{"id":32083,"date":"2016-03-14T08:41:27","date_gmt":"2016-03-14T07:41:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083"},"modified":"2016-03-14T08:41:27","modified_gmt":"2016-03-14T07:41:27","slug":"hinweise-des-tages-2582","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h01\">Wahlsonntag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h02\">Die bizarren Verrenkungen eines besorgten &Ouml;konomen: Eine Polemik zu &ldquo;Verteilungskampf&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h03\">Russlands geheimer Feldzug gegen den Westen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h04\">Von wegen eine Million<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h05\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h06\">Diskriminierungsschutz im Kodex bleibt bestehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h07\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h08\">Zinspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h09\">Arbeitgeber fordern weitreichende Ausnahmen vom Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h10\">Das unaufhaltsame Scheitern der privaten Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h11\">H&ouml;here Krankenkassenbeitr&auml;ge m&uuml;ssen nicht sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h12\">Netto, immer wieder Netto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h13\">Laurie Penny: Ein Brief an die (anti-)deutsche Linke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h14\">&raquo;Das war der T&uuml;r&ouml;ffnerkrieg&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h15\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h16\">Niederlande: Der Aufstieg der extremen Rechten und das Schweigen der Linken &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Ewout van den Berg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h17\">Wolfgang Clement &ndash; ein lupenreiner Unsozialdemokrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h18\">Zukunft der Medien &ndash; Brotlose Kunst 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32083#h19\">Die &ouml;de Wissenschaft, die jetzt Lifestyle ist<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahlsonntag<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Saat und Ernte<\/strong><br>\nSo stark wie noch keine Partei der &auml;u&szlig;ersten Rechten in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) bei drei Landtagswahlen am gestrigen Sonntag abgeschnitten. In Sachsen-Anhalt wurde sie mit fast einem Viertel aller abgegebenen Stimmen zweitst&auml;rkste Kraft; in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz erreichte sie mit rund 15 bzw. mehr als zw&ouml;lf Prozent den dritten Platz. Die Partei, der es gelingt, ein in der Bundesrepublik seit je vorhandenes ultrarechtes Stimmenpotenzial zu erschlie&szlig;en, ist nun in der H&auml;lfte aller deutschen Landesparlamente vertreten. Ihre Wahlerfolge verdankt die AfD auch der Berliner Politik. Diverse Bundesregierungen haben seit 1990 systematisch Fl&uuml;chtlingsabwehr betrieben und dabei immer wieder gegen Fl&uuml;chtlinge agitiert; daran kann die AfD heute ankn&uuml;pfen. Agitation gegen den Islam war im &ldquo;Anti-Terror-Krieg&rdquo; ab 2001 weit verbreitet und trieb antiislamische Ressentiments in der Bev&ouml;lkerung in die H&ouml;he; auch dies nutzt heute der AfD, die Ma&szlig;nahmen gegen den Islam in das Zentrum ihrer Politik stellen will. G&uuml;nstig f&uuml;r die AfD ist zudem, dass Teile des deutschen Establishments sich sp&auml;testens seit der sogenannten Sarrazin-Debatte ultrarechten, teilweise rassistischen Positionen zuwenden; das &ouml;ffnet politische Spielr&auml;ume. Koalitionen mit der AfD sind seit einiger Zeit immer wieder im Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59329\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Ironie des Sonntags<\/strong><br>\nLandtagswahlen in drei Bundesl&auml;ndern und selten waren viele so beunruhigt &uuml;ber den Ausgang eines an sich demokratischen Vorgangs. In den sozialen Netzwerken standen zuhauf Aufrufe, doch bitte w&auml;hlen zu gehen. Das taten die Menschen dann auch. Bei allen drei Urneng&auml;ngen hat es eine Zunahme der Wahlbeteiligung gegeben. Das finden die einen gut, die anderen wiederum be&auml;ngstigend. Sie hatten davor gewarnt, sich blo&szlig; nicht zu verw&auml;hlen. Als ob das nicht schon seit Jahren geschieht.<br>\nAber der Punkt ist wohl: Wer seit Jahren linke Mehrheiten in den Parlamenten ignoriert oder ausschlie&szlig;t. Wer stattdessen lieber Gro&szlig;e Koalitionen bildet, um neoliberale Politik aus einem Guss zu machen, muss sich am Ende nicht wundern, dass es nicht mal mehr zur fast immer sicheren Gro&szlig;en Koalition reicht. Die regierte in Sachsen-Anhalt zuletzt auch nicht. Doch nun ist sie endg&uuml;ltig pass&eacute; und das ist schon bemerkenswert und ein weiteres Desaster vor allem f&uuml;r die SPD, die noch einmal &uuml;ber 10 Prozent verlor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/160313_die-ironie-des-sonntags\">Andr&eacute; Tautenhahn auf dem TAUBlog<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie ich auszog, die AfD zu verstehen<\/strong><br>\nUnser Reporter ist linksliberal und hat nichts gegen Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik. Mit AfD-Gerede von &ldquo;Volksverr&auml;tern&rdquo; und &ldquo;Tugendterror&rdquo; kann er nichts anfangen. Wer denkt so? Auf der Suche nach einer Antwort findet MALTE HENK nicht nur Rechtsextreme &ndash; sondern viele Menschen, die ihm seltsam vertraut vorkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/12\/alternative-fuer-deutschland-waehler-profil-afd-uwe-junge\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung  unserer Leserin L.K.:<\/strong> Die AfD empfiehlt diesen Artikel auf ihrer Facebook-Seite mit den Worten &ldquo;Man erkennt sofort, dass es der Reporter der ZEIT mit seiner &Uuml;berschrift wirklich ernst gemeint und er sich sehr bem&uuml;ht hat, unsere Motive und Positionen zu verstehen. Trotz unterschiedlicher politischer Positionen kam deshalb in diesem Fall ein wirklich objektiver Bericht heraus, der sehr lesenswert ist und den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen!&rdquo; Ungern gibt man ihnen recht, aber der Artikel ber&uuml;hrt in der Tat einen wichtigen Punkt: Die Abwendung der Volksparteien von ihren traditionellen Profilen, hin zu einer form- und ALTERNATIVlosen Einheitspolitik, die den W&auml;hlern immer mehr das Gef&uuml;hl gibt, eigentlich &uuml;berhaupt nicht w&auml;hlen zu k&ouml;nnen. Wie immer bei der Zeit sind auch die Kommentare sehr interessant, einfach mal auf &lsquo;Leserempfehlungen&rsquo; klicken und schon zeigt sich der Trend: Protest. Gegen die &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo;. Eine rechte Alternative gibt es nun. Aber: Wo bleibt der frische Wind von links?<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Schei&szlig; auf Inhalte<\/strong><br>\n3 von 4 AfD-W&auml;hlern haben die AfD nicht wegen AfD-Inhalten gew&auml;hlt.<br>\n75 Prozent!