{"id":32871,"date":"2016-04-07T08:42:34","date_gmt":"2016-04-07T06:42:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871"},"modified":"2016-04-07T08:42:34","modified_gmt":"2016-04-07T06:42:34","slug":"hinweise-des-tages-2598","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h01\">Panama Papers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h02\">Handelsblatt: H&ouml;here Mindestl&ouml;hne sind gut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h03\">4 Millionen Jobs vom Mindestlohn betroffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h04\">Der Unterbietungswettbewerb im Werkvertragsrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h05\">Steigende Armut trotz guter Wirtschaftslage &ndash;Problem Kinderarmut ungelo&#776;st<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h06\">Politische Zustimmung f&uuml;r Riester-Rente br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h07\">Fl&uuml;chtlingskrise: Die T&uuml;rkei-L&ouml;sung ist keine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h08\">Die USA pokern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h09\">UN-Sicherheitsrat blockiert Russlands Appell zum innersyrischen Dialog und Einbeziehung der Kurden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h10\">Wohnungsnot: Studierende leiden unter stark steigenden Mieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h11\">Weltromatag: Ein Mahnmal gen&uuml;gt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h12\">Kabinett beschlie&szlig;t Strafen f&uuml;r Freier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h13\">Im neoliberalen K&auml;fig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h14\">Es gibt keine Alternative, Herr Gabriel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h15\">RT-Exklusivinterview mit Bernie Sanders: &ldquo;Wir haben eine echte Chance zu gewinnen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Panama Papers<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Panama Papers: Leak ist Pop!<\/strong><br>\nDie Inszenierung &uuml;bertrumpft die Inhalte: Die Panama Papers zeigen, wie sich die Bedeutung von Leaks ver&auml;ndert hat. Jeder liest darin, was er eh schon immer geglaubt hat. [&hellip;]<br>\nBeispiel Sahra Wagenknecht. Die auf Facebook ihre Version des Pegida-Schlachtrufs &ldquo;L&uuml;genpresse!&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Die Panama Papers offenbarten &ldquo;manipulative Meinungsmache der westlichen Mainstream-Medien. Zum Beispiel: kein einziger ver&ouml;ffentlichter Name aus den USA &ndash; und das bei rund 2,6 Terabyte an Daten.&rdquo;<br>\nWagenknecht wei&szlig; nicht mehr &uuml;ber die Panama Papers als alle anderen, aber sie wei&szlig; ganz, ganz genau, dass die Amerikaner (samt h&ouml;riger Medien) irgendwie b&ouml;se sein m&uuml;ssen, und zwar wegen des Nichtauftauchens amerikanischer Namen. L&auml;ngst wird in amerikanischen Medien diskutiert, dass die USA mindestens drei eingebaute Panamas haben, Delaware, Wyoming und Nevada, wo die Gr&uuml;ndung von offshore-artigen Firmen ein Kinderklick ist. Aber Gr&uuml;nde und Hintergr&uuml;nde sind egal, denn Wagenknecht benutzt das erste Popleak, um zu sehen, was sie sehen m&ouml;chte und entsprechend darauf zu reagieren. Und sie ist damit nicht allein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/panama-papers-leak-ist-pop-sascha-lobo-kolumne-a-1085692.html\">Sascha Lobo auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Auch Sascha Lobo sei einmal ein kompletter Aussetzer gestattet. Wagenknechtes vermeintlicher &bdquo;L&uuml;genpresse-Schlachtruf&ldquo; ist ein <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sahra.wagenknecht\/photos\/a.220243721326366.71218.206307219386683\/1289466421070752\/?type=1&amp;theater\">Zitat<\/a> aus dem Artikel von Craig Murray, den wir f&uuml;r unsere Leser <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32707\">ins Deutsche &uuml;bersetzt haben<\/a>. Den ehemaligen Botschafter Murray, der eigentlich von Freund und Feind als honoriger Mann angesehen wird, mit den besorgten Pegida-Schreih&auml;lsen in einen Topf zu werfen, ist schon tolldreist. Aber nicht genug. Lobo wischt die berechtigte Frage, warum in den Panama Papers keine US-Amerikaner zu finden sind, mit einem fragw&uuml;rdigen Link einfach weg. Debatte beendet! Wirklich? Leider haben weder Lobo noch die sicher ebenfalls honorigen Leute, die in seinem &bdquo;Fusion-Link&ldquo; debattieren, sich die M&uuml;he gemacht, sich n&auml;her mit den Panama Papers bzw. der Hintergrundgeschichte rund um die Panama Papers zu besch&auml;ftigen. Der in diesem Kontext (auch anderenorts) genannte Foreign Account Tax Compliance Act (FACTA) wurde 2012 in Kraft gesetzt, die ebenfalls erw&auml;hnten &ndash; und klar zu kritisierenden &ndash; Regulierungserleichterungen in Nevada und Wyoming sind auch vergleichsweise jung. Der Datenbestand der Panama Papers geht aber <a href=\"http:\/\/panamapapers.sueddeutsche.de\/articles\/56ff9a28a1bb8d3c3495ae13\/\">bis ins Jahr 1977(!) zur&uuml;ck<\/a>. Auch ein gro&szlig;er Teil der wenigen Dokumente, die von den handverlesenen Medien &ouml;ffentlich gemacht wurden, ist &auml;lter als FACTA und Co. Die Argumente aus der &bdquo;Fusion-Debatte&ldquo; ziehen also nicht. Hoffen wir, dass Sascha Lobo in seinen n&auml;chsten Kolumnen der Versuchung widersteht, sich mit solchen Kurzschlussattacken billigen Applaus vom Mob zu holen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Panama Papers und der gro&szlig;e Unbekannte: Wie glaubhaft ist die Saga vom hehren Whistleblower?<\/strong><br>\nDas internationale Medienecho auf die Ver&ouml;ffentlichung der Panama Papers ist gewaltig. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung hat dabei vorgef&uuml;hrt, wie man einen Investigativ-Scoop in der heutigen Zeit perfekt orchestriert und &uuml;ber die Kan&auml;le Print, Online und TV mit maximalem Effekt ausliefert. Doch trotz der akribischen Reporterleistung und der F&uuml;lle an Material bleiben Fragen &ndash; vor allem die nach der Quelle. [&hellip;]<br>\nMan fragt sich, warum die offenbar mindestens seit dem Fr&uuml;hjahr vergangenen Jahres laufenden Ermittlungen und die &bdquo;Gro&szlig;razzia&ldquo; (SZ) bei der Commerzbank und verd&auml;chtigen Kunden in der Panama Papers-Berichterstattung nicht deutlicher benannt wird. Zu welchen Ergebnissen sind die Fahnder in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten gekommen? Warum war dar&uuml;ber in der Zwischenzeit in der Presse nichts zu lesen? War m&ouml;glicherweise der damalige SZ-Artikel Ausl&ouml;ser daf&uuml;r, dass sich der Informant ausgerechnet die S&uuml;ddeutsche als Lieferadresse aussuchte? Zwischenzeitlich hatten sich laut SZ die Commerzbank, die HSH Nordbank sowie die Hypovereinsbank wegen der Gesch&auml;fte mit Mossack Fonseca zu Strafzahlungen in Millionenh&ouml;he bereit erkl&auml;rt.Wie die S&uuml;ddeutsche weiter berichtet, haben haben auch andere L&auml;nder Daten aus dem &auml;lteren, kleineren Bestand erworben, etwa die USA, Gro&szlig;britannien und Island. [&hellip;]<br>\nDabei scheint die Quelle von zentraler Bedeutung. Ein Whistleblower, der aus Gewissensgr&uuml;nden ihm unbekannten M&uuml;nchner Reportern 2,6 Terrabyte brisanter Daten frei Haus liefert, wie es nun kolportiert wird. Eine Tageszeitung als Anlaufstelle statt der international bekannten Plattform Wikileaks? Das w&auml;re alles nicht undenkbar, aber kann man das einfach so glauben? Wenn nicht einmal die SZ ihren Informanten kennt, wie sie erkl&auml;rt, wie will man ausschlie&szlig;en, dass hier der Journalismus nicht instrumentalisiert wird, um politischen Druck auszu&uuml;ben?<br>\nCui bono? Diese Frage muss gestellt und beantwortet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/04\/05\/die-panama-papers-und-der-grosse-unbekannte-wie-glaubhaft-ist-die-saga-vom-hehren-whistleblower\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein Lob an das Medienjournal &bdquo;Meedia&ldquo; f&uuml;r diesen kritischen Bericht, der eigentlich so auch in den gro&szlig;en Zeitungen stehen m&uuml;sste. Doch die &uuml;berschlagen sich lieber gegenseitig darin, das Material zweit zu verwerten und stellen lieber keine kritischen Fragen. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dieser Bericht stellt wichtige Fragen, unter anderem die nach der Motivation des mutma&szlig;lichen Whistleblowers. Denn zuvor war ja bereits ein kleineres Datenpaket zu der Kanzlei aus Panama f&uuml;r viel Geld verkauft worden, wie &ldquo;Meedia&rdquo; anf&uuml;hrt: &ldquo;Wenn das so stimmt, dann wurde der SZ von ihrem Whistleblower praktisch bedingungslos weit aktuelleres und umfangreicheres Material zugeschanzt als das auf dem Datentr&auml;ger, der seinem Verk&auml;ufer immerhin fast eine Million Euro legales Geld einbrachte. Das ist nicht auszuschlie&szlig;en, wirklich plausibel erscheint es nicht.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Panama Papers: Vor der eigenen Haust&uuml;r kehren<\/strong><br>\nDie hiesige Emp&ouml;rung &uuml;ber Briefkastenfirmen in Panama ist gro&szlig; &ndash; dabei ist Deutschland ein wichtigerer Hafen f&uuml;r schmutzige Gelder als das lateinamerikanische Land &ndash;<br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung der sogenannten Panama Papers schlagen die Wellen hoch. Auf die Enth&uuml;llungen &uuml;ber Gesch&auml;fte mit Briefkastenfirmen in Steueroasen will Bundesjustizminister Heiko Maas mit einem &bdquo;Transparenzregister&ldquo; reagieren. &bdquo;Die Heimlichtuerei muss ein Ende haben&ldquo;, sagte der SPD-Politiker. Die Generalsekret&auml;rin seiner Partei sprach von Steuerhinterziehung und Geldw&auml;sche &bdquo;in nie dagewesenem Ausma&szlig;&ldquo;. Es handele sich um &bdquo;asoziales Verhalten&ldquo;, so Katarina Barley, das nicht straflos bleiben d&uuml;rfe. &bdquo;Wir m&uuml;ssen Briefkastenfirmen und Stiftungen, deren wirtschaftlich Berechtigte anonym bleiben, weltweit verbieten&ldquo;, fordert Vizekanzler Sigmar Gabriel.<br>\nEs sei &bdquo;eine Schande, dass wir im Kampf gegen die elendige Steuerflucht auf solche Datenlecks angewiesen sind&ldquo;, kommentierte der Gr&uuml;nen-Europapolitiker Sven Giegold die Medienenth&uuml;llungen. &bdquo;Wir brauchen &ouml;ffentliche Unternehmensregister, aus denen die wirtschaftlich Beg&uuml;nstigten von Briefkastenfirmen eindeutig hervorgehen&ldquo;, so der Finanzexperte und Mitbegr&uuml;nder von Attac-Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201604053916\/wirtschaft\/finanzwelt\/panama-papers-vor-der-eigenen-haustuer-kehren.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><strong>dazu: Anonymit&auml;t und keine unbequemen Fragen<\/strong><br>\nWer &bdquo;Steueroase&ldquo; oder &bdquo;Offshore&ldquo; h&ouml;rt, denkt an exotische Finanzpl&auml;tze wie die Britischen Jungferninseln. Doch tats&auml;chlich machen es ausgerechnet OECD-Staaten Steuerhinterziehern und Geldw&auml;schern besonders einfach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/steuervermeidung\/steuerhinterziehung-neben-panama-auch-in-oecd-laendern-14162319.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sogar die reichenfreundliche FAZ hat&rsquo;s gemerkt, da&szlig; Deutschland eine besonders gute Steueroase darstellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Steuerhinterziehung ist asozial&ldquo;<\/strong><br>\nNach den Enth&uuml;llungen durch die sogenannten Panama Papers &uuml;ber zweifelhafte Finanzgesch&auml;fte mit Briefkastenfirmen am Wochenende, fordert die SPD harte Konsequenzen. Steuerschlupfl&ouml;cher m&uuml;ssten geschlossen, Steuerkriminalit&auml;t entschieden bek&auml;mpft und die internationale Zusammenarbeit wesentlich verbessert werden. &bdquo;Steuerhinterziehung ist asozial und Betrug an der Gesellschaft&ldquo;, sagte SPD-Generalsekret&auml;rin Katarina Barley.