{"id":33282,"date":"2016-05-06T15:19:16","date_gmt":"2016-05-06T13:19:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282"},"modified":"2016-05-06T15:19:16","modified_gmt":"2016-05-06T13:19:16","slug":"hinweise-des-tages-ii-246","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h01\">R&uuml;cktritt Davutoglus: Der Abgang des Hodschas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h02\">Eine Gemeinschaft des Unrechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h03\">Griechenland: Showdown f&uuml;r die Rentenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h04\">Einkommensmittelschichten schrumpfen in Deutschland und den USA etwa gleich schnell<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h05\">Wachsende Ungleichheit schadet gesamter Volkswirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h06\">Professor Sinn in der taz &ndash; oder wie man sich als das outet, was man wirklich ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h07\">Bahn verschleppt Sanierung von Br&uuml;cken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h08\">Lebenslauf: Die Lebenslaufburschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h09\">Die nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Rente ist m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h10\">Kassenpatienten zahlen immer mehr selbst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h11\">Mittelstand fordert Aussetzung der TTIP-Verhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h12\">Aus f&uuml;r 500-Euroschein: Bares bleibt Wahres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h13\">Schluss mit Pseudowettbewerb: Petition gegen Exzellenzinitiative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h14\">Arme Kinder und das Kindes-besserer-Eltern-Wohl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h15\">Von Armut keine Ahnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h16\">Die deutsche Religionspolizei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h17\">Pressefreiheit f&uuml;r wenige: Meinungsfreiheit f&uuml;r alle &ndash; Umfrage des Bayerischen Rundfunks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h18\">Servus TV wird weitergef&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h19\">Gr&uuml;n-schwarze Fr&uuml;chtchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33282#h20\">Das Letzte: US-Wahlkampf: Bernie, die Nervens&auml;ge<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>R&uuml;cktritt Davutoglus: Der Abgang des Hodschas<\/strong><br>\nAhmet Davutoglu schwor Pr&auml;sident Erdogan bis zuletzt die Treue. In dessen Welt haben Untergebene mit eigener Meinung aber keinen Platz. [&hellip;]<br>\nIn Wahrheit geh&ouml;rte der &laquo;Hodscha&raquo; (&laquo;ehrw&uuml;rdiger Lehrer&raquo;), wie seine Bewunderer Davutoglu nennen, zu den loyalsten Gefolgsleuten Erdogans. Nicht nur verteidigte er dessen harten Kurs in der Kurdenpolitik oder die Knebelung der freien Presse. Auch trug Davutoglu aus vollem Herzen die Hexenjagd gegen die Anh&auml;nger der G&uuml;len-Bewegung mit, deren gr&ouml;sstes Vergehen es war, die Korruption im Umfeld der Regierung und von Erdogans Familie aufzudecken und gegen sie zu ermitteln. Ein K&ouml;nigsm&ouml;rder sieht anders aus.<br>\nIn der Europapolitik profilierte sich Davutoglu. Er vermochte anders als der barsch auftretende Erdogan die EU-Staatschefs mit Jovialit&auml;t f&uuml;r sich einzunehmen. Als das ewig l&auml;chelnde Gesicht einer Regierung, deren autorit&auml;re Politik Br&uuml;sseler Werten spottet, trotzte er den Europ&auml;ern die Visafreiheit ab. Dass er sich damit f&uuml;r Erdogans Empfinden zu proeurop&auml;isch verhielt, wie Kommentatoren meinen, mag bezweifelt werden, denn ohne dessen Zustimmung h&auml;tte er sich wohl kaum auf das Fl&uuml;chtlingsabkommen eingelassen.<br>\nSchon eher muss den Pr&auml;sidenten gewurmt haben, dass Davutoglu nicht ausreichend euphorisch hinter seinen Pl&auml;nen stand, die T&uuml;rkei in ein Pr&auml;sidialsystem umzuwandeln &ndash; der politische Lebenstraum Erdogans. Doch was auch immer Davutoglu zu Fall brachte: Man merkte es dem mit zitternder Stimme sprechenden Hodscha bei seiner R&uuml;cktrittsrede an, wie ihn die Ungnade seines Ziehvaters getroffen haben muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/international\/europa\/ruecktritt-davutoglus-der-abgang-des-hodschas-ld.18227\">NZZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Nur Wahnsinnige konnten diesen Deal abschlie&szlig;en&rdquo;<\/strong><br>\nDie Linken-Abgeordnete im Bundestag, Sevim Dagdelen, bef&uuml;rchtet, dass sich durch den R&uuml;ckzug des t&uuml;rkischen Ministerpr&auml;sidenten Davutoglu die Situation in der T&uuml;rkei weiter zuspitzen wird. Unter den aktuellen Umst&auml;nden h&auml;lt sie die geplante Visa-Liberalisierung als Teil des EU-T&uuml;rkei-Deals f&uuml;r unverantwortlich. Damit leiste die EU schlicht Wahlkampfhilfe f&uuml;r die &ldquo;Pr&auml;sidialdiktatur&rdquo; von Staatschef Erdogan. [&hellip;]<br>\nSchulz: Wie ist es jetzt zu diesem Bruch gekommen zwischen Erdogan und Davutoglu?