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160314-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160314-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/photos\/a.639951416016810.1073741828.573823342629618\/1213657485312864\/?type=3&amp;theater\">jung und naiv via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wahlen mal drei: Das Ende der SPD als Volkspartei<\/strong><br>\nNein, dar&uuml;ber kann auch das Ergebnis in Rheinland-Pfalz nicht hinwegt&auml;uschen. In Baden-W&uuml;rttemberg und Sachsen-Anhalt liegt die SPD nur noch knapp &uuml;ber der 10%-H&uuml;rde &ndash; desastr&ouml;se Ergebnisse, daran gibt es nichts zu r&uuml;tteln.<br>\nNur scheint das bei der SPD noch immer nicht angekommen zu sein. Von gemischten Gef&uuml;hlen spricht der SPD-Vorsitzende. &ldquo;Es &uuml;berwiegt die Freude&rdquo;. Wenn das mal keine Wahrnehmungsst&ouml;rung ist.<br>\nDabei erlebt die SPD gerade den absoluten Tiefpunkt einer Entwicklung, die ihren Anfang schon vor &uuml;ber zehn Jahren genommen hat. Die SPD verliert kontinuierlich, weil sie die Hoffnungen ihrer Klientel zutiefst entt&auml;uscht hat. Der Graben zwischen Arm und Reich w&auml;chst, die Angst vor sozialem Abstieg und Altersarmut nimmt zu. Und kaum noch jemand glaubt offenbar daran, dass die SPD diese Entwicklung aufhalten kann. Im Gegenteil: Sie wird daf&uuml;r verantwortlich gemacht, weil sie sich vom neoliberalen Kurswechsel Gerhard Schr&ouml;ders nie erholt, nie distanziert hat.<br>\nAus dem 10%-Loch wird sich die Partei nur schwer wieder heraus k&auml;mpfen k&ouml;nnen. Nicht jedenfalls, solange niemand in Sicht ist, der diese Partei auf einen neuen Kurs bringt. Dabei zeigen die USA und Gro&szlig;britannien gerade, dass es durchaus Politiker gibt, die glaubhaft f&uuml;r eine soziale Erneuerung ihres Landes stehen k&ouml;nnten. Politiker, die gegen das Establishment ihrer eigenen Parteien aufgestanden sind. Der deutschen Sozialdemokratie fehlt eine solche Leitfigur. Sigmar Gabriel, das hat dieser Wahlabend bewiesen, ist es ganz sicher nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1029977713707835?pnref=story\">Monitor via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die bizarren Verrenkungen eines besorgten &Ouml;konomen: Eine Polemik zu &ldquo;Verteilungskampf&rdquo;<\/strong><br>\nJetzt wissen wir es also: Ungleichheit ist schlecht f&uuml;r das Wachstum. Das hat der Wirtschaftsministerberater Marcel Fratzscher als Essenz seines am Montag erscheinenden Buches vorab ganz gro&szlig; im Spiegel verk&uuml;ndet. Hier sorgt sich jemand &ndash; bitte festhalten &ndash; dass erh&ouml;hte Ungleichheit die Zunahme des f&uuml;r Verteilung blinden und als Wohlstandsma&szlig; ungeeigneten Indikators Bruttoinlandsprodukt d&auml;mpfen k&ouml;nnte. Auf eine solche Idee k&ouml;nnen nur hartgesottenste Mainstream-&Ouml;konomen kommen, die meinen, ihre menschlichen Gef&uuml;hle vor der eigenen misanthropischen Zunft rechtfertigen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/576-verteilungskampf#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Russlands geheimer Feldzug gegen den Westen<\/strong><br>\nUnruhe, Unwahrheit, Angst: Immer seltsamer wirkt das Bild, das russische Medien von Deutschland zeichnen. Sicherheitskreise sind sich sicher: Es ist eine gezielte Propagandakampagne.<br>\nAm n&auml;chsten Donnerstag wird es mal wieder hoch hergehen im Raum 4.900 des Paul-L&ouml;be-Hauses n&ouml;rdlich vom Reichstag. Von 11.30 Uhr an wird Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier im Europasaal des Bundestages vor dem NSA-Untersuchungsausschuss als Zeuge befragt. Das Gremium war vor fast zwei Jahren eingesetzt worden, weil der ehemalige Mitarbeiter des amerikanischen Geheimdienstes NSA Edward Snowden gro&szlig;e Mengen interner Daten gestohlen hatte. Die belegen, dass die Neugierde der amerikanischen Spione vor den eigenen Verb&uuml;ndeten nicht haltmacht. Als die Nummer eines Mobiltelefons von Bundeskanzlerin Angela Merkel in den entwendeten NSA-Unterlagen auftauchte, konzentrierte sich die Kritik zumindest der Opposition in Deutschland auf einen Geheimdienst: die amerikanische National Security Agency.<br>\nDass der russische Geheimdienst unter dem Schirm dieser &ouml;ffentlichen Aufregung in Europa und eben auch in Deutschland h&ouml;chst aktiv ist, dass seine Mitarbeiter nicht nur lauschen, sondern erhebliche Energie auf Propagandaarbeit verwenden, blieb derweil weitestgehend im Verborgenen. Erst allm&auml;hlich, da die Aufregung &uuml;ber den sogenannten NSA-Skandal sich ein wenig legt, r&uuml;ckt Moskau mehr ins Visier. Und auch die Rolle Edward Snowdens, der schlie&szlig;lich nach einer abenteuerlichen Flucht &uuml;ber Hongkong vor knapp drei Jahren in der russischen Hauptstadt gelandet war. Dort lebt er seither. Es gibt seit langem Vermutungen, dass der russische Geheimdienst seinen Nutzen aus Snowden zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/fluechtlingskrise\/putin-manipuliert-gezielte-medienkampagne-gegen-deutschland-14117555.html?printPagedArticle=true\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.S.:<\/strong> Der Artikel beklagt mit viel Dramaturgie die angebliche russische Propaganda, ist dabei aber selbst ein Lehrst&uuml;ck in Propaganda. Vage Mutma&szlig;ungen, anonyme Quellen, &Uuml;bertreibungen, Einseitigkeiten und Halbwahrheiten, aber im Grunde keinerlei nachvollziehbare Beweise. Insbesondere die Vorw&uuml;rfe gegen Snowden erscheinen weit hergeholt, wenn man bedenkt, da&szlig; er die NSA-Daten bereits in Hongkong an Greenwald &uuml;bergeben hat, und da&szlig; weder er noch Ru&szlig;land damals wirklich gl&uuml;cklich wirkten, als er am Moskauer Flughafen festsa&szlig;. Und selbst wenn an den Vorw&uuml;rfen gegen Ru&szlig;land etwas Wahres ist, kann sich der Westen wirklich dar&uuml;ber beschweren, wenn seine eigenen Methoden nun auch gegen ihn angewandt werden?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: ZEIT, BILD und die NATO-Trolle<\/strong><br>\nIn den vergangenen Tagen trieben die Journalisten erneut eine alte Propaganda-Sau durchs Dorf. Putin will angeblich Merkel st&uuml;rzen. Deshalb schickt der russische Pr&auml;sident die Fl&uuml;chtlinge und die Russlanddeutschen, und vom russischen Steuerzahler finanzierte Medien. Was die NATO-Trolle sich sonst noch ausgedacht haben:<br>\nAm Mittwoch ver&ouml;ffentlichten zahlreiche deutsche Verleger erneut massive und unsachliche Vorw&uuml;rfe gegen die Au&szlig;enpolitik der Russischen F&ouml;deration. Im Mittelpunkt stand ein Bericht vom auflagenst&auml;rksten Blatt der Axel Springer SE, der BILD-Zeitung. Das Blatt beruft sich auf Informationen der Geheimdienste BND und Verfassungsschutz. Die hatten wohl schon im Februar den Abgeordneten des deutschen Bundestages erz&auml;hlt, dass Russland angeblich &bdquo;&uuml;ber Propaganda Einfluss auf die deutsche Politik&ldquo; nehmen will.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/37254-zeit-bild-und-nato-trolle\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von wegen eine Million<\/strong><br>\nImmer wieder ist von einer Million neuer Fl&uuml;chtlinge die Rede. Zahlen der Regierung zeigen, dass die Zahl der Fl&uuml;chtlinge 2015 weit weniger stieg.