{"id":33309,"date":"2016-05-10T08:38:04","date_gmt":"2016-05-10T06:38:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309"},"modified":"2016-05-10T08:38:04","modified_gmt":"2016-05-10T06:38:04","slug":"hinweise-des-tages-2620","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h01\">Wiederanna&#776;herung an Russland!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h03\">Zeit der Vereinfacher: Was Neoliberalismus ausl&ouml;sen kann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h04\">Das M&auml;rchen von den Standards<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h05\">Die verlorene Ehre der Top-Manager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h06\">IWF-Forderung: Deutsche sollen l&auml;nger arbeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h07\">Versicherer wittern ihre Chance bei der Betriebsrente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h08\">Luxemburg jenseits gl&auml;nzender Fassaden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h09\">Wer viel verdient, bekommt am meisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h10\">Fall &ldquo;Primus&rdquo; &ndash; NSU-Akte &ldquo;vom Hochwasser weggesp&uuml;lt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h11\">SPD &ndash; Auseinandersetzung statt Attacke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h12\">SR 2 &ndash; Fragen an den Autor mit Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h13\">Wer den Wind s&auml;t &ndash; Was westliche Politik im Orient anrichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=33309#h14\">Parteichef vs Putzfrau<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wiederann&auml;herung an Russland!<\/strong><br>\nDas Klima zwischen Deutschland und Russland ist deutlich rauer geworden und das gegenseitige Misstrauen gewachsen. Eine Verst&auml;ndigung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Ein Blick in die Medien beider L&auml;nder offenbart das Ausma&szlig; des Zerwu&#776;rfnisses: Ein vorwurfsvoller, bisweilen feindseliger Ton durchzieht fast alle Berichte, die sich mit dem jeweils anderen Land befassen. Eine Wiederanna&#776;herung an Russland kommt den politischen und wirtschaftlichen Interessen beider Seiten entgegen. Was k&ouml;nnen wir daf&uuml;r tun?<br>\nWir m&uuml;ssen jetzt alle Kan&auml;le nutzen, um den Dialog zu intensivieren. Die Distanzierung und die Sprachlosigkeit, die wir gegenw&auml;rtig erleben, verst&auml;rken bestehende Vorurteile und &Auml;ngste, Missverst&auml;ndnisse entstehen. Im st&auml;ndigen direkten Kontakt ko&#776;nnen wir das verloren gegangene Vertrauen wieder aufbauen und den Weg f&uuml;r einen Neustart bereiten. Russland muss auch bei europa&#776;ischen Diskussionen h&auml;ufiger mit am Tisch sitzen. Das wird mehr Stabilit&auml;t und Sicherheit auf unserem Kontinent bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/welttrends.de\/res\/uploads\/WeltTrends-115-Platzeck-Wiederann%C3%A4herung-Russland.pdf\">Matthias Platzeck in Welttrends #115<\/a>\n<p><strong>Dazu: Kritik an westlicher Politik gegen&uuml;ber Moskau<\/strong><br>\nPolitiker und ehemalige Diplomaten der Bundesrepublik warnen vor den Folgen der antirussischen Politik des Westen und fordern eine Korrektur.<br>\nDer SPD-Politiker Matthias Platzeck meint, &bdquo;die Partnerschaft mit Russland n&uuml;tzt uns allen &ndash; in Deutschland und in Europa.&ldquo; Er fordert deshalb, alle Anstrengungen zu unternehmen, um die gegenw&auml;rtige Krise in den Beziehungen mit Russland zu &uuml;berwinden. Der fr&uuml;here SPD-Vorsitzende und heutige Vorstandsvorsitzende des Deutsch-Russischen Forums spricht sich in einem Beitrag in der Zeitschrift WeltTrends, Ausgabe 115 (Mai 2016) f&uuml;r eine Wiederann&auml;herung an Russland aus.<br>\n&bdquo;Das Klima zwischen Deutschland und Russland ist deutlich rauer geworden und das gegenseitige Misstrauen gewachsen&ldquo;, stellt Platzeck fest und f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Eine Verst&auml;ndigung ist nicht in Sicht.&ldquo; Davon zeuge u.a. der &bdquo;vorwurfsvolle, bisweilen feindselige Ton&ldquo; in den Berichten der Medien beider L&auml;nder. Der SPD-Politiker macht Distanz und Sprachlosigkeit zwischen der Bundesrepublik und Russland aus. Diese w&uuml;rden bestehende Vorurteile und &Auml;ngste verst&auml;rken und Missverst&auml;ndnisse entstehen lassen. Vertrauen sei verloren gegangen und Stabilit&auml;t und Sicherheit in Europa gef&auml;hrdet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/kritik-an-westlicher-politik-gegenueber-moskau\">Hans Springstein auf freitag.