{"id":32190,"date":"2016-03-16T13:59:26","date_gmt":"2016-03-16T12:59:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32190"},"modified":"2016-03-16T16:57:52","modified_gmt":"2016-03-16T15:57:52","slug":"wer-angela-merkels-fluechtlingspolitik-kritisiert-gehoert-nicht-automatisch-in-die-braune-schublade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32190","title":{"rendered":"Wer Angela Merkels Fl\u00fcchtlingspolitik kritisiert, geh\u00f6rt nicht automatisch in die braune Schublade"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160316_mutterangela.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Es ist schon zum M&auml;usemelken. Unsere Debattenkultur scheint nur noch schwarz und wei&szlig; zu kennen. Graut&ouml;ne werden gar nicht mehr wahrgenommen. Vor allem dann nicht, wenn das Thema emotional aufgeladen ist. Ein Musterbeispiel daf&uuml;r ist die aktuelle Debatte &uuml;ber Angela Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik. Wer liberal, nett und aufgekl&auml;rt ist, steht heutzutage hinter Angela Merkel &ndash; so will es zumindest das von den Medien gepflegte Klischee. Warum? Weil Merkels Politik so toll ist? Nein, sondern weil die Kritik an der Fl&uuml;chtlingspolitik vor allem aus dem reaktion&auml;ren, b&ouml;sen und unaufgekl&auml;rten Lager kommt. Und mit wem wollen Sie sich lieber identifizieren? Mit sympathischen Menschen wie beispielsweise Juli Zeh, die fr&uuml;her Merkel &bdquo;kritisiert&ldquo; hat und sie <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/hartaberfair\/gaeste\/julizeh-102.html\">heute in TV-Talkshows<\/a> verteidigt, da &bdquo;die AfD au&szlig;er krassen Parolen nichts zu bieten hat&ldquo;? Oder mit eben diesen uns&auml;glichen Brandstiftern vom rechten Rand? Den reaktion&auml;ren Dunkeldeutschen mit s&auml;chsischem Zungenschlag? Wer sich diese Frage stellt, ist den PR-Strategen bereits auf den Leim gegangen. Es geh&ouml;rt wohl zu den gr&ouml;&szlig;ten Schurkenst&uuml;cken der politischen PR, ein Umfeld geschaffen zu haben, in dem Sachkritik an Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik mehr oder weniger automatisch in die unappetitliche braune Schublade gesteckt wird. Das sollten wir uns aber nicht gefallen lassen. Man kann, ja man muss, Angela Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik scharf kritisieren, auch wenn man mit dumpfem Rechtspopulismus &uuml;berhaupt nichts am Hut hat. Wer zu Merkels Fehlern schweigt, &uuml;berl&auml;sst die Kritik der AfD und tut ihr damit den gr&ouml;&szlig;ten Gefallen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIm August letzten Jahres l&auml;chelte uns die Kanzlerin im Habit einer Ordensschwester vom Cover des SPIEGEL an. &bdquo;Mutter Angela&ldquo;, die barmherzige Kanzlerin, die durch ihre Fl&uuml;chtlingspolitik ihr katastrophales Image als Zuchtmeisterin vergessen lassen sollte, die Millionen Griechen am ausgestreckten Arm verhungern l&auml;sst. Dieser &ndash; zugegebenerma&szlig;en geniale &ndash; PR-Schachzug ist der CDU-Vorsitzenden gegl&uuml;ckt. Merkels &ouml;ffentliches Image hat seit letztem Sommer vor allem bei ihren einstigen Kritikern jenseits der klassischen CDU-Anh&auml;ngerschaft eine 180-Grad-Wende vollzogen. Aus der konservativen uckerm&auml;rkischen Landfrau ist &bdquo;Mutter Angela&ldquo;, die Schutzpatronin f&uuml;r Millionen Fl&uuml;chtlinge geworden; ein Mythos, der noch nicht einmal im Ansatz zu halten ist. <\/p><p><strong>Fakt #1: Angela Merkel tut nichts gegen die Fluchtursachen<\/strong><\/p><p>Die beste Fl&uuml;chtlingspolitik ist eine Politik, die Flucht von Anfang an verhindert, indem sie die Ursachen wirkungsvoll bek&auml;mpft. Haben Sie von der Kanzlerin schon einmal einen schlauen Satz zu den Fluchtursachen geh&ouml;rt? Hat Angela Merkel sich beispielsweise einmal &ouml;ffentlich daf&uuml;r stark gemacht, das Freihandelssystem