{"id":3242,"date":"2008-05-28T09:25:49","date_gmt":"2008-05-28T07:25:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3242"},"modified":"2008-05-28T09:32:34","modified_gmt":"2008-05-28T07:32:34","slug":"hinweise-des-tages-657","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3242","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3242&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Kinderarmut: Reiches Land, arme Kinder<\/strong><br>\nArmut wird billigend in Kauf genommen, um Niedrigl&ouml;hne durchzusetzen. Heranwachsende leiden darunter. Das muss nicht so sein. Ein Vorschlag zur Besserung der Lage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/?em_cnt=1340124\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Viele Worte, wenig Taten: Armutsberichte ersetzen politisches Handeln nicht<\/strong><br>\nEine Regierung, zwei Analysen, die zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen &ndash; deutlicher kann man nicht machen, dass hier nicht zum Wohle der Betroffenen an einem Strang gezogen wird. Eher geht es um die Profilierung der zust&auml;ndigen Politiker, und nur ein Schelm denkt dabei an den n&auml;chsten Wahlkampf. Unter dem Druck der Linkspartei ist es zu einer Renaissance der sozialen Frage gekommen und nur wer sie beantworten kann, wird an den Urnen eine Chance haben.\n<p>Allerdings wird man den Eindruck nicht los, dass in Deutschland zwar viel &uuml;ber Armut geredet, aber nur wenig gegen sie unternommen wird. Und das seit Jahren. Doch passiert ist nichts. Im Gegenteil: Der Bundesrat hat beispielsweise erst vergangene Woche die Aufstockung des Wohngeldes verhindert. Die Empf&auml;nger von Sozialleistungen bleiben damit vorerst auf den h&ouml;heren Energiekosten sitzen. Auch kann sich die Koalition nach wie vor nicht auf einen Mindestlohn und damit auf ein wirkungsvolles Instrument gegen arm machende Arbeitsverh&auml;ltnisse einigen. Und eine Steuerreform, die den Abstand zwischen Arm und Reich verringern und dem Sozialstaat wieder etwas Luft zum Atmen geben w&uuml;rde, ist nirgendwo in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=822523&amp;kat=3&amp;man=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die CDU, ein dummer Bengel und das Klassenwahlrecht<\/strong><br>\nViel schlimmer als die d&uuml;mmliche Logorrhoe des christlichen Studiosus ist indes das Menschen- und Geistesbild, das hinter solchen &Auml;u&szlig;erungen steht und die Art und Weise, wie dies durch Medien rezipiert wird. Der 25j&auml;hrige Ludewig mag trotz seines Postens im Bundesvorstand der CDU nur ein dummer Bengel sein, der eigentlich etwas hinter die Ohren verdient h&auml;tte und den man nicht ernst nehmen sollte. Nur steht er stellvertretend f&uuml;r eine heranwachsende neue Elite, die in einem antiegalit&auml;ren Bewusstsein erzogen wurde und es v&ouml;llig normal findet, dass es &bdquo;wertvolle&ldquo; und &bdquo;nicht wertvolle&ldquo; Menschen gibt. Wie weit ist es da zum &ldquo;menschlichen M&uuml;ll&rdquo;?