{"id":3296,"date":"2008-06-23T08:55:42","date_gmt":"2008-06-23T06:55:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3296"},"modified":"2008-06-23T08:55:42","modified_gmt":"2008-06-23T06:55:42","slug":"hinweise-des-tages-675","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3296","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nVorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten,<a href=\"?p=3296&amp;email=1\"> dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Das geht zu weit<\/strong><br>\nMit einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Urteil im Rechtsstreit EU-Kommission versus Gro&szlig;herzogtum Luxemburg (C-319\/06) setzt der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) wesentliche Schutzbestimmungen des luxemburgischen Arbeitsrechts f&uuml;r aus dem EU-Ausland entsandte Besch&auml;ftigte au&szlig;er Kraft. Die weit reichenden, aus Gewerkschaftssicht fortschrittlichen, Bestimmungen im Gro&szlig;herzogtum Luxemburg passten der EU-Kommission nicht ins Konzept. Bereits zum vierten Mal innerhalb eines halben Jahres hat der EuGH damit eine Grundsatzentscheidung gef&auml;llt, die die Rechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten und ihrer Gewerkschaften in der Union drastisch beschneidet. DGB-Chef Michael Sommer kritisierte in einer am Donnerstagabend verbreiteten Erkl&auml;rung, der EuGH ma&szlig;e sich an, die in der EU-Entsenderichtlinie festgelegten Schutzrechte &raquo;von Mindeststandards in Maximalstandards umzudeuten&laquo;. Damit werde die Absicht des Gesetzgebers ins Gegenteil verkehrt. Politischer Hintergrund sei offenbar, dass die Kommission und der EuGH versuchten, das bei der Dienstleistungsrichtlinie zu Recht gescheiterte Herkunftslandprinzip, nach dem f&uuml;r entsandte Arbeitskr&auml;fte die schlechteren Sozialstandards ihrer Heimatl&auml;nder gelten sollten, jetzt &raquo;durch die Hintert&uuml;r&laquo;, sprich bei der Auslegung der Entsenderichtlinie, doch noch zu installieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/06-21\/101.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &Uuml;ber diese weitreichenden Konsequenzen des EU-Vertragsrechts reden diejenigen, die sich &uuml;ber das Nein der Iren aufregen, nie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Betrug, Schwindel, fiese Tricks<\/strong><br>\nVerdacht auf Immobilienbetrug und Insiderhandel: Die Hypothekenkrise hat in den USA eine beispiellose Verhaftungswelle ausgel&ouml;st. Unter den 406 Beschuldigten sind zwei prominente Ex-Fondsmanager &ndash; und ein Selbsthilfeguru aus Texas, der schnellen Reichtum predigt. Die Hypothekenkrise hat in den USA eine ganz neue, beispiellose Kriminalit&auml;tswelle geschaffen. Die Zahl der diesbez&uuml;glichen Ermittlungsverfahren, die beim FBI anh&auml;ngig sind, hat sich in den letzten drei Jahren auf derzeit mehr als 1400 verdreifacht. &ldquo;<em>Hypothekenbetrug stellt eine gewaltige Bedrohung f&uuml;r unsere Wirtschaft dar, f&uuml;r die Stabilit&auml;t unseres Immobilienmarktes und f&uuml;r den Seelenfrieden von Millionen amerikanischer Hausbesitzer<\/em>&ldquo;, sagte der an der FBI-Aktion beteiligte Staatsanwalt Mark Filip. Die US-Immobilienkrise hat bisher Hunderttausende Betroffene um ihren Grund- und Hausbesitz gebracht und an der Wall Street fast 400 Milliarden Dollar an Verlusten und Abschreibungen verursacht. Etliche Konzernchefs verloren ihre Jobs, und die Investmentbank Bear Stearns ging unter.