{"id":33274,"date":"2016-05-06T09:37:23","date_gmt":"2016-05-06T07:37:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33274"},"modified":"2024-08-22T05:09:00","modified_gmt":"2024-08-22T03:09:00","slug":"die-schattenwelt-der-reichen-und-maechtigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33274","title":{"rendered":"Die Schattenwelt der Reichen und M\u00e4chtigen"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160506_meinzer.jpg\" title=\"Markus Meinzer\" alt=\"Markus Meinzer\"><\/div><p>&bdquo;Wir haben alle geahnt, wie leicht es f&uuml;r Reiche ist, ihr Verm&ouml;gen in Scheinfirmen zu verstecken. Aber der eigentliche Skandal an den Panama-Enth&uuml;llungen ist: Deutschland selbst ist eine Steueroase! Die Regierung zeigt beim Thema Geldw&auml;sche und Steuerflucht gern auf andere. Doch die Panama-Papiere beweisen: Diktatoren und zwielichtige Gesch&auml;ftsleute verbergen ihre Verm&ouml;gen auch in Deutschland. In der Rangliste undurchsichtiger Finanzpl&auml;tze liegt Deutschland auf Platz 8 &ndash; also weit vor Panama&ldquo;, hei&szlig;t es in einem <a href=\"https:\/\/blog.campact.de\/2016\/04\/deutschland-ist-schlimmer-als-panama\/\">campact-Appell<\/a>, der Schluss machen will mit den politischen Nebelkerzen und der <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/panama-papers-und-die-folgen-die-schaeuble-show-gegen-die-steuerflucht\/13465452.html\">&bdquo;Sch&auml;uble-Show&ldquo;<\/a> gegen Steuerflucht, die vor allem eines ist: eine Farce. Und tats&auml;chlich w&auml;re zurzeit wenig so notwendig wie dies: ein konzertiertes Vorgehen gegen die Kollaboration aus Reichen und M&auml;chtigen und Politikern weltweit &ndash; gegen Steuerflucht, Steuersenkung, Steuervermeidung und die permanente Umverteilung und alsdann Unsichtbarmachung des gesellschaftlichen Reichtums, die eine immer weitere Verarmung und Verelendung breiter Bev&ouml;lkerungsschichten allerorten zeitigt. Doch was muss man hierzu wissen? Was sind die Fakten? Und was verschweigen die Medien uns? Zu diesen Fragen sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit <strong>Markus Meinzer<\/strong>, Vorstandsmitglied im <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/\">Tax Justice Network<\/a> und Autor des Buches <a href=\"http:\/\/www.chbeck.de\/Meinzer-Steueroase-Deutschland\/productview.aspx?product=13657015\">&bdquo;Steueroase Deutschland&ldquo;<\/a>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_432\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-33274-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160506_Die_Schattenwelt_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160506_Die_Schattenwelt_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160506_Die_Schattenwelt_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160506_Die_Schattenwelt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=33274-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/160506_Die_Schattenwelt_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"160506_Die_Schattenwelt_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Herr Meinzer, alle reden &uuml;ber <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32995\">Panama<\/a>; offenbar wurde alles B&ouml;se am Kapitalismus vor Kurzem hierhin ausgelagert. Ist Panama denn das Problem? Und geht es, wie uns die &ouml;ffentliche Debatte zurzeit leicht glauben macht, vor allem um &bdquo;Steuerbetrug&ldquo; und &bdquo;Briefkastenfirmen&ldquo;?<\/strong> <\/p><p>Nein, es geht um ein tieferliegendes, fundamentales Problem, das unsere Demokratie und Marktwirtschaft in ihren Grundfesten bedroht. Denn was Schattenfinanzpl&auml;tze am Flie&szlig;band herstellen, ist systematische Rechenschaftslosigkeit. Diese wird erm&ouml;glicht durch rechtlich verbriefte Geheimhaltungsinstrumente, die einer schmalen Schicht wirtschaftlicher und <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article154154454\/Das-PR-Desaster-in-der-Downing-Street.html\">politischer Eliten<\/a> aus aller Herren L&auml;nder feilgeboten werden. So entsteht ein kriminogenes Klima.<\/p><p>Darum ist das Relevante, ist der wirkliche rote Faden in den Panama-Papieren auch die Geheimhaltung, die es &bdquo;Kunden&ldquo; erm&ouml;glicht, unethische oder illegale Ertr&auml;ge aus Korruption, Steuerhinterziehung, Drogengeld und vielem anderen zu verwalten oder zu waschen. <\/p><p>Um der Strafverfolgung und Verantwortung entgehen zu k&ouml;nnen, sind diese auf Verschleierung angewiesen &ndash; h&auml;ufig, indem sie Briefkastenfirmen, Trusts und Stiftungen nutzen, die in den meisten L&auml;ndern der Welt verf&uuml;gbar sind. Vermittler wie Anw&auml;lte, Notare, Family Offices und Banken helfen dabei, diese Strukturen zu errichten und zu verwalten. <\/p><p>Diese Vermittler sitzen in allen gro&szlig;en Finanzpl&auml;tzen der Erde &ndash; eben auch in Frankfurt und Deutschland. Ohne die zumindest stillschweigende Duldung durch diese Staaten k&ouml;nnte die Vermummung von Offshore-Investoren gar nicht stattfinden &ndash; die Souver&auml;nit&auml;t Panamas hin oder her. <\/p><p><strong>Deutschland und auch die USA stehen im sogenannten &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.financialsecrecyindex.com\/introduction\/fsi-2015-results\">Schattenfinanzindex<\/a>&ldquo; ja weit vor Panama. Was bedeutet das konkret? Und was meint &bdquo;Schattenfinanz&ldquo;?