<br>\nFinanzinstitute, darunter deutsche Banken und ihre T&ouml;chter, Spitzenpolitiker, Sportstars und Kriminelle sind nach Recherchen der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; und anderer Medien in dubiose Gesch&auml;fte mit Briefkastenfirmen in mehreren Steueroasen verwickelt. Ein riesiges Datenleck habe die T&auml;tigkeiten von 215.000 Briefkastenfirmen offengelegt, berichteten &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo;, NDR und WDR sowie Medien aus 78 Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spd.de\/aktuelles\/detail\/news\/xxx\/4\/4\/2016\/\">SPD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann: Das Verhalten der SPD-Vertreterschaft wirkt ambivalent:<\/strong> Entweder geh&ouml;ren Briefkastenfirmen verboten (Gabriel, Sch&auml;fer-G&uuml;mbel und Stegner) &ndash; dann scheinen die Vorg&auml;nge zumindest teilweise noch legal zu sein &ndash; oder es handelt sich um &ldquo;Schwerstkriminalit&auml;t&rdquo; und die Forderung nach &ldquo;harten Konsequenzen gegen Steuerhinterzieher&rdquo; (Barley) erscheint berechtigt.<\/em><br>\n<em>Sollte jedoch die Gr&uuml;ndung von Firmen im Ausland und der folgende Geldtransfer legal sein, k&ouml;nnte &ndash; oder besser m&uuml;&szlig;te &ndash; sich die SPD-Spitze auch die Frage stellen, weshalb sie nicht bereits fr&uuml;her dagegen vorgegangen ist. Schlie&szlig;lich ist die SPD seit 1998 mit einer vierj&auml;hrigen Unterbrechung an der Bundesregierung beteiligt und die Existenz von Offshore-Firmen nicht erst seit gestern bekannt.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: War es nicht die Schr&ouml;der-Fischer-Regierung, die auch aus Deutschland eine Steueroase gemacht hat &ndash; z.B. durch die Einf&uuml;hrung einer kompletten Steuerbefreiung f&uuml;r Gewinne aus Verk&auml;ufen von Beteiligungen durch Unternehmen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu:&bdquo;Transparenzregister&ldquo; der Bundesregierung ist ein versp&auml;teter Aprilscherz<\/strong><br>\nIn Antwort auf die Enth&uuml;llung systematischen Missbrauchs von Briefkastenfirmen durch die Panamapapers hat die Bundesregierung ein Transparenzregister als L&ouml;sungsvorschlag ins Spiel gebracht. Der Wortlaut des entsprechenden neuen Passus (&sect; 9a) im Geldw&auml;schegesetz (GWG) liegt Tax Justice Network und dem Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland vor (hier einzusehen). Eine Analyse offenbart gravierende M&auml;ngel, welche zur Wirkungslosigkeit des Registers f&uuml;hren werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/04\/gemeinsame-presseerklarung-von-tax.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Geldanlegern ist dort fast alles erlaubt&laquo;<\/strong><br>\nVom Skandal um die Panama-Konten profitieren in erster Linie die US-amerikanischen Steueroasen. Ein Gespr&auml;ch mit Ernst Wolff<br>\nF&uuml;r fast alle Medien ist die Aff&auml;re um die Offshore-Konten in Panama der Aufreger der Woche. Sie haben sich unter anderem als Buchautor intensiv mit internationalen Finanzstr&ouml;men befasst &ndash; was steckt aus Ihrer Sicht dahinter?<br>\nEs ist ganz offensichtlich ein Man&ouml;ver der USA, sich selbst als weltweit beste Steueroase zu pr&auml;sentieren. Wenn man die bisher vorliegenden Informationen &uuml;ber diese Panama-Papiere heranzieht, f&auml;llt auf, dass dort vor allem Gegner der USA angeschw&auml;rzt werden &ndash; die USA selber bleiben aber au&szlig;en vor. Banken dieses Landes werden &uuml;berhaupt nicht erw&auml;hnt, ebenso wenig Konzerne. Soweit ich wei&szlig;, werden auch keine Privatpersonen aus den USA genannt.<br>\nDas Interessante dabei ist, was nicht ver&ouml;ffentlicht wurde. Durch die Publizierung von Teilen dieser Papiere wird n&auml;mlich Druck auf Steuerhinterzieher aller L&auml;nder ausge&uuml;bt, ihr Schwarzgeld anderswo in Sicherheit zu bringen &ndash; niemand von ihnen kann wissen, ob nicht auch er in der Liste steht. Diese Leute werden sich vorsichtshalber eine neue Steueroase suchen: die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/04-06\/013.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Steueroasen: Warum keine Namen aus den USA aufgetaucht sind<\/strong><br>\nDie USA erschweren ihren B&uuml;rgern den Weg in Steueroasen immer mehr &ndash; w&auml;hrend einige Bundesstaaten sich neuerdings als Zufluchtsort f&uuml;r internationales Geld anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/4960851\/Steueroasen_Warum-keine-Namen-aus-den-USA-aufgetaucht-sind\">die Presse<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Jens Berger ist unzufrieden mit den Panama Papers<\/strong><br>\nWeil hier so viele Kommentare in die Richtung eingehen, will ich es auch mal kurz ausformulieren: Wenn hier keine US-Amerikaner enth&uuml;llt werden, und die Enth&uuml;llten keine juristischen Konsequenzen zu f&uuml;rchten haben, dann stellen sich gewisse Fragen. Die USA hatten ja k&uuml;rzlich erst ihre Rahmenbedingungen f&uuml;r inl&auml;ndische Steueroasen f&uuml;r ausl&auml;ndisches Geld deutlich verbessert und dann angefangen, die Schweiz als Standort sturmreif zu schie&szlig;en. Und jetzt muss halt mit Panama der n&auml;chste Konkurrent dran glauben. Irgendwo muss das Geld der gebrannten Kinder ja hin. Da bieten sich die USA ja f&ouml;rmlich an!1!!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=a9fa3430\">Fefes Blog<\/a><\/p>\n<p><em>Hinweis: Der Artikel &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32753\">Panama Papers &ndash; nicht Jahrhundertscoop, sondern Jahrhundertflop<\/a>&ldquo; von Jens Berger ist nun auch in englischer &Uuml;bersetzung bei WikiLeaks zu finden. (siehe <a href=\"https:\/\/twitter.com\/wikileaks\/status\/717894218694463488\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/wikileaks\/status\/717891977681965056\">hier<\/a>)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Handelsblatt: H&ouml;here Mindestl&ouml;hne sind gut<\/strong><br>\nWir wollen ja nicht nur immer negativ &uuml;ber unsere Leitmedien berichten und ihnen jede Lernf&auml;higkeit absprechen. Ein Leser weist darauf hin (danke daf&uuml;r), dass heute im Handelsblatt (Seite 15) ein klares Bekenntnis zu h&ouml;heren Mindestl&ouml;hnen (zumindest f&uuml;r die USA) zu finden ist.