{"id":32213,"date":"2016-03-17T10:42:26","date_gmt":"2016-03-17T09:42:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32213"},"modified":"2016-11-22T10:49:41","modified_gmt":"2016-11-22T09:49:41","slug":"warum-die-araber-uns-in-syrien-nicht-wollen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32213","title":{"rendered":"Warum die Araber uns in Syrien nicht wollen"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160317_kennedy.jpg\" alt=\"Robert F. Kennedy, Jr.\" title=\"Robert F. Kennedy, Jr.\"><\/div><p>Auch da mein Vater von einem Araber ermordet wurde, habe ich mir die M&uuml;he gemacht, die Auswirkungen der US-Politik im Nahen Osten und insbesondere die Faktoren zu verstehen, die zu manchmal blutr&uuml;nstigen Reaktionen der islamischen Welt gegen unser Land f&uuml;hren. Wenn wir uns auf den Aufstieg des Islamischen Staates fokussieren und uns auf die Suche nach dem Ursprung der  Gewalt machen, die so vielen Unschuldigen in Paris und San Bernardino das Leben gekostet hat, m&uuml;ssen wir m&ouml;glicherweise &uuml;ber die einfachen Erkl&auml;rungen von Religion und Ideologie hinausblicken. Stattdessen sollten wir die komplexeren Gr&uuml;nde in der Geschichte und im &Ouml;l untersuchen, die die Schuld &ndash; wie so oft &ndash; auf uns zur&uuml;ckverweist. Von <strong>Robert F. Kennedy, Jr.<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>Sie hassen uns nicht f&uuml;r &bdquo;unsere Freiheit&ldquo;. Sie hassen, dass wir unsere Ideale in ihren L&auml;ndern verraten haben &ndash; f&uuml;r &Ouml;l.<\/strong><\/p><p><em>Robert F. Kennedy, Jr. vom 23.02.2016 in &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.politico.eu\/article\/why-the-arabs-dont-want-us-in-syria-mideast-conflict-oil-intervention\/\">politico.eu<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><p>Amerika blickt auf eine unappetitliche Tradition an gewaltt&auml;tigen Interventionen in Syrien zur&uuml;ck. Dies ist dem amerikanischen Volk wenig bekannt, daf&uuml;r umso mehr jedoch den Syrern. Diese Ereignisse bereiteten den fruchtbaren Boden f&uuml;r den gewaltsamen Islamischen Dschihad, der jetzt eine wirksame Antwort unserer Regierung auf die Herausforderung von ISIL erschwert. Solange sich die amerikanische &Ouml;ffentlichkeit und Politiker dieser Vergangenheit nicht bewusst sind, versch&auml;rfen weitere Eingriffe nur die Krise. Au&szlig;enminister John Kerry hat in dieser Woche einen &bdquo;vorl&auml;ufigen&ldquo; Waffenstillstand f&uuml;r Syrien angek&uuml;ndigt. Aber seit der Einfluss und das Ansehen der USA in Syrien auf eine Minimum gesunken sind &ndash; und der Waffenstillstand nicht die wichtigsten K&auml;mpfer wie den Islamischen Staat und Al Nusra einschlie&szlig;t &ndash;,  ist er bestenfalls auf einen br&uuml;chigen Waffenstillstand begrenzt. &Auml;hnlich d&uuml;rfte die von Pr&auml;sident Obama zunehmende milit&auml;rische Intervention in Libyen, wo letzte Woche US-Luftangriffe auf ein Trainingslager des Islamischen Staates zielten &ndash;  die Radikalen wahrscheinlich mehr st&auml;rken als schw&auml;chen. Wie die &bdquo;New York Times&ldquo; am 8. Dezember 2015 auf der Titelseite berichtete, arbeiten politische F&uuml;hrer und die strategische Planung des Islamischen Staates daran, eine US-amerikanische milit&auml;rische Intervention zu provozieren. Sie wissen aus Erfahrung, dass dies ihre Reihen mit freiwilligen K&auml;mpfern &uuml;berschwemmen, die moderaten Stimmen &uuml;bert&ouml;nen und die islamische Welt gegen Amerika vereinigen wird.<\/p><p>Um diese Dynamik verstehen zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir die Geschichte aus der syrischen Perspektive und insbesondere die Wurzeln des aktuellen Konflikts betrachten. Lange bevor unsere Besetzung des Iraks 2003 sunnitische Aufst&auml;nde ausl&ouml;ste, die die Gestalt des Islamischen Staat annahmen, hatte die CIA den gewaltsamen Djihad als Waffe des Kalten Kriegs gen&auml;hrt und dadurch giftiges Gep&auml;ck verschickt, das die Beziehungen zwischen Syrien und der USA belastet.<\/p><p>Dies geschah in den USA nicht ohne Kontroverse. Nach einem gescheiterten Putsch der CIA in Syrien, brachte im Juli 1957 mein Onkel, Senator John F. Kennedy, das Wei&szlig;e Haus samt Pr&auml;sident Eisenhower, die F&uuml;hrer der beiden Parteien und unsere europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten gleichzeitig mit einer historischen Rede auf, in der er das Recht auf Selbstbestimmung in der arabischen Welt und ein Ende der amerikanischen imperialistischen Einmischung in den arabischen L&auml;ndern bef&uuml;rwortete. Im Laufe meines Lebens, und besonders w&auml;hrend meiner h&auml;ufigen Reisen in den Nahen Osten, haben mich unz&auml;hlige Araber liebevoll an diese Rede als die klarste Verk&uuml;ndung  eines Idealismus erinnert, den sie von den USA erwarteten. Kennedys Rede war ein Aufruf zur Neuausrichtung Amerikas auf die hohen Werte unseres Landes, die in der Atlantik-Charta festgeschrieben sind; die formelle Zusage, dass alle ehemaligen europ&auml;ischen Kolonien nach dem Ersten Weltkrieg das Recht auf Selbstbestimmung haben w&uuml;rden. Franklin D. Roosevelt hatte Winston Churchill und die anderen F&uuml;hrer der Alliierten dazu gedr&auml;ngt, die Atlantik-Charta im Jahre 1941 als Voraussetzung f&uuml;r die US-Unterst&uuml;tzung in dem europ&auml;ischen Krieg gegen den Faschismus zu unterzeichnen.<\/p><p>Dank Allan Dulles und der CIA, deren au&szlig;enpolitische Intrigen oftmals im direkten Widerspruch zur erkl&auml;rten Politik standen, wurde der in der Atlantik-Charta skizzierte idealistische Weg nicht eingeschlagen. Im Jahr 1957 setzte mein Gro&szlig;vater, Botschafter Joseph P. Kennedy, auf einen geheimen Ausschuss zur Untersuchung des illegalen Treibens der CIA im Nahen Osten. Der sogenannte &ldquo;Bruce-Lovett Report&rdquo;, dessen Unterzeichner er war, beschrieb CIA-Umsturzpl&auml;ne in Jordanien, Syrien, Iran, Irak und &Auml;gypten, die alle auf der arabischen Seite allgemein bekannt waren. Den amerikanischen B&uuml;rgern blieben sie so gut wie unbekannt und man glaubte auch den Dementis unserer Regierung. Der Bericht machte die CIA f&uuml;r den grassierenden Antiamerikanismus verantwortlich, der auf mysteri&ouml;se Weise &ldquo;heute in vielen L&auml;ndern der Welt&rdquo; verwurzelt ist. Der Bruce-Lovett Bericht wies darauf hin, dass solche Interventionen kontr&auml;r zu den amerikanischen Werten st&uuml;nden und Amerikas internationale F&uuml;hrung und moralische Autorit&auml;t ohne das Wissen des amerikanischen Volkes kompromittierten. Der Bericht sagte auch, dass die CIA nie dar&uuml;ber nachgedacht habe, wie wir auf solche Eingriffe reagieren w&uuml;rden, wenn ausl&auml;ndische Regierungen sie in unserem Land inszenieren w&uuml;rden.