{"id":33044,"date":"2016-04-20T09:20:08","date_gmt":"2016-04-20T07:20:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33044"},"modified":"2016-04-20T11:30:01","modified_gmt":"2016-04-20T09:30:01","slug":"pflegeausbeutung-in-den-eigenen-vier-waenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33044","title":{"rendered":"Pflegeausbeutung in den eigenen vier W\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/1604XX_emunds.jpg\" title=\"Bernhard Emunds\" alt=\"Bernhard Emunds\"><\/div><p>Der Pflegenotstand in Deutschland wird f&uuml;r Betroffene zunehmend zur menschlichen Katastrophe. Mangels staatlicher Unterst&uuml;tzung sind immer mehr Familien gezwungen, Pflegekr&auml;fte aus Ost- und Mitteleuropa einzustellen, um Kosten zu sparen. Sogenannte &bdquo;Live-Ins&ldquo;, die rund um die Uhr in privaten Haushalten von Pflegebed&uuml;rftigen leben, m&uuml;ssen oft unter extrem unfairen Bedingungen arbeiten. Eine Besserung ist bislang nicht in Sicht &ndash; denn zu sehr profitiert auch der deutsche Staat von dieser Ausbeutung. Von <strong>Bernhard Emunds<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33044#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>].<br>\n<!--more--><br>\n<em>Dieser Artikel ist ein Auszug aus Bernhard Emunds neuem Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/damit-es-oma-gutgeht-bernhard-emunds.html#.VxDTm2NELfY\">Damit es Oma gutgeht. Pflegeausbeutung in den eigenen vier W&auml;nden<\/a>&ldquo;).<\/em><\/p><p>In Deutschland halten die politisch Verantwortlichen am Grundsatz &raquo;ambulant vor station&auml;r&laquo; fest, obwohl sie wissen, dass das Potenzial zur Angeh&ouml;rigenpflege schwindet. Zwar gibt es immer wieder einzelne Leistungsverbesserungen f&uuml;r die h&auml;usliche Pflege beziehungsweise f&uuml;r pflegende Angeh&ouml;rige; aber diese l&ouml;sen das grundlegende Problem der &Uuml;berforderung pflegender Angeh&ouml;riger nicht. Dazu w&uuml;rde es gut gekn&uuml;pfter Netze der Unterst&uuml;tzung h&auml;uslicher Pflege bed&uuml;rfen, durch welche die Angeh&ouml;rigen von einem erheblichen Teil der Pflegearbeit entlastet w&uuml;rden: von einigen der pflegerischen und hauswirtschaftlichen T&auml;tigkeiten und von einigen der Aufsichts- und Betreuungsaufgaben. Aber der Ausbau der Pflegest&uuml;tzpunkte sowie der Verhinderungs-, der Kurzzeit- und der teilstation&auml;ren Pflege kommt nur schleppend voran; die Angebote erreichen viel zu wenige pflegende Angeh&ouml;rige. Und was ist mit einer F&ouml;rderung der haushaltsbezogenen Dienstleistungen, die die Angeh&ouml;rigen ja auch entlasten k&ouml;nnte? In Deutschland weitgehend Fehlanzeige! So bleibt es bei einer Politik, die einem Grundsatz folgt, der immer weniger zu verwirklichen ist. Eine solche Politik ist mit hohen Lasten verbunden. Diese haben vor allem die Betroffenen zu tragen &ndash; gerade auch die pflegenden Angeh&ouml;rigen, von denen nach wie vor die meisten Frauen sind.<\/p><p>Mit dem Grundsatz &raquo;ambulant vor station&auml;r&laquo; setzt die deutsche Pflegepolitik auf die Familie und auf deren Potenzial wechselseitiger Unterst&uuml;tzung &ndash; und unternimmt doch viel zu wenig, um es den Familien zu erm&ouml;glichen, die steigenden Lasten der Pflege zu tragen, oder um ihnen einen Teil der Aufgaben abzunehmen, damit sie in der Lage sind, den Rest selbst zu &uuml;bernehmen. Die Pflegepolitik in Deutschland wirkt so, als halte sie noch immer an der Fiktion fest, dass die Familie in der Lage sei, alle Aufgaben der Pflege selbst zu leisten, so, als werde Pflege &ndash; wie in fr&uuml;heren Jahrzenten &ndash; von der Familie beziehungsweise von den Frauen ganz selbstverst&auml;ndlich und spontan erbracht. Den Familien trauen die politisch Verantwortlichen die Pflege zu und &ndash; so scheint es &ndash; sie vertrauen ihnen. Zumindest glauben sie, sie br&auml;uchten nicht n&auml;her hinzusehen, wie die Familie all das leistet und ob die Pflegenden vielleicht &uuml;berfordert sind und an den Lasten einer &uuml;bergro&szlig;en Pflegeaufgabe zu zerbrechen drohen. Sie scheinen zu glauben: Der Respekt vor der Privatsph&auml;re verbiete es, dass Personen, die nicht zur Familie geh&ouml;ren, einen Blick darauf werfen, ob die Pflegebed&uuml;rftigen gut gepflegt werden und welche Lebens- und Arbeitsbedingungen diejenigen haben, die die Pflegearbeit leisten.