{"id":33039,"date":"2016-04-20T08:51:51","date_gmt":"2016-04-20T06:51:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039"},"modified":"2016-04-20T08:51:51","modified_gmt":"2016-04-20T06:51:51","slug":"hinweise-des-tages-2607","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (PS\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h01\">Die Schwarze Null kann problemlos beerdigt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h02\">&ldquo;Solche Menschen wie uns muss es doch auch geben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h03\">&Auml;ltere immer &ouml;fter auf Grundsicherung angewiesen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h04\">Bundesweite Unterschriftenaktion zur M&uuml;tterrente geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h05\">Gerecht verteilen, Wohlstand sichern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h06\">Doctors launch awareness campaign on &lsquo;apocalyptic&rsquo; Greek healthcare<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h07\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h08\">Schiedsverfahren: Kosten f&uuml;r Dauerstreit um Lkw-Maut explodieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h09\">Panama and the Criminalization of the Global Finance System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h10\">Au&szlig;enministertreffen von China, Russland und Indien in Moskau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h11\">Westbank: Allgemeine Straflosigkeit bei Verbrechen von j&uuml;dischen Siedlern gegen Pal&auml;stinenser <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h12\">BKA-Gesetz auf dem Pr&uuml;fstand: Zwischen B&uuml;rgerrechten und Anti-Terror-Kampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h13\">Schweizer Bodeninitiativen: Gegen Zersiedelung und Bodenspekulationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h14\">Autolobby verhindert Aufkl&auml;rung des Abgasskandals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h15\">Schluss mit der Werbung an Schulen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h16\">So hebelt Merkel den Rechtsstaat aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h17\">SPD: Genossen im Sinkflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33039#h18\">Hier spricht die &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;: S&auml;chsische Journalisten starten Portal gegen Pegida-Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Schwarze Null kann problemlos beerdigt werden<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlingsintegration und Investitionsstau m&uuml;ssen heute und nicht erst morgen angegangen werden. Es ist illusorisch, dies allein aus &Uuml;bersch&uuml;ssen oder Umschichtungen im Bundeshaushalt finanzieren zu wollen. Ohnehin ist die Schwarze Null nur Symbolpolitik &ndash; sie muss weg, meint der Haushaltsexperte der Linken. Deutschland stand fr&uuml;her f&uuml;r einen leistungsf&auml;higen Sozialstaat. Das hat sich ge&auml;ndert. In den letzten Jahren hat sich die Gesellschaft zusehends gespalten. Verm&ouml;gen und Einkommen sind immer ungleicher verteilt. Millionen Menschen &ndash; seien es Niedrigl&ouml;hner, Arbeitslose, Alleinerziehende &ndash; stecken in der Armutsfalle und k&ouml;nnen Geschichten vom deutschen Erfolgsmodell nicht mehr h&ouml;ren. Auch das Gemeinwesen ist in den letzten Jahren unter die R&auml;der gekommen. Die vielen Pannen bei der Bew&auml;ltigung der Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me sind symptomatisch f&uuml;r einen &uuml;berschlanken und kaputt gesparten Staat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/causa.tagesspiegel.de\/die-schwarze-null-kann-problemlos-beerdigt-werden.html\">Axel Troost (MdB, Die Linke), Tagesspiegel Causa<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Solche Menschen wie uns muss es doch auch geben&rdquo;<\/strong><br>\nPutzfrau Susanne Neumann war Sonntag bei Anne Will. Sie wirft der Politik vor, beim Schutz vor Altersarmut zu versagen. Im Interview redet sie Klartext &uuml;ber Bildung, Scheitern und Hungerl&ouml;hne. (&hellip;)<br>\nDie Welt: In der Sendung sprachen die anderen G&auml;ste viel &uuml;ber bessere Bildung. Sie haben dann noch einmal auf die Rente und Armut hingewiesen.<br>\nNeumann: Ich finde das totalen Quatsch. Soll eine Reinigungskraft erst Abitur machen, damit sie den Schrubber schwingen kann? Wir brauchen diese Menschen. Ich glaube nicht, dass einer der Teilnehmer der Sendung, egal ob Hannelore Kraft oder diese anderen Herren, morgens mit dem Putzeimer ins B&uuml;ro kommt und sauber macht. Solche Menschen wie uns muss es doch auch geben, und wir m&uuml;ssen doch von unserer Arbeit leben k&ouml;nnen.<br>\nDie Welt: Ist es ein Trugschluss, dass sich durch bessere Bildung auch bessere Bezahlung f&uuml;r einfache Besch&auml;ftigung erreichen l&auml;sst?