{"id":33208,"date":"2016-05-02T08:40:40","date_gmt":"2016-05-02T06:40:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208"},"modified":"2016-05-02T08:40:40","modified_gmt":"2016-05-02T06:40:40","slug":"hinweise-des-tages-2615","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h01\">#TTIPLeaks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h02\">&raquo;Wer Armut sehen will, der kann sie sehen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h03\">MEMORANDUM 2016<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h04\">Rechtsruck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h05\">Gegen soziale Spaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h06\">Sichere Renten: Wo Norbert Bl&uuml;m recht hatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h07\">Es wird konkreter: Deutsche Soldaten an die russische Grenze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h08\">Diese Insel ist das Panama der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h09\">US-Aussenminister John Kerry nutzt Steueroasen f&uuml;r seine privaten Investments<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h10\">Washington setzt Deutschland wegen Export&uuml;berschuss auf Beobachtungsliste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h11\">Wettbewerbsf&auml;higkeit 2.0 &ndash; ein alternatives Konzept des EWSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h12\">Spanische Lust am Untergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h13\">Rente: Und Riestern lohnt sich doch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h14\">Streit um die Russland-Sanktionen (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h15\">Drohnenkrieg &ndash; Die Weitergabe von Handydaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h16\">K&ouml;lner Silvesternacht: Geheime Dokumente belegen Beh&ouml;rden-Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h17\">Gabriel erhebt schwere Vorw&uuml;rfe: Union weicht Rentendebatte aus und f&ouml;rdert damit radikale Parteien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33208#h18\">Pinochet, die CIA und die Medien &ndash; Chiles gr&ouml;&szlig;ter Zeitungsverleger f&uuml;r Rolle bei Putsch angeklagt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#TTIPLeaks<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geheime TTIP-Papiere enth&uuml;llt<\/strong>\n<ul>\n<li>Geheime TTIP-Papiere zeigen: Der Druck der US-Regierung auf die EU ist st&auml;rker und weiter reichend als bislang bekannt.<\/li>\n<li>Washington droht damit, Exporterleichterungen f&uuml;r Europas Autoindustrie zu blockieren, um im Gegenzug zu -erreichen, dass die EU mehr US-Agrarprodukte abnimmt.<\/li>\n<li>Gleichzeitig attackieren die Amerikaner das grundlegende Vorsorgeprinzip beim europ&auml;ischen Verbraucherschutz.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die US-Regierung setzt Europa bei den Verhandlungen &uuml;ber das transatlantische Handelsabkommen TTIP deutlich st&auml;rker und weiter reichend unter Druck als bisher bekannt. Das geht aus Abschriften geheimer Verhandlungsdokumente hervor, die S&uuml;ddeutscher Zeitung, WDR und NDR vorliegen. Das Material von insgesamt 240 Seiten stellte Greenpeace zur Verf&uuml;gung; es wird an diesem Montag ver&ouml;ffentlicht. Mehrere mit den Verhandlungen vertraute Personen best&auml;tigten, dass es sich bei den Dokumenten um aktuelle Papiere handelt. Greenpeace ist nach eigenen Angaben im Besitz der Originale.<br>\nDemnach droht Washington damit, Exporterleichterungen f&uuml;r die europ&auml;ische Autoindustrie zu blockieren, um im Gegenzug zu erreichen, dass die EU mehr US-Agrarprodukte abnimmt. Gleichzeitig attackiert die US-Regierung das grundlegende Vorsorgeprinzip beim EU-Verbraucherschutz, der 500 Millionen Europ&auml;er derzeit vor Gentechnik und Hormonfleisch in Nahrungsmitteln bewahrt. Die Dokumente offenbaren zudem, dass sich die USA dem dringenden europ&auml;ischen Wunsch verweigern, die umstrittenen privaten Schiedsgerichte f&uuml;r Konzernklagen durch ein &ouml;ffentliches Modell zu ersetzen. Sie haben stattdessen einen eigenen Vorschlag gemacht, der bisher unbekannt war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/-geheime-ttip-papiere-enthuellt-1.2975097\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Realit&auml;t der TTIP-Verhandlungen &uuml;bertrifft die dunklen Ahnungen noch<\/strong><br>\nDas Freihandelsabkommen f&uuml;hrt zu globalen Wohlstandsgewinnen, sagen die Bef&uuml;rworter. Die TTIP-Papiere zeigen aber, dass die Bef&uuml;rchtungen der Gegner nicht aus der Luft gegriffen sind. Im Gegenteil, die Dokumente zeigen: Sie haben Substanz.<br>\nMan kann die Bedeutung des geplanten Abkommens gar nicht &uuml;bersch&auml;tzen.<br>\nDas geplante Abkommen weckt bei den einen ungeheuere Hoffnungen; bei den anderen, und es werden zumal in Deutschland immer mehr, weckt es ungeheuere Bef&uuml;rchtungen. Das Abkommen kann zu globalen Wohlstandsgewinnen f&uuml;hren &ndash; wenn, ja wenn es richtig gemacht w&uuml;rde. Die TTIP-Papiere, die die S&uuml;ddeutsche Zeitung von der heutigen Ausgabe an ver&ouml;ffentlicht, lassen daran zweifeln.<br>\nDiese Papiere zeigen, dass die Bef&uuml;rchtungen der Gegner nicht aus der Luft gegriffen sind. Mehr noch: Sie zeigen, dass die Realit&auml;t der Verhandlungen die dunklen Ahnungen noch &uuml;bertrifft. Die Papiere belegen, wie schwierig diese Verhandlungen sind, wie hart sich die europ&auml;ischen und die US-amerikanischen Wirtschaftsinteressen im Raum sto&szlig;en, und wie weit also der Weg zu einem wirtschafts- und b&uuml;rgervertr&auml;glichen Abkommen noch ist. Vielleicht m&uuml;ndet der Weg, auch des US-Starrsinns wegen, im Nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ttip-papiere-realitaet-der-ttip-verhandlungen-uebertrifft-die-dunklen-ahnungen-noch-1.2975119\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Kollege Hoffmann, Sie irren!&laquo;<\/strong><br>\nIllusion&auml;re Hoffnungen in bezug auf TTIP und zweifelhafte Analysen zum Arbeitsrecht. Ein offener Brief an den DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann<br>\nSehr geehrter Herr Kollege Hoffmann, anl&auml;sslich des Besuchs von US-Pr&auml;sident Barack Obama bei der gerade zu Ende gegangenen Hannover-Messe erkl&auml;rten Sie: Die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) m&uuml;ssten auch von den USA anerkannt werden, das w&uuml;rde Druck auf die US-Bundesstaaten aus&uuml;ben, damit die Normen umgesetzt werden. Au&szlig;erdem h&auml;tten die USA im bereits ausverhandelten Abkommen zur Transpazifischen Partnerschaft (TPP) schon gefordert, dass die ILO-Kernnormen anerkannt werden.