{"id":33288,"date":"2016-05-09T08:30:37","date_gmt":"2016-05-09T06:30:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288"},"modified":"2016-05-09T08:30:37","modified_gmt":"2016-05-09T06:30:37","slug":"hinweise-des-tages-2619","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h01\">Seymour Hersh Says Hillary Approved Sending Libya&rsquo;s Sarin to Syrian Rebels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h02\">Barack Obama zu TPP: &ldquo;Wir diktieren die Regeln f&uuml;r den Handel im 21. Jahrhundert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h04\">Trag&ouml;die vom 2. Mai 2014 in Odessa weiter unaufgekl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h05\">Ankara sperrt sich gegen EU-Forderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h06\">Sieben Renten-Mythen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h07\">Studie von Transparency Deutschland: Unabh&auml;ngiger Journalismus in Deutschland gef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h08\">Interview mit Joseph Stiglitz Muss Deutschland den Euro verlassen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h09\">Kehrtwende in der Lohnpolitik verhindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h10\">Amerikaner wollen Erh&ouml;hung der R&uuml;stungsausgaben, aber einen R&uuml;ckzug von der Au&szlig;enpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h11\">Sozialleistungsbetrug: Der Strafrichter muss selbst rechnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h12\">Armut in den USA: Ein Leben im Dispo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h13\">&ldquo;Durchgeknallter&rdquo; am Atomknopf?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h14\">Von der Leyen will Truppenst&auml;rke erh&ouml;hen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h15\">Ein Elefant im Raum &ndash; Der Erneuerungsprozess der SPD Baw&uuml;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h16\">SPD: Lieber doof als sozialdemokratisch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h17\">Es geht einfach mal ums Prinzip!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h18\">Panama Papers &ndash; das Manifest von John Doe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33288#h19\">Studie beweist Selbstzensur durch &Uuml;berwachung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Seymour Hersh Says Hillary Approved Sending Libya&rsquo;s Sarin to Syrian Rebels<\/strong><br>\nThe great investigative journalist Seymour Hersh, in two previous articles in the London Review of Books (&laquo;Whose Sarin?&raquo; and &laquo;The Red Line and the Rat Line&raquo;) has reported that the Obama Administration falsely blamed the government of Syria&rsquo;s Bashar al-Assad for the sarin gas attack that Obama was trying to use as an excuse to invade Syria; and Hersh pointed to a report from British intelligence saying that the sarin that was used didn&rsquo;t come from Assad&rsquo;s stockpiles. Hersh also said that a secret agreement in 2012 was reached between the Obama Administration and the leaders of Turkey, Saudi Arabia, and Qatar, to set up a sarin gas attack and blame it on Assad so that the US could invade and overthrow Assad. &laquo;By the terms of the agreement, funding came from Turkey, as well as Saudi Arabia and Qatar; the CIA, with the support of MI6, was responsible for getting arms from Gaddafi&rsquo;s arsenals into Syria&raquo;. Hersh didn&rsquo;t say whether these &laquo;arms&raquo; included the precursor chemicals for making sarin which were stockpiled in Libya, but there have there been multiple independent reports that Libya&rsquo;s Gaddafi possessed such stockpiles, and also that the US Consulate in Benghazi Libya was operating a &laquo;rat line&raquo; for Gaddafi&rsquo;s captured weapons into Syria through Turkey. So, Hersh isn&rsquo;t the only reporter who has been covering this. Indeed, the investigative journalist Christoph Lehmann headlined on 7 October 2013, &laquo;Top US and Saudi Officials responsible for Chemical Weapons in Syria&raquo; and reported, on the basis of very different sources than Hersh used, that &laquo;Evidence leads directly to the White House, the Chairman of the Joint Chiefs of Staff Martin Dempsey, CIA Director John Brennan, Saudi Intelligence Chief Prince Bandar, and Saudi Arabia&acute;s Interior Ministry&raquo;. And, as if that weren&rsquo;t enough, even the definitive analysis of the evidence that was performed by two leading US analysts, the Lloyd-Postal report, concluded that, &laquo;The US Government&rsquo;s Interpretation of the Technical Intelligence It Gathered Prior to and After the August 21 Attack CANNOT POSSIBLY BE CORRECT&raquo;. Obama has clearly been lying.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/off-guardian.org\/2016\/05\/02\/seymour-hersh-says-hillary-approved-sending-libyas-sarin-to-syrian-rebels\/\">off-guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.E.-F.:<\/strong> Das ganze soll mit Einverst&auml;ndnis der T&uuml;rkei, Qatar und Saudi-Araben bereits 2012 geplant worden sein. Wenn der sehr glaubw&uuml;rdige Seymour das belegen kann, ist es ein Knaller im US-Wahlkampf.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Barack Obama zu TPP: &ldquo;Wir diktieren die Regeln f&uuml;r den Handel im 21. Jahrhundert&rdquo;<\/strong><br>\nAm Montag ver&ouml;ffentlichte der US-amerikanische Pr&auml;sident einen eigenen Text zum Freihandelsabkommen mit S&uuml;damerika und dem asiatisch-pazifischen Raum, TPP, in der Washington Post. Darin wird die wesentliche Herangehensweise an die Handelspolitik deutlich, die auch den transatlantischen Vertrag TTIP mit Europa bestimmt: &ldquo;Die Vereinigten Staaten, nicht L&auml;nder wie China, sollen die Regeln diktieren.