{"id":3329,"date":"2008-07-10T09:10:36","date_gmt":"2008-07-10T07:10:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3329"},"modified":"2008-07-10T09:10:37","modified_gmt":"2008-07-10T07:10:37","slug":"hinweise-des-tages-688","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3329","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3329&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Klimaschutz muss warten<\/strong><br>\nEineinhalb Jahre vor der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen haben sich Industriestaaten und Entwicklungsl&auml;nder nicht auf konkrete Ziele f&uuml;r eine Reduzierung der Treibhausgase verst&auml;ndigen k&ouml;nnen. Die Formulierungen sind allerdings sehr vage gehalten. &ldquo;<em>Die Vision des Ziels, eine Verringerung der weltweiten Emissionen bis 2050 um mindestens 50 Prozent zu erreichen, wollen wir mit allen Beteiligten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) teilen und in den UNFCCC-Verhandlungen zusammen mit ihnen erw&auml;gen und annehmen<\/em>&ldquo;, hei&szlig;t es in der Erkl&auml;rung der Gipfelteilnehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1364607&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie schon in Heiligendamm &bdquo;erw&auml;gen&ldquo; die G-8-Staaten weiter, was sie in 42 Jahren erreicht haben wollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu attac:<\/em><\/p>\n<p><strong>G8 versagen vollkommen angesichts globaler Krisen<\/strong><br>\nDas globalisierungskritische Netzwerk Attac hat den G8 vorgeworfen, bei der Bek&auml;mpfung der akuten globalen Krisen v&ouml;llig zu versagen. &ldquo;<em>Die G8 sind ein Hindernis f&uuml;r eine gerechte Weltwirtschaft und die Verwirklichung sozialer Rechte. Statt die dr&auml;ngenden weltweiten Probleme anzupacken, hat dieser Club der Irrsinnigen den Gipfel in Japan als Propagandashow f&uuml;r die &Ouml;l- und Atomindustrie genutzt<\/em>&ldquo;, sagte Pedram Shahyar vom Attac-Koordinierungskreis. Dies zeige, worum es der G8 bei ihren pomp&ouml;sen Treffen wirklich gehe: eine aggressive Politik zu Gunsten der kurzfristigen Gewinninteressen gro&szlig;er Konzerne. <\/p>\n<p>Bereits heute sei klar, dass die UN-Milleniumsziele &ndash; die Halbierung der weltweiten Armut bis 2015 &ndash; wegen der G8 scheitern werden. Die 2005 beim Gipfel in Gleneagles gemachten Hilfszusagen w&uuml;rden nach wie vor nicht eingehalten. &ldquo;<em>Ein Abschluss der Verhandlungen in der WTO, auf den die G8 dr&auml;ngt, w&uuml;rde die globale Armut im Gegenteil noch weiterhin versch&auml;rfen<\/em>&ldquo;, sagte Pedram Shayar. Notwendig sei stattdessen eine grundlegende Kehrtwende der Weltwirtschaftpolitik der Industriel&auml;nder und eine Abkehr vom Freihandelsdogma.<br>\nDie Klimaschutz-Erkl&auml;rung der G8 bezeichnete Attac als dreisten Schwindel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailsicht\/datum\/2008\/07\/09\/g8-versagen-vollkommen-angesichts-globaler-krisen\/?cHash=5a590ab43b\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Abgabenlast: Ab heute arbeiten Steuerzahler f&uuml;r sich<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/geldscheine_250.jpg\" alt=\"Geldscheine\"><\/p>\n<p>Der durchschnittliche Arbeitnehmer hat in diesem Jahr bis heute nur f&uuml;r den Staat und die Sozialkassen gearbeitet. Erst ab dem Vormittag bleibt das Geld in der eigenen Tasche. Immerhin ist der &ldquo;<em>Steuerzahlergedenktag<\/em>&rdquo; fr&uuml;her als im vergangenen Jahr. Heute ist <em>Steuerzahlergedenktag<\/em>&ldquo;. Bis jetzt um 7.57 Uhr mussten die B&uuml;rger in Deutschland rein rechnerisch ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Steuern und Sozialabgaben arbeiten. Dies hat das Karl-Br&auml;uer-Institut des Bundes der Steuerzahler ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/finanzen-versicherung\/finanzen\/:Abgabenlast-Ab-Steuerzahler\/626383.html?pr=1\">Stern<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Jedes Jahr betreibt die sozialstaatsfeindliche Lobbytruppe des sog. <a href=\"?p=2475\">Bundes der Steuerzahler<\/a> das gleiche T&auml;uschungsman&ouml;ver: Da werden schlicht die Beitr&auml;ge der Arbeitnehmer an die gesetzlichen Renten-, Kranken-, Pflege und Arbeitslosenversicherung &bdquo;dem Staat&ldquo; zugeschlagen.<\/em><\/p>\n<p>Die Arbeitnehmer m&uuml;ssten aber eher erheblich l&auml;nger im Jahr daf&uuml;r arbeit und mehr bezahlen, wenn sie sich gegen Krankheit und f&uuml;r das Alter privat absichern m&uuml;ssten. Dem  sog. Bund der Steuerzahler geht es bei seiner j&auml;hrlich wiederkehrenden Kampagne um die Senkung oder besser gleich um die Abschaffung der Sozialabgaben, diese sollten aus seiner Sicht privat finanziert werden und am besten gleich &uuml;ber eine Kopfpauschale. Und bei der Steuerpolitik folgt der Bund der politischen Kampfparole der Reaconomics: Starve the beast! <\/p>\n<p>&ldquo;<em>Die Grundsatzbotschaft lautet schlicht: Der Staat soll schlank sein. Die Politik muss sparen.<\/em>&ldquo; Daf&uuml;r w&uuml;rden weitere Privatisierungen, auch bei der sozialen Sicherung, Stellenabbau im &ouml;ffentlichen Dienst und vor allem Steuersenkungen gefordert: &ldquo;Niedrige Steuers&auml;tze gelten als Allheilmittel: Sie w&uuml;rden die Leistungsbereitschaft f&ouml;rdern und auch helfen, das Problem der Steuerflucht zu l&ouml;sen&rdquo;, beschreibt der der Lobbyforscher Rudolf Speth die Argumentation des Steuerzahlerbundes. <\/p>\n<p>Als weiteres Beispiel f&uuml;r die Tendenz zu &ldquo;<em>plakativen Vereinfachungen<\/em>&rdquo; nennt der Forscher die Inszenierung des &ldquo;<em>Steuerzahler-Gedenktages<\/em>&ldquo;. Bei der Terminierung beziehe der Verband etwa neben Steuern auch Sozialversicherungsbeitr&auml;ge ein &ndash; &ldquo;<em>auch wenn die nicht an das Finanzamt gehen und es daf&uuml;r auch unmittelbaren Schutz gibt, etwa im Falle der Krankenversicherung.