{"id":3297,"date":"2008-06-24T09:02:59","date_gmt":"2008-06-24T07:02:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3297"},"modified":"2015-11-22T09:03:15","modified_gmt":"2015-11-22T08:03:15","slug":"anmerkungen-zum-bildungsbericht-2008-im-auftrag-der-kmk-und-des-bmbf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3297","title":{"rendered":"Anmerkungen zum Bildungsbericht 2008 im Auftrag der KMK und des BMBF"},"content":{"rendered":"<p>Wer sich f&uuml;r Bildung interessiert, sollte den von einer Autorengruppe aus 4 Bildungsforschungsinstituten, den statistischen &Auml;mtern und weiteren mit dem Thema befassten Einrichtungen erstellten <a href=\"http:\/\/www.bildungsbericht.de\/\">&bdquo;Bildungsbericht 2008&ldquo;<\/a> im Auftrag der Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung unbedingt studieren.<\/p><p>Die 214 Seiten Text und 125 Seiten Tabellenanhang bieten eine unersch&ouml;pfliche Quelle von Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Bildung von der Vorschulerziehung bis zur Weiterbildung im Beruf. Man sollte allerdings nicht erwarten, dass mit den Auftraggebern allzu kritisch umgegangen wurde. Der &bdquo;Bericht&ldquo; liefert Bestandsaufnahmen und Beschreibungen und warnt allenfalls vor problematischen Entwicklungen. Dennoch kann man sich aus der Lekt&uuml;re des Berichts ein weitgehend realistisches Bild &uuml;ber den Zustand der Bildung im Lande machen.<br>\nDas Zeugnis lautet: Ungen&uuml;gend.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Der Bildungsbericht f&uuml;hrt ein Schattendasein<\/strong><br>\nGemessen an der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung etwa der Wirtschafts- oder Konjunkturgutachten oder der monatlichen Berichte zum Arbeitsmarkt nimmt der zweite nationale Bildungsbericht ein Schattendasein ein. Dabei m&uuml;ssten gerade die &bdquo;Reformer&ldquo;, die st&auml;ndig die demografische Entwicklung im Munde f&uuml;hren, sich mit diesem Bericht in besonderer Weise besch&auml;ftigen. Sie k&ouml;nnten dort n&auml;mlich erfahren, was au&szlig;er Sozialabbau gegen die ver&auml;nderte Altersstruktur getan werden m&uuml;sste: <\/p><p>Es m&uuml;sste etwa durch geeignete Ausbildungs- und Qualifikationsangebote gelingen, zus&auml;tzlich Menschen aller Arbeitsgruppen f&uuml;r den Arbeitsmarkt zu gewinnen, die bisher nicht in ihn integriert sind. Denn alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die weitere Bev&ouml;lkerungsentwicklung &ndash; bei gleich bleibendem Bildungsverhalten und ohne zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahmen &ndash; zu einer relativen Verknappung des Nachwuchses an Arbeitskr&auml;ften f&uuml;hren d&uuml;rfte. Die f&uuml;r den Elementar-, Primar- und Sekundarbereich relevante Bev&ouml;lkerungsgruppe der unter 19-J&auml;hrigen wird n&auml;mlich in den n&auml;chsten zehn Jahren voraussichtlich um etwa ein Siebtel zur&uuml;ckgehen. <strong>Eine h&ouml;here Bildungsbeteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen ist eine Voraussetzung daf&uuml;r, dass ein ausreichender Nachwuchs an qualifizierten Fachkr&auml;ften ausgebildet wird.<\/strong><\/p><p>W&uuml;rden diejenigen, die mit dem Hinweis auf die Globalisierung st&auml;ndig nur niedrigere L&ouml;hne, niedrigere Sozialleistungen und niedere Unternehmenssteuern fordern, die technologische Entwicklung wirklich ernst nehmen, dann m&uuml;ssten sie erkennen, dass neu entstehende Arbeitspl&auml;tze in der Regel h&ouml;here Qualifikationsanforderungen verlangen.