{"id":3330,"date":"2008-07-11T09:12:50","date_gmt":"2008-07-11T07:12:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3330"},"modified":"2008-07-11T12:35:03","modified_gmt":"2008-07-11T10:35:03","slug":"hinweise-des-tages-689","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3330","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3330&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Die R&uuml;ckkehr des R-Worts<\/strong><br>\nNach der Serie schlechter Konjunkturdaten in den vergangenen Tagen halten es Experten erstmals seit Jahren wieder f&uuml;r m&ouml;glich, dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abgleitet. Vor allem ein Parameter ist daf&uuml;r entscheidend. &ldquo;<em>Es muss nicht mehr viel passieren, dass wir in eine Rezession schlittern<\/em>&ldquo;, sagte Andreas Scheuerle, Europa-Chef&ouml;konom der Deka-Bank. Diese Einsch&auml;tzung vertrat auch Holger Schmieding, Europa-Chefvolkswirt der Bank of America. Die Wirtschaft sei nicht weit entfernt, die Standarddefinition f&uuml;r eine Rezession zu erf&uuml;llen. Darunter verstehen Experten ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung zwei Quartale hintereinander. \n<p>Auf eine drastische Verschlechterung der Konjunktur lie&szlig;en am Mittwoch Meldungen schlie&szlig;en, wonach die deutschen Exporteure im Mai 3,2 Prozent weniger verkauften als im Vormonat. Dies war der gr&ouml;&szlig;te Einbruch innerhalb eines Monats seit Februar 2005.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Rezessionsangst%20Die%20R%FCckkehr%20R%20Worts\/384065.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Noch l&auml;uft es rund<\/strong><br>\nDie deutschen Exporte werden im ersten Halbjahr wohl auf einen Rekordwert klettern. Trotz hoher &Ouml;lkosten w&auml;chst die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Unternehmen. Energiesparen wird zum Verkaufsschlager deutscher Technologie. Roland Bunzenthal liefert Daten zu den Bereichen Chemie, Maschinenbau, Stahl, Autos<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1365164&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Wirtschaft w&auml;chst nur noch schwach<\/strong><br>\nNach dem furiosen Jahresauftakt d&uuml;rfte die deutsche Wirtschaft nach DIW-Einsch&auml;tzung deutlich langsamer gewachsen sein. Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) rechnet mit einem Einbruch des deutschen Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal, blickt aber zuversichtlich in die Zukunft. F&uuml;r die Monate April bis Juni sei ein Wachstum von 0,2 Prozent zu erwarten, hei&szlig;t es in dem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/deutsche-wirtschaft-waechst-nur-noch-schwach;2010169\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das w&auml;re eigentlich nicht lesenswert. Aber es ist ein so typisches Belegst&uuml;ck f&uuml;r Meinungsmache und die Kritiklosigkeit unserer Journalisten, dass ein Hinweis doch lohnt. &bdquo;Furioser&ldquo; Jahresauftakt? Wo war der denn? Und dann Kaffeesatzleserei der Offiziellen und der so genannten Experten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Big Three am Abgrund<\/strong><br>\nSinkende Verkaufszahlen, schrumpfende Marktanteile, fallende Aktienkurse &ndash; GM, Ford und Chrysler stecken in der gr&ouml;&szlig;ten Krise ihrer Geschichte. Selbst das bisher Undenkbare wird nicht mehr ausgeschlossen: eine Pleite.\n<p>Die US-Autoindustrie steckt in der gr&ouml;&szlig;ten Krise seit Gr&uuml;ndung der Big Three. Die Absatzzahlen sinken dramatisch, die Marktanteile der Hersteller schrumpfen, die Aktienkurse fallen. Seit Jahren w&auml;hrt die Dauermisere, nun wird sie existenzbedrohend. 