<\/em>&rdquo; Zudem werde zwar meist in den Pressemitteilungen &ldquo;<em>weit unten darauf hingewiesen, dass es f&uuml;r die Steuern auch Gegenleistungen des Staates gibt.<\/em>&rdquo; Insgesamt suggeriere die Anlage des &ldquo;Gedenktages&rdquo; aber, &ldquo;dass man einfach f&uuml;r einen anonymen <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_91457.html\">Akteur Zahlungen geleistet habe<\/a>.&rdquo;  <\/p>\n<p>Das Schlimme ist, dass nicht nur die Bild-Zeitung, sondern auch sich so seri&ouml;s darstellende Redaktionen, wie die des stern, sich an solchen ideologisch ausgerichteten T&auml;uschungsman&ouml;vern beteiligen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Rente: Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel<\/strong><br>\nWer heute in Rente geht, bekommt von der gesetzlichen Versicherung durchschnittlich 671 Euro monatlich. Eine erfreuliche Entwicklung, finden Experten. Denn bislang lagen die S&auml;tze noch niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/rente\/rente-zum-leben-zu-wenig-zum-sterben-zu-viel_aid_316913.html?drucken=1\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Einmal mehr ein Beitrag im &bdquo;Focus&ldquo; mit dem heimt&uuml;ckisch die gesetzliche Rente mies gemacht wird. Der durchschnittliche Rentenbetrag sagt gar nichts. In den Durchschnitt flie&szlig;en s&auml;mtliche Renten ein, auch solcher Rentner oder Rentnerinnen die nur wenige Jahre eingezahlt haben. Diese Aussage ist etwa soviel Wert wie die Angabe des Durchschnittsbruttolohnes oder dass das durchschnittliche Geldverm&ouml;gen der Deutschen etwa im Jahr 2007 bei 115.000 Euro lag.<\/em><\/p>\n<p>Die einzig in der Zeitreihe einigerma&szlig;en vergleichbare Gr&ouml;&szlig;e &uuml;ber die Entwicklung des Rentenniveaus ist die sog. &bdquo;Standardrente&ldquo; (also die Rente nach 45 Beitragsjahren bei einem Durchschnittseinkommen). Diese Standardrente lag nach Angaben der <a href=\"http:\/\/www.deutsche-rentenversicherung.de\/nn_7112\/DRV\/de\/Inhalt\/Deutsche_20Rentenversicherung\/Finanzen\/Kennzahlen__Rechnungsergebnisse\/Standardrente__und__Rentenniveau.html%20\">Deutschen Rentenversicherung vom 9.7. 2008<\/a> bei 1.189 Euro (Brutto, das sind 46,5% des durchschnittlichen Bruttoeinkommens) bzw. bei 1.072 Euro (Netto = 50,2 % des durchschnittlichen Nettoeinkommens). Selbstredend weichen die tats&auml;chlichen Renten nach unten ab, wenn man weniger Beitragsjahre oder ein unterdurchschnittliches Einkommen hatte, sie k&ouml;nnen aber auch h&ouml;her liegen, wenn das vorher bezogene Einkommen h&ouml;her lag.<\/p>\n<p>Mit dieser Kritik am &bdquo;<em>Focus<\/em>&ldquo; soll allerdings nicht die Tatsache verschwiegen oder gar verharmlost werden, dass durch die <a href=\"?p=3143\">60 &Auml;nderungen in der Rentenpolitik seit 1978<\/a> vor allem aber durch die sog. &bdquo;<em>Rentenreformen<\/em>&ldquo; schon von Schwarz-Gelb, dann aber versch&auml;rft Rot-Gr&uuml;n und der Gro&szlig;en Koalition das Rentenniveau bewusst und gewollt seit Beginn der 90er Jahre schon um ein Drittel abgesenkt worden ist. Das hat aber nichts mit dem Prinzip der umlagefinanzierten gesetzlichen Rente zu tun, sondern es war politisch gewollt, die gesetzliche Rente auf eine Grundsicherung herunterzufahren, um der privaten Rente und damit den Finanzdienstleistern das Einfallstor zu &ouml;ffnen.  Dass das so gewollt ist, beweist allein die Subventionierung der Riester-Rente. Dabei wird den Menschen vorgegaukelt, sie h&auml;tten einen Gewinn (&bdquo;<em>mehr Netto<\/em>&ldquo;), wenn der von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanzierte Beitrag zur gesetzlichen Rente  von 19,9 % der gesamten Lohnsumme gesenkt oder zumindest nicht erh&ouml;ht wird. Verschwiegen wird, dass der Arbeitnehmerseite, die bisher die H&auml;lfte, also knapp 10% des Bruttolohnes in die gesetzliche Rente einbezahlt hat, jedoch einseitig zugemutet wird, f&uuml;r eine ausk&ouml;mmliche Rente zus&auml;tzlich 4% des Bruttolohnes in eine private Riester-Rente zu stecken. Die riesternden Arbeitnehmer zahlen also derzeit schon knapp 14% ihres Bruttolohnes f&uuml;r die Altersvorsorge. Um die Menschen der privaten Altersvorsorge zuzutreiben, dienen solche Artikel wie der im focus.<\/p>\n<p><em>Siehe zur Rentenpolitik auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Alle zahlen in die Rentenkasse<\/strong><br>\nMit einer &ldquo;<em>Initiative f&uuml;r einen neuen Generationenvertrag<\/em>&rdquo; will die IG Metall die Debatte &uuml;ber einen Kurswechsel in der Rentenpolitik beleben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1365155&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xbcr\/SID-0A456501-A27D4586\/internet\/09_07_08_Urban_Pressestatement_Neuer%20Generationenvertrag_Berlin_0033395.pdf\">IG Metall [PDF &ndash; 44 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir haben eine grunds&auml;tzliche Sympathie f&uuml;r die &bdquo;solidarische Erwerbst&auml;tigenversicherung&ldquo;, aber die Erweiterung der Beitragseinzahler auf alle Erwerbst&auml;tigen darf nicht daran vorbeif&uuml;hren, dass das System der gesetzlichen Rente insgesamt wieder seine Aufgabe erf&uuml;llen k&ouml;nnen muss, eine ausk&ouml;mmliche Altersvorsorge zu bieten. <\/em><\/p>\n<p>Die Erweiterung der Beitragszahler bedeutet in einem umlagefinanzierten System auch eine Erweiterung der Beitragsbezieher. D.h. Der Zufluss in und der Abfluss aus der Rentenkasse bleiben sich in bei Beibehaltung beitragsbezogener Renten auf Dauer gleich. Konsequenterweise sieht auch der Vorschlag der IG Metall