<\/p><p>Priorit&auml;t f&uuml;r Bildung &ndash; die Tatsachen sprechen eine andere Sprache<\/p><p>Bei uns wird zwar in jeder politischen Rede von der &bdquo;Priorit&auml;t f&uuml;r Bildung&ldquo; geredet, und der &bdquo;vorsorgende Sozialstaat&ldquo; sieht ja in der Bildung geradezu das Allheilmittel gegen fast alle sozialen Probleme, doch tats&auml;chlich passiert das Gegenteil: <\/p><p><strong>Der Anteil der Bildungsausgaben am BIP ging von 6,9% im Jahr 1995 auf 6,3% im Jahr 2005 und auf 6,2% im Jahr 2006 zur&uuml;ck. W&auml;ren auch im Jahr 2005 wie 1995 6,9% des BIP f&uuml;r Bildung aufgewendet worden, h&auml;tten dem Bildungsbereich rund 13 Milliarden Euro mehr zur Verf&uuml;gung gestanden. <\/strong><\/p><p>Auf ein Mehrfaches dieses Betrages hat man zwischenzeitlich durch die Senkungen von Unternehmensteuern verzichtet &ndash; allein in diesem Jahr auf 5 Milliarden.  Auch ein weiterer Zahlenvergleich belegt, wie unsinnig bei uns die Diskussion &uuml;ber die Bildungsfinanzierung verl&auml;uft. Laut Bildungsbericht wurden nach der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren in 7 L&auml;ndern im Jahre 2007 ca. 700 Millionen vereinnahmt. Dies entsprach rund 4 % der Ausgaben der staatlichen Hochschulen (ohne Hochschulkliniken). <strong>Man verzichtet also im gleichen Jahr auf 5 Milliarden bei den Unternehmen, um mit einem riesigen politischen Aufwand bei Studierenden, die kein eigenes Geld zur Verf&uuml;gung haben, ein Siebtel dieses Betrages wieder hereinzuholen.<\/strong> Und das obwohl inzwischen kaum mehr bestreitbar ist, dass Humanressourcen in hoch entwickelten Volkswirtschaften f&uuml;r die Wirtschaftsdynamik wichtiger sind als das Sachkapital. <\/p><p><strong>Deutschland ist zur&uuml;ckgefallen<\/strong><\/p><p>In den letzten Jahren ist Deutschland im internationalen Vergleich beim Bildungsstand &ndash; insbesondere bei den jungen Erwachsenen &ndash; zur&uuml;ckgefallen. Dies hat dazu gef&uuml;hrt, dass erstmals im Jahr 2005 der Anteil der Personen mit Terti&auml;rabschluss in der gesamten Altersgruppe der Erwerbst&auml;tigen (der 25- bis unter 65-J&auml;hrigen) leicht unterhalb des OECD-Durchschnitts lag.<\/p><p><strong>Duales System der Berufsausbildung nur noch f&uuml;r eine Minderheit<\/strong><\/p><p>Trotz aller Erfolgsmeldungen auf dem Lehrstellenmarkt verharrt das duale Berufsaubildungssystem auf einem niedrigeren Niveau. Hat dieses System Mitte der 90er Jahre noch 51,2 % der Auszubildenden aufgenommen, so waren es 2006 nur gut 43%. Der Rest landet im Schulberufs- (17%) oder in &Uuml;bergangssystemen (40%).<\/p><blockquote><p>Die EU betrachtet einen Abschluss des Sekundarbereichs II &ndash; in Deutschland also abgeschlossene Berufsausbildung, Hoch- oder Fachhochschulreife &ndash; als Mindestqualifikation f&uuml;r den Erfolg am Arbeitsmarkt und erwartet, dass bis 2010 mindestens 85% der jungen Erwachsenen einen solchen Abschluss erwerben sollen. In Deutschland betrug der Anteil bei den 20- bis unter 25-J&auml;hrigen im Jahr 2006 ca. 72% und blieb damit sowohl unter dem<br>\nStand des Jahres 2000 als auch unter dem EU-Durchschnitt.<\/p><\/blockquote><p><strong>Um beim Bildungsstand wieder aufzuholen, m&uuml;ssten vor allem Bildungsreserven unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund und in sozial benachteiligten Schichten mobilisiert werden.<\/strong> Gerade bei solchen Jugendlichen stellt der &Uuml;bergang aus der Schule in die berufliche Bildung eine besondere H&uuml;rde dar. <\/p><p>Hier herrscht nicht nur ein Bildungsnotstand, sondern da entwickelt sich sozialer Sprengstoff: <\/p><blockquote><p>In Deutschland lebte 2006 mehr als jedes zehnte Kind unter 18 Jahren in einer Familie, in der kein Elternteil erwerbst&auml;tig war. 13% der Kinder wuchsen in Familien auf, in der niemand einen Abschluss des Sekundarbereichs II hatte. Bei &uuml;ber 3,4 Millionen oder 23% der Kinder lag das Einkommen der Familie unter der Armutsgef&auml;hrdungsgrenze. Von mindestens einer dieser Risikolagen waren 4,2 Millionen oder 28% der Kinder betroffen.