{"id":32364,"date":"2016-03-22T08:51:24","date_gmt":"2016-03-22T07:51:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364"},"modified":"2016-03-22T08:51:24","modified_gmt":"2016-03-22T07:51:24","slug":"hinweise-des-tages-2588","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h01\">Herzlich willkommen, AfD: der seltsame Rechtsruck beim Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h02\">Demokratie als Feindbild: die Hayek-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h03\">Deutsche Umwelthilfe zieht &bdquo;Dieselgate-Halbjahresbilanz&ldquo; &ndash; Viele Autobauer setzen Abschalteinrichtungen ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h04\">Verstehen die deutschen Versicherer ihr eigenes Gesch&auml;ftsmodell?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h05\">Bundesbank-Verm&ouml;gensbericht: Jeder Haushalt besitzt 214.000 Euro &ndash; im Schnitt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h06\">Erben ist ungerecht &ndash; und sollte mit 100 Prozent besteuert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h07\">Bravo! Zwei IWF-&Ouml;konomen sagen, wie wir &uuml;berf&auml;llige Lohnerh&ouml;hungen durchsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h08\">Vom Rentengl&uuml;ck zur Rentensorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h09\">Ungleiches Deutschland: Sozio&ouml;konomischer Disparit&auml;tenbericht 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h10\">Sch&uuml;sse im Sojafeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h11\">TTIP-Leak zur regulatorischen Zusammenarbeit: Die Mogelpackung der EU-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h12\">On Invincible Ignorance<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h13\">Die Clinton-Mails und der Libyen-Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h14\">Was von Kriegen &uuml;brig bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h15\">Die eigentliche Alternative f&uuml;r Deutschland w&auml;re eine richtige Sozialdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h16\">Das falsche Personal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h17\">SPD-Spitzenpolitiker f&uuml;r Gabriel als Kanzlerkandidaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32364#h18\">Nicht vergessen: Heute Abend kommt die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Herzlich willkommen, AfD: der seltsame Rechtsruck beim Spiegel<\/strong><br>\nDen Wahlerfolgen der Alternative f&uuml;r Deutschland und dem &ldquo;Aufstand der Wutb&uuml;rger&rdquo; widmet der Spiegel seine Titelgeschichte. Die hat es in sich: Denn das Nachrichtenmagazin &uuml;bernimmt unter dem Eindruck des Rechtsrucks selbst die Rolle des Scharfmachers und biedert sich zugleich per Leitartikel bei der AfD an. Dem konservativen Blog Tichys Einblick gef&auml;llt das, Jakob Augstein &uuml;bt scharfe Kritik. [&hellip;]<br>\nTats&auml;chlich hat der Spiegel ein Problem. Das Magazin, das wiederholt die Kritik von Unionspolitikern thematisierte, wonach die Kanzlerin mit ihrer Fl&uuml;chtlings-Politik ein Vakuum rechts neben der CDU geschaffen habe, r&uuml;ckt offenbar selbst immer weiter nach rechts. Es ist ein im Kern simples, eher noch simplifizierendes Bild, das die Redaktion von der politischen Lage zeichnet. Die Formel lautet Alle gegen Merkel und umgekehrt. &bdquo;Der Triumph der AfD ist nicht weniger als ein Aufstand gegen Angela Merkel&ldquo;, hei&szlig;t es in der aktuellen Titelgeschichte d&uuml;ster, die Autoren haben eine &bdquo;Entfremdung&ldquo; von der herrschenden Politik beim Wahlvolk ausgemacht, das f&uuml;r die regierende Elite &bdquo;nur noch Verachtung&ldquo; &uuml;brig habe. Die 1,3 Millionen Wahlberechtigten, die bei den Landtagswahlen vor einer Woche ihr Kreuz bei der AfD machten, haben erkennbar auch einen Stimmungswechsel beim Nachrichtenmagazin bewirkt, das nach Auffassung seines Gr&uuml;nders &bdquo;im Zweifel links&ldquo; sein soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/03\/21\/herzlich-willkommen-afd-der-seltsame-rechts-ruck-beim-spiegel\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Rechtsverschiebung des SPIEGEL ist schon l&auml;nger im Gang und eher eine tektonische Plattenbewegung als ein Ruck. Der aktuelle Titel ist da eher ein neues Ausrufezeichen, das den langj&auml;hrigen Trend best&auml;tigt. Was glauben Sie denn, wer den Weg f&uuml;r die AfD planiert hat? Und dabei geht es nicht &bdquo;nur&ldquo; um Kritik an Angela Merkel, auf die die AfD-Erkl&auml;rer der Massenmedien die AfD-Strategie neuerlich reduzieren. <\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160322_01_.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><strong>dazu: Neue Willkommenskultur<\/strong><br>\nDa sage noch einer, die Deutschen k&ouml;nnten keine Integration. Die AfD ist kaum in den Parlamenten angekommen, schon will mancher ihr die Hand reichen, und am Horizont taucht das Wort Koalition auf. Wir erleben da eine ganz neue Form der Willkommenskultur. Denn ebenso wie die Migranten ist ja auch die AfD da, um zu bleiben. Anders als bei den Migranten sind aber bei der AfD Zweifel erlaubt, ob sie sich in das politische System der Bundesrepublik Deutschland &uuml;berhaupt einf&uuml;gen sollte.<br>\n&ldquo;Eine Partei, die in Baden-W&uuml;rttemberg 15 und in Sachsen-Anhalt 24 Prozent holt, ist auch eine Partei der Mitte, so schmerzlich diese Erkenntnis sein mag.&rdquo; Der SPIEGEL schreibt das in seiner neuen Ausgabe. Und auf die Frage, wie wir mit der &ldquo;Bis-zu-24-Prozent-AfD&rdquo; jetzt umgehen sollen, gibt er eine &uuml;berraschende Antwort: &ldquo;Erst einmal: herzlich willkommen.&rdquo;<br>\nDas geht ja schnell. Mit der Linkspartei hat sich die deutsche &Ouml;ffentlichkeit lange Zeit deutlich schwerer getan. Aber die will ja auch den Banken ans Leder &ndash; und nicht blo&szlig; den Ausl&auml;ndern. Frauke Petry sagt: &ldquo;Wir geh&ouml;ren zur b&uuml;rgerlichen Klientel.&rdquo; Na also, Entwarnung: An den Besitzverh&auml;ltnissen will die AfD nichts Grundlegendes &auml;ndern. Und das Erschrecken, dass so viele Menschen eine rassistische Partei gew&auml;hlt haben, ist offenbar nicht so gro&szlig;.