{"id":33067,"date":"2016-04-21T09:00:19","date_gmt":"2016-04-21T07:00:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067"},"modified":"2016-04-21T09:00:19","modified_gmt":"2016-04-21T07:00:19","slug":"hinweise-des-tages-2608","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h01\">BKA-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h02\">Macht uns der Sozialstaat arm?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h03\">&bdquo;Unsere Betriebe konkurrieren t&auml;glich mit Kriminellen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h04\">Nachts f&uuml;r die DHL schuften, tags&uuml;ber im Vierbett-Zimmer hausen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h05\">Richtig gerechnet! Das Steuerkonzept der GEW<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h06\">Fabian Fritzsche: Banken, Sparkassen und Sch&auml;uble &ndash; Die neue Koalition der EZB-Gegner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h07\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h08\">&ldquo;Die NATO ist ein bisschen das Problem gewesen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h09\">Obama kommt nach Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h10\">&Uuml;berbordende Strafverfolgung &ndash; Solidarit&auml;t mit Friedensaktivisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h11\">Grenzland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h12\">Vertuschte Atomunf&auml;lle: Steuergelder f&uuml;r das Restrisiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h13\">Russland muss keine Entsch&auml;digung zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h14\">Ein unw&uuml;rdiger Zirkus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h15\">In den Knast f&uuml;r aufm&uuml;pfige Kollegen: Der Sitzredakteur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h16\">US-Vorwahlen in New York: Das gibt &Auml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h17\">Wie man die AfD bek&auml;mpfen sollte &ndash; und wie nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33067#h18\">Thilo Sarrazin darf wieder hetzen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>BKA-Gesetz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was sich beim BKA-Gesetz &auml;ndern muss<\/strong><br>\nDas Gesetz &uuml;ber die Befugnisse des Bundeskriminalamtes muss &uuml;berarbeitet werden, weil es zum Teil gegen das Grundgesetz verst&ouml;&szlig;t. Zu den notwendigen &Auml;nderungen machte das Bundesverfassungsgericht viele Vorgaben. Gleich zu Beginn stellte der Vizepr&auml;sident des Verfassungsgerichts Ferdinand Kirchhof klar: Mit diesem Urteil hatten die Richter viel Arbeit: &ldquo;Der Senat musste 14 Paragraphen in insgesamt 49 Abs&auml;tzen ausf&uuml;hrlichsten Text und zahlreiche in ihm enthaltener Eingriffsverwertungs- und &Uuml;bermittlungsbefugnisse auf ihre &Uuml;bereinstimmung mit dem Grundgesetz durchforsten.&rdquo;<br>\nUnd deswegen ist auch das Urteil ziemlich umfangreich. Genau geht der Senat auf jede einzelne Ma&szlig;nahme ein, die dem BKA nach diesem neuen Gesetz von 2009 im vorbeugenden Kampf gegen den Terrorismus erlaubt wurde: Auf das Abh&ouml;ren au&szlig;erhalb der Wohnung, auf das heimliche Filmen in der Wohnung, auf die Durchsuchung von Computern mit einem Trojaner, auf das Abh&ouml;ren von Telefonen, auf die &Uuml;berwachung von Anw&auml;lten und so weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bka-gesetz-113.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Erst mal zehn Schritte vor und dann ein halber zur&uuml;ck sind immer noch 9 1\/2 Schritte vor. Ein gutes Gesch&auml;ft.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Urteil ist wichtiges Korrektiv zum Schutz der Privatsph&auml;re<\/strong><br>\n&ldquo;Es ist gut, dass das oberste deutsche Gericht, wie schon in fr&uuml;heren F&auml;llen, die Regierungswillk&uuml;r in die Schranken gewiesen und die B&uuml;rgerrechte gegen staatliches Nachstellen verteidigt hat. Die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit ist v&ouml;llig zugunsten der vermeintlichen Sicherheit aus dem Lot geraten und ber&uuml;hrt die Grundfesten unserer demokratischen Gesellschaft&rdquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich des heutigen Urteils des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber die Verfassungsbeschwerden gegen das &ldquo;Gesetz &uuml;ber das Bundeskriminalamt und die Zusammenarbeit des Bundes und der L&auml;nder in kriminalpolizeilichen Angelegenheiten (BKA-Gesetz)&rdquo;.<br>\nKorte weiter: &ldquo;Leider haben die Richter jedoch nicht den Mut gehabt, die Erm&auml;chtigung des Bundeskriminalamts zum unkontrollierbaren Einsatz von heimlichen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen als im Grundsatz mit den Grundrechten unvereinbar zu erkl&auml;ren. Hier ist jetzt die politische und gesellschaftliche Debatte &uuml;ber die Frage, wie viel Freiheit wir noch aufgeben wollen, f&auml;llig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/urteil-wichtiges-korrektiv-schutz-privatsphaere\/\">Linksfraktion<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verfassungsgericht erzwingt gro&szlig;e Inventur der Sicherheitsgesetze <\/strong><br>\nSeit den Anschl&auml;gen vom 11. September sind st&auml;ndig neue Gesetze erlassen worden. Nun r&auml;umt das Bundesverfassungsgericht auf: Mit dem Urteil zum BKA-Gesetz baut es den Schutz der B&uuml;rger aus. Es ist ein gro&szlig;es Urteil. Es sch&uuml;tzt den B&uuml;rger vor zu viel &Uuml;berwachung, es sch&uuml;tzt ihn vor digitaler Inquisition, es sch&uuml;tzt ihn vor Observationsexzessen. Es unterbindet dabei aber nicht die wirksame Terrorbek&auml;mpfung; das Urteil sorgt daf&uuml;r, dass bei der Terrorbek&auml;mpfung