<br>\nDort hei&szlig;t es tats&auml;chlich, man fasst es nicht: &bdquo;L&ouml;hne spiegeln damit allzu oft nicht Angebot und Nachfrage wider, sondern die Machtdifferenz zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Darum haben auch die Briten ihren Mindestlohn deutlich erh&ouml;ht.&ldquo;<br>\nEs gibt Machtverh&auml;ltnisse am Arbeitsmarkt. Bravo! Das musste einmal gesagt werden. Nun fehlt nur noch die Erkenntnis, dass sich Deutschland genau wie einige Staaten in den USA einen Mindestlohn von 15 Dollar, oder sagen wir besser 15 Euro durchaus leisten kann. Das Handelsblatt sollte mit uns zusammen eine Kampagne machen: Nix mit 8,97 Euro (die allen Ernstes von der sogenannten Mindestlohnkommission diskutiert werden), sondern ein klarer Schritt wegen der Vermachtung der Arbeitsm&auml;rkte:<br>\n15 Euro f&uuml;r jeden in jeder Stunde und in diesem Jahr!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/handelsblatt-hoehere-mindestloehne-sind-gut\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>4 Millionen Jobs vom Mindestlohn betroffen<\/strong><br>\nIm April 2014, relativ kurz vor Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohnes, gab es in Deutschland 5,5 Millionen Jobs, die geringer bezahlt wurden als der neue Mindestlohn von brutto 8,50 Euro je Arbeitsstunde. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, kamen davon 4,0 Millionen Jobs, das sind 10,7 % aller Jobs, zum 1. Januar 2015 unter den Schutz des Mindestlohngesetzes. F&uuml;r die restlichen 1,5 Millionen sieht das Gesetz Ausnahmen vor (vor allem Auszubildende, Praktikanten und Personen j&uuml;nger als 18 Jahre).<br>\nDer gesetzliche Mindestlohn soll vor allem dort Besch&auml;ftigten Schutz bieten, wo keine Tarifvertr&auml;ge gelten. 82,3 % beziehungsweise 3,3 Millionen der nun gesch&uuml;tzten gering bezahlten Jobs bestanden in Betrieben, die nicht tarifgebunden sind. Die meisten davon waren im Einzelhandel und in der Gastronomie mit jeweils rund 0,5 Millionen.<br>\nAuf Ostdeutschland entfiel mit 1,1 Millionen gut ein Viertel der gesch&uuml;tzten gering bezahlten Jobs. Das entspricht 22,0 % aller Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in Ostdeutschland. Dabei handelte es sich am h&auml;ufigsten um Vollzeitstellen (0,4 Millionen). In Westdeutschland waren mit 2,9 Millionen 8,9 % aller Jobs vom Mindestlohn betroffen. Sie waren zu knapp zwei Dritteln geringf&uuml;gig entlohnte Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, sogenannte Minijobs (1,9 Millionen). In West und Ost zusammen entfiel mehr als die H&auml;lfte (2,2 Millionen) auf Minijobs, je 0,9 Millionen waren Vollzeit- und Teilzeitbesch&auml;ftigungen.<br>\nFrauen machten einen Anteil von 61,7 % (2,5 Millionen) an den vom Mindestlohngesetz gesch&uuml;tzten gering bezahlten Jobs aus, M&auml;nner einen Anteil von 38,3 % (1,5 Millionen). Die betroffenen Frauen verdienten im April 2014 im Durchschnitt brutto 7,21 Euro je Stunde, die M&auml;nner 7,18 Euro. Erhielten sie k&uuml;nftig den Mindestlohn, w&uuml;rde das durchschnittlich eine Lohnerh&ouml;hung von circa 18 % bedeuten. Insgesamt w&uuml;rden dann &ndash; unver&auml;nderte Arbeitszeiten vorausgesetzt &ndash; monatlich deutschlandweit sch&auml;tzungsweise 431 Millionen Euro mehr Bruttolohn ausgezahlt, 39 % davon in Ostdeutschland und 58 % an Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2016\/04\/PD16_121_621.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><strong>dazu: Noch 1,5 Millionen Jobs beim Mindestlohn au&szlig;en vor<\/strong><br>\nDurch die Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns im vorigen Jahr wird nach offiziellen Angaben bundesweit gut jeder zehnte Job besser bezahlt. F&uuml;r 1,5 Millionen Jobs sieht das Gesetz Ausnahmen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article154077932\/Noch-1-5-Millionen-Jobs-beim-Mindestlohn-aussen-vor.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Unterbietungswettbewerb im Werkvertragsrecht<\/strong><br>\nDie Auftr&auml;ge f&uuml;r Werkvertragsunternehmen werden oft zu unrealistisch niedrigen Preisen vergeben. Die Auftragnehmer und Subunternehmer kalkulieren ihre Angebote sehr knapp und ohne Aufschlag f&uuml;r Risiken, sodass kaum Gewinne ausgewiesen werden k&ouml;nnen. Vielmehr machen die Werkunternehmer Verluste und erhalten selbst nicht einmal den vereinbarten knapp berechneten Werklohn. Die Verluste m&uuml;ssen dann die Besch&auml;ftigten der Werkunternehmen ausgleichen. Sie bekommen im Endeffekt h&auml;ufig noch nicht einmal den Mindestlohn, ihre Verg&uuml;tungen werden gek&uuml;rzt oder sehr versp&auml;tet ausbezahlt. Es ist nicht un&uuml;blich, dass die Arbeitgeber von Anfang an nicht liquide sind. Sie lassen ihre Arbeitnehmer arbeiten, obwohl sie wissen, dass sie den Lohn weder p&uuml;nktlich noch vollst&auml;ndig ausbezahlen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/portal\/gegenblende\/++co++25f006c8-fbd8-11e5-906f-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steigende Armut trotz guter Wirtschaftslage &ndash;Problem Kinderarmut ungelo&#776;st<\/strong><br>\nDie Einkommensschere zwischen arm und reich ging unabha&#776;ngig von der verbesserten Bescha&#776;ftigungslage weiter auseinander. Die gegenla&#776;ufige Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Armutsrisiko seit dem Jahr 2007 ha&#776;ngt mit verschiedenen Faktoren zusammen, die kumulativ Wirkung entfalten. Zu den langfristigen Entwicklungen za&#776;hlt die Zunahme von relativ niedrig bezahlten Jobs im Dienstleistungssektor, die steigende Teilzeitbescha&#776;ftigung und eine Lohnentwicklung, die in den letzten Jahrzehnten insgesamt