{"id":33128,"date":"2016-04-26T09:59:28","date_gmt":"2016-04-26T07:59:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33128"},"modified":"2024-08-22T05:13:42","modified_gmt":"2024-08-22T03:13:42","slug":"es-begann-mit-einer-luege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33128","title":{"rendered":"Es begann mit einer L\u00fcge"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/1604XX_gritsch.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Dass das erste Opfer des Krieges stets die Wahrheit ist &ndash; diese Weisheit firmiert seit Langem als gefl&uuml;geltes Wort im deutschsprachigen Raum und ist durch vielerlei vortreffliche Recherchen, die ein trauriges Bild der Funktion unserer Massenmedien zu Kriegs- und Krisenzeiten zeichnen, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1996\/13\/beham.txt.19960322.xml\">belegt<\/a>. Der Zeithistoriker und Konfliktforscher <strong>Kurt Gritsch<\/strong> bereichert Analyse sowie Kritik nun mit einem soeben erschienenen Buch, in dem er die L&uuml;gen des Westens sowie deren Wege durch die Medien aufdeckt. <strong>Jens Wernicke<\/strong> sprach mit ihm zu Kriegen, Kriegsl&uuml;gen, massenmedial verbreiteter Propaganda sowie zur Frage, wer uns zu Kriegszeiten wie und aus welchen Gr&uuml;nden bel&uuml;gt.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr Gritsch, soeben erschien Ihr neues Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/iup\/buecher\/9783902936837.html\">Krieg um Kosovo: Geschichte, Hintergr&uuml;nde, Folgen<\/a>&ldquo;, mit dem Sie vielen neuzeitlichen Geschichtsmythen, die sich um den Kosovo-Krieg ranken, entgegentreten. Warum dieses Buch? Was war, was ist Ihre Intention?<\/strong><\/p><p>Ich besch&auml;ftige mich seit 1999 als Historiker mit diesem Konflikt. Das vorliegende Buch enth&auml;lt die Quintessenz dieser Forschung. Ich habe darin einerseits Texte vereint, die zuvor in Fachzeitschriften und Massenmedien erschienen sind, und andererseits die gesamte Thematik nochmals aktualisiert und letztlich auch in den breiteren Kontext von NATO-Osterweiterung sowie Ukraine- und Syrien-Konflikt gestellt. Denn das, was wir seit einigen Jahren erleben, ist eine Folge der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29355\">NATO-Wandlung<\/a> von Verteidigung zu Intervention, und das ist mit dem Kosovo-Krieg geschehen.<\/p><p><strong>Sie schreiben im Buch, dass die Feuilletondiskussionen in FAZ, S&uuml;ddeutscher, Zeit und Spiegel damals in hohem Ausma&szlig; gesteuert waren, es also gezielte Bem&uuml;hungen gab, Kriegszustimmung zu erheischen. K&ouml;nnen Sie das denn belegen?<\/strong><\/p><p>Ich habe dazu einerseits die Konfliktberichterstattung von FAZ, S&uuml;ddeutscher, Zeit, Spiegel und taz im Krisenjahr 1998 bis vor Kriegsbeginn im M&auml;rz 1999 punktuell analysiert. Punktuell hei&szlig;t, dass ich besonders wichtige Anl&auml;sse untersucht habe, wie zum Beispiel das Holbrooke-Milosevic-Abkommen sowie das mutma&szlig;liche Massaker von Ra&#269;ak.<\/p><p>Andererseits habe ich die Feuilleton-Debatte in den f&uuml;nf Zeitungen vom 24. M&auml;rz bis zum 10. Juni 1999 quantitativ und qualitativ ausgewertet.<\/p><p><strong>Und zu welchen Ergebnissen gelangten Sie dabei? Was fiel Ihnen auf?<\/strong><\/p><p>Auffallend war, dass alle f&uuml;nf untersuchten Zeitungen zu keinem Zeitpunkt deeskalierend berichtet haben, wie dies beispielsweise die <a href=\"http:\/\/www.friedenspaedagogik.de\/themen\/medien_gewalt_in_medien\/verhaltensgrundsaetze\/unesco_mediendeklaration\">UNESCO-Mediendeklaration<\/a> von 1978 verlangt, sondern stattdessen ein milit&auml;risches Eingreifen der NATO forderten. <\/p><p>Dazu wurde offenbar sehr gezielt ein <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26380\">jugoslawisch-serbisches Feindbild<\/a> aufgebaut, indem man an das negative Jugoslawien-Bild aus dem &bdquo;Bosnien-Krieg&ldquo; ankn&uuml;pfte. <\/p><p>So wurde Belgrad etwa unterstellt, im Kosovo w&uuml;rde mit einer &bdquo;ethnischen S&auml;uberung&ldquo; begonnen. Dazu wurde der von der PR-Agentur <em>Ruder Finn<\/em> bereits 1992 lancierte Vergleich Serben=Nazis aus dem Bosnien-Krieg reaktiviert, der schlie&szlig;lich in der Analogie Milosevic=Hitler kulminierte. Dieser Vergleich wurde dann vor allem 1999 w&auml;hrend der Luftangriffe verwendet.