{"id":3266,"date":"2008-06-09T11:00:44","date_gmt":"2008-06-09T09:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3266"},"modified":"2008-06-09T11:04:47","modified_gmt":"2008-06-09T09:04:47","slug":"hinweise-des-tages-665","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3266","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3266&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li>Der Wettlauf der Steuerreformer\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/080609_steuerreformer_wettlauf.jpg\" alt=\"Wettlauf der Steuerreformer\"><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EC772F547F00C4D7D94E81B857B30ED52~ATpl~Ecommon~Scontent.html%20\">Quelle: FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst die FAZ konstatiert n&uuml;chtern, dass beim FDP-Modell vor allem die Besserverdienenden entlastet werden. F&uuml;r die Gegenfinanzierung will die FDP in die Taschen der Kleinen Leute greifen, indem sie z.B. das Budget der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit um rund vier Milliarden Euro k&uuml;rzt, f&uuml;r vier Milliarden Euro Steuersubventionen wie die Steuerfreiheit von Nacht- und Sonntagszuschl&auml;gen streicht. Nach Berechnungen des IMK kostet das Steuersenkungskonzept der FDP die &ouml;ffentlichen Haushalte gar <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_91239.html\">60 Milliarden Euro<\/a> Bei der CSU ist das Konzept der Gegenfinanzierung simpel: Sie will die Entlastung aus k&uuml;nftig steigenden Steuereinnahmen finanzieren. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass die staatlichen Ausgaben festgeschrieben werden m&uuml;ssten. Also Stagnation bei den Ausgaben f&uuml;r Bildung, aber auch bei Sozialleistungen. Die SPD will die bisher nur &bdquo;symbolische&ldquo; (Gustav Horn) Reichensteuer, die gerade mal zwischen 20.000 bis 30.000 Personen betrifft und nur 120 bis 150 Millionen erbrachte ausweiten<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em> <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=60&amp;Itemid=2\">Mehr Brutto muss her<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahnprivatisierung: &ldquo;Krasser Fall von Volksverdummung&rdquo;<\/strong><br>\nThilo Sarrazin verspricht sich wenig vom B&ouml;rsengang der Deutschen Bahn. Im Interview mit dem SPIEGEL spricht der Berliner Finanzsenator und Ex-Deutsche Bahn-Vorstand &uuml;ber die Fehler von Politik und Konzern-Management.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,558246,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Thilo Sarrazin zitieren wir nur h&ouml;chst ungern, man denke nur an seine neufeudalen Ratschl&auml;ge zur gesunden Ern&auml;hrung von HARTZ IV-Empf&auml;ngern. Seine Anmerkungen zur Bahnprivatisierung sind allerdings richtig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wasserversorgung wird rekommunalisiert: RWE muss Wasser lassen<\/strong><br>\nNachdem Cal-Am 2002 die Wasserwerke &uuml;bernommen hatte, bekamen die Bewohner der kalifornischen Kleinstadt Felton  die Folgen der Privatisierung zu sp&uuml;ren: Arbeitspl&auml;tze wurden ausgelagert, die Verwaltung verlegt &ndash; und das Unternehmen beantragte ein Preiserh&ouml;hung von 74 Prozent. Immerhin 44 Prozent wurden 2004 genehmigt. Doch die Bev&ouml;lkerung wehrte sich: Die schnell gegr&uuml;ndete B&uuml;rgerinitiative Friends of Locally Owned Water sammelte Unterschriften f&uuml;r einen R&uuml;ckkauf des Wasserwerks. In einer Volksabstimmung im Juli 2005 stimmte eine Mehrheit von 74 Prozent daf&uuml;r, die Wasservorsorgung zu rekommunalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/rwe-muss-wasser-lassen\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Stromversorger