\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Weiterbildung drastisch gek&uuml;rzt<\/strong><\/p><p>In jedem bildungspolitischen Statement wird Weiterbildung als entscheidendes Element zum Erhalt und zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen verk&uuml;ndet. Tats&auml;chlich ist folgendes geschehen:<\/p><p>Die <strong>Ausgaben<\/strong> der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit f&uuml;r <strong>berufliche Weiterbildung wurden<\/strong>u. a. als Folge der Arbeitsmarktreformen (Hartz-Reformen) von 7,8 im Jahr 1999 auf 2,3 Milliarden Euro im Jahr 2005 (<strong>Verminderung um 70%<\/strong>) reduziert. Im Jahr 2006 gingen sie weiter auf 1,6 Milliarden Euro zur&uuml;ck. (Aber in der politischen Debatte hat die weitere Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge h&ouml;chste Priorit&auml;t.) Die Ausgaben der &ouml;ffentlichen Haushalte f&uuml;r Weiterbildung (einschlie&szlig;lich Volkshochschulen) wurden zwischen 1999 und 2005 <strong>um 20% reduziert<\/strong>. Die direkten Ausgaben der Unternehmen , privaten Organisationen ohne Erwerbszweck und Gebietsk&ouml;rperschaften f&uuml;r betriebliche Weiterbildung beliefen sich im Jahr 2005 nur noch auf rund 7,9 Milliarden Euro gegen&uuml;ber 9,4 Milliarden Euro im Jahr 1999 (<strong>&ndash;16%<\/strong>). So reagieren also Staat und Wirtschaft auf die wachsende Bedeutung des &bdquo;lebenslangen Lernens&ldquo;. <\/p><p><strong>R&uuml;ckgang an Studienanf&auml;ngern und der Absolventenquoten<\/strong><\/p><p>Der Bildungsbericht beschr&auml;nkt sich, wie schon erw&auml;hnt, im Wesentlichen auf Beschreibungen der tats&auml;chlichen Entwicklung. So hei&szlig;t es etwa zur Einf&uuml;hrung der Bachelor-Studieng&auml;nge unkritisch: <\/p><blockquote><p>Der rasch ansteigende Anteil der Studienanf&auml;ngerinnen und &ndash; anf&auml;nger in Bachelorstudieng&auml;ngen stellt die derzeit wichtigste Entwicklung dar. Die fortschreitende Umsetzung des Bologna-Prozesses f&uuml;hrt zu einer permanenten Erh&ouml;hung des Anteils der Bachelorstudieng&auml;nge. Im Februar 2008 f&uuml;hrten fast 60% der grundst&auml;ndigen Studienangebote zum Bachelor. Besonders weit ist die Umstellung an den Fachhochschulen fortgeschritten, wo bereits 85% der Studieng&auml;nge zum Bachelor f&uuml;hrten, w&auml;hrend es an den Universit&auml;ten erst knapp die H&auml;lfte war.<\/p><\/blockquote><p>Sozusagen nur im Kleingedruckten findet man dazu kritische Anmerkungen. So etwa im Zusammenhang mit der Tatsache, dass sich die Betreuungsrelation (Verh&auml;ltnis von Lehrenden zu Studierenden) zwischen 2000 und 2006 verschlechtert hat. Das sei f&uuml;r das Erreichen der anspruchsvollen Ziele, die mit dem gestuften Studiensystem verbunden sind, &bdquo;eine ung&uuml;nstige Voraussetzung, zumal die Betreuungserfordernisse in modularisierten Studieng&auml;ngen h&ouml;her sind.&ldquo; So erstaunt auch die Feststellung des Berichtes nicht, dass in Bachelor-Studieng&auml;ngen teilweise h&ouml;here Abbruchquoten als in herk&ouml;mmlichen Studieng&auml;ngen festzustellen sind. Auch hinsichtlich der Berufsaussichten der Bachelor zeigt sich noch ein diffuses Bild: W&auml;hrend die Gro&szlig;unternehmen den Bachelorabsolventen bereits fr&uuml;hzeitig Einstiegsoptionen anboten, taten sich kleinere Firmen, denen der Abschluss zun&auml;chst unbekannt war, schwerer. Im &Ouml;ffentlichen Dienst sei die Situation noch v&ouml;llig unklar. <\/p><p>W&auml;hrend von konservativen Bildungspolitikern die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren damit begr&uuml;ndet wird, dass damit der &bdquo;Kunde K&ouml;nig&ldquo; werde, scheinen an den Hochschulen die Kunden einfach wegzubleiben: <\/p><p>Insgesamt liegt die Studienanf&auml;ngerzahl (trotz einer steigenden Zahl von Studienberechtigten) 2006 immer noch um 20.000 und die Anf&auml;ngerquote um mehr als zwei Prozentpunkte niedriger als im Jahre 2003. 