{"id":32583,"date":"2016-03-30T08:44:25","date_gmt":"2016-03-30T06:44:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583"},"modified":"2016-03-30T08:44:25","modified_gmt":"2016-03-30T06:44:25","slug":"hinweise-des-tages-2592","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h01\">Staatliche &Uuml;berwachung f&uuml;hrt zu Selbstzensur im Netz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h02\">Anschl&auml;ge in Pakistan: &ldquo;Unsere Politik hat Terror gez&uuml;chtet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h03\">Vorwurf der ethnischen S&auml;uberung gegen t&uuml;rkische Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h04\">Will the Syrian Ceasefire End the US-Russia Proxy War?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h05\">Fl&uuml;chtlinge im Libanon &ndash; Letzte Hoffnung Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h06\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h07\">Rekordgesch&auml;fte mit Immobilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h08\">&bdquo;Amerikas Arbeiter haben 35 lausige Jahre hinter sich&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h09\">USA: Waffenverk&auml;ufe an Golfstaaten f&uuml;r 33 Milliarden Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h10\">So schlimm steht es wirklich um die deutsche Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h11\">Tatort Textilfabrik: das ARD radiofeature &uuml;ber die Klage pakistanischer Brandopfer gegen KiK<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h12\">Die merkw&uuml;rdigen Immobiliengesch&auml;fte der Winterkorns<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h13\">Dokumentarfilm: Die gro&szlig;e Stroml&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h14\">Sierra Leone: Verhaftung von Landrechtsaktivisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h15\">SPD: &bdquo;Volkspartei l&auml;sst sich nicht an Prozentzahl festmachen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h16\">Ich will nur, dass Kinder, die gleich gut sind, gleiche Chancen haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32583#h17\">Zu guter Letzt: Birdie Sanders fliegt &hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Staatliche &Uuml;berwachung f&uuml;hrt zu Selbstzensur im Netz<\/strong><br>\nDie systematische &Uuml;berwachung von B&uuml;rgern bringt Minderheitenmeinungen zum Schweigen. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle amerikanische Studie, &uuml;ber die die Zeitung &bdquo;Washington Post&ldquo; berichtet. Demnach f&uuml;hrt das Wissen dar&uuml;ber, potentiell ausgehorcht und &uuml;berwacht zu werden, dazu, dass Menschen sich im Internet selbst zensieren und abweichende Meinungen unterdr&uuml;cken. Damit widerspricht die Studie dem oft zitierten &bdquo;Demokratisierungseffekt&ldquo; sozialer Medien und des Internets allgemein. (&hellip;) &bdquo;So viele Menschen, mit denen ich gesprochen habe, haben angegeben, ihnen sei es egal, ob sie im Netz &uuml;berwacht werden, weil sie keine Gesetze br&auml;chen und nichts zu verbergen h&auml;tten&ldquo;, zitiert die &bdquo;Washington Post&ldquo; die Leiterin der Studie, Elizabeth Stoycheff. Gerade Studienteilnehmer, die diese Haltung vertreten h&auml;tten, waren ihr zufolge am ehesten dazu bereit, abweichende Meinungen zu unterdr&uuml;cken.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/studie-staatliche-ueberwachung-fuehrt-zu-selbstzensur-im-netz-14150024.html\">FAZ.net<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/m.jmq.sagepub.com\/content\/early\/2016\/02\/25\/1077699016630255.full.pdf?ijkey=1jxrYu4cQPtA6&amp;keytype=ref&amp;siteid=spjmq\">zur Studie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die letzte Bemerkung ist interessant: Gerade diejenigen, denen die &Uuml;berwachung angeblich egal ist, weil sie &bdquo;nichts zu verbergen&ldquo; h&auml;tten, verstecken zugleich die eigenen Ansichten, wenn sie nonkonform sind. Es handelt sich also um einen Selbstbetrug. Das erinnert an diejenigen Journalisten, die &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;-Vorw&uuml;rfen h&auml;ufig mit dem Verweis auf die eigene Unabh&auml;ngigkeit begegnen, zugleich aber bei brisanten politischen Fragen erstaunlich oft &bdquo;auf Linie&ldquo; sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Anschl&auml;ge in Pakistan: &ldquo;Unsere Politik hat Terror gez&uuml;chtet&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Anschlag in Lahore, bei dem 73 Menschen starben, sprechen Anw&auml;lte und Menschenrechtler vom Versagen des Staates. Pakistan steht im Verdacht, mit Terrorgruppen zusammenarbeiten, um Indien zu schaden. So sei &ldquo;Terror gez&uuml;chtet&rdquo; worden. (&hellip;) Seit dem Blutbad in einer &ouml;ffentlichen Armeeschule in Peschawar im Dezember 2014 ist das Milit&auml;r in der Offensive gegen Extremisten im Grenzgebiet zu Afghanistan. Doch diese Strategie geht am Kern des Problems vorbei, sagt die pakistanische Menschenrechtlerin Asma Jahangir, die in Lahore lebt. &ldquo;Unsere Politik, vor allem die des Milit&auml;rs, hat Terror gez&uuml;chtet. Wenn eine Armee sich hinter nichtstaatlichen Akteuren versteckt, beschw&ouml;rt sie Unheil herauf.