<br>\nNeumann: Erstens, nicht alle, die mies bezahlt werden, haben keine Bildung. Zweitens, umfangreiche Bildung garantiert noch l&auml;ngst keine gut bezahlten Jobs. Was habe ich von einer besseren Bildung, wenn ich mein Kind nicht in der Kindertagesst&auml;tte unterbringen kann? Oder wenn die Unterbringung so teuer ist, dass sich der Job nicht mehr lohnt? Was habe ich von besserer Bildung, wenn ich zwei, drei Jahre zu Hause bleiben muss, um meine Eltern zu pflegen? Bildung ist ganz wichtig, das will man ja seinen Kindern mit auf den Weg geben. Aber fehlende Bildung kann doch keine Rechtfertigung daf&uuml;r sein, dass so viele Menschen in einfacher Dienstleistung arbeiten, mit einem Hungerlohn abgefertigt werden und keine Perspektive haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article154508490\/Solche-Menschen-wie-uns-muss-es-doch-auch-geben.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Besser, differenzierter und kl&uuml;ger als diese Frau kann man eigentlich nicht argumentieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Erfahrungsbericht eines Jobcentermitarbeiters an die NachDenkSeiten:<\/strong><br>\n&bdquo;Als Arbeitsvermittler eines gro&szlig;en ostdeutschen Jobcenters werden einem rasch s&auml;mtliche Illusionen genommen, die die Erz&auml;hlungen vom sogenannten &ldquo;Jobwunderland&rdquo; Deutschland ausmachen. Wieso schreibe ich Ihnen heute dennoch? Der Tatsachenbericht, den ich Ihnen und den interessierten Lesern wiedergebe, behandelt keine Erfahrung eines meiner Kunden sondern die einer &ldquo;Vorzeigearbeitnehmerin&rdquo; &ndash; flei&szlig;ig, engagiert, motiviert und immer freundlich. Es handelt sich um die Erfahrungen einer Reinigungskraft, die in dem von unserer Beh&ouml;rde angemieteten B&uuml;ros t&auml;glich putzt. Sie arbeitet hier seit einigen Jahren, ist nie krank und &uuml;bernimmt auch anstandslos Sonderschichten und die Einarbeitung neuer Kollegen. Sie geh&ouml;rt nicht zu den sogenannten &ldquo;Aufstockern&rdquo;, trotzdem sie einen Anspruch h&auml;tte, weil sie eigenverantwortlich und unabh&auml;ngig ihren Lebensunterhalt bestreiten m&ouml;chte ohne Drangsalierung &ldquo;vom Amt&rdquo; &ndash; eben eine traumhafte Mitarbeiterin nach neoliberaler Lesart &hellip;<br>\nVor einigen Wochen hatte sie einen Arbeitsunfall, wie sich einige Tage sp&auml;ter herausgestellt hat, erlitt sie einen Bruch eines ihrer Finger. Zun&auml;chst ist sie trotz starker Schmerzen weiterhin zur Arbeit erschienen, bis ihre Tochter sie dazu gedr&auml;ngt hat, einen Arzt aufzusuchen und f&uuml;r sie auch gleich einen Termin vereinbart hat. Der Arzt hat sie einige Tage krank geschrieben, danach erschien sie wieder zur Arbeit. Am Monatsende erhielt sie kein Geld &ndash; auf ihre Nachfrage beim Arbeitgeber wurde ihr erkl&auml;rt, dass daf&uuml;r die Krankenkasse zust&auml;ndig sei. Nachdem sie der zust&auml;ndigen Personalsachbearbeiterin versichert hat, dass sie sehr wohl um die Regelungen zur Fortzahlung im Krankheitsfalle wisse, bemerkte man pl&ouml;tzlich, dass gar keine Krankschreibung vorliege. Daraufhin wendete sich die Frau an Ihren Personalchef. Dieser best&auml;tigte ihr zwar den Eingang der Bescheinigung,  f&uuml;gte aber hinzu, dass ihm klar sei, dass sie nur einen l&auml;ngeren Osterurlaub genossen habe. W&auml;re sie tats&auml;chlich nur krank gewesen, h&auml;tte sie halt &ldquo;irgendwelche Pillen geschluckt&rdquo;, aber er werde ihr zumindest die H&auml;lfte ihres Lohns noch &uuml;berweisen. Zus&auml;tzlich solle sie sich das n&auml;chste Mal genau &uuml;berlegen, ob sie noch einmal die Frechheit besitzen w&uuml;rde, sich wegen Kleinigkeiten krankschreiben zu lassen.<br>\nDie H&auml;lfte ihres Lohns ist nun auf ihrem Konto, die Miete nicht bezahlt und der Personalverantwortliche, bei dem sie sich deshalb erneut beschwert hat, gab ihr zu verstehen, sie m&ouml;ge sich an den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer wenden, der wolle ohnehin &ldquo;mal mit ihr reden&rdquo;&hellip; Der Arbeitgeber dieser Kundin ist ein gro&szlig;er, regional sehr erfolgreicher &ldquo;Reinigungsdienstleister&rdquo; dessen Namen ich an dieser Stelle zum Schutz der Dame nicht bekanntgeben werde. Warum erz&auml;hle ich Ihnen das alles? Weil die systematische Drangsalierung, das Unter-Druck-Setzen, Einsch&uuml;chterungen und Erpressungen zum Arbeitsalltag von hunderttausenden prek&auml;r Besch&auml;ftigter Arbeitnehmer, nicht nur in der Zeitarbeitsbranche, geh&ouml;rt. Ich kenne unz&auml;hlige derartiger Beispiele, egal welche Verharmlosungen und Beschwichtigungen Arbeitgebervertreter in Talkshows oder Pressemitteilungen verlautbaren lassen &ndash; sie l&uuml;gen, denn die einzige Verantwortung die sie kennen, ist die gegen&uuml;ber ihren Shareholdern.&ldquo;\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Auml;ltere immer &ouml;fter auf Grundsicherung angewiesen<\/strong><br>\nDie Zahl der Empf&auml;nger von Grundsicherung im Alter und bei geminderter Erwerbsf&auml;higkeit ist auf einen Rekord gestiegen. 