{"id":3210,"date":"2008-05-09T09:59:10","date_gmt":"2008-05-09T07:59:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3210"},"modified":"2008-05-09T09:59:10","modified_gmt":"2008-05-09T07:59:10","slug":"hinweise-des-tages-645","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3210","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3210&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Ermittlungen gegen Backfabrik &ndash; Staatsanwaltschaft reagiert auf Wallraff-Bericht <\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach hat ein Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche der Backfabrik &ldquo;Gebr&uuml;der Weinzheimer&rdquo; in Stromberg eingeleitet. Ausl&ouml;ser waren Recherchen des Journalisten und Schriftstellers G&uuml;nter Wallraff, der einige Wochen unter anderem Namen dort gearbeitet hat. In Ver&ouml;ffentlichungen hatte Wallraff dem Unternehmen, das ausschlie&szlig;lich den Discounter Lidl beliefert, Verst&ouml;&szlig;e gegen Lebensmittelrecht, Arbeitssicherheit und Hygienevorschriften vorgeworfen.\n<p>Aufgrund dieser Vorhaltungen hat die Staatsanwaltschaft von sich aus Ermittlungen eingeleitet, sagte Leitender Oberstaatsanwalt Dr. J&uuml;rgen Brauer auf Anfrage dieser Zeitung. Die Untersuchungen erstrecken sich auf m&ouml;gliche lebensmittelrechtliche Verfehlungen, fahrl&auml;ssige K&ouml;rperverletzung, versuchte N&ouml;tigung und eventuelle Verst&ouml;&szlig;e gegen das Tierschutzgesetz. Die Staatsanwaltschaft steht noch ganz am Anfang ihrer Ermittlungen, unterstrich Brauer. Sie hat von Fachaufsichtsbeh&ouml;rden wie der Lebensmittel&uuml;berwachung des Kreises und dem Gewerbeaufsichtsamt des Landes Stellungnahmen angefordert. Nach Wallraffs Ver&ouml;ffentlichungen &uuml;ber seine Zeit beim Backwarenhersteller in Stromberg hat sich auch ein ehemaliger Besch&auml;ftigter der Firma Weinzheimer bei der Justiz mit weiteren Informationen &uuml;ber die dortigen Arbeitsbedingungen gemeldet. Die Gesch&auml;ftsleitung von Weinzheimer hat ihrerseits Strafanzeige gegen Wallraff wegen Hausfriedensbruchs erstattet, berichtete Brauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allgemeine-zeitung.de\/rhein-main\/objekt.php3?artikel_id=3273248\">Allgemeine Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu noch einmal den Ausgangsartikel<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/19\/Wallraff-19?page=all\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bericht des Bundesrechnungshofs: Ein-Euro-Jobs werden missbraucht<\/strong><br>\nEin-Euro-Jobs sind kein geeignetes Mittel, Erwerbslose zur&uuml;ck auf den Arbeitsmarkt zu bringen. Vielmehr verdr&auml;ngen sie regul&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse. F&uuml;r drei von vier gef&ouml;rderten Hartz IV-Empf&auml;ngern bringen sie zudem &bdquo;keine messbaren Integrationsfortschritte&ldquo;. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof in seinem neuen Bericht zur &bdquo;Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende&ldquo;, der der F.A.Z. vorliegt. In zwei Dritteln dieser &bdquo;Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentsch&auml;digung&ldquo;, die die Grundsicherungsstellen f&uuml;r die Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II schaffen d&uuml;rfen, seien die F&ouml;rdervoraussetzungen nicht erf&uuml;llt, berichtet die Bonner Finanzkontrollbeh&ouml;rde.