{"id":3284,"date":"2008-06-16T09:10:09","date_gmt":"2008-06-16T07:10:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3284"},"modified":"2008-06-16T09:18:12","modified_gmt":"2008-06-16T07:18:12","slug":"hinweise-des-tages-670","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3284","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3284&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Wozu Europa?<\/strong><br>\nNach dem &ldquo;Nein&rdquo; von Irland zu den Vertr&auml;gen von Lissabon befindet sich Europa in der Sinnkrise. Doch auch das Verhalten des europ&auml;ischen B&uuml;rgers bietet Anlass zur Kritik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/ausland\/meinung\/998\/180443\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es bleibt einem Journalisten zur Schande der Zunft &uuml;berlassen, den europ&auml;ischen B&uuml;rgern das Scheitern des Vertrages von Lissabon anzulasten. Diese werden zwar sp&auml;ter reduziert auf 862 415 Iren. Schade, dass nicht tats&auml;chlich der europ&auml;ische B&uuml;rger entscheiden durfte. Wahrscheinlich h&auml;tten dann unsere oberschlauen Politprofis wirklich etwas zu schlucken gehabt, die da meinten, die Mogelpackung Vertrag w&uuml;rde den Betrieb am Laufen halten. Nat&uuml;rlich wird sich die politische Klasse etwas einfallen lassen, aber warum m&uuml;ssen Journalisten europ&auml;ische Werbeslogans ablassen: &ldquo;Die Europ&auml;ische Union der 27 Nationen, also der politische, &ouml;konomische und monet&auml;re Zusammenschluss des Okzidents zu einer in sich verwobenen Zone des Friedens und des Wohlstands &ndash; das ist eine historische Gro&szlig;tat, die einmalig ist auf diesem Flecken Erde, der viele Jahrhunderte lang Gefallen gefunden hatte an Selbstzerfleischung und zerst&ouml;rerischen Machtspielen.&rdquo; Wie kann man die europ&auml;ischen Realit&auml;ten so ignorieren? <\/em><\/p>\n<p>Die Europ&auml;ische Union ist im Wesentlichen immer noch eine Wirtschaftsgemeinschaft &ndash; und dies auf der schlichtesten Ebene, dem Markt. Dieser viel ger&uuml;hmte Binnenmarkt hat allerdings entgegen allen Prognosen ein recht bescheidenes Wachstum gezeitigt mit einem immer noch ungen&uuml;genden Besch&auml;ftigungsniveau, mit zunehmender Ungleichheit und Armut. Da hilft auch nicht der beliebte Hinweis auf das Wachstum der osteurop&auml;ischen Volkswirtschaften innerhalb der EU. Deren Wachstumsraten sehen in der Tat toll aus. Das Ausgangsniveau ist allerdings so niedrig gewesen, dass es wohl noch Jahrzehnte dauern wird, bis der europ&auml;ische Durchschnitt erreicht wird &ndash; sieht man von einem Land wie Slowenien ab, das bereits als Jugoslawische Teilrepublik &uuml;ber dem Niveau Portugals oder Griechenlands lag.<\/p>\n<p>Dass der Europ&auml;ische Binnenmarkt als gesamtwirtschaftliches Projekt am europ&auml;ischen B&uuml;rger vorbeigeht, nimmt aber nicht weiter Wunder. Dieser Markt war seit Anbeginn ein einzelwirtschaftliches Programm. Es folgt ganz pr&auml;zise dem Memorandum des European Roundtable of Industrialists (ERT) an den EG-Kommissar Etienne Davignon im Juni 1983, einer Initiative mehrerer F&uuml;hrungskr&auml;fte gro&szlig;er, europ&auml;ischer Unternehmen. Die ERT-Mitglieder repr&auml;sentieren die gr&ouml;&szlig;ten Konzerne Europas und sind bis heute die m&auml;chtigste Lobbygruppe in Br&uuml;ssel. Nat&uuml;rlich ist der Binnenmarkt f&uuml;r das europ&auml;ische, transnationale Kapital ein Gewinnspiel. <\/p>\n<p><strong>Die ungen&uuml;gende gesamtwirtschaftliche Performance wird meist mit Hilfe mikrofundierter, angebotsorientierter &Ouml;konomen als ungen&uuml;gende Wettbewerbsf&auml;higkeit des europ&auml;ischen B&uuml;rgers verkauft, und auf dieser Grundlage die Unterh&ouml;hlung sozialer Standards im Namen des Wettbewerbs weiter vorangetrieben.