{"id":3250,"date":"2008-06-02T09:26:34","date_gmt":"2008-06-02T07:26:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3250"},"modified":"2008-06-02T09:29:57","modified_gmt":"2008-06-02T07:29:57","slug":"hinweise-des-tages-660","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3250","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"Wir%20kommentieren,%20wenn%20wir%20das%20f%C3%BCr%20n%C3%B6tig%20halten.%20Selbstverst%C3%A4ndlich%20bedeutet%20die%20Aufnahme%20in%20unsere%20%C3%9Cbersicht%20nicht%20in%20jedem%20Fall,%20dass%20wir%20mit%20allen%20Aussagen%20der%20jeweiligen%20Texte%20einverstanden%20sind.\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Aller&uuml;belste Rentenl&uuml;gen!<\/strong><br>\nDas &ldquo;Kundenmagazin&rdquo; der Deutschen Rentenversicherung hei&szlig;t &ldquo;zukunft jetzt&rdquo;. Die neuste Ausgabe 2.2008 l&auml;sst vermuten, dass man damit das Motto der Privaten Versicherungswirtschaft aufgegriffen hat. &ldquo;Sieben auf einen Streich&rdquo; hei&szlig;t ein &ldquo;Artikel&rdquo; darin, Untertitel: &ldquo;Warum sich Riestern lohnt&rdquo;. Dabei stellt er nicht blo&szlig; Werbung f&uuml;r die Altersvorsorge mittels der Riester-Rente dar &ndash; es handelt sich um nackte Werbung f&uuml;r die Riester-Rente. Obendrein handelt es sich um faustdicke L&uuml;gen!<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/so-zi-al.myblog.de\/so-zi-al\/art\/264608444\">Blog so-zial<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.deutsche-rentenversicherung-bund.de\/nn_75116\/SharedDocs\/de\/Inhalt\/04__Formulare__Publikationen\/03__publikationen\/zukunft__jetzt\/ausgabe__2__2008\/3__sieben__auf__einen__streich.html\">Deutsche Rentenversicherung<\/a>\n<p><em>Auch Stern betreibt in seinem Extra massive Riester-Propaganda (siehe auch die Links auf der rechten Seite): <\/em><\/p>\n<p><strong>Riester f&uuml;r alle<\/strong><br>\nLohnt sich das? Ist das nicht zu kompliziert? Darf ich &uuml;berhaupt? Die gef&ouml;rderte Altersvorsorge macht vielen Kopfzerbrechen. Dabei rechnet sich die Riester-Rente f&uuml;r jeden. Ein Wegweiser zum passenden Angebot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/finanzen\/:Gef%F6rderte-Altersvorsorge-Riester\/621509.html?nv=rss_all\">STERN<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Riester rechnet sich nur f&uuml;r reiche Rentner<\/strong><br>\nDie Risiko&uuml;bersch&uuml;sse aus Riestervertr&auml;gen kommen vor allem Besserverdienenden und Versicherungsunternehmen zugute. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (BT-Drs. 16\/9243) hervor. Sevim Dagdelen, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Rechtsausschuss, erkl&auml;rt dazu: &bdquo;&bdquo;Die Bundesregierung behauptet immer wieder, die Riesterf&ouml;rderung sei gerade f&uuml;r Geringverdiener besonders effektiv. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus: Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich die Riesterrente als ein Instrument der Umverteilung von unten nach oben, das dar&uuml;ber hinaus den Versicherungsunternehmen fette Gewinne garantiert. Die Versicherungsunternehmen gehen n&auml;mlich bei Ihren Berechnungen, auf denen die konkrete Rentenh&ouml;he der Bezieher beruht, von einer geradezu biblischen Lebenserwartung aus. Das von Ihnen zu Grunde gelegte Sterbealter liegt rund acht Jahre h&ouml;her als die tats&auml;chliche Lebenserwartung der Menschen. Das bedeutet, 96 Monatsrenten bleiben als so genannte Risiko&uuml;bersch&uuml;sse erst einmal bei den Versicherungsunternehmen.\n<p>Der angeblich gef&ouml;rderte Rentner sieht davon keinen Cent. 24 Monatsrenten d&uuml;rfen die Unternehmen als Gewinn f&uuml;r sich verbuchen. Die anderen 72 Monatsrenten werden an l&auml;nger lebende Riesterrentner verteilt. Da Besserverdienende im Schnitt sieben Jahre l&auml;nger leben als Geringverdiener und nur halb so oft vor dem Eintritt in das Rentenalter sterben, f&uuml;hrt die Riesterrente auf makabre Weise zu einer Umverteilung von unten nach oben.