<\/strong> <\/p><p>Schattenfinanzpl&auml;tze &ndash; ich verwende den Begriff synonym mit &bdquo;Steueroase&ldquo; &ndash; machen Gesetze, die es Ausl&auml;ndern erm&ouml;glichen, Gesetze ihrer Heimatl&auml;nder zu brechen oder zu umgehen &ndash; zum Beispiel Gesetze zur Korruptionsbek&auml;mpfung, Geldw&auml;scheregeln zu Drogen-, Waffen- und Menschenhandel oder eben Steuergesetze. Wichtiger als die Steuergesetze in den &bdquo;Oasen&ldquo; sind deshalb Geheimhaltungsregeln, wie etwa das Bank- oder Steuergeheimnis. <\/p><p>Diese rechtlich verbrieften Geheimhaltungsinstrumente erm&ouml;glichen es, unerkannt dubiosen Gesch&auml;ften nachzugehen. Sie verhindern, dass Ermittler, Fahnder und Steuerbeh&ouml;rden rechtskr&auml;ftige Beweismittel &uuml;ber illegale Aktivit&auml;ten sammeln und Gerichtsverfahren f&uuml;hren k&ouml;nnen. Das ist der Denkschritt, der f&uuml;r das Verst&auml;ndnis der Dynamik von Steueroasen entscheidend ist: nicht Inl&auml;nder ziehen den Nutzen aus den Gesetzen, sondern die Person von anderswo, der geholfen wird, Regeln im Heimatstaat zu brechen. Und die Geheimhaltung ist das entscheidende Mittel daf&uuml;r. <\/p><p>Das meinen wir mit Schattenfinanz: Ein internationales Offshore-Finanzsystem, in dem verschiedene Rechtsr&auml;ume ineinandergreifen, und in welchem illegitime und illegale weltumspannende Finanzstr&ouml;me abgewickelt werden k&ouml;nnen &ndash; weitgehend ohne Rechenschaftspflichten und jenseits des Arms der Justiz.<\/p><p>Im Schattenfinanzindex kombinieren wir zwei Elemente miteinander. Zum einen messen wir die rechtlich verbriefte Geheimhaltung f&uuml;r Steuerausl&auml;nder &ndash; also etwa, welche Arten von Informationen im Handelsregister gespeichert werden, wie das Bankgeheimnis und der Datenaustausch mit anderen L&auml;ndern funktioniert, ob Geldw&auml;scheregeln umgesetzt werden usf. Die zweite Komponente gewichtet dann diesen Geheimhaltungswert anhand des Marktanteils des jeweiligen Landes am globalen Offshore-Finanzmarkt. Daf&uuml;r lehnen wir uns an eine Methode des IWF an und nutzen dessen Zahlen zu Finanzdienstleistungsexporten. Die Gewichtung ist n&ouml;tig, um die relative weltweite Verantwortung und das Schadenspotential, das von den Gesetzen bzw. deren L&uuml;cken ausgeht, auch wirklich beziffern zu k&ouml;nnen. Allein auf die Geheimhaltung abzustellen, w&uuml;rde n&auml;mlich verkennen, dass Somalia vielleicht extrem intransparent ist, aber niemand, der noch ganz bei Sinnen ist, sein Geld einem Anbieter dort anvertrauen w&uuml;rde. Die Reputation und die M&ouml;glichkeit, in einen tiefen Finanzmarkt abtauchen zu k&ouml;nnen, sind f&uuml;r illegale oder illegitime Gesch&auml;fte entscheidend.<\/p><p>Nach dieser Definition sind weder Deutschland noch die USA nur Opfer von Steueroasen, sondern inzwischen selbst gewichtige Teile des Problems. Nat&uuml;rlich sind die Leidtragenden in Deutschland und den USA dabei nicht dieselben, die f&uuml;r die problematischen Gesetze verantwortlich zu machen sind: W&auml;hrend der Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung in Deutschland oder den USA unter dem Schattenfinanzsystem und dessen Folgen wie Verschiebung der Steuerlast hin zu Lohn- und Konsumsteuern , korrumpierter Politik und verzerrten M&auml;rkte zu leiden hat, sind die Lobbyverb&auml;nde und Entscheider oft selbst Teil einer schmalen Elite, die in der Versuchung stehen, sich des Offshore-Finanzsystems zu bedienen. Einfach zu sagen, dass &bdquo;Deutschland&ldquo; sowohl T&auml;ter als auch Opfer sei, verdeckte diese kleine, aber feine Nuance: Deutschland besteht, wie alle anderen L&auml;nder auch, aus Herrschenden und Beherrschten, wenn Sie so wollen; Gewinnern und Verlierern dieser Dynamiken, dieses Systems.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160506_01.jpg\" alt=\"Deutschland im Schattenfinanzindex\" title=\"Deutschland im Schattenfinanzindex\"><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>Netzwerk Steuergerechtigkeit: &bdquo;<a href=\"https:\/\/netzwerksteuergerechtigkeit.files.wordpress.com\/2015\/11\/deutschland-schattenfinanzindex-20151.pdf\">Deutschland im Schattenfinanzindex<\/a>&ldquo;<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Es geht also, wenn ich recht verstehe, um internationale Strukturen, um alles andere als &bdquo;nur Panama&ldquo; &ndash; und es geht auch und vor allem um mehr als &bdquo;Steuerbetrug&ldquo;? Das Wort &bdquo;Steuervermeidung&ldquo; taucht hier gelegentlich auf. Ist das der Kern des Problems?<\/strong><\/p><p>Der Bereich zwischen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung ist in der Regel ein Graubereich und eine scharfe Trennlinie ist nicht zu ziehen. Denn eine globalisierte Steuervermeidungsindustrie aus hochspezialisierten Anwalts- und Wirtschaftspr&uuml;fungskanzleien nutzt die entstehenden L&uuml;cken eines nicht-harmonisierten Steuerrechts weltweit weidlich aus. Um ausufernde Gerichtsauseinandersetzungen um grenzwertige Steuervermeidungsmodelle zu vermeiden, lassen sich Steuerbeh&ouml;rden allzu oft auf einen <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/a-401266.html\">Vergleich<\/a> mit den Unternehmen ein, der die Rechtslage nicht nachhaltig kl&auml;rt. Strafzahlungen im hohen Millionenbereich sind nicht selten.