<\/p><p><strong>Die These der einseitigen serbischen &bdquo;ethnischen S&auml;uberung&ldquo; stammte damals ja von der NATO. UNO-Generalsekret&auml;r Kofi Annan vertrat sie nicht&hellip;<\/strong><\/p><p>Das ist richtig. Annan hat von einem B&uuml;rgerkrieg gesprochen und nicht von einem einseitigen &bdquo;serbischen Vertreibungs- und Vernichtungsprogramm&ldquo;. Er hat auch wiederholt betont, dass Kosovo ein politisches Problem sei, das einer politischen L&ouml;sung bed&uuml;rfe. <\/p><p>Aber die von mir untersuchten Medien sind auf diese Darstellung, die Annan auch mit Fakten belegte, entweder gar nicht erst eingegangen oder sie haben sie als unrealistisch dargestellt. <\/p><p>So wurde die UNO diskreditiert und die NATO als effizientere L&ouml;sungsorganisation portr&auml;tiert. <\/p><p>Diese Geringsch&auml;tzung gegen&uuml;ber der UNO stammt aus den USA, war damals unter den Transatlantikern weit verbreitet und speiste sich aus Ereignissen wie Ruanda oder Srebrenica, freilich ohne zu erw&auml;hnen, dass bestimmte Mitgliedsstaaten die UNO damals zuerst im Stich gelassen hatten. <\/p><p>So wurde die UNO ironischerweise schlie&szlig;lich gerade von den Medien jener Staaten, die zuvor ihre Autorit&auml;t untergraben hatten, als impotent dargestellt.<\/p><p><strong>Und diese Einseitigkeit, oder sagen wir: Kriegspropaganda, unserer Leitmedien, &uuml;ber die nun ja neuerdings wegen der Ukraine-Krise viel Kritik zu h&ouml;ren ist, wie haben Sie diese denn gemessen; wie analysiert? Aktuell gibt es ja etwa eine sehr hilfreiche <a href=\"https:\/\/swprs.org\/die-nzz-studie\/\">Untersuchung<\/a> hierzu, welche exemplarisch die Propaganda seitens der NZZ thematisiert. Albrecht M&uuml;ller hatte hierauf auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31487\">bereits aufmerksam gemacht<\/a>&hellip;<\/strong><\/p><p>Ich habe eine Diskursanalyse erstellt, indem ich die Berichterstattung &uuml;ber bestimmte Ereignisse einerseits mit den verf&uuml;gbaren Quellen von UNO und OSZE verglichen habe und sie andererseits auf semantische Felder hin untersucht habe. <\/p><p>Dabei f&auml;llt zum einen auf, dass die Berichterstattung an das negative Jugoslawien-Bild ankn&uuml;pft, infolge dessen Slobodan Milosevic zum neuen Hitler wird. Zum anderen geht es innerhalb der Berichte mehr um bundesdeutsche Diskurse wie etwa die Frage nach milit&auml;rischer Zur&uuml;ckhaltung, die Lehren aus der deutschen Geschichte oder die transatlantische Verankerung. Bezeichnenderweise fanden Friedensforscher, die den Konflikt differenziert dargestellt haben, jedoch kaum Geh&ouml;r.<\/p><p>Vor allem aber ist auff&auml;llig, dass viele Berichte nicht dem journalistischen Grundverst&auml;ndnis folgen, wonach es mindestens zwei unterschiedliche Quellen braucht. H&auml;ufig wurden Einsch&auml;tzungen der UNO, von Kofi Annan oder dem UNHCR ignoriert. Und jugoslawische Quellen sucht man meist vergebens. Das fiel damals sogar der deutschen Botschaft in Belgrad negativ auf&hellip;<\/p><p><strong>H&auml;tten Sie denn vielleicht zwei, drei konkrete Beispiele parat: Aus welcher Wirklichkeit wurde im Rahmen dieser <a href=\"http:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/Wernicke_Forschungsarbeit-Feindschaft.pdf\">Meinungsmanipulationen<\/a> schlie&szlig;lich ein Propagandaprodukt? Welche L&uuml;gen wurden wie und von wem verbreitet? Und wozu?