{"id":3310,"date":"2008-07-01T07:59:51","date_gmt":"2008-07-01T05:59:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3310"},"modified":"2008-07-01T07:59:51","modified_gmt":"2008-07-01T05:59:51","slug":"hinweise-des-tages-681","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3310","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3310&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Der wahre Rentenskandal<\/strong><br>\nHeute steigen f&uuml;r 20 Millionen Menschen im Land die Renten. Der Erh&ouml;hung war ein heftiger Streit voraus gegangen &ndash; jetzt beuten die Alten die Jungen aus, hie&szlig; es. Aber stimmt das &uuml;berhaupt? Und wer versteht die Rentenanpassungsformel?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=76dda82007ce2954260b706c3af3eac8&amp;em_cnt=1360395\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein Themenschwerpunkt der FR zur Rentenpolitik mit einigen interessanten Beitr&auml;gen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe z.B.:<\/em><br>\n<strong>Amerikanische Verh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nDie USA setzen bei der Finanzierung der Rente seit 70 Jahren auf das Umlageverfahren. Als Paradebeispiel f&uuml;r das Kapitaldeckungsverfahren taugen die Vereinigten Staaten deshalb nicht.<br>\nVon Roger Strassburg<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1360401&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/p>\n<p><em>Es g&auml;be an anderen Beitr&auml;gen einiges zu kommentieren, aber wir verlassen uns da auf die Sachkenntnis unserer Leserinnen und Leser.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Volkssolidarit&auml;t: Reform der Pflegeversicherung bleibt unvollendet<\/strong><br>\n&ldquo;Die Reform der Pflegeversicherung bleibt leider auf halbem Weg stehen. Sie ist unvollendet und muss im Interesse der zu Pflegenden fortgef&uuml;hrt werden.&rdquo; Das erkl&auml;rte der Bundesgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Sozial- und Wohlfahrtsverbandes Volkssolidarit&auml;t, Dr. Bernd Niederland, am Montag in Berlin aus Anlass des am 1. Juli in Kraft tretenden Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes. &ldquo;Die vorgesehenen Verbesserungen in der Pflege sind zu begr&uuml;&szlig;en. Dennoch ist es nur eine Reform auf kleinstem Nenner und nicht der notwendige Aufbruch f&uuml;r eine menschenw&uuml;rdigere Pflege.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/cms\/Presse+_+Medien\/Presse+aktuell\/Reform+bleibt+unvollendet+%E2%80%93+Brosch%C3%BCre+ver%C3%B6ffentlicht.html\">Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkels Wortbruch<\/strong><br>\nSie lie&szlig; sich als moralische Autorit&auml;t in der Entwicklungspolitik feiern. Doch Kanzlerin Angela Merkel hat ihr Wort gebrochen. Sie will f&uuml;r die Entwicklungshilfe nun doch nicht so viel ausgeben, wie angek&uuml;ndigt. Dabei g&auml;be es M&ouml;glichkeiten, mit den vorhandenen Geldern die Dritte Welt besser zu unterst&uuml;tzen.<br>\nVersprochen hatte die Kanzlerin, sie werde bis 2010 die Ausgaben f&uuml;r Entwicklungshilfe von 0,38 auf 0,51 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern. In Taten umgesetzt wird das eindeutig nicht, auch wenn die Mittel f&uuml;r Entwicklungshilfe im Haushalt f&uuml;r 2009, der am Mittwoch im Kabinett verabschiedet wird, deutlich erh&ouml;ht worden sind. Aber mit diesem Haushalt gibt es so gut wie keine Chance mehr, das 0,51-Prozent-Ziel bis 2010 zu erreichen. Schlimmer noch: Die Regierung muss froh sein, wenn sie nicht noch weiter unter den Stand von heute absackt. Sie klingt ja ziemlich gering, die Differenz zwischen 0,38 