{"id":33170,"date":"2016-04-28T08:31:49","date_gmt":"2016-04-28T06:31:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170"},"modified":"2016-04-28T08:31:49","modified_gmt":"2016-04-28T06:31:49","slug":"hinweise-des-tages-2613","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h01\">Atomdeal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h02\">Supercut: &ldquo;Absetzung des BND-Chefs&rdquo; Edition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h03\">Protest gegen sinkendes Rentenniveau nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h04\">Gro&szlig;e L&uuml;cken bei der sozialen Absicherung Solo-Selbstst&auml;ndiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h05\">Wer viel verdient, erbt oft auch viel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h06\">Die Regeln des Stabilit&auml;tspaktes: Religion statt Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h07\">&raquo;Bleiben &ndash; und Reformieren&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h08\">Neuer Streit &uuml;ber Griechenlands Reformprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h09\">Linksregierung unm&ouml;glich &ndash; Neuwahlen in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h10\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h11\">Steuervermeidung: Sch&auml;uble blockiert Konzern-L&auml;nderberichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h12\">&bdquo;Die gr&ouml;&szlig;te Steueroase der Welt sind die USA&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h13\">Kein &raquo;Moskau-Maidan&laquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h14\">H&ouml;rt auf die Studenten!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h15\">Wo die AfD mitmischt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h16\">AfD: Petry und rote Linien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33170#h17\">Zu guter Letzt: Deutschland entschuldigt sich bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Atomdeal<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gutes Gesch&auml;ft f&uuml;r Atomkonzerne<\/strong><br>\nJetzt steht es also fest: Rund 23 Milliarden Euro sollen die Atomkonzerne f&uuml;r die Zwischen- und Endlagerung ihres Atomm&uuml;lls &uuml;berweisen. Genau gerechnet 23,342 Milliarden &ndash; und keinen einzigen Cent mehr. Geld f&uuml;r die Endlagerung in Lagern, deren Endlichkeit heute niemand seri&ouml;s vorhersagen kann. 23 Milliarden bei gesch&auml;tzten realen Kosten von 50 Milliarden oder sogar deutlich mehr &ndash; je nachdem, wie man rechnet. Wenn das kein Superdeal f&uuml;r die Konzerne ist; und ein ziemlich mieser f&uuml;r den Steuerzahler, der die Mehrkosten am Ende alleine tr&auml;gt. Kein Wunder, dass die B&ouml;rsenkurse f&uuml;r Eon und RWE gleich mal kr&auml;ftig nach oben schossen &ndash; ein deutlicheres Indiz daf&uuml;r, wer sich heute die H&auml;nde reiben kann, gibt es wohl kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1060944320611174\">Georg Restle via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Kosten des Ausstiegs: Der letzte Sieg der Atomindustrie<\/strong><br>\nDie Stromkonzerne m&uuml;ssen f&uuml;r ihren Atomm&uuml;ll nur 23,3 Milliarden Euro zahlen. Aus Sicht der Steuerzahler ist das ein Skandal. Sie tragen ein gigantisches Risiko. J&uuml;rgen Trittin versuchte gar nicht erst, das Ergebnis sch&ouml;nzureden. Eine L&ouml;sung, die den Steuerzahler komplett von allen finanziellen Risiken befreit &ndash; das h&auml;tte wohl kein erwachsener Mensch von ihm erwarten k&ouml;nnen, sagte der Gr&uuml;nen-Politiker und Co-Chef der Atomkommission, als er am Nachmittag seine Vorschl&auml;ge zur Finanzierung des deutschen Atomausstiegs pr&auml;sentierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/atomausstieg-der-letzte-sieg-der-atomindustrie-kommentar-a-1089591.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist bodenlos! Und das Beste, die Gr&uuml;nen als Partei, die aus der Anti-AKW-Bewegung entstanden ist, spielen mit.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu noch einmal: Atomausstieg: Betrug des Jahrhunderts mit Ansage<\/strong><br>\nWenn der &bdquo;Kompromiss&ldquo; der Atomkommission Gesetz wird &ndash; und daran besteht kaum ein Zweifel &ndash; werden nicht die Atomkonzerne, sondern die Steuerzahler den Gro&szlig;teil der &bdquo;Kosten f&uuml;r den Atomausstieg&ldquo; tragen &hellip; und bereits in dieser weit verbreiteten Formulierung steckt ein elementarer Denkfehler. Die nun anfallenden Kosten sind nicht durch den Ausstieg, sondern durch den Einstieg und den jahrzehntelangen Betrieb entstanden und wurden &ndash; was stets verschwiegen wird &ndash; schon l&auml;ngst vom Steuerzahler und vom Stromkunden, also von uns, &uuml;ber die Stromrechnung bezahlt. Nun werden wir also doppelt und dreifach zur Kasse gebeten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=31607\">Jens Berger auf den NachDenkSeiten<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Supercut: &ldquo;Absetzung des BND-Chefs&rdquo; Edition<\/strong><br>\nSupercut des Tages: Die Bundesregierung hat uns heute in unnachahmlicher Weise &uuml;ber die Absetzung von BND-Chef Schindler informiert. Wir haben die Aussagen kompakt zusammengeschnitten und inhaltlich nichts weggelassen. Alles andere steht in der Pressemitteilung. Wir haben dem nichts hinzuzuf&uuml;gen. H&ouml;ren Sie auf zu fragen! Viel Spa&szlig;.