{"id":33204,"date":"2016-04-29T16:26:50","date_gmt":"2016-04-29T14:26:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204"},"modified":"2016-04-29T16:26:50","modified_gmt":"2016-04-29T14:26:50","slug":"hinweise-des-tages-ii-244","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h01\">Die Deflation kommt aus Deutschland. Woher auch sonst?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h02\">Warnstreiks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h03\">Neue Gehaltsstruktur: Lufthansa-Vorstand bekommt mehr Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h04\">Gesetzesentwurf ver&ouml;ffentlicht &ndash; Regierung bricht Versprechen: Behinderte Menschen werden nach wie vor benachteiligt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h05\">Sexualstrafrecht: W&auml;re die Vagina doch ein Auto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h06\">500.000 protestieren gegen neoliberale Pl&auml;ne der franz&ouml;sischen Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h07\">EU-Kommission will Zensur und &Uuml;berwachung auf Online-Plattformen privatisieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h08\">Wunsch der USA: Gibt&rsquo;s bald deutsche Soldaten an der russischen Grenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h09\">Die Akte Assad<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h10\">China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h11\">Was in Brasilien wirklich geschieht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h12\">Die Zukunft, die in der Vergangenheit gesucht wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h13\">Traditionspflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h14\">Ermordung honduranischer Aktivistin: Siemens&lsquo; seltsames Schweigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h15\">TTIP-Freund Kretschmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h16\">Original und F&auml;lschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h17\">Wie Sarrazin &ldquo;Unwissenheit und T&auml;uschungen&rdquo; verbreitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h18\">&bdquo;Ich knicke nicht vor Nazis ein&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33204#h19\">Herausforderung Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Deflation kommt aus Deutschland. Woher auch sonst?<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank EZB soll Schuld an den Niedrigzinsen sein? Mitnichten. Es ist die Politik Deutschlands, meint der Volkswirt und fr&uuml;here Chef&ouml;konom der UN-Organisation UNCTAD, Heiner Flassbeck.<br>\nEine Trag&ouml;die historischen Ausma&szlig;es erleben wir in diesen Tagen in Europa &ndash; und Deutschland. Ein Land k&auml;mpft nahezu geschlossen gegen die wirtschaftspolitischen Konsequenzen seiner eigenen Fehler, macht aber alle anderen, nur niemals sich selbst, verantwortlich f&uuml;r das, was geschehen ist.<br>\nWoher kommt die europ&auml;ische Deflation, in deren Gefolge die EZB die Zinsen auf null senkte? Ist sie vom Himmel gefallen? Hat die EZB sie gemacht? Haben andere L&auml;nder in Europa sie zu verantworten? Diese einfachen Fragen m&uuml;ssten auch kritische Medien in Deutschland jeden Tag stellen, und jeder, der intellektuell auch nur halbwegs ehrlich ist, kann sie sofort beantworten.<br>\nDenn die Quelle der europ&auml;ischen Deflation liegt eindeutig in Deutschland. Und sie sprudelt seit Beginn der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion. Ganz eindeutig verantwortlich ist die Politik der Lohnkompression, die von Rot-Gr&uuml;n durchgesetzt und von CDU\/CSU bejubelt wurde. Sie sorgte daf&uuml;r, dass die Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland bis zum Jahr 2007 &uuml;berhaupt nicht stiegen. Das war ein klarer Versto&szlig; gegen die Regeln der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion, in der man sich gemeinsam zum Ziel gesetzt hatte, eine Zielinflationsrate von knapp unter zwei Prozent zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.trend.at\/standpunkte\/deflation-deutschland-woher-6340973\">Heiner Flassbeck auf trend.at<\/a>\n<p><strong>Dazu: Hans-Werner Sinn &uuml;ber Arbeit<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom lehnt zwar Mindestl&ouml;hne ab, setzt sich aber f&uuml;r eine bessere Bezahlung ein.<br>\ntaz: Die Hartz-Reformen haben dazu gef&uuml;hrt, dass die Reall&ouml;hne auch in der Mittelschicht stagnierten, w&auml;hrend die Gewinne der Unternehmen explodierten. Ist das gerecht?<\/p>\n<p>Sinn: Die Lohnzur&uuml;ckhaltung hat die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Arbeitnehmer verbessert.<\/p>\n<p>taz: Weniger freundlich ausgedr&uuml;ckt: Deutschland hat die L&ouml;hne gedr&uuml;ckt und dann gigantische Export&uuml;bersch&uuml;sse aufgeh&auml;uft. Aber es k&ouml;nnen nicht alle L&auml;nder exportieren, es muss auch jemand importieren.<\/p>\n<p>Sinn: Was immer die &Uuml;bersch&uuml;sse erkl&auml;rt: Deutschland ist heute in Relation zu S&uuml;deuropa zu billig. Volkswirte der Investmentbank Goldman Sachs haben gesch&auml;tzt, dass Deutschland im Vergleich zur restlichen Eurozone um 31 Prozent teurer werden m&uuml;sste, um Italien &amp; Co. wieder wettbewerbsf&auml;hig zu machen.<\/p>\n<p>taz: Wir sind &uuml;berrascht. Pl&auml;dieren Sie jetzt daf&uuml;r, dass die deutschen L&ouml;hne um 31 Prozent steigen sollen? Eben waren Sie noch gegen den Mindestlohn.<\/p>\n<p>Sinn: Zitieren und pl&auml;doyieren ist nicht dasselbe. Wer sich anpasst, S&uuml;deuropa oder wir, ist noch offen. Man darf jedenfalls nicht damit anfangen, die L&ouml;hne anzuheben. Zun&auml;chst m&uuml;ssen die Firmen mehr investieren. Wenn die Betriebe ihre Kapazit&auml;ten ausweiten, nimmt die Besch&auml;ftigung zu &ndash; und dies f&uuml;hrt dann nachfrageseitig zu h&ouml;heren L&ouml;hnen.<\/p>\n<p>taz: Aber warum sollten Unternehmen st&auml;rker investieren, wenn die L&ouml;hne stagnieren? Dann fehlt die Nachfrage, die zus&auml;tzliche Kapazit&auml;ten rentabel macht.