2005 wurde der ohnehin vorhandene Abstand zum OECD-Durchschnitt sogar wieder etwas gr&ouml;&szlig;er. Die Studienanf&auml;ngerquote liegt bei 30% und ist damit deutlich von der angestrebten Zielgr&ouml;&szlig;e von 40 % entfernt.<\/p><p>Der R&uuml;ckgang der Studienanf&auml;ngerzahlen h&auml;ngt sicherlich nicht nur mit der zur&uuml;ckgehenden Studierneigung, sondern auch mit der Zunahme lokaler Zulassungsbeschr&auml;nkungen zusammen.<\/p><blockquote><p>Im Wintersemester 2005\/06 hatten zwei Drittel der Studienanf&auml;ngerinnen und -anf&auml;nger vor Studienbeginn ein lokales Zulassungsverfahren oder das Verfahren der ZVS (Zentralstelle f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen) durchlaufen. Insgesamt konnten zum Sommersemester 2008 nur 35% der Fachhochschulstudieng&auml;nge und 50% der universit&auml;ren Studieng&auml;nge ohne Zulassungsbeschr&auml;nkungen gew&auml;hlt werden.<\/p><\/blockquote><p>er viel ger&uuml;hmte sog. Qualit&auml;tspakt, mit dem Bund und L&auml;nder mit zusammen 1,3 Milliarden Euro, verteilt auf 4 Jahre, zus&auml;tzliche Studienkapazit&auml;ten schaffen wollen, ist angesichts solcher schon vorhandenen Kapazit&auml;tsengp&auml;sse allenfalls ein Tropfen auf einem hei&szlig;en Stein. <\/p><p>Ganz zur&uuml;ckhaltend deutet der Bericht an, dass auch die Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren etwas mit dem R&uuml;ckgang der Studienanf&auml;ngerzahlen zu tun haben k&ouml;nnte:<\/p><blockquote><p>Insgesamt verzeichneten die L&auml;nder mit Studienbeitr&auml;gen 2007 einen geringeren Zuwachs der Studienanf&auml;ngerzahlen, aber die Entwicklungen in den einzelnen L&auml;ndern verliefen unterschiedlich. Individuelle Probleme bzw. Bef&uuml;rchtungen hinsichtlich der Studienfinanzierung k&ouml;nnen das Interesse an der Aufnahme eines Studiums negativ beeinflussen<\/p><\/blockquote><p><strong>Selbst wenn man dieser vorsichtigen Bewertung folgte, so m&uuml;sste angesichts der r&uuml;ckl&auml;ufigen Studienanf&auml;ngerzahlen, vor allem aber angesichts des Vergleichs, dass in anderen vergleichbaren L&auml;ndern teils deutliche Steigerungen zu verzeichnen sind, doch alles getan werden, um Barrieren vor der Aufnahme eines Hochschulstudiums beiseitezur&auml;umen.<\/strong><\/p><p>Die Zahl der Hochschulabsolventen ist zwar leicht angestiegen, doch die Absolventenquote (also der Anteil der Absolventen eines Abschlusses im terti&auml;ren Bildungsbereich gemessen an der Bev&ouml;lkerung des entsprechenden Alters) liegt in Deutschland mit 23 % weit unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Finnland, Schweden oder die Schweiz hatten sogar deutliche Steigerungen zu verzeichnen. Was aber noch dramatischer ist: <strong>Die Zahl der Hochschulabsolventen ist zwar leicht angestiegen, doch die Absolventenquote (also der Anteil der Absolventen eines Abschlusses im terti&auml;ren Bildungsbereich gemessen an der Bev&ouml;lkerung des entsprechenden Alters) liegt in Deutschland mit 23 % weit unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Finnland, Schweden oder die Schweiz hatten sogar deutliche Steigerungen zu verzeichnen. Was aber noch dramatischer ist:<\/strong><\/p><p>Dazu der