&rdquo; Pakistan steht im Verdacht, mit ausgew&auml;hlten Terrorgruppen zusammenzuarbeiten, um dem Erzfeind Indien zu schaden. (&hellip;) Pakistans Bev&ouml;lkerung zahlt einen hohen Preis f&uuml;r diese Politik. &ldquo;Es ist eine militarisierte Politik, die versucht, zwischen guten und b&ouml;sen Terroristen zu unterscheiden&rdquo;, sagt Menschenrechtlerin Jahangir.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/anschlag-pakistan-lahore-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Diese Art von &bdquo;Terrormanagement&ldquo;, also das Einteilen in gute und b&ouml;se Terroristen, die man wahlweise verdeckt unterst&uuml;tzt oder &ouml;ffentlich bek&auml;mpft, gibt es wohl nicht nur in Pakistan &ndash; auch wenn der Tagesschau-Beitrag dort lediglich von einem &bdquo;Verdacht&ldquo; spricht. Fakt ist, dass mit gewaltt&auml;tigem Extremismus und Terrorismus immer wieder sehr geschickt Politik gemacht wird &ndash; insbesondere in Europa. Siehe dazu auf den NachDenkSeiten auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29105\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31937#h04\">hier<\/a> sowie bei Telepolis <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/39\/39126\/1.html\">hier<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Vorwurf der ethnischen S&auml;uberung gegen t&uuml;rkische Regierung<\/strong><br>\nEine Delegation der Organisation &Auml;rzte gegen den Atomkrieg (IPPNW) hielt sich im M&auml;rz f&uuml;r zwei Wochen in Ankara und im S&uuml;dosten der T&uuml;rkei auf. (&hellip;) Die Regierung Erdogan betreibe durch die massive Zerst&ouml;rung von Stadtvierteln in der Altstadt von Diyarbakir, Cizre und anderen St&auml;dten eine gezielte Strategie der Vertreibung, so das Credo der Gespr&auml;chspartner in der Region. Es gehe um eine politisch-ethnische S&auml;uberung der Region, um der PKK die Basis zu entziehen wie in den 1990er Jahren, als tausende kurdische D&ouml;rfer zerst&ouml;rt wurden und die Bev&ouml;lkerung vertrieben wurde. (&hellip;) Alle Gespr&auml;chspartner der IPPNW betonten &uuml;bereinstimmend, dass die R&uuml;ckkehr zum 2013 begonnenen t&uuml;rkisch-kurdischen Friedensprozess die einzige L&ouml;sung ist, um zu verhindern, dass die T&uuml;rkei in Krieg und Chaos versinke. Appelliert wird an die EU und die USA, im Friedensprozess zu vermitteln. Darum hatte die PKK-F&uuml;hrung selbst schon in zahlreichen Appellen gebeten, aber sie wurden ignoriert. (&hellip;) Der Forderung nach Visumsfreiheit f&uuml;r t&uuml;rkische Staatsb&uuml;rger kommt in diesem Kontext eine besondere Bedeutung zu, die hierzulande ausgeblendet wird: Wenn die hunderttausenden kurdischen t&uuml;rkischen Staatsb&uuml;rger, die aus den kurdischen St&auml;dten fliehen mussten, sich nach Europa aufmachen &ndash; wie in den 1980er und 1990er Jahren, h&auml;tte die T&uuml;rkei das &ldquo;Kurdenproblem&rdquo; vom Hals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47815\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Will the Syrian Ceasefire End the US-Russia Proxy War?<\/strong><br>\nFormer Chief of Staff for Colin Powell, Larry Wilkerson, says the ceasefire could be key to lasting peace in Syria: (&hellip;) &bdquo;Anything Assad does to defeat ISIS is okay with Russia and okay with the United States and probably the other parties now, too, with the exception of these people who are arming them. Need I say any more, that the lead character there is Saudi Arabia? And it also gives Assad a feeling, as I said before, of strategic comfort with regard to his ability to control enough of Syria so that when he goes into the political talks he feels like he has sufficient leverage to do the talks. This is important. You&rsquo;ve got to have each side in these talks, I think, feel that they have something to gain from the talks, and that they have a position of negotiation, if you will, in the talks. And that&rsquo;s, I think, roughly been established now. So I&rsquo;m hoping, I&rsquo;m praying, that we may be looking at the beginning of the end of the Syrian civil war.