&rdquo; RT pr&auml;sentiert eine Auswahl der &ldquo;pr&auml;gnantesten&rdquo; Zitate Obamas: [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/wirtschaft\/38141-barack-obama-zu-tpp-wir\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Na hoffentlich haben insbesondere die Bundeskanzlerin und ihr Bundeswirtschaftsminister diesen Text des US-Pr&auml;sidenten gelesen. Es stellt sich die Frage, weshalb sie sich so sehr f&uuml;r das TTIP-Abkommen einsetzen. Handeln Frau Merkel und Herr Gabriel &ndash; aber auch andere &ndash; im Interesse der Bev&ouml;lkerung dieses Landes oder nicht? Immerhin haben auch sie einen Eid geleistet, der sie u.a. dazu verpflichtet, Schaden vom hiesigen Volk abzuwenden (Art. 56 GG und Art. 64 GG).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Tsipras wird endg&uuml;ltig zum Sparpolitiker<\/strong><br>\nSeit Donnerstag ist das Zentrum Athens fast durchgehend von Demonstrationsz&uuml;gen gesperrt. Es gibt jeden Morgen und jeden Abend mindestens einen. F&uuml;r die sp&auml;ten Nachtstunden des Sonntags wird die Abstimmung im Parlament &uuml;ber das kombinierte Paket aus Steuer- und Sozialversicherungsgesetzen erwartet.<br>\nDie Lage im Land ist angespannt. In der Szene kursieren Ger&uuml;chte &uuml;ber angesammelte Molotow-Cocktails welche zur Abenddemo w&auml;hrend der Abstimmung am Sonntag im Parlament zum Einsatz kommen sollen. Die Zufahrt zum Regierungsviertel ist mit drei quergestellten Polizeibussen gesperrt. Der Nationale Garten am Parlament wurde vorsorglich f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit gesperrt. Am Sonntag wird zudem der Streik der Presse f&uuml;r wenige Stunden unterbrochen. (&hellip;)<br>\nDie nicht mehr zu &uuml;berdeckende Diprosopie der Partei hat noch keine Auswirkungen auf die Fraktion gezeigt. Bei der Parteizeitung &ldquo;Avgi&rdquo; sieht es jedoch anders aus. Die Redaktion der Wochenbeilage der Zeitung verabschiedete sich. Der Chefredakteur begr&uuml;ndete dies mit &ldquo;ich habe kein politisches Vertrauen mehr in Syriza&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48185\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu: Aufruf zum Aufstand<\/strong><br>\nMit einem zweit&auml;gigen Generalstreik, der am Freitag begann, haben die Gewerkschaften in Griechenland auf einen pl&ouml;tzlichen Schachzug der Regierung reagiert. Diese l&auml;sst die eigentlich f&uuml;r n&auml;chste Woche geplante Parlamentsdebatte &uuml;ber die mit den Gl&auml;ubigern ausgehandelte &raquo;Steuer- und Rentenreform&laquo; bereits an diesem Wochenende stattfinden. Seit Freitag morgen haben Hunderttausende Lohnabh&auml;ngige die Arbeit niedergelegt. Insbesondere im &ouml;ffentlichen Dienst herrschte Stillstand: Beh&ouml;rden, Schulen und Universit&auml;ten blieben geschlossen, im Gesundheitswesen wurde nur noch ein Notdienst aufrechterhalten. Auch in den unverzichtbaren Versorgungsunternehmen f&uuml;r Wasser und Strom sowie in den Bereichen Telekommunikation und Verkehrswesen trat nur eine Mindestbelegschaft zum Dienst an. Bahnen, Tram- und Metroz&uuml;ge sowie die Busse des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs standen still, Schiffe werden sogar bis einschlie&szlig;lich Montag in den H&auml;fen bleiben. Bis auf wenige Streikbrecher haben sich auch die Journalisten des Landes dem allgemeinen Ausstand angeschlossen. Zeitungen gibt es dieses Wochenende nicht, und in Rundfunk und Fernsehen soll in zwei Nachrichtensendungen mittags und abends ausschlie&szlig;lich &uuml;ber die Streiks berichtet werden. (&hellip;)<br>\nDie von der Regierung aus Syriza und Anel mit EU, Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF), Europ&auml;ischer Zentralbank (EZB) und Europ&auml;ischem Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) vereinbarten neuen K&uuml;rzungen treffen erneut vor allem die &auml;rmeren Schichten, so durch eine erneute Anhebung der Mehrwertsteuer auf nunmehr 24 Prozent. Der nur f&uuml;r Jahreseinkommen bis 20.000 Euro unbeschr&auml;nkt geltende Steuerfreibetrag von derzeit 9.545 Euro wird auf 9.090, f&uuml;r Kinderlose sogar auf 8.182 Euro gesenkt. Gleichzeitig erh&ouml;hen sich die Abgaben f&uuml;r die Rentenversicherung, w&auml;hrend das zu erwartende Altersruhegeld zum 14. Mal seit Beginn der &raquo;Krise&laquo; gek&uuml;rzt wird. Die Regierung von Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras verteidigt die Ma&szlig;nahmen trotzdem als &raquo;soziale Reform&laquo;, mit der &raquo;die Renten gesichert, die sozial Schwachen gesch&uuml;tzt und die Lasten bei Steuern und Renten gleichm&auml;&szlig;iger verteilt werden&laquo;. Arbeitsminister Giorgos Katroungalos bezeichnete die von den Gewerkschaften als &raquo;Guillotine des Rentensystems&laquo; verurteilte Reform als &raquo;sozial gerecht&laquo;. Aus Tsipras&rsquo; Umfeld hie&szlig; es am Freitag morgen zudem, die Ma&szlig;nahmen seien auf eigene Entscheidungen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren und keineswegs von den Gl&auml;ubigern vorgegeben worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2016\/05-07\/010.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sch&auml;uble in der Zwickm&uuml;hle: IWF fordert Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nHeute Nacht stimmen die Griechen &uuml;ber das n&auml;chste Sparpaket ab, am Montag sollen die 19 Euro-Finanzminister frisches Geld aus dem Rettungsprogramm freigeben. Doch jetzt schie&szlig;t IWF-Chefin Christine Lagarde quer: Sie fordert eine Schuldenschnitt &ndash; den Deutschland ablehnt.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hat die L&auml;nder der Eurozone in einem Brief aufgefordert, unverz&uuml;glich Verhandlungen &uuml;ber Schuldenerleichterungen mit Griechenland aufzunehmen. Entsprechende Informationen der &bdquo;Financial Times&ldquo; wurden am Freitag best&auml;tigt. &bdquo;Ich kann best&auml;tigen, dass es den Brief gibt&ldquo;, sagt ein IWF-Sprecher in Washington.