zu &uuml;berdenken, das Jahr f&uuml;r Jahr Millionen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27289\">sogenannter Wirtschaftsfl&uuml;chtlinge<\/a> &bdquo;produziert&ldquo;? Hat Angela Merkel im Bundessicherheitsrat ihr Veto gegen fragw&uuml;rdige Waffenexporte in Krisenregionen eingelegt? Hat die Kanzlerin sich aktiv f&uuml;r eine Beendigung des Krieges in Syrien stark gemacht und ihren Kollegen in Washington, London und Paris zu verstehen gegeben, dass Deutschland deren aggressive Au&szlig;enpolitik k&uuml;nftig nicht mehr duldet? <\/p><p>All diese Fragen lassen sich glattweg verneinen. Wie kann man einer Kanzlerin eine positive Fl&uuml;chtlingspolitik attestieren, wenn sie doch beim allerwichtigsten Punkt einer ganzheitlichen Fl&uuml;chtlingspolitik derart eklatant versagt? <\/p><p><strong>Fakt #2: Angela Merkel verfolgt auch bei der Fl&uuml;chtlingspolitik vor allem egoistische Interessen<\/strong><\/p><p>Es ist bis heute ein R&auml;tsel, wie Angela Merkel es geschafft hat, ihr Heimatpublikum derart an der Nase herumzuf&uuml;hren. Eben weil Merkel vor allem von rechts kritisiert wird, denken nun auch aufgekl&auml;rte Geister, dass die Kanzlerin eine wie auch immer progressiv geartete Fl&uuml;chtlingspolitik verfolgt hat. Das Gegenteil ist aber der Fall! Als es nur wenig Fl&uuml;chtlinge und Asylbewerber vor den Toren Europas gab, war Merkel stets eine ganz entschiedene Gegnerin einer umfassenden Einwanderungspolitik und hat das Asylrecht auf deutscher wie europ&auml;ischer Ebene versch&auml;rft. Merkel kam es dabei sehr gelegen, dass Deutschland von &bdquo;sicheren&ldquo; Staaten umzingelt ist. Denn durch die von Merkel unterst&uuml;tzten Dublin-Abkommen konnte Deutschland sich so de facto komplett aus der Verantwortung stehlen. Und von einer sinnvollen Verteilung und Quotierung  der Fl&uuml;chtlinge innerhalb der EU wollte Angela Merkel vor letztem Sommer <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27444\">&uuml;berhaupt nichts wissen<\/a>. So wurden beispielsweise s&auml;mtliche Forderungen des Europ&auml;ischen Parlaments nach einer solidarischen Aufteilung der Fl&uuml;chtlinge und der damit verbundenen finanziellen Lasten stets von Deutschland <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2013-10\/EU-Asyl-Migration\/komplettansicht\">abgeblockt<\/a>.<\/p><p>Solange L&auml;nder wie Italien und Griechenland die komplette Last alleine schultern mussten, zeigte sich die Kanzlerin unsolidarisch. Nun, da die Peripherie kapituliert hat, und die Menschen ins Zentrum Europas dr&auml;ngen, fordert ausgerechnet Angela Merkel ihre europ&auml;ischen Kollegen auf, sich gegen&uuml;ber Deutschland solidarisch zu zeigen? Dass dies in EU-Kreisen als schlechter Witz aufgenommen wird, ist verst&auml;ndlich.<\/p><p><strong>Fakt #3: Angela Merkel begr&auml;bt Europa und den europ&auml;ischen Gedanken<\/strong><\/p><p>Angela Merkel war noch nie eine Teamspielerin. F&uuml;r sie ist Deutschland kein einfaches Mitglied in einem europ&auml;ischen Orchester, sondern aufgrund seiner schieren wirtschaftlichen &Uuml;bermacht dessen Dirigent. Das hat bei der Eurokrise ja auch wunderbar funktioniert &ndash; sehr zur Freude deutscher Banken, sehr zum Leid der einfachen B&uuml;rger, vor allem im S&uuml;den Europas. Offenbar angestachelt von diesem &bdquo;Erfolg&ldquo; hat Angela Merkel sich im letzten Jahr angema&szlig;t, auch in der Fl&uuml;chtlingsfrage die EU nach ihrem eigenen Gusto zu dirigieren. Dies ist jedoch gr&uuml;ndlich in die Hose gegangen und daran sind nicht die &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; Osteurop&auml;er, sondern allen voran die unkoordiniert nach <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27444\">vorne preschenden Deutschen<\/a> schuld. <\/p><p>Man kann nat&uuml;rlich pikiert die Nase r&uuml;mpfen, wenn ein Viktor Orb&aacute;n