300.000 Jobs gingen seit 1999 verloren, ganze Fabriken wurden geschlossen. Die einst &uuml;berm&auml;chtige Position auf dem Weltmarkt scheint f&uuml;r GM, Ford und Chrysler unwiederbringlich verloren. Und die Konkurrenz aus Europa und Asien mit ihren zuverl&auml;ssigen, sparsamen Autos steht bereit, die L&uuml;cke zu f&uuml;llen. 1980 stammten drei Viertel der in den USA verkauften Autos aus Detroit, im Juni 2008 waren es nur noch 46,4 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/384023.html?p=1\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Brisanter Bericht der B&ouml;rsenaufsicht  &ndash; Analysten verschweigen Risiken<\/strong><br>\nAnalysten und Manager der gro&szlig;en Ratingagenturen Standard &amp; Poors (S&amp;P), Moodys und Fitch haben die Gefahren der Subprime-Krise um US-Ramschhypotheken fr&uuml;h erkannt, ihr Wissen aber f&uuml;r sich behalten.\n<p>Dies hat jetzt die US-B&ouml;rsenaufsicht SEC aufgedeckt. Sie ver&ouml;ffentlichte einen 37-seitigen Bericht, in dem zum Teil auch anonymisierte interne E-Mails zitiert werden. Darin mokieren sich die Analysten &uuml;ber ihre eigenen Ratings. Man schaffe ein &ldquo;<em>Monster<\/em>&ldquo;, schrieb zum Beispiel ein hochrangiger Analyst an einen Kollegen im eigenen Hause &uuml;ber sogenannte Collateralised Debt Obligations (CDOs). Bei diesen werden oft strukturierte Anleihen nochmals umverpackt. &ldquo;<em>Hoffentlich sind wir alle reich und in Rente, wenn dieses Kartenhaus zusammenf&auml;llt<\/em>&ldquo;, schrieb der Analyst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/analysten-verschweigen-risiken;2010190\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das haben wir schon immer vermutet. Nat&uuml;rlich wussten die Kenner, was gespielt wird. Die Kenner sind reich geworden. Und wir als Steuerzahler zahlen daf&uuml;r. So will es auch unser Finanzminister und sein famoser neuer Staatssekret&auml;r, J&ouml;rg Asmussen, ehemals Leiter der Abteilung &bdquo;Finanzmarktpolitik&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>AKW-Kampagne<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So bleiben Sie AKW-Gegner<\/strong><br>\nWas dabei war, Konsens zu werden, scheint zu kippen. Selbst manche Gegner zweifeln am Nein zur Atomenergie. taz.de entlarvt die h&auml;ufigsten Pro-Argumente der AKW-Debatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/so-bleiben-sie-atomkraftgegner\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie im Streit um Atomkraft getrickst wird<\/strong><br>\nDer Betreiber des Atomkraftwerks Biblis will mit Wartungsarbeiten erreichen, dass der Meiler l&auml;nger als geplant am Netz bleibt &ndash; bis eine neue, m&ouml;glicherweise kernkraft-freundlichere Regierung im Amt ist. \n<p>Der Energiekonzern RWE will daf&uuml;r sogar sein Atomkraftwerk Biblis A im kommenden Jahr f&uuml;r vier Monate vom Netz nehmen. Bei dieser &bdquo;<em>Revision<\/em>&ldquo;, die offiziell zur &Uuml;berpr&uuml;fung des technischen Zustands der Anlage dient, wird kein Strom produziert. Da sich die Laufzeit der AKW an der produzierten Strommenge orientiert, k&ouml;nnte Biblis A durch diese Verz&ouml;gerung bis 2010 am Netz bleiben. Die n&auml;chste Bundestagswahl findet im Herbst 2009 statt. Danach k&ouml;nnte eine potentielle kernernergiefreundliche Mehrheit von Union und FDP den Atomausstieg r&uuml;ckg&auml;ngig machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article2200591\/Wie_im_Streit_um_Atomkraft_getrickst_wird.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>BILDblog zur Atomkraftkampagne von Bild: Das Santenm&auml;nnchen ist wieder da<\/strong><br>\nWas bedeutet es eigentlich, wenn &ldquo;<em>RWI-Experte Manuel Frondel<\/em>&rdquo; in &ldquo;Bild&rdquo; sagt:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/bild_schnipsel.jpg\" alt=\"Bild Schnipsel\"><\/p>\n<p>Bedeutet das wirklich, dass mit einer &ldquo;Milliarden-Ersparnis f&uuml;r Wirtschaft und Verbraucher&rdquo; zu rechnen sei, wie &ldquo;Bild&rdquo; behauptet (und &ldquo;<em>Focus Online<\/em>&rdquo; weiterverbreitet)? <\/p>\n<p>Nicht unbedingt. Wie der &ldquo;<em>Klima-L&uuml;gendetektor<\/em>&rdquo; berichtet, r&auml;ume sogar &ldquo;<em>RWI-Experte<\/em>&rdquo; Frondel auf Nachfrage ein, dass &ldquo;die Erzeugungskosten erstmal nichts mit dem Endpreis des Stroms zu tun&rdquo; h&auml;tten. Die errechnete Ersparnis falle vielmehr bei den Stromkonzernen an und m&uuml;sse von denen nat&uuml;rlich nicht an die Verbraucher weitergegeben werden &ndash; was Frondel &ldquo;<em>so auch nie gesagt<\/em>&rdquo; haben will, offenbar nicht mal zu &ldquo;Bild&rdquo;. Der &ldquo;<em>Klima-L&uuml;gendetektor<\/em>&rdquo; schlie&szlig;t aber nicht mal aus, dass Frondel in seinem &ldquo;Bild&rdquo;-O-Ton mit &ldquo;uns&rdquo; ohnehin nicht &ldquo;Wirtschaft und Verbraucher&rdquo; (also uns) gemeint hat, sondern blo&szlig; seine unsere Energiewirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/3072\/das-santenmaennchen-ist-wieder-da%20\">BILDblog<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Strahlender Sumpf<\/strong><br>\nEine Besuchergruppe um den nieders&auml;chsischen Umweltstaatssekret&auml;r Stefan Birkner (FDP) steht vor der Abbau-Kammer 12. &ldquo;Vorsicht Kontamination&rdquo; warnt ein Blechschild. Dahinter stehen vier Plastikbottiche mit schwarz-gelben Radioaktivit&auml;tsaufklebern, ein paar Schl&auml;uche f&uuml;hren in eine dunkle Ecke. Dort ist der Sumpf, der pl&ouml;tzlich die Aufmerksamkeit auf die fast schon vergessene Asse richtete. Salzbr&uuml;he l&auml;uft in den Sumpf, verseucht mit C&auml;sium 137. Der zul&auml;ssige Grenzwert wurde zeitweise um das Elffache &uuml;berschritten.\n<p>Als die verstrahlte Suppe 2005 bei Sicherungsarbeiten in den maroden Salzkammern entdeckt wurde, entschlossen sich die Helmholtz-Leute, die Lauge einfach tiefer auf die 950-Meter-Sohle zu pumpen &ndash; ohne Genehmigung, ein Anruf beim Landesbergamt sollte gen&uuml;gen. Das Umweltministerium in Hannover wurde nach eigenen Angaben nicht &uuml;ber die Strahlenbelastung unterrichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1365060&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/reportage&amp;em_ivw=fr_reportage&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Atomunfall in Frankreich : Baden und Fischen verboten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1365142&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Bahn will keine Volksaktie werden<\/strong><br>\nWeder Fernsehwerbung noch Rabatte: Die Deutsche Bahn m&ouml;chte sich bei ihrem B&ouml;rsengang im Herbst nicht um Kleinanleger bem&uuml;hen. Und wenn die Profiinvestoren nicht anbei&szlig;en? Dann gibt es keinen Ausweichplan. F&uuml;r den im Herbst geplanten B&ouml;rsengang w&uuml;rden prim&auml;r institutionelle Investoren in Europa, dem Nahen Osten und Asien angesprochen, sagte Bahn-Finanzchef Diethelm Sack am Donnerstag in Frankfurt. Privatanleger seien nicht die Zielgruppe und sollen daher auch nicht mit aufwendigen Fernsehwerbung oder Rabatten gelockt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/handel_dienstleister\/:B%F6rsenpl%E4ne%20Bahn%20Volksaktie\/384249.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ist aus dem Beschluss des Hamburger Parteitags der SPD zur Privatisierung unter der Bedingung &bdquo;stimmrechtsloser Volksaktien&ldquo; geworden. Kein Wort des SPD-Verkehrsministers Tiefensee,  kein Protest des Parteivorstandes ist zu h&ouml;ren, kein Bezirk der SPD verlangt die Einberufung eines Parteitags. So l&auml;sst sich die SPD an der Nase herumf&uuml;hren und wundert sich, dass sie nicht mehr ernst genommen wird. