{"id":32011,"date":"2016-03-10T08:50:22","date_gmt":"2016-03-10T07:50:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011"},"modified":"2016-03-10T08:50:22","modified_gmt":"2016-03-10T07:50:22","slug":"hinweise-des-tages-2580","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h01\">Fluchtwege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h02\">Asylpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h03\">Pr&auml;dikat sicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h04\">Was ist Armut? Probleme mit der Prozentrechnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h05\">Die Reichen liegen uns auf der Tasche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h06\">Wenn ihr unter 30 seid, verdient ihr schlechter als junge Menschen vor euch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h07\">Privatisierungsschwindel in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h08\">China und das kommunistisch gelenkte Wirtschaftswunder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h09\">Geheimes Dokument: Bundesregierung fordert laxere Telekom-Vorschriften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h10\">China warnt vor Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h11\">Als die Kuh ausrutschte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h12\">War das wirklich nur eine &raquo;klassische Protestwahl&laquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h13\">Hakkini Kullan gegen rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h14\">Denkansto&szlig;: Bitte w&auml;hlen Sie nicht AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h15\">Polens Verfassungsgericht erkl&auml;rt eigenen Umbau f&uuml;r rechtswidrig <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h16\">Wider den Wirtschaftsfeudalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h17\">Siemens will 1.900 Stellen streichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32011#h18\">52. Grimme-Preis: Freude &uuml;ber Grimme-Preis f&uuml;r &ldquo;Besondere Journalistische Leistung&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fluchtwege<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Grenzen dicht (II)<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlingsabwehr Deutschlands und der EU f&uuml;hrt zu einer neuen Zuspitzung der Lage an den Grenzen in S&uuml;dosteuropa. Bei dem griechischen Grenzort Idomeni entwickelt sich eine humanit&auml;re Katastrophe: Das dortige Fl&uuml;chtlingslager ist &uuml;berf&uuml;llt; Menschen m&uuml;ssen bei str&ouml;mendem Regen und kalten Temperaturen teilweise unter freiem Himmel n&auml;chtigen. Krankheiten breiten sich aus. Dorothee Vakalis von der Hilfsorganisation NAOMI, die seit Jahren Fl&uuml;chtlinge unterst&uuml;tzt, weist im Gespr&auml;ch mit german-foreign-policy.com darauf hin, dass von den Verh&auml;ltnissen in Idomeni zu gut 40 Prozent Kinder betroffen sind: In letzter Zeit fl&uuml;chteten deutlich h&auml;ufiger als fr&uuml;her Frauen mit Kindern, weil die Bundesrepublik die Familienzusammenf&uuml;hrung verschleppe oder g&auml;nzlich aussetze. Mit ihren Pl&auml;nen zur kollektiven R&uuml;ckschiebung s&auml;mtlicher auf den griechischen Inseln eintreffender Fl&uuml;chtlinge in die T&uuml;rkei treibt die Bundesrepublik die EU in einen Konflikt mit den Vereinten Nationen; das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk kritisiert &ouml;ffentlich, dass das deutsche Vorhaben nicht nur europ&auml;isches, sondern auch sonstiges internationales Recht bricht. Zudem schreitet die Grenzhochr&uuml;stung in S&uuml;dosteuropa voran: Bulgarien f&uuml;hrt gemeinsame Fl&uuml;chtlingsabwehrman&ouml;ver von Polizei und Milit&auml;r mit gepanzerten Fahrzeugen durch, Ungarn ruft den Krisenzustand aus. In Athen kommt es zu ersten gr&ouml;&szlig;eren Fl&uuml;chtlingsprotesten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59327\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Balkanstaaten kontern Merkel: &ldquo;Grenzen geschlossen&rdquo;<\/strong><br>\nItalien bef&uuml;rchtet nun einen Fl&uuml;chtlingszustrom &uuml;ber Albanien. Zwischen Albanien und dem italienischen Apulien liegen nur c.a. 90 km. &ldquo;Mit einem schnellen Motorboot kann die Strecke in zwei Stunden bew&auml;ltigt werden&rdquo;, informiert stol.it. Der Staatssekret&auml;r f&uuml;r Europafragen, Sandro Gozi sei bereits nach Tirana gereist, um dem albanischen Premier Edi Rama Italiens Kooperation bei strengeren Kontrollen gegen Schlepper &uuml;ber die Adria anzubieten, wird dort berichtet.<br>\nLaut Frontex geh&ouml;rte die Landroute zwischen Griechenland und Albanien jahrelang zu den bedeutendsten irregul&auml;ren Migrationswegen &uuml;ber die EU-Au&szlig;engrenzen. So wurden dort 2008 und 2009 um die 40.000 irregul&auml;re Grenz&uuml;bertritte verzeichnet. Nach dem im Jahr 2010 albanischen Staatsangeh&ouml;rigen die Visumspflicht f&uuml;r Reisen in die EU erlassen wurde, gingen die Zahlen deutlich zur&uuml;ck. Seit 2013 stiegen die Zahlen wieder an. F&uuml;r 2015 notiert Frontex fast 9.000 irregul&auml;re Grenz&uuml;bertritte.<br>\nM&ouml;gliche Ausweichrouten werfen nicht die einzigen Fragen auf, die sich nach der faktischen Schlie&szlig;ung der Balkanroute stellen. Wie Balkan Insight berichtet, stecken noch 1.000 Fl&uuml;chlinge in Mazedonien an der Grenze zu Serbien fest, weitere 400 in einem Fl&uuml;chtlingscamp in Slavonski Brod in Kroatien und 400 in Sid, in Serbien. Wie mit ihnen verfahren wird, ist noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47648\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu noch einmal: Fluchtweg nach Europa<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160310-hdt-1-.