{"id":32984,"date":"2016-04-15T17:12:52","date_gmt":"2016-04-15T15:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984"},"modified":"2016-04-15T17:12:52","modified_gmt":"2016-04-15T15:12:52","slug":"hinweise-des-tages-ii-242","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h01\">Griechenland: Ausweglose Situation f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h02\">Das Leiden des anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h03\">Ein Integrationsgesetz, das seinen Namen nicht verdient<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h04\">Von wegen Panama &ndash; Oh, wie sch&ouml;n ist Deutschland!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h05\">Closing Panama Tax Haven Will Require Fighting the Most Powerful Lobby In the World<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h06\">Audio: Wie viel Armut k&ouml;nnen wir uns leisten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h07\">Hartz: Kritik an Versch&auml;rfung der Sanktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h08\">Soziales Wohnen chancenlos?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h09\">Der falsche Jubel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h10\">Geld als &ouml;ffentliches Gut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h11\">Die n&auml;chste Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h12\">Flugdaten werden gespeichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h13\">Wie in Afghanistan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h14\">Wahlkampfgebiet Nordkiez<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h15\">Wie AfD und andere neue Rechte mit linken Themen hausieren gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h16\">Aufstieg der Rechtspopulisten: Schaut auf die Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h17\">US-Wahlkampf: Das Ph&auml;nomen Bernie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h18\">Schm&auml;hgedicht auf Erdogan: Bundesregierung l&auml;sst Strafverfahren gegen B&ouml;hmermann zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32984#h19\">Zu guter Letzt: Mann, Sieber!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland: Ausweglose Situation f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nRegierung und Medien suchen die Schuld am Aufruhr der Fl&uuml;chtlinge und Immigranten bei den freiwilligen Helfern. Die Vereinbarung mit der T&uuml;rkei funktioniert nicht, Fl&uuml;chtlinge landen im Gef&auml;ngnis.<br>\nDie griechische Regierung hat zusammen mit der einheimischen Medienlandschaft befunden, dass an dem Aufruhr der Fl&uuml;chtlinge und Immigranten vom Sonntag im wilden Camp am Grenzort die solidarischen freiwilligen Helfer schuld sind.<br>\nDie Jagd auf die nicht in gro&szlig;en internationalen Hilfsorganisationen registrierten Helfer ist er&ouml;ffnet. In und um Idomeni finden Ausweiskontrollen aller Ankommenden statt. Es gab am Dienstag 15 Festnahmen. Am Mittwoch gesellten sich sieben weitere dazu.<br>\nAm Sonntag hatten Fl&uuml;chtlinge und Immigranten versucht, den Grenzzaun f&ouml;rmlich umzurennen. Sie erhofften sich auf diese Weise entweder, den direkten Weg f&uuml;r eine Weiterreise nach Nordeuropa zu &ouml;ffnen oder mit ihrer Aktion ein Fanal zu setzen. Sie sollen &uuml;ber ein Flugblatt oder aber &uuml;ber gezielte Mundpropaganda der unter Generalverdacht stehenden freiwilligen Helfer agiert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47949\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Leiden des anderen<\/strong><br>\nIn offenem Protest gegen die Fl&uuml;chtlingsabwehr Berlins und der EU wird Papst Franziskus am morgigen Samstag auf Lesbos erwartet. Der Papst, der bereits zu Beginn seiner Amtszeit die italienische Insel Lampedusa besucht und dort die t&ouml;dliche Abschottung Europas scharf kritisiert hatte, wird nicht nur der in der &Auml;g&auml;is ertrunkenen Fl&uuml;chtlinge gedenken, sondern auch den EU-Haft-&ldquo;Hotspot&rdquo; Moria besuchen. Weil die EU gem&auml;&szlig; ihrem Abschiebepakt mit der T&uuml;rkei, der ma&szlig;geblich von der Bundesregierung erarbeitet wurde, Fl&uuml;chtlinge in Moria interniert, hat das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR seine T&auml;tigkeit dort weitestgehend eingestellt. Sind Berlin und die EU damit bereits in offenen Konflikt mit den Vereinten Nationen geraten, so kommt nun auch ein offener Konflikt mit der katholischen und der orthodoxen Kirche hinzu; Papst Franziskus wird von zwei h&ouml;chsten orthodoxen W&uuml;rdentr&auml;gern