<\/p>\n<p>Sinn: Zur Rentabilit&auml;t brauchen Firmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, keinen h&ouml;heren Konsum in Deutschland, sondern niedrige deutsche L&ouml;hne. Auch im Inneren eines Landes h&auml;ngt nicht alles an der Konsumnachfrage. Wenn Firmen Maschinen kaufen, steigt f&uuml;r die Lieferanten die Nachfrage.<\/p>\n<p>taz: Also setzen Sie weiter auf Lohndumping und Export&uuml;bersch&uuml;sse, obwohl Sie selbst zugeben, dass Deutschland schon zu billig ist.<\/p>\n<p>Sinn: Nein. Nachfrageseitig d&uuml;rfen die L&ouml;hne hochgezogen werden, aber man darf sie nicht hochzwingen.<\/p>\n<p>taz: Um ehrlich zu sein, verstehen wir Ihre Logik nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5296958\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Hier wird Professor Sinn von den taz-Interviewern Ulrike Herrmann und Malte Kreutzfeldt aber ordentlich &ldquo;gegrillt&rdquo; und verstrickt sich prompt in peinlichen Widerspr&uuml;chen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warnstreiks<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verdi-Warnstreiks: ein abgekartetes Spiel<\/strong><br>\nMithilfe der Schuldenbremse und dem Sch&auml;uble-Diktat einer &bdquo;schwarzen Null&ldquo; hat sich der Trend zu Personaleinsparung und Privatisierung durchgesetzt. So werden &ouml;ffentliche Nahverkehrsstrecken an private Busfirmen delegiert oder Krankenh&auml;user zu gro&szlig;en Verb&auml;nden fusioniert und privatisiert. In jedem Fall wird ihr Bedarf an W&auml;sche, Catering oder Reinigung an Subunternehmer ausgelagert.<br>\nDas aktuellste Beispiel stammt aus Rheinland-Pfalz, wo das neue Ampelb&uuml;ndnis von SPD, FDP und Gr&uuml;nen gerade beschlossen hat, weitere 2000 &ouml;ffentliche Stellen zu vernichten. &Auml;hnliche Sparma&szlig;nahmen auf dem R&uuml;cken der &ouml;ffentlichen Bediensteten werden in allen Regierungen und Verwaltungsstellen geplant und durchgesetzt.<br>\nKeines dieser Probleme wird in den Tarifverhandlungen thematisiert. Die Verhandlungen sind in Wahrheit ein abgekartetes Spiel, denn die Gewerkschaftsfunktion&auml;re stehen den &ouml;ffentlichen Arbeitgebern n&auml;her als den Besch&auml;ftigten, die sie angeblich vertreten. Sie geh&ouml;ren denselben Parteien an und sehen dieselbe &bdquo;Notwendigkeit&ldquo;, die Kosten der Krise den Arbeitern aufzuhalsen. Oft wechseln sie von den Gewerkschaftszentralen in hochrangige &ouml;ffentliche &Auml;mter und umgekehrt.<br>\nDas beste Beispiel daf&uuml;r ist Frank Bsirske, der Verdi-Chef. Er geh&ouml;rt der gleichen Gewerkschaft an wie sein Tarifpartner Thomas B&ouml;hle von der Arbeitgeberseite. B&ouml;hle ist Mitglied von Verdi und SPD. Frank Bsirske ist der Dienst&auml;lteste aller deutschen Gewerkschaftsvorsitzenden. Gleichzeitig sitzt er in zahlreichen wichtigen Aufsichtsr&auml;ten, wie dem der Deutschen Bank, der Postbank und von IBM. Beim Energiekonzern RWE ist er stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und in der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) Verwaltungsratsmitglied.<br>\nEhe Bsirske im Jahr 2000 Gewerkschaftssekret&auml;r wurde, war er als Personaldezernent der Stadt Hannover an einem Modernisierungsprogramm beteiligt, bei dem tausend von 16.000 Stellen gestrichen wurden. Besonders deutlich wurde Bsirskes Rolle letztes Jahr im Kita-Streik, als er den Arbeitskampf der Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Behindertenhelfer abw&uuml;rgte und ihnen denselben Abschluss aufn&ouml;tigte, den sie zuvor schon klar abgelehnt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2016\/04\/27\/verd-a27.html\">WSWS<\/a><\/li>\n<li><strong>Gescheiterte Tarifverhandlungen: Metall- und Elektroindustrie steht vor massiven Warnstreiks<\/strong><br>\nKeine Einigung in der dritten Verhandlungsrunde: Die IG Metall hat ein Angebot der Arbeitgeber abgelehnt. Diese bieten 2,1 Prozent mehr Lohn &ndash; deutlich weniger, als die Gewerkschaft fordert. [&hellip;]<br>\nDie Arbeitgeber hatten zwar ein &ldquo;alternatives Angebot&rdquo; vorgelegt, um Bewegung in die Gespr&auml;che zu bringen. Es beinhaltet Einkommensverbesserungen in zwei Stufen ab April, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summieren. Zudem boten die Arbeitgeber eine Einmalzahlung in H&ouml;he von 0,3 Prozent an &ndash; berechnet auf zw&ouml;lf Monate.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/ig-metall-metall-und-elektroindustrie-steht-vor-massiven-warnstreiks-a-1089798.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Im weiteren Text wird klar, dass auf 12 Monate lediglich 1 Prozent Lohnerh&ouml;hung angeboten wurde, zzgl. einer nicht tabellenwirksamen minimalen Einmalzahlung. Warum druckt der SPIEGEL Arbeitgeberpropanda (&ldquo;bieten 2,1 Prozent mehr Lohn&rdquo;)?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Neue Gehaltsstruktur: Lufthansa-Vorstand bekommt mehr Geld<\/strong><br>\nDie Lufthansa steht trotz ihres Rekordgewinns unter anhaltendem Kostendruck. Dennoch steigen die Geh&auml;lter der F&uuml;hrungsmannschaft. Der Konzern will in diesem Jahr einiges anpacken, hie&szlig; es auf der Hauptversammlung.<br>\nTrotz des andauernden Kostendrucks bei der Lufthansa steigen die Geh&auml;lter des Vorstands. Die Hauptversammlung des Dax-Konzerns genehmigte mit 89,5 Prozent Zustimmung eine neue Gehaltsstruktur f&uuml;r die f&uuml;nfk&ouml;pfige F&uuml;hrungsmannschaft um Chef Carsten Spohr.<br>\nDie variablen Teile des Gehalts werden an neue Kennziffern gekoppelt und sollen so perspektivisch rund zehn Prozent &uuml;ber dem bisherigen Niveau liegen, sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber.<br>\nIm Dax-Vergleich steht Lufthansa weiterhin im hinteren Mittelfeld. Die Geh&auml;lter seien seit 2008 nicht mehr erh&ouml;ht worden, sagte Mayrhuber.<br>\nSpohr hat nach dem alten System im vergangenen Jahr inklusive Aktienoptionen und Rentenanspr&uuml;chen knapp 3,2 Millionen Euro nach 2,74 Millionen Euro im Jahr 2014 verdient.