{"id":3325,"date":"2008-07-08T09:03:29","date_gmt":"2008-07-08T07:03:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3325"},"modified":"2008-07-08T11:24:33","modified_gmt":"2008-07-08T09:24:33","slug":"hinweise-des-tages-686","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3325","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3325&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Investivlohn: H&ouml;heres Risiko, zweifelhafter Nutzen<\/strong><br>\nProduktivere Betriebe, mehr Einkommen und Verm&ouml;gen f&uuml;r die Besch&auml;ftigten: Das sind die Ziele der geplanten Steuerf&ouml;rderung von Arbeitnehmerbeteiligungen an Gewinn und Kapital. Der &shy;Wirtschaftsprofessor Jan Priewe hat Zweifel.\n<ul>\n<li>Nach seiner Analyse ist es keineswegs sicher, dass dadurch die Produktivit&auml;t der Unternehmen steigt und es zu einer Umverteilung zugunsten der Arbeitnehmer kommt. F&uuml;r eine steuerliche F&ouml;rderung materieller Beteiligung w&uuml;rden &ouml;ffentliche Mittel eingesetzt, obwohl daf&uuml;r keine Notwendigkeit besteht.<\/li>\n<li>Zwar stellen die meisten Untersuchungen einen positiven Zusammenhang zwischen finanzieller Arbeitnehmerbeteiligung und Produktivit&auml;t fest. Doch ob das Eine tats&auml;chlich eine Folge des Anderen ist, sei auf Basis des aktuellen Forschungsstandes nicht eindeutig zu beantworten. Der Forscher weist darauf hin, dass sich <strong>Produktivit&auml;tssteigerungen<\/strong> besser durch andere Ma&szlig;nahmen erzielen lassen. Er betont vor allem die Bedeutung von Fl&auml;chentarifvertr&auml;gen: Sie spornten unterdurchschnittlich produktive Betriebe mit der &ldquo;Lohnpeitsche&rdquo; zu Innovationen an und belohnten &uuml;berdurchschnittlich produktive mit Lohnkostenzuw&auml;chsen unterhalb des Produktivit&auml;tswachstums.<\/li>\n<li>Ein weiteres, h&auml;ufig genanntes Ziel von Gewinn- und Kapitalbeteiligungen ist eine <strong>gerechtere Verteilung<\/strong> der Unternehmensertr&auml;ge und des Produktivverm&ouml;gens. Wenn die Gewinne schneller wachsen als die L&ouml;hne, m&uuml;ssten Arbeitnehmer eben an den Gewinnen beteiligt werden, so das Argument. Priewe wendet ein: Ein echter Umverteilungseffekt k&ouml;nne nur erzielt werden, wenn Gewinnbeteiligungen zus&auml;tzlich zum Tariflohn gew&auml;hrt w&uuml;rden. Dies sei aber h&auml;ufig nicht im Interesse der Arbeitgeber&hellip; Die meisten Unternehmen wollten lieber gewinnabh&auml;ngige Komponenten in die Tarifl&ouml;hne einf&uuml;hren oder bestehende ausbauen, um die Entlohnung zu flexibilisieren.<\/li>\n<li>Kapitalbeteiligungen am eigenen Unternehmen w&uuml;rden f&uuml;r Arbeitnehmer das <strong>Einkommens- und Verm&ouml;gensrisiko<\/strong> erh&ouml;hen, weil Arbeitseinkommen und Kapitalanlage vom Wohl und Wehe desselben Unternehmens abhingen, warnt der Wissenschaftler. Selbst die geplante F&ouml;rderung &uuml;berbetrieblicher Beteiligungen k&ouml;nnte die Risikostreuung verschlechtern, wenn der Staat Arbeitnehmern statt der heute bevorzugten Anlagen in Wohneigentum, Lebensversicherungen und Altersvorsorge nun Aktienfonds schmackhaft macht.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Priewes Fazit:<\/strong> Materielle Beteiligungsmodelle k&ouml;nnen im Einzelfall f&uuml;r Betrieb und Arbeitnehmer vorteilhaft sein, f&uuml;r eine generelle steuerliche Bevorzugung reichten die Argumente jedoch nicht aus. Zwar sei es sinnvoll, gerade in den unteren Einkommensschichten Sparen und Verm&ouml;gensbildung zu f&ouml;rdern &ndash; aber ohne den Schwerpunkt auf Risikokapital zu legen. Stattdessen sollte eher der Sparerfreibetrag f&uuml;r Bezieher kleinerer Einkommen erh&ouml;ht werden.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_91218.html\">B&ouml;ckler Impuls 09\/2008<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: EZB-Zinsentscheidung: Vorbild Don Quichotte<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste Zinsentscheid hat deutlich gemacht: Die EZB-R&auml;te handeln, als w&uuml;ssten sie nicht, dass sie gegen den Inflationsdruck ohnehin machtlos sind. Im Weltbild der Euro-Zonen-Notenbanker kommen eigene Fehler &uuml;berhaupt nicht vor. Sie wollen einfach nicht von der kindlichen Vorstellung lassen, die Stabilit&auml;t des Finanzsystems sei allein durch Preisstabilit&auml;t zu gew&auml;hrleisten. Eine ernsthafte Ursachenanalyse &uuml;ber das pl&ouml;tzliche Auftauchen von Finanzkrise und Stagflation ist von ihnen deshalb nicht zu erwarten. Nostalgisch wie in Cervantes&rsquo; &ldquo;Don Quichotte&rdquo; sehen sie ihren Lebenssinn darin, sich als tapfere, aber hilflose Ritter gegen die Inflation zu pr&auml;sentieren.