<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 27. April 2016<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=L0tiA_9IP6o\">Jung und naiv via YouTube<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Pressemitteilungen\/BPA\/2016\/04\/2016-04-27-wechsel-spitze-bnd.html\">Die Pressemitteilung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Protest gegen sinkendes Rentenniveau nimmt zu<\/strong><br>\nGrundz&uuml;ge einer Rentenreform: Gefordert werden mehr Geld und Stabilit&auml;t f&uuml;r die gesetzliche Rente und mehr Zwang zur Eigenvorsorge &ndash; ist das die L&ouml;sung f&uuml;r die k&uuml;nftigen Probleme der Altersvorsorge?<br>\nIn der Debatte &uuml;ber die Zukunft der Alterssicherung mehren sich die Rufe gegen ein zu starkes Absinken des Rentenniveaus. Der sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Karl Schiewerling (CDU), sagte am Dienstag in Berlin: &bdquo;Wir sollten beim Rentenniveau behutsam nachsteuern und es nicht unter 45 Prozent sinken lassen.&ldquo; Insgesamt sei wichtig, dass die Bev&ouml;lkerung einen &bdquo;roten Faden&ldquo; in der Rentenpolitik der Koalition erkenne, sagte Schiewerling mit Blick auf die teils gegens&auml;tzlichen &Auml;u&szlig;erungen der Koalitionsspitzen.<br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel hatte gefordert, das Rentenniveau m&uuml;sse auf heutigem Niveau bleiben. Gemeint ist das Verh&auml;ltnis der Renten zu den L&ouml;hnen. Heute liegt es bei rund 48 Prozent, unter 43 Prozent darf es gem&auml;&szlig; geltender Gesetzeslage bis 2030 nicht fallen. Der Chef der Arbeitnehmergruppe der Unionsfraktion, Peter Wei&szlig; (CDU), hatte f&uuml;r eine Stabilisierung des Rentenniveaus pl&auml;diert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/die-zukunft-der-altersvorsorge-protest-gegen-sinkendes-rentenniveau-nimmt-zu\/13505346.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Nicht lediglich das Absinken des Rentenniveaus sollte verhindert werden. Vielmehr m&uuml;&szlig;te das Rentenniveau kr&auml;ftig angehoben werden (analog der Beamtenpensionen), wozu der Wegfall der staatlichen F&ouml;rderung zugunsten der privaten Vorsorgen und die volle Konzentration auf die gesetzliche Rente beitragen k&ouml;nnten.<\/em><br>\n<em>Bitte lesen Sie dazu erneut: Bei Anne Will: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33024\">Die Privatvorsorge ist tot. Es lebe die Privatvorsorge<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Rentenpolitische Kurskorrektur notwendig und m&ouml;glich<\/strong><br>\nSozialpolitisches Fachgespr&auml;ch zur Entwicklung der gesetzlichen Rente<br>\nEin neuer Paradigmenwechsel ist in der Rentenpolitik notwendig: Die R&uuml;ckkehr zum Ziel der Lebensstandardsicherung. So beschrieb es Dr. Wolfram Friedersdorff, Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, auf einer Fachtagung des Verbandes am 26. April in Berlin. Es komme darauf an, sich gemeinsam mit anderen Sozialverb&auml;nden und den Gewerkschaften so schnell wie m&ouml;glich in die begonnene politische Debatte einzubringen, so der Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t.<br>\nDie Veranstaltung zum Thema &bdquo;Lebensstandard im Alter sichern &ndash; Rentenniveau anheben&ldquo; war vorbereitet worden, bevor Parteien und Medien mit einem Mal &uuml;ber die Rentenpolitik zu diskutieren begannen. Umso passender lieferte sie Informationen und Fakten zur aktuellen Debatte und machte auf Zusammenh&auml;nge und Alternativen aufmerksam. Und mit dem Blick auf das Nachbarland &Ouml;sterreich zeigte sie, welche L&ouml;sungen in der Alterssicherung m&ouml;glich sind, wenn alle Beteiligten sich auf einen Kompromiss im Sinne der Betroffenen einigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/bundesverband\/bundesverband-ev\/aktuelles\/sozialpolitik\/fachgespraech-rente-rentenniveau\/\">Volkssolidarit&auml;t<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gro&szlig;e L&uuml;cken bei der sozialen Absicherung Solo-Selbstst&auml;ndiger<\/strong><br>\nUm die soziale Absicherung Solo-Selbstst&auml;ndiger steht es schlecht. Vielen droht mangels ausreichender Rentenvorsorge Altersarmut. Doch auch in den anderen Sozialversicherungszweigen zeigen sich Probleme, die letztlich nur mit einer tiefgreifenden Reform der sozialen Sicherungssysteme behoben werden k&ouml;nnen. F&uuml;r manchen mag es verlockend klingen: Statt abh&auml;ngig besch&auml;ftigt zu arbeiten, lieber sein &bdquo;eigener Chef&ldquo; sein. Das verspricht h&ouml;here Unabh&auml;ngigkeit, Flexibilit&auml;t und Entscheidungsfreiheit sowie die Chance auf einen durch hohe Gewinne erreichbaren besseren Lebensstandard. Die Kehrseite der Medaille bilden ein h&ouml;heres Verdienstrisiko, oft erhebliche Mehrarbeit und eine geringere soziale Absicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1883\">annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wer viel verdient, erbt oft auch viel<\/strong><br>\nIn Deutschland bekommen Menschen mit hohem Einkommen besonders h&auml;ufig gro&szlig;e Erbschaften.