{"id":32912,"date":"2016-04-11T08:35:50","date_gmt":"2016-04-11T06:35:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912"},"modified":"2016-04-11T08:35:50","modified_gmt":"2016-04-11T06:35:50","slug":"hinweise-des-tages-2600","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h01\">Joachim Sauer: Merkels Gatte kassiert j&auml;hrlich 10.000 Euro von Friede Springer Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h02\">Steueroasen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h03\">Hat die SPD eine Briefkastenfirma in Hong Kong?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h04\">Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen auf Kosten der Pressefreiheit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h05\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h06\">&ldquo;Gescheitert&rdquo; &ndash; Seehofer will Riester-Rente abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h07\">USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h08\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h09\">Mitbestimmung: Der blinde Fleck des BWL-Studiums<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h10\">Bombensichere Geldanlage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h11\">Gut zwei Drittel gehen krank zur Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h12\">Betriebsr&auml;te brauchen mehr Mitbestimmung bei Werkvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h13\">Kinder im Alter von unter 15 Jahren in Hartz IV: L&auml;nder- und Kreisvergleich (2010 bis 2015)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h14\">Armut &ndash; von der L&auml;hmung der Handlungsf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h15\">Glyphosat: EU-Gesundheitskommissar greift unsere Kritik auf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h16\">Rechts, zwo, drei &ndash; Driftet Europa ab?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h17\">EU-Staaten winken umfangreiche Datenschutzreform durch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32912#h18\">Die neuen Rechenschaftsberichte der Parteien: Mehr Schatten als Licht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Joachim Sauer: Merkels Gatte kassiert j&auml;hrlich 10.000 Euro von Friede Springer Stiftung<\/strong><br>\n10.000 Euro &ndash; so viel zahlt die Friede Springer Stiftung nach SPIEGEL-Informationen pro Jahr an den Ehemann der Kanzlerin. Joachim Sauer sagt, seine Arbeit sei &ldquo;unabh&auml;ngig von der Berufst&auml;tigkeit meiner Ehefrau&rdquo;. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Herr Prof. Sauer ist nicht als der Ehemann der Bundeskanzlerin in dieses Gremium berufen worden, sondern als einer der namhaften Wissenschaftler, die in Berlin t&auml;tig sind&rdquo;, erkl&auml;rt die Friede Springer Stiftung.<br>\nDie guten Beziehungen Friede Springers zur Kanzlerin werden unterdessen von Dokumenten belegt, die das Kanzleramt auf Antrag des SPIEGEL freigab. Darunter befinden sich eine Geburtstagseinladung und handschriftliche Briefe Springers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/angela-merkel-ehemann-joachim-sauer-kassiert-jaehrlich-10-000-euro-von-springer-a-1086226.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wer ernsthaft glaubt, diese Arbeit und Gelder seien unabh&auml;ngig von der Bundeskanzlerin, glaubt vermutlich auch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steueroasen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Video: Bundesregierung will EU-Steueroasen nicht aussprechen<\/strong><br>\nSchaut hin, h&ouml;rt zu:<br>\nWegen den #PanamaPapers fragten wir die Bundesregierung diese Woche immer und immer wieder: Wo sind Briefkastenpraktiken wie in Panama aus ihrer Sicht auch in Europa m&ouml;glich, wo gibt es EU-Steueroasen? Sch&auml;ubles Finanzministerium weigerte sich beharrlich zu antworten. Nicht weil man es nicht wei&szlig; oder nicht sagen kann, sondern weil man &ldquo;keine Lust&rdquo; darauf hat. Absurd! Heute gingen wir gefrustet einen Schritt weiter: Welche Staaten stehen auf ihrer &ldquo;schwarzen Liste&rdquo; der Steueroasen? Und wie erkl&auml;rt sich die Bundesregierung, dass Deutschland im &ldquo;Schattenfinanzindex 2015&rdquo; auf Platz 8, und damit f&uuml;nf Pl&auml;tze vor Panama, steht? Wie kommt&rsquo;s, dass Deutschland attraktiv f&uuml;r Schwarzgeldkonten, Geldw&auml;sche &amp; Steuerhinterziehung ist? Sehenswert!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/jungundnaiv\/videos\/1240233362655276\/?pnref=story%20\">Jung &amp; Naiv via Facebook<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Antworten &ndash; insbesondere die Aussage &bdquo;weil ich heute keine Lust habe&ldquo; &ndash; sind an Peinlichkeit kaum zu &uuml;berbieten. Leider scheint das Niveau dieser Antworten auch die g&auml;ngige Regierungspraxis zu sein. Anstatt Schaden vom Volke abzuwenden, scheint das Gegenteil das Ergebnis der niveaulosen Regierungspraxis zu sein.<\/em><br>\n<em>Zum Vergleich: Wenn sog. Hartz IV-Empf&auml;nger kein Interesse an einem Vermittlungsvorschlag haben und keine Bewerbung abschicken sollten, k&ouml;nnen (und werden) empfindliche Sanktionen verh&auml;ngt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Panama Papers: Sch&auml;uble lie&szlig; Informanten abblitzen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble und sein Staatssekret&auml;r Werner Gatzer haben nach SPIEGEL-Informationen jahrelang den Kontakt mit einem Whistleblower verweigert. Der Mann hatte &uuml;ber dubiose Gesch&auml;fte einer Briefkastenfirma in Panama auspacken wollen. Die dem Finanzministerium unterstellte Bundesdruckerei hatte diese Firma benutzt, um Gesch&auml;fte in Venezuela zu machen. (&hellip;)<br>\nWeder Sch&auml;uble, der zurzeit gegen Offshore-Firmen Front macht, noch Gatzer, der im Aufsichtsrat des Staatskonzerns sitzt, reagierten jahrelang auf das Angebot des Insiders, der sie pers&ouml;nlich angeschrieben hatte. Gegr&uuml;ndet wurde die von der Bundesdruckerei benutzte Briefkastenfirma Billingsley Global Corporation bei jener Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die jetzt im Zentrum der Panama Papers steht.<br>\nDer Whistleblower hatte sich 2012 und 2013 an den Aufsichtsrat der Bundesdruckerei gewandt, um diesem seine Erkenntnisse &uuml;ber mutma&szlig;liche Scheingesch&auml;fte und Betr&uuml;gereien zu offenbaren. Doch statt ihn anzuh&ouml;ren, schrieb ein Anwalt im Auftrag der Bundesdruckerei, der Whistleblower solle sich nicht noch einmal beim Aufsichtsrat melden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/wolfgang-schaeuble-liess-panama-papers-informanten-abblitzen-a-1086215.