{"id":3316,"date":"2008-07-03T09:45:33","date_gmt":"2008-07-03T07:45:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3316"},"modified":"2008-07-03T09:45:34","modified_gmt":"2008-07-03T07:45:34","slug":"hinweise-des-tages-683","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3316","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3316&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Heiner Flassbeck und Friederike Spiecker &ndash; Falsche Geldpolitik in Europa<\/strong><br>\nDas viel beschworene Dilemma der Zentralbank existiert nicht. Scheinbar steckt die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) in einem Dilemma: Die Konjunktur schw&auml;cht sich ab aber die Preise steigen st&auml;rker als zuvor und st&auml;rker, als es dem Inflations-ziel der EZB entspricht. Erh&ouml;ht die Notenbank die Zinsen nicht, &ouml;ffnet sie &ndash; so ihre eigene Wahrnehmung &ndash; der Inflation Tor und T&uuml;r. Erh&ouml;ht sie die Zinsen, w&uuml;rgt sie die bereits im Straucheln befindliche europ&auml;ische Konjunktur ab. Was tun? Erh&ouml;hen, senken, abwarten?\n<p>Die Antwort ist einfach, doch eine auf Inflation und &bdquo;<em>nur Inflation<\/em>&ldquo; fixierte EZB kann oder will sie nicht geben. Jede vor&uuml;bergehende Angebotsverknappung und jede vor&uuml;bergehende Nachfrageausweitung f&uuml;hrt zu einer Preissteigerung und damit zu einer Verschiebung der Preisrelationen zwischen verschiedenen G&uuml;tern, aber nicht zu einer dauerhaften Inflation, die  man durch Zinssteigerungen bek&auml;mpfen m&uuml;sste&hellip;<\/p>\n<p>Statt der an den Finanzm&auml;rkten Pokernden treffen Zinssteigerungen in erster Linie die Sach-investoren und damit all diejenigen, die an den G&uuml;ter- und Arbeitsm&auml;rkten ihr Brot verdienen. Ihnen jetzt den Hahn zuzudrehen, hei&szlig;t, die unter dem Spekulantentum Leidenden hierzulande ein drittes Mal zur Kasse zu bitten: erst mit Steuergeldern bei der Sanierung der durch Immobilienspekulationen marode gewordenen Banken, dann mit Realeinkommensverlusten wegen steigender Lebenshaltungskosten durch Rohstoffspekulationen und nun auch noch mit erh&ouml;htem Arbeitsplatzrisiko wegen lahmender Konjunktur dank Zinsanhebung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1431&amp;blogId=16\">FTD WirtschaftsWunder<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Union und Arbeitgeber kritisieren EU-Sozialpaket<\/strong><br>\nDas Sozialpaket der Europ&auml;ischen Kommission, das am Mittwoch vorgestellt wurde, enth&auml;lt umfangreiche Regelungen in den Bereichen Arbeitnehmerschutz, Anti-Diskriminierung und medizinische Versorgung. Auf Widerstand st&ouml;&szlig;t in Deutschland besonders die geplante Ausweitung der Antidiskriminierungs-Regeln. CDU\/CSU und Wirtschaft warnen vor mehr B&uuml;rokratie und h&ouml;heren Kosten. F&uuml;r die Union ist die neue EU-Richtlinie &ldquo;<em>&uuml;berfl&uuml;ssig wie ein Kropf<\/em>&rdquo; und ein &ldquo;<em>Irrsinn<\/em>&ldquo;, erkl&auml;rte der familienpolitische Sprecher der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer. Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter Hundt hatte zuvor in Br&uuml;ssel &ldquo;<em>allergr&ouml;&szlig;te Sorgen<\/em>&rdquo; &uuml;ber die neuen Vorgaben ge&auml;u&szlig;ert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/international\/Sozialpaket-EU-Kommission;art123,2563839\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Da macht die Kommission einmal Ans&auml;tze f&uuml;r ein soziales Europa und schon erntet sie aus Deutschland wieder geballten Widerstand. Wo war dieser Widerstand als es um die Festsschreibung wirtschaftsliberaler Rechte im EU-Reformvertrag ging? Deutlich wird hierbei, dass der Widerstand gegen soziale Rechte in Europa