<\/p><p>Diese Steuervermeidungsindustrie ber&auml;t alle, die es sich leisten k&ouml;nnen dabei, Gesetze nicht nur zu brechen, sondern auch und vor allem zu beugen und zu umgehen. Die Gesetze werden im Steuerbereich nicht selten direkt von diesen, auch als Experten &uuml;berall hofierten, Lobbyisten geschrieben. Kein Wunder; spielt sich in diesem Bereich vieles inzwischen in einem rechtlich ungekl&auml;rten Graubereich ab. Die Gesetze sind oft zu schwammig und unpr&auml;zise, als dass strafbares Verhalten nachgewiesen werden k&ouml;nnte, obwohl die Handlungen und Wirkungen eklatant von der Absicht des Gesetzgebers abweichen. <\/p><p>&bdquo;Big Pharma&ldquo; beispielsweise ist hier ganz vorne mit dabei. Ein erhellender Artikel dazu erschien gerade im Standard. Dort <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000034954987\/Diaetpille-fuer-die-Steuerlast-der-Pharmariesen\">hei&szlig;t<\/a> es etwa:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Anhand von Pfizer l&auml;sst sich zeigen, wie es vom Prinzip her l&auml;uft. Der US-Konzern hortet einen riesigen Geldbetrag auf seinen Konten im Ausland &ndash; die Rede ist von 74 Milliarden US-Dollar. W&uuml;rde das Geld zur&uuml;ck in die USA geholt, w&auml;ren hohe Steuerzahlungen f&auml;llig. Ein Heer von Steuerberatern sucht im Auftrag von Pfizer und Branchenverwandten Schlupfl&ouml;cher, um die Steuerlast zu minimieren. Lange Zeit ging das relativ einfach: Ein in den USA beheimateter Konzern musste sich nur von einem anderen Unternehmen aufkaufen lassen, das in einem Steuerparadies wie Irland, Luxemburg oder der Schweiz beheimatet war. Schon konnte er von den viel tieferen Steuers&auml;tzen profitieren. Diesen Weg wollte Pfizer auch mit Allergan einschlagen, man spricht in dem Zusammenhang von &ldquo;tax inversion&rdquo;. Allergan war fr&uuml;her selbst ein amerikanisches Unternehmen, bevor das Headquarter nach der &Uuml;bernahme durch den irischen Konzern Actavis nach Dublin verlegt wurde. Die US-Verbindung ist unver&auml;ndert da, das operative Gesch&auml;ft wird von Kalifornien aus gesteuert.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Teilen Sie diesbez&uuml;glich denn diese Aussage von <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32995\">Wolf Wetzel im NachDenkSeiten-Interview<\/a>? Wetzel sagte: &bdquo;Bei den &uuml;ber 240.000 &sbquo;Scheinfirmen&lsquo; in Panama ist in aller Regel Steuerhinterziehung tats&auml;chlich ein nachrangiges, ja, geradezu nebens&auml;chliches Ph&auml;nomen: In erster Linie dienen die &bdquo;Briefkastenfirmen&ldquo; dazu, Geld aus den normalen, also &uuml;berpr&uuml;fbaren Gesch&auml;ftsb&uuml;chern bzw. -bilanzen herauszunehmen, um es f&uuml;r extra-legale Zwecke zu verwenden. Das wissen alle: die Banken, die Nutznie&szlig;er und die Regierungen. Denn diese nicht bilanzierten Gelder werden f&uuml;r Schmiergeldzahlungen, f&uuml;r Bestechungen und f&uuml;r staatsterroristische Zwecke verwandt; ihr Vorhandensein ist kein Geheimnis auf dem internationalen Parkett. Anders gesagt: Wenn der Siemens-Konzern Millionen von Euro an Bestechungsgeldern auszahlte, um Auftr&auml;ge zu bekommen, also Regierungsbeamte schmiert, dann w&auml;re es nicht besonders geschickt, wenn man dies unter &sbquo;au&szlig;ergew&ouml;hnliche Aufwendungen&lsquo; in den Gesch&auml;ftsb&uuml;chern wiederf&auml;nde.&ldquo;<\/strong><\/p><p>Ich kann diese Aussage nicht definitiv best&auml;tigen, aber auch nicht endg&uuml;ltig entkr&auml;ften. Wir sehen in verf&uuml;gbaren Studien, dass der gr&ouml;&szlig;te Anteil illegaler grenz&uuml;berschreitender Finanzstr&ouml;me weltweit eher nicht auf Korruption bzw. Bestechung zur&uuml;ckgeht, sondern Steuern die wichtigste Komponente darstellen, gefolgt von Geldw&auml;sche der Branchen organisierter Kriminalit&auml;t, also f&uuml;r Drogen-, Waffen-, Menschen-, Organ-, und Tropenholzhandel. <\/p><p>Das Volumen aus klassischer Korruption steht danach eher an dritter Stelle. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass der Schaden dieser Korruption nicht enorm gro&szlig; ist: Studien in diesem Feld sind zwangsl&auml;ufig mit vielen Unsicherheiten behaftet, weil sie ein Dunkelfeld versuchen zu erhellen &ndash; mit allen methodischen Schwierigkeiten. <\/p><p>Erschwert wird dies noch durch die bisherige Weigerung wichtiger internationaler Institutionen wie der Weltbank, dem IWF, der OECD oder der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich, ihre privilegierten Datenzug&auml;nge f&uuml;r transparente, robustere Sch&auml;tzungen zu verwenden oder zur Verf&uuml;gung zu stellen.<\/p><p><strong>Welche Folgen hat all das denn global? Wozu f&uuml;hrt dieses &bdquo;Schattenfinanzsystem&ldquo;?<\/strong><\/p><p>Die Ausschaltung der Rechenschaftspflicht wirtschaftlicher und politischer Eliten ist gegenw&auml;rtig wohl die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r Demokratie und Marktwirtschaft weltweit. Denn das Schattenfinanzsystem sch&uuml;tzt die sich polarisierende Verm&ouml;gens- und Einkommensungleichheit sowie die Straflosigkeit gro&szlig;angelegter Korruption auf h&ouml;chster Ebene. Es wird ben&ouml;tigt, um Schmiergelder f&uuml;r illegale Regenwaldabholzung zu bewegen, Kriege zu finanzieren und Steuern zu hinterziehen. <\/p><p>Im globalen Ma&szlig;stab sch&uuml;tzt das Offshore-Finanzsystem auch gigantische illegale Kapitalbewegungen aus der s&uuml;dlichen Hemisph&auml;re in die westlichen Finanzzentren. Unter dem Strich belaufen sich die in Miami, London, Frankfurt oder Z&uuml;rich angelegten Fluchtverm&ouml;gen der Eliten aus Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern auf ein vielfaches der Auslandsschulden dieser Staaten. In letzter Konsequenz bedeutet das, dass die &auml;rmsten L&auml;nder der Welt unter dem Strich uns, dem Westen bzw. globalen Norden, Kredit gew&auml;hren und unseren Lebensstil mitfinanzieren.