{"id":3225,"date":"2008-05-15T09:09:29","date_gmt":"2008-05-15T07:09:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3225"},"modified":"2008-05-16T09:19:12","modified_gmt":"2008-05-16T07:19:12","slug":"hinweise-des-tages-648","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3225","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3225&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>K&ouml;hler bezeichnet Finanzm&auml;rkte als &ldquo;Monster&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Wir waren nahe dran an einem Zusammenbruch der Weltfinanzm&auml;rkte&rdquo;, sagte der Bundespr&auml;sident dem &ldquo;Stern&rdquo;. &ldquo;Jetzt muss jedem verantwortlich Denkenden in der Branche selbst klar geworden sein, dass sich die internationalen Finanzm&auml;rkte zu einem Monster entwickelt haben, das in die Schranken gewiesen werden muss.&rdquo;\n<p>Ganz offensichtlich h&auml;tten die Banker so viele Derivate geschaffen, dass sie am Ende selbst nicht mehr verstanden h&auml;tten, wie diese wirkten. &ldquo;Die &Uuml;berkomplexit&auml;t der Finanzprodukte und die M&ouml;glichkeit, mit geringstem eigenem Haftungskapital gro&szlig;e Hebelgesch&auml;fte in Gang zu setzen, haben das Monster wachsen lassen&rdquo;, sagte K&ouml;hler, der fr&uuml;her Direktor des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) war.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,553143,00.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:%0A%09%09stern-Interview%0A%09%09%09-K%F6hler-Finanzm%E4rkte-Monster\/620186.html%20\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Reichlich sp&auml;t meldet sich unser Bundespr&auml;sident. Das liegt wohl daran, dass er &uuml;blicherweise den freien M&auml;rkten das Wort redet. Vielleicht hofft er mit dieser &Auml;u&szlig;erung auch nur die Zustimmung der SPD f&uuml;r seine Wiederwahl zu erleichtern. Wir haben ja schon Erfahrung darin, dass man mit solchen allegorischen Vergleichen viel Stimmung machen kann, ohne etwas zu &auml;ndern. Siehe M&uuml;ntefering und die &bdquo;Heuschrecken&ldquo;. Viel L&auml;rm um nichts.<br>\n<\/em><br>\n<strong><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Der mitf&uuml;hlende Pr&auml;sident<\/strong><br>\nBei seinem Amtsantritt kannte ihn kaum jemand, inzwischen aber m&ouml;gen ihn viele B&uuml;rger &ndash; nicht zuletzt, weil er Politikern Kontra gibt und Manager gelegentlich zur Ordnung ruft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1334387%20\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Frankfurter Rundschau im Vorwahlkampf f&uuml;r Horst K&ouml;hler.<br>\n<strong>Anmerkung KR:<\/strong> Gratulation &ndash; dieses St&uuml;ck Hofberichterstattung k&ouml;nnte unver&auml;ndert auch auf der Homepage von Hugo M&uuml;ller-Vogg erscheinen! <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU entfacht Debatte &uuml;ber fette Managergeh&auml;lter<\/strong><br>\n&ldquo;Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass bestimmte Unternehmenschefs von &uuml;berm&auml;&szlig;igen Geh&auml;ltern und vor allem von goldenen Handschl&auml;gen profitieren, die nicht im Zusammenhang mit der Leistung stehen&rdquo;, sagte der Vorsitzende der Euro-Gruppe Jean Claude Juncker nach einer Sitzung mit den Finanzministern der Euro-Zone. In mehreren Mitgliedstaaten seien &ldquo;skandal&ouml;se Tendenzen&rdquo; zu beobachten, vor allem bei Abfindungen, sagte Juncker. Es gehe um ein &ldquo;soziales &Uuml;bel&rdquo;. Die meisten Finanzminister wollten nicht l&auml;nger hinnehmen, dass hohe Abfindungszahlungen gefeuerter  unternehmenslenker auch noch von den Firmen steuerlich abgesetzt werden k&ouml;nnten, so Juncker weiter. &Uuml;ber &Auml;nderungen von Steuergesetzen wollen die Minister auch im EU-Finanzministerrat beraten. Den B&uuml;rgern seien Aufrufe zur Lohnm&auml;&szlig;igung als Antwort auf die steigende Inflation nicht zu vermitteln, wenn diese Exzesse nicht gleichzeitig angesprochen w&uuml;rden, erkl&auml;rte Juncker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,553124,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen WL:<\/strong> Siehe oben: Viel L&auml;rm um nichts. Viel eher d&uuml;rfte das Rezept der EU gegen den Preisanstieg umgesetzt werden: Zwar ist die Inflation wesentlich durch den Anstieg der Energie- und Lebensmittelpreise induziert und keineswegs durch eine &uuml;berhitzte Nachfrage, doch f&uuml;r EU-W&auml;hrungskommissar Joaqu&iacute;n Almunia sind weitere Reformen der Arbeitsm&auml;rkte und des Dienstleistungssektors das richtige Mittel gegen den Preisanstieg. Was das mit der Inflation zu tun haben soll, wissen nur er und die neoliberalen G&ouml;tter.