{"id":3203,"date":"2008-05-06T09:25:49","date_gmt":"2008-05-06T07:25:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3203"},"modified":"2008-05-06T09:46:24","modified_gmt":"2008-05-06T07:46:24","slug":"hinweise-des-tages-642","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3203","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3203&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Unser t&auml;glich Br&ouml;tchen<\/strong><br>\nSch&ouml;ne neue Arbeitswelt: Brandblasen an Armen und H&auml;nden, der st&auml;ndige Kampf gegen den Schimmel und ein Chef, der seine Arbeiter wie Sklaven behandelt. ZEITmagazin-Reporter G&uuml;nter Wallraff war wieder undercover unterwegs. Diesmal als Niedrigl&ouml;hner in einer Fabrik, die Br&ouml;tchen f&uuml;r Lidl backt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/19\/Wallraff-19?page=all\">ZEIT<\/a>\n<p>Die &bdquo;Brotfabrik&ldquo; hat auf ihrer Homepage auf die Vorw&uuml;rfe <a href=\"http:\/\/weinzheimer.de\/\">geantwortet.<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stellenpolitik der Konzerne: Der Mitarbeiter als Humankapital <\/strong><br>\nWie Konzerne ihre Angestellten hin- und herschieben und sie dabei &uuml;berfordern: zum Beispiel die Kauffrau Inge Matzke von der Telekom.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/122\/172612\/4\/print.html\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Therapie-Suche f&uuml;r die kranke Mittelschicht<\/strong><br>\nWas denn nun, mehr oder weniger Staat? Die Kluft zwischen Arm und Reich w&auml;chst. W&auml;hrend die Unternehmensberatung McKinsey eine firmenfreundlichere Politik und mehr Eigenverantwortung fordert, warnen Sozialwissenschaftler vor diesem Rezept. Sie halten das Gegenteil f&uuml;r richtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,551524,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir hatten in unserem gestrigen Hinweis Ziffer 20 die McKinsey-Studie nicht kommentiert, weil in dem zitierten Beitrag die Rezeptur von McKinsey nicht so deutlich war. Man h&auml;tte es sich denken k&ouml;nnen: McKinsey fordert mehr Wettbewerb, bessere Rahmenbedingungen f&uuml;r die Wirtschaft und mehr Privatisierung &ndash; vor allem im Gesundheitswesen. Eine &ldquo;neue Einstellung zum Unternehmertum&rdquo; sowie &ldquo;deutlich h&ouml;here Investitionen in Bildung und Infrastruktur&rdquo; seien n&ouml;tig, um die &ldquo;Voraussetzungen f&uuml;r eine dauerhafte Wirtschaftsdynamik&rdquo; zu schaffen. Der Kapitalmarkt k&ouml;nne zudem die wirtschaftliche Erneuerung &ldquo;mit modernen Instrumenten zur Unternehmensfinanzierung&rdquo; beschleunigen und zudem privaten Haushalten &ldquo;attraktivere Anlagem&ouml;glichkeiten, vor allem f&uuml;r das Alterssparen, bieten&rdquo;. Statt eines Kommentars schlie&szlig;e ich mich den Argumenten des K&ouml;lner Sozialwissenschaftlers Christoph Butterwegge an: &ldquo;Wir erleben in unserer Gesellschaft einen Pater-Noster-Effekt: Die einen fahren nach unten, w&auml;hrend die anderen gleichzeitig nach oben fahren.&rdquo; Die Reformen der vergangenen Jahre h&auml;tten das gezeigt: &ldquo;Man hat den Spitzensteuersatz gesenkt und damit die Reichen noch reicher gemacht. Gleichzeitig wurde die Mehrwertsteuer, die Geringverdiener &uuml;berproportional belastet, angehoben. Hinzu kommt die Einf&uuml;hrung von Hartz IV, der immer st&auml;rkere Abbau der Sozialsysteme &ndash; all das f&uuml;hrt dazu, dass die Gesellschaft auseinanderbricht.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Und er bewegt sich doch! Des B&uuml;rgers neue Initiativen<\/strong><br>\nW&auml;hrend alle &uuml;ber die revolution&auml;re Vergangenheit der 68er reden, macht sich erneut eine ganz neue Bewegung von B&uuml;rgern an den festgefahrenen Ritualen des Staates zu schaffen. Ganz wie damals gr&uuml;nden sich immer neue B&uuml;rgerinitiativen und begehren dies und das, bisweilen sogar auf. Und das mit zunehmendem Erfolg. Die B&uuml;rger kehren mal wieder vor der eigenen Haust&uuml;r; sie k&uuml;mmern sich um all das, was Kommunen und Staat vernachl&auml;ssigen. Die Republik im Retrolook.