<\/p><p><strong>Also ausgenutzt und ausgebeutet werden&hellip; Welche Verantwortung tr&auml;gt Deutschland und tr&auml;gt die deutsche Regierung f&uuml;r dieses &bdquo;System&ldquo; denn konkret?<\/strong><\/p><p>Deutschland verteidigt ma&szlig;geblich den Status Quo in internationalen Foren, etwa wenn es darum geht, Entwicklungsl&auml;ndern endlich ein vollwertiges Mitspracherecht bei der Ausgestaltung der internationalen Steuerregeln zu gew&auml;hren, indem es konsequent die Aufwertung der Vereinten Nationen im Steuerbereich zugunsten der OECD blockiert. <\/p><p>Au&szlig;erdem rollen deutsche Gesetze ausl&auml;ndischen Steuerkriminellen den roten Teppich aus, etwa weil Steuerausl&auml;nder keine Quellensteuer auf Zinsertr&auml;ge in Deutschland bezahlen m&uuml;ssen. Damit sind Zinsen auf Bankguthaben, Staats- und Unternehmensanleihen und verzinsliche Investmentfondsanteile steuerfrei. Gleichzeitig unterbleibt eine Mitteilung an die Heimatfinanzbeh&ouml;rden fast immer. Somit k&ouml;nnen diese Verm&ouml;gen faktisch steuerfrei und ohne nennenswertes Entdeckungsrisiko in Deutschland versteckt werden &ndash; genauso, wie wir das umgekehrt von der Schweiz kennen. <\/p><p>Auch nach Einf&uuml;hrung des neuen, automatischen Informationsaustauschs steht zu <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/blob\/393626\/6fbc7e93356dc43a2cfb8fe00863413d\/09-tjn-data.pdf\">bef&uuml;rchten<\/a>, dass sich an dieser Praxis nur marginal etwas &auml;ndern wird. Denn Entwicklungsl&auml;nder profitieren erst dann von Daten, wenn sie umgekehrt bereit sind, Daten zu liefern: warum bittesch&ouml;n soll Malawi an Deutschland Daten &uuml;ber deutsche Anleger in der W&uuml;ste liefern, wo jedem klar ist, dass niemand sein Geld dorthin bringt? Faktisch werden durch diese Auflage jene von der neuen Transparenz ausgeschlossen, die sie am dringendsten n&ouml;tig h&auml;tten. Au&szlig;erdem sorgen zig Schlupfl&ouml;cher im Abkommen daf&uuml;r, dass dessen Wirksamkeit v&ouml;llig in den Sternen steht. <\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus haben inl&auml;ndische Banker keine Sanktionen zu bef&uuml;rchten, selbst wenn sie wissentlich und vors&auml;tzlich bei der Hinterziehung ausl&auml;ndischer Steuern behilflich sind und erwischt werden. Anders als in Gro&szlig;britannien, Frankreich oder selbst Singapur hindert sie in Deutschland keine Strafrechtsnorm daran. <\/p><p>Man kann das Potential f&uuml;r Steuerhinterziehung sogar beziffern: Anhand von Bundesbankzahlen l&auml;sst sich zeigen, dass im August 2013 zwischen 2,5 und 3 Billionen Euro an solchen verzinsten Finanzanlagen von Steuerausl&auml;ndern im deutschen Finanzsystem angelegt waren. Wie viel davon Schwarzgeld ist, kann zwar niemand seri&ouml;s sagen. Alle verf&uuml;gbaren Studien zeigen allerdings: Wenn Menschen ihr Geld &uuml;ber die Grenze bringen, ist Steuerhinterziehung die Regel und nicht die Ausnahme. <\/p><p>Au&szlig;erdem spielt der deutsche Bankensektor eine Schl&uuml;sselrolle zwischen Ost und West. Deutsche Banken &ouml;ffnen &uuml;ber die Korrespondenzkonten das wichtigste Einfallstor in den Euro-W&auml;hrungsraum f&uuml;r Banken aus aller Welt: Diktatoren und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kleptokratie\">Kleptokraten<\/a> aus aller Welt nutzen gern deutsche Banken, um ihre gestohlenen Verm&ouml;gen anzulegen oder zu bewegen. Finanzbeziehungen nach Deutschland hatten etwa Pinochet und Mobutu, aber auch j&uuml;ngere Kleptokraten wie Janukowitsch, Gaddafi, Mubarak, Ben Ali, aber auch Nijasov, Saddam Hussein und Paul Biya. Indem deutsche Banken das Geld dieser Diktatoren und Kleptokraten annehmen, machen sie sich zu Unterst&uuml;tzern von deren Unrechtsregimen oder Raubz&uuml;gen. <\/p><p>Die &Ouml;ffentlichkeit erf&auml;hrt von diesen Despotengeldern, wenn &uuml;berhaupt, nur durch Zufall, aufgrund von Indiskretionen und dann &auml;u&szlig;erst l&uuml;ckenhaft. In aller Regel wird dar&uuml;ber hierzulande eisern geschwiegen. Nur wenn die Vereinten Nationen Sanktionen erlassen, etwa im Rahmen milit&auml;rischer Konflikte, tauchen manche Bruchst&uuml;cke der Wahrheit in der &Ouml;ffentlichkeit auf. Beispielsweise ging w&auml;hrend des Arabischen Fr&uuml;hlings, nachdem Sanktionen verh&auml;ngt worden waren, durch die Presse, dass auch Gaddafi, Mubarak und Ben Ali Konten in Deutschland hatten. Details wurden aber kaum &ouml;ffentlich, etwa um welche Summen es ging, und bei welchen Banken diese Gelder lagen. <\/p><p><strong>Es gilt also in aller Deutlichkeit: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article154332078\/Fuer-Vermoegende-machen-Banken-alles.html\">F&uuml;r Verm&ouml;gende machen Banken alles!<\/a>&ldquo;.<\/strong><\/p><p>Wenn Sie so wollen, ja.<\/p><p><strong>Wie l&auml;uft so eine &bdquo;Geldverschiebung&ldquo; denn genau ab? Und wieso m&uuml;ssen die Akteure hierbei keine Strafe bef&uuml;rchten, &bdquo;leisten&ldquo; sich derlei Handeln noch?