<br>\nLaut &bdquo;Financial Times&ldquo; schreibt IWF-Chefin Christine Lagarde an die 19 Eurozonen-L&auml;nder, Schuldenerleichterungen m&uuml;ssten nun &bdquo;sofort auf den Tisch&ldquo;. Andernfalls stehe die Beteiligung des IWF am dritten Hilfsprogramm f&uuml;r Griechenland in Frage. Die Gespr&auml;che &uuml;ber weitere Haushaltseinsparungen in Griechenland in H&ouml;he von drei Milliarden Euro seien fruchtlos verlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/abstimmung-in-athen-schaeuble-in-der-zwickmuehle-iwf-fordert-schuldenschnitt-fuer-griechenland_id_5510570.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der IWF droht mit Ausstieg<\/strong><br>\nIn einem Brief an die 19 Euro-Finanzminister (siehe Financial Times vom 6.5.2016) dr&auml;ngt die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Christine Lagarde, zur sofortigen Aufnahme von Verhandlungen &uuml;ber einen griechischen Schuldenerlass. Ihrer Ansicht nach setzen die Euro-L&auml;nder auf zu hohe Erwartungen in eine Erholung der griechischen Wirtschaft.<br>\nDer IWF fordert die Finanzminister der Eurozone auf, unverz&uuml;glich mit Verhandlungen zu einem Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland zu beginnen, In dem Brief droht Lagarde mit einem Ausstieg des IWF aus dem Kreditprogramm f&uuml;r Griechenland, falls nicht unverz&uuml;glich &uuml;ber Schuldenerleichterungen f&uuml;r das Land gesprochen werde.<br>\nDie seit einem Monat andauernden Verhandlungen mit Griechenland &uuml;ber Einsparungen in Gesamth&ouml;he von rund 3 Milliarden Euro seien aus IWF-Sicht &raquo;fruchtlos&laquo; geblieben. &raquo;Wir glauben, dass spezifische Reformma&szlig;nahmen, eine Restrukturierung der Schulden und Fragen der Finanzierung jetzt zeitgleich diskutiert werden m&uuml;ssen. F&uuml;r uns ist essentiell, dass die Finanzierung und die Schuldenerleichterungen, die Griechenlands europ&auml;ische Partner fordern, auf Zielen beruhen, die realistisch sind&laquo;, schreibt Lagarde. Das von der EU im vergangenen Jahr f&uuml;r Griechenland vorgegebene Ziel eines Prim&auml;r&uuml;berschusses von 3,5% im Jahr 2018 sei unrealistisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/der-iwf-droht-mit-ausstieg\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch hier zeigt sich: Nicht Griechenland, sondern Deutschland ist das Problem.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Welle von Hausbesetzungen in der Athener Innenstadt<\/strong><br>\nGriechenland kommt mit der Errichtung neuer Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte nicht hinterher. Viele Fl&uuml;chtlinge leben unter menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen. Darum haben Aktivisten in der Athener Innenstadt begonnen, ehemalige Hotels und andere H&auml;user zu besetzen und diese f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge herzurichten.<br>\nIm Drei-Sterne-Hotel City Plaza im Herzen Athens: Die Menschen, die hier &uuml;bernachten, sind keine Touristen, sondern Fl&uuml;chtlinge. So wie Dania Kassem aus Syrien. Die 26-j&auml;hrige Frau mit dem lilafarbenen Kopftuch hat zusammen mit einer Freundin im Speisesaal des Hotels Platz genommen. Um sie herum tobt ihr dreij&auml;hriger Sohn Amar. In seinen H&auml;nden h&auml;lt er einen wei&szlig;en Luftballon. Eigentlich wollte sie nach Deutschland, sagt die junge Frau. Doch an der griechisch-mazedonischen Grenze ging es nicht mehr weiter:<br>\n&ldquo;Wir waren in Idomeni. Einen Monat lang haben wir in einem Zelt gelebt. Wir hatten kein Essen, keine Medikamente, es war sehr kalt und alles war dreckig. Seit drei Tagen sind wir nun in diesem Hotel und wir sind so zufrieden: Es ist sauber, das Zimmer ist gro&szlig; und es gibt auch einen Raum f&uuml;r die Kinder zum Spielen. Mein Sohn ist so gl&uuml;cklich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wohnraum-fuer-fluechtlinge-welle-von-hausbesetzungen-in-der.795.de.html?dram:article_id=353395\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es kann der Eindruck entstehen, dass das Schicksal dieser vielen Menschen unsere Bundeskanzlerin vollkommen kalt l&auml;sst. F&uuml;r eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen scheint sie nichts zu unternehmen. Offenbar ist Frau Merkel eine &bdquo;europ&auml;ische L&ouml;sung&ldquo; mit der T&uuml;rkei wichtiger, um &ndash; so ist offenbar die Absicht bzw. Annahme &ndash; auf diese Weise die Zuwanderung begrenzen zu k&ouml;nnen. Das Problem ist damit aber nicht gel&ouml;st.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trag&ouml;die vom 2. Mai 2014 in Odessa weiter unaufgekl&auml;rt<\/strong><br>\nTrotz martialischem Aufmarsch der Sicherheitskr&auml;fte: 2.000 B&uuml;rger der Stadt trauten sich in Sichtweite des Gewerkschaftshauses Blumen niederzulegen. Zwei deutsche Journalisten wurden aus der Ukraine deportiert<br>\nDieses Jahr war die Trauerkundgebung vor dem Gewerkschaftshaus auffallend gut besucht (Video). Mindestens 2.000 Menschen legten am Rand des Kulikow-Platzes, in Sichtweite des am 2. Mai 2014 ausgebrannten Gewerkschaftshauses, Blumen nieder, in Gedenken an die 42 Menschen, die damals aus Angst vor einem rechtsradikalen Mob in das Gewerkschaftshaus fl&uuml;chteten, wo sie nach Angriffen der Rechten mit Molotow-Cocktails und Kn&uuml;ppeln an einer Rauchvergiftung starben, verbrannten, bei einem Sprung aus dem brennenden Geb&auml;udes umkamen oder totgepr&uuml;gelt wurden.