{"id":3226,"date":"2008-05-16T09:11:48","date_gmt":"2008-05-16T07:11:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3226"},"modified":"2008-05-16T09:18:19","modified_gmt":"2008-05-16T07:18:19","slug":"hinweise-des-tages-649","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3226","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<\/p><p>Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3226&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Die letzten D&auml;mme brechen<\/strong><br>\nBei der CSU brechen im Vorwahlkampf die letzten D&auml;mme von Anstand und Moral, w&auml;hrend der politische Diskurs auf niederstes Stammtischniveau sinkt. Wirtschaftsminister Glos sorgte gestern mit einem Vorschlag f&uuml;r Furore, in dem er kundtut, wie er sich denn die von ihm ins Spiel gebrachte &bdquo;Vollbesch&auml;ftigung&ldquo; so vorstellt. Laut Glos ist die Vollbesch&auml;ftigung relativ einfach zu erreichen &ndash; man steckt ganz einfach alle ALG-II Empf&auml;nger &ndash; flankiert von der Androhung der Bezugsk&uuml;rzung &ndash; in nicht bezahlte Jobs der &ouml;ffentlichen Hand, schon sind sie aus der Arbeitslosenstatistik verschwunden. Fr&uuml;her nannte man so etwas einmal &bdquo;Zwangsarbeit&ldquo;, heute spricht man lieber von &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo;; nat&uuml;rlich vermeidet man auch das unsch&ouml;ne Wort &bdquo;Arbeitspflicht&ldquo; und spricht lieber von &bdquo;Pflicht zur Mitgestaltung&ldquo;. Aber auch diese neuen Euphemismen k&ouml;nnen nicht &uuml;ber den Charakter dieses Projektes wegt&auml;uschen &ndash; es geht der CSU keinesfalls um Arbeitsmarktstimulanzien und auch weniger um Arbeitspflicht, sondern um einen weiteren radikalen Kahlschlag bei den Sozialleistungen und Leistungsk&uuml;rzungen im Niedriglohnbereich, w&auml;hrend Glos zeitgleich &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; mit Steuermitteln beschenken will. Dies ist nicht nur ungerecht, sondern auch eine niedertr&auml;chtige Form des Wahlkampfes, die das Volk spaltet, anstatt es zu einen.\n<p>Volkswirtschaftlich betrachtet ist Glos &bdquo;B&uuml;rgerarbeit&ldquo; ein konsequentes Instrument der neoklassischen Angebotspolitik, die in den 80ern als &bdquo;Thatcherismus&ldquo; und &bdquo;Reaganomics&ldquo; zum Siegeszug antrat und zu recht als Ursache f&uuml;r die sozialen Probleme und die zu schwache Binnennachfrage in vielen L&auml;ndern angesehen wird. Moderne Volkswirte halten daher vom &bdquo;B&uuml;rgerarbeitsmodell&ldquo; auch &uuml;berhaupt nichts. Wenn SPON in seiner &Uuml;berschrift schreibt &bdquo;&Ouml;konomen sind begeistert&ldquo;, so ist dies schlichtweg eine L&uuml;ge &ndash; begeistert scheinen lediglich die Forscher am Bonner &bdquo;IZA-Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit&ldquo; zu sein, auf deren Studie sich Glos st&uuml;tzt. Aber das IZA zeigte sich auch schon von der Idee begeistert, Arbeitslose zu versteigern &ndash; ernst kann man diese Begeisterung also kaum nehmen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/346\/die-letzten-damme-brechen\">Spiegelfechter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Das im Artikel erw&auml;hnte Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist ein Tummelplatz f&uuml;r einschl&auml;gige Politiker, Wirtschaftsfunktion&auml;re, Aktivisten der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und ein paar gewerktschaftliche Feigenbl&auml;tter. Wer die Liste der Policy Fellows &uuml;berfliegt, wird das sozialdarwinistische Gedankengut einsch&auml;tzen k&ouml;nnen.