{"id":3271,"date":"2008-06-10T09:04:36","date_gmt":"2008-06-10T07:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3271"},"modified":"2008-06-10T09:04:36","modified_gmt":"2008-06-10T07:04:36","slug":"hinweise-des-tages-666","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3271","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3271&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>IAB: Nur jeder Achte schafft den Sprung aus dem Niedriglohnsektor<\/strong><br>\nDer Niedriglohnsektor ist in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile geh&ouml;rt mehr als jeder sechste Vollzeitbesch&auml;ftigte zu den Geringverdienern. Jeder achte Geringverdiener konnte innerhalb von sechs Jahren die Niedriglohnschwelle &uuml;berschreiten. Ebenfalls jeder Achte wechselte in eine Teilzeit- oder geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung. Jeder Zehnte wurde arbeitslos. Nahezu jeder dritte Geringverdiener schied aus der statistischen Auswertung aus, da er sich ganz aus dem Erwerbsleben zur&uuml;ckzog oder eine selbstst&auml;ndige T&auml;tigkeit aufnahm.\n<p>Frauen sind von niedrigen L&ouml;hnen &uuml;berproportional betroffen. Sie stellen nur gut 35 Prozent aller Vollzeitbesch&auml;ftigten, aber fast 60 Prozent der vollzeitbesch&auml;ftigten Geringverdiener. Frauen sind zudem besonders gef&auml;hrdet, im Niedriglohnsektor zu verbleiben: Bei den M&auml;nnern schaffte rund jeder f&uuml;nfte innerhalb von sechs Jahren den Sprung &uuml;ber die Niedriglohnschwelle, bei den Frauen nur jede zehnte. Die Niedriglohnschwelle lag im Jahr 2005 in Westdeutschland bei 1.779 Euro brutto, in Ostdeutschland bei 1.323 Euro brutto. &Uuml;berstunden, Pr&auml;mien, Weihnachts- und Urlaubsgeld sind darin anteilig enthalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2008\/kb0808.pdf\">Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB Kurzbericht 8\/2008 [PDF &ndash; 640 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsche Ausfuhren im April 2008: + 13,9% zum April 2007<\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im April 2008 von Deutschland Waren im Wert von 89,8 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 71,0 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im April 2008 um 13,9% und die Einfuhren um 11,7% h&ouml;her als im April 2007. Im Vormonatsvergleich verlief die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenl&auml;ufig: W&auml;hrend die Ausfuhren gegen&uuml;ber M&auml;rz 2008 um 1,2% stiegen, sanken die Einfuhren um 2,1%.\n<p>Die Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im April 2008 mit einem &Uuml;berschuss von 18,7 Milliarden Euro ab. Im April 2007 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz 15,2 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag im April 2008 der Au&szlig;enhandelsbilanz&uuml;berschuss bei 17,7 Milliarden Euro.Zusammen mit den Salden f&uuml;r Dienstleistungen (&ndash; 0,2 Milliarden Euro), Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen (&ndash; 1,2 Milliarden Euro), laufende &Uuml;bertragungen (&ndash; 1,9 Milliarden Euro) sowie Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel (&ndash; 0,9 Milliarden Euro) schloss &ndash; nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank &ndash; die Leistungsbilanz im April 2008 mit einem &Uuml;berschuss von 14,5 Milliarden Euro ab. Im April 2007 hatte die deutsche Leistungs-bilanz einen Aktivsaldo von 13,4 Milliarden Euro ausgewiesen.<\/p>\n<p>In die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union wurden im April 2008 Waren im Wert von 58,0 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 46,3 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber April 2007 stiegen die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 11,6% und die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 11,4%. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im April 2008 Waren im Wert von 38,5 Milliarden Euro (+ 10,8%) geliefert und Waren im Wert von 32,0 Milliarden Euro (+ 10,0%) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im April 2008 Waren im Wert von 19,5 Milli-arden Euro (+ 13,2%) geliefert und Waren im Wert von 14,4 Milliarden Euro (+ 14,8%) von dort bezogen.<\/p>\n<p>In die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im April 2008 Waren im Wert von 31,8 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 24,7 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber April 2007 stiegen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 18,4% und die Importe von dort um 12,1%.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/06\/PD08__208__51,templateId=renderPrint.psml%20\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Trotz des rapiden Werteverfalls des US-Dollars und trotz einer Explosion der Energiepreise erreichen die deutschen Ausfuhren weiter Rekordh&ouml;hen. Obwohl diese Ver&auml;nderungen den Export stark belasten m&uuml;ssten, wird bei uns zur &bdquo;Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; nach wie vor moderaten Lohnabschl&uuml;ssen und der Senkung der sog. &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; h&ouml;chste Priorit&auml;t einger&auml;umt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Auch zu dieser Gespensterdiskussion hat das Statistische Bundesamt aktuelle Daten geliefert: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Arbeitskosten + 1,7%, Lohnnebenkosten &ndash; 0,1%<\/strong><br>\nNach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zahlten Arbeitgeber im ersten Quartal 2008 im Produzierenden Gewerbe und im gesamten Dienstleistungsbereich kalenderbereinigt 1,7% mehr f&uuml;r eine geleistete Arbeitsstunde als in dem entsprechenden Vorjahresquartal. Die beiden Hauptkomponenten der Arbeitskosten entwickelten sich unterschiedlich: Der Anstieg der Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter beschleunigte sich leicht auf 2,3%. D&auml;mpfend wirkte dagegen das Absinken der Lohnnebenkosten um 0,1%. Hier spiegelt sich vor allem der zum 1. Januar 2008 von 2,10% auf 1,65% gesenkte Beitragssatz der Arbeitgeber zur Arbeitslosenversicherung wider.<\/p>\n<p>Europaweit liegen Ver&auml;nderungsraten der Arbeitskosten in der Privatwirtschaft f&uuml;r das vierte Quartal 2007 vor. Nach diesen Ergebnissen verteuerte sich in Deutschland eine Stunde Arbeit im Vergleich zum vierten Quartal 2006 kalenderbereinigt um 1,9%. Damit wies Deutschland nach Luxemburg (+ 1,0%) die zweitniedrigste Wachstumsrate innerhalb der Europ&auml;ischen Union auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/06\/PD08__210__624,templateId=renderPrint.psml%20\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung dazu WL:<\/strong> Deutschland treibt also mit seinem Lohndumping vor allem seine europ&auml;ischen Nachbarn vor sich her. Export- und Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse bedeuten, dass sich das Ausland bei uns verschuldet &ndash; und das seit Jahren. Kaum jemand macht sich bei uns Gedanken dar&uuml;ber, wie etwa Italien oder Spanien ihre Schulden je wieder zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen sollen, wenn wir sie weiter wirtschaftlich so niederkonkurrieren wie bisher.