<br>\nDie Zahl der Fl&uuml;chtlinge, die in Deutschland leben, ist 2015 weit weniger gestiegen als angenommen wird. W&auml;hrend Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re immer wieder von gut einer Million neu angekommener Menschen spricht, sind aktuelle Zahlen der Bundesregierung n&uuml;chterner. Demnach lebten Ende 2015 insgesamt rund 1,25 Millionen Menschen als Fl&uuml;chtlinge in Deutschland. Ende 2014 lebten bereits 627.000 Gefl&uuml;chtete in Deutschland, so dass ihre Zahl im Jahr 2015 nur um knapp 600.000 gestiegen ist.<br>\nDie Zahlen basieren auf einer Kleinen Anfrage der Linkspartei (pdf) im Bundestag, die regelm&auml;&szlig;ig die Zahl der Gefl&uuml;chteten mit unterschiedlichem Schutzstatus abfragt. Demnach lebten Ende 2015 rund 950.000 Menschen asylberechtigt, mit Fl&uuml;chtlingsstatus, laufendem Asylverfahren oder Duldung in Deutschland. (&hellip;)<br>\nDie Linke-Abgeordnete Ulla Jelpke geht deshalb davon aus, dass ein Gro&szlig;teil der Fl&uuml;chtlinge in Deutschland bleiben wird. &bdquo;Die allermeisten Menschen, die zu uns kommen, haben ein Anspruch auf Schutz,&ldquo; sagte sie der taz. &bdquo;Wir brauchen endlich tragf&auml;hige Integrationskonzepte statt einer Bundesregierung, die sich auf Abschottung und Abschiebung konzentriert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Mehr-Fluechtlinge-in-Deutschland\/!5282914\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das ist schon interessant. Da hat man offenbar die Bruttozahlen mit den Nettozahlen &bdquo;verwechselt&ldquo; und obgleich das Thema &bdquo;Fl&uuml;chtlinge&ldquo; seit mehr als einem halben Jahr das Topthema der Republik ist, will kein einziger Journalist das gemerkt haben? Cui bono?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Erdo&#287;ans Krieg gegen die Medien<\/strong><br>\n&raquo;Verfassung au&szlig;er Kraft gesetzt&laquo;, titelte die letzte unzensierte Ausgabe von Zaman. Tags darauf berichtete das Blatt gef&auml;llig &uuml;ber die Fertigstellung der dritten Bosporus-Br&uuml;cke mit einem Foto des strahlenden Recep Tayyip Erdo&#287;an &ndash; nachdem die t&uuml;rkische Polizei das Redaktionsgeb&auml;ude der auflagenst&auml;rksten Tageszeitung in Istanbul gest&uuml;rmt hatte.<br>\nEin Istanbuler Gericht hatte Zaman mit der Begr&uuml;ndung, das Blatt sei ein &raquo;Verlautbarungsorgan&laquo; der auf den Sturz der Regierung hinarbeitenden &raquo;Fethullah-Terrororganisation&laquo;, unter Zwangsaufsicht stellen lassen. Wenige Tage sp&auml;ter wurde erneut ein Maulkorb verh&auml;ngt, diesmal traf es die oppositionelle Nachrichtenagentur Cihan. Ein weiterer Schlag des Regimes des t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten, um Kritiker zum Schweigen zu bringen.<br>\nDer Testlauf war die &Uuml;bernahme der Koza-Ipek-Holding im Oktober 2015. Vor laufenden Kameras st&uuml;rmte die Polizei das Medienhaus, mit dem Ziel, die oppositionellen TV-Sender Bug&uuml;n TV und Kanalt&uuml;rk sowie die regierungskritischen Zeitungen Bug&uuml;n und Millet unter Zwangsaufsicht auf Regierungslinie zubringen Dar&uuml;ber hinaus wurde der Chefredakteur und der Verleger der Zeitschrift Nokta inhaftiert, weil er angeblich zum &raquo;bewaffneten Aufstand&laquo; aufgerufen hatte. (German-Foreign-Policy, 8.3.2016)<br>\nWie schon bei der Verhaftung der beiden t&uuml;rkischen Journalisten Can D&uuml;ndar und Erdem G&uuml;l von der Zeitung Cumhuriyet[2] Ende November vergangenen Jahres nutzten die politischen Vertreter der Partei &raquo;Gerechtigkeit und Entwicklung&laquo; (AKP) erneut die Gelegenheit, um im Windschatten der Fl&uuml;chtlingsdebatte mit der EU massiv gegen kritische Medien vor zu gehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/erdogans-krieg-gegen-die-medien\/%20\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Repressalien durch das AKP-Regime nehmen zu, aber &bdquo;Spiegel Online&ldquo; titelt EU-Beitrittskandidat T&uuml;rkei: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/tuerkei-als-eu-beitrittskandidat-wandel-durch-annaeherung-a-1081915.html\">Wandel durch Ann&auml;herung<\/a> und begreift es als &bdquo;Chance&ldquo;, wenn Europa in der Fl&uuml;chtlingsfrage auf die T&uuml;rkei (mit diesen Staats- und Regierungsspitzen) angewiesen ist. Aber ist die EU auf diese T&uuml;rkei angewiesen oder ist es lediglich der Wunsch von Kanzlerin Merkel, zusammen mit der T&uuml;rkei eine L&ouml;sung an der EU-Au&szlig;engrenze zu finden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Pentagon wendet sich von Erdogan ab<\/strong><br>\nRekrutiert die T&uuml;rkei f&uuml;r ihre S&auml;uberungsaktionen in den kurdischen Gebieten ausl&auml;ndische Islamisten bzw. Terroristen?<br>\nNachdem schon mehrfach B&uuml;rger von Cizre und Diyarbakir von arabisch, turkmenisch oder aseri (aserbaidschanisch) sprachigen Angeh&ouml;rigen &ndash; besonders der Spezialeinheiten Esedullah Timi &ndash; berichtet hatten, gibt es nun neue Beweise.<br>\nIn Cizre wurden in einer Wohnung, die t&uuml;rkischen Sicherheitskr&auml;ften als Unterkunft gedient hat, Papiere in arabischer Schrift und mit IS-Stempel versehen gefunden. Dies berichtet das Nachrichtenportal Bestanuce.<br>\nDie Islamisten hielten sich nicht zuf&auml;llig dort auf, denn ein ehemaliges f&uuml;hrendes Mitglied von Ahrar al-Sham berichtet, dass aus Syrien 750 Islamisten geholt worden seien, um in Nordkurdistan zu k&auml;mpfen. Die AKP &auml;u&szlig;erte sich zu diesen Vorw&uuml;rfen bislang nicht.<br>\nIm Stadtteil Cizre Cudi wurde in einer Wohnung, die ebenfalls von Sicherheitskr&auml;ften benutzt wurde, ein Schriftst&uuml;ck mit einem Gebet in arabischer Sprache mit IS-Siegel und auch in t&uuml;rkischer Sprache gefunden. Darin steht am Ende: &ldquo;Wir werden den echten Islam in dieses Land bringen.&rdquo; Unten auf diesem handgeschriebenen Zettel befinden sich zwei IS-Siegel, sowie die Anweisung, dass jeder Soldat dieses Gebet 52 mal am Tag aufsagen soll.<br>\nNach dem 79 Tage dauernden Belagerungszustand wurden in Cizre unter anderem auch Geld und Belege aus Saudi Arabien und anderen Staaten gefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47674\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Diskriminierungsschutz im Kodex bleibt bestehen<\/strong><br>\nDer Diskriminierungsschutz im Pressekodex bleibt bestehen. Das beschlossen die Mitglieder des Plenums im Anschluss an eine Expertenrunde am 09.03.2016 in Berlin. Die Mitglieder des Plenums machten deutlich, dass sich Journalisten bei der Berichterstattung &uuml;ber die Herkunft von Straft&auml;tern stets in einer anspruchsvollen Entscheidungssituation befinden.<br>\n&bdquo;Sie m&uuml;ssen im Einzelfall verantwortlich entscheiden, ob Informationen &uuml;ber die Herkunft von Straft&auml;tern von Gewicht sind, um den berichteten Vorgang verstehen oder einordnen zu k&ouml;nnen. Dabei folgen sie ihrer grundlegenden, professionellen Aufgabe, aus einer Flut von Informationen stets eine Auswahl nach Bedeutung zu treffen. Immer, wenn die Ver&ouml;ffentlichung einer Information die Gefahr diskriminierender Effekte enth&auml;lt, ist besonders hohe Sensibilit&auml;t gefordert.