1,038 Millionen Menschen in Deutschland bezogen Ende vergangenen Jahres diese Form der Sozialhilfe, so viele wie nie zuvor seit der Einf&uuml;hrung 2003. Im Vergleich zu 2014 waren das 3,5 Prozent mehr Menschen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. (&hellip;) Der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tische Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, nannte die Zahlen alarmierend. &ldquo;Ein System, das es zul&auml;sst, dass alte Menschen massenhaft zum Sozialamt geschickt werden, und wegen zu niedriger Leistungen schlie&szlig;lich bei Lebensmitteltafeln auftauchen, ist eines Sozialstaats nicht w&uuml;rdig&rdquo;, so Schneider, &ldquo;eine Stabilisierung der gesetzlichen Rentenversicherung ist ebenso unumg&auml;nglich wie eine Reform der Grundsicherung selbst.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2016-04\/grundsicherung-alter-rente-sozialleistung-unterstuetzung\">Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2016\/04\/PD16_136_221.html\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bundesweite Unterschriftenaktion zur M&uuml;tterrente geht weiter<\/strong><br>\nDie im Oktober 2015 gestartete gemeinsame Initiative von SoVD, Volkssolidarit&auml;t, Deutscher Frauenrat und Gewerkschaften &bdquo;F&uuml;r eine gerechte M&uuml;tterrente&ldquo; geht weiter. Sie findet bisher breite Unterst&uuml;tzung und endet am 1. Juni 2016. Anschlie&szlig;end sollen die Unterschriften an Bundeskanzlerin Angela Merkel &uuml;berreicht werden. Mit der Aktion wollen die Verb&auml;nde politischen Druck aufbauen, um eine Gleichbehandlung der Kindererziehungszeiten bei der Rente zu erreichen. Bislang sind schon mehrere tausende Unterschriften gesammelt worden &ndash; es reicht aber noch nicht! Die Verb&auml;nde engagieren sich, um eine Gleichberechtigung bei den Rentenanspr&uuml;chen f&uuml;r M&uuml;tter unabh&auml;ngig von dem Geburtsdatum und dem Wohnort durchzusetzen. Anlass ist die andauernde Kritik an der Ungleichbehandlung bei den Kindererziehungszeiten in Ost und West. So werden f&uuml;r Kinder, die nach 1992 geboren wurden, drei Jahre Erziehungszeit berechnet. F&uuml;r bis 1992 geborgene Kinder werden jedoch nur zwei Jahre angerechnet. Zudem fordern die Verb&auml;nde, die M&uuml;tterrente nicht l&auml;nger aus der Rentenkasse sondern aus Steuermitteln zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/bundesverband\/bundesverband-ev\/aktuelles\/sozialpolitik\/kampagne-muetterrente\/\">Volkssolidarit&auml;t<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gerecht verteilen, Wohlstand sichern<\/strong><br>\nDas Problem der Ungleichheit und die damit verbundenen Konsequenzen f&uuml;r die Gesellschaft, Demokratie und Wirtschaft r&uuml;cken gerade wieder verst&auml;rkt in das &ouml;ffentliche Bewusstsein. Die Entwicklungsorganisation Oxfam hatte k&uuml;rzlich festgestellt, dass ein paar Dutzend Menschen mehr Verm&ouml;gen besitzen als die H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung. Viele Berichte &uuml;ber die Spaltung der Gesellschaften sto&szlig;en auf medialen Widerhall und auf &ouml;ffentliches Interesse. Dies kommt nicht von ungef&auml;hr. Seit der Finanzkrise und den Rettungspaketen f&uuml;r Banken w&auml;chst in der Bev&ouml;lkerung der Unmut, dass es immer ungerechter zugeht. 70 % der deutschen Bev&ouml;lkerung empfinden die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse als nicht gerecht; fast genauso viele sind der Meinung, dass die soziale Ungerechtigkeit in den letzten Jahren zugenommen hat. Fakt ist, die &Ouml;ffentlichkeit ist f&uuml;r das Thema der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft durchaus sensibilisiert.<br>\nAuch geh&ouml;ren die Zeiten, in denen Verteilungsforscher als Sozialromantiker bel&auml;chelt wurden und &uuml;ber Jahrzehnte ein akademisches Schattendasein fristeten, der Historie an. Renommierte Wissenschaftler, wie Joseph Stiglitz oder Anthony Atkinson, haben mit ihren Arbeiten viel Aufmerksamkeit hervorgerufen und Anerkennung erhalten. Nicht zuletzt Thomas Pikettys Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; hat die Debatte international neu befl&uuml;gelt. Auch Organisationen, wie die OECD oder der IWF, die nicht im Verdacht stehen, als Verfechter von Verteilungsgerechtigkeit bekannt zu sein, weisen auf die negativen Effekte von Ungleichheit hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/36-2016\/++co++b41d6f12-0637-11e6-b85e-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Doctors launch awareness campaign on &lsquo;apocalyptic&rsquo; Greek healthcare<\/strong><br>\nA group of Belgian health professionals, supported by the public hospitals in Brussels and the Greek branch of the NGO Doctors of the World, has come together to raise awareness of the medical crisis unfolding in Greece. Through the Emergency Greece initiative, the doctors launched an appeal for donations and a petition to help the Greeks and convince the EU to spare the country&rsquo;s medical sector from the severe budget cuts imposed on the country as part of its bailout deal. (&hellip;) The EU has singled out health as one of its top priorities and has launched various initiatives aiming to reduce inequalities in access to healthcare across the member states. Yet the Troika (the European Commission, the European Central Bank and the International Monetary Fund) has refused to exclude the Greek health sector from the austerity measures it has imposed on the country.While these austerity measures may bring savings in the short term, their catastrophic effects on health and access to healthcare are likely to cause lasting, costly damage that could harm Greece&rsquo;s long-term economic recovery.