rechtsstaatliche Regeln gelten. Das Urteil sch&uuml;tzt den Rechtsstaat davor, dass die Sicherheitsgesetze ihn ersticken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/bka-gesetz-verfassungsgericht-erzwingt-grosse-inventur-der-sicherheitsgesetze-1.2957875\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nur leider sch&uuml;tzt auch dieses Urteil den B&uuml;rger nicht davor, dass der Bundestag fortw&auml;hrend verfassungswidrige oder in Teilen verfassungswidrige Gesetze beschlie&szlig;t. Der ehemalige Pr&auml;sident des Bundesverfassungsgerichts Papier hat bei seinem Abschied 2010 auf genau diesen Missstand im Gesetzgebungsverfahren hingewiesen. Aber es sieht nicht danach aus, dass sich an dieser Praxis etwas &auml;ndern w&uuml;rde. Warum auch. Das BKA-Gesetz wurde z.B. 2008 beschlossen, 2016 vom Bundesverfassungsgericht in Teilen beanstandet und muss erst 2018 final korrigiert werden. Das lohnt sich doch. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Macht uns der Sozialstaat arm?<\/strong><br>\nWie Heiner Flassbeck hier bereits feststellte (siehe sein Beitrag vom 18.3. 2016), ist &bdquo;h&ouml;chste Vorsicht geboten&ldquo;, wenn die herrschende &ouml;konomische Lehre und ihre Epigonen in den Medien sich Themen wie Ungleichheit oder Altersarmut widmen. Die Fakten lassen sich nicht l&auml;nger aus der Welt diskutieren. L&ouml;hne und Verm&ouml;gen (sofern &uuml;berhaupt vorhanden) der unteren und mittleren Einkommensschichten wachsen seit &uuml;ber 20 Jahren deutlich geringer als die Wirtschaft insgesamt, w&auml;hrend das obere Dezil der Deutschen immer reicher wird. Auch erkl&auml;rt es sich von selbst, dass die in der Agenda 2010 angelegte schrittweise Absenkung des durchschnittlichen Renteniveaus auf 45 Prozent des Erwerbseinkommens Altersarmut produziert. Als Antwort auf diese Entwicklung f&auml;llt den meisten &Ouml;konomen und Publizisten seit Jahren nur der Ausbau der privaten Vorsorge ein, aktuell mal wieder Karl Doemens in der Frankfurter Rundschau bzw. Berliner Zeitung (19.04. 2016). Bei solchen eigentlich zynischen Empfehlungen kommt mir immer ein Cartoon von F. K. W&auml;chter in den Sinn, wo ein Passant einem Bettler mit dem Schild &bdquo;Habe Hunger!&ldquo; zuruft: &bdquo;Einfach mehr spachteln!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/macht-uns-der-sozialstaat-arm\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Unsere Betriebe konkurrieren t&auml;glich mit Kriminellen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Vertreter der Bauwirtschaft, Harald Schr&ouml;er, spricht im Interview mit der FR &uuml;ber neue Gesch&auml;ftsmodelle, mit denen der Mindestlohn zunehmend umgangen wird. [&hellip;]<br>\nWenn man Ihnen zuh&ouml;rt, fragt man sich, wie tariftreue Baufirmen in Deutschland &uuml;berhaupt noch an Auftr&auml;ge kommen.<br>\nDie tariftreuen Betriebe suchen Kunden, die bereit sind, auch entsprechende Preise zu zahlen. Solche Kunden gibt es. Bei &ouml;ffentlichen Auftr&auml;gen haben es unsere Unternehmen aber oft schwer. Der Staat sollte an dieser Stelle eigentlich Vorbild sein. Doch nach unserem Eindruck hat die sparsame Verwendung von Haushaltsmitteln trotz der Tariftreue-Gesetze oft absoluten Vorrang vor der Einhaltung der tariflichen Mindestarbeitsbedingungen.<br>\nTats&auml;chlich? Die Politik lobt Tarifl&ouml;hne, und als Auftraggeber l&auml;sst der Staat Firmen abblitzen, die nach Tarif zahlen?<br>\nJa, da ist ein Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit, und daf&uuml;r haben wir kein Verst&auml;ndnis. [&hellip;]<br>\nIm vergangenen Jahr haben die Beh&ouml;rden Bu&szlig;gelder von zehn Million Euro verh&auml;ngt, weil Baufirmen den Mindestlohn nicht gezahlt haben. Wirkt das abschreckend?<br>\nIch f&uuml;rchte, nein. Es ist n&auml;mlich v&ouml;llig unklar, ob die Bu&szlig;gelder auch gezahlt werden. Dar&uuml;ber gibt es keine Daten. Obwohl die Politik die Regeln verbessert hat, ist es immer noch schwierig, im Ausland solche Bu&szlig;gelder einzutreiben. Wir brauchen auch mehr Kontrollen. Zurzeit sind von den 6800 Planstellen bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit 600 nicht besetzt. Die zus&auml;tzlichen Planstellen, die Finanzminister Sch&auml;uble erfreulicherweise zugesagt hat, sollen erst ab 2017 in einem Sechsjahreszeitraum bis 2022 besetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bauarbeiter-mindestlohn--unsere-betriebe-konkurrieren-taeglich-mit-kriminellen-,1472780,34100580.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Nachts f&uuml;r die DHL schuften, tags&uuml;ber im Vierbett-Zimmer hausen<\/strong><br>\nDer stern enth&uuml;llte in der vergangenen Woche, dass ISS im Auftrag der Drogeriekette Rossmann tausende Menschen als Regaleinr&auml;umer besch&auml;ftigt. Sie klagen &uuml;ber schlechte L&ouml;hne und brutalen Druck bei der Arbeit. &ldquo;Die Praktiken der Firma ISS zeigen, dass wir dringend die Regulierung von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen brauchen&rdquo;, sagt jetzt die SPD-Arbeitsmarktpolitikerin Katja Mast.  Die Gro&szlig;e Koalition streitet seit Monaten &uuml;ber einen Gesetzentwurf von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), mit dem sie den Missbrauch von Leiharbeitern stoppen will. Zuletzt blockierte die CSU.