<br>\nDagdelen: Na ja, Erdogan will auf dem Weg zur Pr&auml;sidialdiktatur jede noch so kleine Unsicherheit beseitigen. Und das Problem von Davutoglu in letzter Zeit war, dass er zumindest den Schein wahren wollte, als sei er ein autonomer Ministerpr&auml;sident und w&uuml;rde eigenst&auml;ndige Entscheidungen f&auml;llen. Und das war f&uuml;r Erdogan, der zielgerichtet Kurs auf sein Pr&auml;sidialsystem &uuml;bt, einfach zu viel. Und auf seinem Kurs werden eben auch selbst lange Weggef&auml;hrten aus dem Weg ger&auml;umt, und auf Erdogans Schachbrett war Davutoglu nie mehr als ein Bauer.<br>\nSchulz: Was hei&szlig;t das f&uuml;r die T&uuml;rkei?<br>\nDagdelen: Das hei&szlig;t nichts Gutes. Der R&uuml;cktritt ist der Auftakt einer weiteren Zuspitzung der innenpolitischen Lage in der T&uuml;rkei. Nicht etwa weil Davutoglu so wichtig gewesen w&auml;re, im Gegenteil, aber Erdogan nimmt seinen R&uuml;ckzug jetzt zum Anlass, um durch vorgezogene Neuwahlen die notwendige verfassungs&auml;ndernde Mehrheit zur Durchsetzung seiner Pr&auml;sidialdiktatur zu erlangen. Und nat&uuml;rlich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/sevim-dagdelen-zu-visa-freiheit-fuer-tuerkei-nur.694.de.html?dram:article_id=353367\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eine Gemeinschaft des Unrechts<\/strong><br>\nDeutsche Regierungsberater versch&auml;rfen ihre Kritik an der Fl&uuml;chtlingsabwehr Berlins und der EU. Die Einstufung Marokkos, Algeriens und Tunesiens als &ldquo;sichere Herkunftsstaaten&rdquo; f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, wie die Bundesregierung sie gegenw&auml;rtig vorantreibt, sei &ldquo;nicht mit dem Grundgesetz vereinbar&rdquo;, hei&szlig;t es in einer aktuellen Stellungnahme aus der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP); schlie&szlig;lich seien in den Maghreb-L&auml;ndern gravierende Verst&ouml;&szlig;e gegen die Menschenrechte zu beklagen. Auch die von Berlin initiierten EU-Pl&auml;ne, einen Fl&uuml;chtlingsabwehrpakt mit Libyen zu schlie&szlig;en, sto&szlig;en bei dem Think-Tank auf Unverst&auml;ndnis; &ldquo;Migranten und Fl&uuml;chtlinge in das B&uuml;rgerkriegsland Libyen zur&uuml;ckzuschicken, ist nicht vertretbar&rdquo;, hei&szlig;t es bei der SWP. Diese hatte bereits vor kurzem erkl&auml;rt, die aktuellen Fl&uuml;chtlingsabwehrpl&auml;ne Berlins und Br&uuml;ssels setzten die Zukunft des gesamten von den Vereinten Nationen gesch&uuml;tzten globalen Fl&uuml;chtlingsregimes aufs Spiel. Kann die wiederholte Kritik aus der vom Kanzleramt finanzierten SWP an der operativen Politik der Bundesregierung durchaus als ungew&ouml;hnlich gelten, so protestieren nun auch noch 60 namhafte Publizisten, Wissenschaftler und K&uuml;nstler gegen die Unterzeichnung des EU-Fl&uuml;chtlingsabwehrpakts mit der T&uuml;rkei: Dieser stelle den Anspruch Br&uuml;ssels, &ldquo;als eine Gemeinschaft des Rechts zu gelten&rdquo;, in Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59360\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland: Showdown f&uuml;r die Rentenkassen<\/strong><br>\nDas Land steht still, weil Premierminister Alexis Tsipras noch am Sonntag das kombinierte Paket aus Steuerreform und Rentenreform im Eilverfahren durch das Parlament bekommen m&ouml;chte. Die Eile ist vonn&ouml;ten, weil Tsipras bei der Eurogruppe am Montag ein fertiges, komplett abgestimmtes Reformpaket vorweisen m&ouml;chte.<br>\nDavon erhofft er sich, zumindest in einigen Punkten der &uuml;brigen Forderungen der Kreditgeber Gnade. Zudem verbreitet die griechische Regierung die Gewissheit, dass sie im Gegenzug zu ihrem vorauseilenden Gehorsam von den &uuml;brigen Eurogruppenpartnern schriftlich die Zusicherung f&uuml;r einen neuen Schuldenschnitt erh&auml;lt. Offenbar ist jedoch bei dieser &ldquo;Erfolgsmeldung&rdquo; der Wunsch der Vater des Gedankens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48169\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Unsere teure Angela &ndash; zig Milliarden versenkt<\/strong><br>\nDass mit den Milliarden f&uuml;r die &bdquo;Griechenland-Rettung&ldquo; vor allem Banken gerettet worden sind, hat DIE LINKE immer wieder gesagt. Nun wird das aber auch durch eine neue Studie der European School of Management and Technology (ESMT) best&auml;tigt. Von den 216 Milliarden Euro der ersten beiden &bdquo;Rettungspakete&ldquo; flossen nur 9,7 Milliarden Euro und damit weniger als f&uuml;nf Prozent in den griechischen Haushalt. Der gro&szlig;e Rest ging an die Banken. So sagt ESMT-Pr&auml;sident J&ouml;rg Rocholl zu Recht: &bdquo;Mit den Hilfspaketen wurden vor allem europ&auml;ische Banken gerettet&hellip; Die europ&auml;ischen Steuerzahler haben die privaten Investoren herausgekauft.&rdquo; &Uuml;bersetzt hei&szlig;t das: Die Reichen wurden mit den Steuergeldern der Bev&ouml;lkerung gerettet.