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/section\/health-consumers\/news\/doctors-launch-awareness-campaign-on-apocalyptic-greek-healthcare\/\">Euractiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Handel ist nicht automatisch gut f&uuml;r alle&rdquo;<\/strong><br>\nFreihandel schadet den Armen in den Industriel&auml;ndern, sagt der Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz. Siehe USA: Dort ist der Lebensstandard und die Lebenserwartung gesunken. (&hellip;)<br>\nZEIT ONLINE: Immer mehr B&uuml;rger fragen sich inzwischen, ob wir durch Handelsabkommen nicht zu viele Regeln schleifen und zu viele Grenzen &ouml;ffnen. Zu Recht?<br>\nStiglitz: Grunds&auml;tzlich f&uuml;hrt Handel zu mehr Wirtschaftswachstum. Aber er ver&auml;ndert die Verteilung in einem Land. Inzwischen zeigt sich, dass die Wachstumseffekte von Freihandel vergleichsweise klein, die Verteilungswirkungen aber sehr gro&szlig; sind. In den Industriel&auml;ndern schadet das den &Auml;rmsten. Leider war die Politik der Regierungen hier bisher nicht hilfreich.<br>\nZEIT ONLINE: Man kann also nicht behaupten, dass mehr Freihandel f&uuml;r alle B&uuml;rger eines Landes gut ist?<br>\nStiglitz: Die Daten belegen eindeutig das Gegenteil. Bisher glaubte man, dass durch Handel zwar Leute in den Branchen, in denen mehr importiert wird, ihre Jobs verlieren, sie aber neue Jobs in der Exportindustrie bekommen. Das stimmt so einfach aber nicht. Es gibt aber eine sehr gute Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die hat amerikanische Landkreise untersucht, bei denen Produktion direkt durch billigere Importe aus China verdr&auml;ngt wurden. Dort ist die Besch&auml;ftigung gesunken und die L&ouml;hne sind es auch.<br>\nZEIT ONLINE: Und wie sieht es f&uuml;r die gesamten USA aus?<br>\nStiglitz: Der Lebensstandard sinkt, der gesundheitliche Zustand und sogar die Lebenserwartung. Das reale Einkommen eines typischen Arbeiters ist heute niedriger als vor 60 Jahren. Das ist ein Desaster. Die Leute verstehen nicht, wie das im wunderbarsten Land der Welt m&ouml;glich sein kann. Passiert so etwas einem Menschen, dann denkt der m&ouml;glicherweise: Pech gehabt! Aber es passiert eben nicht nur einem, sondern auch allen anderen, die er kennt. Also suchen die Leute nach Schuldigen. Sie machen die Globalisierung und die Banker verantwortlich. Das ist zwar zu simpel, aber ein bisschen stimmt es eben doch. Handel hat ihre Lage verschlechtert. (&hellip;) Wir sind in der &Auml;ra, in der wir immer klarer sp&uuml;ren: Die alte Geschichte, dass Handel automatisch f&uuml;r alle gut ist, stimmt einfach nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-04\/joseph-stiglitz-panama-papers-steuer-freihandel-ttip\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Querfl&ouml;tenlehrerin aus L&uuml;denscheid organisiert B&uuml;rgerklagen gegen geplante Freihandelsabkommen. Was treibt sie an?<\/strong><br>\nAls Marianne Grimmenstein ihre Arbeit von Monaten in einem braunen Karton durch Berlin tr&auml;gt, wartet Brigitte Zypries mit Kaffee auf sie. Im Bundeswirtschaftsministerium treffen sich die beiden Frauen zum Gespr&auml;ch. Im Karton, den Marianne Grimmenstein der Staatssekret&auml;rin und ehemaligen Justizministerin der SPD mitbringt, sind Listen mit insgesamt 163.000 Unterschriften. Diese 163.000 Menschen fordern, dass der TTIP-Leseraum im Wirtschaftsministerium f&uuml;r alle B&uuml;rger ge&ouml;ffnet wird. Bisher sind die Akten darin nur den Bundestagsabgeordneten zug&auml;nglich &ndash; und die d&uuml;rfen dar&uuml;ber &ouml;ffentlich nichts erz&auml;hlen. (&hellip;) Mit Hilfe von change.org hat Grimmenstein nun zwei Petitionen im Rennen. Mit ihrer zweiten Unterschriftenaktion mobilisiert die Aktivistin f&uuml;r ihre Verfassungsbeschwerde gegen das Europa-Kanada-Abkommen Ceta. Es ist die gr&ouml;&szlig;te B&uuml;rgerklage in der deutschen Geschichte: 50.000 Vollmachten hat Grimmenstein bislang von B&uuml;rgern erhalten, die ihr Ansinnen unterst&uuml;tzen. &bdquo;Wahrscheinlich weitere 20.000 liegen noch in den unge&ouml;ffneten Posts&auml;cken bei mir zu Hause&ldquo;, sagt sie. Der Postbote kommt inzwischen nicht mehr mit dem Fahrrad zu ihr, sondern hat sich einen Kleintransporter besorgt. Der Rechtsprofessor Andreas Fisahn will die Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen, sobald eine deutsche Fassung des Ceta-Vertrags vorliegt. Wann das ist, ist noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Protest-gegen-TTIP-und-Ceta\/!5292326\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schiedsverfahren: Kosten f&uuml;r Dauerstreit um Lkw-Maut explodieren<\/strong><br>\nSeit mehr als zehn Jahren streitet der Bund mit den Konzernen Daimler und Telekom um den verpatzten Start der Lkw-Maut. Das wird immer teurer. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Der Streit um den verpatzten Start der Lkw-Maut ist l&auml;ngst zur unendlichen Geschichte geworden. Anfang des Jahres wurde am n&auml;chsten Kapitel geschrieben, das private Schiedsgericht tagte wieder mal in M&uuml;nchen. Hinter verschlossenen T&uuml;ren versuchten die Richter der Frage nachzugehen, wer f&uuml;r die Verz&ouml;gerungen des Mautsystems vor mehr als zehn Jahren bezahlen muss: die Bundesregierung oder das Mautkonsortium Toll Collect um die beiden Konzerne Daimler und Telekom. (&hellip;) F&uuml;r die Regierung d&uuml;rfte es eines der teuersten Verfahren aller Zeiten sein. Allein zwischen September 2014 und Dezember 2015 sind die Ausgaben f&uuml;r das Schiedsgericht um 32 Millionen Euro gestiegen. &ldquo;Dieses Schiedsverfahren ist an Absurdit&auml;t kaum zu &uuml;berbieten&rdquo;, sagt der haushaltspolitische Sprecher der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Sven-Christian Kindler. Dabei ist fast in Vergessenheit geraten, wie es &uuml;berhaupt zu dem Streit kam. Die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (SPD) hatte 2002 den Auftrag f&uuml;r die Erhebung der Lkw-Maut an den privaten Betreiber Toll Collect erteilt. Die Vergabe sollte eine neue &Auml;ra der Public Private Partnerships (PPP) einleiten.Aber das Konsortium um Daimler und Telekom schaffte es erst mit fast anderthalb Jahren Versp&auml;tung, das System im Januar 2005 in Betrieb zu nehmen. Die Bundesregierung verklagte Toll Collect wegen milliardenschwerer Mautausf&auml;lle. Toll Collect revanchierte sich mit einer Gegenklage wegen einbehaltener Verg&uuml;tungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lkw-maut-kosten-fuer-schiedsverfahren-explodieren-a-1087972.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> PPP ist super, geheime Schiedsgerichte sind toll &hellip; zumindest f&uuml;r die Anbieter von PPP-Dienstleistungen und f&uuml;r hochbezahlte Top-Juristen. F&uuml;r den Steuerzahler eher nicht so &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Panama and the Criminalization of the Global Finance System<\/strong><br>\nInterview with Economist Michael Hudson, distinguished research professor of economics at the University of Missouri, Kansas City, and former balance of payments economist for Chase Manhattan bank<br>\nHUDSON: You usually have not only one or two, but often three or four centers in a &ldquo;veil of tiers.&rdquo; The idea is not to put money into the United States directly. Imagine you&rsquo;re a Russian kleptocrat, or a Ukrainian kleptocrat, and you want to take a billion dollars and keep it safe. You&rsquo;re not going to put it directly into a Delaware corporation, or a Wyoming corporation. The money is going to end up there. But if you put it right in, then the U.S. Government and the bank would say, &ldquo;Wait a minute. Here is the president of Ukraine with a billion dollars, right in our banking system.&rdquo;<br>\nSo what you have to do is launder the money. Likewise with the Colombian drug cartel. They&rsquo;re not going to put the Colombian drug cartel balance in a Delaware bank under their name. It has to go through a lot of stages. The money goes out of the Ukraine and out of Russia into Latvia, primarily via the banks of Riga. I&rsquo;ve met with individuals in Riga, Americans who provide the service of setting up maybe 30 companies for the money launderer. They will send the money, say, to the British West Indies. From the British West Indies it&rsquo;ll go to Panama. And then it&rsquo;ll go from Panama, already being concealed, to end up in a Delaware corporation at the end of the line. You can look in the balance-of-payments statistics and you can find liabilities of bank branches in Panama or the British West Indies or whoever, owed to the U.S. head office. You can look and see how much American stock, how many American bonds, how many American bank deposits all come from these islands. The magnitude is so enormous that this is what has been supporting the dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2016\/04\/18\/panama-and-the-criminalization-of-the-global-finance-system\/\">Counterpunch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.C.:<\/strong> The big picture &ndash; der Artikel erkl&auml;rt die Funktion von Panama und anderer Steueroasen, n&auml;mlich Geldw&auml;sche, um die eigene W&auml;hrung US$ und Pfund zu st&uuml;tzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Dieser Artikel des renommierten amerikanischen &Ouml;konomen Michael Hudson ist au&szlig;erordentlich lesenswert. Hudson greift auf pers&ouml;nliche Recherchen seit den 1970er Jahren zur&uuml;ck, um das System klar und pr&auml;gnant zu beschreiben. Die Geldw&auml;sche in Steueroasen ist demnach nicht nur ein &bdquo;Schlupfloch&ldquo; einiger Reicher, um Steuern zu sparen, sondern vielmehr ein Schl&uuml;sselinstrument f&uuml;r den Machterhalt von W&auml;hrungsr&auml;umen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Au&szlig;enministertreffen von China, Russland und Indien in Moskau<\/strong><br>\nAm Montag fand das 14. Treffen der Au&szlig;enminister von China, Russland und Indien in Moskau statt. Dabei waren sich alle einig, dass die trilaterale