<\/p><p><strong>Die Erwerbsarbeit in den Pflegehaushalten muss reguliert und gef&ouml;rdert werden<\/strong><\/p><p>Letztlich scheint die deutsche Pflegepolitik auch heute noch zu unterstellen, dass Pflege einfach eine Aufgabe der Familien sei &ndash; vor allem eine Aufgabe der Frauen in den Familien. Dabei war schon vor gut zwanzig Jahren die Verabschiedung des Pflegeversicherungsgesetzes von der Einsicht geleitet, dass Pflege eine &raquo;gesamtgesellschaftliche Aufgabe&laquo; ist. W&uuml;rde Pflege tats&auml;chlich als &raquo;gesamtgesellschaftliche Aufgabe&laquo; verstanden, dann m&uuml;sste die station&auml;re Pflege ausgebaut und im Sinne guter Pflege und gerechter Pflegearbeit weiterentwickelt werden, und sie m&uuml;sste f&uuml;r alle, die dies w&uuml;nschen, ohne Sozialhilfebezug zug&auml;nglich gemacht werden. Gleichzeitig meint Pflege als &raquo;gesamtgesellschaftliche Aufgabe&laquo; keineswegs, sich von der Angeh&ouml;rigenpflege zu verabschieden. Schlie&szlig;lich bietet die h&auml;usliche Pflege &ndash; bei aller Belastung &ndash; Pflegebed&uuml;rftigen und Angeh&ouml;rigen, die pflegen wollen, viele M&ouml;glichkeiten, N&auml;he zu erfahren und zu sehen, wie gut es tut, von Familienmitgliedern umsorgt zu werden oder diese zu umsorgen. Warum sollte der Staat die Angeh&ouml;rigenpflege,  wenn  sie  vom  Pflegebed&uuml;rftigen  und  von seinen Angeh&ouml;rigen gew&uuml;nscht wird, nicht f&ouml;rdern? Pflege als &raquo;gesamtgesellschaftliche Aufgabe&laquo;, das meint daher auch, dass die pflegenden Angeh&ouml;rigen durch ein ganzes Netz von Unterst&uuml;tzern entlastet und begleitet werden m&uuml;ssen. In diesem Netz k&ouml;nnen Ehrenamtliche, die die Pflegepersonen begleiten, eine wichtige Rolle spielen. Die meisten Knoten dieser Netze m&uuml;ssten aber von Personen gekn&uuml;pft werden, f&uuml;r die diese Unterst&uuml;tzung Erwerbsarbeit ist, und zwar eine Erwerbsarbeit, die sie unter fairen Bedingungen leisten k&ouml;nnen.<\/p><p>Schon zur Entlastung, Unterst&uuml;tzung und finanziellen Absicherung der pflegenden Angeh&ouml;rigen geschieht zu wenig. Wenn es aber um die Gestaltung der &raquo;24-Stunden-Pflege&laquo; und die Live- In-Pflegekr&auml;fte geht, dann duckt sich die deutsche Politik einfach nur weg; sie entzieht sich ihrer Verantwortung. Im Folgenden gehe ich zuerst auf dieses Politikversagen n&auml;her ein. Anschlie&szlig;end zeige ich allerdings auch die besonderen Probleme auf, die sich bei der Aufgabe stellen, die Erwerbsarbeit von Live-Ins zu regulieren. In drei weiteren Abschnitten entwickele ich einen dreiteiligen Vorschlag, wie Bundesregierung und Gesetzgeber versuchen k&ouml;nnten, diese besonderen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zu gestalten. Ich ende mit kursorischen Bemerkungen zur Verteilung der Finanzierungslasten, die mit dem Politikvorschlag verbunden sind. <\/p><p><strong>Eine Politik, die sich ihrer Verantwortung entzieht<\/strong><\/p><p>Wer sich einmal mit dem Thema der &raquo;24-Stunden-Pflege&laquo; auseinandergesetzt hat, wei&szlig;, dass Angeh&ouml;rige Angst vor der ungewohnten Arbeitgeberrolle haben, dass sie bef&uuml;rchten, die damit verbundenen Pflichten nicht erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen, dass sie oft ihre Aufgaben als Arbeitgeber aus dem Blick verlieren, zu denen es auch geh&ouml;rt, der Arbeitnehmerin ausreichend Freizeit