und 0,51 Prozent. In Geld umgesetzt bedeutet das jedoch eine Finanzierungsl&uuml;cke von drei Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Kommentar-Merkels-Wortbruch-\/625600.html\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Nokia: Gewerkschaft f&uuml;hlt sich von Regierung im Stich gelassen<\/strong><br>\nDas Nokia-Werk in Bochum schlie&szlig;t heute endg&uuml;ltig seine Tore. Aus diesem Anlass haben die Arbeitnehmervertreter der IG Metall gestern allen Unterst&uuml;tzern mit einem Fest gedankt. Von der Landesregierung Nordrhein-Westfalens zeigen sich die Gewerkschafter allerdings entt&auml;uscht. IG-Metall-Bevollm&auml;chtigte Ulrike Kleinebrahm <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=d29f5c6d62238e7a2990f18d322e379b&amp;em_cnt=1359819\">sagte gegen&uuml;ber der Frankfurter Rundschau<\/a>, es gebe keine Signale aus der Landesregierung, den Arbeitern vor Ort wirklich zu helfen.<br>\nVon den 2300 Besch&auml;ftigten sind derzeit noch etwa 1600 ohne neue Arbeit.<br>\nLaut Frankfurter Rundschau streiten sich das NRW-Wirtschaftsministerium und das Bundeswirtschaftsministerium um die Forderung der Subventionsr&uuml;ckzahlungen. Das Berliner Ressort erw&auml;ge weiter eine Klage gegen Nokia, das D&uuml;sseldorfer Ministerium wolle sich lieber schnell au&szlig;ergerichtlich einigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Nokia-Gewerkschaft-fuehlt-sich-von-Regierung-im-Stich-gelassen--\/meldung\/110190\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir erinnern uns noch gut an die Krokodilstr&auml;nen, die &bdquo;Arbeiterf&uuml;hrer&ldquo; R&uuml;ttgers vor den Werkstoren vergossen hat.<\/em> <\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ohnmacht<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1359787&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das Bild der Managerkaste ist verheerend&rdquo; <\/strong><br>\nDer Wirtschaftselite schl&auml;gt so viel Misstrauen entgegen wie selten. Auch die Arbeit der Corporate-Governance-Kommission &auml;ndert nichts daran. Nun, da Klaus-Peter M&uuml;ller den Vorsitz &uuml;bernimmt, geraten die Manager verst&auml;rkt ins Visier der Politik. Dabei soll die Kommission vor allem schmerzhafte Gesetze abwenden.<br>\nDer von der Kommission entwickelte Kodex guter Unternehmensf&uuml;hrung soll wie ein Ventil wirken. Die Regeln, an die sich Unternehmen halten k&ouml;nnen, aber nicht m&uuml;ssen, sollen die Politik dabei bremsen, mit noch schmerzhafteren Ma&szlig;nahmen aufzuwarten &ndash; Gesetzen.<br>\nDer Erfolg, den die von der Regierung Schr&ouml;der angeregte Kommission dabei bisher erzielt hat, h&auml;lt sich in Grenzen. So ist Transparenz eines der wichtigsten Gebote des Corporate-Governance-Kodex. Doch die gro&szlig;en Unternehmen waren nicht imstande, sich geschlossen auf eine Ver&ouml;ffentlichung der Managergeh&auml;lter festzulegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,562817,00.html\">manager-magazin<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Dax-Vorst&auml;nde steigern Bez&uuml;ge um 650 Prozent<\/strong><br>\n3,33 Millionen Euro pro Jahr &ndash; so viel verdient das Vorstandsmitglied eines Dax-Unternehmens im Durchschnitt. Vor 20 Jahren waren es laut einer Studie nur 445.800 Euro. Damit sind die Spitzengeh&auml;lter in Gro&szlig;konzernen weit st&auml;rker gestiegen als in Firmen, die nicht an der B&ouml;rse notiert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,563004,00.html\">SPIEGEL<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung J.A:<\/strong> In demselben 20-Jahres-Vergleich sind die L&ouml;hne und Geh&auml;lter der normalen Arbeiter und Angestellten wohl um weniger als 50% nominal gestiegen, haben also real stagniert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland ist Europameister &ndash; im Jammern<\/strong><br>\nWenigstens im Jammern sind die Deutschen Europameister: In keinem anderen EU-Land bewerten die B&uuml;rger ihre Zukunft so pessimistisch wie in der Bundesrepublik. Dies geht aus einer am Montag in Br&uuml;ssel ver&ouml;ffentlichten Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervor.<br>\nMehr als zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) glauben demnach, dass das Leben in 20 Jahren schlechter sein wird als heute. Im EU-Schnitt sehen nur 49 Prozent so schwarz. Nur 20 Prozent der Bundesb&uuml;rger glauben der Umfrage zufolge an eine Verbesserung. Zehn Prozent sehen keine Ver&auml;nderung im Vergleich zu heute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/c\/15\/49\/10\/82\/15491082.html\">Nachrichten t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Betrachtet man die die Eurobarometer-Studie genauer, so erkennt man, dass die Schlagzeile der t-online Nachrichten ma&szlig;los &uuml;bertrieben ist. Bei fast allen konkreten Fragen liegt Deutschland zwar im hinteren Mittelfeld was die Zukunftserwartungen anbetrifft, aber in vielen L&auml;nder werde die Aussichten hinsichtlich der Arbeitslosigkeit, der wirtschaftlichen Entwicklung, die Inflation. Es gibt durchg&auml;ngig in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern eine drastische Verschlechterung bei den kurzfristigen Erwartungen insbesondere im Hinblick auf die nationalen Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungslagen.<br>\nDass Deutschland bei manchen Indikatoren eine schlechtere Stimmung ausweist, ist ja auch kein Zufall, wir haben ja die Reformen mit ihren Verschlechterungen schon erfahren, zu der wir andere L&auml;nder etwa im Hinblick auf die Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit, der Verl&auml;ngerung der Wochenarbeitszeit, der Lohnsenkungen und der Verschlechterung der sozialen Sicherungssysteme aufgrund unserer wirtschaftlichen Dominanz in Europa zwingen.<\/em><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/public_opinion\/archives\/eb\/eb69\/eb_69_first_de.pdf\">Eurobarometer [PDF &ndash; 2 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutsches Ja zur EU-Reform gestoppt<\/strong><br>\nIst der EU-Reformvertrag von Lissabon grundgesetzwidrig? Bundespr&auml;sident K&ouml;hler wird die Ratifikationsurkunde vorerst nicht unterschreiben: Auf Bitten des Verfassungsgerichts wartet er ein Grundsatzurteil ab. Mehrere Politiker hatten geklagt. Das Verfahren k&ouml;nnte bis 2009 dauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,563041,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das das Bundesverfassungsgericht den Bundespr&auml;sidenten bittet, mit seiner Unterschrift abzuwarten, zeigt, dass der Ausgang des Verfahrens keineswegs so sicher ist, wie das die Vertragsbef&uuml;rworter annehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Angst vor Zinsschritt steigt<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank will den Leitzins erh&ouml;hen &ndash; aber das gef&auml;hrdet nach Ansicht der meisten Experten die Konjunktur. Kritiker warnen vor dem Schritt und bezeichnen ihn sogar als &ldquo;gef&auml;hrlich&rdquo;. Doch auch die &bdquo;Bank der Notenbanken&ldquo; sieht derzeit keinen anderen Ausweg.