<\/strong><\/p><p>Es gibt zahlreiche Beispiele in meinem Buch. Ich m&ouml;chte hier nur mal drei davon nennen: Erstens das angebliche serbische Massaker in Orahovac Anfang August 1998, dann die einseitige Berichterstattung zum mutma&szlig;lichen Massaker in Ra&#269;ak Mitte Januar 1999 und schlie&szlig;lich der sogenannte Hufeisen-Plan zur angeblich systematischen Vertreibung aller Kosovo-Albaner w&auml;hrend des Luftkriegs 1999.<\/p><p><strong>Was geschah da genau?<\/strong><\/p><p>Erich Rathfelder hat in der taz anfangs August 1998 behauptet, Serben h&auml;tten in Orahovac ein Massaker angerichtet und dabei 567 Menschen ermordet, davon 430 Kinder. Was f&uuml;r eine Horrormeldung! Wer w&uuml;rde da nicht emp&ouml;rt Konsequenzen fordern. Das Problem war nur, dass die Nachricht nicht stimmte. Daf&uuml;r hat Rathfelder 1998 auch eine R&uuml;ge des &ouml;sterreichischen Presserates erhalten. Das besonders Perfide an der Orahovac-Geschichte war, dass kurz zuvor in Klecka, Glodjane und Ratis Massengr&auml;ber mit insgesamt 47 ermordeten Serben gefunden worden waren, was prozentuell hochgerechnet auf die ethnische Verteilung fast der erfundenen Rathfelder-Zahl entspricht. Anstatt &uuml;ber die <em>echten<\/em> Massaker der U&Ccedil;K zu berichten, beherrschte allerdings Desinformation die Titelseiten.<\/p><p>Ganz anders die Reaktion der deutschen Medien auf den Tod von 45 Albanern in Ra&#269;ak Mitte Januar 1999. Dort wurde nicht nur auf der Titelseite dar&uuml;ber berichtet, man &uuml;bernahm auch unkritisch die bis heute nicht verifizierte These, dass es sich um ein Massaker handele. Zu dem Zeitpunkt hatte es noch nicht einmal eine Untersuchung der Todesf&auml;lle gegeben, nur der US-amerikanische Leiter der KVM-Mission in Kosovo, William Walker, hatte den Begriff verwendet. Doch nicht genug damit, dass hier Walkers Version &uuml;bernommen wurde &ndash; man h&auml;tte zumindest von einem mutma&szlig;lichen Massaker sprechen m&uuml;ssen -, die meisten Medien verkn&uuml;pften damit auch gleich noch eine Handlungsaufforderung an die NATO nach dem Motto: Jetzt haben wir lange genug zugesehen, nun ist es Zeit, die &bdquo;serbische Mordmaschinerie&ldquo; zu stoppen. <\/p><p><strong>&Uuml;ber Massaker wurde also nur berichtet, wenn es sich um serbische T&auml;ter und albanische Opfer handelte? Warum diese Einseitigkeit?<\/strong><\/p><p>Das hat mit der schon erw&auml;hnten transatlantischen Ausrichtung der Berichterstattung zu tun. Das verwendete Narrativ, das teilweise aus der Bosnien-Berichterstattung reaktiviert worden war, beschrieb &bdquo;serbischen Staatsterrorismus&ldquo; zur Unterdr&uuml;ckung und Vertreibung der Albaner und die U&Ccedil;K quasi als Selbstverteidigungsorganisation. <\/p><p>Matthias R&uuml;b hat dazu in der FAZ Anfang M&auml;rz 1998 programmatisch und nicht ohne H&auml;me geschrieben, die U&Ccedil;K habe &bdquo;den Menschen ihre W&uuml;rde&ldquo; wiedergegeben und &bdquo;den Serben die Angst, die sie &uuml;ber die Kosovo-Albaner brachten, wenigstens zum Teil und in gleicher M&uuml;nze heimgezahlt&ldquo;. <\/p><p>Von einem B&uuml;rgerkrieg mit Verbrechen auf beiden Seiten wollten viele deutsche Medien lange nicht viel wissen. Sonst h&auml;tten sie auch Scharpings <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/aktuell\/Hufeisen.html\">Hufeisenplan<\/a> nicht so unkritisch &uuml;bernommen: W&auml;hrend des NATO-Angriffs pr&auml;sentierte der deutsche Verteidigungsminister am 8. April den Medien einen angeblichen serbischen Plan, nach dem alle Albaner in einer hufeisenf&ouml;rmigen Operation aus dem Kosovo vertrieben werden sollten.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><figure class=\"op-social\">\n\t<div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"375\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/ZtkQYRlXMNU?showinfo=0\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><br>\n<\/figure><p style=\"text-align:center\"><strong>WDR: Es begann mit einer L&uuml;ge: Deutschlands Weg in den Kosovo-Krieg<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Aber es gab durchaus serbische Vertreibungen w&auml;hrend des Kosovo-Krieges.<\/strong><\/p><p>Ja, die gab es, die sind belegt und weder zu relativieren noch gar in irgendeiner Weise zu entschuldigen. Aber die Vertreibungen sind als Folge des NATO-Angriffs zu sehen, nicht als Ausl&ouml;ser. Und Scharping hat etwas behauptet, wof&uuml;r bis heute keine Beweise vorliegen. <\/p><p>Damals haben sich sogar die USA vom Hufeisen-Plan distanziert. Wesley Clark, immerhin NATO-Oberkommandierender in Europa und damit der h&ouml;chste Milit&auml;r im Kosovo-Krieg, hat zeitgleich zu Scharpings Behauptungen erkl&auml;rt, von einem solchen Plan nichts zu wissen. <\/p><p>In Deutschland aber hat die Propagandal&uuml;ge sogar bis ins Feuilleton hineingewirkt: &Uuml;ber die H&auml;lfte aller Beitr&auml;ge von Kriegsbef&uuml;rwortern in allen f&uuml;nf von mir untersuchten Zeitungen stammen aus der Zeit zwischen 8. April und 12. Mai, also aus den Folgewochen des &bdquo;Hufeisenplans&ldquo;.<\/p><p><strong>Haben deutsche Medien nach Kriegsende denn jemals auf diese Einseitigkeit reagiert? Oder ging man einfach zur Tagesordnung &uuml;ber? Es handelt sich ja um teilweise schwere Verst&ouml;&szlig;e gegen die journalistische Sorgfaltspflicht&hellip;<\/strong><\/p><p>Es gab einiges an Reflexion auf Journalistentagungen und vereinzelt wurde dar&uuml;ber auch berichtet. Aber eine weitreichende Aufarbeitung der teilweise strukturell und ideologisch bedingten M&auml;ngel in der Kosovo-Berichterstattung fehlt bis heute. <\/p><p>Zahlreiche Journalisten haben aber nach dem Kosovo-Krieg einger&auml;umt, dass es NATO-freundliche Berichte gegeben hat, darunter etwa Andreas Pawlouschek von der ARD, der verlauten lie&szlig;: &bdquo;Ich bin immer wieder sehr &uuml;berrascht, wie sehr wir uns haben missbrauchen lassen&ldquo;. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erten sich auch der Auslandschef beim Bayerischen Fernsehen, Peter Mezger, und Thomas von Mouillard, stellvertretender Chefredakteur der dpa. Mouillard etwa gab zu, durchaus manche Falschmeldung der Milit&auml;rs &uuml;bernommen zu haben. Man habe sich aber bereits nach wenigen Tagen von der Wortwahl distanziert &ndash; vom Inhalt sagte Mouillard jedoch nichts.<\/p><p><strong>Bei diesen dreien handelt es sich aber doch um Einzelf&auml;lle &ndash; oder t&auml;uscht dieser Eindruck?<\/strong><\/p><p>Er t&auml;uscht, das sind keineswegs Einzelf&auml;lle. Kritik an der journalistischen Arbeitsweise kam von vielen Seiten, zum Beispiel auch von Hermann Meyn, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalistenverbandes. Er hat schon wenige Tage nach Beginn der Bombardements die &bdquo;Hetzsprache&ldquo; deutscher Zeitungen und fehlende Zur&uuml;ckhaltung in Bezug auf die Unsicherheit der Quellen kritisiert. <\/p><p>Und Franziska Hundseder, Bundesvorsitzende der Fachgruppe Journalismus der IG Medien, warf insbesondere den audiovisuellen Massenmedien schlampigen und unseri&ouml;sen Journalismus vor. V&ouml;llig zu Recht wies sie darauf hin, dass w&auml;hrend des Luftkrieges Aussagen von Fl&uuml;chtlingen vielfach wie Tatsachen behandelt worden seien und erinnerte daran, dass jede Information mindestens zwei unterschiedliche Quellen haben muss. <\/p><p>Aber auch Ingolf-Wolfram Erler, Leiter der Auslandredaktion beim S&uuml;dwestfunk, r&auml;umte Vers&auml;umnisse in der Kosovo-Berichterstattung ein, indem er auf die versch&auml;rften Arbeitsbedingungen des Journalismus hinwies, unter denen die Qualit&auml;t leide. <\/p><p>Kuno Haberbusch, Redaktionsleiter des NDR-Magazins &bdquo;Panorama&ldquo;, hat dies ganz &auml;hnlich gesehen und gefordert, weniger &bdquo;Sprechblasen&ldquo; zu produzieren und stattdessen mehr Wert auf &bdquo;sauberes Handwerk&ldquo; zu legen. <\/p><p>Und sogar Erich Follath vom Auslandsressort des Spiegels hat einseitige, NATO-freundliche Berichterstattung einger&auml;umt, auch wenn er diesen Umstand &ndash; den Fakten zum Trotz &ndash; f&uuml;r sein Magazin nicht gelten lassen wollte.