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/therealnews.com\/t2\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=31&amp;Itemid=74&amp;jumival=15998\">The Real News<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge im Libanon &ndash; Letzte Hoffnung Europa<\/strong><br>\nKaum Geld zum &Uuml;berleben, schlechte Unterk&uuml;nfte, so gut wie keine medizinische Versorgung &ndash; das ist der Alltag vieler syrischer Fl&uuml;chtlinge im Libanon. Eine Verbesserung der Situation ist nicht in Sicht. (&hellip;) Etwas Taschengeld, das kaum zum &Uuml;berleben reicht, ein Arztbesuch nur in Ausnahmef&auml;llen &ndash; das sei Alltag f&uuml;r viele Syrer im Libanon, sagt Bente Scheller von der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung in Beirut. &bdquo;Was aber f&uuml;r viele Fl&uuml;chtlinge noch entscheidender ist, ist, dass hier keine Rechtssicherheit besteht. Der Libanon erkennt sie nicht als Fl&uuml;chtlinge an, und viele Dinge des t&auml;glichen Lebens sind hier au&szlig;erordentlich schwierig, und da wird &ndash; egal wie viele Zahlungen geleistet werden &ndash; auch keine Verbesserung geschaffen.&ldquo; Die Papiere der Familie seien l&auml;ngst ung&uuml;ltig, beklagt Shehada Illawi. Deshalb d&uuml;rften sie sich auch nicht frei bewegen. Um die Dokumente in Syrien erneuern zu lassen, m&uuml;sste der Familienvater dort umgerechnet 1300 Euro Strafe zahlen. Doch wo soll er das Geld hernehmen, wo es doch kaum f&uuml;r die 350 Euro reicht, die der libanesische Landbesitzer pro Jahr f&uuml;r den Stellplatz ihrer H&uuml;tte haben will, ein v&ouml;llig &uuml;berzogener Preis. (&hellip;) Ein Leben in Deutschland w&auml;re f&uuml;r Muhammad die Erf&uuml;llung eines Traums, aber er kann die Schlepper nicht bezahlen. &bdquo;Vielleicht w&auml;re es besser, nach Syrien zur&uuml;ckzugehen, um dort schnell zu sterben. Hier im Libanon sterben wir langsam und ohne W&uuml;rde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluechtlinge-im-libanon-letzte-hoffnung-europa.1773.de.html?dram:article_id=349578\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p>dazu: <strong>Reiche L&auml;nder nehmen nur Bruchteil der Syrien-Fl&uuml;chtlinge auf<\/strong><br>\nDie wohlhabenden Industriel&auml;nder haben nach Angaben von Oxfam nur rund 1,4 Prozent der insgesamt fast f&uuml;nf Millionen Fl&uuml;chtlinge aus Syrien aufgenommen. (&hellip;) Die meisten B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge hielten sich in Syriens Nachbarl&auml;ndern T&uuml;rkei, Libanon, Jordanien und Irak auf. Oxfam rief die Industriel&auml;nder auf, mindestens zehn Prozent der syrischen Fl&uuml;chtlinge aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oxfam-reiche-laender-nehmen-nur-bruchteil-der-syrien.447.de.html?drn:news_id=596830\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Minister Gabriel will Freihandels-Vertrag am Bundestag vorbeimogeln<\/strong><br>\nDas Wirtschaftsministerium h&auml;lt eine Abstimmung &uuml;ber das umstrittene kanadisch-europ&auml;ische Handelsabkommen Ceta im Bundestag nicht mehr f&uuml;r n&ouml;tig. Kritiker werfen Minister Sigmar Gabriel (SPD) Wortbruch vor. Im September 2014 schrieb Gabriel in einem Brief an die Fraktionsmitglieder des Deutschen Bundestages, die Ratifizierung des Abkommens werde in Deutschland ebenso wie in den &uuml;brigen 27 EU-Mitgliedstaaten &bdquo;nach Ma&szlig;gabe der verfassungsrechtlichen Vorschriften&ldquo; erfolgen. In Deutschland sei danach die Zustimmung von Bundesrat und Bundestag erforderlich, &bdquo;was erfahrungsgem&auml;&szlig; zwei Jahre dauert&ldquo;.<br>\nDoch nun soll alles viel schneller gehen. Das europ&auml;isch-kanadische Freihandelsabkommen CETA werde ohne Zustimmung des Bundestages vorl&auml;ufig in Kraft treten, teilte das Bundeswirtschaftsministerium jetzt in einem &bdquo;Schriftlichen Bericht der Bundesregierung zu Ceta&ldquo; mit. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass die EU-Staaten das Abkommen vorl&auml;ufig anwenden, sobald der Ministerrat und das EU-Parlament zugestimmt haben. Dies sei &bdquo;&uuml;bliche Praxis&ldquo; und &bdquo;vollst&auml;ndig demokratisch&ldquo;, erkl&auml;rte das Ministerium.