{"id":3230,"date":"2008-05-19T09:50:40","date_gmt":"2008-05-19T07:50:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3230"},"modified":"2015-11-23T11:45:28","modified_gmt":"2015-11-23T10:45:28","slug":"bildungsreform-als-herrschaftsinstrument","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3230","title":{"rendered":"Bildungsreform als Herrschaftsinstrument"},"content":{"rendered":"<p>Kaum irgendwo wird derzeit soviel &sbquo;Reform&lsquo;-Kraft entfaltet wie im deutschen Bildungssystem. An vielen Stellen wird reformiert, um- und neugestaltet. Die in gro&szlig;en Teilen hiergegen kontext-argumentativ wehrlose Linke sieht sich mit scheinbar zusammenhanglosen Versatzst&uuml;cken technokratischer Modernisierung konfrontiert, die sie mit dem Ruf &bdquo;Bildung ist keine Ware!&ldquo; oder mit der Forderung, mehr Arbeiterkinder sollten an die Hochschulen gelangen k&ouml;nnen, zu parieren versucht. Dabei bilden diese &sbquo;Reformen&lsquo; sehr wohl ein einheitliches Bild, wenn man sie aus materialistischer Perspektive betrachtet. Die linke Kritik verharrt &uuml;berall dort, wo sie diese Perspektive negiert, gar zu oft in einer affirmativen Position, die nur das Bestehende verteidigt oder sch&uuml;tzt.<\/p><p>Im Folgenden wird der Versuch unternommen, die Zusammenh&auml;nge zu verdeutlichen und einer neuen und weitergehenden Kritik den Boden zu bereiten. Hierzu wird zun&auml;chst der Bereich der h&ouml;heren Bildung betrachtet und dann im Rahmen einer Gesamtperspektive auch der Primar- und Sekundarbereich.<br>\nJens Wernicke hat uns diesen Beitrag zur Verf&uuml;gung gestellt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Die technokratische Hochschul(struktur)reform<\/strong><\/p><p>Dominantes Zielmodell der gegenw&auml;rtigen Hochschulstrukturreform, das mit Stichworten wie Studiengeb&uuml;hren, Umstellung auf zweistufige Studieng&auml;nge (Bachelor und Master), Globalhaushalt, leistungsorientierte Mittelvergabe, Exzellenz-Initiative, Elite-Universit&auml;ten, Internationalisierung, Modularisierung, St&auml;rkung der Leitungsorgane und leistungsorientierte Bezahlung f&uuml;r Wissenschaftlerinnen grob umrissen ist, ist die Vorstellung der Hochschule als marktgesteuertes Dienstleistungsunternehmen, das im Wesentlichen auf drei Eckpunkten beruht.<\/p><p><strong>Implementation marktf&ouml;rmiger Wettbewerbsmechanismen<\/strong><\/p><p>Die Hochschulstrukturrefom zielt erstens auf die Durchsetzung marktf&ouml;rmiger Wettbewerbsmechanismen als neuen Steuerungsinstrumenten (zu deren Wirkungen und Kritik vgl. Hoffacker 2003) innerhalb der Hochschulen sowie auch im Verh&auml;ltnis zwischen diesen und dem Staat ab.<\/p><p>Zielvorstellung dieser Umstrukturierungs- und Implementationsma&szlig;nahmen, wie sie unter anderem das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) (vgl. Bennhold 2002) entwirft, ist dabei stets &bdquo;das Dienstleistungsunternehmen Hochschule, das sich in Konkurrenz mit anderen Anbietern auf einemWissensmarkt zu behaupten hat, indem es dort die von ihm angebotenen Produkte und Dienstleistungen &ndash; Ausbildung von Studierenden und wissenschaftli-chem Nachwuchs sowie Erzeugung verwertbarer Forschungsergebnisse &ndash; an kaufkr&auml;ftige Nachfragerinnen und Nachfrager, [&hellip;] absetzt&ldquo; (Keller 2005a: 5).<br>\nDies verdeutlicht sich, wenn man sich die &uuml;blichen Schritte der Implementation dieser Mechanismen ansieht:<br>\nDie Lehr- und Forschungsleistungen werden evaluiert und somit vergleichbar gemacht. Dies gilt &bdquo;unabh&auml;ngig davon, ob die gewonnenen Daten tats&auml;chlich zutreffende Informationen &uuml;ber die Qualit&auml;t der Hochschulleistungen vermitteln&ldquo; (ebd.).<\/p><p>Erfolgs- respektive leistungsorientierte Mittelvergabe sorgt f&uuml;r einen Ansporn, systemkonforme Leistungssteige-rungen zu erreichen, indem Erfolge und Misserfolge in finanzielle Anreize oder Sanktionen umgem&uuml;nzt werden. So werden Hochschulen untereinander, aber auch hochschulinterne Untergliederungen (Fakult&auml;ten, Lehrst&uuml;hle) in ein direktes Konkurrenzverh&auml;ltnis um Ressourcen gesetzt.<\/p><p>Mittels Studiengeb&uuml;hren werden Studierende zu zahlenden Kundinnen und Kunden ihrer Hochschulen transformiert. Auch hier wird erwartet, dass die &bdquo;Hochschulen bzw. deren Untergliederungen um die Kaufkraft der studentischen Kundinnen und Kunden konkurrieren&ldquo; (ebd.: 6). Zudem sollen Studierende auch dadurch zur Einf&uuml;hrung marktf&ouml;rmiger Wettbewerbsmechanismen beitragen, dass sie selbst die k&uuml;nftige &sbquo;Rendite&lsquo; ihrer Bildungsinvestitionen sch&auml;rfer kalkulieren.<\/p><p><strong>Umstrukturierung der inneren Verfassung der Hochschulen<\/strong><\/p><p>Als Pendant zur St&auml;rkung dieser Art &sbquo;Finanzautonomie&lsquo; der Hochschulen findet zeitgleich eine &bdquo;Umstrukturierung der inneren Verfassung der Hochschulen nach dem Vorbild einer Unternehmensverfassung&ldquo; (ebd.) statt. Die Neubestimmung der inneren Organisation der Hochschulen orientiert sich dabei an jener der Unternehmens-organe Vorstand und Aufsichtsrat in einer Kapitalgesellschaft. Insofern geht es mittelfristig nicht etwa nur um eine institutionelle Ausdifferenzierung von Grundsatzentscheidungen und Kontrollfunktionen, sondern um &bdquo;eine Reduktion von Senat und Fachbereichsrat auf blo&szlig;e Aufsichts- und Beratungsfunktionen&ldquo; (ebd.) zugunsten einer &Uuml;bertragung aller Entscheidungsbefugnisse an die hochschulischen Leitungsorgane &ndash; eine Ma&szlig;nahme, die sich nicht nur gegen die Mitbestimmung an den Hochschulen, &bdquo;sondern gegen die im Status der Hochschulen als K&ouml;rperschaften des &ouml;ffentlichen Rechts verankerte Selbstverwaltung selbst&ldquo; (ebd.: 7) richtet und in der Folge auch eine Entmachtung der bisher privilegierten Gruppe der Professorinnen und Professoren &bdquo;zugunsten eines verselbstst&auml;ndigten Hochschulmanagements&ldquo; (ebd.) bedeutet.