<br>\nGutverdiener erben h&auml;ufiger und bekommen dabei auch vergleichsweise mehr Geld als Menschen mit einem eher niedrigen Einkommen. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW). Danach trugen Erbschaften und Schenkungen dazu bei, ohnehin hohe Verm&ouml;gen von Familien auszubauen und die &ouml;konomische Ungleichheit innerhalb der Bev&ouml;lkerung zu verst&auml;rken. F&uuml;r ihre Untersuchung werteten die Forscher Daten aus einer repr&auml;sentativen Befragung von privaten Haushalten in Griechenland, Spanien, Portugal, Zypern, Frankreich, Belgien, &Ouml;sterreich und Westdeutschland aus &ndash; f&uuml;r den Osten fehlen verl&auml;ssliche Zahlen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/vermoegen-wer-viel-verdient-erbt-oft-auch-viel-1.2967496\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/63056_64831.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Regeln des Stabilit&auml;tspaktes: Religion statt Wissenschaft<\/strong><br>\nDie Medien in Deutschland sorgen sich wieder einmal um den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt. &bdquo;Den haben einst die Deutschen durchgedr&uuml;ckt, um alle Euro-Mitglieder zu einem Defizitabbau zu zwingen. Doch die Regeln wurden immer wieder au&szlig;er Kraft gesetzt. Derzeit verlangen Frankreich und Italien mehr Spielraum. Unterst&uuml;tzung bekommen sie von den linken Regierungen Griechenlands und Portugals. Auch die amtierende konservative spanische Regierung setzt sich f&uuml;r mehr Flexibilit&auml;t ein, ebenso EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker&ldquo; (Frankfurter Rundschau, 21.04.2016).<br>\nSelbst die eigentlich recht harmlose Kritik von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bei der Vorstellung seiner neuen Wachstumsprognose Mitte letzter Woche, dass in Europa mehr f&uuml;r Wachstum getan werden m&uuml;sse, wurde argw&ouml;hnisch betrachtet. Und das, obwohl Gabriel keineswegs den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt in Frage stellte, sondern zur Finanzierung h&ouml;herer Investitionen vor allem auf Mehreinnahmen aus einer erfolgreicheren Bek&auml;mpfung von Steuerdumping setzte.<br>\nAn vorderster Front gegen jeden Versuch, den Stabilit&auml;tspakt aufzuweichen, k&auml;mpft die &bdquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&ldquo;, die in der Eurozone einen &bdquo;Sturm aufziehen&ldquo; sieht. Die Prognose der Linken, dass Sparen und Reformieren immer weiter abw&auml;rts f&uuml;hrten, habe sich als falsch erwiesen. Tats&auml;chlich wachse die Wirtschaft in fast allen Euro-Krisenl&auml;ndern wieder und es entst&uuml;nden neue Arbeitspl&auml;tze. Doch anstatt den erfolgreichen Weg konsequent weiterzugehen, sei das Sparen schon wieder aus der Mode gekommen: &bdquo;Italien lehnt Defizitgrenzen grunds&auml;tzlich ab, Frankreich dehnt Ausnahmen aus, Griechenland wird ohnehin mitgeschleppt, und in Spanien k&ouml;nnte eine linke Regierung mehr Schulden machen&ldquo; (sueddeutsche.de, 13.04.2016).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/regeln-des-stabilitaetspaktes-religion-statt-wissenschaft\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&raquo;Bleiben &ndash; und Reformieren&laquo;<\/strong><br>\nEuropa muss sich ver&auml;ndern. Aber das geht nur in der EU. Rede von Labour-Chef Jeremy Corbyn zum bevorstehenden Brexit-Referendum in Gro&szlig;britannien. (&hellip;)<br>\nDas Volk unseres Landes steht am 23. Juni 2016 vor der historischen Entscheidung, ob es weiter zur Europ&auml;ischen Union geh&ouml;ren oder sie verlassen will. Ich begr&uuml;&szlig;e es, dass diese Entscheidung nun in den H&auml;nden des britischen Volkes liegt. Ich habe in der letzten Legislaturperiode sogar f&uuml;r ein Referendum gestimmt. Bei der Initiative zu diesem Referendum ging es wom&ouml;glich in erster Linie darum, Streitigkeiten innerhalb der Konservativen Partei beizulegen. Doch die Abstimmung ist eine wichtige demokratische Chance f&uuml;r alle, mit &uuml;ber die Zukunft unseres Landes und die Zukunft des gesamten Kontinents zu bestimmen.