eine Beitragserh&ouml;hung vor und er sieht auch in mehr normalen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen und in Lohnerh&ouml;hungen das eigentliche Mittel um die Rentenfinanzierung zu sichern. <\/p>\n<p>Wenn zur Absicherung gegen das Armutsrisikos eine h&ouml;here Steuerfinanzierung herangezogen werden soll, so mag das richtig sein. Jede Steuerfinanzierung der Rente setzt jedoch ein sozial gerechtes Rentensystem voraus, denn sonst bezahlen vor allem &uuml;ber die Mehrwert- und Umsatzsteuern, wiederum die Haushalte, die den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihres Einkommens verkonsumieren (m&uuml;ssen) wiederum den L&ouml;wenanteil. <\/p>\n<p>Mag man der Idee der Erwerbst&auml;tigenversicherung also noch mit viel Sympathie begegnen, so m&uuml;ssen gegen&uuml;ber deren praktischen Umsetzungsm&ouml;glichkeiten (&auml;hnlich wie bei der B&uuml;rgerversicherung) gro&szlig;e Zweifel angemeldet werden. Ein solcher Systemwechsel bringt ungeheure &Uuml;bergangsprobleme mit sich, etwa bei der Erfassung der Eink&uuml;nfte und Beitr&auml;ge der Selbst&auml;ndigen und Freiberufler. Wie soll der &Uuml;bergang dieser Berufsgruppen von deren (eigentums&auml;hnlichen) Anwartschaften auf ihre bisherige (private) Altersvorsorge verfassungskonform gestaltet werden. Das gleicht gilt f&uuml;r die Anwartschaften der Beamten auf deren Pensionen. <\/p>\n<p>Das g&auml;be jedenfalls ein langwieriges Gew&uuml;rge.<\/p>\n<p>Wenn man schon einen Systemwechsel will, warum ist man dann nicht konsequent und kommt auf den alten Vorschlag der Gewerkschaften und der fr&uuml;heren SPD zur&uuml;ck und schl&auml;gt eine &bdquo;Wertsch&ouml;pfungsabgabe&ldquo; f&uuml;r die Altersvorsorge vor.  Mit der Wertsch&ouml;pfungsabgabe w&uuml;rde man statt der Lohnsumme eines Unternehmens die gesamte Wertsch&ouml;pfung erfassen und darauf zum Beispiel die Leistungen f&uuml;r die Rentenversicherung oder auch f&uuml;r die Krankenkasse festmachen. Das w&uuml;rde tendenziell die arbeitsintensiven Betriebe mit hohem Lohnanteil entlasten und die kapitalintensiven Betriebe leicht mehr belasten. Eine einfachere und sinnvolle Regelung.<\/p>\n<p>Die IG Metall muss sehr aufpassen, dass sie mit ihrem Vorschlag nicht nur einen Theaterdonner ausl&ouml;st, der die aktuellen Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung nur &uuml;bert&ouml;nt, ohne dass es vorher geblitzt h&auml;tte.<\/p><\/li>\n<li><strong>Unbeugsame Neoliberale<\/strong><br>\nDie Monopolkommission der Bundesregierung geh&ouml;rt zu jenen Institutionen, deren Existenz den meisten Menschen verborgen bleibt, dabei handelt es sich um einen der wichtigsten direkt an die Exekutive angebundenen neoliberalen Thinktanks. Alle zwei Jahre erstellt das f&uuml;nfk&ouml;pfige, laut Eigendefinition &raquo;unabh&auml;ngige Beratergremium&laquo; ein Hauptgutachten, welches in erster Linie die Fortschritte bei der Liberalisierung der ehemals von staatlichen Monopolen kontrollierten M&auml;rkte auflisten bzw. &raquo;Wettbewerbshemmnisse&laquo; aufzeigen soll.\n<p>Am Mittwoch war es wieder mal soweit. Der turnusgem&auml;&szlig; scheidende Kommissionsvorsitzende J&uuml;rgen Basedow, hauptberuflich Direktor am Max-Planck-Institut f&uuml;r internationales Privatrecht, stellte in Berlin das umf&auml;ngliche Papier mit dem Titel &raquo;Weniger Staat, mehr Wettbewerb &ndash; Gesundheitsm&auml;rkte und staatliche Beihilfen in der Wettbewerbsordnung&laquo; vor. Dem &raquo;Krankenhausmarkt&laquo; ist dem Titel entsprechend ein eigenes Kapitel gewidmet. Beklagt wird die immer noch &raquo;zu hohe Regulierungsdichte&laquo;, die &raquo;den Kr&auml;ften des Marktes nur noch wenig Raum&laquo; lasse. Das Gutachten konstatiert wohlwollend &raquo;stetige Rationalisierung mit vermehrten Krankenhausfusionen und der Privatisierung &ouml;ffentlicher Kliniken&laquo;. Die durch letzteres bedingte &raquo;Minderung politischer Einfl&uuml;sse&laquo; st&auml;rke die Anreize f&uuml;r Krankenh&auml;user &raquo;zu einem an wirtschaftlichen Kriterien ausgerichteten Angebot&laquo;. Ein Dorn im Auge ist der Kommission die von den Bundesl&auml;ndern geleistete zentrale Krankenhausplanung und die damit verbundene Investitionsf&ouml;rderung. Dies sei &raquo;ein wichtiges Hemmnis f&uuml;r Innovationen&laquo;. Verlangt wird eine Krankenhausplanung, &raquo;die nicht l&auml;nger die Gew&auml;hrleistung einer allumfassenden Krankenhausversorgung auf dem Gebiet eines jeden Bundeslandes im Blick hat, sondern lediglich auf die Sicherstellung einer unbedingt erforderlichen Mindestversorgung gerichtet ist&laquo;. Der Rest der Versorgung m&uuml;sse sich durch Wettbewerb entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-10\/049.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu passt: <\/em><\/p>\n<p><strong>Krankenversicherte w&uuml;nschen mehr Flexibilit&auml;t<\/strong><br>\nDie Deutschen w&uuml;nschen sich vielf&auml;ltigere und individuellere Angebote von ihrer Krankenversicherung. F&uuml;r diese zus&auml;tzlichen Leistungen sind sie teilweise auch bereit, mehr Geld auszugeben. Dies geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor. Insgesamt entwickle sich das Gesundheitswesen alter Pr&auml;gung immer mehr zum &bdquo;Gesundheitsmarkt&ldquo;, hei&szlig;t es in der Studie. Dazu passend hat die Monopolkommission des Bundes dazu aufgerufen, den Krankenhausmarkt st&auml;rker auf Wettbewerb auszurichten. <\/p>\n<p>Das Ergebnis (der Berger-Studie) zeigt, dass es in den n&auml;chsten Jahren ein immer gr&ouml;&szlig;eres Angebot an Gesundheitsleistungen geben wird, f&uuml;r das die B&uuml;rger selbst zahlen. Dass nicht alle diese zus&auml;tzlichen Leistungen bezahlen k&ouml;nnen, m&uuml;sse man in Kauf