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/hronline\/mp3\/podcast\/derTag\/und_er_bewegt_sich_doch__des_buergers_neue_initiativen.mp3?tl=html\">Hessischer Rundfunk (Podcast, ca. 50 Minuten, ca. 18 MB)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Schon ein paar Tage alt; die beschriebene Berlin-Tempelhof-Abstimmung ist schon vorbei &ndash; trotzdem h&ouml;renswert. Es werden im Interview auch von der Energiewirtschaft gegr&uuml;ndete Schein-B&uuml;rgerinitiativen und die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft thematisiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leipzig &ndash; Erstes bundesweites Vernetzungstreffen von Initiativen gegen Privatisierung<\/strong><br>\nAm Samstag, dem 3.5., trafen sich in Leipzig Vertreterinnen und Vertreter von B&uuml;rgerinitiativen gegen Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums aus dem gesamten Bundesgebiet. Sie folgten der Einladung von Initiativen aus Berlin, Freiburg, Leipzig und M&uuml;lheim an der Ruhr, die unter dem Motto &bdquo;Privatisierungswahn stoppen&ldquo; zu einem Vernetzungstreffen eingeladen hatten. Es wurden die Erfahrungen aus 15 St&auml;dten ausgetauscht und gemeinsame Ziele und Probleme besprochen. Da sich die &bdquo;Drehb&uuml;cher der Privatisierer&ldquo; an vielen Stellen gleichen, sehen sich die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &auml;hnlichen Problemen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene gegen&uuml;ber.<br>\nAls Ergebnis der Beratungen wurde folgende Erkl&auml;rung formuliert: \n<p>&bdquo;Leipziger Erkl&auml;rung von B&uuml;rgerinitiativen gegen Privatisierung&ldquo;<\/p>\n<ul>\n<li>Privatisierung bef&ouml;rdert die Erosion unserer Demokratie. Besonders die kommunale Selbstverwaltung wird zunehmend ausgeh&ouml;hlt. Die Interessen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger finden immer weniger Beachtung.<\/li>\n<li>Wir wollen weitere Privatisierungen von &ouml;ffentlichem Eigentum verhindern, weil dadurch die demokratische Kontrolle sukzessive abgebaut und die Verschuldung der &ouml;ffentlichen Hand auf Dauer nicht &uuml;berwunden, sondern zementiert wird.<\/li>\n<li>Wir unterst&uuml;tzen Re-Kommunalisierungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge und die St&auml;rkung des Gemeineigentums.<\/li>\n<li>&Ouml;ffentliche Einrichtungen und Unternehmen haben einen besonderen Auftrag zu erf&uuml;llen und sollen gemeinwohlorientiert und transparent arbeiten, unter demokratischer Kontrolle und offen f&uuml;r die Zusammenarbeit mit der B&uuml;rgerschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das n&auml;chste bundesweite Treffen ist f&uuml;r den Herbst geplant.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stadtinfo2000.de\/wplsi\/?p=1505\">Leipziger Stadtinfo<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Tobias Bayer: Jagd auf die Rohstoffbullen<\/strong><br>\nPassive Indexinvestoren haben Schuld am Preisanstieg bei Weizen, Mais und Soja. Die Aufsicht ist gefordert.<br>\nIndexinvestoren sorgen f&uuml;r ein Preisniveau auf dem Terminmarkt, das sich mehr und mehr von Angebot und Nachfrage entfernt und das nur eine Richtung kennt &ndash; nach oben. Solche Anleger setzen v&ouml;llig passiv auf Rohstoffindizes wie den S&amp;P GSCI und rollieren am Laufzeitende immer in den n&auml;chsten Kontrakt &ndash; egal, was auch geschehen mag. Sie sind ewige K&auml;ufer. Experten sch&auml;tzen, dass sie inzwischen in einigen Futuresm&auml;rkten 40 bis 60 Prozent des gesamten Volumens ausmachen. Aggregiert man ihre Positionen, so kommt man wahrscheinlich auf einen Wert, der die verf&uuml;gbare Menge an Getreide oder Baumwolle bei Weitem &uuml;bersteigt. Solch eine Konstellation k&ouml;nnte