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU-Parlament segnet milit&auml;rische Nutzung von Galileo ab <\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat am heutigen Donnerstag mit gro&szlig;er Mehrheit einer Resolution zur &ldquo;<em>Bedeutung des Weltraums f&uuml;r die Sicherheit Europas<\/em>&rdquo; zugestimmt. Der vom deutschen CDU-Abgeordneten und Vorsitzenden des Unterausschusses f&uuml;r Sicherheit und Verteidigung im Europaparlament, Karl von Wogau, eingereichte Resolutionsentwurf enthielt unter anderem die Forderung, dass das k&uuml;nftige europ&auml;ische Satellitennavigationssystem Galileo f&uuml;r Operationen im Rahmen der Europ&auml;ischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) &ldquo;<em>zur Verf&uuml;gung stehen<\/em>&rdquo; soll. 502 Abgeordnete stimmten f&uuml;r den Resolutionsentwurf, 83 dagegen. &Auml;nderungsantr&auml;ge der europ&auml;ischen Gr&uuml;nen, Galileo ausschlie&szlig;lich f&uuml;r zivile Zwecke zu nutzen, wurden abgelehnt.\n<p>Angetreten waren die Protagonisten eines eigenen europ&auml;ischen Satellitennavigationssystems einst mit der Aussage, dass bei Galileo nur zivile Nutzungszwecke vorgesehen seien. Doch sp&auml;testens mit der Dienste-Festlegung Ende 2004 war mit der naiven Annahme, das Milit&auml;r k&ouml;nne bei Galileo au&szlig;en vor gelassen werden, Schluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/EU-Parlament-segnet-militaerische-Nutzung-von-Galileo-ab--\/meldung\/110727\">Heise newsticker<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Ministerin legt sich mit Hundt an<\/strong><br>\nDie Regierung habe &ldquo;<em>ihre Zusage eingehalten und die parit&auml;tisch zu finanzierenden Lohnnebenkosten unter 40 Prozent gesenkt<\/em>&ldquo;; aktuell liege dieser Wert &ldquo;<em>bei exakt 39,16<\/em>&ldquo;. Besonders sauer ist Schmidt &uuml;ber die Kalkulationsmethode Hundts: &ldquo;Immer wieder&rdquo; rechne der Arbeitgeberlobbyist den &ldquo;<em>Sonderbeitrag<\/em>&rdquo; von 0,9 Prozent, den seit dem Jahr 2005 &ldquo;ausschlie&szlig;lich&rdquo; die Arbeitnehmer aufbringen m&uuml;ssten, in die Lohnnebenkosten mit ein. &ldquo;<em>Dies best&auml;rkt mich in der Vermutung<\/em>&ldquo;, so die Ministerin, dass dieser seinerzeit &ldquo;<em>zur Entlastung<\/em>&rdquo; der Unternehmen erfolgte Schritt &ldquo;<em>in der Wahrnehmung der Arbeitgeber bislang immer noch nicht angekommen ist<\/em>&ldquo;.\n<p>Nach Darstellung Schmidts verschafft die Verschiebung der Beitragsparit&auml;t zulasten der Versicherten den Arbeitgebern ein j&auml;hrliches Extra von 4,5 Milliarden Euro. &ldquo;Ich bin gern bereit, eine R&uuml;ckkehr zur parit&auml;tischen Finanzierung f&uuml;r diesen Bereich vorzuschlagen, damit Ihre Angaben k&uuml;nftig zutreffen&rdquo;, lautet ihre ironische Offerte. Sie sei &ldquo;sicher, dass ich daf&uuml;r schnell die Zustimmung der Versicherten erhielte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1365141\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ach, liebe Ministerin Schmidt, selbst wenn Sie die Beitragsparit&auml;t voll aufgeben w&uuml;rden, glauben Sie wirklich daran Herr Hundt damit zufrieden w&auml;re. Haben Sie immer noch nicht verstanden, dass die Senkung der &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; kein objektiver Sachzwang, sondern schlicht ein Interessenkonflikt bzw. eine Umverteilung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Spitzel-Aff&auml;re der Telekom: Aufsichtsr&auml;te zeigen eigenes Unternehmen an <\/strong><br>\nIm Rahmen der Spitzel-Aff&auml;re haben die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom Strafanzeige gegen das Bonner Unternehmen erstattet. Das teilte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Lothar Schr&ouml;der mit. Die Arbeitnehmervertreter sehen nach Informationen des &ldquo;<em>Handelsblatts<\/em>&rdquo; unter anderem das Fernmeldegeheimnis und den Datenschutz verletzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/public\/article\/wirtschaft\/news\/588641\/Aufsichtsraete-zeigen-Konzern-an.html\">Rheinische Post Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Geteiltes Neuk&ouml;lln<\/strong><br>\nNeuk&ouml;lln steht vor der sozialen Spaltung: Forscher der Humboldt-Universit&auml;t sehen im Norden eine dramatische Verschlechterung der sozialen Lage. Nur der S&uuml;den bleibt verschont. Bezirksb&uuml;rgermeister Buschkowsky h&auml;lt die Ergebnisse der Studie f&uuml;r bedenklich &ndash; und hat Ideen aus Rotterdam mitgebracht.