vor allem auch von Deutschland ausgeht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>In der EU gewinnen die Wirtschaftsinteressen immer gr&ouml;&szlig;eren Einfluss<\/strong><br>\nErneut hat der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) nationale Schutzvorschriften gegen Lohnkonkurrenz aus dem EU-Ausland f&uuml;r unwirksam erkl&auml;rt. Es ist bereits das vierte Urteil binnen eines halben Jahres, in dem die Richter nationales Arbeitsrecht der unternehmerischen Dienstleistungsfreiheit unterordnen. In einem Fall schr&auml;nkten sie sogar elementare Grundrechte ein: In ihrem so genannten Viking-Urteil erkl&auml;rten die Richter, Grundrechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, ja auch die Menschenw&uuml;rde seien &ldquo;<em>mit dem Schutz des freien Warenverkehrs und der Dienstleistungsfreiheit in Einklang zu bringen<\/em>&ldquo;. Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hat dies als einen &ldquo;<em>ungeheuerlichen Vorgang<\/em>&rdquo; bezeichnet, der die &ldquo;Kernnormen der Verfassung&rdquo; treffe. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie die Partei- und Fraktionsvorsitzenden im Bundestag fordert Bsirske &ldquo;<em>politische Konsequenzen<\/em>&ldquo;.\n<p>Mit seinem j&uuml;ngsten Urteil hat der EuGH &uuml;ber eine Klage der Europ&auml;ischen Kommission gegen das Gro&szlig;herzogtum Luxemburg entschieden. Luxemburg hatte darauf bestanden, dass aus dem EU-Ausland entsandte Besch&auml;ftigte nach den landes&uuml;blichen Tarifen bezahlt werden m&uuml;ssen, die in Luxemburg automatisch der Entwicklung der Lebenshaltungskosten angepasst werden. Das, so der Gerichtshof, versto&szlig;e gegen die EU-Entsenderichtlinie. Luxemburg d&uuml;rfe die Entsende-Unternehmen lediglich auf die Einhaltung von Mindeststandards wie Mindestl&ouml;hne verpflichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schon wieder G8, schon wieder ein Krisengipfel<\/strong><br>\nKurz nach dem weithin ergebnislosen G8-Treffen von Heiligendamm im Juni 2007 begann der US-Hypothekencrash, der sich zu einer internationalen Finanzkrise auswachsen sollte. Inzwischen bringen explodierende &Ouml;l- und steigende Nahrungsmittelpreise die Inflation ins Traben. Vor einem Jahr haben die versammelten Weltenlenker vor der drohenden Klimakatastrophe spektakul&auml;r versagt &ndash; kaum anzunehmen, dass ihr vereinter Verstand diesmal einer sich abzeichnenden Weltwirtschaftskrise gewachsen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/27\/08270101.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Wieder daheim<\/strong><br>\nStandort Deutschland: Viele Firmen lassen ihre Produkte wieder in der Heimat herstellen. Zuvor waren sie mit gro&szlig;en Gewinn-Erwartungen in fremde L&auml;nder aufgebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1361699&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir haben auf den NachDenkSeiten oft genug darauf hingewiesen, dass Betriebsverlagerungen vor allem auch eine wirkungsvolle Drohgeb&auml;rde waren um hierzulande die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken und Arbeitsrechtsstandards abzubauen. <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_05_1.pdf\">Vgl. z.B. auch [PDF &ndash; 112 KB]<\/a><br>\nSie erinnern sich sicherlich noch an die apokalyptischen Zahlen: Stoiber redet von 50.000 Arbeitspl&auml;tze pro Monat (ohne je einen Beleg angeben zu k&ouml;nnen), Merkel von 1.000 Arbeitspl&auml;tzen pro Tag, die abwanderten, Ifo-Chef (Un-)Sinn sprach von einer &bdquo;<em>Flucht der Mittelst&auml;ndler nach Osteuropa<\/em>&ldquo;, das waren politische Erpressungen, die nie der Realit&auml;t <a href=\"?p=503\">entsprachen<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu auch <a href=\"?p=275\">Stoibers amtliche Panikmache<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu viel Teilzeit<\/strong><br>\nDie OECD charakterisiert die Arbeitsmarktlage als verbessert, aber weiter problematisch. Der Anteil der Besch&auml;ftigten an der Bev&ouml;lkerung im erwerbsf&auml;higen Alter habe im vergangenen Jahr leicht &uuml;ber dem OECD-Durchschnitt gelegen. Dennoch reiche das Land mit seiner Besch&auml;ftigtenquote von 69 Prozent nicht an die Schweiz und einige skandinavische L&auml;nder heran, die 75 Prozent und mehr erreichten.