<\/p><p>Das ist diese blutige Geschichte, die moderne Interventionisten wie George W. Bush, Ted Cruz und Marco Rubio auslassen, wenn sie ihren narzisstischen Tropus, dass die Nationalisten des Mittleren Osten &bdquo;uns f&uuml;r unsere Freiheit hassen&rdquo;, rezitieren. Der gr&ouml;&szlig;te Teil tut es nicht, <strong>stattdessen hassen &ndash; sie uns f&uuml;r die Art, wie wir diese Freiheiten verraten &ndash; unsere eigenen Ideale &ndash; innerhalb ihrer Grenzen.<\/strong><\/p><p style=\"text-align: center;\"><strong>* * *<\/strong><\/p><p><strong>Damit die Amerikaner wirklich verstehen, was vor sich geht,<\/strong> ist es wichtig auf einige Details der sch&auml;bigen, aber kaum in Erinnerung gebliebenen Geschichte zur&uuml;ckzublicken. In den 1950er Jahren lie&szlig;en Pr&auml;sident Eisenhower und die Dulles-Br&uuml;der (CIA-Direktor Allen Dulles und Au&szlig;enminister John Foster Dulles) Vertragsvorschl&auml;ge der Sowjets abblitzen, den Nahen Osten in eine neutrale Zone umzuwandeln und Arabien von Arabern regieren zu lassen. Stattdessen starteten sie einen geheimen Krieg gegen den arabischen Nationalismus, den CIA-Direktor Allen Dulles mit dem Kommunismus gleichsetzte; insbesondere dann, wenn die arabische Selbstbestimmung &Ouml;lkonzessionen bedrohte. Sie leiteten heimlich amerikanische Milit&auml;rhilfe zu Tyrannen in Saudi Arabien, Jordanien, Irak und den Libanon; offenbar betrachtete man die konservativ djihadistische Ideologie als zuverl&auml;ssiges Gegenmittel gegen den sowjetischen Marxismus. Bei einem Treffen im Wei&szlig;en Haus im September 1957 zwischen dem Planungsdirektor der CIA, Frank Wisner und John Foster Dulles empfahl Eisenhower entsprechend einer Aufzeichnung seines B&uuml;roleiters General Andrew J. Goodpaster der Agentur: &ldquo;Wir sollten alles tun, um den Aspekt des &bdquo;heiligen Kriegs&rdquo; zu betonen&rdquo;.<\/p><p>Die CIA begann 1949 mit der aktiven Einmischung in Syrien &ndash; knapp ein Jahr nachdem die Agentur gegr&uuml;ndet worden war. Syrische Patrioten erkl&auml;rten den Nazis den Krieg, vertrieben das Vichy-Regime und begannen eine fragile s&auml;kulare Demokratie nach amerikanischem Vorbild aufzubauen. Aber im M&auml;rz 1949 z&ouml;gerte der demokratisch gew&auml;hlte Pr&auml;sident von Syrien Shukri al-Quwatli die Transarabische Pipeline zu genehmigen &ndash; ein amerikanisches Projekt, das die &Ouml;lfelder von Saudi-Arabien &uuml;ber Syrien mit den H&auml;fen des Libanon verbinden sollte. In seinem Buch &bdquo;CIA. Die ganze Geschichte &ldquo; erz&auml;hlt der CIA-Historiker Tim Weiner, dass die CIA als Vergeltung f&uuml;r al-Quwatlis Mangel an Begeisterung f&uuml;r die US-Pipeline einen Putsch anzettelte, um ihn mit einem von der CIA handverlesenen Diktator, einem verurteilten Betr&uuml;ger namens Husni al Za&rsquo;im, zu ersetzen. Al-Za&rsquo;im, hatte, nur viereinhalb Monaten an der Regierung, kaum Zeit, das Parlament aufzul&ouml;sen und die amerikanische Pipeline zu genehmigen, bevor seine Landsleute ihn abgesetzt haben.<\/p><p>Nach mehreren Gegenputschen des (neu) destabilisierten Landes probte das syrische Volk 1955 erneut die Demokratie und w&auml;hlte wieder al-Quwatli und seine National-Partei. al-Quwatli wahrte immer noch eine neutrale Position im Kalten Krieg, aber gebrannt durch die amerikanische Einmischung bei seiner Amtsenthebung, wandte er sich dem sowjetischen Lager zu. Diese Haltung brachte den CIA Direktor Dulles dazu, &bdquo;Syrien reif f&uuml;r einen Putsch&ldquo; zu erkl&auml;ren. Er schickte zwei seiner Staatsstreichexperten, Kim Roosevelt und Rocky Stone, nach Damaskus.<\/p><p>Zwei Jahre zuvor hatten Kim Roosevelt und Rocky Stone im Iran einen Putsch gegen den demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Mohammed Mossadegh geleitet, nachdem dieser versucht hatte, die einseitigen Vertr&auml;ge mit den britischen &Ouml;lriesen Anglo-Iranian Oil Company (heute BP) neu zu verhandeln. Mossadegh war der erste gew&auml;hlte Pr&auml;sident in der 4.000 Jahre alten Geschichte des Iran und ein popul&auml;rer Verfechter der Demokratie in den Entwicklungsl&auml;ndern. Er verwies alle britischen Diplomaten des Landes, nachdem ein Putschversuch aufgedeckt wurde, bei dem britische Geheimdienstler mit der BP zusammen arbeiteten. Mossadegh machte den Fehler, nicht den Bitten seiner Ratgeber zu folgen und die CIA ebenfalls des Landes zu verweisen, die, wie sich sp&auml;ter herausstellen sollte, in dem britischen Spiel mit verwickelt war. Mossadegh idealisierte die USA als Vorbild f&uuml;r die neue iranische Demokratie und konnte sich nicht vorstellen, dass diese zu solch perfiden Handlungen f&auml;hig sein sollte. Obwohl Dulles den Staatsstreich einf&auml;delte, verbot Pr&auml;sident Harry Truman der CIA den britischen Streich aktiv zu unterst&uuml;tzen, um Mossadegh zu st&uuml;rzen. Als Eisenhower im Januar 1953 sein Amt antrat, befreite er Dulles sofort von diesem Verbot. Nach dem Sturz Mossadeghs durch die Operation &bdquo;Ajax&ldquo; installierte Eisenhower den Schah Reza Pahlavi, der US-&Ouml;lgesellschaften beg&uuml;nstigte. Aber dessen zwei Jahrzehnte dauernde, vom Pfauenthron regierende Herrschaft, die von der CIA gesponserte Brutalit&auml;t gegen&uuml;ber seinem eigenen Volk, hat letztendlich 1979 die islamische Revolution entz&uuml;ndet. Das belastet unsere Auslandspolitik seit 35 Jahren.