{"id":3289,"date":"2008-06-18T09:31:28","date_gmt":"2008-06-18T07:31:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3289"},"modified":"2008-06-18T09:58:56","modified_gmt":"2008-06-18T07:58:56","slug":"hinweise-des-tages-672","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3289","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3289&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Zu K&ouml;hlers Rede<\/strong>\n<p><strong>K&ouml;hler ermuntert Deutsche zu mehr Reforme<\/strong>n<br>\nBundespr&auml;sident K&ouml;hler hat in seiner &ldquo;Berliner Rede&rdquo; weitere Reformen gefordert. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mail.tagesschau.de\/red.php?lid=24924&amp;ln=4\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/-,2.646080\/Berliner-Rede-2008-von-Bundesp.htm%20\">Der Wortlaut:<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, mit welchen Unwahrheiten, Widerspr&uuml;chen und d&uuml;nnen Vorschl&auml;gen man in der &ouml;ffentlichen Debatte durchkommt:<br>\nK&ouml;hler tut so, als h&auml;tten 1,6 Millionen Menschen einen ordentlichen Arbeitsplatz gefunden und als sei dies ma&szlig;geblich der Agenda 2010 zu verdanken. Den Zusammenhang sehe ich trotz der andauernd wiederholten Beteuerungen nicht.<\/em><\/p>\n<p>Er ruft zu weiteren Reformen (Agenda 2020) und zur Modernisierung auf. Das ist wie bei einem Automaten. Auf die Frage: was ist notwendig? kommt die Antwort: Reformen. Oder: mehr Flexibilit&auml;t auf dem Arbeitsmarkt. Oder: Steuern senken. K&ouml;hler fordert niedrige Steuern und Abgaben und gleichzeitig mehr Taten f&uuml;r Bildung und f&uuml;r Forschung. Er will nicht wahrhaben, dass uns die bisherige Senkung der Steuern auf h&ouml;here Einkommen und der Unternehmenssteuern offensichtlich nichts gebracht hat. Es w&auml;re heute an der Zeit, sich endlich mit der g&auml;ngigen, neoliberalen Tendenz auseinanderzusetzen, den Staat systematisch verarmen zu lassen. Das m&uuml;sste man von einem Bundespr&auml;sidenten verlangen. Hier der Vernunft die T&uuml;r zu &ouml;ffnen, w&auml;re eine genuine Aufgabe eines Bundespr&auml;sidenten.<\/p>\n<p>Wenn er dann aber schon von unfairer Steuerbelastung spricht, dann k&ouml;nnte man auch erwarten, dass er die konkreten Beispiele dieser unfairen Politik nennt: die nahezu gleichzeitige Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer um drei Punkte und die neuerliche Senkung der Unternehmenssteuer zum Beispiel. Ein Bundespr&auml;sident kann bei einer solchen Rede mit blankem nationalen Egoismus Applaus einsammeln: Mit einer klugen Einwanderungspolitik m&uuml;sse Deutschland zus&auml;tzliche Talente zu gewinnen suchen, und so weiter. Das ist die Antwort des Repr&auml;sentanten unseres Volkes auf die Not anderer V&ouml;lker, auf Hunger, auf Fehlentwicklung, auf ihre Sorgen um das Haltenk&ouml;nnen der wenigen gutausgebildeten Kr&auml;fte. Alles ziemlich unfassbar. Aber unsere Medien sind so unkritisch, dass ihm eine solche Vorstellung nicht angekreidet wird.<\/p>\n<p><strong>Alles muss rein<\/strong><\/p>\n<p>K&ouml;hlers Berliner Rede. Frei nach der Devise &bdquo;Alles muss rein&ldquo; sagte er viel Oftgesagtes, was jene gerne wieder einmal h&ouml;ren mochten, die sich f&uuml;r seine Wiederwahl im kommenden Jahr einsetzen sollen. Um die wichtigen Kernbegriffe Arbeit, Bildung und Integration kann man au&szlig;er der Au&szlig;en- und Verteidigungspolitik so ziemlich alles versammeln, was diese Gesellschaft zusammenh&auml;lt und was sie trennt. Das macht nichts, oder jedenfalls kaum etwas, in dieser Rede wirklich falsch, aber es f&uuml;hrt sie an den Rand der Beliebigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2553174?