<br>\nSeine Bez&uuml;ge sollen in der neuen Struktur mit einem Plus von rund 300.000 Euro st&auml;rker steigen als die der &uuml;brigen Vorstandsmitglieder, die 100.000 Euro mehr mit nach Hause nehmen. Damit soll der Abstand zwischen dem Chef und den anderen Top-Managern vergr&ouml;&szlig;ert werden. Auch hier dienten andere Dax-Konzerne als Ma&szlig;stab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lufthansa-vorstand-bekommt-mehr-geld-a-1089862.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ebenfalls unglaublich: Rekordgewinn, Rekordgehaltserh&ouml;hung f&uuml;r den Chef, dessen Gehalt sich an anderen DAX-Konzernen orientiert (&uuml;brigens: Siemens und VW sind deutlich gr&ouml;&szlig;er!!), und die Besch&auml;ftigten sollen Lohnsenkungen schlucken. &ldquo;Amerikanische Verh&auml;ltnisse&rdquo; sind Gold dagegen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Trotz Abgasaff&auml;re: Ex-VW-Chef Winterkorn erh&auml;lt Millionengehalt<\/strong><br>\nWegen des Abgasskandals trat Winterkorn als Chef bei Volkswagen zur&uuml;ck. Dennoch streicht der Ex-Chef noch ein Millionengehalt ein. Aufsichtsratschef P&ouml;tsch will auf einen Teil seines Bonus verzichten.<br>\nDer ehemalige Volkswagen-Chef Martin Winterkorn hat f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr, in dem der Abgasskandal ausbrach, 7,3 Millionen Euro Gehalt eingestrichen. Das geht aus dem VW-Gesch&auml;ftsbericht hervor. Winterkorn war im September nach Bekanntwerden der Abgas-Manipulationen zur&uuml;ckgetreten. [&hellip;]<br>\nDe facto bekommen die Topmanager 70 Prozent ihrer zugesagten Boni. Je nachdem wie der Konzern den Skandal bew&auml;ltigt und sich die Gesch&auml;fte in den kommenden Jahren entwickeln, ist jedoch ab 2019 die r&uuml;ckwirkende Auszahlung der vollst&auml;ndigen Sonderpr&auml;mie m&ouml;glich. Nach dieser Rechnung k&ouml;nnte Vorstandschef M&uuml;ller r&uuml;ckwirkend f&uuml;r 2015 im f&uuml;r ihn besten Fall 8,6 Millionen Euro kassieren, im schlechtesten Fall bliebe ihm sein Fixgehalt von 1,1 Millionen plus Vorsorgeaufwendungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/volkwagen-martin-winterkorn-erhaelt-trotz-abgasaffaere-7-3-millionen-euro-a-1089724.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gesetzesentwurf ver&ouml;ffentlicht &ndash; Regierung bricht Versprechen: Behinderte Menschen werden nach wie vor benachteiligt<\/strong><br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung des Referentenentwurfs f&uuml;r das lang erwartete Bundesteilhabegesetz &auml;u&szlig;erten sich der Initiator der Petition f&uuml;r ein Recht auf Sparen und ein gutes #Teilhabegesetz Constantin Grosch entt&auml;uscht &uuml;ber die Vorschl&auml;ge der Bundesregierung. &ldquo;Mit dem Entwurf springt die Bundesregierung viel zu kurz, denn behinderte Menschen werden bei den bisherigen Vorschl&auml;gen nach wie vor erheblich benachteiligt&rdquo;, erkl&auml;rte Constantin Grosch.<br>\nNach dem nun vorliegenden Vorschlag der Bundesregierung wird der angek&uuml;ndigte Systemwechsel nicht erfolgen. Lebensnotwendige Hilfen f&uuml;r Menschen mit Behinderungen werden&nbsp;weiter&nbsp;von der finanziellen Leistungskraft des Betroffenen abh&auml;ngig gemacht. Entt&auml;uschend sei, dass die Bundesregierung keinen weiteren Schritt zur vollst&auml;ndigen Abschaffung der Anrechnung des Verm&ouml;gens will und auch Partner der Betroffenen weiterhin belangt werden.<br>\n&ldquo;Das hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun, wenn wir aufgrund der Hilfen, die wir brauchen, in unseren M&ouml;glichkeiten f&uuml;r unser Alter, f&uuml;r die Absicherung der Ausbildung unserer Kinder oder f&uuml;r den Kauf einer barrierefreien Wohnung zu sparen, erheblich benachteiligt werden&rdquo;, kritisierte Raul Krauthausen den Referentenentwurf der Bundesregierung. Als Selbst&auml;ndiger m&uuml;sse er beispielsweise in der Lage sein, R&uuml;cklagen zu bilden, was ihm nun weiterhin erschwert werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kampagne.teilhabegesetz.org\/?p=208\">Teilhabegesetz jetzt!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sexualstrafrecht: W&auml;re die Vagina doch ein Auto<\/strong><br>\nDer neue Gesetzentwurf zum Sexualstrafrecht ist so d&uuml;rftig, dass er peinlich ist. Auch 2016 ist das Auto eines Menschen in Deutschland besser gesch&uuml;tzt als seine sexuelle Selbstbestimmung.<br>\nSch&ouml;n, wie die zutiefst merkw&uuml;rdige R&uuml;ckst&auml;ndigkeit in Heiko Maas&rsquo; Gesetzesentwurf rauskam, als am Donnerstag der Bundestag &uuml;ber eine Reform des Sexualstrafrechts debattierte. Denn das, was die Regierung da nun endlich als Entwurf auf den Weg gebracht hat, ist so d&uuml;rftig, dass es peinlich ist, dass da das Jahr 2016 dr&uuml;ber steht.<br>\nHier und da erkl&auml;ren Juristinnen und Autorinnen, warum die &Auml;nderung nicht genug ist, und warum auch nach den Verbesserungen, die die Regierung plant, das Portemonnaie eines Menschen in Deutschland immer noch besser gesch&uuml;tzt ist als seine sexuelle Selbstbestimmung. Es schlie&szlig;en sich B&uuml;ndnisse zusammen, die dagegen protestieren, dass laut Maas&rsquo; Vorhaben das &ldquo;Nein&rdquo; eines Menschen nicht ausreicht, wenn es um Sex gegen seinen Willen geht; dass wir also unser Recht, nicht vergewaltigt zu werden, nicht blo&szlig; verbal, sondern k&ouml;rperlich verteidigen m&uuml;ssen. Wie ein Tier. Sch&ouml;n also, dass fraktions&uuml;bergreifend alle sieben Rednerinnen und zwei Redner, die am Donnerstag im Bundestag zu dem Thema gesprochen haben, fanden, dass das Prinzip &ldquo;Nein hei&szlig;t Nein&rdquo; im Strafrecht festgeschrieben werden muss. Au&szlig;er eben der Justizminister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/sexualstrafrecht-waere-die-vagina-doch-ein-auto-kolumne-a-1089732.html\">Margarete Stokowski auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>500.000 protestieren gegen neoliberale Pl&auml;ne der franz&ouml;sischen Regierung<\/strong><br>\nGestern fand in Frankreich wieder einmal ein Aktionstag gegen die neoliberalen Gesetze der franz&ouml;sischen Regierung statt, die zu Arbeitszeitverl&auml;ngerungen und Arbeitsplatzunsicherheit f&uuml;hren werde. Die Repression gegen diese Demos nimmt allerdings weiter zu, Drohnen und Hubschrauber &uuml;berwachten die Demos.