<br>\nInsgesamt leben in Neuk&ouml;lln 302 000 Menschen. Im Norden mit 160 000 Personen bezog 2006 jeder zweite Sozialleistungen, 60 Prozent der unter 25-J&auml;hrigen lebten von Hartz IV. An den Hauptschulen fehlten bis zu 27 Prozent der Sch&uuml;ler mehr als drei Wochen. &bdquo;<em>Erschreckend<\/em>&ldquo; sei auch die Zunahme der Kinderarmut, die von 19 Prozent 2001 auf 54,5 Prozent 2006 gestiegen ist und in einigen Vierteln bis zu 73,5 Prozent erreicht. Au&szlig;erdem machen 162 jugendliche Intensivt&auml;ter Neuk&ouml;lln unsicher, die Zahl hat sich in den vergangenen zwei Jahren verdreifacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Buschkowsky-Neukoelln-Armut;art270,2569140\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Christoph Butterwegge: Marktradikalismus und Rechtsextremismus<\/strong><br>\nErstmals werden die verschiedenen Ans&auml;tze der Neoliberalismusforschung im deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Perspektiven geb&uuml;ndelt dargestellt. Bemerkenswert erscheint dabei der Zusammenhang zwischen dem neoliberalen Projekt und dem wachsenden Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.<br>\nQuelle Teil 1: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12533\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><br>\nQuelle Teil 2: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12534\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><br>\nQuelle Teil 3: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12535\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><br>\nQuelle Teil 4: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=12536\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Staat m&uuml;sste vier Billionen Euro zur&uuml;cklegen<\/strong><br>\nJeder vern&uuml;nftige Kaufmann legt f&uuml;r schlechte Zeiten Geld zur&uuml;ck. Nur nicht der deutsche Staat. F&uuml;r die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung k&uuml;nftiger Generationen wurde einer Studie zufolge viel zu wenig angespart. Es geht um mehrere Billionen Euro. Der Staat sorgt einer Studie zufolge entschieden zu wenig f&uuml;r k&uuml;nftige Generationen vor. Die angeh&auml;ufte Hypothek zulasten nachfolgender Generationen liege bei knapp vier Billionen Euro, sagte das Vorstandsmitglied der Stiftung Marktwirtschaft, Bernd Raffelh&uuml;schen, am Donnerstag in Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,druck-565152,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ist die &uuml;bliche Manipulation mit den sog. impliziten Schulden. Diese Irref&uuml;hrung betreibt Professor Raffelh&uuml;schen, der nicht nur Vorstandsmitglied der wirtschaftsliberalen Stiftung Marktwirtschaft sondern als Wissenschaftler auftretender Lobbyist f&uuml;r die Privatversicherer ist, regelm&auml;&szlig;ig.<\/em><\/p>\n<p>Dazu schrieb Albrecht M&uuml;ller schon 2004: <\/p>\n<p><strong>Stimmungsmache mit sogenannten impliziten Schulden<\/strong><br>\nDas Thema Schulden ist angstbesetzt. Um so schlimmer, dass diese &Auml;ngste auch mit sehr unlauteren Behauptungen gesch&uuml;rt werden. So rechnen der fr&uuml;here haushaltspolitische Sprecher der Gr&uuml;nen Oswald Metzger und andere inzwischen auch die Leistungsversprechen der Sozialversicherungen zu den Schulden. Sie nennen dieses Leistungsversprechen &raquo;die implizite Verschuldung&laquo;. Mit den 1,3 Billionen Euro &raquo;explizite Schulden&laquo; kommen sie dann auf die gigantische Zahl von 5,7 Billionen Euro.