<br>\nEs hat schon eine gewisse Ironie, dass diese Studie ausgerechnet von einer privaten Hochschule kommt, die von der Deutschen Bank und der Hypovereinsbank sowie dem Springer-Verlag gegr&uuml;ndet worden ist. Ausgerechnet Springer, dessen &bdquo;Bild&ldquo; mit rei&szlig;erischen Titeln hetzt wie &bdquo;Das sollen die Griechen alles kriegen!&ldquo;, &bdquo;Nein! Keine weiteren Milliarden f&uuml;r die gierigen Griechen&ldquo; und &bdquo;Verkauft doch Eure Inseln, ihr Pleite-Griechen&hellip; und die Akropolis gleich mit&ldquo;.<br>\nDen griechischen Staat und die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger in Griechenland haben die &bdquo;Rettungspakete&ldquo; nicht gerettet, im Gegenteil: &bdquo;Das sind schlicht Rezessionsprogramme. Egal wie wacker sich die Griechen bem&uuml;hen, sie haben keinerlei Aussicht, aus der durch diese Programme verursachten Misere herauszukommen&ldquo;, sagt auch der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Einkommensmittelschichten schrumpfen in Deutschland und den USA etwa gleich schnell<\/strong><br>\nStudie des DIW Berlin vergleicht die Anteile der BezieherInnen mittlerer Einkommen in den USA und in Deutschland im zeitlichen Verlauf &ndash; Die Anteile am Gesamteinkommen sinken in beiden L&auml;ndern &ndash; Auch die H&ouml;he der mittleren Einkommen ist seit dem Jahr 2000 gesunken<br>\nIn Deutschland und den USA schrumpfen die Mittelschichten. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Um rund sechs Prozentpunkte sank zwischen 1991 und 2013 in beiden L&auml;ndern der Anteil der Mittelschicht an der Gesamtbev&ouml;lkerung. Zur Einkommensmittelschicht z&auml;hlen alle Erwachsenen, deren gesamtes Haushaltseinkommen vor Steuern und Sozialabgaben zwischen 67 und 200 Prozent des Medians betr&auml;gt. Der Median trennt die einkommensst&auml;rkere von der einkommensschw&auml;cheren Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte. In Deutschland z&auml;hlten vor allem die ausl&auml;ndischen B&uuml;rgerInnen zu den AbsteigerInnen aus der Mitte der Einkommensverteilung. In den USA waren es &uuml;berwiegend aus Lateinamerika eingewanderte Menschen, die abstiegen. Wei&szlig;e US-B&uuml;rgerInnen schafften hingegen &uuml;berdurchschnittlich oft den Sprung in die Gruppe der hohen Einkommen. Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Besch&auml;ftigungsaufbau habe in Deutschland nicht zu einer Stabilisierung der mittleren Einkommen beigetragen, sagen die SOEP-Verteilungsexperten am DIW Berlin, Markus M. Grabka, Jan Goebel, Carsten Schr&ouml;der und J&uuml;rgen Schupp.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.533184.de\">DIW<\/a>\n<p>dazu: <strong>Mittelschicht schrumpft &bdquo;wie in den USA&ldquo;: DIW warnt vor Geiz der deutschen Gutverdiener<\/strong><br>\n780 Euro brutto f&uuml;r eine vierk&ouml;pfige Familie: Das ist in Deutschland schon Durchschnitt. Trotzdem schrumpft die Mittelschicht in Deutschland &bdquo;genauso stark wie in den USA&ldquo;, warnt das DIW. Denn Gutverdiener kassieren immer mehr Geld &ndash; und geben es nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/mittelschicht-schrumpft-wie-in-den-usa-immer-mehr-menschen-abgehaengt-experten-warnen-vor-geiz-der-deutschen-gutverdiener_id_5503173.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es fehlt vielleicht noch der Hinweis, dass die Doktrin von der st&auml;rkeren &ldquo;Lohnspreizung&rdquo;, dem ausufernden Niedriglohnsektor und den Rieseneinkommen f&uuml;r die angeblichen Top-Performer seit mindestens 25 Jahren offizielle Politik ist. Die Interpretation, das DIW warne vor dem &ldquo;Geiz der Gutverdiener&rdquo; (w&ouml;rtlich: &ldquo;die geringere Konsumneigung der Spitzenverdiener&rdquo;), ist perfide.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Nun, ja: Perfide ist wohl vor allem, die Spitzenverdiener hier zu &bdquo;T&auml;tern&ldquo; zu erkl&auml;ren, indem man ihnen vorwirft, dass sie nicht 10 Autos besitzen. Kapitalismuskritik sollte generell weniger personalisieren und die Kategorien Eigentum und Profit st&auml;rker in den Fokus nehmen; der Rest ist dann vielmehr Folge als nicht Ursache des Problems. Und auf der Ebene verdrehen dann eben Focus und DIW die Realit&auml;t.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wachsende Ungleichheit schadet gesamter Volkswirtschaft<\/strong><br>\n&bdquo;Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auf&ldquo; &ndash; Schlagzeilen wie diese haben es in den letzten Jahren immer wieder in die Medien geschafft. Dieser Blogbeitrag soll beantworten was das eigentlich hei&szlig;t, aus welchen verschiedenen Perspektiven man dies betrachten muss und warum die steigende Konzentration des Reichtums in den H&auml;nden einiger Weniger im Endeffekt der gesamten Volkswirtschaft schaden wird<br>\nDas Thema &bdquo;Ungleichheit&ldquo; ist in den letzten Jahren vermehrt in den Vordergrund wirtschaftspolitischer und wirtschaftswissenschaftlicher Diskussionen getreten. Die Auswirkung von &bdquo;steigender Ungleichheit&ldquo; auf die &bdquo;volkswirtschaftliche Entwicklung&ldquo; wird dabei h&ouml;chst kontrovers diskutiert. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es hierf&uuml;r mehrere Gr&uuml;nde.<br>\nErstens, spielt die &bdquo;Ungleichheit&ldquo; in der volkswirtschaftlichen Standardtheorie nur eine untergeordnete Rolle. Was nichts anderes hei&szlig;t, als dass sich die meisten &Ouml;konomInnen schlicht nicht f&uuml;r Verteilungsfra&shy;gen interessieren bzw. diese zumindest nicht in ihren Modellen ber&uuml;cksichtigen.<br>\nAndererseits aber haben in den letzten Jahren namhafte &Ouml;konomInnen, wie die beiden US-amerikanischen &Ouml;konomie-Nobelpreisr&auml;ger Joseph Stiglitz und Paul Krugman, das Thema verst&auml;rkt aufgegriffen. Dabei wurde immer wieder die steigende Einkommenskonzentration, also der &uuml;berdurchschnittliche Anstieg der hohen Einkommen im Vergleich zu den mittleren und niedrigen Einkommen, angeprangert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/wachsende-ungleichheit-schadet-gesamter-volkswirtschaft\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Professor Sinn in der taz &ndash; oder wie man sich als das outet, was man wirklich ist<\/strong><br>\nWie wichtig Interviews sein k&ouml;nnten, wenn es denn gen&uuml;gend gut gef&uuml;hrte Interviews g&auml;be, haben vergangene Woche Ulrike Herrmann und Malte Kreutzfeld von der taz bewiesen (hier). Sie haben Professor Hans-Werner Sinn auf eine Art und Weise befragt, die auch dem Leser, der nicht vom Fach ist, klar machte: Hier wei&szlig; einer in vielen Punkten einfach nicht mehr weiter, weil seine Argumentation widerspr&uuml;chlich und unfundiert ist. Kompliment an die taz-Journalisten!<br>\nDie Reaktion unserer Leser war entsprechend: Ein &bdquo;kurioses Interview&ldquo; war der Tenor und wir sollten es doch noch einmal unter die Lupe nehmen. Ich will mich auf den zentralen Punkt konzentrieren, an dem Professor Sinn die &bdquo;Reformen&ldquo; von Rot-Gr&uuml;n verteidigt und sofort selbst den methodischen Fehler macht, den er den Interviewern vorwirft.<br>\nEr beweist damit, dass er das Wichtigste, um dass es bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung der &bdquo;Reformen&ldquo; Anfang der 2000er Jahre geht, nicht verstanden hat oder nicht verstehen will: N&auml;mlich dass man die Effekte der Lohnzur&uuml;ckhaltung auf die Binnenwirtschaft einerseits und die Au&szlig;enwirtschaft andererseits trennen muss, um erkl&auml;ren zu k&ouml;nnen, was geschehen ist &ndash; und, noch viel wichtiger, verstehen zu k&ouml;nnen, dass die von ihm vertretene neoklassische Arbeitsmarkttheorie falsch ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/h-w-sinn-in-der-taz-oder-wie-man-sich-als-unwissenschaftler-outet\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Leider ist offenbar auch zumindest die derzeitige SPD-Spitze nicht gewillt oder in der Lage, die sog. Reformen unter Rot-Gr&uuml;n &ndash; unter Mitwirkung von Union und FDP &ndash; (wissenschaftlich) aufzuarbeiten. Vermutlich w&uuml;rde sofort auffallen, dass z.B. die Ver&auml;nderungen auf dem Arbeitsmarkt, die Teil-Privatiserungen der Rente, die Kriegs- und R&uuml;stungspolitik und das sog. Prostitutionsgesetz lediglich die Arbeitgeberseite beg&uuml;nstigt haben. Die &uuml;berwiegende Mehrheit der hiesigen Bev&ouml;lkerung leidet unter diesen &ldquo;Reformen&rdquo; mehr oder weniger.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bahn verschleppt Sanierung von Br&uuml;cken<\/strong><br>\nVor zwei Jahren versprach die Deutsche Bahn, kaputte Br&uuml;cken schnell zu sanieren, wenn der Bund genug Geld gibt. Jetzt flie&szlig;en Milliarden &ndash; aber der Ausbau stockt. Noch vor zwei Jahren konnte es R&uuml;diger Grube nicht schnell genug gehen. Mehr als 1.000 Bahnbr&uuml;cken in Deutschland seien kaputt und m&uuml;ssten dringend erneuert werden, warnte der Bahn-Chef. Seine Ingenieure st&uuml;nden bereit, um jedes Jahr bis zu 250 Br&uuml;cken im Land zu sanieren. Bis zum Ende des Jahrzehnts k&ouml;nnte das Problem weitgehend behoben sein. Der Bund m&uuml;sse nur endlich die n&ouml;tigen Milliarden daf&uuml;r bereitstellen.<br>\nGrube hat damals offenbar zu viel versprochen. Denn obwohl der Bund mittlerweile Milliarden in die Sanierung des Schienennetzes steckt, kommt die dringend notwendige Sanierung der Br&uuml;cken nur schleppend voran. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die ZEIT ONLINE vorliegt. Demnach plant die Bahn in diesem Jahr bisher nur 78 Br&uuml;cken zu erneuern (siehe Karte). Das ist sogar noch weniger als im vergangenen Jahr, als die Bahn immerhin 123 Br&uuml;cken schaffte. Und es ist deutlich weniger als die von Grube zugesagte Zahl von 250.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2016-05\/deutsche-bahn-bruecken-reperatur-bahnchef-ruediger-grube\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lebenslauf: Die Lebenslaufburschen<\/strong><br>\nWo sich ein Praktikum ans n&auml;chste reiht, werden junge Menschen zu traurigen B&uuml;rogestalten. Ihre gr&ouml;&szlig;te Angst: Das Nichtsnichts im Lebenslauf. Ein Anlass zur Verzweiflung.