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Der Autor kommt sich wohl sehr kritisch vor, indem er den Bundespr&auml;sidenten am Rand der Beliebigkeit agieren sieht, nur dass K&ouml;hlers Rede gar nicht so beliebig ist. Er nimmt eindeutig Position f&uuml;r seine Klientel, f&uuml;r diejenigen, die ihn aufgestellt haben, und er ist sich nicht zu schade, Falsches zu behaupten: &ldquo;Drei Einsch&auml;tzungen h&ouml;rt man immer wieder: Die Reichen w&uuml;rden immer reicher und die Armen immer &auml;rmer. Die Mittelschicht, angefangen beim Facharbeiter, schrumpfe. Eine kleine Gruppe von Managern und Unternehmern handele v&ouml;llig abgehoben und denke ausschlie&szlig;lich an sich selbst. Ich halte alle drei Einsch&auml;tzungen f&uuml;r &uuml;bertrieben.&rdquo; <\/em><\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich wissen der Mann bzw. seine Redenschreiber, dass diese Einsch&auml;tzungen der Realit&auml;t entsprechen. Deshalb w&auml;hlt er auch die Formulierung &ldquo;&uuml;bertrieben&rdquo;, statt ein klares Nein entgegenzuhalten. Nur: <\/p>\n<ul>\n<li>Entweder nimmt die Kluft zwischen Arm und Reich zu oder nicht. Da gibt es nichts dazwischen, ein bisschen schwanger geht nicht. Der dritte Armuts- und Reichtumsberichts stellt eindeutig fest, dass die Ungleichverteilung des Einkommens zugenommen hat. W&auml;hrend h&ouml;here Einkommen gestiegen sind, sind die Geh&auml;lter in den niedrigen Einkommensgruppen gesunken, selbst die OECD kommt zu dieser Einsch&auml;tzung. Ein Blick in den &ldquo;World Wealth Report&ldquo; von Merrill Lynch und Capgemini best&auml;tigt auch eine Zunahme der Verm&ouml;genskonzentration.\n<\/li>\n<li>Was soll das &ldquo;Herumgeeiere&rsquo; mit der unterdurchschnittlichen Armutsquote von Kindern hierzulande im europ&auml;ischen Vergleich. Das ist zynisch, das ist demagogisch, weil die urspr&uuml;ngliche Aussage gar nicht widerlegt wird. Tatsache ist, dass mittlerweile 13 Prozent der Bev&ouml;lkerung von Armut bedroht sind. Zw&ouml;lf Prozent aller Kinder sind betroffen. Wenn er schon vergleichen m&ouml;chte, so blicke er in die Schweiz oder nach Skandinavien.<\/li>\n<li>Geradezu l&auml;cherlich ist die Aussage, dass der &ldquo;Aufschwung am Arbeitsmarkt die Einkommenssituation vieler Haushalte noch einmal verbessert&rdquo; habe. Das sei &ldquo;noch nicht in die Armutsberechnungen eingegangen.&rdquo; Ein Klick zum Statistischen Bundesamt w&uuml;rde zeigen, dass der &ldquo;Aufschwung am Arbeitsmarkt &rdquo; nicht bei den Einkommen angekommen ist.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was nun die Mittelschicht betrifft, so kommt die bestimmt nicht linke Unternehmensberatung McKinsey in ihrer Studie &bdquo;Deutschland 2020&ldquo; zum Schlu&szlig;, dass bei einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent der Mittelschicht ein empfindlicher Wohlstandsverlust drohe. Bis 2020 w&uuml;rden zehn Millionen Menschen weniger zur Mitte z&auml;hlen als noch Anfang der 90er Jahre. Die Empfehlung, diese Schicht steuerlich zu entlasten, zeigt deutlich, wo K&ouml;hler steht. <\/p>\n<p>Geradezu erb&auml;rmlich ist der Hinweis auf die allermeisten, kreuzbraven leitenden Angestellten und Unternehmer, alles Patrioten. Viele dieser Patrioten lagern ihr Verm&ouml;gen in Liechtenstein oder in der Schweiz. Sp&auml;ter kann K&ouml;hler nicht umhin einzur&auml;umen, dass &ldquo;Geh&auml;lter oder Abfindungen von Managern au&szlig;er Verh&auml;ltnis zu ihren Leistungen zu geraten drohen.