<\/p><p><strong><br>\nGesellschaftliche Legitimation durch Dritte<\/strong><\/p><p>Perspektivisch soll dabei ein aus Pers&ouml;nlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik bestehender Hochschulrat die Funktion des Aufsichtsrates des Unternehmens Hochschule &uuml;bernehmen. Eine erste Studie der Universit&auml;t Duisburg-Essen zur tats&auml;chlichen Rekrutierung solcher Gremien liefert jedoch ein anderes Bild: Tats&auml;chlich erobern vor allem Manager und also Technokraten derzeit die &bdquo;Kontrolle an den Unis&ldquo; (Gillmann 2007) f&uuml;r sich, und es ist bereits abzusehen, &bdquo;dass die Abh&auml;ngigkeit einer Universit&auml;t von ihren [nicht-staatlichen] Finanzierungsquellen einen deutlichen Einfluss darauf hat, wie ihr Hochschulrat zusammengesetzt ist&ldquo; (Uni Duisburg-Essen 2007).<\/p><p>&Uuml;blicherweise machen die privaten Tr&auml;ger mittels dieser von US-amerikanischen Privathochschulen bekannten R&auml;te ihren Anspruch auf Kontrolle und Steuerung der von ihnen finanzierten Einrichtung geltend. &bdquo;Ein von Dritten bestelltes Aufsichtsorgan passt jedoch nicht zu einem staatlichen Hochschulsystem, in welchem eben nicht Private, sondern der demokratisch legitimierte Staat Hochschultr&auml;ger und -finanzier ist. Der Einrichtung von Hochschulr&auml;ten liegt letztlich ein hochschulverfassungsrechtlicher Paradigmenwechsel zugrunde, der die zentrale Legitimationsinstanz f&uuml;r die Hochschulentwicklung weder beim Staat noch bei der hochschulischen Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden, sondern bei Dritten ansiedelt. Dem &ouml;ffentlichen Eigentum an den Hochschulen wird dieser Paradigmenwechsel nicht gerecht, da er letztlich auf eine institutionelle Privatisierung des Hochschulwesens&ldquo; (Keller 2005a: 6) hinausl&auml;uft.<\/p><p><strong>&sbquo;Wissenschaftsfreiheit&lsquo; und &sbquo;Hochschulautonomie&lsquo;<\/strong><\/p><p>In diesem Kontext hat sich auch das Verst&auml;ndnis der hochschulischen Autonomie diametral gewandelt: &bdquo;W&auml;hrend [diese] [&hellip;] urspr&uuml;nglich im Sinne eines institutionellen Pendants zum individuellen Grundrecht der Wissen-schaftsfreiheit als konsequente Weiterentwicklung der akademischen Selbstverwaltung verstanden wurde, erscheint die Forderung nach Globalhaushalt und Finanzautonomie im 21. Jahrhundert [nur noch] als Konsequenz der geforderten Marktpositionierung des Unternehmens Hochschule&ldquo; (Keller 2005b: 251). <\/p><p>W&auml;hrend Hochschulautonomie also einst die Forderung bezeichnete, der Staat m&ouml;ge die Hochschulen zwar aushalten und ihren Betrieb gew&auml;hrleisten, sich aus ihrer inneren Organisation jedoch heraushalten und diese einer demokratischen Selbstbestimmung der in ihr agierenden Statusgruppen &uuml;berlassen, bedeutet diese heute vor allem die Aufgabe staatlicher zugunsten marktf&ouml;rmiger Steuerung, welche zudem auch Marktversagen im Sinne eines Scheiterns am Markt und also ein Ende des staatlich garantierten Globalschutzes wissenschaftlicher Institutionen im Sinne einer sicher gew&auml;hrleisteten (Unter) Finanzierung impliziert:<\/p><p>&bdquo;Bei genauer Betrachtung entpuppt sich [&hellip;] die umfassende Wirtschafts- und Finanzautonomie der Hochschulen [des 21. Jahrhunderts] im Kontext des Modells Unternehmen Uni [somit] als spezifische Form der Fremdsteuerung der Hochschulen: als Heteronomie&ldquo; (ebd.: 251 f.).<br>\nDiese ber&uuml;hrt deswegen auch die Wissenschaftsfreiheit selbst, weil ob der Einzug haltenden Marktsteuerung an den Hochschulen nun auch der einzelne Wissenschaftler und die einzelne Wissenschaftlerin institutionell dem unmittelbaren &ndash; statt wie bisher meist mittelbaren &ndash; Diktat der Nachfrageorientierung unterworfen werden wird: Diesem nicht gerecht zu werden, stellt ein institutionell organisiertes &sbquo;Leistungsversagen&lsquo; und also &sbquo;schlechte Wissenschaft&lsquo; im Sinne der nun neu implementierten Regeln des wissenschaftlichen Feldes dar &ndash; und l&auml;uft insofern auf die institutionalisierte Aufgabe der bisher zumindest potentiell vorhandenen Kritikf&auml;higkeit der Wissenschaft gegen&uuml;ber Herrschaft und dieser rechtfertigender &Ouml;konomie hinaus. Kritik wird perspektivisch nur noch innerhalb von Marktregeln &ndash; also wo sie nachgefragt wird &ndash; oder aber ausschlie&szlig;lich innerhalb der individuellen Freizeit des alsbald vollumf&auml;nglich &ouml;konomisch agierenden wissenschaftlichen Subjektes, also neben der institutionellen Arbeit, m&ouml;glich sein. <\/p><p>Insofern stellt die derzeitige Entwicklung nicht etwa, wie bspw. Alex Demirovic (2004) argumentiert, eine &bdquo;Zerst&ouml;rung wissenschaftlicher Rationalit&auml;t&ldquo;, sondern lediglich deren finale Indienstnahme durch die b&uuml;rgerlich-kapitalistische Gesellschaft respektive die in ihr materiell Herr-schenden dar: In Zeiten andauernder herrschafts-gef&auml;hrdend-systemischer Krise, die ab etwa Mitte der 1970er Jahre wegen rapide sinkender Profitrealisierungs-optionen hintergr&uuml;ndig stets schwelte und nun zunehmend deutlich wird, erfolgt als Antwort auf diese die &bdquo;reelle Subsumtion [auch und insbesondere] der Wissenschaft unter das Kapital&ldquo; (Keller 2000: 117) und somit unter die Gesetze des Marktes, wie sie in den USA seit ehedem stattgefunden hat. Die wissenschaftliche Rationalit&auml;t bleibt hierbei an sich zwar gewahrt, wird jedoch endg&uuml;ltig &auml;u&szlig;eren Zwecken untergeordnet und somit vollumf&auml;nglich instrumentalisiert (vgl. Horkheimer 2007). <\/p><p><strong>Bildungs-&sbquo;Reformen&lsquo;: Vermarktlichung, Konkurrenz und Herrschaftslegitimation bei wachsender sozialer Ungleichheit<\/strong><\/p><p>Auch wenn die soziostrukturellen Wirkungen der Umsetzung dieser Subsumtion noch nicht in G&auml;nze absehbar sind, ist deren Gesamttendenz doch bereits offenbar. Unter der als Zielvorgabe formulierten Markt&ouml;ffnung staatlicher Bildungsdienstleistungen ab der Sekundarstufe II  (vgl. Lohmann\/Rilling 2002) sowie vor dem Hintergrund inzwischen hegemonialer Konzepte f&uuml;r die zuk&uuml;nftige Verfasstheit des Systems der Bildungsfinanzie-rung (vgl. Schaubild 1), zeichnet sich diese deutlich ab. <\/p><p>So sorgen bspw. Studiengeb&uuml;hren (die letztlich das Tauschverh&auml;ltnis von kulturellem und &ouml;konomischem Kapital zugunsten der &ouml;konomisch Herrschenden verschieben), Globalhaushalte, Modularisierung, leistungsorientierte Mittelvergabe und Besoldung sowie eine St&auml;rkung der hochschulischen Leitungsorgane f&uuml;r die finale Verwarenf&ouml;rmigung von &sbquo;Bildung&lsquo; und\/oder Ausbreitung betriebswirtschaftlicher Steuerungsmechanismen und Organisationsformen im staatlich organisierten Hochschulbereich. Und korrelieren die Vorstellungen von Bachelor und Master, Internationalisierung und Europ&auml;ischem Bildungsraum nicht nur mit Marktvorstellungen (vgl. Masschelein\/Simons 2005, Krautz 2007: 143 ff.), sondern, in der Realisierungspraxis der zweistufigen Studieng&auml;nge, welche f&uuml;r die Mehrheit der Studierenden ein Studienende nach dem ersten Abschluss vorsieht  (vgl. KMK 2003), &uuml;berdies mit der M&ouml;glichkeit, knapper werdende staatliche Mittel &ndash; diese Pr&auml;misse ist bildungs&ouml;konomisch gesetzt &ndash; in Form von Bildungsk&uuml;rzungen f&uuml;r die Mehrheit derselben zu kompensieren, w&auml;hrend eine wahrscheinlich st&auml;rker als bisher sozial, weil &sbquo;leistungs&lsquo;-selektierte Minderheit von Masterstudieren-den, Promovierenden etc. hiervon verschont bleiben wird.<\/p><p>Und den durchsetzungsstarken Interessen nach sozialer Reproduktion der Privilegiertesten unter diesen (vgl. Hartmann 2004) spielen schlie&szlig;lich die das Hochschulwesen nach dem Misserfolg entsprechender Versuche in den 1950er und 1960er Jahren nun doch vertikal differenzierenden Praxen von Exzellenz- bzw. Elite-Universit&auml;ten als notwendige Eingangstore zur &sbquo;Zwei-Klassen-Universit&auml;t&lsquo; (Hartmann, zitiert nach Echo Online 2007) in die H&auml;nde &ndash; eine Perspektive, die geradezu dazu verleitet, die Verst&auml;rkung des Wettbewerbs im Hochschulwesen als mutwillige &bdquo;Verschleierung des [eigentlichen] Kernproblems&ldquo; (ebd.) desselben auf Kosten der Lebenschancen und -bedingungen von Mehrheiten &ndash; zu denen neben Studierenden und Mittelbau sehr wohl auch, zumindest in ihrer Breite, die Lehrenden geh&ouml;ren  &ndash; anzusehen. <\/p><p>Schaubild 1: System der Bildungsfinanzierung, zuk&uuml;nftige Verfassung<br>\n(nach Sch&ouml;ller 2006: 307)<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/080519_schaubild_system_d_bildungsfinanzierung.jpg\"><\/p><p><strong>&sbquo;Die Zukunft des Bildungssystems<\/strong>&lsquo;<\/p><p>Aus dieser Analyse-Perspektive ist Bultmann und Sch&ouml;ller (2003) und ihrer Arbeit &sbquo;Die Zukunft des Bildungssys-tems: Lernen auf Abruf &ndash; eigenverantwortlich und lebensl&auml;nglich!&lsquo; zuzustimmen, die die aktuell zu beobachtende Konzentration bildungspolitischer Bem&uuml;hungen auf den Vor- und Prim&auml;rschulbereich bei zeitgleichem Aus- und Aufbau von Selektionsmechanismen im Bereich h&ouml;herer Bildung (vgl. Wernicke 2006b) vor allem als marktkonforme und die Reproduktions-interessen vor allem der &ouml;konomisch Herrschenden wahrende &bdquo;Modernisierung von Auslese-me-cha-nis-men&ldquo; (Bultmann\/Sch&ouml;ller 2003: 14) begreifen: &sbquo;Unten&lsquo; werden Bildungsh&uuml;rden abgebaut, &sbquo;oben&lsquo; kommen, ab dem Abitur, immer neue hinzu.<\/p><p>In der Konsequenz laufen, so die Interpretation von Bultmann und Sch&ouml;ller verk&uuml;rzt, die stattfindenden und zu erwartenden Reformen dabei auf einen im Geiste der Humankapitaltheorie radikal erh&ouml;hten Lern- und Leistungsdruck f&uuml;r alle B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger bereits ab dem Kindergarten(-alter)  hinaus.<\/p><p>Hinsichtlich der Studienabschl&uuml;sse bedeutet dies bei versch&auml;rfter Bildungskonkurrenz (mittels weiterhin forcierter formaler &Ouml;ffnung der Hochschulen bei gleichzeitiger Senkung der staatlichen Zuwendungen f&uuml;r diese), dass deutlich mehr Studierende als bisher einen zu Teilen eigenfinanzierten Bachelor-Abschluss erwerben werden, dessen Wert somit rapide sinkt, w&auml;hrend einen Mastertitel und ggf. die Promotion an Einrichtungen, deren legitimes kulturelles Kapital dank der Vertikaldifferenzierung des Systems nun bei weitem mehr als das anderer wert sein wird, nur noch die wenigsten Studierenden erreichen werden, die zudem in der Regel die ohnehin gesellschaftlich Privilegiertesten sein werden.<\/p><p>Insofern ist das Konglomerat der &sbquo;Reform&lsquo;-Ma&szlig;nahmen, denen aktuell das deutsche Bildungssystem unterworfen wird, als (erneute) gesamtgesellschaftliche Modernisierung im Sinne einer h&ouml;heren Verf&uuml;gungsnotwendigkeit &uuml;ber kulturelles Kapital im gesamten sozialen Raum, verbunden mit der Entwertung desselben im Schul- und Massenstudienbereich sowie der sukzessiven Aufwertung in &sbquo;Elite&lsquo;-Einrichtungen und bei h&ouml;heren Bildungstiteln anzusehen: Wer aus der sozialen Position seines Elternhauses nicht absteigen will, verh&auml;lt sich zuk&uuml;nftig bereits ab dem Kindergarten als homo oeconomicus, bezahlt zudem f&uuml;r Abitur und Bachelor, erbringt dabei stets mehr Effizienz und Systemkonformit&auml;t &ndash; und f&auml;llt schlie&szlig;lich mit hoher Wahrscheinlichkeit dennoch der Titelinflation und\/oder Konkurrenz, die sich hintergr&uuml;ndig mehr denn je auf der Basis &ouml;konomischen Kapitals und kulturellen Erbes organisiert, zum Opfer, hat dieses &sbquo;Versagen&lsquo; jedoch als legitimes erlebt.