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160310-hdt-1-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/5828\">Klaus Stuttmann, 17.09.2015<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Asylpolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die europ&auml;ische L&ouml;sung, die sie meinen<\/strong><br>\nDas Regime in der T&uuml;rkei macht das Scheitern einer gemeinsamen europ&auml;ischen Asylpolitik zum Gesch&auml;ftsmodell &ndash; zu Lasten von Hunderttausenden Gefl&uuml;chteten, Menschenrechten und der Hoffnung auf ein anderes Europa<br>\nMitunter ist es so, dass man sich in der Politik nicht aussuchen kann, mit wem man verhandelt und Deals abschlie&szlig;t. Im Fall der Verhandlungen mit dem Regime in Ankara trifft das aber nicht zu &ndash; denn es h&auml;tte eine Alternative gegeben. Aber dies ist offenbar nur noch eine theoretische Option: Die T&uuml;rkei hat das Scheitern einer gemeinsamen europ&auml;ischen Asylpolitik, die diesen Namen auch verdienen w&uuml;rde, zu ihrem Gesch&auml;ftsmodell gemacht. Von Treffen zu Treffen wird der Preis f&uuml;r die Abschottung der Festung Europa in die H&ouml;he getrieben. Und das ist nicht nur eine Frage von Milliarden, sondern von Menschenleben und Grundrechten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1004389.die-europaeische-loesung-die-sie-meinen.html\">Tom Strohschneider, Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein teuflischer Deal<\/strong><br>\nKanzlerin Merkel tr&auml;gt die Hauptverantwortung daf&uuml;r, dass sich die EU zur L&ouml;sung der Fl&uuml;chtlingskrise in Geiselhaft eines Menschenrechtsverletzers und Kriegstreibers begeben hat. Obwohl der t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdogan durch die Unterst&uuml;tzung islamistischer Terroristen f&uuml;r den Krieg und die Fluchtwelle aus Syrien mitverantwortlich ist, obwohl er die Pressefreiheit mit F&uuml;&szlig;en tritt und Oppositionelle in der T&uuml;rkei um ihr Leben f&uuml;rchten m&uuml;ssen, wird er von der EU nun mit baldiger Visafreiheit f&uuml;r knapp 80 Millionen Menschen sowie der Er&ouml;ffnung weiterer Beitrittskapitel belohnt. Auch Erdogans Strategie der Schutzgelderpressung scheint aufzugehen: So will die EU der T&uuml;rkei bis Ende 2018 sechs Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stellen. Dies ist doppelt so viel wie bisher vorgesehen und das zigfache dessen, was die EU dem krisengebeutelten Griechenland zugesagt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/teuflischer-deal\/\">Sahra Wagenknecht (MdB, Die Linke)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Davutoglu spaltet den Merkel-Gipfel<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei will pl&ouml;tzlich alle neuen Fl&uuml;chtlinge aus Griechenland &uuml;bernehmen, verlangt daf&uuml;r aber einen hohen Preis. Derweil k&auml;mpft die Kanzlerin um Freiheit auf der Balkanroute &ndash; und um ihr Image als &ldquo;letzte Europ&auml;erin&rdquo;<br>\nSo hatte sich Angela Merkel &ldquo;ihren&rdquo; T&uuml;rkei-Gipfel wohl nicht vorgestellt. Kurz vor drei wichtigen Landtagswahlen hatte die Kanzlerin am Montag die 28 EU-Chefs nach Br&uuml;ssel einberufen lassen. Damit wollte sie sich nach Monaten der Krise und der Spaltung wieder als entschiedene &ldquo;Chefin&rdquo; pr&auml;sentieren und ihre umstrittene Fl&uuml;chtlingspolitik mit einem EU-Beschluss adeln lassen.<br>\nDoch dann ging alles schief. Erst wurde ein Entwurf aus der Feder von Ratspr&auml;sident Donald Tusk durchgestochen, in dem die EU die Balkanroute f&uuml;r &ldquo;geschlossen&rdquo; erkl&auml;rt. Das wurde nicht nur als Sieg der Hardliner in Osteuropa und &Ouml;sterreich gewertet, sondern auch als schallende Ohrfeige f&uuml;r die Kanzlerin. Die deutschen EU-Diplomaten in Br&uuml;ssel hatten offenbar geschlafen &ndash; oder versagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47627\/1.html%20\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ob da alles schief ging, ist keineswegs ausgemacht. Es k&ouml;nnte sich eben auch aus wahltaktischen &Uuml;berlegungen heraus um eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31998\">Showveranstaltung auf hohem Niveau<\/a> gehandelt haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erdogan ist kein Partner f&uuml;r Merkel<\/strong><br>\nIn der Fl&uuml;chtlingspolitik drohe Angela Merkel von Recep Tayyip Erdogan erpresst zu werden, bef&uuml;rchtet Memet Kilic. Weshalb es besser w&auml;re, sie w&uuml;rde sich auf die Kritiker t&uuml;rkischer Politik st&uuml;tzen, anstatt sich auf Ankara einzulassen.<br>\nUnsere Bundeskanzlerin durchlebt im wahrsten Sinne des Wortes ein griechisches Drama. Homer hat es erz&auml;hlt. Eine Herkulesaufgabe hat Angela Merkel zu bew&auml;ltigen. Sie muss gefl&uuml;chteten Menschen helfen und zugleich die Stimmung in Deutschland wie die EU als Gemeinschaft retten, da au&szlig;er ihr keine andere politische Gestalt dazu in der Lage zu sein scheint.<br>\nDabei &auml;hnelt sie aber nicht Herkules, sondern Odysseus. F&auml;hrt sie doch durch eine Meerenge, an deren Seiten Charybdis und Skylla hausen: die AfD auf der einen, Recep Tayyip Erdogan auf der anderen.