&rdquo; Aber schon kommt das Trostpfl&auml;sterchen: &ldquo;Ich glaube, da ist ein Umdenkungsprozess in Gang gekommen. Das ist gut so.&rdquo; Mein Gott, was f&uuml;r ein Weichei! &ndash; Nat&uuml;rlich ist das eine Minderheit, aber sie ist stilbildend. Aber wir m&uuml;ssen uns gar nicht auf die ab und zu in der Presse herausgestellten statistischen Ausrei&szlig;er konzentrieren. Der OECD Employment Outlook 2007, Annex H, Wage Dispersion, stellt fest, dass die Topverdiener, konkret die oberen 10 Prozent, von 1995 bis 2005 gegen&uuml;ber dem Median um 9,5 Prozent zugelegt haben, ein ziemlich deutlicher Anstieg der Lohnungleichheit.<\/p>\n<p>&lsquo;Weichei&rsquo; ist nat&uuml;rlich Unfug, <strong>K&ouml;hler ist gewi&szlig; nicht brillant, aber er wei&szlig;, was er tut. Er deutet Mi&szlig;st&auml;nde an, um sie gleich wieder zu relativieren, um letztlich die Leistung der politischen und &ouml;konomische Klasse nicht zu schm&auml;lern:<\/strong> &ldquo;Insgesamt: Unsere Soziale Marktwirtschaft verdient Vertrauen.&rdquo; &ndash; Na, dann Prost!<\/p><\/li>\n<li><strong>Zur SPD<\/strong>\n<p><strong>Neue linke Mitte: Wie die Sozialdemokraten endlich aus der Krise kommen<\/strong><br>\nDer Chef umstritten, die Umfragewerte katastrophal, das Programm widerspr&uuml;chlich: Die SPD muss dringend umsteuern, um aus der Krise zu kommen. Daf&uuml;r muss sie endlich ihren Kurs der &ldquo;neuen Mitte&rdquo; verinnerlichen &ndash; und sich machtpolitisch gegen&uuml;ber der Linken &ouml;ffnen. Von Franz Walter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,559900,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das einzig Schl&uuml;ssige ist die Forderung, die SPD m&ouml;ge sich machtpolitisch gegen&uuml;ber der Linken &ouml;ffnen. Aber das ist nichts Neues, sondern wurde auch bei uns in vielen Beitr&auml;gen abgehandelt. Ansonsten? Hei&szlig;e Luft mit gro&szlig;en Worten. <\/em><\/p>\n<p><em>Textproben:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>&bdquo;Die Schr&ouml;der- und erst recht die Post-Schr&ouml;der-Partei ist zu einer politischen Agentur dieser ressourcenstarken Arbeitnehmer in der Mitte der marktf&ouml;rmig strukturierten Wissensgesellschaft geworden. Dagegen ist die SPD zu einer robusten antikapitalistischen Strategie, zu einem harten Konflikt mit den b&uuml;rgerlichen Globalisierungseliten weder f&auml;hig noch willens.&ldquo;<br>\nWas ist denn neu an der neuen Mitte? Das kennen wir als Konzept seit 1969 (Aufsteiger, Schiller-W&auml;hler) und als Begriff seit 1972.<\/li>\n<li>Inhaltslos. Was ist der neue &sbquo;Kurs der &bdquo;neuen Mitte&ldquo;&rsquo;?? Man h&auml;tte doch gerne mal gewusst, f&uuml;r was die Sozialdemokraten eintreten sollen, um aus der Krise herauszukommen. Wie ist der &bdquo;Modernisierungskurs&ldquo; definiert? Walter nennt dies ein &bdquo;stringentes und handlungsstarkes Projekt&ldquo;. Sind die Privatisierung der Bahn oder PPP oder die Senkung der Unternehmenssteuern oder die Verweigerung einer vern&uuml;nftigen Makropolitik Teile eines stringenten Projektes? Franz Walter kann so schreiben, weil er vermeidet, Inhalte zu nennen und zu pr&uuml;fen.<\/li>\n<li>Wenn sich die SPD auf den Kurs der neuen Mitte beschr&auml;nken l&auml;sst, dann schmilzt das Potenzial weiter. Auch in Zukunft wird jede gr&ouml;&szlig;ere Partei, jede Partei, die mehr als 10% der Stimmen erreichen will, ein heterogenes Angebot haben m&uuml;ssen.