<\/p><p>Die durch das derart umgestaltete Bildungssystem so weiterhin gewahrte &bdquo;Verdopplung der kapitalistischen Hierarchie der Positionen [&hellip;] [bleibt dabei auch und insbesondere in Zeiten zunehmender sozialer Ungleichheit zugleich] ihre st&auml;rkste Rechtfertigung: Sie stellt die R&auml;nge und die Einkommen, welche die Gesellschaft bereith&auml;lt, als Unterschiede des Wissens dar&ldquo; (Dozekal 2003: 18) und verleiht ihnen so den Anschein von Legitimit&auml;t. Oder, und anders herum: &bdquo;Je exklusiver und homogener eine nationale Elite, umso gr&ouml;&szlig;er [auch] die Kluft zwischen Arm und Reich&ldquo; (Hartmann 2007: Einband); der R&uuml;ckkehrschluss scheint nicht nur erlaubt, sondern angebracht zu sein.<\/p><p>Der stille Klassenkampf von oben <\/p><p>In den vergangenen Jahren ist es dem international vernetzten neoliberalen Diskursnetzwerk (vgl. u.a. Nollert 2005) gelungen, mit einem ganzen Konglomerat von Studien , Rankings , Pilotprojekten, Umfragen , Werbema&szlig;nahmen etc. (vgl. u.a. Himpele 2006, Alidusti 2007: 207 ff.) auch &bdquo;die bildungspolitischen Richtungs-entscheidungen [&hellip;] immer st&auml;rker&ldquo; zu beeinflussen (Sch&ouml;ller 2006: 286) und einen neuen Bildungsfinanzie-rungsdiskurs zu initiieren (vgl. ebd.: 304), der in bereits erw&auml;hnten Zielformulierungen von &sbquo;h&ouml;herer Eigenbeteili-gung&lsquo; bis hin zu &sbquo;notwendiger Effizienzsteigerung&lsquo; resultiert.<\/p><p>Eine Folge hiervon sind die aktuell stattfindenden &ndash; und von diesen Akteuren weiter forcierten, in Teilen sogar selbst evaluierten oder durchgef&uuml;hrten  &ndash; Reformen. Sie zielen, wie Bourdieu konstatiert (vgl. Bourdieu 2001: 82 ff.), &bdquo;auf eine &Uuml;berwindung der modernen Ausdifferenzierung von je spezifischen Systemrationalit&auml;ten&ldquo; der sozialen Felder (Keller 2000: 322) nicht nur, aber auch im Bildungssystem und damit auch auf das Ende der seit Humboldt proklamierten relativen Autonomie des wissenschaftlichen Feldes &ndash; die ja eben definiert ist durch vor allem eigene Problemdefinitionen, eine eigene Sprache sowie feldspezifische Interessen.<\/p><p>Diese &sbquo;Reformen&rsquo; zeitigen bereits erst Resultate: &bdquo;Das nun in Eigenverantwortung der Hochschulen gemanagte Studienangebot wird in einem Ma&szlig;e uniformiert, wie es die rigideste Ministerialb&uuml;rokratie vorher nicht vermocht hatte. Der Markt produziert nicht Buntheit und Vielfalt, sondern einen mediokren Einheitsbrei&ldquo; (Heinemann 2007). Kritische Positionen werden dabei mehr und mehr eliminiert . Diese &sbquo;Leistungen&lsquo; des &sbquo;neoliberalen Projekts&lsquo; (Christina Kaindl) verdeutlichen nicht nur, dass Wissenschaft abh&auml;ngig von den Machtverh&auml;ltnissen der Gesellschaft war und ist, in der sie sich organisiert und in der sie bisher bereits mittelbarer Zulieferer der m&auml;chtigsten Interessen war. Sie zeigen auch, dass die &ouml;konomisch M&auml;chtigen mittels Nachfrage, der die Struktur des Wissenschaftsbetriebs folgt, oder mittels Intervention in die Lage versetzt sind, zu bestimmen, was &ndash; in letztlich vollumf&auml;nglichem Sinne des Begriffes &sbquo;Bildung&lsquo; &ndash; wertvolles und also verwertbares Kulturkapital eigentlich ist: Wird die neoliberale Doxa nur kontinuierlich von Think Tanks, Medien und wissenschaftlich ausgebildeten Technokraten &ndash; die allesamt interessengeleitet sind und nicht -frei agieren &ndash; verbreitet und werden letztere zudem st&auml;ndig medial als vermeintliche Experten (vgl. bspw. van Rossum 2004, Lobbycontrol 2006) mit hoher wissenschaftlicher Reputation und also gesellschaftlicher Anerkennung und Glaubw&uuml;rdigkeit pr&auml;sentiert, entscheiden schlie&szlig;lich au&szlig;erwissenschaftliche Instanzen dar&uuml;ber, was &sbquo;gute&lsquo; weil &sbquo;gefragte&lsquo; und bewusst glaubw&uuml;rdig gemachte Wissenschaft eigentlich ist. <\/p><p><strong>Fu&szlig;noten: <\/strong><\/p><ol>\n<li>Der Beitrag beruht auf einer umfassenderen Studie: Hochschule im historischen Prozess. Zum Verh&auml;ltnis von Universit&auml;tsentwicklung und Klassenmacht, Diplomarbeit an der Bauhaus-Universit&auml;t Weimar, 2008.<\/li>\n<li>Um nur einen Akteur, der in diese Richtung agierte (und vielleicht nach wie vor agiert), zu benennen: Im Mittelpunkt ausgerechnet der Empfehlungen des Sachverst&auml;ndigenrates f&uuml;r Bildungsfinanzierung der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (HBS) des Jahres 1999 stand die Einf&uuml;hrung von Bildungsgutschei-nen, die auf einer Kontingentierung und damit grunds&auml;tzlichen Kostenpflichtigkeit von Bildung ab der Sekundarstufe II beruhen.\n<\/li>\n<li>Mit Bourdieu ist an dieser Stelle anzumerken, dass die mittels der Einf&uuml;hrung von Bachelorstudieng&auml;ngen realisierte Bildungsk&uuml;rzung f&uuml;r die (geplante) Mehrheit der Studierenden sehr wohl auch im Interesse der heute Lehrenden liegt, welche diese schlie&szlig;lich allein auf politischen Druck und ohne gesetzliche Zw&auml;nge exekutieren: &bdquo;Wenn man wei&szlig;, da&szlig; innerhalb der Transaktionen, in denen der Tauschwert der Bildungszertifikate festgelegt wird, die St&auml;rke der Verk&auml;ufer von Arbeitskraft [&hellip;] vom Wert ihrer Zertifikate abh&auml;ngt, und dies um so st&auml;rker, je rigider das Verh&auml;ltnis von Titel und Stelle kodifiziert wird &ndash; was f&uuml;r die etablierten Stellen zutrifft, kaum dagegen f&uuml;r die neuen, wird unmittelbar einsichtig, warum die Abwertung der Titel in direktem Interesse der jeweiligen Stelleninhaber liegt: Sind die Inhaber von Titeln an deren Nominalwert interessiert [&hellip;], so die Stelleninhaber am Realwert der Titel [&hellip;]&ldquo; (Bourdieu 1987: 239 f.).