\n<p>So brisant ist die kriminelle Lage inzwischen, dass das FBI sie nun zur Chefsache erkl&auml;rt hat. Im Tonfall eines Wildwest-Sheriffs gab Mueller eine letzte Warnung aus: &ldquo;<em>Wir werden euch finden, wir werden gegen euch ermitteln, und ihr werdet angeklagt werden.&rdquo;<\/em> Wer glaube, mit windigen Tricks davonkommen zu k&ouml;nnen, m&ouml;ge wissen: &ldquo;<em>Du wirst im Gef&auml;ngnis landen.<\/em>&rdquo; An der ausgedehnten Gro&szlig;razzia beteiligten sich 46 der insgesamt 56 FBI-Filialen im Land, die US-Steuerbeh&ouml;rde IRS, der Zol, die Postermittlungsstelle und weitere Beh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,560889,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Abgeordnete fordern Untersuchungsausschuss zur IKB<\/strong><br>\nAbgeordnete von FDP, Gr&uuml;nen und Linken im Deutschen Bundestag haben Gespr&auml;che &uuml;ber die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Krise der IKB begonnen. Die IKB, eine Tochtergesellschaft der bundeseigenen KfW-Bankengruppe, musste im Zuge der Finanzkrise dreimal mit insgesamt sechs Milliarden Euro &ouml;ffentlicher Mittel gerettet werden. Erst vergangene Woche besch&auml;ftigte sich der Bund erneut mit einer B&uuml;rgschaft von einer Milliarde Euro, um weitere Risiken aus dem Portfolio der Skandalbank abzusichern. Das Pikante dabei: Ein Gutachten, das die Wahrscheinlichkeit des B&uuml;rgschaftseintrittes als &auml;u&szlig;erst gering beschreibt, gab nicht etwa der Bund, als B&uuml;rgschaftsgeber, in Auftrag &ndash; sondern die KfW. Und verfasst wurde das Papier ausgerechnet von der Deutsche Asset Management International GmbH (DeAM), einer Tochter der Deutschen Bank. Dabei war es die Deutsche Bank, die der IKB jene in Zweckgesellschaften geb&uuml;ndelten und verbrieften faulen Kredite verkauft hatte, die zu der mehrfachen Beinahepleite gef&uuml;hrt hatten. Zudem hat sie diese komplexen Gesch&auml;fte im Auftrag der IKB gemanagt &ndash; und stellte dem Institut daf&uuml;r auch Kreditlinien zur Verf&uuml;gung. Nach Ansicht von Juristen hat die IKB deshalb einen Schadensersatzanspruch gegen die Deutsche Bank. Ein KfW-Sprecher sagte, der Bund habe das Institut gebeten, das Gutachten zu erstellen. Ein Interessenkonflikt sei nicht erkennbar, da die DeAM nicht in die Gesch&auml;fte mit der IKB involviert gewesen sei. Das aber sehen einige Abgeordnete anders: &ldquo;<em>Einen offensichtlicheren Interessenkonflikt kann ich mir nicht vorstellen<\/em>&ldquo;, kritisiert der FDP-Abgeordnete Frank Sch&auml;ffler. Die Vorg&auml;nge um das Gutachten seien nun der Tropfen, der das Fass zum &Uuml;berlaufen bringe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,561139,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Auf den NachDenkSeiten hatten wir schon mehrfach &uuml;ber die <a href=\"?p=3029\">dubiose Rolle der Deutschen Bank bei der Krise der IKB<\/a> hingewiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuerpr&uuml;fungen bei Firmen bringen Bund 16,6 Milliarden Euro<\/strong><br>\nSteuerpr&uuml;fungen bei deutschen Unternehmen haben dem Bund im vergangenen Jahr Mehreinnahmen in H&ouml;he von 16,6 Milliarden Euro in die Kassen gesp&uuml;lt. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 213.000 Betriebe durchleuchtet, das entspricht 2,6 Prozent der bundesweit rund 8,3 Millionen Unternehmen. Alleine Kontrollen bei Gro&szlig;betrieben und mittleren Unternehmen brachten dem Staatss&auml;ckel ein Einnahmeplus von 14,6 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.haz.de\/newsroom\/politik\/zentral\/politik\/art1013,621052\">Hannoversche Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> 2,6 Prozent der Betriebe wurden durchleuchtet. Man k&ouml;nnte ja hochrechnen, wie viel Milliarden der Fiskus einn&auml;hme, wenn 50, 60 oder gar 100 Prozent der Betriebe so gepr&uuml;ft w&uuml;rden wie die Steuererkl&auml;rung jedes Arbeitnehmers.