{"id":3263,"date":"2008-06-06T09:03:52","date_gmt":"2008-06-06T07:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3263"},"modified":"2008-06-06T09:03:52","modified_gmt":"2008-06-06T07:03:52","slug":"hinweise-des-tages-664","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3263","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3263&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Deutsche Bahn: Ausverkauf auf Raten<\/strong><br>\nGutachten der Investmentbank Morgan Stanley und der Unternehmensberatung Booz Allen &amp; Hamilton prognostizieren, dass der Gleisk&ouml;rper um weitere 5000 km auf die &bdquo;betriebswirtschaftlich optimale Gr&ouml;&szlig;e&ldquo; &ndash; und damit auf die L&auml;nge des Jahres 1875 im Deutschen Reich &ndash; reduziert werden wird. Die zu einem Glaubensbekenntnis erhobene Behauptung, konkurrierende Betreibergesellschaften &uuml;bern&auml;hmen defizit&auml;re Bahnlinien, verkennt, dass diese ebenfalls nach betriebswirtschaftlichem Kalk&uuml;l operieren (m&uuml;ssen). \n<p>Auch die Ausd&uuml;nnung der Fahrtakte, die Abschaffung des InterRegio und die Ende letzten Jahres erfolgte f&uuml;nfte Fahrpreiserh&ouml;hung binnen vier Jahren lassen nicht erwarten, dass die W&uuml;nsche der Fahrg&auml;ste und Frachtkunden nach preiswerten, fl&auml;chendeckenden und eng getakteten Bahnangeboten in absehbarer Zeit erf&uuml;llt werden. Weil der Bund als (Noch-)Alleineigent&uuml;mer von seinen Durchgriffsrechten nicht hinreichend Gebrauch macht, l&auml;sst die DB AG die margenschwachen heimischen Schienen hinter sich, w&auml;hrend sie im Ausland zu profitableren neuen Ufern aufbricht. Auch der nun vorgelegte Gesetzentwurf verkennt, dass Verkehrsadern die Lebensadern einer Gesellschaft sind, die f&uuml;r niemanden verschlossen sein d&uuml;rfen. In einem reichen Land wie der Bundesrepublik muss der Staat daf&uuml;r sorgen, dass auch in der L&uuml;neburger Heide, in der S&auml;chsischen Schweiz und im Bayerischen Wald noch Z&uuml;ge verkehren &ndash; auf den Markt ist dort kein Verlass. Von Tim Engartner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2835\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Energiepolitik: Renaissance der Atomkraft?<\/strong><br>\nDie Stimmung auf dem B&ouml;rsenparkett scheint eindeutig f&uuml;r die Aktie Atomkraft zu sprechen. Doch viele Analysten halten die &ldquo;Renaissance&rdquo; der Atomkraft f&uuml;r eine Blase. Trotz der anstehenden Bauprojekte und der weltweiten Planungen wird sich die Zahl der Atomkraftwerke in den n&auml;chsten beiden Jahrzehnten &ldquo;wahrscheinlich r&uuml;ckl&auml;ufig entwickeln&rdquo; sagt der Pariser Nuklear-Experte Mycle Schneider. \n<p>Derzeit, listet er auf, liefern weltweit 439 Meiler Strom. F&uuml;nf Reaktoren weniger als 2002. &ldquo;Wer von einem Boom der Atomkraft spricht, &ldquo;kennt die Bauprojekte nicht&rdquo;, meint auch Lutz Mez, Leiter der Forschungsstelle Umwelttechnologie an der Freien Universit&auml;t Berlin. &ldquo;Kernkraftwerke sind die teuersten Energieanlagen, die es gibt. Es gibt kaum noch eine Bank, die diese Projekte finanziert.&rdquo; Die viel beschworene Renaissance der Atomkraft best&uuml;nde derzeit aus Ank&uuml;ndigungen, sagt BUND-Experte Thorben Becker. &ldquo;Der Knackpunkt ist immer, ob sich daf&uuml;r auch Investoren finden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1346169\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Lohnnebenkosten: Auf den Hundt gekommen?<\/strong><br>\nAm Sonntagmorgen staunte ich nicht schlecht, als ich im Radio die Meldung h&ouml;rte: &ldquo;Arbeitgeber wollen gegen Lohnnebenkosten klagen &ndash; Hundt k&uuml;ndigt Verfassungsbeschwerde an&rdquo;.