<br>\nAm gestrigen nationalen Mobiliserungstag in Frankreich ging laut Angaben der CGT eine halbe Million Menschen gegen das Arbeitsgesetz &bdquo;El Khomri&ldquo; auf die Stra&szlig;e. Der nach der Arbeitsministerin benannte Gesetzesentwurf soll niedrigere L&ouml;hne bei mehr Arbeit und niedrigerem K&uuml;ndigungsschutz festschreiben. Nach dem am 9. M&auml;rz, 31. M&auml;rz und dem 9. April ist es der vierte nationale Mobilisierungstag gegen das Gesetz, zu dem die gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaftsverb&auml;nde aufriefen.<br>\nWieder wurden die Demonstrationen von Streiks vor allem im Verkehrssektor begleitet. Bei Air France, der Bahn (SNCF) und im &ouml;ffentlichen Nahverkehr legten die Besch&auml;ftigten die Arbeit nieder. Doch konnten diesmal mehr als 90 % der Z&uuml;ge der SNCF fahren. Nur in Le Havre war alles wie immer: Der Hafen und die Stadt waren dicht, weil die 2.000 Hafenarbeiter*innen mit der Jugend streikten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/500-000-protestieren-gegen-neoliberale-plaene-der-franzoesischen-regierung\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<p><strong>Dazu: Frankreich erholt sich<\/strong><br>\nDas Wachstum hat im ersten Quartal 2016 &uuml;berraschende 0,5 Prozent erreicht &ndash; fast doppelt so viel wie erwartet. Zum ersten Mal seit langem geht auch wieder die Arbeitslosigkeit zur&uuml;ck. [&hellip;]<br>\nInteressant ist, dass dieser Aufschwung einsetzt, obwohl die Regierung ihre angeblich alternativlosen Arbeitsmarkt-Reformen noch gar nicht umgesetzt hat &ndash; die teils gewaltt&auml;tigen Proteste halten an&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/frankreich-erholt-sich\">Eric Bonse auf Lost in EUrope<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Kommission will Zensur und &Uuml;berwachung auf Online-Plattformen privatisieren<\/strong><br>\nDie EU-Kommission will Zensur und &Uuml;berwachung von Nutzerinhalten auf Online-Plattformen in die H&auml;nde von Unternehmen wie Facebook und Google legen. Das geht aus einem internen Papier der EU-Kommission hervor.<br>\n&Uuml;ber die Online-Plattformen hei&szlig;t es: &bdquo;As they occupy a special role in the economy and the society with unmatched influence, online platforms should behave responsibly and have frameworks in place to take reasonable and effective action to protect their users from illegal and harmful activities.[..] there is a need to further encourage all types of online platforms to take more effective voluntary action to safeguard key societal values [..].&rdquo;<br>\nDas Papier definiert allerdings nicht, was diese &bdquo;wichtigen gesellschaftlichen Werte&ldquo; sein sollen, die alle Arten von Online-Plattformen jetzt freiwillig effektiver vor &bdquo;illegalen&ldquo; und &bdquo;sch&auml;dlichen&ldquo; Inhalten sch&uuml;tzen sollen. Stattdessen st&uuml;tzt sich die Argumentation im Papier auf Prozesse wie das EU Internet Forum, von dem nicht viel mehr bekannt ist als eine Pressemitteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2016\/eu-kommission-will-zensur-und-ueberwachung-auf-online-plattformen-privatisieren\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wunsch der USA: Gibt&rsquo;s bald deutsche Soldaten an der russischen Grenze?<\/strong><br>\nDeutsche Soldaten an der russischen Grenze?<br>\nDer US-Pr&auml;sident fordert von der Bundesregierung, dass die Bundeswehr mehr &ldquo;Engagement&rdquo; in Osteuropa zeigt und sich st&auml;rker an der &ldquo;Abschreckung gegen Russland&rdquo; beteiligen soll. Wird die Bundesregierung dem amerikanischen Wunsch nachkommen? Werden bald (wieder) deutsche Soldaten an der russischen Grenze sein? Das Ausw&auml;rtiges Amt betont, dass die Entscheidung dar&uuml;ber noch nicht gefallen ist. Ausgeschlossen wird dieses historische Szenario aber nicht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=n0PEUJoZCRo\">Jung und naiv YouTube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Akte Assad<\/strong><br>\nF&uuml;r das Chaos in Syrien und den Aufstieg des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; gibt es laut Pulitzer-Preistr&auml;ger Seymour M. Hersh vor allem einen Verantwortlichen: die USA. Seine Reportage in der Mai-Ausgabe des Cicero deckt das Ausma&szlig; der verfehlten Syrienpolitik Obamas auf. [&hellip;]<br>\nIm Januar erschien eine erste Fassung von Hershs Reportage &uuml;ber die verfehlte Syrienpolitik Barack Obamas in der London Review of Books. F&uuml;r Cicero hat er weite Teile des Textes den aktuellen Geschehnissen angepasst und erg&auml;nzt. Herausgekommen ist ein ersch&uuml;tterndes Dokument politischer Ignoranz. Und ein herausragendes Beispiel f&uuml;r angels&auml;chsischen Investigativjournalismus, das sich abhebt von zunehmend gef&uuml;hliger Politikberichterstattung hierzulande.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/weltbuehne\/cicero-im-mai-tauber-praesident-die-akte-assad\/60839\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>China<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Erstes chinesisch-russisches Forum &uuml;ber Cyber-Entwicklung<\/strong><br>\nIn seiner Rede auf der Er&ouml;ffnungszeremonie des Forums erkl&auml;rte der Direktor des chinesischen staatlichen Internetinformationsb&uuml;ros, Lu Wei, China und Russland seien Cyber-M&auml;chte und h&auml;tten mit einer Komplementarit&auml;t bei der Cyber-Kooperation eine breite Perspektive:<br>\n&bdquo;In den vergangenen Jahren haben die chinesisch-russischen Cyber-Beziehungen eine sprunghafte Entwicklung erlebt und kontinuierliche Verbesserungen verzeichnet. Die Zusammenarbeit bei Cyberpolitik, Technologie, Kommerz und Kultur ist vorangetrieben worden. Chinesische Unternehmen wie Huawei und Alibaba haben in Russland aktiv ihre Gesch&auml;fte ausgebaut. Besonders die grenz&uuml;berschreitenden Online-Gesch&auml;fte zwischen beiden L&auml;ndern haben ein gro&szlig;es Wachstum aufgewiesen und sind zum neuen Highlight der bilateralen Handelskooperation geworden.