<br>\nBundesbankpr&auml;sidenten Axel Weber. Der eilte ins B&ouml;rsenfernsehen und suggerierte, die Zentralbank werde die Kaufkraftverluste des Massenpublikums wieder zur&uuml;ckholen. Gemeinhin nennt man das Demagogie. Denn Weber hat genau das Gegenteil im Sinn. Die Kaufkraftverluste durch h&ouml;here Preise f&uuml;r Benzin, Heiz&ouml;l und Nahrungsmittel mussten von den Konsumenten bereits getragen werden, und weitere zeichnen sich ab. Die EZB-R&auml;te sorgen nun daf&uuml;r, dass es diesen Konsumenten nur ja nicht einf&auml;llt, einen Teil der Last auf andere abzuw&auml;lzen, sprich einen fairen Lohnausgleich f&uuml;r den erlittenen Kaufkraftverlust einzufordern. Solche &ldquo;Zweitrundeneffekte verhindern&rdquo;, das ist es, was die EZB vorhat. Das erkl&auml;rte Trichet laut, deutlich und wiederholt.<br>\nIch erlaube mir, so etwas nicht als Argument, sondern als schlichte Drohung zu verstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/383177.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lebhafte Diskussion um erh&ouml;hte Euro-Zinsen<\/strong><br>\nDie Erh&ouml;hung der Euro-Zinsen kann zu einer Verst&auml;rkung von deflation&auml;r wirkenden Tendenzen beitragen. Die Inhomogenit&auml;t des Euro-Raums beeintr&auml;chtigt die Wirksamkeit der Zinspolitik.<br>\nKennzeichnend f&uuml;r die im Euro-Raum aufgetretene Inflation, die mit nun 4% gut doppelt so hoch ist wie das Ziel der EZB, ist das Ph&auml;nomen, dass sie weitgehend importiert ist. In einem Kommentar beziffert die franz&ouml;sische Grossbank Cr&eacute;dit Agricole den Beitrag der Energie- und Nahrungsmittelpreise zur Gesamtinflation auf &uuml;ber 70%. Sie folgert daraus kurz und b&uuml;ndig, dass Geldpolitik gegenw&auml;rtig nur einen geringen direkten Einfluss auf die Dynamik der Preise haben kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/lebhafte_diskussion_um_erhoehte_euro-zinsen_1.777932.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Produktion schrumpft<\/strong><br>\nIndustrie verbucht Minus von 2,6 Prozent. Das ist der dritte R&uuml;ckgang in Folge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1364044&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Provisionen beim Abschluss von Versicherungen offenlegen<\/strong><br>\nSeit dem 1. Juli 2008 m&uuml;ssen die Versicherer die Kosten nennen, die sie f&uuml;r einen Versicherungsvertrag verlangen.<br>\nDie Abschlusskosten enthalten zu einem gro&szlig;en Teil die Provision f&uuml;r den Versicherungsvermittler, die zu einem wesentlichen Teil umsatzabh&auml;ngig bezahlt werden. Es ist &uuml;blich, dass er drei bis sieben Prozent der Gesamtbeitr&auml;ge, also der Summe der Pr&auml;mien &uuml;ber die volle Laufzeit als Vermittlungsprovision gezahlt bekommt. Und zwar gleich zu Anfang der Laufzeit &hellip;<br>\nDas Geld, das ein Versicherungsunternehmen f&uuml;r Abschluss und Verwaltung ausgibt, steht nicht mehr zur Verf&uuml;gung, um angelegt zu werden&hellip;<br>\nDie einzelnen Unternehmen versuchen, die Kostenbelastung so positiv wie m&ouml;glich darzustellen. Da wird dann schon einmal die eine oder andere rhetorische Nebelkerze geworfen.<br>\nDer wesentliche Schwachpunkt liegt allerdings darin, dass nur die kalkulierten Kosten angegeben werden, nicht die tats&auml;chlichen. Das hat die Versicherungslobby im Gesetzgebungsverfahren durchsetzen k&ouml;nnen. Die <strong>kalkulierten Kosten<\/strong> bieten nur einen ganz groben Anhaltspunkt. In der Regel werden vier Prozent des Beitrages f&uuml;r den Abschluss kalkuliert.<br>\nDie kalkulierten Kosten sind aber reine Theorie. In der Praxis fallen die Kosten oft deutlich h&ouml;her aus. Es kann durchaus sein, dass ein Versicherer besonders geringe Abschlusskosten kalkuliert, um im Vergleich gut dazustehen. Wenn die tats&auml;chlichen Kosten dann h&ouml;her ausfallen, kann das Unternehmen das Geld beispielsweise aus den &Uuml;bersch&uuml;ssen nehmen, so dass die Versicherten weniger &Uuml;berschussbeteiligung ausgezahlt bekommen. Experten sprechen vom &ldquo;Sich-Sch&ouml;nmachen&rdquo;. Die tats&auml;chlichen Kosten k&ouml;nnen Sie nur auf Umwegen erfahren.<br>\n<strong>Nach der Statistik der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) liegen die tats&auml;chlichen Abschlusskosten, die Lebensversicherungsunternehmen verlangen, im Durchschnitt bei zehn Prozent. Die Verwaltungskosten liegen laut BaFin im Schnitt bei drei Prozent.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wiso.