{"id":3313,"date":"2008-07-02T09:17:52","date_gmt":"2008-07-02T07:17:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3313"},"modified":"2008-07-02T09:17:52","modified_gmt":"2008-07-02T07:17:52","slug":"hinweise-des-tages-682","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3313","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3313&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Besch&auml;ftigungsaufschwung verliert an Fahrt <\/strong><br>\nWie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Grundlage erster Berechnungen f&uuml;r den Monat Mai 2008 mitteilt, waren in diesem Monat 40,19 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbst&auml;tig. Dies entspricht einer Zunahme um 619 000 Personen (+ 1,6%) gegen&uuml;ber dem Vorjahresmonat Mai 2007. Im Vergleich mit dem Vormonat April 2008 lag die Zahl der Erwerbst&auml;tigen im Mai 2008 um 111 000 (+ 0,3%) h&ouml;her.\n<p>Die positive Entwicklung der Besch&auml;ftigung setzte sich somit fort, wenn auch in gegen&uuml;ber den vergangenen Monaten leicht abgeschw&auml;chter Form. Von Januar bis M&auml;rz dieses Jahres hatte die Zahl der Erwerbst&auml;tigen jeweils noch um 1,8% &uuml;ber dem Vorjahresmonat gelegen, im April 2008 betrug die Zunahme dann 1,6% gegen&uuml;ber April 2007. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht abzusehen, ob dieser Trend als generell schw&auml;cher werdende Entwicklung am Arbeitsmarkt gewertet werden kann. Zumindest teilweise d&uuml;rfte die Abschw&auml;chung auch dadurch zu erkl&auml;ren sein, dass die Wintermonate wegen der milden Witterung hinsichtlich der Besch&auml;ftigung au&szlig;ergew&ouml;hnlich g&uuml;nstig ausgefallen waren und somit die &uuml;bliche Fr&uuml;hjahrsbelebung geringer ausfiel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2008\/07\/PD08__236__132,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dass der Besch&auml;ftigungsaufschwung an Fahrt verliert, darauf hat der Chef der Bundesagentur heute nicht hingewiesen. Immerhin scheint die Kritik an der besch&ouml;nigenden Statistik allm&auml;hlich anzukommen, denn auch Weise hat heute angemerkt, dass es jenseits der amtlichen Statistik von 3,26 Millionen Arbeitslosen insgesamt 5 Millionen sind, die Arbeit suchen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie: R&uuml;ckkehr zu fr&uuml;herem Rentenniveau unabdingbar<\/strong><br>\nWill der Staat seine Zahlungen f&uuml;r die steuerfinanzierte Grundsicherung langfristig nicht dramatisch ausweiten, ist eine R&uuml;ckkehr zum fr&uuml;heren Rentenniveau f&uuml;r Durchschnittsverdiener von 53 Prozent vor Steuern oder 70 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns &ldquo;unabdingbar&rdquo;. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Arbeitnehmerkammer Bremen. Zudem verliere ein Pflichtversicherungssystem, das nach lebenslanger Beitragszahlung aus einer Vollzeitbesch&auml;ftgung keine Rente deutlich oberhalb der Grundsicherung mehr sicherstellen k&ouml;ne, &ldquo;seine gesellschaftliche Akzeptanz&rdquo;, hei&szlig;t es in der Studie.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Wege-aus-der-Armutsfalle.html\">Ihre Vorsorge<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/sozialpolitik\/doku\/01_aktuell\/ticker\/2008\/2008_06_26%20Rente%20und%20Altersarmut.pdf\">Arbeitnehmerkammer Bremen [PDF &ndash; 796 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Rentenrechner : Die L&uuml;cken im Netz<\/strong><br>\nRentenrechner im Internet sollen die Planung der privaten Altersvorsorge erleichtern.Tats&auml;chlich verwirren die Zahlenkolonnen mehr als sie n&uuml;tzen. F&uuml;r Banken sind sie ein gutes Marketing-Instrument. Welche Rechner was taugen und welche nicht &ndash; ein Praxistest.