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iza.org\/index_html?lang=de&amp;mainframe=http%3A\/\/www.iza.org\/de\/webcontent\/personnel\/policy_fellows\/index_html&amp;topSelect=personnel&amp;subSelect=policyfellows\">IZA<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu die Satire:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hartz-IV Hamster<\/strong><br>\nNachdem Wirtschaftsminister Glos j&uuml;ngster Vorschlag, die Zwangsarbeit wieder einzuf&uuml;hren, auf gro&szlig;e Zustimmung stie&szlig;, stellten heute Glos und sein innig verbundener Kollege aus dem Umweltressort Sigmar Gabriel ein bahnbrechendes Konzept vor, mit dem die Regierung einerseits den Endsieg &uuml;ber die Arbeitslosigkeit besiegeln will, um Deutschland immerw&auml;hrende Vollbesch&auml;ftigung zu bringen, und gleichzeitig Deutschlands Energiepolitik nachhaltig revolutionieren wird. Das Konzept tr&auml;gt den eher sperrigen Namen &bdquo;Human Assignment Manifesto for Sustainable Transformation of Energy Resources&ldquo; &ndash; kurz HAMSTER &ndash; und wurde von der Bertelsmann-Stiftung entwickelt.<br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/347\/hartz-iv-hamster\">Spiegelfechter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Betriebliche Altersvorsorge scheitert oft an der Beratung<\/strong><br>\nTrotz der seit 2002 bestehenden staatlichen F&ouml;rderung nimmt nur knapp die H&auml;lfte der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft die betriebliche Altersvorsorge zur Erg&auml;nzung der gesetzlichen Rente in Anspruch. Neben fehlenden finanziellen Mitteln und falschen Vorstellungen &uuml;ber die H&ouml;he der zu erwartenden Alterseink&uuml;nfte seien oft auch die Arbeitgeber wegen mangelnder Beratung ihrer Belegschaften f&uuml;r diese Entwicklung verantwortlich, sagte der Vorstandsvorsitzende der Delta Lloyd Versicherungsgruppe, Christof G&ouml;ldi, gestern bei der Vorstellung einer repr&auml;sentativen Studie zur betrieblichen Altersvorsorge. \n<p>Nur etwa 25 Prozent der Besch&auml;ftigten w&uuml;rden aktiv von ihrem Arbeitgeber &uuml;ber die Vorteile der betrieblichen Altersversorgung informiert, so G&ouml;ldi. Zudem w&uuml;rden in vielen Unternehmen nur selten Beratungsgepr&auml;che zu diesem Vorsorgebereich angeboten. Allerdings lehnten mehr als 35 Prozent der 1.000 befragten Arbeitnehmer eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge, wie sie von manchen Experten gefordert wird, &ldquo;strikt ab&rdquo;, sagte G&ouml;ldi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Arbeitnehmer-setzen-bei-betrieblicher-Altersvorsorge-auf-Sicherheit.html?session=a28b198dc749f3b6158c94057062529b\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> &bdquo;Ihr unabh&auml;ngiger Altersvorsorge-Berater &ndash; Eine Initiative der Regionaltr&auml;ger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See&ldquo;. Dort wird jetzt wohl schon jeder Versicherungsvorstand mit seinen Tips f&uuml;r Betriebe und Besch&auml;ftigte zitiert. Arbeitnehmerfinanzierte betriebliche Altersvorsorge ist keine Erg&auml;nzung der gesetzlichen Rente, sondern bewirkt deren Minderung. Und von welchen &bdquo;Experten&ldquo; die Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge gefordert wird, k&ouml;nnen wir uns schon weitgehend denken. Dieses Internetportal wird von Rentenversicherungsbeitr&auml;gen finanziert &ndash; unglaublich.<br>\n<\/em><\/p>\n<p><strong>Schon ein paar Tage alt, aber es passt dazu &hellip;<\/strong><\/p>\n<p><strong>Betriebliche Altersvorsorge: Unternehmen drohen Milliardenklagen<\/strong><br>\nMillionen Mitarbeiter k&ouml;nnen von ihren Arbeitgebern Schadenersatz f&uuml;r Verluste bei der Betriebsrente fordern. Wie Arbeitnehmer an ihr Geld kommen.<\/p>\n<p>Sie wollte alles richtig machen. Da die Renten nicht mehr sicher sind, entschloss sich eine Autoverk&auml;uferin aus Rosenheim, selbst etwas f&uuml;r ihre Altersversorgung zu tun. Sie verzichtete monatlich auf 178 Euro ihres Gehalts und vereinbarte mit ihrem Chef, dass dieser das Geld &ndash; per Entgeltumwandlung &ndash; in eine betriebliche Altersvorsorge investiert.