<\/p><p><strong>Und k&ouml;nnen Sie sagen, wie diese Einseitigkeit &bdquo;organisiert&ldquo; worden ist? Wie gelangen Sie etwa zu jener Feststellung, die Sie dem Online-Magazin Telepolis im <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/47\/47062\/1.html\">Interview<\/a> kundgetan haben: &bdquo;Im Nachrichtengesch&auml;ft geht es um Interessen, nicht um Wahrheit&rdquo;?<\/strong><\/p><p>Die NATO hat nicht aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden oder gar aus Altruismus in den Kosovo-Konflikt eingegriffen. Letzteres sollte offensichtlich sein, wurde jedoch von vielen Kriegsbef&uuml;rwortern ausgeblendet. Doch auch die behaupteten humanit&auml;ren Motive waren nicht zutreffend. Mitte April 1999 sagte der NATO-Oberkommandierende Wesley Clark gegen&uuml;ber der BBC, man habe die Operationen nach den Weisungen der politischen F&uuml;hrung ausgef&uuml;hrt, sie seien nicht geplant gewesen als Mittel, die ethnischen S&auml;uberungen aufzuhalten. <\/p><p>Sp&auml;ter hat Clark den wahren Grund f&uuml;r das Eingreifen genannt, indem er zugab, dass der Angriff ein entscheidender Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r das 21. Jahrhundert war: Die <em>Out-of-Area-Strategie<\/em>, die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29355\">Wandlung der NATO<\/a> vom Verteidigungsb&uuml;ndnis zur globalen Interventionsmacht, war bereits in den fr&uuml;hen 1990er Jahren vorbereitet und rechtzeitig zum 50. Geburtstag des B&uuml;ndnisses umgesetzt worden. <\/p><p>Dazu haben auch Massenmedien ihren Beitrag geliefert, indem sie einerseits eine transatlantische Richtung verfolgten und dazu das negative Jugoslawien-Bild der fr&uuml;hen 1990er unkritisch reproduzierten, wobei sie einfach Bosnier als Opfer durch Albaner ersetzten. <\/p><p>Bezugnehmend auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31990\">Uwe Kr&uuml;ger<\/a> muss man heute wohl annehmen, dass das von den Ressortleitern und Herausgebern kam, die in transatlantischen Think-Tanks sa&szlig;en. Andererseits wurden die Medien aber auch von PR-Agenturen im Auftrag der herrschenden Eliten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24995\">unterminiert<\/a>.<\/p><p><strong>Wie kann ich mir das konkret vorstellen?<\/strong><\/p><p>Naja, NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark hat in seinem lesenswerten Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zvab.com\/servlet\/BookDetailsPL?bi=5938000412&amp;paratrk=&amp;cm_sp=seedet-_-plp-_-bdp\">Waging Modern War. Bosnia, Kosovo, and the Future of Combat<\/a>&ldquo; darauf hingewiesen, dass der NATO schon klar war, dass Berichterstatter &bdquo;kontrolliert und notfalls korrigiert&ldquo; werden mussten. Und der Pressesprecher des Nordatlantischen B&uuml;ndnisses, Jamie Shea, bekannte post bellum: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Die Medienkampagne zu gewinnen, ist genauso wichtig, wie die milit&auml;rische Kampagne f&uuml;r sich zu entscheiden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Entsprechend professionell war dann auch die Pressearbeit der NATO, insbesondere von Jamie Shea selbst, der erreichte, dass viele Medien NATO-Speak wie &bdquo;Kollateralschaden&ldquo; &ndash; f&uuml;r nicht absichtsvoll get&ouml;tete Menschen &ndash; ohne jeden Sinn f&uuml;r Sprach-, ja nicht einmal Fakten-Kritik &uuml;bernommen haben. Als Kollateralsch&auml;den sind im V&ouml;lkerrecht n&auml;mlich nur Dinge definiert, nicht Menschen, zum Beispiel, wenn eine Kaserne bombardiert wird und dabei unbeabsichtigt die Fenster des gegen&uuml;berliegenden Kaufhauses kaputt gehen.