\n<p>Meistens handele es sich bei den gef&ouml;rderten T&auml;tigkeiten um regul&auml;re Aufgaben der &ouml;ffentlichen Hand. Mit den Ein-Euro-Jobs sollten somit regul&auml;re &bdquo;Arbeitskr&auml;fte eingespart oder ein haushaltsbedingter Personalmangel ausgeglichen werden&ldquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E0F7EAAAA535F49C8B255DF893FFEE90F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1331796\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufregung um Managergeh&auml;lter der Stadtwerke M&uuml;nchen<\/strong><br>\nDer SWM-Aufsichtsrat mit OB Christian Ude an der Spitze genehmigte den SWM-Chefs Kurt M&uuml;hlh&auml;user und seinen vier Kollegen ein Gehaltsplus von 50 Prozent. M&uuml;hlh&auml;user kann jetzt ein Jahresgehalt von 400 000 Euro einkalkulieren. Die Gehaltserh&ouml;hung von M&uuml;hlh&auml;user und Kollegen wirkt sich auch auf die Altersbez&uuml;ge der SWM-Manager aus. Im Gegensatz zu hren Manager-Kollegen aus der freien Wirtschaft bekommen die SWM-Manager 73,78 Prozent ihres letzen Grundgehaltes als Pension.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tz-online.de\/de\/aktuelles\/muenchen\/artikel_38442.html\">tz-online.de, ein Portal der munich online GmbH<\/a><\/li>\n<li><strong>Staatsrechtler Preu&szlig; beharrt auf grundlegender Unterscheidung zwischen Kriminalit&auml;t und Krieg<\/strong><br>\nMilit&auml;rische Gewalt hei&szlig;t immer undiskriminierte Gewalt. Sie trifft immer gleichsam ein Kollektiv und soll auch ein Kollektiv treffen. Und dieses Kollektiv impliziert dann immer Schuldige und Unschuldige. Das ist das Wesen milit&auml;rischer Gewalt. Und in dem Moment, in dem man milit&auml;rische Gewalt und milit&auml;rische Logik in die Sicherheitspolitik der innerstaatlichen Verh&auml;ltnisse &uuml;berf&uuml;hrt, hebt man diese grundlegende Unterscheidung zwischen undiskriminierter kollektiv wirkender Gewalt und individuell wirkender Gewalt, wie sie verfassungsstaatlich das Prinzip der Innenpolitik ist, die hebt man auf. Und daran sehe ich eine schwere verfassungsrechtliche, aber auch eine moralische Grenz&uuml;berschreitung, die man verhindern sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/thema\/782154\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Die toten Augen von London<\/strong><br>\nKnapp 4,5 Millionen Kameras sind in den Stra&szlig;en, Bahnh&ouml;fen und Einkaufszentren Gro&szlig;britanniens montiert. Scotland Yard nennt die Video-&Uuml;berwachung jetzt ein Fiasko.<br>\nKnapp 4,5 Millionen Kameras, eine auf 13 B&uuml;rger, sind in den Stra&szlig;en, Bahnh&ouml;fen und Einkaufszentren der Insel montiert. Der britische Steuerzahler, der seit Jahren Milliarden in die eigene &Uuml;berwachung investiert, hat nun erfahren d&uuml;rfen, dass diese &ldquo;ein v&ouml;lliges Fiasko&rdquo; sei. Das sagte Mike Neville, der bei Scotland Yard f&uuml;r die Video&uuml;berwachung zust&auml;ndig ist, jetzt bei einer Sicherheitskonferenz in London. Der Beitrag zur Aufkl&auml;rung von Verbrechen sei minimal; in der britischen Hauptstadt, der best&uuml;berwachten Metropole Europas, w&uuml;rden nur drei Prozent aller Diebst&auml;hle auf offener Stra&szlig;e per Video aufgekl&auml;rt. Kriminelle h&auml;tten den Respekt vor der &Uuml;berwachung verloren, die Polizei ertrinke in einer Bilderflut, es fehle an ausgebildeten Beamten f&uuml;r die Sichtung. Allein in London wird ein Passant, der sich einen Tag in der Stadt aufh&auml;lt, im Schnitt 300 Mal vom Kamerasystem CCTV (Closed Circuit Television) erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,ra12m1\/computer\/artikel\/973\/173458\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>AWO k&uuml;ndigt SPD Zusammenarbeit auf<\/strong><br>\nSPD und Arbeiterwohlfahrt waren immer eng verbunden &ndash; bislang. Denn der Chef der Arbeiterwohlfahrt, Wilhelm Schmidt, f&uuml;hlt sich vom SPD-Parteiblatt &ldquo;Vorw&auml;rts&rdquo; pers&ouml;nlich