{"id":32320,"date":"2016-03-21T08:44:39","date_gmt":"2016-03-21T07:44:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320"},"modified":"2016-03-21T08:44:39","modified_gmt":"2016-03-21T07:44:39","slug":"hinweise-des-tages-2587","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h01\">Abkommen mit T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h02\">Die Zeichen sind auf Sturm gesetzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h03\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h04\">Syrien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h05\">Rasterfahndung mit unseren Bankdaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h06\">Dax-Unternehmen zahlen Rekorddividenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h07\">Bundeshaushalt: SPD feiert Mehrausgaben als &ldquo;starkes Signal&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h08\">Barry Eichengreen: As monetary policy reaches its limits, it&rsquo;s time for governments to spend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h09\">Merkel sieht dringenden Handlungsbedarf bei Jugendarbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h10\">Mediziner in Osteuropa: Revolte der Wei&szlig;kittel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h11\">Wer wird schon 100 Jahre alt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h12\">Die Zukunftstr&auml;ume des Pentagon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h13\">Live-Blog aus dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h14\">NSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h15\">Schw&auml;rzung vergessen: Edward Snowden als Ziel des Angriffs auf Lavabit enth&uuml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h16\">Reform des Bundesnachrichtendienstes vorerst zur&uuml;ckgestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h17\">Das eigentliche Problem mit dem Pressekodex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32320#h18\">Zu guter Letzt: Energieriesen in Not<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Abkommen mit T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Merkel ist gescheitert<\/strong><br>\nZwar steht jetzt eine Einigung zwischen der EU und der T&uuml;rkei &ndash; doch f&uuml;r Kanzlerin Merkel gibt es trotzdem keinen Grund zum Feiern. Sie reagierte zu sp&auml;t, dann aktionistisch &ndash; mit der Folge, dass die Osteurop&auml;er ihre Weg nicht mitgehen wollten. [&hellip;]<br>\nAber was passierte? Statt den Menschen zu helfen, k&uuml;rzten die Europ&auml;er, k&uuml;rzte auch Deutschland die Hilfsgelder f&uuml;r die Region &ndash; vor allem f&uuml;r das Weltern&auml;hrungsprogramm. Parallel wurde man in Berlin in den Jahren 2011 bis 2014 nicht m&uuml;de, zu betonen: Um die Fl&uuml;chtlinge, die mit Booten in Italien und Griechenland ankommen, haben sich bittesch&ouml;n Italien und Griechenland selbst zu k&uuml;mmern. Wie es die Vertr&auml;ge von Dublin vorsehen w&uuml;rden. Von der sp&auml;ter viel beschworenen &ldquo;europ&auml;ischen Solidarit&auml;t&rdquo; war damals in Berlin nicht viel zu sp&uuml;ren. [&hellip;]<br>\nErst unter diesem Druck entdeckte die Kanzlerin pl&ouml;tzlich die T&uuml;rkei als L&ouml;sung aller Probleme. Ein Land, dem sie in ihrer politischen Karriere, um es freundlich zu formulieren, stets wenig Begeisterung entgegen brachte. Ein Land, dem vor Jahren von Merkel nur die kalte Schulter gezeigt wurde, als es versuchte, sich Europa anzun&auml;hern. Dieses Land soll nun also f&uuml;r sie &ndash; f&uuml;r uns alle &ndash; die Kohlen aus dem Feuer holen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/eu-fluechtlinge-gipfel-tuerkei-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr bemerkenswerte Analyse, f&uuml;r die Tagesschau.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Angela Merkel &ndash; Ein Gesicht zum sch&auml;men<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn wir uns noch daf&uuml;r entschuldigen m&uuml;ssen, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land&rdquo;, sagte Angela Merkel im September letzten Jahres. Jetzt zeigt sie ein anderes Gesicht. Ihr Abkommen mit dem Terror-Paten Erdogan kommentiert die franz&ouml;sische Zeitung &ldquo;Sued Ouest&rdquo;: &ldquo;Es gibt Abkommen, die man besser nicht unterschrieben h&auml;tte. Der Entschluss, tausende von Personen zur&uuml;ckzuschicken, von denen die meisten schutzbed&uuml;rftig sind, ist nicht glorreich. Angela Merkel verk&ouml;rpert das Gesicht eines Europas, das sich sch&auml;men muss.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf%20\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>EU verkauft Menschenrechte an die T&uuml;rkei<\/strong><br>\nDer EU-Gipfel hat die Vereinbarung zur R&uuml;cknahme von Fl&uuml;chtlingen durch die T&uuml;rkei angenommen. &raquo;Der T&uuml;rkei-Deal wurde gebilligt&laquo;, teilte der finnische Regierungschef Juha Sipil&auml; am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Der tschechische Regierungschef Bohuslav Sobotka best&auml;tigte dies. Demnach wurde der Sonntag als Startdatum festgelegt. Ab dann sollen alle neu in Griechenland ankommenden Fl&uuml;chtlinge zur&uuml;ck in die T&uuml;rkei geschickt werden. (&hellip;)<br>\nDie Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, B&auml;rbel Kofler (SPD), hatte den sich abzeichnenden Fl&uuml;chtlingspakt zwischen der EU und der T&uuml;rkei kritisiert. &raquo;Es kann auf keinen Fall sein, dass ganze Gruppen von Menschen aufgrund ihrer Herkunft kein Recht auf Asyl mehr genie&szlig;en d&uuml;rfen&laquo;, sagte Kofler am Freitag dem Sender HR-Info. &raquo;Das individuelle Recht auf Asyl muss gewahrt bleiben.&laquo;<br>\nKofler teilt damit die Einsch&auml;tzung des Menschenrechtskommissars des Europarats, Nils Muiznieks, der die Pl&auml;ne der EU f&uuml;r illegal h&auml;lt. &raquo;In der Praxis kommt man da nat&uuml;rlich an gro&szlig;e Probleme, denn die hohe Zahl der Fl&uuml;chtlinge, die nach Griechenland kommt, hat einen Anspruch auf ordentliche Pr&uuml;fung ihres Asylantrags&laquo;, sagte Kofler. &raquo;Egal, ob man aus Syrien kommt oder aus einem anderen Land.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1005651.eu-verkauft-menschenrechte-an-die-tuerkei.html%20\">neues deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: UN mahnen Einhaltung des Asylrechts an<\/strong><br>\nIst der Fl&uuml;chtlingspakt, den die EU mit der T&uuml;rkei geschlossen hat, mit dem Grundrecht auf Asyl vereinbar? Die Vereinten Nationen haben da offenbar Bedenken und mahnen ein faires Verfahren f&uuml;r alle Fl&uuml;chtlinge an. Handlungsbedarf sehen sie auch in Griechenland und der T&uuml;rkei.