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>F&uuml;r mehr und bessere Besch&auml;ftigung: Expansive Lohnpolitik<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary33739\/TRANSPARENT%201-08.pdf\">GEW Transparent [PDF &ndash; 312 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Keule gegen Umsatzsteuerbetrug<\/strong><br>\n11,3 Milliarden Euro allein im letzten Jahr: Jedes Jahr entgehen dem Bund Riesenbetr&auml;ge durch Unternehmen, die sich um ihre Umsatzsteuer dr&uuml;cken. Jetzt plant Berlin einen drastischen Schritt: Die Finanz&auml;mter sollen Steuerguthaben bis zu 50 Tage einbehalten d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/Deutschland\/_pv\/_p\/200050\/_t\/ft\/_b\/1440938\/default.aspx\/neue-keule-gegen-umsatzsteuerbetrug.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bemerkenswert ist die &Uuml;berschrift zu diesem Beitrag. Statt dass das Handelsblatt sich dar&uuml;ber emp&ouml;rt, dass der Fiskus im letzten Jahr um 11,3 Milliarden Euro allein an Umsatzsteuereinnahmen betrogen wurde, betrachtet sie das &auml;u&szlig;erst milde Bek&auml;mpfungsmittel als &bdquo;Keule&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Keine Zuwendungen f&uuml;r die Aus&uuml;bung des IKB-Aufsichtsratsmandats&rdquo;<\/strong><br>\nAngeh&ouml;rige der staatlichen KfW-Bankengruppe und des Bundes haben f&uuml;r die Aus&uuml;bung ihres Aufsichtsratsmandats bei der D&uuml;sseldorfer Mittelstandsbank IKB keine finanziellen Zuwendungen von der KfW oder vom Bund erhalten. Dies unterstreicht die Bundesregierung in ihrer Antwort (16\/9329) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16\/9129). Im &Uuml;brigen h&auml;tten die Mitglieder des IKB-Aufsichtsrats eine Verg&uuml;tung f&uuml;r ihre Aufsichtsratst&auml;tigkeit von der IKB erhalten. Der Angeh&ouml;rige des Bundesfinanzministeriums habe seine Verg&uuml;tung bis auf den gesetzlichen Eigenbehalt von 6.100 Euro j&auml;hrlich an die Bundeskasse abgef&uuml;hrt. Die Aufsichtsratsmitglieder der KfW bei der IKB, Hans Reich und Detlef Leinberger, h&auml;tten in den Jahren 2006 und 2007 Verg&uuml;tungen erhalten, Reich 19.000 Euro (bis 31. August 2006) und Leinberger 30.000 Euro (ab 31. August 2006).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_169\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Viel interessanter als die Frage, ob Mitglieder des Aufsichtsrats der IKB Zuwendungen von der KfW oder vom Bund erhalten haben (warum auch?), w&auml;re die Frage gewesen, wieviel die Aufsichtsratsmitglieder von der IKB erhalten haben. Also daf&uuml;r, dass sie die Pleite dieser Bank nicht voraussehen konnten bzw. nicht verhindert haben, dass die IKB sich so stark im Spekulationsgesch&auml;ft engagierte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deckungszusage f&uuml;r Risiken aus 13 R&uuml;stungsexporten im Jahr 2007 erteilt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat im vergangenen Jahr in 13 F&auml;llen eine Deckungszusage f&uuml;r Entsch&auml;digungsrisiken aus R&uuml;stungsexporten erteilt. Im Jahr 2005 waren es ebenfalls 13 Deckungszusagen, wie aus ihrer Antwort (16\/9393) auf eine Kleine Anfrage von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (16\/9205) hervorgeht. In allen &uuml;brigen Jahren seit 1990 habe sich die Zahl der Deckungszusagen zwischen null und f&uuml;nf bewegt.\n<p>Entsch&auml;digungsrisiken aus Ausfuhrgew&auml;hrsleistungen f&uuml;r r&uuml;stungs- und milit&auml;rrelevante Zwecke gab es den Angaben zufolge Ende 2007 f&uuml;r folgende L&auml;nder: S&uuml;dafrika im Umfang von 1,44 Milliarden Euro, Israel 267 Millionen Euro, Oman 197 Millionen Euro, Pakistan 23 Millionen Euro, Tunesien 15 Millionen Euro, Russland 14 Millionen Euro, Griechenland 9 Millionen Euro, Indien und Vereinigte Arabische Emirate jeweils 4 Millionen Euro, Indonesien und Libyen jeweils 2 Millionen Euro und Italien eine Million Euro. Auf die