{"id":3231,"date":"2008-05-20T09:23:32","date_gmt":"2008-05-20T07:23:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3231"},"modified":"2008-05-20T09:29:38","modified_gmt":"2008-05-20T07:29:38","slug":"hinweise-des-tages-651","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3231","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3231&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung<\/strong><br>\nDer Bericht vom 19. Mai 2008 ist hier im Ticker abrufbar<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/%20%20\">Arbeitnehmerkammer<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>a) Armutszeugnis f&uuml;r die Regierung<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste Armutsbericht von Sozialminister Scholz zeigt, dass das Armutsrisiko hoch geblieben ist. Er sieht 13 Prozent der Deutschen in Armut &ndash; die Statistik zeigt 18 Prozent. Die Opposition wirft Scholz T&auml;uschung mit untauglichen Daten vor. &ldquo;Das wahre Ausma&szlig; der Armut ist weitaus gr&ouml;&szlig;er und dramatischer als von Scholz angegeben&rdquo;, wetterte etwa der gr&uuml;ne Sozialexperte Markus Kurth.<\/p>\n<p>Sogar unter den beteiligten Gutachtern herrscht Unmut. Der Vorwurf: Scholz gehe mit einzelnen Zahlen hausieren, ohne offenzulegen, dass bei anderen Indikatoren das Ergebnis drastischer ausf&auml;llt. Als arm gilt, wer als Single weniger als 781 Euro netto im Monat zur Verf&uuml;gung hat.<br>\nScholz beruft sich auf die Statistik des sogenannten EU-Silc aus dem Jahr 2006, eine europaweit standardisierte Erhebung zu Einkommen. Andere renommierte Erhebungen wie das sozio&ouml;konomische Panel des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) verzeichnen einen deutlich h&ouml;heren Anstieg der Armutsquote &ndash; n&auml;mlich eine Steigerung von 12 Prozent im Jahr 2000 auf 18 Prozent im Jahr 2006.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/regierung-streitet-ueber-arme\/?src=SZ&amp;cHash=e9968c2eac%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>b) Attac: Solidarische Umverteilung statt Steuersenkung f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDie wachsende Schere zwischen Arm und Reich sei das Ergebnis einer gezielten Umverteilungspolitik von unten nach oben, die den Globalisierungsverlierern Lohnverzicht, Sozialk&uuml;rzungen und eine h&ouml;here Mehrwertsteuer zumutet, w&auml;hrend sie die Gewinner durch Steuersenkungen und Steuerschlupfl&ouml;cher f&uuml;r Unternehmen und Erben systematisch aus der Verantwortung entl&auml;sst.<\/p>\n<p>Attac fordert, endlich mit einer Politik der solidarischen Umverteilung von oben nach unten zu beginnen. Zentral hierf&uuml;r sei ein gerechtes Steuersystem. Generelle Steuersenkungen, wie sie derzeit diskutiert werden, lehnt Attac dagegen ab. &ldquo;Die Antwort auf die zunehmende Ungleichheit kann nicht sein, den Staat noch weiter zu beschneiden&rdquo;, betonte Chris Methmann. Notwendig sei im Gegenteil ein Ausbau der &ouml;ffentlichen Infrastruktur, um allen Menschen den Zugang zum &ouml;ffentlichen Leben &ndash; und damit etwa zu Bildung und guter medizinischer Versorgung &ndash; zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=894%20\">attac<\/a><\/p>\n<p><strong>c) Mehr Arme &ndash; mehr Million&auml;re<\/strong><br>\n2,5 Millionen Kinder sind arm. Doppelt so viele wie 2004. Gleichzeitig gibt es immer mehr Million&auml;re &ndash; schon 800.000 waren es letzten Sommer. Die Statistik besch&ouml;nigt noch die Lage. Als arm gelten Menschen mit weniger als 781 Euro netto im Monat. Vor drei Jahren lag die Schwelle noch bei 938 Euro. Die Agenda 2010 ist die zentrale Ursache f&uuml;r mehr Armut. Die Durchsetzungsm&ouml;glichkeiten in der Tarifpolitik sind mit Befristungen und Leiharbeit massiv behindert worden. Hinzu kommen Minijobs und vor allem Hartz IV. Ohne Zumutbarkeitsschutz rauschen die L&ouml;hne in den Keller.