Kooperation &uuml;ber ein enormes Potential verf&uuml;gt. Die Zusammenarbeit der drei involvierten Parteien w&uuml;rde auch in internationalen Angelegenheiten eine gro&szlig;e Rolle spielen. Die Au&szlig;enminister er&ouml;rterten gemeinsame Arbeitsfelder im politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich. Sie brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, das Treffen k&ouml;nnte Absprachen und Kooperation intensivieren. Dazu der chinesische Au&szlig;enminister Wang Yi: &bdquo;Die Etablierung des trilateralen Kooperationsmechanismus entspricht der Zeitstr&ouml;mung einer multipolaren Welt und der Demokratisierung der internationalen Beziehungen. Durch die trilaterale Kooperation kann eine gemeinsame Entwicklung vorangetrieben werden, was den Interessen der drei L&auml;nder, der Region und der ganzen Welt dient.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2016\/04\/19\/1s250078.htm\">CRI online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Westbank: Allgemeine Straflosigkeit bei Verbrechen von j&uuml;dischen Siedlern gegen Pal&auml;stinenser<\/strong><br>\nGreifen Pal&auml;stinenser Besatzungssoldaten der Israelische Armee (IDF) an, dann wird nicht lange gefackelt. Ganz anders zeigt sich die Situation, wenn militante j&uuml;dische Siedler Gewalttaten ver&uuml;ben. Die Aufkl&auml;rungsquote der israelischen Polizei liegt in solchen F&auml;llen bei 1,8 Prozent. (&hellip;) Nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation Yesh Din werden &uuml;ber 85 Prozent der Anzeigen von Pal&auml;stinensern nicht zur Kenntnis genommen oder selten verfolgt, so die israelische Nachrichtenseite Ynet News. Demnach w&uuml;rden israelische Siedler eine umfassende Straflosigkeit bei Verbrechen gegen&uuml;ber Pal&auml;stinensern im Westjordanland genie&szlig;en. Nur 7,4 Prozent der Anzeigen w&uuml;rden zu einer Anklage f&uuml;hren und rund ein Drittel davon mit einer Verurteilung enden. Letztlich liegt &bdquo;die Wahrscheinlichkeit, dass eine von einem Pal&auml;stinenser gestellte Anzeige durch die israelische Polizei zu einer erfolgreichen Untersuchung f&uuml;hrt; der Festnahme und Verurteilung eines Tatverd&auml;chtigen bei nur 1,8 Prozent&ldquo;, so die NGO. Die Zahlen zeigten ein beunruhigendes Bild der Strafverfolgung von ideologischen Verbrechen, zitiert Ynet News die Menschenrechtsorganisation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/37867-westbank-allgemeine-straflosigkeit-bei-verbrechen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>dazu: Gebr&uuml;ll zwischen israelischem und palestinensischem Vertreter<\/strong><br>\nKurz nach dem Anschlag auf einen Bus in Jerusalem sind im UNO-Sicherheitsrat die Vertreter Israels und der Pal&auml;stinenser lautstark aneinandergeraten. Im ansonsten sehr formal tagenden Gremium br&uuml;llten beide einander an und warfen sich vor, f&uuml;r den Tod von Zivilisten verantwortlich zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eklat-im-uno-sicherheitsrat-gebruell-zwischen-israelischem.1818.de.html?dram:article_id=351718\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BKA-Gesetz auf dem Pr&uuml;fstand: Zwischen B&uuml;rgerrechten und Anti-Terror-Kampf<\/strong><br>\nSeit das sogenannte BKA-Gesetz 2009 G&uuml;ltigkeit erhielt, darf das Bundeskriminalamt nicht nur bereits begangene Straftaten verfolgen, sondern auch m&ouml;gliche terroristische Angriffe im Vorfeld abwehren. Am Mittwoch entscheidet das Bundesverfassungsgericht, ob die damit einhergehenden &Uuml;berwachungsbefugnisse des BKA gegen Grundrechte der B&uuml;rger versto&szlig;en. (&hellip;) Seit dem 1. Januar 2009 gilt (&hellip;): Wenn es der Terrorbek&auml;mpfung dient, darf das Bundeskriminalamt Journalisten jetzt &uuml;berwachen. Unter Verdacht stehen m&uuml;ssen sie daf&uuml;r nicht; es reicht, wenn das BKA ein Interesse an ihren Hintergrundinformationen oder Quellen hat.Damit werden sogenannte Berufsgeheimnistr&auml;ger in zwei Gruppen geteilt: Ein absoluter Schutz gilt jetzt nur noch f&uuml;r Strafverteidiger, Seelsorger und Abgeordnete. Sie d&uuml;rfen unter keinen Umst&auml;nden &uuml;berwacht werden. &ldquo;Normale&rdquo; Rechtsanw&auml;lte hingegen unter bestimmten Umst&auml;nden schon, &Auml;rzte und Journalisten auch, wenn sie Kontakt zu potenziellen Gef&auml;hrdern haben k&ouml;nnten:Frank &Uuml;berall, Vorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes, kritisiert das: &ldquo;Es ist &auml;hnlich, wie bei &Auml;rzten oder Rechtsanw&auml;lten, es muss ein besonderes Vertrauensverh&auml;ltnis geben. Wenn ich mich an Medienvertreter wende, als Whistleblower zum Beispiel. Und ich kann keinem Informanten eine Vertraulichkeit zusichern, wenn ich ganz genau wei&szlig;, dass man bei mir mal locker durchsuchen kann, dass man mich aussp&auml;hen kann und den Informanten enttarnen kann. Dann spricht keiner mehr mit mir und dann habe ich das Problem, dass diese wichtige Rolle des Korrektivs in demokratischer &Ouml;ffentlichkeit schlicht und ergreifend droht, wegzufallen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bka-gesetz-auf-dem-pruefstand-zwischen-buergerrechten-und.724.de.html?dram:article_id=351847\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schweizer