<br>\nAls ich vor dem &ldquo;breitbeinigen Islamisten&rdquo; in Ankara gewarnt habe, meinten andere noch, die T&uuml;rkei sei durch ihn &ldquo;demokratischer&rdquo; geworden. Als ich gefordert habe, die Bundeskanzlerin m&uuml;sse sich gegen seine regelm&auml;&szlig;igen Wutausbr&uuml;che wehren, leistete sie ihm Wahlhilfe. Denn sie ist eine Geisel der Realpolitik geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/fluechtlingspolitik-erdogan-ist-kein-partner-fuer-merkel.1005.de.html?dram:article_id=347815\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pr&auml;dikat sicher<\/strong><br>\nWas die Bundesregierung als &bdquo;sicheres Herkunftsland&ldquo; erachtet, orientiert sich nicht an Menschenrechten. Denn in Algerien, Tunesien und Marokko sind diese nicht viel wert<br>\nDass die Verleihung des Pr&auml;dikats &bdquo;sicheres Herkunftsland&ldquo; durch die Bundesregierung nicht menschenrechtlichen, sondern pragmatischen Motiven folgt, wurde schon 2015 klar, als es Albanien, Kosovo, Montenegro und Serbien zufiel. Im Vorjahr bewarben sich viele Menschen vom s&uuml;dlichen Balkan um Asyl. Sinti und Roma, deren B&uuml;rgerrechte in den genannten Staaten h&auml;ufig verletzt werden, k&ouml;nnen sich seither nicht mehr darauf berufen, einer verfolgten Gruppe anzugeh&ouml;ren. Sie m&uuml;ssen individuelle Verfolgung nachweisen, wenn sie um politisches Asyl bitten. Analog dazu hat die geplante Abschiebung von Tunesiern, Algeriern und Marokkanern kaum etwas damit zu tun, dass ihre Heimatstaaten pl&ouml;tzlich zu dem wurden, was unter sicheren Herkunftsl&auml;ndern verstanden wird. [&hellip;]<br>\nGewiss, es gibt derzeit weniger politische Repression. Aber findet auch weniger &bdquo;unmenschliche und entw&uuml;rdigende Behandlung&ldquo; statt? Wenn sich Widerstand nicht politisch organisieren kann, artikuliert er sich als Kriminalit&auml;t und Gewalt. Und in Polizeigewahrsam winkt nordafrikanischen Jugendlichen keine Resozialisierung, sondern eine oft entw&uuml;rdigende Behandlung. Dies gilt besonders f&uuml;r Tunesien, das am Rande eines B&uuml;rgerkriegs steht. So musterhaft in diesem Maghreb-Staat der &Uuml;bergang zu einem demokratischen System gelungen scheint, so wenig hat sich am Leben der &Auml;rmsten und Armen ge&auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sabine-kebir\/praedikat-sicher\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Einer merkw&uuml;rdigen, ganz eigenen Definition von Menschenrechten m&uuml;ssen unsere Bundes- und Landesregierungen anh&auml;ngen (wom&ouml;glich bei B. Obama abgekupfert?). Man darf gespannt sein, wie ein Herr Kretschmann &ndash; so er nach dem kommenden Sonntag Ministerpr&auml;sident in B.-W.  bleibt &ndash; bez&uuml;glich der Maghreb-Staaten abstimmt; und vor allem, wie er das dann diesmal begr&uuml;ndet!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Was ist Armut? Probleme mit der Prozentrechnung<\/strong><br>\nDer Armutsbericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes trifft auf hartn&auml;ckige Verst&auml;ndnisbarrieren<br>\nDas Armutskonzept des Armutsberichts des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes f&uuml;hrt immer wieder zu Verwirrung, auch in den sogenannten Qualit&auml;tsmedien. Arm ist, wer weniger als 60% des Medianeinkommens zur Verf&uuml;gung hat. Die inhaltliche Begr&uuml;ndung der Verb&auml;nde f&uuml;r dieses Konzept ist einfach: Armut bedeutet in jeder Gesellschaft etwas anderes. Deshalb braucht es eine relative Definition.<br>\nDazu s.a. das Telepolis-Gespr&auml;ch mit Ulrich Schneider, dem Vorsitzenden des Parit&auml;tischen Wohlfahtsverbands: &ldquo;Soziale Ungleichheit wird als Gesellschaftselixier gepriesen&rdquo;.<br>\nDie Grenze von 60% des Medianeinkommens hat sich bew&auml;hrt. Unterhalb dieser Marge ist keine kulturelle Teilhabe an der Gesellschaft m&ouml;glich. Dieses Konzept ben&ouml;tigt etwas Hintergrundwissen und Nachdenken, damit es verst&auml;ndlich wird. Der Bericht hat sich in diesem Jahr bem&uuml;ht, diesem Bed&uuml;rfnis gerecht zu werden und ein ausf&uuml;hrliches Kapitel vorangestellt, in dem die Methodik vorgestellt und erkl&auml;rt wird. Doch das fruchtet nicht bei allen, es gibt auch in diesem Jahr hartn&auml;ckige Verst&auml;ndnisbarrieren. Ich will im Folgenden versuchen, einige dieser Blockaden zu l&ouml;sen. Guido Kleinhubbert hat auf Spiegel-Online den Armutsbericht einer uns&auml;glichen Polemik unterzogen. Wer &uuml;ber Armut in Deutschland redet, betreibt das Gesch&auml;ft der Rechtsradikalen, da er Ressentiments sch&uuml;rt! Bettina Hammer hat auf Telepolis alles politisch Notwendige dazu formuliert (Pssst, nicht &uuml;ber die Armut in Deutschland reden, bitte!).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47612\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Reichen liegen uns auf der Tasche<\/strong><br>\nOb in der Fl&uuml;chtlingsdebatte, bei der H&ouml;he der Mindestsicherung oder j&uuml;ngst bei den Pensionen, ein Argument klebt an aktuellen politischen Debatten wie Kaugummi: &bdquo;Wir k&ouml;nnen uns den Sozialstaat nicht mehr leisten!&ldquo; Hinter dem alle Jahre wiederkehrenden, neoliberalen Angriff auf die sozialen Sicherungssysteme versteckt sich &bdquo;Klassenkampf von oben&ldquo;. Nikolaus Dimmel hat das k&uuml;rzlich anhand der Debatte um die Mindestsicherung bereits auf mosaik angemerkt. Wir sollen glauben, dass wir uns &bdquo;die Armen&ldquo; nicht mehr leisten k&ouml;nnen. In Wirklichkeit ist es aber genau umgekehrt: Nicht die Armen, sondern die Reichen liegen uns sprichw&ouml;rtlich auf der Tasche.<br>\n&Ouml;sterreich gilt europaweit als eines der L&auml;nder mit der h&ouml;chsten Verm&ouml;gensungleichheit (Gini-Koeffizient von 0,76 f&uuml;r Netto-Verm&ouml;gen). Die reichsten 5 Prozent besitzen hierzulande rund 45 Prozent des Gesamtverm&ouml;gen; die untersten 50 Prozent nur knapp 4 Prozent. Die Verm&ouml;gensverteilung in &Ouml;sterreich hat damit die Form eines &bdquo;Klobesens&ldquo;. Ganz Wenige stehen an der Spitze und haben ganz viel Verm&ouml;gen zu Verf&uuml;gung, w&auml;hrend ganz viele ganz unten stehen.