<\/p>\n<p>Diese Addition klingt einleuchtend, ist es aber nicht. Die erworbenen Leistungsversprechen sind keine Schulden. Es handelt sich in einem einigerma&szlig;en intakten System von Sozialversicherungen und privaten Versicherungen um Anspr&uuml;che, die die sp&auml;teren Leistungsempf&auml;nger durch Pr&auml;mien- beziehungsweise Beitragszahlungen erworben haben. Ihre Beitr&auml;ge werden im Umlageverfahren f&uuml;r Leistungen an die &Auml;lteren beziehungsweise &ndash; im Falle von Krankenversicherungen &ndash; an die jeweils gerade Kranken ausgezahlt. Jene, die sp&auml;ter dann mit der Rente oder im Krankheits- und Pflegefall eine Leistung in Anspruch nehmen, haben ihren Beitrag zum System fr&uuml;her geleistet. Und jene, die schon fr&uuml;her Leistungsempf&auml;nger waren, haben wieder eine Generation fr&uuml;her ihre Beitr&auml;ge geleistet. Dieses System kann gest&ouml;rt werden, wenn nicht f&uuml;r eine ausreichende Auslastung der Volkswirtschaft gesorgt wird und so zu wenig Beitr&auml;ge eingezahlt werden oder wenn sogenannte versicherungsfremde Leistungen auf den Beitragszahlern abgeladen werden, wie dies im Zuge der deutschen Vereinigung geschehen ist. Aber dieser Mangel der vergangenen Jahre rechtfertigt weder die fundamentale Kritik am System selbst noch die &uuml;bertreibende Addition zu den Schulden. Das ist reine Demagogie.<br>\nQuelle: <a href=\"?p=96\">Elf Mythen, den Komplex Schulden, Staatsquote und Sozialstaat betreffend<\/a><\/p>\n<p><em>Dass der Spiegel &ndash; offenbar &uuml;bernommen von der Nachrichtenagentur Reuters &ndash;  diese Demagogie einer marktliberalen Propagandaorganisation wie der Stiftung Marktwirtschaft, vorgestellt von einem einschl&auml;gig bekannten Propagandisten f&uuml;r die Privatversicherung wie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/cms\/front_content.php?client=1&amp;lang=1&amp;idcat=56&amp;idart=1678\">Professor Raffelh&uuml;schen<\/a> kommentarlos abdruckt, zeigt entweder, dass den Journalisten im Spiegel jede journalistische Kompetenz fehlt oder dass sie Mitt&auml;ter sind. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland droht Abiturienten-Loch<\/strong><br>\nDie Zahl der 20- bis 24-J&auml;hrigen Deutschen mit Abitur oder gleichwertigem Abschluss sinkt: Nur 72,5 Prozent wiesen diesen 2007 auf &ndash; 2,2 Punkte weniger als 2000. Zu wenig, meint die EU. Sie gibt 85 Prozent als Zielmarke vor.\n<p>Deutschland wird das EU-Ziel zur Steigerung der Abiturienten-Zahlen bis zum Jahr 2010 verfehlen. Der Anteil junger Bundesb&uuml;rger mit Abitur sinkt nach neuesten Zahlen der EU-Kommission statt wie geplant zu steigen. Unter den 20- bis 24-J&auml;hrigen des Jahres 2007 hatten nach Angaben der Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde blo&szlig; 72,5 Prozent die Schule mit dem Abitur oder einem gleichwertigen Abschluss verlassen &ndash; ein Minus von 2,2 Punkten verglichen mit dem Jahr 2000. EU-Ziel ist hingegen eine Steigerung auf 85 Prozent.<br>\nLichtblick: Lese-F&auml;higkeit verbessert <\/p>\n<p>EU-weit sei der Anteil der Abiturienten in dieser Altersgruppe von 76,6 Prozent im Jahr 2000 auf zuletzt 78,1 Prozent gestiegen, teilte die Kommission mit. Von insgesamt f&uuml;nf Bildungszielen werden die 27 EU-Staaten zusammengenommen nur die angestrebte Steigerung der Studienabschl&uuml;sse in mathematisch-technisch-naturwissenschaftlichen F&auml;chern erreichen. Insgesamt verschlechtert hat sich hingegen die Lesef&auml;higkeit der 15-J&auml;hrigen. Auf diesem Gebiet ist Deutschland einer der wenigen Mitgliedstaaten, in dem sich die Lage bessert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rundschau-online.de\/html\/artikel\/1215640872958.shtml\">K&ouml;lnische Rundschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Studenten klagen wieder &ndash; Verfassungsgericht greift Staatsgerichtshof an<\/strong><br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat den Weg f&uuml;r neue Klagen gegen die hessischen Studiengeb&uuml;hren frei gemacht. In einer Verf&uuml;gung an den Frankfurter Rechtsanwalt Adam Rosenberg stellt das h&ouml;chste deutsche Gericht klar: Die Entscheidung des hessischen Staatsgerichtshofs f&uuml;r Geb&uuml;hren von 500 Euro pro Semester ist &ldquo;weder rechtskr&auml;ftig noch bindend&rdquo;. &ldquo;Das ist eine historische Entscheidung&rdquo;, sagte Rosenberg zur FR. Die Karlsruher Einsch&auml;tzung sei eine &ldquo;<em>Blamage f&uuml;r den Staatsgerichtshof<\/em>&ldquo;.