lakonisch &auml;u&szlig;ert, die Fl&uuml;chtlingskrise sei kein europ&auml;isches, sondern ein deutsches Problem, da die Fl&uuml;chtlinge ja schlie&szlig;lich allesamt nach Deutschland wollten. Wenn man jedoch bedenkt, dass es Angela Merkel war, die die Dublin-Verordnungen im Alleingang und offenbar ohne Absprache mit ihren europ&auml;ischen Kollegen f&uuml;r syrische Kriegsfl&uuml;chtlinge <a href=\"http:\/\/bordermonitoring.eu\/verein\/2015\/08\/bamf-setzt-dublin-ueberstellungen-von-syrischen-fluechtlingen-aus\/\">ausgesetzt<\/a> und damit a) Deutschland zum Zielland Nummer Eins erkl&auml;rt und b) die geltenden europ&auml;ischen Gesetze au&szlig;er Kraft gesetzt hat, kommt man wohl nicht drum herum, Orb&aacute;n zumindest in diesem Punkt Recht zu geben. Vertr&auml;ge zu Lasten Dritter sind nicht nur in jedem Land, sondern auch v&ouml;lkerrechtlich verboten. Wenn Angela Merkel also aus innenpolitischen Gr&uuml;nden Versprechen macht, die zu Lasten anderer europ&auml;ischer Staaten gehen, muss sie sich auch nicht wundern, wenn die gesch&auml;digten Staaten ihr die Gefolgschaft verweigern. Diplomatie ist nun einmal ein rutschiges Parkett und wer sich wie Angela Merkel auf dem europ&auml;ischen Parkett derart arrogant und gr&ouml;&szlig;enwahnsinnig benimmt, sch&auml;digt damit nicht nur die deutschen Interessen, sondern ganz Europa. Und so ist es auch kein Zufall, dass Deutschland momentan ganz allein dasteht und auf europ&auml;ischer Ebene neben unseren treuen Gefolgsleuten aus den Niederlanden keinen einzigen Partner hat. <\/p><p><strong>Fakt #4: Angela Merkel hat keine positive Vision f&uuml;r Deutschland<\/strong><\/p><p>Nun sind die Fl&uuml;chtlinge da und es erscheint vielen progressiven Stimmen kleingeistig, &uuml;ber die in der Vergangenheit vergossene Milch zu jammern. Zumindest Ersteres ist zweifelsohne richtig. Aber genau hier f&auml;ngt ja bereits das n&auml;chste Problem an. Welche Perspektive bietet Merkels Politik denn den Fl&uuml;chtlingen, die es bis Deutschland geschafft haben? Es ist f&uuml;r die Menschen, die vor Krieg, Zerst&ouml;rung und Gefahr f&uuml;r Leib und Leben die Flucht angetreten haben, nat&uuml;rlich schon einmal wunderbar, &uuml;berhaupt im sicheren Deutschland angekommen zu sein. Wir sollten uns aber an dieser Stelle auch nichts vormachen: Die Hunderttausenden Fl&uuml;chtlinge werden auf absehbare Zeit in Deutschland bleiben. Und ob sie eine Bereicherung oder eine Last sind, ob sie sich integrieren oder in Parallelgesellschaften fl&uuml;chten, ist nicht nur ungewiss, sondern eine Frage, die sich von der Politik aktiv beeinflussen l&auml;sst.<\/p><p>Doch leider fehlt &ndash; nicht nur bei Angela Merkel, sondern bei der gesamten etablierten Politik &ndash; jegliche positive Vision f&uuml;r ein Deutschland mit Fl&uuml;chtlingen. Die wenigen, positiven Impulse, die es gibt, gehen allesamt von der Zivilgesellschaft, aber eben nicht vom Staat aus. Die einzige Vision unserer Politik ist die schwarze Null und allein das sagt alles. Kleingeistige B&uuml;rokraten, deren Vision eine selbstzerst&ouml;rerische, rein ideologische Kennzahl ist, sind einer derartigen Aufgabe &uuml;berhaupt nicht gewachsen. Mehr noch &ndash; die schwarze Null und eine erfolgreiche Integration sind nat&uuml;rlich Zielkonflikte; man kann nicht beide Ziele gleichzeitig verfolgen. Hier w&auml;re es die Aufgabe der Kanzlerin, eine positive Vision zu vermitteln und auch die n&ouml;tigen Gelder freizugeben. Aber Angela Merkel hat ja selbst keine Visionen. Sie ist nicht die gro&szlig;e Kanzlerin, die ihren Platz in der Weltgeschichte sucht, als die sie von ihren Fans der schreibenden Zunft immer wieder dargestellt wird.