<br>\nDamit gibt es bei der Verteilung der Verm&ouml;gen in &Ouml;sterreich auch keine breite Mittelschicht, wie wir sie etwa bei der Einkommensverteilung sehen. Hilde Weiss und ich haben in einer Studie herausgearbeitet, dass sich gerade anhand der Verm&ouml;gensverteilung die Klassenstruktur der &ouml;sterreichischen Gesellschaft besonders gut zeigen l&auml;sst.<br>\nSieht man sich genauer an, wer zu den obersten 5 Prozent geh&ouml;rt und wie sie dort hingekommen sind, so offenbaren sich einige interessante Muster:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mosaik-blog.at\/vermoegensverteilung-reichtum-oesterreich\/\">mosaik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Auml;hnlich d&uuml;rfte auch die Situation in Deutschland sein. Und hierzulande k&ouml;nnte gefragt werden: K&ouml;nnen wir uns diese Reichen eigentlich noch leisten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wenn ihr unter 30 seid, verdient ihr schlechter als junge Menschen vor euch<\/strong><br>\nUnzufrieden, &uuml;berfordert und leistungsorientiert. Oder: Verw&ouml;hnt, anspruchsvoll und selbstbewusst. Der Generation Y, also den Jahrg&auml;ngen 1980 bis 1994, sagt man einiges nach. Jetzt stellt sich heraus, sie sind vor allem eins: schlecht bezahlt. Schulden, Arbeitslosigkeit, Globalisierung, demografischer Wandel und steigende Immobilienpreise wirken sich negativ auf die Geh&auml;lter und Perspektiven der jungen Generation auf der ganzen Welt aus. Noch nie war die Ungleichheit zwischen den Generationen so gro&szlig;. Das ergab eine Analyse des britischen &bdquo;Guardian&ldquo; &uuml;ber weltweite Geh&auml;lter. Sie beruht auf Daten des LIS Datacenter, einer Forschungseinrichtung in Luxemburg, und vergleicht verschiedene Generationen in L&auml;ndern wie Australien, Gro&szlig;britannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und den USA. Das Ergebnis: Das Einkommen der Generation Y liegt heute bis zu 20 Prozent unter dem Durchschnittsgehalt des jeweiligen Landes. Vor 30 Jahren verdienten junge Erwachsene noch &uuml;berdurchschnittlich.<br>\nIn den vergangenen drei Jahrzehnten sind die Geh&auml;lter der Millennials in Deutschland im Vergleich zum landesweiten Durchschnitt um f&uuml;nf Prozent gesunken. Deutsche Rentner haben es da weitaus besser: Die Eink&uuml;nfte der 65- bis 69-J&auml;hrigen ist um f&uuml;nf Prozent gestiegen und das der 70- bis 74-J&auml;hrigen ist um neun Prozent gestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ze.tt\/wenn-ihr-unter-30-seid-verdient-ihr-schlechter-als-junge-menschen-vor-euch\/\">ze.tt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist nat&uuml;rlich alles sehr schlimm &ndash; und steht im &Uuml;brigen im totalen Widerspruch zu der &uuml;blichen Propaganda, es g&auml;be zu wenige junge Menschen (es gibt offenbar zu viele, was die L&ouml;hne dr&uuml;ckt), und der L&uuml;ge vom Fachkr&auml;ftemangel. [&hellip;]<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Privatisierungsschwindel in Griechenland<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten rollte &uuml;ber Europa eine Privatisierungswelle hinweg. Die hat viele Investoren, Banken und Beraterfirmen reich, aber nur wenige B&uuml;rger gl&uuml;cklich gemacht. Denn das gro&szlig;e neoliberale Versprechen, privatisierte Versorgungsunternehmen k&ouml;nnten ihre Kunden billiger bedienen &ndash; mit Wasser, Strom, Verkehrsangeboten &ndash;, hat sich regelm&auml;&szlig;ig als Trug und oft genug auch als Lug erwiesen.<br>\nDie neueste Studie des Transnational Institute (TNI) &uuml;ber das Wirken der &bdquo;Privatisierungsindustrie&ldquo; kommt zu dem Schluss, es gebe &bdquo;keinen Beleg daf&uuml;r, dass privatisierte Firmen effizienter arbeiten&ldquo;. Dagegen habe die Privatisierungswelle die Lohnstruktur untersp&uuml;lt, die Arbeitsbedingungen verschlechtert und die Einkommensunterschiede vergr&ouml;&szlig;ert.<br>\nEin Sonderfall in Sachen Privatisierung ist Griechenland. Im Zuge der Schuldenkrise wird das Land von seinen Gl&auml;ubigern gezwungen, m&ouml;glichst viele &ouml;ffentliche und halb&ouml;ffentlichen Unternehmen zu verkaufen oder zu verpachten &ndash; mit dem alleinigen Ziel, die staatliche Schuldenlast abzutragen.<br>\nDiese Ver&auml;u&szlig;erung &ouml;ffentlicher Werte ist der absurdeste Aspekt der &bdquo;Rettungsprogramme&ldquo;, die den Athener Regierungen seit 2010 von der sogenannten Troika aufgebrummt wurden und der griechischen Wirtschaft eine siebenj&auml;hrige Rezession beschert haben. Einen bankrotten Staat mitten in der Krise zur Privatisierung staatlicher oder halbstaatlicher Unternehmen zu zwingen, ist auch marktwirtschaftlich gesehen grober Unfug. Es bedeutet stets einen &bdquo;Verkauf zu Discountpreisen&ldquo;, konstatieren die TNI-Autoren. Selbst das ber&uuml;hmte &bdquo;Tafelsilber&ldquo; ist in einer tiefen Rezession zu einem fairen Preise nicht loszuschlagen, sein Verkauf erf&uuml;llt den Tatbestand der Untreue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/shop_content.php?coID=100071\">Niels Kadritzke, Le Monde diplomatique<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>China und das kommunistisch gelenkte Wirtschaftswunder<\/strong><br>\nMehrere Leser haben bei uns nachgefragt, was wir von den auf den Nachdenkseiten besprochenen Ausf&uuml;hrungen des ZDF zu China halten (hier). Die Antwort ist genau die, die von den NDS schon gegeben wurde: Nichts!