d&uuml;rfen Netze behalten<\/strong><br>\nSieg f&uuml;r die Stromlobby: Die Konzerne m&uuml;ssen ihre Kontrolle &uuml;ber die Netze nicht aufgeben &ndash; blo&szlig; Produktion und &Uuml;bertragung st&auml;rker trennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/stromversorger-duerfen-netze-behalten\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Der &Ouml;lmarkt ist im Moment v&ouml;llig irrational&ldquo;<\/strong><br>\nDer Preis f&uuml;r &Ouml;l lief in den vergangenen Wochen an den Terminm&auml;rkten so nach oben, als ob morgen das &Ouml;l ausgehen w&uuml;rde. Nach einer Zwischenkorrektur legte er alleine in den vergangenen beiden Tagen mehr als zehn Dollar je Barrel zu und erreichte am Freitag die Bestmarke von 139 Dollar. Fundamental l&auml;sst sich das nicht erkl&auml;ren, erl&auml;utert George Friedman vom privaten Informationsdienst Stratfor im texanischen Dallas. Er geht davon aus, dass es fr&uuml;her oder sp&auml;ter zu einer Korrektur kommen wird: \n<blockquote><p>&bdquo;Alleine schon die Tatsache, dass der Preis in den vergangenen Stunden ohne fundamentale Nachrichten so stark zulegte, deutet auf einen Markt hin, der reif ist. Da jedoch weiterhin spekulatives Geld in den Markt flie&szlig;t, ist vieles m&ouml;glich. Der letzte Spekulant, der einsteigt, wird jedoch in der Regel &bdquo;gekillt&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Frachtraten f&uuml;r &Ouml;ltanker sind sehr hoch. Auf der anderen Seite stellten sie selbst vor kurzem die Frage, wo diese Tanker sich bef&auml;nden, denn an den Abladestationen seien sie nicht zu bemerken?<\/p>\n<p>Das ist einfach: <\/p>\n<blockquote><p>Wer denkt, der &Ouml;lpreis werde bald bei 150 Dollar je Barrel liegen, der wird seine voll beladenen Tanker wohl kaum zum Entladen schicken. Der Hafen von South Louisiana hat eine interessante Statistik. Sie zeigt, dass viele Tanker, die ihre L&ouml;schung angemeldet hatten, ihre Termine verschoben haben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das hei&szlig;t, sie warten vor der K&uuml;ste auf h&ouml;here Preise? <\/p>\n<blockquote><p>Aber sicher! Wenn Sie davon ausgehen, der Preis werde morgen bei 150 Dollar liegen, so w&auml;ren sie doch ein Idiot, heute schon zu verkaufen. Da sich alle auf dieselbe Weise verhalten, kommt es zu Engp&auml;ssen, die den Preis nach oben treiben.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D\/Doc~ED322DE76AC8A44E68E53B1FAEF0FAC42~ATpl~Ecommon~Sspezial.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die FAZ (!) dokumentiert einen Fall von Marktversagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Globalisierung ist auch ein Machtspiel<\/strong><br>\nIn sozialen Verwerfungen und Spannungen sieht auch Eckard Bolsinger, wissenschaftlicher Leiter des gemeinn&uuml;tzigen Hamburger Internationalen Instituts f&uuml;r Politik und Wirtschaft Haus Rissen, den Grund f&uuml;r eine verst&auml;rkte R&uuml;ckkehr der Politik in die &Ouml;konomie. Denn Globalisierung habe f&uuml;r unterschiedliche L&auml;nder und f&uuml;r unterschiedliche Bev&ouml;lkerungsgruppen unterschiedliche Auswirkungen. Es gebe Gewinner und Verlierer, Freihandel bedeute eben auch, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich &ouml;ffne. Wenn die Verteilungsk&auml;mpfe sch&auml;rfer werden, dann trete die Politik wieder verst&auml;rkt auf den Plan. So w&uuml;rden Russland und China sich zwar der Vorteile des Freihandels bedienen, aber den Aufbau von wettbewerbsf&auml;higen Schl&uuml;sselindustrien massiv durch den Staat f&ouml;rdern. \n<p>F&uuml;r Ulrich Menzel, Professor