einzur&auml;umen. All das d&uuml;rfte also auch den Pflegepolitikerinnen und -politikern bekannt sein. Trotzdem gibt es f&uuml;r private Haushalte keine vereinfachten Verfahren, eine Besch&auml;ftigung jenseits  der Minijob-Schwelle anzumelden. Auch wurden bisher nirgendwo &ouml;ffentliche Beratungs- und Servicestellen eingerichtet, die die Angeh&ouml;rigen bei der Abwicklung der Formalit&auml;ten und der Bew&auml;ltigung anderer Arbeitgeberaufgaben unterst&uuml;tzen k&ouml;nnten. Dabei sind es nicht einmal zuerst die Arbeitgeber, die die deutsche Pflegepolitik im Regen stehen l&auml;sst, sondern vor allem die Arbeitnehmerinnen, also die Live-In-Pflegekr&auml;fte aus Mittel- und Osteuropa. F&uuml;r deren Arbeits- und Lebenssituation scheinen sich die politisch Verantwortlichen nicht zu interessieren. Dabei verst&ouml;&szlig;t die (beinahe) vollst&auml;ndig entgrenzte Arbeitszeit der Live-In-Pflegekr&auml;fte &ndash; wie im vorherigen Kapitel dargestellt &ndash; gegen deren Menschenw&uuml;rde. Denn das Arbeitszeitregime der &raquo;24-Stunden-Pflege&laquo; l&auml;sst den Arbeitnehmerinnen keinen Freiraum f&uuml;r ein selbstbestimmtes Leben; die dadurch verursachte Dauerbelastung f&uuml;hrt h&auml;ufig zu chronischen Krankheiten. Zugleich steht es im Widerspruch zur Allgemeinen Erkl&auml;rung der Menschenrechte und zu v&ouml;lkerrechtlich bindenden Vertr&auml;gen, die die Bundesrepublik eingegangen ist. Die Bundesregierung entzieht sich der Aufgabe, gegen die zum Teil menschenunw&uuml;rdigen Arbeitsverh&auml;ltnisse der Live-Ins vorzugehen. Im Gegenteil, sie bem&uuml;ht sich, m&ouml;glichst alle Live-In-Pflegekr&auml;fte von s&auml;mtlichen gesetzlichen H&ouml;chstgrenzen f&uuml;r die Arbeitszeit auszunehmen. Mit dieser Politik steht die Bundesregierung im Widerspruch zum verfassungsrechtlichen Auftrag des Staates, zu verhindern, dass auf dem Territorium der Bundesrepublik systematisch gegen das Recht einer Gruppe von Menschen auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit versto&szlig;en wird.<\/p><p>Bei alledem kann man den Eindruck gewinnen, die Politik verdr&auml;nge, dass es hier um ein Arbeiten und Leben mitten in Deutschland geht. Ganz zu schweigen davon, dass es mehrheitlich um das Arbeiten und Leben von Polinnen geht, also von EU-B&uuml;rgerinnen, die &ndash; abgesehen von der Beteiligung an politischen Prozessen &ndash; die gleichen Rechte haben wie Deutsche; es geht um das Arbeiten und Leben von B&uuml;rgerinnen eines Landes, dem sich die Bundesrepublik beziehungsweise das Gros der politischen Entscheidungstr&auml;ger sowie der  B&uuml;rgerinnen  und B&uuml;rger besonders verbunden wei&szlig; &ndash; aufgrund einer besonders schwierigen Geschichte mit vielen besonders schweren deutschen Fehlern und in der Verpflichtung einer ganz besonderen Auss&ouml;hnung. Und trotzdem k&uuml;mmert es nicht, wenn mehr als hunderttausend Polinnen ohne effektiven Rechtsschutz bei uns besch&auml;ftigt sind. Es k&uuml;mmert nicht, dass sie unter Bedingungen erwerbst&auml;tig sind, unter denen kein Deutscher arbeiten w&uuml;rde. Es k&uuml;mmert nicht, wenn Tausende von ihnen ausgebeutet werden von Menschen, die gewissen- oder eben auch nur gedankenlos die Einkommensmisere und den ineffektiven Rechtsschutz vieler Live-Ins ausnutzen.<\/p><p>Man stelle sich vor, die in den deutschen Privathaushalten t&auml;tigen Live-In-Pflegekr&auml;fte w&auml;ren mehrheitlich deutsche Staatsb&uuml;rgerinnen und -b&uuml;rger. W&auml;ren die politische &Ouml;ffentlichkeit, der Bundestag und die Bundesregierung auch dann unt&auml;tig geblieben?