<br>\nDie Vereinten Nationen haben die T&uuml;rkei und die EU aufgefordert, bei der Umsetzung ihrer Vereinbarungen zur Fl&uuml;chtlingskrise das Grundrecht auf Asyl weiterhin zu gew&auml;hrleisten. Vor einer R&uuml;ckf&uuml;hrung von Fl&uuml;chtlingen in die T&uuml;rkei m&uuml;sse deren Schutzbed&uuml;rftigkeit in individuellen Befragungen noch in Griechenland gepr&uuml;ft werden, teilte das Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR zu den in Br&uuml;ssel getroffenen Vereinbarungen mit. Es m&uuml;sse auch sichergestellt sein, dass die Fl&uuml;chtlinge gegen Entscheidungen Berufung einlegen k&ouml;nnen.<br>\nDie Vereinbarung zwischen EU und der T&uuml;rkei sieht vor, dass alle Fl&uuml;chtlinge, die ab diesem Sonntag auf irregul&auml;rem Wege aus der T&uuml;rkei &uuml;ber das Meer nach Griechenland kommen, wieder in die T&uuml;rkei zur&uuml;ckgeschickt werden k&ouml;nnen. Die EU nimmt im Gegenzug die gleiche Zahl von syrischen Fl&uuml;chtlingen auf, die sich schon seit l&auml;ngerer Zeit in der T&uuml;rkei aufhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-gipfel-241.html%20\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Warum der Deal mit der T&uuml;rkei eine Schande f&uuml;r Europa ist<\/strong><br>\nEin bitterer Tag f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge: Der schmutzige EU-T&uuml;rkei-Deal ist in trockenen T&uuml;chern. Alle Schutzsuchenden, die aus der T&uuml;rkei in die Europ&auml;ische Union gelangen, sollen wieder dorthin zur&uuml;ck geschickt werden. Europa verabschiedet sich von seinen Werten.<br>\nWer aus der T&uuml;rkei nach Griechenland gelangt, soll &ndash; nach einem schnellen pro forma-Verfahren &ndash; zur&uuml;ck in die T&uuml;rkei abgeschoben werden. Im Gegenzug m&ouml;chten die EU-Staaten f&uuml;r jeden syrischen Abgeschobenen einen syrischen Fl&uuml;chtling aus der T&uuml;rkei auf legalen Wegen aufnehmen. Um den bizarren Plan zu verdeutlichen: Nur wenn ein syrischer Schutzsuchender sein Leben bei der &Uuml;berfahrt &uuml;ber die &Auml;g&auml;is riskiert und dann per Schnellverfahren zur&uuml;ckverfrachtet wird, entsteht ein Platz f&uuml;r einen anderen Schutzsuchenden aus Syrien, der dann legal und gefahrenfrei in die Europ&auml;ische Union kommen darf.<br>\nInsgesamt gilt auch das vorerst aber nur f&uuml;r insgesamt 72.000 Menschen &ndash; und das nicht etwa zus&auml;tzlich, sondern Medienberichten zufolge als Teil von bereits beschlossenen Aufnahmekontingenten. Und: Wer bereits einmal illegal nach Europa eingereist ist, soll dabei ohnehin schlechte Karten haben.<br>\nDoch damit nicht genug: Nicht nur, dass der Deal syrische Schutzsuchende gegen Menschen aus anderen L&auml;ndern ausspielt und Fl&uuml;chtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten wie dem Irak, Afghanistan oder Eritrea Schutz in der Europ&auml;ischen Union generell verwehrt bleibt, er l&auml;sst auch v&ouml;llig au&szlig;er Acht, dass die T&uuml;rkei kein &bdquo;sicherer Drittstaat&ldquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/warum_der_deal_mit_der_tuerkei_eine_schande_fuer_europa_ist\/\">Pro Asyl<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Analyse zum EU-T&uuml;rkei-Fl&uuml;chtlingsgipfel: Asylbewerber, Armut, Verm&ouml;gen und Wirtschaftskraft &ndash; ein Blick auf die Relationen<\/strong><br>\nBeim zweiten EU-T&uuml;rkei-Fl&uuml;chtlingsgipfel wird es um die neuen Forderungen der T&uuml;rkei gehen und nat&uuml;rlich um L&ouml;sungen f&uuml;r die nach wie vor kontrovers diskutierte Fl&uuml;chtlingsproblematik. Bei der von Kanzlerin Angela Merkel angestrebten Verteilung von Fl&uuml;chtlingen hakt es ebenso wie unter anderem bei der Frage der Grenz&ouml;ffnung. Die Balkanl&auml;nder und &Ouml;sterreich habe die Balkanroute faktisch geschlossen. Aber auch der Deal mit der T&uuml;rkei ist umstritten, nicht zuletzt weil die Regierung einen R&uuml;ckbau der Demokratie im eigenen Land betreibt. Angela Merkel ist mit ihren Vorstellungen zur Fl&uuml;chtlingspolitik zunehmend isoliert. Ob es f&uuml;r sie auf diesem Gipfel eine gesichtswahrende L&ouml;sung gibt, das h&auml;ngt nicht zuletzt wahrscheinlich auch am Geld, um das es dabei geht.<br>\nDie T&uuml;rkei &ndash; der gro&szlig;e Profiteur vom EU-Fl&uuml;chtlingsstreit?<br>\nDie EU hat der T&uuml;rkei bereits drei Milliarden Euro f&uuml;r die bessere humanit&auml;re Versorgung von Fl&uuml;chtlingen zugesagt. Doch die Regierung in Ankara will weitere drei Milliarden. Dar&uuml;ber hinaus fordert sie im Gegenzug f&uuml;r die R&uuml;cknahme von Fl&uuml;chtlingen die Aufhebung der Visumspflicht f&uuml;r t&uuml;rkische Staatsb&uuml;rger bereits zum Juni 2016 und eine verbesserte Ausgangsbasis f&uuml;r den EU-Beitritt.<br>\nUnabh&auml;ngig davon stellt die EU inzwischen insgesamt 700 Millionen Euro als Nothilfe f&uuml;r die humanit&auml;re Versorgung von Fl&uuml;chtlingen in besonders betroffenen Mitgliedstaaten zur Verf&uuml;gung. Besonders betroffen ist aber auch Deutschland.<br>\nSeit Monaten h&auml;lt sich die Fl&uuml;chtlingskrise hier im Land in den Schlagzeilen und dominiert die Nachrichtensendungen. Auch die Landtagswahlen waren von diesem Thema gepr&auml;gt. Eskaliert ist die Fl&uuml;chtlingskrise seit die Bundesregierung am 5. September einseitig die bedingungslose Grenz&ouml;ffnung f&uuml;r eine unbegrenzte Zahl von Fl&uuml;chtlingen verf&uuml;gt hatte. (1) Die unter anderem massenhaften sexuellen Bel&auml;stigungen in K&ouml;ln und anderen deutschen St&auml;dten in der Silvesternacht haben die Fl&uuml;chtlingsdebatte in Deutschland und in der EU noch einmal versch&auml;rft.<br>\nVor dem Hintergrund der aufgeheizten Debatte und angesichts des gegenw&auml;rtigen Standes der Diskussion &uuml;ber m&ouml;gliche L&ouml;sungen und deren Kosten erscheint es sinnvoll, einmal die Relationen in den Blick zu nehmen. Denn erst dann erscheint eine Bewertung der L&ouml;sungsvorschl&auml;ge und der Lastenverteilung auf europ&auml;ischer Ebene &uuml;berhaupt m&ouml;glich. Dabei geht es um humanit&auml;re Not in der EU und zwar nicht nur die der Fl&uuml;chtlinge und es geht um die wirtschaftlichen und finanziellen Voraussetzungen f&uuml;r die Bew&auml;ltigung dieser Herausforderungen in den Mitgliedstaaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/analyse-zum-eu-tuerkei-fluechtlingsgipfel-asylbewerber-armut-vermoegen-und-wirtschaftskraft-ein-blick-auf-die-relationen\/\">Querschuesse.