\n<p>&ldquo;Arbeitgeber-Pr&auml;sident Dieter Hundt denkt dar&uuml;ber nach, notfalls mit juristischen Mitteln eine Senkung der Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung zu erzwingen. Anw&auml;lte bereiteten derzeit eine Verfassungsbeschwerde vor, sagte Hundt der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Freuen Sie sich, wenn Ihre Sozialversicherungsbeitr&auml;ge sinken? Von Martin Betzwieser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\/2008\/06\/05\/die-lohnnebenkosten-auf-den-hundt-gekommen\/\">Readers Edition<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&ouml;ner leben mit Hartz IV<\/strong><br>\nWas soll ich mir den Allerwertesten aufrei&szlig;en, wenn mir Vater Staat doch ein soziales Netz anbietet, das sich durchaus als H&auml;ngematte eignet? Ein Hurra auf den Sozialstaat!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debatte.welt.de\/kommentare\/74964\/schoener+leben+mit+hartz+iv\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Auf diesen Beitrag weisen wir nur deshalb hin, weil er die blanke Demagogie der Springerpresse gegen Arbeitslose dokumentiert. Der Autor hat noch nicht einmal den Unterschied zwischen dem Arbeitslosengeld I und dem durch Hartz IV eingef&uuml;hrten Arbeislosengeld II, n&auml;mlich der Sozialhilfe, verstanden.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bund macht Druck auf Berlins Arbeitslose<\/strong><br>\nBisher l&auml;sst Berlin seinen Langzeitarbeitslosen ein Jahr Frist, um die Wohnkosten zu senken. K&uuml;nftig sollen Bezieher des Arbeitslosengeldes II nur noch ein halbes Jahr Zeit bekommen, um ihre Miete auf das zugelassene Niveau zu dr&uuml;cken. Als Konsequenz drohen den Betroffenen Zwangsumz&uuml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenpost.de\/desk\/2067395.html\">Berliner Morgenpost<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>IFW-Prognose: Aufschwung am Arbeitsmarkt geht zu Ende<\/strong><br>\nDie Konjunktur in Deutschland schw&auml;cht sich merklich ab. Bruttoinlandsprodukt, Konsum, Export: &Uuml;berall l&auml;sst das Wachstum nach. Laut Institut f&uuml;r Weltwirtschaft bekommt das auch der Arbeitsmarkt zu sp&uuml;ren &ndash; im kommenden Jahr drohen Entlassungen. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt geht zu Ende. Nach Einsch&auml;tzung des Kieler Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW) reagieren die Unternehmen auf die schw&auml;chere Konjunktur im kommenden Jahr mit Entlassungen.\n<p>W&auml;hrend die Zahl der Arbeitslosen in diesem Jahr noch um gut 500.000 auf rund 3,25 Millionen sinken werde, nehme sie 2009 nur noch um knapp 50.000 ab. &ldquo;Ein Grund daf&uuml;r ist das Ende der jahrelangen Lohnzur&uuml;ckhaltung&rdquo;, sagte IfW-Experte Alfred Boss. F&uuml;r Unternehmen werde es dadurch unattraktiver, neue Stellen zu schaffen. Gleichzeitig habe es die Politik vers&auml;umt, den Arbeitsmarkt mit weiteren Reformen widerstandsf&auml;higer f&uuml;r konjunkturell schw&auml;chere Zeiten zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,557879,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Da helfen nur weitere Lohnsenkungen, um die Konjunktur auf Vordermann zu bringen&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Industrie sammelt weniger Auftr&auml;ge ein<\/strong><br>\nWegen der sinkenden Auslandsnachfrage hat die deutsche Industrie im April den f&uuml;nften Monat in Folge weniger Auftr&auml;ge erhalten. Gegen den Abw&auml;rtstrend stemmten sich allein die Konsumg&uuml;terhersteller. Bei den Unternehmen wurde preis- und saisonbereinigt 1,8 Prozent weniger bestellt als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Konjunktur-%d6konomie\/Konjunktur\/_pv\/_p\/200053\/_t\/ft\/_b\/1439569\/default.aspx\/industrie-sammelt-weniger-auftraege-ein.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Vattenfall pocht auf sein Recht<\/strong><br>\nDer Streit um das von Vattenfall geplante Kohlekraftwerk in Hamburg wird zum juristischen Tauziehen. Der Energiekonzern dr&auml;ngt die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde f&uuml;r Stadtentwicklung und Umwelt mit einem Rechtsgutachten, den Bau endlich zu genehmigen. Vorstandsmitglied Hans-J&uuml;rgen Cramer droht Umweltsenatorin Anja Hajduk von den Gr&uuml;nen, die das Projekt ablehnt, mit einer Klage wegen Amtspflichtverletzung. Schadensersatzforderungen in Milliardenh&ouml;he stehen im Raum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Industrie\/_pv\/_p\/200038\/_t\/ft\/_b\/1439646\/default.aspx\/vattenfall-pocht-auf-sein-recht.