<\/li>\n<li>Zu rechnen ist bei dieser Entwicklung auch und vor allem mit einer zunehmenden Prekarisierung des wissenschaftlichen und anderen Hochschulpersonals, das nun in &sbquo;Unternehmen&lsquo; arbeitet, die nachfrageorientiert und also flexibel am Markt agieren m&uuml;ssen. Die Online-Ausgabe des SPIEGEL (Kunze 2007) titelte diesbez&uuml;glich bereits im Juli 2007: &bdquo;Lehren mit Hartz IV. Vom Superstudenten zum Betteldozenten&ldquo; und berichtete von einer zunehmenden Zahl habilitierter Privatdozenten, die von nunmehr 225 Euro im Monat zu leben versuchen &ndash; eine Konsequenz aus der Tatsache, dass binnen der letzten 10 Jahre rund 1.500 Professorenstellen deutschlandweit abgebaut wurden und dieser &sbquo;Trend&lsquo; weiter anhaltend ist (vgl. Deutscher Hochschulverband 2007). Politisch wird derweil das in der stattfindenden Entwicklung bereits vollumf&auml;nglich angelegte Ende des Humbolt&lsquo;schen Ideals der Einheit von Forschung und Lehre, das bis dato zumindest noch bedeutete, dass es keine Differenzierung in Forschungs- und Lehrprofessuren gibt, diskutiert und zeichnet sich zudem eine (erneute) Infragestellung von Habilitation sowie ggf. sogar der Verbeamtung f&uuml;r Professorinnen und Professoren ab.<\/li>\n<li>Ein dies vor Augen f&uuml;hrendes Beispiel illustriert die Vergabe des Arbeitgeberpreises f&uuml;r Bildung des Jahres 2007. Unter dem Titel Kleine Kapitalisten kl&auml;rte die Financial Times vom 13. Dezember 2007 dar&uuml;ber auf: &bdquo;Schon F&uuml;nfj&auml;hrige verstehen &Ouml;konomie. In einer Bremer Kita lernen sie als B&auml;cker oder G&auml;rtner kaufen und kalkulieren. Daf&uuml;r erh&auml;lt die Einrichtung den Arbeitgeberpreis&ldquo; (FTD 2007).<\/li>\n<li>Das gern beschworene &sbquo;Vorbild&lsquo; USA f&uuml;hrt deutlich vor Augen, wie ein modernes kapitalistisches Bildungssystem vermeintlich &sbquo;mehr&lsquo; sozial Benachteiligte zu &sbquo;integrieren&lsquo; gedenkt: &bdquo;Die Bildungsbeteiligung im postsekund&auml;ren Sektor liegt in den USA vor allem deshalb so hoch, weil das Angebot an Bildungsinstitutionen in diesem Bereich au&szlig;erordentlich gro&szlig; ist und &ndash; weit wichtiger &ndash; weil es extrem unterschiedlich ausf&auml;llt. Von den ungef&auml;hr 4.200 Hochschulen des Landes bieten gut 1.800, in der Regel sog. Community Colleges, nur ein zweij&auml;hriges Kurzstudium an. Ungef&auml;hr 40 Prozent der Studierenden begn&uuml;gen sich mit dieser Kurzausbildung. Die &uuml;brigen Hochschulen, allesamt zumindest Vierjahreseinrichtungen, werden &uuml;blicherweise in vier oder in sechs Kategorien unterteilt, von &sbquo;tier 1&lsquo; bis &sbquo;tier 4&lsquo; bzw. von &sbquo;most competitive&lsquo; bis zu &sbquo;noncompetitive&lsquo;. Bei der Aufteilung in vier Kategorien z&auml;hlen zur ersten knapp 150 Colleges und Universit&auml;ten, zur zweiten gut 250 Colleges, zur dritten knapp 590 und zur vierten gut 420. Den deutschen Universit&auml;ten in etwa vergleichbar ist nur die erste dieser vier Gruppen, weil dort in der Regel Forschung stattfindet und auch promoviert werden kann. Die Kinder aus den verschiedenen Klassen und Schichten der US-Gesellschaft verteilen sich sehr ungleichm&auml;&szlig;ig auf diese vier Hochschultypen. Kommen die Studierenden an den Hochschulen der Kategorie 1 zu drei Vierteln aus dem obersten Viertel der Bev&ouml;lkerung und nur zu 3 bzw. 6 Prozent aus den beiden unteren Vierteln, so bietet sich an den anderen Hochschulen je nach Qualit&auml;t ein vollkommen anderes Bild. Der Anteil des obersten Viertels sinkt auf 46 Prozent in der Kategorie 2, auf 35 Prozent in den Kategorien 3 und 4 und auf nur noch 22 Prozent an den Community Colleges. Spiegelbildlich verkehrt steigt der Prozentsatz der Kinder aus der unteren H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, von 9 Prozent (Kategorie 1) &uuml;ber 25 (Kat. 2), 29 (Kat. 3) und 37 Prozent (Kat. 4) auf eine Mehrheit von 51 Prozent an den Zweijahreseinrichtungen [&hellip;]. Das bedeutet, dass die &uuml;bergro&szlig;e Mehrzahl der Studierenden aus der unteren Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte entweder nur eine zweij&auml;hrige Hochschulbildung durchl&auml;uft oder an den Hochschulen der beiden schlechteren Kategorien ausgebildet wird&ldquo; (Hartmann 2005: 2 f.).<\/li>\n<li>Alle mir bekannten aktuellen Ma&szlig;nahmen dieser Couleur setzen als Pr&auml;misse, dass die de facto bei weitem zu niedrigen staatlichen Zuwendungen f&uuml;r das Bildungssystem konstant bleiben oder gar reduziert werden m&uuml;ssen; erst hieraus leiten sich dann die jeweiligen &sbquo;Forschungsfragen&lsquo; ab, deren Antworten so tats&auml;chlich bereits festgelegt sind. Derlei Fragen lauten dann bspw.: Wie ist es m&ouml;glich, Studiengeb&uuml;hren &sbquo;sozial gerecht&lsquo; zu machen? (Was ob der diesen immanenten Abschreckungswirkung auf &sbquo;&Auml;rmere&lsquo; (vgl. ABS 2005) respektive eben der Tatsache, dass historisch nachgewiesen eben auch bei Bildung der &sbquo;Preis&lsquo; die &sbquo;Nachfrage&lsquo; bestimmt (vgl. Achelp&ouml;hler et al.: 25 ff) per se unm&ouml;glich ist.) Oder eben: Wie kann bei gleichbleibend hoher oder sinkender Finanzierung seitens des Staates die &sbquo;Qualit&auml;t&lsquo; von Bildung verbessert werden? Die Antwort hierauf lautet dann, wie k&ouml;nnte es anders sein: Mittels mehr Wettbewerbs und Konkurrenz sowie ggf. einer h&ouml;heren finanziellen Eigenbeteiligung (f&uuml;r die ja bereits, als Antwort auf die erste Frage, Gerechtigkeitskonzepte erarbeitet worden sind). &ndash; Was hier tats&auml;chlich organisiert wird, sind denn auch weniger Gerechtigkeit oder Qualit&auml;t im Sinne ihrer bisherigen Bedeutungen, als vielmehr neue Verst&auml;ndnisse hiervon (vgl. Bultmann\/Sch&ouml;ller 2003: 10 ff., Alidusti 2007: 203 ff.).