<br>\nZun&auml;chst: Auftritt Dame aus der Personalabteilung, graues Businesskost&uuml;m, nicht billig, nicht zu teuer, jedenfalls: &ldquo;Sie w&uuml;nschen?&rdquo; Und dann: &ldquo;Darf ich mal Ihren Lebenslauf &hellip;?&rdquo; Und man reicht ihn ihr, sie bl&auml;ttert, falls es etwas zu bl&auml;ttern gibt (&ldquo;aha, das ist ja &uuml;bersichtlich!&rdquo;) und brummt mit der vorwurfsvollen, dem&uuml;tigenden Ruhe eines Zahnarztes, der den Schaden begutachtet: B3 ok, B4 ok, B5, ok, oha, was haben wir denn da? Eine L&uuml;cke. Und woher die kommt, da sind sich Zahn&auml;rzte und Assessment-Center-Damen einig, muss man erkl&auml;ren.<br>\nZahn&auml;rzte und Personalbeauftragte stehen beide f&uuml;r den tastenden Erstkontakt mit der eigenen Unzul&auml;nglichkeit. Ach, was war denn da von Juli 2014 bis Januar 2015? Ja, was war denn da. Vielleicht war da wirklich: nichts. Also nicht dieses Nichts, das man immer herausbringt, wenn jemand fragt, ob was sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/campus\/2016-04\/lebenslauf-bewerbung-luecke\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Verzweiflung, weil der Lebenslauf nicht perfekt ist, L&uuml;cken aufweist und aus aufeinander folgenden Praktika besteht? Geht es hier nicht um die Generation Y, die gerade ihr Studium absolviert hat und von den Unternehmen wegen Fachkr&auml;ftemangel und demographischem Wandel angeblich h&auml;nderingend umworben wird?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die nachhaltige Finanzierung der gesetzlichen Rente ist m&ouml;glich<\/strong><br>\nWenn die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) wieder auf den Stand von 2000 oder gar vor 1990 angehoben w&uuml;rden, w&auml;re das unbezahlbar. Das vertreten jedenfalls die Anh&auml;nger der zus&auml;tzlichen privaten Vorsorge. Die Behauptung wird nicht begr&uuml;ndet. Es wird zwar mit sehr unterschiedlichen Zahlen dargelegt, welche Belastungen auf die Rentenversicherung zuk&auml;men. Aber es wird nicht untersucht, wie die Belastungen finanziert werden k&ouml;nnten. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Ma&szlig;nahmen, die sehr wirksam die nachhaltige Finanzierung der GRV sicherstellen k&ouml;nnen. Die folgenden Stellschrauben k&ouml;nnen erhebliche Finanzierungspotentiale erschlie&szlig;en:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.seniorenaufstand.de\/die-nachhaltige-finanzierung-der-gesetzlichen-rente-ist-moeglich\/\">Seniorenaufstand<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kassenpatienten zahlen immer mehr selbst<\/strong><br>\nOb in der Apotheke, im Krankenhaus oder beim Therapeuten: Kassenpatienten werden st&auml;rker mit Zuzahlungen belastet. Im Einzelfall sind es zwar kaum mehr als 10 Euro je Verordnung, doch zusammen ergeben sie einen stolzen Betrag. Mehr als 3,8 Milliarden Euro mussten Patienten im vergangenen Jahr zur Entlastung der Krankenkassen zahlen. Das waren 220 Millionen Euro oder 6 Prozent mehr als im Vorjahr. So teilt es das Gesundheitsministerium mit.<br>\n2014 waren die Zuzahlungen gegen&uuml;ber dem Vorjahr kaum gestiegen. 2012 fielen sie zwar h&ouml;her aus, doch nur, weil es damals noch die Quartalsgeb&uuml;hr von 10 Euro f&uuml;r den Besuch beim Arzt oder Zahnarzt gab. Nimmt man diese Kosten heraus, erreichten 2012 die Zuzahlungen 3,2 Milliarden Euro.<br>\nF&uuml;r Privatpatienten gibt es &uuml;brigens keine Zuzahlungen. Rechnet man die 3,8 Milliarden Euro in Krankenkassen-Beitragssatzpunkte um, w&auml;ren das gut 0,3 Prozentpunkte. Dann betr&uuml;ge der durchschnittliche Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung nicht 1,1, sondern 1,4 Prozent. Der Zusatzbeitrag betrifft nur die Mitglieder, also Arbeitnehmer oder Rentner, denn er wird vom Einkommen berechnet. Dagegen fallen Zuzahlungen f&uuml;r alle Patienten an, auch f&uuml;r beitragsfrei mitversicherte Familienmitglieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kassenpatienten-zahlen-immer-mehr-selbst-14217555.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mittelstand fordert Aussetzung der TTIP-Verhandlungen<\/strong><br>\nach den Greenpeace-Ver&ouml;ffentlichungen zum Stand der TTIP-Verhandlungen fordert der deutsche Mittelstand ein Moratorium beim Freihandelsabkommen. &ldquo;Die TTIP-Verhandlungen sollten so lange eingefroren werden, bis die &Ouml;ffentlichkeit im vollen Umfang &uuml;ber den Verhandlungsstand informiert und ein transparentes Verfahren vereinbart ist&rdquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident des Bundesverbandes mittelst&auml;ndische Wirtschaft (BVMW), Mario Ohoven, am Freitag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2016-05\/37302224-mittelstand-fordert-aussetzung-der-ttip-verhandlungen-015.htm\">Finanznachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong> Diesmal kommen die Argumente weder von Attac noch von Campact, sondern vom Bundesverband