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/altersvorsorge-special\/_b=1430568,_p=377,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> F&uuml;r gut informierte Leser\/innen ist es durchaus interessant, da mal herumzut&uuml;fteln. Da z.B. beim Deutschen Institut f&uuml;r Altersvorsorge &uuml;berhaupt nicht nach der H&ouml;he der Wunschrente gefragt wird, ergibt sich nat&uuml;rlich immer eine Vorsorgel&uuml;cke. Wir wissen ja: &bdquo;Ziel des Instituts ist es, Chancen und Risiken der staatlichen Altersversorgung bewusst zu machen und die private Initiative zu f&ouml;rdern. Gesellschafter des Instituts sind die Deutsche Bank AG, Deutsche Bank Bauspar AG, DWS Investment GmbH und Deutscher Herold AG, Kooperationspartner ist die Deutsche Bank Privat- und Gesch&auml;ftskunden AG.&ldquo;<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/Rentenschaetzer\/InputController\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge (Rentensch&auml;tzer)<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/institut.htm\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Claus Fussek: &ldquo;Reform ist bereits wieder pflegebed&uuml;rftig&rdquo;<\/strong><br>\nDer Sozialp&auml;dagoge und Kritiker der Situation in Pflege- und Altenheimen, Claus Fussek, hat die heute in Kraft tretende Pflegereform scharf kritisiert. Die dramatisch schlechte Situation in den Pflegeheimen sei nur durch einen Systemwandel abzuschaffen, und dieser sei nicht vollzogen worden, sagte Fussek.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/interview\/809476\/\">Deutschlandradio Kultur (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/07\/01\/drk_20080701_0649_e85f7e24.mp3\">Deutschlandradio Kultur (Podcast)<\/a><\/li>\n<li><strong>Private Altersvorsorge wird teurer<\/strong><br>\nDie Hoffnung stirbt zuletzt. Ob die geplante Abgeltungsteuer noch vor ihrem Start am 1. Januar 2009 nachjustiert wird und ob diese m&ouml;glichen &Auml;nderungen das private Sparen f&uuml;r das Alter eher wieder f&ouml;rdern oder noch st&auml;rker hemmen, steht in den Sternen. Klar ist, dass die neue Steuer wegen bislang fehlender Ausnahmeregelungen die private Altersvorsorge mit Aktien bremsen d&uuml;rfte. Das stimmt die Lobbyisten der Finanzbranche k&auml;mpferisch.<br>\nUnter den Verb&auml;nden macht sich vor allem der deutsche Fondsverband BVI hartn&auml;ckig stark f&uuml;r eine Ausnahmeregelung f&uuml;r die private Altersvorsorge. Denn die beschlossenen 25 Prozent Abgeltungsteuer werden vor allem Aktien- und Aktienfondssparer bremsen, f&uuml;r die die Steuerfreiheit der Kursgewinne nach einem Jahr bislang Standard ist.\n<p>Die Fonds-Lobbyisten bem&uuml;hen sich in Berlin um eine Gleichstellung von Fondssparpl&auml;nen mit Lebensversicherungen: Fondssparer sollten wie die Inhaber von Lebensversicherungen nur die H&auml;lfte der Ertr&auml;ge mit dem pers&ouml;nlichen Steuersatz versteuern m&uuml;ssen, wenn ein Fondssparplan mindestens zw&ouml;lf Jahre angespart wurde und das Kapital nicht vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird.<\/p>\n<p>Dass in Sachen private Altersvorsorge f&uuml;r den Steuerehrlichen nachgebessert werden muss, ist f&uuml;r Finanzexperten unstrittig. Angesichts der in den n&auml;chsten Jahrzehnten dramatisch abschmelzenden gesetzlichen Rente (!) reicht die bisherige F&ouml;rderung f&uuml;r privates Alterssparen &uuml;ber die Riester-Rente nicht aus (!) und ist zudem noch relativ starr reglementiert. Die geplante Abgeltungsteuer belastet das Sparen in Aktien und -fonds massiv: So zwackt sich der Fiskus von jemandem, der 30 Jahre lang monatlich 100 Euro mit einem Fondssparplan rund 150 000 Euro ansparen konnte, knapp 32 000 Euro ab. Die daraus zu finanzierende monatliche Rente von knapp 1 000 Euro &uuml;ber zwanzig Jahre schmilzt damit immerhin um rund 200 Euro im Monat. Andere Lobby-Verb&auml;nde wie der Bankenverband teilen die Auffassung, dass man weitere Produkte und Rahmenbedingungen definieren muss, um einen st&auml;rkeren Anreiz f&uuml;r das Sparen f&uuml;rs Alter zu setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/altersvorsorge-special\/_b=1426707,_p=377,_t=ftprint,doc_page=0;printpage\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Zur Erinnerung WL:<\/strong> Die Abgeltungssteuer ist eine Steuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen, sie wird im Rahmen der Unternehmensteuerreform ab 1. Januar 2009 pauschal 2008 auf 25 Prozent gesenkt. Bis dato unterliegen private Kapitalertr&auml;ge der Einkommensteuer und damit dem pers&ouml;nlichen Steuersatz, der zwischen 15 und 42 Prozent liegt. Die Gewinner der geplanten Neuregelung sind allein Besserverdienende. Steuerzahlern mit hohen Einkommen bringt die Abgeltungssteuer neben der finanziellen auch eine b&uuml;rokratische Entlastung, weil sie ihre Kapitalertr&auml;ge k&uuml;nftige nicht mehr gegen&uuml;ber dem Finanzamt angeben m&uuml;ssen. Der Aufwand f&uuml;r Geringverdiener steigt hingegen: Liegt ihr pers&ouml;nlicher Einkommenssteuersatz unter 30 beziehungsweise sp&auml;ter unter 25 Prozent m&uuml;ssen sie die zu viel gezahlte Steuer vom Finanzamt aktiv zur&uuml;ckfordern.<\/em><\/p>\n<p>Ziel dieser Abgeltungssteuer ist nach Ansicht der Bundesregierung, die internationale Kapitalflucht einzud&auml;mmen. Dazu meint allerdings der Vorsitzende der Deutschen Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek: &ldquo;Wir stellen fest, dass wegen der Abgeltungssteuer mehr Geld ins Ausland flie&szlig;t&rdquo;.<\/p>\n<p>Wenn jetzt die Finanzlobbyisten weitere Verg&uuml;nstigungen bei der Abgeltungssteuer anstreben, w&uuml;rde das Prinzip der Besteuerung nach der &ouml;konomischen Leistungsf&auml;higkeit f&uuml;r die Eink&uuml;nfte auf Verm&ouml;gen noch mehr aufgeweicht. Verm&ouml;gen wird gegen&uuml;ber der Besteuerung von Einkommen (wegen der dort ggf. h&ouml;heren Steuers&auml;tze) noch st&auml;rker privilegiert.<\/p><\/li>\n<li><strong>Dani Rodrick &ndash; Jenseits von Washington<\/strong><br>\nDer Spence-Bericht markiert einen Wendepunkt f&uuml;r die Entwicklungspolitik &ndash; mit dem, was er sagt, ebenso wie mit dem, was er ausl&auml;sst. Vorbei sind die Zeiten selbstbewusster Erkl&auml;rungen &uuml;ber die Vorteile von Liberalisierung, Deregulierung, Privatisierung und freien M&auml;rkten. Vergessen sind jene Empfehlungen von der Stange, die keine kontextabh&auml;ngigen Unterschiede kennen. Stattdessen verfolgt der Spence-Bericht einen Ansatz, der die Grenzen unseres Wissens anerkennt, Pragmatismus und Gradualismus in den Vordergrund stellt und Regierungen zu experimenteller Arbeit ermuntert.<br>\nVerschiedene L&auml;nder erreichen ihre Ziele mit unterschiedlichen Mitteln. \n<p>Der Spence-Bericht ist Ausdruck eines tiefgreifenden intellektuellen Wandels in der entwicklungspolitischen Profession, eines Wandels, der nicht nur Wachstumsstrategien umfasst, sondern auch die Bereiche Gesundheit, Bildung und andere sozialpolitische Fragen. Universelle Allheilmittel sind dem neuen Ansatz suspekt. Stattdessen bem&uuml;ht man sich um strategische Innovationen, die &ouml;konomische oder politische Komplikationen im jeweiligen Land &uuml;berwinden. Wenn es also so etwas wie einen neuen Washington-Konsens gibt, dann besagt er, dass die Regeln im betroffenen Land und nicht in Washington geschrieben werden m&uuml;ssen. Und das ist ein echter Fortschritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1427&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Dani Rodrik ist Professor f&uuml;r Politische &Ouml;konomie an der Kennedy School of Government in Harvard.