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Zeichen sind auf Sturm gesetzt<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Anschl&auml;ge in der T&uuml;rkei seien nur Vorboten f&uuml;r das, was in den n&auml;chsten Wochen und Monaten passieren k&ouml;nnte, sagte der Nahost-Experte Michael L&uuml;ders im DLF. &ldquo;Das Ziel ist nat&uuml;rlich klar: Radikale Kurden wollen die T&uuml;rkei zur&uuml;ck an den Verhandlungstisch zwingen.&rdquo; Am Ende k&ouml;nne das Land in einen b&uuml;rgerkriegs&auml;hnlichen Zustand kommen.<br>\nL&uuml;ders betonte, wenn der Konflikt zwischen radikalen Kurden und dem t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan weiter eskaliere, k&ouml;nnte der Staat am Ende nicht mehr als sicheres Herkunftsland gelten, was eine R&uuml;ckf&uuml;hrung von Fl&uuml;chtlingen erschwere. Es fehle aber aktuell der Druck vonseiten des Westens auf Erdogan, weil er in der Fl&uuml;chtlingspolitik gebraucht werde.<br>\nDer Nahost-Kenner betonte mit Blick auf die Anschl&auml;ge vor rund einer Woche in Ankara und am Samstag in Istanbul, diese seien &ldquo;ein erster Vorbote darauf, was die T&uuml;rkei in den n&auml;chsten Wochen und Monaten erwarten k&ouml;nnte.&rdquo;<br>\nAKP wird &ldquo;sultanisch&rdquo; gef&uuml;hrt<br>\nDie Strategie der verbotenen kurdischen Organisation PKK sei eigentlich immer gewesen, dem Terror abzuschw&ouml;ren. Aber es gebe Untergruppierungen und unabh&auml;ngige Gruppen. Es sei schwierig zu ermessen, wie viel Einfluss die PKK auf sie habe. &ldquo;Die Zeichen sind auf Sturm gesetzt.&rdquo; Das Ziel der radikalen Kurden sei klar: Sie wollten Erdogan zur&uuml;ck an den Verhandlungstisch zwingen.<br>\nInnerhalb der Regierungspartei AKP drohe zumindest kein m&auml;&szlig;igender Einfluss auf den Staatspr&auml;sidenten. Es gebe keine offene Kritik an Erdogan, sagte L&uuml;ders. Die Partei werde &ldquo;sultanisch&rdquo; gef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/terror-in-der-tuerkei-die-zeichen-sind-auf-sturm-gesetzt.694.de.html?dram:article_id=348836%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Fl&uuml;chtlinge gehen kellnern und putzen<\/strong><br>\nRund 70 Prozent der Fl&uuml;chtlinge haben Experten zufolge keine abgeschlossene Berufsausbildung. Viele k&auml;men daher zun&auml;chst nur als Hilfskr&auml;fte auf dem Arbeitsmarkt unter.<br>\nViele Gefl&uuml;chtete werden nach Ansicht von Forschern zun&auml;chst nur als Hilfskr&auml;fte auf dem deutschen Arbeitsmarkt unterkommen. F&uuml;r h&ouml;her qualifizierte Jobs sei meist noch Weiterbildung n&ouml;tig, sagte Herbert Br&uuml;cker vom N&uuml;rnberger Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gut 70 Prozent der Fl&uuml;chtlinge h&auml;tten keine abgeschlossene Berufsausbildung. Schon jetzt strebten Zuwanderer vor allem in die Gastronomie und wirtschaftsnahe Dienstleistungen wie Sicherheitsberufe, Reinigung, Handel- und Lagerarbeiten.<br>\nDas IAB geht davon aus, dass von den etwa 1,1 Millionen Fl&uuml;chtlingen, die im vergangenen Jahr in Deutschland erfasst wurden, noch etwa 800.000 hier sind.<br>\nDass die Gefl&uuml;chteten nun vor allem in Helferjobs unterk&auml;men, betrachtet Herbert Br&uuml;cker skeptisch. Diese seien zum Teil k&ouml;rperlich und mental anstrengend. Au&szlig;erdem seien die Verdienste niedrig und die Arbeitslosigkeitsrisiken &uuml;berdurchschnittlich hoch. Deutsche Arbeitnehmer wollten diese Jobs immer seltener machen. &ldquo;Daher m&uuml;ssen wir sehen, dass wir berufsbegleitend etwas f&uuml;r diese Menschen tun und sie einen Aufstieg haben k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Br&uuml;cker &uuml;ber die Gefl&uuml;chteten. Auch Bundesagentur-f&uuml;r-Arbeit-Vorstand Detlef Scheele sagte: &ldquo;Es darf nicht hei&szlig;en: einmal Helfer, immer Helfer.&rdquo; Dies sei auch wichtig, damit es k&uuml;nftig keine Konkurrenz zwischen einheimischen Langzeitarbeitslosen und gering Qualifizierten sowie Gefl&uuml;chteten gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-03\/fluechtlinge-integration-in-arbeitsmarkt-als-hilfskraefte%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Haben sich diese &bdquo;Experten&ldquo; jemals die Frage gestellt, weshalb diese Berufe hierzulande nicht mehr beliebt sind? Kann es sein, dass es Zusammenh&auml;nge mit den schlechten Arbeitsbedingungen und -l&ouml;hnen in diesen Branchen gibt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was f&uuml;r ein gequirlter Mist. &ldquo;j&auml;hrlich entstehen rund 700.000 Arbeitspl&auml;tze neu&rdquo; &ndash; ganz sicher nicht netto und ganz sicher keine Vollzeitarbeitspl&auml;tze, sonst w&auml;re die Massenarbeitslosigkeit in Deutschland in vier oder f&uuml;nf Jahren Geschichte. Und wie soll die Forderung erf&uuml;llt werden, es d&uuml;rfe keine Arbeitsmarktkonkurrenz zwischen einheimischen Langzeitarbeitslosen und Gefl&uuml;chteten (um Arbeitsstellen) entstehen? Die Konkurrenz ist automatisch da, wenn mehrere Menschen denselben Job ausf&uuml;llen k&ouml;nnen und haben wollen. Aufgabe der Politik w&auml;re die Schaffung von mehr Arbeitsstellen z. B. durch Ausweitung der Nachfrage, aber die Politik wartet ja lieber auf den gn&auml;digen Markt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>McKinsey zieht sich vom Lageso zur&uuml;ck<\/strong><br>\nEnde September hatte das Unternehmen McKinsey mit der Arbeit am Lageso begonnen &ndash; probono. Seitdem ist viel passiert: Ein fr&uuml;her McKinsey-Mann ist Lageso-Chef, das Unternehmen durfte f&uuml;r 238.000 Euro ein Konzept ausarbeiten, ein SPD-Mann soll davon profitiert haben. Der in die Kritik geratene Chef der Senatskanzlei, Bj&ouml;rn B&ouml;hning, will nun offene Fragen beantworten. Au&szlig;erdem zieht sich McKinsey vom Lageso zur&uuml;ck.<br>\nIm Zusammenhang mit der McKinsey-Aff&auml;re will der in die Kritik geratene Chef der Senatskanzlei, Bj&ouml;rn B&ouml;hning (SPD), offene Fragen beantworten. Er schl&auml;gt den Abgeordneten des Berliner Abgeordnetenhauses daf&uuml;r eine Sondersitzung des Hauptausschusses vor.<br>\nB&ouml;hning hat dazu einen Brief ans Abgeordnetenhaus geschrieben. Darin erkl&auml;rt er, zu jeder Aufkl&auml;rung bereit zu sein, sagte Daniela Augenstein, Sprecherin der Senatskanzlei, dem rbb. Die von B&ouml;hning vorgeschlagene Sondersitzung des Hauptausschusses k&ouml;nnte aus seiner Sicht noch vor Ostern in der n&auml;chsten Woche stattfinden. Der Brief ist am sp&auml;ten Nachmittag im Abgeordnetenhaus eingegangen. Die Sondersitzung m&uuml;ssen die Fraktionen beantragen. Die Gr&uuml;nen signalisierten bereits ihre Zustimmung. Ist der Antrag gestellt, muss die Sitzung innerhalb einer Woche stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2016\/03\/mckinsey-lageso-probono-bjoern-boehning.html\">rbb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch um den Nachwuchs der Berliner SPD scheint es nicht gut bestellt zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Auch Asylantrag 37.501 muss gepr&uuml;ft werden<\/strong><br>\nEnde Januar kam der Beschluss aus &Ouml;sterreich: F&uuml;r Asylantr&auml;ge soll eine Obergrenze gelten. Nun urteilten renommierte Verfassungsrechtler: Eine solche Grenze ist rechtlich nicht durchsetzbar. Wie laut kann Kanzler Faymann noch auf seine strikte Fl&uuml;chtlingspolitik pochen?