begleitet. W&auml;hrend der Papst Lesbos besucht, sind deutsche Beamte dort mit der f&ouml;rmlichen Ablehnung von Asylantr&auml;gen befasst. Wie berichtet wird, verlangen Br&uuml;ssel und einige Regierungen, &ldquo;Antr&auml;ge rasch abschl&auml;gig zu bescheiden und dabei zur Not einige Schritte des vorgesehenen Procedere zu &uuml;berspringen&rdquo;. Die Leiterin der griechischen Asylbeh&ouml;rde hat dies verweigert, sieht sich nun jedoch mit der Einmischung deutscher &ldquo;Asylentscheider&rdquo; konfrontiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59346\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein Integrationsgesetz, das seinen Namen nicht verdient<\/strong><br>\nDer Entwurf ist gepr&auml;gt vom Misstrauen gegen Fl&uuml;chtlinge. An ihm muss noch viel gearbeitet werden. Sonst sind alle M&uuml;hen f&uuml;r die Katz. Auf den ersten Blick freut man sich; auf den zweiten ist man verwundert; auf den dritten entsetzt. Die Eckpunkte f&uuml;r ein Integrationsgesetz werden immer eckiger und abweisender, je &ouml;fter man sie liest. Erst freut man sich, dass so viel von Integration die Rede ist; dann erkennt man aber, welchem fragw&uuml;rdigen Motto das Ganze folgt: Integration durch mehr B&uuml;rokratie. Die geplanten Regelungen verlangen ungeheuren Verwaltungsaufwand, mit dem Fl&uuml;chtlinge auf Schritt und Tritt kontrolliert werden sollen. Die Fl&uuml;chtlinge sollen in der b&uuml;rokratischen M&uuml;hle das Misstrauen entkr&auml;ften, das ihnen dieses Gesetz grunds&auml;tzlich und umfassend entgegenbringt. &Uuml;berall warten auf die Fl&uuml;chtlinge Nickeleien, an allen Ecken drohen Leistungsk&uuml;rzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/integrationsgesetz-an-jeder-ecke-nickeleien-1.2949298\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Von wegen Panama &ndash; Oh, wie sch&ouml;n ist Deutschland!<\/strong><br>\nOb Panama oder die Bahamas &ndash; die meisten Steueroasen haben das gewisse exotische Flair. Dabei fl&uuml;chtet ausl&auml;ndisches Kapital besonders gern nach Deutschland. Ob Steuervorteile, Bankenunterst&uuml;tzung oder laxe Kontrollen: Wer sein Geld verstecken will, findet in Deutschland geradezu karibische Verh&auml;ltnisse vor. Auch deshalb legen Steuerfl&uuml;chtige, Despoten oder Geldw&auml;scher ihr Geld besonders gern in Deutschland an. Mit freundlicher Unterst&uuml;tzung der deutschen Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/von-wegen-panama-100.html\">Monitor<\/a>\n<p>dazu: <strong>Deutschland ist schlimmer als Panama<\/strong><br>\nNach den Panama-Enth&uuml;llungen darf die Politik nicht wieder nur halbherzig handeln. Noch ist die Aufregung frisch &ndash; lasse  uns also gemeinsam Finanzminister Sch&auml;uble und Justizminister Maas auf wirksame Ma&szlig;nahmen gegen Geldw&auml;sche verpflichten. Wir haben alle geahnt, wie leicht es f&uuml;r Reiche ist, ihr Verm&ouml;gen in Scheinfirmen zu verstecken. Aber der eigentliche Skandal an den Panama-Enth&uuml;llungen ist: Deutschland selbst ist eine Steueroase!<br>\nDie Regierung zeigt beim Thema Geldw&auml;sche und Steuerflucht gern auf andere. Doch die Panama-Papiere beweisen: Diktatoren und zwielichtige Gesch&auml;ftsleute verbergen ihre Verm&ouml;gen auch in Deutschland. In der Rangliste undurchsichtiger Finanzpl&auml;tze liegt Deutschland auf Platz 8 &ndash; also weit vor Panama.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.campact.de\/2016\/04\/deutschland-ist-schlimmer-als-panama\/\">Campact<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Panama-Banker finanzierten CDU<\/strong><br>\nBriefkastenfirmen und offenbar Gesch&auml;fte mit Kriminellen &ndash;&nbsp;die Hamburger Privatbank Berenberg ger&auml;t weiter in Bedr&auml;ngnis. Und das Gesch&auml;ft mit dem Geld bekommt nun auch eine politische Dimension: Seit 2004 hat die Bank mehr als eine Million Euro an die CDU gespendet. Brisant: Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hatte den Steueroasen eigentlich den Kampf angesagt.