\n<p>Zudem entfalle ein gro&szlig;er Teil des Besch&auml;ftigungswachstums auf Teilzeitarbeitspl&auml;tze; mit 22 Prozent aller Besch&auml;ftigten habe Deutschland hier einen der h&ouml;chsten Anteile innerhalb der OECD. Auch bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen tut sich Deutschland besonders schwer: Gut 56 Prozent aller Arbeitslosen suchten schon im vorigen Jahr seit mehr als einem Jahr eine Stelle, verglichen mit weniger als 30 Prozent im OECD-Durchschnitt. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen lag damit nur in der Slowakei h&ouml;her.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1361400&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/46\/0,3343,en_2649_201185_40401454_1_1_1_1,00.html\">OECD Employment Outlook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>England im Abw&auml;rtsstrudel<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien hat die Kreditkrise voll erwischt. Die Hauspreise fallen, die Verbraucher halten sich mit Ausgaben zur&uuml;ck. Die Aktien von Marks &amp; Spencer und Taylor Wimpey st&uuml;rzen zweistellig ab. Die Notenbank kommt in die Bredouille.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Hypothekenkrise%20England%20Abw%E4rtsstrudel\/380998.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche-Bank-Experte: Jetzt geht&rsquo;s abw&auml;rts mit der Wirtschaft<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsboom in Deutschland ist nach Einsch&auml;tzung von Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Nobert Walter vor&uuml;ber. &ldquo;Der Abschwung ist da&rdquo;, sagte der Forscher. Damit widerspricht er deutlich der j&uuml;ngsten Prognose des DIW, das von einer Fortsetzung des Aufschwungs ausgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article2168594\/Jetzt_gehts_abwaerts_mit_der_Wirtschaft.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Nun hatten wir doch von den Strategen in der neoliberalen Reformen immer zu h&ouml;ren bekommen, wir br&auml;uchten Strukturreformen, zum Beispiel wie in Gro&szlig;britannien, dann w&auml;re die &ouml;konomische Welt in Ordnung. Und wer versuchte, zu erkl&auml;ren, dass zum Beispiel der wirtschaftliche Aufschwung in Gro&szlig;britannien Anfang der neunziger Jahre viel mit der anderen Geld- und Fiskalpolitik, also mit einer besseren Makropolitik zu tun hatte und weniger mit den Reformen von Thatcher und Blair, der wurde als unverbesserlicher Keynesianer des Platzes verwiesen. Jetzt pl&ouml;tzlich ist das ganz anders. Eigentlich sollten wir doch lernen, dass sich Gro&szlig;britannien nach den Strukturreformen auf einem unersch&uuml;tterlichen Wachstumspfad befindet, und wir doch auch, wenn wir genug reformieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Amerikanisierung der Finanzm&auml;rkte und ihre Folgen.<\/strong><br>\nMarktmacht, cleveres Marketing, R&uuml;ckendeckung durch Regulierer: Wie US-Finanzinstitutionen es schaffen, dass wir nach ihren Regeln spielen &ndash; und welche Folgen die Amerikanisierung der Finanzm&auml;rkte f&uuml;r Unternehmen und Anleger hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/die-amerikanisierung-der-finanzm-rkte-und-ihre-folgen-298658\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein interessanter Blick hinter die Kulissen des Casinos.