<\/li>\n<li>Die Quantifizierung von Qualit&auml;t, das Messen also bspw. der vermeintlichen &sbquo;Qualit&auml;t&lsquo; von Bildung oder gar des Hochschulsystems anhand diesem &auml;u&szlig;erlicher Kriterien, stellt aktuell wohl das gr&ouml;&szlig;te demagogische Unterfangen dar: Zum einen unterstellen derlei Quantifizierungen n&auml;mlich die Diskussion dar&uuml;ber, was Bildung eigentlich ist, der willk&uuml;rlichen Festlegung jener &ndash; Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE), OECD etc. &ndash;, die quantifizieren (vgl. Markard 2005); sie entrei&szlig;en Bildung somit aus dem diskursiven demokratischen Definitions-zusammenhang. Zum anderen wird durch derlei &Uuml;bertragung der Deutungshoheit &uuml;ber den Qualit&auml;tsbegriff an solche Instanzen, die nun selbst festlegen, was Bildung und Qualit&auml;t derselben eigentlich ist, diesen jedoch auch mittelbar Zugriff auf das Bildungssystem und dessen Bestimmung gew&auml;hrt, wie bspw. Rankingkritiker Meik Michalke illustriert, wenn er konstatiert, das Hochschulranking von SPIEGEL\/McKinsey und AOL habe anhand seiner Kriterien vor allem eines real gemessen, n&auml;mlich &bdquo;wo die Qualit&auml;t des jeweils vorhandenen Humankapitals an Hochschulen am h&ouml;chsten&ldquo; (fzs 2005: 15) sei &ndash; und dies dann als &sbquo;Qualit&auml;t&lsquo; darge-stellt. In der Folge ergibt sich eine Situation, in der das gesamte und vermeintlich mittels Rankings qualit&auml;ts&uuml;berpr&uuml;fte Bildungssystem unter Reformdruck hin zur Produktion humankapitalorientierter &sbquo;Bildung&lsquo;, die eher Anwendungswissen denn Weltverstehen beschreibt, ger&auml;t. Die gemessenen Leistungsunterschiede werden in diesem Sinne erst k&uuml;nstlich hergestellt &ndash; nur die geringste Ab&auml;nderung der Messkriterien katapultierte ggf. eine schlecht-gerankte Hochschule von einem hinteren auf den vordersten Platz (vgl. Michalke\/Na&szlig;\/Nitsche 2007). &ndash; Ebenso ist staatlicherseits auch bei der so genannten &sbquo;Exzellenzinitiative&lsquo; (hierzu auch: M&uuml;nch 2007) verfahren worden: Anhand der gew&auml;hlten Messkriterien stand sozusagen bereits von Anfang an fest, wer als deren Sieger aus ihr hervorgehen w&uuml;rde (vgl. Hartmann 2006). Auch dieser &sbquo;Wettbewerb&lsquo; diente insofern vor allem einem: der &ouml;ffentlichen Unsicht-bar-machung\/Legi-timie-rung des forcierten &sbquo;Mat-th&auml;us-Prin-zips&lsquo; (R. Merton) &ndash; der, auf Kosten aller anderen gehenden (ebd.), bewussten Konzentration knapper Mittel auf nur noch die wenigsten.<\/li>\n<li>Meinungsumfragen werden in aller Regel von ihren (privaten) Auftraggebern bereits so organisiert, dass sie eben die gew&uuml;nschten Antworten liefern. Insofern eignen sie sich hervorragend als Herrschaftsinstrument, vermitteln sie in ihrer Konsequenz doch als wissenschaftlich fundierte vermeintliche &sbquo;Wahrheit&lsquo;: &sbquo;Ihr wollt es doch so!&lsquo; oder eben: &sbquo;Ihr Kritiker seid in der absoluten Minderheit, findet Euch mit dieser Niederlage ab!&lsquo; (zur sogar nachtr&auml;glichen Manipulationen von Umfragen zum Thema Studiengeb&uuml;hren seitens des CHE vgl. Himpele 2006). Bez&uuml;glich des Bildungssystems hat hier erst k&uuml;rzlich die GEW (2007) &ndash; in Reaktion auf eine Umfrage, die vermeintlich ergab, eine Mehrheit der Deutschen sei per se f&uuml;r das dreigliedrige Schulsystem &ndash; exemplarisch derlei Zusammenh&auml;nge aufgedeckt.\n<\/li>\n<li>In Nordrhein-Westfalen schrieb das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE), ein Think Tank, der aus Mitteln der Bertelsmann Stiftung finanziert wird und daher den hinter dieser stehenden Interessen verpflichtet ist, nicht nur (mehr oder minder) selbst das neue &sbquo;Hochschulfreiheitsgesetz&lsquo;, sondern ist &uuml;berdies nun auch mit der &Uuml;berwachung dessen Umsetzung an den Hochschulen betraut (vgl. Lieb 2007b).\n<\/li>\n<li>&bdquo;Als es in Frankfurt vor einiger Zeit um die Berufung von Alex Demirovic ging, der erkl&auml;rterma&szlig;en die Kritische Theorie vertrat, hat sich der jetzige Pr&auml;sident Rudolf Steinberg &ouml;ffentlich damit gebr&uuml;stet, dass er seine Anstellung durch entsprechende Gutachten verhindern konnte. In Bremen werden die international sehr renommierten Lehrst&uuml;hle f&uuml;r Behindertenp&auml;dagogik von vier auf zwei reduziert. Hier hatten Georg Feuser und Wolfgang Jantzen einen innovativen Ansatz vertreten, der gegen die Aussonderung und Stigmatisierung von Behinderten gerichtet war. In Marburg wird die Nachfolge des Politikwissenschaftlers Frank Deppe blockiert. Deppe galt als letzter Vertreter der von Wolfgang Abendroth begr&uuml;ndeten Schule marxistischer Politikwissenschaft. Als sein Sch&uuml;ler Dieter Plehwe auf der Berufungsliste auftauchte, zog es der Marburger Pr&auml;sident Volker Nienhaus vor, den Lehrstuhl ganz zu streichen [usw. usf.]. [&hellip;] Einerseits geht es sicher um politische Disziplinierung, andererseits [aber auch] um die stromlinienf&ouml;rmige Ausrichtung auf den Bologna-Prozess, der auf keinen Fall gest&ouml;rt oder verz&ouml;gert werden soll&ldquo; (Karl-Heinz Heinemann, zitiert nach Stegemann 2007b).\n<\/li>\n<\/ol><p><strong>Literatur<\/strong><\/p><p>ABS (2005): Argumente gegen Studiengeb&uuml;hren. Eine Widerlegung von Behauptungen, Aktionsb&uuml;ndnis gegen Studiengeb&uuml;hren-Brosch&uuml;re 2, 4. Auflage, <a href=\"http:\/\/www.abs-bund.de\/_blobs\/1836\/broschuere_2.pdf\">http:\/\/www.abs-bund.de\/_blobs\/1836\/broschuere_2.pdf<\/a><\/p><p>Achelp&ouml;hler, W. et al. (2007): Die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren und der internationale Pakt &uuml;ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt). Stellungnahme der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften (fzs), <a href=\"http:\/\/gew.de\/Binaries\/Binary27834\/sozialpakt_innenteil_web.pdf%20\">http:\/\/gew.de\/Binaries\/Binary27834\/sozialpakt_innenteil_web.pdf <\/a><\/p><p>Alidusti, K. (2007): Wie das CHE Inhalte stiftet &ndash; die &sbquo;Politikberatung&lsquo; der Bertelsmann-Tochter, in: Wernicke, J.\/Bultmann, T. (Hrsg.) (2007): Netzwerk der Macht &ndash; Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus G&uuml;tersloh, 2. &uuml;berarbeitete Auflage, Marburg, S. 195 &ndash; 214<\/p><p>Bennhold, M. (2002): Die Bertelsmann Stiftung, das CHE und die Hochschulreform: Politik der &sbquo;Reformen&lsquo; als Politik der Unterwerfung, in: Lohmann,<\/p><p>I.