<br>\nDas, was da von Marietta Slomka und Kollegen zum Besten gegeben wird, ist mit ideologisch gepr&auml;gtem Halbwissen noch sehr schmeichelhaft umschrieben. So hei&szlig;t es in dem Beitrag: &bdquo;Doch dass sich die Wirtschaftsdynamik so stark abgeschw&auml;cht hat, ist auch Ausdruck eines Grundproblems, China ist eben nicht wirklich eine Marktwirtschaft. Unternehmerische Erfolge an der Staatspartei vorbei sind nach wie vor kaum m&ouml;glich. Aber es gibt noch andere Gr&uuml;nde, warum es der Parteif&uuml;hrung bislang nicht gelingt, ein chinesisches Silikon Valley von oben zu organisieren.&ldquo;<br>\nWillkommen in Absurdistan, wo der Wunsch offensichtlich der Vater fast jeden ge&auml;u&szlig;erten Gedankens ist. Die Zeit der &bdquo;Reformen&ldquo; (die von der Planwirtschaft zu einer staatlich stark regulierten Marktwirtschaft f&uuml;hrten) begann 1978. Jetzt rechnen wir mal. Das sind bis heute &uuml;ber 35 Jahre, von denen fast alle Jahre extrem erfolgreich im Sinne des Aufholens eines vormals armen Landes waren. 35 Jahre Wirtschaftswunder, das stellt alles in den Schatten, was vorher aufholende L&auml;nder wie Deutschland, Japan oder Korea geschafft haben. Und alles verlief unter der &Auml;gide einer Partei, die sich bis heute kommunistisch nennt.<br>\nDazu gab es kaum gro&szlig;e Krisen und eine Dimension bei den Wachstumsraten, die weit &uuml;ber die der sogenannten Wirtschaftswunderl&auml;nder nach dem zweiten Weltkrieg hinausgingen. Und jetzt beginnen in Deutschland einige Medien dar&uuml;ber zu philosophieren, ob der jetzige leichte Wachstumsr&uuml;ckgang (der zudem zum gro&szlig;en Teil von einem Exportr&uuml;ckgang kommt) nicht doch beweist, dass Marktwirtschaft unter der F&uuml;hrung einer kommunistischen Partei gar nicht funktionieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/china-das-kommunistisch-gelenkte-wirtschaftswunder-und-die-schulden\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Geheimes Dokument: Bundesregierung fordert laxere Telekom-Vorschriften<\/strong><br>\nDeutschland fordert von der EU-Kommission in einer geheimen Stellungnahme zur EU-Reform des Telekommunikationsrechts weniger Regulierung. Damit soll die nationale Telekommunikationsbeh&ouml;rde gest&auml;rkt werden. EurActiv Br&uuml;ssel berichtet.<br>\nDie deutsche Regierung fasst in ihrem frisch aufgesetzten, 18-seitigen Dokument zusammen, was sie von einem neuen EU-weiten Telekomgesetz erwartet: weniger Regulierung und mehr Investitionen in Telekommunikationsnetze &ndash; und zwar so schnell wie m&ouml;glich. Die Stellungnahme k&ouml;nnte der Deutschen Telekom in die H&auml;nde spielen, die sich schon seit einiger Zeit f&uuml;r weniger strenge Rechtsvorschriften einsetzt. Im Gegenzug verspricht sie, mehr zu investieren. In ihrem Dokument fordert die Bundesregierung eine klare Trennung der Vorschriften, um nationalen Regulierungsbeh&ouml;rden mehr Autonomie zu &uuml;bertragen.<br>\nEin Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums weigerte sich, Stellung zum Positionspapier zu nehmen. Es warte noch auf Best&auml;tigung der gesamten Regierung &ndash; ein Prozess, der noch mehrere Wochen dauern k&ouml;nnte. Angeblich hat auch das Bundesministerium f&uuml;r Verkehr und digitale Infrastruktur mit am Positionspapier gearbeitet. Diese Beteiligung konnte jedoch bisher nicht best&auml;tigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/innovation\/news\/geheimes-dokument-bundesregierung-fordert-laxere-telekom-vorschriften\/\">Euractiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>China warnt vor Krieg<\/strong><br>\nDas am Montag begonnene Gro&szlig;man&ouml;ver US-amerikanischer und s&uuml;dkoreanischer Streitkr&auml;fte sorgt f&uuml;r eine weitere Zuspitzung der politischen Lage in Ostasien. China hat auf die bislang gr&ouml;&szlig;te gemeinsame Milit&auml;r&uuml;bung der beiden Staaten, an der 300.000 s&uuml;dkoreanische und 17.000 US-Soldaten teilnehmen, mit scharfer Kritik reagiert. Nachdem Kriegsschiffe der US-Marine direkt an einer von China beanspruchten Inselgruppe vorbeigefahren waren, kritisierte der chinesische Au&szlig;enminister Wang Yi: &raquo;Die Freiheit der Navigation bedeutet nicht, dass sie alles tun k&ouml;nnen, was sie wollen.&laquo; Nicht Peking, sondern anderen M&auml;chten m&uuml;sse die Militarisierung des S&uuml;dchinesischen Meeres vorgeworfen werden. &raquo;Wenn die Spannungen au&szlig;er Kontrolle geraten, w&auml;re das eine Katastrophe f&uuml;r alle Parteien&laquo;, erkl&auml;rte der Chefdiplomat am Rande der Tagung des chinesischen Nationalen Volkskongresses. (&hellip;)<br>\nAufrufe zur Entspannung kamen dagegen aus China. Wang Yi mahnte angesichts der &raquo;explosiven Lage&laquo; alle Seiten zur Zur&uuml;ckhaltung. China werde nicht unt&auml;tig zusehen, wenn es zu einer St&ouml;rung der Stabilit&auml;t auf der koreanischen Halbinsel komme, erkl&auml;rte der Au&szlig;enminister. Alle Seiten sollten Aktionen vermeiden, die zu einer Versch&auml;rfung der Situation f&uuml;hrten. Dazu rufe auch die UN-Resolution vom vergangenen Mittwoch auf. Die Entschlie&szlig;ung unterst&uuml;tze eine Verhandlungsl&ouml;sung &uuml;ber die Sechsergespr&auml;che zwischen der DVRK, China, den USA, S&uuml;dkorea, Russland und Japan. Die Gespr&auml;che wurden allerdings 2009 ausgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/03-09\/001.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Als die Kuh ausrutschte<\/strong><br>\nIm Osten des Kongo graben die Menschen mit Schaufeln nach Erzen wie Koltan, einem begehrten Material f&uuml;r Mobiltelefone und Tablets. Die weltweite Kritik an &bdquo;Bluthandys&ldquo; hat zu Kontrollen und Exportbeschr&auml;nkungen gef&uuml;hrt &ndash; aber auch zu Verdiensteinbr&uuml;chen der Sch&uuml;rfer.