<\/p>\n<p>Knapp drei Jahre sp&auml;ter verlie&szlig; die Verk&auml;uferin das Unternehmen. Im Glauben, bereits eine stattliche Summe f&uuml;rs Alter zur&uuml;ckgelegt zu haben, erkundigte sie sich, wie sie die Police nach dem Jobwechsel weiterf&uuml;hren kann. Umso erstaunter war sie, zu erfahren, dass von ihren bereits eingezahlten 6230 Euro nur noch 639 Euro &uuml;brig waren. Die Assekuranz hatte gut 90 Prozent der Beitr&auml;ge daf&uuml;r verwendet, ihre Abschluss- und Verwaltungskosten (insbesondere Provisionen f&uuml;r Versicherungsvertreter) zu begleichen.<\/p>\n<p>Die Arbeitnehmerin wollte sich mit diesem Verlust nicht abfinden. Sie verklagte ihren Chef &ndash; und gewann. Die Richter des M&uuml;nchener Landesarbeitsgerichts befanden: Der Arbeitgeber habe seine Pflicht verletzt, das Geld gewinnbringend f&uuml;r eine Altersvorsorge anzulegen und m&uuml;sse den Schaden von 5591 Euro ersetzen (Az. 4 Sa 1152\/06). &bdquo;Damit hat das Gericht allen Arbeitgebern die rote Karte gezeigt, die die Altersvorsorge ihrer Mitarbeiter einer Gesellschaft &uuml;bertragen, die mit unlauteren Methoden Gesch&auml;fte macht&ldquo;, freut sich der M&uuml;nchener Rechtsanwalt Johannes Fiala, dessen Kanzlei das Urteil erstritten hat. Von dem Richterspruch k&ouml;nnten mehr als 90 Prozent aller Arbeitnehmer profitieren, die die Entgeltumwandlung nutzen, um f&uuml;r ihren Ruhestand vorzusorgen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/tid-5637\/betriebliche-altersvorsorge_aid_55082.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/p>\n<p>Nachdenkseiten-Leser\/innen war das Problem schon l&auml;nger bekannt:<\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"wp-print.php?p=2293\">Nachdenkseiten vom 27.04.2007<\/a><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"wp-print.php?p=2306\">Nachdenkseiten vom 02.05.2007<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kasse machen mit Privatpatienten<\/strong><br>\nDie Diskussion &uuml;ber eine Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland bekommt neuen Auftrieb. Gesundheitsforscher prangern &ldquo;anachronistische&rdquo; Verg&uuml;tungsunterschiede f&uuml;r &Auml;rzte an<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1334961\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Statistisches Bundesamt: Die deutsche Wirtschaft blieb auch im ersten Quartal 2008 auf Wachstumskurs<\/strong><br>\nUm 1,5% war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) &ndash; preis-, saison- und kalenderbereinigt &ndash; im ersten Vierteljahr 2008 h&ouml;her als im vierten Quartal 2007.<br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8%. Kalenderbereinigt betrug der Zuwachs sogar 2,6%, weil im Berichtsquartal zwei Arbeitstage weniger zur Verf&uuml;gung standen als im ersten Vierteljahr 2007.\n<p>Getragen wurde das Wirtschaftswachstum sowohl von der inl&auml;ndischen Verwendung als auch vom Au&szlig;enhandel. Vor allem die Bruttoinvestitionen konnten im Vergleich zum vierten Quartal 2007 als auch im Vorjahresvergleich zulegen, in geringerem Umfang aber auch die Konsumausgaben. Vom Au&szlig;enbeitrag kamen positive Wachstumsimpulse indessen nur im Vorjahresvergleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/05\/PD08__181__811,templateId=renderPrint.psml%20\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Statistische Bundesamt wird immer mehr zu einem Propagandaorgan. Da werden im Sinne der g&auml;ngigen Propaganda l&auml;cherlich geringe Wachstumsraten zu Erfolgsmeldungen hochgejubelt. Vgl. die Tabelle in <a href=\"?p=1940%20\">&bdquo;Was man uns so zumutet, bis der Tag vor&uuml;ber ist, ist schon beachtlich&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Greenwashing<\/strong><br>\nDas Image der Energieversorger ist zur Zeit nicht das Beste: Abzocke bei den Preisen, illegale Absprachen, &uuml;berzogene Managergeh&auml;lter, und vor allem