<br>\nIn der CDU gab es schon vor zwei Jahren erste Stimmen, die eine Koalition mit der AfD nicht ausschlie&szlig;en wollten. Nach dem grandiosen Wahlerfolg der Rechten hielt CDU-Generalsekret&auml;r Peter Tauber nun die Klarstellung f&uuml;r notwendig: &ldquo;Wenn man sich die Inhalte anguckt, kann es keine Zusammenarbeit zwischen Union und AfD geben.&rdquo;<br>\nMal abwarten, wie das nach den n&auml;chsten Wahlen aussieht. Die &ldquo;FAZ&rdquo;, publizistisches Integrationszentrum f&uuml;r rechte R&uuml;ben, fragt schon mal: &ldquo;Aber warum werden Koalitionen mit der AfD eigentlich kategorisch ausgeschlossen?&rdquo; und spricht vom &ldquo;Pegida-B&uuml;rgertum&rdquo;. Das klingt doch schon ganz anders als Hetzer, Schl&auml;ger und Brandstifter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/umgang-mit-der-afd-neue-willkommenskultur-kolumne-a-1083354.html\">Jakob Augstrein auf SPIEGEL Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Demokratie als Feindbild: die Hayek-Stiftung<\/strong><br>\nHayek wiederum war einer der weltweit einflussreichsten Wirtschaftswissenschaftler des 20. Jahrhunderts und einer der f&uuml;hrenden K&ouml;pfe des Neoliberalismus, dessen in den 1970er Jahren einsetzenden internationalen Siegeszug er bis zu seinem Tod 1992 mit Rat und Tat begleitete &ndash; von Augusto Pinochets Chile &uuml;ber Margaret Thatchers Gro&szlig;britannien bis zu Ronald Reagans Vereinigten Staaten.<br>\nEiner seiner &Ouml;konomenkollegen, Joseph Schumpeter, hat einmal ge&auml;u&szlig;ert, Hayeks Marktfetischismus sei zwar als Theorie originell, in der Praxis allerdings nur wohlhabenden Self-made-Gentlemen und Sklavenhaltern zu empfehlen. Die immer weiter auseinanderklaffende Wohlstandsschere in der immer st&auml;rker neoliberal gepr&auml;gten Welt best&auml;tigt diese Einsch&auml;tzung; sie erkl&auml;rt allerdings zugleich auch die anhaltend hohe Beliebtheit Hayeks und des Neoliberalismus unter den privilegierten Eliten des Westens.<br>\nAuch in Deutschland trifft man Anh&auml;ngerInnen des Hayekschen Neoliberalismus vor allem inmitten des gesellschaftlichen Establishments. Karen Horn selbst ist ein typisches Beispiel hierf&uuml;r. Die promovierte &Ouml;konomin arbeitete von 1995 bis 2007 als Redakteurin f&uuml;r den renommierten Wirtschaftsteil der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, leitete dann von 2007 bis 2012 das Berliner Hauptstadtb&uuml;ro des einflussreichen Instituts der deutschen Wirtschaft und ist heute neben ihrer T&auml;tigkeit als Publizistin und Vortragsrednerin unter anderem als Chefredakteurin der Zeitschrift Perspektiven der Wirtschaftspolitik t&auml;tig, die vom traditionsreichen Verein f&uuml;r Socialpolitik publiziert wird, dem mit gut 4.000 Mitgliedern gr&ouml;&szlig;ten &Ouml;konomenverband im deutschsprachigen Raum. Nebenbei ist Horn Mitglied der Mont P&egrave;lerin Society, einer hoch elit&auml;ren Vereinigung mit internationaler Mitgliedschaft, die Hayek 1947 gr&uuml;ndete, um seinem Neoliberalismus weltweit zum Durchbruch zu verhelfen &ndash; mit Erfolg, wie man heute wei&szlig;. Die Mont P&egrave;lerin Society z&auml;hlt nicht nur acht Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger zu ihren Mitgliedern, sondern auch Wirtschaftsbosse wie Charles Koch, einen der m&auml;chtigsten US-Industriellen, sowie eine Reihe einstiger Regierungschefs und Minister aus den Vereinigten Staaten, Gro&szlig;britannien und weiteren L&auml;ndern, darunter den fr&uuml;heren tschechischen Minister- und Staatspr&auml;sidenten V&aacute;clav Klaus.<br>\nDer exklusiv-elit&auml;ren Mont P&egrave;lerin Society geh&ouml;rt auch Gerd Habermann an. Der promovierte &Ouml;konom wirkte von 1978 bis 1982 als Grundsatzreferent beim CDU-Wirtschaftsrat, bevor er 1983 zur Arbeitsgemeinschaft Selbst&auml;ndiger Unternehmer (ASU) wechselte. Der vom Mittelstand gepr&auml;gte Verband hei&szlig;t heute Die Familienunternehmer und vertritt an die 5.000 Mitglieder, deren Unternehmen einen Jahresumsatz von mindestens einer Million Euro haben. Ihre wirtschaftlichen Interessen dr&auml;ngten Verbandsfunktion&auml;r Habermann Ende der 1990er Jahre dazu, eine Art deutsches Pendant zur Mont P&egrave;lerin Society zu gr&uuml;nden, um dem Neoliberalismus in der Bundesrepublik zu neuen Durchbr&uuml;chen zu verhelfen. 1998 rief er mit einer Reihe von Mitstreitern die Hayek-Gesellschaft ins Leben, 2002 dann die Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung f&uuml;r eine freie Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.akweb.de\/ak_s\/ak614\/03.htm\">analyse&amp;kritik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann nicht m&uuml;de werden darauf hinzuweisen, dass neoliberale Ideologie, die Ideologie des obersten 1% ist. Und es ist erstaunlich, dass s&auml;mtliche Chefredakteure des Wirtschaftsteils der gro&szlig;en, &uuml;berregionalen &bdquo;Qualit&auml;tszeitungen&ldquo; ausnahmslos Anh&auml;nger dieser Ideologie sind, die, wenn sie zum bestimmenden Moment der Wirtschaftspolitik wird, nur soziale Verw&uuml;stungen hinterl&auml;sst, wie in Griechenland, Spanien und Portugal zu sehen ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Umwelthilfe zieht &bdquo;Dieselgate-Halbjahresbilanz&ldquo; &ndash; Viele Autobauer setzen Abschalteinrichtungen ein<\/strong><br>\nIm Rahmen der beh&ouml;rdlichen Nachpr&uuml;fungen wurden vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) offensichtlich bei vielen deutschen wie ausl&auml;ndischen Fahrzeugen auff&auml;llige Stickoxid (NOx)-Werte gemessen. Nachdem die DUH seit Oktober 2015 bei allen eigenen Untersuchungen Hinweise auf Abschalteinrichtungen gefunden und ver&ouml;ffentlicht hat, r&auml;umen inzwischen &uuml;ber die VW-Gruppe hinaus mehrere weitere Automobilhersteller die Verwendung von Abschalteinrichtungen ein, die bei leicht h&ouml;heren oder niedrigeren Temperaturen als der Pr&uuml;fraumtemperatur die Abgasreinigung vermindern. Begr&uuml;ndet wird dies von den Herstellern damit, dass die Verminderung der Wirksamkeit der Abgasreinigung notwendig sei, um den &bdquo;Motor vor Besch&auml;digung&ldquo; zu sch&uuml;tzen. Diese Begr&uuml;ndung ist nach Auffassung der DUH eine reine Schutzbehauptung. Die Fahrzeuge m&uuml;ssen nach der geltenden EU-Typgenehmigungsvorschrift &bdquo;in normal use&ldquo;, das hei&szlig;t auch unter allen &uuml;blicherweise auftretenden Temperaturen und nicht nur zwischen 20 &ndash; 30 Grad Celsius eine funktionierende Abgasreinigung vorweisen. Nach Informationen der DUH laufen derzeit beim KBA beziehungsweise im Bundesverkehrsministerium offizielle Anh&ouml;rungsverfahren zur Vorbereitung einer beh&ouml;rdlichen Entscheidung gegen die Daimler AG, die Adam Opel AG und die Volkswagen-Gruppe.