<br>\nDie gro&szlig;en deutschsprachigen Medien taten so, als ob es in Odessa am 2. Mai absolut nichts zu berichten gibt. Eine Ausnahme machte die konservative Tageszeitung Die Presse aus Wien. Sie brachte einen Bericht, in dem kritisch angemerkt wurde, dass es bei den ukrainischen Beh&ouml;rden keinen Willen gebe, die Trag&ouml;die vom 2. Mai 2014 aufzukl&auml;ren. Die immense Bedeutung des Brandes im Gewerkschaftshaus f&uuml;r russischsprachige Staaten und Communities wird immerhin angedeutet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48173\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ankara sperrt sich gegen EU-Forderung<\/strong><br>\nSchon im Juni soll die Visapflicht f&uuml;r die T&uuml;rken fallen: Doch dem Deal h&auml;ngt ein Rattenschwanz von immerhin 72 Bedingungen an &ndash; darunter auch eine &Auml;nderung der Antiterrorgesetze im Land. Doch in diesem Punkt will Ankara nicht nachgeben.<br>\nDie T&uuml;rkei weigert sich, vor der geplanten Abschaffung der Visumspflicht im Juni die t&uuml;rkischen Antiterror-Gesetze zu &auml;ndern. Eine solche &Auml;nderung mitten im Kampf gegen diverse &ldquo;Terrororganisationen&rdquo; sei nicht m&ouml;glich, sagte EU-Minister Volkan Bozkir, nachdem die regierungsnahe Zeitung &ldquo;Daily Sabah&rdquo; dar&uuml;ber berichtet hatte. Die &Auml;nderung der Antiterrorgesetze geh&ouml;rt zu den 72 Kriterien, die von der T&uuml;rkei f&uuml;r die Visafreiheit abgehakt werden m&uuml;ssen. Erst vor wenigen Tagen hatte die EU-Kommission erkl&auml;rt, in einigen Bereichen m&uuml;sse das Land noch Bedingungen erf&uuml;llen. Die Antiterrorgesetze geh&ouml;ren dazu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Ankara-sperrt-sich-gegen-EU-Forderung-article17637856.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.L.:<\/strong> &hellip; die Geister die ich rief &hellip; hat ernsthaft jemand erwartet, da&szlig; sich die T&uuml;rkei nach der Zuspitzung der innenpolitischen Lage und der Radikalisierung der Regierung den EU-Normen unterordnet? Hier geht es um Macht und einer dynastischen Auslegung einer &ldquo;Familienregierung&rdquo;, da st&ouml;ren Widerst&auml;nde und der Ruf nach mehr Demokratie und Pressefreiheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sieben Renten-Mythen<\/strong><br>\nDie Diskussion hat begonnen: Was man nun &uuml;ber die Altersvorsorge wissen muss. Was ist dran an den sieben g&auml;ngigsten Behauptungen?<br>\nEin Wort, f&uuml;nf Buchstaben, viele Meinungen: Seit &uuml;ber drei Wochen diskutiert die Nation &ndash; mal wieder &ndash; &uuml;ber die Rente. Die Sozialdemokraten und die bayerischen Christsozialen betrachten die Riester-Rente als gescheitert und suchen nach neuen Modellen. Christdemokraten wie Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble wiederum verlangen die Flexibilisierung des Renteneintrittsalters, was im Klartext bedeutet, dass zumindest ein Teil der Menschen l&auml;nger arbeiten soll als bisher. Bis zum 70. Geburtstag, wenn es nach dem Willen des Vorsitzenden der Jungen Union, Paul Ziemiak, geht. Und FDP-Chef Christian Lindner forderte eine Grundsicherung im Alter. Flankiert wird die Rentendebatte von &Auml;u&szlig;erungen der Arbeitgeber und der Gewerkschaften. Es sieht ganz danach aus, als ob die Rente zu einem gro&szlig;en Thema im aufziehenden Bundestagswahlkampf werden k&ouml;nnte. Zeit, dass die Fakten auf den Tisch kommen. Sieben Behauptungen und ihr Wahrheitsgehalt.<br>\n1.&bdquo;Die Rente wird immer teurer.&ldquo;<br>\nIn absoluten Zahlen stimmt das. Seit 1991 sind die Ausgaben von Jahr zu Jahr gestiegen, nur 2006 lagen sie leicht niedriger als im Vorjahr. Bis 2014 haben sie sich insgesamt verdoppelt. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn die Zahlen sagen nichts dar&uuml;ber aus, ob wir uns die gesetzliche Rente leisten k&ouml;nnen oder nicht. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/rente-sieben-renten-mythen,1472780,34189412.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.H.:<\/strong> Artikel des Ressortleiters Wirtschaft der FR, Daniel Baumann mit allen Argumenten zu Rente, die seit Jahren in den Nachdenkseiten zu lesen sind!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung NDS:<\/strong> Und &uuml;brigens sind sie auch zu lesen in Albrecht M&uuml;ller: &ldquo;Die Reforml&uuml;ge&rdquo; von 2004, Abschnitt &ldquo;II B drei Mythen, die demographische Frage betreffend&rdquo; . Dort werden folgende Denkfehler\/Mythen beschrieben:  5. Wir werden immer weniger, 6. Wir werden immer &auml;lter, der Generationenvertrag tr&auml;gt nicht mehr und 7. Jetzt hilft nur noch private Vorsorge.<\/em><br>\n<em>Das Buch &ldquo;Meinungsmache&rdquo; von 2009 enth&auml;lt ein 40 Seiten starkes Kapitel 19 mit der &Uuml;berschrift: &ldquo;Die Zerst&ouml;rung des Vertrauens in die sichere Altersvorsorge &ndash; ein Musterbeispiel gelungener Gehirnpr&auml;gung&rdquo;. Dort kommen die Mythen, Legenden und Denkfehler aktualisiert vor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Studie von Transparency Deutschland: Unabh&auml;ngiger Journalismus in Deutschland gef&auml;hrdet<\/strong><br>\nKorruption, Erpressungs- versuche sowie die inhaltliche Einflussnahme auf die Berichterstattung geh&ouml;ren anscheinend zum journalistischen Alltag in Deutschland. Zu diesem besorgniserregenden Ergebnis kommt die aktuelle Studie von Transparency International Deutschland e.V. &bdquo;Korruption im Journalismus&ldquo;, die die Antikorruptionsorganisation passend zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai ver&ouml;ffentlicht. Die Ergebnisse werfen einen finsteren Schatten auf die vermeintliche Pressefreiheit im Land. So halten 77 Prozent der Befragten Angebote von geldwerten Vorteilen an Journalisten f&uuml;r verbreitet, 69 Prozent haben eine solche Praxis schon selbst erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.transparency.de\">Transparency International Deutschland e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Studie kann <a href=\"https:\/\/www.transparency.de\/fileadmin\/pdfs\/Themen\/Medien\/Transparency_Korruption_im_Journalismus_16-05-03.pdf\">hier<\/a> nachgelesen werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Interview mit Joseph Stiglitz Muss Deutschland den Euro verlassen?