<br>\nZwei renommierte Verfassungsrechtler, die im Auftrag der &ouml;sterreichischen Regierung ein Gutachten erstellt haben, kommen zu dem Ergebnis: Tageskontingente f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge seien zwar als eine Art technisches Hilfsmittel zul&auml;ssig, die verk&uuml;ndete Jahresobergrenze von 37.500 Asylantr&auml;gen in &Ouml;sterreich sei aber verfassungswidrig. Der Text des Gutachtens ist noch nicht ver&ouml;ffentlicht, doch die Autoren haben bereits Stellung genommen.<br>\n&ldquo;Eine Obergrenze, die darin besteht, dass eine absolute Zahl festgelegt wird, ab deren Erreichen kein einziger Antrag mehr gepr&uuml;ft wird, ist mit v&ouml;lkerrechtlichen Vorgaben und unionsrechtlichen Vorgaben nicht kompatibel&rdquo;, sagt der Europarechtler Walter Obwexer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/oesterreich-fluechtlinge-obergrenze-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unions- und v&ouml;lkerrechtliche Vorgaben d&uuml;rften auch f&uuml;r alle anderen EU-Mitgliedsstaaten gelten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Syrien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Terror &ndash; der Gehilfe der Diktatoren<\/strong><br>\nPutins R&uuml;ckzieher in Syrien zeigt: Die Zerst&ouml;rung des IS war nie sein Hauptziel. Die Extremisten spielen ihm in die H&auml;nde. Denn Terror zersetzt Demokratien, w&auml;hrend er autokratische Regime zementiert.<br>\nDie russischen Bomben sollten in Syrien prim&auml;r die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) treffen, verk&uuml;ndete Wladimir Putin vor einem halben Jahr. Der russische Pr&auml;sident warnte vor den Tausenden von K&auml;mpfern aus Europa, Russland und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken in den Reihen des IS: &laquo;Wenn sie in Syrien Erfolg haben, kehren sie in ihre L&auml;nder und auch nach Russland zur&uuml;ck.&raquo; Deshalb m&uuml;sse sein Milit&auml;r in Syrien pr&auml;ventiv gegen den &laquo;internationalen Terrorismus&raquo; vorgehen.<br>\nDem Diktum des Kremlchefs getreu sprachen folglich auch die russischen Gener&auml;le von &laquo;punktgenauen Luftangriffen&raquo; gegen IS-Stellungen. Wie sich aber bald herausstellte, waren die Schl&auml;ge der russischen Kampfjets gegen den IS keineswegs punktgenau, sondern vielmehr punktuell. Sie bildeten lediglich die d&uuml;nne Fassade eines angeblichen Anti-Terror-Kampfes, hinter der Putins Luftwaffe einen gnadenlosen Bombenkrieg gegen gem&auml;ssigtere Rebellengruppen f&uuml;hrte. Hauptziel war nicht die IS-Hochburg Rakka im kargen Osten des Landes, sondern die einst bl&uuml;hende Wirtschaftsmetropole Aleppo im Norden. Der von Rebellen gehaltene Osten der Stadt wurde zunehmend eingekesselt, und ihre Nachschubwege zur T&uuml;rkei wurden blockiert. Laut Augenzeugenberichten griffen russische Kampfjets jeweils gezielt Spit&auml;ler sowie die Wasser- und Stromversorgung an, um die Bev&ouml;lkerung ganzer Ortschaften in die Flucht zu zwingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kommentare\/der-is-als-machtinstrument-terror-der-gehilfe-der-diktatoren-ld.8698%20\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin N.W.:<\/strong> Mich hat (&hellip;) dieser NZZ-Artikel wegen seines unendlichen Zynismus masslos ge&auml;rgert. Mir war ja klar, dass der russische R&uuml;ckzug aus Syrien Presse-Reaktionen in dieser Art hervorrufen w&uuml;rde. Aber ob nun bewusst manipulativ oder aus Ueberzeugung geschrieben &ndash; die Verdrehung der Tatsachen wird auf die Spitze getrieben ohne jegliches Gesp&uuml;r, wann endlich Schluss ist mit der Glaubw&uuml;rdigkeit &hellip; und auch ohne Gef&uuml;hl f&uuml;r einen absoluten Zynismus gegen&uuml;ber den IS-Opfern. Wo soll das hinf&uuml;hren?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krieg der Hegemonialm&auml;chte<\/strong><br>\nDer Aufstand wurde zu einem der l&auml;ngsten B&uuml;rgerkriege seit 1945. Der &bdquo;IS&ldquo; nutzte ein Machtvakuum, das auch f&uuml;r andere Staaten attraktiv ist.<br>\nSelten hat sich die Wahrnehmung und Beschreibung eines Krieges so schnell und so grunds&auml;tzlich ver&auml;ndert wie beim Krieg in Syrien: Was zun&auml;chst als ein in die L&auml;nge gezogener Aufstand gegen ein politisch &uuml;berlebtes Regime erschien, wurde zu einem der l&auml;ngsten B&uuml;rgerkriege nach 1945. Die milit&auml;rischen Erfolge des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo;, dessen weit ausgreifende Eroberungen, die symbolische Einebnung der syrisch-irakischen Grenze und schlie&szlig;lich die Ausrufung des Kalifats machten Syrien zum neuen Brennpunkt des Dschihad. Diese Entwicklungen f&uuml;hrten zum Eingreifen des Westens in den Krieg, wobei sich die Luftschl&auml;ge gegen den IS zun&auml;chst auf irakisches Gebiet konzentrierten und erst schrittweise auf syrisches Territorium ausgeweitet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Buergerkrieg-in-Syrien\/!5287676\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.V.:<\/strong> M&uuml;nkler als neoliberaler Propagandist, Geschichtsklitterer und Kriegsbef&uuml;rworter &ndash; die TAZ als Sprachrohr. Da kommt zusammen, was zusammengeh&ouml;rt.<\/em><br>\n<em>Die USA und die EU als treibende Kr&auml;fte hinter der Vernichtung Syriens blendet er aus, stattdessen schwadroniert er von &bdquo;B&uuml;rgerkrieg&ldquo; (die syrischen B&uuml;rger wollen keinen Krieg, sondern sind vor den ausl&auml;ndischen K&auml;mpfern aus ca. 50 L&auml;ndern geflohen!) und h&auml;lt eine Filetierung Syriens f&uuml;r &bdquo;optimal&ldquo;. Die Pipeline ruft&hellip;<\/em><br>\n<em>Selbst wenn man ihm den Text von Mr. Kennedy (NDS) zur Verf&uuml;gung stellen sollte, w&uuml;rde es ihm wohl nicht helfen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Unser Leser meint diesen Text von Robert F. Kennedy jr.: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32213\">Warum die Araber uns in Syrien nicht wollen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Krieg ver&auml;ndert die Welt<\/strong><br>\nDer Konflikt in Syrien hat erst das Land und dann eine ganze Region zerst&ouml;rt. International hat er die Machtverh&auml;ltnisse durcheinander gewirbelt. Wer der gro&szlig;e Verlierer ist, &uuml;berrascht.