mittelst&auml;ndische Wirtschaft (BVMW). Wer profitiert dann eigentlich von TTIP, wenn es weder die mittelst&auml;ndischen Unternehmen als Haupt-Arbeitgeber noch die B&uuml;rger sind? Und ob &uuml;berhaupt ein &bdquo;faires&ldquo; Freihandelsabkommen m&ouml;glich ist, kann auch der BMWV nicht beantworten. Die sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen durch die NAFTA und den EU-Binnenmarkt sehen jedenfalls nicht allzu fair aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aus f&uuml;r 500-Euroschein: Bares bleibt Wahres<\/strong><br>\nDer 500-Euroschein wird nicht weiter produziert. Sollte man jetzt Bargeld gleich ganz abschaffen? Drei Interessengruppen sind daf&uuml;r. Doch ihre Argumente &uuml;berzeugen nicht. Der Gouverneursrat der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hat beschlossen, die Produktion des 500-Euroscheins einzustellen. Wer nun glaubt, dass die Eurozone sich vom Bargeld verabschiedet, irrt. Das belegen zum einen die Begleitma&szlig;nahmen, die ebenfalls verabschiedet wurden. Zum anderen k&ouml;nnen die Argumente des Anti-Bargeld-Kartells einer genaueren &Uuml;berpr&uuml;fung nicht standhalten. F&uuml;r den Euroraum gilt daher: Bares bleibt Wahres. [&hellip;]<br>\nDie Entscheidung ist in einem Umfeld gef&auml;llt worden, in dem Bargeld per se kritisch hinterfragt wird. Die Argumente der Bargeldgegner k&ouml;nnen jedoch nicht &uuml;berzeugen. Ich unterscheide hier drei Lager: das der Alchemisten, die Finanz-Tech-Allianz sowie das Recht-und-Ordnung-Lager.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/500-euro-schein-bares-bleibt-wahres-kommentar-a-1090897.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schluss mit Pseudowettbewerb: Petition gegen Exzellenzinitiative<\/strong><br>\nDie Verl&auml;ngerung der Exzellenzinitiative zur F&ouml;rderung von Spitzenforschung ist seit zwei Wochen beschlossene Sache. Jetzt formiert sich Widerstand gegen den Uniwettstreit um Geld und Prestige. In einer Online-Petition wenden sich 100 Wissenschaftler gegen &bdquo;eine versch&auml;rfte Prestigekonkurrenz und Umverteilung von unten nach oben&ldquo;. Am Freitagmorgen hatten knapp 1.300 Menschen den Aufruf &bdquo;F&uuml;r gute Forschung und Lehre &ndash; Argumente gegen die Exzellenzinitiative&ldquo; auf openPetition.de unterst&uuml;tzt. Von da ist es noch ein weiter Weg zum Ziel, das Quorum von 120.000 Stimmen zu erreichen. Allerdings bleiben auch noch 82 Tage Zeit. Wird die H&uuml;rde genommen, tr&auml;gt die Plattform das Anliegen an die zust&auml;ndigen Parlamente in Bund und L&auml;ndern weiter und bittet um Stellungnahme. Eine Verpflichtung der politisch Verantwortlichen, sich mit der Sache zu besch&auml;ftigen, geschweige denn Konsequenzen daraus zu ziehen, erw&auml;chst aus der Initiative nicht, egal wie erfolgreich sie am Ende sein sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1931-elite-petition.php\">Studis Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schluss mit Exzellenzwahn und &rsaquo;Elitenf&ouml;rderung&lsaquo;! Gute Studien-, Lehr- und Forschungsbedingungen an allen Hochschulen!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/show\/9096987.html\">BdWi<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Arme Kinder und das Kindes-besserer-Eltern-Wohl<\/strong><br>\nDas Kindeswohl ist ein staatlicher Auftrag. Und ein stattlicher noch dazu. Aber wie es scheint, ist es nicht mehr umsetzbar zu Zeiten einer Sozialgesetzgebung, da man solche Auftr&auml;ge klassistisch motiviert ad absurdum f&uuml;hrt.<br>\nKinder aus so genannten Hartz-IV-Familien haben es gemeinhin nicht sonderlich leicht. Sie m&uuml;ssen materielle Entbehrungen in Kauf nehmen, Klassenfahrten werden zur Nabelschau der famili&auml;ren Verh&auml;ltnisse, um etwaige Zusch&uuml;sse zu erhalten &ndash; und vom Spott der Klassenkameraden, wenn die erfahren, dass man aus einem Haushalt stammt, der St&uuml;tze bezieht, braucht man gar nicht erst zu reden. Die Armut per Sozialgesetz, die &uuml;ber Jahre zu einem Narrativ pers&ouml;nlichen Makels und Versagens der Leistungsberechtigten ausgebaut wurde, ist kein attraktives Aush&auml;ngeschild, mit dem man auf Schulh&ouml;fen wirbt. Und so wurde manche unbeschwerte Kindheit schon von Hartz IV gekappt, verunm&ouml;glicht und im Keim erstickt. Materiell war das Kindeswohl immer leicht angegriffen. Manche kleine Psyche litt als Folge an der Situation und am Umgang damit. Nichtsdestotrotz soll es &raquo;Hartz-IV-Kindern&laquo; nach neuesten Pl&auml;nen noch schwieriger gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1010821.arme-kinder-und-das-kindes-besserer-eltern-wohl.