<br>\nNumbi ist wie Klondike im Kongo &ndash; nur ohne Schnee. Daf&uuml;r gibt es hier Kassiterite und Koltan &ndash; ohne die Sie kaum diesen Text lesen k&ouml;nnten; vor allem das seltene Koltan braucht es f&uuml;r die Herstellung von Handys und Tablets &ndash; &uuml;ber zwanzig Prozent davon stammen aus der Demokratischen Republik Kongo. Klondike 2.0 also.<br>\nEin aus Brettern zusammengezimmertes Minenkaff auf 2.500 Metern H&ouml;he im Osten des Kongo, Provinz S&uuml;d Kivu, in das man es jetzt, w&auml;hrend der Regenzeit, selbst mit einem Toyota Landcruiser kaum schafft. Wo ein gegrilltes Huhn 20 US-Dollar kostet, alle Lebensmittel teuer sind, schon weil nichts mehr angebaut wird &ndash; lockt die reichere Ernte doch in der Erde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/als-die-kuh-ausrutschte\/\">AussenGedanken<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>War das wirklich nur eine &raquo;klassische Protestwahl&laquo;?<\/strong><br>\nBei den Kommunalwahlen in Hessen kam die CDU nach dem vorl&auml;ufigen Trendergebnis landesweit auf 28,2%, die SPD auf 28,0%, die AfD holte 13,2%, die Gr&uuml;nen 11,6%. Die FDP erholte sich im Vergleich zur letzten Kommunalwahl 2011 deutlich, erreichte landesweit 6,3%. Die Linke lag bei 3,7%. Die Wahlbeteiligung lag mit 48,0% um 0,3 Prozentpunkte h&ouml;her als vor f&uuml;nf Jahren.<br>\nAuch wenn das endg&uuml;ltige Ergebnis erst in einigen Tagen feststehen wird, kann doch am starken Abschneiden der rechtspopulistischen AfD (&raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&raquo;)[1] kein Zweifel bestehen: Hinter der CDU und der SPD ist die AfD drittst&auml;rkste Kraft im Land. &raquo;Die Macht der etablierte Parteien br&ouml;ckelt&laquo;, triumphierte die AfD-Vorsitzende Frauke Petry.<br>\nIn St&auml;dten, Gemeinden und Landkreisen, in denen sie angetreten ist, holte sie zumeist zweistellige Wahlergebnisse: Dietzenbach (Stadt): 14,7%; Offenbach (Kreis ): 14,7%; Fulda (Kreis): 14,3%; Bensheim (Stadt): 13,3%; Gie&szlig;en (Stadt): 12,9%; Darmstadt-Dieburg (Kreis): 12,9%; Wiesbaden (Stadt): 12,8%; Main-Taunus-Kreis: 12,7 %; Odenwaldkreis: 12,7%; Hochtaunuskreis: 11,2%; Kassel (Stadt): 11,0%; Darmstadt (Stadt): 9,2%; Frankfurt (Stadt): 8,9%.<br>\nDer hessische Ministerpr&auml;sident Bouffier (CDU) bestreitet diese Ersch&uuml;tterung des politischen Systems. Er sieht den Wahlerfolg der AfD lediglich als Resultat einer Protestwahl, die sich gegen den Strom der Zufluchtsuchenden und die dadurch hervorgerufene Krise der Bundesregierung richte. Die AfD werde so schnell wie einst die Republikaner wieder verschwinden. Auch als Abstimmung &uuml;ber die Politik der schwarz-gr&uuml;nen Landesregierung versteht er die Kommunalwahlen vom Sonntag nicht. R&uuml;ckschl&uuml;sse auf gro&szlig;st&auml;dtische Themen wie hohe Mieten und Schulmisere l&auml;sst die CDU nicht gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/war-das-wirklich-nur-eine-klassische-protestwahl\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Gerade die Armen gehen nicht w&auml;hlen&ldquo; <\/strong><br>\nIn Frankfurt w&auml;hlen am Sonntag nur noch 38,4 Prozent der B&uuml;rger, in Hessen 48 Prozent. Ein Tiefstaand. Die Wahlforscherin Sigrid Ro&szlig;teutscher &uuml;ber die Beteiligung.<br>\nFrau Ro&szlig;teutscher, in Frankfurt haben sich am Sonntag nur noch 38,4 Prozent der B&uuml;rger an der Kommunalwahl beteiligt, hessenweit waren es 48 Prozent. Woran liegt das ?<br>\nIn Hessen ist die Wahlbeteiligung ja immerhin nicht niedriger geworden, in Frankfurt ist sie faktisch weiter gesunken. Wir haben seit Jahren die Tendenz, dass Kommunalwahlen als nicht so wichtig wahrgenommen werden.<br>\nAber bei Kommunalwahlen geht es doch um alles, was die Menschen direkt betrifft: Schulen, Verkehr, Wohnen, Kitas &hellip;<br>\nJa, das stimmt. Nur: Die Leute regen sich &uuml;ber Schulen und Kitas auf, gehen aber nicht den Schritt, die Situation als Folge politischen Handelns von Parteien zu sehen. Sie &auml;rgern sich &uuml;ber die Verwaltung, vielleicht noch &uuml;ber den B&uuml;rgermeister. Aber Politik wird schlichtweg assoziiert mit Berlin, mit den Gesetzen, die im Bundestag verabschiedet werden. Es sind nur politisch interessierte B&uuml;rger, die die Verbindung zwischen der Lage vor Ort und der kommunalen Politik ziehen.<br>\nIst das ein Problem der politischen Bildung? Und spielt die soziale Herkunft der Nichtw&auml;hler dabei eine Rolle?<br>\nJe niedriger die Wahlbeteiligung ist, desto sozial gespreizter ist sie. Bei Kommunalwahlen haben wir also noch st&auml;rker als bei anderen Wahlen das Ph&auml;nomen, dass eher die gut situierten B&uuml;rger mit h&ouml;herer Bildung und besserem sozialen Status w&auml;hlen gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kommunalwahl-in-frankfurt\/kommunalwahl--gerade-die-armen-gehen-nicht-waehlen---,32120792,33925434.html%20\">FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hakkini Kullan gegen rechts<\/strong><br>\nDie Wahlkampfmaschine in Baden-W&uuml;rttemberg bollert auf Hochtouren. Im politischen Sicomatic-Topf steigt der Druck. Was bislang niemand so recht mitbekommen hat: Auch t&uuml;rkische Verb&auml;nde machen f&uuml;r den 13. M&auml;rz mobil. Ihr Motto: &ldquo;Oy, Hakkini Kullan! &ndash; Nutze dein Wahlrecht!&rdquo; Ihr Ziel ist es, den Rechtspopulisten von der AfD das Wasser abzugraben.<br>\n&ldquo;Wo soll ich unterschreiben?