{"id":3245,"date":"2008-05-30T08:51:40","date_gmt":"2008-05-30T06:51:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3245"},"modified":"2008-05-30T08:51:40","modified_gmt":"2008-05-30T06:51:40","slug":"hinweise-des-tages-659","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3245","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3245&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Alle Menschen sind ungleich &ndash; Zeitarbeit als Gesch&auml;ftsmodell<\/strong><br>\nDer Unterschied zwischen den rund 90 Angestellten des Bades, welches der Stadt Plettenberg geh&ouml;rt: 60 sind bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt &ndash; und das dauerhaft, teilweise seit f&uuml;nf Jahren. Und arbeiten so zu wesentlich schlechteren Bedingungen als die 30 Kollegen welche beim Bad direkt unter Vertrag sind. F&uuml;r sie gilt der Tarifvertrag des &ouml;ffentlichen Dienstes. Mit einem gro&szlig;en Paket an Zulagen, Jahressonderzahlungen und Leistungsentgelten, in das nur sie hineingreifen d&uuml;rfen.\n<p>F&uuml;r einen Betrieb wie diese Badelandschaft sind Menschen wie Anke Pissier (Zeitarbeiterin) deutlich g&uuml;nstiger als die Festangestellten. Weil bislang keine Zuschl&auml;ge f&uuml;r Sp&auml;t- oder Wochenendschichten bezahlt wurden, werden sie bevorzugt zu unbeliebten Zeiten eingesetzt. &ldquo;Dem Chef ist es nat&uuml;rlich lieber, wenn die Zeitarbeiter arbeiten&rdquo;, sagt eine, die nach dem &ouml;ffentlichen Tarif bezahlt wird. &ldquo;Die Schichten werden so eingeteilt, dass es f&uuml;r den Betrieb am g&uuml;nstigsten ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/arbeit-karriere\/arbeit\/:Endstation-Zeitarbeit-Alle-Menschen\/621897.html\">stern<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie zum Mindestlohn: Arme werden &auml;rmer,  Reiche werden reicher<\/strong><br>\nJobkiller Mindestlohn: Laut einer Studie k&ouml;nnte ein Mindestlohn in H&ouml;he von 7,50 Euro insgesamt 1,2 Millionen Arbeitspl&auml;tze vernichten. Betroffen w&auml;ren vor allem Jobs von Gering- und Mittelqualifizierten. Hochqualifizierte w&uuml;rden dagegen von Mindestl&ouml;hnen profitieren, ergab die RWI-Studie. &ldquo;Dieses auf den ersten Blick paradoxe Ergebnis entspricht der &ouml;konomischen Logik&rdquo;, sagt Christoph M. Schmidt, RWI-Pr&auml;sident und Professor f&uuml;r Wirtschaftspolitik und angewandte &Ouml;konometrie an der Ruhr-Universit&auml;t Bochum. &ldquo;Wenn gering- und mittelqualifizierte Arbeitnehmer teurer werden, dann ist die verst&auml;rkte Einstellung von hochqualifizierten Mitarbeitern f&uuml;r die Unternehmen profitabel&rdquo;, sagt Schmidt, der mit dem Arbeitsmarktexperten und Chef des Berliner RWI-B&uuml;ros, Jochen Kluve, das Forschungsteam geleitet hat. &ldquo;Damit versch&auml;rfen Mindestl&ouml;hne die ungleiche Lage, weil sie die Starken st&auml;rker und die Schwachen schw&auml;cher machen&rdquo;, betont Schmidt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/732\/177195\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Da hat mal wieder ein &Ouml;konometriker sein Grenzprodukt-Modell eingesetzt, ein Denkmodell mit dem man angeblich ausrechnen kann, wie viel mehr ein &bdquo;Leistungstr&auml;ger&ldquo; gegen&uuml;ber einem niedrig Qualifizierten bei seiner letzten im Produktionsprozess eingesetzter Arbeitseinheit erwirtschaftet. Nun hat zwar bisher keiner der neoklassisch inspirierten &Ouml;konomen auch nur n&auml;herungsweise ausrechnen k&ouml;nnen, was jeder einzelne im jeweiligen Produktionsprozess erwirtschaftet, aber dass ein Mindestlohn von 7,50 Euro 1,2 Millionen Arbeitspl&auml;tze vernichten k&ouml;nnte, meint man sie mit diesem Denkmodell