<\/strong><\/p><p>Zum einen droht keine Strafe, weil es gro&szlig;e Strafbarkeitsl&uuml;cken im deutschen Geldw&auml;schegesetz gibt. So macht es die Politik deutschen Banken, Maklern und Notaren bislang leicht, gestohlene ausl&auml;ndische Verm&ouml;gen zu verwalten. Denn noch immer gilt in Deutschland: So lange Korruptions-Straftaten wie Untreue, Vorteilsnahme oder Erpressung im Ausland begangen werden, darf ein deutscher Banker das Geld annehmen und verwalten &ndash; sogar im Wissen, dass das Geld aus diesen Straftaten stammt. <\/p><p>M&ouml;chte etwa ein afrikanischer Minister f&uuml;r Stra&szlig;enbau ein Konto zum Erwerb und Unterhalt einer Luxusjacht in Deutschland er&ouml;ffnen, und bekundet offen gegen&uuml;ber dem deutschen Banker, dass er die Millionen von seinem Budget f&uuml;r den Stra&szlig;enbau abgezwackt hat, dann darf sich der deutsche Banker die H&auml;nde reiben. Der Banker riskiert nichts au&szlig;er seinem Gewissen &ndash; kein Gesetz bedroht ihn in Deutschland mit Strafe, wenn er das Geld annimmt. <\/p><p>Doch selbst wenn solche Gesch&auml;fte im Spiel sind, die auch nach deutschem Recht als Vortat zur Geldw&auml;sche z&auml;hlen, ist die &Uuml;berpr&uuml;fung der Herkunft der Gelder &auml;u&szlig;erst lasch oder wird anhand von Kriterien vorgenommen, die unbekannt bleiben und von niemandem angefochten werden. Im Zweifelsfall wird das Geld angenommen, weil man den Kunden nicht an die Konkurrenz verlieren will. Und wenn doch mal ein Diktator auffliegt oder zur Persona non grata erkl&auml;rt wird, werden hektisch Verdachtsanzeigen abgegeben. Die Politik und Aufsicht jedoch schweigt zur Frage, ob diese Gelder &uuml;berhaupt angenommen werden durften. <\/p><p>Es drohen keine Gef&auml;ngnisstrafen, beh&ouml;rdliche Untersuchungen unterbleiben und auch die Aufsicht <a href=\"http:\/\/www.bafin.de\/DE\/Startseite\/startseite_node.html\">BaFin<\/a> droht nicht damit, den Namen der Bank in Verbindung mit solchen F&auml;llen zu bringen. Darum sehen Banken keine Veranlassung, wirklich etwas am Gesch&auml;ftsmodell zu &auml;ndern. Das h&ouml;chste wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen das Geldw&auml;schegesetz von der BaFin bis 2013 verh&auml;ngte Bu&szlig;geld belief sich auf knapp &uuml;ber 50.000 Euro. Das bezahlen Banken gern aus der Portokasse. So bleibt alles beim Alten.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/dn9B7JSpws8?list=PLPle_vPYGn5y3Bdu-oTwrPvymMtXQI2TS\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>Markus Meinzer: &ldquo;Wie Deutschland im internationalen Steuerflucht- und Geldw&auml;schegesch&auml;ft mitmischt&rdquo;<\/strong><\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/wNsmIFjVAuw\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p style=\"text-align:center\"><strong>Sahra Wagenknecht: &bdquo;Es geht um organisierte Kriminalit&auml;t der Reichen und M&auml;chtigen&ldquo;<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Unter Experten gilt Deutschland ja sogar als Geldw&auml;scheparadies. Woran liegt das?<\/strong><\/p><p>Das liegt zum einen an Gesetzesl&uuml;cken, zum anderen am laschen Vollzug auch aufgrund der stiefm&uuml;tterlichen Behandlung dieses Themas durch die Politik. Gesetzesl&uuml;cken etwa bestehen bei der Verfolgung des organisierten Verbrechens &ndash; Stichwort: Eigengeldw&auml;sche und der Absch&ouml;pfung von Mafia-Verm&ouml;gen, aber auch bei der Definition der Straftaten, die als Geldw&auml;sche gelten. So gilt die Annahme und Verschleierung von Geldern aus den h&auml;ufigsten Korruptionsstraftaten in Deutschland eben nicht als Geldw&auml;sche. Ganz &auml;hnlich, wie f&uuml;r die Steuerhinterziehung erl&auml;utert, gilt somit f&uuml;r inl&auml;ndische Banker, dass diese nach geltender Rechtslage wissentlich und vors&auml;tzlich Geld aus Vorteilsnahme, Untreue und sogar Erpressung annehmen d&uuml;rfen. Solange diese Straftaten im Ausland begangen wurden, haben sie hierzulande keine Strafverfolgung zu bef&uuml;rchten. <\/p><p>Was die Anwendung der Gesetze und die beh&ouml;rdliche Aufsicht angeht, sind die Probleme noch gravierender. Im gewerblichen Nicht-Finanzsektor etwa &ndash; also bei Anw&auml;lten, Notaren, Immobilienmaklern oder Luxusguth&auml;ndlern &ndash; sind Geldw&auml;schemeldungen eine Rarit&auml;t. Auch die staatliche Aufsicht ist im Nicht-Bankenbereich v&ouml;llig chaotisch organisiert, obwohl dort laut j&uuml;ngsten Studien ein ebenso gro&szlig;es Geldw&auml;scherisiko besteht wie im Finanzsektor. Aber auch im Finanzsektor kommen seit Jahren aus Hessen auff&auml;llig wenige Verdachtsmeldungen, auch wenn hier die meisten Gro&szlig;banken ihr internationales Gesch&auml;ft aufgestellt haben. <\/p><p>Die zentrale Achillesferse der Geldw&auml;schepr&auml;vention ist die Ermittlung der wirtschaftlich Berechtigten von Konten, Rechtskonstrukten, Immobilien und Kunden des Online-Gl&uuml;cksspiels oder von Luxuswerften. Seit Jahren ist bekannt, dass eine im Gesetz vorgesehene Ausnahme zur Bestimmung der wahren Eigent&uuml;mer h&auml;ufig bei hochriskanten Gesch&auml;ften angewandt wird. Statt der die F&auml;den ziehenden Person wird stattdessen ein Strohmann, etwa der Vorstand einer Briefkastenfirma, in die Dokumente eingetragen. <\/p><p>Was die Rechtsanwendungspraxis betrifft, ist ein weiteres gro&szlig;es Problem, dass einerseits Justizminister den Staatsanwaltschaften detaillierte Weisungen geben k&ouml;nnen, bisher aber die Geldw&auml;sche besonders bei Wirtschafts- und Steuerkriminalit&auml;t kaum verfolgen lassen. Auch f&uuml;r Staatsanw&auml;lte sind diese F&auml;lle nicht attraktiv: sie dauern lange, sind kompliziert und riskant, und machen keine gute Statistik. In der aktuellen Bef&ouml;rderungslogik steigen Staatsanw&auml;lte auf, die statistisch gl&auml;nzen. Also gilt: lieber hundert Kleinkriminelle oder per Spam-Mail gelockte Mini-Geldw&auml;scher aburteilen, als wenige gro&szlig;e Verfahren zu riskieren, die schnell Jahre dauern k&ouml;nnen &ndash; auch wenn dort das Zigfache zu holen w&auml;re und organisierte Banden am Werk sind.