Bildungsbericht: <\/p><blockquote><p>Angesichts des spezifischen Qualifikationsbedarfs, der mit dem Wandel zu wissensgesellschaftlichen Strukturen von Arbeit, Besch&auml;ftigung und Wertsch&ouml;pfung verbunden ist, lassen sich diese Unterschiede kaum mit dem Hinweis auf die besonderen Leistungen der beruflichen Bildung in Deutschland legitimieren. Der Fachkr&auml;ftebedarf speziell in den Ingenieurwissenschaften und einigen Naturwissenschaften wird ein zentrales bildungs- und arbeitsmarktpolitisches Thema bleiben. Dies ist nicht nur einem Nachfrage-, sondern auch einem Studieneffektivit&auml;tsdefizit geschuldet.<\/p><\/blockquote><p>Der R&uuml;ckgang der Absolventenquoten erkl&auml;rt sich auch aus der weit &uuml;ber dem Durchschnitt (21%) liegenden Studienabbruchquote gerade in natur- und ingenieurwissenschaftlichen F&auml;chern von 30%. Darin spiegelt sich, dass gerade in diesen F&auml;chern die Hochschullehrer die Qualit&auml;t ihrer Lehre oftmals nur daran messen, wie viel Prozent der Studierenden durch die Klausuren fallen. Durchfallquoten von 80 und mehr Prozent gelten unter vielen in diesen F&auml;chern Lehrenden geradezu als Qualit&auml;tsausweis. <\/p><p><strong>Betreuungsverh&auml;ltnis hat sich verschlechtert<\/strong><\/p><p>Qualit&auml;t der Lehre hat aber auch viel mit der Betreuungsrelation zu tun, also mit dem zahlenm&auml;&szlig;igen Verh&auml;ltnis von Lehrenden und Lernenden. Dieses Betreuungsverh&auml;ltnis hat sich zwischen 2000 und 2006 verschlechtert. Die Zahl der Professuren ist verglichen mit 1997 zwar an den Fachhochschulen um etwa 1.300 gestiegen, w&auml;hrend die Universit&auml;ten 1.160 Professuren weniger aufwiesen. Nach F&auml;chergruppen betrachtet, f&auml;llt die sinkende Zahl der Professuren in den Sprach- und Kulturwissenschaften an Universit&auml;ten (&ndash; 9%)sowie den Ingenieurwissenschaften (!) an beiden Hochschularten auf (&ndash; 10 bzw. &ndash; 7%).<\/p><p>Nach wie vor sind Hochschullehrer eine M&auml;nnerdom&auml;ne. Der Anteil der Professorinnen lag 2006 an Universit&auml;ten wie Fachhochschulen bei nur 15 %.<\/p><p><strong>Dringend erforderlich: Die Aussch&ouml;pfung des Bildungspotentials<\/strong><\/p><p>Im Hinblick auf die stagnierende Studierbereitschaft res&uuml;miert der Bildungsbericht:<\/p><blockquote><p>Angesichts der nahezu vollst&auml;ndigen Aussch&ouml;pfung der traditionellen Bildungsmilieus bei der Studienaufnahme muss sich der Blick vor allem auf diejenigen Gruppen richten, die bislang nur eine geringe Teilhabechance an Hochschulbildung aufweisen. Hier kommt auch der weiteren Verbesserung des BAf&ouml;G und einem Ausbau des Stipendienangebots zur Studienfinanzierung eine wichtige Funktion zu. Des Weiteren gilt es, die Auswirkungen von Studienbeitr&auml;gen genau zu beobachten.<\/p><\/blockquote><p>Die Chance, ein Hochschulstudium zu beginnen, h&auml;ngt nach wie vor stark von der sozialen Herkunft und der Bildungsherkunft der Studienberechtigten ab. So nehmen von den Kindern aus einer Beamtenfamilie, in denen der Vater &uuml;ber einen Hochschulabschluss verf&uuml;gt, nahezu alle ein Studium auf (95%), w&auml;hrend etwa die Beteiligungsquote bei Beamtenkindern ohne akademisch qualifizierten Vater bei nur 37% liegt. Auch bei den Selbstst&auml;ndigen und Angestellten zeigt sich dieser klare Unterschied je nach Bildungsstatus der Eltern\/des Vaters. Am unteren Rand der Bildungsbeteiligung liegen die Arbeiterkinder mit einer Beteiligungsquote von nur 17%. (In der Untersuchung wird &uuml;brigens ein Anteil von 41 % der 19-25-j&auml;hrigen Bev&ouml;lkerung der Gruppe der Arbeiterkinder zugeordnet.)