<br>\nMichael Spence, nach dem dieser Bericht genannt wurde, ist Nobelpreistr&auml;ger, er leitete eine Wachstums- und Entwicklungskommission, eine mit hervorragenden Experten besetzte Gruppe von Entscheidungstr&auml;gern &ndash; der neben Spence ein weiterer Nobelpreistr&auml;ger angeh&ouml;rte. Ihr Schlussbericht wurde Ende Mai ver&ouml;ffentlicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Weltkonjunktur ger&auml;t ins Stottern<\/strong><br>\nDie B&ouml;rsen unter Druck, Ausverkauf an den Anleihem&auml;rkten: Die Finanzm&auml;rkte befinden sich im Ausnahmezustand. Ein schw&auml;cheres Wirtschaftswachstum geht einher mit hoher Inflation &ndash; von Gro&szlig;britannien bis S&uuml;dkorea. Ausgangspunkt sind die USA, wie frische Konjunkturdaten belegen. Die Auswirkungen der Kreditkrise und der Rally der Rohstoffpreise sind schon l&auml;ngst ein weltweites Ph&auml;nomen. Von Europa bis Asien k&auml;mpfen Regierungen und Notenbanken gegen die Gefahr der Stagflation: Unternehmensgewinne fallen, das Verbrauchervertrauen sinkt &ndash; und die Rechnungen f&uuml;r Strom, &Ouml;l und Gas verteuern sich unaufhaltsam. \n<p>Besonders von dem Abschwung betroffen ist Gro&szlig;britannien. Nicht nur der Bankensektor ist stark angeschlagen &hellip;, sondern die gesamte Wirtschaft befindet sich im Abw&auml;rtsstrudel. In Japan blicken die Unternehmen so skeptisch in die Zukunft wie seit vier Jahren nicht mehr&hellip; Auch Ozeanien wurde in Mitleidenschaft gezogen&hellip;Gleicherma&szlig;en kann sich S&uuml;dkorea der Inflation nicht entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/380455.html?p=3\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Jutta Allmendinger \/ Kathrin Leuze \/ Jonna M. Blanck: 50 Jahre Geschlechtergerechtigkeit und Arbeitsmarkt <\/strong><br>\nIn diesem Beitrag betrachten wir die unterschiedlichen Chancen von M&auml;nnern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt, und zwar in ihrer Entwicklung seit der Einf&uuml;hrung des Gleichberechtigungsgesetzes 1958 bis in die Gegenwart. Wir skizzieren zun&auml;chst eine zunehmende rechtliche Formalisierung der Auseinandersetzung um die Geschlechterdiskriminierung im Erwerbsleben. Dann untersuchen wir Facetten der Erwerbst&auml;tigkeit von M&auml;nnern und Frauen im Zeitverlauf, auch mit Blick auf die Situation in anderen L&auml;ndern. Vor allem zwei Bereiche r&uuml;cken wir in den Vordergrund: Zeit und Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/MS3RYC,0,50_Jahre_Geschlechtergerechtigkeit_und_Arbeitsmarkt.html\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ute Gerhard: 50 Jahre Gleichberechtigung &ndash; eine Springprozession<\/strong><br>\nDie Besonderheit der westdeutschen Entwicklung liegt gleichwohl darin, dass sie sich in der Gleichberechtigung der Geschlechter immer wieder eine Versp&auml;tung leistete, ihr die nachholende Entwicklung in eine moderne, geschlechtergerechte Gesellschaft nicht gradlinig gelang, vielmehr den zwei Schritten nach vorn &ndash; wie in der Echternacher Springprozession &ndash; mindestens ein R&uuml;ckschritt folgte.