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/23\/0,1872,7261751,00.html\">ZDF WISO<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dagegen liegen die Verwaltungskosten bei der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung bei h&ouml;chstens 4%. Die Kosten bei der Riesterrente werden mit 10 Prozent gesch&auml;tzt. Schlie&szlig;lich wollen und m&uuml;ssen die privaten Versicherungen ja an den Versicherungsvertr&auml;gen verdienen und diesen Verdienst m&uuml;ssen eben die privaten Versicherungsnehmer zahlen, wer sonst?<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Kreative Kostenangaben: Fachchinesisch bei Versicherungen<\/strong><br>\nSeit Anfang des Monats lassen sich Lebensversicherer in die Karten schauen. Freilich nicht aus eigenen St&uuml;cken, sondern weil sie der Gesetzgeber dazu verdonnert hat. Seither m&uuml;ssen sie Produktinformationsbl&auml;ttern erstellen. Der Kunde soll alle relevanten Informationen erhalten, bevor er unterschreibt &ndash; und nicht erst im Nachhinein. Verbrauchersch&uuml;tzer begr&uuml;&szlig;en die Neuerung, kritisieren aber, dass Informationsbl&auml;tter der Versicherer nicht standardisiert sind.<br>\nBesonders kreativ sind die Versicherungen beim Ausweisen der Abschluss- und Vertriebskosten. Dieser Ausweis ist das Herzst&uuml;ck und macht zum ersten Mal klar, wie teuer Versicherungen tats&auml;chlich sind. Das verschwiegen die Versicherer bislang &ndash; aus gutem Grund, denn die Kosten fallen nicht selten sehr &uuml;ppig aus. Wenn man zum Beispiel 30 Jahre lang monatlich 300 Euro in eine Lebensversicherung einzahlt, kann man nach Angaben der Verbraucherzentrale Baden-W&uuml;rttemberg mit Kosten von 5000 Euro rechnen. Der dickste Brocken davon entf&auml;llt auf die Abschlusskosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?sid=1cb2df151a507e0fab80bc02e3775450&amp;em_cnt=1363452\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesundheitsfonds: Konvergenzklausel abgeschafft<\/strong><br>\nDer Unions-Kompromiss zum Gesundheitsfonds k&ouml;nnte am Ende f&uuml;r gesetzlich Versicherte teuer werden.<br>\nUnd darum geht es: Wohlhabendere Bundesl&auml;nder f&uuml;rchten, ihre Krankenkassen und &Auml;rzte k&ouml;nnten durch die Einf&uuml;hrung des Gesundheitsfonds Honorare einb&uuml;&szlig;en. Deshalb setzte Bayerns CSU-Regierung Ende 2006 durch, dass die Kassen in Bayern h&ouml;chstens 100 Millionen Euro pro Jahr an die gesetzlichen Krankenkassen &auml;rmerer L&auml;nder zahlen m&uuml;ssen. Diese so genannte Konvergenzklausel in der urspr&uuml;nglichen Form ist seit vergangener Woche vom Tisch. Nun sollen f&uuml;r die Ausgleichszahlungen nicht mehr die verschiedenen Kassen untereinander aufkommen, vielmehr sollen dies die einzelnen Kassen selbst im Ausgleich zwischen den Regionen intern regeln.<br>\nWas auf den ersten Blick wie eine blo&szlig;e Umbuchung wirkt, k&ouml;nnte aus Sicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach f&uuml;r viele gesetzlich Krankenversicherte teuer werden. &ldquo;Die Finanzreserven der Kassen waren auch als Puffer gegen Beitragssteigerungen gedacht. Nun k&ouml;nnten viele Kassen Erh&ouml;hungen oder die Einf&uuml;hrung zus&auml;tzlicher Kopfpauschalen ank&uuml;ndigen, und zwar bereits Mitte n&auml;chsten Jahres&rdquo;, sagt Lauterbach der taz. Auch die gesundheitspolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen, Birgitt Bender, h&auml;lt nichts von der geplanten Verteilung der Kosten. &ldquo;Von Anfang an war die Konvergenzklausel reine Flickschusterei. Nun greifen die Akteure planlos die Liquidit&auml;tsreserven an&rdquo;, sagt Bender.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/teurer-kompromiss\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Angst vor dem Praxensterben <\/strong><br>\nDer Trend geht zum Medizinischen Versorgungszentrum, alles unter einem Dach. Doch niedergelassene &Auml;rzte f&uuml;rchten die Konkurrenz.<br>\nDer Grund f&uuml;r den Unmut: Die neuen Zentren mischen das &uuml;ber Jahrzehnte etablierte Gesundheitssystem &ndash; niedergelassene &Auml;rzten hier, Krankenh&auml;user dort &ndash; kr&auml;ftig auf. Einige &Auml;rzte und Patienten sind besonders misstrauisch, weil immer mehr private Krankenhauskonzerne Versorgungszentren gr&uuml;nden &ndash; Rh&ouml;nkliniken, Sana, Asklepios und die Fresenius-Tochter Helios. Sie kaufen Praxen niedergelassener &Auml;rzte auf, &uuml;bernehmen diese als Angestellte &ndash; f&uuml;r Geh&auml;lter zwischen 70.000 und 100.000 Euro.