<br>\nSeit nunmehr sechs Monaten verweigert Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt dem Parlament und der &Ouml;ffentlichkeit Auskunft &uuml;ber die seit November vorliegenden Stra&szlig;enmesswerte und gefundenen Auff&auml;lligkeiten bei den insgesamt 56 untersuchten Diesel-Fahrzeugen. Seit dem 1. Oktober 2015 versucht die DUH in verschiedenen Verwaltungsverfahren, Auskunft &uuml;ber die den Hersteller gemachten technischen Auflagen beziehungsweise vorliegende Messwerte zu erhalten. Im Falle der VW-R&uuml;ckrufauflagen erhob die DUH im Januar 2016 schlie&szlig;lich Unt&auml;tigkeitsklage gegen die Bundesrepublik Deutschland. Das KBA stellte daraufhin im Februar fest, dass die DUH doch einen rechtlichen Informationsanspruch hat. Allerdings war die Volkswagen AG nicht mit der Offenlegung einverstanden und so erhielt die DUH am vergangenen Freitag 18.3.2016 vom angerufenen Verwaltungsgericht Schleswig die 581-seitige VW-Akte &bdquo;zur einw&ouml;chigen Einsicht&ldquo; in komplett geschw&auml;rzter Form.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.duh.de\/pressemitteilung.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=3769\">Deutsche Umwelthilfe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verstehen die deutschen Versicherer ihr eigenes Gesch&auml;ftsmodell?<\/strong><br>\nEs gibt oft erstaunliche Reaktionen aus dem Unternehmerlager, wenn es um makro&ouml;konomische Fragen geht. Aber dass die Manager gro&szlig;er Unternehmen ihr eigenes Gesch&auml;ftsmodell nicht verstehen, ist schon verbl&uuml;ffend. Der FOCUS berichtet &uuml;ber die Munich Re, einen deutschen (R&uuml;ck-)Versicherer, und &uuml;ber die Reaktion des Vorstandschefs Nikolaus von Bomhard auf die j&uuml;ngste Zinssenkung der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), &uuml;ber die wir bereits berichteten.<br>\nIm Text vom FOCUS hei&szlig;t es:<br>\nMit scharfer Kritik bedachte von Bomhard die Nullzins-Politik der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB). Diese habe verheerende Auswirkungen auf die Versicherungsbranche und die Sparer in Deutschland. Der Bundesregierung warf er vor, sie sehe tatenlos zu, wie das Verm&ouml;gen der Menschen in Deutschland als Folge der Zinspolitik schwinde. Die Umverteilung, die durch die Zinspolitik ausgel&ouml;st werde, treffe vor allem die &Auml;rmeren. &bdquo;Das kann man nicht einfach laufen lassen.&ldquo; Der Manager sprach von einer &bdquo;Erosion des Rechts&ldquo;, die mit H&auml;nden zu greifen sei. &bdquo;Was wir sehen, besorgt uns in h&ouml;chstem Ma&szlig;e.&ldquo;<br>\nDiese &Auml;u&szlig;erungen sind vor dem Hintergrund der Schwierigkeiten der Ergo Lebensversicherung zu sehen, die momentan umgebaut wird und f&uuml;r den Konzern nicht unwichtig ist. Wie funktioniert das Gesch&auml;ftsmodell einer Lebensversicherung? Das Unternehmen, in diesem Fall die Ergo, bietet den Kunden an, monatlichen Einzahlungen &uuml;ber Jahre hinweg anzulegen und bei F&auml;lligkeit eine Auszahlung zu veranlassen, welche m&ouml;glichst deutlich &uuml;ber den akkumulierten Einzahlungen liegt. Das angesparte Verm&ouml;gen soll sich also vermehren, denn sonst k&ouml;nnten die Kunden auch gleich das Ersparte auf dem Girokonto liegenlassen. Das Ersparte ist nat&uuml;rlich der Teil des gesamtwirtschaftlichen Einkommens, der nicht verausgabt wird (f&uuml;r Konsum oder Steuern).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/verstehen-die-deutschen-versicherer-ihr-eigenes-geschaeftsmodell\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bundesbank-Verm&ouml;gensbericht: Jeder Haushalt besitzt 214.000 Euro &ndash; im Schnitt<\/strong><br>\nDas Verm&ouml;gen der Deutschen steigt &ndash; doch es ist zunehmend ungleich verteilt: Den oberen zehn Prozent geh&ouml;ren laut einer Bundesbank-Studie 60 Prozent, der unteren H&auml;lfte nur 2,5 Prozent.<br>\nDie Bundesbank ist nicht daf&uuml;r bekannt, ihre Studienergebnisse zugespitzt zu formulieren. Wenn es etwa um die Entwicklung der H&auml;userpreise geht, betonen die Bundesbanker regelm&auml;&szlig;ig, dass trotz deutlicher Steigerungen keine Immobilienblase festzustellen sei.<br>\nIn ihrem aktuellen Bericht &uuml;ber Verm&ouml;gen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland wird die Bundesbank hingegen deutlich: Bereits in den ersten Abs&auml;tzen weist sie darauf hin, dass die Ungleichheit in Deutschland deutlich h&ouml;her ist als im Schnitt der Eurozone &ndash; und zwar gleich in mehreren m&ouml;glichen Messgr&ouml;&szlig;en.<br>\nZum zweiten Mal hat die Bundesbank von April bis November 2014 repr&auml;sentativ ausgew&auml;hlte Haushalte nach ihren Finanzen befragt. Die erste Erhebung fand im Jahr 2010 statt und wurde drei Jahre sp&auml;ter ver&ouml;ffentlicht. Schon damals hatte die Bundesbank eine relativ gro&szlig;e Verm&ouml;genskluft in Deutschland konstatiert. Daran hat sich in den vier Jahren zwischen den Erhebungen kaum etwas ge&auml;ndert. Die Ungleichheit ist sogar noch etwas gr&ouml;&szlig;er geworden.