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU und IWF quetschen letzte Cents aus kaputt gespartem Land<\/strong><br>\nAttac wirft den Verantwortlichen in der EU und beim Internationalen W&auml;hrungsfonds IWF vor, Griechenland bewusst ausbluten zu lassen. &ldquo;Die griechische Regierung kann noch so viele Auflagen erf&uuml;llen und K&uuml;rzungen durchpeitschen &ndash; die Gl&auml;ubiger lassen Griechenland nicht in ruhiges Fahrwasser, so lange noch etwas zu holen ist&rdquo;, sagt Georg Brzoska von der bundesweiten Attac-Projektgruppe Eurokrise. &ldquo;Den Verantwortlichen geht es lediglich darum, dort die letzten Cents zugunsten der gro&szlig;en Verm&ouml;gensbesitzer herauszuquetschen, wo die Opfer sich nicht wehren k&ouml;nnen. Mit Griechenlands Politik oder Wirtschaft hat das alles nichts zu tun.&rdquo;<br>\nEin Schuldenerlass ist f&uuml;r Griechenland in jedem Fall unumg&auml;nglich. Darauf weist auch der IWF seit l&auml;ngerem hin. &ldquo;Es geht nicht darum, ob Griechenland Schulden erlassen werden, sondern allein um die Frage, wie viel es vorher noch bluten muss&rdquo;, stellt Werner R&auml;tz vom Attac-Koordinierungskreis fest. So schlug Paul Thomsen, der Europa-Direktor des IWF, am 19. M&auml;rz in einem internen Meeting vor, Griechenland in die Staatspleite zu zwingen, damit es sich ein weiteres Mal unterwirft. Das geht aus einem von Wikileaks ver&ouml;ffentlichten IWF-Sitzungsprotokoll hervor.<br>\nAnders als viele Politiker und Medien hierzulande suggerieren, hat die griechische Regierung die im vergangenen Sommer erzwungenen K&uuml;rzungsauflagen eingehalten. Am Wochenende hat das griechische Parlament erneut Ma&szlig;nahmen beschlossen, die h&ouml;here Sozialabgaben und Steuern nach sich ziehen werden. Griechenland hat die Fl&uuml;chtlinge versorgt und dem EU-T&uuml;rkei-Pakt zugestimmt, der zu menschenrechtswidrigen Abschiebungen f&uuml;hrt.<br>\nTreibende Kraft der fortgesetzten Erpressung Griechenlandes ist die deutsche Regierung. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble etwa fordert vom griechischen Parlament, jetzt schon genau festgelegte weitere K&uuml;rzungen in H&ouml;he von 3,6 Milliarden Euro f&uuml;r 2018 zu beschlie&szlig;en, sollte in dem Jahr kein Haushalts-&Uuml;berschuss von 3,5 Prozent erreicht werden. Georg Brzoska: &ldquo;Eine solche Vorratsgesetzgebung w&uuml;rde kein Parlament der Welt verabschieden, au&szlig;erdem widerspricht es der griechischen Verfassung. Sch&auml;uble und die anderen Erpresser m&uuml;ssen endlich gestoppt werden.&rdquo;<br>\nLaut einer vergangene Woche ver&ouml;ffentlichten Studie der European School of Management and Technology sind mit den so genannten Griechenland-Rettungspaketen vor allem Banken und andere private Gl&auml;ubiger gerettet worden. Das best&auml;tigt, was Attac schon 2103 in einer eigenen Untersuchung belegt hat. Zugleich st&uuml;rzen die K&uuml;rzungsdiktate von EU und IWF die Menschen im Land in Not und zerst&ouml;ren die Wirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/glaeubiger-lassen-griechenland-nicht-in-ruhiges-fahrwasser\/?no_cache=1&amp;cHash=e295755f8005cd1d1ddd36668d228235\">attac<\/a><\/li>\n<li><strong>Brief fordert Wende in der Krisenpolitik<\/strong><br>\nKritische Intellektuelle und linke Politiker appellieren an f&uuml;hrende EU-Regierungschefs: &Auml;ndert die Politik gegen&uuml;ber der SYRIZA-gef&uuml;hrten Regierung in Griechenland. Konkret wird verlangt: Kreditraten p&uuml;nktlich auszahlen, keine neuen K&uuml;rzungsauflagen, zus&auml;tzliche humanit&auml;re Hilfen und eine Umstrukturierung der Schulden noch in diesem Jahr.<br>\nWie geht es mit der Krisenpolitik in Europa weiter? Wird der verh&auml;ngnisvolle Kurs der K&uuml;rzungsdiktate gegen&uuml;ber Griechenland und anderen Staaten fortgesetzt? Oder gibt es eine Chance, aus dem Kreislauf von Austerit&auml;t, &ouml;konomischer Auszehrung und Schuldenbergen auszubrechen? Letzteres fordern nun zahlreiche kritische Intellektuelle und linke Politiker in einem Offenen Brief an f&uuml;hrende Staats- und Regierungschefs der Europ&auml;ischen Union.