f&uuml;r Internationale Politik an der TU Braunschweig, stehen die asiatischen Staaten f&uuml;r ein Modell eines &ldquo;b&uuml;rokratischen Entwicklungsstaates&rdquo;. Sie setzen auf die begleitende Rolle des Staates wie schon lange zuvor Japan &ndash; denn eine liberale freih&auml;ndlerische Politik nutze, so Menzel, immer nur denjenigen, die an der Spitze stehen. Bolsinger pl&auml;diert angesichts der Exporterfolge von Staaten wie China f&uuml;r eine &ldquo;defensive Industriepolitik&rdquo;, die heimische Kernindustrien und Arbeitspl&auml;tze sch&uuml;tze. Auch Politikwissenschaftler Menzel pl&auml;diert inzwischen f&uuml;r eine aktive Industriepolitik und insbesondere f&uuml;r den Schutz geistigen Eigentums im Hochtechnologiesektor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?cat=1&amp;id=38892&amp;source=aktuelle_ausgabe&amp;doPrint=1\">VDI Nachrichten<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Multimorbides System<\/strong><br>\nDie Alten- und Krankenpflege steht nach Jahren des Arbeitsplatzabbaus angesichts des rasant wachsenden Bedarfs mittelfristig vor dem Kollaps. Der Versorgungsschl&uuml;ssel der OECD spricht B&auml;nde: In Deutschland sind 10,8 Mitarbeiter pro tausend Einwohner in der station&auml;ren Krankenbetreuung t&auml;tig. In &Ouml;sterreich sind es 15,3 und in Irland 14,9, um nur einige Beispiele zu nennen. In Altenpflegeheimen ist die Situation f&uuml;r Heimbewohner und Pflegekr&auml;fte ebenso dramatisch; hier wirken sich Zeitdruck, &Uuml;berbelastung, unzureichende Qualifizierung und Personalmangel besonders drastisch aus. Der Anteil gering qualifizierter Kr&auml;fte liegt in vielen Einrichtungen &uuml;ber der gesetzlichen Grenze von 50 Prozent. Die ohnehin viel zu knapp bemessenen Betreuungsschl&uuml;ssel werden oftmals nicht eingehalten. Eine wichtige Rolle spielen dabei die hohen Renditeerwartungen der privaten Betreiber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-07\/019.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>150 Fahrern droht K&uuml;ndigung: Bundestag f&auml;hrt auf Niedriglohn ab<\/strong><br>\nK&uuml;nftig soll eine Bahn-Tochterfirma die Bundestagsabgeordneten chauffieren. Parlamentarier protestieren gegen die drohenden Fahrer-Entlassungen und Dumpingl&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/bundestag-faehrt-auf-niedriglohn-ab\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche zweifeln an sozialer Marktwirtschaft<\/strong><br>\nGierige Manager, Massenentlassungen und die Kluft zwischen Arm und Reich r&uuml;hren an den Grundfesten der Gesellschaft. Nun steht der Konsens auf der Kippe: Die Mehrheit der Deutschen hat einer Umfrage zufolge ihren Glauben an die soziale Marktwirtschaft verloren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,558336,00.html\">SPIEGEL-ONLINE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Roger Strassburg:<\/strong> Es ist wohl bekannt, dass es in Deutschland zunehmenden Zweifel an der Marktwirtschaft und am derzeitigen Verlauf der deutschen Demokratie gibt. Es ist aber ziemlich gewagt zu behaupten, die Deutschen w&uuml;rden der Erhardschen sozialen Marktwirtschaft den R&uuml;cken kehren. Das Gegenteil ist eher der Fall: Die Deutschen w&uuml;nschen sich nach wie vor die SOZIALE Marktwirtschaft, lehnen aber den Marktfundamentalismus ab. So kann man Umfrageergebnisse manipulieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spitzelei oder notwendige Kontrolle? Staat observiert Hartz-IV-Empf&auml;nger<\/strong><br>\nMitarbeiter der Argen, den Arbeitsgemeinschafen von Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und Kommunen, kontrollieren