<\/p><p>Wie in &bdquo;Safe for Democracy: The Secret Wars of the CIA&ldquo;, von John Prados geschildert, kam Stone mit &bdquo;Erfolg&ldquo; der Operation Ajax im Iran im R&uuml;cken mit 3 Millionen Dollar in Damaskus an, um islamische Militante aufzuwiegeln und zu bewaffnen, um das syrische Milit&auml;r und Politiker zu bestechen sowie die demokratisch gew&auml;hlte s&auml;kulare Regierung von al-Quwatli zu st&uuml;rzen. Mit der Muslimbruderschaft zusammenarbeitend und Millionen von Dollar in der Tasche, arrangierte Rocky Stone die Ermordung des syrischen Geheimdienstchefs, des Chefs seines Generalstabs und des Chefs der Kommunistischen Partei sowie nationale Verschw&ouml;rungen und verschiedene starke milit&auml;rische Provokationen im Irak, Libanon und Jordanien, die den syrischen Baathisten in die Schuhe geschoben werden sollten. Tim Weiner beschreibt in &bdquo;Die ganze Geschichte&ldquo; den Plan der CIA die syrische Regierung zu destabilisieren und einen Vorwand f&uuml;r den Einmarsch in Jordanien und dem Irak zu liefern, deren Regierungen sich schon unter CIA-Kontrolle befanden. Kim Roosevelt prognostizierte, dass sich die neu installierte Marionettenregierung der CIA zun&auml;chst auf &bdquo;repressive Ma&szlig;nahmen und willk&uuml;rliche Aus&uuml;bung der Macht&ldquo; verlassen k&ouml;nne, wie die Tageszeitung &bdquo;der Guardian&ldquo; auf Basis der freigegebenen CIA-Dokumente in einem Bericht ver&ouml;ffentlichte.<\/p><p>Aber das ganze Geld reichte nicht, um die syrischen Milit&auml;roffiziere zu korrumpieren. Die Soldaten berichteten den Baathisten von den Bestechungsversuchen der CIA. Als Antwort st&uuml;rmte die syrische Armee die amerikanische Botschaft und nahm Stone gefangen. Nach einem harten Verh&ouml;r gestand Stone im Fernsehen seine Rolle bei dem iranischen Putsch und dem abgebrochenen Putschversuch in Syrien ein. Die Syrer warfen Stone und zwei weitere Mitarbeiter der US-Botschaft aus dem Land. Es war das erste Mal &uuml;berhaupt, dass US-Diplomaten aus einem arabischen Land ausgewiesen wurden. Das Wei&szlig;e Haus unter Eisenhowers F&uuml;hrung wies Stones Gest&auml;ndnis als &bdquo;fabriziert&ldquo; und &bdquo;Verleumdung&ldquo; zur&uuml;ck, ein Dementi, das von der gesamten Presse geschluckt wurde, angef&uuml;hrt von der &bdquo;New York Times&ldquo;, geglaubt vom amerikanischen Volk, das die gleiche idealisierte Vorstellung von der US-Regierung hatte, wie Mossadegh. Syrien legte alle politischen Sympathien f&uuml;r die US-Regierung bei und exekutierte f&uuml;r den Verrat alle milit&auml;rischen Offiziere, die mit dem Putsch in Verbindung standen. Im Gegenzug brachte die US-Regierung ihre 6. Flotte im Mittelmeer in Stellung, drohte mit Krieg und brachte die T&uuml;rkei dazu in Syrien einzumarschieren. Die T&uuml;rken stationierten 50.000 Soldaten an der Grenze zu Syrien und machten nur angesichts der vereinten Opposition der arabischen Liga, deren F&uuml;hrer w&uuml;tend auf die US- Intervention waren, einen R&uuml;ckzieher. Auch nach der Vertreibung der CIA aus Syrien, setzte dieser seine Bem&uuml;hungen, die demokratisch gew&auml;hlte Baath-Regierung zu st&uuml;rzen, fort. Die CIA verschwor sich mit dem MI6, um ein &bdquo;Freies Syrisches Komitee&ldquo; zu bilden und bewaffnete die Muslimbruderschaft zur Ermordung dreier syrischer Regierungsbeamter, die geholfen hatten, den &bdquo;amerikanischen Auftrag&ldquo; aufzudecken, wie bei Matthew Jones in &lsquo;The Preferred Plan&rsquo; ver&ouml;ffentlicht (The Anglo-American Working Group Report on Covert Action in Syria, 1957). Der CIA-Unfug entfernte Syrien noch weiter von den USA und brachte es in eine andauernde Beziehung zu Russland und &Auml;gypten.<\/p><p>Nach dem zweiten syrischen Putschversuch ersch&uuml;tterten anti-amerikanische Unruhen den Nahen Osten vom Libanon bis Algerien. Zum Nachhall geh&ouml;rte der Putsch vom 14. Juli 1958 angef&uuml;hrt von der neuen Welle anti-amerikanischer Armeeoffiziere, die Iraks pro-amerikanischen Monarchen Nuri al-Said st&uuml;rzten. Die Putschisten ver&ouml;ffentlichten geheime Regierungsdokumente, die belegten, dass der irakische Monarch eine hochbezahlte CIA-Marionette war. Als Reaktion auf den amerikanischen Verrat lud die neue irakische Regierung sowjetische Diplomaten und Wirtschaftsberater ein und drehte dem Westen den R&uuml;cken zu.<\/p><p>Nach der Entfremdung des Iraks und Syriens floh Kim Roosevelt aus dem Mittleren Osten, um als F&uuml;hrungskraft f&uuml;r die &Ouml;lindustrie zu arbeiten, der er w&auml;hrend seiner CIA-Karriere schon gute Dienste geleistet hatte. Roosevelts Nachfolger versuchte laut Weiner den neuen irakischen Pr&auml;sidenten mit einem giftigen Schnupftuch zu ermorden, was fehlschlug. Schlie&szlig;lich gelang es der CIA f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter den Pr&auml;sidenten abzusetzen und die Baath-Partei an der Macht zu installieren. Ein charismatischer junger M&ouml;rder namens Saddam Hussein war einer der aufstrebenden F&uuml;hrer der CIA-Baath-Partei. Der Parteisekrekt&auml;r der Baath-Partei, Ali Saleh Sa&rsquo;adi, der neben Saddam Hussein an die Macht kam, wird sp&auml;ter sagen: &bdquo;Wir kamen auf einem CIA-Zug an die Macht&ldquo;, (siehe &bdquo;A Brutal Friendship: The West and the Arab Elite&ldquo;, von Said Aburish, Journalist and Autor). Aburish berichtete, dass Saddam Hussein und seine Kumpanen eine Todesliste von Personen erhielten, &bdquo;die sofort beseitigt werden mussten, um den Erfolg zu gew&auml;hrleisten&ldquo;. Tim Weiner schreibt, dass Critchfeld sp&auml;ter best&auml;tigte, dass Saddam Hussein im Wesentlichen von der CIA &bdquo;geschaffen&ldquo; wurde. In den Jahren der Reagan-Regierung belieferte die CIA Hussein mit Milliarden von Dollar f&uuml;r Ausbildung, Spezialtruppen, Waffen und Gefechtsfeld-Aufkl&auml;rung, obwohl sie wussten, dass Hussein giftiges Senf- und Nervengas und biologische Waffen &ndash;  einschlie&szlig;lich dem von der US-Regierung erhaltenen Milzbranderregers Anthrax &ndash; f&uuml;r seinen Krieg gegen den Iran einsetzte. Reagan und sein CIA-Direktor Bill Casey betrachteten Saddam Hussein als Freund der US-amerikanischen &Ouml;lindustrie und als stabile Barriere gegen die Ausbreitung der islamischen Revolution im Iran. Ihr Abgesandter Donald Rumsfeld pr&auml;sentierte 1983 auf einer Reise nach Bagdad Saddam Hussein mit goldenen Cowboy-Sporen und einem Men&uuml; aus chemisch\/biologischen sowie konventionellen Waffen. Zeitgleich unterst&uuml;tzte die CIA illegal Husseins Feind, den Iran, mit tausenden von panzerbrechenden und Flugabwehr- Raketen im Kampf gegen den Irak &ndash; ein Verbrechen, das w&auml;hrend des Iran-Contra-Skandals ber&uuml;hmt wurde. Djihadisten beider Seiten benutzten die von der CIA gelieferten Waffen sp&auml;ter gegen die Amerikaner.