<\/p><p>Dass diese unterschiedliche Beteiligungsquote keineswegs nur etwas mit den schulischen Leistungen zu tun hat, erkl&auml;rt die Studie wie folgt: <\/p><blockquote><p>In Familien, in denen ein Elternteil oder beide bereits &uuml;ber einen Hochschulabschluss verf&uuml;gen, hat die Studienaufnahme der Kinder auch die Funktion, den erreichten famili&auml;ren Bildungsstatus zu erhalten. Deshalb tendieren diese Studienberechtigten auch bei schlechteren Noten h&auml;ufiger zu einem Studium.<\/p><\/blockquote><p>Die soziale Auslese an der Hochschule ist allerdings nur das Ende des Ausleseprozesses in den Bildungsbiografien:<\/p><blockquote><p>Mit einem h&ouml;heren sozio&ouml;konomischen Status gehen bis zu dreimal geringere Hauptschul- und bis zu f&uuml;nfmal h&ouml;here Gymnasialbesuchsquoten einher. Internationale Schulleistungsstudien zeigen, dass die Kopplung zwischen sozialem Status der Herkunftsfamilie und erworbenen Kompetenzen in Deutschland nach wie vor st&auml;rker ausgepr&auml;gt ist als in anderen Staaten. Auch der Hochschulzugang erzeugt neue Disparit&auml;ten: Kinder aus Akademikerfamilien nehmen bei gleichen Abiturnoten h&auml;ufiger ein Studium auf als Kinder aus nichtakademischen Elternh&auml;usern.<\/p><\/blockquote><p><strong>Durchl&auml;ssigkeit nur nach unten<\/strong><\/p><p>Von der viel zitierten Durchl&auml;ssigkeit unseres Bildungssystem ist auch an den Hochschulen nichts zu erkennen: Sonderzugangswege f&uuml;r Berufst&auml;tige sind mit gerade einmal 0,6 Prozent praktisch bedeutungslos. Selbst an den Fachhochschulen liegt der Anteil nur bei knapp 2%. <strong>Das deutsche Bildungssystem verzeichnet durchg&auml;ngig keinen Trend zum Aufstieg, sondern ein deutliches &Uuml;bergewicht an Abw&auml;rtswechseln. Auf jeden aufw&auml;rts gerichteten Wechsel kommen fast f&uuml;nf Abw&auml;rtswechsel zu einer niedriger qualifizierenden Ausbildung.<\/strong><\/p><p>Fazit:<\/p><p>Ich w&uuml;nschte, dass ich mit diesen wenigen Hinweisen Ihr Interesse auf den Bildungsbericht 2008 lenken konnte. Ich habe mich bei diesen kleinen Einblicken keineswegs auf kritische Aspekte beschr&auml;nkt oder beschr&auml;nken m&uuml;ssen. Der Grund ist ganz einfach, dass es ziemlich wenig gibt, was am deutschen Bildungswesen positiv hervorzuheben ist.<\/p><p>Wir erleben in den letzten Jahren eine Bildungsreform nach der anderen, sowohl das Schul- als auch das Hochschulsystem wurden geradezu umgew&auml;lzt. Es wurde evaluiert, getestet, es wurden Bildungsstandards und dutzende von Tests eingef&uuml;hrt, es wurde die selbst&auml;ndige Schule und die unternehmerische Universit&auml;t propagiert. Dabei ist das wichtigste Ziel offenbar v&ouml;llig aus dem Blick geraden, n&auml;mlich die Aussch&ouml;pfung der Bildungsreserven und die Erh&ouml;hung des Qualifikationsniveaus der Gesellschaft. <\/p><p>Statt Globalisierung und demografische Entwicklung nur als Hebel f&uuml;r Sozialabbau und Umverteilung von unten nach oben zu nutzen, sollten die wirklichen Herausforderungen ganz oben auf der Agenda stehen. N&auml;mlich dass der technische Fortschritt (und damit die Wettbewerbsf&auml;higkeit) von einer h&ouml;heren Qualifikation der Menschen abh&auml;ngig sind und dass das Ausscheiden von mehr Menschen aus dem Berufsleben mehr qualifizierten Nachwuchs erfordert.