Bodeninitiativen: Gegen Zersiedelung und Bodenspekulationen<\/strong><br>\nLand ist ein begehrtes Gut &ndash; besonders in der Schweiz: Dort steigen die Mieten ins Unbezahlbare, das letzte verbliebene Ackerland wird zersiedelt, Grundbesitz ist l&auml;ngst zum Spekulationsobjekt geworden. Deswegen setzen sich B&uuml;rgerinitiativen gegen den Verkauf &ouml;ffentlicher Fl&auml;chen ein &ndash; mit Erfolg. (&hellip;) Gleich zwei Volksinitiativen haben f&uuml;r den Verkaufsstopp gek&auml;mpft &ndash; mit Erfolg: eine im Kanton Basel-Stadt und eine in Emmen, bei Luzern. Auch dort darf die &ouml;ffentliche Hand jetzt keinen Grund und Boden mehr ver&auml;u&szlig;ern. Mit einer Ausnahme: Sie kauft anderswo dieselbe Fl&auml;che wieder hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schweizer-bodeninitiativen-gegen-zersiedelung-und.795.de.html?dram:article_id=351727\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Autolobby verhindert Aufkl&auml;rung des Abgasskandals<\/strong><br>\nDie Branche wirbt gezielt hochrangige Funktion&auml;re aus dem Kanzleramt und Vertraute von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ab. Diese alten Verbindungen nutzen die Konzerne, um die Ziele der Industrie politisch durchzusetzen. &bdquo;Die Einfl&uuml;sterer der Autolobby steuern den Verkehrssektor mit ihren politischen Kontakten in den toten Winkel der Umweltpolitik&ldquo;, sagt Greenpeace-Verkehrsexperte Tobias Austrup. &bdquo;Auch die mangelnde Aufkl&auml;rung des Abgasskandals ist das Ergebnis der gut ge&ouml;lten Dreht&uuml;r zwischen Politik und Autolobby.&ldquo; Erst vergangene Woche hat die Opposition aus Gr&uuml;nen und Linken angek&uuml;ndigt, einen Untersuchungsausschuss zum VW-Skandal einzusetzen. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/schwarzbuch-autolobby\">Das Schwarzbuch online<\/a>.<br>\nMit dem Schwarzbuch zeigt Greenpeace die Strategie der Autoindustrie. Sie heuert politisch bestens vernetzte Seitenwechsler wie Eckart von Klaeden (CDU), Matthias Wissmann (CDU) oder Thomas Steg (SPD) als Lobbyisten an und verschafft sich &uuml;ber deren Insiderwissen und Kontakte Zugang zu politischen Entscheidern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/presse\/presseerklaerungen\/autolobby-verhindert-aufklarung-des-abgasskandals\">Greenpeace<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Eigentlich nichts Neues f&uuml;r NachDenkSeiten-Leser. Unter der Rubrik &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=130\">Lobbyismus und politische Korruption &raquo; Dreht&uuml;r Politik und Wirtschaft<\/a> sind entsprechende Beitr&auml;ge zum Thema zusammengefasst. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schluss mit der Werbung an Schulen!<\/strong><br>\nUnternehmen bieten Lernmaterial an und entsenden sogar Gastdozenten. Ziel: Werbung und wirtschaftsfreundliche Weltbilder bei Jugendlichen. (&hellip;) Allein 16 der 20 umsatzst&auml;rksten deutschen Unternehmen stellen Lernmittel zur Verf&uuml;gung. Eine durch den Verband Bildungsmedien gef&ouml;rderte Studie der Universit&auml;t Augsburg hat schon vor einigen Jahren Zuwachsraten von fast 70 Prozent binnen eines Jahres offenbart. Heute gibt es mehr (nicht von Beh&ouml;rden gepr&uuml;fte) Materialien als je zuvor. (&hellip;) Ausschlaggebend f&uuml;r den Boom von Werbeinitiativen sind, neben einer Unbedarftheit vieler Lehrer, laxe Gesetze: Eigentlich ist Werbung an den Schulen in den meisten L&auml;ndern verboten. Gleichwohl gibt es Interpretationsspielr&auml;ume &ndash; dass zum Beispiel die Schulleitung mit Zustimmung der Schulkonferenz und des Schultr&auml;gers dar&uuml;ber befinden kann, wann Werbung mit dem Bildungsauftrag &ldquo;vereinbar&rdquo; ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/bildung-und-wirtschaft-klasse-kunden-1.2945696\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>So hebelt Merkel den Rechtsstaat aus<\/strong><br>\nIm Fall B&ouml;hmermann gelingt Merkel das Kunstst&uuml;ck, einen Bruch des Rechtsstaatsprinzips mit eben diesem Prinzip zu rechtfertigen. Das entlarvt die politische Abh&auml;ngigkeit, in die sich die Kanzlerin durch den Fl&uuml;chtlingsdeal mit der T&uuml;rkei begeben hat. Ein Gastbeitrag des Ex-Bundesrichters Wolfgang Ne&scaron;kovi&#263; &bdquo;Im Rechtsstaat ist es nicht Sache der Regierung, sondern von Staatsanwaltschaften und Gerichten, das Pers&ouml;nlichkeitsrecht des Betroffenen und andere Belange gegen die Presse- und Kunstfreiheit abzuw&auml;gen.&ldquo; Mit dieser Begr&uuml;ndung hat die Bundeskanzlerin der &Ouml;ffentlichkeit ihre Entscheidung verkauft, die Erm&auml;chtigung zu erteilen, die f&uuml;r ein Strafverfahren nach Paragraph 103 Strafgesetzbuch gegen Jan B&ouml;hmermann erforderlich ist.<br>\nMerkels Botschaft: Der Rechtsstaat verbietet es, dass sich die Politik (sprich die Exekutive) in die Belange der Judikative einmischt. Das sei Gewaltenteilung. In Deutschland solle nicht die Regierung, sondern die Justiz &bdquo;das letzte Wort&ldquo; haben. Das klingt zun&auml;chst gut und &uuml;berzeugend &ndash; ist es aber im vorliegenden Fall nicht.