<br>\nSie waren noch Kinder, als sie im Fr&uuml;hjahr 2011 mit einer Spraydose bewaffnet durch die Stra&szlig;en von Daraa liefen. Vor einer Mauer hielten sie und spr&uuml;hten: &bdquo;Du hast das Land gepl&uuml;ndert, Assad &ndash; jetzt bist du dran.&ldquo; Niemand konnte wissen, welche Konsequenzen dieser Schriftzug haben sollte. Denn was folgt sind Festnahmen durch den Geheimdienst, Folter, Misshandlung.<br>\nEin hoher Beamte sagte zu den Eltern der Kinder: &bdquo;Vergesst diese Kinder, macht neue&ldquo;. Die Eltern machten die Aussagen publik &ndash; und sie verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sie war der Ausl&ouml;ser eines Konflikts, der erst Syrien in einen B&uuml;rgerkrieg st&uuml;rzte, dann eine Region ins humanit&auml;re Chaos und schlussendlich das weltpolitische Machtgef&uuml;ge durcheinander wirbelte. F&uuml;nf Aspekte, die zeigen, wie ein Konflikt die Welt ver&auml;ndert:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/syrien-konflikt-ein-krieg-veraendert-die-welt\/13327336.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Verwirrung und Verschw&ouml;rungstheorie mal aus einer ganz anderen Ecke. Um f&uuml;nf Jahre Beweisf&uuml;hrung daf&uuml;r, da&szlig; man gegen Terror keinen Krieg f&uuml;hren kann, zu verschleieren, werden jetzt reichlich Nebelkerzen verschossen. Zum Beispiel wird nicht wirklich dar&uuml;ber berichtet, wer diese enorme Destabilisierung in der Region gezielt herbeigef&uuml;hrt hat.<\/em><br>\n<em>Russland &ndash; das einen legalen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt in Syrien hat &ndash; ist erst seit einem halben Jahr in diese Auseinandersetzung in involviert und beendet gerade einen gro&szlig;en Teil seines Engagements. Das bedeutet, da&szlig; die westlichen Schurkenstaaten jetzt wieder alleine in der Kriegsverantwortung stehen. Und das in einem Land, in dem sie ohne UN-Mandat Krieg f&uuml;hren, und f&uuml;r das sie keine L&ouml;sung haben. Der eigene R&uuml;ckzug ist ja nicht verhandelbar.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rasterfahndung mit unseren Bankdaten<\/strong><br>\nWenn ich diesen Artikel etwas fr&uuml;her gelesen h&auml;tte, w&auml;re &bdquo;Die Abschaffung des Bargelds und die Folgen&ldquo; noch etwas alarmistischer ausgefallen. Was mit unseren Bankdaten schon heute passiert oder bald passieren soll, l&auml;sst einen eine Welt ohne Bargeld nochmals mit ganz neuen Augen sehen.<br>\nDer ein oder andere von Ihnen hat vielleicht schon einen Anruf von seiner Bank oder Kreditkartenfirma erhalten, nachdem er eine Auslandsreise tat oder ungew&ouml;hnliche Zahlungen erledigte, mit der besorgten Frage, ob man noch alle seine Karten bei sich habe, ob alles in Ordnung sei. Es seien ungew&ouml;hnliche Zahlungsstr&ouml;me aufgefallen. So etwas passiert, weil unsere Zahlungsbewegungen in Echtzeit automatisch mit bestimmten, uns Kunden unbekannten, Computer-Algorithmen durchforscht und auf ungew&ouml;hnliche Vorkommnisse hin &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nDas ist sehr n&uuml;tzlich, werden damit doch Betr&uuml;gereien mit kopierten oder gestohlenen Karten idealer Weise sehr schnell festgestellt und abgestellt, bevor der Schaden zu gro&szlig; wird. Die Sache ist nur die: Niemand von uns wei&szlig;, welche eigenen oder fremden Algorithmen die Banken noch &uuml;ber unsere Zahlungsinformationen laufen lassen. Neben denen, die dazu dienen, uns vor Kriminellen zu warnen, gibt es auf jeden Fall auch diejenigen, die dazu dienen, die staatlichen Beh&ouml;rden auf uns hinzuweisen, weil wir potentielle Geldw&auml;scher, Steuerhinterzieher oder Terroristen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/586-rasterfahndung#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Dax-Unternehmen zahlen Rekorddividenden<\/strong><br>\n24 der 30 Gesellschaften erh&ouml;hen die Dividende. 3 Prozent Rendite bringen allein die Aussch&uuml;ttungen. Doch die meisten Deutschen lassen ihr Geld lieber kaum verzinst auf Sparbuch oder Konto.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/aktien\/rekordauszahlungen-von-dax-unternehmen-14133385.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist toll f&uuml;r die Aktion&auml;re &ndash; schlecht f&uuml;r die Arbeitnehmer, die weiterhin viel zu niedrige L&ouml;hne bekommen. Sieht die FAZ den klaffenden Widerspruch nicht und den Unsinn, mit dem sie noch jede realistische Forderung der Gewerkschaften als &ldquo;sozialistische Gleichmacherei&rdquo; o. &auml;. abqualifiziert? Das Geld bei den Unternehmen ist im &Uuml;berflu&szlig; vorhanden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundeshaushalt: SPD feiert Mehrausgaben als &ldquo;starkes Signal&rdquo;<\/strong><br>\nDie SPD wertet die Aufstockung des Bundeshaushalts f&uuml;r 2017 als wichtigen Schritt f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die CDU sieht das anders.<br>\nSigmar Gabriel (SPD) hat wesentliche Teile seines geforderten Sozialprojekts durchgesetzt: Der Bundeshaushalt 2017 wird um mehr als f&uuml;nf Milliarden Euro aufgestockt. Ihren Erfolg bezeichnete die Partei als &ldquo;Einstieg in das Solidarprojekt&rdquo;, wie Generalsekret&auml;rin Katarina Barley mitteilte. Zuvor hatten sich Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) &uuml;ber die Eckpunkte des Etats und der mittelfristigen Finanzplanung verst&auml;ndigt.<br>\n&ldquo;Wir brauchen Investitionen in eine aktive Arbeitsmarktpolitik, in Kinderbetreuung und den Wohnungs- und St&auml;dtebau&rdquo;, sagte Barley zu den geplanten Mehrausgaben, die die SPD seit Wochen gefordert hatte. Es sei &ldquo;ein starkes Signal&rdquo;, dass pro Jahr nun insgesamt eine Milliarde Euro f&uuml;r den Kita-Ausbau vorgesehen sei. &ldquo;Wir haben erreicht, dass die erforderlichen Haushaltsmittel f&uuml;r zentrale Projekte der SPD bereitgestellt werden&rdquo;, &auml;u&szlig;erte SPD-Parlamentsgesch&auml;ftsf&uuml;hrerin Christine Lambrecht. Das komme sowohl der einheimischen Bev&ouml;lkerung als auch Fl&uuml;chtlingen zugute. &ldquo;Dies ist ein ganz wichtiger Schritt zur St&auml;rkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-03\/bundeshaushalt-spd-sigmar-gabriel-wolfgang-schaeuble-aufstockung\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man kann immer wieder dieselbe Kritik wiederholen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>die im Text genannten 2,5 Milliarden Euro zus&auml;tzlich sind nicht einmal 1 Promille des BSP &ndash; ein Pfl&auml;sterchen auf einer klaffenden Blutung &ndash; f&uuml;r jahre- oder jahrzehntelange Vers&auml;umnisse in der Gr&ouml;&szlig;enordnung von mehreren zig oder hundert Milliarden Euro<\/em><\/li>\n<li><em>Gabriel best&auml;tigt einerseits die angeblich ge&auml;u&szlig;erte Kritik an der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, indem er jetzt sozusagen Geld f&uuml;r Soziales nachschiebt. Gleichzeitig will er offenbar W&auml;hler kaufen.