<\/strong><\/p>\n<p>Sehr geehrter Her Stefan Kornelius, mit ein bisschen Statistik w&uuml;rden auch Sie feststellen m&uuml;ssen: Unser europ&auml;ischer Wohlstand schwindet und der innergesellschaftliche Unfriede w&auml;chst. Ob das der &ldquo;politische, &ouml;konomische und monet&auml;re Zusammenschluss des Okzidents&rdquo; auf Dauer verkraften wird, ist zu bezweifeln.<\/p><\/li>\n<li><strong>Irland &ndash; EU 1:0<\/strong><br>\nEine erstaunlich deutliche Mehrheit der irischen Bev&ouml;lkerung sagte am Donnerstag Nein zum Lissabon-Vertrag. 55 Prozent der W&auml;hler waren sich sicher, da&szlig; die Milit&auml;rpolitik der EU, deren Kooperation mit der NATO und ebenso die neoliberale Wirtschaftspolitik falsch sind. Daf&uuml;r sprachen sich 45 Prozent aus.<br>\nKonservative Politiker in Paris, aber auch die deutsche Bertelsmann-Stiftung, forderten bereits am Freitag eine zweite Abstimmung in Irland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-14\/068.php%20\">jungewelt.de <\/a>\n<p><em><strong>Nebenbemerkung von Roger Strassburg:<\/strong> Die (un)heimliche Regierung, die Bertelsmann-Stiftung, l&auml;sst solange abstimmen, bis das Volk einlenkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU-Verfassung<\/strong><br>\nSehr h&ouml;renswerte Vorlesung zum Thema EU-Verfassung. Darin warnt Karl Albrecht Schachtschneider auch vor der privaten Rentenversicherung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/view_play_list?p=86EF311FC83D1447\">Youtube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.kaschachtschneider.de\/Schriften\/Dokumente-herunterladen\/dokumente-herunterladen.html\">Homepage von Prof. Schachtschneider<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Alten &ndash; lieb, aber zu teuer?<\/strong><br>\nOh Gott, Ronald Pofalla. Mit dem Charisma einer Buchhalter-Karikatur hat der CDU-Generalsekret&auml;r am Wochenende vorgerechnet, dass 100.000 Menschen in Altersteilzeit 1,4 Milliarden Euro kosten. Was uns der Mann sagen wollte, war: Der Versuch des Sozialstaats, &auml;lteren Menschen den &Uuml;bergang in den Ruhestand zu erleichtern, ist ihm zu teuer. Umgerechnet auf den Einzelnen kommen wir auf 14.000 Euro. 14.000 Euro f&uuml;r jemanden, der sich so krank oder m&uuml;de geschuftet hat, dass er es bis 65 oder 67 nicht schafft. 14.000 Euro f&uuml;r einen, der andernfalls wom&ouml;glich in die Arbeitslosigkeit, vielleicht gar in eine Armutsspirale gehen m&uuml;sste. Zu teuer?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1351545\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>BA-Chef warnt vor Milliardenloch<\/strong><br>\nDer Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Frank-J&uuml;rgen Weise, hat sich in die Debatte um eine Senkung der Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung eingeschaltet: Ein Defizit von mehr als vier Milliarden Euro k&auml;me auf die BA zu, wenn die in der Koalition diskutierte Absenkung umgesetzt w&uuml;rde. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) warnt vor einem Milliardendefizit, falls es zu der von der Koalition diskutierten Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung kommt. Bei einer Reduzierung des Beitragssatzes um 0,3 Prozentpunkte w&auml;re mit einem Minus seiner Beh&ouml;rde von bis zu 4,3 Mrd. Euro zu rechnen, sagte BA-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise am Wochenende der Nachrichtenagentur Reuters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Politik\/Deutschland\/_pv\/_p\/200050\/_t\/ft\/_b\/1443622\/default.aspx\/ba-chef-warnt-vor-milliardenloch.