&rdquo;<br>\nLu Wei wies darauf hin, dass Chinas Staatspr&auml;sident Xi Jinping auf der Basis des Respekts der Cyber-Souver&auml;nit&auml;t das Grundprinzip zur F&ouml;rderung der Reform des globalen Internetsverwaltungssystems sowie die Etablierung der Cyber-Schicksalsgemeinschaft initiiert hat. Diese Initiative finde in der internationalen Gemeinschaft, darunter auch Russland, ein positives Echo. Dies verk&ouml;rpere die geb&uuml;hrende Verantwortung eines gro&szlig;en Cyber-Staats.<br>\nDer Assistent des russischen Pr&auml;sidenten, Igor Schchyogolew, sagte in seiner Rede, in den letzten Jahren h&auml;tten sich Russlands Telekommunikationstechnologie und Cybersicherheit rapide entwickelt. Allerdings gebe es auch bei der Sicherheit der individuellen Informationen sowie der Stabilit&auml;t der Cybertechnologie neue Herausforderungen und Aufgaben:<br>\n&bdquo;Russland setzt sich daf&uuml;r ein, einen friedlichen, sicheren und offenen internationalen Cyberraum auf der Basis von Vertrauen und Zusammenarbeit zu errichten. Wir sind der Ansicht, dass ein einheitlicher Cyberraum den Interessen aller L&auml;nder dienen soll. Die Stabilit&auml;t und Sicherheit der staatlichen Infrastruktur m&uuml;ssen gew&auml;hrleistet werden. Die Sicherheit der individuellen Informationen der B&uuml;rger muss gewahrt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2016\/04\/28\/1s250460.htm\">CRI online<\/a><\/li>\n<li><strong>Nichtregierungsorganisationen: Chinas Parlament verabschiedet umstrittenes NGO-Gesetz<\/strong><br>\nDer Kritik von westlichen Staaten und B&uuml;rgerrechtlern zum Trotz: Chinas Regierung hat ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen massiv einschr&auml;nkt. (&hellip;)<br>\nDas Gesetz ist Teil eines Pakets, zu dem Anti-Terror-Ma&szlig;nahmen sowie Vorschriften zur Cyber-Sicherheit geh&ouml;ren. B&uuml;rgerrechtler und westliche Staaten kritisierten, dass diese Gesetze die Meinungsfreiheit einschr&auml;nken und auch gegen Regierungskritiker angewandt werden k&ouml;nnten. Von dem NGO-Gesetz sind unter anderem auch ausl&auml;ndische politische Stiftungen und akademische Organisationen in China betroffen.<br>\nNach dem letzten Entwurf, &uuml;ber den Xinhua vor einigen Tagen berichtet hatte, werden alle Nichtregierungsorganisationen aus dem Ausland der Aufsicht durch die Polizeibeh&ouml;rden unterstellt. Auch m&uuml;ssen sie ihre Finanzen und damit alle T&auml;tigkeiten und Kooperationen mit chinesischen Gruppen offenlegen. Gruppen, die in Aktivit&auml;ten verwickelt seien, &ldquo;die den Staat untergraben und die Nation spalten&rdquo;, werden verboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ngos-in-china-parlament-in-peking-verabschiedet-umstrittenes-gesetz-a-1089780.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnert an die ge&auml;nderte Rechtslage in Russland. Und ebenso wie diese d&uuml;rfte der chinesische Entwurf an den Foreign Agents Registration Act der USA angelehnt sein, &uuml;ber den in Wikipedia u.a. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Foreign_Agents_Registration_Act\">folgendes zu lesen ist<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Das Gesetz betrifft Personen (technisch: Agenten), die im Auftrag ausl&auml;ndischer Regierungen oder allgemeiner foreign principals (darunter fallen auch ausl&auml;ndische politische Parteien und Organisationen oder ausl&auml;ndische Personen, die keine US-Staatsb&uuml;rger sind) politisch in den USA t&auml;tig sind (ausgenommen sind diplomatische Vertretungen oder andere ausl&auml;ndische Vertretungen, die vom US Au&szlig;enministerium anerkannt sind). <\/p>\n<p>Sie sind verpflichtet, sich beim Justizministerium zu registrieren, bevor sie Einfluss auf die &ouml;ffentliche Meinung nehmen (und innerhalb von zehn Tagen, nachdem sie Agenten geworden sind). Ihre Abmachungen mit der ausl&auml;ndischen Rechtsperson, Bezahlungen und Ausgaben in ihrem Auftrag sind anzugeben, und diese Informationen sind &ouml;ffentlich zug&auml;nglich. Sie m&uuml;ssen alle 6 Monate aktualisiert werden.<\/p>\n<p>Die von ihnen verbreiteten Informationsmaterialien (technisch Propaganda genannt) m&uuml;ssen mit einem Hinweis versehen sein, dass sie im Auftrag der ausl&auml;ndischen Rechtsperson erfolgen. Kopien m&uuml;ssen dem Justizminister (Attorney General) &uuml;bergeben werden.<\/p>\n<p>Falls der Agent vor einem Kongressausschuss aussagt, muss er diesem die j&uuml;ngste Kopie seines FARA-Berichts vorlegen.<\/p>\n<p>Der Agent muss Aufzeichnungen seiner Aktivit&auml;ten f&uuml;hren und auf Verlangen dem Justizministerium zug&auml;nglich machen.&rdquo;<\/p>\n<blockquote><\/blockquote><\/blockquote><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was in Brasilien wirklich geschieht<\/strong><br>\nUnter dem Vorwand der Korruptionsbek&auml;mpfung will Brasiliens Elite Pr&auml;sidentin Rousseff aus dem Amt dr&auml;ngen &ndash; und greift damit die Fundamente der jungen Demokratie an<br>\nF&uuml;r Au&szlig;enstehende ist es nicht einfach zu durchschauen, was es mit der gegenw&auml;rtigen politischen Krise in Brasilien und den Bem&uuml;hungen auf sich hat, die vor achtzehn Monaten mit 54 Millionen Stimmen wiedergew&auml;hlte Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff aus ihrem Amt zu entfernen. Um den wahrlich antidemokratischen Charakter der Anti-Rousseff-Kampagne zu verstehen, ist es n&ouml;tig, den Blick auf die Person zu fokussieren, die die brasilianischen Oligarchen und Medienkonzerne als neuen Pr&auml;sidenten installieren wollen:  Den korruptionsbelasteten, zutiefst unpopul&auml;ren Vizepr&auml;sidenten Michel Temer. Das wirft ein Licht darauf, was wirklich vor sich geht, und warum die Welt zutiefst besorgt sein sollte.