\n<p>H&ouml;rte man aus den Reihen der CDU eigentlich bereits eine Stimme, die den R&uuml;cktritt ihres Bundesvorstandsmitgliedes forderte? Eine Pressestimme, die dies forderte? Jeder Kreistagsabgeordnete der LINKEn w&auml;re bei einem verfassungsfeindlichen Vorsto&szlig; dieser Qualit&auml;t von den Medien auf dem medialen Scheiterhaufen verbrannt worden &ndash; aber bei einem blasierten J&uuml;ngling aus dem Bundesvorstand der CDU herrscht lautes Schweigen. Aber nicht nur das, die BILD-Zeitung beschreibt diesen Vorsto&szlig;, die Verfassung zu brechen, wertneutral bis anerkennend als &bdquo;k&uuml;hn&ldquo;, n-tv erdreistet sich gar, ihn als &ldquo;originell&rdquo; anzupreisen, geradeso als ginge es nur um einen etwas unkonventionellen, aber durchaus gangbareren Alternativvorschlag. ARD-Talk Enfant terrible Anne Will verschafft ihm durch eine Einladung unn&ouml;tige Anerkennung und der SPIEGEL findet den Vorschlag zwar &bdquo;absurd&ldquo;, geht aber &uuml;ber die laue Kritik der zugrunde liegenden AFP-Agenturmeldung auch nicht hinaus. Kein Nachrichtenmedium erw&auml;hnt &uuml;brigens, dass Ludewig im Bundesvorstand der CDU sitzt &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/\">Spiegelfechter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Passend dazu der Kommentar: Anne Will und die Armut &ndash; mehr Stammtisch geht nicht.<\/strong><br>\nDie Provokation steckte schon im Titel der Sendung &bdquo;Hungern muss hier keiner &ndash; Ein Land redet sich arm&ldquo;. Schon die Anmoderation und der Einspieler dazu sollten klar machen, dass &ldquo;bevor man sich aufregt&rdquo; es sich oft lohne, die Zahlen genauer anzuschauen. Was Anne Will unter &ldquo;genauer anschauen&rdquo; versteht entpuppte sich dann als plumper Versuch einer Relativierung: So kann sich nach Ansicht von Michael H&uuml;ther vom [3] IW Deutschland in Sachen Armut &ldquo;im EU- oder sogar im OECD-Vergleich sehr gut sehen lassen&rdquo;, schon die &ldquo;Ausgangsarmutsquote&rdquo; l&auml;ge unter dem Niveau der skandinavischen L&auml;nder. Fazit des unternehmernahen &ouml;konomischen Sachverstandes: &ldquo;Wir sind hier nicht in einer dramatischen Situation&rdquo;. Richtig angeheizt wurde dann die Debatte durch die teilweise hochpolemischen und emotionalisierten Beitr&auml;ge der Journalistin und Doktorin der Politikwissenschaften [4] Rita Knobel-Ulrich, die k&uuml;rzlich eine Filmreportage &uuml;ber arbeitslose Hartz IV Empf&auml;nger gemacht hat und so offenbar ebenfalls eine ins Konzept passende eigene Vorstellung von Armut entwickelt hat. In Russland gebe es Kinder, die in Kellerl&ouml;chern s&auml;&szlig;en und nichts zu essen und zu trinken h&auml;tten. Angesichts solcher Verh&auml;ltnisse, sei unser Begriff von Kinderarmut &ldquo;zynisch&rdquo;. Was die deutschen Arbeitslosen und Hartz IV Empf&auml;nger urs&auml;chlich mit den hungernden, durstigen und frierenden Kindern in Russland oder anderswo in der Welt zutun haben, musste mangels Nachfrage offen bleiben.<\/em><\/p>\n<p>Heiner Geissler brachte die Absurdit&auml;t dieser Argumentation allerdings auf den Punkt: &ldquo;Ja und, was soll das hei&szlig;en?&rdquo; Es g&auml;be bei uns niemanden der Hungern, oder Frieren m&uuml;sse und jeder habe ein Dach &uuml;ber dem Kopf, die Grundbed&uuml;rfnisse seien damit &ldquo;im Prinzip schon mal abgedeckt&rdquo;, selbst Ungelernte k&ouml;nnten in einer Putzkolonne oder auf dem Acker, &ldquo;was weiss ich, was er machen k&ouml;nnte&rdquo;, sagte Knobel-Ulrich.<\/p>\n<p>Nun, derlei krude Relativierungen unvergleichbarer &ouml;konomischer und politisch-sozialer Verh&auml;ltnisse und offener Forderungen nach noch mehr Repression in der Hartz IV- Gesetzgebung w&auml;ren im politischen Diskurs und in der rationalen Analyse schlichtweg als Stammtisch-Polemik und dem Thema unangemessen zur&uuml;ckzuweisen.