bisweilen Wohnungen von Hartz-IV-Empf&auml;ngern, um vermeintliche F&auml;lle von Leistungsmissbrauch aufzudecken. Dabei gehen sie nicht immer besonders r&uuml;cksichtsvoll vor. Manchmal drohen sie mit Strafen, um in die Wohnung zu kommen. In einem anderen Fall &uuml;berrumpelten sie sogar ein minderj&auml;hriges Kind. Dies soll allerdings nicht mehr vorkommen, so das zust&auml;ndige Jobcenter. K&uuml;nftig wolle man Jugendliche vor Beginn des Hausbesuchs nach ihrem Alter fragen. Ziel der &uuml;berfallartigen Durchsuchungen: Anonyme Hinweise &uuml;berpr&uuml;fen &ndash; oft von &uuml;bereifrigen Nachbarn oder Bekannten, die angebliche Verst&ouml;&szlig;e gegen die Vorschriften f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher gemeldet haben.\n<p>Bei den Hausbesuchen werden Kleiderschr&auml;nke durchsucht, s&auml;mtliche Privatr&auml;ume inspiziert und die gesamte Intimsph&auml;re durchleuchtet. Auch werden Hartz-IV-Empf&auml;nger schon mal observiert. Widerspruch gegen die Ma&szlig;nahmen sanktionieren die Beh&ouml;rdenmitarbeiter nicht selten mit Leistungsentzug.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2008\/panoramaargen100.html\">ARD-Panorama (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/spitzel100.html\">ARD-Panorama (Video)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Mertin Betzwieser:<\/strong> Bei der berechtigten Kritik an solchen Zust&auml;nden w&auml;re es sehr zu begr&uuml;&szlig;en, wenn sich &Ouml;ffentlich-rechtliche Sender in Zukunft nie mehr an derartigen Hausdurchsuchungen beteiligen w&uuml;rden. In den Jahren 2006 und 2007 verging manchmal keine Woche, ohne dass auf irgendeinem Sender eine Reportage &uuml;ber die Ermittler der Job-Center auf der Jagd nach &bdquo;Sozialschmarotzern&ldquo; lief. Auch zu Beginn der allj&auml;hrlichen Spargel- und\/oder Erdbeerernte k&ouml;nnen wir die Uhr nach Reportagen stellen, in denen Landwirte das Fortbleiben fauler deutscher Arbeitsloser beklagen, wodurch ihnen die Ernte kaputt geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Eigenverantwortung&ldquo; &ndash; das neue Leitprinzip<\/strong><br>\nDie inflation&auml;re Benutzung des Schlagwortes der Eigenverantwortung ist der Versuch zur Legitimierung gesellschaftlicher Herrschaftsverh&auml;ltnisse. Schlie&szlig;lich soll dieser Begriff eine Wirklichkeit konstruieren, indem jeder sein individuelles Gl&uuml;ck und pers&ouml;nlichen Erfolg in der freien Marktgesellschaft finden kann, wenn er sich nur ordentlich anstrengt (Stichwort: Leistungsgerechtigkeit). Wer es dann nicht geschafft hat, hat sich nur nicht genug angestrengt. Dass in Deutschland strukturelle Ungerechtigkeiten vorherrschen haben alle PISA-Studien eindeutig bewiesen. Auch die 1. World Vision Kinderstudie best&auml;tigte, dass in Deutschland die soziale Herkunft den Bildungsverlauf weitgehend bestimmt und eben NICHT die eigene Leistung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/eigenverantwortung\/eigenverantwortung.html\">Zeitgeist &ndash; eine Online-Zeitschrift von mehreren Autoren<\/a><\/li>\n<li><strong>Autofahrer klagen gegen Kfz-Massenscanning<\/strong><br>\nZwei Autofahrer aus Niedersachsen und Bayern haben Klage gegen den anlasslosen Massenabgleich von Kfz-Kennzeichen mit polizeilichen Dateien erhoben. Trotz der j&uuml;ngsten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in der Angelegenheit h&auml;tten sich nur Niedersachsens Innenminister Uwe Sch&uuml;nemann (CDU) und sein bayerischer Amtskollege Joachim Herrmann (CSU) bislang geweigert, die Massenkontrollen des Stra&szlig;enverkehrs in ihren L&auml;ndern einzustellen, hei&szlig;t es in