{"id":3332,"date":"2008-07-14T09:30:59","date_gmt":"2008-07-14T07:30:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3332"},"modified":"2008-07-16T08:57:22","modified_gmt":"2008-07-16T06:57:22","slug":"hinweise-des-tages-690","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3332","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3332&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>Merkel: Atom-Ausstieg nicht ins Grundgesetz<\/strong><br>\nBild am Sonntag: Auch in CDU und SPD fordern viele finanzielle Entlastungen der B&uuml;rger. Bleibt es beim knallharten Nein der Kanzlerin f&uuml;r die Zeit bis zur Bundestagswahl?\n<p>Merkel: Es gibt Entlastungen durch die weitere Senkung der Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung zum 1. 1. 2009. Auch sollen der Kinderfreibetrag und das Kindergeld n&auml;chstes Jahr erh&ouml;ht werden. Dar&uuml;ber hinaus sehe ich allerdings heute keine weiteren M&ouml;glichkeiten.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong><br>\nBei einem mittleren Bruttogehalt von 2000 Euro im Monat bleiben durch die Senkung der Arbeitslosenversicherung bleiben gerade mal 9 Euro &bdquo;netto&ldquo; &uuml;brig. Arbeitnehmer wurden aber gleichzeitig mit zus&auml;tzlichen Abgaben belastet: 0,5 % Krankenversicherung, 0,4 % Rentenversicherung, 3 % Mehrwertsteuer.<br>\nSiehe dazu auch: <a href=\"?p=1971\">Die Reformen greifen! Aber wo greifen sie hin?<\/a> <\/em><\/p>\n<p>BamS: EU-Pr&auml;sident Barroso schl&auml;gt vor, die Not der B&uuml;rger mit geringen Einkommen durch Energie-Sozialtarife zu lindern (&hellip;)<br>\nMerkel: Deutschland hat solche sozialen Regelungen l&auml;ngst. Im Arbeitslosengeld II haben wir die sogenannte Erstattung der Kosten der Unterkunft, wonach alle Heizkosten und Stromrechnungen voll ersetzt werden. Da m&uuml;ssen wir k&uuml;nftig mit steigenden Kosten rechnen. Ich bin froh, dass wir das Wohngeld von 90 auf 140 Euro erh&ouml;ht haben. Auch da geht es wieder um Energiekosten. Jeder, der unter ein bestimmtes Einkommensminimum f&auml;llt, kann Wohngeld beantragen.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wie schon im Interview mit der FAZ vom 20.6.08 wiederholt Merkel die Behauptung, dass die Stromkosten &bdquo;voll ersetzt&ldquo; w&uuml;rden. Wie jeder Alg II &ndash; Empf&auml;nger wei&szlig; werden die Stromkosten nur &bdquo;anteilig&ldquo; ersetzt. <\/em><\/p>\n<p>&sect; 20 SGB II<br>\nRegelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts<br>\n(1) Die Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts umfasst insbesondere Ern&auml;hrung, Kleidung, K&ouml;rperpflege, Hausrat, Haushaltsenergie ohne die auf die Heizung anfallenden Anteile, Bedarfe des t&auml;glichen Lebens sowie in vertretbarem Umfang auch Beziehungen zur Umwelt und eine Teilnahme am kulturellen Leben.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.arbeitsagentur.de\/zentraler-Content\/A01-Allgemein-Info\/A015-Oeffentlichkeitsarbeit\/Publikation\/pdf\/Gesetzestext-20-SGB-II-Regelleistung-Sicherung-LUnterhalt.pdf\">In den Erl&auml;uterungen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 220 KB]<\/a> dazu hei&szlig;t es:<\/p>\n<p>In &sect; 20 Abs. 1 wird nun auch die Haushaltsenergie ausdr&uuml;cklich mit aufgef&uuml;hrt. Die Erg&auml;nzung der Vorschrift hat klarstellenden Charakter. Im Rahmen der KdU nach &sect; 22 sollen nur die Heizkosten &uuml;bernommen werden. Die &uuml;brigen Kosten f&uuml;r Haushaltsenergie (z.B. Kochfeuerung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung, etc.) sind aus der Regelleistung zu bestreiten.