{"id":32763,"date":"2016-04-06T08:37:06","date_gmt":"2016-04-06T06:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763"},"modified":"2016-04-06T09:48:08","modified_gmt":"2016-04-06T07:48:08","slug":"hinweise-des-tages-2597","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h01\">Fl&uuml;chtlingspolitik: Die andere H&auml;lfte der Wahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h02\">Panama Papers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h03\">US-Vorwahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h04\">US-Luftwaffe kehrt auf isl&auml;ndischen St&uuml;tzpunkt wegen der &ldquo;russischen Aggression&rdquo; zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h05\">Kooperation zwischen T&uuml;rkei und IS: Neue Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h06\">Yanis Varoufakis: Why we must save the EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h07\">OECD f&uuml;r sp&auml;teren Rentenbeginn in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h08\">Von Dax-Chefs wird l&auml;cherlich wenig Leistung verlangt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h09\">257 000 000 000 Euro: Der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss im Jahr 2015 mit der Welt, mit Europa und der Eurozone ist ein Skandal, der keiner sein darf &ndash; Teil 1<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h10\">Eine Reform, die sich als Anleitung zur Aufl&ouml;sung einer Gesellschaft lesen l&auml;sst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h11\">Sozialpolitik: Kinderarmut in Westdeutschland steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h12\">DGB: Fl&uuml;chtlinge haben keine Vorteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h13\">Aldi: Massiver Druck auf Besch&auml;ftigte und Betriebsr&auml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h14\">Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Daimler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32763#h15\">Das Letzte: Referenden als Tyrannei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingspolitik: Die andere H&auml;lfte der Wahrheit<\/strong><br>\nDie deutsche Fl&uuml;chtlingspolitik macht es wie Brechts Schauspiel vom guten Menschen: Angela Merkel ist humanit&auml;r, w&auml;hrend andere die Rolle der B&ouml;sen spielen m&uuml;ssen. (&hellip;) Schon an diesem Punkt der Erz&auml;hlung f&auml;llt einem das Drama von Bertolt Brecht ein: Der gute Mensch von Sezuan. (&hellip;) Die schlimmen Verh&auml;ltnisse haben ihn dazu gezwungen, sich aufzuspalten. Die Erkenntnis ist so einfach wie realistisch: Wer in einer schlechten Welt gut sein will, braucht die Hilfe eines schlechten Menschen. Das Einzige, was diesen Widerspruch aufheben k&ouml;nnte, w&auml;re nicht individuelle G&uuml;te, sondern eine Revolution der schlechten Wirklichkeit. (&hellip;) Die Perversion in der deutschen Fl&uuml;chtlingspolitik besteht darin, mit dem mahnenden Zeigefinger einer Willkommenskultur auf alle anderen L&auml;nder zu weisen und zugleich lebensgef&auml;hrliche Hindernisse aufzurichten, damit es eine Auslese derjenigen gibt, die es bis zur offenen deutschen Grenze schaffen: Wir machen es euch so schwer wir m&ouml;glich, Deutschland zu erreichen, aber wenn ihr das geschafft habt, dann k&ouml;nnt ihr einen Asylantrag stellen. (&hellip;)<br>\nDenkt man &uuml;ber die ersten Monate der Begr&uuml;&szlig;ungseuphorie hinaus, offenbart die Frage nach dem Wir (&bdquo;Wir schaffen das&ldquo;) erst den wahren politischen Gehalt. Denn dann wird aus dem Wir eine klar benennbare Klasse in unserer Gesellschaft: die Geringverdiener und diejenigen, die schon jetzt am unteren Rand leben. Hier entbrennt der Konkurrenzkampf um die weniger qualifizierten Jobs, bezahlbaren Wohnraum und die letzten &ouml;ffentlichen Orte, an denen man sich ohne Geld aufhalten darf. Der moralische Anspruch kommt endlich dort an, wo er die ganze Zeit hinwollte: bei den Verlierern. Die Kosten der Moral werden an die R&auml;nder verteilt, wo es den Gewinnern nicht wehtut und sie weiterhin im Wohlgef&uuml;hl ihres eigenen Gutseins leben k&ouml;nnen. Den notwendigen Kampf an den Grenzen der EU oder den R&auml;ndern der Gesellschaft kann man ignorieren oder, was noch mehr Genuss der eigenen Moral verschafft, als Beweis f&uuml;r die Unw&uuml;rdigkeit der dort lebenden schlechten Menschen nehmen.  (&hellip;)<br>\nDass diese Radikalopposition sich in unserer Gegenwart aus den Quellen von Ressentiment und Populismus speist, zeigt, wie verk&uuml;mmert das politische Denken und Argumentieren der linken Parteien heute ist. Sie vermochten es schon in der Weltfinanzkrise von 2008 nicht, Alternativen f&uuml;r die Wirtschaft zu formulieren, und sie verm&ouml;gen es heute nicht, die neoliberale Ideologie der Merkelschen Politik von ihrem moralischen Schleier zu befreien. Und so bleibt zu bef&uuml;rchten, dass Slavoj &#381;i&#382;ek recht beh&auml;lt, wenn er prognostiziert, dass jede rechte Revolte nur entsteht, weil die sozialistische Revolution ausgefallen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/15\/fluechtlingspolitik-deutschland-angela-merkel-europa-humanitaet\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.G.:<\/strong> Das ist m.E. der beste Gastbeitrag zu diesem Thema, der je auf Zeit Online erschienen ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dieser Gastbeitrag des Theaterdramaturgen Bernd Stegemann sei unseren Lesern zur vollst&auml;ndigen Lekt&uuml;re empfohlen. Er ist klarer, durchdachter und reflektierter als das meiste, was man der Presse sonst zum Thema Fl&uuml;chtlingspolitik entnehmen kann. Stegemann verweist insbesondere auf die verquere und f&uuml;r viele nur schwer durchschaubare Logik hinter dem kontroversen &bdquo;Wir schaffen das&ldquo; der Kanzlerin: Am Ende geht es auch um den Kapitalismus, so wie er weiterhin &bdquo;alternativlos&ldquo; exekutiert wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Panama Papers<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Investigativ-Journalisten im Daten-Nirwana: vom zweifelhaften Erkenntniswert der Panama Papers<\/strong><br>\nDie unter Federf&uuml;hrung der SZ ver&ouml;ffentlichten &bdquo;Panama Papers&ldquo; sind auf den ersten Blick einer der gr&ouml;&szlig;ten Scoops des internationalen, investigativen Journalismus. Weltweit machen die Enth&uuml;llungen &uuml;ber dubiose Finanzgesch&auml;fte und Briefkastenfirmen einer Kaste von Superreichen und super Einflussreichen Schlagzeilen. Tritt man aber einen Schritt zur&uuml;ck, mehren sich Fragezeichen: Was wird hier eigentlich enth&uuml;llt? Was sind die Konsequenzen der Enth&uuml;llungen? Und in welchem Verh&auml;ltnis stehen der Erkenntnisgewinn beim Publikum und die PR-Wirkung f&uuml;r die beteiligten Medien? [&hellip;]<br>\nWo genau das Geld herkommt, das das auf den Konten und bei den Firmen des Putin-Vertrauen, des Cellisten Sergej Roldugin, lagert, man scheint es nicht zu wissen. Wom&ouml;glich wurde u.a. mit diesem Geld ein Ski-Resort bei St. Petersburg gekauft, in dem Putins Tochter sp&auml;ter ihre Hochzeit feierte. Das mag stimmen und es mag auch alles irgendwie korrupt und dubios sein, zumindest nach den westlichen Ma&szlig;st&auml;ben. Aber ist das wirklich so eine &Uuml;berraschung? Putin stand auch schon bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi im Verdacht, allerhand krumme Dinger gedreht zu haben. Solche Vorw&uuml;rfe gegen den russischen Pr&auml;sidenten k&ouml;nnen richtig sein oder auch nicht, ein neues Licht auf ihn werfen sie nicht.<br>\nEs wirkt eher so, als ob die Geschichte hinter den &bdquo;Panama Papers&ldquo; die eigentliche Geschichte ist. Das Datenleck selbst scheint die weitaus gr&ouml;&szlig;ere Story zu sein als das, was das Leck zu Tage f&ouml;rdert. Die Story von zwei wackeren SZ-Journalisten, zu denen ein anonymer Informant Kontakt sucht, der ihnen ganz uneigenn&uuml;tzig ein riesiges Daten-Konvolut &uuml;berl&auml;sst. Ein Informant der selbst im Dunkeln bleibt, ebenso wie dessen Absichten. Im Gespr&auml;ch mit der &ouml;sterreichischen Zeitschrift Falter sagt Bastian Obermayer, neben Frederick Obermaier einer der beiden ma&szlig;geblichen SZ-Journalisten, auf die Frage, was sie &uuml;ber die Motivation des Informanten wissen:<br>\n&bdquo;Wirklich wissen k&ouml;nnen wir das nicht. Aber die Darstellung, die wir von der Quelle haben, erscheint uns plausibel. Jemand hatte &ndash; auf welchem Wege auch immer &ndash; Gelegenheit, einen Blick in diese Firma zu werfen, und hat gesehen, dass dort Schweinereien vor sich gehen. Und dieser Jemand wollte das stoppen. Es gibt gute Gr&uuml;nde, das zu glauben. Wenn uns jemand instrumentalisieren h&auml;tte wollen, um bestimmten Personen zu schaden, h&auml;tten wir auch nur ganz bestimmte Teile der Daten erhalten. Aber nicht 2,6 Terabyte. Das ist nicht mehr steuerbar, weil niemand wei&szlig;, wor&uuml;ber wir am Ende schreiben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/04\/04\/investigativ-%E2%80%8Bjournalisten-im-daten-nirvana-vom-zweifelhaften-erkenntniswert-der-panama-papers\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Es irritiert in der Tat, wie die beteiligten Medien mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung an der Spitze den Datenumfang ihrer Enth&uuml;llung in den Mittelpunkt stellen &ndash; so, als b&uuml;rgte die reine Masse, in Terabyte an Speicherplatz gemessen, f&uuml;r gleichfalls millionenfach starke Relevanz. Eine kritische Einordnung des politischen Spins in der Berichterstattung zu den Panama Papers (Putin, Assad etc.) bietet auch James Corbett <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A3uCs7ebHTI\">hier<\/a> (in englischer Sprache).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Union warnt vor &ldquo;Skandalisierung&rdquo; von Auslandsfirmen<\/strong><br>\nDas Datenleck bei der Kanzlei Mossack Fonseca hinterl&auml;sst weltweit Fragen, im In- und Ausland sind die Reaktionen harsch. Einige Politiker aber verteidigen den Transfer von Kapital ins Ausland. (&hellip;) Der Vize-Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Fuchs (CDU), warnte vor voreiliger &ldquo;Skandalisierung&rdquo;. Es sei &ldquo;nicht illegal, Firmen im Ausland zu gr&uuml;nden oder Geld ins Ausland zu transferieren&rdquo;, hie&szlig; es in einer Mitteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/panama-papers-sigmundur-david-gunnlaugsson-und-petro-poroschenko-a-1085308.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Glenn Greenwald weist <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/04\/04\/a-key-similarity-between-snowden-leak-and-panamapapers-scandal-is-whats-been-legalized\/\">hier<\/a> darauf hin, dass der Skandal, &auml;hnlich wie schon bei den Snowden-Enth&uuml;llungen, ja gerade darin best&uuml;nde, dass die berichteten Aktivit&auml;ten legal stattfinden k&ouml;nnten: &bdquo;Proving that certain behavior is &ldquo;legal&rdquo; does not prove that it is ethical or just. That&rsquo;s because corrupted political systems, by definition, often protect and legalize exactly the behavior that is most unjust. Vital journalism does not only expose law breaking. It also highlights how corrupted political and legal systems can be co-opted by the most powerful in order to legally sanction atrocious and destructive behavior that serves their interests, typically with little or no public awareness that it&rsquo;s been done.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Es ist wieder mal entlarvend, wer sich alles nicht meldet: Kein Spitzenpolitiker von CDU und SPD (Ausnahme Heiko Maas) sucht die N&auml;he zu Kameras und Mikrofon. Die  Kanzlerin geht ihrem liebten Hobby (&bdquo;Schweigen&ldquo;) nach, hatte es allerdings eilig, sich f&uuml;r Jan B&ouml;hmermann bei der T&uuml;rkei zu entschuldigen.  