<br>\nQuell: <a href=\"http:\/\/wipo.verdi.de\/wirtschaftspolitik_aktuell\/data\/08_11_armut.pdf\">ver.di Wirtschaftspolitik aktuell [PDF &ndash; 112 KB]<\/a><\/p>\n<p><strong>d) Interview zum Armutsbericht: Die Superreichen werden immer reicher<\/strong><br>\nHei&szlig;t dass, an der Spitze in Deutschland und Europa entscheiden M&auml;chte, die von demokratischen Regeln unbeeinflusst sind?<br>\nHans J&uuml;rgen Krysmanski: Ich bin in der Tat der Auffassung, dass sich um die Geldm&auml;chtigen so etwas wie eine &bdquo;h&ouml;fische Gesellschaft&ldquo; herausbildet. Die Geldelite tritt hinter den Kulissen auf als ein neuer Souver&auml;n. Es gibt genug H&ouml;flinge, die den neuen Herren zu Diensten sind oder zumindest beiden Seiten, dem Geldreichtum und dem Volk, dienen wollen, wie zum Beispiel die ungl&uuml;ckliche Figur des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Sarkozy. Alle empirischen Untersuchungen zeigen, dass Superreichtum, auch wenn es sich um neuen Reichtum handelt, die Tendenz hat, sich abzuschotten, Dynastien zu bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/nachrichten\/nachrichten\/2008\/5\/19\/news-47788955\/detail.html\">WAZ online<\/a><\/p>\n<p><strong>e) Armutsbericht: &ldquo;Wir haben das falsche Steuersystem&rdquo; <\/strong><br>\nDie Ursache der wachsenden Armut in Deutschland liegt auch in einer verfehlten Wirtschafts- und Sozialpolitk. Das meint zumindest der Soziologe Sighard Neckel. Im stern.de-Interview spricht er f&uuml;r h&ouml;here Steuern auf Kapital aus und warnt vor Parallelgesellschaften der Armut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/arbeit\/:Armutsbericht-Wir-Steuersystem\/620823.html?nv=rss_\">stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Neckel pl&auml;diert offenbar f&uuml;r eine st&auml;rkere Steuerfinanzierung zur Armutsbek&auml;mpfung und f&uuml;r eine Senkung der Sozialabgaben bei den L&ouml;hnen. Das soll durch eine st&auml;rkere Besteuerung des Kapitals geschehen. Was macht es aber f&uuml;r einen Sinn, die Unternehmen bei Sozialabgaben zu entlasten und bei Steuern st&auml;rker zu belasten? Warum sollte es nach den massiven Steuersenkungen f&uuml;r die Unternehmen der letzten Jahre in Zukunft eher gelingen, solche Steuererh&ouml;hungen durchzusetzen? Die bessere Form der Armutsbek&auml;mpfung w&auml;ren immer noch ordentlich L&ouml;hne und eine Beteiligung des Kapitals an den Kosten f&uuml;r die sozialen Sicherungssysteme. Steuerabh&auml;ngige Sozialversicherungen sind in Deutschland jedenfalls immer soziale Absicherung nach Kassenlage.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kampf um den Regionalverkehr<\/strong><br>\nIn Bremen tobt ein harter Kampf um den gr&ouml;&szlig;ten Nahverkehrsauftrag, der bisher in Deutschland vergeben wurde. Die private Nordwestbahn (NWB) hat die Ausschreibung von drei S-Bahn-Linien ins nieders&auml;chsische Umland Anfang M&auml;rz souver&auml;n gewonnen. Doch mit juristischen Tricks hat die klar unterlegene Deutsche Bahn (DB) den Zuschlag an den Konkurrenten nun gekippt. Bei einer Neuausschreibung will der Konzern mit einer tariflosen Billigtochter aus dem Osten das 500-Millionen-Euro-Projekt doch noch an Land ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1336690\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieter Wermuth: Geschockte Verbraucher<\/strong><br>\nEs fehlen nach wie vor die Anzeichen, dass wir es inzwischen mit einem sich selbst tragenden Aufschwung zu tun haben, einem, der unabh&auml;ngig von den Exporterfolgen der Unternehmen w&auml;re. Seit Jahren nehmen die Ausgaben der Haushalte deutlich langsamer zu als das BIP insgesamt. Es hat bislang auch nicht viel geholfen, dass die Anzahl der neuen Jobs seit einiger Zeit mit Jahresraten von 1 _ Prozent bis 2 Prozent zugenommen hat; da es sich bislang zumeist um einfache und relativ schlecht bezahlte Jobs handelte, ist die Lohnsumme insgesamt nur langsam gestiegen, so dass die normalen Leute kaum ausgabefreudiger geworden sind. Dabei schl&auml;gt die Hausse der Energiepreise immer st&auml;rker zu Buche. Ohne optimistische Verbraucher kein Gewinnwachstum &ndash; und kein Wachstum insgesamt. Das ist die Lage. Es