bdquo;growing shift&ldquo; u.a mit diversen Beratervertr&auml;gen und Aufsichtsratsposten. Geradezu zynisch mutet die Forderung der OECD an, die Medienkampagne speziell auf &bdquo;vulnerable people&ldquo; auszurichten, gemeint sind Immigranten oder B&uuml;rger mit wenig Erspartem. In Deutschland sind an die 30% der Bev&ouml;lkerung verschuldet oder besitzen kein Verm&ouml;gen. Weltweit hat in den letzten Jahren eine kleine Wirtschaftselite enorme Reicht&uuml;mer angeh&auml;uft, w&auml;hrend die Einkommen der Arbeiter und Angestellten unter Druck gerieten. Die neuesten Zahlen zum Einzelhandel in Deutschland, England oder Spanien und das rapide Absinken des Verbrauchervertrauens in den USA und Frankreich lassen auf einen weiteren Einbruch der Massenkaufkraft schlie&szlig;en. Da stehen wir an einem in der neueren Zeitrechnung noch nie erreichten Abgrund der Einkommenskluft zwischen Arbeit und Kapital, und &bdquo;the people&ldquo; sollen durch Werbefeldz&uuml;ge des Staates, der Banken und der Versicherungswirtschaft dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt werden, dass und wie wir unser Geld in private, h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Vorsorgeprodukte anlegen sollen, um weiterhin das Finanzkapital zu m&auml;sten.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Es soll noch mehr f&uuml;r Privatvorsorge geworben werden. Dabei begegnen wir dieser doch bereits auf Schritt und Tritt. Die OECD voll im Griff der Finanzwirtschaft!<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch:<\/p><\/li>\n<li><strong>Riskante Finanzgesch&auml;fte: Wenn die Gemeinde sich verzockt<\/strong><br>\nEs klingt wie ein schlechter Scherz: Die ohnehin klamme Stadt Hagen hat bei der Zockerei mit hochriskanten Finanzprodukten der Deutschen Bank mindestens 29 Millionen Euro verloren. Dabei ist Hagen kein Einzelfall: Reichlich unbedarft verwetten offenbar Hunderte Kommunen das Geld ihrer B&uuml;rger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Riskante-Finanzgesch%E4fte-Wenn-Gemeinde\/618601.html\">STERN<\/a><\/li>\n<li><strong>Sozialstaat: Familie z&auml;hmt Egoismus der Generationen<\/strong><br>\nDer Generationenkonflikt ist eher ein Mythos als Realit&auml;t. Sozialwissenschaftler finden keine Anzeichen f&uuml;r ein Gegeneinander von Jung und Alt. Die Forscher stellten bei mehreren Umfragen fest: Die Antworten der verschieden Altersgruppen fallen vor allem dann &auml;hnlich aus, wenn sie das Zusammenleben der Familien erkunden. Und selbst bei der gesetzlichen Rentenversicherung stehen sich nicht ferne Gruppen gegen&uuml;ber &ldquo;wie das etwa im Klassenkonflikt der Industriegesellschaft der Fall war&rdquo; sondern eben Eltern und Kinder, so die WZB-Studie. Europ&auml;er sp&uuml;ren weniger Spannungen zwischen Alt und Jung als zwischen Arm und Reich, Arbeiter und Manager oder zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_90971.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Tariftreue &ndash; ein Erfolgsmodell auf der Kippe<\/strong><br>\nAcht von 16 Bundesl&auml;ndern haben in den vergangenen Jahren Tariftreue-Regelungen eingef&uuml;hrt, zwei weitere wollten in K&uuml;rze nachziehen. Ein Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes st&uuml;tzte diesen Trend, der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) stellt ihn in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_90973.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Schluss mit lustig: Die neuen K&auml;mpfe der Gewerkschaften<\/strong><br>\nDie Arbeitgeber sind r&uuml;cksichtsloser geworden, sie haben in den vergangenen Jahren oft Lohnk&uuml;rzung und Mehrarbeit durchgesetzt, in Siemens-Werken ebenso wie bei der Telekom. Gewerkschaften haben sich darauf eingestellt &ndash; und sind konfliktbereiter. In einem &ldquo;r&uuml;cksichtslos gewordenen Kapitalismus&rdquo; m&uuml;ssen sich Besch&auml;ftige wehren, um nicht auf der Strecke zu bleiben, sagt IG-Metall-Chef Berthold Huber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1327959\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die moderne Internationale<\/strong><br>\nGewerkschaften lernen von der freien Wirtschaft und schlie&szlig;en sich zu globalen Netzwerken zusammen. Ihre Schlagkraft demonstrieren sie mit Kettenstreiks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Tag-der-Arbeit-Gewerkschaften;art271,2522610\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Preis der guten Arbeit<\/strong><br>\nDas neue Proletariat besteht aus Leiharbeitern und Niedrigl&ouml;hnern. F&uuml;r sie m&uuml;ssen die Gewerkschaften heute streiten. Mit Realismus, aber nicht unter Verzicht auf hohe Ziele.