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Aktion&auml;re verdienen mehr denn je<\/strong><br>\nDie Aktion&auml;re der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Konzerne kassieren f&uuml;r das abgelaufene Gesch&auml;ftsjahr so viel wie noch nie. 27,9 Milliarden Euro sch&uuml;tten die 30 Dax-Unternehmen in diesen Wochen an Dividendenzahlungen aus, hat der Tagesspiegel berechnet. Das ist nahezu ein F&uuml;nftel mehr als im Vorjahr. Spitzenreiter ist mit gro&szlig;em Abstand die Deutsche Telekom, die ihren Aktion&auml;ren voraussichtlich 3,4 Milliarden Euro &uuml;berweisen wird und auf eine Dividendenrendite von 6,7 Prozent kommt. Aktion&auml;rssch&uuml;tzer gehen davon aus, dass die Aussch&uuml;ttungen im n&auml;chsten Jahr deutlich sinken, da die Gewinne bereits zur&uuml;ckgehen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2530162\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen-Dax-Konzerne;art130,2530234\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>3 Z&uuml;rcher haben so viel wie 412.000 andere<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Durchschnittsz&uuml;rcher in 12 Jahren nur wenig Verm&ouml;gen dazugewonnen hat (von 29.000 auf 35.000 Franken), ist das Verm&ouml;gen der Reichsten stark gewachsen. Von 1991 bis 2003 machte das reichste Prozent der Z&uuml;rcher Steuerzahler einen 70-Prozent-Sprung von 4 auf 6,8 Millionen Franken. Noch schneller wuchs das Verm&ouml;gen der Superreichen. Das oberste Zehntelpromille der Z&uuml;rcher Steuerzahler verdoppelte sogar sein Durchschnittverm&ouml;gen: von 80 auf 157 Millionen pro Kopf. Das f&uuml;hrte dazu, dass die drei absolut reichsten Z&uuml;rcher 2003 so viel besassen wie 412.000 andere &ndash; das sind 56 Prozent aller Steuerzahler.\n<p>Der Mann, der diese Zahlen zusammengetragen hat, ist Hans Kissling, der langj&auml;hrige Chef des Statistischen Amts des Kantons Z&uuml;rich. Er rechnet in einem Buch vor, wie schnell in nur zw&ouml;lf Jahren die Kluft zwischen normal Verdienenden und Reichen gewachsen ist. Laut Kissling bewegt sich die Schweiz dadurch verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ig auf einen Feudalstaat zu: Nirgends sonst besitzen so wenige so viel mehr als alle anderen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/dyn\/news\/zuerich\/869813.html\">Tagesanzeiger<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz IV-Empf&auml;nger sollen sich bei einer Verbraucherinsolvenz an Kosten beteiligen<\/strong><br>\nDie von der Bundesregierung geplante Reform der Verbraucherinsolvenz st&ouml;&szlig;t bei der Diakonie in Hessen und Nassau auf Kritik. &ldquo;Die vorgesehene zwingende Kostenbeteiligung der Schuldner k&ouml;nnen sich Hartz-IV-Empf&auml;nger nicht leisten&rdquo;, sagte Diakonie-Chef Wolfgang Gern bei der Tagung &ldquo;Reform der Verbraucherinsolvenz &ndash; Planungen des Gesetzgebers&rdquo; am Mittwoch in Darmstadt. Diese h&auml;tten aber mit 40 Prozent einen gro&szlig;en Anteil an den insgesamt 7,8 Millionen &uuml;berschuldeten Menschen in Deutschland. Danach m&uuml;ssten Schuldner ohne pf&auml;ndbares Einkommen f&uuml;r die Teilnahme am Insolvenzverfahren sechs Jahre lang 13 Euro pro Monat von ihrem Regelsatz bezahlen. Hinzu komme eine &ldquo;Eintrittsgeb&uuml;hr&rdquo; von 25 Euro, die die Schuldner zu Beginn des Verfahrens zahlen m&uuml;ssen. &ldquo;Dies ist in Zeiten von prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und Kinderarmut nicht verantwortbar und von den Betroffenen nicht leistbar&rdquo;, sagte Gern.\n<p>Hingegen verteidigte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) die geplante Regelung am Mittwoch. Die Eigenbeteiligung habe einen erzieherischen Effekt, sagte sie. Sie solle den Betroffenen bewusst machen, dass sie Eigenverantwortung f&uuml;r ihr Leben tragen: &ldquo;Der Regelsatz f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger liegt &uuml;ber dem Existenzminimum.&rdquo; Deshalb k&ouml;nnten sich die Betroffenen die Zwangsbeteiligung leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/?em_cnt=1334203\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Brigitte Zynisch!