sieht ganz so aus, als h&auml;tten sich die Analysten im Vorzeichen geirrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2008\/05\/19\/geschockte-verbraucher_315\">Zeit Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><strong>Konjunktur: &ldquo;Hans-Werner Sinn hat recht&rdquo;<\/strong><br>\nVon Robert von Heusinger. Eine frische Studie der franz&ouml;sischen Bank Natixis offenbart ein brisantes Ph&auml;nomen: Die deutschen Wachstumszahlen sagen immer weniger &uuml;ber den tats&auml;chlichen Zustand der Volkswirtschaft aus. Der Grund: Die Lagerhaltung in der deutschen Volkswirtschaft schwankt immer st&auml;rker und verzerrt damit das eigentliche Wachstum im Quartal. Ein Lageraufbau, eine &Uuml;berproduktion, wirkt sich wachstumserh&ouml;hend aus, ein Lagerabbau dr&uuml;ckt das Wachstum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1335545\">FR<\/a>\n<p><strong>Kommentar AM:<\/strong> <\/p>\n<blockquote><p>Der Hinweis auf die Lagerhaltungsschwankungen und damit verbundene Aufs und Abs des BIP kann ja stimmen. Aber dass damit auch die These von der Basar&ouml;konomie stimmen soll, ist ein Fehlschluss. Wenn es n&auml;mlich keine gro&szlig;e, &uuml;ber eine Basart&auml;tigkeit hinausgehende &ndash; in unserem Falle industrielle &ndash; Wertsch&ouml;pfung in Deutschland g&auml;be, dann g&auml;be es auch keine hohen Exporterl&ouml;se. Sie &uuml;bersteigen die Einfuhren, wie wir alle wissen, gewaltig. Mit Lagerhaltung und Zusammenstecken ist das nicht m&ouml;glich. Daf&uuml;r unseren Export&uuml;bersch&uuml;ssen entsprechende Preise zu bezahlen w&uuml;rde schon sehr dumme ausl&auml;ndische Importeure voraussetzen.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Handwerk fordert Ende f&uuml;r Ein-Euro-Jobs<\/strong><br>\nZum &uuml;berraschend hohen Wachstum von 1,5 Prozent im ersten Quartal in Deutschland sagte er, das sei &ldquo;kein Grund zu Jubelst&uuml;rmen&rdquo;. Im Handwerk gebe es keine Hinweise auf eine Belebung des Konsums. &ldquo;Die vom privaten Konsum abh&auml;ngigen Handwerke melden auch im ersten Quartal 2008 ein reales Minus bei den Ums&auml;tzen&rdquo;, erkl&auml;rte Schleyer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2008\/0519\/wirtschaft\/0055\/index.html%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Diese Meldung ist eigentlich nur deshalb interessant, weil selbst das Handwerk das Ende der 1-Euro-Jobs verlangt und der erhoffte Wachstumstr&auml;ger privater Konsum nicht beim Handwerk ankommt. Ansonsten die &uuml;bliche Leier bei der Senkung von Steuern und Abgaben, um ein Mehr beim Brutto abzuwehren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krankenversicherung: Zehn Irrt&uuml;mer &uuml;ber die Privaten<\/strong><br>\nDer Mythos vom privilegierten Privatpatienten h&auml;lt sich hartn&auml;ckig. Doch die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit in der privaten Krankenversicherung k&ouml;nnte kaum gr&ouml;&szlig;er sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/versicherungen\/krankenversicherung\/tid-5429\/krankenversicherung_aid_52165.html\">FOCUS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gesetzlich Versicherte m&uuml;ssen sich beim Versuch, einen Termin beim Facharzt zu erhalten, ganz hinten anstellen, und haben eine eingeschr&auml;nkte Auswahl an Behandlungsm&ouml;glichkeiten (was in manchen F&auml;llen einen erheblich fr&uuml;heren Tod zur Folge haben kann, <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/gesundheit\/gesundheitswesen\/zweiklassenmedizin\/doku_ard_060712\/interview.jhtml\">siehe z.B. hier<\/a>). Die Privilegien des Privatpatienten sind also alles andere als ein Mythos. Diese kompakte Auflistung der potentiellen Nachteile einer PKV mag dennoch f&uuml;r den einen oder anderen Leser von Interesse sein.