<br>\nIn dem Schreiben an David Cameron, Fran&ccedil;ois Hollande, Angela Merkel und Matteo Renzi wird verlangt, an die Regierung in Athen &raquo;alle bisher vereinbarten Raten der Kreditgew&auml;hrung an Griechenland plangem&auml;&szlig; zur Sicherstellung des Schuldendienstes&laquo; auszuzahlen und &raquo;keine Forderungen nach neuen Sparauflagen mehr&laquo; zu erheben. Zudem solle &raquo;Griechenland zus&auml;tzliche Finanzhilfen zur Bew&auml;ltigung der humanit&auml;ren Krise der eigenen Bev&ouml;lkerung und der Gefl&uuml;chteten&laquo; erhalten. Nicht zuletzt soll &raquo;noch in diesem Jahr eine Umstrukturierung der griechischen Schulden in eine f&uuml;r das Land ertr&auml;gliche Form&laquo; eingeleitet werden. Dies k&ouml;nne &uuml;ber langfristige Schuldpapiere mit niedriger Verzinsung geschehen. Die Unterzeichner setzen sich dar&uuml;ber hinaus daf&uuml;r ein, die &raquo;&uuml;berzogenen Vorgaben an die kurz-und langfristigen Haushaltsziele abzusenken&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/oxiblog.de\/griechenland-offener-brief-fordert-wende-in-der-krisenpolitik\/\">OXI<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Reformen auf Vorrat&rdquo;: Europa will aus der Griechenlandkrise nicht lernen<\/strong><br>\nWieder einmal spitzt sich der Konflikt zwischen Griechenland und seinen europ&auml;ischen Geldgebern zu. Nach dem Drama des vergangenen Sommers, bei dem Griechenland nur knapp dem Grexit und einem &ouml;konomischen Desaster entging, k&ouml;nnte es in diesem Sommer nun zum n&auml;chsten Showdown kommen &ndash; auch weil Europa noch immer nichts aus der Krise gelernt zu haben scheint und alte Fehler wiederholt. Dies zeigt sich bei den geforderten &ldquo;Reformen auf Vorrat&rdquo; und dem diskutierten Schuldenschnitt.<br>\nEin Erzwingen von &ldquo;Reformen auf Vorrat&rdquo; &ndash; bei dem automatisch weitere Ausgabenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen in Griechenland greifen, wenn die fiskalischen Vorgaben verfehlt werden &ndash; ist unsinnig und kontraproduktiv.<br>\nDie Idee der Vorratsreformen beruht auf der Illusion, die Geldgeber k&ouml;nnten fiskalische Ziele f&uuml;r Griechenland genau planen und erreichen. Seit sechs Jahren aber war jede, absolut jede, Prognose f&uuml;r Griechenland falsch und hat das wirkliche fiskalische Defizit massiv untersch&auml;tzt.<br>\nDer zweite grundlegende Fehler der &ldquo;Reformen auf Vorrat&rdquo;: Sie k&ouml;nnten Griechenlands Krise versch&auml;rfen, da sie eine pro-zyklische Fiskal- und Strukturpolitik erfordern. Sollte sich das Wachstum in Griechenland abschw&auml;chen &ndash; beispielsweise wegen der Fl&uuml;chtlingskrise, dem geopolitischen Konflikt im Nahen Osten oder anderen externen Schocks -, w&uuml;rden automatisch weitere Ausgaben gek&uuml;rzt oder Steuern erh&ouml;ht und damit das Land noch tiefer in die Krise getrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-krise-europa-will-nicht-lernen-kommentar-a-1091380.html\">Marcel Fratzscher auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> D&auml;mmert es auch den Neoliberalen langsam, dass es rein gar nichts bringt ein ganzes Land ins Elend zu st&uuml;rzen, denn dann bekommen auch die Gl&auml;ubiger am Ende keinen Cent. Allerdings ist es die Hauptsorge von Fratzscher, wie die &bdquo;Reformen&ldquo; in Griechenland weiter durchgesetzt werden k&ouml;nnen. Das Schicksal der griechischen B&uuml;rger und die grunds&auml;tzliche Ursache der Euro-Krise, das fortgesetzte deutsche Lohn- und Sozialdumping, spricht Fratzscher nicht an. Dabei lie&szlig; sich Fratzschers &Ouml;konomenkollege, der langj&auml;hrige Leiter des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, vor kurzem in einem Interview mit der taz sogar zur Aussage verleiten, Deutschland sei im Vergleich zu den s&uuml;dlichen EU-L&auml;ndern 30 Prozent zu billig. Fratzscher bleibt hier sogar noch hinter dem neoliberalen Ultra Sinn zur&uuml;ck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schuldenerlass f&uuml;r Griechenland?<\/strong><br>\nSind die Schulden Griechenlands noch tragbar? Oder braucht das h&ouml;chstverschuldete Land der Eurozone einen Nachlass, um wieder auf die Beine zu kommen? Monatelang war dieses Thema tabu. Nun steht es pl&ouml;tzlich wieder auf der Tagesordnung.<br>\nBei einer Krisensitzung der Eurogruppe am Montag in Br&uuml;ssel k&ouml;nnte es sogar f&uuml;r einen Eklat sorgen. Denn Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) weigert sich beharrlich, das Wort Schuldenerleichterung auch nur in den Mund zu nehmen. Umso lauter fordern diese Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Christine Lagarde. Der Schuldenschnitt m&uuml;sse sofort her, sonst werde der IWF aus dem laufenden dritten Hilfsprogramm aussteigen, droht Lagarde. &bdquo;Alle wissen, dass diese Erleichterung der Schuldenlast irgendwann kommen muss&ldquo;, sagt Gabriel.