<br>\nDen Vorwurf des Verschweigens und der Zensur weist der Presserat ausdr&uuml;cklich zur&uuml;ck. Wenn Redaktionen Informationen nicht ver&ouml;ffentlichen, weil ihre Bedeutung f&uuml;r das Verst&auml;ndnis gering, die Diskriminierungsgefahr aber hoch ist, handeln sie nicht unlauter, sondern verantwortungsbewusst&ldquo;, sagte Manfred Protze, Sprecher des Presserats. &bdquo;Der Presserat ist nicht der Vormund von Journalisten und Medien, er gibt mit seinem Kodex lediglich Handlungsorientierungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presserat.de\/presserat\/\">presserat<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Privatisierungsschwindel in Griechenland<\/strong><br>\nSeit Jahrzenten rollte &uuml;ber Europa eine Privatisierungswelle hinweg. Die hat viele Investoren, Banken und Beraterfirmen reich, aber nur wenige B&uuml;rger gl&uuml;cklich gemacht. Denn das gro&szlig;e neoliberale Versprechen, privatisierte Versorgungsunternehmen k&ouml;nnten ihre Kunden billiger bedienen &ndash; mit Wasser, Strom, Verkehrsangeboten &ndash;, hat sich regelm&auml;&szlig;ig als Trug und oft genug auch als Lug erwiesen.<br>\nDie neueste Studie des Transnational Institute (TNI) &uuml;ber das Wirken der &bdquo;Privatisierungsindustrie&ldquo; kommt zu dem Schluss, es gebe &bdquo;keinen Beleg daf&uuml;r, dass privatisierte Firmen effizienter arbeiten&ldquo;. Dagegen habe die Privatisierungswelle die Lohnstruktur untersp&uuml;lt, die Arbeitsbedingungen verschlechtert und die Einkommensunterschiede vergr&ouml;&szlig;ert.(1)<br>\nEin Sonderfall in Sachen Privatisierung ist Griechenland. Im Zuge der Schuldenkrise wird das Land von seinen Gl&auml;ubigern gezwungen, m&ouml;glichst viele &ouml;ffentliche und halb&ouml;ffentlichen Unternehmen zu verkaufen oder zu verpachten &ndash; mit dem alleinigen Ziel, die staatliche Schuldenlast abzutragen.<br>\nZwangsverkauf ohne wirtschaftlichen Nutzen<br>\nDiese Ver&auml;u&szlig;erung &ouml;ffentlicher Werte ist der absurdeste Aspekt der &bdquo;Rettungsprogramme&ldquo;, die den Athener Regierungen seit 2010 von der sogenannten Troika aufgebrummt wurden und der griechischen Wirtschaft eine siebenj&auml;hrige Rezession beschert haben.(2) Einen bankrotten Staat mitten in der Krise zur Privatisierung staatlicher oder halbstaatlicher Unternehmen zu zwingen, ist auch marktwirtschaftlich gesehen grober Unfug. Es bedeutet stets einen &bdquo;Verkauf zu Discountpreisen&ldquo;, konstatieren die TNI-Autoren.(3) Selbst das ber&uuml;hmte &bdquo;Tafelsilber&ldquo; ist in einer tiefen Rezession zu einem fairen Preise nicht loszuschlagen, sein Verkauf erf&uuml;llt den Tatbestand der Untreue.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/shop_content.php?coID=100071%20\">Niels Kadritzke in LE MONDE diplomatique<\/a><\/li>\n<li><strong>OECD-Bericht: So muss die Armut in Griechenland bek&auml;mpft werden &ndash; jetzt<\/strong><br>\nNach sechs Jahren Krise leiden Millionen Griechen unter bitterer Armut, vor allem Kinder. Die OECD fordert: Die soziale Kluft muss dringend bek&auml;mpft werden &ndash; und macht konkrete Vorschl&auml;ge.<br>\nWas haben mehr als sechs Jahre Krise in Griechenland angerichtet? Die Befunde der OECD sind dramatisch: Die Kinderarmut ist stark gestiegen. Weite Teile der Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnen sich die Wohnung kaum leisten. Die Jugendarbeitslosigkeit ist seit Jahren enorm hoch. Wer arbeitslos wird, der bleibt es meist f&uuml;r lange Zeit. Und gleichzeitig gew&auml;hren Staat und Sozialsysteme weiterhin jenen Privilegien, die nur selten darauf angewiesen sind.<br>\nIn ihrem neuen Bericht zur wirtschaftlichen und sozialen Situation in Griechenland fordern die Experten der Industriel&auml;nderorganisation OECD die Regierung in Athen auf, diese sozialen Folgen der Krise besser als bislang abzufedern. Die Armut habe zugenommen, ebenso die Ungleichheit bei den Einkommen, hei&szlig;t es im Bericht. Nehme man das Niveau von 2005 als Ma&szlig;stab, seien inzwischen ein Drittel der Haushalte arm &ndash; sie verf&uuml;gen &uuml;ber weniger als 50 Prozent des damaligen mittleren Einkommens.<br>\nZwar loben die Experten, dass das vormals riesige Haushaltsdefizit inzwischen deutlich reduziert wurde &ndash; allerdings seien die Strukturreformen unausgewogen gewesen: Der Staat habe entschlossen gespart und den Arbeitsmarkt liberalisiert &ndash; daf&uuml;r aber Monopole und Sonderrechte in vielen Wirtschaftszweigen nicht angetastet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-oecd-fordert-kampf-gegen-armut-und-ungleichheit-a-1081580.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ist das blanker Zynismus oder die fortgeschrittene Form von Heuchelei und Wahnsinn? Die OECD sorgt sich auf einmal um die grassierende und krasse soziale Ungleichheit in Griechenland und die himmelschreiende Armut &ndash; dieselbe Armut, die sie seit vielen, vielen Jahren und noch 2015 (z. B. <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/presse\/wachstumsbericht-weitere-strukturreformen-unverzichtbar-aber-mit-sozialem-augenmass.htm\">hier<\/a>) als sogenannte &ldquo;Strukturreformen&rdquo; gefordert hat. Und, man lese und staune, nicht nur Armutsbek&auml;mpfung wird gefordert, sondern weiterhin und noch mehr Strukturreformen. Sicher ist die Forderung nach der Bek&auml;mpfung von Korruption, Steuerhinterziehung und der Abschaffung von Ungerechtigkeiten im Rentensystem richtig, aber gleichzeitig wird gelobt, da&szlig; &ldquo;[d]er Staat [&hellip;] entschlossen gespart und den Arbeitsmarkt liberalisiert&rdquo;, also Arbeitnehmerrechte beschnitten, die L&ouml;hne gesenkt und die Nachfrage massiv gesch&auml;digt hat. Kurz: der Staat hat die Armut deutlich verschlimmert, wie von der OECD gefordert. Wie verr&uuml;ckt oder borniert mu&szlig; man sein, um den klaffenden Widerspruch nicht zu erkennen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zinspolitik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Was bewirkt die Politik des leichten Geldes?<\/strong><br>\nDer Rat der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hat erwartungsgem&auml;&szlig; eine weitere Lockerung der Geldpolitik in der Euro-Zone beschlossen. Die Entscheidung war mit Spannung erwartet worden, weil sich die Wirtschaft der Euro-Zone nur langsam erholt, die Preisentwicklung deutlich unter den Zielwerten der EZB liegt und die B&ouml;rsen in den zur&uuml;ckliegenden Wochen seit der letzten EZB-Entscheidung erhebliche Kursverluste verdauen mussten.<br>\nDer Leitzins im Euroraum sinkt auf 0%. Die EZB weitet zudem ihr milliardenschweres Kaufprogramm f&uuml;r Staatsanleihen und andere Wertpapiere aus. Statt 60 Mrd. Euro werde die Notenbank ab April 80 Mrd. Euro monatlich in den Markt pumpen. Au&szlig;erdem wird der Strafzins f&uuml;r Bankeinlagen versch&auml;rft. Statt 0,3% m&uuml;ssen Banken nach Angaben der Notenbank k&uuml;nftig 0,4% Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken.<br>\nLaut EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi war es notwendig, die expansive Geldpolitik zu verst&auml;rken und vor allem das Aktiva-Kaufprogramm, unter dem die Notenbank auch Staatsanleihen der Euro-Mitgliedsl&auml;nder kauft, auszuweiten. Die wirtschaftliche Lage habe sich seit der Ratssitzung im Dezember verschlechtert. Die Erd&ouml;lnotierungen haben sich seit dem Abschluss der EZB-Konjunkturprognosen Ende 2015 um weitere 40% erm&auml;&szlig;igt &ndash; der Erd&ouml;lpreis ist ganz ma&szlig;geblich f&uuml;r die unzureichende Inflationsentwicklung in der Euro-Zone verantwortlich. Der Preiszerfall beim Erd&ouml;l f&uuml;hrt laut Draghi dazu, dass die Teuerung in den kommenden Monaten sehr niedrig oder sogar r&uuml;ckl&auml;ufig ist.<br>\nDas Anleihekaufprogramm wird auch auf Unternehmensanleihen ausgeweitet. Mit dem Programm wollen die W&auml;hrungsh&uuml;ter die Wirtschaft ankurbeln und f&uuml;r mehr Inflation sorgen. Denn im Februar waren die Preise in der Euro-Zone um 0,2% gesunken. Die EZB peilt aber mittelfristig eine Teuerung von knapp 2% als Idealwert f&uuml;r die Wirtschaft an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/was-bewirkt-die-politik-des-leichten-geldes\/%20\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&ouml;nnte es sein, dass Herr Draghi und &bdquo;seine&ldquo; EZB auch mit dem gesenkten Zinssatz den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern der Euro-Zone die Lust am Bargeld nehmen m&ouml;chten? Neben Banken und dem IWF scheint die EZB eine treibende Kraft f&uuml;r die Abschaffung des Bargeldes zu sein. Bitte lesen Sie dazu erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32030\">Der Weg in die totale Kontrolle<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachgerechnet: Die Wirkung niedriger Langfristzinsen auf Altersvorsorgesparer<\/strong><br>\nDer sinkende Trend langfristiger Zinss&auml;tze ist kein Ergebnis der EZB-Politik. Er herrscht seit &uuml;ber 30 Jahren vor. Die EZB hat diesen Trend nur beschleunigt.<br>\nDie Kritik an der konkreten H&ouml;he langfristiger Zinsen auf die EZB zu fokussieren, &uuml;berzeichnet deren tats&auml;chliche Macht und verstellt den Blick daf&uuml;r, dass offenbar andere Ursachen f&uuml;r die langfristig sinkenden Zinsen verantwortlich sind. Sie zu finden d&uuml;rfte wichtig sein, um dem Zinssenkungstrend evtl. wirtschafts- und gesellschaftspolitisch zu begegnen.<br>\n&Uuml;bersehen wird von den &bdquo;Enteignungs&ldquo;-Thesen-Anh&auml;ngern grunds&auml;tzlich, dass Niedrigzinsen Teil einer gesamtwirtschaftlichen Situation sind, die u. a. durch schwaches Wachstum, gebremstes Investitionswachstum, ein gro&szlig;es Volumen anlagesuchender Gelder, gebremstes Einkommenswachstum, nachteilig wirkende demografische Entwicklungen und weitere Faktoren mehr gekennzeichnet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/8965.nachgerechnet-die-wirkung-niedriger-langfristzinsen-auf-altersvorsorgesparer.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitgeber fordern weitreichende Ausnahmen vom Mindestlohn<\/strong><br>\nBeim Mindestlohn fordern Arbeitgeberverb&auml;nde umfassende Ausnahmen. Eine Erh&ouml;hung will dagegen der Deutsche Gewerkschaftsbund erreichen.<br>\n5 Monate nach Einf&uuml;hrung des Mindestlohns fordern die Arbeitgeber massive Korrekturen an dem Gesetz. Notwendig seien unter anderem mehr Ausnahmen vom Mindestlohn f&uuml;r Menschen mit Vermittlungshemmnissen, hei&szlig;t es in einem Schreiben der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) an den Bundestag, das unserer Redaktion vorliegt.<br>\nKonkret verlangt der BDA: Wer noch nie gearbeitet habe, mindestens ein Jahr arbeitslos sei oder &uuml;ber keinen anerkannten Abschluss verf&uuml;ge, solle f&uuml;r die ersten zw&ouml;lf Monate der Besch&auml;ftigung vom Mindestlohn ausgenommen sein. Es gehe darum, die Chancen f&uuml;r Menschen mit Vermittlungshemmnissen deutlich zu verbessern. &bdquo;Gerade Menschen, die keine Ausbildung haben oder deren Ausbildung nicht unmittelbar f&uuml;r die Betriebe nutzbar ist, w&uuml;rde so der Weg in Arbeit erleichtert&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier weiter. Bislang k&ouml;nnen Langzeitarbeitslose f&uuml;r die ersten sechs Monate ohne den Mindestlohn besch&auml;ftigt werden. Ausgenommen sind auch Jugendliche unter 18 Jahren ohne Berufsausbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nrz\/politik\/arbeitgeber-fordern-weitreichende-ausnahmen-vom-mindestlohn-id11646248.html\">NRZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben sich vielfach mit der Kritik am ohnehin l&ouml;chrigen Mindestlohn auseinandergesetzt. Einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23672\">Gezeter &uuml;ber den Mindestlohn<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26443\">Mindestlohn: Wie das &bdquo;Institut f&uuml;r Weltwirtschaft&ldquo; Arbeitsplatz-Verluste herbeiphantasiert<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31810\">Gestatten, Stettmer! Ich will Ihre tolle Mindestlohn-Analyse praktisch umsetzen!<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Das unaufhaltsame Scheitern der privaten Altersvorsorge<\/strong><br>\nMiese Produkte, hohe Kosten, geringe Rendite. Die Riester-Rente war stets in der Kritik. Die Nullzinsen k&ouml;nnten ihr Ende sein. Neue Ideen werden diskutiert &ndash; sogar ein Comeback der gesetzlichen Rente. [&hellip;]<br>\nAuch wenn der Termin noch nicht feststeht: Der Wahlkampf ist bereits voll entbrannt. Beim Megathema Altersvorsorge positionieren sich Interessengruppen in diesen Wochen mit Verve. Schon lange wurde nicht mehr so leidenschaftlich dar&uuml;ber diskutiert, wie sich die Menschen in Zukunft finanziell absichern sollen. [&hellip;]<br>\nNach der gro&szlig;en Rentenreform im Jahr 2001 ging die Politik noch davon aus, die Probleme im Griff zu haben. Das Niveau der durch ein Umlageverfahren finanzierten gesetzlichen Rente &ndash; die arbeitende Bev&ouml;lkerung kommt f&uuml;r die Ruhest&auml;ndler auf &ndash; wurde schrittweise gesenkt. So sollte der massive Einbruch der Geburtenraten aufgefangen werden.Sch&auml;tzungen zufolge gehen [bei der Riester-Rente] im Schnitt 15 Prozent der Beitr&auml;ge, also etwa jeder siebte Euro, f&uuml;r die Verwaltung drauf. [&hellip;]<br>\nBei den hohen Kosten setzen auch die Anh&auml;nger jenes Vorschlags an, der kurz vor Weihnachten die aktuelle Debatte entfachte. &ldquo;Die Deutschland-Rente ist ein einfaches, kosteng&uuml;nstiges Standardprodukt f&uuml;r jedermann&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Papier, das damals von drei hessischen Ministern &ndash; zwei von der CDU und einer von den Gr&uuml;nen &ndash; pr&auml;sentiert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article153220569\/Das-unaufhaltsame-Scheitern-der-privaten-Altersvorsorge.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die armen Versicherungsdr&uuml;cker kriegen ihre Produkte mit einem Verwaltungskostenaufwand von bis zu 14% (!) und 0% Rendite nicht mehr an den Mann und die Frau&hellip; Immerhin kommt die gesetzliche Umlagerente wieder ins Spiel, anscheinend aber in einer Variante ohne Arbeitgeberanteil. Sogar dieser unfaire Vorschlag ist wahrscheinlich ohne echte Chance, weil CDU\/CSU\/SPD usw. zugeben m&uuml;&szlig;ten, da&szlig; sie einen gro&szlig;en Fehler gemacht und ausschlie&szlig;lich die Interessen der Versicherungswirtschaft bedient haben. Ansonsten wird der &uuml;bliche Unsinn &uuml;ber den demographischen Wandel und die sicheren Versicherungsrenditen und alle dieser sinnlosen Modelle (Sch&auml;uble-Bond, Deutschland-Rente&hellip;) wiedergek&auml;ut.