\/Rilling, R. (2002): Die verkaufte Bildung. Kritik und Kontroversen zur Kommerzialisierung von Schule, Weiterbildung und Wissenschaft, Opladen, S. 279 &ndash; 299<\/p><p>Bourdieu, P. (1987): Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft, Frankfurt am Main<\/p><p>Bourdieu, P. (2001): Gegenfeuer 2. F&uuml;r eine europ&auml;ische soziale Bewegung, Konstanz<\/p><p>Bultmann, T.\/Sch&ouml;ller, O. (2003): Die Zukunft des Bildungssystems: Lernen auf Abruf &ndash; eigenverantwortlich und lebensl&auml;nglich! Oder: die langfristige Entwicklung und politische Implementierung eines postindustriellen Bildungsparadigmas, <a href=\"http:\/\/www.sozialplenum.de\/privatisierung\/2006\/schoellerbultmann.pdf\">http:\/\/www.sozialplenum.de\/privatisierung\/2006\/schoellerbultmann.pdf<\/a>; auch in: PROKLA 131, Juni 2003, S. 331 &ndash; 354 (die Zitate beziehen sich auf die Internetver&ouml;ffentlichung)<\/p><p>Demirovic, A. (2004): Wissenschaft oder Dummheit. Die Zerst&ouml;rung der wissenschaftlichen Rationalit&auml;t durch Hochschulreform, <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/%20artikel.php?id=1416;\">http:\/\/www.linksnet.de\/ artikel.php?id=1416;<\/a> auch in: PROKLA. Zeitschrift f&uuml;r kritische Sozialwissenschaft, Heft 137, 34. Jg., 2007, Nr. 4, S. 497 &ndash; 514 (die Zitate beziehen sich auf die Internetver&ouml;f-fentlichung)<\/p><p>Deutscher Hochschulverband 2007: Uni-Barometer 2007: Weiterer Abbau von Professuren, im Internet unter: <a href=\"http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/57068\/uni-barometer-2007-weiterer-abbau-von-professuren\/\">http:\/\/bildungsklick.de\/pm\/57068\/uni-barometer-2007-weiterer-abbau-von-professuren\/<\/a><\/p><p>Dozekal, E. (2003): Die deutsche Universit&auml;t. Ein kritischer Durchgang durch Wissenschaft, Ausbildung und Hochschule heute, Band VII der Schriftenreihe zu Bildung &amp; Wissenschaft des AStA Uni Bremen, Bremen, <a href=\"http:\/\/www.fb3-fh-frankfurt.de\/fb3\/professoren\/Dozekal\/Vortrag_%20Universitaet.pdf\">http:\/\/www.fb3-fh-frankfurt.de\/fb3\/professoren\/Dozekal\/Vortrag_ Universitaet.pdf<\/a><\/p><p>Echo Online (2007): Warnung vor Zwei-Klassen-Universit&auml;ten. Exzellenzinitiative: Der Darmst&auml;dter Elitenforscher Hartmann sagt eine Abw&auml;rtsspirale der Qualit&auml;t voraus, <a href=\"http:\/\/www.echo-online.de\/suedhessen\/template_detail.%20php3?id=548736\">http:\/\/www.echo-online.de\/suedhessen\/template_detail. php3?id=548736<\/a><\/p><p>FTD (2007): Arbeitgeberpreis f&uuml;r Bildung. Kleine Kapitalisten, <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Arbeitgeberpreis%20%20Bildung%20Kleine%20Kapitalisten\/291307.html\">http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Arbeitgeberpreis%20 Bildung%20Kleine%20Kapitalisten\/291307.html<\/a> <\/p><p>fzs (Hrsg.) (2005): Dokumentation der Tagung &sbquo;Standardisierung oder Qualit&auml;tsentwicklung? Sachstand und Perspektiven der Qualit&auml;tssicherung an deutschen Hochschulen im Vorfeld der Bergen-Konferenz&lsquo;, <a href=\"http:\/\/www2.bdwi.de\/%20uploads\/doku_q_tagung.pdf\">http:\/\/www2.bdwi.de\/ uploads\/doku_q_tagung.pdf<\/a> <\/p><p>GEW (2007): Umfragen zu Ver&auml;nderungen der Schulstruktur. Zusammengestellt von Marianne Demmer im Dezember 2007, <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary%2028147\/Umfragen%20Schulstruktur.pdf%20\">http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary 28147\/Umfragen%20Schulstruktur.pdf <\/a><\/p><p>Gillmann, B. (2007): Manager erobern Kontrolle an den Unis, in: Handelsblatt vom 12. Oktober 2007<\/p><p>Hartmann, M. (2004): Elitehochschulen &ndash; die soziale Selektion ist entscheidend, in: PROKLA. Zeitschrift f&uuml;r kritische Sozialwissenschaft, Jg. 34, Nr. 4., S. 535 &ndash; 549<\/p><p>Hartmann, M. (2005): Studiengeb&uuml;hren und Hochschulzugang: Vorbild USA?, in: Leviathan, Jg. 33\/2005, Heft 4, S. 439 &ndash; 463 <\/p><p>Hartmann, M (2006): Die Exzellenzinitiative &ndash; ein Paradigmenwechsel in der deutschen Hochschulpolitik, in: Leviathan, Jg. 34\/2006, Nr. 4, S. 447 &ndash; 465<\/p><p>Hartmann, M. (2007): Eliten und Macht in Europa. Ein internationaler Vergleich, Frankfurt am Main<\/p><p>Heinemann, K.-H. (2007): McDonaldisierung. Kritische Wissenschaft f&auml;llt Bologna zum Opfer, <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-724-mcdonaldisierung.php\">http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-724-mcdonaldisierung.php<\/a>; auch in: Forum Wissenschaft, Heft 4\/2007, Marburg: BdWi-Verlag (die Zitate beziehen sich auf die Internetver&ouml;ffentlichung) <\/p><p>Himpele, K. (2006): Der Einfluss von Lobbyorganisationen und Wirtschaft im Diskussionsfeld Studiengeb&uuml;hren, <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/%20Hintergrund\/lobby.php\">http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/ Hintergrund\/lobby.php<\/a><\/p><p>Hoffacker, W. (2003): Enthierarchisierung oder Entdemokratisierung des Systems? Von der normativen zur kontraktualen Steuerung der Hochschulen, <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/themen\/wiss\/441264.html\">http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/themen\/wiss\/441264.html<\/a>; auch in: Forum Wissenschaft, Heft 3\/2003, Marburg: BdWi-Verlag (die Zitate beziehen sich auf die Internetver&ouml;ffentlichung)<\/p><p>Horkheimer, M.\/Adorno T. W. (2003): Dialektik der Aufkl&auml;rung. Philosophische Fragmente, Frankfurt am Main: Fischer<\/p><p>Keller, A. (2000): Hochschulreform und Hochschulrevolte. Selbstverwaltung und Mitbestimmung in der Ordinarienuniversit&auml;t, der Gruppenhochschule und der Hochschule des 21. Jahrhunderts, Marburg<\/p><p>Keller, A. (2005a): &Ouml;konomische versus politische Steuerung der Hochschulen. Beitrag zur Stipendiatenkonferenz der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&sbquo; Mitbestimmung und Hochschule: gesellschaftlich situiert&lsquo; am 6. Oktober 2005 in Bad Orb, <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary19565\/Andreas_Keller_Steuerung_Hochschulen.pdf\">http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary19565\/Andreas_Keller_Steuerung_Hochschulen.pdf<\/a><\/p><p>Keller, A. (2005b): Unternehmen Uni? Ambivalenzen der gegenw&auml;rtigen Hochschulpolitik, in: Wernicke, J.