<br>\nEs ist das erste Mal, dass sich SPD-Chef Gabriel so klar positioniert. Bisher hatte er Sch&auml;ubles Kurs meist schweigend abgenickt. Nun geht er, wohl aus innenpolitischen Motiven, auf Konfrontationskurs. Unterst&uuml;tzung erh&auml;lt er dabei von den Franzosen. Pr&auml;sident Fran &ccedil; ois Hollande fordert seit Langem Schuldenerleichterungen f&uuml;r Athen. Paris dr&auml;ngt jetzt auf eine Entscheidung noch am Montag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Krisensitzung-der-Eurogruppe\/!5299027\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gabriel tritt nun also f&uuml;r einen Schuldenschnitt ein. Vor einem Jahr h&ouml;rte sich das noch ganz anders an. Originalton Gabriel: &bdquo;Deshalb werden Europa und Deutschland sich nicht erpressen lassen. Und wir werden nicht die &uuml;berzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung durch die deutschen Arbeitnehmer und ihre Familien bezahlen lassen&ldquo;. Mr. ZickZack wie er leibt und lebt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zeit der Vereinfacher: Was Neoliberalismus ausl&ouml;sen kann<\/strong><br>\nDie Welt ist komplizierter geworden, und das liegt an Globalisierung und Vernetzung. Der B&uuml;rgerkrieg in Syrien ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r; vor ein paar Jahrzehnten w&auml;re er noch ein lokaler Konflikt geworden, der in Europa h&ouml;chstens am Fernseher zu erleben w&auml;re. Heute kommen statt Bildern Menschen &ndash; mit all den Folgen, die seit Monaten sp&uuml;rbar sind.<br>\nVor diesem Hintergrund wird schnell klar, was Ungarns Staatschef Viktor Orb&aacute;n, der wohl nicht mehr zu verhindernde US-Pr&auml;sidentschaftskandidat Donald Trump oder auch die deutsche AfD miteinander gemeinsam haben: Es ist die Stunde der Vereinfacher, die vorgaukeln wollen, dass es in solch einer Situation schnelle L&ouml;sungen gibt: Orb&aacute;n hat schon einen Zaun an der Grenze zu Serbien bauen lassen, Trump plant eine Mauer Richtung Mexiko und AfD-Politiker empfehlen Grenzpolizisten schon mal Sch&uuml;sse auf wehrlose Fl&uuml;chtlinge, jedenfalls bis ein sehr berechtigter Sturm der Entr&uuml;stung &uuml;ber sie hinwegfegt.<br>\nDas Verbl&uuml;ffende ist: Hinter solchen politischen Entwicklungen steckt im Kern immer das gleiche Prinzip &ndash; auch wenn es nat&uuml;rlich nationale Besonderheiten gibt. All diese Staaten haben gewaltige gesellschaftliche Umbr&uuml;che hinter sich, mal offensichtlich wie im Osten, mal schleichend wie im Westen. In Polen oder Ungarn ist das immer noch das Ende von Ostblock und Sozialismus, der zu einer neuen Gesellschaftsordnung f&uuml;hrte. Im Westen sind es, etwas weniger offensichtlich, die immer noch sp&uuml;rbaren Folgen des Neoliberalismus, der die Reichen reicher und die Armen &auml;rmer werden lie&szlig;.<br>\nBeide Entwicklungen schufen Modernisierungsverlierer, die Angst vor weiterem sozialen Abstieg haben. Oft leben sie bereits in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen, und h&auml;ufig geh&ouml;ren sie zu den tendenziell bildungsfernen Schichten. Das alles macht sie anf&auml;llig f&uuml;r die Thesen der gro&szlig;en Vereinfacher.<br>\nIn der Bundesrepublik sah diese Entwicklung &uuml;brigens so aus: Hartz IV kann viel schneller in die Armut f&uuml;hren als noch in den 90er Jahren. &Uuml;ber Jahre sind die Realgeh&auml;lter stagniert oder sogar zur&uuml;ckgegangen, daf&uuml;r explodierten die Managergeh&auml;ltern. Das Rentenniveau sinkt, die als Ausgleich angebotene Riester-Rente dient vor allem der Finanzindustrie und hilft jenen nicht, die von Altersarmut am st&auml;rksten bedroht sind &ndash; denn sie haben schon heute nichts mehr, was sie f&uuml;rs Alter zur&uuml;cklegen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/zeit-der-vereinfacher-was-neoliberalismus-auslosen-kann-1.5185402\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das M&auml;rchen von den Standards<\/strong><br>\nMit TTIP sollen amerikanische und europ&auml;ische Normen und Vorschriften angeglichen werden. Das geht aber auch ganz ohne Freihandelsabkommen.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel und US-Pr&auml;sident Barack Obama wollten bei ihrem Besuch der Hannover-Messe noch einmal richtig Druck machen f&uuml;r das Freihandelsabkommen TTIP: Die Konzernbosse sollen doch bitte sch&ouml;n die Vorteile des Abkommens noch &uuml;berzeugender verkaufen.<br>\nAngesichts der vergangene Woche geleakten Verhandlungspapiere wirkt diese Aufforderung wie ein Hohn. Sollen uns weiter M&auml;rchen erz&auml;hlt werden? Schon die Versprechungen von Wachstum und Besch&auml;ftigung durch TTIP waren krass aufgebauscht und haben die Glaubw&uuml;rdigkeit der TTIP-Bef&uuml;rworter nachhaltig ersch&uuml;ttert.