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Mit Hartz IV in Rente<\/strong><br>\nTrotz guter Konjunktur breitet sich die Armut bei Menschen kurz vor dem Renteneintritt aus. Im Januar 2008 waren nach FR-Informationen 676.787 M&auml;nner und Frauen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit arbeitslos gemeldet. Das sind 168.464 mehr als drei Jahre zuvor, was einem Anstieg um ein Drittel entspricht. Auch das wirtschaftlich erfolgreiche Jahr 2007 brachte eine Zunahme um 44.021 (sieben Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1351575\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gnadenlose Sozialrhetorik<\/strong><br>\nF&uuml;r Stimmungslagen hat J&uuml;rgen R&uuml;ttgers ein sehr feines Gesp&uuml;r. Aktuell f&uuml;hlt Nordrhein-Westfalens CDU-Ministerpr&auml;sident die immer gr&ouml;&szlig;er werdende Angst vor dem sozialen Abstieg, die immer mehr Menschen ergreift. Der CDU-Vize sch&auml;rft deshalb sein soziales Profil noch einmal: Ohne Gegenstimme beschloss der Dortmunder Landesparteitag der NRW-CDU seinen Leitantrag in Richtung Bundesebene. Dieser sieht h&ouml;here Renten f&uuml;r Geringverdiener und ein h&ouml;heres Schonverm&ouml;gen f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger vor. Wer k&ouml;nnte dagegen sein? R&uuml;ttgers&rsquo; eigene Landespolitik aber versch&auml;rft faktisch die soziale Spaltung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2008%2F06%2F16%2Fa0046&amp;cHash=12a053d9d8&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Sozialcharta verdient ihren Namen nicht &laquo; <\/strong><br>\nDer Verkauf der Wohnungsgesellschaft Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) mit ihrem Bestand von 93000 Wohnungen an den Immobilienfonds Whitehall der US-Investmentbank Goldman Sachs in Nordrhein-Westfalen geht zu Lasten der Mieter und der Steuerzahler. Ein Gespr&auml;ch mit Bernhard von Gr&uuml;nberg, dem Landesvorsitzender des Deutschen Mieterbundes in Nordrhein-Westfalen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-14\/036.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ausverkauf<\/strong><br>\nDie Post will ihre Filialen komplett absto&szlig;en. Glaubt man den Aussagen des Postagenturnehmerverbandes, so werden bei jeder Umwandlung einer Filiale in eine private Agentur 60 Prozent der Kosten &raquo;eingespart&laquo;. Welches Resultat eine solchen Sparpolitik hat, d&uuml;rfte klar sein: Neben der Einschr&auml;nkung des Leistungsangebots ist mit einer drastischen Reduzierung des Personals zu rechnen, was die Schlangen vor den Schaltern noch verl&auml;ngern d&uuml;rfte. Hinzu kommt, da&szlig; die Besch&auml;ftigten in den &raquo;Partnerfilialen&laquo; im Gegensatz zu den regul&auml;ren Postangestellten mit Minijobs und Dumpingl&ouml;hnen abgespeist werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-14\/032.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Stephan Schulmeister &ndash; Potenziale einer Spekulationssteuer<\/strong><br>\nDer &ouml;sterreichische Finanzminister Wilhelm Molterer hat k&uuml;rzlich im Ecofin-Rat der europ&auml;ischen Finanzminister einen Vorsto&szlig; f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Steuer auf (spekulative) Finanztransaktionen unternommen. Die Reaktion seiner Ministerkollegen aus den anderen EU-Staaten darauf war sehr verhalten. Dabei w&auml;re ein solches Projekt allemal sinnvoll. Das &Ouml;sterreichische Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (Wifo) hat die Potenziale einer generellen Finanztransaktionssteuer (FTS) in einer umfangreichen Studie untersucht und zwar f&uuml;r Steuers&auml;tze von 0,1 Prozent, 0,05 Prozent und 0,01 Prozent (die Ergebnisse der Untersuchung finden sich auch unter www.wifo.at). Bei Derivaten wird der Kontraktwert zugrunde gelegt. Eine solche Steuer w&uuml;rde daher nur die kurzfristigen Transaktionen (Intraday) belasten, und zwar umso mehr, je gr&ouml;&szlig;er der Hebel ist &ndash; sprich je spekulativer sie sind.