<br>\nKollege Hoffmann, Sie irren. Die W&uuml;rfel f&uuml;r die Ablehnung der ILO-Normen beim Verhandlungspartner USA sind l&auml;ngst gefallen. Beginnen wir mit der TPP, welche die USA mit s&uuml;damerikanischen und asiatischen Staaten beschlossen haben. Da haben sich, im Unterschied zu Ihrer Behauptung, die USA nicht auf die ILO-Normen festgelegt. Im Kapitel 19 &raquo;Trade and Labour&laquo; f&auml;ngt es zwar gut an: &raquo;Alle Unterzeichnerstaaten werden in ihren Gesetzen und Regulierungen und damit verbundenen Praktiken die folgenden Rechte &uuml;bernehmen und aufrechterhalten, wie sie in der ILO-Erkl&auml;rung enthalten sind: Vereinigungsfreiheit und die effektive Anerkennung des Rechts auf kollektive Tarifvertr&auml;ge; Abschaffung aller Formen von Zwangs- und Pflichtarbeit; Abschaffung von Kinderarbeit und, f&uuml;r die Zwecke dieses Abkommens, das Verbot der schlimmsten Formen von Kinderarbeit sowie die Abschaffung von Diskriminierungen in Hinsicht auf Besch&auml;ftigung und Beruf.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/05-02\/051.php\">Werner R&uuml;gemer in der jungen Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Jetzt ist die Katze aus dem Sack!<\/strong><br>\nJetzt ist die Katze aus dem Sack! 26 US-Senatoren reden Klartext: Ihre Stimmen f&uuml;r TTIP gibt es nur mit Hormonfleisch, Zollabbau f&uuml;r Fleisch aus extremer Massentierhaltung, Giftgem&uuml;se und Gentechik. <a href=\"https:\/\/www.scribd.com\/doc\/310765202\/US-Senate-TTIP-Letter-to-Froman-from-22-April-2016\">Diesen Brief der Senatoren<\/a> sollten alle lesen, die sich &uuml;ber hohe Standards unter TTIP Illusionen machen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sven.giegold\/photos\/a.1391357617793686.1073741827.1391306014465513\/1696728573923254\/?type=3&amp;theater\">Sven Giegold via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&raquo;Wer Armut sehen will, der kann sie sehen&laquo;<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Ulrich Schneider. &Uuml;ber den Rechtsruck in der Bundesrepublik, das Versagen der Sozialdemokratie und &uuml;ber den Kampf f&uuml;r soziale Gerechtigkeit (&hellip;)<br>\nH&auml;tten Sie es &uuml;berhaupt f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass eine rechtspopulistische Partei einmal bessere Wahlergebnisse einfahren w&uuml;rde als eine Traditionspartei wie die SPD?<br>\nNein. Aber das liegt ja nicht nur an den Prozenten, die die AfD eingefahren hat. Das h&auml;ngt vielmehr damit zusammen, dass die SPD so schlecht abgeschnitten hat. Wir hatten &uuml;brigens in den 1990er Jahren schon mal eine &auml;hnliche Situation. Damals hatten wir einen starken Zuzug von Fl&uuml;chtlingen und das Aufkommen einer rechten Partei, n&auml;mlich der &raquo;Republikaner&laquo;, die auch in einen Landtag (in Baden-W&uuml;rttemberg, jW) einzog, dann aber wieder verschwand und sich &uuml;berlebt hatte. Ich hoffe sehr, dass das mit der AfD auch so kommen wird. Das h&auml;ngt jedoch wie gesagt auch entscheidend davon ab, dass wir den Menschen sozialpolitische Angebote unterbreiten. Der damalige Arbeitsminister Norbert Bl&uuml;m, CDU, hat auf das Aufkommen der Rechtsradikalen reagiert, indem er eine arbeitsmarktpolitische Offensive gestartet hat, die wir so vorher in Deutschland noch nicht erlebt hatten. Wir hatten damals Hunderttausende ABM-Kr&auml;fte. Bl&uuml;m hat einen &ouml;ffentlich gef&ouml;rderten Besch&auml;ftigungssektor installiert. &Uuml;brigens nicht mit halbj&auml;hrlichen Ein-Euro-Jobs, sondern mit tariflich bezahlten Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen mit einer L&auml;nge von bis zu zwei Jahren. Ich glaube, das war ein ganz entscheidender Faktor, warum sich Rechtsradikale damals nicht ausbreiten konnten. Solche Initiativen vermisse ich von der amtierenden Regierungskoalition. Es bleibt zu hoffen, dass diese Bundesregierung zur Besinnung kommt, oder wir eine politische Konstellation bekommen, wo derlei umgesetzt w&uuml;rde.<br>\nWie entt&auml;uscht sind Sie eigentlich ganz pers&ouml;nlich von der Sozialdemokratie?<br>\nIch kann da keinen Hehl daraus machen: Mich pers&ouml;nlich hat entt&auml;uscht, dass wir vor der letzten Bundestagswahl 2013 &uuml;ber Monate hinweg gemeinsam mit der SPD f&uuml;r Umverteilung auf die Stra&szlig;e gegangen sind und uns mehr Gerechtigkeit erhofften. Vor allem ging es uns um h&ouml;here Investitionen in die kommunale Infrastruktur, denn da spielt sich der Sozialstaat ab. Wir wollten ganze Regionen vor der Verelendung bewahren. Wir sind auf die Stra&szlig;e gegangen, um uns f&uuml;r unseren Sozialstaat und f&uuml;r die Interessen derer einzusetzen, die zu schwach sind, um es selbst zu tun. Das war eine tolle Bewegung, die wir damals mit dem &raquo;B&uuml;ndnis Umfairteilen&laquo; angesto&szlig;en haben. Dann haben wir am Wahlabend gesehen, dass es eine rechnerische Mehrheit im Bundestag f&uuml;r unsere Ziele gab. Die drei Fraktionen, die zusammen mit uns f&uuml;r Umverteilung angetreten waren, hatten eine knappe Mehrheit. In dem Moment zu erleben, dass die Spitze der Sozialdemokratie, die Ziele mit der sie im Wahlkampf noch selbst angetreten war, hintanstellt, tat weh. Die SPD hat 2013 einen Koalitionsvertrag unterschrieben, der Steuererh&ouml;hungen zu einem Tabu erkl&auml;rt, und damit war klar, dass sich sozialpolitisch die n&auml;chsten vier Jahre kaum etwas bewegen w&uuml;rde und man nichts Durchgreifendes f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher, gegen Altersarmut und eine marode Infrastruktur tun wird. Nat&uuml;rlich bin ich also entt&auml;uscht. Was sonst?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/04-30\/065.