<\/p><p><strong>Ernsthafte Gef&auml;hrdung des Arbeitskr&auml;ftepotentials und des sozialen Zusammenhalts<\/strong><\/p><p>Der Bildungsbericht 2008 konstatiert eine &bdquo;ernsthafte Gef&auml;hrdung des k&uuml;nftigen Arbeitskr&auml;ftepotentials&ldquo;. Er z&auml;hlt daf&uuml;r eine ganze Reihe von kumulativen Effekten auf:<\/p><ul>\n<li>die hohe Quote der Abg&auml;nger ohne Schulabschluss<\/li>\n<li>der langsam steigende, aber immer noch zu niedrige Anteil an Absolventen mit Hochschulzugangsberechtigung<\/li>\n<li>die abnehmende Integrations- und Qualifikationsfunktion des dualen Ausbildungssystems, insbesondere f&uuml;r Jungendliche mit niedrig qualifizierendem (Hauptschule) oder ohne Schulabschluss<\/li>\n<li>die nur z&ouml;gerliche Entwicklung des Schulberufssystems<\/li>\n<li>die nur geringe Bildungsmobilit&auml;t unterer Qualifikationsgruppen<\/li>\n<li>die deutlich hinter den angestrebten Zielen und dem OECD-Durchschnitt zur&uuml;ckbleibende Studienanf&auml;ngerquote<\/li>\n<li>die viel zu geringe F&ouml;rderung der Weiterbildung und zu niedrige Weiterbildungsbeteiligung.<\/li>\n<\/ul><blockquote><p>\nEine Fortsetzung des hier skizzierten Trends w&uuml;rde bedeuten, dass das Bildungswesen seine Aufgaben zur Sicherung des Arbeitskr&auml;ftebedarfs und der sozialen Koh&auml;renz mittel- und langfristig nur mit erheblichen Einschr&auml;nkungen erf&uuml;llt.<\/p><\/blockquote><p>Weniger wissenschaftlich zur&uuml;ckhaltend formuliert lautet das Zeugnis des Bildungsberichts 2008 f&uuml;r das Bildungswesen und f&uuml;r die Bildungspolitik: Ungen&uuml;gend. <\/p><p><strong>Als zentrale Herausforderungen nennt der Bildungsbericht: <\/strong><\/p><blockquote><p>Der Umfang der Bildungsangebote muss in verschiedenen Bereichen des Bildungswesens weiter erh&ouml;ht werden, wenn der absehbare Bedarf erf&uuml;llt und gesellschaftlicher Fortschritt gesichert werden soll. Hierzu geh&ouml;ren<\/p>\n<ul>\n<li>die Versorgung mit fr&uuml;hkindlichen Angeboten f&uuml;r unter 3-J&auml;hrige,<\/li>\n<li>eine Verst&auml;rkung der voll qualifizierenden Berufsausbildung und der Abbau von Umwegen beim &Uuml;bergang aus der Schule,<\/li>\n<li>die Steigerung der Studierendenzahlen und Studienabschl&uuml;sse sowie<\/li>\n<li>die Verst&auml;rkung von Angebot und Nutzung bei der Weiterbildung im Erwachsenenalter.<\/li>\n<p>Mindestens so wichtig wie der quantitative Ausbau ist jedoch die Qualit&auml;tsentwicklung im Bildungswesen. Wichtige Aufgaben sind hierbei<\/p>\n<li>die Minderung von Risikolagen f&uuml;r Kinder auf der Grundlage eines fr&uuml;hzeitigen und verst&auml;rkten Einsatzes geeigneter Interventions- und F&ouml;rderma&szlig;nahmen,<\/li>\n<li>die F&ouml;rderung von Grundkompetenzen im Sekundarbereich I als Voraussetzung f&uuml;r verst&auml;rkte &Uuml;berg&auml;nge in die Berufsausbildung und die Hochschule,<\/li>\n<li>die Reduzierung der Anzahl der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler ohne Schulabschluss,<\/li>\n<li>die gezielte Unterst&uuml;tzung f&uuml;r junge Menschen mit Migrationshintergrund, nicht nur durch eine kontinuierliche Sprachf&ouml;rderung.<\/li>\n<p>Die Autorengruppe h&auml;lt es f&uuml;r geboten, die besondere Aufmerksamkeit auf drei Problemlagen zu richten, die zentrale Herausforderungen der n&auml;chsten Jahre darstellen d&uuml;rften:<\/p>\n<li>Die Strukturen der beruflichen Ausbildung bed&uuml;rfen einer Weiterentwicklung. Das duale System b&uuml;&szlig;t tendenziell eine seiner gro&szlig;en St&auml;rken ein, Jugendliche mit geringerem Bildungsniveau durch Ausbildung beruflich zu integrieren. Der Ausbau des Schulberufssystems kommt nur langsam voran. Das &Uuml;bergangssystem hat sich seit Jahren ausgeweitet und tr&auml;gt die Hauptlast bei der Vorbereitung gering qualifizierter Jugendlicher und insbesondere solcher mit Migrationshintergrund auf eine berufliche Ausbildung. Gerade dabei zeigt es in den letzten Jahren deutlicher seine Vorteile, aber auch seine Schw&auml;chen. Die Optimierung und Neuorganisation des &Uuml;bergangssystems ist daher eine zentrale Herausforderung, damit junge Menschen erfolgreicher und z&uuml;giger in qualifizierende Bildungsg&auml;nge im dualen System bzw. im Schulberufssystem kommen. Die Wirkungen f&uuml;r die unterschiedlichen Gruppen von Jugendlichen sowie die Effektivit&auml;t und Effizienz des &Uuml;bergangssystems insgesamt sind genauer zu pr&uuml;fen.