<br>\nAllein im Jahr 2009 hat die Bank 250.000 Euro an die CDU &uuml;berwiesen, das geht aus einer Spenden&uuml;bersicht der Berenberg Bank hervor. Laut Parteiengesetz m&uuml;ssen Spenden an Parteien offengelegt werden &ndash; um zu verhindern, dass Parteispenden direkten Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse nehmen. Neben der CDU hat auch die FDP mehrere Spenden im f&uuml;nfstelligen Bereich erhalten, der SPD wurden 2011 20.000 Euro &uuml;berwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/politik\/hamburger-berenberg-bank-panama-banker-finanzierten-cdu-23882946\">Hamburger Morgenpost<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Closing Panama Tax Haven Will Require Fighting the Most Powerful Lobby In the World<\/strong><br>\nEconomist Michael Hudson says oil and mining industries and the State Department created Panama and Liberia for the express purpose of tax evasion<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/therealnews.com\/t2\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=31&amp;Itemid=74&amp;jumival=16116\">the real news<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Audio: Wie viel Armut k&ouml;nnen wir uns leisten?<\/strong><br>\nIn kaum einem anderen Land Europas sind Privatverm&ouml;gen so ungleich verteilt wie in Deutschland. Die reichsten zehn Prozent besitzen mehr als die H&auml;lfte, sagt die Bundesbank. Werden die Reichen immer reicher, die Armen immer &auml;rmer?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/audio\/wdr5\/wdr5-funkhausgespaeche\/audio-wie-viel-armut-koennen-wir-uns-leisten-100.html\">WDR<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Sozialstaat auf der Flucht?&rdquo; &ndash; Gemeinsam f&uuml;r Integration und Teilhabe<\/strong><br>\nProf. Dr. Christoph Butterwegge (Universit&auml;t K&ouml;ln), einer der bekanntesten Armutsforscher in Deutschland, referiert auf der Sozialkonferenz. Mit der hohen Zahl von Gefl&uuml;chteten in Deutschland steigt auch der Druck auf den Sozialstaat. Doch seit vielen Jahren werden Leistungen zusammengestrichen, Voraussetzungen f&uuml;r die Inanspruchnahme und Strafen versch&auml;rft, private Absicherungen und Zuzahlungen eingef&uuml;hrt, der Arbeitsmarkt dereguliert und der Niedriglohnsektor massiv gef&ouml;rdert. Begleitet wird dies von einer Steuerpolitik, welche die Auseinanderentwicklung von Arm und Reich beg&uuml;nstigt. All dies hat die Armutsquote in Deutschland kontinuierlich auf aktuell 15,5% anwachsen lassen. Der Niedriglohnsektor ist europaweit spitze. Eine auch ohne die Fluchtproblematik besch&auml;mende Politik in einem der reichsten L&auml;nder der Erde.<br>\nUm auch den gefl&uuml;chteten Menschen hier ein Leben in W&uuml;rde zu erm&ouml;glichen, m&uuml;ssen sie gut versorgt, untergebracht und integriert werden. Die dazu notwendigen Mittel k&ouml;nnen durch eine andere Steuerpolitik aufgebracht und mit einer Sozial-, Arbeitsmarkt-, Renten- und Gesundheitspolitik kombiniert werden, die allen Menschen Integration und Teilhabe bietet. Nur so kann eine verst&auml;rkte Konkurrenz um Arbeitspl&auml;tze, bezahlbaren Wohnraum und Sozialleistungen verhindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kooperationsstelle-osnabrueck.de\/aktuelles\/news\/news-details\/sozialstaat-auf-der-flucht-gemeinsam-fuer-integration-und-teilhabe\/\">Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften in Osnabr&uuml;ck<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartz: Kritik an Versch&auml;rfung der Sanktionen<\/strong><br>\nDer Bundestag ber&auml;t am Freitag in erster Lesung neue Versch&auml;rfungen des Hartz-Regimes &ndash; es geht angeblich um B&uuml;rokratieabbau, doch in Wahrheit werden die Sanktionsm&ouml;glichkeiten gegen Menschen ausgeweitet, die Hartz-Leistungen beziehen. Nicht nur der Sozialverband SoVD &uuml;bt scharfe Kritik daran &ndash; er forderte insbesondere ein Ende der Schlechterstellung von Jugendlichen gegen&uuml;ber erwachsenen Hartz-Beziehern. &raquo;Das Vorhaben, die Leistungsgew&auml;hrung zu vereinfachen ist verst&auml;ndlich. Doch leider enth&auml;lt der Gesetzentwurf keine Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine durchgreifende Reform der Hartz-Sanktionen. Dabei besteht hier dringender Handlungsbedarf. Denn wird eine Regelleistung gek&uuml;rzt, kann dies verfassungsrechtlich gesch&uuml;tzte Anspr&uuml;che verringern. Und deshalb sollte die Bundesregierung die Chance nutzen und das geplante Gesetz entsprechend nachbessern&laquo;, sagte der Pr&auml;sident des SoVD, Adolf Bauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1008688.hartz-kritik-an-verschaerfung-der-sanktionen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hartz-Sanktionen abbauen &ndash; Arbeitsmarktpolitik grundlegend reformieren<\/strong><br>\nDer Sozialverband SoVD &uuml;bt Kritik am geplanten Gesetzentwurf f&uuml;r eine Hartz IV-Reform. In einer Stellungnahme spricht sich der Verband insbesondere f&uuml;r ein Ende der Schlechterstellung von Jugendlichen gegen&uuml;ber erwachsenen Hartz-Beziehern aus. Der Gesetzentwurf wird am Freitag im Deutschen Bundestag beraten.