<br>\n<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>8.500 Unterschriften gegen die E-Card<\/strong><br>\nDie IPPNW und das Komitee f&uuml;r Grundrechte und Demokratie &uuml;bergeben einem Vertreter aus dem Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit heute mittag 8.500 Protestunterschriften. Die Einf&uuml;hrung der Chipkarte verletze das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung der Patienten und Patientinnen und werde einen weiteren Baustein im &Uuml;bergang vom Sozialstaat zum Kontrollstaat bilden. Das Arzt-Patienten-Verh&auml;ltnis werde durch den Aufbau einer zentralen Gesundheitstelematikinfrastruktur schwer besch&auml;digt, denn die &auml;rztliche Schweigepflicht sei in gravierender Weise bedroht. Mit der Ausgabe der neuen eGK w&uuml;rden zun&auml;chst die KassenpatientInnen schleichend auf die &ldquo;sch&ouml;ne neue Welt&rdquo; der zentralen Datenspeicherung eingestimmt. Allm&auml;hlich w&uuml;rde auf diesem Weg die &Uuml;berwachung sowohl der Behandlungsmethoden der &Auml;rzte als auch der Lebensf&uuml;hrung der Patienten erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/presse\/presse_2008\/index.html?expand=1977&amp;cHash=9e47756ca0\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><strong>Die gew&ouml;hnliche Ausnahme<\/strong><br>\nDie Emp&ouml;rung &uuml;ber die &raquo;Sicherheitsstrategie f&uuml;r Deutschland&laquo;, die CDU und CSU vorgestellt haben, ist gro&szlig;. Doch die Vorarbeit f&uuml;r den permanenten Ausnahmezustand haben bereits die rot-gr&uuml;ne und die schwarz-rote Regierung geleistet. Schon im regierungsamtlichen &raquo;Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik Deutschlands und zur Zukunft der Bundeswehr&laquo; von 2006 sowie in den &raquo;Verteidigungspolitischen Richtlinien&laquo; der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung von 2003 ist manches nachzulesen, was nun f&uuml;r Emp&ouml;rung sorgt: etwa die geplante &raquo;Vorverlegung&laquo; des Verteidigungsfalls, um ihn auch im Fall drohender Terroranschl&auml;ge ausrufen zu k&ouml;nnen, die damit kriegerischen Angriffen feindlicher Armeen gleichgesetzt w&uuml;rden. Oder die neue geostrategische Rolle der Bundeswehr und die Sicherung der Energie- und Rohstoffversorgung auch mit milit&auml;rischen Mitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/20\/21777.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr Zuwanderer<\/strong><br>\n2007 sind mehr Personen nach Deutschland zugezogen als ausgewandert. Damit hat sich der Einwanderungs&uuml;berschuss gegen&uuml;ber dem Vorjahr verdoppelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/21\/zuwanderung-2007\">ZEIT online<\/a><\/li>\n<li><strong>Harter Kampf um Provisionen<\/strong><br>\nDie Spannung unter den Banken steigt. Am kommenden Mittwoch und Donnerstag entscheidet die Bahn zusammen mit dem Bund und dem Berater Rothschild in Frankfurt, wer die beiden entscheidenden Institute beim milliardenschweren B&ouml;rsengang der Deutschen Bahn werden.Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, pr&auml;sentieren sich rund zehn Banken, die in die engere Auswahl f&uuml;r ein Mandat als Prozessbank kommen. Sie m&uuml;ssen &uuml;berzeugen, denn es geht um etwa 20 Mill. Euro an Geb&uuml;hren f&uuml;r jede Bank. Beste Chancen haben Morgan Stanley und die Deutsche Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Handel-Dienstleistungen\/_pv\/_p\/200040\/_t\/ft\/_b\/1431851\/default.aspx\/harter-kampf-um-provisionen.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> 20 Millionen f&uuml;r die Begleitung an die B&ouml;rse, da lohnte es sich doch, dass die &bdquo;Finanzkreise&ldquo; massiv f&uuml;r die Privatisierung der Bahn eingetreten sind. Wie gesagt: Bei Privatisierungen muss man zun&auml;chst immer danach fragen, wer verdient daran?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die SPD kokettiert mit dem Bankrott<\/strong><br>\nDie SPD z&ouml;gert, einen eigenen Kandidaten f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten zu stellen. W&uuml;rde sie darauf verzichten, k&auml;me dies einer politischen Bankrotterkl&auml;rung gleich. Deshalb m&uuml;ssen die Sozialdemokraten jetzt Gesine Schwan nominieren. Alles andere w&auml;re absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Bundespr%E4sidenten-Kandidatur-Die-SPD-Bankrott\/620725.html%20\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So ist es. Mit ihrer Kampagne f&uuml;r K&ouml;hler und mit ihren Warnungen davor, eine m&ouml;gliche Mehrheit in der Bundesversammlung zur Wahl eines Kandidaten oder einer Kandidatin der SPD zu nutzen, f&uuml;hren die Konservativen und ihre Presse die Sozialdemokraten am Nasenring durch die politische Arena.