man im &uuml;bertragenen Sinne als &ldquo;Corner&rdquo; bezeichnen. Die K&auml;ufer dr&auml;ngen die Verk&auml;ufer in die Ecke und zwingen den Eingeengten h&ouml;here Preise auf. Das Gef&auml;hrliche daran: Der Einfluss der passiven Investoren wird weiter zunehmen. Erstens erkennen gro&szlig;e Pensionsfonds und institutionelle Anleger erst jetzt langsam den Reiz der Anlageklasse Rohstoffe. Von ihren Diversifikationszielen sind viele von ihnen noch weit entfernt. Und zweitens hat die Kreativit&auml;t der Wall Street einen wuchernden Schattenmarkt an Rohstoffinstrumenten hervorgebracht. Was Collateralized Debt Obligations f&uuml;r Kreditinvestoren sind, sind Commodity-Linked Structured Notes oder Commodity-Linked Discount Bonds f&uuml;r Rohstoffaficionados. Michael Rothman, Experte beim Brokerhaus International Strategy &amp; Investment, geht davon aus, dass das geb&uuml;ndelte Volumen solcher au&szlig;erb&ouml;rslichen Derivate von 910 Mrd. $ im Juni 2004 auf 5850 Mrd. $ zwei Jahre sp&auml;ter zugelegt hat. Tendenz steigend. Denn alle wollen teilhaben und springen kopf&uuml;ber ins Getreidesilo, dessen Preispegel steigt und steigt und steigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/351695.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Weiter schr&ouml;pfen durch PPP<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Verschuldung wird durch Private-Public-Partnership-Projekte weiter versch&auml;rft. Die enormen Kosten f&uuml;r die &raquo;Heuschrecken&laquo;-Profite muss die zunehmend verarmende und kontrollierte Bev&ouml;lkerung tragen.\n<p>PPP zerst&ouml;rt den &ouml;ffentlichen, demokratischen, republikanischen Raum, indem das private Hausrecht an die Stelle des &ouml;ffentlichen Rechts tritt. Das vom Privatunternehmen und seinen Anw&auml;lten und Wirtschaftspr&uuml;fern definierte Betriebsgeheimnis steht &uuml;ber der Demokratie. PPP ist gleichbedeutend mit Verachtung der Demokratie. Nicht nur die B&uuml;rger, sondern auch die Abgeordneten, Stadt-, Gemeinde- und Kreisr&auml;te werden zu Claqueuren degradiert. Die politischen Beschlussgremien, die Rechnungsh&ouml;fe und die Kommunalaufsicht werden zur Akklamationsstaffage. Gew&auml;hlte Volksvertreter werden als Unm&uuml;ndige behandelt, die die PPP-Vertr&auml;ge ohnehin nicht verstehen k&ouml;nnen. Sie werden als unsichere Kantonisten behandelt, denen man die wichtigen Betriebsgeheimnisse nicht anvertrauen darf. Von Werner R&uuml;gemer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/05-06\/014.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Almosen f&uuml;r die Alten &ndash; Der verlogene Rentenkompromiss der CDU<\/strong><br>\nDer Kompromiss ist so faul wie J&uuml;rgen R&uuml;ttgers hinterlistig: Jetzt sollen langj&auml;hrige Rentenversicherte also ein staatlich finanziertes &laquo;Zuckerl&laquo; bekommen, wenn sie im Alter nicht gen&uuml;gend Geld zur Verf&uuml;gung haben. Klingt nach f&uuml;rsorgendem Sozialstaat, doch das Papier der CDU-Spitze enth&auml;lt lediglich Munition f&uuml;r den kommenden Wahlkampf und Politur f&uuml;r das Image des &laquo;Arbeiterf&uuml;hrers&laquo; R&uuml;ttgers. Denn die Antwort auf Altersarmut &ndash; die es unzweifelhaft gibt und die noch schlimmer werden wird &ndash; ist nicht eine systemfremde Steuersubventionierung einzelner Renten, wie sie die CDU jetzt vorschl&auml;gt. Nein, die beste Versicherung gegen niedrige Renten sind gut bezahlte, sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=812291&amp;kat=3&amp;man=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Logik der Rentenanpassung: Verarmung der SV-Rentner<\/strong><br>\nDurch die Forschung &bdquo;belegt ist, dass der demografische Gesamtlastkoeffizient gegenw&auml;rtig deutlich niedriger ist als 1970 und erst 2030 das damalige Niveau wieder erreichen wird&ldquo;, h&auml;lt Prof. Ernst Kistler dem inszenierten &bdquo;demografischen Mythos&ldquo; entgegen: &bdquo;Prinzipiell w&auml;re auch die bis 2050 steigende Altenlast selbst bei moderaten Produktivit&auml;tszuw&auml;chsen finanzierbar, ohne dass die realen Eink&uuml;nfte von Aktiven wie von Rentnern und deren &lsquo;Lebensstandard&rsquo; geringer werden m&uuml;ssten als heute. Dies setzt jedoch voraus, dass die Gewinneinkommen nicht noch immer noch st&auml;rker und weit &uuml;berproportional steigen, sondern dass sie auch st&auml;rker zur Finanzierung herangezogen werden.