<\/em><\/li>\n<li><em>einige Gelder werden f&uuml;r Probleme ausgegeben (z. B. zur Aufstockung von Minirenten), die die SPD in den letzten 17 Jahren ma&szlig;geblich (mit)verursacht hat. Nicht der Staat, sondern die Unternehmen m&uuml;ssen L&ouml;hne und Renten zahlen!<\/em><\/li>\n<li><em>die stockkonservativen Gr&uuml;nen und die neoliberale CDU sorgen sich vorgeblich um die Generationengerechtigkeit, wobei ihnen offensichtlich u. a. die 2,5 Millionen in Armut lebenden Kinder oder der Verfall der Infrastruktur (anscheinend kein Zukunftsthema) egal sind<\/em><\/li>\n<li><em>die CDU entbl&ouml;det sich nicht, gegen alle Evidenz das &uuml;bliche M&auml;rchen zu erz&auml;hlen: &ldquo;Deutschland geht es nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial so gut wie nie&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Barry Eichengreen: As monetary policy reaches its limits, it&rsquo;s time for governments to spend<\/strong><br>\nThe world economy is visibly sinking, and the policymakers who are supposed to be its stewards are tying themselves in knots. [&hellip;]<br>\nThe solution is straightforward. It is to fix the problem of deficient demand not by attempting to further loosen monetary conditions, but by boosting public spending. Governments should borrow to invest in research, education, and infrastructure. Currently, such investments cost little, given low interest rates. Productive public investment would also enhance the returns on private investment, encouraging firms to undertake additional projects.<br>\nThus, it is disturbing to see the refusal of policymakers, particularly in the US and Germany, to even contemplate such action, despite available fiscal space (as record-low treasury-bond yields and virtually every other economic indicator show). In Germany, ideological aversion to budget deficits runs deep. It is rooted in the post-second world watdoctrine of &ldquo;ordoliberalism,&rdquo; which counselled that government should enforce contracts and ensure adequate competition but otherwise avoid interfering in the economy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/business\/2016\/mar\/11\/as-monetary-policy-reaches-its-limits-its-time-for-governments-to-start-spending\">The Guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Merkel sieht dringenden Handlungsbedarf bei Jugendarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nZwar sei die Quote in Deutschland niedriger als in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern, aber jeder einzelne junge Mensch, der keine Arbeit habe, sei einer zu viel, sagte sie in ihrer w&ouml;chentlichen Video-Botschaft. Die CDU-Chefin mahnte eine konsequentere Umsetzung der so genannten Jugendgarantie an, die die EU-Staaten 2013 gegeben haben. Demnach soll jedem Jugendlichen innerhalb von vier Monaten nach seinem Abschluss der Ausbildung oder der Arbeitslogikeit ein Jobangebot zur Verf&uuml;gung gestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/video-botschaft-merkel-sieht-dringenden-handlungsbedarf-bei.447.de.html?drn:news_id=593442%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Uuml;ber 10 Jahre ist Frau Merkel Bundeskanzlerin und nun sieht auch sie endlich &bdquo;Handlungsbedarf&ldquo;. Es kann also angenommen werden, dass sie und ihre Regierungen bisher wenig gehandelt haben.<\/em><br>\nJugendarbeitslosigkeit ist hierzulande &ndash; leider &ndash; bereits mehr als zehn Jahre ein Thema, das auch die NachDenkSeiten besch&auml;ftigt (hat). Dazu einige Beispiele:<\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25726\">Die unsoziale Lage der Jugend im Land<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17552\">Jugendarbeitslosigkeit in Europa &ndash; Die wundersame Welt des Wolfgang Sch&auml;uble<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=470\">&Uuml;ber 600.000 arbeitslose Jugendliche &ndash; Clement: &bdquo;Jeder soll ein Besch&auml;ftigungsangebot bekommen&ldquo; &ndash; Da bleibt noch viel zu tun<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mediziner in Osteuropa: Revolte der Wei&szlig;kittel<\/strong><br>\nIn den meisten osteurop&auml;ischen L&auml;ndern ist die Lage des Gesundheitswesens desolat. Schlecht bezahlte &Auml;rzte und Pfleger wandern massenhaft ab, die medizinische Infrastruktur verwahrlost. Nun revoltieren die Daheimgebliebenen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/gesundheit\/diagnose\/mediziner-in-osteuropa-die-revolte-der-weisskittel-a-1076297.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mir f&auml;llt spontan ein anderes Land ein, aus dem &Auml;rzte und vor allem Pflegekr&auml;fte fliehen, weil sie viel zu schlecht bezahlt werden und permanent &uuml;berlastet sind, n&auml;mlich Deutschland. Warum wird bei unserem Land nur &uuml;ber einen Fachkr&auml;ftemangel gejammert und nicht die Gr&uuml;nde f&uuml;r die chronischen Probleme benannt, n&auml;mlich die unterirdischen L&ouml;hne? Weil das in einer bl&ouml;den allgemeinen Diskussion &uuml;ber das niedrige Lohnniveau in Deutschland m&uuml;nden k&ouml;nnte?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wer wird schon 100 Jahre alt?<\/strong><br>\nHolger Balodis &uuml;ber das Gesch&auml;ft der privaten Rentenversicherungen<br>\nDie Lebensversicherungsbranche hat 2013 einen Gewinn von 17,7 Milliarden Euro erwirtschaftet1 &ndash; aber nur ein Bruchteil von diesen Geldern wird an die Versicherten weitergegeben. Ist es da nicht gleich sinnvoller, das Ersparte unter das Kopfkissen zu legen? Telepolis sprach mit Holger Balodis, der zusammen mit Dagmar H&uuml;hne das Buch Garantiert beschissen Der ganz legale Betrug mit den Lebensversicherungen geschrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47691\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Zukunftstr&auml;ume des Pentagon<\/strong><br>\nMithilfe von Algorithmen nimmt das US-Verteidigungsministerium soziale Bewegungen ins Visier. Deren Aktivit&auml;ten sollen vorausberechnet werden, um entsprechend &bdquo;intervenieren&ldquo; zu k&ouml;nnen. &ndash;<br>\nDie CIA tut es. (1) Die NSA tut es. (2) Die Homeland Security tut es. (3) Das Internet m&ouml;glichst bis in den letzten Winkel durchforsten und die daraus gewonnenen Daten mit hochkomplexen Algorithmen analysieren, um m&ouml;gliche Terroristen zu identifizieren.