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M. S.:<\/strong> Sehr interessant finde ich den Hinweis auf die arbeitsmarktpolitischen Ma&szlig;nahmen von Norbert Bl&uuml;m, als in den 90er die Republikaner st&auml;rker wurden. Herr Schneider sieht in den tariflich bezahlten Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen, die damals von Bl&uuml;m umgesetzt wurden, einen entscheidenden Faktor, warum sich die Rechtsradikalen nicht ausbreiten konnten. Hieran erkennt man m.E. auch gut, wie die Parteien nach rechts ger&uuml;ckt sind bzw. zunehmend neoliberal geworden sind, da es heute fast unvorstellbar erscheint, dass die CDU oder SPD derartige CDU-Ma&szlig;nahmen aus den 90er umsetzt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ganz offensichtlich ist es einfacher und schneller, Vertrauen zu zerst&ouml;ren als das Vertrauen von Leuten wie Herrn Schneider, aber auch von den vielen Opfern der sog. Reformpolitik zur&uuml;ck zu gewinnen. Daran m&uuml;sste die SPD dennoch arbeiten &ndash; aber mit diesen Spitzen in Fraktion, Ministerien und Partei auf der Bundesebene d&uuml;rfte das kaum gelingen.<\/em><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>MEMORANDUM 2016<\/strong><br>\nDie Armut vieler und der Reichtum weniger destabilisiert ganz Europa. &ldquo;Die Identit&auml;tskrise der Europ&auml;ischen Union wird im Umgang mit Gefl&uuml;chteten besonders deutlich. Das jahrelange Paradigma von mehr Wettbewerb und weniger Solidarit&auml;t gef&auml;hrdet jetzt das eigentlich auf Stabilit&auml;t angelegte Konstrukt EU von innen heraus&rdquo; mahnt Prof. Dr. Mechthild Schrooten.<br>\nDie EU steckt in der gr&ouml;&szlig;ten Krise seit ihrer Gr&uuml;ndung. Was mit einer Krise des W&auml;hrungssystems begann, hat sich l&auml;ngst zu multiplen Krisen ausgewachsen, die immer weitere Bereiche umfassen. In etlichen Mitgliedsl&auml;ndern gibt es starke nationalstaatliche Bewegungen, die auf die Gemeinschaft zentrifugal wirken. Nicht nur in Gro&szlig;britannien wird &uuml;ber einen Austritt aus der Wirtschaftsgemeinschaft gesprochen. &ldquo;Die EU hat mit ihrem Krisenmanagement schwere Sch&auml;den angerichtet, sowohl in &ouml;konomischer als auch in politischer Hinsicht. Die Fl&uuml;chtlingsfrage hat die Gr&auml;ben innerhalb der EU noch einmal vertieft&rdquo; konstatiert Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup. Gleichzeitig sei aber auch der Handlungsdruck enorm gro&szlig;, die Europ&auml;ische Union auf eine neue Basis zu stellen und sie zu demokratisieren.<br>\n&ldquo;Nicht nur die Integration der Gefl&uuml;chteten braucht leistungsf&auml;hige staatliche Strukturen. Ein Ausbau des Sozialstaates und staatlicher Investitionen ist dringend notwendig. Renten und andere staatliche Leistungen m&uuml;ssen sicher sein.&rdquo; stellt Prof. Dr. Mechthild Schrooten fest.<br>\nVieles spricht daf&uuml;r, dass das Jahr 2016 zu einem wichtigen Entscheidungsjahr f&uuml;r die Europ&auml;ische Union wird. &ldquo;Es stellt sich die Alternative entweder auseinanderzubrechen in Nationalstaaten oder eine Weiterentwicklung der Gemeinschaft anzugehen&rdquo; mahnt Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup. Die Europ&auml;ische Union ist in ihren Grunds&auml;tzen keine Solidargemeinschaft mehr. Sie hat sich in eine wenig tragf&auml;hige Wettbewerbsgemeinschaft transformiert. In der Folge gewinnt die nationale Ebene an Bedeutung. In einer solchen innerlich geschw&auml;chten Situation ist es fahrl&auml;ssig, umfassende Handelsabkommen wie die Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) anzustreben. Statt einer Ausweitung der renditeorientierten internationalen Integration ist die Integration nach innen geboten &ndash; Solidit&auml;t und Solidarit&auml;t bieten hier zentrale Ansatzpunkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/veroeffentlichungen_der_arbeitsgruppe\/memorandum_2016\/index.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Unter der oben angegebenen Adresse finden Sie auch die komplette Version des aktuellen Memorandums inkl. aller dazugeh&ouml;rigen Tabellen und Grafiken. Es ist bezeichnend und traurig, dass kein reichenweitenstarkes Medium in Deutschland &uuml;ber das aktuelle Memorandum berichtet. Schauen Sie doch rein, wenn Sie ein wenig Zeit haben; es ist sehr lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rechtsruck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es ist Zeit f&uuml;r weniger Vorbehalte<\/strong><br>\nVieles, was die AfD fordert, w&uuml;rde ernsthaft diskutiert, k&auml;me es von einer etablierten Partei. Ein Kommentar vor dem Auftakt des Parteitages der Rechtspopulisten.<br>\nMehr Distanz geht kaum. Industriepr&auml;sident Ulrich Grillo l&auml;sst die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) allenfalls als &bdquo;Weckruf&ldquo; f&uuml;r die etablierten Parteien gelten. Ansonsten k&ouml;nne er &bdquo;kein Gefallen an der AfD finden, die gegen den Euro, gegen Freihandel und gegen Globalisierung ist&ldquo;, sagte Grillo j&uuml;ngst der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sein Unbehagen an der nun in acht Landtagen vertretenen Partei, die sich in gesellschaftspolitischen Fragen meist rechts neben der Union positioniert, teilen nicht nur in der Wirtschaft viele. Aber zu hoffen, dass sich der politische Empork&ouml;mmling mit dem teils wenig vertrauenerweckenden Personal in Machtk&auml;mpfen zerlegt, ist gewagt. Immerhin wird die AfD bundesweit mit gut zehn Prozent gehandelt, in anderen EU-L&auml;ndern gewinnen Randparteien schon l&auml;nger Zulauf.<br>\nDas legt eine st&auml;rkere inhaltliche Auseinandersetzung mit der AfD nahe, die an diesem Wochenende in Stuttgart ihr Grundsatzprogramm beschlie&szlig;en will. Mit Populismus-, Nationalismus- und Extremismusvorw&uuml;rfen allein wird man den Inhalten nicht gerecht. Die AfD widerspricht der Vorstellung einer &ndash; unter Souver&auml;nit&auml;tsverzicht &ndash; immer enger verschmelzenden EU. Sie verspricht eine klarere Gewaltenteilung in Deutschland und h&auml;ngt der Idee der direkten Demokratie nach Schweizer Vorbild an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/deutschland-muss-die-alternativen-mit-der-afd-pruefen-14205386.html\">Heike G&ouml;bel in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Frau G&ouml;bels neue &ldquo;Sachlichkeit&rdquo; verbindet neoliberalen Mainstream mit rechtsau&szlig;en. Jetzt haben wir die eigentliche Querfront!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Scheinbar hat Frau G&ouml;bel entweder im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst oder den Programmentwurf der AfD nicht aufmerksam gelesen.