<\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169229\/1\/\">Kanzlerin behauptet: Bei Hartz IV werden alle Stromkosten ersetzt<\/a><\/p>\n<p><em>BamS: 2021 soll in Deutschland das letzte AKW vom Netz gehen. Was geschieht dann?<\/em><\/p>\n<p>Merkel: Ich werde mich daf&uuml;r einsetzen, dass wir die Laufzeiten unserer sicheren Kernkraftwerke in Deutschland verl&auml;ngern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/politik\/2008\/07\/13\/angela-merkel\/interview-teil-2.html\">Bild<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Merkel-Propaganda und die Atomenergie-Kampagne des Springer-Verlages gehen weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Steinbr&uuml;ck wirbt f&uuml;r Gro&szlig;e Koalition nach 2009<\/strong><br>\nFinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) wirbt f&uuml;r die Fortsetzung der Gro&szlig;en Koalition &uuml;ber die n&auml;chste Bundestagswahl hinaus und sieht denkbare Dreier-Koalitionen skeptisch.\n<p>Die Gro&szlig;e Koalition bietet gute Chancen, die wirtschaftliche und soziale Stabilit&auml;t zu gew&auml;hrleisten&ldquo;, sagte Steinbr&uuml;ck im BILD-Interview.<br>\nSich gegen <em>&bdquo;das populistische Wunschkonzert&ldquo;<\/em> an Ausgabew&uuml;nschen zu behaupten, ist f&uuml;r Steinbr&uuml;ck &bdquo;das Markenzeichen&ldquo; der schwarz-roten Regierung.<\/p>\n<p><em>&bdquo;Wenn gerade die SPD st&auml;rker zu dem stehen w&uuml;rde, was sie seit 1998 erreicht hat &ndash; auch in der Gro&szlig;en Koalition &ndash; dann w&uuml;rde sie davon profitieren. Das ist eine Frage der Haltung. Ich nenne das politische K&ouml;rpersprache. Daran m&uuml;ssen wir arbeiten.&ldquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/news\/politik\/2008\/07\/13\/peer-steinbrueck\/grosse-koalition-nach-2009.html%20\">Bild<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung M.S.:<\/strong> Steinbr&uuml;ck gibt sich wieder mal die Ehre und best&auml;tigt nur, was auf den NDS schon mehrfach geschrieben worden ist. Die Schr&ouml;derianer haben gar kein Interesse die Wahl zu gewinnen. Dann h&auml;tte Steinbr&uuml;ck ja die eigene Partei an der Backe! Nein, da bleibt Steinbr&uuml;ck doch lieber sch&ouml;n auf seinen Posten unter Merkel und kann sich weiter als harter Sparminister profilieren. Wenn sich dann 2013 die SPD im 10 % Bereich einpendelt, geht Steinbr&uuml;ck sowieso in Rente und macht den &ldquo;Clement&rdquo;.  <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich wei&szlig; Peer Steinbr&uuml;ck, wie auch der Rest der ehemaligen Schr&ouml;dermanschaft, dass die SPD nur durch einen Bruch mit wesentlichen Bestandteilen der Schr&ouml;derschen Politik, die Chance auf eine Dreier-Koalitionen nach der n&auml;chsten Bundestagswahlen wahren kann. Allerdings w&auml;re dieser Bruch zwangsl&auml;ufig auch das Ende des Schr&ouml;derpersonals im gro&szlig;en Machtspiel. Nicht allzu &uuml;berraschend wird deshalb aus diesem Kreis immer deutlicher die Fortsetzung der gro&szlig;en Koalition propagiert.<\/p>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit der Hauptbotschaft &bdquo;Kurs halten&ldquo; hat Steinbr&uuml;ck als damaliger Ministerpr&auml;sident schon die historische Niederlage der SPD im Jahre 2005 mit 37,1 Prozent (- 5,7 &sbquo;%) in Nordrhein-Westfalen herbeigef&uuml;hrt. Laut ZDF-Politbarometer ist mittlerweile das Vertrauen der Bundesb&uuml;rger in die gro&szlig;e Koalition zur L&ouml;sung der anliegenden Probleme deutlich geschwunden. Zur Jahresmitte trauen ihr nur noch 35 Prozent zu, einen wichtigen Beitrag dazu leisten zu k&ouml;nnen. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/932\/185350\/\">Im November 2007 waren es noch 49 Prozent<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Was haben die Versicherten davon?&rdquo;<\/strong><br>\nIch gehe davon aus, dass die politische Zusage steht, dass der Fonds zu Beginn so ausgestattet wird, dass die Krankenkassenausgaben zu 100 Prozent aus ihm gedeckt werden. Wenn das so kommt, d&uuml;rften die Kassen &ndash; mit einigen wenigen Ausnahmen &ndash; ohne Zusatzbeitr&auml;ge auskommen. Problematischer k&ouml;nnte es sp&auml;ter werden. Wenn die Ausgaben weiter steigen und die Regierung den Beitragssatz nicht anpasst, dann w&auml;re weniger Geld im Fonds, als f&uuml;r die Versorgung der Menschen gebraucht wird. Fl&auml;chendeckende Zusatzbeitr&auml;ge, die die Versicherten alleine, also ohne Arbeitgeberanteil, bezahlen m&uuml;ssten, w&auml;ren die Folge, meint Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des neuen Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1366378&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das ist also das erwartbare Ergebnis der Gesundheits-&bdquo;Reform&ldquo;. Wie bei allen Sozialreformen wird die parit&auml;tische Finanzierung gedeckelt oder heruntergefahren und die Versicherten bezahlen mehr und alleine, also ohne Arbeitgeberanteil. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rudolf Hickel: Robin-Hood-Steuer<\/strong><br>\nEine &uuml;berraschend mutige Antwort auf die sich versch&auml;rfende Einkommensarmut hat &ndash; mit welchen Motiven auch immer &ndash; die italienische Regierung formuliert. Im Programm des demokratischen US-Pr&auml;sidentschaftskandidaten findet sich der Vorschlag auch. Es geht um die Einf&uuml;hrung einer Robin-Hood-Steuer. Im Mittelpunkt stehen die Gewinner der Preisexplosion, die Energieriesen. Sie kassieren &uuml;ber die Strompreise gigantische Extraprofite. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut hat f&uuml;r die ARD-Sendung &raquo;Monitor&laquo; errechnet: Durch den Anstieg des Roh&ouml;lpreises von 70 auf 130 Dollar erzielen die vier Mega-Energiekonzerne in Deutschland 2,5 Milliarden Euro Extraprofit. Steigt der Preis auf 200 Dollar, sind es 5,6 Milliarden. Solange die Konzerne diese Windfall-Profits nicht an die Kunden weitergeben, ist eine Robin-Hood-Steuer sinnvoll. Mit ihr werden die Extraprofite abgesch&ouml;pft und flie&szlig;en Einkommensschwachen zu. In Italien sollen 4 Milliarden Euro hiervon einen Rentner-Hilfsfonds speisen. 400 Euro pro Person sollen per Rabattsystem nicht nur zur Unterst&uuml;tzung des Strom- und Gasbezugs verwendet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/131865.robin-hood-steuer.html?sstr=Robin|Hood|Steuer\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Trend zu ungesunden Arbeitszeiten<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/ungesunde_arbeits_ZEITEN.jpg\" alt=\"Ungesunde Arbeitszeiten\"><\/p>\n<p>Die Besch&auml;ftigten in Deutschland arbeiten h&auml;ufiger in Wechselschicht, nachts oder deutlich &uuml;ber 40 Wochenstunden. Damit verbundene Belastungen k&ouml;nnen zu fr&uuml;hem Verschlei&szlig; f&uuml;hren.<\/p>\n<p>Jeder sechste Neu-Rentner ging 2006 wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit in den Ruhestand. Diese hohe Quote k&ouml;nnte Bestand haben &ndash; denn mehr als die H&auml;lfte der derzeit Besch&auml;ftigten erwartet, dass sie im h&ouml;heren Alter kaum noch arbeitsf&auml;hig sein werden. &ldquo;Sollten sich die Arbeitszeittrends der letzten Jahre fortsetzen, werden sich die Bedingungen f&uuml;r einen l&auml;ngeren Verbleib im Berufsleben verschlechtern&rdquo;, warnt Hartmut Seifert, Leiter des WSI. Vor allem die gleichzeitigen Trends