errechnen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p>Abgesehen, dass dieses Gleichgewichtsmodell auf ziemlich schlichten theoretischen Annahmen basiert, es ist auch noch &ouml;konomisch falsch: In der Wirklichkeit einer Marktwirtschaft bestimmt die Knappheit  der Produktionsfaktoren auf den einzelwirtschaftlichen M&auml;rkten den Preis. Wenn aber die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmerseite auf dem Arbeitsmarkt so geschw&auml;cht ist, dass die Arbeitgeberseite ein Lohndumping durchsetzen k&ouml;nnen, dann bedarf es eines Mindestlohns als Rahmenbedingung.<br>\nDas Schlimme ist, dass solche neoklassischen Modelle immun gegen die Empirie sind. Wenn das Modell die Wirklichkeit tr&auml;fe, m&uuml;sste in den 18 von 25 Staaten der EU, die einen Mindestlohn haben, eine weitaus h&ouml;here Arbeitslosigkeit herrschen als bei uns.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/547_73720.html\">Mindestl&ouml;hne stabilisieren Einkommen &ndash; kein Hinweis auf Jobverluste<\/a><\/p>\n<p>Vgl. dazu auch <a href=\"?p=3180\">Mindestlohn in Deutschland notwendig &ndash; Kein Gegensatz zwischen sozialer Gerechtigkeit und Besch&auml;ftigung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Textildiscounter Kik muss Stundenlohn anheben<\/strong><br>\nDer Textildiscounter Kik muss nach einem Urteil des Arbeitsgerichts Dortmund den Stundenlohn einer 58-j&auml;higen Teilzeit- Angestellten um rund drei Euro anheben. Das Gericht stufte die bisherige Bezahlung der Verk&auml;uferin als sittenwidrig ein. W&ouml;rtlich sagte die Richterin an die Adresse des Unternehmensanwalts: &bdquo;Was Sie da machen, das geht so nicht.&ldquo; Die Kl&auml;gerin aus M&uuml;lheim\/Ruhr hatte bisher 5,20 Euro pro Stunde erhalten. Angemessen seien jedoch mindestens 8,21 Euro, so das Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article2047704\/Textildiscounter_Kik_muss_Stundenlohn_anheben.html\">Die Welt Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu den Wirkungen der BMF-Schuldenbremse<\/strong><br>\nTrotz der enormen Konsolidierungserfolge seit 2005 steht die Begrenzung der Staatsverschuldung weiterhin ganz oben auf der Priorit&auml;tenliste der Gro&szlig;en Koalition. Nach zahlreichen Vorst&ouml;&szlig;en f&uuml;r eine Schuldenbremse aus dem politischen wie wissenschaftlichen Raum hat im Januar 2008 auch das BMF einen Vorschlag f&uuml;r eine solche Schuldenbremse unterbreitet. Gegen&uuml;ber manchen der zuvor in die Diskussion eingebrachten Konzepte, namentlich denen der Mehrheit des Sachverst&auml;ndigenrates und des wissenschaftlichen Beirates beim BMWI, stellt das BMF-Konzept einen Fortschritt dar. Es ist diesen Konzepten bez&uuml;glich des makro&ouml;konomischen Problembewusstseins, der Praxistauglichkeit, der vorsichtigen Interpretation seiner Ergebnisse und schlie&szlig;lich auch einiger Ausgestaltungsdetails vorzuziehen. Dennoch gibt es auch gegen den BMF-Vorschlag sehr gravierende Einw&auml;nde. An vorderster Stelle sind erhebliche wachstums- und besch&auml;ftigungspolitische Risiken zu nennen. Diese ergeben sich aus der &ndash; trotz anderer Intention &ndash; prozyklischen Finanzpolitik, die letztlich mit der Umsetzung dieses Konzeptes verbunden w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_15mai2008.pdf%20\">Boeckler [PDF &ndash; 256 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Thema &bdquo;Schuldenbremse&ldquo; sollte man nicht untersch&auml;tzen, schlie&szlig;lich ist die nationale Fiskalpolitik derzeit das einzige Instrument, um national unterschiedliche Wirkungen von Konjunkturschocks zu kompensieren. In der gegenw&auml;rtigen Diskussion um Schuldenbremsen bleiben zum einen die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Anstieg