<br>\n&bdquo;Das Vorhaben, die Leistungsgew&auml;hrung zu vereinfachen ist verst&auml;ndlich. Doch leider enth&auml;lt der Gesetzentwurf keine Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine durchgreifende Reform der Hartz-Sanktionen. Dabei besteht hier dringender Handlungsbedarf. Denn wird eine Regelleistung gek&uuml;rzt, kann dies verfassungsrechtlich gesch&uuml;tzte Anspr&uuml;che verringern. Und deshalb sollte die Bundesregierung die Chance nutzen und das geplante Gesetz entsprechend nachbessern&ldquo;, erkl&auml;rt SoVD-Pr&auml;sident Adolf Bauer.<br>\nDer SoVD fordert zudem eine grundlegende Reform der Arbeitsmarktpolitik. &bdquo;Insbesondere die Vermittlung und Beratung der Langzeitarbeitslosen muss sich sp&uuml;rbar bessern&ldquo;, sagt Adolf Bauer. Der Sozialverband hat dazu ein Reformkonzept vorgestellt, das auch eine zus&auml;tzliche Geldleistung f&uuml;r Langzeitarbeitslose enth&auml;lt, die &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum erwerbst&auml;tig waren. Das Arbeitslosengeld II Plus soll einen schnellen und drastischen Abfall in Hartz IV verhindern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sovd.de\/2638.0.html\">SoVD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Soziales Wohnen chancenlos?<\/strong><br>\nSoll der Ausgrenzung von Fl&uuml;chtlingen und einkommensarmen Menschen widerstanden werden, muss annehmbarer Wohnraum f&uuml;r alle bereitgestellt werden. Oder droht die Blechkisten-Architektur in Zukunft neben den Gefl&uuml;chteten auch Studierenden, &raquo;Hartz IV&laquo;-Beziehern und verarmten alten Menschen? Welche Vorstellungen kursieren zurzeit in der Politik, bei Lobbyverb&auml;nden und Architekten? Bei der Bewertung des Diskurses und von Programmatik und Praxis aktueller Wohnungspolitik sind zwei Aspekte zentral: ausreichende Wohnversorgung f&uuml;r alle und bed&uuml;rfnisgerechtes Wohnen.<br>\nNach Angaben des k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Wohnungsmarktberichts der Investitionsbank Berlin (IBB) verzeichnet Berlin einen j&auml;hrlichen Zuwachs von etwa 40.000 Menschen zuz&uuml;glich den zehntausenden Fl&uuml;chtlingen, die auch in diesem Jahr erwartet werden. Der Senat steht also vor einem massiven Versorgungsproblem. F&uuml;r 2015 gehen Sch&auml;tzungen von 12.000 bis 15.000 fertiggestellten Wohnungen aus. Nach Expertenmeinung ist jedoch allein zur Erhaltung des Bestands ein j&auml;hrlicher Neubau von etwa 19.000 Wohnungen erforderlich. Der j&auml;hrliche Zuzug erfordert weitere 15.000. Insgesamt m&uuml;ssten also um die 34.000 Einheiten pro Jahr zus&auml;tzlich bereitstehen &ndash; die Versorgung der Fl&uuml;chtlinge nicht einberechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sopos.org\/aufsaetze\/570c9eb1e803d\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der falsche Jubel<\/strong><br>\nDie Medien jubeln: Das (Maastricht-) Budgetdefizit in Relation zum BIP betrug 2015 &uuml;berraschend nur 1,2 Prozent (erwartet waren zwischen 1,6 und 1,9 Prozent worden, nach 2,7 Prozent 2014). Und, so wird weiter gejubelt, ohne die Zuf&uuml;hrungen zu diversen Banken(pleiten) w&auml;ren es 2015 sogar weniger als 0,5 Prozent gewesen. Zwar steigt die Schuldenquote weiter, von 277 auf 291 Milliarden Euro, zwar steigt die Arbeitslosigkeit um mehr als 11 Prozent, zwar w&auml;chst die Wirtschaft insgesamt nur um magere 0,9 Prozent, zwar sinken die pro Kopf verf&uuml;gbaren Einkommen der arbeitenden Bev&ouml;lkerung, zwar verfehlt &Ouml;sterreich alle vereinbarten Fortschritte bei den Klimazielen &ndash; aber der R&uuml;ckgang des Budgetdefizits muss gefeiert werden!<br>\nWarum eigentlich? Den Jubilierenden entgeht der Zusammenhang zwischen dem Wirtschaftswachstum und der Gebarung der &Ouml;ffentlichen Haushalte. Es wird so getan, als ob Wirtschaftswachstum, Einkommensentwicklung, Arbeitslosigkeit, Investitions- und Spart&auml;tigkeit und der Budgetsaldo nichts miteinander zu tun h&auml;tten, als ob die erstgenannten Aggregate (und Schicksale) nicht auch vom Agieren der &Ouml;ffentlichen H&auml;nde abhingen, ja noch mehr, als ob die &ldquo;Z&auml;hmung des Staatsdefizits&rdquo; die wichtigste Zielvariable der Wirtschaftsverantwortung der Bundesregierung w&auml;re. Es stimmt ja, dass diese falsche Sichtweise nicht auf die &ouml;sterreichische Bundesregierung beschr&auml;nkt ist, sondern die wirtschaftsstrategische Ausrichtung der EU und Eurozone dominiert. Deswegen wird sie allerdings nicht richtiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/meinungen\/gastkommentare\/812242_Der-falsche-Jubel.html\">Wiener Zeitung.