<br>\nDie Krankenhausketten profitieren dabei von der schlechten Grundstimmung bei den Niedergelassenen: &Uuml;ber ausufernde B&uuml;rokratie klagen die Mediziner, &uuml;ber sinkende Einnahmen und wenig Zeit f&uuml;r die Patienten. Wen wundert es da, dass sich vor allem junge &Auml;rzte lieber in die sichere Festanstellung begeben &ndash; auch wenn der Verdienst geringer ausf&auml;llt als das, was eine durchschnittliche Praxis abwirft. &bdquo;Die Vorteile liegen auf der Hand: keine hohen Schulden, bessere Arbeitszeiten&ldquo;, sagt Roland Stahl, Sprecher der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV). Und gerade im strukturschwachen Osten lohnen f&uuml;r Mediziner Investitionen nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/angst-vor-dem-praxensterben-299486\/print\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><strong>Lawrence Summers &ndash; Schutz vor dem Sturm<\/strong><br>\nDie Finanzkrise in den USA spitzt sich zu. Die Politik muss rasch handeln, um die absehbaren volkswirtschaftlichen Sch&auml;den so gering wie m&ouml;glich zu halten.<br>\nMan sollte die M&ouml;glichkeiten der Politik nicht &uuml;bersch&auml;tzen, den Sturm zu verhindern, der sich da zusammenbraut. Aber die Chancen f&uuml;r ein glimpflicheres Ergebnis w&uuml;rden steigen, wenn vier Ma&szlig;nahmen schnell ergriffen w&uuml;rden.\n<ol>\n<li>Das Gesetz zum Hausmarkt zur Hilfe f&uuml;r den Abbau der Hypothekenschuldensofort verabschieden.<\/li>\n<li>Sollte der Kongress rasch handeln und weitere fiskalpolitische Ma&szlig;nahmen beschlie&szlig;en. Der Zustand der Wirtschaft w&auml;re weit schlimmer, wenn nicht vor zwei Monaten der Fiskalstimulus eingesetzt h&auml;tte. Die Langzeitarbeitslosigkeit hat Rezessionsniveau erreicht, es gibt also ein klares Argument f&uuml;r die verl&auml;ngerte Zahlung des Arbeitslosengelds. Es gibt auch Argumente daf&uuml;r, Infrastrukturinvestitionen zu unterst&uuml;tzen.<\/li>\n<li>Muss sich die Politik klar dazu bekennen, die nicht monet&auml;ren Faktoren hinter der Inflation (die gestiegenen Preise f&uuml;r &Ouml;l, Nahrungsmittel und andere Rohstoffe) anzugehen.<\/li>\n<li>Muss erkannt werden, dass in den kommenden Monaten die reale M&ouml;glichkeit besteht, dass wichtige Finanzinstitutionen nicht nur Liquidit&auml;ts-, sondern Solvenzprobleme bekommen, weil die Wirtschaftslage sich verschlechtert und weitere Abschreibungen notwendig sind. So sollten etwa die Aufsichtsbeh&ouml;rden zu Dividendenk&uuml;rzungen ermutigen. Am wichtigsten ist, dass die Regulierer alles Notwendige tun, um sicherzustellen, dass sie im Fall einer Insolvenz den Aufl&ouml;sungsprozess so managen k&ouml;nnen, dass das System und auch der Steuerzahler gesch&uuml;tzt bleiben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1438&amp;blogId=16\">FTD Wirtschaftswunder<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lawrence Summers ist Professor an der sonst so ger&uuml;hmten Harvard University und ehemaliger Finanzminister unter Bill Clinton. Wenn in Deutschland ein ehemaliger Finanzminister, etwa Oskar Lafontaine, vergleichbare Forderungen an die Politik stellen w&uuml;rde, dann w&uuml;rde er als Populist, Traditionalist oder als Feind der Marktwirtschaft durchs Land getrieben. Man muss ja diese Vorschl&auml;ge von Summers nicht gleich alle f&uuml;r richtig halten, aber diskutieren sollte man sie schon, wenn man die Krise der Finanzkrise nicht einfach auf dem R&uuml;cken der Steuerzahler (IKB, WestLB, S&auml;chsische oder Bayerische Landesbank), oder der Arbeitnehmer (Lohnsenkungen oder Entlassungen zur Kosteneinsparung) abladen will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>WSI-Halbjahresbilanz zu Arbeitsk&auml;mpfen: 900.00 Beteiligte an Warnstreiks &ndash; Tarifkonflikt im Einzelhandel geht ins zweite Jahr<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2008_07_07.pdf\">WSI [PDF &ndash; 68 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Mitten im dritten Erd&ouml;l-Schock<\/strong><br>\nDer &Ouml;lpreis ist seit Jahresbeginn um 50 Prozent gestiegen. Er heizt die Teuerung an und droht weltweit die Konjunktur abzuw&uuml;rgen. Experten sprechen vom dritten Erd&ouml;l-Schock. &Uuml;ber die Gr&uuml;nde der Preisexplosion wird heftig gestritten. Auf eine Entspannung ist h&ouml;chstens kurzfristig zu hoffen.<br>\nDie &Auml;ra der billigen Energie d&uuml;rfte&nbsp;somit vor&uuml;ber sein. Selbst wenn man davon ausgeht, dass sich in den letzten Monaten durch Spekulation eine Blase gebildet hat, ist h&ouml;chstens kurzfristig auf fallende Preise zu hoffen, wenn die Blase tats&auml;chlich platzt. Solange es keinen ad&auml;quaten Ersatz f&uuml;r Erd&ouml;l gibt, wird das schwarze Gold im Prinzip stets teurer werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/mitten_im_dritten_erdoel-schock_1.776407.