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ist das schlicht Dummheit oder doch schon Vereitelung einer Bestrafung gem&auml;&szlig; dem Strafgesetzbuch? Erschwerend hinzu kommen k&ouml;nnte der Umstand, dass es sich mit den Herren Sch&auml;uble und Gatzer um zwei (ranghohe) Amtstr&auml;ger handelt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Bundesregierung in Panama-Papers-Aff&auml;re verstrickt<\/strong><br>\n&ldquo;Die Bundesregierung ist in ihren &Auml;u&szlig;erungen zur Panama-Papers-Aff&auml;re komplett unglaubw&uuml;rdig geworden. Die Gro&szlig;en Koalition ist nicht nur nach den Offshore-Leaks-Enth&uuml;llungen vor gut zwei Jahren unt&auml;tig geblieben, sie ist nun direkt in die Panama-Papers-Aff&auml;re verstrickt&rdquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht zu den Berichten, dass die Bundesdruckerei selbst Briefkastenfirmen in Panama unterhalten hat. Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&ldquo;Es ist unertr&auml;glich, dass der Finanzminister in der &Ouml;ffentlichkeit gerade vollmundig angek&uuml;ndigt hat, gegen Steueroasen vorgehen zu wollen, und einen Tag sp&auml;ter einr&auml;umen muss, Hinweise auf die Benutzung von Briefkastenfirmen in der ihm unterstellten Bundesdruckerei ignoriert zu haben. Die lapidare Bemerkung des Bundesfinanzministeriums, dass es nicht angezeigt gewesen sei, den zugespielten Hinweisen nachzugehen, ist eine Zumutung und ein Schlag ins Gesicht der deutschen &Ouml;ffentlichkeit. Ich fordere den Bundesfinanzminister auf, sich umgehend und detailliert zu den Vorw&uuml;rfen zu erkl&auml;ren. Die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses erscheint immer dringlicher.<br>\nDas von der gro&szlig;en Koalition betriebene Lohn- und Sozialdumping und die Kumpanei der herrschenden politischen Klasse mit dem Geldadel sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Das muss sich &auml;ndern. Zur Rettung der Demokratie brauchen wir dringend einen Wertewandel und eine Restauration des Sozialstaats.<br>\nDIE LINKE fordert die Bildung einer Bundesfinanzpolizei zur Bek&auml;mpfung der Steuerhinterziehung der Reichsten und der Finanzmafia. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen Doppelbesteuerungsabkommen mit unkooperativen Staaten sofort gek&uuml;ndigt und ihren Banken die Lizenz in Deutschland entzogen werden. Auf Dividenden, Zinsen und Lizenzabgaben, die von Deutschland in nicht kooperative Staaten flie&szlig;en, ist eine Quellensteuer in H&ouml;he von 50 Prozent zu erheben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/bundesregierung-panama-papers-affaere-verstrickt\/%20\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Die Woche &ndash; Sch&auml;ubles Beliebtheit<\/strong><br>\nIn dieser Woche haben ARD und ZDF mal wieder die Beliebtheit von Politikern gemessen und festgestellt, dass Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble hohe Zustimmungswerte genie&szlig;t. Und das, obwohl seine Sprecher keine Lust haben, auf Fragen in der Bundespressekonferenz zu antworten und sein Ministerium selbst, wie heute gemeldet wird, keinen Wert darauf legt, mit Informanten &uuml;ber das Thema Steueroasen ins Gespr&auml;ch zu kommen. Damit ist f&uuml;r Whistleblower seit dieser Woche klar, brisante Daten sollten weder Medienkonzernen noch Finanzministern angeboten werden, sondern ausschlie&szlig;lich Enth&uuml;llungsplattformen wie Wikileaks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/160409_die-woche-schaeubles-beliebtheit\">TauBlog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Krieg der Reichen<\/strong><br>\nDie simple, kriminelle Steuerflucht ist ein Auslaufmodell. Legale &bdquo;Steuergestaltung&ldquo; richtet aber noch mehr Schaden an.<br>\nEs klingt zwar eindrucksvoll, was die Panama Papers jetzt offenbart haben: Bei der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca waren 214.488 Briefkastenfirmen registriert, die auch diverse Spitzenpolitiker involvieren. Der isl&auml;ndische Premier Gunnlaugsson musste bereits zur&uuml;cktreten.<br>\nDoch die panamaischen Briefkastenfirmen existieren nur, weil amerikanische und europ&auml;ische Banken sie bestellt haben. Die westlichen Institute &uuml;berweisen Geld nach Panama, und nehmen es zur&uuml;ck, nachdem es anonymisiert wurde. Man stelle sich einmal vor, Panama w&auml;re auf sich allein gestellt und die Steuers&uuml;nder m&uuml;ssten mit einem Koffer Bargeld nach Panama City fliegen. Unangenehm. Au&szlig;erdem k&ouml;nnten sie ihr Bargeld dort nirgends anlegen, mangels Firmen, in die man in gro&szlig;em Ma&szlig;stab investieren k&ouml;nnte. Steuerhinterzieher wollen aber nicht wie Dagobert Duck in Goldm&uuml;nzen baden. Ihr Geld soll &bdquo;arbeiten&ldquo;, es soll Renditen erwirtschaften, Gewinne abwerfen. Also muss es zur&uuml;ck nach Europa und in die USA flie&szlig;en. (&hellip;)<br>\nNoch schlimmer ist es f&uuml;r arme Staaten: Wie der amerikanische Think Tank Global Financial Integrity ausgerechnet hat, flie&szlig;en inzwischen j&auml;hrlich mehr als eine Billion Dollar aus den Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern ab. Allein zwischen 2004 und 2013 wurden 7,8 Billionen Dollar ins Ausland geschafft. Wenn man annimmt, dass dieses Verm&ouml;gen eine j&auml;hrliche Rendite von zehn Prozent erwirtschaftet, die man mit etwa 40 Prozent besteuern k&ouml;nnte, dann hei&szlig;t dies: Den Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder entgehen j&auml;hrlich 312 Milliarden Dollar an Steuern. Damit lie&szlig;en sich sehr viele Krankenh&auml;user und Schulen bauen.<br>\nUnd die Tragik dabei ist: Niemand hat etwas davon, dass eine kleine Elite in den Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern ihre Mitb&uuml;rger auspl&uuml;ndert. Davon profitieren nur aufgebl&auml;hte Finanzinstitute im Westen, die auch niemand braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Essay-Steueroasen\/!5290602\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hat die SPD eine Briefkastenfirma in Hong Kong?<\/strong><br>\nDie SPD ist ganz offenkundig ein vielf&auml;ltig aufgestellter Konzern mit Interessen im Medienbereich, auf dem Immobilienmarkt, bei Verm&ouml;gensverwaltung, bei Investitionen, bei Bekleidung und dann gibt es da noch die Cavete Globale Limited, die der SPD zu 100% geh&ouml;rt und die ihren Firmensitz in Hong Kong hat. Das Unternehmen wurde am 19. November 2014 in das Unternehmensverzeichnis von Hong Kong eingetragen. Dort wird es als &ldquo;private company limited by shares&rdquo; gef&uuml;hrt, d.h. als Unternehmen, das auf Aktienbesitz basiert, dessen Aktienbesitz aber nicht an B&ouml;rsen gehandelt wird, weil das Unternehmen kein &ouml;ffentliches Unternehmen ist.