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel: &bdquo;Soziale Marktwirtschaft erm&ouml;glicht den Aufstieg&ldquo;<\/strong><br>\nAllen Empf&auml;ngern von Arbeitslosengeld II werden Heizkosten und Strom bezahlt, sie sind damit nicht von den Preissteigerungen betroffen. Dar&uuml;ber hinaus kann der Staat aber nicht eingreifen, denn unser Sozialsystem basiert auf der individuellen Bed&uuml;rftigkeit. Generelle Subventionen des Strom- oder Gastarifs kann es nicht geben, weil sie nicht finanzierbar und zudem mit Mitnahmeeffekten verbunden w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~EAC311F492CED4035A4B5DDC8A2F1BF67~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieses Interview mit unserer Kanzlerin ist ein typisches Beispiel, wie Regierungspolitiker ihre Politik besch&ouml;nigen, an der Wahrheit vorbeireden oder schlicht nicht wissen (wollen), wor&uuml;ber sie reden.<\/em><\/p>\n<p>Der Hinweis auf die Bezahlung von Heizkosen ist nur eine halbe Wahrheit, und beim Strom wei&szlig; Merkel offenbar nicht, wor&uuml;ber sie redet: Kosten der Unterkunft und Heizung werden, soweit sie angemessen sind, in der H&ouml;he der tats&auml;chlichen Aufwendungen &uuml;bernommen. Und was angemessen ist, das entscheiden die ARGEN mittlerweile ganz nach Belieben. Das Stromgeld wird nicht &uuml;bernommen (&bdquo;Grunds&auml;tzlich sind bei Hartz IV Leistungen f&uuml;r Warmwasserbereitung und Strom schon in der Regelleistung enthalten, <a href=\"www.mieterverein-neuburg.de\/hartz_iv_strom.htm\">entschied das Bundessozialgericht<\/a> (Az: B 14\/7b AS 64\/06))&ldquo;. Empf&auml;nger von Arbeitslosengeld II sind von Preissteigerungen somit sehr wohl betroffen. <\/p>\n<p>Zum sozialen Aufstieg siehe z.B. dies: Im Bundesdurchschnitt lag die &Uuml;bergangsrate von Hilfebed&uuml;rftigen und damit von arbeitslosen und nicht arbeitslosen Personen im Leistungsbezug in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung im ersten Halbjahr 2007 bei 3,4 Prozent. Durchschnittlich gelang es 34 von 1000 Leistungsbeziehern in der Grundsicherung eine sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigung aufzunehmen. Oder hat Frau Merkel noch nie etwas dar&uuml;ber geh&ouml;rt, dass unser Bildungssystem zu den sozial selektivsten unter den industrialisierten L&auml;ndern geh&ouml;rt? Ist ihr nicht bekannt, dass die soziale Durchl&auml;ssigkeit in Deutschland dramatisch abgenommen hat?<\/p>\n<p>Als Indikatoren f&uuml;r mehr Freiheit nennt Merkel etwa die Senkung der Staatsquote von 47 auf 44 Prozent, die Senkung der Unternehmensteuer um 5 Milliarden, die Senkung der Lohnzusatzkosten auf unter 40 Prozent. F&uuml;r wen hat dies mehr Freiheit gebracht? Die Senkung der Staatsquote ging zu Lasten des Geldbeutels der kleinen Leute. F&uuml;r wen die Senkung der Unternehmensteuer mehr Freiheit brachte ist evident, und die Senkung der Lohnzusatzkosten wurde mit weniger Arbeitsf&ouml;rderung und zus&auml;tzlicher privater Altersvorsorge erkauft. <\/p><\/li>\n<li><strong>R&uuml;ttgers attackiert K&ouml;hler<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen R&uuml;ttgers ist unzufrieden mit dem Bundespr&auml;sidenten: Horst K&ouml;hlers