Und hat sich die Kanzlerin oder der Finanzminister jemals &uuml;ber die Steuermoral der reichen Griechen ausgelassen, die ihr Geld vorzugsweise ins Ausland geschafft haben? Wann merkt die Mehrheit in Deutschland, dass sie gegen ihre eigenen Interessen instrumentalisiert werden, und wann gehen die Menschen in Massen auf die Stra&szlig;en &ndash; wie z. B. in Frankreich&hellip;???<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160405-stuttmann.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160405-stuttmann-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/2016\/schleuserbande_kol_b.jpg\">Klaus Stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Vater des Kanzleichefs mit Geheimdienstkontakten<\/strong><br>\nMossack Fonseca half und hilft einigen der gr&ouml;&szlig;ten Schurken dieser Welt, ihre Machenschaften zu tarnen. Ihren Gr&uuml;nder J&uuml;rgen Mossack, 68, nennt dort unten im Finanzdistrikt kaum einer beim Namen. Er ist &bdquo;der Deutsche&ldquo;. (&hellip;) Als J&uuml;rgen Mossack in Panama zum erfolgreichen Gesch&auml;ftsmann avanciert, ist seine Familie l&auml;ngst wieder in Deutschland. Die Eltern kehrten offenbar Anfang der Siebzigerjahre zur&uuml;ck, ebenso seine Schwester und sein Bruder, der inzwischen Honorarkonsul der Republik Panama in Wiesbaden ist. Die Eltern zogen wieder nach M&uuml;nchen, wo der Vater, Erhard Mossack, direkt nach dem Zweiten Weltkrieg von US-Truppen festgesetzt worden war. Mossack, ein Waffen-SS-Mann, hatte im Krieg als Rottenf&uuml;hrer in einem Totenkopf-Regiment gedient. Und damit nicht genug: Eine SZ-Anfrage zu Erhard Mossack kommt vom Bundesnachrichtendienst ohne Auskunft zur&uuml;ck. Dort l&auml;gen zwar Dokumente vor, diese k&ouml;nnten jedoch &bdquo;das Wohl der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer L&auml;nder&ldquo; gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/panamapapers.sueddeutsche.de\/articles\/56f2c00da1bb8d3c3495aa0a\/\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Zum Vater des Kanzleichefs, der nun im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, hat m&ouml;glicherweise nicht nur der BND geheime Akten. Laut <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article153965873\/Das-sind-Juergen-Mossack-und-Ramon-Fonseca.html\">WELT<\/a> soll sich Erhard Mossack seinerzeit auch der CIA als Spion angeboten haben. Dieser famili&auml;re Geheimdiensthintergrund ist bemerkenswert angesichts der mutma&szlig;lichen Schl&uuml;sselstellung der Kanzlei. Leider hat die S&uuml;ddeutsche Zeitung an dieser Stelle nicht weiter recherchiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland f&uuml;nf Pl&auml;tze vor Panama<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160405_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Finanzskandale sind derzeit an der Tagesordnung. Nach den Offshore-Leaks, den Luxemburg-Leaks und den Cum\/Ex-Gesch&auml;ften schl&auml;gt mit den sogenannten Panama Papers nun die n&auml;chste Bombe ein &ndash; mit globalem Ausma&szlig;.<br>\nDabei geht es vor allem um die von der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca gegr&uuml;ndeten Briefkastenfirmen, in denen Reiche und Superreiche ihr Geld parken konnten. Vom Ministerpr&auml;sidenten eines nordatlantischen Eilands &uuml;ber einen russischen Cellisten und einen Weltfu&szlig;baller bis hin zu Staatschefs aus dem Nahen Osten oder S&uuml;damerika &ndash; die Liste der nach derzeitigem Stand in den Skandal Verwickelten ist bunt und weltumspannend. Und auch das in den Briefkastenfirmen versteckte Verm&ouml;gen d&uuml;rfte mannigfaltiger Herkunft sein: Von herk&ouml;mmlicher Steuerhinterziehung bei legal erwirtschafteten Gewinnen bis hin zu Geldw&auml;sche bei Profiten aus Waffen- oder Drogenhandel erscheint alles denkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/deutschland-fuenf-plaetze-panama\/\">Richard Pitterle via &bdquo;Die Linke&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Vorwahlen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>US-Reaktion&auml;r Ted Cruz: Richtig gef&auml;hrlich<\/strong><br>\nL&auml;ngst haben wir uns daran gew&ouml;hnt: Donald Trump erz&auml;hlt im US-Wahlkampf Bl&ouml;dsinn und die halbe Welt schreit entsetzt auf. W&auml;hrenddessen ger&auml;t ein anderer Kandidat aus dem Blickfeld, Ted Cruz. Der Senator aus Texas veranstaltet nicht ganz so viel Wirbel wie Trump. Er ist politisch aber mindestens so gef&auml;hrlich, f&uuml;r Amerika, f&uuml;r Europa, f&uuml;r Deutschland. (&hellip;) Bei seinen &ouml;ffentlichen Auftritten wirkt Cruz freundlicher und offener als Trump. Doch letztlich ist es v&ouml;llig gleich, wer von beiden am Ende Kandidat wird: Beide sind ein Albtraum. K&ouml;nnte Cruz gegen Hillary Clinton bei der Hauptwahl im November bestehen? Fast alles scheint inzwischen m&ouml;glich in diesem verr&uuml;ckten Wahlkampf, leider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-ted-cruz-und-donald-trump-kaempfen-um-wisconsin-a-1085424.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Kommt der Spiegel auch schon darauf, dass es bei den Republikanern aktuell nur die Auswahl zwischen Teufel und Beelzebub gibt? Die NachDenkSeiten hatten das bereits thematisiert: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30660\">Wer ist hier der Radikale? Donald Trump?<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sanders blows by Clinton in Wisconsin &ndash; He&rsquo;s won seven of the past eight contests, but will it matter?<\/strong><br>\n[&hellip;] Fresh off a string of blowout wins across the West, Wisconsin was largely seen as tailor-made for Sanders. After Saturday&rsquo;s Wyoming caucuses, the race shifts to New York, a delegate-rich state where both campaigns are playing to win.