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein sehr informativer Artikel<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachhaltige Energieversorgung bis 2050<\/strong><br>\nDeutsches Klimaziel scheint nur unter gro&szlig;en Anstrengungen noch erreichbar<br>\nEine neue Studie des Deutschen Zentrum f&uuml;r Luft- und Raumfahrt untersuchte im Auftrag von Greenpeace und dem Europ&auml;ischen Rat f&uuml;r Erneuerbare Energien, ob die ehrgeizigen Ziele von Europ&auml;ischer Kommission und Bundesrepublik bei der Energieversorgung noch realistisch sind.<br>\nDa am Institut f&uuml;r Technische Thermodynamik der DLR seit Jahrzehnten an Energietechnik geforscht wird, haben die Forscher ihr Wissen genutzt und einmal r&uuml;ckw&auml;rts gerechnet, was muss geschehen, damit das Ziel erreicht wird. Dabei wurde sowohl auf die noch nicht ausgereifte unterirdische Kohlendioxidlagerung verzichtet, wie auf die Kernenergie. Biomasse wurde nur behutsam genutzt. Trotzdem sollte der j&auml;hrliche Kohlendioxid-Aussto&szlig; je Mensch 2050 nicht mehr als eine Tonne betragen, also eine Verringerung in den Industriestaaten um rund 60 Prozent. Das zwingt zum Energiesparen.<br>\nDie n&ouml;tigen Milliarden-Investitionen w&uuml;rden sich bei Umwelt und Gesundheit sofort lohnen. Bliebe Deutschland Exportweltmeister f&uuml;r Umweltschutz- und Energietechnik, dann erg&auml;be das sogar in etwa 20 Jahren satte Gewinne: Aber, mahnt Wolfram Krewitt, Leiter der Abteilung &ldquo;Systemanalyse und Technikbewertung&rdquo; am DLR in Stuttgart:<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen also wirklich heute ganz drastisch was machen. Es ist noch erreichbar nach unseren Berechnungen. Aber wir m&uuml;ssen dann wirklich heute den ganzen K&ouml;cher aussch&ouml;pfen von den M&ouml;glichkeiten, die wir haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/forschak\/812724\/\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> H&auml;tten doch die Sherpas der Kanzlerin beim G 8 &ndash;Treffen in Japan, diese Studie in die Unterlagen gepackt, dann w&auml;re sie gegen&uuml;ber den Atomlobbyisten unter den dort versammelten Regierungschefs nicht &ndash; wie <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages\/montag\/?em_cnt=1364181&amp;\">die FR schrieb<\/a> &ndash; &bdquo;in Erkl&auml;rungsnot&ldquo; geraten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eppler schl&auml;gt Atom-Kompromiss vor<\/strong><br>\n&Ouml;l- und Gaspreise klettern in schwindelerregende H&ouml;hen &ndash; und lassen Atomkraft immer verlockender erscheinen. Die SPD verteidigt den Beschluss zum Atom-Ausstieg verbissen gegen Angriffe der CDU. Jetzt fordert SPD-Vordenker Erhard Eppler im SPIEGEL einen neuen Energiekonsens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-564054,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie schrieb Albrecht M&uuml;ller unl&auml;ngst &uuml;ber den alternden Erhard Eppler: <a href=\"?p=3308\">&bdquo;F&uuml;r Erhard gibt es nur einen Grundwert: Erhard.&ldquo;<\/a>. Eppler gibt sich leider inzwischen f&uuml;r jede Wende her, f&uuml;r die Agenda, f&uuml;r die Privatisierung der Bahn usw. Der neue Energiekonsens, den Eppler vorschl&auml;gt, ist &auml;hnlich wie das Volksaktien-Modell bei der Privatisierung der Bahn, der Einstieg aus dem Ausstieg der Atomkraft.<br>\nWenn die SPD beim Atomausstieg einen Wortbruch beginge, dann wird sie endg&uuml;ltig Splitterpartei.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hans Peter Sch&uuml;tz: K&uuml;rzere Laufzeiten f&uuml;r Gerede<\/strong><br>\nEppler m&uuml;sse &bdquo;sich nun die Frage gefallen lassen, ob das wirklich seine eigenen Gedanken sind, mit denen er sich jetzt in die Kernenergie-Debatte eingemischt hat. Die Laufzeit der laufenden Atomkraftwerke (AKW) will er verl&auml;ngern, doch soll ein Neubauverbot im Grundgesetz verankert werden. Als ob hierzulande &uuml;berhaupt an neue AKWs gedacht w&uuml;rde. Der Eppler-Vorsto&szlig; hat einen &uuml;beraus faden Geschmack: Leicht m&ouml;glich, dass ihm das von der derzeitigen SPD-F&uuml;hrung nahe gelegt worden ist. Denn die sucht verzweifelt nach einem wahltaktischen Fluchtweg, um dem Druck zu entkommen, den die Unionsparteien praktisch &uuml;ber Nacht mit neuen Lippenbekenntnissen zur Kernkraft aufgebaut haben&hellip;<br>\nWer die Laufzeiten bestehender AKWs verl&auml;ngern will, m&uuml;sste auch klar sagen, unter welchen finanziellen Bedingungen das laufen soll. Eine Million Euro pro Tag flie&szlig;t aus &auml;lteren Anlagen in die Kasse der Energiekonzerne. Soll das so bleiben, obwohl die deutschen Steuerzahler im Lauf der Jahre rund 100 Milliarden Euro zur Entwicklung der Kernenergie beigesteuert haben? M&uuml;sste jetzt nicht ein guter Teil der heutigen Gewinne in den Staatshaushalt zur&uuml;ckflie&szlig;en, um dort f&uuml;r die Entwicklung alternativer Energien eingesetzt zu werden?