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>H&ouml;here Krankenkassenbeitr&auml;ge m&uuml;ssen nicht sein<\/strong><br>\nDie gesetzlichen Krankenkassen erwarten, dass sie die Zusatzbeitr&auml;ge in den kommenden Jahren weiter steigern werden. Daf&uuml;r gibt es keinen Grund, rechnen Experten nun vor. Denn Geld sei schon genug da.<br>\nDer Bund der Steuerzahler hat eine weitgehende Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklagen des Gesundheitsfonds gefordert, um h&ouml;here Beitr&auml;ge zur Krankenkasse zu verhindern. Im Gesundheitsfonds gebe es eine Reserve von zehn Milliarden Euro, obwohl vier Milliarden ausreichen w&uuml;rden, sagte der Pr&auml;sident des gemeinn&uuml;tzigen Vereins, Reiner Holznagel, der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung.<br>\nDie Differenz von sechs Milliarden Euro k&ouml;nne an die gesetzlichen Krankenkassen ausgesch&uuml;ttet werden, die damit gen&uuml;gend Mittel h&auml;tten, um zumindest Beitragserh&ouml;hungen zu vermeiden. Auch die Kassen selbst verf&uuml;gten &uuml;ber R&uuml;cklagen von 14,5 Milliarden Euro. Damit sei genug Geld vorhanden, um die Beitr&auml;ge stabil zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/steuerzahlerbund-rechnet-vor-hoehere-krankenkassenbeitraege-muessen-nicht-sein-14120410.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Der dubiose Lobbyverband &ldquo;Steuerzahlerbund&rdquo; zielt auf eine Schw&auml;chung der GKV, um die stark um ihre Berechtigung ringenden PKV wieder in eine bessere Position zu bringen.<\/em><br>\n<em>Die eigentlichen Probleme der GKV, z.B. die willk&uuml;rlich H&ouml;he der Bemesserungsgrenze und der einseitigen Belastungen durch die nicht zahlenden Fl&uuml;chtlinge (deren Kosten die gezahlten Zusch&uuml;sse weit &uuml;bersteigen), werden bewusst ignoriert.<\/em><br>\n<em>Die zus&auml;tzlichen Beitragskosten f&uuml;r die Mitglieder w&auml;ren in der H&ouml;he vermeidbar, wenn die Gesamtbeitr&auml;ge wie fr&uuml;her 50%-50% zwischen Mitgliedern und der &ldquo;hervorragend brummenden&rdquo; Wirtschaft aufgeteilt w&uuml;rden. Gerechtigkeiten sind im neoliberal gepr&auml;gten System nicht vorgesehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Netto, immer wieder Netto. Die ganz harte Nuss unter den Billig-Discountern hinsichtlich schlechter Arbeitsbedingungen. Und die scheitern an einem Bonbon, der einer Verk&auml;uferin zum Verh&auml;ngnis werden sollte<\/strong><br>\nDass die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel, vor allem bei den Discountern, seit Jahren immer wieder Thema der kritischen Berichterstattung sind, ist nicht neu und verwundert auch nicht, wenn man sich den brutalen Preis- und daraus resultierend Kostendruck anschaut. Die Margen sind ausgereizt, die Zulieferer ausgequetscht, da bleiben nur die eigenen Mitarbeiter, wenn es um Kostensenkung geht. Und seit die damalige rot-gr&uuml;ne Bundesregierung im Jahr 2000 die Allgemeinverbindlichkeit des tariflichen Regelwerks aufgehoben hat, schwillt die Akte mit Berichten &uuml;ber Lohndumping(versuche) in der Branche von Jahr zu Jahr an. Ein Unternehmen taucht dabei auch in der Berichterstattung als eine ganz harte Nuss immer wieder auf: Netto. Eine harte Nuss deshalb, weil die sich &uuml;berhaupt nicht beeinflusst zeigen von den vielen kritischen Berichten, die schon geschrieben oder ausgestrahlt wurden (vgl. dazu nur zwei Beispiele von ganz vielen: Bereits im Jahr 2011 gab es bei Frontal 21 einen kritischen Beitrag &uuml;ber die Arbeitsbedingungen bei Netto, das Video kann man hier anschauen: Schikane: Netto-Mitarbeiter packen aus &ndash; Ausnutzung und brutales Klima vom 14.06.2011. Und 2015 wurde eine l&auml;ngere Dokumentation ausgestrahlt: Das System Netto. &Uuml;berstunden und Geld vom Staat. Und auch in diesem Blog wurde immer wieder &uuml;ber die Arbeitsbedingungen und die Hintergr&uuml;nde der vielen notwendigen Skandalisierungen berichtet, dazu eine Auswahl an Beitr&auml;gen). Um so mehr darf man sich freuen, wenn die mal eins auf die Ohren bekommen. Das ist jetzt geschehen. Durch das Arbeitsgericht Paderborn in Nordrhein-Westfalen: Arbeitsgericht Paderborn: K&uuml;ndigung wegen Bonbonlutschens war unwirksam, so ist dazu eine Meldung der Gewerkschaft ver.di &uuml;berschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2016\/03\/63.html%20\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Laurie Penny: Ein Brief an die (anti-)deutsche Linke<\/strong><br>\nHeute Abend, wenige Tage bevor ich in ein Flugzeug steigen sollte, um eine Reihe von Lesungen fiktionaler Literatur in Deutschland zu halten, hat mein Verleger mich kontaktiert, um mir mitzuteilen, dass bestimmte Personen in der deutschen Linken mich als antisemitisch bezeichnen. Das geht darauf zur&uuml;ck, dass ich das Recht von Menschen verteidige, israelische Produkte und Dienstleistungen aus Protest gegen die andauernde Besetzung von Gaza und dem Westjordanland zu boykottieren. Es ist, w&uuml;rde ich sagen, eine befremdliche Erfahrung f&uuml;r eine Ausl&auml;nderin j&uuml;discher Abstammung, wie ich es bin, Twitter zu &ouml;ffnen und festzustellen, dass Deutsche einen mit Hitler vergleichen.<br>\nZuerst war ich zutiefst verletzt, w&uuml;tend und aufgebracht. Aber statt anzufangen, mit weiteren Anschuldigungen um mich zu werfen, glaube ich dass es n&uuml;tzlich w&auml;re, meine Position zu erkl&auml;ren und zu fragen, was in unserer jeweiligen Geschichte uns in diese auf den Kopf gestellte Situation gebracht hat. [&hellip;]<br>\nIch &auml;rgere mich zutiefst &uuml;ber die Implikation, dass nur weil meine B&uuml;cher in Deutschland ver&ouml;ffentlicht werden, von mir zu erwarten ist, dass ich mich verhalte, als h&auml;tten meine Vorfahren am antisemitischen Genozid teilnehmen k&ouml;nnen. In Wirklichkeit waren meine Vorfahren mehrfach Opfer des anitisemitischen Genozids. Das ist eine Geschichte, die meine eigene Politik und meine Lebensentscheidungen genauso beeinflusst, wie eure Geschichte euch beeinflusst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/laurie-penny-ein-brief-an-die-anti-deutsche-linke\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Das war der T&uuml;r&ouml;ffnerkrieg&laquo;<\/strong><br>\nDer NATO-Angriff auf Jugoslawien 1999 war ein Verbrechen. Anklage erhob das UN-Tribunal in Den Haag aber gegen die Opfer der Aggression, an der Spitze Pr&auml;sident Slobodan Milosevic. Heute vor zehn Jahren starb er in der Haft. Ein Gespr&auml;ch mit Cathrin Sch&uuml;tz (&hellip;)<br>\nWarum halten die USA, Deutschland und die anderen NATO-M&auml;chte bis heute am ICTY fest?