<\/em><br>\n<em>Wer sich den Anf&auml;ngen zur Wehr setzen m&ouml;chte, sollte nicht f&uuml;r weniger Vorbehalte pl&auml;dieren. Angesichts zahlreicher Auftritte von AfD-Vertretern in den Medien erscheint vielmehr die Frage berechtigt, ob die Medienmacher &uuml;berhaupt noch Vorbehalte gegen diese Partei haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>AfD schreibt Anti-Islam-Kurs fest<\/strong><br>\n&ldquo;Der Islam geh&ouml;rt nicht zu Deutschland&rdquo; &ndash; so wird es fortan im Grundsatzprogramm der rechtspopulistischen AfD stehen. Die Mitglieder des Parteitags votierten zudem f&uuml;r ein Verbot von Vollverschleierung. Der Religionsaus&uuml;bung m&uuml;sse &ldquo;klare Schranken&rdquo; gesetzt werden.<br>\nDie rechtspopulistische AfD hat auf ihrem Parteitag in Stuttgart einen klaren Anti-Islam-Kurs beschlossen. &ldquo;Der Islam geh&ouml;rt nicht zu Deutschland&rdquo;, hei&szlig;t es in dem entsprechenden Kapitel f&uuml;r das erste Grundsatzprogramm der Partei. Minarette, der Muezzinruf und jegliche Vollverschleierung sollen verboten werden. Zudem sollen Imane an deutschen Universit&auml;ten ausgebildet werden. Das Kapitel wurde mit gro&szlig;er Mehrheit beschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/afd-parteitag-139.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.K.:<\/strong> Das wurde aber auch mal Zeit! Endlich nimmt sich eine Partei der wirklich gro&szlig;en Probleme unseres Landes an. Das sind n&auml;mlich gar nicht die Leutchen vom obersten 1%, die ihre Erbschaften, Boni und Dividenden m&ouml;glichst steueroptimiert unterbringen und der Gemeinschaft dadurch Milliarden entziehen. Auch die durch Sparma&szlig;nahmen heruntergehungerten sozialen Sicherungssysteme und die marode Infrastruktur &ndash; so what? Die Privatisierungsideologie, das deutsche milit&auml;rische Herumfuhrwerken in anderen L&auml;ndern (gern auch durch entsprechende Materiallieferungen), ungerechte Handelsabkommen mit schw&auml;cheren Staaten, die zunehmende gesellschaftliche Spaltung hierzulande &ndash; alles kein Ding, aber: &ldquo;Minarette, der Muezzinruf und jegliche Vollverschleierung sollen verboten werden&rdquo;. Jawollja! DAS sind die prim&auml;ren Herausforderungen, vor denen Deutschland steht!<\/em><br>\n<em>Also, jetzt ernsthaft: Ich wei&szlig; nicht, was mich fassungsloser macht &ndash; Dass sich hierzulande so eine Partei etablieren kann, dass sie einen derartigen Zulauf hat &ndash; oder dass unsere Medien vom Parteitag rauf und runter berichten und der AfD damit &ouml;ffentliche Aufmerksamkeit bis zum Geht-nicht-mehr bescheren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gegen soziale Spaltung<\/strong><br>\n1.Mai: Hunderttausende in der BRD f&uuml;r gerechten Lohn auf der Stra&szlig;e. Neonazis st&ouml;ren Rede von Justizminister Maas. Brutaler Polizeieinsatz in Istanbul<br>\nMehr als 390.000 Menschen haben sich am Sonntag an den mehr als 500 Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) beteiligt. In diesem Jahr standen sie unter dem Motto &raquo;Zeit f&uuml;r mehr Solidarit&auml;t&laquo;. Auf der zentralen Kundgebung in Stuttgart forderte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann die Bundesregierung auf, endlich gegen die zunehmende soziale Spaltung vorzugehen: &raquo;W&auml;hrend die Reichen immer mehr Verm&ouml;gen ansammeln, ist jeder dritte Erwachsene in Deutschland zu arm, um zu sparen, oder hat sogar Schulden. Durch den Missbrauch von Leiharbeit und Werkvertr&auml;gen entstehe in den Betrieben eine Zweiklassengesellschaftn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/05-02\/001.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sichere Renten: Wo Norbert Bl&uuml;m recht hatte<\/strong><br>\nPolitiker und &Ouml;konomen wollen die Ehre der Riester-Rente retten. Dabei war es irre zu glauben, dass Geldanlegen &uuml;berhaupt als Wundermittel zur Altersvorsorge taugt.<br>\nEin Mann, ein Satz. Seit Norbert Bl&uuml;m vor einer Woche und 30 Jahren deklariert hat, die (gesetzliche) Rente sei sicher, geh&ouml;rt beides zusammen. Selbst wenn der ehemalige Arbeits- und Sozialminister beim Kongress der Fondsmanager auftritt. Da zischt und raunt es: &ldquo;Die Rente&rdquo; und &ldquo;sischer&rdquo;. H&ouml;h&ouml;.<br>\nWas in diesem Fall unfreiwillig komisch wirkt. Immerhin hat bis dato jeder seine Rente bekommen, der in Bl&uuml;ms Kasse eingezahlt hat. Was man nicht von allen sagen kann, die auf Finanzberater geh&ouml;rt und ihr Geld eigens angelegt haben. Sagen wir, in Deutsche-Bank-Aktien, die gerade auf den Stand von 1993 zur&uuml;ckgefallen sind. Oder in griechische Staatsanleihen.<br>\nGenauso bizarr ist, mit welchem Eifer in diesen Tagen manch Politiker oder &Ouml;konom die Ehre jener Riester-Rente zu retten versucht, mit der die Deutschen dazu animiert werden sollten, sich f&uuml;rs Alter selbst reich zu sparen.<br>\nSp&auml;testens seit der Finanzkrise dr&auml;ngt sich der Verdacht auf, dass es nicht nur die vielkritisierten umst&auml;ndlichen Formulare und hohen Geb&uuml;hren sind, die das Riester-Sparen unattraktiv machen. Die Annahme war schlicht irre, dass die Leute ihr Geld nur ordentlich anlegen m&uuml;ssen, um wie automatisch paradiesische Renten zu bekommen. Was wiederum schon Norbert Bl&uuml;m einst ahnte.<br>\nDie olle Rente ist wom&ouml;glich besser als ihr Ruf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/riester-krise-die-gesetzliche-rente-ist-besser-als-ihr-ruf-kolumne-a-1089851.html\">Thomas Fricke auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Viele Leser werden sich sicherlich wundern, ein derartigen Text ausgerechnet auf SPIEGEL Online zu lesen. Die Antwort darauf ist einfach: SPIEGEL Online hat Thomas Fricker als Kolumnisten verpflichtet. Fricke war fr&uuml;her Chef&ouml;konom der FTD und mit seinen meist sehr klugen Artikeln auch Dauergast in den Hinweisen des Tages. Auch sein Blog WirtschaftsWunder https:\/\/neuewirtschaftswunder.de d&uuml;rfte zahlreichen Lesern ein Begriff sein. Sch&ouml;n, dass es bei SPIEGEL Online nun eine Ausnahme von der Regel gibt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Bl&uuml;m im Interview: &ldquo;Darum ist Riester gescheitert&rdquo;<\/strong><br>\nEx-Arbeitsminister Norbert Bl&uuml;m (CDU) war von Anfang an der sch&auml;rfste Riester-Kritiker. In der tz erkl&auml;rt er, warum die Riester-Rente gescheitert ist.