<br>\nWas die Cavete Global Limited in Hong Kong so treibt, wozu die SPD ein Unternehmen in Hong Kong ben&ouml;tigt, und warum gerade Hong Kong gew&auml;hlt wurde, wo Hong Kong doch an dritter Stelle der globalen Rangliste der Steuer- und Investitionsoasen mit voller Verschwiegenheit rangiert, das ist eine Frage, die die SPD-Verantwortlichen, die ja dieser Tage wieder besonders aktiv im Kampf gegen Steueroasen, Banken, Panama Papers und die vielen Steuerfl&uuml;chtigen und all diejenigen sind, die aus Sicht der SPD einfach nur Betr&uuml;ger sind, wie das Sigmar Gabriel formuliert hat, sicher gerne beantworten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/sciencefiles.org\/2016\/04\/08\/hat-spd-eine-briefkastenfirma-in-hong-kong\/\">ScienceFiles<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen auf Kosten der Pressefreiheit?<\/strong><br>\nOb Luxleaks, Dieselgate oder Panama Papers &ndash; Unternehmen nutzen Gesetzesl&uuml;cken, um sich unter dem Deckmantel von Gesch&auml;ftsgeheimnissen weltweit Vorteile zu sichern. Dennoch will das Europ&auml;ische Parlament &uuml;ber eine Richtlinie zur Ausweitung der Gesch&auml;ftsgeheimnisse abstimmen, die weitreichende Konsequenzen f&uuml;r Whistleblower, Journalisten und Arbeitnehmerrechte haben k&ouml;nnte.<br>\nNach dem aktuellen Skandal der &bdquo;Panama Papers&ldquo; betonen viele Politiker die Wichtigkeit, bestimmte von Unternehmen geheim gehaltene Informationen zu ver&ouml;ffentlichen und  Whistleblower zu sch&uuml;tzen. Jetzt hat das EU-Parlament einen neuen Entwurf zum Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen auf dem Tisch. &bdquo;Richtlinie des Europ&auml;ischen Parlamentes und des Europ&auml;ischen Rates &uuml;ber den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Gesch&auml;ftsinformationen (Gesch&auml;ftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung&ldquo;, hei&szlig;t der ausf&uuml;hrliche Name des Entwurfes,  der schon seit seiner ersten Ver&ouml;ffentlichung in der Kritik steht, weil er bei entscheidenden Punkten eben nicht ausf&uuml;hrlich genug ist.<br>\nWas ein Geheimnis ist, bestimmt das Unternehmen<br>\nEine Initiative bestehend aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion (dju), dem gemeinn&uuml;tzigen Rechercheb&uuml;ro CORRECT!V und anderen hatte bereits im Sommer 2015 in einem offenen Brief darauf hingewiesen, dass diese Richtlinie &bdquo;in erheblichem Umfang die Meinungs- und Pressefreiheit&ldquo; beschr&auml;nkt.<br>\nObwohl die EU mit der Richtlinie unfaire Wettbewerbspraktiken zwischen Unternehmen und Firmenspionage bek&auml;mpfen will, schafft sie mit dem Entwurf erhebliche Rechtsunsicherheiten f&uuml;r Whistleblower, investigative Journalisten und Arbeitnehmer. Denn im Wesentlichen haben nach der Richtlinie ausschlie&szlig;lich Unternehmen das Recht zu bestimmen, was ein Gesch&auml;ftsgeheimnis ist oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/finanzen-und-wirtschaft\/news\/whistle-blower\/\">EurActiv.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Neue Blaupausen aus Br&uuml;ssel: Erste Einsch&auml;tzungen von PRO ASYL<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Wahrnehmung der EU-Kommissions-Vorschl&auml;ge zur Reformierung des EU-Asylsystems reduziert sich auf die Frage der Verteilung von Asylsuchenden in Europa. Ein erster Blick ins Papier zeigt aber: Unter der wohlklingenden Formel &bdquo;mehr Europa&ldquo; verbirgt sich eine restriktive Vision. Es drohen massive Herabstufungen von Fl&uuml;chtlingsrechten.<br>\nKeine Alternativen zu Dublin?<br>\nDie EU-Kommission pr&auml;sentiert in ihrer 20-seitigen Mitteilung vom 6. April zwei Vorschl&auml;ge f&uuml;r &Auml;nderungen im Asylsystem. Die erste Variante: Eine Erg&auml;nzung der Zust&auml;ndigkeitsregelung um einen &bdquo;Fairness-Mechanismus&ldquo;, der als Korrektiv dienen soll. Im Falle der &Uuml;berlastung eines Mitgliedstaats soll ein Notverteilungsmechanismus greifen, um den betroffenen Staat zu entlasten. Die Kommission erhofft sich von dieser Version, den Druck auf die Staaten an den Au&szlig;engrenzen aufrecht zu erhalten, ihre Grenzen gegen Schutzsuchende abzuschotten. Die zweite Variante, die das Papier vorschl&auml;gt, best&uuml;nde in einem permanenten europ&auml;ischen Verteilschl&uuml;ssel.<br>\nDabei handelt es sich um alte Konzepte, die schlussendlich keine tats&auml;chliche Alternative zum dysfunktionalen Dublin-System darstellen. Unter dem Strich ist das gesamte Kommissionspapier darauf ausgerichtet, das Dublin-System zu retten &ndash; und zwar mittels massiver Sanktionierung von Schutzsuchenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/neue-blaupausen-aus-bruessel-erste-einschaetzungen-von-pro-asyl\/%20\">Pro Asyl<\/a>\n<p><strong>Dazu: EU-Kommission schl&auml;gt Reform des europ&auml;ischen Asylsystems vor<\/strong><br>\nErst der Pakt mit der T&uuml;rkei, jetzt eine Reform im Innern: Die EU-Kommission will Lehren aus der Fl&uuml;chtlingssituation ziehen und schl&auml;gt &Auml;nderungen des europ&auml;ischen Asylsystems vor. Es sind tiefgreifende Reformen geplant.<br>\nMit weitreichenden Reformenpl&auml;nen reagiert die EU-Kommission auf die Fl&uuml;chtlingssituation. In einem am Mittwoch in Br&uuml;ssel ver&ouml;ffentlichten Papier stellt sie verschiedene Wege zur Wahl, um unter anderem zu einer gerechteren Verteilung von Asylbewerbern auf die verschiedenen EU-L&auml;nder und einer Vereinheitlichung der Asylverfahren zu kommen. Das jetzige Asylsystem sei &bdquo;nicht zukunftsf&auml;hig&ldquo;, erkl&auml;rte Vizekommissionspr&auml;sident Frans Timmermans.<br>\nZum einen soll das sogenannte Dublin-System ver&auml;ndert werden. Es sieht vor, dass in der Regel dasjenige Land f&uuml;r die Pr&uuml;fung und damit Beherbergung eines Asylbewerbers zust&auml;ndig ist, wo dieser das erste Mal europ&auml;ischen Boden betritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2016\/04\/07\/tiefgreifende-aenderungen-eu-kommission-reform\/\">Migazin<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland in der Fl&uuml;chtlingskrise: &ldquo;EU h&auml;lt nicht, was sie verspricht&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenland f&uuml;hlt sich in der Fl&uuml;chtlingskrise alleingelassen. &ldquo;Wir tragen die gr&ouml;&szlig;te Last&rdquo;, sagt Innenminister Kouroumblis &ndash; und kritisiert die EU wegen nicht gehaltener Versprechen beim Deal mit der T&uuml;rkei. (&hellip;)<br>\nSPIEGEL ONLINE: Hat die EU ihre Verpflichtungen eingehalten?<br>\nPanagiotis Kouroumblis: Wir sollten die Dinge beim Namen nennen. Die EU muss zu ihren Zusagen stehen. Uns wurden 60 Schiffe versprochen, geschickt wurden nur acht. Mein deutscher Kollege Thomas de Maizi&egrave;re hat zwei weitere versprochen, wir warten noch. 1600 Frontex-Mitarbeiter waren versprochen, 800 sind erst hier. 60.000 Migranten sollten aus Griechenland umverteilt werden. Bislang ist das nur mit 400 tats&auml;chlich geschehen. 