<br>\nDer NATO-Angriff auf Jugoslawien muss als T&uuml;r&ouml;ffnerkrieg f&uuml;r die unz&auml;hligen Aggressionen gesehen werden, die ihm folgten. Hier wurde alles erprobt, was wir heute sehen: die Zerst&ouml;rung des V&ouml;lkerrechts, die Aushebelung der Vereinten Nationen, die NATO-Aggression ohne UN-Mandat, die Zerst&ouml;rung souver&auml;ner Staaten, massive Kriegspropaganda zur Rechtfertigung angeblich &raquo;humanit&auml;rer Kriegsgr&uuml;nde&laquo;. Jene, die damals zu Kriegsverbrechern erkl&auml;rt wurden, gilt es zu verurteilen, um die Legende aufrechtzuerhalten, wonach das Eingreifen der NATO unvermeidbar war.<br>\nF&uuml;r den 24. M&auml;rz, den 17. Jahrestag des Beginns des NATO-Angriffskrieges gegen Jugoslawien, ist die Verk&uuml;ndung des ICTY-Urteils gegen Radovan Karadzic angek&uuml;ndigt. Wie beurteilen Sie den Verlauf dieses Prozesses?<br>\nIch habe in meiner Zeit am ICTY viele Prozesse erlebt. Alle sind Schauprozesse. Karadzic wird wegen V&ouml;lkermords in Srebrenica verurteilt werden. Wer die B&uuml;cher von Alexander Dorin kennt, der die Ungereimtheiten wie kein anderer aufdeckt, wird wissen, wie das einzuordnen ist.<br>\nIm Aufruf zur Mahnwache ist davon die Rede, dass die NATO-Staaten immer noch &raquo;monstr&ouml;s die D&auml;monisierung der Serben&laquo; betreiben. Wo liegen die Gr&uuml;nde daf&uuml;r? Immerhin bem&uuml;ht sich die jetzige serbische F&uuml;hrung um Einvernehmen mit EU und NATO.<br>\nHier geht es in erster Linie darum, dass die Verbreitung der Propagandal&uuml;gen von damals, die l&auml;ngst als solche entlarvt werden konnten, bis heute forciert wird und diese gar Einzug in die Schulb&uuml;cher halten. Nach Lesart der NATO-Kriegstreiber sind die Serben das T&auml;tervolk, ist Milosevic der zweite Hitler. Das heutige Bem&uuml;hen um Serbien ist Teil der aggressiven Politik gegen Russland, dessen Einfluss es zu verdr&auml;ngen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/03-11\/012.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben diesen NATO-Angriff von 1999 stets kritisch begleitet. Dazu drei Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26525\">Korrigieren Sie Ihr Urteil &uuml;ber den Kosovokrieg und die damit verbundene Ein&uuml;bung Deutschlands in Milit&auml;reins&auml;tze<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26380\">Nie wieder Krieg (ohne uns)! Zur Rolle von Gr&uuml;nen, Sozialdemokraten und Medien im Kosovo-Krieg<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11963\">Zur Bereitschaft, den Krieg als Mittel der Politik zu betrachten, wurden und werden die Deutschen und ihre Parteien systematisch und mit Lug und Trug getrimmt<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Immerhin hat inzwischen auch Gerhard Schr&ouml;der &ndash; und das sollte ihm zugute gehalten werden &ndash; den Jugoslawien-Einsatz als &bdquo;Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht&ldquo; bezeichnet (ab ca. Minute 47): <a href=\"http:\/\/gerhard-schroeder.de\/2014\/03\/09\/matinee-der-wochenzeitung-zeit\/\">Matinee der Wochenzeitung ZEIT<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Apple vs. FBI: Obama will starke Verschl&uuml;sselung mit Hintert&uuml;r<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident spricht auf dem Technikfestivals &ldquo;South by Southwest&rdquo; (SXSW) &uuml;ber Verschl&uuml;sselung, Kindesentf&uuml;hrern, Terroristen und Kinderpornographie. Er w&uuml;nscht sich alles ganz sicher, aber mit Zugriff f&uuml;r die Beh&ouml;rden.<br>\nUS-Pr&auml;sident Barack Obama war Freitag Stargast bei der Er&ouml;ffnung des US-Technikfestivals &ldquo;South by Southwest&rdquo; (SXSW) in Austin, Texas. Dort warb er bei der Tech-Branche um Unterst&uuml;tzung der &ouml;ffentlichen Verwaltung. Gegen Ende seines Auftritts wurde er nach seiner Meinung zum Konflikt &ldquo;Apple vs. FBI&rdquo; gefragt. &ldquo;Ich kann den spezifischen Fall nicht kommentieren&rdquo;, merkte der Pr&auml;sident an, bevor er sich ausf&uuml;hrlich dem allgemeinen Thema widmete. Es zeigte sich, dass der Jurist von sicherer Verschl&uuml;sselung, aber mit einem Zugang f&uuml;r Beh&ouml;rden tr&auml;umt &ndash; wenn diese gegen das B&ouml;se k&auml;mpfen.<br>\n&ldquo;Wir Alle sch&auml;tzen unsere Privatsph&auml;re&rdquo;, hob Obama an, erw&auml;hnte Verfassung, B&uuml;rgerrechte und die &ldquo;gesunde Skepsis&rdquo; der Amerikaner gegen&uuml;ber ihrer Regierung. Aber bei Tatverdacht wegen Kindesentf&uuml;hrung, Beteiligung an Terrorpl&auml;nen oder schweren Verbrechen habe es schon immer Hausdurchsuchungen gegeben, bei denen die Polizei in der Unterw&auml;sche des Verd&auml;chtigen nach Beweisen suche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Apple-vs-FBI-Obama-will-starke-Verschluesselung-mit-Hintertuer-3133397.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkel: Daten sind die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts<\/strong><br>\nWenn es um &bdquo;Big Data&ldquo; geht, tut sich Deutschland gelegentlich schwer. Die Kanzlerin warnt kurz vor einer wichtigen Messe die Firmen, nicht den Anschluss zu verlieren. Alleine gute Autos herstellen reiche nicht.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die deutschen Unternehmen aufgerufen, sich mehr dabei anzustrengen, ihre digitalen Technologien zu modernisieren. Deutschland tue sich mit dem Thema &bdquo;Big Data&ldquo; in manchen Bereichen noch schwerer als andere L&auml;nder, sagte die Kanzlerin in ihrer am Samstag ver&ouml;ffentlichten w&ouml;chentlichen Videobotschaft mit Blick auf die digitale Modernisierung der Wirtschaft.<br>\nDaten seien &bdquo;die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts&ldquo;, betonte die CDU-Vorsitzende. Merkel besucht in der kommenden Woche die IT-Messe Cebit in Hannover, deren Schwerpunktthema &bdquo;Big Data&ldquo; ist, der Umgang und die Verwertung gro&szlig;er Datenmengen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/cebit\/vor-der-cebit-merkel-daten-sind-die-rohstoffe-des-21-jahrhunderts-14120493.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unser Leser H.B. weist in diesem Zusammenhang auf den &bdquo;Wikipedia&ldquo;-Eintrag &uuml;ber <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Informationelle_Selbstbestimmung\">Informationelle Selbstbestimmung<\/a> hin. Er zitiert daraus:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist im bundesdeutschen Recht das Recht des Einzelnen, grunds&auml;tzlich selbst &uuml;ber die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts um ein Datenschutz-Grundrecht, das im Grundgesetz f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland nicht ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt wird. Der Vorschlag, ein Datenschutz-Grundrecht in das Grundgesetz einzuf&uuml;gen, fand bisher nicht die erforderliche Mehrheit. Personenbezogene Daten sind jedoch nach Art. 8 der EU-Grundrechtecharta gesch&uuml;tzt.