&ldquo;<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilung.php?artikel=1271690497\">Linksfraktion<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/16\/092\/1609243.pdf\">Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (BT-Drs. 16\/9243)[PDF &ndash; 64 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Fehlplanung beim Gleisausbau &ndash; LKW-Chaos auf den Stra&szlig;en<\/strong><br>\nSchon jetzt dr&auml;ngen sich t&auml;glich tausende Lastwagen auf deutschen Autobahnen &ndash; Tendenz steigend. Denn immer mehr G&uuml;ter erreichen die norddeutschen Seeh&auml;fen. Doch anstatt den Warentransport zunehmend auf die Schiene zu verlagern, setzt Bundesverkehrsminister Tiefensee den Schwerpunkt auf den Personenverkehr: G&uuml;terz&uuml;ge haben das Nachsehen. Bereits im Jahr 2015 fehlt allein f&uuml;r den Transport aus dem Hamburger Hafen der Platz f&uuml;r 220 G&uuml;terz&uuml;ge &ndash; t&auml;glich.<br>\nDoch die Deutsche Bahn AG und der Bundesverkehrsminister investieren vor allem in den schnellen Personenverkehr: Sie wollen ein Prestigeprojekt verwirklichen: Die sogenannte Y-Trasse. Eine Neubaustrecke f&uuml;r den ICE von Hannover nach Hamburg und Bremen. Mit H&ouml;chstgeschwindigkeit, 300 km pro Stunde soll der ICE fahren &ndash; Fahrg&auml;ste w&auml;ren dann 13 Minuten schneller in Hamburg und 8 Minuten schneller in Bremen. \n<p>Dass G&uuml;terverkehr so keine Zukunft hat, das hat das Nachbarland Holland l&auml;ngst erkannt. Bereits vor 15 Jahren begannen die Holl&auml;nder mit dem Bau einer eigenen G&uuml;terbahn nur f&uuml;r die Containerz&uuml;ge aus dem Hafen Rotterdam. Hier gibt es keine endlosen Wartezeiten, hier kommen G&uuml;terz&uuml;ge auch am Tage z&uuml;gig voran.<br>\nFachleute wie der Verkehrswissenschaftler Michael Holzhey fordern eine solche reine G&uuml;terrollbahn auch f&uuml;r den Transport aus den norddeutschen Seeh&auml;fen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/kontraste\/beitrag_jsp\/key=rbb_beitrag_7514802.html\">ARD Kontraste (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/includes\/multimediakonsole\/mmkonsole_jsp\/key=multimedia__7514798.html\">ARD Kontraste (Video)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahn-Privatisierung: &ldquo;Parlamentarier get&auml;uscht&rdquo;<\/strong><br>\nDie Regierungskoalition will offenbar eine weitergehende Beteiligung privater Investoren an der Deutschen Bahn erm&ouml;glichen als bisher bekannt. Der FDP-Verkehrsexperte Patrick D&ouml;ring sagte, der aktuelle Entwurf des Beteiligungsvertrags zwischen Bund und Bahn enthalte Formulierungen, nach denen Investoren beispielsweise bis zu 49 Prozent der f&uuml;r den Fern- Regional- oder Stadtverkehr zust&auml;ndigen DB-T&ouml;chter erwerben k&ouml;nnen. Gleichzeitig k&ouml;nnten s&auml;mtliche Risiken letztlich beim Bund bleiben. Zum einen k&ouml;nnte es sich der Bund im theoretischen Falle einer Insolvenz der Fernverkehrssparte aus politischen Gr&uuml;nden nicht leisten, den Fernverkehr aufzugeben. Aber auch gesellschaftsrechtlich besteht hier aus Expertensicht ein &ldquo;erhebliches Risiko&rdquo;. Darauf hatte der Sachverst&auml;ndige Carsten Sch&auml;fer von der Universit&auml;t Mannheim am vergangenen Montag w&auml;hrend einer Anh&ouml;rung vor dem Verkehrsausschuss hingewiesen. Bei dem bisherigen Entwurf des Beteiligungsvertrages bestehe die Gefahr, dass die Deutsche Bahn AG als Muttergesellschaft verpflichtet sei, alle Verluste ihrer Tochter Mobility Logistics auszugleichen. Und dies, so Sch&auml;fer, &ldquo;ohne dass im Gegenzug die bei der Mobility Logistics AG anfallenden Gewinne nach oben geleitet werden d&uuml;rften&rdquo;. Daher w&uuml;rde &ldquo;der Sache nach das Insolvenzrisiko in Bezug auf die Mobility Logistics in vollem Umfang auf die Deutsche Bahn AG verlagert&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1343220\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahnprivatisierung &ndash; Neue hoch bezahlte Posten warten<\/strong><br>\nBahn-Aufsichtsratschef Werner M&uuml;ller dementierte indes einen Medienbericht, wonach der fr&uuml;here Chef des viertgr&ouml;&szlig;ten deutschen Energiekonzerns EnBW, Utz Claassen, Chef der DB Mobility &amp; Logistics AG werden soll. Das sei &laquo;frei erfunden&raquo;. Zuvor hatte die &laquo;Rheinische Post&raquo; (Freitagausgabe) berichtet, Claassen solle den Bahn-Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn abl&ouml;sen, der nach diesen Pl&auml;nen dann nur noch den Mutterkonzern Deutsche Bahn f&uuml;hren w&uuml;rde. Bislang ist Mehdorn befristet f&uuml;r beide Chefposten vorgesehen.