nehmen, meinen die Autoren der Studie. Es m&uuml;sse und werde nach wie vor eine Basisversorgung f&uuml;r alle geben, sagte Joachim Kartte, Gesundheitsexperte bei Berger. <\/p>\n<p>Zusammen mit den von vielen Krankenkassen bereits angebotenen Zusatzversicherungen ergebe sich daraus der &bdquo;<em>erste Gesundheitsmarkt<\/em>&ldquo;. Gleichzeitig bilde sich immer st&auml;rker ein &bdquo;<em>zweiter Gesundheitsmarkt<\/em>&ldquo; heraus. Dieser umfasse alle Leistungen, die nicht erstattet werden: freiverk&auml;ufliche Medikamente, Fitnessprogramme oder Bio-Lebensmittel. Dieser &bdquo;<em>Selbstzahlermarkt<\/em>&ldquo;, so Roland Berger, wachse jedes Jahr um sieben Prozent und damit st&auml;rker als die Gesundheitsbranche insgesamt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article2195958\/Krankenversicherte_wuenschen_mehr_Flexibilitaet.html?print=yes\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Angriff von &bdquo;unten&ldquo; auf die allgemeine Krankenversorgung ist bei der letzten Gesundheitsreform noch gescheitert. Eine &bdquo;Dualisierung&ldquo; Krankversicherung (&auml;hnlich wie bei der Rente geschehen) mit einer minimalen Basisversorgung durch die gesetzlichen Krankenkassen und eine den medizinischen Standard sichernde Zusatzversorgung durch private Kassen konnte damals noch einmal abgeblockt werden. <\/em><\/p>\n<p>Roland Berger versucht nun den Einstieg von &bdquo;oben&ldquo;. Mit dem auf sanften Katzenpf&ouml;tchen daher kommenden &bdquo;Selbstzahlermarkt&ldquo; f&uuml;r &bdquo;freiverk&auml;ufliche Medikamente&ldquo; oder &bdquo;Fitnessprogrammen&ldquo;, die nun gewiss nicht zum medizinischen Standard geh&ouml;ren, sollen dann weitere &bdquo;Gesundheitsm&auml;rkte&ldquo; er&ouml;ffnet werden. Sind diese erst einmal da, dann kann hat man das urspr&uuml;ngliche Modell der minimalen Basisversorgung f&uuml;r jeden und die Normal- und Bestversorgung f&uuml;r diejenigen mit privaten Zusatzversicherungen durch die Hintert&uuml;r eingef&uuml;hrt. Das Ziel w&auml;re erreicht: Gesundheit nach dem Geldbeutel.<\/p><\/li>\n<li><strong>Arm trotz Arbeit &ndash; Auch Karriere sch&uuml;tzt vor Armut nicht<\/strong><br>\n2,5 Millionen Menschen sind arm trotz Arbeit. Fr&uuml;her waren Menschen, die zu Niedrigl&ouml;hnen arbeiteten, meist gering oder gar nicht qualifiziert. Doch das hat sich ge&auml;ndert. Dreiviertel der im Niedriglohnsektor Arbeitenden haben eine Berufsausbildung, manche sogar einen Hochschulabschluss. 22 Prozent der Berufst&auml;tigen in Deutschland arbeiten inzwischen f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne, fast so viele wie in den USA.\n<p>Das Bundesarbeitsministerium hat 650 Berufe aufgelistet, in denen weniger als sechs Euro verdient wird. In vielen Nachbarl&auml;ndern ist ein Mindestlohn l&auml;ngst selbstverst&auml;ndlich. Und er f&uuml;hrt nicht, wie das Beispiel England zeigt, zu steigender Arbeitslosigkeit. In Deutschland dagegen werden Arbeitgeber subventioniert. Denn ohne die Aufstockung durch die Arbeitsagentur reichten diese niedrigen L&ouml;hne zum Leben nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/37grad.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/30\/0,1872,7262718,00.html\">ZDF 37&deg;<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer kritisiert soll auch loben. Wir haben das ZDF oft genug als Sprachorgan der neoliberalen Reformen kritisiert. Es gibt aber offensichtlich noch Redaktionen die nicht dem Aufschwung- und Reformgeschw&auml;tz nachplappern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Leiharbeiter m&uuml;ssen &ouml;fter aufstocken<\/strong><br>\nBesch&auml;ftigte von Leiharbeitsfirmen m&uuml;ssen ihr Einkommen h&auml;ufiger &uuml;ber das Arbeitslosengeld II (Alg II) aufstocken als andere Arbeitnehmer. Die Bundesregierung schreibt in ihrer Antwort (16\/9657) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16\/9410) unter Verweis auf eine Auswertung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), dass im September 2007 91.000 sozialversicherungsversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte in der Leiharbeitsbranche gleichzeitig Alg II bezogen. Das seien 12,6 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigen in diesem Wirtschaftsbereich gewesen im Vergleich zu 2,8 Prozent in allen Wirtschaftsbereichen. Von den 91.000 Besch&auml;ftigten seien 84.000 Vollzeit- und 7.000 Teilzeitkr&auml;fte gewesen. \n<p>Weiter f&uuml;hrt die Regierung aus, nach der BA-Statistik zur Arbeitnehmer&uuml;berlassung seien die Arbeitsverh&auml;ltnisse zwischen Verleihern und Leiharbeitnehmern &uuml;berwiegend von kurzer Dauer. Von den mehr als 410.000 im ersten Halbjahr 2007 beendeten Arbeitsverh&auml;ltnissen zwischen Verleihern und Leiharbeitnehmern dauerten rund 55 Prozent weniger als drei Monate, davon dauerten fast 13 Prozent weniger als eine Woche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/aktuell\/hib\/2008\/2008_206\/10.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Aktienverluste k&ouml;nnen noch viel Geld wert sein<\/strong><br>\nWas die wenigsten wissen: die Minuszeichen auf den Depotausz&uuml;gen bieten auch Chancen. Denn wer jetzt Wertpapiere verkauft, die er noch kein Jahr h&auml;lt, kann die Verluste in den kommenden f&uuml;nf Jahren mit anfallenden Gewinnen verrechnen. Er muss also k&uuml;nftig weniger Steuern zahlen. Das ganze ist auch mit Blick auf Aktienanleihen, Garantiezertifikaten und anderen Finanzprodukten m&ouml;glich, die bislang als so genannte Finanzinnovationen au&szlig;en vor waren. \n<p>Grund f&uuml;r diese Regelung ist die ab 2009 geltende Abgeltungssteuer. Ab kommendem Jahr gehen von allen Kursgewinnen direkt 25 Prozent an den Fiskus ab &ndash; auch wenn die Papiere l&auml;nger als zw&ouml;lf Monate im Depot sind. Hinzu kommen noch Solidarit&auml;tszuschlag und eventuell Kirchensteuer, so dass es am Ende sogar 28 Prozent sein k&ouml;nnen. Gut, wer da Verluste hat, die das Finanzamt anerkennt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article2191935\/Aktienverluste_koennen_noch_viel_Geld_wert_sein.