<br>\nJetzt ger&auml;t nach Recherchen des stern neben Rossmann auch die Deutsche Post DHL Group ins Schlaglicht. Denn auch sie nutzt die Dienste der ISS-Gruppe. Nach Unterlagen, die dem stern vorliegen, besch&auml;ftigt sie Mitarbeiter von mehreren mit ISS verbundenen Unternehmen, darunter der ISP GmbH, an der Dirk Ro&szlig;mann &uuml;ber einen Strohmann beteiligt ist. [&hellip;]<br>\nAls wolle die ISS-Gruppe den Arbeitern ernsthaft eine Perspektive verschaffen. Doch dem stern liegen Unterlagen vor, die Zweifel erlauben. Die Papiere betreffen einen Polen, den die ISS-Gruppe im dem DHL-Paketzentrum einsetzte. Er  unterschrieb innerhalb eines Jahres nacheinander vier verschiedene Arbeitsvertr&auml;ge bei drei unterschiedlichen Unternehmen der ISS-Gruppe. Immer wieder legten die Firmenleute Aufhebungsvereinbarungen f&uuml;r die alten Vertr&auml;ge vor. Potentieller Vorteil f&uuml;r den Arbeitgeber: Die Probezeit beginnt immer neu. Nachteil f&uuml;r den Arbeitnehmer: Er ist stets mit einem Fu&szlig; auf der Stra&szlig;e. ISS bestreitet, dass die wechselnden Arbeitsvertr&auml;ge dazu da seien, die Arbeiter leichter k&uuml;ndigen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/leiharbeit-bei-dhl--nachts-schuften-fuer-iss-niedrigloehne-6805230.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K:<\/strong> &ldquo;Die Praktiken der Firma ISS zeigen, dass wir dringend die Regulierung von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen brauchen&rdquo;, sagt jetzt die SPD-Arbeitsmarktpolitikerin Katja Mast. Ach ja, und wer hat den Arbeitsmarkt dereguliert und Leiharbeit und prek&auml;re Besch&auml;ftigung ausgeweitet? Ein gewisser Gerhard Schr&ouml;der prahlte einst damit: &ldquo;Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.&rdquo; S&auml;mtliche SPD-Politiker und Politikerinnen scheinen sich nur noch in einem Paralleluniversum zu bewegen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Lesen Sie dazu noch einmal: Ziel der Einf&uuml;hrung von Hartz I-IV etc. ist der Aufbau des gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektors in der EU<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4480%20\">NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Richtig gerechnet! Das Steuerkonzept der GEW<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentlichen Haushalte in Deutschland stehen seit Jahren unter einem hohen Konsolidierungsdruck &ndash; mit erheblichen negativen Folgen: Die Lohn- und Gehaltsentwicklung der Bescha&#776;ftigten im o&#776;ffentlichen Dienst bleibt hinter der Einkommensentwicklung im privaten Sektor zur&uuml;ck, und in vielen Bereichen kommt der Staat seinen Aufgaben nicht im erforderlichen Umfang nach. Begr&uuml;ndet wird dieser haushaltspolitische Sparkurs h&auml;ufig mit Sachzw&auml;ngen: Die &ouml;ffentliche Hand habe in der j&uuml;ngeren Vergangenheit &uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse gelebt, und nun m&uuml;sse &ndash; nicht zuletzt angesichts der Schuldenbremse &ndash; der G&uuml;rtel enger geschnallt werden. Tats&auml;chlich wird einer n&uuml;chternen haushaltspolitischen Analyse mit so einer Argumentation ausgewichen: Denn die staatliche Haushaltspolitik ist in den vergangenen20 Jahren alles andere als ausgabefreudig gewesen, und die &ouml;ffentliche Hand hat sehr zur&uuml;ckhaltend agiert. Deutschland hat allen anderslautenden Behauptungen zum Trotz einen vergleichsweise kleinen Staatssektor, was aus gesamtwirtschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Perspektive durchaus zu hinterfragen ist. So ist in Deutschland unter anderem der Bildungsbereich strukturell unterfinanziert.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160421-staatsquote.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160421-staatsquote-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/160421-steuerkonzept-der-gew-2016.pdf\">GEW [PDF]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche: Banken, Sparkassen und Sch&auml;uble &ndash; Die neue Koalition der EZB-Gegner<\/strong><br>\nWas sich bereits seit l&auml;ngerem andeutete, ist nun zu Tage getreten. In Deutschland hat sich eine Koalition der EZB-Gegner herausgebildet, die ganz offen die EZB-Politik kritisieren und eine Abkehr fordern. Das w&auml;re an sich noch kein Thema, wenn diese Kritik von Journalisten oder &Ouml;konomen k&auml;me, aber hier haben sich der Bundesverband deutscher Banken, der Sparkassenverband und der Finanzminister verb&uuml;ndet.<br>\nAls in fr&uuml;heren Zeiten ein deutscher Finanzminister die Geldpolitik der Bundesbank kritisierte, wurde das noch einhellig als Angriff auf die Unabh&auml;ngigkeit scharf verurteilt. Aber das gilt offenbar nur bei Kritik an restriktiver nicht an expansiver Geldpolitik. Interessanterweise wird der EZB von linker Seite vorgeworfen, ihre Geldpolitik n&uuml;tze vorwiegend den Banken, also denen, die nun die EZB ihrerseits kritisieren. Alleine das kann als Hinweis auf Inkonsistenzen in der Kritik gewertet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2016\/04\/20\/fabian-fritzsche-banken-sparkassen-und-schaeuble-die-neue-koalition-der-ezb-gegner\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gefahren gehen &uuml;ber TTIP hinaus<\/strong><br>\nIn Europa st&uuml;tzen sich TTIP-Bef&uuml;rworter und -Kritiker auf Spekulationen. Anders in Nordamerika: Dort sind nach Abschluss des Nafta-Abkommens konkrete Erfahrungen mit den Auswirkungen von Freihandelsvereinbarungen gesammelt worden. Und die sind alles andere als nachahmenswert. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Wir m&ouml;chten alle Europ&auml;er warnen, denen die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung, die Zukunft &ouml;ffentlicher Dienstleistungen, der Schutz der Natur und das Selbstbestimmungsrecht der Menschen am Herzen liegt&ldquo;, sagte die Vorsitzende der kanadischen B&uuml;rgerrechtsbewegung Council of Canadians, Maude Barlow, bei einem Treffen mit deutschen Ceta- und TTIen, die Firmen gegen gewinnmindernde staatliche Bestimmungen und Gesetze anstrengen k&ouml;nnen.