<br>\nDer Deutsche Anwaltsverein h&auml;lt diese Regelung &uuml;brigens f&uuml;r &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.juraforum.de\/jura\/news\/news\/id\/221819\/f\/106\/\">verfassungswidrig und unsozial<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Erst isolieren, dann lahmlegen!<\/strong><br>\nStaaten mit niedrigen Steuer- und Finanzmarktregulierungsstandards haben nach wie vor unbeschr&auml;nkten Zugang zu den internationalen Finanz- und Handelsm&auml;rkten. Das muss sich &auml;ndern, sonst bleibt das Engagement f&uuml;r stabilere Finanzm&auml;rkte ebenso oberfl&auml;chlich wie der Kampf gegen die Steuerflucht. Schon einzelne wirtschaftsstarke L&auml;nder k&ouml;nnen, wenn sie sich abstimmen, die entscheidenden Schritte unternehmen. Entscheidend ist Transparenz. Beispielsweise, indem Firmen in Zukunft ver&ouml;ffentlichen m&uuml;ssen, in welcher Tochterfirma wie hohe Gewinne ausgewiesen und Steuern gezahlt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1334370\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>IKEA: Die Kritiker der Elche<\/strong><br>\nWo Familien so gern shoppen gehen, haben es die Besch&auml;ftigten schwer. Der Betriebsratsvorsitzenden einer Ikea-Filiale droht die K&uuml;ndigung, weil sie von &raquo;Mobbing&laquo; sprach. In der ZDF-Sendung &raquo;Frontal_21&laquo; wurden vorige Woche in einem Beitrag mit dem Titel &raquo;Ausbeutung bei Ikea die Wahrheit &uuml;ber ein unm&ouml;gliches M&ouml;belhaus&laquo; viele weitere Missst&auml;nde aufgelistet: die &Uuml;berwachung und &Uuml;berforderung der Mitarbeiter, das Erstellen von Gesundheitsprotokollen, Ausbeutung und Drangsalierung. Auf manche &auml;ltere Mitarbeiter und Alleinerziehende soll demnach ein enormer Druck ausge&uuml;bt worden sein mit dem Ziel, sie zur K&uuml;ndigung zu bewegen. Teilzeitkr&auml;ften seien in einer Niederlassung ihre Sozialversicherungsausweise abgenommen worden, damit sie keinen Zweitjob aus&uuml;ben konnten und ihrem Arbeitgeber vollst&auml;ndig zur Verf&uuml;gung standen. Engagierte Betriebsr&auml;te seien unter Druck gesetzt worden. Eine F&uuml;hrungskraft ha-be in Stuttgart ein Seminar besucht, in dem es darum ging, wie man unerw&uuml;nschte Mitarbeiter loswerden kann. Und vieles mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/19\/21731.html%20\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Heute legt Sch&auml;uble den Verfassungsschutzbericht vor<\/strong>\n<p><strong>Dunkelrot und doch so preu&szlig;isch<\/strong><br>\nIn der Partei Die Linke gibt es ganz Linke. Sagt der Verfassungsschutz. Schreit die Bild-Zeitung. Nur: Das ist weder neu noch aufregend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1334317\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Lesers zur Berichterstattung &uuml;ber den Verfassungsschutzbericht:<\/strong><br>\nDer neue Verfassungsschutzbericht ist erwartungsgem&auml;&szlig; Anlass f&uuml;r die <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/politik\/2008\/05\/14\/linkspartei\/von-alt-sed-lern-unterwandert,geo=4521056.html%20\">BILD-Zeitung<\/a>, gegen die Linkspartei zu agitieren. Den passenden Kommentar gibt&rsquo;s dazu von der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/bild-in-angst-vor-linke\/?src=SZ&amp;cHash=8fa8b18a3c\">TAZ<\/a>.<br>\nDoch was macht die <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/meinung\/105\/174582\/\">Sueddeutsche.de<\/a> daraus? Eine absurde Story, die sich sogar noch unter dem &uuml;blichen BILD-Niveau befindet!<br>\nMan versucht dabei mit einem besonders absto&szlig;enden Foto von Oskar Lafontaine diesen zu denunzieren &ndash; eine typische BILD-Masche. Zudem ist die inhaltliche Argumentation geradezu abenteuerlich: &bdquo;Populisten, die fordern, was sie wollen, egal, was es kosten w&uuml;rde, und auch egal, welcher Art von Plattform sie sich bedienen.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p>Das k&ouml;nnte doch genauso gut auf die CSU passen. 28 Milliarden zu versprechen &ndash; ohne den Ansatz einer Gegenfinanzierung &ndash; was w&uuml;rden die Medien zu einer solchen Forderung von links sagen? Die FDP will sogar noch mehr verschenken &ndash; wiederum ohne Gegenfinanzierung. Wenn die Linke populistisch ist &ndash; was sind dann die &ldquo;b&uuml;rgerlichen&rdquo; Parteien? Und wie gehen diese mit ihren Extremisten in Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Th&uuml;ringen oder M&uuml;geln um?