Forderungen nach neuen Reformen f&uuml;hrten zu mehr Politikverdrossenheit, kritisiert der CDU-Ministerpr&auml;sident im SPIEGEL &ndash; und geht auch Bundeskanzlerin Angela Merkel an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,561132,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Roger Strassburg:<\/strong> R&uuml;ttgers profiliert sich wieder als Populist, also als einer, der den Leuten das sagt, was sie h&ouml;ren wollen, aber nicht entsprechend handelt. Er hat z.B. Recht damit, dass die &ldquo;Reformpolitik&rdquo; gerade die Politikverdrossenheit produziere. Er stellt aber am Ende klar, dass die CDU es am liebsten mit der FDP machen will, was seinem sozialen Anliegen hundertprozentig widerspricht. Da ist ein wahrer Populist am Werk.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie der &ldquo;Spiegel&rdquo; Politik macht<\/strong><br>\nEin H&ouml;hepunkt der SpOn-Kampagne war der journalistische Offenbarungseid unter dem Titel &ldquo;Zwei Drittel der Deutschen wollen Beck weg&rdquo;. Boulervard ist nicht erb&auml;rmlicher, vor allem aber ist da ein entscheidender Unterschied zwischen &ldquo;Bild&rdquo; und &ldquo;Spiegel&rdquo;: Letzterer ist m&auml;chtiger. Wenn der &ldquo;Spiegel&rdquo; etwas meldet, dann wurde bislang vermutet, dahinter stecke schon etwas Wahres. Wenn der &ldquo;Spiegel&rdquo; von &ldquo;Putsch&rdquo; spricht, dann werden die Messer gewetzt. Und er spricht von Putsch, expressis verbis, garniert mit einem hohlen &ldquo;Beck soll weg&rdquo;.\n<p>&ldquo;In der SPD haben Vertreter des rechten Parteifl&uuml;gels nach SPIEGEL-Informationen &uuml;ber einen Putsch gegen den Vorsitzenden beraten&ldquo;, wird gemeldet, und ich habe mich schon bei der ersten Lekt&uuml;re gefragt: Warum nennen sie nicht Ro&szlig; und Reiter? Was sind &ldquo;Spiegel-Informationen&rdquo;? Hat da wer, der es wissen mu&szlig;, geplaudert? Wom&ouml;glich jemand, der an solchen Pl&auml;nen beteiligt ist? Wenn das der Fall ist, wie kann sich ein &ldquo;Nachrichtenmagazin&rdquo; in solche R&auml;nkespiele einbinden lassen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=851\">Feynsinn<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&ouml;ne neue Hochschulwelt &ndash; Privatisierungsreport 6<\/strong><br>\nDer Einfluss von Unternehmen auf Universit&auml;ten und Fachhochschulen nimmt zu. Firmenwerbung und Steuermechanismen der Privatwirtschaft halten Einzug. Kaum ein Bildungsbereich wird derzeit aber so grundlegend umgebaut wie Unis und FHs. Doch eine &ouml;ffentliche Diskussion findet nur am Rande statt. Von dieser Entwicklung &ndash; und vom Widerstand dagegen &ndash; handelt der neu erschienene Privatisierungsreport Nummer 6.<br>\nDer Autor ist Matthias Holland-Letz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary34669\/080415_GEW-Priva-6-final.pdf\">GEW [PDF &ndash; 340 KB]<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Eine lesenswerte Studie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der stolze Schlachter der heiligen K&uuml;he<\/strong><br>\nDetlef M&uuml;ller-B&ouml;ling hat als Chef des einflussreichen Bertelsmann-Thinktanks CHE die deutsche Unilandschaft umgepfl&uuml;gt. Nach 14 Jahren geht er jetzt in den Ruhestand. Als der Wirtschaftswissenschaftler 1994 sein Amt als Unirektor in Dortmund abgab, trat er in G&uuml;tersloh eine Mission an: &ldquo;Die entfesselte Hochschule&rdquo;, wie er sp&auml;ter auch eines seiner B&uuml;cher nannte. Vieles von dem, wof&uuml;r M&uuml;ller-B&ouml;ling und das CHE in Papieren und Hintergrundgespr&auml;chen k&auml;mpften, ist heute Realit&auml;t: Professoren werden nach Leistung bezahlt. Die Unis k&ouml;nnen sich ihre Studis selber aussuchen. Auf Kosten der demokratischen Selbstverwaltung wurden Hochschulr&auml;te mit Experten aus der Wirtschaft installiert. &ldquo;Der Wettbewerb ist in den K&ouml;pfen aller angekommen&rdquo;, so M&uuml;ller-B&ouml;ling.