<br>\nNoch immer hat die Bundesrepublik die entscheidende eigene Aufgabe nicht gel&ouml;st: Es gibt keine deutschen Endlager f&uuml;r hochradioaktiven Atomm&uuml;ll. Rund 2000 Tonnen hoch radioaktives Plutonium befinden sich inzwischen auf unserer Welt. Wer sichert es eigentlich vor dem m&ouml;glichen Zugriff so genannter Schurkenstaaten? Und die Politik m&uuml;sste den erbosten Verbrauchern in diesem Zusammenhang auch einmal gestehen, dass die Bundesrepublik noch immer im gro&szlig;en Umfang Strom exportiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Kommentar-K%FCrzere-Laufzeiten-Gerede\/626315.html\">stern<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu  auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Stromkunden sparen mit Atomkraft nur 50 Cent im Monat<\/strong><br>\nSollen Deutschlands Atommeiler l&auml;nger laufen? Aus Sicht von Verbrauchersch&uuml;tzern spricht wenig daf&uuml;r: Hielte die Regierung an der Kernkraft fest, w&uuml;rde die monatliche Stromrechnung im Durchschnitt um 50 Cent sinken. Laut Experten bringt eine einzige Energiesparlampe mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,564348,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sterbefeld Deutschland<\/strong><br>\nIn S&uuml;dostasien lagen einst die &ldquo;Killing Fields&rdquo;, doch glaubt man Sergeant Selena Coppa, dann gibt es heute in Deutschland &ldquo;Dying Fields&rdquo;, Sterbefelder. &ldquo;Offiziell sind bisher etwa 4.100 GIs im Irak gefallen&rdquo;, sagt die US-Soldatin. &ldquo;In Wirklichkeit d&uuml;rften es ungef&auml;hr 25.000 sein.&rdquo; Die Statistiken w&uuml;rden manipuliert, unter anderem indem kriegsbedingte Selbstmorde nicht hinzugez&auml;hlt und Schwerverletzte in Kliniken auf deutschem Boden geflogen w&uuml;rden: &ldquo;Wenn die Leute in der Luft sterben oder beispielsweise in Landstuhl, dann z&auml;hlen sie als Todesf&auml;lle innerhalb Deutschlands.&rdquo; Sie meint das Landstuhl Regional Medical Center, in das seit Beginn des &ldquo;War on Terror&rdquo; mehr als 12.000 US-SoldatInnen eingeliefert wurden. Die Pressestelle des Center war f&uuml;r eine Stellungnahme nicht zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2008%2F07%2F07%2Fa0074&amp;cHash=98a7648bce\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Wiedereinf&uuml;hrung des Staatsterrorismus<\/strong><br>\nDass die Bush-Regierung von Anfang an nicht nur mit dem Gedanken an die Einf&uuml;hrung der Folter spielte, sondern systematisch daran arbeitete, ist seit der Ver&ouml;ffentlichung von &ldquo;The Torture Papers &ndash; The Road to Abu Ghraib&rdquo; (Cambridge University Press, 2005) jedem Interessierten bekannt. Man kann die mehr als eintausend Seiten f&uuml;llende Dokumentation dieser Bem&uuml;hungen inzwischen kostenlos im Internet bei Google Books nachlesen.<br>\nJetzt ist ein neues Buch erschienen, &ldquo;Torture Team &ndash; Rumsfeld&rsquo;s Memo and the Betrayal of American Values&rdquo; des 47-j&auml;hrigen Philippe Sands. Sands lehrt Internationales Recht am University College in London. Er hat gro&szlig;e Erfahrung &ndash; auch in Umweltfragen &ndash; als Anwalt in Prozessen vor Internationalen Gerichtsh&ouml;fen. Die Aktivit&auml;ten der Bush-Regierung, was ihren Umgang mit den Genfer Konventionen angeht, beobachtete er von Anfang an &auml;u&szlig;erst kritisch. Sein 2005 bei Penguin erschienenes Buch &ldquo;Lawless World: America and the Making and Breaking of Global Rules&rdquo; ist bis heute nicht ins Deutsche &uuml;bersetzt worden. Daf&uuml;r aber ins Arabische, Persische und Chinesische. So ein&auml;ugig geht es manchmal auf dem internationalen Buchmarkt zu.<br>\nPhilippe Sands sind fr&uuml;he Ver&ouml;ffentlichungen wie diese wichtig, weil sie klar machen, dass die Behauptung der Bush-Regierung, die Genfer Konventionen seien f&uuml;r eine Welt ohne Terroristen gedacht gewesen, erlogen ist. Die Juristen, die diese Konstruktion &ndash; nach dem 11. September hat die Welt sich ge&auml;ndert und damit die Spielregeln &ndash; formulierten, wussten genau, dass die Zusatzartikel von 1977 bereits die v&ouml;lkerrechtliche Antwort auch auf terroristische Aktivit&auml;ten gewesen waren. Philippe Sands macht dies klar.<br>\nEbenso deutlich wird, was die Regierung alles unternahm, um ihre Absicht zu foltern und dann ihre Folterpraxis zu vertuschen. Vor allem lag ihr daran, nicht bekannt werden zu lassen, dass die Wiedereinf&uuml;hrung der Folter &ndash; Abraham Lincoln hatte 1863 erkl&auml;rt: &ldquo;milit&auml;rische Notwendigkeiten sind kein Grund f&uuml;r Grausamkeit&rdquo; &ndash; nicht die Tat einiger &uuml;berlasteter unterer Chargen war, sondern auf Anweisung von ganz oben geschah.