<br>\nEs kann daher nur wenig verwundern, dass das US-Verteidigungsministerium in diesem Bereich ebenfalls t&auml;tig ist. Was aber die minuti&ouml;se Recherche des britischen Investigativjournalisten Nafeez Ahmed, der die &ouml;ffentlichen Ausschreibungen des Pentagons zur Einreichung wissenschaftlicher Projekte durchk&auml;mmt hat, zu Tage f&ouml;rdert, offenbart neue Pl&auml;ne beunruhigenden Ausma&szlig;es und zeigt ein &uuml;beraus bedenkliches Demokratieverst&auml;ndnis. (4)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201602233860\/globales\/terrorismus\/die-zukunftstraeume-des-pentagon.html%20\">Hintergrund<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Live-Blog aus dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Frank-Walter Steinmeier &ndash; &uuml;ber Bad Aibling, Eikonal bis zu AFRICOM<\/strong><br>\nHeute tagt wieder der Geheimdienst-Untersuchungsausschuss im Bundestag. Geladen ist diesmal nur ein Zeuge &ndash; Frank-Walter Steinmeier. Wir sitzen wie immer drin und bloggen live.<br>\nDer jetzige Bundesau&szlig;enminister hatte dieses Amt bereits von 2005 bis 2009 inne. Au&szlig;erdem war er 1999 bis 2005 Chef des Bundeskanzleramtes unter Gerhard Schr&ouml;der und von 2007 bis 2009 Vizekanzler. Er war w&auml;hrend seiner Zeit im Kanzleramt stark in die Nachrichtendienstkoordination eingebunden. Er trug wesentlich zum Zustandekommen des Memorandum of Agreement bei, das die Grundlage f&uuml;r die Zusammenarbeit des BND mit der NSA in Bad Aibling darstellt.<br>\nDiese Zusammenarbeit war bereits vor den Anschl&auml;gen des 11. September geplant, in deren Nachgang sich das Streben nach Zusammenarbeit der deutschen und US-amerikanischen Dienste zus&auml;tzlich intensivierte.<br>\nIn Steinmeiers Zeit im Kanzleramt f&auml;llt auch die Operation Eikonal, bei der von 2004 bis 2008 Kommunikationsdaten an einem Internetknoten in Frankfurt am Main abgegriffen und nach Bad Aibling ausgeleitet wurden. Der fr&uuml;here Leiter der Abteilung f&uuml;r Nachrichtendienstkoordination im Bundeskanzleramt und Ex-BND-Pr&auml;sident Ernst Uhrlau sagte gegen&uuml;ber dem Ausschuss aus, dass Steinmeier bei der Operation Eikonal unterrichtet gewesen sei. Wie genau diese Unterrichtung aussah, ob Steinmeier dem Projekt zugestimmt hat oder nicht &ndash; daran wollte Uhrlau sich nicht mehr erinnern k&ouml;nnen.<br>\nAls Steinmeier zum ersten Mal Au&szlig;enminister war, wurde AFRICOM in Stuttgart angesiedelt. Die Kommandozentrale der USA f&uuml;r Milit&auml;reins&auml;tze in Afrika stand vor allem in Verbindung mit t&ouml;dlichen Drohnenschl&auml;gen in der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit. Es werden sicher auch Fragen dazu aufkommen, wie die Bundesregierung zur Stationierung von AFRICOM in Deutschland und zu der Rolle im US-Drohnenkrieg stand.<br>\nSteinmeier hat bereits einige Erfahrung mit Untersuchungsaussch&uuml;ssen. Im vorigen BND-Untersuchungsausschuss zur Rolle des BND im Irak-Krieg musste er insgesamt sechs Mal als Zeuge aussagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/live-blog-aus-dem-geheimdienst-untersuchungsausschuss-frank-walter-steinmeier-ueber-bad-aibling-eikonal-bis-zu-africom\/%20\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32276#h01\">NSA-Aff&auml;re: Der Teflon-Zeuge<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NSU<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>NSU-Ermittlungen: Schirmte die Bundesanwaltschaft den Verfassungsschutz gegen&uuml;ber dem Bundeskriminalamt ab?<\/strong><br>\nUntersuchungsausschuss des Bundestages sp&uuml;rt L&uuml;cken und Ungereimtheiten auf<br>\nWas f&uuml;r eine Rolle spielt die Bundesanwaltschaft (BAW) bei den Ermittlungen zur NSU-Mordserie? Filtert sie Informationen der Nachrichtendienste gegen&uuml;ber den Fahndern? Fragen, die sich in der j&uuml;ngsten Sitzung des Untersuchungsausschusses II am 17. M&auml;rz auftaten.<br>\nAndererseits hatten f&uuml;nf Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA), die als Zeugen geh&ouml;rt wurden, auf viele Fragen des Bundestagsgremiums keine Antwort. Die Ermittlungsarbeit von BAW und BKA, seit dem Bekanntwerden des Terrortrios im November 2011 Basis entscheidender Schl&uuml;sse und Beurteilungen in dem Mordkomplex, ist mehr und mehr in Zweifel gezogen, zahlreichen M&auml;ngel und L&uuml;cken werden sichtbar.<br>\nAm 11. November 2011 hatte der Generalbundesanwalt die Ermittlungen in der Sache &ldquo;NSU&rdquo; &uuml;bernommen &ndash; die oberste Strafverfolgungsbeh&ouml;rde der Bundesrepublik Deutschland, seitdem Herrin des gesamten NSU-Verfahrens. Sie beauftragt das BKA mit den konkreten Ermittlungen. Leiter der Abteilung Zentrale Ermittlungen in der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) Trio des BKA war der heutige Kriminaldirektor Frank Heimann. Seine Abteilung hatte 170 Kr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47726\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;&Uuml;ber dem, was dort passiert ist, schwebt der Verdacht eines Staatsverbrechens&rdquo;<\/strong><br>\nWolfgang Schorlau hat das Thema &ldquo;NSU-Terror&rdquo; in einem Kriminalroman verarbeitet, der k&uuml;rzlich erschienen ist und den Titel &ldquo;Die sch&uuml;tzende Hand&rdquo; tr&auml;gt. MDR TH&Uuml;RINGEN-Redakterin Michaela Schenk sprach mit dem Autoren &uuml;ber seine Arbeit an dem Buch. (&hellip;)<br>\nDas spannende an Ihren Krimis ist immer die gro&szlig;e N&auml;he zwischen Fiktion und Fakten. Die Frage ist f&uuml;r mich, die Fakten, die Sie eingebracht haben, die entwickeln sich plausibel. Am Ende steht ein neuer 4. November 2011 in Eisenach.  Aber wie belastbar ist das, was Sie da in der Fiktion entwickeln?<br>\nIch bem&uuml;he mich, dass die Fakten, die f&uuml;r meine Figur in meinem Dengler-Roman sozusagen entwickelt werden, stimmen. Da glaube ich, doch sehr sorgf&auml;ltig zu arbeiten. Das alles, was die Figuren damit machen, wie sie dort agieren, das ist nat&uuml;rlich erfunden. Das ist Fiktion. Und in einem Nachwort bem&uuml;he ich mich noch einmal sorgf&auml;ltig zu trennen, wo die Tatsachen enden und wo die Fiktion beginnt.