<br>\nAuch der sogenannte Gini-Koeffizient ist noch einmal leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 76 Prozent gestiegen. Er misst die Verteilung &ndash; je h&ouml;her der Prozentwert, desto ungleicher sind Verm&ouml;gen verteilt. Zum Vergleich: In der gesamten Eurozone lag der Gini-Koeffizient 2014 demnach bei 69 Prozent. Selbst in den traditionell von Ungleichheit gepr&auml;gten USA lag er 2013 bei rund 80 Prozent. In Deutschland liegt die Verm&ouml;gensungleichheit also weit n&auml;her an den Zust&auml;nden in den USA als in der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bundesbank-vermoegen-in-deutschland-sind-sehr-ungleich-verteilt-a-1083397.html%20\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;In Deutschland liegt die Verm&ouml;gensungleichheit also weit n&auml;her an den Zust&auml;nden in den USA als in der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion.&rdquo; &ndash; das ist deutlich. Es ist interessant, da&szlig; <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/bundesbank-studie-zu-vermoegen-und-vermoegensungleichheit-14137630.html\">die FAZ aus derselben Bundesbankstudie einen Artikel<\/a> mit ganz gegenteiliger Aussage macht: &ldquo;Die Deutschen werden reicher &hellip; Die Schere zwischen Reich und Arm geht nicht weiter auf.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erben ist ungerecht &ndash; und sollte mit 100 Prozent besteuert werden<\/strong><br>\nEs ist also nur verst&auml;ndlich, dass ein Vorschlag, der eine hundertprozentige Erbschaftsteuer vorsieht, geradezu als Provokation empfunden wird: Ein solcher Vorschlag sei wachstumsfeindlich, wirklichkeitsvergessen und &ndash; was auch immer das hei&szlig;en mag &ndash; &ldquo;kommunistisch&rdquo;.<br>\nDer Vorschlag in seinen Grundz&uuml;gen: Beim Tod des Erblassers soll das gesamte Erbe an einen Fonds abgef&uuml;hrt werden. Will sagen: Die S&ouml;hne und T&ouml;chter reicher Eltern erhalten vorerst nichts. Im Weiteren aber werden sie dann &ndash; wie alle anderen Mitglieder der heranwachsenden Generation &ndash; mit einem bestimmten Betrag ausgestattet. Der Vorschlag sieht demnach nicht nur vor, dass die einen das Erbe ihrer reichen Eltern nicht antreten k&ouml;nnen, sondern auch, dass alle ein Erbe erhalten. Was diese vielen dann jeweils mit &ldquo;ihrem&rdquo; Erbe machen, bleibt ihnen &uuml;berlassen.<br>\nDieser Vorschlag hat mit kollektivistischer Gleichmacherei nichts zu tun. Im Gegenteil: Er entspringt dem Engagement f&uuml;r einen individualistischen Liberalismus. In der Tat: Wer den Einzelnen ernst nimmt, muss es geradezu als &Auml;rgernis empfinden, wenn die S&ouml;hne und T&ouml;chter reicher V&auml;ter im Zweifel nur deshalb besser als andere durch das Leben gehen k&ouml;nnen, weil sie reiche Eltern haben.<br>\nEin weiterer, oft genannter Punkt betrifft das Erbe in Form von Familienbetrieben. Das Bundesverfassungsgericht hat die Bundesregierung aufgefordert, die weitgehende oder sogar komplette Freistellung von Erbschaft- und Schenkungsteuern bei Hinterlassenschaft eines Familienbetriebs zu &auml;ndern. Die Bevorzugung tritt in Kraft, wenn der Betrieb einige Jahre weitergef&uuml;hrt wird und die Lohnsumme weitgehend stabil bleibt.<br>\nEs wird dabei nicht nur gegen den grundgesetzlichen Gleichheitsgrundsatz versto&szlig;en. Sondern es dient insgesamt auch nicht dem Erhalt von Arbeitspl&auml;tzen, wenn m&ouml;glicherweise mit wenig unternehmerischem Talent ausgestattete Erben gegen&uuml;ber anderen, gr&uuml;ndungswilligen Unternehmern bevorzugt werden. Ist der Sohn oder die Tochter eines Familienunternehmens von der Zukunft des Betriebes und des eigenen Talents &uuml;berzeugt, warum soll er oder sie nicht einfach einen Kredit aufnehmen wie andere Unternehmensgr&uuml;nder auch? Nur w&uuml;rde hier die Kreditaufnahme n&ouml;tig zur Entrichtung der Erbschaft- oder Schenkungsteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/forum-erben-ist-ungerecht-1.2915213\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bravo! Zwei IWF-&Ouml;konomen sagen, wie wir &uuml;berf&auml;llige Lohnerh&ouml;hungen durchsetzen<\/strong><br>\nEndlich! Zwei &Ouml;konomen des IWF haben begriffen, dass der Weg zum Wirtschaftswachstum letztlich &uuml;ber Lohnerh&ouml;hungen f&uuml;hrt. Ihr 4-Punkte-Programm ist nicht nur f&uuml;r Japan wegweisend.<br>\nAlle reden von Helikoptergeld. Die beiden IMF &Ouml;konomen Luc Everaert und Giovanni Ganelli haben eine viel bessere Idee. In ihrem Paper unter dem Titel &bdquo;Japan: Time to Load a Fourth Arrow-Wage Increases&ldquo; kommen sie gleich zum Kern des Problems: die stagnierenden L&ouml;hne. Seit 1995 sind die L&ouml;hne f&uuml;r Vollzeitstellen in Japan nur gerade mal um 0,55 Prozent gestiegen! Um diesem Missstand abzuhelfen, schlagen sie vier konkrete Massnahmen vor:\n<ul>\n<li>Profitable Unternehmen sollen entweder die L&ouml;hne jedes Jahr um mindestens 2 Prozent plus nationale Rate der Produktivit&auml;tssteigerung erh&ouml;hen. Oder sie m&uuml;ssen erkl&auml;ren, warum sie nicht tun und ihre Lohnpolitik offenlegen. Dieser Offenlegungspflicht lehnt sich an entsprechende Regelungen im Deutschen Corporate Governance Kodex an. Stichwort: Comply or Explain.<\/li>\n<li>Die Regierung soll Massnahmen ergreifen, um Lohnerh&ouml;hungen steuerlich zu beg&uuml;nstigen.<\/li>\n<li>Firmen, die steigende Profite nicht an die Arbeitnehmer weiter geben sollten mit Strafsteuern belebt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Regierung von Shinzo Abe hatte bisher erfolglos versucht, die Konjunktur mit einer aggressiven Geldpolitik, mit staatlichen Konjunkturprogrammen und mit Strukturreformen anzukurbeln. Diese &bdquo;drei Pfeile der Abenomics&ldquo; sollen nun durch den &bdquo;vierten Pfeil&ldquo; einer aggressiven Lohnpolitik unterst&uuml;tzt werden. Interessant ist auch die Begr&uuml;ndung. Die Autoren gehen davon aus, dass der Arbeitsmarkt nicht funktioniert (zumindest nicht wie ein Kartoffelmarkt). Trotz der ann&auml;hernden Vollbesch&auml;ftigung und trotz sektoralem Arbeitskr&auml;ftem&auml;ngel gibt es kaum Lohnerh&ouml;hungen. Zumindest nicht in dem Ausmass, die angesichts der Produktivit&auml;tsentwicklung m&ouml;glich und n&ouml;tig w&auml;ren.