700 Millionen Euro wurden uns versprochen, aber wegen der b&uuml;rokratischen EU-Mechanismen kamen bislang weniger als 40 Millionen Euro an.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Sie sagen, die T&uuml;rkei ist weder reif noch glaubw&uuml;rdig genug f&uuml;r einen EU-Beitritt. Wie k&ouml;nnen Sie einem solchen Land vertrauen, ob es die Rechte der zur&uuml;ckgeschickten Fl&uuml;chtlinge achten wird?<br>\nKouroumblis: Wie Sie wissen, ist das kein bilaterales Abkommen zwischen uns und der T&uuml;rkei, sondern eines, das alle EU-Staaten unterschrieben haben. Griechenland hat zuletzt ein Gesetz erlassen, das klar definiert, unter welchen Kriterien wir in ein sicheres Drittland abschieben. Die T&uuml;rkei muss diese Kriterien erf&uuml;llen, um ihre Chancen auf einen EU-Beitritt wiederzubeleben.<br>\nSPIEGEL ONLINE: In dem Hunderte Seiten langen neuen Gesetz wird die T&uuml;rkei mit keinen Wort erw&auml;hnt. Trotzdem geht Griechenland offenbar davon aus, die T&uuml;rkei sei sicher.<br>\nKouroubmlis: Es gibt keine Anerkennung in dem Gesetz, sondern nur unsere Kriterien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/griechenland-innenminister-die-eu-haelt-nicht-was-sie-verspricht-a-1086020.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Gescheitert&rdquo; &ndash; Seehofer will Riester-Rente abschaffen<\/strong><br>\nCSU-Chef Horst Seehofer macht sich Gedanken, wie er verlorene W&auml;hler zur Union zur&uuml;ckholen kann. Seine Idee: Eine Rentenreform. Die beinhaltet nicht nur die R&uuml;ckabwicklung der Riester-Rente.<br>\nCSU-Chef Horst Seehofer will in einer gro&szlig;en Rentenreform die Altersbez&uuml;ge f&uuml;r breite Bev&ouml;lkerungsschichten wieder erh&ouml;hen. Die Anfang des vergangenen Jahrzehnts beschlossene K&uuml;rzung des Rentenniveaus wird nach Seehofers Einsch&auml;tzung dazu f&uuml;hren, &ldquo;dass etwa die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung in der Sozialhilfe landen w&uuml;rde&rdquo;, sagte Seehofer in M&uuml;nchen. &ldquo;Die Riester-Rente ist gescheitert.&rdquo;<br>\nBei der Reform 2001 waren die Renten f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der gesetzlich rentenversicherten B&uuml;rger reduziert worden, die L&uuml;cke sollte von einer nach dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester (SPD) benannten privaten Zusatzrente geschlossen werden.<br>\nDie Rentenreform soll Teil eines gro&szlig;en Programms werden, mit der Seehofer verlorenes Vertrauen und verlorene W&auml;hler f&uuml;r die Union zur&uuml;ckgewinnen will. Die Volksparteien h&auml;tten einst zusammen gut 80 Prozent der W&auml;hler vertreten, derzeit sei es nur noch die H&auml;lfte, sagte Seehofer nach der Er&ouml;ffnung der neuen CSU-Zentrale in M&uuml;nchen zu den aktuellen Umfragewerten von Union und SPD.<br>\nDie &ldquo;Neoliberalisierung&rdquo; des vergangenen Jahrzehnts sei gescheitert, betonte der CSU-Chef schon vorher in seiner Rede. &ldquo;Wir brauchen beide Lungenfl&uuml;gel, den marktwirtschaftlichen und den sozialen.&rdquo; Die Vorstellung, die Gesellschaft k&ouml;nne nur mit einem Lungenfl&uuml;gel auskommen, sei falsch.<br>\nIst Riester wirklich gescheitert?<br>\n&Auml;hnliche Vorstellungen von einer R&uuml;ckabwicklung der Riester-Rente und einer Wiedererh&ouml;hung der gesetzlichen Rente kursieren auch in SPD und Gewerkschaften, doch ist Seehofer der erste Parteichef, der das &ouml;ffentlich fordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article154153931\/Gescheitert-Seehofer-will-Riester-Rente-abschaffen.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Seehofer beklagt ernsthaft die Neoliberalisierung der Gesellschaft, die er selbst ma&szlig;geblich mit vorangetrieben hat, und will die gesetzliche Rente st&auml;rken? Zu sch&ouml;n, um wahr zu sein&hellip; oder doch ernst gemeint? Ich erwarte fast, da&szlig; Gr&uuml;ne und SPD die letzten sein werden, die wider alle Vernunft an diesem Machwerk festhalten, weil sie ihren Fehler nicht zugeben wollen. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Vielleicht hat Herr Seehofer erkannt, dass mit sozialen Themen mehr W&auml;hlerpotential zu erreichen ist als mit einem strammen Kurs gegen Ausl&auml;nder in der Fl&uuml;chtlingspolitik.<\/em><br>\n<em>Zu hoffen w&auml;re dann, dass auch die SPD-Spitze rasch zu dieser Erkenntnis findet. Andernfalls k&ouml;nnte die Themen schnell von den Unionsparteien besetzt sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>USA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Hillary Clintons Nerven liegen blank<\/strong><br>\nIn den USA zeichnet sich im Wahlkampf ein Linksruck ab, der im Kontrast zu der Entwicklung in Europa steht (&hellip;)<br>\nDiese pl&ouml;tzliche Versch&auml;rfung der Auseinandersetzung zwischen den Demokraten ist einem simplen Umstand zuzuschreiben: Das Rennen ist wieder offen. Der Eindruck eines unaufholbaren Vorsprungs Hillary Clintons gegen&uuml;ber Bernie Sanders, den ihre Kampagne aufzubauen sich bem&uuml;hte, erodiert zunehmend angesichts einer Serie krachender Wahlniederlagen gegen ihren linken Herausforderer. Clinton muss hart angreifen, da die politische Stimmung im demokratischen Lager zu kippen droht. Von den letzten acht Vorwahlen konnte Sanders sieben f&uuml;r sich entscheiden, zumeist durch erdrutschartige Siege, wie etwa in Washington. Auch der j&uuml;ngste Vorwahlsieg Sanders&rsquo; im wichtigen Bundesstaat Wisconsin fiel mit einem Vorsprung von nahezu 13 Prozentpunkten deutlicher aus als prognostiziert.<br>\nDer demokratische Sozialist konnte 99 Prozent aller Wahlbezirke in Wisconsin f&uuml;r sich verbuchen und viele W&auml;hlerschichten erreichen, die zuvor als ein W&auml;hlerreservoir Clintons galten &ndash; wie Frauen und Afroamerikaner.<br>\nDas Newsportal Politico sprach von einem &ldquo;gro&szlig;en Durchbruch&rdquo; von Sanders bei den Vorwahlen im Badger State (Dachs-Staat, so der Beiname Wisconsins). In der Huffington Post spekuliert man bereits dar&uuml;ber, dass diese Vorwahl in Wisconsin einen Wendepunkt im Vorwahlkampf darstellte und der Badger State bereits den n&auml;chsten Pr&auml;sidenten der USA w&auml;hlte. Das liberale Newsportal Salon sieht Clinton hart angeschlagen, da deren Welt nun &ldquo;kollabiere&rdquo;.<br>\nImmer &ouml;fter sehen auch US-weite Umfragen den linken Underdog vor der Pr&auml;sidentschaftsanw&auml;rterin des amerikanischen Politestablishments. Sanders habe Clinton &ldquo;erwischt&rdquo;, betitelte etwa The Atlantic einen Bericht &uuml;ber die neuste landesweite Umfrage, die den Senator aus Vermont leicht in F&uuml;hrung sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47899\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Bernie Sanders, go for it!