<br>\nAufgrund der Ansammlung von Abschwungsindizien und von Belastungsfaktoren f&uuml;r die Konjunktur ist der angek&uuml;ndigte Zinsschritt in Fachkreisen so umstritten wie selten zuvor. Im EZB-Schattenrat, einem Expertengremium, dem 15 prominente europ&auml;ische &Ouml;konomen aus Finanzinstituten, Hochschulen und Forschungsinstituten angeh&ouml;ren, halten nur drei Mitglieder eine Zinserh&ouml;hung in dieser Woche f&uuml;r angebracht, eines stimmte auf der letzten Sitzung sogar f&uuml;r eine Zinssenkung. Alle &uuml;brigen Mitglieder traten f&uuml;r eine Politik des Abwartens ein. Sie sind der Meinung, dass im Zuge der erwarteten Nachfrageabschw&auml;chung der Inflationsdruck von selbst zur&uuml;ckgehen werde. Diesen Prozess durch zus&auml;tzliches Abbremsen der Wirtschaft zu beschleunigen halten sie f&uuml;r gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/angst-vor-zinsschritt-steigt;2005637\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Noch ein Indikator, dass die Preissteigerung nicht auf eine &uuml;berhitzte Nachfrage oder auf eine zu hohe umlaufende Geldmenge zur&uuml;ck zu f&uuml;hren ist:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gro&szlig;handelsumsatz im Mai 2008 um real 0,8% gesunken<\/strong><br>\nNach vorl&auml;ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) setzte der Gro&szlig;handel in Deutschland im Mai 2008 nominal 6,1% mehr und real 0,8% weniger um als im Mai 2007. Im Vergleich zum April 2008 wurde im Gro&szlig;handel unter Ber&uuml;cksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal 0,7% und real 0,9% weniger umgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/06\/PD08__233__45211,templateId=renderPrint.psml\">destatis<\/a><\/p>\n<p><em>Und noch etwas zur Benzinpreissteigerung:<br>\nLeider nicht Online verf&uuml;gbar macht Rudolph Chimelli in der SZ vom 25. Juni folgende Rechnung auf:<br>\nAls am 1. Januar 222 der Euro eingef&uuml;hrt wurde, kostete ein Barrel Erd&ouml;l auf dem Weltmarkt 72 Dollar. Da der Dollar damals 1,20 Euro wert war, betrieb der Preis f&uuml;r dieses Fass umgerechnet 86,40 Euro. Dieser Tage wurde das Barrel mit 137 Dollar gehandelt, das macht zum Tageskurs des Euro von 1,56 Dollar, genau 87,18 Euro. Der Preis ist also kaum h&ouml;her als vor 6 Jahren. Der Benzinpreis ist allerdings zwischenzeitlich um &uuml;ber 50 % gestiegen. Wo m&ouml;gen die Gewinne aus dieser Differenz nur geblieben sein?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Weg vom Transportwahn<\/strong><br>\nEine Fahrt irgendwo in Deutschland reicht, um zu begreifen, warum die Lkw-Kolonnen nicht sich selbst &uuml;berlassen bleiben d&uuml;rfen. Hoffnung auf Besserung kommt nicht von der Politik, sondern vom Markt, vom Energiemarkt. Das ist die sch&ouml;ne Seite der &Ouml;lpreisrallye: Betriebswirte k&ouml;nnen die Kosten des Transports nicht l&auml;nger ignorieren. Manche Firma &uuml;berlegt sich bereits, ob sich die Fahrt noch rechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1360412&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es kommt, wie es kommen musste, nicht eine wirksame Reduktionspolitik von Klima&auml;nderungsgef&auml;hrdungen, sondern die betriebliche Kosten-Nutzen-Rationalit&auml;t wird das k&uuml;nftige Verh&auml;ltnis von Produktion, Konsumption, Wohnen, Arbeiten und Mobilit&auml;t neu ausrichten.<br>\nDie betrifft auch und vor allem die heutige Form von Globalisierung. So d&uuml;rfte sich folgendes Beispiel von Lester Thurow f&uuml;r eine globale &Ouml;konomie unter dem Druck von weiter steigenden Transportkosten bald anders gestalten: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>Wer sich in j&uuml;ngster Zeit ein neues Auto gekauft hat, wird wahrscheinlich feststellen, dass die Airbags seines Wagens durch einen Computerchip namens Accelerometer gesteuert werden. Dieses 50 Dollar teure St&uuml;ck &hellip; wurde in Boston erfunden. In Boston wird noch immer ein grosser Teil der Accelerometer produziert, die jedoch anschliessend zum Testen auf die Philippinen geschickt werden. Zur Verpackung werden sie von dort nach Taiwan reexportiert, von Taiwan wiederum nach Deutschland zur Installation in einen BMW, um dann von neuem exportiert zu werden.