<br>\nDas Problem ist &ndash; gem&auml;ss den Autoren &ndash; strukturell: Japans Arbeitsmarkt ist geteilt: 63 Prozent der Arbeitnehmer sind festangestellt und vollversichert und verzichten lieber auf Lohnerh&ouml;hungen als ihren privilegierten Status zu gef&auml;hrden. Die anderen 37 Prozent arbeiten unter prek&auml;ren Bedingungen, sie sind nicht organisiert und haben nicht die Kraft, Lohnerh&ouml;hungen zu fordern, geschweige denn durch zu setzen. Auf der anderen Seite leiden die Unternehmen immer noch unter dem Trauma des starken Yen-Anstiegs in den 80er und 90er-Jahren. Sie leben weiterhin im Spar-Modus. Dazu kommt, dass die Gewerkschaften immer schw&auml;cher geworden sind. Kurz: Die Sozialpartner sind nicht mehr in der Lage &bdquo;das Koordinationsproblem zu l&ouml;sen&ldquo;, das alle gemeinsam besser stellen w&uuml;rde.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/bravo-zwei-iwf-oekonomen-sagen-wie-wir-ueberfaellige-lohnerhoehungen-durchsetzen\/\">Werner Vontobel auf flassbeck-economics<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vom Rentengl&uuml;ck zur Rentensorge<\/strong><br>\nAndrea Nahles bejubelt jetzt die st&auml;rkste Rentenanhebung seit 23 Jahren. Ob das auch die Berufseinsteiger tun?<br>\nDie gesetzliche Rente ist besser als ihr Ruf. Das wissen nicht nur die Rentner zu sch&auml;tzen, die jetzt in den Genuss einer kr&auml;ftigen Rentenerh&ouml;hung kommen. In den alten L&auml;ndern steigt die Rente um mehr als 4 Prozent. Da ostdeutsche Renten sogar um fast 6 Prozent zulegen, wird die L&uuml;cke zwischen west- und ostdeutschen Renten kleiner. Stolz bejubelt Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles die st&auml;rkste Rentenanhebung seit 23 Jahren &ndash; es sei ihr geg&ouml;nnt. Von Juli an profitieren Rentnerinnen und Rentner vor allem von den merklich gestiegenen L&ouml;hnen, aber auch von der guten Lage am Arbeitsmarkt und dem Wachstum der Wirtschaft.<br>\nSchon in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise hat die gesetzliche Rente gezeigt, wie stabilisierend ein Umlageverfahren wirken kann. Nun, in Zeiten ohne Zins, in denen die Europ&auml;ische Zentralbank sogar Strafzinsen f&uuml;r Einlagen verlangt, r&uuml;ckt die positive Rendite der gesetzlichen Rente in den Blick. Die ist auch f&uuml;r die mittleren Jahrg&auml;nge attraktiv, die derzeit mit noch stabilen Beitr&auml;gen die Rente finanzieren. Wer privat vorsorgen will, muss unter weniger attraktiven Angeboten w&auml;hlen. Ohne Zins kommt man mit einem klassischen Sparplan oder einer Lebensversicherung kaum auf einen gr&uuml;nen Zweig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/groesste-erhoehung-seit-23-jahren-vom-rentenglueck-zur-rentensorge-14138409.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die FAZ kann auch nur meckern. Einen besseren Vorschlag hat sie aber auch nicht anzubieten, sondern inzwischen immerhin eingesehen, da&szlig; Lebensversicherung, Riestern, Aktien und Immobilien alle nicht funktionieren. Deshalb versucht die FAZ, Berufseinsteiger gegen die Rentner auszuspielen, als w&auml;ren die einzigen Profiteure eines niedrigen Rentenbeitrags nicht Arbeitgeber und die Finanzgesellschaften, die an der Privatvorsorge verdienen. Junge Arbeitnehmer sind aber inzwischen <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/rente-junge-generation-ist-zu-hoeheren-beitraegen-bereit-a-1083369.html\">schlauer geworden<\/a>, wenn man der IG Metall glauben darf. Wer einen guten Lohn bekommt und ausreichende Rentenbeitr&auml;ge zahlt, mu&szlig; n&auml;mlich keine Rentensorgen haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Hurra, die Renten steigen!!!!<\/strong><br>\nDie Renten steigen in diesem Jahr so viel wie seit 23 Jahren nicht mehr. Im Westen gibt&rsquo;s 4,25 Prozent mehr Geld, im Osten sogar 5,95 Prozent. Das starke Plus ist einem einmaligen Sondereffekt geschuldet, der zuvor die Rentenerh&ouml;hung ged&auml;mpft hatte.<br>\n&bdquo;Die Umlagefinanzierte Rente bew&auml;hrt sich&ldquo;, sagt die Bundessozialministerin Andrea Nahles. Das sei eine gute Nachricht, gerade in Zeiten niedriger Zinsen. Die Erh&ouml;hung habe keine Auswirkung auf den Beitragssatz. Dieser werde in den n&auml;chsten Jahren stabil bei 18,7 Prozent bleiben.<br>\nSo sehen Jubelmeldungen aus, die die Leute hinters Licht f&uuml;hren sollen.<br>\nAn der Zerst&ouml;rung der Rentenformel, die zu millionenfacher Altersarmut f&uuml;hrt, &auml;ndert diese Jubelmeldung nichts.<br>\nMit der Bewertung &bdquo;eine gute Nachricht, gerade in Zeiten niedriger Zinsen&ldquo; versucht die Ministerin, von einem &bdquo;Kapital-Verbrechen&ldquo; der SPD abzulenken: der Riester-Rente. F&uuml;r alle, die auf den Riester-Betrug reingefallen sind, sind die niedrigen Zinsen eine Katastrophe.<br>\nDass der Beitrag &ndash; wie die Ministerin meint &ndash; stabil bleibt, ist Arbeitgeber-Geschwafel. F&uuml;r Arbeitgeber sind Beitragserh&ouml;hungen n&auml;mlich Lohnerh&ouml;hungen. Deshalb freut sich die SPD-Ministerin &uuml;ber eine ausbleibende Lohnerh&ouml;hung, die sp&auml;ter zu einer h&ouml;heren Rente f&uuml;hren w&uuml;rde. Versteht sich, dass die Besch&auml;ftigten den h&ouml;heren Beitragssatz zur H&auml;lfte zahlen m&uuml;ssen. Aber sie w&auml;ren die Gewinner, weil ihre Rente im Alter h&ouml;her w&auml;re.<br>\nOb Sie es glauben oder nicht: In Deutschland hat ein Rentner mit durchschnittlicher Erwerbsbiografie, der im Jahr 2013 in Rente ging, 1050 Euro im Monat (12.600 im Jahr), in &Ouml;sterreich 1560 Euro im Monat und das nicht nur zw&ouml;lf, sondern 14mal (21.840 Euro im Jahr).<br>\nWelch ein Skandal!<br>\nEin Reform-Vorschlag: Die Abgeordneten-Di&auml;ten sollten an die H&ouml;he der Durchschnitts-Renten gekoppelt werden. Dann h&auml;tte ein deutscher Volksvertreter &bdquo;nur&ldquo; etwas mehr als die H&auml;lfte von dem, was ein &ouml;sterreichischer Volksvertreter bekommt. Wetten, unsere Volksvertreter w&uuml;rden sofort erkennen, dass die Renten bei uns viel zu niedrig sind?