<br>\nDie Labour Party ist mit gro&szlig;er Mehrheit f&uuml;r den Verbleib in der EU, weil wir der Ansicht sind, dass die Europ&auml;ische Union uns viel gebracht hat &ndash; Investitionen, Arbeitspl&auml;tze und Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutz &ndash; und dass wir die Aufgaben des 21. Jahrhunderts am besten mit der EU bew&auml;ltigen k&ouml;nnen. Labour ist davon &uuml;berzeugt, dass eine Entscheidung f&uuml;r den Verbleib in der EU f&uuml;r die Menschen in diesem Land das Beste ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1009965.bleiben-n-und-reformieren.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neuer Streit &uuml;ber Griechenlands Reformprogramm<\/strong><br>\nDie Gespr&auml;che &uuml;ber die griechischen Sparauflagen sind vorerst gescheitert. In sp&auml;testens zwei Wochen kommt die Eurogruppe zu einem Sondergipfel zusammen. [&hellip;]<br>\nGriechenland ringt seit Monaten mit seinen Geldgebern dar&uuml;ber, welche Reformen und Einsparungen es umsetzen muss, bevor neue Finanzhilfen an die Regierung ausgezahlt werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2016-04\/griechenland-euro-gruppe-jeroen-dijsselbloem\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Moment mal. Nicht Griechenland ringt mit seinen Geldgebern, sondern die Gl&auml;ubiger unter sich. Und die tragen wiederum ihren Streit auf dem R&uuml;cken der Griechen aus. Denn eigentlich war mit dem Br&uuml;sseler Diktat vom 13. Juli 2015 ein 3. &bdquo;Hilfspaket&ldquo; vereinbart. Dann ist dem IWF aber k&uuml;rzlich aufgefallen, dass die Schulden der Griechen doch nicht tragf&auml;hig sind. Deutschland hingegen lehnte einen vorgeschlagenen Schuldenschnitt kategorisch ab. Der Kompromiss mit dem IWF sieht nun noch h&auml;rtere Sparauflagen vor, welche von Athen selbstverst&auml;ndlich abgelehnt werden. Die Nachricht m&uuml;sste also eigentlich lauten: Die Gl&auml;ubiger halten sich nicht an die Vereinbarungen oder haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Eurogruppe: Die Griechenlandfarce<\/strong><br>\n5,4 Mrd. Euro an Rentenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen in Griechenland sind dem IWF nicht genug. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble beharrt auf weiteren Sozialk&uuml;rzungen, um die v&ouml;llig verr&uuml;ckten Ziele f&uuml;r einen Haushalts&uuml;berschuss aufrecht zu erhalten, die nur Wachstum vernichten. Dabei streitet man zwischen Washington und Berlin auch &uuml;ber die Notwendigkeit eines Schuldenschnitts. Offensichtlich ist aber, dass man nicht immer neue Kredite auf alte Schulden t&uuml;rmen und gleichzeitig das Wachstum kastrieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/998.eurogruppe-die-griechenlandfarce.html\">Fabio De Masi (MdEP)<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Linksregierung unm&ouml;glich &ndash; Neuwahlen in Spanien<\/strong><br>\nAuch Bem&uuml;hungen in letzter Minute konnten die Sozialdemokraten nicht mehr vom Rechtskurs abbringen<br>\nAuch die letzten Versuche sind gestern gescheitert, doch noch eine Linksregierung in Spanien nach portugiesischem Vorbild auf die Beine zu stellen. Ein Vorsto&szlig; in letzter Minute von Compromis aus Valencia, die im B&uuml;ndnis mit Podemos (Wir k&ouml;nnen es) im Dezember kandidierte, brachte keinen Durchbruch mehr. Das Wunder blieb wie erwartet aus. So musste der K&ouml;nig nach seinen dritten Konsultationen feststellen, dass er erneut keinen Kandidaten hat, den er mit der Regierungsbildung beauftragen k&ouml;nnte, weshalb es nun Neuwahlen am 26. Juni geben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Linksregierung-unmoeglich-Neuwahlen-in-Spanien-3190130.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ceta durchdringt alles<\/strong><br>\nImmer wieder versucht Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), KritikerInnen der transatlantischen Handelsabkommen TTIP und Ceta den Wind aus den Segeln zu nehmen.<br>\nDoch immer wider tauchen Zweifel an seinen Aussagen auf. Von einem Privatisierungsdruck auf &ouml;ffentliche Einrichtungen durch den europ&auml;isch-kanadischen Wirtschaftspakt Ceta k&ouml;nne keine Rede sein, sagte er etwa beim Besuch der kanadischen Handelsministerin Chrystia Freeland in Berlin. Aber so einfach ist das nicht, wie die Antwort seines Ministeriums auf eine kleine Anfrage des Linkspartei-Abgeordneten Klaus Ernst zeigt. Danach gibt es keinen einzigen Bereich, der v&ouml;llig aus dem Privatisierungsgebot des Abkommens ausgeschlossen ist.<br>\nCeta gilt als Blaupause f&uuml;r das Freihandelsabkommen TTIP, &uuml;ber das in dieser Woche Delegationen aus der EU und den USA in New York verhandeln. Die Abkommen sollen die Regeln in den Wirtschaftsr&auml;umen vereinheitlichen. KritikerInnen f&uuml;rchten, dass damit die Macht multinationaler Konzerne steigt und ein enormer Privatisierungsdruck auch auf Einrichtungen der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge entsteht, etwa bei Wasserwerken oder Kliniken.