sind sie die schlimmsten Klimas&uuml;nder. Den gr&ouml;&szlig;ten Teil der Energie erzeugen sie immer noch mit Dreckschleudern, in denen Kohle, Gas oder &Ouml;l verbrannt wird. H&ouml;chste Zeit also f&uuml;r ein neues Image, und zwar am besten gleich als Klimasch&uuml;tzer. Damit die Ausgaben f&uuml;r die aufw&auml;ndige PR auch nachhaltig investiert sind, pr&auml;sentiert die Firma Vattenfall sich und ihr Logo in Schulen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/odysso\/-\/id=1046894\/nid=1046894\/did=3357646\/1uvonp5\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><strong>Eon-Netzverkauf an Private: vom Regen in die Traufe<\/strong><br>\n&ldquo;Zwei laufende EU-Kartellverfahren, eine drohende Strafe des Bundeskartellamtes wegen &uuml;berh&ouml;hter Netzentgelte, ein verrottetes Netz und ein gigantischer Investitionsstau: Eon steht das Wasser bis zum Hals, die Verkaufsank&uuml;ndigung ist ein Man&ouml;ver, um den Druck durch die Kartellbeh&ouml;rden zu vermindern&rdquo;, sagte Alexis Passadakis vom Attac-Koordinierungskreis. &ldquo;Mit dem geplanten Verkauf an einen privaten Investor &ndash; etwa an die australische Bank Macquarie oder die Deutsche-Bank-Tochter RREEF &ndash; k&auml;men die Verbraucher und die Umwelt vom Regen in die Traufe.&rdquo; Statt um einen sozialen und &ouml;kologischen Betrieb w&uuml;rde es lediglich um Profite gehen.\n<p>Attac fordert, die Netze der Stromkonzerne in die &ouml;ffentliche Hand zu &uuml;berf&uuml;hren und soziale und &ouml;kologische Ziele in einem k&uuml;nftigen &ouml;ffentlichen Netzunternehmen zu verankern. Der angemessene Kaufpreis liege dabei bei null Euro. Der Grund: Die Stromkonzerne fahren durch die Netzentgelte j&auml;hrlich Monopolgewinne in Milliardenh&ouml;he ein, w&auml;hrend sie gleichzeitig dringend notwendige Investitionen in ihre Netze verschleppen. So betrugen die Netzentgelte in 2006 rund 21 Milliarden Euro; in die Infrastruktur investiert wurden 2,4 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=892\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Italien: Schluss mit der Realpolitik<\/strong><br>\nDem Philosophen ist der Kragen geplatzt. Wer die Homepage der Zeitschrift MicroMega anklickt, findet unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Nach den Wahlen&rdquo; einen Beitrag des Philosophen Paolo Flores D&rsquo;Arcais. Titel: &ldquo;Schluss mit der Realpolitik&rdquo;. Was nach der Lekt&uuml;re des Artikels genau so klingt wie: Schluss mit lustig. Realpolitik &ndash; damit meint D&rsquo;Arcais all das, was von ihm als Grundfehler der Linken erkannt wird: die Politik der Kompromisse, des Verzichts auf eine linke Sozialpolitik, der nachgiebigen Haltung gegen&uuml;ber einem politischen Gegner, der tagt&auml;glich die Verfassung mit F&uuml;&szlig;en tritt und in keinem anderen demokratischen Land gew&auml;hlt w&uuml;rde, weil er s&auml;mtliche Fernsehsender des Landes kontrolliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=1334289\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlinge aus der Politik<\/strong><br>\nDer Schritt von der Politik zum unternehmerischen Lager kommt immer h&auml;ufiger vor. Diese Beziehungen, frei von jeder Kontrolle und im wesentlichen antidemokratisch, sind das Vorzimmer der Korruption. Ein Beitrag &uuml;ber den &bdquo;Dreht&uuml;reffekt&ldquo; und die geheimen &bdquo;Netzwerke&ldquo; von Joaqu&iacute;n Gonz&aacute;lez, Chef des Europ&auml;ischen Amtes f&uuml;r Betrugsbek&auml;mpfung (OLAF) und Autor des Buches Corrupci&oacute;n y justicia democr&aacute;tica, in der spanischen Zeitung El Pais &uuml;bertragen von Ulrich Fischbach.