<\/strong><br>\nWenn Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz nach Europa reist, freut sich die US-Regierung. Dann bekommt ausnahmsweise  die europ&auml;ische Wirtschaftspolitik die Leviten gelesen. Der fr&uuml;here Chefvolkswirt der Weltbank geh&ouml;rt zu den weltweit prominentesten Kritikern des deutschen Sparkurses in der Eurozone. Zum Interview  treffen wir ihn auf einem Europa-Kongress der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in Br&uuml;ssel und erleben einen ebenso freundlichen wie scharfz&uuml;ngigen Beobachter der europ&auml;ischen Misere.<br>\nSeit fast einem Jahrzehnt leben wir in einer Wirtschaftskrise, zumindest in Europa. Was muss die Politik unternehmen, diesen permanenten Ausnahmezustand zu beenden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/interview-mit-joseph-stiglitz-muss-deutschland-den-euro-verlassen--24012852\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kehrtwende in der Lohnpolitik verhindern<\/strong><br>\nNach dem Tarifabschluss im &Ouml;ffentlichen Dienst macht die IG Metall Druck. Bereits in der ersten Warnstreikwoche legten bundesweit mehr als 360.000 Besch&auml;ftigte der Metall- und Elektroindustrie aus rund 1.900 Betrieben kurzfristig die Arbeit nieder.<br>\nGegen ein Tarifangebot der Arbeitgeber, das bestenfalls als Magerkost bezeichnet werden kann. 5% mehr Entgelt lautet die Forderung. Vorgeschlagen hatte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall in der 3. Verhandlungsrunde r&uuml;ckwirkend ab 1. April Einkommensverbesserungen in zwei Stufen, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1% summieren. Hinzukommen soll unter bestimmten Voraussetzungen eine Einmalzahlung von 0,3% &uuml;ber zw&ouml;lf Monate sowie eine tarifliche Differenzierungsklausel je nach &raquo;guter&laquo; bzw. &raquo;schlechter&laquo; wirtschaftlicher Lage des jeweiligen Betriebes.<br>\nDass mehr drin ist, steht au&szlig;er Frage. Allein die ausgezahlten Dividenden der vier gr&ouml;&szlig;ten Mitglieds-Unternehmen &ndash; Siemens, Daimler, BMW und Airbus &ndash; von Gesamtmetall reicht aus, so der IG Metall-Vorsitzende J&ouml;rg Hofmann, um die komplette Tarifforderung f&uuml;r die 3,8 Millionen Besch&auml;ftigten in der Metall- und Elektroindustrie zu finanzieren (Wirtschaftswoche vom 30.4.2016). (&hellip;)<br>\nDer Tarifabschluss im &Ouml;ffentlichen Dienst ist keine Blaupause zur Beendigung der Tarifrunde f&uuml;r die 3,8 Millionen Besch&auml;ftigten der Metall- und Elektroindustrie. Es geht mehr. Und wenn Gesamtmetall-Pr&auml;sident Rainer Dulger betont, eine l&auml;ngere Laufzeit des Tarifabschlusses verschaffe den Unternehmen Planungssicherheit, dann wird er zur Kenntnis nehmen m&uuml;ssen, dass diese nicht nur deutlich unter 24 Monaten liegen muss, sondern auch seinen Preis haben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/kehrtwende-in-der-lohnpolitik-verhindern\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Amerikaner wollen Erh&ouml;hung der R&uuml;stungsausgaben, aber einen R&uuml;ckzug von der Au&szlig;enpolitik<\/strong><br>\nEine Pew-Umfrage macht deutlich, wie die USA im Pr&auml;sidentschaftswahlkampf auseinanderdriftet<br>\nIm Pentagon und in der Nato bem&uuml;ht man sich, Russland und China als Gegner des Westens darzustellen, um die Aufstockung der Gelder und Truppen an den russischen Grenzen und um China zu begr&uuml;nden. Die Amerikaner selbst sind da jedoch offenbar gelassener. 23 Prozent sehen Russland als Gegner der USA, ebenso viele China, aber jeweils 44 Prozent sagen, dass die beiden L&auml;nder zwar f&uuml;r die USA ernste Probleme darstellen, aber dass sie keine Gegner seien. Diese Einsch&auml;tzung hat sich trotz der Ukraine und den milit&auml;rischen Muskelspielen der Nato gegen&uuml;ber Russland sowie der US-Truppen gegen&uuml;ber China im S&uuml;dchinesischen Meer in den letzten Jahren kaum ge&auml;ndert.<br>\nNach einer aktuellen Pew-Umfrage sagen 72 Prozent der Amerikaner weiterhin, dass die USA die f&uuml;hrende milit&auml;rische Weltmacht sind, 2013 hatten dies nur 64 Prozent gesagt. Allerdings sehen mehr Menschen die USA als Weltmacht und auch als Wirtschaftsmacht schw&auml;cher werden. Obgleich also die von Milit&auml;rs beschworenen Gefahren durch andere Staaten wie Russland oder China von den Menschen nicht so ernst genommen werden, bef&uuml;rworten zunehmend mehr Amerikaner wachsende R&uuml;stungsausgaben. 24 Prozent sind f&uuml;r sinkende, 34 Prozent f&uuml;r steigende R&uuml;stungsausgaben. Das ist der h&ouml;chste Wert seit 2001, als nach den 9\/11-Anschl&auml;gen die H&auml;lfte h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben w&uuml;nschten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48168\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.M.H.:<\/strong> In diesem Bericht &uuml;ber die Umfrage im Land der Auserw&auml;hlten werden durchaus l&ouml;bliche Trends beschrieben. Was allerdings die R&uuml;stungsausgaben betrifft muss man sich fragen, ob die US-Amerikaner jemals SIPRI-Vergleichszahlen zu sehen bekommen. Angesichts v&ouml;llig maroder Infrastruktur, desolater Gesundheitsversorgung und stark zunehmender Verarmung der eigenen Bev&ouml;lkerung ist dieser Wunsch von immerhin 34 Prozent der Einwohner schlichtweg unbegreiflich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die W&uuml;nsche der &Ouml;ffentlichkeit sind halt nicht immer rational. Deutschland hat ebenfalls eine marode Infrastruktur, ein immer schlechter werdendes