<br>\nF&uuml;r die Moderatorin Anne Will waren sie jedoch Gelegenheit in eigentlich zynischer und skandal&ouml;ser Weise darauf zu reagieren: &ldquo;Nachdem was Frau Knobel-Ulrich uns gerade geschildert hat, wollen sie also Menschen mehr Geld geben, als sie wirklich brauchen?&rdquo;, fragte sie den Sozialwissenschaftler Butterwegge nach seiner Position in der Diskussion. Offensichtlich wei&szlig; Frau Will (gesch&auml;tztes monatliches Einkommen um 10.000&euro;), was Hartz IV Empf&auml;nger zum Leben brauchen.<\/p>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Von einem sachlich-konstruktiven Umgang mit dem Thema Armut in Deutschland war diese Sendung weit entfernt. Die Stimmung gegen&uuml;ber Arbeitslosen und Hartz IV Empf&auml;ngern war von Pauschalisierung und Polarisierung gekennzeichnet. Deren reale Probleme, einen nachhaltigen Arbeitsplatz zu finden und welche f&ouml;rdernden Ma&szlig;nahmen hierzu ergriffen werden m&uuml;ssten, wurden gar nicht erst besprochen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2008\/05\/27\/anne-will-und-die-armut-mehr-stammtisch-geht-nicht-ein-kommentar\/\">Readers Edition<\/a><\/p>\n<p>Wer Zeit und Strom opfern m&ouml;chte:<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/annewill\/videos\/willganze4.html\">ARD Anne Will (Video)<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Offener Brief an Dr. Rita Knobel-Ulrich zur Sendung &ldquo;Anne Will&rdquo; vom 25.05.2008<\/strong><br>\nAm 25. 05. 2008 wurden von Frau Dr. Knobel-Ulrich offensichtlich falsche Behauptungen bez&uuml;glich des Hartz-IV-Regelsatzes gemacht. Wir als Betroffene, verwahren uns gegen derartige Falschmeldungen im &ouml;ffentlichen Fernsehen, die uns erneut in ein falsches und schlechtes Licht r&uuml;cken sollen.<\/p>\n<p>Wir haben hierzu einen offenen Brief an Frau Dr. Knobel-Ulrich verfasst, der neben der Adressatin auch an Die Deutsche Welle &ndash; Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts, den Deutschen Journalistenverband, ver.di, Fachbereich 8 Medien, Kunst und Industrie und die WILL MEDIA GMBH, sowie die Redaktionen von ARD, WDR und SWF geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www2.digital-attack.de\/\">Aktive Erwerbslose in Deutschland (AEiD)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachtrag zum gestrigen Hinweis 3 (&bdquo;Zu viel Druck auf Arbeitslose nutzt niemandem&ldquo;).<\/strong>\n<p><em>Dazu schrieb uns eine Leserin aus Hamburg:<\/em><br>\n&bdquo;Ich m&ouml;chte Ihnen gern einen erg&auml;nzenden Literaturhinweis mit der Bitte um Ver&ouml;ffentlichung auf Ihren &ldquo;Nachdenkseiten&rdquo; geben: Mit Interesse habe ich n&auml;mlich Ihren heutigen (27. Mai 2008) Hinweis auf einen Handelsblatt-Artikel gelesen, der eine neue Studie von Raj Chetty (University of California, Berkely) zu den Anreizeffekten des Arbeitslosengeldes vorstellt. Tenor der Studie: Ein niedriges Arbeitslosengeld nutzt niemandem, weder den Betroffenen noch der Gesellschaft. Interessanterweise kommt eine Studie in den WSI-Mitteilungen 4\/2008, von der eine inhaltliche Zusammenfassung <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/119_90942.html\">auch im Internet verf&uuml;gbar ist<\/a>, zu einem &auml;hnlichen Ergebnis: Ein ad&auml;quates Arbeitslosengeld erlaubt l&auml;ngere