&ldquo;\n<p>Sind sich die gegenw&auml;rtig Besch&auml;ftigten eigentlich dar&uuml;ber im klaren, dass sie f&uuml;r ihre freiwillige Rentenversicherung nicht nur das doppelte an h&ouml;heren Beitr&auml;gen f&uuml;r sich selbst aufbringen m&uuml;ssen, da sie den fr&uuml;heren Unternehmeranteil nun selbst tragen &ndash; gleichzeitig aber alle Bestandsrentner eine K&uuml;rzung ihres Rentenanstiegs gerade hierdurch aufgezwungen bekommen, weil sich der errechnete Lohnanstieg &ndash; als allgemeine SV-Rentenbasis der Anpassung &ndash; reduziert?<\/p>\n<p>Die Chancen f&uuml;r ein finanzierbares Sozialrentensystem auf der Einnahmeseite der SVRentenkassen politisch zu diskutieren und durchzusetzen wird von der allgegenw&auml;rtigen Lobby der privaten Versicherungstr&auml;ger bisher wirksam blockiert. Man muss wissen: Auch Prof. Raffelh&uuml;schen ist exponierter Lobbyist der Privaten Rentenversicherer und verdient sich ein exorbitantes Zubrot auf diese Weise.<\/p>\n<p>Auf Dauer wird sich aber ein Durchbruch zu einem Wandel zur Erh&ouml;hung der Regeleinnahmen der SV-Rentenkassen und\/oder zur h&ouml;heren steuerlichen Finanzierung des SV-Rentensystems nicht vermeiden lassen, denn eine zunehmende Verarmung von Rentnern mit Niedrigstrenten, die kaum dies Grundsicherung erreichen oder diese unterschreiten, w&uuml;rde sich zum politischen Desaster der parlamentarischen Demokratie gestalten. Von Karl Mai.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.memo.uni-bremen.de\/docs\/m1808.pdf\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik [PDF &ndash; 128 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahn-Gewerkschaften sagen Ja zum Privatisierungsmodell<\/strong><br>\nDie beiden gro&szlig;en Bahngewerkschaften Transnet und GDBA sehen ihre zentralen Forderungen bei den Pl&auml;nen zur Teilprivatisierung der Deutschen Bahn erf&uuml;llt.<br>\nDie Arbeitspl&auml;tze beim bundeseigenen Konzern seien langfristig gesichert und das Unternehmen bleibe als Ganzes erhalten, stellten die Spitzengremien der Organisationen am Montag in einem Beschluss fest. Transnet und GDBA verwiesen darauf, dass in den j&uuml;ngsten Tarifverhandlungen mit der Bahn der konzerninterne Arbeitsmarkt tariflich gesichert und ein K&uuml;ndigungsschutz bis zum Jahr 2023 verl&auml;ngert worden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/Deutschland\/_pv\/_p\/200050\/_t\/ft\/_b\/1426088\/default.aspx\/bahn-gewerkschaften-sagen-ja-zum-privatisierungsmodell.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man wird die beiden konzernfreundlichen Gewerkschaften an diese Erkl&auml;rungen erinnern, wenn es zur Ausd&uuml;nnung im Fern- und Regionalverkehr und in der Logistik kommt. Es gibt gen&uuml;gend Mittel, um Tarifvertr&auml;ge zu unterlaufen, etwa indem man Arbeitnehmer zum Ortswechsel zwingt oder durch Auslagerungen etc. Es w&auml;re auch nicht das erste Mal, dass Tarifvertr&auml;ge aufgrund von &bdquo;zwingenden&ldquo; betriebswirtschaftlichen Erfordernissen aufgek&uuml;ndigt w&uuml;rden. Die Bundesregierung will f&uuml;r die Bahnprivatisierung nicht einmal die Absicherung durch ein Gesetz. Transnet und GDBA begn&uuml;gen sich mit einem Tarifvertrag. Wie schwach die Verhandlungsmacht dieser beiden Gewerkschaften ist, hat nicht zuletzt der Streik der Lokf&uuml;hrer gezeigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bahn dr&uuml;ckt aufs Tempo<\/strong><br>\nBevor die Aktie &ndash; wie geplant &ndash; im November an der Frankfurter B&ouml;rse platziert werden kann, muss der Konzern vor dem &uuml;blichen Emissionsverfahren erst einmal umstrukturiert werden. F&uuml;r die Position als globaler Koordinator f&uuml;r den B&ouml;rsengang werden Morgan Stanley und Deutscher Bank die besten Chancen einger&auml;umt. Mit im Rennen ist zudem die Citibank, die von den Kontakten des ehemaligen KfW-Chefs Hans Reich profitiert. Credit Suisse versucht, mit der Hilfe von Klaus Scheurle-Dieter zu punkten, dem Ex-Pr&auml;sidenten der Regulierungsbeh&ouml;rde f&uuml;r Telekommunikation und Post. Merrill Lynch will mit dem ehemaligen Ministerpr&auml;sidenten aus Baden-W&uuml;rttemberg Lothar Sp&auml;th ein Mandat gewinnen, und Goldman hat traditionell gute Beziehungen zu Berlin. Au&szlig;erdem macht Lehman Brothers mit dem ehemaligen Staatsminister im Bundeskanzleramt, Hans Martin Bury, von sich reden. Auch UBS versucht, ganz vorne zu landen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Handel-Dienstleistungen\/_pv\/_p\/200040\/_t\/ft\/_b\/1425833\/default.aspx\/die-bahn-drueckt-aufs-tempo.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Geier warten schon.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dreht&uuml;reffekt: Ex-Senator wird Aufsichtsrat<\/strong><br>\nWolfgang Peiner wird Mitglied im Aufsichtsrat der Tchibo-Mutter Maxingvest. Der ehemalige Finanzsenator von Hamburg hatte vor einigen Jahren die Beteiligung von Tchibo an Beiersdorf vermittelt. Die Tchibo-Holding Maxingvest sichert sich die guten Kontakte des fr&uuml;heren Hamburger Finanzsenators Wolfgang Peiner. Der 64-J&auml;hrige r&uuml;cke in den Aufsichtsrat ein, teilte der Tchibo-Mutterkonzern am Montag mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/koepfe\/personalien\/0,2828,551483,00.html\">Manager-magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Migranten: Kaum Chancen auf der Karriereleiter<\/strong><br>\nDas Land der Exporteure beachtet im Inland die Potentiale von Ausl&auml;ndern viel zu selten. Trotz des demografischen Wandels, fehlender Nachwuchskr&auml;fte in Forschung und Entwicklung und Fachkr&auml;ftemangel in der Industrie sind die Vorbehalte gegen&uuml;ber Ausl&auml;ndern so stark, dass ihre Sprachkenntnisse, ihr eigener Zugang zu neuen Zielgruppen am Markt viel zu schlecht genutzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1329776\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Die deutsche Politik hat sicherlich auch bei der Aufgabe versagt, der Wirtschaft ein ausreichendes Fachkr&auml;ftepotential zur Verf&uuml;gung zu stellen. Doch das Versagen ist ein grunds&auml;tzliches: Deutschland tut im Vergleich zu anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern viel zu wenig, um jungen Ausl&auml;ndern durch hinreichenden Schulerfolg ein Leben mit sozialer Anerkennung zu erm&ouml;glichen. Der Skandal, dass ein Teil einer Sch&uuml;lergeneration sich auf ein Leben unter prek&auml;ren Bedingungen vorbereitet, wird &uuml;berwiegend gleichg&uuml;ltig und unt&auml;tig hingenommen. Das l&auml;sst auf ein bedenkliches Menschenbild schlie&szlig;en.<br>\n<\/em><br>\n<em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Diskriminierung in Deutschland: Braindrain in Richtung T&uuml;rkei<\/strong><br>\nImmer mehr Akademiker mit t&uuml;rkischen Wurzeln kehren Deutschland den R&uuml;cken &ndash; weil sie hierzulande trotz Hochschulabschluss keine Berufschancen sehen, weil sie sich gegen&uuml;ber deutschst&auml;mmigen Mitkonkurrenten benachteiligt f&uuml;hlen oder weil die wirtschaftlich aufstrebende T&uuml;rkei zweisprachige Br&uuml;ckenbauer wie sie eher zu sch&auml;tzen wei&szlig;. &bdquo;Der Trend&rdquo;, sagt Dirk Hahn vom Zentrum f&uuml;r T&uuml;rkeistudien, &ldquo;ist un&uuml;bersehbar&rdquo;. Wenn diese akademische R&uuml;ckkehr- oder Pendelmigration Breitenwirkung bekomme, &ldquo;w&auml;re das eine Bankrotterkl&auml;rung f&uuml;r die deutsche Integrationspolitik&rdquo;, meint Hahn. &ldquo;Wie soll man Migrantenjugendliche zum h&ouml;heren Schulabschluss motivieren, wenn selbst die gut Ausgebildeten gehen?