\n<\/li>\n<li>Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund m&uuml;ssen fr&uuml;hzeitig, differenziert und kontinuierlich gef&ouml;rdert werden. Eine weitere zentrale Herausforderung stellt die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund dar, gerade auch der in Deutschland geborenen. Deren Kompetenzr&uuml;ckstand hat sich seit der ersten PISA-Studie, die massiv auf diese Herausforderung aufmerksam machte, nicht verringert: Da der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund in den j&uuml;ngeren Kohorten steigt, wird die Frage ihrer fr&uuml;hzeitigen und differenzierten F&ouml;rderung immer bedeutsamer. Diese F&ouml;rderung muss sich bis ins Jugendalter ziehen, denn der &Uuml;bergang in die berufliche Ausbildung hat sich f&uuml;r diese Jugendlichen als besondere H&uuml;rde erwiesen.\n<\/li>\n<li>Der Ersatz von p&auml;dagogischem Personal und das zus&auml;tzlich erforderliche Personal d&uuml;rfen bisherige Professionalisierungsanstrengungen nicht in Frage stellen. Der absehbare Bedarf an zus&auml;tzlich qualifiziertem Personal im fr&uuml;hkindlichen Bereich und an Schulen stellt ein ernsthaftes Problem dar. Fr&uuml;hp&auml;dagogik ist in Deutschland weder als Profession noch als Disziplin entwickelt, obwohl die verst&auml;rkte F&ouml;rderung von Kindern unter drei Jahren bildungs- und familienpolitisch diskutiert wird. Seit mehr als 10 Jahren steht die Verbesserung der mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Kompetenzen von Jugendlichen auf der Tagesordnung; erste Erfolge zeichnen sich ab. Diese w&uuml;rden zunichte gemacht, wenn es nicht gel&auml;nge, die f&uuml;r diese F&auml;cher erforderlichen Lehrkr&auml;fte auszubilden, zu rekrutieren und zu professionalisieren. Gegenw&auml;rtig spricht jedoch alles daf&uuml;r, dass schon quantitativ der Ersatzbedarf nicht gedeckt werden kann. Der drohende Mangel an p&auml;dagogisch qualifizierten Lehrkr&auml;ften insgesamt kann die Qualit&auml;tsentwicklung in Schule und Unterricht gef&auml;hrden\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich f&uuml;r Bildung interessiert, sollte den von einer Autorengruppe aus 4 Bildungsforschungsinstituten, den statistischen &Auml;mtern und weiteren mit dem Thema befassten Einrichtungen erstellten <a href=\"http:\/\/www.bildungsbericht.de\/\">&bdquo;Bildungsbericht 2008&ldquo;<\/a> im Auftrag der Kultusministerkonferenz und des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung unbedingt studieren.<\/p>\n<p>Die 214 Seiten Text und 125 Seiten Tabellenanhang bieten eine unersch&ouml;pfliche Quelle von Zahlen, Daten und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3297\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[34,155,92],"tags":[430,320,278,621,234],"class_list":["post-3297","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bildung","category-demografische-entwicklung","category-fachkraftemangel","tag-bildungsausgaben","tag-bolognaprozess","tag-steuersenkungen","tag-studienanfaenger","tag-studiengebuehren"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3297"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3297\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28883,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3297\/revisions\/28883"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}