<br>\nDer Chef des brasilianischen B&uuml;ros der New York Times, Simon Romero, f&uuml;hrte vergangene Woche ein Interview mit Temer, und so leitete er seinen hervorragenden Artikel ein: &bdquo;Ein Umfrage ergab, dass nur zwei Prozent der Brasilianer ihn w&auml;hlen w&uuml;rden. Gegen ihn l&auml;uft eine Untersuchung  aufgrund von Zeugenaussagen, die ihn in Verbindung mit einem riesigen Bestechungsskandal bringen. Ein hohes Gericht empfahl dem Kongress, ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einzuleiten. Brasiliens Vizepr&auml;sident Michel Temer bereitet sich darauf vor, das Ruder zu &uuml;bernehmen, sollte der Senat n&auml;chsten Monat sich dazu entscheiden, gegen Pr&auml;sidentin Rousseff ein Gerichtsverfahren zu er&ouml;ffnen.&ldquo;<br>\nWer soll da noch ernsthaft glauben, die Anstrengungen der Elite, Rousseff aus ihrem Amt zu entfernen, sei einem Kampf gegen Korruption geschuldet, wenn sie nun jemanden als Pr&auml;sidenten einsetzen will, der von viel schwerwiegenderen Korruptionsvorw&uuml;rfen belastet ist? Es ist eine offenkundige Farce. Es ist aber noch schlimmer.<br>\nDer Mann, der gleich nach Temer an dritter Stelle der Pr&auml;sidentschaftsanw&auml;rter steht, wurde bereits als Mann entlarvt, der schamlos korrupt ist: Der evangelikale Eiferer und Pr&auml;sident der Abgeordnetenkammer Eduardo Cunha. Er steht an der Spitze des Amtsenthebungsverfahrens gegen Rousseff, obwohl er letztes Jahr dabei erwischt wurde, wie er Bestechungsgelder in H&ouml;he mehrerer Millionen US-Dollar auf schweizerischen Bankkonten deponierte &ndash; nachdem er den Kongress mit der Aussage belogen hatte, er verf&uuml;ge &uuml;ber keinerlei Konten im Ausland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201604283934\/politik\/welt\/was-in-brasilien-wirklich-geschieht.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> Zwei Dinge sollten uns Europ&auml;ern bei diesem Artikel besonders ins Auge stechen: Die Nennung von Goldman Sachs sowie die private Medienkonzentration. Bei Ersterer kommt mir sofort die Assoziation mit der beruflichen Herkunft unseres EZB-Chefs Draghi. Und die Medienkonzentration kennen wir bestens aus der eigenen Zeitungs- und Rundfunklandschaft. Der Niedergang der Demokratie l&auml;sst sich derzeit hervorragend in weiten Teilen S&uuml;d- und Mittelamerikas beobachten. Neben Brasilien stehen da aktuell insbesondere Argentinien, Venezuela und Honduras im Fokus. Hier w&auml;re ein grosses Bet&auml;tigungsfeld z.B. f&uuml;r einen UN-Generalsekret&auml;r, als Mahner aufzutreten, so er denn tats&auml;chlich f&uuml;r die Menschheit eintreten wollte. Und unsere Regierung? Man kooperiert lieber kritiklos mit den Chefs von L&auml;ndern wie T&uuml;rkei, &Auml;gypten, Saudi Arabien und Mexiko, anstatt sich f&uuml;r Demokratie einzusetzen und emp&ouml;rt auf die Pauke zu hauen. Das zeigt ganz deutlich, in wessen Besitz sich Deutschland und die EU befinden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Zukunft, die in der Vergangenheit gesucht wird<\/strong><br>\nVor zwei Jahren berichtete Michael Kimmel in seinem Buch von den &raquo;Angry White Men&laquo; seines Landes, die &raquo;auf Frauenemanzipation und Immigranten, auf Farbige und Homosexuelle, auf die Gleichstellung der Geschlechter und auf die im Wei&szlig;en Haus&laquo; w&uuml;tend seien. Mit Abstrichen und kleinen Makulaturen ist diese Zornesanalyse auch auf Europa und speziell auf Deutschland &uuml;bertragbar. Allerdings muss man sich f&uuml;r uns hier fragen, ob diesem Zorn lediglich ein Kontrollverlust der M&auml;nnlichkeit zugrunde liegt, wie Kimmel es f&uuml;r die Vereinigten Staaten diagnostiziert. Wahrscheinlich sind wir in Old Europe ein bisschen gleichberechtigter. Hier z&uuml;rnen auch die wei&szlig;en Frauen, zsch&auml;pesieren Ausl&auml;nder, petrylieren Parolen und steinbachen Vorurteile in die K&ouml;pfe der Menschen. Aber der Hass des wei&szlig;en Menschen auf alle diejenigen, die es nicht sind oder die als Wei&szlig;e nicht so leben, wie sie es sich anst&auml;ndigerweise vorstellen, ist gleichwohl ein Faktor in dieser Republik geworden. Und die Mechanismen der ver&auml;rgerten wei&szlig;en Leute h&uuml;ben wie dr&uuml;ben gleichen sich frappierend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1010170.die-zukunft-die-in-der-vergangenheit-gesucht-wird.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Traditionspflege <\/strong><br>\nDas Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie (KIT) w&uuml;rdigt einen vom NS-Regime vielfach ausgezeichneten Vorstand des IG Farben-Konzerns. W&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs geh&ouml;rte Carl Wurster, den das KIT als &ldquo;Ehrensenator&rdquo; f&uuml;hrt, dem Leitungsgremium des Unternehmens an und war in dieser Funktion sowohl f&uuml;r die chemische Kriegsproduktion des Deutschen Reiches als auch f&uuml;r die Auspl&uuml;nderung besetzter L&auml;nder und die Ausbeutung von Zwangsarbeitern verantwortlich. Zudem z&auml;hlte Wurster zu den Aufsichtsratsmitgliedern der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Sch&auml;dlingsbek&auml;mpfung (DEGESCH), die das Giftgas &ldquo;Zyklon B&rdquo; produzierte, mit dem in den deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagern Millionen von Menschen, insbesondere Juden, ermordet wurden. Erst Ende vergangenen Jahres musste sich das 2009 aus dem Kernforschungszentrum und der Universit&auml;t Karlsruhe hervorgegangene KIT nach massiven Protesten &ouml;ffentlich von einem seiner &ldquo;Ehrensenatoren&rdquo; distanzieren: Der von 1956 bis 1974 amtierende Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Kernforschungszentrums Karlsruhe, Rudolf Greifeld, hatte sich w&auml;hrend des Zweiten Weltkriegs im von der Naziwehrmacht okkupierten Paris an antisemitischen Ma&szlig;nahmen der deutschen Besatzungsmacht beteiligt, die in die Deportation der j&uuml;dischen Bev&ouml;lkerung in die NS-Vernichtungslager m&uuml;ndeten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59355\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ermordung honduranischer Aktivistin: Siemens&lsquo; seltsames Schweigen<\/strong><br>\nNach dem Mord an einer Aktivistin im Zusammenhang mit einem umstrittenenen Staudamm-Projekt in Honduras fordert die Tochter der Ermordeten Siemens auf, sich aus dem Projekt<br>\nzur&uuml;ckzuziehen. Oxfam kritisiert die Verletzung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten durch den Konzern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-aussenpolitik\/news\/ermordung-honduranischer-aktivistin-siemens-schweigt\/\">Euroactiv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>TTIP-Freund Kretschmann<\/strong><br>\nBef&uuml;rworter von TTIP und CETA blenden die negativen Folgen der Vertr&auml;ge aus. Die Rolle als wirtschaftsnahe Partei d&uuml;rfte f&uuml;r die Gr&uuml;nen im S&uuml;dwesten allerdings auch strategische Nachteile bringen.