\n<p>Unter Berufung auf Regierungskreise berichtete die Zeitung weiter, M&uuml;ller und das Bundesverkehrsministerium bereiteten dar&uuml;ber hinaus die Besetzung weiterer F&uuml;hrungspositionen in der Holding vor. So sollten der Parlamentarische Staatssekret&auml;r Tiefensees, Achim Gro&szlig;mann (SPD), sowie mit Thomas Kohl (SPD) der Abteilungsleiter Eisenbahn in die Holding wechseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fonds.ad-hoc-news.de\/Marktberichte\/de\/17305481\/(Zweite+Zusammenfassung+Neu+Details)+Bahn+frei+fuer\">ad hoc news<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zwar wird noch alles dementiert, man darf also gespannt sein. Sollten Gro&szlig;mann und Kohl zur Bahn wechseln, dann kann man sich vorstellen, mit welchem Engagement sie sich f&uuml;r ihre k&uuml;nftigen, hoch bezahlten Arbeitspl&auml;tze eingesetzt haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitszwang f&uuml;r Hartz IV-Bezieher? &ndash; Was bringt die &laquo;B&uuml;rgerarbeit&raquo;?<\/strong><br>\nDie Arbeitslosenzahlen sind so niedrig wie seit 15 Jahren nicht! Das d&uuml;rfte die Stimmung in der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in N&uuml;rnberg heben. Doch &uuml;ber eine Million Frauen und M&auml;nner k&ouml;nnen sich dar&uuml;ber nicht freuen. Sie geh&ouml;ren zu den Langzeitarbeitslosen. Ihr Anteil ist seit Jahren hoch. Ein Umstand, mit dem man sich wohl abfinden muss?! Nein. All die Langzeitarbeitslosen k&ouml;nnten aus der Statistik verschwinden! Denn der Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat da eine Idee&hellip;<br>\nBundeswirtschaftsminister Glos will, dass schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose 39 Stunden &laquo;B&uuml;rgerarbeit&raquo; in der Woche leisten. Bringt das was? In Sachsen-Anhalt gibt es bereits einen Modellversuch. Ergebnis: In Einzelf&auml;llen ist der Arbeitszwang erfolgreich &ndash; Langzeitarbeitslose f&uuml;hlen sich wieder gebraucht. Doch die von Glos geforderte B&uuml;rgerarbeit schafft das Kernproblem nicht aus der Welt: es fehlt an Arbeitspl&auml;tzen im regul&auml;ren ersten Arbeitsmarkt.\n<p>Prof.Joachim Weimann, Otto-von-Guericke-Universit&auml;t Magdeburg: &bdquo;Also f&uuml;r mich ist diese Vorstellung einigerma&szlig;en abenteuerlich, ganz ehrlich. Wir haben ja seit geraumer Zeit das Instrument der 1-Euro-Jobs. Und wenn Sie mal mit den Arbeitsagenturen sprechen, dann sagen ihnen alle das Gleiche, n&auml;mlich, dass sie gar nicht genug 1-Euro-Jobs haben, um die Nachfrage zu befriedigen. Und dass sie gar keine M&ouml;glichkeit mehr haben, die 1-Euro-Jobs auszuweiten, weil sie dann sofort Verdr&auml;ngungseffekte am ersten Arbeitsmarkt ausl&ouml;sen w&uuml;rden. Wo man da jetzt noch 1,4 Millionen zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze, die marktfern sein sollen, herkriegen will, das ist mir v&ouml;llig schleierhaft.&ldquo;<\/p>\n<p>Durch den Einsatz der B&uuml;rgerarbeit sinkt die offizielle Zahl der Arbeitslosen &ndash; rein statistisch. Es gibt es noch einen Gewinner. Der Leiter des Pflegeheims verzichtet auf Neueinstellungen, weil es die B&uuml;rgerarbeiter von der Arbeitsagentur bekommt. Zum Nulltarif . Ein klarer Vorteil.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/kontraste\/beitrag_jsp\/key=rbb_beitrag_7514803.html\">ARD Kontraste (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/_\/includes\/multimediakonsole\/mmkonsole_jsp\/key=multimedia__7514799.html\">ARD Kontraste (Video)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Spitzenmanager steigern ihre Bez&uuml;ge zweistellig<\/strong><br>\nWendelin Wiedeking und Josef Ackermann sind Deutschlands bestbezahlte Konzernchefs &ndash; aber nicht nur das: Sie stehen inzwischen auch in Europa an der Spitze der Gro&szlig;verdiener. Das geht aus einer exklusiven Studie von manager magazin hervor. Ebenfalls unter den ersten zehn: Peter L&ouml;scher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,556718,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Alarmierende Studie: Innovationsstandort BRD<\/strong><br>\nF&uuml;r die Bundesregierung scheint es eine rabenschwarze Woche zu werden: Erst ein vernichtender Armutsbericht, dann das: Ausgerechnet der Innovationsmotor der Republik droht langfristig ins Stottern zu geraten. Eine Standortanalyse zeigt n&auml;mlich f&uuml;r forschungs- und wissensintensive Branchen in Deutschland erhebliche Innovationsschw&auml;chen. Enorme Potenziale bleiben in Zukunft m&ouml;glicherweise ungenutzt. Forschungs- und wissensintensive Branchen wie Pharmabranche, Fahrzeug- und Maschinenbau oder EDV-Dienstleistungen seien f&uuml;r ein rohstoffarmes Land wie Deutschland unverzichtbar zur St&auml;rkung von Wachstum und Besch&auml;ftigung. Doch die jetzige Standortanalyse zeige &ldquo;erhebliche Innovationsschw&auml;chen, die insbesondere in Zukunft die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit Deutschlands deutlich mindern k&ouml;nnen&rdquo;. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer-Instituts f&uuml;r System- und Innovationsforschung, die im Auftrag des Deutschen Bundestages durchgef&uuml;hrt wurde.\n<p>Abhilfe schaffen k&ouml;nnten nur die bessere Integration von hoch qualifizierten Frauen und &auml;lteren Arbeitskr&auml;ften, Jugendlichen aus sozial schwachen Herkunftsgruppen und qualifizierten Fachkr&auml;ften aus dem Ausland. Auch die Potenziale f&uuml;r Fort- und Weiterbildung werden unzureichend ausgesch&ouml;pft. Zudem sind Investitionen und Qualit&auml;tssteigerungen im Bildungsbereich erforderlich, insbesondere im fr&uuml;hkindlichen Bildungssystem (Vor- und Grundschule), um dauerhaft wettbewerbsf&auml;hig zu bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2008\/05\/218742.shtml\">Indymedia<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Anteil f&uuml;r Bildungsausgaben gesunken<\/strong><br>\nDie Politiker der Koalition werden nicht m&uuml;de zu beteuern, dass Bildung und Forschung auf der Priorit&auml;tenliste mit ganz oben stehen. Doch die Zahlen zeigen einen Widerspruch: Die Bildungsausgaben in Deutschland sind im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt weiter gesunken. Im internationalen Vergleich der OECD-Staaten liegt Deutschland damit weiter auf einem der hinteren Pl&auml;tze.\n<p>In absoluten Zahlen erh&ouml;hten sich zwar die Bildungsausgaben von 141,6 Milliarden auf 142,9 Milliarden Euro. Doch nur noch 6,2 Prozent des BIP wurden 2006 f&uuml;r Bildung ausgegeben, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden jetzt mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es noch 6,3 Prozent. 1995 hatte der Anteil der Bildungsausgaben noch bei 6,9 Prozent gelegen, im Jahr 2000 sank er auf 6,7 Prozent und 2005 auf 6,3 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes &ndash; obwohl die Ausgaben im gleichen Zeitraum von 128,2 Milliarden auf 141,6 Milliarden Euro zulegten. Informationen &uuml;ber die Struktur der Bildungsausgaben liegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bislang nur f&uuml;r das Jahr 2005 vor. In jenem Jahr wurden die Bildungsausgaben zu gut 76 Prozent aus den &ouml;ffentlichen Haushalten (Bund: 8 Prozent, L&auml;nder: 51 Prozent, Kommunen: 17 Prozent) und zu rund 24 Prozent vom privaten Bereich und dem Ausland finanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/Deutschland\/_pv\/_p\/200050\/_t\/ft\/_b\/1437111\/default.aspx\/anteil-fuer-bildungsausgaben-gesunken.html\">Handelsblatt v. 30. Mai 2008<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wer vertritt die deutschen Handelsinteressen im Ausland?<\/strong><br>\nDemokratisch legitimierte Beamte? Fehlanzeige: Die so genannten Industriereferenten, die in den deutschen Botschaften in Peking und Tokio arbeiten, sind Leiharbeiter aus der Industrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/05\/lobbyhinweise-2\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer: Das Prinzip PPP<\/strong><br>\nPrivatisierungen &ouml;ffentlicher G&uuml;ter sind in den vergangenen zwei, drei Jahren ein bi&szlig;chen in Verruf gekommen. Die &raquo;Public Private Partnership&laquo; (PPP) aber wird von den politischen Eliten hierzulande weiter als Heilsweg aus der Staatsverschuldung propagiert, im schwarzen Bayern nicht viel anders als im &raquo;rot-roten&laquo; Berlin. Das PPP-Prinzip ist einfach. Der Staat &uuml;bertr&auml;gt eine Aufgabe, die er bislang in Eigenregie und auf eigene Rechnung ausf&uuml;hrte, an einen privaten Investor. Dies kann der Bau und Betrieb einer Schule oder eines Gef&auml;ngnisses sein, ein &ouml;ffentliches Nahverkehrsnetz oder ein System zur Parkraumbewirtschaftung. Der Investor erh&auml;lt