<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und was sagt der Verfassungsschutz &uuml;ber diejenigen, die in unserm Land ganz offen einen Systemwechsel und &bdquo;nichts Geringeres als eine Revolution&ldquo; verlangen, wie etwa der RWE-Chef Gro&szlig;mann in dem Buch des B&uuml;rgerKonvents &bdquo;Mut zu Handeln&ldquo;? Diese Herrschaften wollen das Grundgesetz zugunsten einer reaktion&auml;ren Herrschaftsform abschaffen.<br>\nDeshalb gelten sie f&uuml;r Sch&auml;ubles Verfassungssch&uuml;tzer auch als ungef&auml;hrlich.<br>\n<\/em><br>\n<em><strong>Siehe zum B&uuml;rgerKonvent auch den Nachtrag zu unserem Hinweis auf die Plusminus-Sendung:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Wer sch&uuml;rt den Streit zwischen alt und jung? <\/strong><br>\nGibt es diesen Generationenkonflikt &uuml;berhaupt? <strong>plusminus<\/strong> hakt nach, welche K&ouml;pfe hinter der aktuellen Kampagne stecken und welche Ziele sie damit verfolgen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,ze825xqbep9itozv~cm.asp\">ARD-PlusMinus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/576180?pageId=487890&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">ARD-Plusminus (Video)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wider einmal ein lesens- und sehenswerter Beitrag in PlusMinus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Business as usual!<\/strong><br>\nAn einem sehr bekannten Beispiel m&ouml;chte ich das Ph&auml;nomen der Privatisierung staatlicher Aufgaben und deren negative Folgen erl&auml;utern: unserem Gesundheitssystem. Vor einiger Zeit trafen sich ein Gro&szlig;teil der Haus&auml;rzte Bayerns zu einer Protestveranstaltung gegen die derzeitige Gesundheitspolitik in N&uuml;rnberg. Diese nicht gerade unbeachtliche Veranstaltung fand in den gro&szlig;en Boulevardzeitschriften, in keinem Fernsehsender tiefere oder &uuml;berhaupt eine Erw&auml;hnung.\n<p>Ein Gro&szlig;teil der Haus&auml;rzte Bayerns geht auf die Stra&szlig;e und niemanden scheint es zu interessieren? Nur die &Auml;rzte? Warum h&auml;lt man eine solche Geschichte der Bev&ouml;lkerung au&szlig;en vor? Nun, wenn man zur&uuml;ckblickt, l&auml;sst sich feststellen, dass seit der Seehoferreform in den 90ern, als uns eindringlich klar gemacht wurde, dass bei steigender Lebenserwartung die Bezahlung der Kosten immer weniger vom Solidarsystem &uuml;bernommen werden k&ouml;nne, der L&ouml;sungsansatz in Einsparungen und fortschreitender Privatisierung von Teilen unseres Gesundheitssystems lag, unter denen die Krankenh&auml;user und niedergelassenen &Auml;rzte dann schnell zu leiden hatten. Sehr gern nahmen deshalb die kommunalen Tr&auml;ger die Chance wahr, ihre defizit&auml;ren H&auml;user an Klinikkonzerne zu verkaufen. Es entstanden mehrere gro&szlig;e Klinikketten, die im Jahre 2007 sieben Milliarden Euro Gewinn erzielten. Wohl bemerkt: viele Kliniken befinden sich trotz allem noch in kommunalen H&auml;nden. Es scheint jedoch nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sich dieser Sachverhalt g&auml;nzlich ge&auml;ndert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2008\/05\/13\/business-as-usual\/\">Readers Edition<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Zu einem Punkt h&auml;tte es ruhig etwas mehr Aufkl&auml;rung sein d&uuml;rfen: &bdquo;&hellip; als uns eindringlich klar gemacht wurde, dass bei steigender Lebenserwartung die Bezahlung der Kosten immer weniger vom Solidarsystem &uuml;bernommen werden k&ouml;nne, &hellip;&ldquo; Zuf&auml;llige Leser der NachDenkSeiten k&ouml;nnten glauben, dass an der Explosion der Gesundheitskosten etwas dran sei. Dem ist keineswegs so, siehe z.B. hier: &bdquo;<a href=\"?p=1816\">Der Vergleich der Steigerung der Gesundheitskosten im Vergleich zum BIP<\/a> zeigt, dass es keine &bdquo;Explosion&ldquo; der Kosten im Gesundheitswesen gegeben hat. 1996 betrugen den Gesundheitsausgaben 10,1% des BIP, 2004 lag der Anteil bei 10,6%.&ldquo; <\/em><\/p>\n<p>Das Problem liegt nicht auf der Ausgaben-, sondern auf der Einnahmenseite der Gesetzlichen Krankenversicherungen und kann nur gel&ouml;st werden, indem m&ouml;glichst alle Einkommen zur Finanzierung herangezogen werden. Zurzeit werden ausgerechnet die hohen Einkommen ganz aus der Solidarversicherung entlassen. Es ist nicht zu erwarten, dass die heute verantwortlichen Politiker daran etwas &auml;ndern werden.