<\/p><p>Daneben waren PR-Agenturen wie die ber&uuml;chtigte Ruder Finn, von der die Serben=Nazis-Kampagne im Auftrag der bosnischen Regierung um Izetbegovic von 1992 stammte, f&uuml;r die Kosovo-Albaner um Ibrahim Rugova in Anzeigenkampagnen und in der &bdquo;Beratung&ldquo; von Politikern mit dem Ziel eines positiven Image-Buildings aktiv. <\/p><p>Aber auch Versuche der Bestechung und Einbindung von Journalisten, Informationskontrolle sowie das Timing von Ereignissen unter Gesichtspunkten der Medienwirksamkeit geh&ouml;ren zu den Aufgabenbereichen von PR. Konkret angesprochen wurden zwischen 1992 und 2002 relevante Kongressabgeordnete und politische Entscheidungstr&auml;ger der US-Regierung sowie von internationalen Organisationen wie der UNO oder OSZE, internationale Medien, gesellschaftliche Multiplikatoren wie Think Tanks oder Akademiker und NGOs. Dies f&uuml;hrte zu verst&auml;rkter Kriegspropaganda, zur &Ouml;konomisierung der Diplomatie und zu einer zunehmenden Privatisierung der Au&szlig;enpolitik. <\/p><p>J&ouml;rg Becker und Mira Beham haben das in ihrem Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nomos-shop.de\/Becker-Beham-Operation-Balkan-Werbung-Krieg-Tod\/productview.aspx?product=493\">Operation Balkan<\/a>&ldquo; treffend beschrieben: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Mit Hilfe dieser PR-Aktivit&auml;ten entstanden sich selbst verst&auml;rkende Informationskreisl&auml;ufe, self fulfilling prophecies: Die PR-Agenturen schufen Ereignisse, &uuml;ber die berichtet wurde, und sie platzierten vorformulierte oder redaktionell betreute Artikel mit den entsprechenden Kernbotschaften in den Medien, um diese Berichterstattung dann wiederum als Info-Material in Press-Clippings an Medien und andere Zielgruppen zu verteilen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Ging es also um eine gezielte Manipulation zuallererst der Intellektuellen durch ebensolche? <\/strong><\/p><p>Ich denke schon. Schaut man sich die Essays im Feuilleton und die Interviews an, die ich in meiner Studie analysiert habe, so waren beispielsweise in der FAZ 58 Prozent der Geisteseliten f&uuml;r den Angriff, 32 Prozent dagegen und 10 Prozent unentschlossen. Im Spiegel lag die Verteilung bei 55 Prozent pro, 20 Prozent contra und 25 Prozent skeptisch, in der S&uuml;ddeutschen bei 46 Prozent pro, 42 Prozent contra und 12 Prozent skeptisch. In der Zeit herrschte mit 36 Prozent pro, 32 Prozent contra und 32 Prozent Skeptikern eine ausgeglichene, wenngleich keinesfalls ausgewogene Verteilung der Meinungen vor. Feuilletonleser mussten somit den Eindruck gewinnen, die Mehrzahl der Intellektuellen st&uuml;nde hinter der Milit&auml;rintervention der NATO.<\/p><p><strong>War das denn nicht auch so?<\/strong><\/p><p>Nein, das stimmte eben nicht. Ich habe dann n&auml;mlich zus&auml;tzlich zur Auswertung der Feuilletondebatte noch alle Meldungen in der jeweiligen Zeitung gez&auml;hlt, in welchen Intellektuelle und ihre Meinung zum Krieg nur erw&auml;hnt wurden. Und da sieht die Verteilung dann so aus, dass nur 31 Prozent der deutschen und internationalen Intellektuellen, die innerhalb von FAZ, S&uuml;ddeutsche, Zeit, Spiegel und taz erw&auml;hnt wurden, f&uuml;r den Luftkrieg, 55 Prozent aber dagegen waren. Die Skeptiker lagen bei 14 Prozent. Selbst erg&auml;nzt um die in sozialistischen Medien wie Neues Deutschland oder Freitag genannten Intellektuellen ver&auml;ndert sich dieser Prozentsatz kaum mehr, auch wenn in ND oder Freitag fast ausschlie&szlig;lich Interventionskritiker zu Wort kamen.