beleidigt, weil dort &uuml;ber einen &ldquo;Altenpflege-Skandal&rdquo; und die &ldquo;Pflege-Mafia&rdquo; berichtet wurde. Er werde Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit sofortiger Wirkung den R&uuml;cktritt vom Amt des Vorsitzenden in dem Beirat mitteilen, der die grundlegende Reform der Pflegeversicherung vorantreiben soll. &ldquo;Denn ein &lsquo;Pflege-Mafioso&rsquo; als Vorsitzender dieses Reformgremiums scheint mir eine zu gro&szlig;e Belastung f&uuml;r beide Seiten zu sein&rdquo;, schreibt Schmidt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Arbeiterwohlfahrt-SPD-Pflege;art122,2526701%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> K&ouml;nnte Schmidts Verschnupfung auch ihren Grund darin haben, dass er seit Januar 2008 neuer Leiter der Konzern-Abteilung Public Affairs und Bevollm&auml;chtigter des Vorstands bei Evonik ist?<br>\n<\/em>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.politikagenda.de\/_files\/newsletter\/164.pdf\">politik &amp; Kommunikation [PDF &ndash; 832 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/corporate.evonik.de\/de\/contact\/contact.html%20\">Evonik Industries<\/a><\/p>\n<p>&Uuml;brigens der Chef von Evonik ist Werner M&uuml;ller, ehemaliger Wirtschaftsminister, er hat als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bahn AG gerade auch den Vorsitzenden der Eisenbahnergewerkschaft &bdquo;transnet&ldquo; als Arbeitsdirektor geholt. Siehe dazu unten unter &bdquo;zu guter letzt&ldquo;.<\/p><\/li>\n<li><strong>Prognose des European Labour Network for Economic Policy: Wirtschaft im Euroraum w&auml;chst 2008 nur um 1,6 Prozent<\/strong><br>\nW&auml;hrend die ELNEP-&Ouml;konomen f&uuml;r die Zentralbank somit deutlichen Handlungsbedarf attestieren, sehen sie in den meisten Euroraum-L&auml;ndern vorerst keine Notwendigkeit zu Konjunkturprogrammen. Lediglich einige von der Finanz- und Immobilienkrise besonders betroffene Staaten wie Spanien und Irland, in denen die &ouml;ffentliche Hand zugleich &uuml;ber fiskalische Reserven verf&uuml;gt, sollten &bdquo;ihren Spielraum zur fiskalischen Stimulation nutzen&ldquo;. In den &uuml;brigen L&auml;ndern solle die Finanzpolitik die &bdquo;eingebauten Stabilisatoren voll wirken lassen&ldquo; und, statt Ausgabenk&uuml;rzungen vorzunehmen, ein geringf&uuml;gig h&ouml;heres Defizit in Kauf nehmen. F&uuml;r dieses Jahr prognostiziert ELNEP im Euroraum ein Budget-Defizit von 0,9 Prozent, das 2009 auf 0,8 Prozent sinken wird. \n<p>Die Wissenschaftler rechnen damit, dass die Tarifl&ouml;hne im Euroraum 2008 um drei Prozent und 2009 um 2,9 Prozent zunehmen und damit etwas st&auml;rker wachsen als 2007. Diese Beschleunigung &bdquo;hilft dabei, die Nachfrage zu stabilisieren&ldquo;, betonen die Forscher. Das gelte insbesondere in Deutschland. Zudem f&uuml;hre das st&auml;rkere Lohnwachstum in der Bundesrepublik dazu, dass der hohe lohnbedingte Wettbewerbsdruck auf die Euro-Partnerl&auml;nder wenigstens etwas nachlasse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_imk_2008_05_08.pdf\">IMK [PDF &ndash; 80 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kurzsichtig<\/strong><br>\nDer deutsche Export, lange der wichtigste Wachstumsmotor der hiesigen Wirtschaft, hat einen D&auml;mpfer bekommen. Hauptgrund f&uuml;r die aktuelle Schw&auml;che ist nicht der hohe Wechselkurs der Gemeinschaftsw&auml;hrung. Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hapert es vielmehr an der Nachfrage in der Eurozone, dem bei weitem wichtigsten Absatzmarkt f&uuml;r deutsche Produkte. Es sieht ganz so aus, als w&uuml;rde sich jetzt die kurzsichtige Politik der vergangenen Jahre r&auml;chen. Denn der Erfolg des Exportweltmeisters Deutschland baute zu einem guten Teil darauf auf, dass in anderen L&auml;ndern der Eurozone die L&ouml;hne jahrelang kr&auml;ftiger stiegen als in Deutschland, obwohl hierzulande die Produktivit&auml;t st&auml;rker wuchs. Dass die hiesigen Belegschaften den G&uuml;rtel enger schnallen mussten &ndash; mit negativen Folgen f&uuml;r die Inlandskonjunktur -, brachte den deutschen Unternehmen international Wettbewerbsvorteile. Weil die deutschen Einfuhren gleichzeitig weniger zunahmen als die Exporte, mussten sich die Abnehmerl&auml;nder jenseits der Grenzen verschulden, um deutsche Waren zu kaufen. Doch ewig kann das nicht so weiter gehen. Irgendwann fehlt den Verlierern das Geld, um G&uuml;ter &ldquo;Made in Germany&rdquo; zu bezahlen.\n<p>Der Konkurrenz in Euroland bleibt nur &ndash; da die Wechselkurse als Korrektiv ausfallen, um Wettbewerbsnachteile auszugleichen &ndash; ihrerseits die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken. Gelingt ihnen das, sind bald wieder Opfer der deutschen Besch&auml;ftigten gefragt. Diese Abw&auml;rtsspirale muss gestoppt werden. Deshalb ist es richtig, dass die L&ouml;hne auch in Deutschland steigen. Bisher ist nur der Anfang gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1331799\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Europaparlament: Lobby-Transparenz mit L&uuml;cken<\/strong><br>\nDas Europaparlament hat heute eine Resolution verabschiedet, die ein verpflichtendes europ&auml;isches Transparenzregister f&uuml;r Lobbyisten fordert, das die Namen der Lobbyisten, ihre Kunden und Finanzierung enth&auml;lt. Damit schickt das Europaparlament ein klares Signal an die EU-Kommisison, das f&uuml;r Juni geplante, vorerst freiwillige Register zu verbessern. Die EU-Kommission will bislang die Namen der Lobbyisten nicht einbeziehen und die Finanzierung nur in vagen Stufen.\n<p>Hoch problematisch ist allerdings, dass die Konservativen und Liberalen gemeinsam ein neues Schlupfloch f&uuml;r Rechtsanw&auml;lte geschaffen haben. Sie haben einen &Auml;nderungsantrag durchgesetzt, dass &ldquo;Rechtsberatung&rdquo; von Anw&auml;lten nicht in das Transparenzregister aufgenommen werden soll. Dieser Begriff ist weit dehnbar und es ist zu bef&uuml;rchten, dass damit viele Lobbyt&auml;tigkeiten von Anw&auml;lten im Verborgenen bleiben. Anwaltskanzleien werben bereits damit, dass deshalb Lobbying durch Anw&auml;lte effektiver sei.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/05\/europaparlament-lobby-transparenz-mit-lucken\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tageblatt.lu\/edition\/article.asp?ArticleId=18226\">Tageblatt Luxembourg<\/a><\/p>\n<p>Fundst&uuml;ck von LobbyControl<\/p><\/li>\n<li><strong>Lebensmittel-Kennzeichnung: Seehofer in der Umfrage-Falle<\/strong><br>\nMit Umfragen ist das so eine Sache: Nicht nur Statistiker wissen, dass das Ergebnis der Befragung vor allem davon abh&auml;ngt, wie die Fragen gestellt werden. H&auml;ngt von dem Resultat dann auch noch die politische Linie eines Ministeriums ab, wird es richtig spannend &ndash; so, wie jetzt bei einer Umfrage, die Verbraucherschutzminister Horst Seehofer (CSU) in Auftrag gegeben hat.