<br>\nAuf Basis des Nafta-Abkommens wurden bisher 80 solcher Investitionsschutzklagen in die Wege geleitet, 37 davon allein gegen Kanada. In sieben F&auml;llen erstritten US-Firmen dabei umgerechnet 135 Millionen Euro Schadensersatz durch den kanadischen Staat. In weiteren Verfahren geht esP-Gegnern am Montag in Berlin. Im Zentrum der Kritik stehen auch in Nordamerika Klag um Forderungen &uuml;ber insgesamt vier Milliarden Euro gegen Kanada.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/us-aktivisten-gefahren-gehen-ueber-ttip-hinaus,1472780,34101346.html\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dank der europ&auml;ischen Verhandlungsk&uuml;nste gibt es ja jetzt keine Schiedsgerichte mehr, sondern Handelsgerichtsh&ouml;fe. Das hat SPD-Chef Sigmar Gabriel in der letzten Woche &uuml;brigens als &bdquo;exzellente Messlatte&ldquo; bezeichnet. Dabei betreiben Handelsgerichtsh&ouml;fe genau das, was auch Schiedsgerichte tun. Eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=30301#h07\">Paralleljustiz<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kein Boden f&uuml;r TTIP-Kritiker<\/strong><br>\nAuch Gro&szlig;britannien verhandelt mit den USA &uuml;ber das TTIP-Freihandelsabkommen &ndash; Protest dagegen formiert sich allerdings nur wenig. Die Regierung will den Freihandel und in der Bev&ouml;lkerung ist eine &auml;hnliche Emp&ouml;rung wie in Deutschland nicht sp&uuml;rbar. Nur der bef&uuml;rchtete Ausverkauf des Gesundheitssystems bringt Leute auf die Stra&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/grossbritannien-kein-boden-fuer-ttip-kritiker.795.de.html?dram:article_id=351868\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>TTIP<\/strong><br>\nSelbst die Republikaner glauben nicht mehr uneingeschr&auml;nkt an Freihandel, sagt die US-Globalisierungskritikerin Lori Wallach. Sie bezweifelt, dass TTIP Realit&auml;t wird.<br>\nZEIT ONLINE: Frau Wallach, wenn Barack Obama in dieser Woche nach Hannover kommt, werden auch Sie dort gegen TTIP protestieren. Was ist Ihre Botschaft an den Pr&auml;sidenten?<br>\nLori Wallach: Die deutsch-amerikanische Freundschaft ist eine gute Sache. Lasst sie uns nicht durch einen Freihandelsvertrag untergraben, der sch&auml;dlich w&auml;re f&uuml;r die Mehrheit der Deutschen und US-Amerikaner.<br>\nZEIT ONLINE: Wie meinen Sie das?<br>\nWallach: Wir h&auml;tten ein gutes Abkommen haben k&ouml;nnen, vorteilhaft f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung in beiden L&auml;ndern. Aber der Verhandlungsprozess wurde von den gro&szlig;en Unternehmen gekapert. Von den 500 offiziellen handelspolitischen Beratern, die auf US-Seite an den Verhandlungen teilnehmen, vertreten nur etwa 30 die Interessen der Gewerkschaften, der Umweltsch&uuml;tzer, der kleinen Bauern oder der Verbraucher. Alle anderen kommen aus der Gro&szlig;industrie. Das bedeutet: Die TTIP-Agenda ist darauf ausgerichtet, Ziele der gro&szlig;en Firmen durchzusetzen &ndash; und zwar jene Ziele, die die Unternehmen im normalen innenpolitischen, demokratischen Prozess nicht erreichen konnten. In Europa ist es das Gleiche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-04\/ttip-kritik-usa-republikaner-donald-trump-globalisierung\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&ldquo;Die NATO ist ein bisschen das Problem gewesen&rdquo;<\/strong><br>\nDer SPD-Europaabgeordnete Knut Fleckenstein hat die Wiederaufnahme des NATO-Russland-Rats als &ldquo;sehr kluge Entscheidung&rdquo; begr&uuml;&szlig;t. Solche Dialogforen seien gerade dann wichtig, wenn die Beziehungen nicht gut seien, sagte Fleckenstein im Deutschlandfunk. &#65279;Das habe das Milit&auml;rb&uuml;ndnis nicht bedacht, als es die Sitzungen im Juni 2014 aussetzte. Die NATO sei &ldquo;in diesem Fall ein bisschen das Problem gewesen&rdquo;, weil sie den Dialog  abgebrochen habe. Fleckenstein betonte: &ldquo;Es ist ja nicht besser geworden dadurch, dass man nicht miteinander geredet hat.&rdquo; Besonders bei der Umsetzung des Minsk-Abkommens sei bei Weitem nicht das erreicht worden, was man vereinbart habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nato-russland-rat-die-nato-ist-ein-bisschen-das-problem.694.de.html?dram:article_id=351852\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> &ldquo;Die NATO ist ein bisschen das Problem gewesen&rdquo;. Das klingt ja ein bisschen wie Kindergeburtstag, nur leider geht es hier nicht um Spielzeug, sondern um die Frage Krieg oder Frieden. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Treffen des NATO-Russland-Rats: Misstrauen gegen Russland im Baltikum<\/strong><br>\nDie osteurop&auml;ischen L&auml;nder eint der Wunsch nach einer st&auml;rkeren Milit&auml;rpr&auml;senz. Denn trotz der Bereitschaft Moskaus zum NATO-Russland-Treffen l&auml;sst sich auf russischer Seite keinerlei Wille zum Dialog oder zur Kooperation ausmachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/treffen-des-nato-russland-rats-misstrauen-gegen-russland-im.795.de.html?dram:article_id=351870\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> In Frau Adler&acute;s Berichten ist immer ihr Bestreben deutlich, Russland &ldquo;Aggressivit&auml;t&rdquo; anzulasten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Noch weit entfernt von Normalit&auml;t<\/strong><br>\n&ldquo;Russische Kampfjets &uuml;berfliegen ein amerikanisches Marine-Schiff in der Ostsee. Diese Bilder gab die US-Regierung frei, um zu zeigen, wie gef&auml;hrlich und provozierend nahe diese Scheinattacke der Russen war. Genau solche Zwischenf&auml;lle will die NATO zuk&uuml;nftig verhindern &hellip;&rdquo; (transskribiert aus dem Video der ARD).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nato-russland-rat-107.