von zu langer und atypisch gelegener Arbeitszeit w&auml;hrend der Nacht und im Schichtbetrieb bringen h&ouml;here Belastungen mit sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/32014_91489.html\">B&ouml;ckler Impuls 12\/2008<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mit Volldampf in den Neoliberalismus &ndash; Die Privatisierung der Bahn<\/strong><br>\nMit der Weichenstellung in Richtung Kapitalmarkt und dem R&uuml;ckzug aus der Fl&auml;che wird verkannt, dass Verkehrsadern die Lebens&shy;adern einer Gesellschaft sind, die f&uuml;r niemanden verschlossen sein d&uuml;rfen. In einer Zeit, in der Mobilit&auml;t wichtiger ist als je zuvor, muss ein reicher Staat wie die Bundesrepublik daf&uuml;r sorgen, dass auch in der L&uuml;neburger Heide, im Bayerischen Wald und in der S&auml;chsischen Schweiz noch Z&uuml;&shy;ge halten. Auf den Markt ist dort n&auml;mlich kein Verlass.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/-\/id=661104\/cf=42\/nid=661104\/did=1698590\/15rsao2\/index.html?searchString=aula&amp;fromDate=13.07.2008&amp;toDate=13.07.2008&amp;bcstType=all&amp;onlyWithDownloads=true&amp;button1=Suche+abschicken%20\">SWR 2 Wissen<\/a><br>\nEingabe: Suchtext: Aula, Datum vom 13.07.2008, Sendung: Alle, Manuskript anklicken.\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein lesenswerter Text von Tim Engartner, der &uuml;ber dieses Thema eine Doktorarbeit geschrieben hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Millionengesch&auml;ft mit Banken<\/strong><br>\nDie Stadt Halle kann darauf hoffen, in diesem Jahr erstmals einen Teil ihrer Schulden aus zur&uuml;ckliegenden Jahren abzubauen. Anlass ist ein Millionengesch&auml;ft der Halleschen Wohnungsgesellschaft (HWG) mit der Norddeutschen Landesbank (Nord-LB), aus dem der HWG mehr als 80 Millionen Euro zuflie&szlig;en. 42 Millionen will der kommunale Wohnungsriese an die Stadt als Beitrag zur Haushaltssanierung weiterleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/servlet\/ContentServer?pagename=ksta\/page&amp;atype=ksArtikel&amp;aid=1213961238655\">Mitteldeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Karl Mai:<\/strong> Heute erschien ein Artikel in der &ldquo;Mitteldeutschen Zeitung&rdquo;, Titel &ldquo;Millionengesch&auml;ft mit Banken&rdquo;. Daraus geht hervor, dass die Hallenser Stadtv&auml;ter jetzt f&uuml;r 80 Mio. Euro einmaliger Einnahmen aus der Verschacherung von kommunalem Wohneigentum k&uuml;nftig 30 Jahre lang j&auml;hrlich 5,1 Mio. Euro &ldquo;Leasing-Raten&rdquo; abzahlen wollen. Damit zahlt Halle dann schlie&szlig;lich 5,1 x 30 = 153 Mio. Euro an die Banken zur&uuml;ck. Fast unglaublich! Eine m&auml;rchenhafte Finanzmarkt-Rendite zu Lasten der B&uuml;rger! Mit den einmaligen Einnahmen will Halle dann eigene Verschuldungen tilgen &ndash; dabei wird eine alte Verschuldung durch eine neue, aber viel h&ouml;here Verpflichtung ersetzt. Die alte Verschuldungstilgung der Stadt Halle erreicht maximal 42 Mio. Euro, die neue, in die Zukunft verschobene Verpflichtung aber 153 Mio. Euro.   <\/em><\/p>\n<p>Wenn dieses Beispiel in Sachsen-Anhalt jetzt Schule macht, dann tilgen die Kommunen eifrig ihre bestehenden Schulden gegen weitaus h&ouml;here Verpflichtungen f&uuml;r die Zukunft. Die Banken kassieren jedoch eine gewaltige Zinssumme gleichsam als &ldquo;Zwischenspiel&rdquo;.<br>\nDas zeigt den gewaltigen Nutzen der PPP f&uuml;r das Bankkapital. Allerdings zeigt der &ldquo;MZ&rdquo;-Artikel auch, wie wenig damit der Stadt letztendlich bereits gedient sein wird, weil die Schulden ja weiter steigen &ndash; wie es dort hei&szlig;t.