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Auml;hnlich d&uuml;rfte auch die Situation in Deutschland sein. Die &ldquo;schwarze Null&rdquo; scheint bei zu vielen Vertretern in Politik und Wirtschaft einen quasi heiligen Status zu genie&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Geld als &ouml;ffentliches Gut<\/strong><br>\nDas Konzept des &ouml;ffentlichen Gutes ist den meisten &Ouml;konomen bekannt. Auch orthodoxe &Ouml;konomen haben zumindest in ihrem Studium davon geh&ouml;rt. In diesem Artikel wird gezeigt, dass auch Geld ein &ouml;ffentliches Gut ist. Da die grundlegende Idee des &ouml;ffentlichen Gutes und seine politischen Implikationen nicht von der Hand zu weisen sind, eignet es sich als Diskussionsrahmen f&uuml;r finanzpolitische Themen &ndash; f&uuml;r Themen die sonst typischerweise nicht auf der Agenda der Neoklassik stehen.<br>\nDas Konzept des &ouml;ffentlichen Gutes wird durch sogenannte Nicht-Rivalit&auml;t und Nicht-Ausschlie&szlig;barkeit definiert: Nicht-Ausschlie&szlig;barkeit bedeutet, dass keine Person von der &bdquo;Nutzung&ldquo; des Gutes ausgeschlossen werden kann. Nicht-Rivalit&auml;t bedeutet, dass die Nutzung des Gutes durch eine Person nicht ausschlie&szlig;t, dass eine andere Person das Gut ebenfalls benutzen kann.<br>\n&bdquo;Saubere Luft&ldquo; ist beispielsweise ein &ouml;ffentliches Gut, da sie zu einem gewissen Grad immer von allen konsumiert wird. Infolge des Nutzens der sauberen Luft durch eine Person werden andere Personen nicht daran gehindert, dies auch zu tun (Nicht-Rivalit&auml;t). Bei einem Auto ist dies anders, da es immer nur von einer Person gefahren werden kann. Auf der anderen Seite ist es schwer, dem Gut &bdquo;saubere Luft&ldquo; einen Besitzer zuzuweisen bzw. Eigentumsrechte durchzusetzen. Von der Sauberkeit der Luft sind immer alle Personen betroffen (Nicht-Ausschlie&szlig;barkeit).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/geld-als-oeffentliches-gut\/\">Ernst Stiller auf flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>Eine leidenschaftliche Rede f&uuml;r das Bargeld<\/strong><br>\n500-Euro-Schein abschaffen? Obergrenzen f&uuml;r Bargeldzahlungen? In einer bemerkenswerten Rede hat Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele mit diesen Ideen abgerechnet. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Jeder B&uuml;rger hat das Recht, mit seinem Geld so zu verfahren, wie er m&ouml;chte&ldquo;, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele am Mittwoch in einer Rede auf einer Veranstaltung des Sparkassen- und Giroverbandes in Berlin. Dort arbeitete er sich Punkt f&uuml;r Punkt an den Argumenten der Bargeld-Gegner ab, dem der Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung zum Beispiel. Thiele warnte auch davor, der Bev&ouml;lkerung in kleinen Schritten das Bargeld zu nehmen. &bdquo;Man muss sich hierbei vor Augen halten: Die Freiheit stirbt h&auml;ufig scheibchenweise&ldquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/bundesbanker-carl-ludwig-thiele-im-wortlaut-eine-leidenschaftliche-rede-fuer-das-bargeld\/13448678.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die n&auml;chste Eurokrise<\/strong><br>\nWeder ist die Inflation auf den Wert von knapp unter zwei Prozent angestiegen, der laut EZB-Definition als &bdquo;Preisstabilit&auml;t&ldquo; gilt. Noch ist das Wachstum stark genug, um auf breiter Front Arbeitspl&auml;tze zu schaffen. Die Schuld daf&uuml;r liegt allerdings nicht bei Draghi &ndash; sondern bei Sch&auml;uble. Der deutsche Oberlehrer hat der Eurozone einen falschen &bdquo;Policy-mix&ldquo; verschrieben. Sein Sparkurs bremst genau das Wachstum, das Draghi mit seinen umstrittenen Geldspritzen f&ouml;rdern will.<br>\nGriechenland und Portugal haben deshalb gefordert, die verhasste &bdquo;Austerit&auml;tspolitik&ldquo; endlich aufzugeben. Auch Italien und Frankreich wenden sich zunehmend von den Sparvorgaben aus Berlin und Br&uuml;ssel ab. Das reicht aber noch nicht, um die Konjunktur in Euroland in Fahrt zu bringen. Auch Deutschland muss seine Fiskalpolitik &auml;ndern und die &bdquo;schwarze Null&ldquo; aufgeben, wie die Experten fordern. Doch Sch&auml;uble denkt gar nicht daran. Er tut genau das Gegenteil &ndash; und fordert nun auch noch &ouml;ffentlich von der EZB, ihre lockere Geldpolitik aufzugeben. Er tritt also zus&auml;tzlich auf die Bremse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/die-naechste-eurokrise\/\">Eric Bonse, Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Flugdaten werden gespeichert<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre lang werden die Daten aller Flugg&auml;ste bei internationalen Fl&uuml;gen k&uuml;nftig anlasslos aufbewahrt. Das Europ&auml;ische Parlament stimmte jetzt zu. Die EU f&uuml;hrt eine europaweite Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r Fluggastdaten ein. Das EU-Parlament stimmte am Donnerstag dem seit 2007 diskutierten Projekt mit gro&szlig;er Mehrheit zu. Die EU-Richtlinie muss nun binnen zwei Jahren in deutsches Recht umgesetzt werden.