&rdquo;, witzelt ein Gesch&auml;ftsmann in feinem Zwirn, der gerade mit einer prallen T&uuml;te voller s&uuml;&szlig;er S&uuml;nden aus der t&uuml;rkischen B&auml;ckerei in der Mauserstra&szlig;e im Stuttgarter Stadtteil Feuerbach kommt. Sein Begleiter h&auml;lt ihm grinsend einen Flyer unter die Nase, als wolle er ein Autogramm von ihm. In der B&auml;ckerei h&auml;ngen die Brosch&uuml;ren auch in Plakatgr&ouml;&szlig;e. Au&szlig;er den beiden M&auml;nnern interessiert sich an diesem grauen Nachmittag in &ldquo;Klein Istanbul&rdquo; jedoch kaum jemand f&uuml;r die bunten Zettel, die Werbung f&uuml;r die Landtagswahl am kommenden Sonntag machen. &ldquo;Oy Hakkini Kullan!&rdquo; &ndash; auf Deutsch &ldquo;Nutze dein Wahlrecht!&rdquo; &ndash; steht dort in blau-roten Lettern zusammen mit dem Hinweis, dass man auch per Briefwahl w&auml;hlen kann. Was hat es mit Hakkini Kullan auf sich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/258\/hakkini-kullan-gegen-rechts-3497.html%20\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext: Wochenzeitung lesen sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Endspurt!<\/strong> G&ouml;kay Akbulut kandidiert f&uuml;r die Linke in Mannheim, Wahlbezirk 35. Seit Wochen versucht sie, vor allem Migranten von sich zu &uuml;berzeugen. Immer mit dabei: ihre beiden Wahlhelferinnen. Ein Freitagabend kurz vor knapp mit dem sicher sch&ouml;nsten Wahlkampfteam Deutschlands.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Wahlen sind TINA:<\/strong> Am Sonntag wird entschieden. Ma&szlig;geblich dar&uuml;ber, wie die n&auml;chste Regierung aussieht. Auch Wegbleiben ist erlaubt, kommentiert unsere Autorin, und sagt zugleich, dass Wahlen wie diese trotzdem alternativlos sind.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Im Sandwich:<\/strong> Winfried Hermann hat f&uuml;nf strapazi&ouml;se Jahre hinter sich: Die Stuttgart-21-Gegner sind anhaltend unzufrieden mit ihm, f&uuml;r die Opposition ist er der Buhmann. Und doch kann er auch beachtliche Erfolge vorweisen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Geraubte Kunst:<\/strong> Seit dem &ldquo;Schwabinger Kunstfund&rdquo; in der Wohnung von Cornelius Gurlitt haben die Museen ihre Provenienzforschung intensiviert. Erstmals in Deutschland geht das Stuttgarter Linden-Museum nun der Herkunft von Objekten der Kolonialzeit nach.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die NPD geh&ouml;rt verboten:<\/strong> Ist die NPD zu verbieten oder nicht? Dar&uuml;ber hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe drei Tage verhandelt. Jetzt m&uuml;ssen acht Richter die Vortr&auml;ge bewerten. Ein Parteiverbot muss sein, kommentiert unser Autor und begr&uuml;ndet seine Forderung.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Blaue Briefe:<\/strong> Die blauen Zusteller geh&ouml;ren inzwischen zum Stadtbild. Es sind die Besch&auml;ftigten der privaten BW-Post, die auch f&uuml;r die Stadt Briefe verteilen. Das ist billiger, weil die L&ouml;hne niedriger sind als bei der Post. Bei der Esslinger Dependance gibt&rsquo;s dar&uuml;ber Streit. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Wo bleibt das Schmerzensgeld?<\/strong> Ministerpr&auml;sident Kretschmann hat sich bei den Opfern der Polizeigewalt vom Schwarzen Donnerstag entschuldigt. &Uuml;ber Schadensersatz und Schmerzensgeld m&uuml;ssen die Verletzten mit den T&auml;tern verhandeln: mit dem Polizeipr&auml;sidium Stuttgart. Und was ist nach der Wahl?<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Denkansto&szlig;: Bitte w&auml;hlen Sie nicht AfD<\/strong><br>\nDie AfD verspricht L&ouml;sungen und Auswege, Ver&auml;nderung und Aufbruch. Irgendwohin. Wenn man aber genau hinsieht, stellt man fest, dass sie nur ein Ziel hat: komfortable P&ouml;stchen zu erreichen, mit welchen Mitteln auch immer. [&hellip;]<br>\nDie AfD tut, als sei sie Protestpartei, sie sucht sich die emotionalsten Felder aus, weil dort am einfachsten Stimmen zu gewinnen sind. Deshalb ist sie vom Anti-Euro-Zug auf den Anti-Fl&uuml;chtlingszug aufgesprungen. An Protest ist nichts grunds&auml;tzlich Schlechtes. Aber Protest nur zum Zweck des Machtgewinns ist kein Protest, sondern Pose. Wenn demn&auml;chst eine Anti-Mond-Bewegung aufk&auml;me, die AfD w&uuml;rde die sofortige Sprengung des Monds fordern. Unabh&auml;ngig davon, ob das &uuml;berhaupt m&ouml;glich ist. Um die Stimmen der Mondgegner abzusahnen. Schauen Sie selbst.<br>\nSoeben ist eine Mail der Parteivorsitzenden Frauke Petry geleakt worden. Darin erkl&auml;rt sie in Form einer internen Anweisung an ihre Parteikader: &ldquo;Um sich medial Geh&ouml;r zu verschaffen, sind daher pointierte, teilweise provokante Aussagen unerl&auml;sslich. Sie erst r&auml;umen uns die notwendige Aufmerksamkeit und das mediale Zeitfenster ein&hellip;&rdquo; Sie wissen, was das im Klartext hei&szlig;t: Frau Petry bittet hinter den Kulissen darum, in der &Ouml;ffentlichkeit die &uuml;berspitzte Unwahrheit zu sagen, um mehr Raum in den Medien und damit im Wahlkampf zu bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/sascha-lobo-ueber-afd-bitte-waehlen-sie-nicht-die-rechtspopulisten-kolumne-a-1081405.