<br>\nTats&auml;chlich: Ceta sieht eine weitgehende Liberalisierung der Wirtschaft vor. F&uuml;r welche Bereiche genau, ist unklar. Das Abkommen erstreckt sich auf alle Sektoren &ndash; bis auf jene, die ausdr&uuml;cklich ausgenommen werden, indem sie auf einer sogenannten Negativliste im Anhang des Vertrags erscheinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Freihandelsabkommen-mit-Kanada\/!5295404\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Obama-Dinner mit Merkel in Hannover: Liste der anwesenden Wirtschaftsvertreter<\/strong><br>\nEin Regierungssprecher hat uns die Namensliste der Wirtschaftsvertreter geschickt, die am Abendessen von Kanzlerin Merkel f&uuml;r US-Pr&auml;sident Obama am 24. April 2016 in Hannover teilgenommen haben:\n<p>US-Wirtschaftsvertreter:<\/p>\n<ul>\n<li>Greg Brown, Chairman and CEO, Motorola Solutions <\/li>\n<li>Ray Conner, Vice Chairman, The Boeing Company; President and CEO, Boeing Commercial Airplanes <\/li>\n<li>David Cote, Chairman and CEO, Honeywell <\/li>\n<li>Tom Donohue, President and CEO, U.S. Chamber of Commerce <\/li>\n<li>Laurence D. Fink, Chairman and CEO, BlackRock <\/li>\n<li>Ken Frazier, CEO, Merck &amp; Co., Inc. (Kenilworth, NJ, USA) <\/li>\n<li>Marillyn Hewson, Chairman, President and CEO, Lockheed Martin <\/li>\n<li>Charles W. Hull, Founder and CTO, 3D Systems <\/li>\n<li>Natalie Kaddas, CEO, Kaddas Enterprises <\/li>\n<li>Andrew N. Liveris, Chairman and CEO, The Dow Chemical Company <\/li>\n<li>Satya Nadella, CEO, Microsoft <\/li>\n<li>John B. Rogers, Jr., CEO and Co-founder, Local Motors <\/li>\n<li>Jay Timmons, President and CEO, National Association of Manufacturers <\/li>\n<li>Keith Williams, President and CEO, UL <\/li>\n<\/ul>\n<p>Deutsche Wirtschaftsvertreter:<\/p>\n<ul>\n<li>Hans Beckhoff, Executive Partner, Beckhoff Automation <\/li>\n<li>Dr. Kurt Bock, CEO, BASF <\/li>\n<li>Dr. Wolfgang B&uuml;chele, CEO, Linde <\/li>\n<li>Cathrina Claas-M&uuml;hlh&auml;user, Chairwoman, Claas <\/li>\n<li>Dr. Marijn Dekkers, CEO, Bayer <\/li>\n<li>Dr. Volkmar Denner, Chairman of the Board, Robert Bosch <\/li>\n<li>Dr. Heinrich Hiesinger, CEO, ThyssenKrupp <\/li>\n<li>Dr. Wolfram von Fritsch, CEO, Deutsche Messe <\/li>\n<li>Ulrich Grillo, President of the Federation of German Industries \/ CEO, Grillo-Werke <\/li>\n<li>Joe Kaeser, CEO, Siemens <\/li>\n<li>Dr. Nicola Leibinger-Kamm&uuml;ller, Chairwoman of the Board, Trumpf <\/li>\n<li>Matthias M&uuml;ller, CEO, Volkswagen <\/li>\n<li>Dr. Till Reuter, CEO, KUKA <\/li>\n<li>Marie-Elisabeth Schaeffler-Thumann, Partner, INA Holding Schaeffler <\/li>\n<li>Carsten Spohr, CEO, Deutsche Lufthansa<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.jungundnaiv.de\/2016\/04\/25\/obama-dinner-mit-merkel-in-hannover-liste-der-anwesenden-wirtschaftsvertreter\/\">Jung &amp; Naiv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kaum zu glauben, dass es bei diesem Abendessen nicht um TTIP und &auml;hnlich gelagerte Interessen der Global Player ging.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steuervermeidung: Sch&auml;uble blockiert Konzern-L&auml;nderberichte<\/strong><br>\nWir werfen Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble vor, erneut Ma&szlig;nahmen der Europ&auml;ischen Union gegen aggressive Steuervermeidung und Steuerhinterziehung zu blockieren. W&auml;hrend sich die Mehrheit im Europaparlament ebenso wie die Regierungen von Frankreich und Gro&szlig;britannien f&uuml;r verpflichtende L&auml;nderberichte internationaler Konzerne (Country-by-country-reporting) einsetzen, lehnt Sch&auml;uble diese strikt ab.<br>\nW&ouml;rtlich sagte Sch&auml;uble bei der EU-Finanzministerkonferenz am Wochenende: &ldquo;Sometimes there is a contradiction between transparency and efficiency.&rdquo; (&ldquo;Manchmal gibt es einen Widerspruch zwischen Transparenz und Effizienz&rdquo;) und f&uuml;gte hinzu: &ldquo;We have to be cautious about lining someone up to be pilloried publicly&rdquo; (&ldquo;Wir m&uuml;ssen vorsichtig damit sein, jemanden in die Lage zu bringen, &ouml;ffentlich an den Pranger gestellt zu werden&rdquo;). Er bemerkte weiter, dass die L&auml;nderregierungen in Deutschland entschieden gegen den Vorschlag der EU seien.<br>\nDazu Karl-Martin Hentschel, Attac-Vertreter im Netzwerk Steuergerechtigkeit: &ldquo;Damit bricht Sch&auml;uble sein &ouml;ffentliches Versprechen, nach Bekanntwerden der Panama Papers nun endlich entschieden gegen aggressive Steuervermeidung vorzugehen. Dass er sich dabei hinter den L&auml;nderregierungen versteckt, ist geradezu unversch&auml;mt. Wir wissen aus vielen Gespr&auml;chen, dass die Bundesl&auml;nder ein gro&szlig;es Interesse daran haben, die Steuervermeidung der Konzerne endlich zu stoppen.