daf&uuml;r vom Staat eine gewisse Summe, &uuml;blicherweise zahlbar in Raten, verteilt &uuml;ber den vertraglich festgesetzten &raquo;Lebenszyklus&laquo; des Projekts, aber selten mehr als 30 Jahre, was bei &ouml;ffentlichen Geb&auml;uden ein Witz ist, weil die l&auml;nger halten sollten. PPP-Bef&uuml;rworter versprechen &raquo;Effizienzvorteile&laquo; von bis zu 25 Prozent. Nachpr&uuml;fen kann man das kaum. Kalkulationen und Vertr&auml;ge werden geheimgehalten. Selbst vor den Abgeordneten, die ihnen zustimmen sollen. Werner R&uuml;gemer hat nun die erste systematische PPP-Analyse in deutscher Sprache vorgelegt. Akribisch hat er Zahlen und Fakten &uuml;ber Projekte in Gro&szlig;britannien und der BRD zusammengetragen, was eine substan_tielle Kritik an den Glaubenss&auml;tzen der &raquo;PPP-Sekte&laquo; (R&uuml;gemer) erm&ouml;glicht.\n<p>Schn&ouml;de Wirtschaftskriminalit&auml;t ist nichts als &raquo;privat vorgezogene Deregulierung unter Umgehung des Strafgesetzbuches&laquo;, wie R&uuml;gemers Mitk&auml;mpfer im Verein &raquo;Business Crime Control&laquo;, Hans See, einmal schrieb. Bei PPP handelt es sich um professionell eingef&auml;delte Deals zur Auspl&uuml;nderung &ouml;ffentlicher Kassen unter juristisch unanfechtbarem Ausschlu&szlig; des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches. Ein Trick der internationalen Wirtschaftskanzleien ist dabei die &raquo;Forfatierung mit Einredeverzicht&laquo;: Der private &raquo;Partner&laquo;, der das Projekt vorfinanziert hat, verkauft seine Forderungen gegen&uuml;ber der &ouml;ffentlichen Hand an ein privates Finanzinstitut. Der Staat hat nun keinen &raquo;Anspruchsgegner&laquo; mehr, gegen&uuml;ber dem er seine Rechte als Mieter geltend machen k&ouml;nnte, verzichtet also &raquo;z. B. auf Mietminderung bei Schlechtleistung&laquo;. Berater, die die Vertr&auml;ge ersonnen haben, haften nur f&uuml;r &raquo;vors&auml;tzliche&laquo; Falschberatung. &raquo;Sie wissen: Der Staat wird zahlen, und wenn er daf&uuml;r die steuer- und geb&uuml;hrenzahlenden B&uuml;rger, vor allem die abh&auml;ngig besch&auml;ftigten Lohn- und Gehaltsempf&auml;nger noch st&auml;rker schr&ouml;pfen oder zu noch niedrigerer Entlohnung zwingen mu&szlig; als bisher.&laquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/05-31\/010.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em>s. auch: <\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftsverbrechen.de\/BCC-Magazin\/BC-Archiv\/2008\/BIG-2-2008_buchbesprechung..pdf\">Business Crime Control [PDF &ndash; 128 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Bienen und der Gen-Mais <\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht Augsburg hatte einen schwierigen Fall zu entscheiden. Ein Imker aus Kaisheim bei Donauw&ouml;rth hatte gegen den Anbau von gentechnisch ver&auml;ndertem Mais (MON810) vom Konzern Monsanto auf einem staatlichen Versuchsgut geklagt, nachdem 4 Prozent gentechnisch ver&auml;nderte Pollen bei seinen Bienenv&ouml;lkern gefunden wurden. Seine Bienenv&ouml;lker standen 200 Meter entfernt von dem Maisfeld, eine Entfernung, die nach dem Gentechnikgesetz zwischen den 150 Metern f&uuml;r ein konventionelles Maisfeld und den 300 Metern f&uuml;r ein Feld mit &Ouml;ko- Mais liegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28034\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Rudolf Dre&szlig;ler: &ldquo;Es geht um einen Richtungskampf&rdquo;<\/strong><br>\nNach Ansicht des Sozialdemokraten Rudolf Dre&szlig;ler steht die Partei vor einem Richtungskampf zwischen Sozialstaat und Neoliberalismus. Die gegeneinander arbeitenden Str&ouml;mungen h&auml;tten zu einem &ldquo;erdrutschartigen Verlust&rdquo; gef&uuml;hrt. Ein Teil der SPD-F&uuml;hrung habe identit&auml;tsstiftende Werte wie Solidarit&auml;t und Ausgleich aufgegeben und der Linkspartei &uuml;berlassen. \n<p>&bdquo;Genau so sehe ich das, denn wenn ich mir das Ergebnis der letzten zehn Jahre vergegenw&auml;rtige, dann bleibt mir auch der Strategieansatz derjenigen, die den Neoliberalismus ganz offen vertreten, verborgen. Die SPD hat in den letzten zehn Jahren 400.000 Mitglieder verloren, sie hat sechs Ministerpr&auml;sidenten verloren und hat nach den Umfragen 10 Millionen W&auml;hlerinnen und W&auml;hler eingeb&uuml;&szlig;t. Das hei&szlig;t, diese neoliberalen Positionen, die finden wir bereits und zwar viel konsequenter in zwei bestehenden Parteien, in der CDU\/CSU und in der FDP und wenn das so weitergeht, ist meine Prognose, werden die Sozialdemokraten nicht aus dem Keller kommen, sondern sie werden dort verharren. Ich habe das mal satirisch genannt, das Projekt M&ouml;llemann, vom anderen Ende her 18 Prozent.