Frage, in welchen F&auml;llen der Bund tats&auml;chlich im Rahmen von Hermes-Krediten, Investitionsgarantien und ungebundenen Finanzkrediten f&uuml;r finanzielle Ausf&auml;lle oder Schadensf&auml;llen bei R&uuml;stungsgesch&auml;ften haften musste, teilt die Regierung mit, es seien Vorentsch&auml;digungen f&uuml;r Forderungen im Gesamtwert von rund 12 Millionen Euro aus acht R&uuml;stungsgesch&auml;ften gezahlt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_169\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Deutschland belegt nach j&uuml;ngsten Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI als R&uuml;stungsexporteur <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/europa-ist-nicht-so-friedliebend\/\">mit einem Marktanteil von zehn Prozent Platz drei hinter den USA und Russland<\/a>. Wozu bedarf es nun gerade f&uuml;r dieses &uuml;ble &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo; noch Deckungszusagen des Staates?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rohstoffe: Steuer gegen Spekulanten<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich will die Preistreiberei an den Nahrungsmittel- und Rohstoffm&auml;rkten mit einer europaweiten Spekulationssteuer abbremsen. &ldquo;Klar ist, dass ein bestimmter Anteil der Preissteigerungen im Nahrungsmittel- und Energiebereich in den letzten Monaten auch auf Spekulationen zur&uuml;ckgeht&rdquo;, sagte der &ouml;sterreichische Finanzminister Wilhelm Molterer (&Ouml;VP) nach Medienberichten. Sch&auml;tzungen gingen davon aus, dass in den vergangenen f&uuml;nf Monaten rund 40 Milliarden Dollar in spekulative Anlagen geflossen seien. Eine Spekulationssteuer k&ouml;nnte nach Auffassung der &Ouml;sterreicher &auml;hnlich gestaltet werden, wie die nach dem Nobel-Preistr&auml;ger Tobin benannte Steuer auf die Ertr&auml;ge von W&auml;hrungsspekulationen. Bereits mit einem nur minimalen Prozentsatz von beispielsweise 0,01 Prozent f&auml;llt sie dann ins Gewicht, wenn sehr schnell sehr gro&szlig;e Summen bewegt werden. Dieser Effekt soll das Aufbl&auml;hen von Spekulationsblasen an den Finanzm&auml;rkten bremsen. Die Steuer w&uuml;rde daher nicht in erster Linie Weizen-, &Ouml;l-, oder Reis-H&auml;ndler treffen, die sich mit Termingesch&auml;ften absichern, sondern Spekulanten, die mit kurzfristigen Rieseninvestitionen und schnellem Umschichten gigantischer Summen eine Blase produzieren, indem sie die Preise k&uuml;nstlich in die H&ouml;he treiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?sid=874bf0fced2f9a3f3f68b089e0b64bf2&amp;em_cnt=1348137\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;konomische Rosskuren &agrave; la Doktor Eisenbart<\/strong><br>\nEinl&auml;ufe und Klistiere bei der Mehrwertsteuer und den Geb&uuml;hren, Schr&ouml;pfkuren bei Arbeitslosen und Rentnern, Aderlass bei Pendlern, Studenten und Schichtarbeitern &ndash; die Rezepte der neoliberalen Scharlatane haben mit vern&uuml;nftiger &Ouml;konomie nichts zu tun, aber sehr viel mit den Rosskuren eines Doktor Eisenbart. Wer aber die kleinen Leute aushungert, der trocknet in Konsequenz auch den Mittelstand aus. Vom Export allein kann der Mittelstand nicht leben, zumal der Exportboom br&ouml;ckelt, weil die Immobilienpreise und die Konsumentenkredite in den USA derzeit kollabieren. Nachdem der Mittelstand dem Sozialabriss lange Zeit teilnahmslos zusah, f&auml;ngt er allm&auml;hlich an, zu begreifen, dass ein Abholzen der heimischen Nachfrage, Massenkaufkraft und Infrastruktur auch ihn im Kern trifft. Rund 8,5 Millionen W&auml;hler hat die gro&szlig;e Koalition seit ihrem Amtsantritt laut Umfragen verloren. Man kann sich nur wundern, dass es nicht l&auml;ngst schon viel mehr sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/168935\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Rede von Rudolf Dre&szlig;ler auf dem letzten AfA-Bundeskongre&szlig;<\/strong><br>\nAusz&uuml;ge: F&uuml;r diesen fast zehn Jahre w&auml;hrenden Niedergang den relativ kurze Zeit amtierenden SPD-Vorsitzenden Kurt Beck verantwortlich zu machen, ist schlicht absurd. In Wahrheit erleben wir einen parteipolitischen Richtungskampf, der mit harten Bandagen gef&uuml;hrt wird. Die heute von Hartz IV abh&auml;ngige Personenzahl betr&auml;gt 7,4 Mio. Menschen. 25 % der Besch&auml;ftigten in Westdeutschland arbeitet mittlerweile f&uuml;r L&ouml;hne, die weniger als 75 % des Durchschnittseinkommens ausmachen. In Ostdeutschland sind es bereits 60 % der Besch&auml;ftigten. Kinderarmut und Altersarmut steigen. Die Arbeitslosenstatistiken ver&ouml;ffentlichen nur noch Leistungsempf&auml;nger, die sich nicht in weiteren Ma&szlig;nahmen befinden. Zum Beispiel Umschulungs- oder berufsvorbereitende Ma&szlig;nahmen, geringf&uuml;gig Erwerbst&auml;tige, 1-Euro-Jobber, Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen, wegen Erkrankung arbeitsunf&auml;hig geschriebene Arbeitslose, sie alle werden nicht mehr gez&auml;hlt.\n<p>Anders ausgedr&uuml;ckt: Die Neoliberalen in der SPD bejubeln in diesen Monaten die von ihnen selbst hergestellte Statistik. Die Belastung durch die Mehrwertsteuererh&ouml;hung, gegen die wir ja bekanntlich im Wahlkampf schwer gek&auml;mpft haben, betrug und betr&auml;gt 20 Mrd. Euro. Die Entlastung durch Senkung von Steuern und Arbeitslosenversicherung betr&auml;gt &ndash; welch ein Zufall &ndash; 20 Mrd. Euro. 1998 hatte die Sozialdemokratische Partei zirka 20 Millionen W&auml;hlerinnen und W&auml;hler. Heute hat sie in Umfragen noch 11 Millionen. Hunderttausende Mitglieder hat die SPD verloren. Sechs Ministerpr&auml;sidenten wurden abgew&auml;hlt, seitdem die selbsternannten Modernisierer damit begonnen haben, die Gerechtigkeitsideale f&uuml;r die SPD neu zu definieren. Eine, wie ich finde, im Wortsinn beeindruckende Bilanz. Die neoliberale Bewegung in der SPD hat daf&uuml;r gesorgt, dass die SPD heute vor einem Scherbenhaufen steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.afa.spd.de\/servlet\/PB\/show\/1748439\/Rede_Rudolf_Dre%DFler_19.04.2008.pdf%20\">Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen in der SPD [PDF &ndash; 116 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hauptsch&uuml;ler ohne Chancen<\/strong><br>\nDie H&auml;lfte der Hauptsch&uuml;ler hat ein Jahr nach dem Schulabschluss noch keinen Ausbildungsplatz, viele auch nach zwei Jahren noch nicht. Das geht aus dem Bildungsbericht 2008 hervor, den Bund und L&auml;nder am Donnerstag der Kultusministerkonferenz vorstellen. Auch 30 Monate danach haben nur 60 Prozent der Hauptsch&uuml;ler den Sprung in eine qualifizierte Berufsausbildung geschafft. Die gr&ouml;&szlig;ten Probleme bei der Ausbildungsplatzsuche haben dem Bericht zufolge junge M&auml;nner ohne Schulabschluss oder mit einem schlechten Hauptschulabschluss sowie Kinder von Migranten. Von den Realsch&uuml;lern hat nach drei Monaten jeder Zweite eine Lehrstelle gefunden.Das duale System habe seine &ldquo;traditionell gro&szlig;en St&auml;rken&rdquo; eingeb&uuml;&szlig;t, &ldquo;Kinder aus bildungsschw&auml;cheren Gruppen durch Ausbildung beruflich zu integrieren&rdquo;. F&uuml;r Bildung wird zwar von Staat und Wirtschaft mehr ausgegeben als fr&uuml;her. Doch der Anteil der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt ist zwischen 1995 und 2006 von 6,9 Prozent auf 6,2 Prozent gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/24\/meldung-bildungsbericht\">Die