<br>\nMit der Arbeitgeberrolle &uuml;berforderte Angeh&ouml;rige, ungerechte Arbeitsbedingungen, kein Schutz der Live-Ins vor Ausbeutung: Die Politik &uuml;berl&auml;sst die Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen in der &raquo;24-Stunden-Pflege&laquo; sich selbst &ndash; ein klarer Fall von Politikversagen! Tats&auml;chlich sind es letztlich die politischen Entscheidungstr&auml;ger, welche die Hauptverantwortung f&uuml;r die ausbeuterischen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in der &raquo;24-Stunden-Pflege&laquo; tragen. Vor allem sie sehe ich in der Verantwortung, Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, die zu einer Verbesserung der Arbeits- und Pflegeverh&auml;ltnisse in den Pflegehaushalten f&uuml;hren.<\/p><p>Nat&uuml;rlich haben auch andere Akteure jeweils ihren Teil zu den ungerechten und menschenunw&uuml;rdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Live-Ins beigetragen und stehen entsprechend auch in der Pflicht, das ihnen M&ouml;gliche f&uuml;r eine positive Entwicklung der Arbeitsverh&auml;ltnisse zu tun. Die meisten Inhaber und Mitarbeiter der Vermittlungsagenturen k&uuml;mmert es nicht, dass viele der von ihnen vermittelten Pflegekr&auml;fte in den Privathaushalten schlecht behandelt werden. Sie versprechen den Familien, dass die Live-Ins jederzeit verf&uuml;gbar sind. Manche zahlen den Pflegekr&auml;ften nur geringe L&ouml;hne oder Honorare aus und setzen sie massiv unter Druck. Die Agenturen k&ouml;nnten den von ihnen vermittelten Live-Ins bessere Konditionen bieten, die Pflegehaushalte nach dem Arbeitsbeginn der jeweiligen Live-In weiter begleiten und darauf achten, dass die Arbeitnehmerinnen fair behandelt werden. Auch die Familien der Pflegebed&uuml;rftigen stehen in der Pflicht. Faktisch sind sie fast immer die Arbeitgeber der Live-Ins und sind als solche f&uuml;r die Arbeits- und Lebensbedingungen der bei ihnen lebenden Arbeitnehmerinnen erstverantwortlich. Viele von ihnen nehmen gedankenlos die Zusagen der Vermittlungsagenturen f&uuml;r bare M&uuml;nze, versetzen sich nicht in die Situation ihrer Besch&auml;ftigten und erwarten, dass diese rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche das Familienmitglied mit weit fortgeschrittener Demenz oder mit einem sehr hohen Pflegebedarf umsorgen, versorgen und gegebenenfalls beaufsichtigen. Einige andere Angeh&ouml;rige nutzen gewissenlos die schwache Position und den geringen Arbeitnehmerschutz der Pflegekr&auml;fte aus. Der Frage, was die Familien mit Pflegeverantwortung tun k&ouml;nnen, um zu einem aus ethischer Sicht vertretbaren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis zu kommen, werde ich mich im n&auml;chsten Kapitel widmen.<br>\nDie Politik jedoch ist verpflichtet, f&uuml;r die Besch&auml;ftigung von Live-In-Pflegekr&auml;ften geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Nur wenn die politischen Entscheidungstr&auml;ger sich dieser Aufgabe stellen, werden sie der Verantwortung gerecht, die mit dem Bekenntnis zur Pflege als &raquo;gesamtgesellschaftlicher Aufgabe&laquo; verbunden ist. Nur wenn sie die Arbeitsverh&auml;ltnisse der Live-Ins zu gestalten versuchen, entsprechen sie auch dem Auftrag des Staates, f&uuml;r menschenw&uuml;rdige Arbeitsverh&auml;ltnisse zu sorgen, die die Erwerbst&auml;tigen nicht krank machen.<\/p><p><em>Bernhard Emunds: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/damit-es-oma-gutgeht-bernhard-emunds.html\">Damit es Oma gutgeht. Pflegeausbeutung in den eigenen vier W&auml;nden<\/a>&ldquo;, Westend Verlag, 17,50 Euro, 17. M&auml;rz 2016<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Bernhard Emunds ist Leiter des Nell-Breuning-Instituts in Frankfurt am Main<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/1604XX_emunds.jpg\" title=\"Bernhard Emunds\" alt=\"Bernhard Emunds\"\/><\/div>\n<p>Der Pflegenotstand in Deutschland wird f&uuml;r Betroffene zunehmend zur menschlichen Katastrophe. Mangels staatlicher Unterst&uuml;tzung sind immer mehr Familien gezwungen, Pflegekr&auml;fte aus Ost- und Mitteleuropa einzustellen, um Kosten zu sparen. 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