<\/p><p>Selbst jetzt, wo Amerika &uuml;ber eine weitere gewaltt&auml;tige Intervention nachdenkt, wissen die meisten Amerikaner nichts von den vielen R&uuml;ckwirkungen der vorangegangenen CIA-Fehlgriffe und wie sie zur aktuellen Krise beigetragen haben. Der Nachhall der jahrzehntelangen CIA-Spielereien klingt weiterhin durch den Mittleren Osten, in den Hauptst&auml;dten der Staaten, von den Moscheen bis in die Madrassen [Religionsschulen] &uuml;ber der zerst&ouml;rten Landschaft der Demokratie und des moderaten Islam, den die CIA half, auszul&ouml;schen.   <\/p><p>Eine Parade iranischer und syrischer Diktatoren, einschlie&szlig;lich Bashar al-Assad und seinem Vater, nahmen die Geschichte der blutigen CIA-Putsche als Vorwand f&uuml;r ihre autorit&auml;re Herrschaft, repressive Taktiken und den Bedarf einer engen Allianz mit Russland. Diese Geschichten sind dem syrischen und iranischen Volk daher sehr gut bekannt und werden nat&uuml;rlich unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, wenn von einer US-Intervention die Rede ist.<\/p><p>W&auml;hrend unsere Presse wie Papageien wiederholt, dass unsere milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den syrischen Widerstand nur aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden erfolgt, sehen viele Araber die aktuelle Krise nur als einen weiteren Stellvertreterkrieg um Pipelines und Geopolitik. Es w&auml;re klug von uns, wenn wir die Fakten, die diese Perspektive unterst&uuml;tzen, ber&uuml;cksichtigen w&uuml;rden, bevor wir tiefer in diesen Fl&auml;chenbrand rauschen.<\/p><p>Ihrer Auffassung nach begann unser Krieg gegen Bashar al-Assad nicht mit den friedlichen Protesten des arabischen Fr&uuml;hlings im Jahr 2011. Vielmehr begann er im Jahr 2000, als Katar vorschlug f&uuml;r 10 Milliarden Dollar eine 1.500 km lange Pipeline durch Saudi-Arabien, Jordanien, Syrien und die T&uuml;rkei zu bauen. Katar teilt sich mit dem Iran das South Pars\/North Dome Gasfeld, das weltweit gr&ouml;&szlig;te Naturgasvorkommen. Das internationale Handelsembargo gegen den Iran verbot bis vor kurzem den Verkauf von Gas im Ausland. Unterdessen kann Katar sein Gas nur verfl&uuml;ssigt und &uuml;ber den Seeweg auf dem europ&auml;ischen Markt anbieten &ndash; ein Weg, der das Volumen beschr&auml;nkt und die Kosten dramatisch erh&ouml;ht. Die geplante Pipeline w&uuml;rde Katar direkt mit dem europ&auml;ischen Energiemarkt via Transmitterminals in der T&uuml;rkei verbinden, die reichlich Transitgeb&uuml;hren einbringen w&uuml;rden. Die Katar\/T&uuml;rkei-Pipeline w&uuml;rde den sunnitischen K&ouml;nigsh&auml;usern am Persischen Golf ma&szlig;gebliche Dominanz auf dem Welt-Erdgasmarkt geben und Katar, Amerikas engsten Verb&uuml;ndeten in der arabischen Welt, st&auml;rken. Katar beherbergt zwei m&auml;chtige amerikanische Milit&auml;rbasen und das US- Hauptquartier f&uuml;r den Mittleren Osten.<\/p><p>Die EU, die 30% ihres Erdgases aus Russland bezieht, war ebenso erpicht auf diese Pipeline, die ihren Mitgliedern billige Energie und Losl&ouml;sung von Vladimir Putins dr&uuml;ckendem Einfluss auf Wirtschaft und Politik gegeben h&auml;tte. Die T&uuml;rkei, Russlands zweitgr&ouml;&szlig;ter Gaskunde, war zuletzt besonders darauf bedacht, ihre Abh&auml;ngigkeit von dem alten Rivalen zu l&ouml;sen und sich als lukrative transnationale Drehscheibe von asiatischen Brennstoffen f&uuml;r den EU Markt zu pr&auml;sentieren. Die konservative sunnitische Monarchie Saudi-Arabiens h&auml;tte von der Katar-Pipeline profitiert, da sie dadurch einen Fu&szlig; im schiitisch dominierten Syrien gehabt h&auml;tte. Das geopolitische Ziel der Saudis ist die wirtschaftliche und politische Macht des Hauptrivalen der Monarchie, dem Iran, einem schiitischem Staat und einem engen Verb&uuml;ndeten von Bashar al-Assad, einzud&auml;mmen. Die saudische Monarchie betrachtet die US-gesponserte schiitische &Uuml;bernahme des Iraks (und in letzter Zeit die Aufhebung des Embargos gegen den Iran) als eine Herabstufung auf ihren regionalen Machtstatus und ist bereits in einen Stellvertreter-Krieg gegen Teheran im Jemen engagiert &ndash;  hervorzuheben der saudischen Genozid am iranisch unterst&uuml;tzten Huthi-Stamm.  <\/p><p>Nat&uuml;rlich betrachten die Russen, die 70% ihres Gasexportes nach Europa verkaufen, die Katar-Pipeline als existenzielle Bedrohung. Aus Putins Sicht, ist die Katar-Pipeline ein NATO-Projekt um den Status Quo zu ver&auml;ndern und Russland seiner einzigen Bastion im Mittleren Osten zu berauben, die russische Wirtschaft zu strangulieren und den russischen Einfluss auf den europ&auml;ischen Energiemarkt zu beenden. Im Jahr 2009 verk&uuml;ndete Assad seine Weigerung die Vereinbarung zu unterschreiben, die die Erlaubnis enthielt die Pipeline durch Syrien zu f&uuml;hren, um die &bdquo;Interessen unserer russischen Verb&uuml;ndeten zu sch&uuml;tzen&ldquo;.<\/p><p>Assad erz&uuml;rnte die sunnitischen Herrscher vom Golf au&szlig;erdem durch die Bef&uuml;rwortung einer von Russland bef&uuml;rworteten &bdquo;Islamischen Pipeline&ldquo;, die von der iranischen Seite des Gasfeldes durch Syrien zu den H&auml;fen im Libanon f&uuml;hren w&uuml;rde. Die &bdquo;Islamische Pipeline&ldquo; w&uuml;rde den schiitischen Iran und nicht das sunnitische Katar zum Hauptlieferanten f&uuml;r den europ&auml;ischen Energiemarkt machen und Teherans Einfluss im Nahen Osten und der Welt dramatisch erh&ouml;hen. Auch Israel war verst&auml;ndlicher Weise dazu entschlossen, die &bdquo;Islamische Pipeline&ldquo; entgleisen zu lassen, da sie den Iran und Syrien reich machen und vermutlich deren Vertreter, Hamas und Hizbollah, st&auml;rken w&uuml;rde. <\/p><p>Geheime Depeschen der US-amerikanischen, saudischen und israelischen Geheimdienste weisen darauf hin, dass Milit&auml;r- und Geheimdienstplaner in dem Moment, als Assad das Katar-Pipeline Projekt verwarf, schnell zu dem Konsens gelangten, dass das Sch&uuml;ren eines sunnitischen Aufstands gegen Assad ein gangbarer Weg w&auml;re, um den unkooperativen Bashar al-Assad zu st&uuml;rzen und das gemeinsame Ziel der Katar\/T&uuml;rkei Verbindung zu erreichen. Gem&auml;&szlig; Wikileaks begann die CIA 2009 kurz nachdem Bashar al-Assad die Katar-Pipeline verwarf, mit der Finanzierung von oppositionellen Gruppen in Syrien. Es ist wichtig zu beachten, dass dies vor dem Aufstand gegen Assad stattfand, der vom &bdquo;arabischen Fr&uuml;hling&ldquo; ausging.