der Staatsschulden in der Vergangenheit &ndash; deutsche Einheit, umfangreiche Steuersenkungen, konjunkturbedingte Steuerausf&auml;lle &ndash; v&ouml;llig ausgeblendet, zum anderen wird der stabilisierungspolitischen Aufgabe der Finanzpolitik ein viel zu geringes Gewicht beigemessen. Wie immer eine Schuldenbremse konstruiert sein mag, bezieht sie ihre Problematik daraus, dass sie einer prozyklischen Finanzpolitik Vorschub leisten wird. Man kann den Autoren nur Recht geben: Voraussetzung f&uuml;r eine Konsolidierung ist nicht eine Schuldenbremse sondern ein Konjunkturaufschwung. Schon dar&uuml;ber l&auml;sst sich jedoch trefflich streiten. So sieht die Bundesregierung trotz eines deutlichen Wachstumsr&uuml;ckgangs und trotz wachstumsgef&auml;hrdenden Indikatoren immer noch einen &bdquo;robusten Aufschwung&ldquo; und lehnt konjunkturstimulierende Ma&szlig;nahmen strikt ab.<\/em><\/p>\n<p><em>F&uuml;r richtig halte ich auch, dass die &uuml;blichen Begr&uuml;ndungsmuster f&uuml;r Schuldenbremsen wie z.B.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>das der Generationengerechtigkeit falsch sind. Zwar werden die finanziellen Lasten aus der Verschuldung tats&auml;chlich auf die n&auml;chste Generation vererbt, wenn nicht konsolidiert wird. Dies kann aber gut begr&uuml;ndet sein. Denn es gilt, dass zukunftsorientierte Staatsausgaben in sp&auml;teren Perioden auch Nutzen bzw. Einkommen stiften. In der Gegenwart erspart die Kreditfinanzierung ein h&ouml;heres Steueropfer und erm&ouml;glicht einen h&ouml;heren Konsum. Dies hei&szlig;t nicht, dass die Gegenwart auf Kosten der Zukunft lebt, denn von der Investition heute profitieren vor allem zuk&uuml;nftige Generationen. Deshalb haben sie sich auch an der Finanzierung in Form von Zins- und Tilgungszahlungen zu beteiligen. Ferner werden nicht nur Zins- und Tilgungslasten vererbt, sondern auch die zugeh&ouml;rigen Forderungen. Deshalb kann auch nicht die Rede sein von einem Verteilungskonflikt zwischen den Generationen, sondern allenfalls von einem Konflikt zwischen (k&uuml;nftigen) Steuerzahlern und den (k&uuml;nftigen) Gl&auml;ubigern der Staatsschulden.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ich stimme auch folgender Aussage zu:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Die Argumentation, dass aus Gr&uuml;nden der Demographie, die zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt wieder eine Ausdehnung der Staatst&auml;tigkeit erfordere, der Staat kurzfristig enthaltsam sein muss, um Spielraum nach oben zu haben, &uuml;berzeugt nicht. Diese Vorstellung geht von der falschen Annahme aus, man k&ouml;nne heute vorab gesamtwirtschaftlich Geld sparen, um es morgen in sogar h&ouml;heren Betr&auml;gen ausgeben zu k&ouml;nnen. Es f&uuml;hrt aber kein Weg daran vorbei, dass die Versorgung der Rentner immer aus der Rendite der jeweiligen Periode geleistet werden muss, sei es im Umlageverfahren durch Abgaben auf das Lohneinkommen der Besch&auml;ftigten, sei es im Kapitaldeckungsverfahren durch entsprechenden Verbrauch von Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen der Rentner.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Bildungspolitik zwischen falschem Zentralismus und falschem F&ouml;deralismus<\/strong><br>\nDas so genannte Kooperationsverbot in bildungspolitischen Fragen muss fallen. Die Sicherung von Bildung und Wissenschaft als gesellschaftliche Zukunftsinvestitionen erfordert differenzierte L&ouml;sungen, insbesondere die Schaffung von neuen Kompetenzen des Zusammenwirkens von Bund und L&auml;ndern in Fragen der beruflichen und der allgemeinen Bildung. Als Anreiz zur Schaffung von zus&auml;tzlichen Studienpl&auml;tzen ist an die &Uuml;bernahme des Schweizer Modells der interkantonalen Kostenverrechnung zu denken. Es sollte eine neue Gemeinschaftsaufgabe &bdquo;Sicherung vergleichbarer Bildungsstandards in den Bundesl&auml;ndern&ldquo; geschaffen werden. Nicht sinnvoll ist die Schaffung von Verschuldungsobergrenzen oder Schuldenbremsen im Grundgesetz. Die mittelfristige Finanzplanung sollte wieder aufgenommen werden. Grundprinzipien der Reform sollten nicht der finanzpolitische Wettbewerb der Bundesl&auml;nder, sondern die Prinzipien Solidarit&auml;t und gemeinsame Verantwortung ein.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080530%20PDF%20Dokument%20Berufs-Bildungs-Persp_2008-1.pdf\">Berufs-Bildungs-Perspektiven &ndash; Solidarit&auml;t und gemeinsame Verantwortung, vorgelegt vom wissenschaftlichen Beraterkreis der Gewerkschaften IG Metall und ver.di [PDF &ndash; 785 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>DGB legt Rentenkonzept vor &ndash; Nachhaltigkeitsfaktor abschaffen<\/strong><br>\nDie zunehmende Altersarmut hat f&uuml;r die Gewerkschafterin zwei Ursachen: &ldquo;Parallel zu den massiven Rentenk&uuml;rzungen boomt vor allem der Niedriglohnsektor&rdquo;, so Buntenbach. Deswegen seien Reformen f&uuml;r gute Arbeit in jedem Fall unerl&auml;sslich, um weitere Armut im Alter zu verhindern. Dazu z&auml;hlt die Gewerkschafterin die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns, abgesicherte statt prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse und Bedingungen, die es Besch&auml;ftigten erm&ouml;glichen, l&auml;nger gesund im Job zu bleiben. Erg&auml;nzend dazu m&uuml;sse jedoch auch die gesetzliche Rentenversicherung zukunfts- und armutsfest gemacht werden. Ein Eckpunkt des DGB-Rentenkonzepts ist die Abschaffung des Nachhaltigkeitsfaktors und die weitere Aussetzung des Riester-Faktors. Au&szlig;erdem sollen auch Selbstst&auml;ndige, Beamte und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a><\/li>\n<li><strong>R&uuml;rup-Rente: Eine Risiko-Rente und zugleich ein legaler Steuertrick<\/strong><br>\nDas Risiko: Das angesammelte Kapital wird nur als lebenslange Monatsrente ausgezahlt, und zwar fr&uuml;hestens mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Es darf nicht beliehen, sondern nur f&uuml;r die Rente verwendet werden. Das Kapital ist zudem nicht vererbbar. Stirbt der Sparer, sehen die Angeh&ouml;rigen typischerweise nichts mehr davon &ndash; au&szlig;er es ist eine Hinterbliebenenversorgung vereinbart worden. Im Regelfall kommt das Geld eines verstorbenen R&uuml;rup-Rentners den anderen, noch lebenden Kunden des Anbieters zugute. Der Steuertrick: Mit R&uuml;rup-Sparen werden allerdings viel h&ouml;here Beitr&auml;ge gef&ouml;rdert als im Rahmen der Riester-Rente. So k&ouml;nnen R&uuml;rup-Sparer im Jahr bis zu 20.000 Euro (Verheiratete: 40.000 Euro) gef&ouml;rdert anlegen. Von ihrem Jahresbeitrag d&uuml;rfen sie aktuell 66 Prozent als Sonderausgaben beim Finanzamt geltend machen und so ihr zu versteuerndes Einkommen entsprechend mindern. Der Umfang der Steuerverg&uuml;nstigung in der Einzahlphase steigt in den n&auml;chsten Jahren kontinuierlich an. Ab dem Jahr 2025 akzeptiert das Finanzamt dann 100 Prozent der R&uuml;rup- Beitr&auml;ge als Sonderausgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/finanzen\/:R%FCrup-Rente-Der-Steuertrick\/621514.html\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahn darf 1700 Kilometer Schienen stilllegen &ndash; und trotzdem kassieren<\/strong><br>\nDer Bund erw&auml;gt, der Bahn bei der Privatisierung gro&szlig;e Freiheiten einzur&auml;umen. Einem Vertragsentwurf zufolge d&uuml;rfte sie j&auml;hrlich bis zu 1700 Kilometer Schienen stilllegen lassen &ndash; w&uuml;rde aber trotzdem weiter 2,5 Milliarden Euro vom Staat bekommen. Experten kritisieren das als absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,556286,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> So werden durch Stilllegungen Gewinne erwirtschaftet, die vom Steuerzahler finanziert werden. Wie gesagt: Die Bahnprivatisierung versteht man nur, wenn man fragt wer daran verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Florian Havemann: &ldquo;Gysi hat im Sinne unseres Vaters gehandelt&rdquo; <\/strong><br>\nDer Sohn des Regimekritikers Robert Havemann, Florian Havemann, hat die Arbeit von Gysi als Anwalt f&uuml;r seinen Vater in der DDR gew&uuml;rdigt. &ldquo;Unabh&auml;ngig von der Frage, ob Herr Gysi IM war, was ich nicht beurteilen kann, hat er im Sinne unseres Vaters gehandelt&rdquo;, sagte Havemann der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung.<br>\n&ldquo;Unser Vater wollte &uuml;ber Gregor Gysi eine Verbindung zur Parteif&uuml;hrung herstellen. Das ist ihm gelungen. Ab dem Zeitpunkt, als er Anwalt unseres Vaters war, hat es keinen Prozess mehr gegeben.&rdquo; Dass nun wieder Vorw&uuml;rfe gegen Gysi erhoben w&uuml;rden, habe politische Gr&uuml;nde, die im Erstarken der Linken zu suchen seien, meinte Havemann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/557\/177021\/%20\">SZ<\/a>\n<p><em>Siehe auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Ein Tribunal gegen Gysi&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?sid=5868c6d4a18803136342a10a89792001&amp;em_cnt=1341214\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rechtsstaat light f&uuml;r Promi-S&uuml;nder<\/strong><br>\nIn Deutschland gilt gleiches Recht f&uuml;r alle Steuers&uuml;nder &ndash; jedenfalls theoretisch. Praktisch sieht das anders aus. Milliardenschwere Steuerhinterzieher wie Reinhold W&uuml;rth bekommen schon mal gro&szlig;z&uuml;gige Promi-Rabatte. Bedenkt man &hellip;, dass die Staatsanwaltschaft urspr&uuml;nglich davon ausgegangen ist, dass W&uuml;rth privat 40 Millionen an Steuern hinterzogen hat und der Konzern insgesamt eine dreistellige Millionensumme, dann ist das ein gener&ouml;ses Strafgeschenk. Das zahlt ein Milliard&auml;r aus der Westentasche. Und au&szlig;erdem bleibt ihm durch den diskret verabredeten Strafbefehl, der alle Details seiner Machenschaften verschweigt, die &ouml;ffentliche Gerichtsverhandlung erspart. Wer gute politische Beziehungen hat, die Parteien finanziell pflegt, wird gut behandelt vor Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Steuerhinterziehung-Rechtsstaat-Promi-S%FCnder\/621973.html\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Klima-Kaiserin &ndash; nackt<\/strong><br>\nWenn es um die Rettung der Natur oder des Klimas geht, schreitet Kanzlerin Merkel gern vorneweg. Ihr Outfit als Umweltsch&uuml;tzerin aber wird gerade von ihren Leuten zerfleddert. Fast zwangsl&auml;ufig steuert die Koalition deshalb nun in eine dramatische Falle. Wenn Klimaschutz niemandem weh tun darf, aber gleichzeitig die Energiepreise steigen, schrumpft der Klimawandel selbst bei einem sozialdemokratischen Umweltminister von der Menschheitsbedrohung zu einer Subkategorie von Sozialpolitik herunter. Und auch die Klima-Kanzlerin sendet eindeutig-zweideutige Signale. Einen Tag vor ihrem Werben f&uuml;r die Rettung des Weltnaturerbes hat sie auch auf der Luftfahrtmesse ILA geworben. F&uuml;r die Flugbegeisterung bei jungen Menschen &ndash; mit sch&ouml;nem Gru&szlig; vom Haupt-Klimakiller.