&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;Und wer solche Gesetze macht, &uuml;ber die sich dann Leute erregen, nicht nur jene, die davon betroffen sind, sondern auch jene, die mittelbar betroffen sind oder die es abstrakt nachempfinden, dann darf sich eine Partei nicht wundern, wenn sie Antworten dergestalt bekommt, wie wir sie jetzt registrieren, dann muss sie ihre Politik &uuml;berpr&uuml;fen und dazu ist sie offensichtlich bis zur Stunde nicht bereit. Sie vertritt es nach wie vor, wobei ich besonders absto&szlig;end dabei empfinde, dass die Tatsache, dass jede Bem&uuml;hung innerhalb der SPD die vorhandene Gerechtigkeitsl&uuml;cke in Deutschland zu verbessern, von diesen Sozialdemokraten mit dem Begriff Linksruck diffamiert wird, also links wird als Diffamierungsbegriff gebraucht und ist auch so gemeint und damit tritt man gegen jeden Versuch, mehr Gerechtigkeit in die Politik einzuf&uuml;hren, entgegen. Und dieses Dilemma merken mittlerweile die Leute. Anders l&auml;sst sich ja dieser Verlust, den die SPD erlitten hat, der ja erdrutschartig ist, nicht erkl&auml;ren.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/793955\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/05\/31\/dlf_20080531_0720_46630acf.mp3\">Deutschlandradio (Podcast)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schwanengesang<\/strong><br>\nAllgemein wird die Kandidatur Schwans in den Medien wohlwollend kommentiert und auch die Kommentare aus der Politik sind eher von Desinteresse und Fatalismus gepr&auml;gt &ndash; mit einer Ausnahme. Schaut man &uuml;ber den Wei&szlig;wurst&auml;quator so w&auml;hnt man sich im Amerika der McCarthy &Auml;ra. Aus der Kandidatur einer explizit antikommunistischen Kandidatin wird dort ein &bdquo;kommunistischer Putsch&ldquo;. Bayerische CSU-Kader hatten freilich immer schon einen ausgepr&auml;gten Hang an die &bdquo;gute&ldquo; alte BRD-Tugend des zusammenschwei&szlig;enden Anitkommunismus zu appellieren. Aber im Jahre 2008 wirkt der bajuwarische Schaum vorm Mund anachronistisch und albern. Auch wahlstrategisch ist diese Kampagne &auml;u&szlig;erst riskant &ndash; mit der bajuwarischen Kommunistenhatz sympathisieren im besten Falle strammkonservative CSU-W&auml;hler, die nicht extra &uuml;berzeugt werden m&uuml;ssen, ihr Kreuz hinter dem C zu machen. Neutrale und weltoffene W&auml;hler schreckt dieses Stammtischgegeifer eher ab &ndash; Laptop und Lederhose mag in der Mitte noch gewirkt haben, schrille Diffamierungen einer Partei, die so kommunistisch ist, wie die CSU christlich und sozial, schrecken die Mitte ab. Mit ihrem cholerischen Gekreische macht die CSU sich nur selbst zum Hanswurst.\n<p>Da ein Bundespr&auml;sident nach seiner Wahl partei&uuml;bergreifend regieren soll und somit nicht auf Allianzen jedweder Art angewiesen ist, ist der &bdquo;Vorwurf&ldquo; ein rot-rotes B&uuml;ndnis w&uuml;rde Gesine Schwan an die Macht bringen, haltlos. Mit &bdquo;Verfassungsfeinden&ldquo; hat die Union indes auch bereits mehrfach &bdquo;kooperiert&ldquo;, wenn es darum ging, ihren Pr&auml;sidentschaftskandidaten durchzusetzen. 1959 konnte beispielsweise L&uuml;bke nur mit den Stimmen der rechtsnationalen &bdquo;Deutschen Partei&ldquo; und des &bdquo;Gesamtdeutschen Blocks\/Heimatvertriebene&ldquo; gew&auml;hlt werden, da die Union keine eigene Mehrheit hatte. Und auch 2009 kann es durchaus passieren, dass K&ouml;hler auf die Stimmen der NPD\/DVU angewiesen w&auml;re &hellip; was w&uuml;rde Huber dann vorschlagen? R&uuml;ckzug?