\n<p>Eine generelle Besteuerung von Finanztransaktionen kann allerdings nur schrittweise umgesetzt werden. In einer ersten Etappe sollten die Spot- und Derivatetransaktionen auf B&ouml;rsen in der Europ&auml;ischen Union erfasst werden. Dabei kommt es ganz besonders darauf an, dass Deutschland und Gro&szlig;britannien mitziehen, da ann&auml;hernd 99 Prozent aller B&ouml;rsentransaktionen in der Union auf diese beiden L&auml;nder entfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1398&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Wer braucht noch die SPD?<\/strong><br>\nEin Jahr nach Gr&uuml;ndung der Linkspartei steht die SPD so schlecht da wie selten zuvor. Ihre Politik ist farblos, formlos, unsichtbar. Schade.<br>\nIn einer Zeit, in der es der SPD so gut gehen m&uuml;sste wie nie, geht es ihr so schlecht wie selten. Alle reden &uuml;ber Gerechtigkeit, aber die SPD redet &uuml;ber sich selbst. Der Diskurs &uuml;ber soziale Gerechtigkeit findet weitgehend ohne die Partei statt, die hundert Jahre lang daf&uuml;r gek&auml;mpft hat. Es ist, als habe sie das Ende ihrer stolzen Geschichte erreicht. Ihre Politik ist in den dritten Aggregatzustand &uuml;bergegangen: Sie ist nicht mehr fest, sie ist nicht mehr fl&uuml;ssig, sie ist gasf&ouml;rmig &ndash; farblos, formlos, unsichtbar.<br>\nAls gr&ouml;&szlig;te Ungerechtigkeit empfindet die SPD nicht die Spaltung der Gesellschaft, sondern die Spaltung der Linken, die sie selber verursacht hat. Gr&uuml;ndungsvater der Linkspartei ist ja nicht Oskar Lafontaine, auch nicht Gregor Gysi, sondern Gerhard Schr&ouml;der. Ohne seine &ldquo;Basta&rdquo;-Politik, ohne Hartz IV und vor allem ohne die vorgezogene Neuwahl, die der SPD-Kanzler 2005 erzwungen hat, g&auml;be es die Linkspartei nicht.\n<p>Die Feixerei auch in der SPD dar&uuml;ber, dass der Parteichef nicht &uuml;ber rhetorische und intellektuelle Brillanz verf&uuml;gt, ist bezeichnend f&uuml;r den Zustand der SPD: Diese Partei hat vergessen, dass sie einmal die Partei der kleinen Leute war &ndash; deren Verk&ouml;rperung ein Kurt Beck sein k&ouml;nnte. Einer sozialdemokratischen Partei, in der es keine innerparteiliche Solidarit&auml;t mehr gibt, der traut man auch solidarische Gesellschaftspolitik nicht mehr zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/,tt4m1\/deutschland\/artikel\/879\/180326\/%20\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein Nachruf!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kampf gegen Studiengeb&uuml;hren: Student klagt in Karlsruhe<\/strong><br>\nDer Kampf gegen die Studiengeb&uuml;hren hat sich in die Gerichtss&auml;le verlagert. Ein Student will die Entscheidung des Hessischen Staatsgerichtshofs nicht hinnehmen und zieht nach Karlsruhe. Grunds&auml;tzlich k&ouml;nnten in Karlsruhe auch Urteile von Landes-Verfassungsgerichten &uuml;berpr&uuml;ft werden. Der Pr&auml;sident des Staatsgerichtshofs, Klaus Lange, hatte im Namen der unterlegenen Minderheiten die Meinung vertreten, das Gesetz verletze den in der Landesverfassung festgeschriebenen Grundsatz des unentgeltlichen Schulbesuchs. Deshalb sei es widersinnig, die Aufnahme von Darlehen zur