seit langem schwach verlaufen ist und dies insbesondere bei den unteren Lohngruppen. Vor dem Hintergrund dieser langfristigen Verschiebungen haben die sog. Arbeitsmarktreformen (insbesondere Hartz-Gesetze) mit einer weitergehenden Deregulierung des Arbeitsmarktes, der Ku&#776;rzung von Lohnersatzleistungen und dem erho&#776;hten Druck auf Arbeitslose die Zunahme von preka&#776;rer Arbeit und den Aufbau eines breiten Niedriglohnsektors noch beschleunigt. Das Leitmotiv &bdquo;Sozial ist, was Arbeit schafft&ldquo; hatte und hat eine Kehrseite, die sich darin zeigt, dass sich Erwerbsta&#776;tigkeit und Armutsgefa&#776;hrdung nicht mehr zuverla&#776;ssig ausschlie&szlig;en. Working Poor ist kein Fremdwort mehr in Deutschland. Es wird sich zeigen, ob die nach Einfu&#776;hrung des gesetzlichen Mindestlohns zum Jahresanfang 2015 zu verzeichnenden ersten positiven Signale fu&#776;r eine Einkommenssta&#776;rkung am unteren Rand tatsa&#776;chlich zu einer Trendumkehr beitragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160407-dgb.pdf\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Politische Zustimmung f&uuml;r Riester-Rente br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist nicht bereit, f&uuml;r die stagnierende staatlich gef&ouml;rderte Riester-Rente noch mehr staatliche Zusch&uuml;sse oder Steuerverg&uuml;nstigungen zu gew&auml;hren. Dies machten die Staatssekret&auml;re im Sozial- und Finanzministerium, Yasmin Fahimi (SPD) und Dr. Michael Meister (CDU), auf eine Tagung zur Altersvorsorge in Berlin deutlich. F&uuml;r Karl-Josef Laumann, den Sprecher des Arbeitnehmerfl&uuml;gels der Union, haben sich die 2002 an Riester gesteckten hohen Erwartungen nicht erf&uuml;llt. F&uuml;r ihn sei Riester nicht in Stein gemei&szlig;elt, sagte Laumann, der der Versicherungswirtschaft vorwarf, bei Riester v&ouml;llig versagt zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/markt-und-politik\/politische-zustimmung-fuer-riester-rente-broeckelt-125339.php\">VersicherungsJournal.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bis zum endg&uuml;ltigen Abschied von der Riester-Rente und anderen F&ouml;rderma&szlig;nahmen zugunsten von Versicherungsunternehmen d&uuml;rfte noch eine ganze Menge Zeit verstreichen. Dabei w&auml;re die R&uuml;ckkehr zur und Optimierung der gesetzlichen und umlagefinanzierten Rentenversicherung (Vorbild Schweiz?) dringend geboten.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben mehrfach f&uuml;r die solidarische Rente pl&auml;diert &ndash; dazu einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2898\">Es ist h&ouml;chste Zeit die gesetzliche Rente wieder armutsfest zu machen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=13963\">Die F&ouml;rderung der privaten Altersvorsorge war schon immer eine von politischer Korruption bewirkte Fehlentscheidung. Jetzt alle Mittel auf gesetzliche Rente konzentrieren<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15140\">Betrifft Rente: Der SPD Vorstand bewegte sich in die richtige Richtung. Aber immer noch kein Bekenntnis zur Konzentration auf die gesetzliche Rente und zum Ausstieg aus der staatlichen F&ouml;rderung von Privatvorsorge<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>dazu: Angst vor der Altersarmut<\/strong><br>\nDie Gewinne sind hoch, die Auszahlungen f&uuml;r die Versicherten dagegen mickrig. Trotzdem schlie&szlig;en viele private Rentenversicherungen ab. [&hellip;]<br>\nDer studierte Mathematiker Faulhaber wird am Mittwoch mit gigantischen Zahlen jonglieren: Die privaten Altersvorsorger haben im vergangenen Jahr mehr als 92 Milliarden Euro an Beitr&auml;gen von Kunden eingesammelt. Das war zwar um die 1 Prozent weniger als im Vorjahr &ndash; schlie&szlig;lich hat sich herumgesprochen, dass die Vertr&auml;ge nichts bringen. Der Gewinn der Gesellschaften ist aber deshalb nicht geschmolzen, wie das Beispiel Allianz zeigt: 31 Milliarden Euro hat die Lebensversicherungssparte des Marktf&uuml;hrers an Beitragszahlungen von Kunden verbucht, ebenfalls weniger als im Vorjahr. Der Gewinn ist trotzdem um 4 Prozent gestiegen, auf stolze 2,7 Milliarden Euro &ndash; das Unternehmen hat die Ausgaben gedr&uuml;ckt. Kunden haben nichts davon, ihre Gewinnbeteiligung w&uuml;rde nicht angehoben. Dabei br&auml;uchten sie dringend h&ouml;here Privatrenten, denn von der gesetzlichen haben sie nicht viel zu erwarten. In der Versicherungswirtschaft stehen nicht Kunden an erster Stelle, sondern die Interessen der jeweiligen Gesellschaft. Mehr als 200.000 Vermittler m&uuml;ssen ern&auml;hrt, unz&auml;hlige Aktion&auml;re mit Dividenden zufriedengestellt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Alternativen-zur-Riesterrente\/!5292330\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Endlich mal eine klare Aussage: an der &ldquo;privaten&rdquo; Rentenversicherung verdient nur die Versicherungswirtschaft, &ldquo;Die Riester-Rente ist komplett gescheitert&rdquo;, &ldquo;[Die Gewerkschaften] haben die Rentenreform 2002 fast ohne Widerstand passieren lassen.&rdquo; &ndash; warum eigentlich Letzteres? Warum will der DGB lediglich das jetzt schon zu geringe Rentenniveau halten? Und warum f&auml;llt der IG Metall &ndash; immerhin! &ndash; erst jetzt auf, da&szlig; das Rentenniveau wiederhergestellt werden kann und soll? Vielleicht weil die IG Metall mit der &ldquo;MetallRente&rdquo; ebenfalls ein &ndash; f&uuml;r die IG Metall &ndash; sehr eintr&auml;gliches &ldquo;Privatvorsorge&rdquo;-Modell anbietet?