<br>\nIm Brief an die Abgeordneten hatte Gabriel noch erkl&auml;rt, &bdquo;ein Abschluss allein durch die EU kommt (&hellip;) nicht in Frage&ldquo;. In der aktuellen Erkl&auml;rung hei&szlig;t es nun, dass lediglich Teile des Abkommens &ndash; wie etwa die Vereinbarungen zu den Investitionsschutzbedingungen &ndash; von der &bdquo;vorl&auml;ufigen Anwendbarkeit&ldquo; ausgeschlossen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/greenpeace-magazin.de\/nachrichtenarchiv\/minister-gabriel-will-freihandels-vertrag-am-bundestag-vorbeimogeln\">greenpeace magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen mit Kanada: Ceta vorl&auml;ufig ohne Demokratie<\/strong><br>\nDas zwischen der EU und Kanada geplante Freihandelsabkommen Ceta soll in Kraft treten, ohne dass der Deutsche Bundestag dar&uuml;ber abstimmt. Kritiker des Abkommens sehen darin einen Wortbruch von SPD-Chef und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel. Zudem gibt es Zweifel, ob das geplante Vorgehen rechtlich zul&auml;ssig ist. Gabriel hatte in der Vergangenheit stets betont, dass das Abkommen nur in Kraft treten d&uuml;rfe, wenn die Parlamente aller EU-Mitgliedstaaten ihm zustimmen. Doch danach sieht es nicht aus. Zum einen ist noch unklar, ob Ceta von der EU &uuml;berhaupt als gemischtes Abkommen betrachtet wird, das auch Themen behandelt, die im Zust&auml;ndigkeitsbereich der Mitgliedstaaten liegen; nur dann werden die nationalen Parlamente beteiligt. Zum anderen wird das Abkommen selbst in diesem Fall in Kraft treten, bevor der Bundestag dar&uuml;ber abgestimmt hat. Die EU-Kommission plant n&auml;mlich, das Abkommen schon vor der Zustimmung der nationalen Parlamente &bdquo;vorl&auml;ufig&ldquo; in Kraft treten zu lassen &ndash; zumindest f&uuml;r die Teile, die im alleinigen Zust&auml;ndigkeitsbereich der EU liegen. Im Oktober soll der Ministerrat dar&uuml;ber entscheiden. Und Gabriel hat dagegen keine Einw&auml;nde: &bdquo;Die vorl&auml;ufige Anwendung&ldquo; entspreche der &bdquo;&uuml;blichen Praxis&ldquo; und sei &bdquo;vollst&auml;ndig demokratisch&ldquo;, hei&szlig;t es in einem schriftlichen Bericht des Wirtschaftsministeriums von Mitte M&auml;rz. Bis das Abkommen von allen nationalen Parlamenten und Regierung ratifiziert ist, vergehen oft mehrere Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Freihandelsabkommen-mit-Kanada\/!5286944\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Von Gabriel war nat&uuml;rlich nichts anderes zu erwarten. Was ich nicht ganz verstehe: kann hier die EU-Kommission ganz alleine entscheiden, mu&szlig; nicht einmal das EU-Parlament zustimmen? Und warum stoppt der angeblich linke Premier Justin Trudeau diesen Wahnsinn nicht?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rekordgesch&auml;fte mit Immobilien<\/strong><br>\nDie niedrigen Zinsen haben in Deutschland 2015 das Interesse an Immobilien verst&auml;rkt. Laut einer amtlichen Sch&auml;tzung wechselten Wohnungen, H&auml;user und Grundst&uuml;cke f&uuml;r mehr als 200 Milliarden Euro den Besitzer. Droht eine Immobilienblase? (&hellip;) Problematisch ist die Preisentwicklung auch f&uuml;r die Landwirtschaft, denn auch Ackerland habe sich weiter verteuert. Mancherorts sei es kaum g&uuml;nstiger als Gewerbeland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/immobilien-105.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Amerikas Arbeiter haben 35 lausige Jahre hinter sich&ldquo;<\/strong><br>\nWarum kommt Donald Trump bei vielen Amerikaner an? Ein Forscher spricht &uuml;ber die Kosten des Freihandels und geschlossene Fabriken wegen der Konkurrenz aus China.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/david-autor-ueber-die-kosten-des-freihandels-mit-china-14148533.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Ein Leserkommentar (Martin Venator) in der FAZ bringt die Widerspr&uuml;che in diesem Interview in Bezug auf das Thema Freihandel auf den Punkt:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;&rsquo;Das Freihandelsabkommen ist zukunftsweisend statt r&uuml;ckw&auml;rtsgewandt.&rsquo; Fortschritt um des Fortschritt Willens? Eine eigenartige Sichtweise &ndash; nur weil etwas &lsquo;neu&rsquo; ist, ist es nicht automatisch &lsquo;besser&rsquo;. Wenn der globale Freihandel also negative Effekte erzeugt, und diese so gro&szlig; sind, da&szlig; sie zunehmend wahlentscheidend werden, also Mehrheiten betreffen, k&ouml;nnte das objektiv Bessere zumindest m&ouml;glicherweise eben doch ein Schritt zur&uuml;ck zum Modus von Gestern sein. Zumindest ist der Gedanke rationaler als die blo&szlig;e Hoffnung, da&szlig; sich im Morgen pl&ouml;tzlich alles zum Positiven wenden wird. &lsquo;Ohne das Abkommen w&uuml;rde China die Regeln bestimmen.&rsquo; Eben nicht. China k&ouml;nnte dann lediglich die Regeln im eigenen Land bestimmen. Mit Freihandel dagegen hat der g&uuml;nstigste Produzent IMMER einen Vorteil &ndash; was automatisch einen Nachteil jedes Arbeitnehmer- oder Umweltschutzrechtes erzeugt.