<\/p><p>Bashar Assads Familie geh&ouml;rt zu den Alawiten, einer muslimischen Str&ouml;mung, die gemeinhin dem schiitischen Lager zugerechnet wird. &bdquo;Bashar al-Assad sollte nie Pr&auml;sident werden.&ldquo;, sagte mir der Journalist Seymour Hersh in einem Interview. &bdquo;Sein Vater holte ihn aus der medizinischen Fakult&auml;t in London zur&uuml;ck, als sein &auml;lterer Bruder &ndash; der Thronfolger &ndash; bei einem Autounfall verstorben war.&ldquo; Laut Hersh war Assad auf dem Weg, das Land zu liberalisieren, bevor der Krieg begann. &bdquo;Sie hatten Internet und Zeitungen und Geldautomaten und Assad wollte das Land Richtung Westen &ouml;ffnen. Nach 9\/11 gab er Tausende von Dateien von unsch&auml;tzbarem Wert &uuml;ber radikale Djihadisten, an die CIA weiter, in denen er einen gemeinsamen Feind sah.&ldquo; Das Assad-Regime war bewusst s&auml;kular und Syrien beeindruckend vielf&auml;ltig. Die syrische Regierung und die syrische Armee, zum Beispiel, bestanden zu 80% aus Sunniten. Assad erhielt den Frieden unter seinen verschiedenen Volksgruppen durch eine starke, disziplinierte und zu Assads Familie loyale Armee, eine sichere Gefolgschaft von einem national angesehenen und hoch bezahltem Offizierskorps, einem k&uuml;hlen effizienten Geheimdienstapparat und einem Hang zur Gewalt, der im Vergleich zu den anderen Herrschern im Mittleren Osten, einschlie&szlig;lich unserer heutigen Verb&uuml;ndeten, vor dem Krieg eher moderat war. Nach Hersh, &bdquo; hat [er] mit Sicherheit nicht jeden Mittwoch Enthauptungen durchf&uuml;hren lassen, wie es die Saudis in Mekka tun.&ldquo;<\/p><p>Ein anderer erfahrener Journalist, Bob Parry, erinnert an die Einsch&auml;tzung &bdquo;Niemand in dieser Region hat saubere H&auml;nde, aber in den Bereichen Folter, Massent&ouml;tungen, Unterdr&uuml;cken b&uuml;rgerlicher Freiheiten und Unterst&uuml;tzen von Terrorismus ist Assad viel besser als die Saudis.&rdquo; Niemand glaubte, dass das Regime verwundbar f&uuml;r die Anarchie w&auml;re, die &Auml;gypten, Libyen, den Jemen und Tunesien zerrissen hat. Im Fr&uuml;hjahr 2011 gab es kleine, friedliche Demonstrationen in Damaskus gegen die Repressionen des Assad-Regimes. Das waren &uuml;berwiegend die Ausl&auml;ufer des Arabischen Fr&uuml;hlings, die sich den Sommer zuvor viral &uuml;ber die Staaten der Arabischen Liga verbreiteten. Allerdings zeigen Depeschen auf Wikileaks, dass die CIA bereits vor Ort in Syrien war.<\/p><p>Aber die sunnitischen K&ouml;nigreiche, mit enorm viel Petrodollars im Spiel, wollten eine sehr viel aktivere Rolle Amerikas. Am 4. September 2013 erkl&auml;rte Au&szlig;enminister John Kerry bei einer Anh&ouml;rung im Kongress, dass sich die sunnitischen K&ouml;nigreiche angeboten h&auml;tten, die Kosten f&uuml;r eine US-Invasion in Syrien zu &uuml;bernehmen, um Bashar al-Assad zu st&uuml;rzen. &bdquo;Tats&auml;chlich haben einige von ihnen gesagt, dass, wenn die USA bereit w&auml;ren, den Weg zu gehen und all das zu tun, was sie schon bereits an anderen Orten [im Irak] getan haben, werden sie die Kosten tragen.&ldquo; wiederholte Kerry das Angebot vor Rep. Ileana Ros-Lehtinen. (R-Fla.): &bdquo;In Bezug auf das Angebot der arabischen L&auml;nder die Kosten [f&uuml;r eine US-Intervention] zum Sturz Assads zu &uuml;bernehmen, die Antwort ist grunds&auml;tzlich: ja, sie haben. Das Angebot liegt auf dem Tisch.&ldquo;<\/p><p>Trotz des Drucks der Republikaner scheute sich Barack Obama davor, junge Amerikaner als S&ouml;ldner zum Sterben an ein Pipeline-Konglomerat zu vermieten. Weise ignorierte Obama das republikanische Getrommel f&uuml;r Bodentruppen in Syrien oder f&uuml;r mehr Mittel f&uuml;r die &bdquo;moderaten Aufst&auml;ndischen&ldquo;. Aber Ende 2011 hatten der republikanische Druck und unsere sunnitischen Verb&uuml;ndeten die amerikanische Regierung in den Kampf getrieben. <\/p><p>Im Jahr 2011 schlossen sich die USA  mit Frankreich, Katar, Saudi Arabien, der T&uuml;rkei und Gro&szlig;britannien zu einer Allianz der &bdquo;Freunde Syriens&ldquo; zusammen, die ausdr&uuml;cklich den R&uuml;cktritt von Pr&auml;sident Assad forderten. Die CIA stellte dem britischen TV Sender &bdquo;Barada&ldquo; 6 Millionen Dollar f&uuml;r die Produktion von Beitr&auml;gen zur Verf&uuml;gung, die f&uuml;r Assads Vertreibung warben. Auf Wikileaks ver&ouml;ffentlichte Dokumente des saudischen Geheimdienstes zeigen, dass die T&uuml;rkei, Saudi Arabien und Katar ab 2012 radikale sunnitische Djihadisten aus Syrien, dem Irak und anderen L&auml;ndern bewaffneten, trainierten und finanzierten, um einen Sturz von Assads mit den Schiiten verb&uuml;ndeten Regime zu erreichen. Katar, das am meisten zu gewinnen hatte, investierte drei Milliarden Dollar in den Aufbau des Aufstands und lud die USA ein, Aufst&auml;ndische in den US-Milit&auml;rbasen in Katar zu trainieren. Gem&auml;&szlig; eines Artikels von Seymour Hershs aus dem April 2014 wurde die Rattenlinie der CIA f&uuml;r den Waffennachschub von der T&uuml;rkei, Katar und Saudi Arabien finanziert.<\/p><p>Die Idee, einen sunnitisch-schiitischen B&uuml;rgerkrieg zur Schw&auml;chung des syrischen und iranischen Regimes zu entfachen, um damit die Kontrolle &uuml;ber die petrochemischen Vorr&auml;te der Region zu behaupten, ist kein neuartiger Einfall im Lexikon des Pentagon. Ein vom Pentagon finanziertes, belastendes RAND-Papier aus 2008 lieferte eine pr&auml;zise Blaupause f&uuml;r das, was bevorstand. Dieses Papier konstatiert, dass die Kontrolle &uuml;ber die &Ouml;l- und Gasvorkommen im Persischen Golf f&uuml;r die USA eine &bdquo;strategische Priorit&auml;t&ldquo; bleiben, die &bdquo;stark mit dem Betreiben des langen Krieges zusammenh&auml;ngt&ldquo;. RAND empfahl &bdquo;verdeckte Aktionen&ldquo;, &bdquo;psychologische und unkonventionelle Kriegsf&uuml;hrung&ldquo; zu verwenden, um eine Strategie des &bdquo;Teilens und Herrschens&ldquo; anzuwenden. &bdquo;Die USA und ihre lokalen Verb&uuml;ndeten k&ouml;nnten die nationalistischen Djihadisten benutzen, um eine Proxy-Kampagne zu starten&ldquo; und &bdquo;Die US-F&uuml;hrung k&ouml;nne sich ebenfalls entscheiden, von der anhaltenden sunnitisch-schiitischen Konfliktlinie zu profitieren, sich auf die konservative sunnitische Seite zu schlagen,  gegen die St&auml;rkung der schiitischen Bewegung in der muslimischen Welt &hellip; m&ouml;glicherweise autorit&auml;re sunnitische Regierungen gegen einen weiterhin feindlichen Iran unterst&uuml;tzen.