<br>\nIm Grund genommen habe ich versucht, eine Gesamterz&auml;hlung dieses NSU-Komplexes zu unternehmen, denn es f&auml;llt doch schwer, aus den unterschiedlichen Ver&ouml;ffentlichungen, mal hier dies, mal jenes, sich doch ein Komplettbild zu machen. Und die andere noch zusammenh&auml;ngende Erz&auml;hlung, die es noch gibt, ist im Grund genommen die Klageschrift im Prozess gegen Beate Zsch&auml;pe, die Klageschrift der Bundesanwaltschaft. Und die halte ich in wesentlichen Punkten f&uuml;r falsch.<br>\nSoweit haben Sie sich mit Ihrer Arbeit noch nie aus dem Fenster gelehnt..<br>\nDas ist wahr&hellip;<br>\nIm Nachwort versuchen Sie noch einmal zu trennen, was ist Fiktion und was die Situation. Aber bei der Frage &ldquo;Staatsverbrechen &ndash; Ja oder Nein&rdquo;, verschwimmt diese Kontur. Deshalb die Frage an Sie pers&ouml;nlich: Wie bewerten Sie den NSU-Komplex, die ganze Geschichte &ndash; Staatsverbrechen, Ja oder Nein?<br>\nIch meine, was die Beh&ouml;rden gemacht haben, wie die in Th&uuml;ringen die rechtsradikale Szene aufgeplustert haben, das halte ich f&uuml;r ein gro&szlig;es Verbrechen. Also der Einsatz der V-Leute, die Ausstattung der Szene mit finanziellen Mitteln, mit Sachmitteln, aber auch mit Organisation. Also das hat mir schon den Atem verschlagen. Das muss ich Ihnen wirklich sagen. Und &uuml;ber dem, was dort in Eisenach-Stregda passiert ist, &uuml;ber dem schwebt in der Tat der Verdacht eines Staatsverbrechens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/themen\/nsu\/interview-wolfgang-schorlau100_zc-d0569c6d_zs-ef5d5840.html%20\">MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Wer ein intelligentes und dennoch unterhaltsames Buch sucht, sollte bei Schorlaus j&uuml;ngstem Dengler-Krimi zugreifen. F&uuml;r die NachDenkSeiten hat Sabine Schiffer im November letzten Jahres <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28665\">das Buch rezensieret<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schw&auml;rzung vergessen: Edward Snowden als Ziel des Angriffs auf Lavabit enth&uuml;llt<\/strong><br>\nDie US-Regierung hat versehentlich ein offenes Geheimnis gel&uuml;ftet: Bei ihrem massiven Vorgehen gegen den E-Mail-Anbieter Lavabit ging es im Sommer 2013 um Edward Snowden. Das steht in einem nicht ausreichend geschw&auml;rzten Gerichtsdokument.<br>\nDurch einen Fehler bei der Schw&auml;rzung von Gerichtsdokumenten ist jetzt endlich offiziell, was seit mehr als zwei Jahren als sicher galt: Bei ihrem massiven Vorgehen gegen den sicheren E-Mail-Anbieter Lavabit ging es der US-Regierung um Informationen &uuml;ber deren prominentesten Kunden: Edward Snowden. Das steht schwarz auf wei&szlig; in Gerichtsdokumenten, die vor einigen Tagen fast unbemerkt ver&ouml;ffentlicht wurden und inzwischen auf Cryptome stehen. Wie Wired erl&auml;utert, hatte ein Gericht die Ver&ouml;ffentlichung angeordnet, aber verf&uuml;gt, dass jegliche Information &uuml;ber die Zielperson geschw&auml;rzt werden m&uuml;sse. Das hat jedoch nicht ganz geklappt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Schwaerzung-vergessen-Edward-Snowden-als-Ziel-des-Angriffs-auf-Lavabit-enthuellt-3143220.html?wt_mc=nl.ho.2016-03-19\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Reform des Bundesnachrichtendienstes vorerst zur&uuml;ckgestellt<\/strong><br>\nDas Bundeskanzleramt hat seinen Gesetzentwurf zur besseren Kontrolle des Bundesnachrichtendienstes nach Medieninformationen vorerst zur&uuml;ckgestellt.<br>\nGrund seien Bedenken, dass die Arbeit des BND durch die Reform massiv eingeschr&auml;nkt werden k&ouml;nnte, berichtet die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; unter Berufung auf Sicherheitskreise. Vor allem Finanzminister Sch&auml;uble habe sich kritisch gegen&uuml;ber Kanzlerin Merkel ge&auml;u&szlig;ert. Der BND war unter anderem in die Kritik geraten, weil er f&uuml;r den US-Geheimdienst NSA lange Zeit unzul&auml;ssige Suchbegriffe eingesetzt haben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kanzleramt-reform-des-bundesnachrichtendienstes-vorerst.447.de.html?drn:news_id=593211%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kanzleramt legt BND-Reform vorerst auf Eis<\/strong><br>\nDas Kanzleramt hat die sch&auml;rfere Kontrolle des Bundesnachrichtendiensts vorl&auml;ufig gestoppt. Dem Vernehmen nach soll Finanzminister Sch&auml;uble gegen&uuml;ber Merkel Kritik an den Pl&auml;nen ge&uuml;bt haben.<br>\nDas Bundeskanzleramt hat seinen Gesetzentwurf zur besseren Kontrolle des Bundesnachrichtendienstes (BND) vorerst auf Eis gelegt. Wie die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; &uuml;bereinstimmend aus Sicherheitskreisen erfuhr, gibt es Bedenken, wonach die Arbeit des Geheimdienstes durch das Vorhaben massiv eingeschr&auml;nkt werden k&ouml;nnte.<br>\nDemnach soll vor allem Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) Kritik gegen&uuml;ber Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ge&auml;u&szlig;ert haben. Auf Anfrage wollte sich der Minister nicht dazu &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article153455819\/Kanzleramt-legt-BND-Reform-vorerst-auf-Eis.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn der &bdquo;Welt&ldquo;-Artikel stimmen sollte, kann gefragt werden, ob Herr Sch&auml;uble vergessen hat, welchem Ministerium er inzwischen vorsteht. Dar&uuml;ber hinaus liefert er ein weiteres Indiz daf&uuml;r, dass er offenbar einen m&ouml;glichst repressiven Staat haben m&ouml;chte &ndash; innen- und au&szlig;enpolitisch.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das eigentliche Problem mit dem Pressekodex<\/strong><br>\nDie &bdquo;Tagesschau&ldquo; verbreitet Irref&uuml;hrendes von &bdquo;Bild&ldquo;-Chefin Tanit Koch. Mancher Journalist ist offensichtlich &uuml;berfordert, und die &bdquo;Rhein-Zeitung&ldquo; &auml;rgert sich in Wahrheit &uuml;ber die Polizei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rnd-news.de\/Blog\/DieMedienkolumne\/Pressekodex-BILD\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Energieriesen in Not<\/strong><br>\nDie Energieriesen verklagen gerade die Bundesregierung vor dem Verfassungsgericht. Sie wollen eine Entsch&auml;digung f&uuml;r den Atomausstieg. Der hat sie vollkommen kalt erwischt. Arme Teufel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/extra3\/sendungen\/extra-3-Extra-Energieriesen-in-Not-,extra11056.html\">Extra 3<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-32320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32320"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32320\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32322,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32320\/revisions\/32322"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}