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>USA: Waffenverk&auml;ufe an Golfstaaten f&uuml;r 33 Milliarden Dollar<\/strong><br>\nDie USA haben im vergangenen Jahr f&uuml;r kr&auml;ftigen Waffennachschub im Krisenherd Naher Osten gesorgt. Seit Mai 2015 hat das US-Au&szlig;enministerium Waffenverk&auml;ufe an L&auml;nder des Golf-Kooperationsrates (GCC) in H&ouml;he von 33 Milliarden Dollar genehmigt. Dies gehe aus Unterlagen des State Departments hervor, berichtet die Publikation Defense News. 33 Milliarden Dollar bedeuten eine gro&szlig;e Menge Waffen, die an L&auml;nder gehen, die in Kriege verstrickt sind wie allen voran Saudi-Arabien, das im Jemen milit&auml;risch interveniert, in Syrien die Salafisten-Dschihadisten von Ahrar-al-Sham unterst&uuml;tzt, die milit&auml;risch eng mit der al-Qaida-Gruppe al-Nusra-Front zusammenarbeitet. Auch Katar, das ebenfalls als Hauptabnehmer geschildert wird, hat eine illustre Geschichte von Interventionen in L&auml;nder des Nahen Ostens und Nordafrika in j&uuml;ngster Zeit. Nach Aussagen eines Sprechers des Au&szlig;enministeriums, David McKeeby, beinhalten die Lieferungen, die auch die Zustimmung des Pentagon erhielten, Raketenabwehrsysteme, Kampfhubschrauber, Fregatten und Panzerabwehrlenkwaffen. Man habe Versprechungen eingel&ouml;st, die im Mai vergangenen Jahres bei einem Treffen in Camp David gemacht wurden. Das Treffen war gepr&auml;gt von Forderungen nach einer &ldquo;Sicherheits-Kompensationen&rdquo; f&uuml;r das Abkommen zur zivilen Nutzung der Atomenergie mit Iran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47809\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dieser weitere Beleg daf&uuml;r, dass die riesige und hochprofitable R&uuml;stungsindustrie von Konflikten und Kriegen buchst&auml;blich lebt und die &bdquo;&uuml;bliche&ldquo; Geopolitik des gegeneinander Ausspielens feindlicher Machtbl&ouml;cke noch weiter versch&auml;rft, ist deutschen Medien offenbar kaum eine Zeile wert. Bis auf diesen Telepolis-Artikel ergab eine Internetsuche bislang keine weiteren Berichte zu der genannten Meldung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>So schlimm steht es wirklich um die deutsche Rente<\/strong><br>\nZwischen den Rentenzusagen und ihrer Finanzierung klafft eine L&uuml;cke, die selbst im g&uuml;nstigsten Szenario nicht zu schlie&szlig;en ist. Damit ist Deutschland nicht allein: Es droht die globale Rentenkrise. (&hellip;) Wie gewaltig die Dimensionen dieser heimlichen Schulden gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung mittlerweile sind, zeigt eine aktuelle Studie der Citigroup. Demnach betr&auml;gt das Volumen der nicht gedeckten oder unterfinanzierten staatlichen Rentenanspr&uuml;che in 20 OECD-Staaten zusammengerechnet 78 Billionen Dollar (rund 70 Billionen Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article153774064\/So-schlimm-steht-es-wirklich-um-die-deutsche-Rente.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der ganze Artikel baut &ndash; zumindest, was die Situation f&uuml;r Deutschland betrifft &ndash; auf einer einzigen L&uuml;ge auf. Pr&auml;misse vollkommen falsch, deshalb sind auch die Schlu&szlig;folgerungen falsch. Da steht sogar noch das Wort &ldquo;umlagefinanziert&rdquo; &ndash; die Rente ist nicht staatlich (finanziert), sondern eine &ldquo;gesetzliche Umlagerente&rdquo;. Die Umlage von den aktiven Arbeitnehmern geht direkt zu denjenigen Rentnern, mit ihren Beitr&auml;gen ins Rentensystem gespart haben, kein einziger Cent durch *staatliche* Kassen.Richtig ist allerdings, da&szlig; der Staat die Renten &ndash; oder auch die Grundsicherung im Alter &ndash; f&uuml;r Menschen zahlt, die keine oder zu wenige eigenen Beitr&auml;ge geleistet haben, also f&uuml;r Schlechtverdiener, Langzeitarbeitslose, Nur-Hausfrauen, arbeitsunf&auml;hige Menschen, Witwen und Witwer. Damit kompensiert der Staat aus sozialen Gr&uuml;nden, was Unternehmen nicht (oder nicht in ausreichendem Ma&szlig;e) geleistet haben. In der Tat kann das den Staat in gro&szlig;e Schwierigkeiten bringen, wenn immer mehr Menschen nur Niedriglohn beziehen oder lange arbeitslos sind. Weitere Schwierigkeiten wurden durch die politisch gewollte Absenkung des Rentenniveaus verursacht. Um dem Staat\/dem Steuerzahler diese Probleme zu ersparen, m&uuml;&szlig;te die Politik alles f&uuml;r eine bessere Besch&auml;ftigungslage, h&ouml;here L&ouml;hne und ausreichend hohe Rentenbeitr&auml;ge sorgen. Leider geschieht seit mindestens 30 Jahren das genaue Gegenteil, womit die Politik tats&auml;chlich eine schwierige Finanzlage des Staates bef&ouml;rdert. Nicht zu hohe, sondern, im Gegenteil, zu niedrige Rentenbeitr&auml;ge und -zahlungen gef&auml;hrden den Staatshaushalt.Die (normale Umlage-)Rente wird nicht vom Staat bezahlt. Dieses Vorurteil mu&szlig; man endlich mal aus den K&ouml;pfen kriegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Tatort Textilfabrik: das ARD radiofeature &uuml;ber die Klage pakistanischer Brandopfer gegen KiK<\/strong><br>\nWDR 5 Dok 5 &ndash; Das Feature: Der Textildiscounter Kik war einer der Hauptabnehmer von Ali Enterprises in Pakistan. 