<br>\nZwischen dem eigenen Programm und realpolitischen Entscheidungen bestehen bei den Gr&uuml;nen oft Differenzen. Nun sieht es danach aus, als sollte sich die Partei bei den Koalitionsverhandlungen mit der CDU in Baden-W&uuml;rttemberg von ihrer kritischen Haltung gegen&uuml;ber den Freihandelsabkommen TTIP und CETA entfernen. Nach dem, was bisher bekannt ist, werden in dem gr&uuml;n-schwarzen Koalitionsvertrag die Bedingungen f&uuml;r eine Zustimmung zu den Abkommen nur schwammig formuliert. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass Baden-W&uuml;rttemberg im Bundesrat f&uuml;r den Freihandel votieren w&uuml;rde. Das w&auml;re nach dem Geschmack von Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann, der sich in dieser Frage unter anderem an die Seite der einflussreichen Chefs der Automobilindustrie im L&auml;ndle gestellt hat. Porsche und Daimler erwarten vor allem Vorteile f&uuml;r ihr Exportgesch&auml;ft.<br>\nGleichzeitig blenden Bef&uuml;rworter von TTIP und CETA die negativen Folgen der Vertr&auml;ge &ndash; Abbau von Demokratie und Arbeitnehmerrechten sowie die Bedrohung von Sozial- und Umweltstandards &ndash; aus. Die Rolle als wirtschaftsnahe Partei d&uuml;rfte f&uuml;r die Gr&uuml;nen im S&uuml;dwesten allerdings auch strategische Nachteile bringen. Wenn die Landespartei ihren Kurs in der Freihandelspolitik fortsetzt, wird das ihre Beziehungen zu kritischen Nichtregierungsorganisationen, die ihr bislang nahestanden, nachhaltig sch&auml;digen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1010248.ttip-freund-kretschmann.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> An genau dieses Szenario musste ich unwillk&uuml;rlich denken, als die Gr&uuml;nen-Vorsitzende Simone Peter am vergangenen Samstag bei der Anti-TTIP-Demonstration in Hannover auf der B&uuml;hne ihre Wischiwaschi-Ansichten zum Besten gab. Wenn es bez&uuml;glich TTIP, CETA &amp; TISA auf den Bundesrat ankommen sollte, wird sich die deutsche Neoliberalit&auml;t einigermassen sicher auf Kretschmann verlassen k&ouml;nnen. Ein Desaster.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Original und F&auml;lschung<\/strong><br>\nF&uuml;r diese F&uuml;nfjahresfrist gibt es sachlich keine Begr&uuml;ndung. Denn diese Sozialleistungen sind ja &ndash; im Gegensatz etwa zum Arbeitslosengeld I &ndash; als beitragunabh&auml;ngig konzipiert. Warum also gerade f&uuml;nf Jahre und nicht drei oder sieben?<br>\nWer auch nur ein bisschen nachforscht in der j&uuml;ngeren bundesrepublikanischen Parteiprogrammatik, st&ouml;&szlig;t rasch auf die Zahl F&uuml;nf: Sie steht im AfD-Programm &ndash; in gerade diesem Zusammenhang. Fast w&ouml;rtlich ist dort festgehalten, was die SPD-Ministerin nun ank&uuml;ndigt.<br>\nF&uuml;r die EU ist Nahles&rsquo; in den &ouml;stlichen Mitgliedstaaten &uuml;beraus unpopul&auml;re Offensive ein weiteres Signal der Desintegration. Und der SPD auf ihrem Weg in Richtung 15 Prozent wird die unverhohlene Anleihe beim rechten Populismus auch nicht helfen. Wer immer noch nicht glaubt, dass ein solches Nacheilen dem Original mehr hilft als der F&auml;lschung, schaue in diesen Tagen nur auf &Ouml;sterreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1010167.original-und-faelschung.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Kann diese &Uuml;bereinstimmung zuf&auml;llig sein?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Rechtspopulistin im Amt<\/strong><br>\nDie Linksfraktion im Bundestag warf Nahles vor, sie unterst&uuml;tze rechte Parolen. Alexander Ulrich, Bundestagsabgeordneter der Partei Die Linke, nannte die Pl&auml;ne &raquo;Populismus auf Kosten der Schw&auml;chsten&laquo;. Sein Genosse Jan Korte argumentierte: &raquo;Wer immer noch glaubt, mit Rechtspopulismus die eigene Partei zu st&auml;rken, sollte sich die Ergebnisse der vergangenen Landtagswahlen und die Regierungskoalition in &Ouml;sterreich anschauen.&laquo; Nicht so recht festlegen wollten sich die Gr&uuml;nen. Der sozialpolitische Sprecher der Partei, Wolfgang Strengmann-Kuhn, gab gegen&uuml;ber AFP zu bedenken, der Gesetzesentwurf versto&szlig;e &raquo;sehr wahrscheinlich gegen das Grundrecht auf Existenzsicherung&laquo;.<br>\nUlrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, sagte am Donnerstag gegen&uuml;ber jW: &raquo;Nach allen Erfahrungen, die es gibt, werden die Menschen so in die Illegalit&auml;t getrieben und damit zur leichten Beute f&uuml;r modernen Menschenhandel und Ausbeutung.&laquo; Das reiche von Schwarzarbeit unter entw&uuml;rdigenden Bedingungen bis hin zur Prostitution, so Schneider.<br>\nDie Arbeitsministerin machte deutlich, dass die Gesetzesregelung nicht viele Menschen treffe. &raquo;Es gibt keinen Massenansturm&laquo;, stellte Nahles klar. Nach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bezogen im Januar 2016 hierzulande knapp 440.000 Menschen aus anderen EU-Staaten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/04-29\/001.php\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wie Sarrazin &ldquo;Unwissenheit und T&auml;uschungen&rdquo; verbreitet<\/strong><br>\nEin Faktencheck zu Thilo Sarrazins neuesten Thesen zur Fl&uuml;chtlingspolitik<br>\nIn seinem neuen Buch &ldquo;Wunschdenken&rdquo; will Thilo Sarrazin &ldquo;Unwissen und T&auml;uschungen&rdquo; der deutschen Fl&uuml;chtlingspolitik entlarven. Doch die meisten T&auml;uschungen stammen von ihm selbst.<br>\nWenn ein Buch die Bestsellerlisten st&uuml;rmt, von dem keiner so genauso sagen kann, wor&uuml;ber es eigentlich handelt, dann hat der Autor einiges richtig gemacht. Nach Thilo Sarrazins Abrechnung mit Ausl&auml;ndern (Deutschland schafft sich ab), dem Euro (Europa braucht den Euro nicht) und Linken (Der neue Tugendterror) ist am Montag das vierte Werk des Bestsellerautors erschienen.