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1327803\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Sozialer Abstieg hei&szlig;t jetzt Exklusion<\/strong><br>\nIn der Diskussion um Ungleichheit und Armut geht es nicht mehr um oben und unten, sondern um drinnen und drau&szlig;en &ndash; zu Recht?<br>\nAber worin diese Zugeh&ouml;rigkeit besteht, wie sie zu f&ouml;rdern sei, erf&auml;hrt man in vielen Beitr&auml;gen zur Exklusion nicht &ndash; oder es bleibt dann doch beim guten alten Traum von der gerechten Gesellschaft. Aus den Problemen werden eben kaum, wie Bude hofft, &ldquo;&ouml;ffentliche Fragen&rdquo;. Dazu ist die Grenze zwischen &ldquo;Drinnen&rdquo; und &ldquo;Drau&szlig;en&rdquo; zu ungenau erfasst, wird zu vieles &uuml;ber einen Kamm geschoren. Weiterhin nach &ldquo;oben&rdquo; und &ldquo;unten&rdquo; zu fragen, auf die Herkunft des &ouml;konomischen, kulturellen und sozialen Kapitals zu achten, mag methodisch nicht neu sein. Aber die Rede vom Ausschluss ist es auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/artikel\/282\/172770\/print.html\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>McKinsey-Studie: Der Wohlstand in Deutschland ist in Gefahr<\/strong><br>\nDer deutschen Mittelschicht droht ein empfindlicher Wohlstandsverlust. Bis zum Jahr 2020 werden zehn Millionen Menschen weniger zur Mitte z&auml;hlen als noch Anfang der 90er-Jahre. Nur mit enormen Anstrengungen l&auml;sst sich einer aktuellen Studie zufolge das bisherige Wohlstandsniveau halten. Die Daten sind alamierend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article1962158\/Der_Wohlstand_in_Deutschland_ist_in_Gefahr.html?print=yes\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>E-Card ohne Wenn und Aber ablehnen!<\/strong><br>\nDie 80 TeilnehmerInnen der IPPNW-Mitgliederversammlung vom 25.-27. April 2008 in N&uuml;rnberg haben an den 111. Deutschen &Auml;rztetag appelliert, die elektronische Gesundheitskarte ohne Wenn und Aber abzulehnen. Die schwerwiegenden Bedenken gegen die Einf&uuml;hrung einer bundesweiten Telematikplattform im Gesundheitswesen mit zentraler Datenspeicherung aller Medizindaten der ganzen Bev&ouml;lkerung seien durch die bisherigen Erfahrungen erh&auml;rtet. Sie forderten von der Politik eine v&ouml;llige Neukonzeption im Interesse des Erhalts der &auml;rztlichen Schweigepflicht, einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Patienten und &Auml;rzten, der informationellen Selbstbestimmung der B&uuml;rger und der weiteren Funktionsf&auml;higkeit der medizinischen Versorgung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/article\/080430_Jahrestreffen.html?output=print\">Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges\/ &Auml;rzte in sozialer Verantwortung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In &Ouml;sterreich ist schon die elektronische Gesundheitskarte eingef&uuml;hrt und es gibt enorme Probleme. Auf einer Veranstaltung zur E-Card in Frankfurt empfahl der Moderator (Dr. Bernd Hontschik, geb&uuml;rtiger &Ouml;sterreicher) die Internetseite des &ouml;sterreichischen Haus&auml;rzteverbandes. Da kann man es mit der Angst zu tun bekommen&hellip;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hausaerzteverband.at\/\">&Ouml;sterreichischer Hauss&auml;rzteverband<\/a> (E-Card-Tagebuch anklicken)<\/p><\/li>\n<li><strong>Nationaler Sicherheitsrat: Keine halben Sachen <\/strong><br>\nJetzt wird endlich wieder durchregiert: die CDU hat einen Vorschlag vorgelegt f&uuml;r einen &ldquo;nationalen Sicherheitsrat&rdquo;. Dieser soll endg&uuml;ltig die Grenzen zwischen innerer und &auml;u&szlig;erer Sicherheit aufbrechen. Federf&uuml;hrend ist dabei Wolfgang Sch&auml;uble; eine Kommission hat ein sechzehnseitiges Papier zusammengestellt, das mit Merkel und Jung (Verteidigungsminister) abgestimmt ist. Dieses sieht die Schaffung des &ldquo;nationalen Sicherheitsrats&rdquo; nach US-amerikanischem Vorbild vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2008\/05\/keine-halben-sachen.html\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><strong>Immer mehr Rentner m&uuml;ssen dazuverdienen<\/strong><br>\nL&auml;ngere Lebensarbeitszeiten sind keine L&ouml;sung, um das System der Alterssicherung zu stabilisieren. Ein Gespr&auml;ch mit Stefan K&ouml;rzell, Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Th&uuml;ringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/05-05\/056.