&rdquo; (&hellip;)<br>\n&ldquo;Aus Kreisen des Bundesfinanzministeriums ist zu h&ouml;ren, dass deutsche Konzerne stark Druck auf die Regierung aus&uuml;ben&rdquo;, berichtete Karl-Martin Hentschel. &ldquo;Kein Wunder: Deutsche Konzerne betreiben selbst massiv Steuervermeidung, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern wie China und Indien. Sie bef&uuml;rchten, dass sie dann dort mehr Steuern zahlen m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/steuervermeidung-schaeuble-blockiert-konzern-laenderberichte\/?no_cache=1&amp;cHash=42e18cbb6938303ca1d5ee8758afe4e8\">attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33149#h09\">Sch&auml;uble: Gewinne aus &bdquo;Streubesitz&ldquo;-Aktienverk&auml;ufen bleiben steuerfrei<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Die gr&ouml;&szlig;te Steueroase der Welt sind die USA&ldquo;<\/strong><br>\nDie wahren Steueroasen sind keine exotischen Inseln, sondern die gro&szlig;en Industriestaaten. Alleine in Deutschland werden j&auml;hrlich mehr als einhundert Milliarden Euro gewaschen. Darum wird alles so bleiben, wie es ist.<br>\nVor wenigen Tagen wurde eine Studie ver&ouml;ffentlicht, aus der hervorgeht, dass im Jahr wohl mehr als einhundert Milliarden Euro in Deutschland gewaschen werden. Das sind die Zahlen, die sich ergeben, wenn man zu den Aktionen im Finanzsektor auch die Bewegungen auf dem Immobilienmarkt, im Auto- und Kunsthandel, in der Gastronomie oder im Gl&uuml;cksspiel analysiert. Die Autoren weisen darauf hin, dass Deutschland aufgrund seiner Wirtschaftskraft f&uuml;r die W&auml;sche von illegal erworbenen Verm&ouml;gen besonders interessant ist.<br>\nDiese Studie wurde f&uuml;r das Bundesfinanzministerium erstellt. Wir werden also schon in ein paar Tagen nie wieder etwas &uuml;ber sie h&ouml;ren. Obwohl die Wissenschaftler die bisherigen Sch&auml;tzungen des Ministeriums verdoppelt haben. (&hellip;)<br>\nAber nat&uuml;rlich ist es falsch, die Flinte ins Korn zu werfen, bevor man auch nur einen Versuch unternommen hat, sie zu benutzen. Die Tatsache, dass man globale Probleme nur global l&ouml;sen kann, &auml;ndert nichts an der anderen Tatsache, dass auch die globalste L&ouml;sung an einem einzigen, konkreten Ort begonnen werden muss.<br>\nDas wird wohl eher nicht in Deutschland sein. Unter einem Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, der mindestens beobachten konnte, wie die CDU mit schwarzen Konten verdeckt, also illegal ihre Kassen f&uuml;llte? Aber es gibt noch ganz andere Gr&uuml;nde, warum Deutschland kaum die Initiative im Kampf gegen die Steueroasen ergreifen wird. 2015 erschien von Markus Meinzer &bdquo;Steueroase Deutschland &ndash; Warum bei uns viele Reiche keine Steuern zahlen&ldquo; (C. H. Beck). In Gro&szlig;britannien, wo der Zugang zu den Grundb&uuml;chern offener ist, als in Deutschland, konnte man zeigen, dass Luxusimmobilien gerne von Briefkastenfirmen erworben werden. In Deutschland geht das nicht. Hier hat man auch beim Immobilienankauf Verfahren angewandt, die die Grunderwerbssteuer ausfallen lassen. 2013 wurden schon 32 Prozent des Transaktionsvolumens auf dem Frankfurter Immobilienmarkt so abgewickelt. So wird daf&uuml;r gesorgt, dass denen, die haben, noch mehr gegeben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/steueroasen--die-groesste-steueroase-der-welt-sind-die-usa-,1472786,34153462.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kein &raquo;Moskau-Maidan&laquo;?<\/strong><br>\nUSA legen NATO-Erweiterung auf Eis<br>\nGeopolitik kann lustig sein. Da stellt sich der US-Botschafter bei der NATO, Douglas Lute, in London ans Rednerpult und erkl&auml;rt, es gebe auf absehbare Zeit keinen Raum f&uuml;r die Erweiterung der NATO um Georgien und die Ukraine, denn &ndash; jetzt kommt der Witz : Der Pakt wolle nicht riskieren, dass Russland weiter destabilisiert werde. In Moskau d&uuml;rften Tr&auml;nen der R&uuml;hrung geflossen sein.<br>\nSchlie&szlig;lich ist die Wahrheit eine andere: Russland hat den USA auf mehrfache Weise deutlich gemacht, dass es einen solchen Schritt nicht hinnehmen werde und dass es genau nicht in jenem &raquo;st&auml;ndigen Verfall&laquo; begriffen ist, den Douglas Lute zu beobachten meinte. Das ging von der Demonstration moderner Waffensysteme im Einsatz &uuml;ber Syrien bis zu den &raquo;provokativen&laquo; &Uuml;berfl&uuml;gen russischer Abfangj&auml;ger &uuml;ber ein US-Kriegsschiff, das ein paar Kilometer vor Kaliningrad in der Ostsee spazierenfuhr. Das &raquo;Recht auf freie Durchfahrt&laquo; ihrer Kriegsschiffe, das die USA beanspruchen, spiegelt zwar ihren Weltmachtanspruch, aber genau von diesem Standpunkt stellt sich immer auch die Frage, ob jedes einzelne Mittel, diesen zu betonen, dem Zweck &uuml;berhaupt gerecht wird. Und da stellt sich heraus: Die USA brauchen keine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine oder Georgiens, um diesen Anspruch aufrechtzuerhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/04-27\/118.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>H&ouml;rt auf die Studenten!<\/strong><br>\nDer Verein f&uuml;r Socialpolitik lehnt mehr Pluralismus im VWL-Studium ab. Ein Fehler, findet Sebastian Dullien.