<br>\nThe triumph in Wisconsin is likely to give the Brooklyn-born candidate another burst of momentum heading into the April 19 primary in New York, where he has a chance to reset the race if he can upset Clinton in the state she represented for eight years in the Senate.<br>\nDon&rsquo;t tell Clinton, Sanders joked, but &ldquo;I believe we have a chance to win New York and a lot of delegates in that state.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.politico.com\/story\/2016\/04\/bernie-sanders-wisconsin-primary-2016-hillary-clinton-221542\">Politico<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sollte Bernie Sanders v&ouml;llig &uuml;berraschend am 19. April in New York einen deutlichen Sieg erringen, k&ouml;nnte es in der Tat noch einmal spannend werden. Auch bei den Republikanern sind durchaus noch &Uuml;berraschungen m&ouml;glich, da in einem Gro&szlig;teil der Staaten, in denen noch Primaries abgehalten werden, alle Delegiertenstimmen nach dem Prinzip &bdquo;Winner Take All&ldquo; an den Sieger gehen. Die 226 Stimmen, mit denen Trump momentan f&uuml;hrt, sind so schnell weg, sollte Cruz beispielsweise Kalifornien und ein weiteren gro&szlig;en Staat holen. Jedoch liegt in allen diesen Staaten Trump in den Umfragen weit vorne und auch er k&ouml;nnte am 19. April in seinem Heimatstaat New York ein wichtiges Zeichen setzen, gibt es dort doch 95 Delegiertenstimmen zu gewinnen, die jedoch proportional vergeben werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>This is how the FBI destroys Hillary: The 10 questions that could end her White House dreams<\/strong><br>\nThese questions, if answered honestly, would most likely hand the Democratic nomination to Bernie Sanders<br>\nThe FBI&rsquo;s upcoming interview of Hillary Clinton will be a turning point in the race for Democratic nominee, especially since Clinton won&rsquo;t be able to speak to James Comey and his FBI agents in the same manner her campaign has communicated with the public. Unlike loyal Hillary supporters who view the marathon Benghazi hearings to be a badge of courage and countless prior scandals to be examples of exoneration, the FBI didn&rsquo;t spend one year (investigating this email controversy) to give Clinton or her top aides parking tickets. They mean business, and lying to an FBI agent is a felony, so Hillary Clinton and her aides will be forced to tell the truth. The doublespeak involving convenience and retroactive classification won&rsquo;t matter to seasoned FBI agents whose reputations are on the line; the entire country feels there&rsquo;s a double-standard regarding this email controversy.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.salon.com\/2016\/04\/05\/this_is_how_the_fbi_destroys_hillary_the_10_questions_that_could_end_her_white_house_dreams\/\">Salon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Luftwaffe kehrt auf isl&auml;ndischen St&uuml;tzpunkt wegen der &ldquo;russischen Aggression&rdquo; zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWie sich eine neue Regierung, m&ouml;glicherweise unter einem Regierungschef der Piraten, zu der Stationierung von US-Truppen auf Island positionieren wird, d&uuml;rfte spannend werden. Das US-Verteidigungsministerium hat vergangenen Freitag 12 Kampfflugzeuge des Typs F-15C Eagles mit 350 Mann an Personal im Rahmen der Operation Atlantic Resolve nach den Niederlanden und Island verlegt &ndash; erst einmal bis September 2016. Damit kehren die US-Truppen wieder auf die Insel zur&uuml;ck, nachdem 2006 der Nato-Luft- und Marinest&uuml;tzpunkt Keflav&iacute;k geschlossen wurde. (&hellip;) Im September des letzten Jahres hatte US-Vize-Verteidigungsminister Bob Work gesagt, die US-Regierung habe der isl&auml;ndischen Regierung erkl&auml;rt, dass wegen es wegen der &ldquo;wachsenden russischen Aggression&rdquo; &ndash; eine zur Formel erstattete Begr&uuml;ndung aller m&ouml;glichen milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten &ndash; notwendig werden k&ouml;nnte, den St&uuml;tzpunkt wieder zu er&ouml;ffnen: &ldquo;Die Russen habe lange Transitfl&uuml;ge geflogen, die nahe an Island vorbeigehen, aber k&uuml;rzlich h&auml;tten sie mehrere Umrundungsfl&uuml;ge gemacht.&rdquo; Island habe sich daher interessiert an einer engeren milit&auml;rischen Kooperation gezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47859\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong> Endlich wird eine skandal&ouml;se weitere Sicherheitsl&uuml;cke geschlossen, dem ungeheuren, besorgniserregenden russischen Expansionsdrang eindrucksvoll begegnet. Wie gut, wenn man solche Verb&uuml;ndeten hat, die Bed&uuml;rfnisse schon erf&uuml;llen, bevor diese &uuml;berhaupt erkannt bzw. ge&auml;u&szlig;ert sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kooperation zwischen T&uuml;rkei und IS: Neue Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\nDokumente &uuml;ber den &Ouml;lhandel zwischen der T&uuml;rkei und dem IS widerlegen Aussagen des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Erdogan. Es sind nicht die einzigen Schriftsst&uuml;cke, die eine Zusammenarbeit mit dem IS nahelegen. Die Vorw&uuml;rfe f&uuml;r die Verstrickungen der T&uuml;rkei mit dem Islamischen Staat setzen sich fort. Den sogenannten Demokratischen Kr&auml;ften Syriens (SDF), einem Milit&auml;rb&uuml;ndnis in Syrien mit ma&szlig;geblicher Beteiligung der kurdischen PYG, sind nach eigenen Angaben wichtige, aussagekr&auml;ftige Dokumente bei der Eroberung der Stadt asch-Schaddadi im Norden Syriens (Gouvernement al-Hasaka) Anfang M&auml;rz 2016 in die H&auml;nde gefallen.Zudem wurden mehrere IS-K&auml;mpfer gefangengenommen, die umfangreiche Aussagen &uuml;ber die Unterst&uuml;tzung der T&uuml;rkei f&uuml;r den IS machten. Reporter des russischen