<br>\nMit der Einf&uuml;hrung der Riester-Rente hatte Rot-Gr&uuml;n beschlossen, dass das Rentenniveau immer weiter gesenkt werden soll &ndash; von derzeit 47,5 auf nur noch 43,5 Prozent des Durchschnittslohns bis 2030. F&uuml;r den WDR errechneten Experten, dass dann fast 50 Prozent der Arbeitnehmer unter die Armutsgrenze fallen k&ouml;nnten! &bdquo;Das Ergebnis ist wirklich dramatisch&ldquo;, so der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Prof. Rudolf Hickel. &bdquo;Die Rechnung geht ja von sehr optimistischen Annahmen aus, also nicht davon, dass sich die Arbeitsmarktsituation Richtung prek&auml;rer Arbeitsverh&auml;ltnisse versch&auml;rfen w&uuml;rde. Es ist also eine sehr ruhige, zur&uuml;ckhaltende Annahme.&ldquo; Die Studie d&uuml;rfte Munition f&uuml;r Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer sein, der Riester f&uuml;r &bdquo;gescheitert&ldquo; erkl&auml;rt hatte. Ex-Arbeitsminister Norbert Bl&uuml;m (CDU) war von Anfang an der sch&auml;rfste Riester-Kritiker. In der tz erkl&auml;rt er, warum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur.de\/politik\/norbert-bluem-im-tz-interview-darum-ist-riester-rente-gescheitert-6305254.html\">Merkur.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Es wird konkreter: Deutsche Soldaten an die russische Grenze<\/strong><br>\nWas soll da schon schief gehen:<br>\nDie Bundesregierung&#8203; best&auml;tigt, dass sie bereit ist, Tausende deutsche Soldaten an die russische Grenze nach Litauen zu schicken. Dies sei ein &ldquo;Modell&rdquo;, was man der NATO vorschlagen m&ouml;chte. Von anderen &ldquo;Modellen&rdquo; kann man gleichzeitig nicht berichten. Richtig sei, dass die Bundeswehr&#8203; schon jetzt in Litauen auf &Uuml;bung ist. Sicher sei, dass der Plan mit der NATO\/Russland-Grundakte vereinbar w&auml;re. &ldquo;Dauerhaft&rdquo; d&uuml;rften danach keine westlichen Truppen in Osteuropa stationiert werden. Man umgeht dieses Versprechen, indem Truppen st&auml;ndig &ldquo;rotiert&rdquo; werden. Was der Unterschied zwischen einer dauerhaften Stationierung und einer andauernden Rotation bei gleichbleibender Pr&auml;senz sein soll, bleibt unklar&hellip; Merkel hat Putin derweil noch nicht &uuml;ber die historischen R&uuml;ckkehrpl&auml;ne deutscher Soldaten an die russische Grenze informiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=pAU7FPAkutI%20\">Jung &amp; Naiv via You Tube<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Neue Mieter f&uuml;r die &bdquo;Wolfsschanze&ldquo;<\/strong><br>\nBerlin scheint sich zur Welthauptstadt f&uuml;r kriminelle Geschichtsvergessenheit zu entwickeln. Ohne Empfinden f&uuml;r die im deutschen Volk vorhandene Nachdenklichkeit und ohne R&uuml;cksicht auf unsere Nachbarn im Osten rei&szlig;t man wieder die Klappe auf, wie &Auml;u&szlig;erungen hoher deutscher Offiziere im NATO-Auftrag auf den altbekannten Schlachtfeldern des &ouml;stlichen Europa deutlich machen.<br>\nAber es geht weit dar&uuml;ber hinaus. W&auml;hrend hier die NPD vor dem Bundesverfassungsgericht steht und aus Gr&uuml;nden der schrecklichen Vergangenheit mit einem Verbot rechnen mu&szlig;, werden mit breitgef&auml;cherter deutscher Regierungsunterst&uuml;tzung diese Kr&auml;fte der Vergangenheit in der Korruptions-Ukraine an die Grenze zum russischen Nachbarn befohlen.<br>\nNachdem schon im Fr&uuml;hjahr 2014 amerikanische S&ouml;ldnertruppen die Ost-Ukraine aufgemischt haben , um einen B&uuml;rgerkrieg zu entfachen, lies man seitens des Westen und der ukrainischen F&uuml;hrung die Bataillone aus der West-Ukraine von der Leine, die nicht nur in Ru&szlig;land an die schlimmsten Zeiten erinnern mu&szlig;ten. Nachdem schon israelische Spezialisten in Kiev auftauchten, war es unglaublich, wer alles mit diesen Gespenstern der Vergangenheit seinen &ouml;rtlichen Frieden gemacht hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.seniora.org\/de\/?option=com_content&amp;view=article&amp;id=875&amp;catid=27&amp;Itemid=175%20\">Willy Wimmer auf Seniora.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es muss nicht jedem Satz von Herrn Wimmer zugestimmt werden, aber die Kernaussage scheint berechtigt und sollte Anlass zur Sorge um den Frieden sein. Hat Deutschland einen Nutzen, wenn es Teile seiner Truppen in Gebiete des Zweiten Weltkrieges schickt? Wer profitiert von dieser Truppenstationierung? Geschieht das wirklich nur aus Sorge der Staaten, die fr&uuml;her zum Warschauer Pakt geh&ouml;rten?<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: Neue Friedenspolitik statt NATO-Aggression<\/strong><br>\n&bdquo;Bundeskanzlerin Angela Merkel begeht eine unverantwortliche Provokation, wenn sie 75 Jahre nach dem &Uuml;berfall Deutschlands auf die Sowjetunion die Bundeswehr zur russischen Grenze schickt&ldquo;, erkl&auml;rt Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Wagenknecht weiter:<br>\n&bdquo;Die Bundesregierung handelt brandgef&auml;hrlich, wenn sie das aggressive Spiel der NATO blind unterst&uuml;tzt. Eine dauerhafte Pr&auml;senz von NATO-Kampftruppen an der russischen Grenze widerspricht den bestehenden Vereinbarungen mit Russland. EU-Osterweiterungen und NATO-Truppenaufm&auml;rsche sind Gift f&uuml;r Frieden und Stabilit&auml;t in Europa. Die Entsendung von Kampfeinheiten der Bundeswehr an die russische Grenze gef&auml;hrdet die vitalen Interessen der deutschen Bev&ouml;lkerung. Der Deutsche Bundestag muss dar&uuml;ber beraten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2339.neue-friedenspolitik-statt-nato-aggression.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Diese Insel ist das Panama der Deutschen Bank<\/strong><br>\nUm die Geldstr&ouml;me ihrer Kunden zu optimieren, betreibt die Deutsche Bank auf Mauritius eine gro&szlig;e Niederlassung. Illegal ist so eine Briefkastenfirma nicht. Aber schmerzhaft f&uuml;r den Steuerzahler. [&hellip;]<br>\nDazu z&auml;hlt auch die Deutsche Bank. Das Frankfurter Institut betreibt hier deutlich mehr als nur eine Briefkastenfirma. Die Dependance gibt es schon seit 1996, aktuell sind dort immerhin 200 Mitarbeiter besch&auml;ftigt.