Suchphasen, f&uuml;hrt zu einem besseren &ldquo;matching&rdquo; zwischen Arbeitsuchenden und offenen Stellen und verl&auml;ngert die Dauer der nachfolgenden Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Die Gefahr unn&ouml;tig langer &ldquo;Suchphasen&rdquo; der Arbeitslosen bei &ldquo;zu hohem&rdquo; Arbeitslosengeld werde meist &uuml;bersch&auml;tzt, denn die meisten Arbeitslosen w&uuml;ssten, dass eine zu lange Arbeitslosigkeitsdauer ihre Wiedereinstellungschancen verschlechtert (Qualifikationsverlust; Vermutung geringer Motivation bei potenziellen Arbeitgebern) und das zuk&uuml;nftig zu erzielende Einkommen vermindert. Die genannte Studie zeigt zudem theoretisch und mit einem internationalen empirischen Literatur&uuml;berblick, dass auch die weit verbreitete Behauptung negativer Auswirkungen des K&uuml;ndigungsschutzes auf die Besch&auml;ftigung schlicht falsch ist. Titel dieser rundum empfehlenswerten Studie: G&uuml;nther Grunert, Arbeitsmarktinstitutionen und Arbeitslosigkeit, WSI-Mitteilungen 4\/2008, S. 191-197.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><strong>Forschungsinstitut IAB kritisiert &laquo;gesch&ouml;nte&raquo; Arbeitsmarktstatistik<\/strong><br>\nKurz vor Bekanntgabe der neuen Arbeitslosenzahl am Donnerstag dieser Woche hat der Chef des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der gro&szlig;en Koalition vorgeworfen, die Daten k&uuml;nstlich niedrig zu rechnen. &laquo;Da wird in der Tat an der Statistik-Schraube gedreht&raquo;, sagte Joachim M&ouml;ller, Leiter des Instituts, der &laquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&raquo; (Dienstagausgabe). Laut der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit waren im April 3,4 Millionen Menschen arbeitslos. Weil das Sch&ouml;nen der Statistiken seit Jahrzehnten Tradition habe, fehlten aber gut 1,5 Millionen Menschen in der offiziellen Zahl.<br>\nZ&auml;hle man alles zusammen, &laquo;kommt man in Deutschland auf gut f&uuml;nf Millionen Menschen, die gerne arbeiten w&uuml;rden&raquo;, betonte M&ouml;ller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/ddp\/20080527\/tde-forschungsinstitut-iab-kritisiert-ge-d9e70c2.html\">Yahoo news<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche sparen f&uuml;r schlechtere Zeiten<\/strong><br>\nDie Deutschen legen immer mehr auf die hohe Kante. Die Sparquote ist so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr. Experten zufolge steckt dahinter vor allem eine Sorge.<br>\nVon Januar bis M&auml;rz legten sie durchschnittlich 14,8 Prozent ihres verf&uuml;gbaren Einkommens auf die hohe Kante, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist die h&ouml;chste Sparquote der privaten Haushalte seit Anfang 1993. Gleichzeitig stiegen die L&ouml;hne und Geh&auml;lter der Arbeitnehmer mit 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum so kr&auml;ftig wie seit Ende 2000 nicht mehr. Noch st&auml;rker wuchsen erneut die Verm&ouml;gen und Unternehmensgewinne mit 4,8 Prozent.\n<p>In der hohen Sparquote kommt Experten zufolge die Sorge vor einem Ende des Aufschwungs zum Ausdruck. &bdquo;Die B&uuml;rger sparen f&uuml;r schlechtere Zeiten&ldquo;, sagte der Konjunkturexperte des gewerkschaftsnahen Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK), Peter Hohlfeld. Au&szlig;erdem sorge ein wachsender Teil der Deutschen privat f&uuml;rs Alter vor, etwa mit der Riester-Rente. Auch das treibe die Sparquote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/Deutschland\/_pv\/_p\/200050\/_t\/ft\/_b\/1434808\/default.aspx\/deutsche-sparen-fuer-schlechtere-zeiten.