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=9749320570c5406fb62af7d6b636de4b&amp;em_cnt=1329777\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Freie Schulwahl: Einfache Idee, schwierige Umsetzung<\/strong><br>\nNahezu &uuml;berall, auch in Schweden, haben Vouchers die sozio&ouml;konomische Segregation der Sch&uuml;lerschaft verst&auml;rkt und dadurch die Schulqualit&auml;t ungleicher gemacht. Von der Wahlfreiheit profitieren vor allem besser gebildete Familien mit mittleren bis hohen Einkommen. Zudem haben Vouchers, wo immer sie realisiert wurden, die Bildungskosten keineswegs gesenkt. Doch der gravierendste Befund von Oelkers&rsquo; Bericht: Eine Leistungssteigerung als direkte Folge von Schulwahl und Vouchers l&auml;sst sich nur f&uuml;r seltene Einzelf&auml;lle nachweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/freie_schulwahl_einfache_idee_schwierige_umsetzung_1.725255.html%20\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nur nebenbei bemerkt: Auch in der Schweiz gibt es private Schulen, im Gegensatz zu Deutschland m&uuml;ssen sie aber komplett privat finanziert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>FiBS legt Analyse zu Angebot, Nachfrage und Wirkungen von Nachhilfe vor<\/strong><br>\nDie generelle Verbesserung von Schulergebnissen ist heutzutage das vorrangige Ziel von Nachhilfe, nicht mehr nur die Kompensation schwacher Schulleistungen. Zwar gibt es Anzeichen daf&uuml;r, dass sich insbesondere Schulnoten durch Nachhilfe verbessern, doch besteht dazu noch erheblicher Forschungsbedarf. Da Nachhilfe eher von Kindern einkommensstarker und bildungsnaher Familien genutzt wird, kann sich die soziale Selektion des Bildungswesens weiter versch&auml;rfen. Kritische Faktoren in diesem wachsenden Markt sind schon jetzt die mangelnde Kontrolle und Information zu Anbietern und der tats&auml;chlichen Qualifikation von Nachhilfelehrern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news258565\">idw<\/a><\/li>\n<li><strong>Missbrauchte Moneten<\/strong><br>\nStudiengeb&uuml;hren sollten die Lehre an den Hochschulen verbessern. Nun stellt sich heraus: Viele Unis machen mit dem Geld der Studenten, was sie wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/missbrauchte-moneten\/?src=TE&amp;cHash=027577038d\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Private-Uni Witten: 200 Millionen zu wenig<\/strong><br>\nKlar ist hingegen: Auch die Studierenden sollen k&uuml;nftig deutlich mehr zahlen. Die Studiengeb&uuml;hren werden kr&auml;ftig angehoben &ndash; in Medizin zum Beispiel um 60 Prozent auf 48.000 Euro, in Zahnmedizin sogar auf 60.000 Euro. &ldquo;Wir ziehen nur nach in die Gr&ouml;&szlig;enordnung, die der Markt f&uuml;r exzellente Privatunis vorgibt&rdquo;, entschuldigt Pr&auml;sident Priddat das Vorgehen. Tats&auml;chlich verlangt auch die WHU Business-School in Koblenz-Vallendar 5000 Euro pro Semester.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,550845,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Wenn Heuschrecken Fernsehen machen<\/strong><br>\nBu&szlig;geld, Verluste, Expansion auf Pump: Die ProSiebenSat.1 Media AG steckt in der Krise. Grund ist die ruckartige Gesch&auml;ftspolitik der Mehrheitseigent&uuml;mer. Darunter leiden Programm und Zuschauer. &ldquo;We love to entertain you&rdquo; &ndash; ist mehr denn je eine Worth&uuml;lse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/unterhaltung\/tv\/:Die-Medienkolumne-Wenn-Heuschrecken-Fernsehen\/619180.html\">stern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3203","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3203"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3203\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}