<\/strong><br>\nWenn die USA sozialdemokratisch w&uuml;rden<br>\nSchon wieder hat Bernie Sanders in den US-Vorwahlen einen Staat gegen Hillary Clinton gewinnen k&ouml;nnen. Und wenn er die n&auml;chste, die in New York gew&ouml;nne, dann w&auml;re vielleicht ein kleines Wunder m&ouml;glich. Denn immerhin sehen die aktuellen landesweiten Umfragen ihn jetzt gleichauf mit Clinton. Neben den vielen kleinen Spenden bekommt, Sanders der Mann von Unten, inzwischen auch Geld und Unterst&uuml;tzung von Prominenten aus der US-Filmbranche. &ldquo;Clinton hat die T&uuml;r zum Frieden geschlossen. Die Nato betet sie an wie eine Gottheit&rdquo;: So beschreibt der Hollywood-Regisseur Oliver Stone jene Dame, die unter Kennern gern &bdquo;Killary&ldquo; hei&szlig;t. Und Stone sagt von Sanders, dass er als einziger Kandidat glaubw&uuml;rdig gegen Korruption vorgehen w&uuml;rde.<br>\nSanders war mal Mitglied der &bdquo;Socialist Party of America&ldquo;, einer US-Variante der SPD. Er hat 1962 ein Sit-in gegen die Rassentrennung organisiert, er nahm sogar 1963 am Marsch auf Washington f&uuml;r Arbeit und Freiheit teil. Er war Krankenpfleger und Teilzeitjobber, ein Gegner des Irak-Kriegs, er spricht sich gegen Freihandelsabkommen der USA aus, wendet sich gegen die wachsende Schere zwischen Arm und Reich und ist heute Mitglied des US-Senats f&uuml;r den Staat Vermont. Sanders nennt sich &bdquo;Sozialist&ldquo; &ndash; was f&uuml;r die USA ein ganz sch&ouml;n starkes St&uuml;ck ist. Gemeint ist der Sozialdemokratismus aus der Zeit vor Schr&ouml;der und Blair, was aber in den USA immer noch ein starkes St&uuml;ck w&auml;re. F&uuml;r die Insassen des US-Bootes, in dem auch die deutsche Bev&ouml;lkerung rudern muss, sind vor allem seine au&szlig;enpolitischen Positionen interessant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/bernie-sanders-go-for-it.html\">Rationalgalerie<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Rechte von Arbeitnehmern wegen TTIP in Gefahr?<\/strong><br>\nTTIP &ndash; derzeit gibt es wohl kaum vier Buchstaben, die f&uuml;r mehr Aufregung sorgen. Das geplante Handelsabkommen zwischen EU und USA st&ouml;&szlig;t auch bei Vertretern der Gewerkschaft IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt auf Kritik. Denn, so &auml;u&szlig;erte sich Bezirksleiter Hartmut Meine am Freitag in Hannover, auch die Rechte von Arbeitern st&auml;nden auf dem Spiel. &ldquo;Ein m&ouml;glicher Abschluss von TTIP darf nicht zur weltweiten Verschlechterung von Arbeitsbedingungen f&uuml;hren&rdquo;, so Meine. Die Gewerkschaft sorgt sich vor allem um die M&ouml;glichkeiten von Arbeitern, sich zu organisieren.<br>\nKeine Unterschrift von den USA<br>\nDas Problem, dass die Gewerkschafter und andere TTIP-Gegner sehen: Die niedrigeren Standards, die in den Vereinigten Staaten gelten, k&ouml;nnten auch in Europa eingef&uuml;hrt werden. Es gibt zwar allgemeine Normen, die die Internationale Arbeitsorganisation ILO erarbeitet hat &ndash; doch die USA haben diese Vereinbarung gar nicht unterzeichnet. Die EU-Kommission hat die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation als eigenen Punkt in die TTIP-Verhandlungen aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/hannover_weser-leinegebiet\/IG-Metall-sorgt-sich-um-Arbeiter-wegen-TTIP,ttip194.html\">NDR.de<\/a><\/li>\n<li><strong>CETA mit Grundgesetz nicht vereinbar<\/strong><br>\nDie unterzeichnenden Juristenverb&auml;nde und Menschenrechtsorganisationen aus Deutschland halten das zwischen EU und Kanada ausgehandelte &ldquo;Comprehensive Economic and Trade Agreement&rdquo; (CETA) f&uuml;r nicht vereinbar mit dem Grundgesetz. Am 10. Oktober 2015 haben rund 250 000 Menschen in Berlin gegen TTIP und CETA demonstriert und sich gegen geheime Schiedsgerichte zur Wehr gesetzt.<br>\nDie in CETA vorgesehenen Schiedsgerichte (Tribunale) sollen ohne Bindung an Europ&auml;isches Recht, an das Grundgesetz (GG) und weitere deutsche Gesetze entscheiden k&ouml;nnen. Sie k&ouml;nnen sich bei ihren Entscheidungen &uuml;ber europ&auml;isches und deutsches Recht hinwegsetzen.<br>\nDurch das Verfahren kann es auch zu Entscheidungen von Schiedsgerichten kommen, die zu europ&auml;ischem oder deutschem Recht in Widerspruch stehen.<br>\nDie im Grundgesetz verankerten Grundprinzipien des Sozialstaates (Art. 20 Abs. 1 GG) und des Umweltschutzes (Art. 20 a GG) m&uuml;ssen von Schiedsgerichten bei Abw&auml;gungen nicht ber&uuml;cksichtigt werden, da der CETA-Vertrag keine dem Grundgesetz vergleichbaren Rechte, Garantien und Verpflichtungen enth&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=22681\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&Uuml;ber die EU hinaus<\/strong><br>\nAuf dem &raquo;east forum Berlin&laquo; werden Pl&auml;ne f&uuml;r eine &raquo;Freihandelszone&laquo; von Dublin bis Shanghai geschmiedet<br>\nAm 18. und 19. April findet zum vierten Mal das &raquo;east forum Berlin&laquo; in der deutschen Hauptstadt statt. Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier und sein polnischer Amtskollege Witold Waszczykowski werden zur Er&ouml;ffnung im Rathaus erwartet, die Abschlussrede soll im Axica-Forum am Pariser Platz Exbundeswirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler in seiner Eigenschaft als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Davoser Weltwirtschaftsforums halten. Dazwischen diskutieren Minister und Wirtschaftsvertreter aus Deutschland, diversen L&auml;ndern Ost- und S&uuml;dosteuropas sowie China &uuml;ber zwei Themenfelder, die f&uuml;r hiesige Unternehmen derzeit ganz oben auf der Tagesordnung stehen: die Entwicklung in Osteuropa &ndash; Stichwort: Russland-Sanktionen &ndash; und das Megaprojekt &raquo;Neue Seidenstra&szlig;e&laquo;, das die Volksrepublik China seit mehreren Jahren plant. Mehr als 300 teils hochrangige Teilnehmer haben sich angemeldet. Veranstaltet wird die Zusammenkunft vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, der Metro Group und der Unicredit Group in Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). (&hellip;)<br>\nZus&auml;tzlich r&uuml;ckt beim &raquo;east forum&laquo; dieses Jahr ein chinesisches Megaprojekt in den Blick: die &raquo;Neue Seidenstra&szlig;e&laquo;. Im Kern dreht es sich dabei um Pl&auml;ne der Volksrepublik, die Handelswege in Richtung Westen umfassend auszubauen &ndash; zur See wie auch zu Land. Ziel ist es, Europa und Asien, &raquo;Eurasien&laquo;, &ouml;konomisch enger zusammenzuf&uuml;hren (vgl. jW vom 7. M&auml;rz). Peking will dabei nicht nur intensiver mit der EU kooperieren, sondern auch mit Moskau und dessen Eurasischer Wirtschaftsunion. Gel&auml;nge das, dann h&auml;tte China die EU und Russland auf dem Umweg &uuml;ber die &raquo;Neue Seidenstra&szlig;e&laquo; wieder enger zusammengebracht. Eine Kooperation in diesem Rahmen k&ouml;nne in der Tat &raquo;ein intelligenter Zug&laquo; sein, &raquo;um Russland zur&uuml;ck in die interregionale Kooperation zu holen&laquo;, hie&szlig; es im Januar anerkennend in der Internationalen Politik, dem f&uuml;hrenden Fachblatt der deutschen Au&szlig;enpolitik. &raquo;Ein mittelfristiges Ziel&laquo; k&ouml;nnten dabei Freihandelsgespr&auml;che zwischen China, der Eurasischen Wirtschaftsunion und der EU sein. K&auml;men solche Gespr&auml;che zustande, dann geriete mit ihnen eine Freihandelszone bislang beispielloser Gr&ouml;&szlig;e in den Blick, die das Herz noch jedes Unternehmers h&ouml;her schlagen lie&szlig;e: Es entst&uuml;nde ein gigantischer Wirtschaftsraum von Dublin bis Shanghai.