&ldquo;<\/p><p>Wie vorhergesagt, polarisierte Assads &Uuml;berreaktion auf die im Ausland produzierte Krise &ndash; Bombardierung der sunnitischen Hochburgen und das T&ouml;ten von Zivilisten mit Fassbomben &ndash; Syriens sunnitisch\/schiitische Teile und erlaubte den US- Politikern, den Kampf um die Pipelines als einen Krieg aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden zu verkaufen. Als sunnitische Soldaten der syrischen Armee begannen &uuml;berzulaufen, bewaffnete die westliche Koalition die &bdquo;Freie Syrische Armee&ldquo; um Syrien weiter zu destabilisieren. Die Darstellung der &bdquo;Freien Syrischen Armee&ldquo; in der Presse als zusammenh&auml;ngende Bataillone der gem&auml;&szlig;igten syrischen Aufst&auml;ndischen war eine Wahnidee. Die aufgel&ouml;sten Einheiten waren in Hunderte von verschiedenen Milizen umgruppiert, meistens von militanten Djihadisten oder ihnen nahestehenden kommandiert, die die engagiertesten und effektivsten K&auml;mpfer waren. Bis dahin hatten die sunnitischen Armeen von Al Qaida im Irak die Grenzen vom Irak nach Syrien &uuml;berquert und verb&uuml;ndeten sich mit desertierten Einheiten der &bdquo;Freien Syrischen Armee&ldquo; &ndash; viele von den USA trainiert und bewaffnet.<\/p><p>Trotz der in den Medien vorherrschenden Darstellung eines gem&auml;&szlig;igten arabischen Aufstands gegen den Tyrannen Assad, wussten die Planer im US-Geheimdienst, dass ihre Pipeline-Proxys radikale Djihadisten waren, die sich wohl selbst ein brandneues Islamisches Kalifat aus sunnitischen Regionen im Irak und Syrien zimmern w&uuml;rden. Zwei Jahre bevor die Halsabschneider von ISIL auf der Weltb&uuml;hne erschienen, hat eine sieben Seiten umfassende Studie des milit&auml;rischen Abschirmdienstes der USA [DIA] vom 12. August 2012 davor gewarnt. Die Studie, deren Freigabe die B&uuml;rgerrechtsgruppe &bdquo;Judicial Watch&ldquo; erwirkt hat, stellt fest, dass dank der durchg&auml;ngigen Unterst&uuml;tzung der US\/Sunni-Koalition f&uuml;r die radikalen sunnitischen Djihadisten, die &bdquo;Salafisten, die Muslimbruderschaft und AQI&ldquo; (jetzt ISIS) die wesentlichen Akteure des Aufstands in Syrien sind&ldquo;. <\/p><p>Diese von den USA und den Golfstaaten finanzierten Gruppen haben die friedlichen Proteste gegen Assad in eine &bdquo;klar sektiererische (Schiiten gegen Sunniten) Richtung&ldquo; gedreht. In dem Papier stand, dass der Konflikt zu einem sektiererischen B&uuml;rgerkrieg, unterst&uuml;tzt durch die &bdquo;religi&ouml;sen und politischen Kr&auml;fte&ldquo; der Sunniten, geworden ist. Der Bericht zeichnet den syrischen Konflikt als globalen Krieg um die Ressourcen der Region, in dem &bdquo;der Westen, die Golfstaaten und die T&uuml;rkei die Opposition (gegen Assad) w&auml;hrend Russland, China und der Iran das Regime unterst&uuml;tzen.&ldquo;  Die Pentagon-Autoren des sieben-seitigen Berichts scheinen den vorausgesagten Aufstieg des IS Kalifats zu bef&uuml;rworten: &ldquo;Wenn sich die Situation kl&auml;rt, k&ouml;nnte sich eine deklariertes oder undeklariertes salafistisches F&uuml;rstentums in Ostsyrien (Hasaka und Der Zor) etablieren und das ist genau das, was die unterst&uuml;tzenden M&auml;chte von der Opposition wollen, um dadurch das syrische Regime zu isolieren.&ldquo; Der Pentagon-Bericht warnt davor, dass sich dieses neue F&uuml;rstentum &uuml;ber die Grenzen des Iraks nach Mossul und Ramadi ausbreiten und einen &bdquo;Islamischen Staat durch eine Vereinigung mit anderen Terroristengruppen in Syrien und dem Irak ausrufen&ldquo; k&ouml;nnte.<\/p><p>Tats&auml;chlich ist es genau das, was passiert ist. Nicht zuf&auml;llig wurden durch den Islamischen Staat genau die Regionen besetzt, die die vorgeschlagene Route der Katar-Pipeline umfassen.<\/p><p>Aber dann schockten unsere sunnitischen Stellvertreter 2014 das amerikanische Volk mit Enthauptungen und der Vertreibung von einer Million Fl&uuml;chtlinge nach Europa. Tim Clemente, der von 2004-2008 die FBI Joint Terrorism Task Force f&uuml;hrte und im Irak als Verbindung zwischen dem FBI, der irakischen Nationalpolizei und dem US-Milit&auml;r diente, sagte: &bdquo;Strategien, die auf der Idee basieren, dass der Feind meines Feindes mein Freund sei, k&ouml;nnen eine Form von Verblendung sein.&ldquo; In einem Interview sagte Clemente zu mir, dass &bdquo;wir dieselben Fehler gemacht haben, als wir die Mudschaheddin in Afghanistan trainierten. In dem Moment, als die Russen das Land verlie&szlig;en, begannen unsere vermeintlichen Freunde mit der Zerst&ouml;rung von Antiquit&auml;ten, der Versklavung von Frauen, dem Abtrennen von K&ouml;rperteilen und auf uns zu schie&szlig;en.&ldquo;<\/p><p>Als Djihad-John vom Islamischen Staat vor Fernsehkameras begann, Gefangene zu ermorden, schwenkte das Wei&szlig;e Haus um. Nun sprach man weniger von Assads Absetzung und mehr von regionaler Stabilit&auml;t. Die Obama-Regierung begann sich von den Aufst&auml;ndischen, die sie finanziert hatte, zu distanzieren. Das Wei&szlig;e Haus wies derweil mit den Fingern auf unsere Verb&uuml;ndeten. Am 3. Oktober 2014 sagte der Vize-Pr&auml;sident Joe Biden vor Studenten im John F. Kennedy Jr. Forum am Institut f&uuml;r Politik in Harvard, dass &bdquo;unsere Verb&uuml;ndeten in Syrien das gr&ouml;&szlig;te Problem sind&ldquo;. Er erkl&auml;rte, dass die T&uuml;rkei, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate so &bdquo;entschlossen seien Assad, zu st&uuml;rzen&ldquo;, dass sie einen Stellvertreterkrieg zwischen Schiiten und Sunniten begonnen h&auml;tten, um &bdquo;Hunderte von Millionen Dollar und Zehntausende Tonnen Waffen f&uuml;r diejenigen einzuschleusen, die bereit w&auml;ren gegen Assad zu k&auml;mpfen. Ausgenommen von der Unterst&uuml;tzung waren Al Nusra, und Al Qaida&rdquo; &ndash; die zwei Gruppen, die 2014 verschmolzen und sich zum Islamischen Staat formten. Biden schien ver&auml;rgert, dass man unseren bew&auml;hrten &bdquo;Freunden&ldquo; nicht vertrauen konnte, der amerikanischen Agenda zu folgen. Regelm&auml;&szlig;ig beschuldigen arabische F&uuml;hrer die USA, dass sie den Islamischen Staat kreiert h&auml;tten. F&uuml;r die meisten Amerikaner scheinen die Vorw&uuml;rfe verr&uuml;ckt zu sein. F&uuml;r viele Araber jedoch sind Beweise f&uuml;r die US Beteiligung so reichlich vorhanden, dass sie daraus schlie&szlig;en, dass unsere Rolle bei der Entstehung des Islamischen Staates eine bewusst gew&auml;hlte war. <\/p><p>In der Tat sind viele der K&auml;mpfer und Kommandeure des Islamischen Staates ideologisch und organisatorisch Nachfolger der Djihadisten, die von der CIA seit mehr als 30 Jahren aufgezogen wurden &ndash; von Syrien und &Auml;gypten bis Afghanistan und dem Irak.