<br>\nGelernt haben sie aber offensichtlich nichts daraus: Ein weiteres M&auml;rchen, das uns aufgetischt wird, ist das M&auml;rchen von den Standards.<br>\nBei TTIP und Ceta, dem Handelsabkommen mit Kanada, geht es weniger darum, Z&ouml;lle zu senken, als um &ldquo;regulatorische Konvergenz&rdquo;: Technische Standards, Normen und Zertifizierungsvorschriften f&uuml;r Industrieg&uuml;ter, aber auch Schutzvorschriften wie Grenzwerte f&uuml;r giftige Chemikalien sollen angeglichen werden und damit handelsf&ouml;rdernd wirken.<br>\nSo weit die Idee &ndash; nun das M&auml;rchen: Wenn Europa nicht gemeinsam mit den USA derartige harmonisierte Standards setze, w&auml;re dies eine &ldquo;mittlere Katastrophe&rdquo; (Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel), denn dann w&uuml;rden andere &ndash; notabene die Chinesen &ndash; die Regeln f&uuml;r den Welthandel bestimmen, Europa w&uuml;rde vom &ldquo;Welthandel abgekoppelt&rdquo;. Und dann, so Gabriel weiter, w&uuml;rden uns &ldquo;unsere Kinder verfluchen&rdquo;.<br>\nDieses M&auml;rchen ist mindestens so unglaubw&uuml;rdig wie jenes vom Wachstum. Konzerne agieren global &uuml;ber territoriale Grenzen hinweg. Sie fertigen dort, wo die Nachfrage besteht, nach den jeweils dort geltenden Standards. Und wenn es in ihrem Interesse ist, betreiben sie die Ann&auml;herung technischer Vorschriften ganz ohne TTIP.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/forum-das-maerchen-von-den-standards-1.2984355\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die verlorene Ehre der Top-Manager<\/strong><br>\nIn einstigen Vorzeigekonzernen geht es nicht nur unmoralisch zu. Die Verantwortlichen verhalten sich schamlos. Den Schaden des Sittenverfalls tragen wir alle f&uuml;r sie.<br>\nDie gro&szlig;en Namen der deutschen Wirtschaft suhlen sich im Schmutz. &bdquo;Diesel-Gate&ldquo; bei VW, &bdquo;Schienenfreunde&ldquo; bei Thyssen-Krupp, Libor-Manipulation und unz&auml;hlige andere Gaunereien bei der Deutschen Bank. Man registriert die neuen Wasserstandsmeldungen &uuml;ber Ermittlungen und Erkl&auml;rungsn&ouml;te mittlerweile schon fast notgedrungen routiniert.<br>\nDie leitenden Angestellten dieser und ungez&auml;hlter anderer Konzerne haben durch ihr Handeln die ohnehin schon gro&szlig;e Abneigung des Durchschnittsverdieners gegen die wirtschaftliche F&uuml;hrungsschicht verst&auml;rkt. Der Eindruck, dass man sich im gegenw&auml;rtigen Wirtschaftssystem ab einer gewissen Position Schummeln leisten kann und dennoch &auml;u&szlig;erstenfalls mit einem goldenen Handschlag verabschiedet wird, hat sich l&auml;ngst auch jenseits von Blockupy und antikapitalistischen Sekten festgesetzt. Ein tiefes Unbehagen am &bdquo;System&ldquo; oder am &bdquo;Kapitalismus&ldquo; macht sich breit. 73 Prozent der Bundesb&uuml;rger sagen, die Soziale Marktwirtschaft &bdquo;funktioniere nicht mehr so wie fr&uuml;her&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/erfolg\/management\/kapitalismus-in-der-krise-die-verlorene-ehre-der-top-manager\/13560526.html?social=facebook\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>IWF-Forderung: Deutsche sollen l&auml;nger arbeiten<\/strong><br>\nNach der OECD dr&auml;ngt nun auch der IWF die Bundesregierung, das Renteneintrittsalter zu erh&ouml;hen. Eine geringere Altersarmut w&auml;re die Folge, wirbt der W&auml;hrungsfonds.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) fordert von Deutschland eine Rentenreform. Konkret dr&auml;ngen die IWF-Experten darauf, dass das Renteneintrittsalter erh&ouml;ht wird. Es w&auml;re hilfreich, das Rentenalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln, schreiben die IWF-Experten in ihren Empfehlungen. &ldquo;Ein l&auml;ngeres Arbeitsleben h&auml;tte eine doppelte Dividende zur Folge: Mehr Besch&auml;ftigung bei gleichzeitig geringerer Altersarmut.&rdquo;<br>\nK&uuml;rzlich hatte schon die Industriel&auml;nderorganisation OECD Deutschland geraten, das gesetzliche Renteneintrittsalter weiter anzuheben. Bisher soll es bis zum Jahr 2029 stufenweise auf 67 steigen. Ohne Reformen w&uuml;rden die Rentenausgaben bis zum Jahr 2060 um mindestens 2,5 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen, warnte die OECD. Durch eine Kopplung des Rentenalters an die Entwicklung der Lebenserwartung k&ouml;nnte die Tragf&auml;higkeit der &ouml;ffentlichen Finanzen gest&auml;rkt werden, so die OECD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/a-1091442.