<br>\nDie Deutsche Bank braucht sie dort, um ihre Dienste gro&szlig;en Pensionskassen, Versicherern und Private-Equity-Gesellschaften anzubieten, die in Asien und Afrika investieren. Sie k&uuml;mmern sich um wohl wenig aufregende Themen wie die Kontof&uuml;hrung und Depotbetreuung. Zudem w&uuml;rden interne Prozesse und Verwaltungsaufgaben f&uuml;r die Bank abgewickelt, hei&szlig;t es in Frankfurt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article154865186\/Diese-Insel-ist-das-Panama-der-Deutschen-Bank.html\">WELT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-Aussenminister John Kerry nutzt Steueroasen f&uuml;r seine privaten Investments<\/strong><br>\nIm Nachgang der Panama Papers gibt es eine neue Enth&uuml;llung: US-Aussenminister John Kerry nutzt Steueroasen f&uuml;r Millionen-Investments. Washington wird hellh&ouml;rig.<br>\nJohn Kerry ist US-Aussenminister und damit der weltweite Chefdiplomat. Er ist Demokrat und mit der Erbin des Ketchup-Heinz-Imperiums, Teresa Heinz, verheiratet.<br>\nKerry gilt als zweitreichster Politiker in Washington &ndash; und er nutzt Offshore-Zentren f&uuml;r private Investments. Dies hat &laquo;Dailycaller&raquo; k&uuml;rzlich enth&uuml;llt, eine gesponserte Newsseite in Washington D.C.<br>\nDie Enth&uuml;llung ist gut getimt &ndash; und sie kommt wohl gezielt. Kein einziger amerikanischer Politiker ist in den Panama Papers, deren Recherche vom liberalen US-Establishment um George Soros und auch vom Schweizer Bund gesponsert wurde, bislang genannt worden.<br>\nDer Schuss kommt von rechts<br>\nMitten im hitzigen US-Pr&auml;sidentschaftswahlkampf hat nun ein News-Service einen der m&auml;chtigsten und einflussreichsten US-Demokraten angeprangert.<br>\n&laquo;Dailycaller&raquo; ist vom konservativen Tucker Carlson und von Neil Patel, einem ehemaligen Berater von Dick Cheney 2010 gegr&uuml;ndet worden. Cheney war unter George W. Bush Vize-Pr&auml;sident der USA gewesen.<br>\nDie Dokumente legen dar, dass Kerry und seine Frau Teresa &uuml;ber anonyme Stiftungen Millionen von Dollars in Fonds investiert haben, die auf insgesamt elf Offshore-Zentren liegen. Darunter die Cayman Islands und die British Virgin Islands. In jedem Fonds seien mindestens eine Million Dollar investiert, heisst es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finews.ch\/news\/finanzplatz\/22743-john-kerry-offshore-investments-heinz\">finews.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin B.W.-Z.:<\/strong> Warum berichtet niemand in Deutschland dar&uuml;ber? Bei Putin und seinem Dunstkreis war es doch &uuml;berall die Aufmachermeldung! Ist diese Nachricht etwas nicht genehm? Traut sich kein Leitmedium an diese Meldung?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Washington setzt Deutschland wegen Export&uuml;berschuss auf Beobachtungsliste<\/strong><br>\nDas teilte das Finanzministerium in Washington mit. Neben der Bundesrepublik werden China, Japan, S&uuml;dkorea und Taiwan anhaltende einseitige Interventionen am Devisenmarkt vorgeworfen. Deutschland etwa erf&uuml;lle zwei Kriterien f&uuml;r unfaire Handelspraktiken, hei&szlig;t es. Man werde die wirtschaftliche Entwicklung und die Wechselkurspolitik genau verfolgen. &ndash; Um als unfairer Handelspartner eingestuft zu werden, m&uuml;ssen jedoch drei Kriterien erf&uuml;llt sein. Ein Land muss dann wiederholt manipulativ in den W&auml;hrungsmarkt eingreifen, um sich Handelsvorteile zu verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/usa-washington-setzt-deutschland-wegen-exportueberschuss.447.de.html?drn:news_id=608383\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten kritisieren von Anfang an die Export&uuml;bersch&uuml;sse. Dazu einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em>Hinweis: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=813\">Flassbeck: Weltmeister nicht nur beim Export, sondern bald auch beim Export&uuml;berschuss. Wie lange werden die Import&uuml;berschussl&auml;nder das noch mitmachen?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2813\">Denkfehler 17: &raquo;Wir leben vom Export.&laquo;<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=17388%20\">Exportf&ouml;rderung durch die Mehrwertsteuerentlastung. Die Korrektur ist zwingend.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21009\">Die Debatte um die Export&uuml;bersch&uuml;sse ist ein einziger Beleg f&uuml;r den Niedergang der &ouml;konomischen Wissenschaft und der Qualit&auml;t politischer Entscheidungen<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wettbewerbsf&auml;higkeit 2.0 &ndash; ein alternatives Konzept des EWSA<\/strong><br>\nEine breite Mehrheit im Europ&auml;ische Wirtschaft- und Sozialausschuss verabschiedete eine kritische Stellungnahme zum Vorschlag, nationale Wettbewerbsaussch&uuml;sse einzurichten. Zu Recht wird darin die bisherige einseitig auf preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit orientierte europ&auml;ische Wirtschaftspolitik kritisiert. Als Alternative werden eigene Vorschl&auml;ge zur Vertiefung der WWU wie der Ausbau des makro&ouml;konomischen Dialogs oder die Aufrechterhaltung der Tarifautonomie in Hinblick auf eine produktivit&auml;tsorientierte Lohnpolitik angef&uuml;hrt. Diese weitgehend mit gewerkschaftlichen Forderungen &uuml;bereinstimmenden Vorschl&auml;ge wurden fast einstimmig von allen im EWSA vertretenen Gruppen mitgetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/wettbewerbsfaehigkeit-2-0-alternatives-konzept-des-ewsa\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Spanische Lust am Untergang<\/strong><br>\nWenn Spanien Gl&uuml;ck hat, gibt es in Madrid vielleicht im Herbst wieder eine Regierung. Die politische L&auml;hmung setzt sich in wirtschaftliche um &ndash; obwohl sich bereits eine Linderung abgezeichnet hatte.<br>\nEs hat etwas Selbstzerst&ouml;rerisches, wenn ein Land, das sich gerade aus einer schweren achtj&auml;hrigen Wirtschaftskrise herausarbeitet, sogleich eine Auszeit nimmt und eine einj&auml;hrige politische Krise leistet. Genau das ist jedoch der Fall Spaniens, der viertgr&ouml;&szlig;ten &Ouml;konomie der Eurozone, die seit den letzten Wahlen vom 20. Dezember ohne neue Regierung ist. Das Versagen der kompromissunf&auml;higen Politiker hat freilich seinen Preis: Zur&uuml;ckhaltung in- und ausl&auml;ndischer Investoren, Reformstopp, Aufweichung der Haushaltsdisziplin und erste Schw&auml;chezeichen bei Wachstum und Arbeit. (&hellip;)<br>\nWas die Sozialistische Partei und die Podemos-Populisten im ersten Durchgang vertraten und auch im zweiten beibehalten wollen, ist nicht weniger als die gro&szlig;e Gegenreformation: Abschaffung der Rajoy-Reformen, R&uuml;cknahme der Schnitte, gro&szlig;z&uuml;gige (unbezahlbare) neue Sozialleistungen. Wenn in Spanien die Lust am Untergang gewinnt, dann hat auch Europa ein dickes neues Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/spanien\/politische-krise-spanische-lust-am-untergang-14207251.