<\/p><p><strong>Fakt #5: Angela Merkel hat es vers&auml;umt, im eigenen Land eine Basis f&uuml;r ihre Fl&uuml;chtlingspolitik zu schaffen<\/strong><\/p><p>Ohne eine positive Vision und ohne die dazugeh&ouml;rende Finanzierung ist Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik dem eigenen Volk kaum zu vermitteln. Nat&uuml;rlich sehen sich vor allem die Opfer der neoliberalen Politik und die Abstiegsbedrohten nicht als &bdquo;Helfer&ldquo;, sondern als Konkurrenten der Fl&uuml;chtlinge. Sie sind es ja auch, die im Niedriglohnsektor und auf dem Wohnungsmarkt schon bald mit den Migranten konkurrieren werden. Die wohlsituierte Mittelschicht konkurriert weder im Job noch sonstwo mit Fl&uuml;chtlingen und hat es nat&uuml;rlich einfach, von oben herab die &Auml;ngste und Sorgen der Unterschicht zu bel&auml;cheln. Zumindest diese &ndash; nicht eben unbegr&uuml;ndeten &ndash; &Auml;ngste lie&szlig;en sich jedoch durch eine zukunftsorientierte Politik ausr&auml;umen. Doch eine Politik, die den sozialen Wohnungsbau st&auml;rkt, die Fl&uuml;chtlinge integriert, f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge wie f&uuml;r Deutsche ordentlich bezahlte Arbeitspl&auml;tze schafft und f&uuml;r alle Einwohner den sozialen Halt garantiert, ist nicht in Sicht und von Angela Merkel ohnehin nicht zu erwarten. <\/p><p>Dass es auch abseits der eigentlichen Brennpunkte &Auml;ngste gibt, die bei objektiver Betrachtung nicht eben einleuchtend sind, darf auch nicht vergessen werden. Auch wenn man diese &Auml;ngste nicht nachvollziehen kann, muss man sie freilich dennoch respektieren und politisch darauf antworten. Das ist nicht immer leicht, soviel ist klar. Wer diese &Auml;ngste aber den rechten Populisten, die f&uuml;r alles eine einfache Antwort haben, &uuml;berl&auml;sst, treibt die Menschen nat&uuml;rlich auch in deren Arme. Genau dies passiert ja momentan. Da die Gesellschaft die Debatte um Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik derart schwarz-wei&szlig; f&uuml;hrt, werden Millionen Menschen, die eigentlich mit der unappetitlichen AfD- und Pegida-So&szlig;e so gar nichts gemein haben, in deren Arme getrieben. Die Basis f&uuml;r jegliche vern&uuml;nftige Fl&uuml;chtlingspolitik erodiert dabei von Tag zu Tag mehr und ein Ende ist nicht in Sicht. <\/p><p>Wer eine Basis schaffen will, muss die Menschen ernsthaft an die Hand nehmen, ihnen eine positive Vision mit auf den Weg geben und die Voraussetzungen daf&uuml;r schaffen, dass diese Vision auch eine Chance auf Verwirklichung hat. Nichts davon tut Angela Merkel. <\/p><p>Und aus diesen folgenschweren Gr&uuml;nden kann man der Fl&uuml;chtlingspolitik der Kanzlerin auch keine gute Note ausstellen. Und dies hat &uuml;berhaupt nichts mit einer Kritik &bdquo;von rechts&ldquo; zu tun. Man muss kein Anh&auml;nger reaktion&auml;rer Deutscht&uuml;melei und erzkonservativer Gesellschaftsbilder sein, um Angela Merkel auch in diesem Punkt zu kritisieren. Im Gegenteil: Wer mit seiner begr&uuml;ndeten Kritik aus gutgemeinter Opposition gegen&uuml;ber den Rechtspopulisten seine wohl begr&uuml;ndete Kritik an der Kanzlerin verschweigt, tr&auml;gt vielmehr selbst zur fortschreitenden Polarisierung der Gesellschaft bei. Es darf nicht nur schwarz und wei&szlig; geben. Je emotionaler und holzschnittartiger die Debatte gef&uuml;hrt wird, desto wichtiger ist es, sich an die Graut&ouml;ne zu erinnern und zu differenzieren.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg03.met.vgwort.de\/na\/3477110200bf49f0915f16cac954527c\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160316_mutterangela.png\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Es ist schon zum M&auml;usemelken. Unsere Debattenkultur scheint nur noch schwarz und wei&szlig; zu kennen. Graut&ouml;ne werden gar nicht mehr wahrgenommen. Vor allem dann nicht, wenn das Thema emotional aufgeladen ist. Ein Musterbeispiel daf&uuml;r ist die aktuelle Debatte &uuml;ber Angela Merkels Fl&uuml;chtlingspolitik. 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