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/koepfe\/artikel\/1\/der-stolze-schlachter-der-heiligen-kuehe\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Atomm&uuml;ll-Endlager Asse II<\/strong>\n<p><strong>Atomm&uuml;ll verseucht die Biosph&auml;re in der Asse<\/strong><br>\nSkandal um das &auml;lteste Endlager Deutschlands. In einem Bergwerk in der Asse schwappt radioaktives Wasser durch die Sch&auml;chte. Die Umwelt ist gef&auml;hrdet. Der Atomm&uuml;ll d&uuml;rfe nicht wie geplant f&uuml;r alle Zeiten eingeschlossen werden, warnte der emeritierte Chemie-Professor Rolf Bertram von der Technischen Universit&auml;t Braunschweig. &bdquo;Wenn Lauge mit dem Atomm&uuml;ll in Verbindung kommt, kann es jede Menge chemischer Reaktionen geben&ldquo;, sagte Prof. Bertram. Das jetzt bekannt gewordene Vorkommen von C&auml;sium 137, Strontium, Radium und Plutonium in dem Forschungsbergwerk zeige, dass die Bef&uuml;rchtungen durchaus konkret seien. &bdquo;Das Konzept muss ge&auml;ndert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/hamburg\/article2126939\/Atommuell_verseucht_die_Biosphaere_in_der_Asse.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Risse im Atomklo<\/strong><br>\nDer ehemalige Salzstock Asse II ist nicht stabil. Die riesigen, kathedralenartigen Kammern geben dem Druck der sie umgebenden Steinmassen St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck nach. Jeden Tag, erkl&auml;rt Udo Dettmann vom Koordinierungskreis Asse II, schrumpfe das Bergwerk um drei Kubikmeter. Das kann das Magnesiumchlorid nicht verhindern, das zur Stabilisierung eingeleitet wird. In 15 Jahren, so Dettmann, h&auml;tten sich die Atomm&uuml;llf&auml;sser schlicht aufgel&ouml;st. Wegen des permanenten Drucks auf das Bergwerk bef&uuml;rchtet er einen Austritt von Radioaktivit&auml;t. Rechenmodelle, nach denen das erst nach 23.000 Jahren so weit sei, w&auml;ren unpr&auml;zise wie die 5-Tages-Wettervorhersage. Er verweist auf ein Gutachten des Bundesamtes f&uuml;r Strahlenschutz, das schon in 150 bis 750 Jahren einen Oberfl&auml;chenaustritt als m&ouml;glich ansieht.<br>\nBei Asse II h&auml;tte schon eine Doktorarbeit aus dem Jahr 1979 die Risse und die Eintrittsstelle von Laugen pr&auml;zise vorausgesagt. Und die fr&uuml;heren Bergleute h&auml;tten immer darauf hingewiesen, dass der Salzstock in Bewegung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Bergwerk-Asse-II-Risse-Atomklo\/624683.html\">STERN<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Der &bdquo;Informationskreis KernEnergie&ldquo; hingegen behauptet unbeirrt (Stand 23.6.2008): &bdquo;Technisch gilt die Endlagerung bereits seit Langem als gel&ouml;st. &hellip; Der Schutz von Mensch und Umwelt hat absolute Priorit&auml;t &hellip; Zentraler Baustein des Sicherheitskonzepts sind die stabilen und dichten Spezialbeh&auml;lter &hellip; Die vorschriftsm&auml;&szlig;ige und st&auml;ndige &Uuml;berwachung der Zwischenlagerung durch den Betreiber und die Kontrolle durch die Aufsichtsbeh&ouml;rden gew&auml;hrleisten so gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Sicherheit &ndash; jederzeit!