<br>\nPro Fluggast und Flug sollen 19 Angaben gespeichert werden, zum Beispiel Reiseziel, Reisepartner, Zahlungsmittel und Sonderw&uuml;nsche beim Essen. Die Daten werden f&uuml;nf Jahre gespeichert. Nach 30 Tagen werden pers&ouml;nliche Daten zwar pseudonymisiert, sie k&ouml;nnen bei Bedarf aber wieder erkennbar gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Europaweite-Vorratsdatenspeicherung\/!5292802\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das d&uuml;rfte in Deutschland verfassungswidrig sein, wo schon die normale Vorratsdatenspeicherung verfassungswidrig ist. Und auch der EuGH hat ja schon die Vorratsdatenspeicherung gekippt. Egal auch, da&szlig; all diese Datengr&auml;ber die Suche nach Terroristen eher behindern als unterst&uuml;tzen: Hauptsache, das EU-Parlament hat &ldquo;ganz demokratisch&rdquo; zugestimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie in Afghanistan<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat die Ausdehnung eines weiteren Bundeswehr-Einsatzes in Mali in den von Attentaten gezeichneten Norden des Landes beschlossen. Nach der Stationierung deutscher Blauhelmtruppen (MINUSMA) im nordmalischen Gao werden Soldaten der Bundeswehr dort k&uuml;nftig auch Einheiten der malischen Armee trainieren. Im Norden des Landes werden regelm&auml;&szlig;ig Anschl&auml;ge auf Konvois ausl&auml;ndischer Truppen ver&uuml;bt; zuletzt kamen am Dienstag drei franz&ouml;sische Soldaten durch einen Sprengstoffanschlag ums Leben. Beobachter warnen zudem, die Ausbildungsma&szlig;nahmen im Norden k&ouml;nnten aufgrund von Besonderheiten, die sich aus einem im Sommer 2015 geschlossenen Friedensabkommen ergeben, k&uuml;nftige Touareg-Aufst&auml;nde beg&uuml;nstigen. Drei Jahre nach ihrem Beginn zeigt die Intervention in Mali klare Parallelen zum Einsatz in Afghanistan: Von einer &ldquo;Stabilisierung&rdquo; des Einsatzgebiets kann keine Rede sein; vielmehr dehnt sich, wie es in einem malischen Geheimdienstbericht hei&szlig;t, die &ldquo;terroristische Bedrohung&rdquo; auf das Zentrum und den S&uuml;den des Landes aus. Anschl&auml;ge werden mittlerweile nicht nur auf MINUSMA, sondern auch auf die EU-Truppe EUTM Mali ver&uuml;bt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59345\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wahlkampfgebiet Nordkiez<\/strong><br>\nSeit einigen Monaten kommt der Friedrichshainer Nordkiez in Berlin aus den Schlagzeilen nicht mehr heraus. Das hat weniger mit der tats&auml;chlichen Kriminalit&auml;tsentwicklung vor Ort zu tun, sondern vor allem mit dem Wahlkampf in der Hauptstadt. Denn in Berlin wird im September ein neues Abgeordnetenhaus gew&auml;hlt.<br>\nDer attraktive innerst&auml;dtische Friedrichshainer Nordkiez steht unter einem enormen Aufwertungsdruck. Die Mietpreise steigen rasant, die alteingesessenen Bewohner*innen werden seit Jahren verdr&auml;ngt. Gleichzeitig wohnen und leben hier die Reste der Hausbesetzerszene in einigen Wohnprojekten und Szenetreffs. Treffpunkt ist regelm&auml;&szlig;ig der &bdquo;Dorfplatz&ldquo;, wie die Kreuzung von Liebigstra&szlig;e und Rigaerstra&szlig;e genannt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/768\">Grundrechtekomitee<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie AfD und andere neue Rechte mit linken Themen hausieren gehen<\/strong><br>\nFrau von Storch m&ouml;chte keine Rundfunkgeb&uuml;hren bezahlen. Weil die &ouml;ffentlichen Sender ja eh nur l&uuml;gen und sie das nicht subventionieren m&ouml;chte. Selbst als Linker k&ouml;nnte man da fast Verst&auml;ndnis haben f&uuml;r sie und ihre Argumente. Seit langem kamen n&auml;mlich kritische Stimmen zum &ouml;ffentlich-rechtlichen Angebot aus der linken Ecke. Man kritisierte die Berichterstattung, die zum Beispiel den Agenda-Kurs nicht kritisch begleitete, sondern zur Doktrin erhob. Und als in der Ukraine West und Ost z&uuml;ndelten, reduzierte man den Weitblick auf Tellerrand, behielt sich eine umfassende Beschreibung der Szenerie vor, um sie durch Eindimensionalit&auml;t zu ersetzen. Wusste man mal etwas nicht ganz genau, schob man es den Russen unter und verlie&szlig; die Stellung als Chronist der Ereignisse, um Ereignisse zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1008587.von-links-nach-rechts-gezappt.