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1363459&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton&amp;em_ivw=fr_feuilleto&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie sagte doch Kanzlerin Angela Merkel anl&auml;sslich der Er&ouml;ffnung der &bdquo;Festungs&ldquo;-Botschaft der USA in Berlin: &ldquo;Die USA stehen wie kein anderes Land auf der Welt f&uuml;r Unabh&auml;ngigkeit und Freiheit&rdquo;, sagte die Bundeskanzlerin. Deutschland teile diese Werte.<br>\nAuch diesen Staatsterrorismus?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Afghanistan: Institutionen ohne Demokratie<\/strong><br>\nSieben Jahre nach dem Sturz des Taleban-Regimes ist der Wiederaufbau in Afghanistan in die Krise geraten. Eine militante Aufstandsbewegung verwehrt afghanischen und ausl&auml;ndischen Akteuren den Zugang zu weiten Teilen des Landes. Dadurch sind die bislang erzielten Erfolge beim Wiederaufbau massiv gef&auml;hrdet. Wer jedoch die Aufstandsbewegung prim&auml;r als milit&auml;risches oder blo&szlig; terroristisches Problem betrachtet, der &uuml;bersieht, dass sie nicht nur Ursache, sondern auch Folge eines verfehlten &Uuml;bergangsprozesses ist. Stark gemacht haben sie unter anderem Fehlentscheidungen der internationalen Gemeinschaft. Die Afghanen sehen mehrheitlich zwar keine Alternative in der Aufstandsbewegung, sind aber quer durch die politischen Lager der Ansicht, dass ein Arrangement mit ihr erzielt werden sollte. Diese Haltung birgt Spielr&auml;ume, um den Aufstand einzud&auml;mmen und die Vertrauenskrise der Regierung zu &uuml;berwinden. Nutzen lassen sie sich jedoch nur dann, wenn die internationale Gemeinschaft einen klaren Strategiewechsel vornimmt. Ein Neuansatz muss sich darauf konzentrieren, die Legitimit&auml;t der staatlichen Institutionen wiederherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swp-berlin.org\/common\/get_document.php?asset_id=5054\">Stiftung Wissenschaft und Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>In der Knochenm&uuml;hle<\/strong><br>\nF&uuml;r ein paar Taler und ein St&uuml;ckchen Hoffnung nehmen sie schwere Menschenrechtsverletzungen in Kauf: Millionen Wanderarbeiter schw&auml;rmen jedes Jahr in Chinas Gro&szlig;st&auml;dte. Viele von ihnen sterben oder kehren als Kr&uuml;ppel in ihre D&ouml;rfer zur&uuml;ck.<br>\nDie Industrie t&ouml;tet in China mehr Menschen als jede Seuche, 100 000 Arbeiter rafft sie nach inoffiziellen Sch&auml;tzungen jedes Jahr dahin. Nirgendwo auf der Welt fordert eine Volkswirtschaft mehr Opfer. Sie ersticken in Kohleminen, werden von veralteten Produktionsmaschinen zerrieben, bei Explosionen in Chemiebetrieben zerfetzt. Die Zahl derer, die verletzt werden oder chronisch erkranken, geht in die Millionen. Die Globalisierung ist in China eine der gr&ouml;&szlig;ten Katastrophen unserer Zeit, eine Knochenm&uuml;hle, die unabl&auml;ssig mahlt. Das Blut der Wanderarbeiter ist ein Standortvorteil, denn in keinem Industrieland k&ouml;nnen Unternehmen es billiger vergie&szlig;en.<br>\nEs gibt erste Zeichen von Besserung in China. Die Arbeiter beginnen sich zu organisieren. 100 000 Demonstrationen z&auml;hlten Nichtregierungs-Organisationen im vergangenen Jahr. Trotz des Verbotes von unabh&auml;ngigen Gewerkschaften bilden sich mehr und mehr Schutzgemeinschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Die-Dritte-Seite;art705,2567592?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagespiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Frankreichs Staatspost wird AG<\/strong><br>\nEuropas Postm&auml;rkte werden liberalisiert, die franz&ouml;sische Post braucht Kapital. Frankreich will das Staatsunternehmen deshalb nach deutschem Vorbild in eine Aktiengesellschaft umwandeln. Erbitterter Widerstand ist absehbar.<br>\nDas Staatsunternehmen brauche Kapital, um sich auf die Liberalisierung der Briefdienste im Jahre 2011 vorzubereiten, verlautet aus Unternehmenskreisen in Paris. Angesichts heftiger Proteste der Gewerkschaften spricht das Finanzministerium von &Uuml;berlegungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel_dienstleister\/:B%F6rsengang%20Frankreichs%20Staatspost%20AG\/382769.html\">FTD<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Die l&auml;cherliche Begr&uuml;ndung f&uuml;r den geplanten B&ouml;rsengang &ndash; &bdquo;das Unternehmen ist verschuldet und braucht Geld&ldquo; &ndash; kommt einem doch bekannt vor. Angeblich ist die Privatisierung der &bdquo;Deutschen Post&ldquo; ein Vorbild f&uuml;r diese Privatisierung von La Poste &ndash; aber anscheinend hat man wieder nichts gelernt, z. B. welche Verschlechterungen die Privatisierung f&uuml;r die Besch&auml;ftigten und die Kunden gebracht hat.