Finanzierung der Studiengeb&uuml;hren als Verbesserung der wirtschaftlichen Lage von Studenten zu werten. Mit dieser Argumentation will der Anwalt des klagenden Studenten nun die Karlsruher Richter &uuml;berzeugen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169002\/61\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Lehrern wird Arbeitszeit und Einkommen gek&uuml;rzt<\/strong><br>\nAufgrund massiver R&uuml;ckg&auml;nge der Sch&uuml;lerzahlen werden die Arbeitszeiten und L&ouml;hne der angestellten Lehrer in Brandenburg ab kommendem Schuljahr deutlich reduziert. Damit umgeht man betriebsbedingte K&uuml;ndigungen. F&uuml;r die rund 6000 angestellten Lehrer an den staatlichen Schulen in Brandenburg tritt im August ein neuer Sozialtarifvertrag in Kraft. Der Vertrag sieht deutliche Reduzierungen um 25 Prozent beim Arbeitsumfang und 17 Prozent beim Einkommen, sowie einen Schutz vor betriebsbedingten K&uuml;ndigungen bis 31. Juli 2013 vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Brandenburg-Bildungspolitik;art128,2550314\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Soviel zu Merkels &bdquo;Bildungsrepublik Deutschland&ldquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Neues B&ouml;ckler Impuls (Ausgabe 10 vom 11. Juni) <\/strong><br>\nmit den Themen: \n<ul>\n<li>Konjunktur: Schuldenbremse dr&uuml;ckt Wachstum <\/li>\n<li>Erbschaftsteuer: Unverdientes Verm&ouml;gen <\/li>\n<li>Mitbestimmung: Konzerne: Standorte sicherer mit Betriebsrat <\/li>\n<li>Verteilung: Mehr Reiche und mehr Arme <\/li>\n<li>Bildung: Erheblicher Investitionsbedarf <\/li>\n<li>Gesundheit: Sicherer Job, hohe Lebenserwartung <\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32006.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nestl&eacute; l&auml;sst offenbar Attac-Gruppe in der Schweiz ausspionieren<\/strong><br>\nDer Lebensmittel- hersteller Nestl&eacute; soll die schweizer &Uuml;berwachungsfirma &ldquo;Securitas&rdquo; beauftragt haben, Globalisierungskritiker zu &uuml;berwachen. Eine Arbeitsgruppe von Attac in Waadt hatte in einem Buch das Unternehmen kritisiert, weshalb es die Infiltration der Gruppe veranlasst haben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169006\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Schluss mit Kasino-Banking<\/strong><br>\nK&uuml;nftig sollen Schweizer Banken nicht mehr wie Hedge-Funds agieren k&ouml;nnen. W&auml;hrend in verschiedenen internationalen Gremien noch immer relativ theoretisch &uuml;ber eine m&ouml;gliche Versch&auml;rfung der Eigenmittelvorschriften diskutiert wird, will die Eidgen&ouml;ssische Bankenkommission (EBK) schnell die Schrauben anziehen. Die Eidgen&ouml;ssische Bankenkommission will den Schweizer Banken eine Obergrenze beim Einsatz von Fremdkapital aufzwingen. Das ist eine neue, in der Schweiz bisher unbekannte Regulierung. Sie gilt heute bereits f&uuml;r Kommerzbanken in den USA (aber nicht f&uuml;r die wenig regulierten Wall-Street-H&auml;user wie Merrill Lynch oder Goldman Sachs).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/schluss_mit_kasino-banking_1.759758.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Elitetreffen der Bilderberger 2008 <\/strong><br>\nIn der N&auml;he von Washington fand letztes Wochenende das Treffen der sogenannten Bilderberg-Gruppe statt. In vertraulicher Runde kommen hierbei gut 100 Vertreter der Einflussreichen in Wirtschaft, Politik, Milit&auml;r und Medien aus aller Welt zusammen, um sich &uuml;ber die Zukunft der Weltwirtschaft und -politik auszutauschen. Nach im Internet kursierenden Teilnehmerlisten waren aus Deutschland dabei: Josef Ackermann, Joschka Fischer, Wolfgang Ischinger (fr&uuml;her deutscher Botschafter, jetzt Cheflobbyist des Allianz-Konzerns), Eckart von Klaeden (CDU), Matthias Na&szlig; (Stellvertretender Chefredakteur der Zeit) und Volker Perthes (Stiftung Wissenschaft und Politik).