<br>\nDer Artikel ist auch wegen eines Details zur Bahnprivatisierung ganz interessant:<\/em><\/p>\n<p>&bdquo;Eigentlich sollten ja Morgan Stanley und die Deutsche Bank den f&uuml;r November geplanten B&ouml;rsengang der Deutschen Bahn organisieren. V&ouml;llig &uuml;berraschend benannte die Bahn aber von Anfang an vier Banken: UBS und Goldman Sachs rutschten als nahezu gleichberechtigte globale Koordinatoren mit ins Konsortium. &bdquo;Goldman wurde auf massiven Druck aus dem Kanzleramt mitreingenommen&ldquo;, sagt ein Frankfurter Investmentbanker. Angela Merkel kann gut mit Goldman-Deutschland-Chef Alex Dibelius. F&uuml;r den zahlt sich das aus: Jede der vier F&uuml;hrungsbanken d&uuml;rfte mindestens 15 Millionen Euro einnehmen.<\/p>\n<p>Zwei US-Banken, ein schweizerisches und nur ein deutsches Institut dominieren den milliardenschweren B&ouml;rsengang eines Staatsunternehmens &ndash; und alle tun dies im Wesentlichen von London aus. Nichts illustriert besser, welchen Einfluss angels&auml;chsische Institute mittlerweile auf dem heimischen Finanzmarkt gewonnen haben. <\/p>\n<p>Haben wir nicht immer gesagt: Die Privatisierung der Bahn versteht man nur, wenn man fragt, wer daran verdient.<\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wei&szlig;e Liste&rdquo; f&uuml;r Krankenh&auml;user<\/strong><br>\nDie Bertelsmann-Stiftung bietet gemeinsam mit den gro&szlig;en Patienten- und Verbraucherorganisationen sowie dem Sozialverband VdK einen Krankenhaus-Wegweiser im Internet. Unter der Adresse weisse-liste.de finden Patienten ein interaktives, kostenlos nutzbares Datenbanksystem, das bei der Suche nach der passenden Klinik hilft. Derzeit umfasst die Datenbank deutschlandweit rund 2000 Krankenh&auml;user.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Krankenhaus-Wegweiser-im-Internet.html?session=aad818cbb71e7d61ad6fbcd8809e206e\">Ihre Vorsorge<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.weisse-liste.de\/uber-die-weisse-liste.26.de.html\">Wei&szlig;e Liste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wieder einmal typisch Bertelsmann, der gemeinn&uuml;tzige Helfer der angeblich nur das Gute im Sinn hat: &bdquo;Nur ein unabh&auml;ngig informierter Patient ist ein m&uuml;ndiger Patient: Er ist in der Lage, aktiv und verantwortlich an der Entscheidung f&uuml;r seinen Behandlungsweg und den richtigen Ort mitzuwirken. Informationen sind aber nur dann wertvoll, wenn sie glaubw&uuml;rdig sind. Die Bertelsmann Stiftung ist unabh&auml;ngig und gemeinn&uuml;tzig und steht deshalb mit der Wei&szlig;en Liste ebenso wie die kooperierenden Patientenorganisationen genau daf&uuml;r.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Wie bei den Hochschulrankings geht es aber darum unter den Krankenh&auml;usern eine Art Wettbewerb zu inszenieren. Sp&auml;ter wird dann nach diesem Ranking wom&ouml;glich entschieden, welches Krankenhaus geschlossen wird. Was hat der Patient in Passau davon, dass ihm die &bdquo;Wei&szlig;e Liste&ldquo; in Flensburg ein passendes Krankenhaus vorgaukelt?<\/p>\n<p>M&uuml;sste nicht der den Patienten behandelnde Arzt am besten beurteilen k&ouml;nnen, welches Krankenhaus f&uuml;r die spezifische Krankheits-Symptomatik und f&uuml;r die soziale Betreuung am geeignetsten ist? Wird hier nicht dem Patienten eine Pseudokompetenz suggeriert, die das &auml;rztliche Vertrauensverh&auml;ltnis st&ouml;rt oder gar gef&auml;hrdet? Gibt es nicht bei schwerkranken Patienten gen&uuml;gend Scharlatane, die deren Hoffnung schamlos ausbeuten? <\/p><\/li>\n<li><strong>Franz Walter: Proletarier aller L&auml;nder &ndash; wo seid ihr?