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Aufstieg der Rechtspopulisten: Schaut auf die Banken<\/strong><br>\nRechtspopulisten sp&uuml;ren &uuml;berall Aufwind. Liegt das nur an den Fl&uuml;chtlingen? Nein. Wir sollten den Blick auf eine andere, wahre Jahrhundertkrise richten. [&hellip;]<br>\nMit dem Finanzdebakel und seinen Nachwehen l&auml;sst sich nicht alles erkl&auml;ren, aber doch eine Menge jenes Unmuts, den die Trumps, Le Pens und Petrys heute f&uuml;r sich nutzen: ob &uuml;ber Nullzinsen, &uuml;berforderte Politiker, irre Ungleichheit oder unglaubw&uuml;rdig gewordene Wirtschaftsexperten &ndash; nur dass sie daf&uuml;r gar keine L&ouml;sungen haben. Da reicht es nicht, Balkanrouten umz&auml;unen zu lassen oder Asylgesetze zu versch&auml;rfen, damit das Volk wieder fr&ouml;hlich ist und Politiker achtet. N&ouml;tig sind dann Reformen, die daf&uuml;r sorgen, dass die Einkommen f&uuml;r alle im Land steigen, Banken wieder zu Dienstleistern werden oder die Wirtschaft so stark expandiert, dass sie von allein mehr Geld unters Volk bringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/aufstieg-der-rechtspopulisten-liegt-an-der-finanzkrise-kolumne-a-1087139.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>US-Wahlkampf: Das Ph&auml;nomen Bernie<\/strong><br>\nKlar, das ist sehr beeindruckend. Bernie Sanders steht allein auf der B&uuml;hne, Washington Square Park, Downtown Manhattan. Ein alter Herr, Brille, wei&szlig;e Haare, Typ zerstreuter Professor. Und vor ihm eine jubelnde Menge von jungen Leuten. 27.000 sollen es sein. Vor neun Jahren wurde an der gleichen Stelle Barack Obama von seinen Anh&auml;ngern gefeiert, bald darauf wurde er Pr&auml;sident. So geht G&auml;nsehautfeeling.<br>\nWas ist da los? Wie kann es sein, dass nach Obama nun ein r&uuml;stiger 74-J&auml;hriger der neue Hoffnungstr&auml;ger der linken Jugend ist? Sie sind extra an diesem Abend gekommen, um ihn sprechen zu h&ouml;ren. Sie rufen &ldquo;Bernie, Bernie&rdquo;. Es riecht nach Marihuana. Auf den Plakaten steht: &ldquo;Feel the Bern&rdquo;, was so viel hei&szlig;en soll wie: &ldquo;Sp&uuml;re das Feuer&rdquo;. &ldquo;Es geht hier nicht nur um die Wahl eines neuen Pr&auml;sidenten, sondern um den Beginn einer politischen Revolution&rdquo;, ruft Sanders seinen Anh&auml;ngern zu. &ldquo;Bernie, wir lieben dich&rdquo;, ruft eine junge Frau zur&uuml;ck. Alle reden in diesem Wahlkampf &uuml;ber Donald Trump. Aber das zweite echte Ph&auml;nomen ist der Erfolg von Bernie Sanders. Er versammelt mit Abstand die gr&ouml;&szlig;ten Menschenmengen, in Arizona kamen 11.000, in Seattle 15.000. Stolze 28.000 Fans waren es in Portland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bernie-sanders-kann-er-hillary-clinton-doch-noch-schlagen-a-1087080.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Es ist klar, f&uuml;r die neoliberalen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; in Deutschland, von denen nicht wenige vermutlich transatlantisch mit den US-Eliten bestens vernetzt sein d&uuml;rften, w&auml;re ein amerikanischer Pr&auml;sident mit dem Namen Bernie Sanders der nackte Alptraum. Ein dezidierter Gegner des Neoliberalismus im Wei&szlig;en Haus, ein st&auml;rkere weltweite Symbol- und Signalwirkung kann man sich nicht vorstellen. Sehr am&uuml;sant die im Artikel gespielte &Uuml;berraschung &uuml;ber den Erfolg Bernie Sanders. Ist es wirklich au&szlig;erhalb der Vorstellungskraft der deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo;, dass die Menschen irgendwann einmal beginnen sich gegen eine Politik zu wehren, die ihnen seit mehr als zwanzig Jahren eine best&auml;ndige Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen beschert? Auch die Semantik Nelles ist interessant. Er schreibt mit 1305 Stimmen gegen 1086 f&uuml;hre Clinton klar und suggeriert einen weit abgeschlagenen Bernie Sanders. Als eine klare F&uuml;hrung kann man das aber nicht bezeichnen. Hier ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Die Diffamierung von Sanders Programmatik als linke Spinnereien, jenseits einer vermeintlichen neoliberalen Alternativlosigkeit, darf selbstverst&auml;ndlich nicht fehlen. Wobei man sich ohne schlechtes Gewissen Fragen darf, was am Nachfolgenden so verr&uuml;ckt sein soll? &ldquo;Sein Programm sind die g&auml;ngigen linken Gassenhauer. Er fordert massive Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Reiche und Unternehmen, die Abschaffung von Studiengeb&uuml;hren, mehr Gerechtigkeit bei Geh&auml;ltern, eine Anhebung des Mindestlohns von sieben auf 15 Dollar. Er will die gro&szlig;en Wall-Street-Banken zerschlagen, den Klimawandel bek&auml;mpfen, Fracking verbieten und h&auml;lt globale Handelsabkommen f&uuml;r Teufelszeug.