\/Brodowski, M.\/Herwig, R. (Hrsg.) (2005): Denkanst&ouml;&szlig;e. Wider die neoliberale Zurichtung von Bildung, Hochschule und Wissenschaft, M&uuml;nster: LIT, S. 249 &ndash; 263<\/p><p>KMK (2003): L&auml;ndergemeinsame Strukturvorgaben gem&auml;&szlig; &sect; 9 Abs. 2 HRG f&uuml;r die Akkreditierung von Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen, Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 10.10.2003, <a href=\"http:\/\/www.kmk.org\/hschule\/strukvorgaben.pdf\">http:\/\/www.kmk.org\/hschule\/strukvorgaben.pdf<\/a> <\/p><p>Krautz, J. (2007) Ware Bildung. Schule und Universit&auml;t unter dem Diktat der &Ouml;konomie, Kreuzlingen\/M&uuml;nchen<\/p><p>Kunze, H. (2007): Lehren mit Hartz IV. Vom Superstudenten zum Betteldozenten, in: SPIEGEL Online vom 31. Juli 2007, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de%20\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,496984,00.html\">http:\/\/www.spiegel.de \/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,496984,00.html<\/a><\/p><p>Lieb, W. (2004): Die &sbquo;neue Freiheit&lsquo; der NRW-Hochschulen: Freiheit f&uuml;r wen und wozu?, in: Wernicke, J.\/Bultmann, T. (Hrsg.) (2007): Netzwerk der Macht &ndash; Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus G&uuml;tersloh, 2. &uuml;berarbeitete Auflage, Marburg, S. 215 &ndash; 228<\/p><p>Lobbycontrol (2006): Studie: Schaub&uuml;hne f&uuml;r die Einflussreichen und Meinungsmacher. Der neoliberal gepr&auml;gte Reformdiskurs bei &sbquo;Sabine Christiansen&lsquo;,<a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/download\/Christiansen-Schaubuehne_%20kurz.pdf\">http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/download\/Christiansen-Schaubuehne_ kurz.pdf<\/a> <\/p><p>Lohmann, I.\/Rilling, R. (2002): Die verkaufte Bildung. Kritik und Kontroversen zur Kommerzialisierung von Schule, Weiterbildung und Wissenschaft, Opladen<\/p><p>Markard, M. (2005): Wohlabgerichteter Hund, nutzbare Maschine: &sbquo;Qualit&auml;t&lsquo; und &sbquo;Standardisierung&lsquo; als Kr&auml;merpolitik, <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/%20archiv\/97723.html\">http:\/\/www.bdwi.de\/forum\/archiv\/ archiv\/97723.html<\/a>; auch in: Forum Wissenschaft, Heft 1\/2005, Marburg (die Zitate beziehen sich auf die Internetver&ouml;ffentlichung) <\/p><p>Masschelein, J.\/Si-mons, M. (2005): Globale Immunit&auml;t oder Eine kleine Kartographie des europ&auml;ischen Bildungsraums, Z&uuml;rich\/Berlin<\/p><p>Michalke, M.\/Na&szlig;, O.\/Nitsche, A. (2007): Mehr Humor und keine Katze &ndash; Rankingprodukte Marke Bertelsmann, in: Wernicke, J.\/Bultmann, T. (Hrsg.) (2007): Netzwerk der Macht &ndash; Bertelsmann. Der medial-politische Komplex aus G&uuml;tersloh, 2. &uuml;berarbeitete Auflage, Marburg, S. 111 &ndash; 139<\/p><p>Nollert, M. (2005): &sbquo;Waging the War of Ideas&rsquo;. Zur Entwicklung und Struktur des neoliberalen Diskursnetzwerks, in: Imhof, K.\/Eberle T. S. (Hrsg.): Triumph und Elend des Neoliberalismus, Z&uuml;rich, S. 39 &ndash; 58<\/p><p>Sch&ouml;ller, O. (2006): Bildung geht stiften. Zur Rolle von Think Thanks in der Wissensgesellschaft, in: Bittlingmayer, U. H.\/Bauer, U. (Hrsg.): Die &sbquo;Wissensgesellschaft&lsquo;. Mythos, Ideologie oder Realit&auml;t?, Wiesbaden, S. 285 &ndash; 320<\/p><p>Stegemann, T. (2004): Kritische Wissenschaft unerw&uuml;nscht, in: telepolis &ndash; magazin der netzkultur, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26903\/1.html\">http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/26\/26903\/1.html<\/a><\/p><p>Uni Duisburg-Essen (2007): Forschungsprojekt zu Besetzung und Struktur von Hochschulr&auml;ten. Wer kommt in den Hochschulrat?, <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/home\/fb\/presse\/presse_1\/druck_22.08.2007_37336.shtml%20\">http:\/\/www.uni-due.de\/home\/fb\/presse\/presse_1\/druck_22.08.2007_37336.shtml <\/a><\/p><p>van Rossum, W. (2004): Meine Sonntage bei Sabine Christiansen. Wie das Palaver uns regiert, K&ouml;ln<br>\n<strong><br>\nDieser Beitrag erscheint in Heft 74 von Z Zeitschrift Marxistische Erneuerung, Juni 2008. Das Heft hat den Themenschwerpunkt &lsquo;Kritik der neoliberalen Bildungspolitik&rsquo;.<br>\n<a href=\"www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de\">www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de<\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum irgendwo wird derzeit soviel &sbquo;Reform&lsquo;-Kraft entfaltet wie im deutschen Bildungssystem. An vielen Stellen wird reformiert, um- und neugestaltet. Die in gro&szlig;en Teilen hiergegen kontext-argumentativ wehrlose Linke sieht sich mit scheinbar zusammenhanglosen Versatzst&uuml;cken technokratischer Modernisierung konfrontiert, die sie mit dem Ruf &bdquo;Bildung ist keine Ware!&ldquo; oder mit der Forderung, mehr Arbeiterkinder sollten an die Hochschulen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3230\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[17],"tags":[320,231,429,986,568,234,560],"class_list":["post-3230","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hochschulen-und-wissenschaft","tag-bolognaprozess","tag-che","tag-exzellenzinitiative","tag-hochschulautonomie","tag-hochschulraete","tag-studiengebuehren","tag-wernicke-jens"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3230","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3230"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3230\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28931,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3230\/revisions\/28931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3230"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3230"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3230"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}