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Polens Verfassungsgericht erkl&auml;rt eigenen Umbau f&uuml;r rechtswidrig<\/strong><br>\nDas polnische Verfassungsgericht hat seine von der Regierung beschlossene Reform f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Gegen die Reform, die im Dezember beschlossen wurde, haben Oppositionsparteien und Rechtsexperten geklagt. Die Kritiker sehen darin einen Versuch, das Gericht handlungsunf&auml;hig zu machen. Regierungschefin Beata Szyd&#322;o hat bereits angek&uuml;ndigt, die Regierung werde das Urteil nicht anerkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/-polens-verfassungsgericht-erklaert-eigenen-umbau-fuer-rechtswidrig-1.2899572\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Ein bemerkenswerter Vorgang, der zeigt, dass die Demokratie noch nicht ganz zu Grabe getragen worden ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die polnische Regierung schafft sich einen rechtsfreien Raum<\/strong><br>\nDas Vorgehen der polnischen Regierung gegen das Verfassungsgericht bedroht den Zusammenhalt der EU. Sie m&uuml;sste scharf reagieren &ndash; wird es aber vermutlich nicht tun. [&hellip;] Kaczy&#324;ski und seine Partei Recht und Gerechtigkeit (Pis) wollen, wie jede auf autorit&auml;re Herrschaft zielende Macht, ein zentrales Prinzip des modernen Rechtsstaates faktisch abschaffen: dass eine Regierung und ihre Mehrheit im Parlament der Kontrolle durch unabh&auml;ngige Richter unterworfen&nbsp;sind. [&hellip;] Die nun f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rten Gesetzes&auml;nderungen, die Kaczy&#324;ski und seine Gefolgsleute gleichwohl anwenden wollen, sehen auch Disziplinarma&szlig;nahmen gegen Verfassungsrichter vor &ndash; bis hin zur Absetzung durch das Parlament und strafrechtlicher Verfolgung. Schon hat der Justizminister, der auch Generalstaatsanwalt ist, angedeutet, er werde gegen Verfassungsrichter vorgehen. Im aktuellen Warschauer Klima scheint nicht mehr ausgeschlossen zu sein, dass ein Verfassungsgerichtspr&auml;sident verhaftet wird, weil er seine Pflicht erf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/polen-die-polnische-regierung-schafft-sich-einen-rechtsfreien-raum-1.2898817\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wider den Wirtschaftsfeudalismus<\/strong><br>\nVorabdruck. Wenn die Menschen besser leben wollen, m&uuml;ssen sie Demokratie und Marktwirtschaft vor dem Kapitalismus retten<br>\nSahra Wagenknecht geh&ouml;rt zu den wenigen bundesdeutschen Politikerinnen und Politikern, die ihr Handeln auf eine wissenschaftliche Grundlage stellen. Die daraus entwickelten &Uuml;berlegungen f&uuml;r eine Aufl&ouml;sung der aktuellen Krisenerscheinungen stellt die Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im Bundestag nun im Campus-Verlag vor unter dem Titel &raquo;Reichtum ohne Gier. Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten&laquo;. Es ist ein Vorschlag zur Redemokratisierung EU-Europas durch R&uuml;ckbesinnung auf den Nationalstaat. &raquo;Nicht die Politik muss sich internationalisieren&laquo;, so Wagenknecht, &raquo;sondern die wirtschaftlichen Strukturen m&uuml;ssen dezentralisiert und verkleinert werden&laquo;. jW ver&ouml;ffentlicht aus dem neuen Buch einen Auszug aus der Einleitung. (jW)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/03-10\/048.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Siemens will 1.900 Stellen streichen<\/strong><br>\nBei Siemens stehen weltweit 2.500 Jobs auf der Kippe &ndash; davon rund 1.900 in Bayern. Besonders hart trifft es die Standorte N&uuml;rnberg und Ruhstorf im Landkreis Passau. Die Einschnitte treffen vor allem Niederlassungen in Bayern &ndash; hier sollen 1.900 Stellen wegfallen, sagte ein Konzernsprecher dem Bayerischen Rundfunk. [&hellip;]<br>\nDie Gewerkschaft IG Metall kritisierte indes, dass ein Technologief&uuml;hrer wie Siemens auf Marktver&auml;nderungen erneut ideenlos mit Stellenstreichungen reagiere. Dieses Vorgehen habe bereits in der Vergangenheit nicht die erw&uuml;nschte Wirkung erzielt, teilte Bezirksleiter J&uuml;rgen Wechsler mit. Die Gewerkschaft k&uuml;ndigte an, sich gegen den Stellenabbau bei Siemens wehren zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/mittelfranken\/inhalt\/siemens-stellenabbau-bayern-102.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So geht Kapitalismus. Zum Abschluss des Gesch&auml;ftsjahres 2015, verk&uuml;ndete Siemens noch im Herbst eine Gewinnsteigerung um 34 Prozent auf 7,4 Milliarden Euro. Nun folgen nach bereits 5100 abgebauten Stellen in Deutschland weitere 1900 &ndash; so handelt ein vision&auml;res Management. Offenbar ist der deutschen Oligarchie die Rendite immer noch zu schmal. Auf das die Milliardenverm&ouml;gen weiter wachsen. Und f&uuml;r die Betroffenen wird es angesichts des Fachkr&auml;ftemangels ein Leichtes sein wieder einen neuen Job zu finden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>52. Grimme-Preis: Freude &uuml;ber Grimme-Preis f&uuml;r &ldquo;Besondere Journalistische Leistung&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bayerische Rundfunk freut sich &uuml;ber einen Grimme-Preis in der Rubrik &ldquo;Besondere Journalistische Leistung&rdquo; f&uuml;r den Themenabend &ldquo;T&ouml;dliche Exporte&rdquo; im Ersten. Im Rahmen des Themenabends &uuml;ber deutschen Waffenhandel mit Mexiko wurden der Spielfilm &ldquo;Meister des Todes&rdquo; (SWR, ARD Degeto, BR) und die Dokumentation &ldquo;T&ouml;dliche Exporte &ndash; Wie das G36 nach Mexiko kam&rdquo; (SWR, BR) gezeigt &ndash; beides BR-Koproduktionen unter der Regie von Daniel Harrich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/presse\/inhalt\/pressemitteilungen\/grimme-preis-toedliche-exporte-100.html\">BR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die NachDenkSeiten gratulieren. Im Oktober konnten Sie bei uns die Hintergr&uuml;nde zum ausgezeichneten Themenabend in einem <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27789\">Interview mit J&uuml;rgen Gr&auml;sslin<\/a>, dessen Recherchen die Vorlage f&uuml;r den Themenabend waren. Falls Sie das Interview damals nicht gelesen haben, holen Sie das ruhig nach. Es lohnt sich und das Thema ist immer noch hoch aktuell.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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