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.G.:<\/strong> Dass sich dieses US-Kriegsschiff &ldquo;USS Donald Cook&rdquo; offenbar ausgestattet mit atomwaffenf&auml;higen Raketen mit 2.500 Kilometern Reichweite, aber nur 70 Kilometer von der russischen Marinebasis bei Kaliningrad <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/ostsee-russland-weist-vorwurf-des-aggressiven-ueberflugs-zurueck,1472596,34086966.html\">entfernt befand<\/a> (andere Quellen sprechen von 70 Seemeilen welche knapp 130 km entsprechen), wurde im Bericht der ARD jedoch nicht erw&auml;hnt. Dass die russischen Jets den Angaben nach unbewaffnet gewesen seien, fand ebenfalls keine Erw&auml;hnung. Das w&auml;ren jedoch die entscheidenden Details gewesen f&uuml;r den Zuschauer, um sich ein neutrales Bild machen zu k&ouml;nnen. <\/em><br>\n<em>Die russischen Jets haben sich nicht etwa vor der K&uuml;ste der USA befunden und dort mit ihren Flugk&uuml;nsten provoziert, sondern ein US-Zerst&ouml;rer hat sich 70 km vor der russischen Marinebasis in der Ostsee befunden. Wer ist also hier der Provokateur? Hat sich Russland ausgedehnt oder hat sich die NATO seit 1999 um 12 Staaten nach Osten erweitert? Haben wir nicht lange genug Kalten Krieg erlebt, soll jetzt ein hei&szlig;er Krieg daraus werden? Wir vergessen zu oft, dass wir Europ&auml;er mittendrin sitzen im Spannungsfeld und dass im Falle eines Angriffs mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden muss, dass Ramstein (von wo aus u.a. die Drohnenkriege gesteuert werden) wohl eines der ersten Angriffsziele sein w&uuml;rde.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Obama kommt nach Deutschland<\/strong><br>\nOb Kanzlerin Merkel die US-Drohnenmorde via Ramstein, NSA-&Uuml;berwachung oder die Schlie&szlig;ung von Guantanamo ansprechen wird, will die Bundesregierung nicht verraten. Ob diese Themen im deutsch-amerikanischen Verh&auml;ltnis mittlerweile ignoriert werden, wei&szlig; das Ausw&auml;rtiges Amt nicht. Selbst zu Forderungen an die USA zu den Drohnenangriffen via Ramstein und der NSA-&Uuml;berwachung will bzw. kann man sich nicht &auml;u&szlig;ern&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 20. April 2016<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_BOkxf7YH_0\">Jung und naiv via Youtube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Uuml;berbordende Strafverfolgung &ndash; Solidarit&auml;t mit Friedensaktivisten<\/strong><br>\n&Uuml;ber Meinungs- und Kunstfreiheit wird dieser Tage lebhaft diskutiert und &ouml;ffentlichkeitswirksam f&uuml;r diese Grundrechte gestritten. Die Staatsanwaltschaft Koblenz jedoch verfolgt einen Friedensaktivisten wegen eines Flugblattes in ma&szlig;losem Engagement, obwohl ein Oberstaatsanwalt derselben Beh&ouml;rde bereits einmal einen Anfangsverdacht verneint hatte. Es geht um die nukleare Teilhabe Deutschlands und die Aufr&uuml;stung der in B&uuml;chel stationierten Atomwaffen. Hermann Theisen fordert in unterschiedlichen Flugbl&auml;ttern Soldaten und Zivilbesch&auml;ftigte auf, die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der geplanten Neustationierung von zielgenaueren Atombomben zu informieren, die er als v&ouml;lkerrechts- und grundgesetzwidrig erachtet. Die &ouml;ffentlichen Aktionen sollen selbstverst&auml;ndlich zu &ouml;ffentlichen Diskussionen f&uuml;hren. Die Adressaten sind aufgefordert, sowohl &uuml;ber die m&ouml;gliche Rechtswidrigkeit staatlichen Handelns und ihre Beteiligung daran nachzudenken, wie auch &uuml;ber die m&ouml;glichen Konsequenzen einer &ouml;ffentlichen Information.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/769\">Grundrechtekomitee<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Grenzland<\/strong><br>\nMit Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Grenzsicherung &Auml;gyptens, f&uuml;r den Aufbau einer K&uuml;stenwache in Libyen und f&uuml;r weitere Abschottungsma&szlig;nahmen treiben Berlin und die EU die Installation eines hochmilitarisierten Grenzregimes zur Fl&uuml;chtlingsabwehr in s&auml;mtlichen K&uuml;stenstaaten Nordafrikas voran. Am Montag hat die EU sich von einem libyschen &ldquo;Regierungschef&rdquo;, dem die ma&szlig;geblichen Kr&auml;fte im Land die Anerkennung verweigern, um Hilfe beim Aufbau einer K&uuml;stenwache bitten lassen. Ziel ist es, das Ablegen von Fl&uuml;chtlingen nach Europa zu verhindern. Schon am Vortag hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel &Auml;gypten Unterst&uuml;tzung bei der Abschottung der Grenze zu Libyen zugesagt. Der Bau einer Sperranlage an der tunesisch-libyschen Grenze ist von Beamten der Bundespolizei mit Aktivit&auml;ten im tunesischen Innenministerium begleitet worden. Algerien wiederum sichert seine Grenzen mit Elektronik aus deutscher Produktion. In Marokko hat Wirtschaftsminister Gabriel gestern Gespr&auml;che beendet, die ebenfalls die Fl&uuml;chtlingsabwehr zum Thema hatten. Die Militarisierung der nordafrikanischen Grenzen soll es erm&ouml;glichen, die Fl&uuml;chtlingsabwehr vorzuverlagern, um den EU-Binnenmarkt grenzkontrollfrei und damit auf globaler Ebene durchsetzungsf&auml;hig zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59349\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Lagerland<\/strong><br>\nDie Abschottung der EU durch die Hochr&uuml;stung der Grenzen unter anderem in Nordafrika geht mit der Errichtung eines Systems &ldquo;konzentrischer Kreise&rdquo; von Lagern einher. Dies schreiben Berliner Regierungsberater in einer aktuellen Analyse &uuml;ber die deutsch-europ&auml;ische Fl&uuml;chtlingsabwehr. Die &ldquo;EU-Fl&uuml;chtlingspolitik&rdquo; werde in Zukunft wohl vom &ldquo;Zusammenspiel von Grenzbefestigungen, Lagern und Kontingenten&rdquo; gepr&auml;gt, hei&szlig;t es in dem Papier, das