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Reform im Wartestand<\/strong><br>\nEinen Gesundheitsfonds, in den die Beitr&auml;ge aus B&uuml;rgerversicherung oder Gesundheitspr&auml;mie geflossen w&auml;ren, h&auml;tte es so oder so gegeben. Dass er jetzt von allen bem&auml;kelt wird, liegt daran, dass seine Grundidee fallen gelassen wurde: Alle Versicherten sollten sich an ihm beteiligen, egal ob gesetzlich oder privat versichert. Aus der gro&szlig;en Reform der Krankenversicherungen wurde eine kleine, die der gesetzlichen Krankenversicherung. Die privaten Krankenkassen sind am Fonds nicht beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/0514\/meinung\/0013\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rudolf Hickel: Zum Streit &uuml;ber den CSU-Vorschlag zur Entlastung der unteren Lohnsteuerzahler durch den Abbau der &bdquo;heimlichen Progression&ldquo;: Unbestreitbarer Handlungsbedarf<\/strong><br>\nEine Lohnerh&ouml;hung im Umfang der Inflationsrate, die den Reallohn sichert, f&uuml;hrt wegen der Ausrichtung am Nominalleinkommen zu einer steigenden Steuerlast. Die steuerliche Mehrbelastung eines um 1% erh&ouml;hten Lohns w&auml;chst um 2,5%. Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers ist einer Studie des &bdquo;Instituts f&uuml;r Angewandet Wirtschaftsforschung&ldquo; in T&uuml;bingen gesch&auml;tzt worden: Bei gegebenem Tarifverlauf sp&uuml;lt diese &bdquo;heimliche Progression&ldquo; zwischen 2006 und 2012 insgesamt 63 Mrd. &euro; in die &ouml;ffentlichen Kassen.<br>\nQuelle:<a href=\"\/upload\/pdf\/080515%20Hinweise%20Zu%20Rudolf%20Hickel.pdf\">[PDF &ndash; 28 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>DGB fordert radikale Rentenreform<\/strong><br>\nGewerkschaftsbund warnt vor der &ldquo;tickender Zeitbombe&rdquo; Altersarmut. Der DGB schl&auml;gt eine Erwerbst&auml;tigenversicherung und eine Aufstockung f&uuml;r Niedrigverdiener vor. Das w&uuml;rde Steuermilliarden kosten. Lob von Linke und Sozialverband.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2008%2F05%2F15%2Fa0062&amp;src=GI&amp;cHash=9b6c2f75a3&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu prompt:<\/strong><\/p>\n<p><strong>SPD weist DGB-Rentenforderungen zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Vorschl&auml;ge des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) f&uuml;r Korrekturen an den Rentenreformen sto&szlig;en bei der SPD auf erhebliche Vorbehalte. Vor allem die vorgesehene Finanzierung mit Steuergeldern und &uuml;ber Beitragssteigerungen sorgt f&uuml;r Protest. &bdquo;Es kann nicht im Sinne von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sein, wenn die Sozialbeitr&auml;ge deutlich steigen&ldquo;, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Elke Ferner (SPD) dem Handelsblatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/Deutschland\/_pv\/_p\/200050\/_t\/ft\/_b\/1429937\/default.aspx\/spd-weist-dgb-rentenforderungen-zurueck.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Aber ist es im Sinne der Arbeitnehmer, dass die Arbeitgeber von der parit&auml;tischen Finanzierung bei der Altersvorsorge belastet und die Arbeitnehmer (und die Steuerzahler) durch die private Vorsorge etwa mit der Riester-Rente einseitig belastet werden? Und zwar mehr als durch jede Beitragssteigerung f&uuml;r die gesetzliche Rente. Was ist der Unterschied zwischen Steuersubventionen f&uuml;r die Riesterrente und die Erh&ouml;hung des Steueranteils f&uuml;r die Finanzierung von langj&auml;hrigen Renteneinzahlern &uuml;ber dem Grundsicherungsniveau? Bei der Riesterrente nehmen die Besserverdienden die Subventionen mit. Elke Ferner glaubt wohl immer noch, dass die Menschen nicht 1 + 1 zusammenz&auml;hlen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der blinde Fleck der Hunger-Debatte<\/strong><br>\nDie Emp&ouml;rung &uuml;ber die nur noch marginalen EU-Subventionen verstellt daher den Blick auf das eigentliche Problem: Die &Uuml;berwindung des dramatischen Produktivit&auml;tsr&uuml;ckstands in den Entwicklungsl&auml;ndern. Hier m&uuml;sste Entwicklungspolitik ansetzen. Studien belegen, dass gerade in den &auml;rmsten Regionen eine verbesserte technische Ausstattung der Landwirtschaft am meisten zur &Uuml;berwindung der Produktionsschw&auml;che im Agrarsektor beitr&auml;gt.