<\/em><\/li>\n<li><strong>Konzept des Wissenschaftsrats zur systematischen Verbesserung der Hochschullehre<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wissenschaftsrat.de\/presse\/pm_1408.html\">Wissenschaftsrat<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch: <\/em><\/p>\n<p><strong>GEW: Die Lehre im Mittelpunkt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_Gute_Lehre_ist_ein_Job_fuer_Profis.html\">GEW<\/a><\/p>\n<p>Skeptisch allerdings der freie Zusammenschluss der StudentInnenschaften fzs vor allem zur Einf&uuml;hrung von Lehrprofessuren:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fzs.de\/show\/204200.html\">FZS<\/a><\/p>\n<p><strong>Dass eine Verbesserung der Lehre dringend notwendig ist, zeigen die j&uuml;ngsten Zahlen &uuml;ber Studienabbrecher des Hochschulinformationssystems (HIS):<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Weiter hohe Zahl von Studienabbrechern an Fachhochschulen<\/strong><br>\nW&auml;hrend an den Universit&auml;ten der Anteil der Studienabbrecher innerhalb einer Zweijahresfrist um vier Prozentpunkte auf 20 % zur&uuml;ckgegangen ist, hat er sich an den Fachhochschulen von 17 auf 22 % erh&ouml;ht. Im Bereich Mathematik\/Naturwissenschaften verharrt die Quote an den Universit&auml;ten unvermindert auf dem hohen Niveau von 28 %. Darin ist der Bereich &ldquo;Informatik&rdquo; mit 32 % vertreten, der vorangegangenen Untersuchung zufolge brachen hier noch 39 % ihr Studium ab. Von 100 Informatik-Studienanf&auml;ngern beenden an Fachhochschulen 25 ihr Studium ohne Abschluss (vorher 29 %). Das, so kommentiert das Hochschulinformationssystem HIS in seinem heute ver&ouml;ffentlichten Projektbericht, sei zwar immer noch ein &uuml;berdurchschnittlich hoher Anteil, aber gleichzeitig auch der niedrigste Abbruchwert, der bislang in diesem Studienbereich gemessen wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Weiter-hohe-Zahl-von-Studienabbrechern-an-Fachhochschulen--\/meldung\/110539\">Heise-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Akademikerinnen nicht vergessen<\/strong><br>\nKeine schlechte Idee: Die Bundesregierung will hochqualifizierte Akademiker aus dem Ausland anwerben, um den Mangel an Spitzenkr&auml;ften zu beheben. So sollen ausl&auml;ndische Hochschulabsolventen bleiben d&uuml;rfen, die hier studiert haben &ndash; ein sinnvoller Schritt, nachdem deutsche Unis den Kandidaten kostenlos ausgebildet haben. Weniger erfolgreich d&uuml;rfte allerdings die Idee sein, Akademiker aus dem Ausland anzulocken, indem man die Einkommensgrenze herabsetzt, die ihnen eine spezielle Pr&uuml;fungsprozedur durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ersparen soll. Wer im Jahr 63.000 Euro verlangen kann, der d&uuml;rfte auch international so begehrt sein, dass er leicht einen attraktiven Job in den USA oder England findet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/akademikerinnen-nicht-vergessen\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlussbemerkung: Anne Will und das Demokratiedefizit<\/strong><br>\nEs war ja kaum anders zu erwarten, die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung &uuml;ber die zunehmende Unzufriedenheit &uuml;ber das Funktionieren der Demokratie wurde bei Anne Will wurde zu einer Schuldzuweisung vor allem an die Menschen in den neuen L&auml;ndern und an die Verlierer in Deutschland und nat&uuml;rlich an die Partei Die Linke.<br>\nWelchen Anteil die Reformen, die Politiker oder auch solche Talk-Sendungen an der vermeintlichen Demokratie-Verdrossenheit der B&uuml;rger haben, wurde nat&uuml;rlich nicht diskutiert.<br>\nWie ich in meinem Beitrag &bdquo;Pers&ouml;nlicher Misserfolg als Grund f&uuml;r die Distanz zur Demokratie?&ldquo; schon bef&uuml;rchtete, wurden die Reformopfer zum S&uuml;ndenbock f&uuml;r den Vertrauensverlust in das Funktionieren der Demokratie gemacht. Selbst ein so besorgniserregender Befund wurde nur als Wahlkampfspektakel und als Schlagwaffe gegen viele entt&auml;uschte Menschen im Osten Deutschlands und gegen die Linke missbraucht. Kein Wunder, dass sich die Menschen mit Grauen abwenden.\n<p>Dazu erlaube ich mir nochmals den Hinweis auf die NachDenkSeiten:<br>\n<a href=\"?p=3309\">&ldquo;Pers&ouml;nlicher Misserfolg als Grund f&uuml;r die Distanz zur Demokratie?&rdquo;<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3325","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3325"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3325\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}