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.K.:<\/strong> Herr Wieland hat eine Menge in diesen Kommentar hineingepackt: Besch&ouml;nigungen, Verschweigen von Wesentlichem, statistische Spielereien, &hellip; Auch die &uuml;bliche Katastrophenwarnung vor einer linken Regierung darf nat&uuml;rlich nicht fehlen. F&uuml;r mich ist der &ldquo;sch&auml;rfste&rdquo; Satz aber: &ldquo;Die politische Unsicherheit beeintr&auml;chtigt au&szlig;er der Investitionsneigung auch das Vertrauen der einheimischen Konsumenten bei wichtigen Ausgaben, darunter f&uuml;r Immobilien&rdquo;. Ah ja: In Spanien ziehen erwachsene Menschen wieder zu ihren Eltern zur&uuml;ck, Familien verlieren ihr Dach &uuml;ber dem Kopf, kaum jemand kauft eine Wohnung oder ein Haus &ndash; aber das liegt nicht etwa an dem Austerit&auml;tsprogramm, an der nach wie vor hohen  Arbeitslosigkeit und der damit einhergehenden Verarmung. Nein, es liegt daran, dass die Leute nicht wissen, welche Farbe ihre n&auml;chste Regierungspartei haben wird! &#8232;Wie gro&szlig; m&uuml;ssen die ideologischen Scheuklappen sein, um so einen Kommentar schreiben zu k&ouml;nnen?!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rente: Und Riestern lohnt sich doch!<\/strong><br>\nSozialpolitisch mag die Riester-Rente ihre Ziele verfehlt haben &ndash; f&uuml;r die meisten Menschen lohnt sie sich trotzdem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2016\/19\/riester-rente-rendite-angestellte-beamte-selbststaendige\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist die ZEIT wie alle Zeiten von den Anzeigen der Unternehmerseite und der Finanzbranche abh&auml;ngig. Immer denselben falschen Pseudo-Argumente niederzuschreiben, um der Hand zu dienen, die einen f&uuml;ttert, ist trotzdem einfach nur peinlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Streit um die Russland-Sanktionen (I)<\/strong><br>\nIn der Debatte um eine etwaige Einstellung der EU-Russland-Sanktionen werden in Berlin Forderungen nach einer Ausweitung der Ma&szlig;nahmen auf &ldquo;Millionen russischer Staatsb&uuml;rger&rdquo; laut. Die Sanktionen d&uuml;rften keinesfalls aufgehoben werden, hei&szlig;t es in einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift &ldquo;Internationale Politik&rdquo;. Es gelte stattdessen, sie massiv zu versch&auml;rfen und beispielsweise um &ldquo;Visaverbote f&uuml;r alle russischen Staatsbediensteten&rdquo; zu erg&auml;nzen. Nur so k&ouml;nne man &ldquo;die russische Mittelklasse&rdquo; in eine breite &ldquo;Protestbewegung&rdquo; zum Sturz der Regierung hineinzwingen. Der Autor des Beitrags hat bereits im vergangenen Jahr behauptet, Russland werde nur dann politische Fortschritte erzielen, &ldquo;wenn seine Gesetze von au&szlig;en installiert werden&rdquo;. W&auml;hrend einige Russland-Spezialisten gegen jegliche Linderung der Sanktionen agitieren, erh&ouml;ht die Bundesregierung die Spannungen zwischen Berlin und Moskau &ndash; mit der Mitteilung, man pr&uuml;fe zur Zeit die &Uuml;bernahme der F&uuml;hrung eines in Litauen stationierten NATO-Bataillons durch die Bundeswehr. Entgegen anderslautenden Behauptungen der Kanzlerin w&auml;re damit der faktische Bruch der NATO-Russland-Grundakte aus dem Jahr 1997 verbunden; das wiederum liefe auf eine neue Eskalation des Konflikts zwischen dem Westen und Russland hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59357\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Drohnenkrieg &ndash; Die Weitergabe von Handydaten<\/strong><br>\nIn der gestrigen Anh&ouml;rung von Zeugen des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz im NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag ging es unter anderem auch um die Weitergabe von Handydaten an ausl&auml;ndische Stellen, die von deutschen Diensten erhoben wurden (Siehe zur gestrigen Sitzung auch einen Artikel bei Heise.de). Die beiden Zeugen vom Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) r&auml;umten ein, dass ihre Dienststelle Handydaten an US-Stellen weitergab und immer noch weitergibt. Diese Daten spielen f&uuml;r die Zielfindung im US-Drohnenkrieg eine wichtige Rolle.<br>\nEine Handynummer reicht aus, damit eine Rakete oder Bombe ihren Weg ins Ziel finden kann. Zum einen ist da das Programm Skynet zu nennen, das Metadaten auswertet und anhand von besuchten Orten, kontaktierten Personen und weiterer Muster, die als verd&auml;chtig gelten, diejenigen Nummern nennt, die zu Terrorverd&auml;chtigen geh&ouml;ren k&ouml;nnten. Diesen Prozess nennt man auch Data-Minig. Auf Basis dieser Daten, die von einem Algorithmus berechnet werden, werden dann die Ziele definiert und nicht selten auch get&ouml;tet. Der Name des Verd&auml;chtigen muss dabei nicht bekannt sein, nur, weil er sich vielleicht verd&auml;chtig verh&auml;lt, k&ouml;nnte die Person bereits Opfer eines Drohnenangriffs werden. Und die Genauigkeit des Algorithmus wird angezweifelt. So ist die Bef&uuml;rchtung, dass zehntausende Nummern fehlerhaft als Terrorverd&auml;chtig klassifiziert werden. Das hat ein Informatiker f&uuml;r den Technikblog ArsTechnica.co.uk herausgestellt (Hier besch&auml;ftigt sich auch das deutschsprachige Magazin c&rsquo;t mit dem Programm Skynet und dem Data-Mining f&uuml;r den Drohnenkrieg). Je nach Fehlerwahrscheinlichkeit werden allein in Pakistan, wo von insgesamt rund 120 Millionen Handys 55 Millionen f&uuml;r das Data-Mining verwendet werden k&ouml;nnen 15.000 bis 99.000 Personen f&auml;lschlich von Skynet als Terroristen klassifiziert. Von m&ouml;glichen &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; bei konkreten Angriffen aufgrund dieser Daten ganz zu schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2016\/04\/29\/drohnenkrieg-die-weitergabe-von-handydaten\/%20\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>K&ouml;lner Silvesternacht: Geheime Dokumente belegen Beh&ouml;rden-Chaos<\/strong><br>\nJetzt kommen immer mehr brisante Details ans Licht. In seiner Wochenendausgabe erhebt der &ldquo;K&ouml;lner Stadt-Anzeiger&rdquo; die bislang schwersten Vorw&uuml;rfe und belegt die Recherchen mit dem Einblick in mehrere tausend Dokumente, darunter polizeiliche Einsatzprotokolle, Ministeriumsakten, internen Schriftverkehr und Einsatzberichte von Stadt und Bundespolizei. Aus den Unterlagen, so das Blatt, lie&szlig;en sich die Abl&auml;ufe der Nacht und die Fehler der Hauptakteure rekonstruieren.