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Nicht vorbereitet auf eine Bankenkrise&rdquo;<\/strong><br>\nWenn es in Europa zu einem Bankencrash wie in den USA kommt, werden die Folgen noch drastischer sein. Denn der EU fehlen Instrumente, um schnell und wirksam zu reagieren, so der gr&uuml;ne Finanzexperte Gerhard Schick.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2008%2F04%2F30%2Fa0110&amp;src=GI&amp;cHash=b6cd8eb16d&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Quoten, Klicks &amp; Kohle<\/strong><br>\nAm 30.04.2008 um 23:40 Uhr wurde ein interessanter Film zum Thema Kampf um Marktanteile, Profitchancen und Gesch&auml;ftsinteressen des Mediums &bdquo;Internet&ldquo; von Thomas Leif ausgestrahlt, den man sich <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/daserste\/quoten-klicks-und-kohle\/-\/id=3436570\/vbijck\/index.html\">hier<\/a> noch einmal anschauen kann.\n<p>Die Reaktionen in den Verlegerh&auml;usern erfolgten prompt, so etwa in der <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7\/Doc~EC4ED5B165D0F485983314E2507C8D7C2~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlefeed.\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>NachDenkSeiten-Leser W.S. schrieb dazu einen Kommentar, der in der &bdquo;FAZ&ldquo; nicht ver&ouml;ffentlicht wurde:<\/strong><br>\nDieser Film muss der &ldquo;FAZ&rdquo; ziemlich an die Nieren gegangen sein.<\/em><\/p>\n<p>&ldquo;Denn nach einem solch peinlichen St&uuml;ck der Selbstbeweihr&auml;ucherung und einem solchen Ausma&szlig; manipulativer Techniken muss man lange suchen.&rdquo;<br>\n&ldquo;Allerdings ist es schon etwas absurd, sich ein mit Geb&uuml;hren finanziertes St&uuml;ck ansehen zu m&uuml;ssen, das ein derartiges Zerrbild der Lage zeichnet und die Kritiker der Sender monstr&ouml;s karikiert.&rdquo;<br>\n&ldquo;Eine Lachnummer.&rdquo;<br>\n&ldquo;L&auml;cherlich aber wirkte er nur selbst.&rdquo;<br>\nWer hier der ARD &ldquo;Selbstbeweihr&auml;ucherung&rdquo; unterstellt, muss sich nat&uuml;rlich fragen lassen, f&uuml;r wen er denn selbst Lobbyismus betreibt. Dass hier einem Reporter der &ldquo;FAZ&rdquo; (nat&uuml;rlich) die &Ouml;R-Konkurrenz im Internet st&ouml;rt, ist sogar verst&auml;ndlich. Aber mit welchen &ldquo;Argumenten&rdquo; (s. o.) hier der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk kritisiert wird, liegt schon auf &ldquo;BILD&rdquo;-Niveau. Und damit ist Michael Hanfeld nicht allein. Wenn man beispielsweise die Kritiken seiner Kollegen von <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/kultur\/kino_tv\/focus-fernsehclub\/quoten-klicks-und-kohle-dreiste-dauerwerbesendung_aid_298517.html\">&ldquo;Focus&rdquo;<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1209625375456.shtml\">&ldquo;K&ouml;lner Stadtanzeiger&rdquo;<\/a> oder <a href=\"http:\/\/blog.handelsblatt.de\/indiskretion\/eintrag.php?id=1776\">&ldquo;Handelsblatt&rdquo;<\/a> liest, bekommt man in etwa <\/p>\n<p>einen Eindruck, wie viel Angst man schon in den Verlegerh&auml;usern vor den &bdquo;Inseln der Qualit&auml;t&ldquo; haben muss.<br>\nSo wird beispielsweise im &ldquo;Focus&rdquo; das angebliche &ldquo;Niveau&rdquo; von &ldquo;Bully sucht die starken M&auml;nner&ldquo; und Champions-League gegen&uuml;ber &ldquo;Schmidt &amp; Pocher&rdquo; gelobt. Und das sagt eigentlich schon alles, wenn man bedenkt, dass der &ouml;ffentlich-rechtliche Rundfunk noch ein klein wenig mehr als nur &ldquo;Schmidt &amp; Pocher&rdquo; ist.