Gesundheitssystem und eine stark zunehmende Verarmung der Bev&ouml;lkerung, und ein nicht geringer Teil unserer Bev&ouml;lkerung w&uuml;nscht sich die &bdquo;schwarze Null&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sozialleistungsbetrug: Der Strafrichter muss selbst rechnen<\/strong><br>\nIn F&auml;llen des sogenannten Sozialleistungsbetrugs hat das Tatgericht nach den Grunds&auml;tzen der f&uuml;r die Leistungsbewilligung geltenden Vorschriften selbst&auml;ndig zu pr&uuml;fen, ob und inwieweit tats&auml;chlich kein Anspruch auf die beantragten Leistungen bestand<br>\nDies hat der BGH in seiner Entscheidung vom 22. M&auml;rz 2016 (3 StR 517\/15) unter Bezugnahme auf OLG Hamm, Beschl&uuml;sse vom 17. August 2015 &ndash; 5 RVs 65\/15, NStZ 2016, 183; vom 16. Februar 2012 &ndash; 5 RVs 113\/11, NStZ-RR 2013, 13, 14; OLG Koblenz, Beschluss vom 1. Dezember 2014 &ndash; 1 Ss 21\/13, juris Rn. 10; KG, Urteil vom 18. Februar 2013 &ndash; (4) 1 Ss 281\/12 (341\/12), juris Rn. 12; OLG N&uuml;rnberg, Urteil vom 14. September 2011 &ndash; 2 St OLG Ss 192\/11, juris Rn. 24 festgestellt und im Weiteren diesbez&uuml;glich folgendes ausgef&uuml;hrt:<br>\nUm den Eintritt eines Schadens zu belegen, muss aus den Feststellungen in nachvollziehbarer Weise hervorgehen, dass und inwieweit nach den tats&auml;chlichen Gegebenheiten auf die sozialrechtliche Leistung kein Anspruch bestand; mit einer allgemeinen Verweisung auf beh&ouml;rdliche Schaden saufstellungen darf sich das Urteil nicht begn&uuml;gen (OLG D&uuml;sseldorf, Beschluss<br>\nvom 6. November 2000 &ndash; 2a Ss 271\/00 &ndash; 62\/00 II, juris Rn. 4; Fischer, StGB, 63. Aufl., &sect; 263 Rn. 141).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jurablogs.com\/2016\/04\/28\/sozialleistungsbetrug-der-strafrichter-muss-selbst-rechnen\">jurablogs<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Armut in den USA: Ein Leben im Dispo<\/strong><br>\nIn den USA ist es einfacher, auf Pump zu leben, als zu sparen. Die Armut nimmt zu. Fast die H&auml;lfte aller B&uuml;rger kann sich eine Autoreparatur von 400 Dollar nicht leisten. [&hellip;]<br>\nJeffrey Hanset ist aus Portland, dort hat er Franz&ouml;sisch und Sozialwissenschaften studiert, danach unterrichtete er ein Jahr in Frankreich Englisch. Seit er vor drei Jahren nach New York gezogen ist, hat er zahlreiche Jobs gehabt, erst im Einzelhandel, sp&auml;ter in Restaurants und B&uuml;ros. Derzeit ist er Produktionsassistent einer Fernsehsendung. Er arbeitet Vollzeit, manchmal 16 Stunden am Tag. Trotzdem st&ouml;&szlig;t Hanset finanziell schnell an seine Grenzen: Er geh&ouml;rt zu den 47 Prozent im Land, die laut einer Studie der US-Notenbank Federal Reserve im Notfall nicht in der Lage w&auml;ren, 400 Dollar zu bezahlen, etwa f&uuml;r einen Arztbesuch oder eine Autoreparatur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2016-05\/armut-usa-kredite-schulden-ersparnisse\">ZEIT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&ldquo;Durchgeknallter&rdquo; am Atomknopf?<\/strong><br>\nDie Kandidatur Donald Trumps f&uuml;r das Amt des US-amerikanischen Pr&auml;sidenten betrachten viele mit gemischten Gef&uuml;hlen. In meiner Regionalzeitung lese ich: &ldquo;Trump sch&uuml;rt Ressentiments, hetzt gegen Mexikaner, Muslime und Chinesen, streut &uuml;ble Ger&uuml;chte und scheint bei alledem keine Anstandsgrenzen zu kennen.&rdquo;<br>\nDas ist alles schlimm. Aber das Hauptproblem ist doch, dass die M&ouml;glichkeit besteht, dass ein &ldquo;Durchgeknallter&rdquo; den Finger an den Atomknopf bekommt. Das war ein zentrales Thema der Friedensbewegung der 80er Jahre. Als der besoffene Jelzin den Finger an den Atomknopf bekam, wurde manchem schon Angst und Bange. Jetzt sind wir wieder damit konfrontiert, dass ein Politiker, an dessen Verantwortungsf&auml;higkeit man zweifeln muss, &uuml;ber ein Atomwaffen-Arsenal befielt, das die ganze Welt in Schutt und Asche legen k&ouml;nnte.<br>\nWenn die kriegsl&uuml;sterne Hillary Clinton (Libyen-Krieg) die Wahl gewinnt, ist das auch keine Beruhigung.<br>\nDie M&ouml;glichkeit, dass Trump Pr&auml;sident der USA wird, ist ein Anlass, ein vergessenes Thema wieder auf die Tagesordnung zu setzen: die atomare Abr&uuml;stung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/?fref=nf\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von der Leyen will Truppenst&auml;rke erh&ouml;hen<\/strong><br>\n185.000 Soldaten. Mehr darf die Bundeswehr derzeit nicht haben. Angesichts neuer Bedrohungen will Verteidigungsministerin von der Leyen diese Grenze kippen. Aus der Koalition bekommt sie daf&uuml;r Zustimmung. (&hellip;)<br>\nDer verteidigungspolitische Sprecher der Unions-Frakton, Henning Otte, lobte das Konzept als richtige Antwort, um flexibel auf ver&auml;nderte Sicherheitslagen reagieren zu k&ouml;nnen. Das Vorhaben, im Verh&auml;ltnis zu den Zeitsoldaten mehr Berufssoldaten einzustellen, verl&auml;ngere die Expertise in der Truppe. Auch die Erweiterung um 7000 Planstellen zeige in die richtige Richtung. Ottes SPD-Kollege Rainer Arnold nannte eine Truppenverst&auml;rkung &ldquo;unabdingbar&rdquo;.<br>\nAuch der Bundeswehrverband forderte eine Vergr&ouml;&szlig;erung der Truppe um 15.000 Soldaten und 4000 Zivilisten. &ldquo;Wir sind seit Ende 2014 im roten Bereich&rdquo;, mahnte Verbandschef Andr&eacute; W&uuml;stner in der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. Die Aufstockung m&uuml;sse so schnell wie m&ouml;glich beschlossen werden. &ldquo;In personeller Hinsicht ist es bereits f&uuml;nf nach zw&ouml;lf&rdquo;, sagte W&uuml;stner. Von den 177.000 Soldaten seien nur 135.000 verf&uuml;gbar, weil die anderen sich in Aus- und Weiterbildung bef&auml;nden. Dies sei eine &ldquo;Schockzahl&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Von-der-Leyen-will-Truppenstaerke-erhoehen-article17641896.