die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) soeben ver&ouml;ffentlicht hat. So werde seit einiger Zeit die EU-Grenzagentur Frontex massiv ausgebaut; die EU-Kommission fordere den verst&auml;rkten Einsatz von Drohnen und Satellitensuchsystemen zur Abschottung der Grenzen; Kontingentl&ouml;sungen hebelten das individuelle Recht auf Asyl de facto aus. Vor allem aber sei die EU dabei, ein System von Lagern zu errichten, das sich von den EU-Wohlstandszentren in &ldquo;konzentrischen Kreisen&rdquo; bis nach Nordafrika und Syrien erstrecke. Lager k&ouml;nnten grunds&auml;tzlich &ldquo;leicht zu Haftanstalten&rdquo; umgestaltet werden, warnt die SWP &ndash; mit Verweis auf die Haft-&ldquo;Hotspots&rdquo; in Griechenland, welche die EU zuletzt in direkten Konflikt mit Hilfsorganisationen, mit der UNO und mit dem Papst gebracht haben. Haftlager f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge existieren zudem in Libyen und in der T&uuml;rkei, wo sie mit EU-Mitteln errichtet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59350\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Vertuschte Atomunf&auml;lle: Steuergelder f&uuml;r das Restrisiko<\/strong><br>\nIm M&auml;rz 2016 wurde bekannt, dass es im franz&ouml;sischen Fessenheim bereits vor zwei Jahren einen vertuschten, schwerwiegenden Atomunfall gab. Trotzdem regt sich auch 30 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl und f&uuml;nf Jahre nach Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima derzeit kaum Widerstand gegen die internationale Atomstaatspolitik. Eine Analyse von GWR-Mitherausgeberin C&eacute;cile Lecomte. (GWR-Red.) F&uuml;nf Jahre nach Fukushima scheint das Thema Atomkraft die Massen nicht mehr zu bewegen. Die Kundgebungen und Demos zum Jahrestag der Katastrophe haben lediglich ein paar Tausend Menschen auf die Stra&szlig;e gebracht. Viele Menschen begn&uuml;gen sich mit der Illusion eines deutschen Atomausstiegs, die PolitikerInnen gl&auml;nzen mit NIMBY-Mentalit&auml;t (1), indem sie gegen st&ouml;ranf&auml;llige AKW auf der anderen Seite der Grenze in Belgien und Frankreich schimpfen &ndash; ohne dabei die eigene Verantwortung beim Namen zu nennen.<br>\nMit der F&ouml;rderung der Atomkraft unter dem Deckmantel der &ldquo;Forschung&rdquo;, mit unbefristet weiter laufenden Atomanlagen wie der Urananreicherungsanlage (UAA) in Gronau und der Brennelementefabrik Lingen, mit der Versorgung von Atomanlagen dienenden Atomtransporten tr&auml;gt Deutschland zum weltweiten Bau und Betrieb von Atomanlagen bei. Die &ldquo;heimischen&rdquo; AKW sind dar&uuml;ber hinaus nicht weniger gef&auml;hrlich!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/408\/akw.php\">Graswurzelrevolution<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Russland muss keine Entsch&auml;digung zahlen<\/strong><br>\nRussland muss die ehemaligen Aktion&auml;re des zerschlagenen Erd&ouml;lkonzerns Yukos nicht mit 50 Milliarden Dollar entsch&auml;digen. Das urteilte ein Zivilgericht in Den Haag. [&hellip;]<br>\nDie Richter erkl&auml;rten damit einen Spruch des Internationalen Schiedsgerichts in Den Haag von 2014 f&uuml;r ung&uuml;ltig. Nach Ansicht der Richter war das Schiedsgericht damals nicht befugt, in der Sache zu urteilen. Es hatte sich auf den Vertrag &uuml;ber die Energiecharta von 1994 berufen, den Russland aber nicht ratifiziert habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/streit-um-chodorkowski-konzern-yukos-russland-muss-keine-entschaedigung-zahlen\/13473520.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Meldung schaffte es nat&uuml;rlich nicht in die Hauptnachrichten, obwohl die vor zwei Jahren gro&szlig; vom 50-Milliarden-Dollar-Urteil gegen Russland berichteten und Russland unterstellten, das Recht gebrochen zu haben. Dabei hat das Schiedsgericht nach Auffassung des ordentlichen Bezirksgerichts das Recht falsch angewendet. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ein unw&uuml;rdiger Zirkus<\/strong><br>\nEs war ein unw&uuml;rdiges Spektakel mit gro&szlig;em Unterhaltungswert. Die 367 brasilianischen Abgeordneten, die am Sonntag f&uuml;r das Amtsenthebungsverfahren gegen Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff stimmten, gaben daf&uuml;r die abwegigsten Gr&uuml;nde an. Lautstark widmeten sie ihr Votum ihrer Frau, ihren Kindern und Enkeln oder dem brasilianischen Kaffee &ndash; und immer wieder Gott. Kaum ein Parlamentarier ging auf den eigentlichen Grund des Impeachments ein. N&auml;mlich, dass Rousseff vor ihrer Wiederwahl 2014 das wahre Ausma&szlig; des Staatsdefizits verschleiert haben soll. Das ist die formelle Anklage gegen die Pr&auml;sidentin. Eine pers&ouml;nliche Verwicklung in den Mega-Korruptionsskandal um den staatlichen &Ouml;lkonzern Petrobras, der ihre Regierung in eine tiefe Krise gest&uuml;rzt hat, konnte man Rousseff bisher nicht nachweisen. Dagegen sind gegen mehr als die H&auml;lfte der Abgeordneten Korruptionsverfahren anh&auml;ngig &ndash; an erster Stelle gegen Parlamentspr&auml;sident Eduardo Cunha. Auch deshalb erschien die Abstimmung als unw&uuml;rdiger Zirkus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/votum-fuer-amtsenthebungsverfahren-ein-unwuerdiger-zirkus.720.de.html?dram:article_id=351853\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: After Vote to Remove Brazil&rsquo;s President, Key Opposition Figure Holds Meetings in Washington<\/strong><br>\nThe U.S. spent years vehemently denying that it had any role in the 1964 military coup that removed Brazil&rsquo;s elected left-wing government, a coup that resulted in 20 years of a brutal, pro-U.S., right-wing military dictatorship. But secret documents and recordings emerged proving that the U.S. actively helped plot that coup, and the country&rsquo;s 2014 Truth Commission report documented that the U.S. and U.K. aggressively supported the dictatorship and even &ldquo;trained Brazilian interrogators in torture techniques.