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kernenergie.de\/r2\/de\/Unsere_Position\/Positionspapiere\/Position\/2007-05-25_Endlagerung.php?navanchor=1210006\">kernenergie.de<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie: US-Atomwaffenlager in Europa unsicher<\/strong><br>\nDie meisten US-Atomwaffenlager in Europa entsprechen nach einer internen Studie der amerikanischen Luftwaffe nicht den minimalen Sicherheitsstandards des Pentagons. Dies berichtet die Organisation Federation of American Scientists (FAS) auf ihrer Webseite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?sid=89e9daeca27d253c9b1d5d6a4bbd4dd7&amp;em_cnt=1355459\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Friedensbewegung warnt vor &laquo;deutschem Vietnam&raquo;<\/strong><br>\nObwohl die Bundesregierung alles tat, um es geheim zu halten: Jetzt wurde doch bekannt, dass das Bundeswehrkontingent in Afghanistan um rund 1000 Soldaten auf 4500 aufgestockt werden soll. Derzeit sind knapp 3500 Bundeswehrsoldaten im Norden Afghanistans stationiert. Darunter befinden sich neuerdings 250 Soldaten einer Schnellen Eingreiftruppe, die am 1. Juli eine norwegische Einheit abl&ouml;sen soll. Am Mittwoch, 25. Juni, wollen Au&szlig;enminister Steinmeier und Verteidigungsminister Jung das Parlament &uuml;ber die j&uuml;ngsten Pl&auml;ne informieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169054\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Der iranische Schl&uuml;sselsatz<\/strong><br>\nKein Satz wird so h&auml;ufig mit dem amtierenden Pr&auml;sidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, assoziiert wie dieser: Israel muss von der Landkarte radiert werden. Das Problem ist nur &ndash; er hat diesen Satz nie gesagt. Es waren im Wesentlichen die gro&szlig;en westlichen Nachrichtenagenturen, die die &Uuml;bersetzung dieser Passage lieferten: Israel von der Landkarte radieren (AFP), Israel von der Landkarte tilgen (AP, Reuters), Israel ausrotten (DPA). Ahmadinedschad sagte jedoch w&ouml;rtlich: &ldquo;in rezhim-e eshghalgar bayad az safhe-ye ruzgar mahv shavad.&rdquo;\n<p>Das bedeutet: &ldquo;Dieses Besatzerregime muss von den Seiten der Geschichte (w&ouml;rtlich: Zeiten) verschwinden.&rdquo; Oder, weniger blumig ausgedr&uuml;ckt: &ldquo;Das Besatzerregime muss Geschichte werden.&rdquo; Das ist keine Aufforderung zum Vernichtungskrieg, sondern die Aufforderung, die Besatzung Jerusalems zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/artikel\/858\/165387\/\">SZ<\/a><\/p>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir haben &uuml;ber die Zweifel an diesem Zitat unter Bezugnahme auf eine &Uuml;bersetzung der New York Times schon im Juli 2006 <a href=\"?p=1436#more-1436\">berichtet<\/a> und mussten daf&uuml;r einige Kritik einstecken. Wir waren damals nat&uuml;rlich auch nicht sicher, ob das Zitat falsch oder richtig wiedergegeben wurde. Aber bevor man auf ein solches Zitat weitreichende Konsequenzen bis hin zu einer milit&auml;rischen Intervention st&uuml;tzt, w&auml;re es wichtig gewesen, schon damals der Richtigkeit einer solchen Aussage nachzugehen<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3296","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3296"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3296\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3296"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3296"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3296"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}