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1048360635225403\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungleiches Deutschland: Sozio&ouml;konomischer Disparit&auml;tenbericht 2015<\/strong><br>\nDeutschland driftet auseinander. Trotz guter Konjunktur der vergangenen Jahre profitieren l&auml;ngst nicht alle Regionen vom Wachstum. Die regionale Ungleichheit verfestigt sich oder nimmt sogar noch zu. Einzelne Regionen befinden sich in einem Teufelskreis aus Verschuldung, Arbeitslosigkeit und Abwanderung.<br>\nDas j&uuml;ngste Wachstum kommt in vielen Gegenden Deutschlands nicht an. Das ist das Ergebnis der Studie &ldquo;Ungleiches Deutschland&rdquo;, die anhand von 20 Indikatoren die soziale und &ouml;konomische Lage der Bundesrepublik kreisgenau darstellt. Die Kriterien sind etwa Arbeitslosigkeit, Abwanderung, Kinderarmut, kommunale Schulden oder das Bruttoinlandsprodukt. Die Ergebnisse zeigen, dass etliche Gegenden im Osten und Norden des Landes anderen Regionen im S&uuml;den hinterherhinken. Sie sind nicht in der Lage, sich eigenst&auml;ndig aus dieser Lage zu befreien, und es wird von Jahr zu Jahr schwieriger.<br>\nDie von der wirtschaftlichen Entwicklung abgeh&auml;ngten Regionen haben immer mehr Schwierigkeiten bei der Bereitstellung der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge. Ihre Kommunen befinden sich zunehmend in einem Teufelskreis aus Verschuldung, Wachstumsschw&auml;che, Arbeitslosigkeit und Abwanderung. Die Bewohner m&uuml;ssen mit einer schlechteren Ausstattung der Infrastruktur auskommen. Ihre Chancen, erfolgreich am Arbeitsleben teilzunehmen schwinden ebenso, wie an den sozialen und kulturellen Alltagsbeziehungen. Das vom Grundgesetz vorgegebene Ziel der Herstellung gleichwertiger Lebensverh&auml;ltnisse r&uuml;ckt in immer weitere Ferne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fes.de\/de\/gute-gesellschaft-soziale-demokratie-2017plus\/neues-wachstum-gestaltende-wirtschafts-und-finanzpolitik\/ungleiches-deutschland\/\">Friedrich Ebert Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sch&uuml;sse im Sojafeld<\/strong><br>\nIn Brasilien baut die m&auml;chtige Agrarindustrie Futter auch f&uuml;r deutsche Schweine und H&uuml;hner an. Daf&uuml;r zahlen Tausende von Kleinbauern. Manche mit ihrem Leben.<br>\nEin Bundesstaat namens Mato Grosso, zweieinhalbmal so gro&szlig; wie Deutschland und einer der weltgr&ouml;&szlig;ten Produzenten von Mais, Soja und Rindfleisch. Es ist das Herzst&uuml;ck des brasilianischen Agrobusiness mit seinen riesenhaften L&auml;ndereien, die sich von Jahr zu Jahr weiter ausdehnen &ndash; in die W&auml;lder, in die Reservate von Indianern, in Naturschutzgebiete und die &Auml;cker kleinerer Bauern. Die Landwirtschaft von Mato Grosso macht Million&auml;re und Milliard&auml;re &ndash; was auch ruchlose Gesch&auml;ftsleute anzieht, die wenig R&uuml;cksicht nehmen auf Recht und Gesetz, auf Umweltschutz oder die Menschen im Camp der Guten Hoffnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/11\/landraub-brasilien-bewegung-landlose-landarbeiter-soja-deutschland\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>TTIP-Leak zur regulatorischen Zusammenarbeit: Die Mogelpackung der EU-Kommission<\/strong><br>\nDie frisch geleakte EU-Verhandlungsposition zu regulatorischer Zusammenarbeit zeigt: Die EU-Kommission ist durchaus empf&auml;nglich f&uuml;r unsere Kritik und f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Druck von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern. Doch bedauerlicherweise reagiert sie mit einem T&auml;uschungsversuch &ndash; &auml;hnlich wie beim Thema Schiedsgerichte. Einer kosmetischen Korrektur zum Trotz sollen Unternehmenslobbyisten und US-Beh&ouml;rden weiterhin privilegierten Zugriff auf die EU-Gesetzgebung bekommen.<br>\nDer umstrittene, machtvolle &bdquo;Rat f&uuml;r regulatorische Zusammenarbeit&ldquo;, der die Harmonisierung der Gesetzgebung zwischen USA und EU koordinieren sollte, taucht in der neuen EU-Verhandlungsposition nicht mehr auf. Der entsprechende Artikel 14 wurde gestrichen. Hier reagiert die EU-Kommission offensichtlich auf die zunehmende &ouml;ffentliche Kritik.<br>\nMit dem Gremium entfallen jedoch keineswegs auch die Funktionen, die es urspr&uuml;nglich aus&uuml;ben sollte. Im Gegenteil: Diese bleiben allesamt erhalten. Die Kommission fordert weiterhin eine &bdquo;Koordinierung&ldquo; der regulatorischen Zusammenarbeit &ndash; und auch die &bdquo;fr&uuml;hestm&ouml;gliche&ldquo; Einbeziehung von Lobbyisten in die Gesetzgebung. Es handelt sich also um eine Mogelpackung: Die regulatorische Zusammenarbeit soll es weiterhin geben, blo&szlig; nicht mehr koordiniert durch ein Gremium namens &bdquo;Rat&ldquo;.<br>\nDie stattdessen f&uuml;r die Koordinierung zust&auml;ndigen Akteure werden erstmals explizit benannt: Es sollen die EU-Kommission und die US-Regulierungsbeh&ouml;rden sein. Sie sollen k&uuml;nftig Gesetzesvorhaben gemeinsam darauf &uuml;berpr&uuml;fen, ob sie den transatlantischen Handel negativ beeintr&auml;chtigen (Artikel 2b und Artikel x5.1). Die transatlantische Koordinierung bei der Gesetzgebung erscheint besonders fragw&uuml;rdig, weil sie weder in den USA noch in der EU demokratisch legitimiert ist. Warum sollen US-Regulierungsbeh&ouml;rden bei EU-Gesetzen und die EU-Kommission umgekehrt in den USA mitsprechen d&uuml;rfen?<br>\nZudem zielt auch der neue Verhandlungsvorschlag darauf, Unternehmenslobbyisten enorme Privilegien in Regulierungsverfahren zu geben. Zahlreiche Wege sind vorgesehen, Lobbyisten zu einem fr&uuml;hestm&ouml;glichen Zeitpunkt zu beteiligen (Artikel 7, Artikel x5.2 und Artikel x6.1). Rund zwei Drittel der sch&auml;tzungsweise 15.000-25.000 Lobbyisten in Br&uuml;ssel sind Vertreter von Unternehmen, die &uuml;ber dieses neue Einfallstor ihren Einfluss geltend machen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/03\/ttip-leak-zur-regulatorischen-zusammenarbeit-die-mogelpackung-der-eu-kommission\/\">Lobbycontrol<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>On Invincible Ignorance<\/strong><br>\nRemember Paul Ryan? The speaker of the House used to be a media darling, lionized as the epitome of the Serious, Honest Conservative &mdash; never mind those of us who actually looked at the numbers in his budgets and concluded that he was a con man. These days, of course, he is overshadowed by the looming Trumpocalypse.