<\/p>\n<p>Ohne Zweifel hat der neue Feminismus der 1970er Jahre viel erreicht: Er hat eine kulturelle Revolution in den Geschlechterverh&auml;ltnissen ausgel&ouml;st, die Leitbilder und Lebensentw&uuml;rfe junger Frauen grundlegend ver&auml;ndert, und dabei M&auml;nner, alt und jung, in mancher Hinsicht weit hinter sich gelassen. Zugleich ist die ungleiche Teilhabe von Frauen im Hinblick auf berufliche Karrieren, politische Entscheidungsmacht und die h&auml;usliche Arbeitsteilung noch immer fest mit alten Gewohnheiten und Machtverh&auml;ltnissen verzurrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/EKLXDW,3,0,50_Jahre_Gleichberechtigung_eine_Springprozession_Essay.html#art3\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Post erk&auml;mpft eine Milliarde Euro vom Bund<\/strong><br>\nSieg f&uuml;r die Post &ndash; Niederlage f&uuml;r den Bund: Ein EU-Gericht hat dem Konzern eine Milliarde Euro im Streit um ein gigantisches Bu&szlig;geld zugesprochen. Der Gro&szlig;teil soll an die Aktion&auml;re ausgesch&uuml;ttet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,563125,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Wohin auch sonst mit dem unverhofften Geldsegen? H&ouml;here L&ouml;hne, bessere Tarifbedingungen oder mehr Besch&auml;ftigte sind nat&uuml;rlich nicht drin. Wieso verfolgt die Bundesregierung immer noch den Wahnsinnsansatz, durch Steuererleichterungen, Senkung der Lohn&ldquo;neben&ldquo;kosten (also der L&ouml;hne) und die F&ouml;rderung des Niedriglohnsektors &bdquo;mehr Besch&auml;ftigung&ldquo; erreichen zu wollen? Es gibt keinen einzigen empirischen Beleg, dass diese Strategie funktioniert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steuerzahlerbund: Drei Viertel der Mitglieder Unternehmer oder Freiberufler<\/strong><br>\nDer Bund der Steuerzahler erreicht durch medienwirksame, oft symbolisch inszenierte Kritik am Steuersystem, am staatlichen Ausgabenverhalten und an der Finanzierung von Parteien und Parlamenten erhebliche &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit. Der &ldquo;Steuerzahler-Gedenktag&rdquo;, die &ldquo;Schuldenuhr&rdquo; und die Vorstellung des &ldquo;Schwarzbuches&rdquo; finden Resonanz. In den vergangenen Jahren hat die Wirkung des Verbandes aber trotz konsequenter Ausrichtung an den Bed&uuml;rfnissen reichweitenstarker Medien nachgelassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_91457.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p>Siehe zum Bund der Steuerzahler auf den NachDenkSeiten: <a href=\"?p=2475\">Sozialstaatsfeindlich<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schweden schicken eine Million Protest-E-Mails<\/strong><br>\nDer Widerstand gegen ein weitreichendes Abh&ouml;r-Gesetz in Schweden hat einen neuen H&ouml;hepunkt erreicht. Eine Million Protest-E-Mails verschickten erboste B&uuml;rger an Parlamentarier. Das Gesetz erlaubt das Abh&ouml;ren allen grenz&uuml;berschreitenden Telefonverkehrs und Mitlesen von E-Mails.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,563171,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Machen wir es doch einfach den Schweden nach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vom Politiker zum Lobbyisten: Trothas Traum vom klimafreundlichen Kohlekraftwerk<\/strong><br>\nDicke Bretter bohren &ndash; das kennt Klaus von Trotha (CDU) noch aus seiner Zeit als Politiker. Damals war er Vork&auml;mpfer etwa f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren, heute ficht er f&uuml;r das &ldquo;klimafreundliche Kohlekraftwerk&rdquo;. Widerst&auml;nde gibt es auch diesmal.