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Konjunktur: Da braut sich was zusammen<\/strong><br>\nDie Wachstumsaussichten f&uuml;r Deutschland sind alles andere als rosig. Wer daran nach den guten Zahlen des ersten Quartals leise Zweifel hegte, wurde gestern eines Besseren belehrt. Das Ausland f&auml;llt als Konjunkturst&uuml;tze aus. Das ist so gut wie sicher, nachdem nun auch die Unternehmen in Frankreich Tr&uuml;bsal blasen. Frankreich ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner der Deutschen. &ldquo;Da braut sich was zusammen&rdquo; sagt Andreas Scheuerle, Konjunkturchef der DekaBank. Und ganz bedauerlich: &ldquo;Das Inland hat dem nichts entgegenzusetzen.&rdquo; Und das hat vor allem einen Grund: Die Menschen haben immer weniger Geld im Portemonnaie. Von Robert von Heusinger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1340876\">Fr-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Tipp: TV-Dokumentation &bdquo;Rentenangst&ldquo;<\/strong><br>\nDie Dokumentation von Ingo Blank und Dietrich Krau&szlig; wird erneut gesendet. SR\/SWR senden am 02.06.2008 von 22:30 h bis 23.15 h im DRITTEN<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hlsa.de\/rentenangst\/wordpress\/index.php\/2008\/05\/13\/der-nachste-sendetermin-2\/\">Rentenangst<\/a><\/li>\n<li><strong>Liste der Gesetze &ouml;ffentlich, an denen Lobbyisten mitstrickten!<\/strong><br>\nDass in den Bundesministerien Lobbyisten t&auml;tig sind und dass sie auch an Gesetzen mitgeschrieben haben, wissen wir seit langem. Nun ist auch zumindest zum Teil &ouml;ffentlich, an welchen Gesetzen und Verordnungen sie mitgestrickt haben. Das Bundesinnenministerium beantwortete jetzt eine Anfrage des Gr&uuml;nen Bundestagsabgeordneten Volker Beck. Dieser hatte eine Liste der Gesetze verlangt, an denen Vertreter von Unternehmen und Verb&auml;nden mitgewirkt haben, die als so genannte &ldquo;externe Mitarbeiter&rdquo; in den Ministerien sa&szlig;en, ihr Gehalt gr&ouml;&szlig;tenteils jedoch weiter von ihren eigentlichen Arbeitgebern erhielten. Diese Liste liegt uns nun vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/05\/liste-der-gesetze-offentlich-an-denen-lobbyisten-mitstrickten\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em>Dazu die Aktion:<\/em><\/p>\n<p><strong>Keine Lobbyisten in Ministerien!<\/strong><br>\nIn vielen Bundesministerien arbeiten Wirtschafts-Lobbyisten, getarnt als Beamte. Ihr Gehalt beziehen sie von gro&szlig;en Konzernen wie BASF, Daimler und Deutscher Bank. Sie stricken Gesetze im Interesse ihrer Unternehmen &ndash; anstatt zum Wohl von uns B&uuml;rger\/innen. Die Bundesregierung will die Lobbyisten in den Ministerien behalten. Wir protestieren dagegen &ndash; machen Sie mit! Senden Sie eine Protest-Mail an Ihren Bundestags-Abgeordneten!