\n<p>Nicht &ldquo;die industrielle Landwirtschaft ist an ihre Grenzen gesto&szlig;en&rdquo;, wie bei der Vorstellung des Weltagrarberichts gerade erst wieder &ouml;ffentlichkeitswirksam verk&uuml;ndet wurde, sondern die traditionelle Landwirtschaft in den &auml;rmsten L&auml;ndern der Welt, der ein Zugang zu neuen Technologien verwehrt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/20\/08200401.php%20\">Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank freut sich &uuml;ber Lebensmittelknappheit<\/strong><br>\nProfiteure einer besorgniserregenden Entwicklung: Die weltweite Verknappung der Agrarrohstoffe hat das gr&ouml;&szlig;te deutsche Bankhaus zu einer zynischen Werbekampagne veranlasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/nrz\/2008\/5\/14\/news-46222760\/detail.html\">Der Westen (WAZ)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einer Schlussfolgerung von Thorsten Hild kann ich nicht folgen: &bdquo;Was h&auml;tte eine Streichung der Subventionen in den L&auml;ndern des Nordens zur Folge? Der Wettbewerb w&uuml;rde sich weiter intensivieren, die Konzentration zunehmen und die Produktivit&auml;t etwa in der EU schneller wachsen.&ldquo; Meines Wissens bringen die Subventionen der EU eher eine Wettbewerbsverzerrung zugunsten der Agrarindustrie, denn sie kassiert den L&ouml;wenanteil.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&uuml;ne Gentechnik: Erhebliche Verflechtung von Industrie und staatlichen Stellen<\/strong><br>\nDie Verbindungen zwischen den staatlichen Stellen, die gentechnisch ver&auml;nderte Pflanzen zulassen, und der Industrie sind enger als bisher bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Gentechnik;art122,2528819?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Die Bundesregierung sollte die Lobbyisten rauswerfen&laquo;<\/strong><br>\nKorruption in deutschen Ministerien: Zahlreiche Fachleute stehen im Dienst von Gro&szlig;konzernen. Ein Gespr&auml;ch mit Kim Otto, Professor f&uuml;r Journalistik an der Macromedia Fachhochschule der Medien und Mitautor des Buches &raquo;Der gekaufte Staat&laquo;: &bdquo;Allein zwischen 2004 und 2006 waren pro Jahr im Schnitt 100 &raquo;Leihbeamte&laquo; in den Ministerien &ndash; insgesamt rund 300. Das sind dreimal soviel, wie die Regierung bislang zugegeben hat. Ihre Arbeitgeber sind die Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me der deutschen Gro&szlig;konzerne: etwa DaimlerChrysler, Deutsche Bank, Lufthansa oder Siemens. Und der Einfluss dieser Lobbyisten ist gro&szlig;: &Uuml;ber 60 Prozent der &raquo;Leihbeamten&laquo; vertraten die Bundesregierung sogar bei Veranstaltungen und Verhandlungen. Ebenso viele erstellten Leitungsvorlagen f&uuml;r Topbeamte. Jeder vierte war an Vergabeverfahren f&uuml;r &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge beteiligt. Und &uuml;ber 20 Prozent der Lobbyisten haben an Gesetzen und Verordnungen mitgeschrieben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/05-15\/074.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Daimler: Neuer Chef-Lobbyist ab Herbst<\/strong><br>\nMartin J&auml;ger wird neuer Chef-Lobbyist bei Daimler. Der derzeitige Sprecher des Ausw&auml;rtigen Amtes in Berlin wird Nachfolger von Robert G. Liberatore, der Ende M&auml;rz aus dem Konzern ausgeschieden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.autokiste.de\/index.htm?site=\/psg\/0805\/7118.htm\">Autokiste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Martin J&auml;ger ist sein finanzieller Aufstieg zu g&ouml;nnen. Und wer wei&szlig; wie lange Steinmeier noch Au&szlig;enminister ist. Wom&ouml;glich st&uuml;nde er, wenn die SPD aus der Regierung kippt, ohne Job da. Der Wechsel ist nur typisch daf&uuml;r, wie sich die Konzerne Leute aus der Regierung herauskaufen, die wissen, wie man in Berlin F&auml;den kn&uuml;pft. Es ist ein Fall unter hunderten oder gar tausenden und eben typisch f&uuml;r die immer deutllicher erkennbar werdenden Feudalstrukturen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schlupfloch im EU-Lobbyregister<\/strong><br>\nDer gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Vorstand des gemeinn&uuml;tzigen Vereins Lobbycontrol, Ulrich M&uuml;ller, hat das vom EU-Parlament beschlossene Lobbyregister kritisiert. In dem Entschluss gebe es ein Schlupfloch, das Rechtsanw&auml;lten Ausnahmeregelungen biete, sagte M&uuml;ller.