<\/p><p><strong>Interventionsbef&uuml;rworter waren also deutlich &uuml;berrepr&auml;sentiert, w&auml;hrend Kriegsgegner in den Feuilletons weit weniger zu Wort kamen?<\/strong><\/p><p>Ganz genau. Einzig die taz wurde der tats&auml;chlichen Meinungsverteilung ann&auml;hernd gerecht, indem sie 31 Prozent Pro-Stimmen, 59,5 Prozent contra und 9,5 Prozent Skeptiker abdruckte. In der politischen Berichterstattung lag aber auch die taz auf NATO-Kurs.<\/p><p><strong>Wer &bdquo;steuerte&ldquo; Ihrer Meinung nach denn da dieses kriegsheischende Zerrbild der sozialen Realit&auml;t? Und wie genau fand das statt?<\/strong><\/p><p>Naja, damals war die Analyse von Uwe Kr&uuml;ger noch nicht entstanden. Heute kann man r&uuml;ckblickend sagen, dass es ziemlich wahrscheinlich jene Alpha-Journalisten und Herausgeber waren, die fest in den transatlantischen Think-Tanks verwurzelt sind, die Kr&uuml;ger in seiner Netzwerkanalyse beschrieben hat. Die meisten waren ja schon in den 1990er Jahren in diesem Umfeld t&auml;tig.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><figure class=\"op-social\">\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/7T6HZSgiWKE?rel=0&amp;showinfo=0\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><br>\n<\/figure><p style=\"text-align:center\"><strong>Uwe Kr&uuml;ger: Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Au&szlig;enminister Joschka Fischer unterstrich damals seine Zustimmung zum ersten deutschen Krieg seit 1945 mit der Begr&uuml;ndung, er habe nicht nur &bdquo;Nie wieder Krieg&ldquo;, sondern auch &bdquo;Nie wieder Auschwitz&ldquo; gelernt. Damit spielte er auf vermeintliche &bdquo;Konzentrationslager&ldquo; und einen &bdquo;neuen Hitler&ldquo;, den man dank dieses Krieges zu besiegen glaubte, an. Diese Argumentation hat sich bis heute tief ins Mark, insbesondere der Gr&uuml;nen, aber auch anderer Friedensbewegter, eingeschrieben. Ist es so etwas, mit dem wir manipuliert wurden und werden? Ist das, wie man so sagt, ein sogenannter &bdquo;Spin&ldquo;, den die Kriegstreiber und PR-Agenturen lanciert haben, um uns moralisch zu &bdquo;&uuml;berw&auml;ltigen&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Ja, das kann man so sagen. Die Fakten zeigen, dass von einem solchen Vergleich nicht die Rede sein konnte. Kofi Annan hat sich auf westliche Quellen bezogen, als er von einem B&uuml;rgerkrieg sprach, f&uuml;r den beide Seiten verantwortlich seien. Aber auch Schr&ouml;der, Fischer und Scharping wussten, dass Kosovo nichts mit dem Holocaust zu tun hatte. Das geht aus den Lageberichten hervor, welche von den deutschen Nachrichtenoffizieren erstellt wurden. Und auch aus Berichten der deutschen Botschaft in Belgrad. <\/p><p>Die deutsche Regierung hat hier absichtsvoll ein Ereignis anders dargestellt. Wir d&uuml;rfen nicht vergessen, dass es die erste Kriegsbeteiligung seit 1945 war. F&uuml;r &ldquo;normale&ldquo; Interessen in den Krieg zu ziehen, dazu war die deutsche &Ouml;ffentlichkeit nicht zu gewinnen. Da musste schon das moralisch st&auml;rkste Gesch&uuml;tz her, das zu haben war: der postume Kampf gegen Hitler und den <a href=\"http:\/\/www.laika-verlag.de\/edition-theorie\/%C2%BBantifa-hei%C3%9Ft-luftangriff%C2%AB\">Faschismus<\/a>.<\/p><p><strong>Und warum das alles? Was war so wichtig an diesem Krieg? Daran, dass er zustande kam?<\/strong><\/p><p>Es ging den verantwortlichen Eliten nicht nur um die Vertiefung der West-Verankerung nach dem Ende des Kalten Krieges, sondern auch um die durch die Wandlung der NATO von Verteidigung auf Intervention sich abzeichnenden neuen M&ouml;glichkeiten in der Weltpolitik. Und da wollte Deutschland auf jeden Fall <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24753\">mitmachen<\/a>.