einer am 6. Juni ver&ouml;ffentlichten Mitteilung der Kl&auml;ger. Entgegen den klaren Vorgaben des Grundgesetzes werde in Niedersachsen und Bayern &ldquo;ein massenhafter Abgleich von Nummernschildern ohne besonderen Anlass routinem&auml;&szlig;ig praktiziert&rdquo;, hei&szlig;t es in den eingereichten Klageschriften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=18123\">ngo-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Die journalistischen Standards des ZDF, Maybrit Illner und die Telekom<\/strong>\n<p><strong>ZDF: Maybrit Illner und Telekom &hellip; und sagte kein einziges Wort<\/strong><br>\n&ldquo;Hmm&ldquo;, sagte die sonst so schlagfertige Fernsehmoderatorin Maybrit Illner. Sie lie&szlig; in ihrer ZDF-Sendung &uuml;ber die Spitzelaff&auml;re der Deutschen Telekom reden, und sagte an entscheidender Stelle: &ldquo;hmm&ldquo;. Und zwar, als Hans Leyendecker, Redakteur der S&uuml;ddeutschen Zeitung, dem amtierenden Telekom-Chef Ren&eacute; Obermann ankreidete, dass er bei Entdecken der Schn&uuml;ffeleien im Sommer 2007 nicht den ausspionierten Journalisten verst&auml;ndigte und die Staatsanwaltschaft mied. Das sei ein &ldquo;gravierender Fehler&ldquo; gewesen.<\/p>\n<p>Maybrit Illner, die Frau mit dem &ldquo;hmm&ldquo;, fragte nicht nach. Und jeder an den Bildschirmen, der sich in Bunte und Bild aufmerksam den neuesten Klatsch &uuml;ber Leute von heute erliest, konnte vermuten, das h&auml;nge vielleicht mit der Tatsache zusammen, dass die Fernsehfrau aus Berlin und der Manager aus Bonn seit einiger Zeit ein Paar sind. Was talkt die ZDF-Journalistin privat mit dem Telekom-Chef? Was wei&szlig; sie wirklich &uuml;ber die Aff&auml;re?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/artikel\/266\/178721\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><strong>Maybrit Illner: Thesentalk zur Telekom<\/strong><br>\nObermann-Freundin Maybrit Illner hat es dann doch getan und den Spitzelskandal bei der Telekom zum Thema ihrer Sendung gemacht. F&uuml;r einen gelungenen Abend haben ihr jedoch die richtigen G&auml;ste gefehlt. Illner, die privat mit Telekom-Chef Ren&eacute; Obermann liiert ist, hatte sich fast zwei Wochen geziert, den Schn&uuml;ffelskandal bei dem Konzern zum Thema ihrer Sendung zu machen. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Aff&auml;re, bei der es um illegale Auswertungen von Telefonverbingungsdaten geht, sagte die Moderatorin die Teilnahme an einer Diskussionsrunde aus &bdquo;aktuellen pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden&ldquo; ab. Sp&auml;ter erkl&auml;rte eine Sprecherin der ZDF-Sendung, die Redaktion k&ouml;nne sich vorstellen, das Thema aufzugreifen. Schlie&szlig;lich sei Illner in der Lage, Privates und Berufliches voneinander zu trennen.<\/p>\n<p>In der Telekom-Runde ging die Trennung von Beruf und Privatleben schlie&szlig;lich so weit, dass der Name ihres Partners nicht ein einziges Mal fiel. Selbst Leyendecker brachte ihn nicht &uuml;ber die Lippen, als er dem amtierenden Vorstand des Konzerns vorwarf, mit dem eigenen Wissen um die illegalen Praktiken zu sp&auml;t zur Staatsanwaltschaft gegangen zu sein und sich obendrein bis heute nicht bei den Journalisten entschuldigt zu haben. Gleichzeitig war der Journalist der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; vermutlich der einzige, der tiefes Wissen um die Machenschaften der Telekom mit ins Studio gebracht hatte &ndash; und es trotzdem f&uuml;r sich behielt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/aktien\/telekom\/maybrit-illner-thesentalk-zur-telekom_aid_306782.html?drucken=1\">Focus<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&Auml;ndern