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der IWF verf&auml;hrt hier offenbar frei nach dem Motto, dass man L&uuml;gen, gemeint ist hier die Begr&uuml;ndung f&uuml;r eine Erh&ouml;hung des Rentenalters, nur lange genug wiederholen muss, damit sie irgendwann einmal geglaubt werden. Man muss nur sehen was unter t&auml;tiger Beihilfe des IWF in Griechenland geschieht, welche Folgen die &ldquo;Empfehlungen&rdquo; des IWF dort haben, um die Qualit&auml;t der IWF-Forderungen zu ermessen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Versicherer wittern ihre Chance bei der Betriebsrente<\/strong><br>\nBundesfinanzminister plant Zusch&uuml;sse f&uuml;r die Betriebsrente: Geringverdiener sollen &uuml;ber den Betrieb verst&auml;rkt f&uuml;r das Alter vorsorgen und daf&uuml;r einen Zuschuss wie bei der Riester-Rente erhalten<br>\nGut 15 Jahre nach Einf&uuml;hrung der Riester-Rente zeichnet sich ab, die drohende Altersarmut l&auml;sst sich damit nicht effektiv verhindern. Niedrigzinsen und zu hohe Kosten vieler Produkte zur privaten Altersvorsorge machen letztere immer unrentabler. Die &ldquo;Rentenl&uuml;cke&rdquo; schlie&szlig;t sich kaum. &Uuml;ber den richtigen Weg zur Bek&auml;mpfung drohender Altersarmut ist eine neue Diskussion entbrannt. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat unl&auml;ngst eine neue Rentenreform in Aussicht gestellt.<br>\nNach Nahles meldet sich nun auch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble zu Wort. Und sein Wort hat Gewicht: Schlie&szlig;lich wird eine Rentenreform nicht zum Nulltarif zu haben sein. Um so mehr &uuml;berrascht zu diesem Zeitpunkt der schon recht konkret umrissene Vorschlag des Ministers, einen Zuschuss f&uuml;r die Betriebsrenten einzuf&uuml;hren. Mit 154 Euro im Jahr k&ouml;nnte er genauso hoch ausfallen wie bei der mittlerweile auch unter vielen Politikern in Ungnade gefallenen Riester-Rente.<br>\n&ldquo;Wir wollen Menschen mit sehr niedrigen Einkommen ein Zusatzangebot f&uuml;r die Altersvorsorge machen&rdquo;, sagte Finanz-Staatssekret&auml;r Michael Meister der &ldquo;Rheinischen Post&rdquo;. F&uuml;r sie solle es neben der Riester-Rente einen weiteren staatlichen Zuschuss geben. Das Ministerium best&auml;tigte am Montag Gespr&auml;che &uuml;ber entsprechende Pl&auml;ne, nannte aber keine Details.<br>\nZiel sei es, dass Geringverdiener j&auml;hrlich 400 bis 450 Euro f&uuml;r die Betriebsrente ansparen, ohne dass dadurch ihr Nettoeinkommen sinkt. Der m&ouml;gliche Zuschuss von 154 Euro k&ouml;nnte bei einem Monatseinkommen von bis zu 1500 Euro brutto oder 18.000 Euro im Jahr flie&szlig;en. Das jedenfalls empfehle ein Gutachten im Auftrag des Bundesfinanzministers. Die Regierung wolle einen Werbefeldzug f&uuml;r mehr eigene Vorsorge starten. Es m&uuml;sse sich auch f&uuml;r Geringverdiener lohnen, in die private und betriebliche Altersvorsorge zu investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/versicherungen\/altersarmut-betriebsrente-soll-wie-riester-gefoerdert-werden-a-1091423.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Wahnsinn geht einfach weiter. Anstatt die gesetzliche Rentenversicherung zu st&auml;rken soll der Finanzindustrie weiter Geld hinterhergeworfen werden. Wobei wieder die Frage zu stellen ist, welche Interessen Sch&auml;uble und die Bundesregierung eigentlich vertreten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Luxemburg jenseits gl&auml;nzender Fassaden<\/strong><br>\nLuxemburg, das Kuwait des Nordens, das europ&auml;ische Land mit dem zweith&ouml;chsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt, kennt keine Armut &ndash; sollte man meinen. Aber dem ist nicht so. Tats&auml;chlich ist die Armut in aller Regel den Blicken entzogen, sie kommt unauff&auml;llig daher.<br>\nDas Augenmerk richtet sich meist auf die Geb&auml;ude der pittoresken Hauptstadt und auf die gl&auml;sernen Fassaden von Banken und Investmentfonds hoch oben auf dem Kirchberg. Die Armut zeigt sich anderswo, in den kleineren St&auml;dten im S&uuml;den oder rund um den Bahnhof in Luxemburg Stadt. Mit finanzieller Unterst&uuml;tzung des Staates verteilen ehrenamtliche Helfer hier kostenlos Essen und sie organisieren Schlafpl&auml;tze.