<\/strong><br>\nDie SPD verliert Mitglieder, weil inzwischen Aufsteiger ihre Klientel bilden &ndash; die aber brauchen keine Massenorganisation. Die Kerngruppe &ndash; Lehrer, Dezernenten, Referatsleiter &ndash; verf&uuml;gen individuell &uuml;ber Ressourcen, die den fr&uuml;heren Drang zur Kollektivit&auml;t entbehrlich machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/110\/183537\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Richtig an Franz Walters Feature ist, dass in der SPD, etwa bei Steinbr&uuml;ck, Steinmeier oder Heil und vielen anderen mehr, das Verst&auml;ndnis daf&uuml;r abhanden gekommen ist, dass die unteren Schichten sich zusammentun m&uuml;ssen, wenn sie ihre Interessen durchsetzen wollen. Ja noch schlimmer, der rechte F&uuml;hrungskader hat die unteren Schichten l&auml;ngst abgeschrieben und ist stolz darauf, wenn ihnen die b&uuml;rgerlichen Honoratioren, sprich die Banker und die Unternehmer huldvoll auf die Schulter klopfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel: Weg aus der Sackgasse<\/strong><br>\nDie Gesellschaft hat das Soziale wieder entdeckt.<br>\nNach Jahren des radikalen Systemumbaus hin zu einem Staat, der seine B&uuml;rger nach Marktkriterien sortiert, sie in n&uuml;tzlich und &uuml;berfl&uuml;ssig einteilt, die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge privatisiert und damit staatlichen Handlungsspielraum abgibt, lichtet sich der Nebel und die Sackgasse wird sichtbar, in die sich der Staat begeben hat.\n<p>Ein Kernst&uuml;ck der Ideologie, die in den letzten zehn Jahren hegemonial war ist der Gedanke, dass man die Krise am Arbeitsmarkt zumindest abd&auml;mpfen kann, wenn man auf die Erwerbslosen nur genug Druck aus&uuml;bt. &bdquo;Fordern und F&ouml;rdern&ldquo; hei&szlig;t die Devise, dank derer der &bdquo;versorgende Sozialstaat&ldquo; abgeschafft und &bdquo;moderne Arbeitsagenturen&ldquo; geschaffen werden sollten. Das Grundprinzip, nachdem die Massenarbeitslosigkeit personifiziert und zu einem individuellen Versagen umdefiniert wird, setzt darauf, das Individuum zu aktivieren, sich fit f&uuml;r den Markt zu machen. F&uuml;r die Sozialdemokratie ist es angezeigt, eine vorl&auml;ufige Bestandsaufnahme dieses Systemumbaus vorzunehmen. Das Ergebnis ist verheerend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.politik-poker.de\/weg-aus-der-sackgasse.php\">Politik-Poker<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ex-Gr&uuml;ner Metzger wird nicht f&uuml;r CDU bei Bundestagswahl kandidieren<\/strong><br>\nDer ehemalige Gr&uuml;nen-Politiker Metzger ist mit seinem Versuch gescheitert, f&uuml;r die CDU bei der Bundestagswahl im Herbst n&auml;chsten Jahres zu kandidieren. Bei der Nominierung des CDU-Direktkandidaten im Wahlkreis Biberach unterlag der Finanzexperte im dritten Wahlgang dem CDU-Kreisvorsitzenden Rief. Dieser erhielt 58 Prozent, Metzger knapp 42 Prozent. Der 53-j&auml;hrige hatte die Gr&uuml;nen im vergangenen November nach rund 20 Jahren verlassen, weil er deren Kurs in der Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht mehr mittragen wollte. Seit April ist er Mitglied der CDU.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/200807020500\/2\">Deutschlandradio (Text)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Interessant ist ein Bericht &uuml;ber das gestrige Wahlverfahren und ein Kommentar des Gewinners Rief: Oswald Metzger habe nie in seinem Leben etwas zu Ende gebracht; das fing bei seinem Studium an und sei auch jetzt noch so.<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/podcast-mp3.dradio.de\/podcast\/2008\/07\/02\/dlf_20080702_0507_bd063454.mp3\">Deutschlandradio (Podcast)<\/a><\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu aber den durch und durch widerspr&uuml;chlichen Kommentar des Chefredakteurs der Frankfurter Rundschau: Wehret dem Metzger!