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlingskrise: Die T&uuml;rkei-L&ouml;sung ist keine<\/strong><br>\nMit dem T&uuml;rkei-Pakt wirft die Europ&auml;ische Union ihr letztes humanes Feigenblatt ab. Der Deal dient nicht dem Schutz von Fl&uuml;chtlingen, sondern dem Schutz vor Fl&uuml;chtlingen. Das Inkrafttreten des T&uuml;rkei-Deals markiert eine historische Wegmarke in Richtung eines totalit&auml;ren Europas. Schritt f&uuml;r Schritt wird die westliche Demokratie, deren Grundlage die Garantie der Menschenrechte darstellte, in ein menschenverachtendes Gewaltregime verwandelt. Wenn wir jetzt diesen Umgang mit Fl&uuml;chtlingen erlauben, d&uuml;rfen wir uns in Zukunft nicht wundern, wenn auch uns elementare Rechte verweigert werden. Leila Dregger zeigt in ihrem Beitrag auch auf, was statt dessen eine L&ouml;sung sein k&ouml;nnte. &bdquo;Sterbende&ldquo; Regionen in Europa k&ouml;nnten mit Hilfe von Fl&uuml;chtlingen wiederbelebt werden, zum Wohl nicht nur der Einwanderer, sondern auch der Einheimischen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2016\/04\/06\/fluechtlingskrise-die-tuerkei-loesung-ist-keine\/\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die USA pokern<\/strong><br>\nWas soll in Osteuropa stationiert werden? Und wer wird damit beschwichtigt? Eine Einsch&auml;tzung zur Strategie Washingtons<br>\nUS-General Philip Breedlove gab sich in der vergangenen Woche in Riga als Freund starker Worte: &raquo;Wir werden k&auml;mpfen, wenn es n&ouml;tig ist, und wir werden siegen&laquo;, kommentierte er in der lettischen Hauptstadt die Ank&uuml;ndigung des US-Verteidigungsministeriums, ab dem kommenden Jahr eine schwere Panzerbrigade in Osteuropa zu stationieren.<br>\nDie Pentagon-Erkl&auml;rung l&auml;sst jedoch viele Fragen offen: Wird die Brigade stationiert oder ihr materiell-technisches Grundger&uuml;st? Es hei&szlig;t, die 4.200 Soldaten sollten &raquo;rotierend zu &Uuml;bungen st&auml;ndig in Osteuropa anwesend sein&laquo;. Also: St&auml;ndig 4.200 US-Soldaten zu &Uuml;bungen? Fahren sie von Man&ouml;ver zu Man&ouml;ver? Und wo werden sie stationiert, wenn sie &raquo;rotieren&laquo;? Irgendwo zwischen Estland und Rum&auml;nien? Oder werden sie bei Bedarf aus Westeuropa oder den USA eingeflogen und springen in die bereitstehenden Panzer?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/04-06\/020.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>UN-Sicherheitsrat blockiert Russlands Appell zum innersyrischen Dialog und Einbeziehung der Kurden<\/strong><br>\nDer UN-Sicherheitsrat hat den von Russland eingebrachten Appellentwurf zum innersyrischen Dialog blockiert. Nach Aussage des russischen UN-Botschafters Witalij Tschurkin haben insbesondere die US-amerikanische und die ukrainische Delegation eine &ldquo;destruktive Rolle&rdquo; gespielt. Russland hatte vorgeschlagen, einen m&ouml;glichst repr&auml;sentativen Charakter des innersyrischen Dialogs zu gew&auml;hrleisten und sich f&uuml;r eine Einbeziehung der Kurden ausgesprochen.<br>\nDie westlichen L&auml;nder haben den von Russland eingebrachten Appellentwurf f&uuml;r einen m&ouml;glichst repr&auml;sentativen Charakter des innersyrischen Dialogs bei der bevorstehenden Gespr&auml;chsrunde in Genf blockiert, so der russische UN-Botschafter, Witalij Tschurkin und erl&auml;uterte: &bdquo;Wir haben in den UN-Sicherheitsrat einen Appellentwurf f&uuml;r einen m&ouml;glichst repr&auml;sentativen Charakter des innersyrischen Dialogs bei den bevorstehenden Gespr&auml;chen eingebracht. Uns verwundert, dass der Entwurf von mehreren westlichen L&auml;ndern blockiert wurde. Einen destruktiven Beitrag hat auch die ukrainische Delegation geleistet.&ldquo;<br>\nIhm zufolge m&uuml;ssen alle Segmente der syrischen Gesellschaft an dem politischen Prozess beteiligt sein: &bdquo;In dieser Phase hat es eine besondere Bedeutung, denn in der Gespr&auml;chsrunde im April sollen die Fragen zum politischen Wiederaufbau der Arabischen Republik Syrien zur Diskussion gestellt werden. Wir sind dar&uuml;ber besorgt, dass die syrischen Kurden, die  in das soziale Gef&uuml;ge des Landes historisch eingewebt sind, zu den Genfer Gespr&auml;chen immer noch nicht eingeladen sind. Solch eine Haltung widerspricht den Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, laut denen der politische Prozess in Syrien inklusiv sein soll.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/37658-un-sicherheitsrat-blockiert-russlands-appellentwurf\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers V.M.:<\/strong> Seit den Einlassungen von Robert F. Kennedy Jr. ist zugegeben, dass die USA der Initiator des Syrienkrieges ist. Es scheint leider so, dass die USA die Friedensgespr&auml;che nicht den V&ouml;lkern des syrischen Staates (8-15 % sind Kurden) &uuml;berlassen und eher platzen lassen will. Dazu ist mitzuteilen, dass das Koordinierungskomitee, welches f&uuml;r demokratischen Wandel eintritt, seinen Sitz in Damaskus hat und auch die Vertreter der Kurden beinhaltet, die ersten Gespr&auml;che sofort verlie&szlig;, weil vom UN-Vertreter -entsprechend der Forderung der T&uuml;rkei- die Kurden nicht eingeladen worden waren. Die &ldquo;Qualit&auml;tspresse&rdquo; benennt immer nur das Hohe Verhandlungskomitee, welches in Riad sitzt und insbesondere die von Saudi Arabien u.a. unterst&uuml;tzte Kriegspartei vertritt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wohnungsnot: Studierende leiden unter stark steigenden Mieten<\/strong><br>\nDie Mieten f&uuml;r Studierende sind in Deutschland in den vergangenen f&uuml;nf Jahren deutlich gestiegen. Das geht aus einem Preisindex hervor, den das Institut der deutschen Wirtschaft heute f&uuml;r elf Unist&auml;dte ver&ouml;ffentlicht hat. Besonders viel zahlen die Studierenden in M&uuml;nchen, K&ouml;ln und Hamburg. Der Wohnungsmarkt ist sehr angespannt. Selbst in der teuersten deutschen Stadt, in M&uuml;nchen, sind die Mieten f&uuml;r Studierende nochmals deutlich gestiegen. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft fallen durchschnittlich pro Monat 580 Euro an, vor f&uuml;nf Jahren waren es nur 517. Etwas preiswerter wohnen diese Studierenden in K&ouml;ln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnungsnot-studierende-leiden-unter-stark-steigenden-mieten.680.de.html?dram:article_id=350452\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Weltromatag: Ein Mahnmal gen&uuml;gt nicht<\/strong><br>\nAm 8. April 1971 wurde der Weltromatag eingef&uuml;hrt. Anlass dieses Gedenktages war eine Konferenz von Sinti und Roma in London. Es ging um ihre strukturelle Verfolgung. Ganz gleich, wo sie in Europa lebten, waren sie mal mehr (h&ouml;here Kindersterblichkeit, niedrigere Lebenserwartung, Separierung, Segregierung, kein Anschluss an Wasser, Elektrizit&auml;t, Kanalisation oder Gas) mal weniger (Diskriminierung, Vorverurteilung) bedroht. 45 Jahre sp&auml;ter gibt es den Weltromatag immer noch. Weil es den Antiziganismus noch gibt. Und man kann nicht sagen, dass es irgendwie geschafft wurde, diese Problematik fl&auml;chendeckend und nachhaltig zu l&ouml;sen. Blo&szlig; weil nicht st&auml;ndig dar&uuml;ber berichtet wird, hei&szlig;t es ja nicht, dass diese Volksgruppe nicht st&auml;ndig unter Repressalien zu leiden h&auml;tte. Vielleicht, weil Sinti und Roma als nachrangige Opfer des Nationalsozialismus behandelt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2016-04\/roma-diskriminierung-sichere-herkunftslaender-deutschstunde\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Sch&ouml;n, dass unter Deutschlands Kolumnisten jemand in dieser Woche ein Thema abseits von Panama gefunden hat. Ein Thema obendrein, das angesichts der Zust&auml;nde in den &ldquo;sicheren Herkunftsstaaten&rdquo; (im Besonderen genannt ist der Kosovo) h&ouml;chst traurig ist und ein tr&uuml;bes Licht auf die genannten deutschen Politiker wirft. Man darf gespannt sein, wie viel Raum das Ereignis am Freitag in den Meldungen unserer Medien einger&auml;umt wird &ndash; nicht viel, so f&uuml;rchte ich. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kabinett beschlie&szlig;t Strafen f&uuml;r Freier<\/strong><br>\nBundesjustizminister Heiko Maas (SPD) sagte, wer die Lage von Zwangsprostituierten ausnutze, m&uuml;sse mit empfindlichen Strafen rechnen. Kinder und Frauen m&uuml;ssten besser vor Menschenhandel und Zwangsprostitution gesch&uuml;tzt werden. Ein Verbot der Prostitution wie etwa in Schweden h&auml;lt Maas aber f&uuml;r keine gute Idee. Im ARD-&laquo;Morgenmagazin&raquo; sagte er, damit w&uuml;rde die Prostitution &laquo;v&ouml;llig in die Illegalit&auml;t gedr&auml;ngt&raquo;.<br>\nFrauenrechtlerInnen geht der Entwurf jedoch nicht weit genug. Die Stuttgarter Sozialarbeiterin Sabine Constabel sagte im ARD-&laquo;Morgenmagazin&raquo;, Deutschland werde weiter &laquo;das Bordell Europas&raquo; bleiben. So w&auml;re eine Altersgrenze f&uuml;r Prostituierte von 21 Jahren sinnvoll gewesen, da vor allem j&uuml;ngere Frauen aus Osteuropa zur Prostitution gezwungen w&uuml;rden. &laquo;Aber die SPD hat das vom Tisch gewischt&raquo;, beklagte Constabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1007601.kabinett-beschliesst-strafen-fuer-freier.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und auch bei diesem Thema wird die SPD ihrer historischen Rolle (Schutzpartei der Schwachen und Schw&auml;chsten der Gesellschaft) nicht gerecht. Im Gegenteil: Offenbar sind der SPD-Spitze &ndash; einschlie&szlig;lich des Bundesjustizministers &ndash; die BIP-Zahlen wichtiger als die Lebenssituation vieler Menschen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Leidtragende werden auch diesmal wieder die Frauen sein, die immer tiefer in die Illegalit&auml;t abgedr&auml;ngt werden und immer rechtloser werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Im neoliberalen K&auml;fig<\/strong><br>\nEin halbes Jahrhundert Mitglied bei der SPD und viel erlebt. Wie geht es einem Genossen, der seine Partei im S&uuml;dwesten bei &ldquo;lumpigen&rdquo; 12,7 Prozent sieht? Unser Autor erz&auml;hlt, wie es dazu kommen konnte. Auf einer Kreuzfahrt im Mittelmeer. Ein Stratege aus der Berliner SPD-Zentrale ist mit an Bord. Wir reden dar&uuml;ber, dass heute alles viel leichter zu organisieren ist. Eigentlich. Mit Computer und Handy. &ldquo;Und trotzdem kommen wir an die Menschen nicht mehr richtig ran&rdquo;, frage ich mich. Der Berliner Mitreisende neigt den Kopf, ein L&auml;cheln um die Mundwinkel: &ldquo;Vielleicht liegt&rsquo;s am Handy?&rdquo; Das hat sich in meinem Kopf festgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/262\/im-neoliberalen-kaefig-3567.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Schwarze Verzwergung:<\/strong> Viel hat die S&uuml;dwest-CDU nicht zustande gebracht seit der Landtagswahl. Kein Wunder, dass Stimmen laut werden, sie sei inhaltlich und personell nicht regierungsf&auml;hig. Die &uuml;berdimensionierten Fachgruppen, die den Koalitionsvertrag mit den Gr&uuml;nen aushandeln sollen, zeigen jedenfalls mehr Masse als Klasse.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Mensch am falschen Platz:<\/strong> Samuel Danziger hatte Auschwitz &uuml;berlebt, nicht aber seinen Besuch in Stuttgart, wo er Frau und Kinder wiedergefunden hat. Am 29. M&auml;rz 1946 lag der 35-j&auml;hrige polnische Jude tot auf dem Pflaster der Reinsburgstra&szlig;e im Stuttgarter Westen, in den Kopf getroffen von der Kugel aus einer Polizeipistole. 70 Jahre sp&auml;ter ist die Schuldfrage ebenso ungekl&auml;rt wie die Identit&auml;t des Sch&uuml;tzen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Macht und Moneten:<\/strong> Eine Wahl sorgt auch f&uuml;r eine Umverteilung der Einkommen. Neue Abgeordnete d&uuml;rfen sich &uuml;ber &uuml;ppige Di&auml;ten freuen. Wem das nicht reicht, kann sich in Aufsichtsr&auml;ten landeseigener Unternehmen etwas hinzuverdienen. Unser Autor hat geschaut, welche Posten sich besonders lohnen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Gemein zur Gemeinschaftsschule:<\/strong> Das Thema Bildung ist ideologisch aufgeladen und bestens geeignet f&uuml;r polemische Kampagnen. An der Zukunft der Gemeinschaftsschule wird sich zeigen, ob Winfried Kretschmann und die Seinen bestehen k&ouml;nnen im Machtpoker um die gr&uuml;n-schwarze Koalition.