<br>\nDas Medienecho war wie immer gering: in der Jungen Welt und der Frankfurter Rundschau erschienen Artikel vom selben Autor, sonst war wenig zu sehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/06\/elitetreffen-der-bilderberger-2008\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Nachrichten aus Br&uuml;ssel <\/strong>\n<ul>\n<li>Meldung 1: Der Skandal im Umgang vieler Europaabgeordneter mit ihrer Sekretariatszulage blieb in deutschen Medien bislang weitgehend unbeachtet. So musste beispielsweise der britische Europaabgeordnete Giles Chichester als Vorsitzender der konservativen Fraktion im Europaparlament zur&uuml;cktreten, denn er zweigte 445 000 Pfund an ein familieneigenes Unternehmen ab. Auch bei anderen Abgeordneten scheint dies g&auml;ngige Praxis zu sein: Laut einer Recherche der Sunday Times beg&uuml;nstigen ein Drittel der britischen konservativen Abgeordneten Bekannte oder Verwandte. Auch andere Nationen sind betroffen.\n<\/li>\n<li>Meldung 2: Der Ex-Zentralbankchef Polens, Leszek Balcerowicz, wird neuer Vorsitzender der Wirtschaftsdenkfabrik Bruegel in Br&uuml;ssel.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/06\/nachrichten-aus-brussel\/\">Lobbycontrol<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;EU-Grenzsch&uuml;tzer verletzen Menschenrechte&rdquo;<\/strong><br>\nUnter dem Motto &ldquo;Stoppt das Sterben&rdquo; hat Pro Asyl eine Kampagne gegen Eins&auml;tze der EU-Grenzschutzagentur Frontex auf hoher See gestartet. Durch sie, so behauptet Pro Asyl seien das Mittelmeer und der Atlantik zu &ldquo;Massengr&auml;bern&rdquo; geworden. Die Kampagne wird laut Pro Asyl von Politikern aller Parteien unterst&uuml;tzt. Zu den Erstunterzeichnern geh&ouml;ren demnach der fr&uuml;here SPD-Chef Hans-Jochen Vogel, Ex-Postminister Christian Schwarz-Schilling (CDU), Gr&uuml;nen-Chefin Claudia Roth, der Linken-Menschenrechtsexperte Michael Leutert und der Vize-Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Max Stadler (FDP). Zu den Unterst&uuml;tzern z&auml;hlen auch Prominente wie die Schauspielerin Ulrike Folkerts, der Pubilizist Navid Kermani und die Band &ldquo;Die Toten Hosen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/Frontex-EU-Grenzschuetzer;art123,2550383\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>B&ouml;ses Erwachen nach dem Albtraum<\/strong><br>\nDer US-Pr&auml;sident befindet sich auf Abschiedstournee &ndash; heute ist er in London. F&uuml;r die meisten Deutschen gilt Bush als politischer Albtraum. Doch die mit seinen Nachfolgern Obama oder McCain verbundenen Erl&ouml;sungshoffnungen sind unbegr&uuml;ndet &ndash; stattdessen droht ein b&ouml;ses Erwachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/kommentarbush2.html\">ARD &ndash; Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Obama&rsquo;s Chicago Boys <\/strong><br>\nBarack Obama hat drei Tage nach Clintons Aufgabe auf CNBC erkl&auml;rt, dass er Anh&auml;nger von Wachstum und einem freien Markt ist. Er liebe den Markt.