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Niederlande: Der Aufstieg der extremen Rechten und das Schweigen der Linken &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Ewout van den Berg<\/strong><br>\nW&uuml;rde am Sonntag in den Niederlanden gew&auml;hlt w&auml;re die rassistische und antimuslimische Partei PVV von Geert Wilders die st&auml;rkste Kraft. Die niederl&auml;ndische Linke scheint dagegen kaum von der Krise zu profetieren. Wir sprachen mit Ewout van den Berg von den Internationalen Sozialisten &uuml;ber die Ursachen des Rechtsruck, den Widerstand dagegen und die Rolle der Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/niederlande-der-aufstieg-der-extremen-rechten-und-das-schweigen-der-linken-im-gespraech-mit-ewout-van-den-berg\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wolfgang Clement &ndash; ein lupenreiner Unsozialdemokrat<\/strong><br>\nHeute vor dreizehn Jahren k&uuml;ndigte Gerhard Schr&ouml;der im Bundestag mit der Agenda 2010 das gr&ouml;&szlig;te Massenverarmungsprogramm in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik an. Als Mit-Architekt und Vollstrecker hatte Wolfgang Clement ma&szlig;geblichen Anteil, ein Mann bei dessen politischer Biografie sich mancher wohl immer noch fragt, was er &uuml;berhaupt in der SPD zu suchen gehabt hatte. Doch Clement und die SPD, das war alles andere als ein Missverst&auml;ndnis, wie ein R&uuml;ckblick auf seine Karriere zeigt.<br>\nEs soll Leute geben, die von sich sagen, sie seien in die falsche Wiege gelegt worden. Ein anderes Leben h&auml;tten sie eigentlich, quasi ihrer Bestimmung gem&auml;&szlig;, f&uuml;hren m&uuml;ssen. So etwas kennt man aus M&auml;rchen, wenn am Ende der Weg ins richtige Leben gl&uuml;ckt. Auch der politische Weg des Wolfgang Clement scheint nach diesem Muster verlaufen zu sein: Jahrzehnte war er f&uuml;r die Partei der Arbeit t&auml;tig, obwohl er dort nicht hingeh&ouml;rte. Erst sp&auml;t findet er daher seine wahre politische Heimat in den Lobbyorganisationen und Aufsichtsr&auml;ten der Unternehmen.<br>\nAber die Geschichte vom wackeren Sozi, der mit der Partei fremdelt, um dann seine Bestimmung schlie&szlig;lich auf der anderen Seite, bei den Klassenantagonisten vom Kapital zu finden, auch das ist ein M&auml;rchen. Clement war immer am f&uuml;r ihn richtigen Ort, auch wird er nicht erst im Alter zum marktradikalen Deregulierer, sondern beschritt schon fr&uuml;h als Sozialdemokrat neoliberale Pfade &ndash; mit mehr als nur wohlwollender Billigung seiner Mitgenossinnen und -genossen. Erst sp&auml;ter dann f&uuml;hrt ihn sein Weg dahin, wo er wohl immer schon hin gewollt hatte: in die Etagen der wirklich Herrschenden, den Wirtschaftsbossen und Aufsichtsr&auml;ten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1679\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zukunft der Medien &ndash; Brotlose Kunst 2.0<\/strong><br>\nGut bis sehr gut ausgebildet, in Arbeit stehend&hellip; und trotzdem sozial abgeh&auml;ngt. Kann guter Journalismus unter prek&auml;ren Lebensbedingungen entstehen? Versuch einer Bestandsaufnahme.<br>\nSozio&ouml;konomische Diagnose: K&uuml;mmerexistenz. &Uuml;bersetzung ins Pers&ouml;nliche: Sozialabgrenzung und Freiheitsberaubung durch Geldknappheit. Dazu die st&auml;ndigen Existenz&auml;ngste, die die Betroffenen &uuml;ber sich ergehen lassen m&uuml;ssen. Nicht zuletzt in der Kunst- und Medienbranche sind &bdquo;K&uuml;mmerexistenzen&ldquo; zuhauf anzutreffen, denn in kaum einer anderen Branche haben sich in den letzten 15 Jahren so radikale Ver&auml;nderungen ereignet und in kaum einer anderen Branche sp&uuml;ren die Besch&auml;ftigten die meist bitteren Auswirkungen dieser Ver&auml;nderungen so deutlich in ihrem Alltag. (&hellip;)<br>\nFazit: Die Kultur- und Medienbranche ist hinter den Kulissen ein ausgedehntes Experimentierfeld des z&uuml;gellosen Kapitalismus geworden: Ungleiche Absicherungssysteme (sozialversicherungspflichtige Arbeitsverh&auml;ltnisse versus freiberufliche Werkarbeit) werden gegeneinander ausgespielt, um wirtschaftliche Spielr&auml;ume gewinnbringend auszuloten und auszunutzen. Der Gewinndruck eines Marktes mit einem &Uuml;berschuss an Arbeitskraft wird gnadenlos an das schw&auml;chste Glied der Kette weitergereicht, an die Personengruppe, die als weitgehend wegrationalisierbarer Kostenfaktor gesehen wird. Diese soll m&ouml;glichst losgel&ouml;st von den kostspieligen Absicherungssystemen des Sozialstaats ihre Leistung erbringen.<br>\nAnl&auml;sslich des j&auml;hrlichen Armutsberichts des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes wird klar, dass die Gesellschaft auseinanderdriftet. Vergleichbare Verh&auml;ltnisse sind in der Medienbranche geb&uuml;ndelt zu beobachten: W&auml;hrend an der Basis der Pyramide Verdienste und soziale Absicherung zusehends &ndash; teils brutal &ndash; erodieren, scheint es an der Spitze &ndash; sei es bei Firmen oder Privatpersonen &ndash; kaum noch Anstand oder Grenzen zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/80868\/zukunft-der-medien-brotlose-kunst-2-0\/\">CARTA<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die &ouml;de Wissenschaft, die jetzt Lifestyle ist<\/strong><br>\nKlickt man bei der Onlineausgabe des &raquo;Stern&laquo; auf den Wirtschaftsteil, so kann man unter anderem einen Bericht &uuml;ber die &raquo;j&uuml;ngste Milliard&auml;rin der Welt&laquo; lesen. Wie sie lebt und liebt und wie es sich da oben so atmet. Beim Spiegel kriegt man unter dem Label &raquo;Wirtschaft&laquo; etwas &uuml;ber Christian Lindners ersten Porsche erz&auml;hlt. Letzteres hat man nach einigen Tagen zur Politik verschoben, wohin es wahrscheinlich thematisch auch nicht passt. Komisch, war Wirtschaft nicht mal etwas v&ouml;llig anderes? Seit wann sind Stories im Stile von &raquo;exklusiv&laquo; wirtschaftsrelevant? Oder ist das die Vollendung der &ouml;konomischen Dekadenz, in die wir uns sukzessive man&ouml;vriert haben?<br>\nDie Wirtschaft oder &Ouml;konomie behandelt die Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten der Bed&uuml;rfnisbefriedigung oder eben etwaiger Fehlstellung. Sie handelt ab wer mit wem und mit was und wieviel. Arbeitspl&auml;tze, Ressourcen und Vertrieb. Welches Produkt wird wie hergestellt und wo abgesetzt. Woher kommt die Nachfrage? Ist das Angebot ein Angebot oder doch nur eine Luftnummer? Es geht um Besteuerung oder deren fahrl&auml;ssiger Unterlassung zur allgemeinen Leerstellung &ouml;ffentlicher Kassen. Wirtschaft fragt, ob Regulierungen installiert und Gesetze getroffen werden m&uuml;ssen, um gesellschaftliche Entwicklungen in diese oder andere Richtungen zu lotsen. Wie ist die Wirt-Gast-Beziehung und sind unsichtbare H&auml;nde wirksam oder braucht es zupackende H&auml;nde, die man sehen und sp&uuml;ren kann? All sowas ist das, was man Wirtschaft nennt und was die Wirtschaftsressorts diverser Zeitungen behandeln sollten &ndash; und vielleicht auch mal behandelt haben. Fr&uuml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/03\/die-ode-wissenschaft-die-jetzt.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-32083","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32083","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32083"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32083\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32086,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32083\/revisions\/32086"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32083"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32083"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32083"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}