<br>\nBut while Donald Trump could win the White House &mdash; or lose so badly that even our rotten-borough system of congressional districts, which heavily favors the G.O.P., delivers the House to the Democrats &mdash; the odds are that come January, Hillary Clinton will be president, and Mr. Ryan still speaker. So I was interested to read what Mr. Ryan said in a recent interview with John Harwood. What has he learned from recent events?<br>\nAnd the answer is, nothing.<br>\nLike just about everyone in the Republican establishment, Mr. Ryan is in denial about the roots of Trumpism, about the extent to which the party deliberately cultivated anger and racial backlash, only to lose control of the monster it created. But what I found especially striking were his comments on tax policy. I know, boring &mdash; but indulge me here. There&rsquo;s a larger moral.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2016\/03\/21\/opinion\/on-invincible-ignorance.html?rref=collection%2Fcolumn%2Fpaul-krugman&amp;action=click&amp;contentCollection=opinion%C2%AEion=stream&amp;module=stream_unit&amp;version=latest&amp;contentPlacement=1&amp;pgtype=collection\">Paul Krugman in der New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Clinton-Mails und der Libyen-Krieg<\/strong><br>\nDer Krieg gegen Libyen wurde am 19. M&auml;rz 2011 von einer Ad-hoc-Koalition unter F&uuml;hrung von Frankreich, Gro&szlig;britannien und den USA begonnen. Am 31. M&auml;rz 2011 ging die gesamte Kriegsf&uuml;hrung dann auf die &bdquo;Operation Unified Protector&ldquo; (OUP) und damit auf die NATO &uuml;ber. Nach 26.500 Lufteins&auml;tzen, bei 9.700 davon erfolgten Bombardierungen, endete die Operation am 30. Oktober 2011, acht Tage zuvor war der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi auf grausame Weise ermordet worden. Seither versinkt das Land im Chaos und die Auseinandersetzungen nehmen kein Ende. Inzwischen sind erneut &ndash; oder vielleicht auch immer noch &ndash; westliche Spezialeinheiten im Land aktiv und es wird sogar wieder laut &uuml;ber eine gro&szlig;angelegte Intervention nachgedacht, diesmal wom&ouml;glich auch mit deutscher Beteiligung.<br>\nSch&auml;tzungen zufolge, sollen allein bei den NATO-Bombardierungen zwischen 30.000 und 50.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Als Rechtfertigung wurden vom Westen stets massive Menschenrechtsverletzungen ins Feld gef&uuml;hrt. Die k&uuml;rzlich &uuml;ber den Freedom of Information Act ver&ouml;ffentlichten Mails der damaligen US-Au&szlig;enministerin Hillary Clinton legen jedoch nahe, dass vieles, wenn nicht sogar alles davon erstunken und erlogen war. Die Mails bringen dar&uuml;ber hinaus auch noch etwas Licht in die Frage, was die eigentlichen Interessen hinter diesem Krieg waren. Vor allem aber legen sie den Schluss nahe, dass Clinton, die wohl wichtigste treibende Kraft hinter der westlichen Intervention, sogar bewusst Falschmeldungen gestreut und der Kriegsagenda widersprechende Informationen gezielt unterdr&uuml;ckt hat. Ihr diesbez&uuml;glicher Umgang mit der Wahrheit ist so schockierend, dass einem angesichts der Tatsache, dass sie derzeit als aussichtsreichste Kandidatin f&uuml;r das US-Pr&auml;sidentenamt gilt, angst und bange werden kann.<br>\nGanz sicher war das System unter Muammar al-Gaddafi repressiv, dies gilt aber in mindestens demselben Ausma&szlig; f&uuml;r eine ganze Reihe &bdquo;befreundeter&ldquo; Staaten, die vom Westen in Ruhe gelassen werden. Anfang 2011 begannen die Proteste gegen die libysche Regierung, was schlie&szlig;lich zur Verabschiedung der UN-Resolution 1973 f&uuml;hrte, die zwar u.a. die Einrichtung einer Flugverbotszone vorsah, allerdings keineswegs einen Blankoscheck f&uuml;r den Sturz Gaddafis ausstellte, auch wenn sie vom Westen v&ouml;llig haltlos so zurechtinterpretiert wurde.[4] Die Regierung sei aufgrund der Androhung von Massakern in Bengasi ihrer in der UN-Resolution betonten &bdquo;Verantwortung zum Schutz&ldquo; der Bev&ouml;lkerung nicht nachgekommen, was ihren Sturz legitimiere, so die damalige Begr&uuml;ndung der Angriffe. Schon damals gab es allerdings viele Hinweise, dass es sich hierbei um bestenfalls fragw&uuml;rdige, meist sogar falsche Behauptungen handelte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/03\/18\/die-clinton-mails-und-der-libyen-krieg\/\">Informationstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was von Kriegen &uuml;brig bleibt<\/strong><br>\nIrak, Syrien, Jemen &ndash; der Mittlere Osten geht in Flammen auf. Armeen aus aller Welt k&auml;mpfen im Hexenkessel der Weltgeschichte. Schon ist die Katastrophe in Europa angekommen: Anschl&auml;ge in Paris, Br&uuml;ssel und in der T&uuml;rkei &ndash; w&auml;hrend Millionen Menschen auf der Flucht sind, auf der Suche nach Sicherheit und Frieden. Inmitten des arabischen Fl&auml;chenbrandes boomt die Waffenindustrie. Unter dem Motto &ldquo;Sicherheit und Verteidigung&rdquo; werden alle zwei Jahre in Abu Dhabi die neuesten Waffen pr&auml;sentiert.<br>\nUnbeeindruckt vom Sterben betreiben Waffenproduzenten aus aller Welt das Gesch&auml;ft mit dem Tod: Drohnen zu Luft, zu Land und zu Wasser sind der Verkaufsschlager, sagt ein Aussteller. &ldquo;Es ist wie ein Computerspiel, ganz einfach. Sie dr&uuml;cken den Knopf und schon wird gefeuert.&rdquo; Investiert wird auch in &Uuml;berwachungssysteme, die lokal, regional und international &ldquo;alles im Blick&rdquo; haben. Robotersoldaten werden entwickelt, sogar Atomwaffen werden modernisiert.