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ein Elefant im Raum &ndash; Der Erneuerungsprozess der SPD Baw&uuml;<\/strong><br>\nIm Englischen gibt es den Ausspruch &bdquo;There is an elephant in the room&ldquo;, der ungef&auml;hr bedeutet, dass etwas total offensichtlich ist &ndash; jeder sieht den Elefanten &ndash; aber niemand spricht seine Existenz im Raum an. Das kann verschiedenen Gr&uuml;nde haben, ist aber letztendlich irrelevant, denn der Elefant geht nicht weg, auch wenn man ihn mit aller Macht ignoriert.<br>\nDie baden-w&uuml;rttembergische SPD hegt und pflegt seinen Elefanten jetzt schon seit geraumer Zeit und auch im selbst auferlegten Erneuerungsprozess steht er gro&szlig; und kr&auml;ftig im Raum. Inhaltlich, strukturell und &bdquo;wo notwendig auch personell&ldquo;, will sich die SPD Baw&uuml; erneuern und f&uuml;hrt mal mehr, mal weniger konstruktive Debatten dar&uuml;ber, wie das funktionieren k&ouml;nnte. Das ist per se nicht schlecht, viele Schwachstellen, Handlungsfelder und Problemlagen kommen so mal wieder auf den Tisch und k&ouml;nnen &ndash; mit der Hoffnung auf Besserung &ndash; diskutiert werden. Bedauerlicherweise steht dabei aber dieser Elefant im Raum und weil ich seine Existenz ungemein bewundere, spreche ich ihn jetzt einfach mal an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksrum.eu\/ein-elefant-im-raum-der-erneuerungsprozess-der-spd-bawue\/\">Luisa Boos auf Linksrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD: Lieber doof als sozialdemokratisch?<\/strong><br>\nAnstatt die Ausbeutung durch die Eliten anzugehen, arbeitet man sich an der AfD ab. Auch die CDU hat neben der Frage &ldquo;Was ist konservativ?&rdquo; nicht viel zu bieten<br>\nEine Woche nach dem Parteitag steht die AfD im Aufmerksamkeitshoch. Ihr Rei&szlig;erthema &ldquo;der Islam in Deutschland&rdquo; ist omnipr&auml;sent. Ob Aufkl&auml;rung dem Mix aus &Auml;ngsten und Verdacht beikommen kann, ist eine schwierige Frage angesichts dessen, dass viele, die Argwohn vor Muslimen in Deutschland bekunden, h&auml;ufig gar keine eigenen Erfahrungen mit Muslimen haben (Keine Ahnung vom Islam, aber dagegen).<br>\nWahlkampftechnisch ist Aufkl&auml;rung als Strategie der Parteien noch nicht erprobt. Anscheinend fehlt die Traute. So zieht Volker Kauder von der CDU am selben Strang wie die AfD und auch Jens Spahn schlie&szlig;t sich, wenn auch gem&auml;&szlig;igter, an. Obwohl es den Parteienstrategen einleuchten m&uuml;sse, was als Lehre aus der ersten Runde der &ouml;sterreichischen Bundespr&auml;sidentenwahl gezogen wurde: Den Volksparteien laufen auch dann W&auml;hler weg und zwar viele, wenn sie Positionen der Parteien weiter rechts auf ihre Fahnen schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/48\/48182\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte vergleichen Sie das &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDF\/zdfportal\/blob\/43413198\/1\/data.pdf\">Scholz-Papier<\/a>&ldquo; mit der Analyse von Albrecht M&uuml;ller: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33258\">Einen schlimmeren Rechtsruck als das r&uuml;cksichtslose Durchboxen von TTIP, die Agenda 2010 und Kriegseins&auml;tze gibt es nicht<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Es geht einfach mal ums Prinzip!<\/strong><br>\nWer seinen Titel als Privatdozent behalten will, muss an einigen Hochschulen in Deutschland eine gewisse Stundenzahl unterrichten &ndash; und das unentgeltlich. Das sei mit den Grundrechten nicht konform, erkl&auml;rte Privatdozent G&uuml;nter Fr&ouml;hlich im DLF. Er hat in Bayern eine sogenannte Popularklage gegen das dortige Hochschulpersonalgesetz eingereicht.<br>\nMichael B&ouml;ddeker: Wir haben es ja eben geh&ouml;rt, sogar im Praktikum wird mittlerweile meist der Mindestlohn bezahlt. Denn arbeiten, ohne daf&uuml;r Geld zu bekommen, das ist nicht fair. Aber das ist an Hochschulen g&auml;ngige Praxis, und zwar bei Privatdozenten. Die sind genau wie Professoren habilitiert, haben also eine Lehrberechtigung. Aber wenn sie ihren Titel als Privatdozent behalten wollen, m&uuml;ssen sie in vielen Bundesl&auml;ndern eine Mindestl&auml;nge an Lehrveranstaltungen pro Semester anbieten, auch unbezahlt. Das Problem ist schon lange bekannt, wir haben auch schon dar&uuml;ber berichtet, aber es tut sich wenig.<br>\nVielleicht kommt ja jetzt Bewegung in die Sache. Ein Privatdozent hat gegen diese Praxis Klage eingereicht vor dem Bayrischen Verfassungsgerichtshof, n&auml;mlich G&uuml;nter Fr&ouml;hlich. Er ist habilitierter Philosoph und lehrt an der Uni Regensburg. Mit ihm habe ich gesprochen und ihn gefragt: Warum geben Sie Lehrveranstaltungen, wenn Sie doch kein Geld daf&uuml;r bekommen?<br>\nG&uuml;nter Fr&ouml;hlich: Gut, man hat diesen Berufsweg gew&auml;hlt, man macht das gerne, es ist einem irgendwie pers&ouml;nlich auch wichtig und das wird auch immer hervorgehoben.<br>\nAuf der anderen Seite ist das eine berufliche Orientierung und da wird das verlangt, zumindest sozusagen in der Realit&auml;t. Man wird ausgew&auml;hlt je nachdem, wie viel man Lehrerfahrung hat, was man da gemacht hat, und deswegen muss man da st&auml;ndig am Ball bleiben. Und das wei&szlig; der Gesetzgeber nat&uuml;rlich und versucht dann, na ja, gut, das unentgeltlich machen zu lassen. Aber es wird eine Leistung erbracht und deswegen muss man eine Regelung finden, die dem Ganzen gerecht wird.