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1361527&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> <\/p>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> Auf der einen Seite lobt Vork&ouml;tter die Kandidatenwahl als ein sch&ouml;nes Beispiel innerparteilicher Demokratie, um dann wieder den &bdquo;Apparat einer Partei&ldquo; zu tadeln, der nur die eigene Macht sch&uuml;tze. Er bedauert, dass ein ordentlicher und flei&szlig;iger Landwirt Josef Rief einem Oswald Metzger vorgezogen wurde. Metzger sei &bdquo;ein brillanter Redner, ein begnadeter Selbstdarsteller, Dauergast in den einschl&auml;gigen Talkshows. Er ist streitbar, vertritt aus &Uuml;berzeugung und Lust an der Debatte seinen Standpunkt, und sei es der falsche. Eigentlich w&uuml;nschen wir uns im Bundestag mehr solcher Typen: unbequeme, eigensinnige Parlamentarier, denen Parteidisziplin nicht &uuml;ber alles geht. Die Eitelkeit, die diesem Typ Politiker zu eigen ist, sehen wir ihm nach.&ldquo;<\/p>\n<p>Nein, lieber Herr Vork&ouml;tter, solche eitle Selbstdarsteller, die sich als Lautsprecher einer Reformideologie verstehen und sich von der Inititative Neue Soziale Marktwirtschaft promoten lassen, die sich nur selbst vertreten und f&uuml;r die &bdquo;Volksvertreter&ldquo; nur hei&szlig;t, sich m&ouml;glichst lukrativ selbst zu vermarkten, die wollen die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger gerade nicht.<\/p><\/li>\n<li><strong>Wikipedia: Schreibt die Atomlobby mit?<\/strong><br>\nDie Atomlobby habe die Wikipedia erfolgreich unterwandert. Das behauptet Axel Mayer, Vorsitzender des BUND-Regionalverbandes S&uuml;dlicher Oberrhein mit Sitz in Freiburg. Handfeste Beweise liefert Mayer nicht, aber eine Reihe von Indizien. Sein derzeit wichtigstes Indiz: Weblinks, die in Wikipedia-Artikeln zum Thema Kernkraft auf die atomkritischen Webseiten des BUND Freiburg verwiesen, wurden regelm&auml;&szlig;ig gel&ouml;scht &ndash; und von Mitarbeitern des BUND in einer Art Katz-und-Maus-Spiel immer wieder eingef&uuml;gt.\n<p>Eine Lappalie, so k&ouml;nnte man denken. Doch Axel Mayer sieht das anders. <em>&ldquo;Wir haben Wikipedia-Artikel nicht inhaltlich ver&auml;ndert, sondern nur Links zu unseren Webseiten hinzugef&uuml;gt<\/em>&ldquo;, sagt der Atomkraftgegner zu heute.de. Er sieht in den Links zu seinen eigenen atomkritischen Seiten eine Art Ausgleich f&uuml;r die zahlreichen Links in der Wikipedia, die zu den nicht gerade f&uuml;r ihre Neutralit&auml;t bekannten Webseiten der AKW-Betreiber f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/8\/0,3672,7261448,00.html\">ZDF<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schamlose Bereicherung<\/strong><br>\nWie schafft man es, jeden Monat mehr zu verdienen als die Bundeskanzlerin &ndash; ohne es wirklich zu verdienen? Nun, beispielsweise, wenn man als Chef eines &ouml;ffentlichen Unternehmens, sagen wir der Wasserversorgung oder des Wohnungsbaus, das Unternehmen privatisieren l&auml;sst.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7004949,00.pdf\">ZDF Frontal-21 [PDF &ndash; 52 KB<\/a>]\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/532162?inPopup=true\">ZDF Frontal-21 (Video)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Kinderbetreuung: Kitas in privater Hand<\/strong><br>\nBetreuungspl&auml;tze f&uuml;r Kinder unter drei Jahren sind in Deutschland Mangelware. Nur 13 Prozent von ihnen bekommen einen Platz in einer Kindertagesst&auml;tte. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen m&ouml;chte diesen Zustand &auml;ndern. Bis zum Jahr 2013 soll in jedem Bundesland f&uuml;r 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren ein Platz zur Verf&uuml;gung stehen. Ziel ist die Verdreifachung der Betreuungspl&auml;tze auf 750.000.Mit dem neuen Kinderf&ouml;rderungsgesetz, vom Bundestag bereits verabschiedet und im Herbst dem Bundesrat vorzulegen, soll dieses Ziel verwirklicht werden. Vier Milliarden Euro stellt Ursula von der Leyen daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung. Mit diesem Geld sollen nicht nur gemeinn&uuml;tzige und st&auml;dtische, sondern auch private Kindertagesst&auml;tten gef&ouml;rdert werden. Das k&ouml;nnte die Kita-Landschaft in Deutschland nachhaltig ver&auml;ndern. Dieter Dohmen vom Forschungsinstitut f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie nennt einen weiteren Punkt: &bdquo;<em>Es gibt Hinweise darauf, dass sich die privat-gewerblichen Einrichtungen nat&uuml;rlich dort niederlassen, wo die zahlungskr&auml;ftige Klientel sitzt und weniger in die Problemzonen reingehen. Dieses ist im Sinne der Bildungsschere nicht ideal.<\/em>&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,lwuvs34m71vsfcbs~cm.asp\">ARD PlusMinus (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/724050?pageId=&amp;moduleId=432744&amp;categoryId=&amp;goto=1&amp;show=\">ARD PlusMinus (Video)<\/a><\/li>\n<li><strong>Noch mehr Kanonenfutter<\/strong><br>\nMit der &Uuml;bernahme der schnellen Eingreiftruppe QRF im Norden ist die Bundeswehr erstmals mit einem reinen Kampfverband in Afghanistan im Einsatz. Zeitgleich zum Beginn des Kommandos wurden deutsche Soldaten bei einem Anschlag verletzt. Der Kriegsschauplatz ist f&uuml;r westliche Truppen inzwischen gef&auml;hrlicher als der im Irak, vor allem aber leidet die afghanische Bev&ouml;lkerung, ausl&auml;ndische Helfer ziehen sich zur&uuml;ck. Die Koalition in Berlin will das Bundeswehr-Mandat dennoch im Herbst verl&auml;ngern und 1.000 weitere Soldaten entsenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/27\/08270501.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Kein bisschen Frieden<\/strong><br>\nVon einer Irakisierung am Hindukusch kann schon l&auml;ngst keine Rede mehr sein. Im Irak herrscht mehr Sicherheit als in der afghanischen Provinz. Nach einer Rangliste der britischen Jane&acute;s Security Information Group rangiert Afghanistan an dritter Stelle der gef&auml;hrlichsten Staaten, und damit weit vor dem Irak. &ldquo;Die Afghanen sind ein stolzes Volk, wenn sie keine Verbesserungen sp&uuml;ren, wehren sie sich&rdquo;, kommentiert Klaus D&uuml;nnhaupt von der Hilfsorganisation AGEF die Lage. Milit&auml;r mag Sicherheit zeitweilig erzwingen, aber keineswegs dauerhaft schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/27\/08270502.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Neoliberale Netzwerke in S&uuml;damerika<\/strong><br>\nDie Friedrich-Naumann-Stiftung (FDP) beginnt ein neues Programm zur Vernetzung neoliberaler Kr&auml;fte in ganz Lateinamerika, darunter Regierungsgegner aus Kuba, Venezuela und Bolivien. Das Online-Projekt, das am gestrigen Montag gestartet wurde und auf zwei Monate angelegt ist, richtet sich unter anderem an &ldquo;<em>liberale politische Anf&uuml;hrer und ihre Aktionsgruppen<\/em>&ldquo;. Die Teilnehmer sollen auf die &ldquo;<em>L&ouml;sung aktueller soziopolitischer und &ouml;konomischer Probleme<\/em>&rdquo; mit neoliberalen Polit-Methoden vorbereitet werden. Die Naumann-Stiftung kooperiert dabei mit der &ldquo;<em>Red Liberal de Am&eacute;rica Latina<\/em>&rdquo; (RELIAL), einem kontinentalen Netzwerk von bisher 46 Organisationen aus 17 Staaten, das sie 2003 selbst gegr&uuml;ndet hat. RELIAL propagiert marktliberale Konzepte und steht damit in offener Opposition vor allem zu den Regierungen in Caracas und La Paz, die derartige Modelle ablehnen. Besonderen Konfliktstoff birgt die Unterst&uuml;tzung bolivianischer und venezolanischer Sezessionsbewegungen durch RELIAL-Mitglieder. Die Naumann-Stiftung, die sich aus Mitteln des deutschen Staatshaushalts finanziert, provoziert mit ihren Aktivit&auml;ten inzwischen &ouml;ffentliche Proteste in Lateinamerika.