2012 starben in der Fabrik bei einem Brand 260 Arbeiter. Ein &Uuml;berlebender und drei weitere Betroffene reichten 2015 beim Landgericht Dortmund Klage auf Schmerzensgeld gegen KiK ein. Autor: Caspar Dohmen; Redaktion: Dorothea Runge; Produktion: SWR<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-dok5-das-feature\/audio-tatort-textilfabrik-das-ard-radiofeature-ueber-die-klage-pakistanischer-brandopfer-gegen-kik-100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die merkw&uuml;rdigen Immobiliengesch&auml;fte der Winterkorns<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und seine Frau haben zwei Immobilienfirmen gegr&uuml;ndet &ndash; eine kurz bevor der Abgasskandal bekannt wurde, die andere kurz danach. Was steckt dahinter? [&hellip;]<br>\nWenn es nicht ums Steuersparen geht, kann man eine Immobiliengesellschaft auch gr&uuml;nden, um sein Erbe zu regeln. Nur: Warum hat Winterkorn das ausgerechnet im August 2015 getan? Genau zu dem Zeitpunkt, da sich abzeichnete, dass als Folge der Abgasprobleme Milliardenkosten auf VW zukommen k&ouml;nnten. Dass wahrscheinlich Betrug im Spiel war. Dass am Ende sogar verantwortliche Manager mit ihrem Privatverm&ouml;gen haften k&ouml;nnten. Weist man Managern nach, dass sie vors&auml;tzlich dem Unternehmen oder anderen geschadet haben, haften sie auch mit ihrem Hab und Gut.<br>\nZwar haben Konzerne wie VW Managerhaftpflichtversicherungen abgeschlossen, die Sch&auml;den ersetzen, die von der Unternehmensf&uuml;hrung fahrl&auml;ssig oder sogar grob fahrl&auml;ssig verursacht wurden. VW hat eine Police &uuml;ber 500 Millionen Euro, doch das w&uuml;rde erstens nicht reichen, und zweitens greift keine Versicherung, wenn Vorsatz im Spiel war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article153696099\/Die-merkwuerdigen-Immobiliengeschaefte-der-Winterkorns.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dokumentarfilm: Die gro&szlig;e Stroml&uuml;ge<\/strong><br>\nFrost und K&auml;lte fordern auch in Europa noch immer Todesopfer. In den letzten Jahren wurde eine l&auml;ngst &uuml;berwunden geglaubte Gefahr wieder aktuell: Vielen Menschen fehlt das Geld, um ihre Wohnungen angemessen zu beheizen. &ldquo;G&uuml;nstigere und umweltfreundlichere Energie&rdquo; hatten die EU-Mitgliedstaaten einst versprochen. Warum sind die Stromrechnungen noch immer so hoch? Durch steigende Strompreise sind viele Privathaushalte in der EU &uuml;berlastet: In Spanien betrifft dies sogar ein Drittel der Bev&ouml;lkerung. In Italien konnten im Jahr 2015 f&uuml;nf Millionen Familien ihre Stromrechnung nicht begleichen, in Deutschland waren es sieben und in Frankreich sogar acht Millionen Menschen. (&hellip;) Der Dokumentarfilm durchleuchtet die verschiedenen Versprechen, die im Namen eines liberalen europ&auml;ischen Energiemarkts gemacht wurden, und analysiert die Hintergr&uuml;nde f&uuml;r das Scheitern dieser europ&auml;ischen Vision.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/052400-000-A\/die-grosse-stromluege\">arte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sierra Leone: Verhaftung von Landrechtsaktivisten<\/strong><br>\nDer 4. Februar 2016 war ein schwarzer Tag f&uuml;r alle Landbesitzer und Landnutzer in Sierra Leone, die versuchen ihr Land und damit ihre wichtigste Lebensgrundlage gegen gro&szlig;fl&auml;chige Investitionen multinationaler Agrarkonzerne zu verteidigen. In dem westafrikanischen Staat wurden sechs Landrechtsaktivisten vom Hohen Gericht zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt. Seit dem 16. Oktober 2013 lief der Prozess gegen Sima Mattia, Kinney James Blango, Musa Sellu, Foday Musa, Lahai Sellu und den ehemaligen Abgeordneten Shiaka Musa Sama. Den M&auml;nnern werden Anstiftung, Verschw&ouml;rung zur Begehung eines Verbrechens sowie die Zerst&ouml;rung von 40 &Ouml;lpalm-Setzlingen der Firma Socfin Agricultural Company Sierra Leone vorgeworfen. Wiederholt hatten alle Angeklagten vor Gericht ihre Unschuld beteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/sierra-leone-verhaftung-von-landrechtsaktivisten\/\">AussenGedanken<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD: &bdquo;Volkspartei l&auml;sst sich nicht an Prozentzahl festmachen&ldquo;<\/strong><br>\nObwohl Umfragen die SPD im Bund bei nur 20 Prozent sehen, erkl&auml;rt Hannelore Kraft die SPD weiter zur Volkspartei. Eine solche macht sie nicht an einer Prozentzahl fest &ndash; sondern an etwas anderem. Das Gewicht der SPD als Volkspartei ist nach Einsch&auml;tzung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Hannelore Kraft trotz der j&uuml;ngsten Wahlniederlagen nicht gef&auml;hrdet. &bdquo;Die Beurteilung Volkspartei kann man nicht an einer Prozentzahl festmachen&ldquo;, sagte die Ministerpr&auml;sidentin von Nordrhein-Westfalen (NRW) der Deutschen Presse-Agentur in D&uuml;sseldorf. &bdquo;Das Gegenteil einer Volkspartei ist eine Klientelpartei. Das waren wir nie und werden wir auch nie werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article153750753\/Volkspartei-laesst-sich-nicht-an-Prozentzahl-festmachen.