<\/p><p>Vor der amerikanischen Invasion existierte keine Al Qaida in Saddam Husseins Irak. Pr&auml;sident George W. Bush zerst&ouml;rte die s&auml;kulare Regierung von Saddam Hussein und Paul Bremer schuf in einem Akt von monumentalem Missmanagement eine sunnitische Armee, die jetzt Islamischer Staat genannt wird. Bremer brachte die Schiiten an die Macht und verbot Saddams herrschende Baath-Partei. Vom Minister bis zum Schullehrer entlie&szlig; Bremer 700.000 zumeist Sunniten aus der Regierung und dem Staatsdienst. Er l&ouml;ste die 380.000 Mann starke Armee auf, die zu 80 % aus Sunniten bestand. Durch Bremers Aktionen verloren eine Million irakische Sunniten Rang, Verm&ouml;gen, Reichtum und Macht; zur&uuml;ck blieb eine verzweifelte Unterklasse von w&uuml;tenden, gebildeten, f&auml;higen, trainierten und stark bewaffneten Sunniten, die nur noch wenig zu verlieren hatten. Der sunnitische Widerstand nannte sich selbst &bdquo;Al Qaida im Irak&ldquo;. Ab 2011 finanzierten unsere Verb&uuml;ndeten die Invasion der AQI K&auml;mpfer in Syrien. Nach dem Eindringen von AQI nach Syrien im April 2013 &auml;nderten sie ihren Namen in ISIL. Gem&auml;&szlig; Dexter Filkins vom &bdquo;NewYorker&ldquo; wird &bdquo;ISIS von einem Rat ehemaliger Gener&auml;le des Iraks geleitet. &hellip; Viele von ihnen waren Mitglieder Saddam Husseins s&auml;kularer Baath-Partei, die in amerikanischen Gef&auml;ngnissen zum radikalen Islam konvertierten. Die 500 Millionen Dollar Milit&auml;rhilfe, die Pr&auml;sident Obama nach Syrien schickte, beg&uuml;nstigten letztlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Djihadisten. Tim Clemente, der ehemalige Vorsitzende der FBI Joint Task Force, erz&auml;hlte mir, dass  der gr&ouml;&szlig;te Unterschied zwischen den Konflikten im Irak und in Syrien die Millionen von  kampferprobten M&auml;nner seien, die vom Schlachtfeld nach Europa fliehen, anstatt zu bleiben und ihre D&ouml;rfer zu verteidigen. Die naheliegende Erkl&auml;rung, warum die nationalen Gem&auml;&szlig;igten vor dem Krieg fliehen, ist, dass es nicht ihr Krieg ist. Sie versuchen einfach, nicht zwischen dem Amboss der russisch unterst&uuml;tzten Assad-Tyrannei und dem Hammer der teuflischen sunnitischen Djihadisten zerquetscht zu werden, den wir mit der Hand in einem globalen Kampf um konkurrierende Pipelines schwingen. Sie k&ouml;nnen dem syrischen Volk nicht die Schuld geben, wenn es nicht die f&uuml;r ihre Nation entweder in Washington oder Moskau erdachten Konzepte mit weiten Armen aufnimmt. Die Superm&auml;chte haben keine Optionen f&uuml;r eine idealistische Zukunft gelassen, f&uuml;r die die moderaten Syrer bereit w&auml;ren zu k&auml;mpfen. F&uuml;r eine Pipeline m&ouml;chte niemand sterben.<\/p><p style=\"text-align: center;\"><strong>* * *<\/strong><\/p><p><strong>Was ist die Antwort?<\/strong> Wenn unser Ziel ein langfristiger Frieden im Nahen Osten, eine Selbstverwaltung der arabischen Nationen und die nationale Sicherheit zu Hause ist, d&uuml;rfen wir jegliche neue Intervention in dieser Region nur mit einem Blick auf die Geschichte f&uuml;hren und einem intensiven Wunsch ihre Lektionen zu lernen. Nur wenn wir Amerikaner den historischen und politischen Kontext verstehen, werden wir die Entscheidungen unserer Politiker angemessen kontrollieren. Unsere Politiker lassen uns mit den gleichen Bildern und der Sprache, die den Krieg gegen Saddam Hussein 2003 unterst&uuml;tzte, glauben, dass es sich bei unserer syrischen Intervention um einen idealistischen Krieg gegen Tyrannei, Terrorismus und religi&ouml;sem Fanatismus handelt. Wir neigen dazu, aus blo&szlig;em Zynismus, die Sicht der Araber abzulehnen, die in der aktuellen Krise die Wiederholung altbekannter Plots um Geopolitik und Pipelines sehen. Wenn wir jedoch eine erfolgreiche Au&szlig;enpolitik haben wollten, m&uuml;ssten wir anerkennen, dass der syrische Konflikt ein Krieg um die Kontrolle von Ressourcen ist &ndash; ununterscheidbar von den unz&auml;hligen geheimen und unerkl&auml;rten &Ouml;lkriegen, die wir seit 65 Jahren im Nahen Osten f&uuml;hren. Und erst, wenn wir diesen Konflikt als einen Stellvertreterkrieg um eine Pipeline verstehen, werden die Geschehnisse nachvollziehbar. Es ist das einzige Paradigma, das erkl&auml;rt, warum die GOP und die Obama-Regierung immer noch auf einen Regime-Wechsel und nicht auf Stabilit&auml;t in der Region fixiert sind, warum die Obama-Regierung keine moderaten Syrer, die in dem Krieg k&auml;mpfen wollen, finden kann, warum ISIL ein russisches Passagierflugzeug explodieren lie&szlig;, warum die Saudis einfach einen m&auml;chtigen schiitischen Kleriker exekutierten, nur um dann ihre Botschaft in Teheran brennen zu haben, warum Russland nicht-ISIL K&auml;mpfer bombardiert und warum die T&uuml;rkei ausscherte und einen russischen Jet abschoss. Die Million Fl&uuml;chtlinge, die jetzt Europa &uuml;berschwemmen, fl&uuml;chten vor einem Pipeline-Krieg und der pfuschenden CIA . <\/p><p>Clemente vergleicht ISIL mit Kolumbiens FARC &ndash; einem Drogenkartell mit einer revolution&auml;ren Ideologie um seine Fu&szlig;soldaten zu begeistern. &bdquo;Sie m&uuml;ssen ISIS als &Ouml;l-Kartell betrachten,&ldquo; sagte Clemente. &bdquo; Am Ende ist das Geld der entscheidende Beweggrund. Die religi&ouml;se Ideologie ist ein Werkzeug um die Soldaten zu begeistern, ihr