<br>\nIn &ldquo;Wunschdenken: Europa, W&auml;hrung, Bildung, Einwanderung &ndash; warum Politik so h&auml;ufig scheitert&rdquo;, schreibt Sarrazin nun &uuml;ber so ziemlich alles, was ihm noch so einf&auml;llt: Bismarck und Klimawandel. Warum es 1957 besser keine Rentenreform gegeben h&auml;tten und 2018 in Berlin keine Flughafen-Er&ouml;ffnung geben wird. Auf 600 Seiten erkl&auml;rt er den Zusammenbruch Jugoslawiens genauso wie die Misswirtschaft am N&uuml;rburgring und garniert das Ganze mit Lebensweisheiten (&ldquo;Die Pl&auml;ne, die man hat, k&ouml;nnen gar nicht umfassend genug sein, solange man sie f&uuml;r sich beh&auml;lt und st&auml;ndig an ihnen arbeitet&rdquo;) und praktischen Alltagstipps (&ldquo;Gegen K&auml;lte kann man sich durch entsprechende Kleidung und geeignete Unterk&uuml;nfte sch&uuml;tzen&rdquo;).<br>\nSarrazin w&auml;re aber nat&uuml;rlich nicht Sarrazin wenn er sich nicht auch etwas zum umstrittensten Thema dieser Tage zu sagen h&auml;tte: der Fl&uuml;chtlingspolitik der deutschen Bundesregierung. Oder wie Sarrazin sie nennt: &ldquo;der gr&ouml;&szlig;te Fehler der deutschen Nachkriegspolitik&rdquo;. &ldquo;Unwissenheit und T&auml;uschungen &uuml;ber die Wirklichkeit&rdquo; h&auml;tten zum Scheitern der deutscher Migrations- und Integrationspolitik gef&uuml;hrt, schreibt er. Doch Unwissenheit und T&auml;uschungen verbreitet Sarrazin vor allem selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48089\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Schon wieder ein neues Buch dieses Herrn, den die SPD offenbar nicht gewillt ist auszuschlie&szlig;en. Und erneut scheint er Probleme mit der Realit&auml;t zu haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Ich knicke nicht vor Nazis ein&ldquo;<\/strong><br>\nDer deutsch-t&uuml;rkische Kabarettist Serdar Somuncu nimmt f&uuml;r gew&ouml;hnlich kein Blatt vor den Mund. Im Interview spricht er &uuml;ber Zensur, das Gef&uuml;hl von Hunger und die Formen von Faschismus.<br>\n[&hellip;] In Ihrem Buch geht es auch um die Zensur Ihrer Comedyauftritte im Fernsehen. Was hat Sie da besonders ge&auml;rgert?<br>\nDie erschreckende Erkenntnis ist, dass obwohl Deutschland eines der liberalsten L&auml;nder ist, in dem Pressefreiheit sehr hochgehalten wird, es sehr viel Zensur gibt. Eine Zensur, die von den Zuschauern nicht gesehen wird. Das, was ich erlebt habe, war zum Teil haarstr&auml;ubend: Redakteure bei &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern haben wegen einzelner Begriffe oder Formulierungen so viel Angst, dass sie in einer Art vorauseilendem Gehorsam ganze Passagen streichen. &Uuml;ber 90 Prozent meiner Auftritte sind bis zum heutigen Tag unvollst&auml;ndig und der Zensur zum Opfer gefallen. Das ist eine gro&szlig;e Entt&auml;uschung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/panorama\/serdar-somuncu--ich-knicke-nicht-vor-nazis-ein-,1472782,34163836.html\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Herausforderung Rechtspopulismus<\/strong><br>\n&Ouml;sterreichs Bundespr&auml;sidentenwahl hat weit &uuml;ber die Landesgrenzen hinaus Widerhall gefunden. Rechtspopulisten sind massiv im Aufwind, denn die meisten Stimmen hat der FP&Ouml;-Kandidat Hofer mit 36,4 Prozent erhalten. Die rechtspopulistische FP&Ouml; k&ouml;nnte nach einer Stichwahl im Mai den n&auml;chsten Bundespr&auml;sidenten von &Ouml;sterreich stellen. Und dies bei hoher Wahlbeteiligung: sie lag nach dem absoluten Tiefstand 2010 von nur 53,57 Prozent bei 68,5 Prozent. Die Sensation des ersten Wahlgangs ist aber nicht der Erfolg der FP&Ouml;, sondern der Misserfolg der beiden jahrzehntelang siegverw&ouml;hnten Regierungs- und &ldquo;Volksparteien&rdquo; &Ouml;VP und SP&Ouml;, die zusammen blo&szlig; auf 22 Prozent der Stimmen kamen und erstmals nicht den neuen Bundespr&auml;sidenten stellen werden.<br>\nDie ersten Analysen der Wahlforscher zeigen: Die Mehrheit der &Ouml;sterreicherInnen ist w&uuml;tend und entt&auml;uscht. Nur jede\/r Zehnte beurteilt die Entwicklung in den vergangenen Jahren positiv, fand ein Meinungsforschungsinstitut heraus. 68 Prozent der B&uuml;rgerInnen sind laut Umfrage mit der Arbeit der rot-schwarzen Bundesregierung unzufrieden. Frust &uuml;ber die Politik im Allgemeinen treibt 80 Prozent der Menschen um. Dazu kommen die &Auml;ngste um den Job angesichts von seit Jahren stetig steigender Arbeitslosigkeit. Das Feld war f&uuml;r die Rechtspopulisten bestellt.<br>\nDie These, dass die Ursache f&uuml;r den Aufstieg des Rechtspopulismus in &Ouml;sterreich in der Protestwahl oder an einem &uuml;berzeugenden Votum f&uuml;r eine politische Pers&ouml;nlichkeit liege, trifft bei dem relativ unbekannten Kandidaten der FP&Ouml;, Hofer, nicht. Es geht um mehr: um die seit Jahrzehnten aufgebaute Frustration der W&auml;hlerInnen. Wie dramatisch dieser Schrei nach Wandel ausfiel, zeigt der Blick auf ehemalige Hochburgen der Parteien: Im einst sprichw&ouml;rtlich &ldquo;roten Wien&rdquo; gab es keinen einzigen der 23 Bezirke, wo der SP&Ouml;-Kandidat, Ex-Sozialminister und Gewerkschaftschef Rudolf Hundstorfer, vorne gelegen h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/politik\/themen\/detail\/zurueck\/axel-troost-die-kolumne\/artikel\/herausforderung-rechtspopulismus\/\">Axel Troost (MdB, Die Linke)<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-33204","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33204","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33204"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33204\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33206,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33204\/revisions\/33206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33204"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33204"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33204"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}