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/04-07\/012.php%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wenn das chinesische Projekt &ldquo;Neue Seidenstra&szlig;en&rdquo; auch &ndash; sozusagen als Nebeneffekt &ndash; eine Ann&auml;herung zwischen der EU und Russland zustande bringen k&ouml;nnte, w&auml;re das zu begr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Joint Venture zwischen Schwein und Huhn<\/strong><br>\nW&auml;hrend die drei atlantischen Freihandelsvertr&auml;ge, CETA, TTIP und TiSA kontrovers diskutiert werden, liegt &uuml;ber den Freihandelsvertr&auml;gen zwischen der EU und den Staaten Afrikas der Schleier des Desinteresses &ndash; dabei bietet auch der von der EU verfochtene Ansatz des Economic Partnership Agreement (EPA) Anlass f&uuml;r Kritik<br>\nZiel von Freihandelsvertr&auml;gen ist die maximale Deregulierung der M&auml;rkte und eine m&ouml;glichst umfassende Privatisierung. Man will dem Markt den Vorrang vor staatlichen Gestaltungsm&ouml;glichkeiten geben. Im Unterschied zu den Freihandelsvertr&auml;gen mit Amerika ist der einseitige Vorteil f&uuml;r die L&auml;nder der EU bei EPA kaum zu &uuml;bersehen: Sie dienen eher den Interessen der EU an einem freien Zugang zu den Rohstoffen Afrikas und einem ebenfalls freien Zugang europ&auml;ischer Konzerne zu afrikanischen M&auml;rkten als dem Gemeinwohl in afrikanischen Staaten und erinnern ein wenig an die Geschichte vom Joint Venture zwischen einem Schwein und einem Huhn zur Produktion von &ldquo;Ham and Egg&rdquo;, bei dem es dem Schwein an die Substanz geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47908\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mitbestimmung: Der blinde Fleck des BWL-Studiums<\/strong><br>\nWer in Deutschland eine gehobene F&uuml;hrungsposition in einem gr&ouml;&szlig;eren Unternehmen aus&uuml;bt, der muss sich fast auf Schritt und Tritt mit den Mitbestimmungsrechten der Arbeitnehmer auseinandersetzen. Die reichen vom Betriebsrat bis hinauf zu den Arbeitnehmervertretern in den Aufsichtsr&auml;ten der gro&szlig;en Kapitalgesellschaften. Martin Allespach und Birgitta Dusse von der Europ&auml;ischen Akademie der Arbeit in der Universit&auml;t Frankfurt haben f&uuml;r die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung untersucht, wie angehende Manager im BWL-Studium auf diesen Teil ihrer Aufgabe vorbereitet werden. Das Ergebnis ist ern&uuml;chternd.<br>\n&ldquo;Das Thema Mitbestimmung ist nicht grunds&auml;tzlich Teil des Lehrplans. Die untersuchten Studieng&auml;nge greifen es selten und selektiv auf&rdquo;, stellten Allespach und Dusse fest. Pflichtveranstaltungen, die jeder BWL-Student belegen muss, thematisierten die Mitbestimmung selten. Das sei eher in Wahlpflichtveranstaltungen der Fall sowie in Masterstudieng&auml;ngen zum Personalmanagement.<br>\nDas Ideal, das die Autoren im Kopf haben, verdeutlichen sie anhand des Lehrplans der Hochschule f&uuml;r Technik und Wirtschaft in Berlin, den sie f&uuml;r seinen &ldquo;explizit positiven Bezug zur Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat&rdquo; loben: &ldquo;Die Studierenden erkennen und begreifen den Kompromisscharakter von institutionellen, rechtlichen und organisatorischen Strukturen sowie die Funktionen von Verb&auml;nden und Gewerkschaften.&rdquo;<br>\nDas BWL-Studium werde &uuml;berwiegend aufgrund von beruflichen Optionen und materiellen Gr&uuml;nden gew&auml;hlt und nicht prim&auml;r wegen fachlicher Interessen oder Begabungen, stellen die Autoren fest. Gerade BWL-Studierenden m&uuml;ssten daher Vorz&uuml;ge einer kooperativen Beziehung von Management und Arbeitnehmern erkl&auml;rt werden. Wenn das Thema stattdessen vernachl&auml;ssigt oder gar negativ eingekleidet werde, drohe Ungemach. Dann k&ouml;nne es dazu kommen, dass eine mitbestimmungsfeindliche F&uuml;hrungselite ausgebildet werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/598-mitbestimmung#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bombensichere Geldanlage<\/strong><br>\nVerbraucherbrosch&uuml;re informiert Kunden &uuml;ber R&uuml;stungsgesch&auml;fte ihrer Finanzinstitute<br>\nZwar haben viele deutsche Banken Richtlinien f&uuml;r Waffengesch&auml;fte verabschiedet, allerdings sind diese oft ungen&uuml;gend, bem&auml;ngeln Fair Finance und Urgewald. Nur Nischenbanken meiden R&uuml;stungsunternehmen konsequent.<br>\nKaum eine deutsche Bank investiert heute noch in Gesch&auml;fte mit Streumunition. Noch vor sechs Jahren war das anders, bis eine bundesweite Kampagne mit dem Thema mediale Aufmerksamkeit erregte. Ein Erfolg, &uuml;ber den sich der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Nichtregierungsorganisation Facing Finance, Thomas K&uuml;chenmeister, immer noch freut. Damals dachte auch Barbara Happe, Bankenreferentin der Organisation urgewald, dies sei der &raquo;Einstieg in den Ausstieg&laquo; des Bankensektors bei R&uuml;stungsgesch&auml;ften. Das war jedoch nicht der Fall.<br>\nAm Donnerstag stellten die beiden Organisationen in Berlin eine gemeinsame Verbraucherbrosch&uuml;re vor. Mit &raquo;Die Waffen meiner Bank&laquo; k&ouml;nnen Kunden jetzt besser nachvollziehen, was f&uuml;r Gesch&auml;fte sie mit ihren Anlagen finanzieren &ndash; und sich &uuml;ber Banken informieren, die alternative Investitionen t&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1007758.bombensichere-geldanlage.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gut zwei Drittel gehen krank zur Arbeit<\/strong><br>\nDas ist krank: 68 Prozent der deutschen Besch&auml;ftigten sind im vergangenen Jahr trotz Infekt zur Arbeit gegangen. Der Grund daf&uuml;r ist h&auml;ufig Angst.<br>\nDie Krankheit, die bei deutschen Arbeitnehmern am weitesten verbreitet ist, hei&szlig;t Pr&auml;sentismus. Sie ist immer dann akut, wenn ein Kollege zur Arbeit kommt, obwohl er so krank ist, dass er eigentlich das Bett h&uuml;ten sollte.