<br>\nNach Ausbruch der Finanzkrise 2008\/09 sah es einen Moment lang so aus, als k&ouml;nnte es eine kleine Revolution in der deutschen Volkswirtschaftslehre geben. Aus dem Gef&uuml;hl heraus, dass ihnen ihr Studium kaum Instrumente an die Hand gegeben hatte, die j&uuml;ngste Krise zu verstehen, bildeten sich an vielen Universit&auml;ten Basisgruppen, die eine Reform des Lehrplans forderten.<br>\nSo w&uuml;nschten sich die Studenten mehr Pluralit&auml;t, Dogmengeschichte, Wirtschaftsgeschichte und Wissenschaftstheorie. Au&szlig;erdem forderten sie Alternativen zu jenen makro&ouml;konomischen Modellen, die weder die Finanzkrise erkl&auml;ren, noch ihre Tiefe voraussagen konnten und wenig Sinnvolles zur Analyse der damals verabschiedeten Konjunkturpakete beitrugen. Michael Burda, von 2011 bis 2014 Vorsitzender des Vereins f&uuml;r Socialpolitik (VfS), der Vereinigung deutscher Volkswirte, signalisierte zumindest Gespr&auml;chsbereitschaft.<br>\nDavon ist nichts mehr zu sp&uuml;ren. Die jetzige VfS-Vorsitzende Monika Schnitzer lie&szlig; in Interviews wissen, dass aus ihrer Sicht mit dem VWL-Studium in Deutschland alles in Ordnung sei. B&uuml;cher zur Wirtschafts- und Dogmengeschichte k&ouml;nnten die Studenten doch in ihrer Freizeit lesen. Im Lehrplan sei f&uuml;r so etwas kein Platz, da man sonst andere, wichtigere Inhalte streichen m&uuml;sse. Am Ende des Studiums solle &ldquo;ein &Ouml;konom herauskommen, der Aussichten hat, einen Job zu finden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/forum-hoert-auf-die-studenten-1.2964058\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wo die AfD mitmischt<\/strong><br>\nDie Alternative f&uuml;r Deutschland ist im Stuttgarter Landtag zwar in der Opposition. Als drittst&auml;rkste Fraktion d&uuml;rfen die Rechtspopulisten dennoch nach den Hebeln der Macht greifen: AfD-Abgeordnete werden in wichtige Kontrollgremien einziehen, etwa in den SWR-Rundfunkrat. [&hellip;]<br>\nNach den Hebeln der Macht greifen d&uuml;rfen die Rechtspopulisten auch jenseits des Landtags. Denn der Wahlausgang f&auml;rbt ebenso auf die Zusammensetzung au&szlig;erparlamentarischer Gremien ab. Die AfD wird k&uuml;nftig etwa im Kuratorium der Staatlichen Toto-Lotto GmbH sitzen. Kaum bekannt sein d&uuml;rfte, dass es auch zum St&uuml;hler&uuml;cken kommt im Richterwahlausschuss, im Wahlausschuss f&uuml;r Staatsanw&auml;lte, in den Verwaltungsr&auml;ten der Staatstheater und des Landestheaters &ndash; in Sachsen-Anhalt forderte die AfD bereits mehr deutsche St&uuml;cke auf den B&uuml;hnen &ndash; sowie im Stiftungsrat des Karlsruher Zentrums f&uuml;r Kunst und Medientechnologie. Besonderes Augenmerk verdient die Neubesetzung des Rats f&uuml;r die Angelegenheiten der deutschen Sinti und Roma in Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/265\/wo-die-afd-mitmischt-3610.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<p><em>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Mit Kontext feiern!<\/strong> Am liebsten w&uuml;rden wir derzeit stolz die S&auml;ge machen und schreien: &ldquo;Wir sind f&uuml;nf.&rdquo; Am kommenden Sonntag jedenfalls wird im Theaterhaus gefeiert. Mit Max Uthoff, Peter Grohmann und dem Spoken Word Impro Orchestra. Unser Stargast? Na Sie!<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Lernen aus Tschernobyl:<\/strong> Zwei Katastrophen hat es gebraucht, damit Deutschland, die Schweiz und die Niederlande den Atomausstieg beschlossen: Tschernobyl und Fukushima. Inzwischen ist das globale Ende der Atomkraft absehbar. Ein paar gute Nachrichten.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Risse in der sch&ouml;nen heilen Welt:<\/strong> Die Ro&szlig;dorfer wollen keine Fl&uuml;chtlinge aufnehmen. Bei der Landtagswahl hat mehr als ein Drittel die rechtspopulistische AfD gew&auml;hlt. So lesen sich Meldungen &uuml;ber den N&uuml;rtinger Stadtteil. &ldquo;Wir Ro&szlig;dorfer sind bunt, nicht braun&rdquo;, wehrt sich Reinmar Wipper. Besuch in einer Siedlung, die in Verruf geraten ist.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Auf zum letzten Gefecht:<\/strong> Ihr Herz schl&auml;gt links. Sie haben keine Chance aber einen Spiegel daheim, in den sie schauen wollen ohne Schamgef&uuml;hle. Die Linken in der baden-w&uuml;rttembergischen SPD begehren auf und versuchen Schlachten zu schlagen, die sie doch immer wieder verlieren.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Staubsauger und Moos:<\/strong> Dass die hiesige Politik in Sachen Feinstaub jahrelang geschlafen h&auml;tte, ist nicht ganz richtig. Im Gegenteil, vielmehr kannte die Kreativit&auml;t bei der Suche nach immer neuen Placebo-Ma&szlig;nahmen kaum Grenzen. Eine kleine Chronik, oder: Nonstop Nonsens.