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/05\/mail-aktion-keine-lobbyisten-in-ministerien\/\">LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zur Sendung WISO vom 26.05.2008 &uuml;ber die Kalte Progression<\/strong>\n<p><em>Dazu schrieb Leser Udo Brechtel an WiSo:<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;Die in der WISO-Sendung vom 26.05.08 von Herrn Peter Gottfried vorgestellten Zahlen zu den Steuers&auml;tzen sind irref&uuml;hrend und teilweise v&ouml;llig unzutreffend. Weiteres habe ich in dem beigef&uuml;gten Zuschauerbrief (mit anl. Steuertabelle) ausf&uuml;hrlich dargestellt. &ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"upload\/pdf\/080528_brief_zdf_wiso.pdf\">Brief-ZDF [PDF &ndash; 193 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"upload\/pdf\/080528_Steuertabelle2007.pdf\">Steuertabelle [PDF &ndash; 19,8 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Jakob Augstein kauft die Ost-West-Wochenzeitung &bdquo;Freitag&ldquo;<\/strong><br>\nDies teilte der Herausgeber und Mitgesellschafter Wilhelm Br&uuml;ggen in Berlin mit. Jakob Augstein, Journalist und Sohn des &bdquo;Spiegel&ldquo;-Gr&uuml;nders Rudolf Augstein, &uuml;bernimmt das Blatt, das sich im Untertitel &bdquo;Ost-West-Wochenzeitung&ldquo; nennt, zum 1. Juni.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien-news\/;art15532,2538433\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>FZS: Studiengeb&uuml;hren-Monitoring in Baden-W&uuml;rttemberg ist eine Farce!<\/strong><br>\nFlorian Hillebrand, Mitglied im Vorstand des fzs: &bdquo;Die beiden fatalen Konsequenzen der Studiengeb&uuml;hren &ndash; n&auml;mlich der R&uuml;ckgang der Studierendenzahlen sowie die weitere Verschiebung der sozialen Zusammensetzung der Studierendenschaften &ndash; werden einfach unter den Teppich gekehrt. Man beruft sich darauf, dass die verheerenden Entwicklungen auch andere Ursachen haben k&ouml;nnten. Wer bei einem R&uuml;ckgang der Studienanf&auml;ngerInnenzahlen um 13% trotz steigender Hochschulzugangsberechtigungen immer noch glaubt, dass das nichts mit den Studiengeb&uuml;hren zu tun hat, irrt gewaltig!&rdquo;\n<p>Im Bericht wird einger&auml;umt, dass die Studierquote von Kindern aus Nicht-Akademikerhaushalten von 62% auf 50% gesunken ist. &ldquo;Hier zeigt sich die Auswirkung der Studiengeb&uuml;hren ganz deutlich. Die Studierquote ist nur bei Kindern aus akademischem Elternhaus stabil geblieben. Studiengeb&uuml;hren versch&auml;rfen die ohnehin schon fatale soziale Zusammensetzung der Studierendenschaft weiter&rdquo;, erkl&auml;rt Regina Weber, ebenfalls Mitglied im fzs-Vorstand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/198575.html\">freier zusammenschluss von studentinnenschaften fzs<\/a><\/p>\n<p><strong>Ausz&uuml;ge aus dem kritisierten Bericht:<\/strong><\/p>\n<p>Die Bruttostudierquote der Studienberechtigten ist zwischen 2004 und 2006 in Baden-W&uuml;rttemberg gesunken, von 68% auf 63%. W&auml;hrend jedoch die Studierquote der Akademikerkinder stabil geblieben ist (von 76% auf 74%), ist die der Kinder aus Nicht-Akademikerhaushalten von 62% auf 50% abgesunken. Dies ist ein erster Hinweis auf eine sozialgruppenspezifische Selektion, die durch die unmittelbar bevorstehende Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren verst&auml;rkt worden ist. Auch unter den bereits Studierenden ist eine generelle Abneigung gegen&uuml;ber Studiengeb&uuml;hren zu vermelden: In Baden-W&uuml;rttemberg sind 62%, bundesweit 67% der Studierenden ablehnend gegen&uuml;ber Studiengeb&uuml;hren eingestellt.<\/p>\n<p>Bez&uuml;glich des Hochschulzugangs k&ouml;nnten sich m&ouml;glicherweise bis zu 7% weniger der Studienberechtigten f&uuml;r ein Studium entscheiden. 