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Linke Gassenhauer, rechte Klassenbauer<\/strong><br>\nF&uuml;r Bernie Sanders, dem wir auf unserer englischen Seite schon einige St&uuml;cke gewidmet haben, schl&auml;gt n&auml;chsten Dienstag im amerikanischen Vorwahlkampf die Stunde der Wahrheit. Mittlerweile begreifen auch Teile der deutschen Presse, dass man den Mann und die Bewegung, die er in den USA ausgel&ouml;st hat, ernst nehmen muss. Selbst Spiegel-Online kann ihn nicht weiter nur als &bdquo;Sozialisten&ldquo; oder linken Spinner abtun.<br>\nDas hindert aber nat&uuml;rlich einen ordentlichen Spiegel-Journalisten nicht daran, weiterhin bl&ouml;de Seitenhiebe auszuteilen, wann immer es m&ouml;glich ist. So schreibt Roland Nelles (hier): &bdquo;Sanders l&auml;dt Amerikas Linke zum Tr&auml;umen ein. Sein Programm sind die g&auml;ngigen linken Gassenhauer. Er fordert massive Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Reiche und Unternehmen, die Abschaffung von Studiengeb&uuml;hren, mehr Gerechtigkeit bei Geh&auml;ltern, eine Anhebung des Mindestlohns von sieben auf 15 Dollar. Er will die gro&szlig;en Wall-Street-Banken zerschlagen, den Klimawandel bek&auml;mpfen, Fracking verbieten und h&auml;lt globale Handelsabkommen f&uuml;r Teufelszeug.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/linke-gassenhauer-rechte-klassenbauer\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schm&auml;hgedicht auf Erdogan: Bundesregierung l&auml;sst Strafverfahren gegen B&ouml;hmermann zu<\/strong><br>\nDie Entscheidung ist gefallen: Die Bundesregierung hat auf Wunsch der T&uuml;rkei den deutschen Justizbeh&ouml;rden die Erm&auml;chtigung erteilt, ein Strafverfahren gegen den Satiriker Jan B&ouml;hmermann wegen m&ouml;glicher Beleidigung des t&uuml;rkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan einzuleiten. Das teilte Kanzlerin Angela Merkel in einer Erkl&auml;rung mit.<br>\n&ldquo;Im Rechtsstaat ist es nicht Sache der Regierung, sondern von Staatsanwaltschaften und Gerichten, das Pers&ouml;nlichkeitsrecht des Betroffenen und andere Belange gegen die Presse- und Kunstfreiheit abzuw&auml;gen&rdquo;, sagte Merkel. In Deutschland solle nicht die Regierung, sondern die Justiz &ldquo;das letzte Wort&rdquo; haben. Die Erm&auml;chtigung stelle keine Vorverurteilung des B&ouml;hmermann dar.<br>\nGrundlage f&uuml;r die Entscheidung ist Paragraf 103 des Strafgesetzbuchs (StGB). Wer einen ausl&auml;ndischen Staatschef beleidigt, muss demnach mit bis zu drei Jahren Haft oder einer Geldstrafe rechnen. Ist Verleumdung im Spiel, drohen sogar bis zu f&uuml;nf Jahre Freiheitsentzug. Merkel teilte jedoch auch mit, dass dieser Paragraf bis 2018 abgeschafft wird. Er sei &ldquo;f&uuml;r die Zukunft entbehrlich&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jan-boehmermann-bundesregierung-laesst-strafverfahren-zu-a-1087400.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar m&ouml;chte insbesondere Bundeskanzlerin Merkel einen Affront mit der t&uuml;rkischen Staatsspitze vermeiden und delegiert die Entscheidung an die Justiz. Der Eindruck der Erpressbarkeit bleibt jedoch erhalten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Mann, Sieber!<\/strong><br>\nDie Frage ist nicht, ob Pr&auml;sident Erdogan keinen Spa&szlig; versteht. Die Frage ist auch nicht, ob das Gedicht von B&ouml;hmermann lustig oder verletzend oder strafbar ist. Die Frage ist: Macht man sich politisch abh&auml;ngig von jemandem wie Erdogan?<br>\nAu&szlig;erdem in der Show: Unser Gang durch die Ausstellung &ldquo;15 Jahre Krieg gegen den Terror &ndash; 15 Jahre Scheitern&rdquo; &hellip; und: &ldquo;Die Sch&auml;ublos&rdquo;, ein grandioses Schlagerduo aus Oer-Erkenschwick, die eine Hymne an Wolfgang Sch&auml;ubles schwarze Null zum Besten gegeben haben &hellip; ein Hochgenuss in Sound und Bild.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/mann-sieber\/mann-sieber-40023576.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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