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So l&auml;sst sich ein Koalitionsvertrag auch aushebeln. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck im Clinch mit dem Kabinett<\/strong><br>\nFinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck will erstmals seit 40 Jahren einen Etat ohne Schulden vorlegen. Doch monatelange Verhandlungen und Drohungen waren vergebens: Er konnte sich nach einem Zeitungsbericht mit keinem seiner Kollegen im Kabinett auf einen Haushaltsentwurf einigen&hellip; Das Ziel ist kaum noch zu schaffen, weil die Konjunktur an Schwung verliert und die Koalition bereits au&szlig;erplanm&auml;&szlig;ige Mehrausgaben vereinbart hat &ndash; etwa f&uuml;r die Rente, das Kinder- und das Wohngeld. Die Fachminister verlangen demnach allein f&uuml;r 2009 weitere 7,5 Milliarden Euro, die bislang in keinem Finanzplan auftauchen. Bis 2012 summieren sich die W&uuml;nsche sogar auf 41 Milliarden Euro. Die Ressortchefs verweisen dabei unter anderem auf internationale Zusagen der Bundesregierung, ihre Ausgaben etwa f&uuml;r die Entwicklungshilfe und die Bildung deutlich zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,557782,00.html%20\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Der mit Bilanzierungstricks &bdquo;ausgeglichene Haushalt&ldquo; wird zum Dogma erkl&auml;rt, weil die Regierung sonst nichts, aber auch gar nichts Positives f&uuml;r die Menschen vorzuweisen hat. Und der SPIEGEL unterschl&auml;gt in seiner Aufz&auml;hlung der Ursachen f&uuml;r die Neuverschuldung (&bdquo;Kindergeld, Renten usw.&ldquo;) nat&uuml;rlich die letzte Unternehmensteuersenkung, obwohl diese 10 Milliarden j&auml;hrlich kostet und gar nicht mal so lang her ist. Und die vorletzte Unternehmensteuersenkung&hellip;. Die Senkung des Spitzensteuersatzes&hellip; und und und. &bdquo;Schuld&ldquo; sind nat&uuml;rlich wieder die &bdquo;&uuml;berzogenen Anspr&uuml;che an den Sozialstaat&ldquo;&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Label wird zum Karrierehemmnis<\/strong><br>\nDiese Nachricht hat im Wahlkampf-Endspurt ganz sicher nicht f&uuml;r Begeisterung gesorgt: Nur noch desastr&ouml;se 20 Prozent der W&auml;hler wollen die SPD, wie der &laquo;Stern&raquo; ermitteln lie&szlig;. Doch Peter Lames hofft immer noch, dass er am Sonntag Dresdner Oberb&uuml;rgermeister wird &ndash; trotz der Tatsache, dass er f&uuml;r die SPD antritt. Auf das bekannte Logo seiner Partei hat er auf den Wahlplakaten sicherheitshalber verzichtet. Die drei wei&szlig;en Lettern auf rotem Grund fehlen. \n<p>&laquo;Gerechter&raquo; m&uuml;sse die s&auml;chsische Landeshauptstadt werden und brauche daf&uuml;r &laquo;einen ehrlichen Neuanfang&raquo;, steht da zu lesen. Nur die Information, dass der Mann, der das verspricht, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei ist, fehlt &ndash; &uuml;brigens auch auf seiner Website. Und das ist kein Versehen: Das visuelle Verschweigen der politischen Herkunft geh&ouml;rt zu Lames&rsquo; Strategie. &laquo;Das ist ein bewusstes Signal an potenzielle W&auml;hler von der Linken, den Gr&uuml;nen und aus dem b&uuml;rgerlichen Lager&raquo;, gibt der Kandidat freim&uuml;tig zu. Deren Stimmen ben&ouml;tige er dringend, um im zweiten Wahlkampf gegen die CDU bestehen zu k&ouml;nnen. &laquo;Allein aus der Kraft der SPD heraus ist das unm&ouml;glich.&raquo; Bei der letzten Kommunalwahl habe seine Partei nur 11,5 Prozent der Stimmen geholt. Damit ist ein Wechsel in Dresden nicht zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/politik\/deutschland\/1042417.html\">Netzeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> F&uuml;r diese pr&auml;zise Formulierung verdient die Netzeitung ein Lob: &bdquo;Das Scheitern der Zusammenarbeit mit der Linkspartei in Hessen, die Mitgliederflucht, das Z&ouml;gern Becks in der Kandidatenfrage f&uuml;r die Bundespr&auml;sidenten-Wahl 2009 &ndash; all das nervt die W&auml;hler, die Parteimitglieder und nun sogar den Dresdner OB-Kandidaten, der lieber als Person, nicht aber als Sozialdemokrat gew&auml;hlt werden will.