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kein Schulterschluss in Lima<\/strong><br>\nDie EU und Lateinamerika haben auf ihrem Regionaltreffen in Lima im Streit um Handelsabkommen und Klimaschutz keinen Konsens gefunden. Die 60 teilnehmenden Staaten konnten sich auf dem am Wochenende zu Ende gegangenen Gipfel lediglich bei der Armutsbek&auml;mpfung auf konkrete gemeinsame Ziele verst&auml;ndigen.\n<p>Wenn sich die EU und sein lateinamerikanisches Gegenst&uuml;ck, der Mercosur, auf einen gemeinsamen Nenner einigen konnten, dann auf den, dass sie ihre Differenzen nicht &uuml;berwinden k&ouml;nnen. Hauptstreitpunkt sind aus Sicht des Mercosur die Subventionen und Importquoten, mit denen Europa seine M&auml;rkte sch&uuml;tzt. Von den Freihandelsgespr&auml;chen mit der Andengemeinschaft verabschiedete sich Br&uuml;ssel ganz offiziell. Stattdessen sollen nun bilaterale Verhandlungen mit den Teilnehmerstaaten aufgenommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1336150\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Skandal&ouml;ser Rechtsmissbrauch durch die Bank Oppenheim<\/strong><br>\nDas Buch &bdquo;Der Bankier. Ungebetener Nachruf auf Alfred von Oppenheim&ldquo; (Nomen Verlag) kann seit zwei Jahren nur in 3. geschw&auml;rzter Auflage erscheinen. Zu den sieben Einstweiligen Verf&uuml;gungen, die den Text betreffen, kommt ein Dutzend weiterer Verfahren. Die meisten befinden sich inzwischen in 2. Instanz (Kammergericht Berlin).<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080520%20Word%20Datei%20zu%20den%20Hinweisen.pdf\">[PDF &ndash; 44 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Streubomben-&Auml;chtung: Heimt&uuml;ckische Blindg&auml;nger<\/strong><br>\nDublin ist Teil des &ldquo;Oslo-Prozesses&rdquo;. Den initiierte die norwegische Regierung Anfang vergangenen Jahres. Hintergrund ist, dass die drei st&auml;ndigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates USA, Russland und China seit Jahren die Verhandlungen &uuml;ber ein Streumunitionsverbot im Rahmen der Genfer Abr&uuml;stungskonferenz der Vereinten Nationen (UN) blockierten. Verboten werden soll Streumunition vor allem wegen ihrer Auswirkungen auf die Zivilbev&ouml;lkerung. Nach einer Studie von Handicap International sind 98 Prozent der Opfer Zivilisten. Die Bomben &ouml;ffnen sich nach dem Abwurf und setzen unz&auml;hlige &ldquo;Bomblets&rdquo; frei. Viele davon explodieren nicht, bleiben aber scharf. Wer einen solchen Sprengk&ouml;rper ber&uuml;hrt, wird verst&uuml;mmelt oder stirbt. Bauern in betroffenen L&auml;ndern wie im Irak, Libanon und in Afghanistan k&ouml;nnen zudem wegen der Streumunition ihre Felder nicht bestellen, so dass die Ern&auml;hrungslage leidet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1336190\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Tipp: Heiner Flassbeck &ndash; Das Ende der Massenarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nEine Rezension des Buches von Flassbeck und Spiecker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/348\/heiner-flassbeck-das-ende-der-massenarbeitslosigkeit\">Spiegelfechter<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3231","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3231","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3231"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3231\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3231"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3231"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3231"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}