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/354\/schwanengesang\">Spiegelfechter<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ulrike Herrmann: Parodie f&uuml;r die Mittelschicht<\/strong><br>\nDer Titel war nicht einmal schlecht: &ldquo;Zukunftskonvent&rdquo; nannte die SPD ihr parteiinternes Treffen in N&uuml;rnberg. Das klang nach Visionen, nach Mut und nach einer Ideen-Werkstatt, an der sich jeder beteiligen kann. Tats&auml;chlich jedoch stand schon vor dem Konvent fest, wie sich der SPD-Vorstand die Zukunft denkt. &ldquo;Aufstieg und Gerechtigkeit&rdquo; hei&szlig;t das 11-seitige Papier, das p&uuml;nktlich zum N&uuml;rnberger Treffen herauskam. Mit diesem Text ist es der SPD-F&uuml;hrung gelungen, das wahrscheinlich seltsamste Wahlprogramm der bundesdeutschen Geschichte zu verfassen. Zukunft ist dort einfach die Verl&auml;ngerung der Gegenwart. Bis 2011 bleibt alles wie gehabt. Der Haushalt wird saniert, basta. Warum man unter dieser Pr&auml;misse einen &ldquo;Zukunftskonvent&rdquo; veranstalten muss, bleibt das R&auml;tsel der SPD. Trotzdem ist das Papier instruktiv, wenn man verstehen will, warum die SPD in den neuesten Umfragen auf den historischen Tiefpunkt von 21 Prozent abgerutscht ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/parodie-fuer-die-mittelschicht\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Franz Walter: Chancenschlacht mit Scheitergarantie<\/strong><br>\nDie beste Schule, viele Sprachen, schnelle Karriere: Die SPD debattiert auf ihrem Zukunftskongress &uuml;ber Bildungschancen, die f&uuml;r alle gelten und jedem nutzen sollen. Doch die Formel geht nicht auf &ndash; das Angebot der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten &uuml;berfordert einen Teil der Gesellschaft. So zeichnet sich bereits jetzt deutlich ab, dass die &ldquo;Chance&rdquo; keineswegs in die &ldquo;soziale Gesellschaft&rdquo; f&uuml;hrt, sondern als individualisiertes Prinzip eher in eine zunehmend tribalistische Gesellschaft scharf abgegrenzter Schichten und Lebenskreise f&uuml;hrt. Auch wenn die Kinder des unteren F&uuml;nftels durch Fr&uuml;hf&ouml;rderung und Ganztagsschulen k&uuml;nftig chancenf&auml;hig gemacht w&uuml;rden &ndash; was unzweifelhaft das Ziel jeder demokratischen Gesellschaft sein muss &ndash; entsteht dadurch allein noch keineswegs eine gute, gerechte, zivile Gesellschaft.\n<p>Im Gegenteil: Der offene Zugang zu Chancen in einer ansonsten strukturell unver&auml;nderten Gesellschaft mit riesigen Einkommensdifferenzen, Machthierarchien, Klassenunterschieden, Distinktionen in Rang, Reputation und Renommee wird zu einem gnadenlosen Ringkampf um weiterhin privilegiert angesiedelte Positionen f&uuml;hren. Wer in dieser individualisierten Schlacht durch rigide Chancennutzung nicht mith&auml;lt, hat rundum und f&uuml;r allemal verloren. Die moderne Chancengesellschaft, die den Kontext der alten Klassensolidarit&auml;ten oder religi&ouml;s inspirierten Zuwendungen wie Barmherzigkeiten hinter sich l&auml;sst, wird eine ziemlich kalte und rohe Angelegenheit sein. Sie wird massenhaft Scham erzeugen, zum Verlust der Selbstachtung beitragen, Ungleichheit auf paradox demokratische Weise verfestigen und legitimieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,556444,00.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ausstieg in Bayern: Von der CSU zur Linkspartei<\/strong><br>\nDer Ausstieg ist Thomas Jaud nicht leicht gefallen. 15 Jahre lang war der Mann aus dem Allg&auml;u Mitglied der CSU &ndash; vier davon hat er mit dem Austritt gehadert. Seine ersten Zweifel kamen, als er einen Posten im Betriebsrat seiner Firma bekam. Erst wurde er Mitglied in der Gewerkschaft, sp&auml;ter bei den Globalisierungskritikern von Attac. &ldquo;Das war f&uuml;r die CSU alles Teufelszeug&rdquo;, sagt er. Jaud las viel, diskutierte viel, schrieb Briefe an die Parteispitze und sah sich das Programm der Christsozialen genauer an. &ldquo;Da habe ich festgestellt, dass das weder christlich noch sozial ist&rdquo;, sagt der 36-J&auml;hrige. Heute ist er Mitglied der Linken &ndash; und befindet sich mit seinem Parteiwechsel in guter Gesellschaft. In Bayern gibt es etliche CSU-Abtr&uuml;nnige, die meinen, in der Linkspartei mehr soziale Gerechtigkeit zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1342677\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Kanzlerin Merkel ein Stasi-Spitzel?<\/strong><br>\nVor einigen Jahren plante man, in der Redaktion  des Westdeutschen Rundfunks, den Bericht &bdquo;Im Auge der Macht- die Bilder der Stasi&rdquo; und wollte &uuml;ber die Stasiarbeit recherchieren. Die Redakteure stie&szlig;en dabei auf ein Foto, dass eine junge Frau, die sich um 1980 in dieser Zeit dem Grundst&uuml;ck der Familie Havemann in Gr&uuml;nheide bei Berlin n&auml;herte: Auf dem Foto soll ANGELA MERKEL zu sehen sein, die sich dem Grundst&uuml;ck Havemann in der Zeit der Observation und der Isolation von Havemann n&auml;herte.