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/doc\/080516%20Fluechtlinge%20aus%20der%20Poltik%20Word%20Datei.doc\">El Pais [Word Dokument &ndash; 36 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-Finanzminister suchen nach Ablenkung<\/strong><br>\nStatt m&uuml;hsam an gemeinsamen L&ouml;sungen bei Zinsbesteuerung und Mehrwertsteuerbetrug zu arbeiten, w&uuml;rde manch ein Finanzminister in Br&uuml;ssel lieber &uuml;ber das Dauerthema der zu hohen Managergeh&auml;lter und -abfindungen reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2008%2F05%2F15%2Fa0090&amp;src=GI&amp;cHash=a678d9b671&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Jens Wernicke: Privilegien den Privilegierten<\/strong><br>\nStipendien sind nicht L&ouml;sung, sondern Teil des Problems: Solange Noten und Leistung die entscheidenden Vergabekriterien sind, wird immer sozial selektiert.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/doc\/080516%20Hinweise%20jW-Artikel%20Priviegien%20den%20Privilegierten.doc\">Der Autor hat uns diesen Beitrag aus der jungen Welt zur Verf&uuml;gung gestellt [Word Dokument &ndash; 30 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Nach M&uuml;llbergen brennen Roma-Baracken<\/strong><br>\nWie die braven B&uuml;rger Neapels ihre Stadt sauber halten: Pogrome in Roma-Elendssiedlungen vor laufender Kamera. Die neue Rechtsregierung Italiens liefert die passende politische Begleitmusik. Auch die Linke hat Verst&auml;ndnis daf&uuml;r<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/nc\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2008%2F05%2F15%2Fa0079&amp;src=GI&amp;cHash=c0147a27c4&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Sache Tibets<\/strong><br>\nDie Tibetbewegung fordert &ldquo;Freiheit f&uuml;r Tibet&rdquo;, aber ohne zu sagen, was sie unter Freiheit, geschweige denn Tibet versteht. Auch die Exilbewegung und der Dalai Lama bleiben vage. Das reicht nicht mehr aus &ndash; besonders jetzt, da China sich &ouml;ffnet und wahrer politischer Fortschritt m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/ausland\/artikel\/207\/174684\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Themen im Freitag:<\/strong>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/20\/blumen.php\">Lasst 1000 Blumen bl&uuml;hen<\/a><\/strong><br>\nVom 19. bis 30. Mai wird Bonn Gastgeber der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention &uuml;ber die biologische Vielfalt sein. Was Umweltminister Sigmar Gabriel als reine &raquo;Naturschutzkonferenz&laquo; etikettiert, geht aber weit dar&uuml;ber hinaus. Neben dem Artenschutz und der Ausweisung von neuen Schutzzonen wird in Bonn auch &uuml;ber den gerechten Vorteilsausgleich verhandelt. L&auml;nder mit gro&szlig;er Artenvielfalt, aber auch die Ursprungsbev&ouml;lkerungen sollen k&uuml;nftig von der biologischen Vielfalt profitieren. Und last but not least geht es um Geld: Wer soll f&uuml;r den Artenschutz bezahlen?<\/p>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/20\/08201901.php\">Karl-Heinz G&ouml;tze: Erinnerungen an Wolfgang Abendroth<\/a><\/strong><br>\nDer Text kreist um die Frage, was 1968 bedeutete, vor allem, was es mir bedeutete, und was es dort bedeutete, wo ich 1968 studierte, in Marburg, einem exzentrischen Zentrum der Studentenbewegung. Davon, wie ich dort hingeriet, warum, was ich damals gelernt habe, von wem und auf welche Weise. Man kann darin Gedanken und Theorien neu besichtigen, die mir damals wichtig waren, darunter auch einige, die mir heute noch wichtig sind. Man findet darin Gl&uuml;cksmomente, die sich nicht festhalten lie&szlig;en. Sie lachen &uuml;ber Irrt&uuml;mer, auch &uuml;ber die eigenen, wenn auch l&auml;ngst nicht &uuml;ber alle.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3226","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3226"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3226\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3226"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3226"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}