<br>\nLuxemburg kennt seit Jahrzehnten einen Mindestlohn, keine Regierung w&auml;re je auf die Idee gekommen, ihn abzuschaffen. Der Mindestlohn steigt regelm&auml;&szlig;ig, die Inflation soll ihn nicht schm&auml;lern. Trotzdem reicht dieses Einkommen nicht, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Wer nur den Mindestlohn erh&auml;lt, droht in die Armut abzurutschen. Das Armutsrisiko derjenigen, die damit auskommen m&uuml;ssen, ist hoch, h&ouml;her als anderswo in der EU und es steigt. Die luxemburgische Gesellschaft muss sich Gedanken dar&uuml;ber machen, wie es weiter gehen kann, ohne dass ihr Zusammenhalt auf dem Spiel steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/armes-reiches-land-luxemburg-jenseits-glaenzender-fassaden.922.de.html?dram:article_id=350603\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wer viel verdient, bekommt am meisten<\/strong><br>\nPrivate Verm&ouml;gen sind weitaus ungleicher verteilt als verf&uuml;gbare Haushaltseinkommen. Dies zeigt sich darin, dass sehr wenige Menschen sehr viel Nettoverm&ouml;gen (Verm&ouml;genswerte minus Verbindlichkeiten) besitzen. Welche Rolle spielen Erbschaften und Schenkungen (Verm&ouml;genstransfers) f&uuml;r die Verm&ouml;gensposition der Haushalte und f&uuml;r die Verm&ouml;gensungleichheit im Euroraum?<br>\nEinkommensstarke Haushalte haben in der Vergangenheit in den europ&auml;ischen L&auml;ndern signifikant h&ouml;here Erbschaften und Schenkungen erhalten als einkommensschw&auml;chere Haushalte. Gleichzeitig sind f&uuml;r einkommensstarke Haushalte Verm&ouml;genstransfers f&uuml;r die aktuelle Verm&ouml;gensposition weniger relevant. Durch ihre starke Einkommensposition und niedrige intergenerationale Mobilit&auml;t sind diese Haushalte in der Lage, Verm&ouml;gen sowohl aus ihren regelm&auml;&szlig;igen Einkommen als auch durch Erbschaften und Schenkungen aufzubauen.<br>\nErbschaften und Schenkungen k&ouml;nnen als Kanal angesehen werden, durch den bestehende Chancenungleichheit und die resultierende &ouml;konomische Ungleichheit verst&auml;rkt werden. In &Ouml;sterreich gibt es jedoch seit August 2008 keine Steuern mehr auf Erbschaften und Schenkungen. Es wird lediglich eine Grunderwerbsteuer im einstelligen Bereich erhoben. Soll aber die soziale Herkunft ihre bestimmende Wirkung f&uuml;r die &ouml;konomische Position an Bedeutung verlieren, m&uuml;ssen politische Instrumente gew&auml;hlt werden, die die intergenerationale Mobilit&auml;t f&ouml;rdern. Mit zus&auml;tzlichen Mitteln aus verm&ouml;gensbezogenen Steuern, wie einer Erbschafts- und Schenkungssteuer, lie&szlig;en sich Instrumente finanzieren, die die Chancengleichheit verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/erbschaften-in-oesterreich-wer-viel-verdient-bekommt-am-meisten\/\">blog arbeit-wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fall &ldquo;Primus&rdquo; &ndash; NSU-Akte &ldquo;vom Hochwasser weggesp&uuml;lt&rdquo;<\/strong><br>\nEin V-Mann des Geheimdienstes mit dem Tarnnamen &ldquo;Primus&rdquo; soll den mutma&szlig;lichen NSU-Terroristen Mundlos und Zsch&auml;pe Jobs in seinen Firmen gegeben haben. Der NSU-Untersuchungsausschuss fordert die Akten dazu an. Doch diese sind offenbar verschwunden.<br>\nEine vom NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages angeforderte Akte &uuml;ber den Neonazi und ehemaligen V-Mann Ralf Marschner ist offenbar verschollen. Es soll 2010 dem Hochwasser in Sachsen zum Opfer gefallen sein.<br>\n&ldquo;Das hat die Staatsanwaltschaft Chemnitz dem Ausschuss mitgeteilt&rdquo;, berichtete die Gr&uuml;nen-Abgeordnete Irene Mihalic. &ldquo;Dieser Vorgang reiht sich irgendwie ein in den mysteri&ouml;sen Schwund von Akten im Zusammenhang mit dem NSU-Netzwerk&rdquo;, sagte die Gr&uuml;nen-Obfrau im Ausschuss. &ldquo;Es ist schon seltsam, dass sich die rei&szlig;enden Wasser gerade dieses Schriftst&uuml;ck ausgesucht haben.&rdquo;<br>\nMarschner war als V-Mann &ldquo;Primus&rdquo; bereits Mitte der 1990er Jahre zun&auml;chst vom Bayerischen Landesverfassungsschutz angeworben worden. Schon 2012 hatte der Mann, der Marschner sozusagen &ldquo;entdeckte&rdquo;, bei n-tv.de ausf&uuml;hrlich dar&uuml;ber berichtet, wie er den Kontakt zu Marschner aufbaute, festigte und ihn schlie&szlig;lich an den Bundesverfassungsschutz (BfV) &uuml;bergab. Der Verfassungsschutzmann ist bis heute sicher, dass &ldquo;die K&ouml;lner&rdquo;, also das BfV, mit &ldquo;Primus&rdquo; eine Quelle hatten, die fast bis zuletzt ganz nah an der Zwickauer Terrorzelle dran gewesen sein muss. Doch wegen der &ldquo;problembehafteten F&uuml;hrung&rdquo; des V-Mannes erfuhr der Verfassungsschutz trotzdem so gut wie nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/NSU-Akte-vom-Hochwasser-weggespuelt-article17653276.