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Abgeltungssteuer ist eine Steuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen, sie wird im Rahmen der Unternehmensteuerreform ab 1. Januar 2009 pauschal 2008 auf 25 Prozent gesenkt. Bis dato unterliegen private Kapitalertr&auml;ge der Einkommensteuer und damit dem pers&ouml;nlichen Steuersatz, der zwischen 15 und 42 Prozent liegt. Die Gewinner der geplanten Neuregelung sind allein Besserverdienende. Steuerzahlern mit hohen Einkommen bringt die Abgeltungssteuer neben der finanziellen auch eine b&uuml;rokratische Entlastung, weil sie ihre Kapitalertr&auml;ge k&uuml;nftige nicht mehr gegen&uuml;ber dem Finanzamt angeben m&uuml;ssen. Der Aufwand f&uuml;r Geringverdiener steigt hingegen: Liegt ihr pers&ouml;nlicher Einkommenssteuersatz unter 30 beziehungsweise sp&auml;ter unter 25 Prozent m&uuml;ssen sie die zu viel gezahlte Steuer vom Finanzamt aktiv zur&uuml;ckfordern. Verm&ouml;gende Aktienbesitzer zahlen also nicht nur weniger Steuern, sie k&ouml;nnen auch noch ihre Spekulationsverluste steuerlich geltend machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lucas Zeise: Die Laxen und die Strikten<\/strong><br>\nFed und EZB sind weder willens, noch in der Lage, die Spekulationsexzesse zu verhindern.\n<p>Der Einfachheit halber kann man sie (Fed und EZB) auch gut als &raquo;die Laxen&laquo; und &raquo;die Strikten&laquo; bezeichnen. Grob gesprochen steht die US-amerikanische Notenbank f&uuml;r die laxe Richtung, w&auml;hrend die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) die strikte verk&ouml;rpert. Angesichts der aktuellen Finanzkrise verhalten sich beide m&auml;chtigen Zentralbanken unterschiedlich. Das ist nur zu einem Teil darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die Volkswirtschaften der beiden gro&szlig;en W&auml;hrungsr&auml;ume unterschiedlich sind und dass die US-Volkswirtschaft mit dem Zusammenbruch des heimischen Immobilienmarktes eine ungleich gewichtigere Kontraktion der Nachfrage zu bew&auml;ltigen hat als Westeuropa. Jedenfalls hat die US-Notenbank seit Ausbruch der Krise die Leitzinsen in hektischen Schritten von 5,25 auf (im Sommer 2008) nur noch zwei Prozent gesenkt. Die EZB dagegen hat nach Ausbruch der Krise im Herbst 2007 zun&auml;chst die eigentlich geplanten Leitzinsanhebungen unterlassen. Erst jetzt, im Juli 2008, hat sie bei bereits schw&auml;cher werdender Konjunktur in der Eurozone auf die stark gestiegenen &Ouml;l- und Importpreise sowie die damit anziehende Inflationsrate mit einer Minianhebung ihres Leitzinses von vier auf 4,25 Prozent reagiert. <\/p>\n<p>Das ist die unterschiedliche Reaktionsweise auf die Finanzkrise. An sich sagt sie noch wenig &uuml;ber eine unterschiedliche Interpretation der Finanzexzesse aus. Dennoch ist immer wieder erkennbar, dass die f&uuml;hrenden Vertreter der beiden Institutionen ein unterschiedliches Rollenverst&auml;ndnis haben. In der &ouml;ffentlichen oder gar akademischen Diskussion besteht dabei zwischen Laxen und Strikten ein h&ouml;chst unausgewogenes Verh&auml;ltnis. Die Strikten m&ouml;gen die EZB und ihre Handlungsweise fest im Griff haben. Ideologisch sind sie derzeit auf verlorenem Posten. Unter den Akademikern und von Banken gut bezahlten Volkswirten herrscht die laxe Lehre vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-10\/021.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant zu lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mit gekreuzten Fingern &ndash; Internationale Gerichtsbarkeit &agrave; LA Carte<\/strong><br>\nWenn Kinder gegen ihren Willen den Eltern etwas versprechen m&uuml;ssen, kreuzen sie &uuml;blicherweise einfach ihre Finger. Dem Kinderglauben zufolge macht solche Magie das Gel&uuml;bde unwirksam. Wenn ausgewachsene Regierungen ebensolche Winkelz&uuml;ge auf der internationalen B&uuml;hne vollf&uuml;hren, nennt man dies: einen f&ouml;rmlichen Vorbehalt erkl&auml;ren. Letzteres tat die Bundesregierung, als sie beschloss, dass Deutschland sich im Falle zwischenstaatlicher Streitfragen zk&uuml;nftig der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofes (IGH) in Den Haag unterwerfen w&uuml;rde. Dies geschah mit zwei wesentlichen Einschr&auml;nkungen: Zum einen sollen s&auml;mtliche Streitigkeiten &uuml;ber &ldquo;die Verwendung von Streitkr&auml;ften im Ausland&rdquo; der Zust&auml;ndigkeit des IGH entzogen sein, zum anderen soll &uuml;ber Konfliktf&auml;lle, welche &ldquo;die Nutzung des Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Deutschland einschlie&szlig;lich des dazugeh&ouml;renden Luftraumes sowie von deutschen souver&auml;nen Rechten und Hoheitsbefugnissen unterliegenden Seegebieten f&uuml;r milit&auml;rische Zwecke&rdquo; betreffen, keinesfalls Den Haag entscheiden.<br>\nLeider sendet das Kabinett Merkel mit seiner Verfahrensweise in einer Zeit, die ohnehin durch eine rasante Erosion v&ouml;lkerrechtlicher Standards gepr&auml;gt ist, verheerende Signale aus. Statt vorbehaltlos das V&ouml;lkerrecht zu st&auml;rken, wie es in der UN-Charta kodifiziert ist, wird deutlich gemacht, dass man die juristische Debatte um milit&auml;rische Streitfragen vor dem Internationalen Gerichtshof scheut wie der Teufel das Weihwasser.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2008\/28\/08280201.