w&uuml;rde sich nichts<\/strong><br>\nDie Bef&uuml;rworter einer Staatszielbestimmung Kultur verwechseln Politik mit Symbolik. Die Bundestag-Enquete-Kommission &ldquo;Kultur in Deutschland&rdquo; hat in ihrem Endbericht auf &uuml;ber 500 Seiten die Lage der Kultur in Deutschland vermessen und &uuml;ber 400 Vorschl&auml;ge f&uuml;r verschiedene kulturpolitische Handlungsfelder erarbeitet. Wer diesen Text liest &ndash; wer w&uuml;sste das besser, als die, die ihn verfasst haben &ndash; merkt schnell, vor welchen zentralen Herausforderungen und wichtigen Aufgaben Kulturpolitik in Kommunen, L&auml;ndern und Bund heute stehen. Angesichts dieser Vielzahl von kulturpolitischen &ldquo;Baustellen&rdquo; immer noch weiter sich auf die Debatte um eine  ulturstaatszielf&ouml;rderverpflichtungsklausel im Grundgesetz zu kaprizieren, wird den real anstehenden Aufgaben kultureller Praxis, der Sicherung der Kultureinrichtungen, kulturellen Projekte und Kunstinitiative, der Weiterentwicklung kulturell-k&uuml;nstlerischer Angebote und Programme sowie der konzeptionellen Neuorientierung von Kulturpolitik angesichts der gesellschaftlichem Umbr&uuml;che nicht gerecht und &uuml;bersch&auml;tzt die Bedeutung symbolischer Politik gegen&uuml;ber praktischem Handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/23\/08231502.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Bush-Regierung sagte 935 Mal die Unwahrheit<\/strong><br>\nVor dem Irak-Krieg 2003 hat die US-Regierung die &Ouml;ffentlichkeit einer Studie zufolge get&auml;uscht. 935 &ldquo;unwahre Behauptungen&rdquo; von Pr&auml;sident Bush und seinen Mitarbeitern sind darin aufgelistet. Die Amerikaner seien unter falschen Vorzeichen in den Krieg gezogen. Der Pr&auml;sident pers&ouml;nlich hat, angeblich ja unwissentlich, am meisten geschwindelt: 232 Mal hat er vor irakischen Massenvernichtungswaffen gewarnt, 28 Mal vor der angeblichen Al-Kaida-Verbindung. Auf dem zweiten Platz der unr&uuml;hmlichen Liste liegt Powell, Rumsfeld und Bushs damaliger Sprecher Ari Fleischer teilen sich den dritten Rang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/irakstudie2.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Volk, v&ouml;lkisch, V&ouml;lkermord<\/strong><br>\nEin Handbuch aus dem Saur-Verlag verspricht, &raquo;Personen, Institutionen, Forschungsprogramme und Stiftungen&laquo; der &raquo;v&ouml;lkischen Wissenschaften&laquo; vorzustellen. In der englischsprachigen Ank&uuml;ndigung des Verlages wird gar von &raquo;nationalsozialistischen Wissenschaften&laquo; gesprochen. Die Herausgeber Michael Fahlbusch und Ingo Haar haben 87 Autoren versammelt, die in 140 Artikeln &uuml;ber die Mobilisierung deutscher Wissenschaftler f&uuml;r die Kriegs-, Umsiedlungs- und Vernichtungspolitik des deutschen Faschismus informieren. Sie beschreiben die konkrete T&auml;tigkeit dieser Historiker, Geographen, Volkskundler, Demographen, Statistiker, Mediziner und anderer akademischer Experten bei der Planung und Ausf&uuml;hrung der Verbrechen nazistischer Bev&ouml;lkerungspolitik an den V&ouml;lkern Europas. Und sie dokumentieren inhaltliche, institutionelle und personelle Kontinuit&auml;ten dieser T&auml;tigkeit beim &Uuml;bergang von der Weimarer Republik ins &raquo;Dritte Reich&laquo; und nach dessen Untergang 1945 in die Bundesrepublik Deutschland. Eine Rezension von Prof. Dr. Werner R&ouml;hr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-07\/031.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3266","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3266\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}