<br>\nDeutlich wird demnach aus den Papieren unter anderem auch die hektische Betriebsamkeit, die in den Wochen nach Neujahr in nahezu allen Dienststellen herrschte.<br>\nEin kleiner &Uuml;berblick mit Ausz&uuml;gen: \n<ul>\n<li>In der Nacht kam es nicht nur zu der bekannten Eskalation am Hauptbahnhof, sondern auch zu einer Massenpanik auf der angrenzenden Hohenzollernbr&uuml;cke. <\/li>\n<li>Den Beh&ouml;rden war schon fr&uuml;h bekannt, dass es Hinweise auf Fl&uuml;chtlinge unter den T&auml;tern der sexuellen &Uuml;bergriffe gab. <\/li>\n<li>Der Chef der Notrufzentrale lehnte die Bezeichnung &ldquo;Fl&uuml;chtling&rdquo; ab. <\/li>\n<li>Neben Pannen und Vers&auml;umnissen im Austausch &uuml;ber die Gefahrenlage erschwerte ein &ldquo;Breakdown im Handy-Netz&rdquo; die Kommunikation. <\/li>\n<li>Das NRW-Innenministerium war im Nachgang bem&uuml;ht, Berichte &uuml;ber ein vom Land finanziertes Resozialisierungsprojekt f&uuml;r junge Straft&auml;ter aus Nordafrika klein zu halten. <\/li>\n<li>Die Bundespolizei macht der Stadt K&ouml;ln vor dem Untersuchungsausschuss zur Silvesternacht unterdes massive Vorw&uuml;rfe. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Offenbar h&auml;lt die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen immer noch wichtige Dokumente &uuml;ber die Silvesternacht von K&ouml;ln zur&uuml;ck. Es stellt sich daher die Frage, wie ernst es dem Land mit der r&uuml;ckhaltlosen Aufkl&auml;rung der Geschehnisse tats&auml;chlich ist. Presseberichten zufolge teilte Kraft lediglich mit, dass durch eine Offenlegung die &ldquo;Funktionsf&auml;higkeit der Regierung&rdquo; beeintr&auml;chtigt werden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48119\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gabriel erhebt schwere Vorw&uuml;rfe: Union weicht Rentendebatte aus und f&ouml;rdert damit radikale Parteien<\/strong><br>\nDie Rentendebatte wird immer sch&auml;rfer. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat der Union nun vorgeworfen, einer Rentendebatte auszuweichen und damit radikale Parteien zu f&ouml;rdern.<br>\nEs sei &ldquo;gef&auml;hrlich f&uuml;r den demokratischen Konsens, wenn man eine der wichtigsten sozialen Fragen aus dem Wahlkampf heraushalten will&ldquo;, sagte Gabriel den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Damit &ouml;ffne man radikalen Populisten T&uuml;r und Tor.<br>\n&ldquo;Wenn die Union sagt, dass sie nicht mehr &uuml;ber die Rente reden will, dann soll sie mal &uuml;ber die Grenze nach &Ouml;sterreich schauen&ldquo;, sagte der Vizekanzler. Im Nachbarland k&ouml;nne man &ldquo;sehen, was passiert, wenn eine gro&szlig;e Koalition das Volk aus den Augen und f&uuml;r dessen Probleme das Geh&ouml;r verloren hat&ldquo;.<br>\nL&ouml;sung gegen drohende Altersarmut finden<br>\nTrotz der Kritik aus der Union und von einzelnen SPD-Politikern beharrte Gabriel auf seiner Forderung nach einer massiven Kurskorrektur in der Rentenpolitik. &ldquo;Wir m&uuml;ssen alles unternehmen, das weitere ungebremste Absinken des Rentenniveaus nach 2020 zu stoppen und das Rentenniveau zu stabilisieren&ldquo;, sagte der SPD-Chef<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.de\/2016\/05\/01\/gabriel-rentendebatte-union-rechte-parteien_n_9815538.html\">Huffington Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> V&ouml;llig absurd und schizophren. Hier beklagt Gabriel alle Ungerechtigkeiten und die v&ouml;llig falsche Politik, die er selbst doch bis heute ausdr&uuml;cklich bef&uuml;rwortet hat. Da&szlig; so viele Menschen heute arm sind, in prek&auml;rer Besch&auml;ftigung arbeiten und in Altersarmut leben oder werden leben m&uuml;ssen, hat schlie&szlig;lich die SPD zu verantworten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Pinochet, die CIA und die Medien &ndash; Chiles gr&ouml;&szlig;ter Zeitungsverleger f&uuml;r Rolle bei Putsch angeklagt<\/strong><br>\nIn Chile steht mit Agust&iacute;n Edwards Eastman nun jener Medienmogul vor Gericht, der in den 1970ern ma&szlig;geblich am Sturz von Salvador Allende und der Errichtung der Pinochet-Diktatur beteiligt war. Die Untersuchungen werfen ein helles Licht auf die tiefen Verstrickungen der CIA am Umsturz. Der Regime Change sollte dem Geheimdienst als Blaupause f&uuml;r weitere Einmischungen in die inneren Belange anderer Staaten dienen. Nicht nur f&uuml;r &bdquo;Verschw&ouml;rungs&ldquo;-Fans sind die Enth&uuml;llungen daher interessant. (&hellip;)<br>\nDie Nachwirkungen des von der CIA gest&uuml;tzten Staatsstreiches in Chile halten immer noch das Land in Atem. Sechsundzwanzig Jahre nach Ende der Milit&auml;rdiktatur Augusto Pinochets steht nun Agust&iacute;n Edwards Eastman, Chiles gr&ouml;&szlig;ter Zeitungsverleger, zum zweiten Mal wegen seiner politischen Vergangenheit vor Gericht. Kl&auml;ger sind die beiden gr&ouml;&szlig;ten Menschenrechtsorganisationen des Landes &ndash; der Familien-Verband Verschwundener Politischer Gefangener (AFDD) und die Vereinigung der Familienangeh&ouml;rigen Politischer Mordopfer (AFEP) &ndash; sowie die Journalistengewerkschaft &ldquo;Colegio de Periodistas de Chile&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wir fordern Anklage gegen einen Anstifter zum Aufruhr und Sturz einer Regierung, der dem demokratischen System in Chile 1973 ein Ende setzte und eine siebzehnj&auml;hrige Diktatur errichtete, die tausende Chilenen verschwinden und t&ouml;ten lie&szlig;&rdquo;, erkl&auml;rte Javiera Olivares, Vorsitzende der Journalistengewerkschaft.<br>\nDie Strafanzeige gegen den chilenischen Medienmogul steht im Zusammenhang mit den von Richter Mario Carroza 2013 aufgenommenen Ermittlungen &uuml;ber die Mitt&auml;terschaft zahlreicher Zivilisten am blutigen Staatsstreich vom 11. September 1973.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/amerika\/38090-pinochet-cia-und-medien-\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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