4% erw&auml;gen einen Verzicht auf ein Studium, ca. 3% denken &uuml;ber einen Wechsel nach.<\/p>\n<p>Bei den Studienanf&auml;ngern ergeben sich folgende Ver&auml;nderungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Universit&auml;ten: -13%<\/li>\n<li>P&auml;dagogische Hochschulen: 0%<\/li>\n<li>Kunsthochschulen: +2%<\/li>\n<li>Fachhochschulen: +7%<\/li>\n<li>Gesamt (ohne BA):-5%<\/li>\n<li>Berufsakademien:+16%<\/li>\n<li>Gesamt(mitBA):-2%<\/li>\n<\/ul>\n<p>Angesichts dieser Zahlen stellt sich die Frage, ob die Einf&uuml;hrung der Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r diese R&uuml;ckg&auml;nge kausal ist.<\/p>\n<p>F&uuml;r eine Kausalit&auml;t spricht unter anderem, dass in den letzten Jahren die Zahl der Studienberechtigten permanent angestiegen ist und auch weiter anwachsen wird, hiermit jedoch entgegen den Erwartungen sich eine abnehmende Tendenz der Studienanf&auml;ngerzahlen fortgesetzt hat.<\/p>\n<p>Aus Studiengeb&uuml;hren wurden im Sommersemester 2007 ca. 90.000.000&euro; eingenommen. Die Zahl der in geb&uuml;hrenpflichtigen Studieng&auml;ngen immatrikulierten Studierenden bel&auml;uft sich auf rund 212.000. Hiervon wurden rund 38.000 Studierende aufgrund von Ausnahmen, Befreiungen und Erlasse (&bdquo;Freistellungen&ldquo;) von den Studiengeb&uuml;hren freigestellt; die Zahl der Geb&uuml;hrenzahler betr&auml;gt rund 174.000.<\/p>\n<p>Im Wintersemester 2007\/2008 hat es 2037 Antr&auml;ge auf Bewilligung des Studiengeb&uuml;hrenkredits gegeben.<br>\nEs l&auml;sst sich feststellen, dass von Seiten der Studierenden generell versucht wird, keine Darlehen aufzunehmen. Die Verschuldensbereitschaft der Studierenden wurde m&ouml;glicherweise bei der Einf&uuml;hrung der Studiengeb&uuml;hren &uuml;bersch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mwk.baden-wuerttemberg.de\/fileadmin\/pdf\/studium\/studiengebuehren\/08_05_13d_Zwischenbericht_080509_Zwischenbericht_des_Beirats_Studiengebuehren.pdf%20\">Monitoring-Beirat Studiengeb&uuml;hren Zwischenbericht vom 26. Mai 2008 [PDF &ndash; 512 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Als die Studiengeb&uuml;hren eingef&uuml;hrt wurden, gab es bei den Bef&uuml;rwortern nur positive Aussagen &uuml;ber deren Wirkung. Wenn man diese Versprechen mit den vorsichtigen und relativierenden Aussagen des Zwischenberichts vergleicht, dann kann man der Kritik des fzs nur zustimmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"?p=1876\">Kann es &uuml;berhaupt sozialvertr&auml;gliche Studiengeb&uuml;hren geben?<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hessen: SPD und Gr&uuml;ne wollen Studiengeb&uuml;hren am 5. Juni abschaffen<\/strong><br>\nSPD und Gr&uuml;ne rechnen fest mit der Abschaffung der umstrittenen Studiengeb&uuml;hren durch den Landtag am 5. Juni. &laquo;Wir sind sehr sicher, dass Hessen ab diesem Punkt frei von Studiengeb&uuml;hren ist&raquo;, sagte der SPD-Abgeordnete Michael Siebel am heutigen Dienstag in Wiesbaden. Er rechne mit Zustimmung der Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rhein-main.net\/sixcms\/list.php?page=fnp2_news_article&amp;sv[id]=4842286\">Frankfurter Neue Presse<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3242","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3242"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3242\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}