{"id":3265,"date":"2008-06-06T16:12:33","date_gmt":"2008-06-06T14:12:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3265"},"modified":"2008-06-06T16:12:33","modified_gmt":"2008-06-06T14:12:33","slug":"hinweise-des-tages-2-68","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3265","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3265&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Das Ende der Stra&szlig;e<\/strong><br>\nSeit 2006 wird in Deutschland mehr gestreikt als in den zehn Jahren zuvor. Doch auch immer erfolgloser &ndash; die Gewerkschaften suchen Alternativen. Gesch&auml;tzte 150 000 Mal traten in den ersten drei Monaten des Jahres Deutsche aus Protest ihren Dienst nicht an, seit 2006 wurde so oft gestreikt, wie in den zehn Jahren davor zusammen nicht&hellip;<br>\nIn der neuen Streiklust sehen viele daher vor allem eines: einen &Uuml;berlebenskampf. Seit kleine Gruppierungen wie die Pilotenvereinigung Cockpit, die &Auml;rztevertreter vom Marburger Bund und die Lokf&uuml;hrergewerkschaft GdL mit ihren Forderungen Erfolg hatten, sind die gro&szlig;en Gewerkschaften in Zugzwang geraten. Es scheint, als wurde ihr Kampfgeist erst dadurch wieder geweckt. Doch die Bedingungen haben sich ge&auml;ndert&hellip;\n<p>&bdquo;Der Arbeitsmarkt zersplittert und mit ihm die Kampfkraft&ldquo;, sagt Peter Renneberg. Und: &bdquo;Wenn sich Besch&auml;ftigungsstrukturen und Gesetze &auml;ndern, m&uuml;ssen die Protestformen sich anpassen.&ldquo; Flexibler m&uuml;ssten sie werden, individueller und spontaner. &bdquo;Das Ziel ist, dass der Arbeitgeber morgens aufwacht und sich fragt: Was f&uuml;hren die wohl heute wieder im Schilde?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite;art705,2545064\">Tagesspiegel <\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bezuschusste Besch&auml;ftigung ohne Arbeitslosenversicherung<\/strong><br>\nUnternehmen m&uuml;ssen f&uuml;r Langzeitarbeitslose, die sie mit dem Besch&auml;ftigungszuschuss nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch besch&auml;ftigen, keine Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung entrichten. Es stehe nicht der Aufbau neuer Versicherungsanspr&uuml;che auf Arbeitslosengeld im Vordergrund, sondern die l&auml;ngerfristige oder dauerhafte Besch&auml;ftigung, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/9216) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16\/9035).\n<p>So genannte Dreht&uuml;reffekte sollten vermieden werden, hei&szlig;t es weiter. Seit dem 1. April d&uuml;rfen neben Tr&auml;gern auch Unternehmen den Besch&auml;ftigungszuschuss nutzen. Die Regierung betont, sie beabsichtige nicht, den so besch&auml;ftigten Langzeitarbeitslosen die M&ouml;glichkeit zur freiwilligen Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung zu er&ouml;ffnen. Diese M&ouml;glichkeit bestehe nur f&uuml;r Personen, die unmittelbar vor und innerhalb von 24 Monaten vor Aufnahme der T&auml;tigkeit, die zur freiwilligen Weiterversicherung berechtigt, mindestens ein Jahr in einem versicherungspflichtigen Job gearbeitet oder Arbeitslosengeld bezogen haben. Au&szlig;erdem werde eine freiwillige Weiterbesch&auml;ftigung auch deshalb abgelehnt, weil damit ein Anspruch auf Arbeitslosengeld aus Steuermitteln aufgebaut werden k&ouml;nnte, schreibt die Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dokumente.linksfraktion.net\/drucksachen\/7710438103_1609216.pdf\">Deutscher Bundestag Antwort der Bundesregierung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Fraktion einigt sich auf Verschuldungskonzept<\/strong><br>\nMonatelang haben die Sozialdemokraten &uuml;ber eine Schuldenbremse gestritten, nun zeichnet sich eine Einigung ab. Die SPD-Fraktion will einem Zeitungsbericht zufolge ein Papier vorlegen, das auf den Vorschl&auml;gen von Finanzminister Steinbr&uuml;ck aufbaut &ndash; aber dessen Sparkonzept aufweicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,558069,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>Siehe dazu nochmals: Zu den Wirkungen der BMF Schuldenbremse<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_15mai2008.pdf\">IMK Policy Brief [PDF &ndash; 256 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesbank erh&ouml;ht Inflationsprognose drastisch<\/strong><br>\nDie Bundesbank hat wegen der rasant steigenden Preise f&uuml;r Energie und Nahrungsmittel ihre Inflationsprognosen kr&auml;ftig angehoben. Die &Ouml;konomen prognostizieren auch, das Wachstum werde stabil bleiben, die Arbeitslosigkeit weiter sinken. In ihrer halbj&auml;hrlichen Vorhersage, die im vergangenen Dezember zum ersten Mal ver&ouml;ffentlicht worden war, schraubten die Bundesbank-&Ouml;konomen ihre Prognose f&uuml;r die Inflationsrate in diesem Jahr von 2,3 auf 3,0 Prozent nach oben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,558110,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hier wird von der Bundesbank eine weitere Zinserh&ouml;hung vorbereitet. Weil die Energiemonopole die Preise anheben und der Gaspreis &ndash; unsinnigerweise &ndash; mit dem &Ouml;lpreis gekoppelt ist, weil sich vor allem durch weltweite Spekulationen die Nahrungsmittelpreise explodieren, wird durch eine weitere Zinsanhebung riskiert, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage durch eine weitere Verteuerung des Geldes abgebremst wird und die r&uuml;ckl&auml;ufige Konjunktur weiter belastet wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Demagoge?