<\/p><\/li>\n<li><strong>Inflation k&ouml;nnte Gesellschaft spalten<\/strong><br>\nEtwa ein Drittel der deutschen Haushalte bekommen die hohe Teuerungsrate deutlicher zu sp&uuml;ren als bislang vermutet. Neue Berechnungen ergeben zudem eine frappierende Kluft zwischen armen und reichen Haushalten. Die hohe Inflation belastet Geringverdiener in Deutschland noch st&auml;rker als bislang angenommen. Das geht aus dem sogenannten Index der Inflationsbelastung hervor, den der Freiburger Statistikprofessor Hans Wolfgang Brachinger f&uuml;r die Welt am Sonntag errechnete. Demnach liegt die Teuerungsrate f&uuml;r Geringverdiener mit einem monatlichen Nettoeinkommen bis zu 1.700 Euro bei insgesamt 5,4 Prozent und damit 2,1 Prozentpunkte &uuml;ber der offiziellen Teuerungsrate von zuletzt 3,3 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/111\/185527\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Da die Energie- und Nahrungsmittelpreise die entscheidenden Inflationstreiber sind, k&ouml;nnte man auch sagen, dass diese Preissteigerungen die Gesellschaft spalten. Jedenfalls k&ouml;nnen die Inflationsbek&auml;mpfer der EZB mit ihrer Zinsanhebung nicht f&uuml;r sich in Anspruch nehmen, dass sie dabei gegensteuern. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Ein bisschen Spa&szlig; muss sein<\/strong><br>\nDie Regierung will uns vom &Ouml;lpreis nicht entlasten, unsere Notenbanker verteuern im Abschwung pr&auml;ventiv das Geld. Und jetzt sollen wir f&uuml;rs Klima auch noch Urlaub an der Ostsee machen. Das geht eindeutig zu weit.\n<p>Was passiert, wenn man zu sp&auml;t auf konjunkturelle Abst&uuml;rze reagiert, haben die Deutschen 2001 bis 2005 erlebt. Auch da schwadronierten die W&auml;hrungsh&uuml;ter viel zu lang, die Konjunktur sei doch robust. Auch da plante ein Finanzminister noch mit wachstumsbedingten Steuereinnahmen und baldigem Etatausgleich, als es schon kein Wachstum mehr gab. Auch da wurde eifrig abgeschmettert, wenn andere L&auml;nder mit Konjunkturpaketen daherkamen &ndash; mit der wundersamen Annahme, dass die Deutschen kein Konjunkturproblem haben. V&ouml;lliger Quatsch, wie der Boom seit 2005 gezeigt hat. Ergebnis: eine Dauerflaute. Und ein Sparhans, der mangels Wachstum Rekorddefizite einfuhr. <\/p>\n<p>Die Regierung sollte rasch aufh&ouml;ren, alles schlecht zu finden, was andere zur Rettung der Konjunktur vorschlagen: ob Steuerschecks wie in den USA oder Soli-Steuern von &Ouml;lkonzernen wie in Italien oder Abschl&auml;ge von der Benzinsteuer wie von Frankreich angeregt. Mit deutscher Grabeslaune und Fasten wird&rsquo;s nicht besser, sondern schlimmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/384402.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkungen WL:<\/strong> Ob allerdings Flugreisen in den Urlaub und Steuersenkungen probate Mittel sind, um die Konjunktur zu st&uuml;tzen, muss man bezweifeln. Nichts gegen eine Senkung der inflationstreibenden Mehrwertsteuer, aber die Aussicht auf h&ouml;here L&ouml;hne w&uuml;rden die Konsumlaune erheblich mehr verbessern und durch staatliche Investitionen in eine maroder werdende Infrastruktur und in Bildung f&uuml;r die Zukunft mehr erreicht w&uuml;rde, als durch ein weiteres Ausbluten des Staates. Da sollte auch Fricke nicht schlecht finden, was andere &Ouml;konomen vorschlagen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bericht in der &bdquo;Bunten&ldquo; &uuml;ber Feiern bei Maschmeyer <\/strong><br>\nVon einem unserer Leser erreicht uns folgender Bericht:\n<blockquote><p>In &bdquo;Bunte&ldquo; Nr. 29 vom 10.07.2008 steht eine interessante Geschichte. &Uuml;ber Festlichkeiten zum