<br>\nDas vom WDR gefundene Merkel-Bild durfte nicht gesendet werden, weil Angela Merkel die Ausstrahlung des Fotos im WDR Film untersagt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/schweizmagazin.ch\/news\/336\/ARTICLE\/4283\/2008-05-29.html%20\">Schweizmagazin<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Merkel gegen Freigabe von Foto aus Stasi-Akte<\/strong><br>\nAngela Merkel wandelt beim Umgang mit den Stasi-Akten auf den Spuren von Altkanzler Helmut Kohl, der sich gegen die Herausgabe von Aufzeichnungen des Geheimdienstes zur Wehr gesetzt hatte. Merkel verweigerte den Autoren des WDR-Films &ldquo;Im Auge der Macht &ndash; die Bilder der Stasi&rdquo; die Freigabe eines Fotos von ihr aus den fr&uuml;hen achtziger Jahren. In den Akten &uuml;ber den Regimekritiker Robert Havemann und dessen Frau Katja waren die Rechercheure auf ein Passfoto der jungen Merkel gesto&szlig;en. Das Bild fand sich in einer Foto-Sammlung von Personen, die bei der Ann&auml;herung an das Havemann-Grundst&uuml;ck in Gr&uuml;nheide bei Berlin erfasst worden waren. Die Filmemacher baten Merkel um Freigabe des Bildes. Ihr B&uuml;ro jedoch teilte mit, Merkel wolle aus &ldquo;Gr&uuml;nden des Schutzes ihrer Privatsph&auml;re&rdquo;, aber auch im Hinblick auf die &ldquo;Gleichbehandlung bei vergleichbaren Anfragen&rdquo; kein Einverst&auml;ndnis zur Verwendung des Fotos geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,377389,00.html%20\">&copy; DER SPIEGEL 40\/2005   vom  30. September 2005<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir wissen wirklich nicht, ob an dieser Geschichte etwas dran ist, und es liegt uns fern, Frau Merkel zu denunzieren. Der Vorgang zeigt nur, wie schnell man in den Geruch einer Stasit&auml;tigkeit geraten kann und wie scheinheilig es ist, wenn aus der Sicht von heute Menschen, die in der DDR lebten, moralisch an den Pranger gestellt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schonfrist f&uuml;r den Nazi-Nachwuchs<\/strong><br>\nDie &ldquo;Heimattreue Deutsche Jugend&rdquo; erregt seit Jahren die Aufmerksamkeit von Polizei und Verfassungsschutz. Doch ein Verbot der rechtsextremistischen Organisation l&auml;sst auf sich warten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/27\/27985\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>So spannend ist totale &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nDarf man Journalisten vorwerfen, da&szlig; sie einen Sachverhalt nicht kommentieren? Dar&uuml;ber l&auml;&szlig;t sich streiten. Problematisch werden Artikel, die scheinbar neutral oder wertfrei berichten, immer dann, wenn ein Skandal nicht &ldquo;Skandal&rdquo; genannt wird und der Leser zweifeln mu&szlig;, ob der Autor sich heimlich gemein macht mit Rechtsbrechern und Leuteschindern. Im Zweifelsfall begibt sich die kluge Interpretation zwischen die Zeilen. Manchmal ist nicht einmal das n&ouml;tig, weil der Sprachgebrauch verr&auml;t, wes Geistes Kind einer ist. \n<p>Bei SpOn sind es gleich drei Leute, die einen kleinen Artikel &uuml;ber einen Abh&ouml;rskandal zu Verantworten haben, den sie scheinbar nicht erkennen: &ldquo;Sascha Koesch \/ Fee Magdanz \/ Robert Stadler&ldquo;. &ldquo;L&uuml;gendetektor gegen falsche Krankmeldungen&rdquo; ist die Headline dieser Meisterleistung gehirngewaschener Propaganda. &ldquo;Verdinglichtes Bewu&szlig;tsein&rdquo; nannte Adorno dieses Ph&auml;nomen. Man kann gar nicht mehr entscheiden, ob solche &Auml;u&szlig;erungen so gemeint sind, wie sie wirken. Es herrscht ein Ma&szlig; an Angepa&szlig;theit, das schon Propaganda erzeugt, wenn nur &ldquo;die Wirklichkeit&rdquo; beschrieben wird. Es war einmal die Aufgabe von Journalisten, zumal denen des &ldquo;Spiegel&rdquo;, solcher Propaganda aktiv entgegenzutreten. Heute stehen sie auf der anderen Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=829\">Feynsinn<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3250","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3250"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3250\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}