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2016\/04\/18\/after-vote-to-remove-brazils-president-key-opposition-figure-holds-meetings-in-washington\/\">The Intercept<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>In den Knast f&uuml;r aufm&uuml;pfige Kollegen: Der Sitzredakteur<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der B&ouml;hmermann-Aff&auml;re wird ein aus der Kaiserzeit stammender Gesetzesparagraf beklagt. Doch welche Satire landete eigentlich damals vor dem Kadi? Und wie reagierten Satirezeitschriften wie &ldquo;Der Wahre Jacob&rdquo; auf drohende Strafverfolgung? Auf den ersten Blick schien das 1874 erlassene Reichspressegesetz die Freiheit der Presse im Deutschen Kaiserreich zu garantieren. Doch zugleich gab es dem Staat einige Repressions-Instrumente zur Hand. Es schrieb etwa die Ablieferung eines polizeilichen Pflichtexemplars jeder Zeitung zur Nachzensur vor, erlaubte nichtrichterliche Beschlagnahmungen durch die Polizei. Daneben bot auch das Strafrecht mit Gummiparagrafen wie &ldquo;Majest&auml;tsbeleidigung&rdquo; oder &ldquo;Grober Unfug&rdquo; weitreichende M&ouml;glichkeiten, eine kritische oder gar satirische Presse zu schikanieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/schaubuehne\/264\/in-den-knast-fuer-aufmuepfige-kollegen-der-sitzredakteur-3587.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Im Land der Frauen:<\/strong> Was w&auml;re, wenn die Frauen im Land die Macht &uuml;bernehmen w&uuml;rden? Wenn etwa Theresia Bauer (Gr&uuml;ne) und Gisela Meister-Scheufelen (CDU) die Koalitionsverhandlungen f&uuml;hrten? Eine Fiktion mit realen Fakten zu den AkteurInnen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Papst ist der Gr&ouml;&szlig;te:<\/strong> Bodo Ramelow ist eine Lichtgestalt der deutschen Linken. Der Ministerpr&auml;sident ist Fan von Papst Franziskus, hat eine Pressefusion an der Backe und den AfD-Scharfmacher Bj&ouml;rn H&ouml;cke im Parlament. Als Chef der rot-rot-gr&uuml;nen Koalition in Th&uuml;ringen hat er einige Erfahrung mit ideologischer Geschmeidigkeit. Klingt schon fast s&uuml;ddeutsch.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Fr&ouml;hlich Pfeffer spr&uuml;hen:<\/strong> Die Polizei h&auml;lt den privaten Einsatz von Pfefferspray f&uuml;r wenig sinnvoll und warnt davor. Selber macht sie allerdings gerne Gebrauch davon.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Kostendeckel wackelt:<\/strong> Gr&uuml;n-Schwarz hat ein Problem: Stuttgart 21. W&auml;hrend Kretschmann &amp; Co. auf dem Kostendeckel sitzen, will die CDU ihn offenbar lupfen. Der Kabinettsbeschluss aus gr&uuml;n-roten Zeiten, nicht mehr als 931 Millionen Euro f&uuml;r den Tiefbahnhof zu zahlen, soll nicht im neuen Koalitionsvertrag stehen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Schwarze Geisterfahrer:<\/strong> Das Chaos in der CDU treibt die Koalitionsgespr&auml;che an den Rand des Scheiterns. Manchen erscheint der Vorsitzende Thomas Strobl bereits als Geisterfahrer. Und die Gr&uuml;nen fragen sich, wer bei den Schwarzen eigentlich das Sagen hat?<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Nackte Tatsachen:<\/strong> Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) will sexistische Werbung verbieten. Prompt emp&ouml;ren sich CDU und FDP. Wie meist, wenn&rsquo;s um nackte Tatsachen geht, wird aufgestachelt aneinander vorbei diskutiert. Denn es geht weder um das Verbot von Nacktheit, noch um die Einf&uuml;hrung einer Geschmackspolizei.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>US-Vorwahlen in New York: Das gibt &Auml;rger<\/strong><br>\nClinton kann es noch: F&uuml;r Hillary Clinton ist es in diesem Jahr wieder nicht so einfach. Bernie Sanders h&auml;ngt wie eine Klette an ihr. Viele Demokraten meckern &uuml;ber sie und ihre alte Garde. Da tat es der Ex-Au&szlig;enministerin sichtlich gut, mal ein starkes Signal zu setzen: In New York schl&auml;gt mich niemand. Sanders hatte keine Chance und wird sich jetzt fragen m&uuml;ssen, welchen Wahlkampf er von nun an zu f&uuml;hren gedenkt. Trotzig und aggressiv? Das k&ouml;nnte Clinton besch&auml;digen, ohne dass es ihm selbst weiterhilft im Rennen um die Kandidatur. Leise und auf Inhalte fokussiert? Kann er machen, aber auch das wird ihn nicht voranbringen. Also aufh&ouml;ren? Das w&uuml;rde Millionen seiner Anh&auml;nger schwer entt&auml;uschen, sie wollen ihn weiter k&auml;mpfen sehen.<br>\nDas wird noch &Auml;rger geben: New York gilt als vorbildlich demokratischer Staat. Die Vorwahlen offenbarten ein anderes Bild: Der Wahlgang war von ernsten Problemen getr&uuml;bt, der vielen New Yorkern den Spa&szlig; verdarb, Ergebnisse verzerrte und die Wahlbeteiligung dr&uuml;ckte, trotz des sommerlichen Wetters.<br>\nDas begann mit den Regeln: Nur registrierte Parteig&auml;nger durften teilnehmen, keine Unabh&auml;ngigen &ndash; doch die Registrierfrist war schon am 25. M&auml;rz verstrichen. Fast drei Millionen W&auml;hler blieben so drau&szlig;en. Zudem stellte sich heraus, dass das Wahlamt in Brooklyn insgesamt 126.000 Demokraten aus den Karteien gestrichen hatte &ndash; was viele erst herausfanden, als sie w&auml;hlen wollten. Insgesamt vermeldete das Justizministerium des Bundesstaats so viele Beschwerden wie seit Jahren nicht mehr &ndash; ein schlechtes Omen f&uuml;r die Wahl im Herbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/us-vorwahlen-in-new-york-was-ist-da-schief-gelaufen-a-1088152.