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Rede von Ottmar Schreiner auf dem Bundeskongress der AfA<\/strong><br>\nDie Rede des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen ist nun auch im Internet nachlesbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.afa.spd.de\/servlet\/PB\/show\/1751869\/\">AfA &ndash; SPD<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;lmultis vor der R&uuml;ckkehr in den Irak<\/strong><br>\nSeit sie vor 35 Jahren das Land verlassen mussten, warten westliche &Ouml;lkonzerne auf diesen Tag: Das irakische &Ouml;lministerium erkl&auml;rte, sechs seiner riesigen &Ouml;l- und Gasfelder f&uuml;r ausl&auml;ndische Firmen zu &ouml;ffnen. Bis das &Ouml;l flie&szlig;t, sind aber noch viele H&uuml;rden zu &uuml;berwinden.<br>\nDie Mitteilung des irakischen &Ouml;lministers ist ein Durchbruch f&uuml;r die gro&szlig;en internationalen &Ouml;lkonzerne. Sie hatten schon lange auf einen Zugang zum Irak gewartet.<br>\nDie New York Times berichtete, die Interimsvertr&auml;ge seien ohne Ausschreibungsverfahren und unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit verhandelt worden. Eine Schl&uuml;sselrolle bei der Formulierung der Kontrakte habe ein kleines Berater-Team des US-State-Department gehabt, dieses habe Entw&uuml;rfe vorgelegt und Ratschl&auml;ge gegeben. Der irakische Regierungssprecher Ali al Dabbagh widersprach dem jedoch umgehend: Die amerikanische Regierung nehme keinen Einfluss auf die &Ouml;lpolitik des Irak und Bagdad beabsichtige auch nicht, Vertr&auml;ge ohne Ausschreibungsverfahren abzuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/irakoel4.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie sagte doch Bush:  Mission accomplished!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studiengeb&uuml;hren: Schluss damit!<\/strong><br>\nEine bundesweite Umfrage zeigt: 70 Prozent der Studenten sind gegen Studiengeb&uuml;hren. So viele wie noch nie. Wie lange wird das kostenpflichtige Studium da noch &uuml;berleben?<br>\nVier F&uuml;nftel der befragten Studenten wollen die Rechnung lieber gleich bezahlen, als sie sich zinsfrei bis nach Studierende stunden zu lassen. Genau diese Regelung sieht das neue Hamburger Geb&uuml;hrenmodell vor, das der schwarz-gr&uuml;ne Senat vergangene Woche beschlossen hat und das Experten f&uuml;r die in Deutschland mit Abstand sozialvertr&auml;glichste Regelung halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/27\/C-Studiengebuehren?page=1\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Typisch f&uuml;r die seit langem Geb&uuml;hren bef&uuml;rwortende Zeit ist, dass sie aus dieser eindeutigen Umfrage eine Handlungsanleitung schreibt, wie man den Studierenden die Studiengeb&uuml;hr besser schmackhaft machen k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Partyotismus statt Patriotismus&rdquo;<\/strong><br>\nDrei Wochen hat Deutschland den Fu&szlig;ball und die Nationalelf gefeiert. Schwarz-rot-gold war die Farbenkombination des Juni, und die Euphorie erfasste auch viele, die keine ausgesprochenen Fans sind. Wie ist dieses Ph&auml;nomen zu erkl&auml;ren? Dar&uuml;ber sprach tagesschau.de mit dem Psychologen Stephan Gr&uuml;newald.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fussballem82.