<\/p><p>Insofern war Kosovo eine hervorragende M&ouml;glichkeit, nicht nur bestehende Fesseln abzulegen, sondern nebenbei auch endlich noch das l&auml;stige Hitler-Gespenst loszuwerden. Mit der Beteiligung am Kosovo-Krieg habe Deutschland, so die Darstellung der Interventionsbef&uuml;rworter, &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44035\/1.html\">Verantwortung &uuml;bernommen<\/a>&ldquo; und sich postum in die Riege der Anti-Hitler-Koalition eingereiht.<\/p><p>Das ist wichtig f&uuml;r die Eliten im Lande, die endlich wieder <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23564\">Gro&szlig;macht<\/a> sein wollen.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Kurt Gritsch<\/strong>, geboren 1976, lebt im Engadin (Schweiz). Der promovierte Zeithistoriker und Konfliktforscher bietet in seinem Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.uibk.ac.at\/iup\/buecher\/9783902936837.html\">Krieg um Kosovo: Geschichte, Hintergr&uuml;nde, Folgen<\/a>&ldquo; (Innsbruck University Press 2016, 296 Seiten) eine kritische Gesamtdarstellung der Geschichte des Kosovo-Krieges und beleuchtet dabei insbesondere den bundesdeutschen Diskurs und die Rolle der Medien bei der Rechtfertigung der NATO-Intervention von 1999. Gritsch ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts f&uuml;r Zeitgeschichte der Universit&auml;t Innsbruck sowie Lehrbeauftragter an der Academia Engiadina in Samedan. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26380\">Nie wieder Krieg ohne uns! Zur Rolle von Gr&uuml;nen, Sozialdemokraten und Medien im Kosovo-Krieg<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=29355\">Die NATO ist ein Angriffspakt<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=28017\">Der Milit&auml;risch-industrielle Komplex ist die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r den Weltfrieden in unserer Zeit<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27860\">Jeder Krieg wird an der &sbquo;Heimatfront&lsquo; medial verkauft<\/a>&ldquo;<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von <strong>Jens Wernicke<\/strong> finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\"><strong>eine automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/strong><\/a> &uuml;ber neue Texte bestellen.<\/p><div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/ec19df6171734f9195452ff9b94f4bd8\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/1604XX_gritsch.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Dass das erste Opfer des Krieges stets die Wahrheit ist &ndash; diese Weisheit firmiert seit Langem als gefl&uuml;geltes Wort im deutschsprachigen Raum und ist durch vielerlei vortreffliche Recherchen, die ein trauriges Bild der Funktion unserer Massenmedien zu Kriegs- und Krisenzeiten zeichnen, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/1996\/13\/beham.txt.19960322.xml\">belegt<\/a>. Der Zeithistoriker<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33128\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[209,123,183,171],"tags":[912,1544,432,1503,1611,304,466,1210,1338,639],"class_list":["post-33128","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-interviews","category-kampagnentarnworteneusprech","category-medienkritik","category-militaereinsaetzekriege","tag-buergerkrieg","tag-kampagnenjournalismus","tag-kosovo","tag-krueger-uwe","tag-kriegsluegen","tag-kriegsverbrechen","tag-nato","tag-scharping-rudolf","tag-transatlantiker","tag-uno"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33128","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33128"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119986,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33128\/revisions\/119986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33128"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33128"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}