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesine Schwan und die Linkspartei: Es wird gewesen sein<\/strong><br>\nGesine Schwan bekennt die Farbe der Verfassung, wenn sie sagt, dass sie auch um Stimmen aus der Linkspartei wirbt &ndash; und dabei selbstbewusst auf die Pr&auml;gekraft der Demokratie setzt. Die Linkspartei, so demagogisch, SED-nostalgisch und DKP-verwirrt einzelne ihrer Vertreter auch auftreten, steht als Partei nicht jenseits der Verfassung. Man darf, ja man muss mit ihr rechnen. Moral ist nicht am Platze, wo die Verfassung Algebra vorsieht. Der Populismusvorwurf reicht jedenfalls nicht aus, um eine Kontaktsperre zur Linkspartei durchzusetzen. Erst recht taugt er nicht als Ersatz f&uuml;r den unhaltbaren Vorwurf der Verfassungsfeindschaft. Die Kandidatin f&uuml;hrt vor, wie explosiv es zugehen kann, wenn die Kultur des Arguments nicht Anh&auml;ngsel von Politik ist, sondern diese gestaltet. Dann bleibt der Fluchtweg in die Moral versperrt. Dann muss man sich, um die Demokratie zu st&auml;rken, entschieden mehr einfallen lassen als die n&auml;chste Rote-Socken-Kampagne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~EBDABBB96AC3F4764B4B105FC5DA60396~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auch der FAZ-Autor enth&auml;lt sich nicht ganz der &uuml;blichen, gehaltlosen Polemik gegen die Linkspartei. Davon abgesehen ist dies ein erfreulich unaufgeregter und (leider) au&szlig;ergew&ouml;hnlich guter Artikel. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Julian Nida-R&uuml;melin: Integration statt Ausstieg<\/strong><br>\nEin bedingungsloses Grundeinkommen w&uuml;rde unsere Gesellschaft noch weiter spalten. Das zentrale Argument gegen diese so attraktive Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens f&uuml;r alle ist die zu erwartende fundamentale Spaltung der Gesellschaft in sozialer, kultureller und geschlechtlicher Hinsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/?em_cnt=1345518&amp;em_cnt_page=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Daniela Dahn: Die Wie-Auch-Immer-Lex<\/strong><br>\n&Uuml;ble Nachrede trifft weder Gysi noch die Linke. Aber die Demokratie. Doch ideologische &Uuml;bertreibungen haben immer das Gegenteil von dem bewirkt, was beabsichtigt war. Die Staatssicherheit wollte Staatsfeinde bek&auml;mpfen und hat sie stattdessen produziert. Die Stasiunterlagenbeh&ouml;rde soll die DDR und ihre vermeintlichen Protagonisten delegitimieren und treibt die von der dabei praktizierten Willk&uuml;r Abgesto&szlig;enen scharenweise zur Linken. Ein Schelm, wer dabei an die Stasi-Connection in der Beh&ouml;rde denkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/23\/08230301.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Koch unterzeichnet Gesetz zur Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren nicht<\/strong><br>\nEklat im hessischen Landtag: Ministerpr&auml;sident Koch weigert sich, ein Gesetz zu unterschreiben, das SPD, Gr&uuml;ne und Linke gemeinsam verabschiedet hatten. Es sieht die Abschaffung der Studiengeb&uuml;hren vor. Koch beruft sich auf einen Formfehler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,557971,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dies ist eine klassische Missachtung der Exekutive gegen&uuml;ber der Ersten Gewalt, der Legislative. Es ist die Pflicht der Regierung und vor allem ihrer Fachbeamten in den Ausschussberatungen, auf formale M&auml;ngel einer Gesetzesvorlage des Parlaments aufmerksam zu machen. Der Beh&ouml;rdenapparat der Ministerien ist nicht nur f&uuml;r die Regierung da, sondern er stehr auch in der Pflicht, den Gesetzgeber zu beraten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gute Noten f&uuml;r Studienkredite<\/strong><br>\nStudenten gehen sehr umsichtig mit Krediten um. Daher ist das Ausfallrisiko niedrig. Fast alle Banken im aktuellen Studienkredittest des Centrums f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) bieten