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da scheint die Welt f&uuml;r die neoliberalen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; des Spiegel ja wieder in Ordnung. Die Lieblingskandidatin der US-Oligarchie und der Wall Street liegt, auch wenn es einige Merkw&uuml;rdigkeiten gab, bei den Vorwahlen in New York vorne. Begeistert wird festgestellt, &ldquo;Clinton kann es noch&rdquo; und &ldquo;New York l&auml;sst sich nicht ver&auml;ppeln&rdquo;, wobei die Frage ist, wo etwa Bernie Sanders versucht haben soll die Menschen zu ver&auml;ppeln? Sanders Position ist v&ouml;llig klar, gegen den Neoliberalismus und die unversch&auml;mte Selbstbereicherung des obersten 1%. Wenn jemand die Menschen ver&auml;ppelt, ist es Clinton, die f&uuml;r sechsstellige Tantiemen Vortr&auml;ge f&uuml;r die Finanzindustrie h&auml;lt und ihr New Yorker Wahlkampfb&uuml;ro in einem Geb&auml;ude einquartiert hat, dessen Hauptmieter die Banker von Morgan Stanley sind. Wobei die Frage ist, weshalb gerade deutsche &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; Clinton so favorisieren? Aus europ&auml;ischer Perspektive w&auml;re ein Pr&auml;sident Sanders sicher angenehmer. Clinton wird die aggressive US-Au&szlig;enpolitik mit dem Kriegskurs gegen Russland und der weltweiten Anheizung von B&uuml;rgerkriegen im Interesse des milit&auml;risch-industriellen Komplexes fortsetzen, wenn nicht sogar forcieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie man die AfD bek&auml;mpfen sollte &ndash; und wie nicht<\/strong><br>\nSeit 2014 wurde ich von diversen Institutionen und Organisationen zu Vortr&auml;gen und Diskussionen &uuml;ber die AfD eingeladen (Volkshochschulen, Gliederungen der LINKEN, IG Metall, VVN\/BdA, Linke Buchmesse u.a.). In den Diskussionen bei diesen Anl&auml;ssen kam immer wieder die Frage auf, wie man sich wirksam mit dieser Partei auseinandersetzen solle. Die Frage erscheint nach den gro&szlig;en Erfolgen der Partei bei den Landtagswahlen vom 13. M&auml;rz 2016 in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-W&uuml;rttemberg noch dringlicher. Es ist zu begr&uuml;&szlig;en, wenn die AfD nun ernster genommen wird. Wenn man wie beispielsweise die rheinland-pf&auml;lzische Ministerpr&auml;sidentin Malu Dreyer versucht, die AfD durch Boykottandrohung aus &ouml;ffentlichen Diskussionen herauszuhalten, wird man dieser Partei nur weitere Munition verschaffen. Denn dann kann sie sich als Opfer der Etablierten pr&auml;sentieren. Leider scheint die dilettantische Vermeidungspolitik jetzt z.T. einer aufgeregten Ausgrenzungspolitik zu weichen, die ebenso ungewollt der AfD n&uuml;tzen kann. Deswegen habe ich als Zwischenergebnis vieler Diskussionen mit Personen aus unterschiedlichen Ebenen der Politik, Gedanken zum Umgang mit der AfD zusammengefasst; sie sollen als Orientierung f&uuml;r das Vorgehen gegen&uuml;ber der AfD und als Anregungen zu weiteren Debatten dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialistische-linke.de\/politik\/debatte\/1074-wie-afd-bekaempfen\">Sozialistische Linke<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Der Text ist lang aber inhaltlich sehr gut. Der wichtigste Hinweis ist f&uuml;r mich, dass man nicht zu viel Energie darauf verwenden sollte, die Programmpunkte der AfD anzugreifen. Dadurch lenkt man den Fokus auf die AfD und mach indirekt doch Werbung f&uuml;r sie. Besser ist es, das eigene Konzept zu vermitteln. Interessant fand ich auch, dass Rechtspopulisten, wie die AfD, vor allem in den L&auml;ndern stark sind, in denen die Sozialdemokraten neoliberal geworden sind. Dann k&ouml;nnen die Rechtspopulisten &uuml;ber einen Wohlstandschauvinismus punkten. [&hellip;] <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Darf&rsquo;s noch ein wenig rechter sein?<\/strong><br>\nDer Programmentwurf der Rechtspopulisten sorgt auch in der Partei f&uuml;r Streit. Vielen ist er nicht rechts genug. Hunderte &Auml;nderungsantr&auml;ge liegen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Grundsatzprogramm-der-AfD\/!5293310\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Thilo Sarrazin darf wieder hetzen<\/strong><br>\nThilo Sarrazins neues Buch &raquo;Wunschdenken&laquo; wirkt wie das aufgew&auml;rmte Best-of fr&uuml;herer Pamphlete &ndash; kulturalistische Ideologie inklusive<br>\nEx-Politiker Thilo Sarrazin (SPD) wettert in einem neuen Buch &uuml;ber Gefl&uuml;chtete, Europa und den Euro. Als PR-Partner hat er daf&uuml;r die &raquo;Bild&laquo; gewonnen. Das Blatt hilft ihm, kulturalistische Denkweisen zu verbreiten.<br>\nThilo Sarrazin und die &raquo;Bild&laquo; bilden eine Symbiose: Wo immer der fr&uuml;here SPD-Finanzsenator aus Berlin ein neues Projekt bewerben will, ist das Springer-Blatt zur Stelle. Wie schon vor sechs Jahren bei &raquo;Deutschland schafft sich ab&laquo;, lie&szlig; es sich die Boulevard-Gazette auch nun wieder nicht nehmen, Sarrazins neuestes Werk &raquo;Wunschdenken. Europa, W&auml;hrung, Bildung, Einwanderung &ndash; warum Politik h&auml;ufig scheitert&laquo; in Teilen als Vorabdruck zu ver&ouml;ffentlichen. F&uuml;r beide Seiten eine Win-win-Situation: W&auml;hrend sich der rechte Buchautor mit SPD-Parteibuch &uuml;ber millionenfach gedruckte Aufmerksamkeit f&uuml;r sein neues Pamphlet freuen darf, bekommt die &raquo;Bild&laquo; die kalkulierte Scharfmacherschlagzeile frei Haus geliefert. Man beachte: Jenes Blatt, dessen Chefredaktion sich im vergangenen Jahr als publizistische Speerspitze der &raquo;Refugees Welcome&laquo;-Bewegung inszenierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1009261.thilo-sarrazin-darf-wieder-hetzen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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