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Den Urteilen des Europ&auml;ischen Gerichtshofs, wenn es um die Durchsetzung marktradikaler Prinzipien gegen Streikrecht und gegen &ouml;ffentliche Ausschreibungen mit der Auflage der Einhaltung von Tarifstandards unterwirft sich die Bundesregierung aber offenbar gerne. Da braucht man ja auch nicht die Finger zu kreuzen, denn das will man ja.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>USA und (die Regierung von)Tschechien einig &uuml;ber Radar<\/strong><br>\nIn Prag unterzeichneten US-Au&szlig;enministerin Condoleezza Rice und der tschechische Premierminister Mirek Topolanek ein Abkommen, das die Stationierung einer Radaranlage auf tschechischem Boden erm&ouml;glicht. Der Staatsbesuch der US-Politikerin in Prag wurde von heftigen Protesten begleitet. Die linksgerichteten Opposition, aber auch viele B&uuml;rger, lehnen den Raketen-Abwehrschild ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1364586&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Dienst nach Chinas Vorschrift<\/strong><br>\nDie aufstrebende Nation hat Arbeitern zu Jahresbeginn mehr Rechte einger&auml;umt, zum Verdruss der Investoren. Ausl&auml;ndische Manager st&ouml;hnen. Sie f&uuml;rchten das Erstarken der Mitbestimmung &ndash; wie einst in S&uuml;dkorea. Kaum ein Vorhaben hatte westliche wie chinesische Wirtschaftslenker im Vorfeld so aufgebracht. Das Gesetz werde &ldquo;<em>Chaos in den Arbeitsmarkt<\/em>&rdquo; bringen, hatte die US-Handelskammer gezetert. F&uuml;r deutsche Lobbyisten symbolisierte es sogar &ldquo;die R&uuml;ckkehr zur eisernen Reisschale&rdquo;, wie das staatliche Versorgungssystem unter Mao hie&szlig; &ndash; nur dass das soziale Polster jetzt von der Wirtschaft geschultert w&uuml;rde. Die Wirtschaftsvertreter aus dem In- und Ausland starteten einen Feldzug. &ldquo;Die Lobbyarbeit der Au&szlig;enhandelskammer hat dazu gef&uuml;hrt, dass das Gesetz entsch&auml;rft wurde, etwa bei den Abfindungsregelungen&rdquo;, hei&szlig;t es heute bei der Interessenvertretung der deutschen Unternehmen in Peking. Pikant dabei: Ausgerechnet deutsches Recht stand f&uuml;r das Gesetz Pate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Ende%20Billigl%F6hne%20Dienst%20Chinas%20Vorschrift\/383725.html\">FTD<\/a>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>China l&auml;sst deutsche Fabriken schlie&szlig;en<\/strong><br>\nSechs deutsche Konzerne sollen angeblich ihre Fabriken nahe Peking vor&uuml;bergehend schlie&szlig;en &ndash; um die Luftverschmutzung w&auml;hrend der olympischen Spiele gering zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1364942&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/\">FR<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Allgemein herrscht die Vorstellung, dass die veraltete, chinesische  Industrie f&uuml;r die horrende Umweltbelastung Chinas verantwortlich ist. Obige Meldung macht deutlich, dass auch etliche westliche Unternehmen zu den Dreckschleudern geh&ouml;ren, welche die Luft verpesten und die Menschen krank machen. Die entscheidenden Motive f&uuml;r Produktionsverlagerungen nach China sind wie bekannt Markterschlie&szlig;ung und Kosteneffizienz, aber offensichtlich  spielen bei letzterem die kaum vorhandenen Kosten f&uuml;r den Umweltschutz  eine nicht unwesentliche Rolle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU-Internet-&Uuml;berwachungspl&auml;ne gef&auml;hrden Grundrecht auf Informationsfreiheit<\/strong><br>\nDer Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) warnt vor den EU-Pl&auml;nen einer weiteren Ausweitung der Kontrolle im Internet. Wenn es nach dem Willen der Musikindustrie und einiger EU-Abgeordneter geht, sollen k&uuml;nftig Internetserviceprovider ihre Kunden &uuml;berwachen und beim wiederholten Herunterladen illegaler Inhalte die Internetverbindung kappen k&ouml;nnen. &bdquo;Die Ideen zur zwangsweisen Abschaltung des Internetzugangs sind v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und inakzeptabel&ldquo;, sagt Vorstand Gerd Billen und erg&auml;nzt mit Blick auf die j&uuml;ngste Abh&ouml;raff&auml;re der Telekom: &ldquo;<em>Wenn die EU-Pl&auml;ne umgesetzt werden, ist morgen Gesetz, was gestern noch ein Skandal war<\/em>.&rdquo; Mit solchen &Uuml;berwachungsma&szlig;nahmen w&uuml;rde sich die Europ&auml;ische Union von der Netzneutralit&auml;t verabschieden und ein Internet-&Uuml;berwachungsregime etablieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1031\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a><\/li>\n<li><strong>Metzger l&auml;uft wieder ins Messer<\/strong><br>\nWer den Ex-Gr&uuml;nen und Neu-CDUler nach seiner Niederlage beim Kampf um die CDU-Bundestagskandidatur im Wahlkreis Biberach fragt, ob er denn nun sein politisches Gl&uuml;ck im Wahlkreis Bodensee suchen will, bekommt ausweichende Antworten. &ldquo;Ich &uuml;berst&uuml;rze nichts&rdquo;, sagt der Politiker Journalisten&hellip; Au&szlig;erdem sei er es ja nicht gewesen, der sich als CDU-Kandidat f&uuml;r den Wahlkreis Bodensee ins Gespr&auml;ch gebracht habe. Aber er &uuml;berlege es sich. Bisher gibt es zwei Bewerber f&uuml;r die Kandidatur. Eine Christine Kiefer, Vorstandmitglied der Kreis-CDU in &Uuml;berlingen am Bodensee, und den B&uuml;rgermeister Lothar Riebsamen aus dem Flecken Herdwangen-Sch&ouml;nach. Der gewichtigste Gegner Metzgers ist jedoch der CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Schockenhoff. Ein Mann mit politischem Gewicht. Er sitzt im CDU-Landesvorstand Baden-W&uuml;rttemberg und ist im Bundestag stellvertretender CDU\/CSU-Fraktionsvorsitzender. Vor allem jedoch: Schockenhoff ist Chef des CDU-Bezirksverbands S&uuml;dw&uuml;rttemberg-Hohenzollern. Der Wahlkreis Bodensee liegt damit in seinem Bereich. Er selbst hat den bisherigen Wahlkreis Ravenburg-Bodensee seit 1990 stets mit Wahlergebnissen um die 50 Prozent erobert, ehe dieser Wahlkreis f&uuml;r die Bundestagswahl 2009 in den Wahlkreis Bodensee und den Wahlkreis Ravensburg geteilt wurde. Schockenhoff machte im Gespr&auml;ch mit stern.de klar, dass er Metzger nicht als &ldquo;Erbe&rdquo; will. &ldquo;Ich glaube, dass Oswald Metzger eine B&uuml;hne sucht, um sich selbst politisch zu inszenieren. Er hat aber &uuml;berhaupt kein Interesse an der praktischen Umsetzung von Politik.