<\/p><p>Das l&auml;sst sich auch an der Rechtsanwendungspraxis des &sect; 129 Strafgesetzbuch zur Zugeh&ouml;rigkeit zu einer kriminellen Vereinigung ablesen. Es gibt sehr wenige Verurteilungen aufgrund des &bdquo;Mafia-Paragraphen&ldquo;, der eine Freiheitsstrafe von maximal f&uuml;nf Jahren vorsieht. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland gerade einmal sieben Personen wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung im In- oder Ausland verurteilt, davon wurden sechs Freiheitsstrafen verh&auml;ngt, die aber allesamt zur Bew&auml;hrung ausgesetzt wurden und deren Strafma&szlig; in keinem der F&auml;lle zwei Jahre &uuml;berstieg.<\/p><p><strong>Wie kann gegen dieses &bdquo;Schattensystem&ldquo; denn angegangen werden? Was t&auml;te not?<\/strong> <\/p><p>Ein entscheidender Schritt w&auml;re es, die wirtschaftlich Berechtigten von Firmen und Trusts ausnahmslos in einem &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Register zu identifizieren. In der aktuellen Novellierung der Anti-Geldw&auml;sche-Richtlinie ist vorgesehen, ein Register der wirtschaftlichen Eigent&uuml;mer von Briefkastenfirmen einzuf&uuml;hren. Im November 2014 hat jedoch die Bundesregierung &ndash; gemeinsam mit unter anderem Malta und Zypern &ndash; die verpflichtende Offenlegung dieses Registers verhindert: Die Ver&ouml;ffentlichung ist erlaubt, aber nicht verpflichtend. <\/p><p>Dieselbe Novellierung der EU-Richtlinie sieht sogar vor, die Eintragung von Scheindirektoren anstelle der wirtschaftlich Berechtigten zu legalisieren. Auch werden Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Trusts bestehen bleiben. Damit w&uuml;rden die Register weitgehend nutzlos werden, denn es lie&szlig;en sich darin im Zweifelsfall nur Informationen zur Vorstandsebene finden, die in den meisten Gebieten bereits &ouml;ffentlich zug&auml;nglich oder von Beh&ouml;rden leicht in Erfahrung zu bringen sind. <\/p><p>Au&szlig;erdem m&ouml;chte das Finanzministerium noch immer den Zugriff auf das Register auf Ermittlungsbeh&ouml;rden und Banken beschr&auml;nken und nur bei &bdquo;berechtigtem Interesse&ldquo; auch Dritten partiellen Einblick gew&auml;hren. Das soll nach <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/panama-papers-und-die-folgen-die-schaeuble-show-gegen-die-steuerflucht\/13465452.html\">Sch&auml;ubles Zehn-Punkte-Plan<\/a> in Deutschland und weltweit gelten. Zwar soll das Register &bdquo;auch entsprechend spezialisierten Nichtregierungsorganisationen und Fachjournalisten <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/reaktion-auf-panama-papers-schaeuble-dringt-auf-schaerfere-finanzkontrollen-1.2942995\">offenstehen<\/a> k&ouml;nnen&ldquo;, aber nur, wenn diese Organisationen ihre Ergebnisse den Beh&ouml;rden zur Verf&uuml;gung stellen. Damit drohen diese ihre Unabh&auml;ngigkeit zu verlieren und ihre Quellen m&ouml;glicherweise nicht mehr sch&uuml;tzen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Ferner f&uuml;hrt ein derart eingeschr&auml;nkter Zugriff zu neuer B&uuml;rokratie und hohen Verwaltungskosten. Wie m&ouml;chte schlie&szlig;lich das Finanz- oder Justizministerium pr&uuml;fen, ob eine Organisation aus Nicaragua oder Indien fachlich den deutschen Anforderungen gen&uuml;gt? Weil diese Zugangsbeschr&auml;nkungen &bdquo;schwer zu kontrollieren, schwer umzusetzen und kostspielig&ldquo; seien, beschloss j&uuml;ngst das niederl&auml;ndische Finanzministerium, die Registerdaten &ouml;ffentlich zu machen. Damit schloss es sich Gro&szlig;britannien an, das ebenfalls ein &ouml;ffentliches Register einf&uuml;hren wird.<\/p><p>Die wichtigsten Argumente f&uuml;r die Offenlegung der Registerdaten sind aber die Effekte &uuml;ber Deutschland und Europa hinaus sowie die Qualit&auml;t der Daten. &Ouml;ffentliche Register haben das Potenzial, eine Transparenzwirkung weit &uuml;ber die EU hinaus bis in notorische Schattenfinanzzentren hinein zu entfalten, weil sie auch alle Briefkastenfirmen betreffen w&uuml;rden, die sich in deutschen Handelsregistern als Aktion&auml;re eintragen lassen m&ouml;chten: Hunderttausende Offshore-Firmen d&uuml;rften sich heute im deutschen Handelsregister tummeln, die aus Zypern, Curacao oder der Ukraine hier Gesch&auml;fte betreiben. Ein guter Teil davon d&uuml;rfte letztlich Eliten aus Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern geh&ouml;ren, die sich deutscher Rechtspersonen bedienen, um Verm&ouml;gen zweifelhaften Ursprungs zu verwalten. Die meisten scheuen das Licht der &Ouml;ffentlichkeit. Bleiben diese Daten nur Beh&ouml;rden zug&auml;nglich, k&ouml;nnen Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder kaum Nutzen aus der neuen Transparenz ziehen. Diese sind jedoch die Hauptleidtragenden der gegenw&auml;rtigen Intransparenz.<\/p><p>Der Wortlaut des entsprechenden neuen Passus in &sect; 9a im Geldw&auml;schegesetz liegt dem Tax Justice Network und dem Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland <a href=\"https:\/\/netzwerksteuergerechtigkeit.files.wordpress.com\/2016\/04\/transparenzregister-c2a79a.pdf\">vor<\/a>. Eine Analyse offenbart gravierende M&auml;ngel, welche zur Wirkungslosigkeit des Registers f&uuml;hren werden.