Fernsehsenders RT besuchten asch-Schaddadi 10 Tage, nachdem sie befreit wurde. Dort wurden ihnen die Dokumente von den SDF vorgelegt. (&hellip;) Seit sp&auml;testens 2014 h&auml;ufen sich belastenden Indizien zur Zusammenarbeit zwischen der T&uuml;rkei und dem IS &ndash; unter anderem ein Forschungsbericht der Columbia University, Geheimdienstprotokolle, von t&uuml;rkischen Journalisten ver&ouml;ffentlicht, TV-Berichte (Weltspiegel), Zeitungsberichte &uuml;ber Waffenlieferungen an der t&uuml;rkisch-syrischen Grenzen. In einem Newsweek-Bericht von 2014 wird ein ehemaliger Kommunikationstechniker des IS mit Aussagen zitiert, wonach er laufend IS-Hauptleute und Kommandanten mit t&uuml;rkischen Regierungsvertretern verbunden habe. Im Herbst vergangenen Jahres berichtete Al-Monitor &uuml;ber umfangreiche Waffenexporte der T&uuml;rkei an den IS. (&hellip;) Die t&uuml;rkische Regierung h&uuml;llt sich gegen&uuml;ber diesen Vorw&uuml;rfen in Schweigen oder versucht diejenigen, die belastende Dokumente vorlegen, zum Schweigen zu bringen, wie dies aktuell der Prozess gegen die beiden Cumhuriyet Journalisten aller Welt vorf&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47869\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Yanis Varoufakis: Why we must save the EU<\/strong><br>\nA week after our first bilateral meeting in Berlin, Sch&auml;uble and I were to meet again across the long, rectangular table of the Eurogroup, the eurozone&rsquo;s decision-making body, comprising the common currency&rsquo;s finance ministers, plus the representatives of the troika &ndash; the ECB, the European Commission, and the International Monetary Fund. After I had recited our government&rsquo;s plea for a substantial renegotiation of the so-called &ldquo;Greek economic programme&rdquo;, which had the troika&rsquo;s fingerprints all over it, Dr Sch&auml;uble astounded me with a reply that should send shivers up the spine of every democrat: &ldquo;Elections cannot be allowed to change an economic programme of a member state!&rdquo; he said categorically. During a break from that 10-hour Eurogroup meeting, in which I had struggled to reclaim some economic sovereignty on behalf of my battered parliament and our suffering people, another finance minister attempted to soothe me by saying: &ldquo;Yanis, you must understand that no country can be sovereign today. Especially not a small and bankrupt one like yours.&rdquo; (&hellip;) Once I put it to Sch&auml;uble that we, as the elected representatives of a continent in crisis, can not defer to unelected bureaucrats; we have a duty to find common ground on the policies that affect people&rsquo;s lives through direct dialogue. He replied that, in his perspective, what matters most is the respect of the existing &ldquo;rules&rdquo;. And since the rules can only be enforced by technocrats, I should talk to them. Whenever I attempted to discuss rules that were clearly impossible to enforce, the standard reply was: &ldquo;But these are the rules!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2016\/apr\/05\/yanis-varoufakis-why-we-must-save-the-eu\">Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.F.:<\/strong> Da ist Interessantes &uuml;ber Siemens drin, und &uuml;ber Sch&auml;uble, aber vor allem die m.E. richtige Analyse der derzeitigen EU.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die schon fr&uuml;her einmal von Varoufakis zitierte Aussage Sch&auml;ubles, dass Wahlen an Wirtschaftsprogrammen &bdquo;nichts &auml;ndern d&uuml;rfen&ldquo;, k&ouml;nnte man als den politischen Offenbarungseid schlechthin bezeichnen. Die Einsch&auml;tzung des von Varoufakis anonym zitieren anderen Finanzministers aus der EU, wonach heutzutage &bdquo;kein Land souver&auml;n sein kann&ldquo; verweist ebenso auf ein grunds&auml;tzliches Problem des aktuellen Geldsystems.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>OECD f&uuml;r sp&auml;teren Rentenbeginn in Deutschland<\/strong><br>\n&bdquo;Trotz der Turbulenzen in der Weltwirtschaft, bleibt die deutsche Wirtschaft robust. Mit einer starken Exportleistung und geringer Arbeitslosigkeit.&ldquo; Mit diesen Worten hat OECD-Generalsekret&auml;r Angel Gurri&aacute; am Dienstag den Wirtschaftsbericht seiner Organisation pr&auml;sentiert. Trotzdem sieht die Industriestaaten-Organisation einen erheblichen Reformbedarf in Deutschland: Sp&auml;tere Rente, geringere Steuern auf Arbeit, bessere Bildung. Ziel sei es, die Produktivit&auml;t zu st&auml;rken, die Lebenszufriedenheit in einer rapide alternden Gesellschaft zu erh&ouml;hen und die Integration der Fl&uuml;chtlinge und Migranten zu gew&auml;hrleisten. So r&auml;t die OECD etwa zur Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters, das bereits bis 2029 stufenweise auf 67 steigt. Ohne Reformen w&uuml;rden die Rentenausgaben bis 2060 um mindestens 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zulegen, &bdquo;was die Tragf&auml;higkeit der &ouml;ffentlichen Finanzen beeintr&auml;chtigen w&uuml;rde&ldquo;. &bdquo;Durch eine Koppelung des Rentenalters an die Entwicklung der Lebenserwartung k&ouml;nnte die Tragf&auml;higkeit der &ouml;ffentlichen Finanzen gest&auml;rkt werden&ldquo;, schl&auml;gt die OECD vor. Eine Indexierung des gesetzlichen Renteneintrittsalters w&uuml;rde die Nachhaltigkeit der Altersversorgung verbessern, so der Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/oecd-wirtschaftsbericht-fuer-spaetere-rente-in-deutschland-14161552.html\">FAZ.