<br>\nUm diese Aussagen zu bekr&auml;ftigen, hat er den 37-j&auml;hrigen Jason Furman an die Spitze seines Wirtschaftspolitik-Teams berufen. Furman ist einer der prominentesten Verteidiger Wal-Marts. Er attestiert der Firma eine &ldquo;andauernde Erfolgsgeschichte&rdquo;. W&auml;hrend seiner Wahlkampfkampagne zog Obama &uuml;ber Hillary Clintons Aussage her, dass sie bei Wal-Mart nie einkaufen w&uuml;rde. F&uuml;r Furman stellt jedoch die Kritik an Wal-Mart die eigentliche Bedrohung dar. Die Bem&uuml;hungen, Wal-Mart dazu zu bewegen, h&ouml;here L&ouml;hne und Zusatzleistungen zu bezahlen, w&uuml;rden, seiner Meinung nach, Kollateralsch&auml;den verursachen, die weit sch&auml;dlicher f&uuml;r die Angestellten und die Wirtschaft w&auml;ren. \n<p>Obamas Zuneigung zum Markt sind mit seinem Streben nach &ldquo;Change&rdquo; nicht wirklich vereinbar. &ldquo;Der Markt ist aus dem Gleichgewicht geraten&rdquo;, sagt er, und hat Recht damit. Viele f&uuml;hren sein Ungleichgewicht auf die Ideen Milton Freedmans zur&uuml;ck, der eine Gegenrevolution zum New Deal aus seinem Sitz der Wirtschaftsabteilung an der Chicagoer Universit&auml;t gestartet hat. Und es gibt noch mehr Probleme, da Obama &ndash; der f&uuml;r ein Jahrzent Recht an der Universit&auml;t zu Chicago lehrte &ndash; durch und durch in die Gedankenwelt, bekannt als Chicagoer Schule, eingebettet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thenation.com\/doc\/20080630\/klein\">Naomi Klein in: The Nation <\/a><br>\n(In englischer Sprache; den obigen Text &uuml;bersetzte unser Leser J.R.).<\/p><\/li>\n<li><strong>Drei Millionen New Yorker haben nicht genug Geld f&uuml;r Essen<\/strong><br>\nDie Glitzermetropole New York hat ein Hungerproblem: Einer Studie zufolge k&ouml;nnen sich mehr als drei Millionen New Yorker die t&auml;glichen Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten &ndash; das sind 40 Prozent aller Einwohner.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/0,1518,druck-559673,00.html\">SPIEGEL<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.foodbanknyc.org\/index.cfm?objectId=146E5EB4-903F-3058-D12A2FD63419125C&amp;print=yes\">The Nation&rsquo;s Food Bank Network<\/a>\n<p><em>Zu guter letzt:<\/em><\/p><\/li>\n<li>Kurt Tucholsky (1930)<br>\n<strong>Die freie Wirtschaft<\/strong>\n<p>Ihr sollt die verfluchten Tarife abbauen.<br>\nIhr sollt auf Euren Direktor vertrauen.<br>\nIhr sollt die Schlichtungsaussch&uuml;sse verlassen.<\/p>\n<p>Ihr sollt alles weiter dem Chef &uuml;berlassen.<br>\nKein Betriebsrat quatsche uns mehr herein.<br>\nWir wollen freie Wirtschafter sein!<\/p>\n<p>Wir diktieren die Preise und die Vertr&auml;ge-<br>\nKein Schutzgesetz sei uns im Wege.<\/p>\n<p>Ihr braucht keine Heime f&uuml;r Eure Lungen,<br>\nkeine Renten und Versicherungen.<br>\nIhr sollt Euch allesamt was sch&auml;men,<br>\nvon dem armen Staat auch noch Geld zu nehmen!<\/p>\n<p>Ihr sollt nicht mehr zusammenstehen-<br>\nWollt Ihr wohl auseinandergehen!<\/p>\n<p>Ihr sagt: Die Wirtschaft m&uuml;sse bestehen.<br>\nEine sch&ouml;ne Wirtschaft! F&uuml;r wen? F&uuml;r wen?<\/p>\n<p>Das laufende Band, das sich weiterschiebt,<br>\nliefert Waren f&uuml;r Kunden, die es nicht gibt.<br>\nIhr habt durch Entlassung und Lohnabzug sacht<br>\nEure eigene Kundschaft kaputtgemacht.<br>\nDenn Deutschland besteht &ndash;<br>\nMillion&auml;re sind selten &ndash;<br>\naus Arbeitern und Angestellten!<\/p>\n<p>Und Eure Bilanz zeigt mit einem Male<br>\neinen Salda mortale.<br>\nW&auml;hrend Millionen stempeln gehen.<br>\nDie wissen, f&uuml;r wen!<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3284","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3284","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3284"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3284\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3284"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3284"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}