<\/li>\n<li>Kein einziges Wort zu den Medien und zur Medienbarriere, mit der es die SPD zu tun hat und weiter zu tun haben wird. Und zwar massiv. Wie jetzt Kurt Beck.<\/li>\n<li>Kein Wort zur Fremdbestimmtheit von Teilen der SPD. Manche Reformen wie die Reform der Altersvorsorge und einige Privatisierungen waren sogar finanziell fremdbestimmt. Wenn in der SPD dieses Ph&auml;nomen nicht thematisiert wird, dann werden diese Personen und Gruppen das Sagen behalten. Wie schon bei der Entscheidung f&uuml;r Neuwahlen im Jahr 2005. Das war doch nicht im Interesse der SPD. Das war im Interesse der Fortf&uuml;hrung der neoliberalen Reformen.<\/li>\n<li>Eine unrealistische Einsch&auml;tzung der Koalitionsoptionen. Auf die Gr&uuml;nen wird immer weniger Verlass sein.<\/li>\n<p>\n<\/p><\/ul>\n<p><strong>&raquo;Die SPD geht inkonsequent mit Kinderarmut um&laquo;<\/strong><br>\nHartz IV und die ganz kleinen Leute: SPD will die von ihr selbst verursachte Bed&uuml;rftigkeit bek&auml;mpfen. Ein Gespr&auml;ch mit Christoph Butterwegge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-18\/062.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Langzeitarbeitslose: Auf Dauer ohne Chance<\/strong><br>\nIm Durchschnitt konnten im ersten Halbjahr 2007 nur drei bis vier Prozent der Menschen, die auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind, einen sozialversicherungspflichtigen Job ergattern. Das ergibt eine Studie, die die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) am heutigen Mittwoch vorlegen wird und die der Frankfurter Rundschau vorliegt.\n<p>Die Studie vergleicht erstmals die Vermittlungserfolge der verschiedenen Betreuungsformen. Die Zahlen &ldquo;belegen, dass in den Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften, die die Agenturen mit Kommunen gebildet haben, die Integration in Besch&auml;ftigung besser gelingt&rdquo; als bei den Kommunen, die die Betreuung allein machen, res&uuml;miert die BA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1352999\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Neue Studie der Bundesagentur: Vermittlung ungen&uuml;gend<\/strong><br>\nDie Studie untersucht au&szlig;erdem erstmals, wem es am besten gelingt, die Langzeitarbeitslosen zu vermitteln: den Arbeitsgemeinschaften aus Agenturen f&uuml;r Arbeit und Kommunen (Argen), den Optionsgemeinden oder jenen Einrichtungen, wo Agenturen und Kommunen getrennt ihrer Arbeit nachgehen. Allgemein schneiden die Optionsgemeinden, in denen die BA nicht die Finger mit im Spiel hat, in der Studie schlecht ab. Am besten haben sich Agenturen bew&auml;hrt, die unabh&auml;ngig von den Kommunen vermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1352980\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar von Ralf Hagelstein (von <a href=\"http:\/\/www.peng-ev.de\/\">PeNG!, Aktive Erwerbslose und Geringverdiener<\/a>):<\/strong> &bdquo;Was die Erwerbsloseniniativen landauf landab seit 2005 in ihren Beratungen erlebt haben, was wir seitdem fordern, n&auml;mlich die B&uuml;ndelung der Arbeitsvermittlung unter dem Dach der BA, best&auml;tigt nun das IAB in einer Studie. Wir wurden ja mal wieder nicht gefragt.