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Wieder einmal neoliberale Propaganda ohne Sinn und Verstand. Wer eine weitere Anhebung des Rentenalters fordert hat von der Arbeitswelt offenbar nicht die geringste Ahnung. Wenn man heute bereits mit 50 keinerlei Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, wie soll man da bis 67 und dar&uuml;ber hinaus arbeiten? Auch in Berufen ohne explizite physische Beanspruchung ist die Arbeitsbelastung durch Terminhetze, hohe Arbeitsintensit&auml;t, Verantwortungsdruck und immer h&ouml;here Leistungsanforderungen stark gestiegen und gerade unsichere und prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse bedeuten eine hohe zus&auml;tzliche psychische Belastung. So nehmen gerade die Fr&uuml;hverrentungen wegen psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren immer st&auml;rker zu. Aber das alles muss die neoliberalen Schreibtischt&auml;ter der OECD nicht k&uuml;mmern. Zudem scheint man in Paris noch nichts von den Panama-Papers geh&ouml;rt zu haben. Die &ldquo;Tragf&auml;higkeit der &ouml;ffentlichen Finanzen&rdquo; ist nicht durch demographische Entwicklung gef&auml;hrdet, sondern durch die fortgesetzte und skrupellose Bereicherung des obersten 1%. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Die Kaffeesatzleser haben wieder zugeschlagen, die wissen heute schon, was in 44 Jahren sein wird. Respekt! Man k&ouml;nnte nat&uuml;rlich auch auf die Idee kommen, die gesetzliche Sozialversicherung zu st&auml;rken, die getroffenen Rentenk&uuml;rzungsma&szlig;nahmen zur&uuml;ck nehmen, den Menschen endlich mehr Lohn und Gehalt zahlen, die prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnisse abbauen oder gar die Arbeitgeber wieder &ldquo;gleichberechtigt&rdquo; in die Sozialversicherung einbauen. Vielleicht k&ouml;nnte man sogar die Steuers&auml;tze erh&ouml;hen und eine Verm&ouml;genssteuer einf&uuml;hren. Aber das geht ja nicht, weil die Privatsph&auml;re der Briefkastenunternehmer unter allen Umst&auml;nden gesch&uuml;tzt werden muss. Wo k&auml;men wir auch hin, wenn die &ldquo;Vierte Gewalt&rdquo; endlich das machen w&uuml;rde, wozu sie eigentlich da ist!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Von Dax-Chefs wird l&auml;cherlich wenig Leistung verlangt<\/strong><br>\nF&uuml;r Siemens-Chef Joe Kaeser war es ein schlimmes Jahr: Trotz der soliden B&ouml;rsenentwicklung 2015 lag die Aktie seines Unternehmens im Minus, ein Milliarden-Investment wurde zum Desaster, zugleich werden mindestens 2500 Jobs gestrichen. Auf seinem Konto merkt der Manager davon allerdings nichts.2,68 Millionen Euro Bonus gew&auml;hrte ihm der Aufsichtsrat, der &uuml;ber die Verg&uuml;tung entscheidet: alle Ziele grandios &uuml;bererf&uuml;llt. Die Aussch&uuml;ttung f&uuml;r Kaeser lag bei 140 Prozent des urspr&uuml;nglich Vereinbarten. Damit z&auml;hlt er zu den f&uuml;nf Boni-K&ouml;nigen unter den wichtigsten deutschen Konzernlenkern. Auch andere Spitzenmanager haben &uuml;ppige Aufschl&auml;ge kassiert, obwohl im Unternehmen eher Krisenstimmung herrschte. (&hellip;) Wieso gibt es dennoch die Belohnung? Wom&ouml;glich, weil die Verg&uuml;tungssysteme ausgesprochen gro&szlig;z&uuml;gig sind &ndash; und den Managern anspruchslose Ziele gesetzt werden. H&uuml;rden, die so niedrig sind, dass man sie ohne gro&szlig;e M&uuml;he &uuml;berspringen kann. (&hellip;) Die Managementberatung Kienbaum hat in einer Untersuchung f&uuml;r die &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; die Verg&uuml;tungsteile der gerade ver&ouml;ffentlichten Gesch&auml;ftsberichte ausgewertet. Die Vorstandsvorsitzenden der gro&szlig;en b&ouml;rsennotierten Konzerne haben demnach f&uuml;r das vergangene Jahr kaum Abschl&auml;ge auf ihre Boni hinnehmen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article154004733\/Von-Dax-Chefs-wird-laecherlich-wenig-Leistung-verlangt.html\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>257 000 000 000 Euro: Der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss im Jahr 2015 mit der Welt, mit Europa und der Eurozone ist ein Skandal, der keiner sein darf &ndash; Teil 1<\/strong><br>\nDie deutschen Medien sind doch immer ganz ehrlich und offen. Sie berichten einfach &uuml;ber alles, was wissenswert ist, sie informieren den B&uuml;rger unvoreingenommen und haben nat&uuml;rlich auch immer wieder versucht, wie es die Wahrheitskommission des Spiegel nennt, dem B&uuml;rger, komplexe Zusammenhange so zu erkl&auml;ren, dass die Welt ein klein wenig besser wird.<br>\nWunderbar! Nur manchmal, aber ganz ganz selten, nur wenn es gar nicht anders geht, nur wenn das Vaterland auf dem Spiel steht, dann, ja dann, k&ouml;nnte auch ein deutsches Medium oder sogar alle Medien auf einmal etwas verschweigen. Aber sicher haben die Herren und Damen Journalisten dann hart mit sich gerungen, bevor sie entschieden haben, man m&uuml;sse den Leser nicht mit allen unangenehmen Dingen auf der Welt traktieren.<br>\nSo ein Ding sind sicher die deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse. Unangenehm ist das, weil sich immerhin die halbe Welt dar&uuml;ber aufregt, weil man einfach keine gute Verteidigungslinie findet und das Ding einfach nicht von alleine weggehen will, sondern auch noch best&auml;ndig w&auml;chst. Also Schwamm dr&uuml;ber, Augen, Ohren und Mund zu und durch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/257-000-000-000-euro-der-deutsche-leistungsbilanzueberschuss-im-jahr-2015-mit-der-welt-mit-europa-und-der-eurozone-ist-ein-skandal-der-keiner-sein-darf-teil-1\/\">Flassbeck Economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine Reform, die sich als Anleitung zur Aufl&ouml;sung einer Gesellschaft lesen l&auml;sst<\/strong><br>\nDoch die Hartz-Reform insgesamt ist wohl unbestreitbar der schwerwiegendste Angriff auf den Sozialstaat (und zugleich die abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten) in der Geschichte der Bundesrepublik. Sie hat &ndash; im Verbund mit den umfassenden Steuersenkungen f&uuml;r Wohlhabende und Unternehmen, sowie der Demontage der gesetzlichen Rente (alles Agenda 2010) &ndash; das Machtgef&uuml;ge noch einmal &uuml;berdeutlich in Richtung der Kapitalseite verschoben. Dabei wurde das politisch-gesellschaftliche Klima willentlich vergiftet, schlie&szlig;lich war ein derartiger Angriff auf die sozialen Grundrechte der Menschen nur m&ouml;glich, indem die geeigneten  Bilder in den K&ouml;pfen der Bev&ouml;lkerungsmehrheit hervorgerufen wurden, um Gruppen gegeneinander auszuspielen (z.B. Niedrigl&ouml;hner gegen Menschen in Sozialhilfe), Gegenkr&auml;fte zu fragmentieren und Menschen mit Falscherz&auml;hlungen zu l&auml;hmen. Man sollte die &bdquo;Reformer&ldquo; mit ihrer Version der Realit&auml;t jedoch nicht so davon kommen lassen, da wir heute sehen, wie tiefgreifend die Ver&auml;nderung ist. (&hellip;) K&uuml;rzlich hatte ich im Rahmen einer Lehrveranstaltung die Gelegenheit einen Vortrag zur Hartz-Reform zu halten. Zu diesem Zweck hatten wir unsere Folien von 2014 etwas aktualisiert. Wir wollen auch die neue Version verlinken. Die darin enthaltenen Informationen liefern vielleicht eine n&uuml;tzliche Grundlage daf&uuml;r, mit anderen, bislang skeptischen Menschen, ins Gespr&auml;ch zu kommen, um sie davon zu &uuml;berzeugen, dass es einen grundlegenden sozialfortschrittlichen Wandel in diesem Land braucht und ein entscheidender Hebel daf&uuml;r eben die Sozialgesetzgebung w&auml;re. Kurzfristig w&auml;re das Sanktionsregime in Hartz IV abzuschaffen, langfristig m&uuml;sste die gesamte Reform r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden, da nicht nur ihre Begr&uuml;ndungen erwiesenerma&szlig;en falsch sind, sondern eben auch ihre &ouml;konomischen und sozialen Konsequenzen verheerend. Dazu muss es jedoch zun&auml;chst gelingen, mit den Propagandastories von der &bdquo;Notwendigkeit&ldquo; und dem &bdquo;Erfolg&ldquo; der Reformen aufzur&auml;umen, sie beherrschen immer noch weite Teile der &ouml;ffentlichen Meinung und lassen viele Menschen stillhalten, auch weil sie nicht als &bdquo;unvern&uuml;nftig&ldquo; gelten wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=10660\">Maskenfall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sozialpolitik: Kinderarmut in Westdeutschland steigt<\/strong><br>\n2015 war alles in allem ein gutes Jahr f&uuml;r die deutsche Wirtschaft. Allerdings nicht f&uuml;r alle. Ausgerechnet Kinder aus armen Familien haben wenig oder nichts vom allgemeinen Aufschwung gehabt. In den westdeutschen Bundesl&auml;ndern ist die Kinderarmut 2015 gegen&uuml;ber dem Vorjahr sogar gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung, die der DGB auf Grundlage von Hartz-IV-Daten vorgelegt hat. Danach lebten im September 2015 bundesweit 1,66 Millionen Kinder unter 15 Jahren in Familien, die Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV) bezogen und somit weniger als 60 Prozent der mittleren Haushalteink&uuml;nfte zur Verf&uuml;gung haben. Im Westen lag die Zahl bei  fast  1,22 Millionen, das entspricht gegen&uuml;ber 2014 einem Plus von 33.000 Kindern. Damit stieg die Armutsquote der Kinder unter 15-Jahren im Westen von 13,6 auf 14 Prozent. Im Osten dagegen ging die Zahl der Kinder in Haushalten, die auf die Grundsicherung angewiesen waren, um 0,4 Prozentpunkte auf knapp 442.900 zur&uuml;ck. Gleichwohl liegt der Anteil der Hartz-IV-Haushalte mit Kindern im Osten mit 22,4 Prozent weiterhin deutlich &uuml;ber der im Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/sozialpolitik-kinderarmut-in-westdeutschland-steigt-23829206\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Untersuchung des DGB k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++be4beb2a-fb0c-11e5-bd5a-52540023ef1a\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>DGB: Fl&uuml;chtlinge haben keine Vorteile<\/strong><br>\nDer Bundesinnenminister will noch h&auml;rtere Sanktionen gegen Fl&uuml;chtlinge. Der DGB widerspricht. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re vorgeworfen, er verbreite falsche Informationen &uuml;ber die Lage von Fl&uuml;chtlingen und helfe so Rechtspopulisten.  Schon jetzt seien die Leistungen &uuml;ber das SGB II mit harten Sanktionen f&uuml;r alle Bezieher verkn&uuml;pft. F&uuml;r Ausl&auml;nder gingen sie aber noch einen Schritt weiter; ihnen k&ouml;nne auch ihr Aufenthaltsstatus aberkannt oder sie k&ouml;nnten sogar ausgewiesen werden. (&hellip;)Wer dennoch weitere Sanktionen fordere, suggeriere, Fl&uuml;chtlingen h&auml;tten Vorteile &ndash; &bdquo;die es nicht gibt&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Papier des DGB-Bundesvorstands, in dem auch die Rechtslage von Fl&uuml;chtlingen im Sozialgesetz erl&auml;utert ist. &bdquo;Dass solche Forderungen von Rechtspopulisten aufgegriffen werden, verwundert nicht&ldquo;, hei&szlig;t es im Vorwort des Texts unter dem Titel &ldquo;Integration von Fl&uuml;chtlingen: F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;. In de Maizieres Eckpunkten zu einem Integrationsgesetz gehe es &bdquo;in erster Linie um die Versch&auml;rfung von Sanktionen&ldquo;. Dabei werde verkannt, dass viele Fl&uuml;chtlinge die Integrationsanforderungen auch bei bestem Willen nicht erf&uuml;llen k&ouml;nnten, etwa weil sie zu Gruppen geh&ouml;rten, die kein Recht auf den Besuch von Sprachkursen h&auml;tten. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach kritisierte gegen&uuml;ber dem Tagesspiegel auch das Konzept &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo;: Es setze voraus, dass es gen&uuml;gend F&ouml;rderangebote gebe. &ldquo;Das ist aber nicht der Fall&rdquo;, sagte Buntenbach. &ldquo;Die Jobcenter sind seit Jahren unterfinanziert und k&ouml;nnen Hartz IV-Empf&auml;nger nur unzureichend in den Arbeitsmarkt integrieren. Wird dem Diktat der &sbquo;schwarzen Null&lsquo; weiter gefolgt, droht sich dieser Mangel zu versch&auml;rfen. Die Gefl&uuml;chteten k&ouml;nnten dann zur Ursache eines Missstandes erkl&auml;rt werden, den sie nicht verursacht haben.