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/57283\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Die &ldquo;Netzeitung&rdquo; ist bedroht &ndash; Online last!<\/strong><br>\nDer einst so gro&szlig;spurig angek&uuml;ndigte Onlineausbau im Berliner Verlag ist nicht mehr erstrangig &ndash; und die Belegschaft der &ldquo;Netzeitung&rdquo; treibt die Sorge, die Redaktion k&ouml;nne zerschlagen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/internet\/artikel\/1\/online-last\/?type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Hamburg\/G&uuml;tersloh: Dr&auml;ger ist ein Bertelsmann<\/strong><br>\nNeuer heimlicher Bildungsminister im G&uuml;tersloher Schattenkabinett.<br>\nHamburger Dreht&uuml;r nach G&uuml;tersloh: Als Hamburger Senator verhalf Dr&auml;ger u. a. einer R&uuml;stungslobbyistin zur Unipr&auml;sidentin, betrieb Nachwuchsarbeit f&uuml;r den E-Learning-Sektor des Bertelsmann Konzerns. Nun sitzt er als &bdquo;<em>Bereichsleiter Bildung<\/em>&ldquo; in der G&uuml;tersloher Bertelsmann Stiftung &ndash; gemeinsam mit Chemie- und Pharma-Lobbyisten. Dem Staat liegt er dabei Dank steuerbefreiter Stiftung immer noch auf der Tasche.\n<p>Als bundesweiter Vorreiter bei der Durchsetzung neoliberaler Hochschulreformen, insbesondere der Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren, hat sich J&ouml;rg Dr&auml;ger (parteilos im CDU Senat) nicht nur bei den hamburger Studierenden unbeliebt gemacht, die er zu Tausenden exmatrikulieren lie&szlig;. Der Hamburger Senator kassierte eine satte F&uuml;nf minus im Minister-Ranking der Landesbildungsminister. Daf&uuml;r machte sich der ehemalige Unternehmensberater (Roland Berger Strategy Consultants) umso beliebter bei der G&uuml;tersloher Bertelsmann Stiftung (NRW), der Unternehmensstiftung von Europas gr&ouml;&szlig;ten Medienkonzern Bertelsmann. Dieser hat k&uuml;rzlich den gro&szlig;en Einstieg in den Bildungsmarkt angek&uuml;ndigt: Hartmut Ostrowski, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann AG, will &bdquo;<em>neue Potenziale<\/em>&ldquo; im &bdquo;<em>globalen Megatrend Bildung<\/em>&ldquo; erschlie&szlig;en. Mit Einf&uuml;hrung des Bezahlstudiums hat Dr&auml;ger eine wichtige Investitionsvorausssetzung f&uuml;r das Gesch&auml;ft mit der Bildung geschaffen, wie sie auch die Bertelsmann Stiftung und das ihr angegliederte Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) [1] seit Jahren fordern. Jetzt bedanken sich die Bertelsm&auml;nner bei Dr&auml;ger gleich doppelt: Ab 1. Juli 2008 wird er Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung &bdquo;Bereichsleiter Bildung&ldquo; und zugleich einer von zwei Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern des CHE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2008\/07\/221144.shtml\">indymedia<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong><br>\n<strong>Georg Schramm: Wer bekommt die Schuldzinsen?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=k5UiqW2299E\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3316","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3316","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3316"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3316\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3316"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3316"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3316"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}