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Wann kommt die n&auml;chste Explosion?<\/strong> Nach dem Zweiten Weltkrieg m&uuml;ssen junge deutsche Soldaten in D&auml;nemark Minen entsch&auml;rfen. F&uuml;r den Feldwebel, der sie bewacht, sind sie immer noch der verhasste Feind. Ausgangslage f&uuml;r ein Drama, das zwar konventionell, aber immer sehenswert ist, meint unser Filmkritiker.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Im Knaste vereint:<\/strong> Auf dem &ldquo;Hausberg der schw&auml;bischen Intelligenz&rdquo; schmorten seit Jahrhunderten in Ungnade gefallene Operns&auml;ngerinnen, Dichter, Terroristen und Nazis. Seit kurzem ist die Ausstellung auf dem Hohenasperg, einem Zweigmuseum des Hauses der Geschichte, um den Ur-Wutb&uuml;rger und Remstalrebellen Helmut Palmer reicher.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Es gibt keine Alternative, Herr Gabriel!<\/strong><br>\nDie Analyse nach den Landtagswahlen, die AfDer-Show-Party gewisserma&szlig;en, gebar doch eine &Uuml;berraschung: Denn sie traf weitestgehend ins Schwarze. Man hatte die Sozialdemokratie der letzten Jahre und Jahrzehnte als Verursacher dieses Resultates der Urneng&auml;nge benannt. Sozialdemokraten mahnten und selbst von Seiten der Union wurde attestiert, dass die v&ouml;llige Anpassung der Sozialdemokraten an die neoliberale Agenda ein wesentlicher Faktor ist, weswegen die Menschen sich jetzt eine Alternative dort suchten, wo es &uuml;berhaupt keine Alternative geben kann: Bei denen, die in einer gestrigen Welt leben und somit keinen Plan haben, wie man die heutige Welt regulieren k&ouml;nnte.<br>\nJa, selbst der gro&szlig;e Vorsitzende Gabriel tirilierte z&ouml;gerlich was &uuml;ber Spaltung im Lande und badete seine eigene Stimme in &Uuml;berzeugung. Am Wahlabend wohlgemerkt. Danach legte er sich in die Kissen und schlief eine Nacht dr&uuml;ber und als er wieder erwachte, da war alle Verzagtheit wie fortgeblasen, denn im Traum war ihm eine Erkenntnis erschienen: An ihm und an seiner Partei k&ouml;nne es nicht liegen. Er wolle daher auf Kurs bleiben und &uuml;berhaupt, das Freihandelsabkommen werde auch die Sozialdemokratie wieder fest in den Sattel schn&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2016\/04\/es-gibt-keine-alternative-herr-gabriel.html\">ad sinistram<\/a>\n<p><strong>dazu: Seit Schr&ouml;der hat SPD mehr als zehn Millionen W&auml;hler verloren<\/strong><br>\nBei der SPD liegen Freud und Leid ganz nah beieinander. Im aktuellen &ldquo;Stern&rdquo;-RTL-Wahltrend k&ouml;nnen die Genossen im Vergleich zur Vorwoche zwar einen Prozentpunkt gewinnen. Damit erreichen sie nun 21 Prozent. Trotzdem w&uuml;rden der Partei nur aktuell rund 9,5 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimmen geben. Das w&auml;ren eine halbe Million Stimmen weniger als 2009, als die SPD ihr schlechtestes Nachkriegsergebnis einfuhr. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Als 1998 der SPD-Kandidat Gerhard Schr&ouml;der gegen Helmut Kohl antrat, um nach dessen 16-j&auml;hriger Kanzlerschaft das Land aus dem Reformstau zu f&uuml;hren und zu modernisieren, erhielt seine Partei &uuml;ber 20 Millionen Stimmen&rdquo;, sagt Forsa-Chef Manfred G&uuml;llner. Die Folge war Rot-Gr&uuml;n. Weil im Mai 2005 aber die letzte rot-gr&uuml;ne Landesregierung fiel, stellte Schr&ouml;der die Vertrauensfrage und setzte schlie&szlig;lich Neuwahlen an. Angela Merkel &uuml;bernahm. Die SPD kam dabei auf 16,4 Millionen Stimmen. Vier Jahre sp&auml;ter aber entschieden sich nur noch knapp zehn Millionen W&auml;hler f&uuml;r die SPD. &ldquo;Und wenn jetzt rund 9,5 Millionen f&uuml;r die Sozialdemokraten stimmen w&uuml;rden&rdquo;, so G&uuml;llner, &ldquo;h&auml;tte die Partei seit Schr&ouml;der mehr als die H&auml;lfte ihrer W&auml;hler verloren.&rdquo; Ohne einen &uuml;berzeugenden Gesellschaftsentwurf, der die verlorenen W&auml;hler aus der Mitte zur&uuml;ckholen k&ouml;nnte, werde die SPD nicht kanzlerf&auml;hig werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article154044499\/Seit-Schroeder-hat-SPD-mehr-als-zehn-Millionen-Waehler-verloren.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Diese v&ouml;llig bizarre Analyse &ndash; Schr&ouml;der habe den &ldquo;Reformstau&rdquo; aufgel&ouml;st und die ehemaligen SPD-W&auml;hler seien &ldquo;in die Mitte&rdquo; abgewandert &ndash; scheint von vielen geglaubt zu werden. Als h&auml;tte die SPD nicht in Wirklichkeit &ndash; &uuml;bereinstimmend nach allen Analysen &ndash; ihre W&auml;hler vor allem nach links (schon mal von der erfolgreichen Gr&uuml;ndung einer Partei in diesem Spektrum geh&ouml;rt?) und ins Nichtw&auml;hlerlager verloren. Der SPD-Vorsitzende Gabriel teilt diese Haltung und versucht sich, in die angebliche Mitte (f&uuml;r mich der &auml;u&szlig;erste rechte, konservervativ-neoliberale Rand des politischen Spektrums) zu orientieren, was mit sozialdemokratischer Programmatik &uuml;berhaupt nichts zu tun hat. Weitere W&auml;hlerverluste und weitere &ldquo;Tiefpunkte&rdquo; bei Wahlen sind vorprogrammiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>RT-Exklusivinterview mit Bernie Sanders: &ldquo;Wir haben eine echte Chance zu gewinnen&rdquo;<\/strong><br>\nRT hat den US-Pr&auml;sidentschaftskandidaten Bernie Sanders interviewt. Nach den j&uuml;ngsten Vorwahlen hat der Senator aus Vermont Aufwind und rechnet sich gute Chancen bei den verbleibenden Abstimmungen aus. Au&szlig;erdem habe er die besseren Chancen Donald Trump zu schlagen, so Sanders und spricht seiner Konkurrentin Hillary Clinton das Potential dazu ab. Diese stecke tief im Sumpf von Lobbyorganisationen und leide unter einem Mangel an Glaubw&uuml;rdigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/nordamerika\/37639-rt-exklusivinterview-mit-bernie-sanders\/\">RT deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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