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Soll man um den hei&szlig;en Brei herumreden? Es ist offensichtlich, dass es Akteure bei den Geheimdiensten gibt, die Neo-Nazis decken, wenn nicht gar unterst&uuml;tzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD &ndash; Auseinandersetzung statt Attacke<\/strong><br>\nIm Umgang mit der AfD sucht die SPD verzweifelt nach einer Strategie &ndash; nun will Partei-Vize Scholz f&uuml;r klare Linie sorgen. Laut dessen Strategiepapier soll die Partei k&uuml;nftig auf verbale Attacken gegen die AfD verzichten und sich dieser inhaltlich stellen.<br>\nEine erfolgreiche Strategie im Umgang mit der AfD? Bislang Fehlanzeige bei den Sozialdemokraten. Die Auseinandersetzung der SPD mit den rechten Aufsteigern pendelt, &auml;hnlich wie in den anderen etablierten Parteien, zwischen Ratlosigkeit und Aktionismus. F&uuml;r eine klare Linie pl&auml;diert nun SPD-Vize Olaf Scholz.<br>\nEin Kernpunkt seines Vorschlags: Die Sozialdemokraten sollten k&uuml;nftig auf die gro&szlig;e verbale Keule gegen die Petry-Partei verzichten. In seinem sechsseitigen Papier, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt, schreibt Scholz: &ldquo;Wir sollten die AfD nicht d&auml;monisieren. Solange die AfD nur rechtspopulistisch ist, sollten wir sie nicht als Nazis bezeichnen&rdquo;.<br>\nIm Werben um die W&auml;hler, die derzeit dem Lockruf der AfD erliegen, empfiehlt Scholz sich am Slogan des ehemaligen US-Pr&auml;sidenten Bill Clinton zu orientieren: &ldquo;Wir machen Politik f&uuml;r die, die sich anstrengen und an die Regeln halten.&rdquo; Die SPD stehe dabei f&uuml;r eine Politik ohne Ressentiments, der egal sei, wie jemand aussieht und woher er kommt, sondern die nur interessiere, was er erreichen wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/scholz-afd-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, so, die SPD steht &bdquo;dabei f&uuml;r eine Politik ohne Ressentiments&ldquo;. Dabei hat die SPD mit Hartz-IV ein System geschaffen, dass hunderttausende Menschen in diesem Land stigmatisiert und einem System von abgefeimter Boshaftigkeit aussetzt. J&uuml;ngstes Beispiel, die durch Andrea Nahles (SPD) eingef&uuml;hrten Neuregelungen im SGB II, die nun zwingend festlegen, dass bei alleinerziehenden Eltern, dem Elternteil, welches das Kind gerade nicht betreut, Leistungen w&auml;hrend dieser Zeit gek&uuml;rzt werden. Auch der Satz, &ldquo;Wir machen Politik f&uuml;r die, die sich anstrengen und an die Regeln halten.&rdquo;, ist diffamierend und exkludierend. Wer sind dann diejenigen nach Meinung der SPD, die sich nicht anstrengen und nicht an die Regeln halten? Erwerbslose, Hartz-IV Bezieher, Menschen in prek&auml;ren Jobs? Diese haben sich dann wohl nicht ordentlich angestrengt und so den Anspruch auf eine Vertretung durch die SPD verwirkt?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>SR 2 &ndash; Fragen an den Autor mit Sahra Wagenknecht<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht, &ldquo;Reichtum ohne Gier. Wie wir uns vor dem Kapitalismus  retten&rdquo;. Behindert unsere Eigentumsordnung Innovationen und Investitionen? Sind Wettbewerb und Leistungsprinzip ruiniert, Freiheit und Demokratie bedroht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2016-04-25_wagenknecht_reichtum_24_4_2016.mp3\">SR 2 &ndash; Fragen an den Autor<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wer den Wind s&auml;t &ndash; Was westliche Politik im Orient anrichtet<\/strong><br>\nLesung, Vortrag und Gespr&auml;ch mit Dr. Michael L&uuml;ders<br>\nIslamwissenschaftler, Autor, Pr&auml;sident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft<br>\nAm kommenden Samstag, den 14. Mai 2016, findet um 18:00 Uhr auf Gut G&ouml;delitz in der Alten Sch&auml;ferei folgende Veranstaltung statt:<br>\nWeitere Informationen finden Sie <a href=\"http:\/\/gut-goedelitz.de\/2016\/04\/vorankuendigung-wer-den-wind-saet-was-westliche-politik-im-orient-anrichtet\/\">auf unserer Homepage<\/a>. \n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein Besuch empfiehlt sich wegen des Vortragenden, wegen der Brisanz des Themas und wegen der kreativen Atmosph&auml;re von Gut G&ouml;delitz. Ich habe das selbst schon zweimal erlebt und war sehr beeindruckt von den BesuchernInnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Parteichef vs Putzfrau<\/strong><br>\nStarker Konter! So scharf weist diese Putzfrau SPD-Chef Sigmar Gabriel zurecht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/welt\/videos\/10154259553208115\/\">Die WELT via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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