\n<p>Der Gr&uuml;nen-Abgeordnete aus Baden-W&uuml;rttemberg staunte nicht schlecht, als er k&uuml;rzlich in Berlin ein vertrautes Gesicht auf ungewohntem Terrain entdeckte. War das nicht Klaus von Trotha (CDU), der fr&uuml;here baden-w&uuml;rttembergische Wissenschaftsminister? Und was machte der hier, auf einem Kongress der Energiebranche? Jawohl, stellte sich heraus, es war von Trotha, ein paar J&auml;hrchen &auml;lter als zu Regierungszeiten, aber immer noch vor Vitalit&auml;t spr&uuml;hend. Die zweite Frage beantwortete seine nach kurzem Plausch &uuml;bergebene Visitenkarte: Vorstandsvorsitzender war der Expolitiker demnach, und zwar beim &ldquo;IZ Klima &ndash; Informationszentrum klimafreundliches Kohlekraftwerk&rdquo; mit Sitz in der Hauptstadt.<\/p>\n<p>Das Informationszentrum ist ein gemeinn&uuml;tziger Verein, der von derzeit acht Unternehmen der Energiewirtschaft getragen wird; aus Baden-W&uuml;rttemberg sind die Karlsruher EnBW und demn&auml;chst vielleicht auch die Mannheimer MVV dabei. Informieren wollen sie &uuml;ber eine Technologie, die Kohlekraftwerke mit dem Klimaschutz vers&ouml;hnen soll: CCS lautet das bisher nur Fachleuten gel&auml;ufige K&uuml;rzel, das f&uuml;r Carbon Capture and Storage steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/detail.php\/1748812\/r_article_print\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hamburg ber&auml;t &uuml;ber neues Studiengeb&uuml;hren-Modell<\/strong><br>\n&ldquo;<em>Mit nachgelagerten Studiengeb&uuml;hren ist keine Verbesserung f&uuml;r die Studierenden geschaffen<\/em>&ldquo;, s Sehr kritisch zu betrachten ist, dass die M&ouml;glichkeit anfallende Geb&uuml;hren nach dem Studium zu zahlen nur Studierende offen steht, die sich in der Regelstudienzeit plus zwei Semester befinden.tellt Bianka Hilfrich, Mitglied im fzs-Vorstand, klar.&rdquo;Die Lage der Studierenden, die neben dem Studium arbeiten m&uuml;ssen wird nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt&rdquo;, so Hilfrich weiter. Die Studie zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland hatte ergeben, dass gerade Studierende die ihr Studium durch einen oder mehrere Jobs finanzieren m&uuml;ssen eine deutlich l&auml;ngere Studiendauer vorweisen.\n<p>Auch die Befreiungstatbest&auml;nde sind absolut unzureichend. Hierzu erkl&auml;rt Florian Hillebrand, fzs-Vorstand: &ldquo;Sich mit der Einschr&auml;nkung von Befreiungsm&ouml;glichkeiten zu r&uuml;hmen, die gerade Studierende mit Kindern und Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen betreffen, ist vollkommen verfehlt.&rdquo; Erkl&auml;rt wird die Einschr&auml;nkung mit der M&ouml;glichkeit ein Darlehn aufzunehmen. &ldquo;Ein Darlehen aufnehmen zu m&uuml;ssen macht Studiengeb&uuml;hren in keiner Weise sozial vertr&auml;glicher&rdquo;, so Hillebrand weiter.<\/p>\n<p>Ein weiteres Problem stellt die Kappungsgrenze dar, die mit 17.000 Euro fast unerreichbar hoch liegt und damit kaum positive Effekte hat. Ein Darlehen kann jedoch nur noch f&uuml;r die Regelstudienzeit plus zwei beantragt werden. &ldquo;Die Kappungsgrenze zu erreichen ist also selbst f&uuml;r BAf&ouml;G-Empf&auml;nger und Empf&auml;ngerinnen nahezu utopisch&rdquo;, kritisiert Bianka Hilfrich abschlie&szlig;end.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/202831.html\">fzs<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3313","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3313","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3313"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3313\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3313"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3313"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3313"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}