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Betrachtet man die Definition einer Volkspartei z. B. in der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volkspartei_%28Parteityp%29\">Wikipedia<\/a>, dann kann man Kraft rein formal Recht geben: die SPD tritt immerhin mit dem Anspruch auf, Politik f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil des Volks zu machen. Aber wenn man genauer hinschaut, ist die SPD m. E. eine neoliberale Klientelpartei, f&uuml;r die die Interessen von Arbeitnehmern, Arbeitslosen und Rentnern, also der 90%-Mehrheit des W&auml;hlervolks, deutlich weniger z&auml;hlen als die Interessen von Arbeitgebern (vor allem der Konzerne) und Verm&ouml;genden. Eine Volkspartei wird aber den Anspruch haben, mehr als 30%, m&ouml;glichst 40% der W&auml;hlerstimmen auf sich vereinigen zu k&ouml;nnen. 20% sind sicher zu wenig, und bei 15% oder weniger ist die Anma&szlig;ung, Volkspartei zu sein, doch nur l&auml;cherlich. Will Kraft vorbauen f&uuml;r den Fall, da&szlig; die SPD unter 20% rutscht und doch weiter Volkspartei ohne Volk bleiben m&ouml;chte?<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Da hilft nur noch ein Neuanfang<\/strong><br>\nDesastr&ouml;se Wahlergebnisse, kaum Problembewusstsein: Die SPD hat ihren Tiefpunkt erreicht. Wenn sie sich nicht bald grundlegend &auml;ndert, wird sie nicht mehr ben&ouml;tigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-03\/spd-krise-landtagswahlen-nationalstaat-sozialdemokratie\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>SPD: Es wird Zeit f&uuml;r die Mutigen<\/strong><br>\nEin Abend in Pfaffenhofen im M&auml;rz 2016, im Hotel Moosburger Hof, genau an jenem Ort, wo die bayerische SPD im November 1945 wiedergegr&uuml;ndet wurde: Ein Treffen der SPD-Basisinitiative Rammbock unter dem Motto &lsquo;Zeit f&uuml;r die Mutigen&rsquo;. Der Zuspruch zu dieser Initiative ist ungebrochen. Zahlreiche Ortsvereine, Sympathisanten und Untergliederungen aus ganz Deutschland wollen ihren Beitrag zum Kurswechsel der SPD leisten.&rdquo; (&hellip;) &ldquo;Worauf warten wir noch? Ich schreibe diese Zeilen, weil ich mir sicher bin, ohne die SPD wird ein Aussteigen aus dem Neoliberalismus, aus der Privatisierung, aus den Waffenexporten in Krisengebiete und ein Einstieg in mehr Gerechtigkeit, in eine humane Fl&uuml;chtlingspolitik, in eine zukunftssichere Gestaltung unserer Infrastruktur und eine friedenssichernde Au&szlig;enpolitik nicht gelingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachdenken-in-muenchen.de\/?p=3030\">nachdenken-in-muenchen.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Es ist ausgesprochen interessant, dass es so viele Menschen in SPD-Gliederungen gibt, die sich trotz aller Entmutigung noch engagieren wollen und dass der NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis eine Art Basis daf&uuml;r bildet. Respekt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ich will nur, dass Kinder, die gleich gut sind, gleiche Chancen haben<\/strong><br>\nUngleichheit hat viel mit Pers&ouml;nlichkeit zu tun, sagt der &Ouml;konom Armin Falk im ZEIT-Gespr&auml;ch &ndash; und die l&auml;sst sich ver&auml;ndern. (&hellip;) &bdquo;Kinder aus Familien mit h&ouml;herem sozio&ouml;konomischen Status sind im Schnitt deutlich prosozialer als Kinder aus Familien mit geringem Status. Wenn man jetzt aber Familien mit geringem Status hinzunimmt, zu denen f&uuml;r ein knappes Jahr ein Mentor kam, dann sieht man: Die L&uuml;cke wurde komplett geschlossen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/11\/chanchengleichheit-ungleichheit-persoenlichkeit-verhalten\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.T.:<\/strong> Der Titel des Interviews mit Armin Falk hatte mich schon stutzig werden lassen (warum nur Kinder, die &ldquo;gleich gut&rdquo; sind; und was ist &ldquo;gut&rdquo;?) und tats&auml;chlich offenbart sich diese Art der Verhaltens&ouml;konomik &ndash; die dort pr&auml;sentiert wird &ndash; als Wolf im Schafspelz. Es wird