<\/p><p><strong>Der Kampf f&uuml;r Rechtsstaatlichkeit und Demokratie auf diesem Feld wird nicht umhinkommen, die M&auml;chtigsten der ganzen Welt zu <a href=\"http:\/\/therealnews.com\/t2\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=31&amp;Itemid=74&amp;jumival=16116\">konfrontieren<\/a> &hellip; Wie sch&auml;tzen Sie &ndash; in Anbetracht der gesellschaftlichen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse &ndash; denn &bdquo;unsere&ldquo; Chancen in diesem Kampf ein?<\/strong><\/p><p>Solange die genannten Arten von Fehlverhalten in Deutschland weder strafrechtlich verfolgt noch an die &Ouml;ffentlichkeit gebracht werden, gibt es f&uuml;r Banken keinerlei Anreize, ihr Verhalten zu &auml;ndern. Reputationssch&auml;den durch Ver&ouml;ffentlichung von Details zu den Verst&ouml;&szlig;en, die den Aktienkurs unkalkulierbar beeinflussen sowie Gef&auml;ngnisstrafen f&uuml;r Vorstandsmitglieder oder hohe Angestellte der Banken sind die einzigen Mittel, die helfen w&uuml;rden. Leider sehen wir hier weder bei der BaFin noch bei den Staatsanwaltschaften bzw. deren politischer Leitung den Willen, entsprechend durchzugreifen. <\/p><p>Dass es auch anders geht, zeigt ein Blick in die USA: Diese verfolgen im Gegensatz zu Deutschland mit milliardenhohen Strafzahlungen &ouml;ffentlichkeitswirksam die Integrit&auml;t ihres W&auml;hrungsraumes. Ein &auml;hnliches Vorgehen w&uuml;rde ich mir auch von deutschen und europ&auml;ischen Beh&ouml;rden w&uuml;nschen. Ein konkreter, erster Schritt m&uuml;sste in Deutschland sein, Verst&ouml;&szlig;e gegen das Geldw&auml;schegesetz im Finanz- und Nicht-Bankensektor zu ver&ouml;ffentlichen, Bu&szlig;geldbeschl&uuml;sse zu ver&ouml;ffentlichen, die Strafbarkeitsl&uuml;cken bei der Geldw&auml;sche zu stopfen, Strafverfahren gegen Banker einzuleiten und in &ouml;ffentlichen Gerichtsverhandlungen auszufechten, das Steuergeheimnis f&uuml;r gro&szlig;e Kapitalgesellschaften und bei Gerichtsurteilen und -prozessen einzuschr&auml;nken und eine offizielle, &ouml;ffentliche Untersuchung zu Kleptokraten- und Diktatorengeldern in Deutschland anzusto&szlig;en. Dadurch w&uuml;rden die Kosten von Fehlverhalten im Finanzsektor durch Gef&auml;ngnisstrafen und Reputationssch&auml;den unkalkulierbar werden &ndash; eine Voraussetzung f&uuml;r eine Verhaltens&auml;nderung. <\/p><p>Ein Unternehmensstrafrecht mit umfassendem Hinweisgeberschutz t&auml;te au&szlig;erdem dringend Not, um solche Ermittlungen leichter durchf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Die strafbefreiende Selbstanzeige und Daten-CD-Ank&auml;ufe setzen genau die falschen Anreize: sie machen einerseits aus T&auml;tersicht die Kosten einer Straftat kalkulierbar, bei Garantie der Straffreiheit, und belohnen Hinweisgeber im Vorfeld ohne Transparenz und Verl&auml;sslichkeit. Die USA machen es umgekehrt: Dort gibt es keine Garantie der Straffreiheit f&uuml;r Selbstanzeigende oder Hinweisgeber, aber eine kalkulierbare, anteilige Belohnung nach Abschluss der Verfahren. <\/p><p>Auch brauchen wir dringend die bereits angesprochenen &ouml;ffentlichen, maschinenlesbaren Register &uuml;ber die wirtschaftlich Berechtigten von Firmen und Trusts. Damit k&ouml;nnte die Achillesferse der Geldw&auml;schebek&auml;mpfung wirkungsvoll gest&auml;rkt werden. Aber auch im Konzernsteuerbereich sind l&auml;nderspezifische Berichtspflichten &uuml;berf&auml;llig. Die deutsche Regierung muss ihre Blockaderolle hier dringend aufgeben &ndash; sie ist derzeit wieder <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2016\/04\/panama-papiere-wahrend-schauble-seinen.html\">Hauptursache<\/a> daf&uuml;r, dass die Transparenzregeln des EU-Parlaments verw&auml;ssert werden. <\/p><p>Kurzum: Wir ben&ouml;tigen eine Transparenz-, Schlupflochschlie&szlig;- und Strafrechtsvollzugsrevolution im deutschen Finanz- und Steuerwesen. Und einen langen Atem dazu: ganz &auml;hnlich wie die Beendigung des Sklavenhandels in Gro&szlig;britannien mindestens das ganze Leben von William Wilberforce gedauert hat, so sollten auch wir uns auf einen Marathon einstellen. In einem Sprint wird uns die Puste ausgegangen sein, bevor das Schattenfinanzsystem abgeschafft wurde. Leider entfalten die globale Gegenbewegung aus der Zivilgesellschaft unter dem Dach der <a href=\"http:\/\/www.globaltaxjustice.org\/\">Global Alliance for Tax Justice<\/a> und das <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/\">Tax Justice Network<\/a> wegen Engp&auml;ssen in der Finanzierung noch immer nicht die Schlagkraft, die n&ouml;tig und m&ouml;glich w&auml;re. Hier hoffe ich, dass mehr Menschen auch aus Deutschland bereit werden, diese entscheidende Arbeit <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/donate\/\">zu f&ouml;rdern<\/a>.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Markus Meinzer<\/strong> studierte an der Freien Universit&auml;t Berlin und an der University of Sussex Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre als Zusatz-Wahlfach. Er ist Vorstandsmitglied sowie Finanz- und Steueranalyst beim <a href=\"http:\/\/www.taxjustice.net\/\">Tax Justice Network<\/a>. Seine Arbeitsschwerpunkte sind der Schattenfinanzindex sowie der automatische Informationsaustausch. Zudem ist er Mitglied der <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/transparency\/regexpert\/index.cfm?do=groupDetail.groupDetail&amp;groupID=3187\">Expertengruppe der EU-Kommission zum automatischen Informationsaustausch<\/a> und Autor des Buches &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.chbeck.de\/Meinzer-Steueroase-Deutschland\/productview.aspx?product=13657015\">Steueroase Deutschland<\/a>&ldquo;. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Buch: Markus Meinzer: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.chbeck.de\/Meinzer-Steueroase-Deutschland\/productview.aspx?product=13657015\">Steueroase Deutschland: Warum bei uns viele Reiche keine Steuern zahlen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Webseite: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.financialsecrecyindex.com\/\">Schattenfinanzindex<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Webseite: &bdquo;<a href=\"https:\/\/netzwerksteuergerechtigkeit.wordpress.com\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit Deutschland<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Webseite: &bdquo;<a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/\">Blog Steuergerechtigkeit<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Brosch&uuml;re: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.attac.de\/fileadmin\/user_upload\/bundesebene\/Pressegruppe\/160129_Handlungsanleitung_zur_Bekaempfung_von_Steuervermeidung_und_-hinterziehung.pdf\">Attac-Handlungsanleitung zur Bek&auml;mpfung von Steuertricks<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=8694\">Steuervermeidung: Sch&auml;uble blockiert Konzern-L&auml;nderberichte<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/steueroasen--die-groesste-steueroase-der-welt-sind-die-usa-,1472786,34153462.html\">Die gr&ouml;&szlig;te Steueroase der Welt sind die USA<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32995\">Der &sbquo;Panama-Scoop&lsquo;<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Artikel: Jens Berger: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32753\">Panama Papers &ndash; nicht Jahrhundertscoop, sondern Jahrhundertflop<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Artikel: Albrecht M&uuml;ller: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32861\">Panama, Genscher usw. &ndash; unsere Medien sind in einem schlimmeren Zustand als gedacht<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Artikel: Craig Murray: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=32707\">Die Massenmedien besch&uuml;tzen die westlichen Eliten vor den Panama Papers<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2016\/04\/18\/panama-and-the-criminalization-of-the-global-finance-system\/\">Panama and the Criminalization of the Global Finance System<\/a>&rdquo;<\/li>\n<li>Artikel: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2016\/apr\/14\/us-corporations-14-trillion-hidden-tax-havens-oxfam\">US corporations have $1.4tn hidden in tax havens, claims Oxfam report<\/a>&rdquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/wirtschaft\/wo-sind-all-die-amis-in-den-panama-papers-4-theorien\/\">&lsquo;Wo sind all die Amis in den Panama Papers?&lsquo; &ndash; 4 Theorien<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-04\/panama-papers-wirtschaftskriminalitaet-ohnmacht-justiz-briefkastenfirmen\">Panama Papers: &sbquo;Wir zerr&uuml;tten den Rechtsstaat&lsquo;<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/panama-papers\/\">Panama: Das Wegschauen der Regierungen hat System<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/politik\/hamburger-berenberg-bank-panama-banker-finanzierten-cdu-23882946\">Panama-Banker finanzierten CDU<\/a>&ldquo;<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Weitere Ver&ouml;ffentlichungen von Jens Wernicke finden Sie auf seiner Homepage <a href=\"http:\/\/www.jenswernicke.de\">jenswernicke.de<\/a>. Dort k&ouml;nnen Sie auch <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\"><strong>eine automatische E-Mail-Benachrichtigung<\/strong><\/a> &uuml;ber neue Texte bestellen.<\/em><br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/fc5f1a2f338d41fdb596a0084545ef76\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/160506_meinzer.jpg\" title=\"Markus Meinzer\" alt=\"Markus Meinzer\"\/><\/div>\n<p>&bdquo;Wir haben alle geahnt, wie leicht es f&uuml;r Reiche ist, ihr Verm&ouml;gen in Scheinfirmen zu verstecken. Aber der eigentliche Skandal an den Panama-Enth&uuml;llungen ist: Deutschland selbst ist eine Steueroase! Die Regierung zeigt beim Thema Geldw&auml;sche und Steuerflucht gern auf andere. Doch die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33274\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,136,209,138,132],"tags":[374,283,1907,438,440,1495,509,897,291],"class_list":["post-33274","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-banken-boerse-spekulation","category-interviews","category-steuerhinterziehungsteueroasensteuerflucht","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-eliten","tag-finanzmaerkte","tag-panama-papers","tag-pharmaindustrie","tag-schaeuble-wolfgang","tag-schwarzgeld","tag-steuerfahnder","tag-transparenz","tag-verteilungsgerechtigkeit"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33274","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=33274"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33274\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119981,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/33274\/revisions\/119981"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=33274"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=33274"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=33274"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}