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Rot-Wei&szlig;-Rot im Niedergang:<\/strong> Der Erfolg der rechtspopulistischen FP&Ouml; in der ersten Runde der Pr&auml;sidentschaftswahl hat &Ouml;sterreich politisch umgef&auml;rbt. Daran haben die beiden ehemals gro&szlig;en Parteien SP&Ouml; und &Ouml;VP hohen Anteil. Aber auch die &ldquo;Kronen-Zeitung&rdquo;, die st&auml;rker ist als &ldquo;Bild&rdquo;.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>AfD: Petry und rote Linien<\/strong><br>\nIn der Spitze deuten sich Spaltungen an, interne Machtk&auml;mpfe werden ausgefochten. Einig ist man sich nur beim Anti-Islam-Kurs<br>\nZwei Tage vor Beginn des Parteitags in Stuttgart sieht Bundessprecherin Frauke Petry die AfD vor einer Weggabelung. Die Partei werde sich entscheiden m&uuml;ssen, &ldquo;ob sie eine konservativ-liberale oder eine nationalkonservativ-soziale Partei sein will&rdquo;, sagte sie dem Stern. Dazu erg&auml;nzte sie, dass sie an die Partei appellieren werde und ihre Autorit&auml;t in die Waagschale werfen werde.<br>\nDa Petry dem konservativ-liberalen Fl&uuml;gel zugerechnet wird, wird dies vom Stern und anderen gro&szlig;en Medien als &ldquo;R&uuml;ckzugsangebot&rdquo; gewertet, falls sich der andere Fl&uuml;gel behauptet. Die Basis auf dem Parteitag gebe die Ausrichtung vor, so Petry.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48088\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Warum AfD-Chefin Petry einen R&uuml;ckzug andeutet<\/strong><br>\nWas im ersten Moment nach einer neuen moderaten Tonlage klingen mag, ist in Wirklichkeit Petrys verdeckte Kampfansage an Th&uuml;ringens AfD-Chef Bj&ouml;rn H&ouml;cke. Dass die beiden Politiker nicht miteinander klarkommen, gilt als offenes Geheimnis. Am Ende k&ouml;nnte sich in Stuttgart am Wochenende ein &auml;hnliches Szenario abspielen, wie auf dem Essener Parteitag im Juli 2015, als Petry ihren Vorg&auml;nger Bernd Lucke von der Spitze und schlie&szlig;lich aus der Partei dr&auml;ngte. Auch damals ging es weniger um inhaltliche Fragen der Ausrichtung als viel st&auml;rker um die Machtfrage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1010022.warum-afd-chefin-petry-einen-rueckzug-andeutet.html\">Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Verfassungsschutz vs. AfD<\/strong><br>\nClaus von Wagner fordert als Pressesprecher der AfD vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden. Die Anforderungen daf&uuml;r sind aber sehr hoch &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2726390\/#\/beitrag\/video\/2726390\/Verfassungsschutz-vs.-AfD\">ZDF Mediathek<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Deutschland entschuldigt sich bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/strong><br>\nDas ist nett, aber nat&uuml;rlich Satire<br>\nDas Geld reicht nicht. Die junge Mutter ist alleinerziehend, hat zwei Kinder, arbeitet 30 Stunden die Woche &ndash; und das Geld reicht einfach nicht. Also muss sie beim Jobcenter aufstocken. Als sie dort mal einen Termin nicht wahrnehmen konnte, weil sie arbeiten musste, wurde sie sanktioniert. Und  hatte noch weniger Geld. Als sie das erz&auml;hlt, muss sie beinahe weinen.<br>\nSchuld ist: die Agenda 2010. Das Gute ist: Deutschland tut das wahnsinnig leid! So sehr, dass das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales unter der Schirmherrschaft des Bundespr&auml;sidenten Joachim Gauck eine Kampagne gestartet hat: &bdquo;Deutschland sagt Sorry!&ldquo; Mit einem Video, in dem auch die junge Mutter ihre Geschichte erz&auml;hlt, geht das Ministerium nach vorne, bedankt sich bei den Leidtragenden der Arbeitsmarkreform, die zwischen 2003 und 2005 umgesetzt wurde und ohne die Deutschland wirtschaftlich schlechter dastehen w&uuml;rde, und bietet ihnen an, sich ein von Joachim Gauck pers&ouml;nlich signiertes Entschuldigungsschreiben zusenden zu lassen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jetzt.de\/peng-collective\/neue-peng-kampagne-deutschland-sagt-sorry\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.deutschland-sagt-sorry.de\/index.php\">Deutschland sagt Sorry!<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider &ndash; zumindest bisher &ndash; nur Satire.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Satire ja, nur leider nicht als solche erkennbar, meint das echte Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales und hat deshalb die Betreiber der Seite &bdquo;Deutschland sagt Sorry!&ldquo; gebeten, <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/BMAS.Bund\/posts\/1023051467743735?fref=nf\">dies entsprechend nachzuholen<\/a>. Nur wie sieht es anders herum aus? Meint es Andrea Nahles tats&auml;chlich ernst mit ihrer Reform des SGB II. Der Vorschlag sieht ja unter anderem vor, dass Alleinerziehenden Geld gestrichen werden kann, wenn deren Kinder tageweise beim anderen Elternteil sind. Wie soll denn das in der Praxis laufen, mit der Stechuhr?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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