&rdquo; Bevor die Bundesregierung Sanktionen gegen Fl&uuml;chtlinge verh&auml;nge, m&uuml;sse sie &ldquo;zun&auml;chst vor der eigenen T&uuml;re kehren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/kritik-am-innenminister-dgb-fluechtlinge-haben-keine-vorteile\/13403372.htmlhttps:\/\/www.google.de\/?gws_rd=ssl\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Aldi: Massiver Druck auf Besch&auml;ftigte und Betriebsr&auml;te<\/strong><br>\nDie Besch&auml;ftigten bei Aldi Nord sollen neue Arbeitsvertr&auml;ge unterschreiben. Das verlangt die Gesch&auml;ftsleitung, In den neuen Vertr&auml;gen wird der Arbeitszeitrahmen ausgeweitet, eine Stammfiliale wird nicht mehr festgelegt. Au&szlig;erdem l&auml;sst eine Formulierung in der Vertr&auml;gen darauf schlie&szlig;en, dass der Discounter seinen Ausstieg aus der Tarifbindung vorbereitet. Das Unternehmen sagt nach Angaben von Betriebsr&auml;ten, es handele sich um eine Vorsichtsma&szlig;nahme f&uuml;r den Fall schlechter Zeiten, aber die Vehemenz, mit der die Besch&auml;ftigten zur Unterschrift bewegt werden sollen, l&auml;sst anderes bef&uuml;rchten. (&hellip;) F&uuml;nf von insgesamt 35 Betriebsr&auml;ten bei Aldi Nord haben noch nicht unterschrieben. Viele Betriebsr&auml;te, die unterschrieben haben, stammen nach ver.di-Angaben aus dem Dunstkreis der Pseudogewerkschaft AUB. Bei Aldi S&uuml;d gibt es nach Angaben von ver.di keine Betriebsr&auml;te.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">Verdi news<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutsche Umwelthilfe klagt gegen Daimler<\/strong>\n<ul>\n<li>Mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat der erste Umweltverband juristische Schritte gegen Daimler eingeleitet.<\/li>\n<li>Die DUH wirft dem Autokonzern irref&uuml;hrende Abgas-Angaben gegen&uuml;ber den K&auml;ufern vor.<\/li>\n<li>Daimler h&auml;lt die Klage f&uuml;r unbegr&uuml;ndet. Doch sie d&uuml;rfte auf der Hauptversammlung in Berlin f&uuml;r Diskussionen sorgen. [&hellip;]<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Deutsche Umwelthilfe hatte zuletzt auch VW-Konkurrenten vorgeworfen, die in Prospekten versprochenen Abgas-Traumwerte etwa bei Stickoxiden in der Praxis nicht zu erreichen &ndash; sondern nur unter ganz bestimmten Laborbedingungen. Messergebnisse aus den Niederlanden lie&szlig;en auch den schw&auml;bischen Konzern schlecht aussehen. Ein dortiges Pr&uuml;finstitut hatte deutlich erh&ouml;hte Werte bei der Mercedes C-Klasse 220 Bluetec ermittelt. Ausgerechnet bei Geschwindigkeiten, die innerorts &uuml;blich sind, stie&szlig; der Wagen das Zehnfache des Normwerts aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/klage-von-umweltschuetzern-deutsche-umwelthilfe-klagt-gegen-daimler-1.2935204\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Referenden als Tyrannei<\/strong><br>\n&Uuml;berlegungen zu einer etwaigen Aushebelung des demokratischen Mehrheitswillens begleiten das heutige EU-Referendum in den Niederlanden. Dort stimmt die Bev&ouml;lkerung an diesem Mittwoch &uuml;ber das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine ab. Umfragen sahen bis zuletzt die Gegner des Vertrags klar vorn. Dies wiegt umso schwerer, als die Initiatoren das Referendum auch als Votum gegen die EU und die EU-orientierten Eliten begreifen, denen die Meinungskontrolle auch in den Niederlanden zu entgleiten beginnt. (&hellip;) Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung weist darauf hin, dass das Referendum nicht bindend ist und von der Regierung in Den Haag ignoriert werden kann. Auch sei es m&ouml;glich, ein Negativ-Resultat des Referendums durch eine &ldquo;technische L&ouml;sung&rdquo; zu &uuml;berwinden. Deutsche Medien stellen nationale Referenden &uuml;ber EU-Themen prinzipiell zur Debatte; es handle sich, hei&szlig;t es, um eine &ldquo;Tyrannei der Minderheit&rdquo;. (&hellip;) Dennoch stellen deutsche Medien k&uuml;nftige Referenden &uuml;ber die EU-Politik mittlerweile prinzipiell in Frage. M&ouml;glicherweise liege &ldquo;das Problem &hellip; in dem Glauben, mehr direkte Demokratie sei per se eine gute Sache&rdquo;, hei&szlig;t es in einem <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/niederlande-volksabstimmung-als-tritt-vors-schienbein-der-eu-1.2932746\">aktuellen Artikel<\/a> in der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo;; dem sei nicht so. In dem Artikel nimmt der Autor auf einen Beitrag in der Wochenzeitung &ldquo;Die Zeit&rdquo; von Anfang M&auml;rz Bezug, dessen Autor <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2016-03\/referendum-bedeutung-europa-wahlen-effizienz-demokratie-populismus\">behauptet<\/a>, Referenden wie die aktuelle Abstimmung in den Niederlanden seien &ldquo;kaum &hellip; demokratisch&rdquo;: In ihnen stimme &ldquo;ein kleiner Teil der europ&auml;ischen W&auml;hlerschaft &uuml;ber Dinge ab&hellip;, die Europa als Ganzes betreffen&rdquo;. Daher k&ouml;nne man sie &ldquo;eine &lsquo;Tyrannei der Minderheit&rsquo; nennen&rdquo;. Der Autor, Professor f&uuml;r Europ&auml;ische Politik in Oxford, bezeichnet sie als &ldquo;Festival politischer Dummheit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59339\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-32763","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32763","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32763"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32763\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32771,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32763\/revisions\/32771"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32763"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32763"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32763"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}