<br>\nUnd ich glaube, dass die derzeitige Regelung in Bayern &ndash; in Baden-W&uuml;rttemberg ist es noch schlimmer, das sind sogar vier Semesterwochenstunden, in Bayern nur zwei &ndash;, aber dass diese Regelungen derzeit nicht mehr verfassungskonform sind und einen zu starken Eingriff in die Grundrechte darstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/klage-gegen-unentgeltliche-lehrtaetigkeiten-es-geht-einfach.680.de.html?dram:article_id=353447\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Panama Papers &ndash; das Manifest von John Doe<\/strong><br>\nRazzien, Demos, R&uuml;cktritte: Die Panama Papers haben weltweit enorme Reaktionen ausgel&ouml;st. Nun meldet sich &ldquo;John Doe&rdquo;, die anonyme Quelle der Dokumente, in der SZ erstmals &ouml;ffentlich zu Wort. Sein Manifest l&auml;sst sich als Erkl&auml;rung seines Tuns lesen &ndash; und als Aufruf zum Handeln.<br>\nVor mehr als einem Jahr wurde die S&uuml;ddeutsche Zeitung von einer auf Anonymit&auml;t bedachten Quelle kontaktiert, die sich selbst &ldquo;John Doe&rdquo; nannte, und interne Daten der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca anbot. Die SZ entschied, die Daten gemeinsam mit dem International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) auszuwerten, im Lauf der Recherche wuchs die Kooperation auf mehr als 100 Medien aus rund 80 L&auml;ndern an. Die weltweiten Reaktionen auf die Ver&ouml;ffentlichungen der Panama Papers vor gut einem Monat waren enorm, es gab R&uuml;cktritte, Massendemonstrationen, Razzien und Ermittlungen in Dutzenden L&auml;ndern. Nun hat &ldquo;John Doe&rdquo;, die anonyme Quelle, der SZ eine Art Manifest zukommen lassen, das sich gleichsam als Erkl&auml;rung seines Tuns wie als Aufruf zum Handeln lesen l&auml;sst. Die SZ ver&ouml;ffentlicht dieses Dokument hier auf Deutsch, auf panamapapers.de aber auch auf Englisch. Der Text und die dahinterstehende politische Haltung hatten keinen redaktionellen Einfluss auf die Ver&ouml;ffentlichungen der SZ oder anderer Recherchepartner, und werden dies auch in Zukunft nicht haben. Mit der &Uuml;bergabe der Daten der Panama Papers waren und sind keine inhaltlichen Bedingungen verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/panama-papers-das-manifest-von-john-doe-1.2982442\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>Dazu: Nun spricht die Quelle<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Quelle f&uuml;r die &ldquo;PanamaPapers&rdquo; wurde schon viel spekuliert: Wer steht hinter dem gr&ouml;&szlig;ten bislang bekannten Datenleak? Die Quelle meldet sich jetzt, einen Monat nach dem Beginn der Ver&ouml;ffentlichungen, mit einer eindringlichen Erkl&auml;rung zu Wort.<br>\nWer auch immer er oder sie ist &ndash; die Quelle der &ldquo;PanamaPapers&rdquo; will auch k&uuml;nftig anonym bleiben. &Uuml;ber ihre Beweggr&uuml;nde und ihre Sicht auf die Dinge aber teilt sich die Quelle nun mit. Es ist eine Art Abrechnung mit der Politik, dem wirtschaftlichen System und der Gesellschaft. In der vierseitigen Erkl&auml;rung, die dem NDR vorliegt und der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; &uuml;bermittelt wurde, erkl&auml;rt sich die Quelle grunds&auml;tzlich zur Zusammenarbeit mit den Steuerbeh&ouml;rden bereit &ndash; &ldquo;im Rahmen meiner M&ouml;glichkeiten&rdquo;. Was das genau bedeutet, bleibt in dem Text allerdings unklar.<br>\nDie Quelle beklagt, dass das Leben von vielen Whistleblowern zerst&ouml;rt worden sei, nachdem sie Vorg&auml;nge &ouml;ffentlich gemacht hatten. Edward Snowden, gegen den die USA einen Haftbefehl erlassen haben, oder Antoine Deltour, der sich in diesen Tagen in Luxemburg wegen der Luxleaks-Dokumente vor Gericht verantworten muss, verdienten Immunit&auml;t vor dem Gesetz. &ldquo;Solange Regierungen keinen Rechtsschutz f&uuml;r Whistleblower garantieren, sind Strafverfolgungsbeh&ouml;rden weiterhin abh&auml;ngig von ihren eigenen Informationsquellen oder von medialer Berichterstattung, um an entsprechende Dokumente zu gelangen&rdquo;, mahnt die Quelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/panama-papers-quelle-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Peinlicherweise verschweigen sowohl die S&uuml;ddeutsche als auch die NDR, die beide &bdquo;Exklusivpartner&ldquo; bei der Auswertung der Papiere waren, dass die vermeintliche Quelle auch sie heftig kritisiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Studie beweist Selbstzensur durch &Uuml;berwachung<\/strong><br>\nEine neue Studie des Wissenschaftlers Jon Penney von der Universit&auml;t von Oxford beweist, was Datensch&uuml;tzer und B&uuml;rgerrechts-Aktivisten schon lange betonen: massive &Uuml;berwachung sorgt f&uuml;r Angst, Selbstzensur und konformistisches Verhalten. Sie sch&auml;digt die Meinungsfreiheit und den offenen, demokratischen Austausch von Wissen und Ideen. Nachdem es f&uuml;r dieses Ph&auml;nomen nun derart aufw&auml;ndig erhobene Beweise gibt, wird es Zeit, dass es endlich ernst genommen und vor allem entsprechend gehandelt wird. &Uuml;berwachung muss eingeschr&auml;nkt werden, um die Demokratie zu sch&uuml;tzen.<br>\nNeue Studie: Wikipedia-Nutzer haben Angst vor &Uuml;berwachung<br>\nK&uuml;rzlich wurde eine Studie des Forschers Jon Penney von der Universit&auml;t Oxford ver&ouml;ffentlicht, die sich mit den Auswirkungen von Internet-&Uuml;berwachung auf das Verhalten von Nutzern des Online-Lexikons besch&auml;ftigt.<br>\nIn der Studie konnten Penney und sein Team beweisen, dass &Uuml;berwachung tats&auml;chlich massive Auswirkungen darauf hat, wie sich die Wikipedia-Nutzer verhalten. Nach dem bekannt werden der massiven NSA-&Uuml;berwachung gro&szlig;er Teile des Internet (unter anderem durch das PRISM-Programm, das zu den ersten Snowden-Enth&uuml;llungen geh&ouml;rte), wurden kontroverse Artikel weitaus seltener abgerufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/netzpiloten\/studie-beweist-selbstzensur-durch-ueberwachung\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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