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angriff auf die Landesbanken<\/strong>\n<p><strong>Kein Modell<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsweisen spielen mit dem Feuer. Obwohl es ihnen im Kern um eine Reform des Landesbankensektors geht, verordnen sie auch den Sparkassen einen Privatisierungskurs<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1352974\">FR<\/a><\/p>\n<p><strong>Forderungen des Sachverst&auml;ndigenrates zerst&ouml;ren das Sparkassensystem<\/strong><br>\nDie geforderte Umwandlung der Sparkassen in Aktiengesellschaften und eine Privatisierung der Landesbanken w&uuml;rden zu einer Zerst&ouml;rung der wesentlichen Stabilisatoren des deutschen Finanzsystems f&uuml;hren, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/080618%20PE%20Verdi%20zu%20Sparkassen.pdf\">verdi [PDF &ndash; 84 KB]<\/a><\/p>\n<p>Axel Troost (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik und finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag) hat hierzu zwei Diskussionspapiere ver&ouml;ffentlicht:<\/p>\n<p><strong>Landesbanken im selbstverschuldeten Kreuzfeuer?<\/strong><br>\n<strong>Die aktuelle Krise der Landesbanken im Lichte eines Bekenntnisses zum System &ouml;ffentlicher Banken<\/strong><br>\nNun ist es sicherlich fragw&uuml;rdig, die Existenzberechtigung und -notwendigkeit der Landesbanken an ihrer Profitabilit&auml;t zu messen. Wichtiger als Gewinnaussch&uuml;ttungen an &ouml;ffentliche Haushalte sollten struktur- und regionalpolitische Ziele sein. Diese Ziele wurden aber in der j&uuml;ngeren Zeit vor Wegfall der Gew&auml;hrtr&auml;gerhaftung nicht nur nicht erreicht, sondern nicht einmal mehr als ausdr&uuml;ckliche Ziele verfolgt. Bei den meisten Landesbanken geriet der &ouml;ffentliche Auftrag in den Gesch&auml;ftsmodellen in den Hintergrund.<br>\n<a href=\"upload\/pdf\/080618%20Troost,%20Diskussionspapier1%20zu%20Landesbanken.pdf\">Diskussionspapier zu Landesbanken 1 [PDF &ndash; 172 KB]<br>\n<\/a><br>\nLandesbanken nicht privatisieren, sondern auf das Gemeinwohl ausrichten<br>\nNicht die Landesbanken an sich haben versagt, sondern drei konkrete Institute. Die Forderung nach einer pauschalen Privatisierung der Landesbanken ist daher ungef&auml;hr so intelligent, wie die Forderung nach einer pauschalen Verstaatlichung aller europ&auml;ischen und US-amerikanischen Gesch&auml;ftsbanken, weil sie in der Finanzkrise Fehler gemacht h&auml;tten.<br>\n<a href=\"upload\/pdf\/080618%20Troost,%20Diskussionspapier2%20zu%20Landesbanken.pdf\">Diskussionspapier zu Landesbanken 2 [PDF &ndash; 24 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ermittlungen in der Liechtenstein-Aff&auml;re: Steuerfahnder pr&uuml;fen 700 F&auml;lle<\/strong><br>\nErste Bilanz der Liechtenstein-Aff&auml;re: Eine Milliarde Euro, die am Fiskus vorbei geschleust wurden, bis zu vier Millionen Euro (im Einzelfall, KR), die dem Staat entgangen sind, und 200 Selbstanzeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wirtschaft\/artikel\/1\/steuerfahnder-pruefen-700-faelle\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Karlsruhe soll&rsquo;s richten<\/strong><br>\nDienstleistungsgewerkschaft will arbeiterfeindliche Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofes vor Bundesverfassungsgericht anfechten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-18\/068.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Expertin &uuml;ber das deutsche Bildungssystem: &ldquo;Die Schulen passen nicht mehr&rdquo;<\/strong><br>\nFr&uuml;her mussten sich die Sch&uuml;ler den Schulen anpassen. Heike Solga vom Wissenschaftszentrum f&uuml;r Sozialforschung Berlin fordert, dass es endlich andersherum geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/die-schulen-passen-nicht-mehr\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ministerien sollen Hilfe aus Firmen offenlegen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will den Einsatz externer Mitarbeiter, die von Firmen und Verb&auml;nden in Ministerien entsandt werden, st&auml;rker regeln. Sie reagiert damit auf die deutliche Kritik des Bundesrechungshofes. Den Lobbyisten-Kritikern von Lobby-Control gehen die Pl&auml;ne nicht weit genug. &ldquo;Warum kann man den Einsatz ausw&auml;rtiger Mitarbeiter in Beh&ouml;rden nicht ganz verbieten?