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1341471&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Bank &ndash; Leistung die Leiden schafft<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Hungerkrise verzweifelte Menschen in Haiti, Bangladesh, Westafrika und anderswo auf die Stra&szlig;e treibt und auch in Deutschland viele Eltern ihre Kinder nicht mehr ausreichend ern&auml;hren k&ouml;nnen, wirbt die Deutsche Bank f&uuml;r die Spekulation mit Getreide &ndash; auf Br&ouml;tchent&uuml;ten bei Frankfurter B&auml;ckern. Darauf liest der erstaunte Kunde:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/080530_deutscheb.jpg\" alt=\"Deutsche Bank\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/agrarnetz\/cms\/pages\/lebensmittelkrise\/aktion-deutsche-bank.php\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Organklage gegen die BRD bez&uuml;glich des EU-Erm&auml;chtigungsgesetzes<\/strong><br>\nHier k&ouml;nnen Sie den Schriftsatz von Prof. Karl Albrecht Schachtschneider nachlesen, den Peter Gauweiler beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.land-apo.de\/kommentare\/Klage-Lissabon-Vertrag.pdf\">Tages-Kommentare [PDF &ndash; 2 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Kein Krieg ohne uns<\/strong><br>\nDie Bundesregierung begr&uuml;&szlig;t das Verbot von Streubomben als &ldquo;Meilenstein&rdquo;. Doch tats&auml;chlich hat Deutschland auf der Dubliner Konferenz weitreichende Ausnahmen bewirkt. F&uuml;r die in Dublin erzielte Einigung auf ein Abkommen zum Streubombenverbot hat &ldquo;Deutschland eine Vorreiterrolle&rdquo; gespielt, lie&szlig; Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag erkl&auml;ren. Das ist wohl wahr. Allerdings ganz anders, als er dieses Selbstlob gemeint hat. Deutschland war der Vorreiter bei der Durchsetzung von Ausnahmen, die auch k&uuml;nftig bestimmte Typen von Streumunition erlauben und gemeinsame Milit&auml;roperationen mit Nichtvertragsstaaten gestatten, selbst wenn diese dabei Streubombenmunition einsetzen. Fast h&auml;tte Deutschland auch noch f&uuml;r das Streubombensystem M-85, das 95 Prozent der aktuellen Best&auml;nde der Bundeswehr ausmacht, eine Ausnahme oder wenigstens einen Aufschub bewirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/kein-krieg-ohne-uns\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD will wieder in die Mitte r&uuml;cken<\/strong><br>\nAufstieg, Modernisierung, Chancengleichheit &ndash; kurz vor dem Parteikonvent in N&uuml;rnberg ver&ouml;ffentlicht die SPD ein Papier zu ihrer strategischen Ausrichtung. Die Partei setzt deutliche Akzente, allerdings nicht nach links, sondern eher zur Mitte hin: Sie deutet eine &Ouml;ffnung zur FDP an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,556457,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die SPD will also wieder in die Mitte r&uuml;cken, so oder so &auml;hnlich lauten heute s&auml;mtliche &Uuml;berschriften. Diese Schlagzeilen sind ausnahmsweise nicht eine Erfindung des Meinungsmainstreams, sie wurde den Berichterstattern von Hubertus Heil, als er den 11-seitigen Text unter dem Titel &bdquo;Aufstieg und Gerechtigkeit&ldquo; ver&ouml;ffentlichte, mit Sicherheit so in die Feder diktiert. Dieses &bdquo;Positionspapier&ldquo;, das gemeinsam von Parteichef Kurt Beck, seinen drei Stellvertretern Steinmeier, Peer Steinbr&uuml;ck und Andrea Nahles sowie von Generalsekret&auml;r Hubertus Heil und Schatzmeisterin Barbara Hendricks vertreten wird, soll auf dem f&uuml;r das Wochenende in N&uuml;rnberg geplanten sog. &bdquo;Zukunftskonvent&ldquo; beraten werden und in das sozialdemokratische Regierungsprogramm 2009 eingehen. <\/em><\/p>\n<p>Interessant ist, dass dieses Papier offenbar an die Presse gegangen ist, aber auf der Website der SPD nicht zu finden ist. (Ich kann mich also nur auf die Berichterstattung dar&uuml;ber st&uuml;tzen.) Dass