\n<p>Das Erstaunliche an der Umfrage ist: Sie hat genau das ergeben, was Seehofer eigentlich nicht h&ouml;ren wollte: Nach dem bisher unver&ouml;ffentlichten Ergebnis ist eine Mehrheit der Befragten f&uuml;r die farbige Kennzeichnung, um Lebensmittel mit viel Zucker oder viel Fett auf einen Blick erkennen zu k&ouml;nnen. So geben 55 Prozent der Befragten an, dass die farbliche Gestaltung ihr Einkaufsverhalten beeinflussen w&uuml;rde. Das aber lehnt Seehofer bislang ab: Das Symbol sei nicht differenziert genug, und der Verbraucher erhalte nicht gen&uuml;gend Anhaltspunkte f&uuml;r eine tats&auml;chlich ausgewogene Ern&auml;hrung, hie&szlig; es noch Anfang M&auml;rz aus seinem Ministerium. Der Hintergrund: Der CSU-Minister favorisiert das System, das die Nahrungsmittelindustrie selbst eingef&uuml;hrt hat &ndash; darunter Coca-Cola, Danone, Kellogg, Kraft Foods, Pepsi und Nestl&eacute;. Hier &ndash; bei dem sogenannten GDA-System &ndash; werden N&auml;hrwertangaben auf der Basis von Portionsgr&ouml;&szlig;en gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-552133,00.html\">Spiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nervengift vom Feld k&ouml;nnte Bienen massenhaft t&ouml;ten<\/strong><br>\nIm badischen Rheintal stehen Weidek&auml;tzchen und Wildkirschen zwar schon l&auml;ngst in voller Bl&uuml;tenpracht. Doch in den B&auml;umen ist es erschreckend still: Es fehlt das Summen der Bienen. Der pl&ouml;tzliche millionenfache Tod in den Bienenst&ouml;cken kam mit der Mais-Aussaat. Das Nervengift Clothianidin k&ouml;nnte der Killer sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article1977126\/Nervengift_vom_Feld_koennte_Bienen_massenhaft_toeten.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>RWE plant CO2-Pipeline durch Deutschland<\/strong><br>\nDie Kohlekraftwerke von RWE z&auml;hlen zu den gr&ouml;&szlig;ten Klimakillern. K&uuml;nftig soll das Treibhausgas CO2 ausgewaschen und in Schleswig-Holsteins Erde verpresst werden. Dazu muss aber eine Leitung durch ganz Deutschland gebaut werden &ndash; zum gro&szlig;en Unmut der betroffenen Anwohner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Klimaschutz-RWE-CO2-Pipeline-Deutschland\/619779.html%20\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Befindlichkeit des Landes<\/strong><br>\nEinhundertsechsunddrei&szlig;ig. Das ist die Anzahl der von rechtsradikal motivierten T&auml;tern ermordeten Menschen in Deutschland, zwischen 1990 und 2005, zu finden in einer Liste in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Wie viele genauso motivierte Taten f&uuml;r wie viele Opfer nicht im Grab, sondern in Krankenh&auml;usern oder Rollst&uuml;hlen endeten, erfahren wir nicht. Wir erfahren allerdings in der gleichen Ausgabe der ZEIT, dass 39,1 Prozent der Deutschen glauben, ihr Land sei &ldquo;durch die vielen Ausl&auml;nder in gef&auml;hrlichem Ma&szlig; &uuml;berfremdet.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antibuerokratieteam.net\/2008\/05\/08\/die-befindlichkeit-des-landes\/\">Statler &amp; Waldorf<\/a><\/li>\n<li><strong>Irland: Ein Erfolgsmodell auf dem Pr&uuml;fstand<\/strong><br>\nSo ergibt sich ein zweigeteiltes Bild der irischenWirtschaft, die in starker Abh&auml;ngigkeit von den ausl&auml;ndischen Investoren steht. Zum einen existiert ein hochproduktiver und rentabler von ausl&auml;ndischen Firmen dominierter Exportsektor, der Hochtechnologie f&uuml;r den europ&auml;ischen Binnenmarkt produziert. Zum anderen ist die Mehrheit der Firmen am kleinen irischen Markt orientiert und konzentriert sich in den niedrigen und mittleren Technologiesparten. Die Kooperation zwischen beiden Sektoren ist gering.<br>\nDas rasante Wachstum und der Erfolg der ausl&auml;ndischen Firmen haben zu einer Illusion von Wohlstand und Entwicklung gef&uuml;hrt, welche die soziale Ungerechtigkeit im Land &uuml;berdeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/05351.