Zeit.de<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p>Gr&uuml;ne wollen Abschaffung der Hauptschule<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neuepresse.de\/newsroom\/hannover\/dezentral\/hannover\/art1067,612318\">Neue Presse Hannover vom 9.6.08<\/a><\/p>\n<p><em>Weiter: <\/em><\/p>\n<p>Der bisherige Mittlere Schulabschluss nach der zehnten Klasse muss nach Auffassung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) k&uuml;nftig &laquo;Standard und Qualit&auml;ts-Ziel&raquo; f&uuml;r alle Sch&uuml;ler werden. Angesichts der weiter sinkenden Berufschancen von Hauptsch&uuml;lern &laquo;m&uuml;sse der deutsche Bildungsgang Hauptschule mitsamt seinem Abschluss endlich aufgegeben werden&raquo;, forderte die GEW-Vize-Vorsitzende Marianne Demmer am Montag in einem Gespr&auml;ch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wie konnten wir doch Mitte Mai in allen Zeitungen lesen: Erstmals seit sieben Jahren gebe es wieder mehr Lehrstellen als Bewerber. Die Aussichten, eine Lehrstelle zu finden, w&auml;ren lange nicht mehr so gut gewesen. Die Forderung nach einer Lehrstellenabgabe sei damit endg&uuml;ltig vom Tisch. Der Ausbildungspakt funktioniere bestens usw.. &Uuml;brigens: Mit dem Ausbildungspakt hat sich die Wirtschaft vor vier Jahren verpflichtet, jedem Jugendlichen eine Lehrstelle anzubieten. Doch nur jeder f&uuml;nfte Betrieb in Deutschland bildet aus. Die anderen jammern lieber &uuml;ber den Mangel an Fachkr&auml;ften. Der Bildungsbericht zeigt einmal mehr, wie bei uns &uuml;ber Eintagsmeldungen &uuml;ber Ausbildungsplatzangebote die Gesamtlage gesch&ouml;nt werden soll. Wer die NachDenkSeiten regelm&auml;&szlig;ig gelesen hat, wusste schon seit langem &uuml;ber die wirkliche Lage der Berufsausbildung Bescheid. Vgl. <a href=\"?p=2437\">Gespensterdebatten um die duale Berufsausbildung<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Linke fordert mehr Transparenz beim Sachverst&auml;ndigenrat<\/strong><br>\nDie Linksfraktion fordert mehr Transparenz bei T&auml;tigkeiten und Eink&uuml;nften der Mitglieder des Sachverst&auml;ndigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In einem dazu vorgelegten Gesetzentwurf (16\/8980) fordert die Fraktion eine Verpflichtung der Mitglieder des Sachverst&auml;ndigenrates, T&auml;tigkeiten und Eink&uuml;nfte, die auf Interessensverkn&uuml;pfungen mit zu erstellenden Analysen und Empfehlungen hinweisen k&ouml;nnten, offenzulegen. Dies sei n&ouml;tig, um die Unabh&auml;ngigkeit des Sachverst&auml;ndigenrates gegen&uuml;ber Interessen der Privatwirtschaft zu gew&auml;hrleisten, hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung. Der Sachverst&auml;ndigenrat, so die Abgeordneten, habe f&uuml;r die Urteilsbildung der Bundesregierung wie auch der &Ouml;ffentlichkeit gro&szlig;e Bedeutung. Seine Unabh&auml;ngigkeit sei daher im Interesse des Gemeinwohls von entscheidender Bedeutung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_141\/01.html\">Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es w&auml;re sicher interessant zu erfahren, inwieweit die Mitglieder des Sachverst&auml;ndigenrats als pers&ouml;nliche Nutzenmaximierer t&auml;tig sind, derweil sie Gutachten im Auftrag der Allgemeinheit schreiben (&hellip;)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zapp: Dreiste Methoden &ndash; Wie die Telekom kritische Journalisten bek&auml;mpft<\/strong><br>\nDer Telekom-Skandal weitet sich aus &ndash; fast st&uuml;ndlich neue Enth&uuml;llungen. Sie bespitzelte Telefonate von F&uuml;hrungskr&auml;ften. Sie schleuste einen Maulwurf in eine Redaktion ein. Sie k&uuml;rzte nach missliebigen Berichten den Werbeetat. Wer negativ &uuml;ber die