&rdquo;, fragt Ulrich M&uuml;ller, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bei Lobby-Control. Das Argument, man ben&ouml;tige deren Fachwissen, l&auml;sst er nicht gelten. &ldquo;Das Fachwissen kann man auf deutlich demokratischerem Weg einbringen, zum Beispiel &uuml;ber transparent vergebene Beratungsauftr&auml;ge.&rdquo; Die entscheidende Gefahr sei jedoch nicht gebannt, sagt M&uuml;ller. Externe k&ouml;nnen nach wie vor die Beamten in den Beh&ouml;rden beraten und beeinflussen. Zudem habe die Transparenz nach wie vor ein Nachteil: &ldquo;Ist ein Gesetzt erstmal verabschiedet, ist es wenig sinnvoll, nachtr&auml;glich zu zeigen, wer daran beteiligt war.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1353003\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Stromkonzerne tricksen bei AKW-Laufzeiten: Strategie des Stillstands<\/strong><br>\nWegen Ausfallzeiten geht in dieser Legislatur vermutlich kein Reaktor vom Netz &ndash; ganz im Sinne der Betreiber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/strategie-des-stillstands\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Schr&ouml;der vs Buchh&auml;ndler: Juristischer &Uuml;bereifer<\/strong><br>\nNicht besonders am&uuml;sant findet der Ex-Kanzler J&uuml;rgen Roths Buch &uuml;ber skrupellose Politiker und deren Netzwerke. Seine Kanzlei l&auml;sst deshalb einer Reihe von Buchh&auml;ndlern graue Haare wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/artikel\/521\/180963\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Franz&ouml;sischer &Ouml;konom startet Online-Kampf gegen EZB<\/strong><br>\nNeue Wege in der Geldpolitik: Mit einer Internet-Initiative will der franz&ouml;sische &Ouml;konom Marc Touati Einfluss auf die Europ&auml;ische Zentralbank nehmen. Die Kampagne &ldquo;Stoppt Trichet&rdquo; soll den EZB-Chef davon abbringen, die Leitzinsen im Juli wie geplant zu erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,560151,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Landesweite Proteste in Frankreich<\/strong><br>\nMit landesweiten Aktionen haben franz&ouml;sische Arbeitnehmer am Dienstag gegen die Renten- und Arbeitszeitpl&auml;ne der Regierung protestiert. Die beiden gro&szlig;en Gewerkschaften CGT und CFDT riefen zu Massendemonstrationen und Arbeitsniederlegungen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/landesweite_proteste_in_frankreich__1.761690.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>France Telecom: Vier Mitarbeiter begehen Selbstmord<\/strong><br>\nZufall oder Folge schlechter Arbeitsbedingungen? Vier Mitarbeiter der France Telecom haben sich binnen weniger Wochen umgebracht. Gewerkschafter behaupten, die Neuordnung des Konzerns sei zumindest mit Schuld &ndash; das Unternehmen weist die Vorw&uuml;rfe vehement zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,560186,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3289","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3289"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3289\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}