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 532 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine interessante Analyse des &bdquo;keltischen Tigers&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Soziale Herkunft entscheidet &uuml;ber Bildungserfolg<\/strong><br>\n2\/3 der deutschen Eltern sind mit einem Schulsystem prinzipiell noch zufrieden, in dem ihre Kinder an Realschulen und Gymnasien von den Kindern sozial schwacher Familien und Ausl&auml;ndern getrennt sind. Sie wollen die Sozialchancen ihrer Kinder sichern und glauben, dass dies durch die fr&uuml;he Trennung nach Schulformen am besten gelingt. Solange dies von politischen Parteien auch so gesehen und verst&auml;rkt wird, wird sich nichts &auml;ndern. Es scheint so, dass gegen das Gymnasium in Deutschland keine Bildungspolitik gemacht werden kann, weil angenommen wird, dass andere Bildungsangebote die erwarteten Chancen nicht so garantieren k&ouml;nnen. Die aktuelle Aufgeregtheit &uuml;ber die &Uuml;berforderung der Kinder in den verk&uuml;rzten Gymnasien spricht B&auml;nde. Wenn fast 25 % der Kinder nicht richtig lesen k&ouml;nnen und kaum Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt haben, verursacht das vergleichsweise geringere &ouml;ffentliche Energien und Aufmerksamkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/stabsabteilung\/05314.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 516 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine Sammlung von zum gr&ouml;&szlig;eren Teil lesenswerten Aufs&auml;tzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Ende des Interviews?<\/strong><br>\nZwar darf die Presse auch auf den britischen Inseln l&auml;ngst nicht mehr alles schreiben, was ihr so einf&auml;llt. Aber so manche Ausw&uuml;chse der bundesdeutschen Jurisprudenz w&uuml;rden bei den englischen Kollegen nur f&uuml;r h&ouml;fliches Kopfsch&uuml;tteln sorgen. Selbst in Deutschland steht die Pressekammer des LG Hamburg oft an der Speerspitze einer Entwicklung, bei der im Zweifel die Pressefreiheit stets den K&uuml;rzeren zieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,552301,00.html\">SPIEGEL online<\/a><\/li>\n<li><strong>Tipp: Leading To War<\/strong><br>\n&bdquo;Leading To War&rdquo; ist sicher einer der wichtigsten Filme &uuml;ber den Irak-Krieg. Er zeigt in ersch&uuml;tternder Klarheit, mit wieviel Kalkul, Konsequenz und Skrupellosigkeit die amerikanische Regierung eine Stimmung schuf, in der der &Ouml;ffentlichkeit ein v&ouml;lkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen den Irak nicht nur sinnvoll, nicht nur w&uuml;nschenswert, sondern sogar unvermeidlich schien. Er zeigt, wie sie L&uuml;ge auf L&uuml;ge stapelten und durch einen nicht enden wollenden Propagandabrei miteinander verbanden. Er zeigt ihre Kunstfertigkeit, mithilfe vager Andeutungen und irref&uuml;hrender Antworten Tatsachen zu verdrehen und nicht existierende Zusammenh&auml;nge erscheinen zu lassen. Er zeigt, wie sie mit ihren L&uuml;gen und Manipulationen ein Klima aus Furcht und Kriegseuphorie schufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/%20\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<p><em>Zu guter letzt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Das Allerletzte<\/strong><\/p>\n<p>Aus Kreisen der Gewerkschaft &bdquo;transnet&ldquo; haben wir eine &bdquo;pers&ouml;nliche Erkl&auml;rung&ldquo; des transnet-Vorsitzenden zu seinem Wechsel als Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn AG erhalten:<\/p>\n<blockquote><p>Liebe Kolleginnen und Kollegen,<\/p>\n<p>heute, am 08. Mai 2008, habe ich nach Beratung mit dem Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstand unserer Gewerkschaft meinen sofortigen R&uuml;cktritt erkl&auml;rt.