Telekom berichtete, hat das fr&uuml;her sehr schnell zu sp&uuml;ren bekommen. Ob Berliner Zeitung, Focus, Spiegel, Wirtschaftswoche oder Financial Times Deutschland &ndash; immer wieder fiel auf, dass missliebigen Beitr&auml;gen pl&ouml;tzlicher Anzeigenschwund folgte. Es gibt wenige Unternehmen, die ihre heimliche Werbemacht so ungeniert einsetzten wie der magentafarbene Telekommunikationsriese. Zapp &uuml;ber die dreisten Methoden, mit denen die Telekom jahrelang kritische Journalisten bek&auml;mpfte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www3.ndr.de\/ndrtv_pages_std\/0,3147,OID4819414_REF2488,00.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Referendum &uuml;ber den EU-Reformvertrag in Irland: Wer hat Angst vorm kleinen Mann? <\/strong><br>\nSie sind eigen, aber in Sachen Europa meist vorbildlich. Nicht nur wegen der wirtschaftlichen Krise im Land droht jetzt, dass die Iren den Lissabonner Vertrag ablehnen &ndash; Br&uuml;ssel und ihrer Regierung zum Trotz. Kein anderer Mitgliedsstaat hat es gewagt, seine B&uuml;rger &uuml;ber dieses Dokument entscheiden zu lassen, das einst das Licht der Welt als europ&auml;ische Verfassung erblickte. Nachdem Franzosen und Niederl&auml;nder diese Grundordnung Europas abgelehnt hatten, wollte keine Regierung mehr das Risiko eingehen. Stattdessen ratifizierten die Parlamente den Vertrag. Nur Irland konnte die Bestimmung nicht umgehen, die zwingend das Plazet der W&auml;hler vorschreibt, wenn die Verfassung des Landes ge&auml;ndert werden soll.\n<p>Obwohl mit Ausnahme der in der irischen Republik relativ bedeutungslosen Sinn-Fein-Partei alle anderen f&uuml;nf im Parlament vertretenen politischen Gruppierungen f&uuml;r Lissabon sind, obwohl die Gesch&auml;ftswelt und die Gewerkschaften, die Bauern und die Bisch&ouml;fe dem Vertrag ihren Segen gegeben haben, deutet manches darauf hin, dass die Iren der geb&uuml;ndelten Weisheit des politisch-gesellschaftlichen Establishments frech den Mittelfinger entgegenstrecken und &ldquo;Nein&rdquo; sagen werden. Was beide Umfragen besonders besorgniserregend macht, sind weniger die Zahlen als die Details: Sie besagen, dass Europa nur noch eine Mehrheit bei den Alten hat. Die Jugend und die Frauen gehen auf Distanz, ebenso die Arbeiter. Selbst jenen, die mit Ja stimmen wollen, geht es offensichtlich nur in zweiter Linie um Europa. Die weitaus meisten wollen mit ihrem Votum nach eigenen Worten nur vermeiden, dass &ldquo;Irland sich blamiert&rdquo;. &ldquo;Wir haben Europa immer nur mit &ouml;konomischen Argumenten verkauft, aber das funktioniert angesichts der Krise nicht mehr&rdquo;, sagt Andrea Pappins vom paneurop&auml;ischen European Movement International. Es sei h&ouml;chste Zeit, den Iren zu erkl&auml;ren, dass Europa f&uuml;r mehr steht als f&uuml;r blanken Materialismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/ausland\/artikel\/571\/179023\/\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Erdr&uuml;ckende Beweise f&uuml;r Verschleppungen&laquo;<\/strong><br>\nHuman Rights Watch fordert Aufkl&auml;rung dar&uuml;ber, was mit 400 Verschwundenen aus dem Kosovo geschah. Ein Gespr&auml;ch mit Fred Abrahams.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-10\/055.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3271","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3271","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3271"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3271\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3271"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3271"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3271"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}