Leben f&uuml;r ein &Ouml;l-Kartell zu geben&ldquo;<\/p><p>Sobald wir diesem Konflikt die humanit&auml;re Patina abstreifen und erkennen, dass es ein Krieg um &Ouml;l ist, wird unsere au&szlig;enpolitische Strategie klar. So wie die Syrer nach Europa fliehen, will kein Amerikaner sein Kind f&uuml;r Pipelines in den Tod schicken. Daher sollte unsere erste, noch nie erw&auml;hnte Priorit&auml;t sein, unsere Tankstelle [w&ouml;rtlich: &bdquo;Mideast Oil jones&ldquo;] im Mittleren Osten loszuwerden &ndash; ein erreichbareres Ziel, indem die USA immer unabh&auml;ngiger im Energiesektor werden. Danach m&uuml;ssen wir unsere Milit&auml;rpr&auml;senz im Nahen Osten drastisch reduzieren und die Araber Arabien regieren lassen. Abgesehen von der humanit&auml;ren Hilfe und der Sicherung der israelischen Grenzen, hat die USA keine legitime Rolle in diesem Konflikt. W&auml;hrend die Tatsachen belegen, dass wir eine Rolle bei der Erschaffung dieser Krise gespielt haben, zeigt die Geschichte, dass wir wenig Macht haben, diese zu l&ouml;sen.<\/p><p>Wenn wir uns der Geschichte stellen, ist es atemberaubend, die erstaunliche Best&auml;ndigkeit zu betrachten, mit der praktisch jede gewaltsame Intervention seit dem II. Weltkrieg im Nahen Osten von unserem Land in einem kl&auml;glichen Scheitern und mit horrenden Kosten endete. Ein Bericht des Verteidigungsministeriums von 1997 stellt fest, dass &ldquo;die Daten eine starke Korrelation zwischen dem US-Engagement im Ausland und einer Zunahme der Terroranschl&auml;ge gegen die USA aufzeigen&rdquo;.  Seien wir ehrlich. Was wir &bdquo;Krieg gegen den Terrorismus&ldquo; nennen, ist tats&auml;chlich nur ein weiterer &Ouml;lkrieg. Seit der &Ouml;lmann Dick Cheney 2001 den &bdquo;Langen Krieg&ldquo; erkl&auml;rte, haben wir 6 Billionen Dollar f&uuml;r drei Kriege im Ausland und den Aufbau eines Kriegs der nationalen Sicherheit zu Hause verschleudert. Die einzigen Gewinner sind Milit&auml;rfirmen und &Ouml;lgesellschaften, die sich beispiellose Profite in die Taschen steckten, die Geheimdienste, die exponentiell an Macht und Einfluss zu Lasten unserer Freiheiten gewannen und die Djihadisten, f&uuml;r die unsere Interventionen ausnahmslos als Rekrutierungsinstrument diente. Wir haben unsere Werte kompromittiert, unsere eigene Jugend abgeschlachtet, Hunderttausende von unschuldigen Menschen umgebracht, unterminierten unseren Idealismus und verschwendeten unseren nationalen Reichtum in fruchtlosen und teuren Auslandsabenteuern. In dem Prozess haben wir unseren schlimmsten Feinden geholfen und Amerika, einst das Leuchtfeuer f&uuml;r Freiheit in der Welt, in einen  Sicherheitsstaat und internationalen Moralapostel verwandelt.<\/p><p>Amerikas Gr&uuml;nderv&auml;ter warnten einst vor stehenden Heeren, Verstrickungen im Ausland und &ndash; um es in John Quincy Adams Worten auszudr&uuml;cken &ndash; davor &bdquo;im Ausland nach Monstern zu suchen, die man zerst&ouml;ren kann&ldquo;. Dieser weise Mann wusste, dass Imperialismus im Ausland unvereinbar mit Demokratie und B&uuml;rgerrechten zu Hause ist. Jedes Land sollte das Recht auf Selbstbestimmung haben, wiederholte die Atlantik-Charta ihr wegweisendes amerikanisches Ideal. In den letzten sieben Jahrzehnten haben die Dulles Br&uuml;der, die Cheney-Gang, die Neocons und ihre Konsorten die fundamentalen Prinzipien des amerikanischen Idealismus fallen gelassen und unser Milit&auml;r und den Geheimdienstapparat eingesetzt, um den merkantilen Interessen der gro&szlig;en Konzerne zu dienen, insbesondere die Mineral&ouml;lgesellschaften und die Milit&auml;rfirmen haben wirklich einen enormen Reibach gemacht.<\/p><p>F&uuml;r die Amerikaner ist es Zeit Amerika vom neuen Imperialismus weg und zur&uuml;ck zum alten Weg des Idealismus und der Demokratie zu drehen. Wir sollten die Araber Arabien regieren lassen und unsere Energie auf die gro&szlig;e Herausforderung des Aufbaus der Nation zu Hause verwenden. Wir m&uuml;ssen mit diesem Prozess beginnen, nicht mit einer Invasion in Syrien, sondern durch die Beendigung der ruin&ouml;sen Abh&auml;ngigkeit vom &Ouml;l, die die US-Au&szlig;enpolitik seit einem halben Jahrhundert verzerrt hat.<\/p><p><em>&Uuml;bersetzung: Nadja S. f&uuml;r die Facebook-Gruppe &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Friedensappell\/?fref=ts\">Ein Friedensappell<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><p><em>Dieser Artikel wurde erg&auml;nzt, um Robert Kennedy als Justizminister kenntlich zu machen.<\/em><\/p><p><em><strong>Robert F. Kennedy, Jr.<\/strong> ist Rechtsanwalt, Umweltaktivist und Autor. Der dritte Sohn von Robert F. &bdquo;Bobby&ldquo; Kennedy ist Pr&auml;sident der Waterkeeper Alliance. Sein neustes Buch ist &ldquo;Thimerosal: Let The Science Speak&rdquo;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160317_kennedy.jpg\" alt=\"Robert F. Kennedy, Jr.\" title=\"Robert F. Kennedy, Jr.\"\/><\/div>\n<p>Auch da mein Vater von einem Araber ermordet wurde, habe ich mir die M&uuml;he gemacht, die Auswirkungen der US-Politik im Nahen Osten und insbesondere die Faktoren zu verstehen, die zu manchmal blutr&uuml;nstigen Reaktionen der islamischen Welt gegen unser<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32213\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,171,166],"tags":[947,1997,1334,877,901,1426,641,951,1202,1564,1878,1418,1553,1556],"class_list":["post-32213","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-militaereinsaetzekriege","category-terrorismus","tag-arabellion","tag-dulles-allen","tag-erdoel","tag-erdgas","tag-geheimdienste","tag-hegemonie","tag-irak","tag-iran","tag-isis","tag-krieg-gegen-den-terror","tag-naher-osten","tag-regime-change","tag-syrien","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32213","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32213"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32213\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32332,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32213\/revisions\/32332"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32213"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32213"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32213"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}