vorgegeben, den &ldquo;Armen&rdquo; zu helfen, in Wahrheit tritt er ihnen ins Gesicht&hellip;<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Unterschwellig wird hier eine Form von Paternalismus unterst&uuml;tzt: die weniger pro-sozialen Armen m&uuml;ssen erst durch die Pro-Sozialen aus besser betuchtem Hause angelernt werden. Dem positiven Bild der besser Betuchten (pro-soziales Verhalten usw.) lassen sich aber die Studien zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit von Wilhelm Heitmeyer entgegenhalten: Jene, die besonders Erwerbslose abwerteten, befanden sich in der &ldquo;Unterschicht&rdquo; und (!) der Oberschicht. Mit etwas &ldquo;repr&auml;sentativeren&rdquo; Mentorinnen und Mentoren w&auml;re das im Interview geschilderte Experiment daher wahrscheinlich anders ausgefallen. Abgesehen davon: Vielleicht macht es in der &ldquo;Unterschicht&rdquo; auch mehr Sinn, die Ellenb&ouml;gen auszufahren, wenn Schule als Wettbewerb des Lebens verstanden wird &ndash; als Hort der Vermittlung eines Leistungsprinzips &ndash; und Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler &uuml;ber ihre Eltern erleben, dass sich Pro-Sozialit&auml;t eben nicht auszahlt in unserem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem?<\/em><\/li>\n<li><em>Wer das Interview liest, wird am Ende das Gef&uuml;hl haben, dass das Problem der Ungleichheit nur ein Pers&ouml;nlichkeitsproblem (der Armen) ist und die L&ouml;sung in einer &ldquo;Selbstoptimierung&rdquo; zu finden w&auml;re. Wobei hier eigentlich noch eins drauf gesetzt wird, denn die Armen sind ja noch nicht einmal zur Selbstoptimierung f&auml;hig, die bed&uuml;rfen deshalb der aufopferungsvollen und pro-sozialen Hilfe der Oberschicht, um auf Linie gebracht zu werden. (Wer hier die Linie vorgibt, ist auch klar: es sind nicht die &ldquo;armen&rdquo; Schichten &hellip;) Im Grunde wird damit auch die Stereotype vom dummen und unproduktiven Erwerbslosen reproduziert. Im Kern l&auml;sst sich erahnen, worauf es dann mit diesem &ldquo;sanften&rdquo; Paternalismus letztlich hinausl&auml;uft: Statt das Hamsterrad anzuhalten und ggf. auszusteigen (mit Hartmut Rosa: entschleunigen), geht es darum, es am Laufen zu halten und es zu beschleunigen &ndash; und zwar bereits im Kindesalter.<\/em><\/li>\n<li><em>Hellh&ouml;rig bin ich auch geworden, als es dort hie&szlig;: &ldquo;Dar&uuml;ber hinaus kommt es zu Ungleichheiten durch unterschiedliche Intelligenz und anderes mehr. Daf&uuml;r haben wir ja das progressive Steuersystem, das denjenigen belastet, der eben etwas intelligenter und leistungsf&auml;higer auf die Welt gekommen ist und mit seinem Geld anderen helfen kann.&rdquo; Diese Rechtfertigung des Leistungsprinzips &ndash; auch das, was im Interview danach folgt &ndash; (angeborene Intelligenz, damit angeborener Reichtum) klingt nach Sarrazin light. Dagegen w&uuml;rde ich die Lekt&uuml;re <a href=\"http:\/\/www.von-galton-zu-sarrazin.de\/\">&ldquo;Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz&rdquo;<\/a> von Haller und Niggeschmidt empfehlen, v. a. um mit den Irrt&uuml;mern um &ldquo;Intelligenz und Vererbung&rdquo; aufzur&auml;umen.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Birdie Sanders fliegt &hellip;<\/strong><br>\nSeit dem Osterwochenende pfeifen es die Spatzen von den D&auml;chern: Bernie, Bernie, Bernie! Der Senator gewann die Vorwahlen in Alaska, Hawaii und Washington haushoch und w&auml;hrend einer Rede in Portland\/Oregon flog ein Spatz auf die B&uuml;hne, das Publikum lachte, Sanders unterbrach und der Vogel setzte sich f&uuml;r einen Moment <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Jc2TVLoxsDA\">direkt vor sein Mikrofon<\/a>. &ldquo;Ich wei&szlig;, dass das keine Taube ist, aber dieser kleine Vogel steht f&uuml;r den Weltfrieden. No more wars!&rdquo; Und nicht nur der Saal jubelte, sondern auch die sozialen Medien, in den sich die symbolische Szene in Windeseile verbreitete &ndash; und Sanders nicht nur weitere W&auml;hlerstimmen zutreiben wird, sondern vermutlich auch daf&uuml;r sorgt &ndash; wie ein Kommentar vermerkte &ndash; dass Hillary f&uuml;r ihre n&auml;chste Rede wohl schon Tauben gemietet hat &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.broeckers.com\/2016\/03\/27\/birdie-sanders-fliegt\/\">Mathias Br&ouml;ckers<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-32583","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32583"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32583\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32586,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32583\/revisions\/32586"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}