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Bundestagswahl--Metzger-Messer\/626650.html?pr=1\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mal sehen ob der stern Recht beh&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Franz Walter findet die SPD erb&auml;rmlich<\/strong><br>\nDer G&ouml;ttinger Parteienforscher Franz Walter ist seit 36 Jahren Mitglied in der SPD. Doch er ist entt&auml;uscht: Die Partei des &ldquo;kleinen Mannes&rdquo; sei die SPD schon lange nicht mehr. Warum die Partei sogar Angst vor den unteren Schichten hat, und was die CDU alles besser macht &ndash; dar&uuml;ber sprach Franz Walter mit WELT ONLINE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2193603\/Franz_Walter_findet_die_SPD_erbaermlich.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mit Verlaub, Franz Walter, so ein Interview mit der Welt w&uuml;rde ich nie machen. Merken Sie nicht, dass Sie nur von ihren politischen Gegnern missbraucht, ja sogar gedem&uuml;tigt werden. Sie geben mal wieder den Parteienforscher, sprechen von Milieus und parteipolitischen Biografien u.a.m., warum beziehen Sie Ihre &ndash; berechtigte &ndash; Kritik an der SPD nicht auf deren politisches Handeln. Wenn Sie an den Inhalten der Politik das &bdquo;erb&auml;rmliche&ldquo; der SPD darstellen w&uuml;rden, dann k&ouml;nnten Sie auch nicht von Ihren politischen Gegnern vereinnahmt werden.<br>\nAber dann w&uuml;rden Sie in der Welt keine Interviews mehr bekommen und im Spiegel keinen Platz f&uuml;r ihre Features.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verbraucherzentrale Bundesverband fordert Internet-Zukunft f&uuml;r &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk<\/strong><br>\nDie L&auml;nderparlamente m&uuml;ssen im parlamentarischen Verfahren zum 12. Rundfunk&auml;nderungsstaatsvertrag eine Politik zulasten der Geb&uuml;hrenzahler verhindern. Das erkl&auml;rt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) anl&auml;sslich der heutigen Jahrespressekonferenz des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger. Diese verlangen nach wie vor, das Online-Angebot der &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender massiv zu beschr&auml;nken. Der Vorschlag der Ministerpr&auml;sidenten der Bundesl&auml;nder vom 12. Juni 2008 sieht genau dies vor. &ldquo;Wir bleiben dabei: Die Geb&uuml;hrenzahler haben einen Anspruch auf ausreichende Informationen auch &uuml;bers Internet&rdquo;, erkl&auml;rt Vorstand Gerd Billen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vzbv.de\/go\/presse\/1030\/index.html?ref_presseinfo=true\">Verbraucherzentrale Bundesverband<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Hoffnung der Verbraucherzentrale auf die L&auml;nderparlamente ist allerdings tr&uuml;gerisch. Die L&auml;nderparlamentarier k&ouml;nnen zu dem Vertrag nur Ja oder Nein sagen. Sagen sie Nein, so tritt der Vertrag nicht in Kraft. Dieses Risiko des Scheiterns wagt eine Parlamentsmehrheit ganz selten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Da wird es einem zu viel&ldquo;<\/strong><br>\nUlrich Tilgner kritisiert das ZDF, Berichte aus Afghanistan und Marietta Slomka als Peking-Touristin. Die Schweiz hat nicht den Formierungszwang eines Nato-Staates. Wenn die Nato-Staaten in Afghanistan kollektiv eingreifen, wollen sie ihr Auftreten dort in ein entsprechendes Licht stellen. Weil die Schweiz nicht in diesem Verbund ist, kann sie die Situation neutraler beschreiben&hellip; F&uuml;r mich ist es politisch viel einfacher, weil die Schweiz auch Ver&auml;nderungen, zum Beispiel, in Afghanistan offener gegen&uuml;ber steht und zudem eher bereit ist, Fehler westlicher Politik zu erkennen.\n<p>Wie eng ist der Blickwinkel von Journalisten, die, wie das mittlerweile &uuml;blich ist, nur in Begleitung von Bundeswehrsoldaten durch ein Krisengebiet reisen? Wenn Sie genau hinsehen, wer noch allein und unabh&auml;ngig unterwegs ist und berichtet, dann erschrecken Sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien-news\/;art15532,2568375\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>100.000 Euro Bu&szlig;geld f&uuml;r Bohlens Spr&uuml;che <\/strong><br>\nDie derben Spr&uuml;che von Juror Dieter Bohlen bei &ldquo;Deutschland sucht den Superstar&rdquo; kosten RTL nun 100.000 Euro Bu&szlig;geld. Das hat die Kommission f&uuml;r Jugendschutz der Landesmedienanstalten beschlossen. Trotz der Strafe unter anderem wegen Beleidigung ist der Privatsender glimpflich davon gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/fernsehen\/article2194438\/100.000_Euro_Bussgeld_fuer_Bohlens_Sprueche_.html?print=yes\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie viel Werbeminuten, diese Strafe wegen menschenverachtender Beleidigungen RTL wohl kosten mag?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hamburg will keine Phorms-Schulen<\/strong><br>\nDie Hamburger Bildungsbeh&ouml;rde hat die Gr&uuml;ndung von zwei Phorms-Schulen abgelehnt. Die bundesweit t&auml;tige Privatschulkette will in der Hansestadt eine Grundschule und ein Gymnasium aufbauen. Nach FTD-Informationen begr&uuml;ndet die Bildungsbeh&ouml;rde ihre Ablehnung damit, dass f&uuml;r die Grundschule &bdquo;kein besonderes p&auml;dagogisches Interesse&ldquo; bestehe, zudem sei das Schulgeld in H&ouml;he von 200 Euro zu hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Privatschulen%20Hamburg%20Phorms%20Schulen\/383744.