<br>\nMarkus Matzel und Karin Leukefeld haben den Kriegsschauplatz Irak besucht, der wie kaum ein anderes Land in den letzten 35 Jahren von Kriegen &uuml;berzogen wurde. Bis heute zerst&ouml;ren die eingesetzten Waffen das Leben der Menschen, vor allem neu geborener Kinder, und der Umwelt. Besonders sch&auml;dlich erweist sich Uranmunition, die in Afghanistan, Jugoslawien und im Irak in gro&szlig;en Mengen verschossen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/was-von-kriegen-uebrig-bleibt-100.html\">Das Erste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die eigentliche Alternative f&uuml;r Deutschland w&auml;re eine richtige Sozialdemokratie<\/strong><br>\nWie vor den Kopf gesto&szlig;en, waren alle Parteien am letzten Montag nach den Landtagswahlen. Bis auf die Sieger. Wie kam es nur dazu, dass eine Gruppe, die sich euphemistisch Partei nennt, wo sie nur Menschenverachtung exekutiert, so erfolgreich bei den W&auml;hlern ankam? Sigmar Gabriel postete seine Geknicktheit, er schrieb unter anderem: &raquo;Protest w&auml;hlen l&ouml;st nicht ein Problem in unserem Land. Im Gegenteil, es spaltet die Gesellschaft.&laquo; Dazu f&auml;llt mir nur ein Wort ein: Heuchler. Zumal er einen Tag danach in einem Interview sagte, dass nun nichts ge&auml;ndert werden m&uuml;sse. Denn die Spaltung der Gesellschaft ist nicht das Ergebnis der AfD-Wahl, sondern die Ereignisse, die davor stattfanden, die spalteten die Gesellschaft und f&uuml;hrten zum Rechtsruck. Besonders der Sozialdemokratie muss man den Vorwurf machen, Hauptschuldige an dieser Entwicklung zu sein. Denn sie weigert sich vehement, sich von der Union abheben zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/03\/die-eigentliche-alternative-fur.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das falsche Personal<\/strong><br>\nEs sind keine sonderlich radikalen Forderungen, welche Vertreter der SPD-Linken nun in einem Positionspapier zusammengefasst haben. Die Konsequenzen w&auml;ren lediglich, dass mehr Menschen hierzulande mit ihren Einnahmen aus Arbeit oder Rente ein menschenw&uuml;rdiges Leben f&uuml;hren k&ouml;nnten. Eine gerechtere Verteilungs- und Lohnpolitik w&auml;re problemlos umsetzbar. Doch was f&uuml;r eine Partei, die sich sozialdemokratisch nennt, selbstverst&auml;ndlich sein m&uuml;sste, wird in ihren Funktion&auml;rskreisen bislang lediglich von einer Minderheit vertreten.<br>\nStattdessen wird die Ausrichtung der SPD wesentlich von Politikern bestimmt, die noch aus dem Umfeld von Gerhard Schr&ouml;der stammen und viele Verb&uuml;ndete haben. Genannt seien hier nur der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel, Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier und Bundestagsfraktionschef Thomas Oppermann. Die letzten beiden Bundestagswahlen haben gezeigt, dass diese Genossen bei der sozialdemokratischen W&auml;hlerschaft nicht sonderlich beliebt sind. Trotzdem scheut sich der linke Fl&uuml;gel davor, das eigene Spitzenpersonal ernsthaft in Frage zu stellen.<br>\nDie Parteilinke muss sich in naher Zukunft auch Gedanken um personelle Alternativen machen. Denn diese hat die SPD bitter n&ouml;tig, wenn sie wirklich einen Linksschwenk vollziehen und Vertrauen zur&uuml;ckgewinnen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1005779.das-falsche-personal.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf das Strategiepapier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32276#h02\">SPD-Linke fordern Stopp der Rente mit 67 und h&ouml;here Steuern<\/a> haben die NachDenkSeiten hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>SPD-Spitzenpolitiker f&uuml;r Gabriel als Kanzlerkandidaten<\/strong><br>\nNach den teils mageren Ergebnissen bei den Landtagswahlen st&auml;rken f&uuml;hrende SPD-Politiker Parteichef Gabriel den R&uuml;cken.<br>\nEr habe den Vorsitz in schwieriger Zeit &uuml;bernommen und viel Stabilit&auml;t gebracht, sagte Hamburgs Erster B&uuml;rgermeister Scholz dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Die SPD stelle die meisten Ministerpr&auml;sidenten und sei in fast allen Landesregierungen vertreten. Daher d&uuml;rfe Gabriel seinen Teil des Erfolges f&uuml;r sich anmelden, antwortete Scholz auf die Frage, ob der SPD-Chef auch n&auml;chster Kanzlerkandidat werden sollte. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erten sich die stellvertretenden Vorsitzenden Stegner und Sch&auml;fer-G&uuml;mbel. Gabriel habe den ersten Zugriff auf die Kandidatur und sei zudem auch der richtige Mann an der Spitze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nachrichten-detail.447.de.html?drn:news_id=593920\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nein, das ist keine Satire, diese Meldung spiegelt den aktuellen Zustand des SPD F&uuml;hrungspersonals wieder: v&ouml;lligen Realit&auml;tsverlust. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Die SPD F&uuml;hrungskr&auml;fte sind nicht Willens ihre Politikkonzepte kritisch zu hinterfragen. Das sie zum jetzigen Zeitpunkt Gabriel zum Kanzler-Kandidaten k&uuml;ren wollen, ist offenbar politisch eine morbide Lust am Untergang.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Diese Meldung h&auml;tte ich eher vom Postillon erwartet<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nicht vergessen: Heute Abend kommt die Anstalt<\/strong><br>\nWortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Sch&auml;rfe: Max Uthoff und Claus von Wagner kl&auml;ren &uuml;ber die Themen auf, die die Nation bewegen. Live aus der &ldquo;Anstalt&rdquo;.<br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten an den politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Mit ihren G&auml;sten Nils Heinrich, Abdelkarim und Lisa Fitz wollen sie &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;.<br>\nDienstag 22.03.2016, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr ZDF<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/4a8ba13b-a17d-454e-8175-b6981ca50026\/d285b64c-f982-489f-bacc-3e5304f8cc4f?doDispatch=2\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-32364","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32364"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32364\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32367,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32364\/revisions\/32367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}