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man mag die eitle Selbstdarstellung von Thomas Leif kritisieren, sollte damit aber nicht von seiner berechtigten Kritik ablenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Johnsons Sieg bringt Brown in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\nBritischer Premier erhielt auch bei der B&uuml;rgermeisterwahl in London die Quittung f&uuml;r seine Z&ouml;gerlichkeit.<br>\nTats&auml;chlich erlitt die Regierungspartei in ihrer ersten Wahl unter Premier Gordon Brown eine vernichtende Niederlage. Der stets griesgr&auml;mig wirkende Schotte erhielt die Quittung f&uuml;r seine Z&ouml;gerlichkeit, seine fehlgeschlagene Steuerreform und f&uuml;r die schwierige Wirtschaftslage. Die Briten machen den langj&auml;hrigen Schatzkanzler f&uuml;r Vergangenes verantwortlich, und sie trauen ihm keine Zukunftsvision zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=3324925\">Standard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Wahlausgang in GB sollte auch den deutschen Sozialdemokraten zu denken geben. Sie haben ja das New Labour-Programm adaptiert. Und wenn sie so weiter machen, dann werden sie sich auch bald als drittst&auml;rkste Partei wiederfinden. Tragisch ist, dass die Wahlabstinenz den britischen Konservativen Traumergebnisse erm&ouml;glicht. Wenn in London 60 Prozent der Wahlberechtigten gar nicht mehr zur Wahl gehen, dann zeigt das auch, dass sie gar keine Wahlalternative mehr sehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Versprechen gebrochen<\/strong><br>\nIm Hamburg-Wahlkampf haben die Gr&uuml;nen beteuert, sich gegen Studiengeb&uuml;hren starkzumachen. Dieses Versprechen haben sie gebrochen &ndash; realpolitischer Zwang oder W&auml;hlerbetrug?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/wissen\/campus\/campus\/keine-studiengebuehren-versprechen-gebrochen_aid_298869.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Instrumentalisierung der Stiftung Lesen?<\/strong><br>\nDie Stiftung Lesen erm&ouml;glicht Unternehmen einseitige politische Aussagen an Schulen. Diesen Vorwurf erheben der DGB und ein Lehrerverband. Sie kritisieren vor allem eine Schul-Brosch&uuml;re, die die Stiftung zusammen mit der Bertelsmann-Tochter Arvato erstellt hat. Die Stiftung Lesen bestreitet die Vorw&uuml;rfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/schulportal2007\/schulwelt_hautnah\/archiv\/stiftung_lesen\/index.phtml\">WDR.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Bildungspolitik: Zersplittert und unterfinanziert<\/strong><br>\nDas Thema Bildungsfinanzierung bleibt unkonkret bzw. ziellos, wenn Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine bessere Finanzierung des deutschen Bildungssystems nicht mit grundlegenden Vorstellungen f&uuml;r dessen inhaltlichstrukturelle Reform einhergehen. Bisher hat sich die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik in zwei grundlegenden Kapiteln &hellip; mit dem deutschen Bildungssystem auseinandergesetzt und konkrete Vorschl&auml;ge zu dessen Verbesserung formuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/Hintergrund\/memo2008-bildungspolitik.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Front am Hafen: In den USA streikt man zum ersten Mal gegen den Krieg<\/strong><br>\nVor f&uuml;nf Jahren erkl&auml;rte Bush auf einem Flugzeugtr&auml;ger den Irakkrieg f&uuml;r beendet. Die internationale Presse berichtet heute bedauerlicherweise nicht &uuml;ber ein Ereignis, das in den USA bisher nicht vorgekommen ist: Die Hafenarbeiter an der Westk&uuml;ste streikten am 1. Mai, einem normalen Arbeitstag in den USA, gegen die Kriege im Irak und Afghanistan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.peacereporter.net\/dettaglio_articolo.php?idc=0&amp;idart=10911\">Peacereporter<\/a>\n<p><a href=\"upload\/pdf\/080505%20zu%20Hinweis%20Ziffer%2031%20Streik-USA.pdf\">Mit einer &Uuml;bersetzung unseres Lesers U.F.. [PDF &ndash; 76 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3199","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3199","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3199"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3199\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3199"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3199"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3199"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}