<\/strong><br>\nDie SPD-Spitzen wirken beleidigt aggressiv, wenn sie &uuml;ber die Linkspartei reden. Schwan soll gelassen die Schw&auml;chen von Lafontaine und Co blo&szlig;legen &ndash; ohne die Linkspartei, deren Stimmen sie ja braucht, rabiat vor den Kopf zu sto&szlig;en. Wie schwierig dieser Weg ist, zeigt Schwans Vorwurf, dass Oskar Lafontaine ein &ldquo;Demagoge&rdquo; ist und daher &ldquo;nicht demokratisch&rdquo; &ndash; auch wenn sie p&auml;dagogisch einr&auml;umt, dass auch bei Lafontaine noch Besserung m&ouml;glich sei. Dieser Ton ist zu scharf, die Kennzeichnung falsch. Beim Vorwurf Demagoge klingt, auch 70 Jahre danach, assoziativ immer noch Hitler an. Lafontaine aber entspricht nicht dem Typus des finster-attraktiven Volksverf&uuml;hrers. Er ist kein antidemokratischer Demagoge, kein Le Pen und kein Haider. Lafontaine mag ein Populist und Polemiker sein. Aber auch Polemik geh&ouml;rt zur Demokratie. Und mit Lafontaine lohnt jener argumentative Streit, den Schwan leuchtend auf ihre Fahnen malt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/ein-demagoge\/?type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Machtkampf im hessischen Landtag<\/strong><br>\nSPD-Chefin Andrea Ypsilanti warf Koch und seiner Wissenschaftsministerin Silke Lautenschl&auml;ger vor, in den Beratungen am Dienstag ihre Bedenken nicht angemeldet zu haben. Sie k&uuml;ndigte eine Sondersitzung des Landtags an. Der gr&uuml;nen Fraktionschef Tarek Al-Wazir drohte den Abgeordneten: &ldquo;Wir holen sie aus der Sommerpause zur&uuml;ck.&rdquo; Al-Wazir fragte: &ldquo;Warum hat der Abgeordnete Koch keine dritte Lesung beantragt, wenn alles so schlimm war?&rdquo; Nichts sei vom Angebot Kochs &uuml;brig, als gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Ministerpr&auml;sident &ldquo;freundlicher Helfer des Parlaments sein zu wollen&rdquo;. Die linke Mehrheit will die Abschaffung der Geb&uuml;hren konsequent verfolgen. Rechtzeitig zum Semesterstart soll es ein revidiertes Gesetz geben, versicherten SPD und Gr&uuml;ne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fr-aktuell.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/hessen\/?sid=5a8dfaa6c1a0740ee7953175dc835eb2&amp;em_cnt=1346143\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Berliner Regierungsberater fordern entschiedene Ma&szlig;nahmen zur Aufstockung und Hochr&uuml;stung der deutschen Afghanistan-Truppen<\/strong><br>\nOhne eine St&auml;rkung der Besatzungskr&auml;fte sei der Einsatz am Hindukusch &ldquo;mittelfristig&rdquo; zum Scheitern verurteilt, sagt die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) voraus. Ben&ouml;tigt w&uuml;rden nicht nur mehr Personal, sondern auch neues Milit&auml;rger&auml;t f&uuml;r pr&auml;zise Aufkl&auml;rung, schnelle Truppenverlegung und t&ouml;dliche Sto&szlig;kraft (&ldquo;Pr&auml;zisionswirkung&rdquo;). Empfohlen werden unter anderem in Bunker eindringende Waffen. Die Aufr&uuml;stungspl&auml;ne begleiten die Entsendung der &ldquo;Schnellen Eingreiftruppe&rdquo; der Bundeswehr, die Anfang Juli f&uuml;r Gro&szlig;offensiven in Nordafghanistan zur Verf&uuml;gung stehen wird. Dort nimmt die Aufstandst&auml;tigkeit ungebrochen zu. Milit&auml;rs sprechen von einem langfristig angelegten &ldquo;Marsch auf Kabul&rdquo;, bei dem die Rebellen Schritt f&uuml;r Schritt vorr&uuml;cken und immer neue Gebiete der westlichen Kontrolle entziehen. Ziel ist die afghanische Hauptstadt. Um ein Scheitern der Besatzung zu verhindern, schl&auml;gt die SWP vor, ziviles Personal in noch gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;e als bisher zu milit&auml;rischen Zwecken heranzuziehen. Dies l&auml;uft auf eine weitere Unterordnung politischer Kr&auml;fte unter die Spitzen von Armee und Verteidigungsministerium hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57261\">German-Forgeign-Policy<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3265","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3265"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3265\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}