<br>\nWie verbreitet das Ph&auml;nomen ist, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) untersucht. Demnach schleppten sich im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel der Arbeitnehmer an wenigstens einem Tag krank zur Arbeit.<br>\nBei einem Tag ist es dann aber oft nicht geblieben: Im Durchschnitt haben diese Kollegen w&auml;hrend eines Jahres 12,1 Tage krank gearbeitet. Fast die H&auml;lfte (47 Prozent) qu&auml;lte sich eine Woche oder l&auml;nger. Und 14 Prozent brachten sogar &uuml;ber einen Zeitraum von mindestens drei Wochen ihre Bazillen mit zur Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/zwei-drittel-gehen-auch-krank-zur-arbeit-a-1086168.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Betriebsr&auml;te brauchen mehr Mitbestimmung bei Werkvertr&auml;gen<\/strong><br>\nDie Debatte &uuml;ber Leiharbeit und Werkvertr&auml;ge konzentriert sich stark auf die negativen Folgen f&uuml;r das Erwerbssystem. So wird davon ausgegangen, dass Werkvertr&auml;ge zu einer fortschreitenden Substitution von Stammbelegschaften durch geringer entlohnte Besch&auml;ftigte f&uuml;hren[1]. Zwar gibt es empirische Belege f&uuml;r die These, dass eine Zunahme von Werkvertr&auml;gen zentrale Institutionen des deutschen Erwerbssystems, wie die Tarifbindung und die betriebliche Interessenvertretung durch Betriebsr&auml;te, unterh&ouml;hlt. Unsere Forschung verweist jedoch auf einen zus&auml;tzlichen Aspekt: Viele Unternehmen agieren beim Einsatz von Werkvertr&auml;gen irrational, da sich Werkvertragsarbeit oftmals teurer gestaltet als die Inanspruchnahme der Stammbelegschaft. In diesem Feld sollten Betriebsr&auml;te agieren, aber auch mehr Mitbestimmungsrechte erhalten.<br>\nDie Nutzung und Wirkung von Werkvertr&auml;gen ist insgesamt bisher wenig erforscht. Es liegen lediglich einige Einzelfalluntersuchungen sowie nicht repr&auml;sentative Breitenerhebungen vor, die aber nur grobe Indizien &uuml;ber die Nutzung von Werkvertr&auml;gen enthalten. Im Folgenden st&uuml;tzen wir uns auf die Ergebnisse eines von uns durchgef&uuml;hrten Forschungsprojekts aus dem Jahr 2014.[2] Auf Basis dieser Daten versuchen wir einige zentrale Fragen der aktuellen Debatte zu beleuchten: Wie verbreitet sind (Onsite-)Werkvertr&auml;ge? Aus welchen Motiven nutzen Unternehmen (Onsite-)Werkvertr&auml;ge? Welche Wirkungen auf die Arbeit haben sie? Und welche Herausforderungen stellen sich f&uuml;r Betriebsr&auml;te? Wir konzentrieren uns dabei auf das Verarbeitende Gewerbe und den Einzelhandel als zwei Segmente der deutschen Wirtschaft, die im Fokus der neueren Diskussion um Werkvertr&auml;ge stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/36-2016\/++co++df16c368-fc9a-11e5-b38a-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32871#h04\">Der Unterbietungswettbewerb im Werkvertragsrecht<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kinder im Alter von unter 15 Jahren in Hartz IV: L&auml;nder- und Kreisvergleich (2010 bis 2015)<\/strong><br>\nIm Dezember 2015 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 1,654 Millionen Kinder im Alter von unter 15 Jahren in sog. SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV), 20.000 mehr als im Dezember 2014 und 31.000 mehr als im Dezember 2012, dem mit 1,603 Millionen niedrigsten bisher registrierten Jahresendbestand.<br>\nDie Hilfequoten reichen im Dezember 2015 (vorl&auml;ufig) auf Kreisebene von 42,1 Prozent in der Stadt Bremerhaven bis 2,1 Prozent im Landkreis Eichst&auml;tt, im Gro&szlig;stadtvergleich von 34,0 Prozent in Essen bis 12,1 Prozent in M&uuml;nchen und auf L&auml;nderebene von 32,9 Prozent im Land Bremen bis 7,2 Prozent in Bayern. (Bundesdurchschnitt: 15,5 Prozent &ndash; 155 von 1.000 Kindern)<br>\nDen neuen L&auml;nder-, Gro&szlig;stadt- und Kreisvergleich des Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) f&uuml;r die Jahre 2010 bis 2015 (jeweils Dezember) finden Sie in der BIAJ-Kurzmitteilung vom 08. April 2016: Download (PDF: Daten zum L&auml;nder- und Gro&szlig;stadtvergleich: Seite 4; Kreisvergleich: Seite 4 bis 12)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/752-kinder-im-alter-von-unter-15-jahren-in-hartz-iv-laender-und-kreisvergleich-2010-bis-2015.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Armut &ndash; von der L&auml;hmung der Handlungsf&auml;higkeit<\/strong><br>\nDie ungleiche Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland w&auml;chst seit Jahren stetig. Und eigentlich wei&szlig; jeder, dass das fatale Folgen hat. F&uuml;r die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit des Landes. Aber auch f&uuml;r Statistiker, deren Lebensinhalt es ist, &uuml;ber Zahlen zu br&uuml;ten und diese auszuwerten. Aber wie geht es eigentlich den Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen m&uuml;ssen?<br>\nHauptsache leben. Irgendwie.&#8232;So k&ouml;nnte man das Statement von Gesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he interpretieren, das er in Bezug auf den Bericht &bdquo;Gesundheit in Deutschland&ldquo; vom Robert Koch Institut abgegeben hat. Gr&ouml;he stellte erfreut fest, dass es bei der Lebenserwartung kaum noch Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Das mag sogar stimmen, verstellt aber den Blick auf die gesamte Situation. Denn die sozialen Rahmenbedingungen entscheiden ma&szlig;geblich mit &uuml;ber den allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen. Und seine Lebenserwartung. Auch das steht im Bericht, passt aber offenbar nicht zu dem, was Gr&ouml;he h&ouml;ren m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/132949\/armut-von-der-laehmung-der-handlungsfaehigkeit\">Der Spiegelfechter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Glyphosat: EU-Gesundheitskommissar greift unsere Kritik auf!<\/strong><br>\nEU-Gesundheitskommissar Andriukaitis hat auf den zunehmenden &ouml;ffentlichen Druck in der Debatte um das umstrittene Ackergift Glyphosat reagiert. In einem Schreiben an Monsanto und Co. forderte er die Offenlegung der Studien, die Basis f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Neuzulassung von Glyphosat sind. Eine beachtliche Kehrtwende des Kommissars. (&hellip;)<br>\nIm Dezember 2015 hatten wir gemeinsam mit der Organisation Test-Biotech einen Brief an Andriukaitis geschrieben und ihn darin angehalten, den Zulassungsprozess f&uuml;r Pestizide grundlegend zu &uuml;berarbeiten. Einer unserer wesentlichen Kritikpunkte war die Geheimhaltung der Studien, mit denen die Zulassung von Glyphosat begr&uuml;ndet wird.