<br>\nViele kluge Journalisten (auch solche, die zwei juristische Staatsexamen erfolgreich absolviert haben) sind der Kanzlerin auf den Leim gegangen und loben sie in ihren Kommentaren f&uuml;r diese Begr&uuml;ndung. Offensichtlich haben sich die komplexen und bedeutungsschwer daher kommenden Begriffe wie &bdquo;Rechtsstaat&ldquo;, &bdquo;Gewaltenteilung&ldquo; und &bdquo;Unabh&auml;ngigkeit der Justiz&ldquo; narkotisierend auf die Urteils- und Kritikf&auml;higkeit dieser Autoren ausgewirkt. [&hellip;]<br>\nEs gilt der Grundsatz: Regeln, die einem nicht gefallen, werden so lange angewandt, bis sie abgeschafft werden. Sie d&uuml;rfen jedoch nicht (im Vorgriff auf eine Regel&auml;nderung) durch Nichtanwendung faktisch abgeschafft werden. An diesen rechtsstaatlichen Grundsatz hat sich die Bundeskanzlerin nicht gehalten. Dabei gelingt ihr sogar das rabulistische Kunstst&uuml;ck, einen Bruch des Rechtsstaatsprinzips mit eben diesem Prinzip zu rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/causa-boehmermann-der-rechtstaat-braucht-merkels-ermaechtigung-nicht\/60795\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>SPD: Genossen im Sinkflug<\/strong><br>\nInterview des BR Magazins Kontrovers mit der Juso-Vorsitzenden Johanna Ueckermann vom 13. April.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/kontrovers\/spd-umfragewerte-volkspartei-100.html#&amp;time=\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.K.:<\/strong> Johanna Ueckermann, Bundesvorsitzende der Jusos, wurde vom bayrischen Magazin Kontrovers zur Krise in der SPD interviewt. &ldquo;Eine sozialdemokratische Vision entwickeln&rdquo; &hellip;&rdquo;Und wir m&uuml;ssen auch endlich wieder die Interessen der Menschen &uuml;ber die Interessen von Konzernen stellen&rdquo; um dann sp&auml;ter fortzufahren mit &ldquo;Ich denke zum Beispiel an Gerhard Schr&ouml;der mit dem Slogan Gerechtigkeit und Innovation&rdquo;&hellip;&rdquo;damit haben die Leute etwas verbunden, damit konnte man sie begeistern&rdquo;. <\/em><br>\n<em>Da kritisiert jemand vollkommen zu Recht Sigmar Gabriel und verzapft dann einen solchen Unsinn. Somit scheint auch die Juso-Vorsitzende die Politik von Gerhard Schr&ouml;der im Grunde positiv einzuordnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hier spricht die &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo;: S&auml;chsische Journalisten starten Portal gegen Pegida-Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\n&ldquo;&Uuml;ber Monate haben wir Journalisten geschwiegen. Wir lie&szlig;en uns beschimpfen und wehrten uns kaum&rdquo;, schreibt die DDV Mediengruppe auf der von ihr produzierten Webseite L&uuml;genpresse.de. Zahlreiche Journalisten wehren sich hier gegen die Vorw&uuml;rfe von &ldquo;Pauschal-Verurteilern&rdquo; und erkl&auml;ren: &ldquo;Es wird Zeit, dass die &lsquo;L&uuml;genpresse&rsquo; das Wort ergreift und wir unsere Version erz&auml;hlen.&rdquo; In Videobotschaften berichten bislang 20 Journalisten dar&uuml;ber, wie ihr Berufsstand von &bdquo;einigen, wenigen Lauten pauschal verurteilt wird&ldquo;. Die L&uuml;genpresse-Vorw&uuml;rfe seien mittlerweile &uuml;berall, im Fu&szlig;ball-Stadion, im Stadtgespr&auml;ch, sogar im Familienkreis. &bdquo;Die Internet-Seite L&uuml;genpresse.de ist schwarz-wei&szlig;, so wie die Sichtweise der L&uuml;genpresse-Schreier. Vielleicht schauen auch diese Pauschal-Verurteiler neugierig auf unserer Seite vorbei, sehen unsere (farbigen) Videos und erkennen, dass das Leben bunt ist&ldquo;, erkl&auml;ren die Verantwortlichen der DDV Mediengruppe <a href=\"https:\/\/www.l%C3%BCgenpresse.de\/\">auf der Webseite<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2016\/04\/19\/hier-spricht-die-luegenpresse-saechsische-journalisten-starten-portal-gegen-pegida-vorwuerfe\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Paul Schreyer:<\/strong> Die Debatte um die Vertrauenskrise der Medien bleibt auch mit dieser neuen Initiative in vertrauten Deutungsmustern verhaftet. Die hier zu Wort kommenden Journalisten f&uuml;hlen sich angegriffen und diffamiert, vermeiden aber weiterhin selbstkritische Reflektionen zum Medienbetrieb, dessen Teil sie sind und dessen immer deutlicher werdender Gleichklang in vielen wichtigen Fragen das Publikum zunehmend irritiert. Ob die Macher der Webseite &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.l%C3%BCgenpresse.de\/\">L&uuml;genpresse.de<\/a>&ldquo; &ndash; dahinter steckt die mehrheitlich zu Gruner + Jahr geh&ouml;rende &bdquo;Dresdner Druck und Verlagshaus Mediengruppe&ldquo;, die unter anderem die S&auml;chsische Zeitung und die Morgenpost Sachsen herausgibt &ndash; ihr Ziel erreichen, damit das ramponierte Image der Medien aufzupolieren, bleibt fraglich. Die Aktion wirkt eher wie ein Gegenangriff &ndash; die Machen sprechen selbst davon, sich &bdquo;wehren&ldquo; zu wollen &ndash;, allerdings leider ohne tiefere Einsicht in das Wesen der vorgebrachten Publikumskritik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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