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der von der ARD interviewte Psychologe redet viel hei&szlig;e Luft, wenn der Tag lang ist. Einige kurze Stichpunkte zum vorstehenden Text:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Nun haben wir unserer &ldquo;Fu&szlig;ballkanzlerin&rdquo; (STERN) angeblich auch noch einen &ldquo;Partyotismus&rdquo; zu verdanken. Die mit Penetranz betriebene Merkelsche Hofberichterstattung stellt den Medien eines demokratischen Staates ein Armutszeugnis aus.<\/em><\/li>\n<li><em>Eine unmittelbar nach der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft 2006 durchgef&uuml;hrte Umfrage zu rechtsextremen Einstellungen zeigte damals einen deutlichen Zuwachs rechtsextremistischer Tendenzen. Die von den Medien gerne verbreitete These vom angeblichen Party-Patriotismus steht auf sehr wackeligen F&uuml;&szlig;en.<\/em><\/li>\n<li><em>Verharmlosend ist auch die folgende Aussage des Psychologen: &ldquo;Davon profitiert im Moment vor allen Dingen die Linkspartei, die sich als Robin Hood pr&auml;sentiert und immer wieder aufzeigt, wo es noch Gerechtigkeitsl&uuml;cken gibt.&rdquo;<br>\nDie Formulierung &ldquo;&hellip;wo es noch Gerechtigkeitsl&uuml;cken gibt&rdquo; suggeriert, diese h&auml;tten sich in den vergangenen Jahren verringert. Das genaue Gegenteil ist passiert, wie real sinkende Arbeitnehmer- einkommen, Renten und sonstige Transferleistungen sowie der wachsende Niedriglohnsektor zeigen. Im Gegenzug haben wir es mit einer wachsenden Ungleichverteilung bei Verm&ouml;gen und Einkommen zu tun.<\/em><\/li>\n<li><em>Auch die von dem Psychologen vorgebrachte gesellschaftliche &ldquo;Aufbruchstimmung&rdquo; als erkl&auml;rendes Moment f&uuml;r Titelgewinne scheint an den Haaren herbeigezogen. So war z.B. im Jahre 1974 von der &ldquo;mentalen Gef&uuml;hlslage&rdquo; her 1968 l&auml;ngst passe. Die konservativen Kr&auml;fte waren bereits im Vormarsch und versuchten, Signale in Richtung einer solidarischeren und trotzdem &ouml;konomisch erfolgreichen Gesellschaft wieder zur&uuml;ckzudr&auml;ngen. Zudem waren deutlich die Auswirkungen der 1. &Ouml;lkrise zu versp&uuml;ren.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Auch bez&uuml;glich des diesj&auml;hrigen EM-Siegers Spanien zeigt sich, wie zweifelhaft die &ldquo;Aufbruch&rdquo;-Theorie ist. Denn Spanien versp&uuml;rt mehr und mehr die Auswirkungen der innerspanischen Immobilienkrise und ist zudem von hohen Au&szlig;enhandelsdefiziten geplagt (was auch auf das deutsche Lohndumping zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist: das spanische Au&szlig;enhandelsdefizit mit Deutschland betrug im Jahre 2007 27 Mrd. Euro). (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/Aussenhandel\/Handelspartner\/Tabellen\/Content100\/RangfolgeHandelspartner,property=file.pdf\">destatis.de [PDF &ndash; 48 KB]<\/a>)<\/em><\/p>\n<p><em>Das spricht nicht gerade f&uuml;r eine vor dem EM-Tunier herrschende Aufbruchstimmung in Spanien.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Dazu eine Nebenbemerkung:<\/strong> Nach der Niederlage der deutschen Fu&szlig;ballnationalmannschaft gegen die spanische, konnte man auf vielen Pl&auml;tzen erleben was &bdquo;public viewing&ldquo; im angels&auml;chsischen Sprachgebrauch wirklich bedeutet: die &ouml;ffentliche Aufbahrung des Leichnams.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3310","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3310","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3310"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3310\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}