<br>\nAndriukaitis hatte in seinem Antwortschreiben wenig Verst&auml;ndnis f&uuml;r unsere Forderungen signalisiert und wies sie im Wesentlichen zur&uuml;ck. Nun reagiert er offensichtlich doch auf die zunehmende &ouml;ffentliche Kritik und hat die Ackergift-Hersteller dazu aufgefordert, ihre bislang geheim gehaltenen Studien zu ver&ouml;ffentlichen. Dies sei &bdquo;vorteilhaft f&uuml;r die Gesellschaft insgesamt und w&uuml;rde die laufenden Debatten und den Entscheidungsprozess erleichtern.&ldquo; Wir erwarten nun, dass die betroffenen Unternehmen der Aufforderung des Gesundheitskommissars auch nachkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/04\/glyphosat-eu-gesundheitskommissar-greift-unsere-kritik-auf\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Na sowas. Ausnahmsweise sehen wir mal eine im Ansatz positive Haltungs&auml;nderung in der Br&uuml;sseler Konzernokratie. Woran das wohl liegen mag? Und welche Konsequenz ist zu erwarten? Ich f&uuml;rchte keine.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rechts, zwo, drei &ndash; Driftet Europa ab?<\/strong><br>\nIn Europa haben rechte Parteien Zulauf. Sie hetzen offen gegen Fl&uuml;chtlinge und fordern eine R&uuml;ckkehr zu erzkonservativen Werten und nationalistischen Idealen. Die Dokumentation geht dem Ph&auml;nomen in Kroatien, Polen, Deutschland und Frankreich nach. Sie fragt auch, warum Europas Rechtspopulisten derzeit vor allem vom Fremdenhass und der Angst vor Fl&uuml;chtlingen profitieren k&ouml;nnen.<br>\nDas Gespenst des Rechtspopulismus geht um in Europa. Rechte Parteien, die offen gegen Fl&uuml;chtlinge hetzen und eine R&uuml;ckkehr zu nationalistischen Idealen fordern, haben Zulauf. Angesichts steigender Fl&uuml;chtlingszahlen, vordiktierter Reformen aus Br&uuml;ssel, einer nicht bew&auml;ltigten Finanzkrise und &uuml;berforderter Regierungen in mehreren EU-Staaten, entsteht ein gef&auml;hrliches Machtvakuum. Driftet Europa nach rechts ab?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/064507-000-A\/rechts-zwo-drei-driftet-europa-ab?autoplay=1\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>EU-Staaten winken umfangreiche Datenschutzreform durch<\/strong><br>\nDer EU-Rat hat das Datenschutzpaket abgesegnet, auf das sich die Br&uuml;sseler Gremien im Dezember geeinigt hatten. Damit ist der Weg frei f&uuml;r das finale Votum des Parlaments, das zugleich die Fluggastdatenspeicherung mit beschlie&szlig;en soll.<br>\nNach gut vierj&auml;hrigen Verhandlungen hat der EU-Rat am Freitag im schriftlichen &ldquo;Umlaufverfahren&rdquo; ohne Ministertreffen in Br&uuml;ssel die lange umstrittene Datenschutzreform verabschiedet. Im Anschluss soll das EU-Parlament kommenden Donnerstag &uuml;ber das umfangreiche Gesetzespaket abstimmen. Es gilt als sicher, dass die Volksvertreter das Vorhaben durchwinken: die Br&uuml;sseler Gremien hatten sich Mitte Dezember bereits auf einen entsprechenden Kompromiss geeinigt.<br>\nDas Paket umfasst eine Grundverordnung mit Regeln f&uuml;r den privaten Bereich und einen Gro&szlig;teil des &ouml;ffentlichen Sektors. Dazu kommt eine Richtlinie f&uuml;r Polizei- und Justizbeh&ouml;rden. Insgesamt will der Gesetzgeber mit der Initiative einen einheitlicheren Schutzschild f&uuml;r personenbezogene Daten auf EU-Ebene aufspannen. Dazu geh&ouml;ren etwa das Recht, &ldquo;vergessen zu werden&rdquo; oder der Anspruch auf Daten-Portabilit&auml;t. Die neuen Regeln sollen einfacher durchsetzbar sein. Verst&ouml;&szlig;t eine Firma gegen sie, muss sie mit Sanktionen in H&ouml;he von vier Prozent des Jahresumsatzes rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/EU-Staaten-winken-umfangreiche-Datenschutzreform-durch-3166549.html?wt_mc=nl.ho.2016-04-09\">heise online<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Jeder einzelne EU-B&uuml;rger wird gl&auml;sern&rdquo;<\/strong><br>\nNach den Anschl&auml;gen von Br&uuml;ssel standen die belgischen Sicherheitsbeh&ouml;rden wegen zahlreicher Informationspannen in der Kritik. Die EU-Kommission fordert deswegen eine EU-weite Vernetzung der Datenbanken von Sicherheitsbeh&ouml;rden und Geheimdiensten. In einer neuen EU-Superdatenbank sollen in Zukunft zahlreiche personenbezogene Daten von Reisenden und B&uuml;rgern registriert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-superdatenbank-jeder-einzelne-eu-buerger-wird-glaesern.684.de.html?dram:article_id=350802\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die neuen Rechenschaftsberichte der Parteien: Mehr Schatten als Licht<\/strong><br>\nAm 6. April 2016 ver&ouml;ffentlichte der Bundestag die Rechenschaftsberichte der Bundestagsparteien f&uuml;r 2014. Wie stets werfen diese Berichte mehr Fragen auf als sie beantworten. Die Herkunft vieler Millionen Euro Spenden und Sponsorengelder bleibt weiterhin im Dunkeln. Drei Viertel der Parteispenden von Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nden bleiben auch jetzt noch anonym. Und auch das undurchsichtige Parteisponsoring stagniert auf hohem Niveau. (&hellip;)<br>\n76 Prozent der Unternehmensspenden bleiben im Dunkeln<br>\nUnternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde &uuml;berwiesen 2014 insgesamt 15 Millionen Euro an Union, SPD, Gr&uuml;ne und Linke. Nicht einmal ein Viertel dieser Spenden (24 Prozent) wird namentlich ausgewiesen &ndash; 2013 waren es noch 33 Prozent, 2011 39 Prozent. Damit bleibt die Herkunft von 11,4 Millionen Euro, die 2014 aus Unternehmens- und Verbandskassen an Parteien flossen, dauerhaft anonym. Denn sie liegen unterhalb der Ver&ouml;ffentlichungsschwelle von 10.000 Euro.<br>\nDie Ver&ouml;ffentlichungsschwellen sollten deutlich gesenkt werden. Wir fordern, dass Spenden bereits ab 2.000 Euro in den Rechenschaftsberichten angezeigt werden &ndash; denn gerade auf kommunaler Ebene haben auch solche Betr&auml;ge schon erhebliches Gewicht und k&ouml;nnen mit Einflussnahme verbunden sein. Ab 10.000 Euro sollten Parteispenden sofort ver&ouml;ffentlicht werden &ndash; und nicht erst mit anderthalb Jahren Verz&ouml;gerung in den Rechenschaftsberichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2016\/04\/die-neuen-rechenschaftsberichte-der-parteien-mehr-schatten-als-licht\/\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-32912","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32912","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=32912"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32912\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32914,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/32912\/revisions\/32914"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=32912"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=32912"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=32912"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}