<\/p>\n<p>Wie viele von euch bereits aus der Presse entnehmen konnten, bin ich vom Aufsichtsratsvorsitzenden der Deutschen Bahn AG und aus Kreisen der Politik gebeten worden, ab dem n&auml;chstm&ouml;glichen Zeitpunkt als Arbeitsdirektor der Deutschen Bahn AG zur Verf&uuml;gung zu stehen. Ich habe dazu meine Bereitschaft erkl&auml;rt.<\/p>\n<p>Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstand unserer Gewerkschaft hat meine Entscheidung begr&uuml;&szlig;t und wird die Ernennung durch den Aufsichtsrat der DB AG uneingeschr&auml;nkt unterst&uuml;tzen. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstand sieht in dieser Entscheidung eine weitere Garantie f&uuml;r den integrierten Konzern und eine St&auml;rkung f&uuml;r die Sicherung der Besch&auml;ftigung bei der Deutschen Bahn AG von &uuml;ber 230 000 Kolleginnen und Kollegen.<\/p>\n<p>Ich werde mich in den n&auml;chsten Tagen nochmals an euch und alle Funktion&auml;rinnen und Funktion&auml;re in einem pers&ouml;nlichen Brief wenden, um Euch diesen gewerkschaftspolitischen Schritt umfassend zu erl&auml;utern.<\/p>\n<p>Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstand wird am morgigen Tage, dem 09. Mai 2008, mit den Bezirksvorsitzenden unserer Gewerkschaft &uuml;ber das weitere Vorgehen beraten. Den Mitgliedern des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Vorstandes und mir ist bewusst, dass in den n&auml;chsten Tagen viele Fragen und Diskussionen innerhalb unserer Organisation stattfinden werden. Aus diesem Grunde appelliere ich an euch, solidarisch, kollegial und geschlossen zu unserer Gewerkschaft, der TRANSNET, zu stehen.<\/p>\n<p>Schon jetzt bedanke ich mich f&uuml;r die sehr gute Zusammenarbeit mit euch allen und verbleibe mit solidarischen und kollegialen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Norbert Hansen <\/p><\/blockquote>\n<p>So laufen eben die Gesch&auml;fte: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Werner M&uuml;ller, wurde als Dankesch&ouml;n f&uuml;r seine freundliche Politik als Bundeswirtschaftsminister gegen&uuml;ber den Energiekonzernen zun&auml;chst zum Chef der Ruhrkohle AG gemacht und ist heute Vorsitzender des Vorstandes von Evonik Industries AG. Norbert Hansen wird f&uuml;r seine privatisierungsfreundliche Politik in der Eisenbahnergewerkschaft zum Arbeitsdirektor der privatisierten Bahn gemacht.<\/p>\n<p>Als Kenner seiner Gewerkschaft wei&szlig; er schlie&szlig;lich am besten, wie er in k&uuml;nftigen Tarifverhandlungen seine ehemaligen Gewerkschaftskollegen am geschicktesten &bdquo;verladen&ldquo; kann. Und das alles lassen sich die Kolleginnen und Kollegen als im gewerkschaftlichen Interesse liegend verkaufen. Bei VW wurden den Arbeitnehmervertretern nur Huren zugef&uuml;hrt, bei der Bahn werden sie selbst als solche behandelt. Transnet war die einzige Gewerkschaft, die f&uuml;r die Privatisierung der Bahn eingetreten ist. Auf dem Hamburger Parteitag der SPD hat Hansen vehement f&uuml;r die Privatisierung geworben.Wie schreibt der stern so richtig: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/unternehmen\/unternehmen\/:Kommentar-Eine-Form-Korruption\/619796.html\">&bdquo;Es ist eine Form der deutschen Korruption &ndash; bezahlt wird hinterher.&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3210","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3210","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3210"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3210\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3210"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3210"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3210"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}