die Beratungsunterlage f&uuml;r den SPD-Zukunftskonvent zuerst an die Presse geht, bevor es die SPD-Mitglieder zur Kenntnis bekommen, ist kennzeichnend daf&uuml;r, dass es &ndash; wie bei der SPD-Rechten &uuml;blich &ndash; einmal mehr darum geht, einen Richtungsschwenk von oben herbeizuf&uuml;hren. Das auf dem Hamburger Parteitag verabschiedete Grundsatzprogramm, das den SPD-Reformern ohnehin nie schmeckte, kann man also getrost im Papierkorb entsorgen. &Uuml;bereinstimmend wird berichtet, dass dieses Positionspapier sp&uuml;rbar die Handschrift der sog. &bdquo;SPD-Modernisierer&ldquo; wie Steinmeier oder Steinbr&uuml;ck tr&auml;gt, sie wollen also ihre Niederlage auf dem Parteitag nachtr&auml;glich in einen Sieg verwandeln. <\/p>\n<p>Besonders absurd ist, dass die SPD-Spitze sich damit f&uuml;r eine m&ouml;gliche Zusammenarbeit mit der FDP &ouml;ffnen will, einer Partei also die wirtschafts- und sozialpolitisch noch rechts von der Union steht. <\/p>\n<p>Was der Presse inhaltlich &uuml;ber den Text zu entnehmen ist, so handelt es sich dabei um das typische Wortgeklingele der &bdquo;Modernisierer&ldquo;. Da ist die Rede von &bdquo;Aufstiegskultur&ldquo;, von der &bdquo;solidarischen Mehrheit&ldquo;, vom &bdquo;sozialen Aufstieg f&uuml;r alle&ldquo;, von &bdquo;Leistungsgerechtigkeit&ldquo;, man m&uuml;sse &bdquo;gleiche Chancen schaffen&hellip;damit Leistung sich f&uuml;r alle lohnt&ldquo; (Leistung muss sich lohnen, das kennt man doch von woher), einmal mehr wird eine &bdquo;Bildungsoffensive&ldquo; versprochen usw. usf. Es ist wohl die &uuml;bliche sprachliche Sch&ouml;nf&auml;rberei mit der man hofft, von der tats&auml;chlich verfolgten Agenda-Politik ablenken zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Die SPD-Rechte ist von der fixen Idee besessen, dass die Sozialdemokraten mit Parolen, mit denen sie vor allem die (zerbr&ouml;ckelnde) Mittelschicht zu erreichen meint, wieder aus ihrem miserablen Ansehen bei den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern herauskommt. Sie schreibt also bewusst mindestens ein Viertel der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler ab. Die Linke wird sich freuen. Und vor der Hoffnung auf eine Koalition mit der FDP steht Schwarz-Gr&uuml;n oder Jamaika, denn CDU, FDP oder die Gr&uuml;nen haben die W&auml;hlerklientel schon l&auml;ngst f&uuml;r sich geholt, die die SPD mit diesem Papier ansprechen will.<\/p>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p>\n<p><strong>Umfrage: Links-B&uuml;ndnis knapp vorn<\/strong><br>\nEine Regierung aus SPD, Gr&uuml;nen und Linken im Bund h&auml;tte laut einer neuen Umfrage in der Bev&ouml;lkerung derzeit eine knappe Mehrheit. Ein solches Links-B&uuml;ndnis k&auml;me auf 48 Prozent, w&auml;hrend Union und FDP zusammen 47 Prozent erhielten. Dies ergab die am Mittwoch ver&ouml;ffentlichte Forsa-Umfrage f&uuml;r das Magazin &laquo;Stern&raquo; und den Fernsehsender RTL. Danach fiel die Union im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 35 Prozent zur&uuml;ck. Damit liegen CDU\/CSU unter ihrem Ergebnis bei der letzten Bundestagswahl 2005, wo beide Parteien zusammen auf 35,2 Prozent kamen. Die SPD verharrte mit 23 Prozent der Erhebung zufolge weiter in ihrem Tief. Die Linke stieg auf 14 Prozent (plus 1), die Freien Demokraten kamen erneut auf 12 Prozent und die Gr&uuml;nen wieder auf 11 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lycos.de\/nachrichten\/deutschland\/show_story.html,,31630\/umfrage-links-buendnis-knapp-vorn.html\">lycos<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3245","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3245\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}