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Von Armut keine Ahnung<\/strong><br>\nEine Anfrage der Linken, wie viele der NS-Opfer heute arm sind, ergab: nichts. Es gebe einfach keine Informationen, so die Erkl&auml;rung. An diesem Sonntag j&auml;hrt sich zum 71. Mal der Tag der Befreiung. Von den NS-Opfern, die das nationalsozialistische Terrorregime &uuml;berleben konnten, werden noch sch&auml;tzungsweise 450.000 diesen Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht begehen k&ouml;nnen. Nur ein Teil von ihnen erh&auml;lt Unterst&uuml;tzungsleistungen aus Deutschland. Die Bundesregierung k&uuml;mmere sich zu wenig um die soziale Situation der Betroffenen, kritisiert die Linksfraktion. &bdquo;Sie hat am Problem der Verarmung vieler &Uuml;berlebender ganz offensichtlich &uuml;berhaupt kein Interesse&ldquo;, sagt deren innenpolitische Sprecherin Ulla Jelpke.<br>\nAnlass f&uuml;r Jelpkes Kritik ist die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage. Die Linksfraktion hatte wissen wollen, wie viele der heute noch lebenden NS-Opfer sich in einer sozialen Notlage befinden. Doch dar&uuml;ber erhielt sie keine Auskunft. &bdquo;Der Bundesregierung liegen keine Informationen dar&uuml;ber vor, inwiefern &uuml;berlebende NS-Opfer in Europa und Israel beziehungsweise au&szlig;erhalb von Europa heute in Armut leben oder von Armut bedroht sind&ldquo;, antwortete der Parlamentarische Staatssekret&auml;r im Finanzministerium, Jens Spahn (CDU).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5298847\/\">Pascal Beucker in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die deutsche Religionspolizei<\/strong><br>\nVor allem seit Beginn der sogenannten Fl&uuml;chtlingskrise h&auml;ufen sich diese Zwischenf&auml;lle. Nein, nicht Muslime, die Kruzifixe abnehmen. Es h&auml;ufen sich die F&auml;lle, in denen Journalisten auch nach den kleinsten migrantischen Verhaltensauff&auml;lligkeiten fahnden. Mit der Sensibilit&auml;t f&uuml;r religi&ouml;ses Fehlverhalten, dass sonst nur saudischen Religionspolizisten zu eigen ist, sucht in Deutschland eine immer gr&ouml;&szlig;er werdende Zahl von redaktionellen Sittenw&auml;chtern unnachgiebig s&auml;mtliche Moscheen, Kitas und Aldi-Tiefk&uuml;hltruhen nach immer belangloserer Anzeichen von Unvereinbarkeit mit einer erfundenen abendl&auml;ndischen Mehrheitskultur ab. Neu ist dieses Ph&auml;nomen freilich nicht. Die &raquo;Skandalberichterstattung&laquo; &uuml;ber den Anteil an Halal-Salami beim Discounter ist vor vielen Jahren auf rechten Islam-Hasser-Blogs erfunden wurden. Sp&auml;ter dr&auml;ngte die schizophrene Parallelkultur aus den Hinterh&ouml;fen hinaus auf die Stra&szlig;en (Pegida) und schlie&szlig;lich sogar in die Parlamente (AfD). Heute ist das Halluzinieren vor einer angeblich islamischen &Uuml;berfremdung l&auml;ngst im Mainstream angekommen: Mindestens einmal pro Woche wird in irgendeiner Lokalzeitung das Ende staatlicher Neutralit&auml;t verk&uuml;ndet, weil in der &ouml;rtlichen Universit&auml;t Spuren von Gebetsteppichen gefunden wurden. Wo auch immer ein Migrant vom Beckenrand ins Freibad springt oder eine Migrantin eben nicht ins Schulschwimmbad springen will, kann man sich sicher sein, dass irgendein Reporter umgehend einen Bruchlinienkonflikt im Sinne von Huntingtons &raquo;Kampf der Kulturen&laquo; ausmacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1010927.die-deutsche-religionspolizei.html\">Fabian K&ouml;hler, Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Pressefreiheit f&uuml;r wenige: Meinungsfreiheit f&uuml;r alle &ndash; Umfrage des Bayerischen Rundfunks<\/strong><br>\nPressefreiheit ist, wenn die einen was sagen und die anderen zuh&ouml;ren. An das nette M&auml;rchen von der Meinungsfreiheit, im Artikel f&uuml;nf des Grundgesetzes garantiert, glauben immer weniger Menschen: Nur ein Drittel der repr&auml;sentativ Befragten einer aktuellen Studie des Bayerischen Rundfunks (BR) h&auml;lt die deutschen Nachrichtenmedien f&uuml;r unabh&auml;ngig. Rund 60 Prozent wei&szlig; auch, von wem die Medien gelenkt sind: Sie sehen Regierung und Wirtschaft gleichauf bei der Beherrschung der Medien. Weil das Mi&szlig;trauen in der Bev&ouml;lkerung tief sitzt, wird seit einiger Zeit kr&auml;ftig am Bild der Medien gemalt: Vorgeblich enth&uuml;llen die wesentlichen Medien neuerdings alles m&ouml;gliche. Nichts &uuml;ber sich selbst, versteht sich. Aber den b&ouml;sen Buben in Panama zum Beispiel, denen geht es jetzt an den wei&szlig;en Kriminalit&auml;tskragen. Wer dann hinter den gigantische Vorhang von &bdquo;400 Journalisten von mehr als 100 Medienorganisationen in rund 80 L&auml;ndern&ldquo; blickt, die enth&uuml;llt und enth&uuml;llt und enth&uuml;llt haben sollen, der findet &bdquo;John Doe&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/pressefreiheit-fuer-wenige.html\">Rationalgalierie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Servus TV wird weitergef&uuml;hrt<\/strong><br>\nDer Privatfernsehsender Servus TV wird nun doch weitergef&uuml;hrt. Die seit Dienstag wackelnden 264 Jobs seien gesichert. Das wurde Mittwochnachmittag nach Verhandlungen zwischen Gewerkschaftern und Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/salzburg.orf.at\/news\/stories\/2772466\/\">ORF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.S.:<\/strong> Das ist die