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/782694\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/05\/09\/drk_20080509_0751_0dd69941.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Podcast)<\/a><\/li>\n<li><strong>Transnet will Privatisierung blockieren<\/strong><br>\nDie Bahn hat sich den bisherigen Chef der Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, als Personalvorstand gesichert. Sein Nachfolger macht offenbar Schluss mit dem Kuschelkurs. Er k&uuml;ndigte an, die Privatisierung zu blockieren, falls die Bahn keine Besch&auml;ftigungsgarantie gebe. Die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben &uuml;berraschend mit Widerstand gegen die geplante Teilprivatisierung der Deutschen Bahn gedroht. In einer Sondersitzung des Aufsichtsrats an diesem Donnerstag wollen ihre Vertreter dem B&ouml;rsengang nur dann zustimmen, wenn das Unternehmen zuvor einen Tarifvertrag zur Besch&auml;ftigungssicherung und zum dauerhaften Verzicht auf eine Privatisierung des Schienennetzes unterzeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,553309,00.html\">Manager-magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und bis dahin haben die &uuml;brigen Vorstandsmitglieder von Transnet nicht gemerkt, dass sie von Hansen verschaukelt wurden? Wenn das stimmte, so w&auml;re das noch schlimmer f&uuml;r diese Gewerkschaft. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p>Bahn frei f&uuml;r einen Neuanfang von unten<br>\nGewerkschafter fordern R&uuml;cktritt des gesamten gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Transnet-Vorstands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/128643.bahn-frei-fuer-einen-neuanfang-von-unten.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Einfach nicht heizen<\/strong><br>\nEnquetekommission: Steigende Energiepreise belasten Privathaushalte. NRW-Regierung empfiehlt Sparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F05%2F15%2Fa0095&amp;src=GI&amp;cHash=b8357f4033&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Statt eine Wirtschaftspolitik zu betreiben, die den Namen verdient, fallen den Regierenden nur wohlfeile Empfehlungen f&uuml;r die niederen St&auml;nde ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gerold Schwarz: An den Grenzen des Widerstandes<\/strong><br>\nSeit den beiden Wahlergebnissen in Frankreich, und verst&auml;rkt noch durch die staatliche Reaktion auf die G8-Proteste, ziehen nunmehr am Horizont immer deutlicher die Umrisse massiv zunehmender gesellschaftlicher Konflikte herauf. Ich m&ouml;chte im Folgenden einige der Konfliktlinien aufzeigen, die in der Vergangenheit in ihrer Kombination regelm&auml;&szlig;ig hinreichende Bedingungen gewaltf&ouml;rmiger Auseinandersetzungen waren. Alle gesellschaftlichen Parameter deuten daher auf weitere Desintegration hin: allerorts regionales, soziales, mediales, ethnisches und politisches Auseinanderdriften, und nirgends gesellschaftliche Koh&auml;sion in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europa-im-blick.de\/spip.php?article55%20\">Europa im Blick<\/a><\/li>\n<li><strong>Azubis in der Statistik-Falle<\/strong><br>\nSind die Aussichten f&uuml;r Jugendliche tats&auml;chlich gl&auml;nzend, eine Lehrstelle zu finden, wie Industrievertreter sagen? Keineswegs, meint der DGB. Vielmehr werde mit Hilfe von offiziellen Statistiken versucht, die Probleme der jungen Menschen kleinzureden. Denn viele junge Menschen w&uuml;rden aus der Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit verschwinden, obwohl sie gar keine Lehrstelle haben. Dazu geh&ouml;ren etwa diejenigen 24 000 Leute, die im vorigen Jahr eine sogenannte Einstiegsqualifizierung begonnen haben, das ist eine Art Praktikum und dauert in der Regel sechs Monate. Andere absolvieren berufsvorbereitende Kurse. Viele dieser Menschen brauchten die Weiterbildung eigentlich gar nicht, meint Gewerkschafter Rudolf. Sie k&ouml;nnten sofort eine Ausbildung beginnen &ndash; wenn es denn gen&uuml;gend Lehrstellen g&auml;be. Wieder andere w&uuml;rden die Suche irgendwann aufgeben und gar nichts machen oder einen ungelernten Job annehmen. Auch sie gelten nicht mehr als &ldquo;unversorgte Bewerber&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1333717\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Uni ist die reinste Baustelle<\/strong><br>\nDer Investitionsbedarf wird von Immobilienexperten der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) auf bis zu 20 Mrd. Euro gesch&auml;tzt, allein in Nordrhein-Westfalen rechnet das Wissenschaftsministerium in den n&auml;chsten Jahren mit 5 Mrd. Euro. 2007 investierte das Land 512 Mio. Euro in Bauma&szlig;nahmen, der Bund gab noch mal 107 Mio. Euro dazu.