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Immerhin. Leider muss man davon ausgehen, dass diese Entscheidung nicht lange Bestand haben d&uuml;rfte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>In Deutschland droht die geistige Selbstkolonialisierung<\/strong><br>\nDie neuen Uni-Abschl&uuml;sse Bachelor und Master sind fragw&uuml;rdig. Sie werden zu schematisch umgesetzt und verkennen die Traditionen deutscher Universit&auml;ten.Die Art, wie heute in Deutschland die Zweistufigkeit &uuml;ber alle F&auml;cher und Studieng&auml;nge pauschal exekutiert wird, ist jedenfalls einmalig &ndash; sowohl im geschichtlichen R&uuml;ckblick als auch im internationalen Vergleich.\n<p>Bisher sind die Ergebnisse nicht &uuml;berzeugend. In den Naturwissenschaften hatte das Diplom international einen guten Ruf. Und das Vordiplom war eine sinnvolle Zwischenkontrolle. Welcher Abschluss wird den Rang des Diploms einnehmen? Und wenn es nur der zweite Abschluss sein wird &ndash; war dann die Reform notwendig? In der Ingenieurausbildung gab es eine sinnvolle Aufgabenteilung zwischen Universit&auml;ten und Fachhochschulen. Warum sollte diese nicht fortgef&uuml;hrt werden? Problematisch ist nicht die Zweistufigkeit, sondern ihre schematische und fachblinde Umsetzung. Die erste Stufe soll &ndash; m&ouml;glichst in drei Jahren &ndash; &uuml;berall eine wissenschaftliche Grundbildung mit einer fachlichen Berufsbef&auml;higung verbinden. So etwas gibt es nirgendwo in der Welt.<\/p>\n<p>Schlimmer noch war, dass dabei der Eindruck erweckt wurde, jetzt w&uuml;rden die deutschen Hochschulen endlich international. Denn &bdquo;Bachelor&ldquo; und &bdquo;Master&ldquo; seien internationale Grade. Tats&auml;chlich findet man sie in vielen L&auml;ndern, vor allem in englischsprachigen. Nur stehen sie dort f&uuml;r sehr unterschiedliche Abschlussarten. Der englische B.A. ist meist etwas v&ouml;llig anderes als der B.A. in den USA. In Wahrheit ist durch die englischen Gradbezeichnungen ein durchdachter und sachgem&auml;&szlig;er Umgang mit der Zweistufigkeit der Abschl&uuml;sse oft erschwert oder verhindert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=1877104\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich habe den Autor, Hans Joachim Meyer, als damaligen s&auml;chsischen Wissenschaftsminister in der KMK und anderen Bildungsgremien kennen und sch&auml;tzen gelernt.<\/em><\/p>\n<p>Er ist ein traditionsbezogener, wertkonservativer und gleichzeitig sachkundiger Politiker. Wenn ich einmal von dem f&uuml;r einen Politiker verst&auml;ndlichen Selbstlob und von der &Uuml;bersch&auml;tzung der deutschen Universit&auml;tstradition absehe, dann halte ich seine Kritik am Bologna-Prozess und an der Exzellenz-Initiative im Kern f&uuml;r berechtigt. Auch seine Kritik an dem teilweise l&auml;cherlichen Versuch von Internationalisierung durch die Einf&uuml;hrung von Vorlesungen und Studienarbeiten auf Englisch teile ich. Internationale Anerkennung erhalten deutsche Universit&auml;ten nicht dadurch, dass deutschsprachige Hochschullehrer sich mit der englischen Sprache abqu&auml;len und Studierende ihre Referate in Pidgin English vortragen, sondern indem sie international anerkannte wissenschaftliche Leistungen erbringen. Nichts gegen das Ein&uuml;ben der englischen Sprache w&auml;hrend des Studiums auch im eigenen Fach, aber an vielen Hochschulen gilt das Englische schon als Exzellenz-Ausweis. Es wird oft nicht einmal bemerkt, dass sich viele Hochschullehrer vor lauter Internationalit&auml;t vor native speakers nur l&auml;cherlich machen und gemessen an deren geschliffener Rhetorik in ihrer Muttersprache nur thumbe Thore abgeben. <\/p><\/li>\n<li><strong>Zu guter letzt:<\/strong>\n<p><strong>Sch&auml;uble verteidigt Einb&uuml;rgerungstest<\/strong><br>\nBundesinnenminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) hat den zum Teil scharf kritisierten Einb&uuml;rgerungstest f&uuml;r Ausl&auml;nder verteidigt. &ldquo;Da wird keiner &uuml;berfordert&rdquo;, sagte er der &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo;.<\/p>\n<p>&ldquo;<em>Wir sind gro&szlig;z&uuml;gig in der Gew&auml;hrung der deutschen Staatsb&uuml;rgerschaft, aber die Einb&uuml;rgerung ist nicht voraussetzungslos. Ein Hochschulstudium setzt sie jedoch nicht voraus.<\/em>&rdquo; Der Test sei &ldquo;<em>nicht so anstrengend wie die F&uuml;hrerscheinpr&uuml;fung<\/em>&ldquo;, er diene nicht dazu Gesinnungen oder &Uuml;berzeugungen abzufragen. Mit dem bundesweit einheitlichen Test sollen Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverh&auml;ltnisse in Deutschland nachgewiesen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1364905&amp;em_ref=\/top_news&amp;em_ivw=fr_topnews&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Machen Sie einfach einmal spa&szlig;eshalber den von der FR angebotenen Einb&uuml;rgerungstest mit, dann k&ouml;nnen Sie testen, ob Sie ein guter Staatsb&uuml;rger sind. Fragen Sie Ihre Kinder und Nachbarn, dann k&ouml;nnen Sie erkennen, wer eigentlich die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft nicht verdient hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Das 1. deutsche Zwangsensemble<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=62qPNcg7_Cw\">Youtube<\/a> <\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3329"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3329\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}