\n<p>Die Wiesbadener Beh&ouml;rde hatte Mitte Juni mit nur sechs zu f&uuml;nf Stimmen das Geb&uuml;hrengesetz der CDU f&uuml;r legal erkl&auml;rt. Sozial Schw&auml;chere k&ouml;nnten durch Darlehen ihre akademische Ausbildung bestreiten, hie&szlig; es in der Urteilsbegr&uuml;ndung. Ungeachtet dieses Votums beschloss die Landtagsmehrheit aus SPD, Gr&uuml;nen und Linken die Abschaffung der Hochschulgeb&uuml;hr von 500 Euro pro Semester.<br>\nMit der Karlsruher Verf&uuml;gung k&ouml;nnen nun alle Studierenden bis jetzt gezahlte Geb&uuml;hren versuchen einzuklagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?sid=4379bc647245bf36157443dead06ffde&amp;em_cnt=1365359&amp;em_ref=\/frankfurt_und_hessen\/campus&amp;em_ivw=fr_campus&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a> <\/p>\n<p><em>Siehe zu diesem Urteil:<\/em><br>\n<a href=\"wp-print.php?p=3279\">Studiengeb&uuml;hrenurteil des Hessischen Staatsgerichtshofs: Chancengleichheit durch Verschuldung<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Studenten reichen in Karlsruhe Verfassungsbeschwerde ein<\/strong><br>\n&ldquo;<em>Politische Urteile geh&ouml;ren auf den Pr&uuml;fstand.<\/em>&rdquo; Mit diesen Worten haben heute zwei Vertrauensleute der hessischen Verfassungsklage gegen Studiengeb&uuml;hren eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen die Mehrheitsentscheidung des hessischen Staatsgerichtshofes erhoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169209\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Deine Rechte in der Ausbildung&rdquo; &ndash; Tipps f&uuml;r Berufsstart und Ausbildung neu erschienen<\/strong><br>\nAm 1. September startet das neue Ausbildungsjahr. Die Gewerkschaften bieten den k&uuml;nftigen Azubis deshalb auch dieses Jahr wieder aktuelle Informationen f&uuml;r die Zeit nach der Schulbank. Kompakt und &uuml;bersichtlich hat die DGB-Jugend in der Brosch&uuml;re &ldquo;<em>Deine Rechte in der Ausbildung<\/em>&rdquo;  Tipps f&uuml;r den Berufsstart zusammengestellt. Auszubildende und Sch&uuml;lerInnen finden auf den 86 Seiten die wichtigsten Infos &uuml;ber ihre Rechte, ihre Pflichten und den Service der Gewerkschaften.<br>\nBestellen unter: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/2008\/07\/02_gemeinsam_gewinnen\">dgb.de<\/a><\/li>\n<li>Hyperaktive Kinder und technokratische Medizin &ndash; Diagnosenexpansion<br>\nDie Verschreibung von Ritalin an Jungen, bei denen das Syndrom der &ldquo;Allgemeinen Aufmerksamkeitsst&ouml;rung&rdquo; und der Hyperaktivit&auml;t ermittelt wurde, hat dramatisch zugenommen. Waren es 1993 in der Bundesrepublik noch insgesamt 34 Kilogramm, die man verabreichte, so stieg die Zahl im Jahr 2006 auf 1221 Kilogramm (Rolf Haubl und Katharina Liebsch: &ldquo;Mit Ritalin leben. Zu Bedeutung der ADHS-Medikation f&uuml;r die betroffenen Kinder&rdquo;, in: Psyche Heft 7, Jg. 62, Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2008). \n<p>Laut FAZ nennen die Autoren nennen Haubl und Katharina Liebsch ein von &Auml;rzten wie von Patienten und Angeh&ouml;rigen geteiltes &ldquo;<em>objektivistisches Vorurteil<\/em>&rdquo; als Gr&uuml;nde f&uuml;r den Anstieg. Verdr&auml;ngt werde die Frage nach Nebenwirkungen, wie sie etwa in Studien zur H&auml;ufung von Chromosomensch&auml;den nach Ritalin-Einnahme aufgeworfen werde &ndash; ein Befund, dem andere Studien allerdings inzwischen widersprochen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/IN\/INtemplates\/faznet\/default.asp?tpl=common\/zwischenseite.asp&amp;dx1={4DAE7A4A-3098-94B5-F359-A300E2CF2616}&amp;rub={F122D2D7-BBD4-48D4-B65B-7CE8A8E396E7}\">FAZ (leider nur gegen Geb&uuml;hr)<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Georg Lind:<\/strong> Es ist erschreckend, wie einseitig das Problem der so genannten Aufmerksamkeitsst&ouml;rung bei Kindern behandelt wird:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Ursache und St&ouml;rquelle ist IMMER nur das Kind; Schule, Lehrer, Mitsch&uuml;ler, Eltern kommen nie in Verdacht, etwas damit zu tun zu haben<\/li>\n<li>Im Kind sind es IMMER genetische Ursachen; Umwelteinfl&uuml;sse, Entwicklungsprobleme (Myelinisierung, Lernprobleme, individuelle Interessen und Lebensentw&uuml;rfe etc.) kommen nie in Verdacht<\/li>\n<li>Eine Behandlung ist IMMER nur durch alleinigen oder kombinierte Einsatz von Medikamenten (bekanntestes: Ritalin) m&ouml;glich, obwohl die Begr&uuml;ndung &ldquo;<em>genetisch bedingt, also Medikament<\/em>&rdquo; keiner &Uuml;berpr&uuml;fung standh&auml;lt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was mich immer wieder wundert: Bei meinen h&auml;ufigen, jahrelangen Beobachtungen von Sch&uuml;lern in gut gemachtem Unterricht habe ich noch nie auch nur Anzeichnen von Aufmerksamkeitsst&ouml;rung entdecken k&ouml;nnen. Auch in meinen Seminaren kommt das so gut wie nie vor (in meinen Vorlesungen schon eher). Klar: Sch&uuml;ler und Studenten h&auml;ngen auch mal ihren eigenen Gedanken nach, wenn etwas f&uuml;r sie Wichtiges anliegt. Auch kommt es in gutem Unterricht vor, dass Kinder angestrengt &uuml;ber das nachdenken, was sie in der Schule gerade erlebt oder gelernt haben, und alles andere um sich herum vergessen und nicht mehr ansprechbar sind. <\/p>\n<p>Ist es das, was manchen Lehrer st&ouml;rt, das DENKEN? Wollen diese Lehrer immer nur, dass die Kinder zuh&ouml;rer, aber nie, dass sie das Geh&ouml;rte auch verarbeiten, also verstehen und anwenden lernen? Geht man also mit Ritalin letzen Endes gegen das Denken vor? Ich will nicht ausschlie&szlig;en, dass Umweltgifte und Lebenshetze der Modernen in Kindern St&ouml;rungen verursacht, die in meiner Erfahrungswelt (noch) nicht so h&auml;ufig vorkommen, dass ich sie bemerken konnte. Aber ich bestehe darauf, dass das Problem &ldquo;Aufmerksamkeitsst&ouml;rungen&rdquo; ohne Scheuklappen und Tunnelblick angegangen wird. Es wird dann vermutlich erkennbar, dass wir an der Verbesserung des Unterrichts und indirekt an der Verbesserung der Lehrerbildung ansetzen m&uuml;ssen. Wenn Lehrer w&uuml;ssten, wie Lernen wirklich funktioniert, w&uuml;rde, so meine &Uuml;berzeugung, bald kein Geld mehr mit Ritalin zu verdienen sein.<\/p><\/li>\n<li><strong>Tageszeitungen verlieren weiterhin Reichweite &ndash; &ldquo;Forcierte Abkehr&rdquo; der J&uuml;ngeren<\/strong><br>\nDie regionalen Abonnementszeitungen verloren (nach der Studie &ldquo;Markt- und Werbetr&auml;geranalyse 2008&rdquo; (AWA) des Allensbacher Instituts f&uuml;r Demoskopie) 3,6 Prozent ihrer Gesamtleserschaft. Mehr als doppelt so gro&szlig; ist der Verlust bei den J&uuml;ngeren: Bei den unter 30-J&auml;hrigen nahm die Reichweite sogar um 7,7 Prozent ab. Bei den &uuml;berregionalen Tageszeitungen verloren FAZ und Bild. Interessanterweise haben dagegen Handelsblatt und Financial Times Deutschland, zwei stark wirtschaftlich orientierte Tageszeitungen, etwas zugelegt. Die Tagespresse erreiche nur mehr 58,6 Prozent der 14- bis 64-J&auml;hrigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1365132&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/medien&amp;em_ivw=kul_med&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1%20\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3330","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3330","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3330"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3330\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}