Methode Mateschitz: Wenn verlangt wird, dass er sich an jene Regeln bzw. Gesetze zu halten hat, die f&uuml;r alle anderen gelten, droht er umgehend mit R&uuml;ckzug. Egal ob in der Formel 1, in der deutschen oder &ouml;sterreichischen Bundesliga oder in der &ouml;sterreichischen Eishockeyliga. Und er kommt damit durch &ndash; und wird daf&uuml;r bewundert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Gr&uuml;n-schwarze Fr&uuml;chtchen<\/strong><br>\nThomas Strobl muss sich laufend bohrende Fragen gefallen lassen, wie viel CDU denn eigentlich im Koalitionsvertrag steckt. Die gr&uuml;ne Basis dagegen ist zahm wie noch nie in der Geschichte der Partei. Dabei k&ouml;nnte auch sie bei n&auml;herem Hinsehen so manchen Stolperstein finden. Die Szene erinnerte an einen Kindergeburtstag, wenn der Schenkende unbedingt die dankbare Begeisterung des Beschenkten &uuml;ber den gro&szlig;en, bunten Bagger erleben will. &ldquo;Jetzt m&uuml;ssen Sie aber noch sagen&rdquo;, stupste Winfried Kretschmann den schwarzen Strobl an, als alles ausverhandelt war, &ldquo;welche Ministerien Sie haben&rdquo;. Folgsam z&auml;hlte der designierte Vize-Regierungschef auf: Innen, Kultus, Wirtschaft, Agrar, Justiz. Vor f&uuml;nf Jahren war die Verbl&uuml;ffung gro&szlig;, weil der gr&ouml;&szlig;ere dem kleineren Partner SPD nicht weniger als sieben Ministersessel zugestanden hatte. Diesmal d&uuml;rfen sich die Gr&uuml;nen als Sieger im Verteilungspoker sehen. Selbst wenn viele ihrer neuen direkt gew&auml;hlten Abgeordneten aus dem l&auml;ndlichen Raum es gerne gesehen h&auml;tten, wenn das publikumswirksame Agrarministerium nicht zur CDU gewandert w&auml;re. Allerdings kann der alte und neue Regierungschef darauf verweisen, dass es vergleichsweise abgespeckt wurde: Der Naturschutz wandert in Franz Unterstellers Umweltministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/266\/gruen-schwarze-fruechtchen-3623.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>In der Gesamtausgabe von Kontext lesen Sie diese Woche unter anderem:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Auf Crashkurs mit dem Verkehrsminister:<\/strong> Gr&uuml;n und Schwarz haben sich nicht gesucht. Und beim Thema Verkehr offenbar auch noch nicht gefunden. Das zeigt sich beim dubiosen Wiederbelebungsversuch eines l&auml;ngst tot geglaubten Bundesstra&szlig;enprojekts: dem Nordost-Ring Stuttgart.<\/li>\n<li><strong>Scharf beobachtet:<\/strong> Ein Heer von Polizisten, angeblich 900 gewaltbereite Demonstranten &ndash; der AfD-Parteitag hat Stuttgart ein hei&szlig;es Wochenende beschert. Und mittendrin die &ldquo;Beobachter News&rdquo;, die fotografieren, was die Polizei nicht dokumentiert sehen will.<\/li>\n<li><strong>Deutschland durch die AfD-Brille:<\/strong> Frauen in die K&uuml;che, M&auml;nner ans Gewehr und der Strom kommt aus dem Atomkraftwerk: Mit der Verabschiedung ihres ersten Parteiprogramms hat die AfD bewiesen, dass&nbsp;gerade sie keine Alternative f&uuml;r Deutschland ist. Wer dar&uuml;ber abgestimmt hat, das zeigen die geleakten Daten der Parteitagsteilnehmer.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte: US-Wahlkampf: Bernie, die Nervens&auml;ge<\/strong><br>\nDonald Trump kann sich freuen. Sein wichtigster Helfer im Kampf gegen Hillary Clinton ist derzeit ein Demokrat. [&hellip;] Aber jetzt ist auch mal gut. Er hat sich mit seiner reinen Lehre nicht durchsetzen k&ouml;nnen. Er sollte endlich aus dem Rennen um die demokratische Pr&auml;sidentschaftskandidatur ausscheiden &ndash; und seine Anh&auml;nger zur Wahl von Hillary Clinton am 8. November aufrufen. Nur: Sanders denkt offenbar gar nicht daran. Das ist gef&auml;hrlich f&uuml;r Hillary Clinton. Bei den Republikanern steht Donald Trump als Pr&auml;sidentschaftskandidat fest. Er kann sich als Sieger feiern lassen, aber sie muss sich in den verbleibenden Vorwahlen auf der demokratischen Seite weiter mit Sanders herum&auml;rgern. Das besch&auml;digt sie, lenkt sie ab und schw&auml;cht sie im eigentlichen Hauptkampf gegen Trump. Statt vereint gegen den republikanischen Kandidaten vorzugehen, sind die Demokraten gespalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bernie-sanders-will-nicht-aufgeben-und-schwaecht-hillary-clinton-a-1090998.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> So so, Sanders ist eine Nervens&auml;ge, der nicht einsehen will, dass er verloren hat und damit die Chancen der Demokraten bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen gef&auml;hrdet. Dabei ist es ganz anders. Die Demokraten h&auml;tten die besseren Chancen, gegen Trump zu gewinnen, wenn sie sich f&uuml;r Sanders als Kandidaten entscheiden w&uuml;rden. Stattdessen l&auml;uft es auf Clinton hinaus, die f&uuml;r ihr schlechtes Abschneiden in den Umfragen ganz allein verantwortlich ist. Nicht Sanders nervt, sondern der Spiegel mit seinen Jubelarien f&uuml;r Clinton.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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