faire Konditionen&hellip; &ldquo;Die 34 untersuchten Angebote sind gr&ouml;&szlig;tenteils fair&rdquo;, res&uuml;miert M&uuml;ller. So vergeben die meisten Banken Kredite, ohne die Bonit&auml;t der Studenten zu pr&uuml;fen &ndash; zu Zinsen zwischen 5,02 und 8,9 Prozent in der R&uuml;ckzahlungsphase&hellip;\n<p>In die Sklaverei, wie viele Studentenvertreter orakelt hatten, ist die Mehrheit der Studenten nicht geraten. So ist die Zahl der Studienkredite seit der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren in sieben Bundesl&auml;ndern auf 230.000 gestiegen, wie die Ausk&uuml;nfte der Banken gegen&uuml;ber dem CHE zeigen &ndash; im vergangenen Jahr wurden &uuml;ber 110.000 Vertr&auml;ge abgeschlossen. Dennoch sind Eltern, die staatliche F&ouml;rderung Baf&ouml;g und Nebenjobs weiterhin die wichtigsten Geldquellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Gute%20Noten%20Studienkredite\/364139.html\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Beitrag zeigt zum einen, dass nur ein relativ kleiner Teil der knapp 2 Millionen Studierenden einen Studienkredit in Anspruch nimmt. Zum anderen betrachten die Autoren ein Studium als eine private Investition in das pers&ouml;nliche &bdquo;Humankapital&ldquo;, gerade so als w&uuml;rden Studierende einen Hypothekenkredit f&uuml;r einen Hausbau oder einen Autokauf aufnehmen. Dass Studieren etwas mit Bildung zu tun hat,  dass gerade auch eine wissenschaftliche Ausbildung ein &ouml;ffentliches, gemeinn&uuml;tziges Gut ist, dessen F&ouml;rderung ein allgemeines Anliegen ist und eine &ouml;ffentliche Aufgabe zu sein hat oder dass eine allgemeine Verbesserung der Qualifikation ein wichtiger Faktor der volkswirtschaftlichen Produktivit&auml;t und keineswegs nur eine private Investition darstellt, das alles wird in dieser Betrachtung v&ouml;llig vernachl&auml;ssigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krise in Darfur: Schwere Vorw&uuml;rfe gegen Khartum<\/strong><br>\nDer Chefankl&auml;ger des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag, Luis Moreno Ocampo, h&auml;lt der sudanesischen Regierung vor, f&uuml;r die andauernde Gewalt in Darfur verantwortlich zu sein. &bdquo;Entscheidungen, Verbrechen zu begehen, sie zu leugnen, zu verschleiern, werden auf h&ouml;chster Ebene getroffen&ldquo;, sagte er am Donnerstag in New York vor dem UN-Sicherheitsrat, ohne jedoch Namen zu nennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc~EBFBABCE724EB4EF1A1B4764048A9CC78~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Buchkritik: &bdquo;Agenda Bertelsmann &ndash; Ein Konzern stiftet Politik&ldquo;<\/strong><br>\nDas Bittere vorweg: Als weiterer Autor von &bdquo;Agenda Bertelsmann &ndash; Ein Konzern stiftet Politik&ldquo; h&auml;tte neben Werner Biermann und Arno Kl&ouml;nne mindestens noch Wolfgang Lieb genannt werden m&uuml;ssen, einer der Betreiber der nachdenkseiten.de, die eine nicht unwesentliche Quelle f&uuml;r dieses im PapyRossa-Verlag erschienene Buch darstellen. Auch Texte aus den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik begegnen einem hier wieder. Das Verdienst des Taschenbuches liegt in der Sammlung vieler wichtiger Erkenntnisse der Verflechtungen von Bertelsmann mit Wirtschaft, Politik, Medien und inzwischen auch unseren Gedanken in einem handlichen Format, das &uuml;berall lesbar ist.<br>\nWerner Biermann und Arno Kl&ouml;nne: &bdquo;Agenda Bertelsmann. Ein Konzern stiftet Politik&ldquo;\n<p><em>PapyRossa K&ouml;ln 2008, 142 Seiten, EUR 11,90, ISBN 978-3-89438-372-5.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12472\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3263","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3263","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3263"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3263\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3263"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3263"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3263"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}