\n<p>Die Firma Hochtief PPP Solutions, die sich an der HIS-Studie beteiligte, zeigt sich jedenfalls interessiert, insbesondere an &ldquo;einer Kombination unterschiedlicher Immobilien in einem Paket, etwa wenn ein ganzer Campus ausgeschrieben w&uuml;rde&rdquo;, erkl&auml;rt Bernward Kulle, Sprecher der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung. Voraussetzung sei, so Kulle, &ldquo;dass Hochschulen &uuml;ber die angestrebten Laufzeiten abgesichert sind&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Die%20Uni%20Baustelle\/355015.html%20\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A. :<\/strong> Die &ldquo;Autonomie&rdquo; der kaputtgesparten Unis als Einfallstor f&uuml;r PPP &ndash; sehr sch&ouml;n.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Internationalisierung des Studiums: Nur rund 40 Prozent der erbrachten Leistungen werden voll anerkannt<\/strong><br>\nWenn eine hohe internationale Mobilit&auml;t erreicht werden soll, m&uuml;ssen sich die Studierenden auf die Anerkennung ihrer im Ausland erbrachten Leistungen verlassen k&ouml;nnen. Viele Studierende schrecken derzeit vor dem Hintergrund des enormen Zeit- und Leistungsdruckes vor einer Studienzeitverl&auml;ngerung zur&uuml;ck. 56 % der Befragten geben jedoch an, ein Auslandsaufenthalt w&uuml;rde zu einer Studienzeitverl&auml;ngerung f&uuml;hren &ndash; nicht zuletzt aufgrund der fehlenden Anerkennung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/presse\/197803.html\">fzs<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Wunder von Asunci&oacute;n<\/strong><br>\nAm 20. April gewann der Theologe Fernando Lugo die Pr&auml;sidentschaftswahl in Paraguay. Das Bruttosozialprodukt der heute sechs Millionen Paraguayer rangiert mit rund zehn Milliarden Dollar nur knapp &uuml;ber dem der 520.000 Bewohner &Auml;quatorialguineas. Rund 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung leben in absoluter Armut, zwei Prozent bestimmen &uuml;ber 80 Prozent der Agrarfl&auml;che. Paraguay steht heute in S&uuml;damerika f&uuml;r Armut, Schmuggel, Drogen und Korruption, f&uuml;r 61 Jahre Herrschaft und Wahlbetrug der Colorado-Partei, f&uuml;r unentwirrbar verfilzte Oligarchien, f&uuml;r die Anwesenheit US-amerikanischer Truppen und fast aller in Brasilien gestohlenen Autos, f&uuml;r Mafia, Mengele und Altnazi-Nester, f&uuml;r alle Ausw&uuml;chse einer schnurrb&auml;rtigen Bananenrepublik. Bezeichnend: Genauere statistische Daten erstellt nur die CIA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/textsicht.php?id=3645\">Linksnet<\/a>\n<p><strong>Das Letzte:<\/strong><br>\nWir haben mehrfach dar&uuml;ber berichtet, dass der EU-Reformvertrag die nationalen Rechte bis hin zum Grundgesetz als h&ouml;herranginges Recht au&szlig;er Kraft setzt. (Siehe z. B. die Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zu <a href=\"?p=3148\">Tariftreuegesetzen<\/a>).<br>\nDennoch ist der EU-Reformvertrag mit gro&szlig;er Mehrheit ohne intensivere Debatte vom Bundestag durchgewunken worden. Jetzt erfahren wir von Hermann Scheer in einem Brief aus seinem Wahlkreisb&uuml;ro, dass bei der Abstimmung noch nicht einmal ein vollst&auml;ndiger Vertrag vorlag. W&ouml;rtlich: <\/p>\n<blockquote><p>Ich habe mich an der Abstimmung &uuml;ber den EU-Reformvertrag nicht beteiligt, weil ich mich grunds&auml;tzlich einer Teilnahme verweigert habe aus einem &uuml;bergreifenden und zentralen Grund: Ein vollst&auml;ndiger Vertragstext lag nicht vor. Insofern fehlte aus meiner Sicht die Voraussetzung f&uuml;r eine entsprechende Abstimmung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.forum.infokrieg.tv\/viewtopic.php?p=37642#37642\">Infokrieg.TV<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3225","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3225"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3225\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}