zwanzigj&auml;hrigen Firmenjubil&auml;um des so genannten Finanzdienstleisters &bdquo;AWD&ldquo; mit Carsten Maschmeyer an der Spitze. Allein die Sitzordnung beim &bdquo;Lunch&ldquo; in seiner &bdquo;herrschaftlichen Villa&ldquo; vor &bdquo;goldenen Tellern&ldquo; sagt mehr aus &uuml;ber den Zustand unserer Republik als alle wohlfeilen Analysen. Hier finden wir Gerhard Schr&ouml;der samt Gattin, Bert R&uuml;rup, Kofi Annan, einige Herren der &bdquo;Hochfinanz&ldquo; und nicht zuletzt B&eacute;la Anda, seinerzeit Regierungssprecher, jetzt Kommunikationsdirektor der Firma &bdquo;AWD&ldquo;. Anschlie&szlig;end sind 10.000 G&auml;ste in der TUI-Arena eingeladen, einem Konzert von Seal, Pink, Nelly Furtado und den Scorpions zu lauschen. Neben allen erdenklichen Promis aus Showgesch&auml;ft und Politik (Thomas Gottschalk f&uuml;hrt durch den Abend) singt auch &bdquo;Ex-Arbeitsminister Riester begeistert mit&ldquo;. &bdquo;AWD-Chef Naschmeyer nutzte die Gala auch, um seine Au&szlig;endienstverk&auml;ufer anzufeuern: &hellip; &gt;Ihre Vision ist die Provision&lt;&ldquo;. &bdquo;Gigantisch: Nach den Konzert fasziniert ein Feuerwerk mit Lasershow die 10000 G&auml;ste&ldquo;. &bdquo;Niemand h&auml;tte f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass Maschmeyer einfach ein paar Millionen springen l&auml;sst, &hellip;\n\n<img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/bunte.jpg\" alt=\"Bunte\"><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bunte.de\/service\/bunte-heft\/bunte-und150-das-heft-nr-29_aid_5555.html%20\">Bunte<\/a><\/p>\n<p>Es sind die Millionen der Privatkunden, die oft vom Mund abgespart und &bdquo;f&uuml;r Verm&ouml;gensaufbau und Altersvorsorge&ldquo; eingezahlt wurden. Man stelle sich den Aufschrei der hier f&uuml;rstlich bewirteten politisch Verantwortlichen vor, die (bewusst geschw&auml;chte) Deutsche Rentenversicherung h&auml;tte anl&auml;sslich ihres hundertzwanzigj&auml;hrigen Bestehens auch nur einen Bruchteil dieser Summe verbraten.<\/p>\n<p>Offensichtlich ist unsere so genannte Elite auf niedrigstem moralischem Niveau angekommen. Jetzt, wo kritische Berichterstattung in den Medien der Vergangenheit angeh&ouml;rt, kann man den kleinen Leuten nicht nur ungestraft die Brotkrumme entrei&szlig;en, sondern ihnen auch noch zumuten, beim Kaviarschl&uuml;rfen zuzuschauen. Ich frage mich nicht, ob es wieder mal heftig kracht.<br>\nIch frage mich, wann!<br>\nDr. B. N.&ldquo;<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das passt gut zu einigen bisherigen Beitr&auml;gen in den NachDenkSeiten, z.B.:<br>\n<a href=\"?p=2727\">Dinner Speech bei der 10. Speyerer Demokratietagung am 25.10.2007 (mit Zitat von Maschmeyer, wonach er meint, auf einer &Ouml;lquelle zu sitzen), <\/a><\/em><\/p>\n<p><a href=\"?p=3232\">&bdquo;Bl&uuml;m antwortet Riester&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"?p=3253\">Nochmals: Wie kann man nur so dreist die Wahrheit verdrehen &ndash; Beispiel Walter Riester<\/a><\/p>\n<p><a href=\"?p=3273\">Walter Riester m&ouml;chte seine Antwort auf Norbert Bl&uuml;m in den NachDenkSeiten ver&ouml;ffentlicht haben<\/a> <\/p>\n<p><a href=\"?p=3311\">Die Bild-Kampagne zu Gunsten der Privatvorsorge geht weiter. Diesmal mit Riester gegen Bl&uuml;m und M&uuml;ller<\/a><\/p>\n<p>Der im Bericht erw&auml;hnte Walter Riester hat sich bei mir dar&uuml;ber beschwert, dass ich ihn wegen der Honorare von inzwischen &uuml;ber 200.000 &euro;, die er f&uuml;r Vortr&auml;ge und Beratung von Versicherungen, Banken und Sparkassen erhalten hat, der politischen Korruption bezichtige. Ich hatte mir schon vorgenommen, zur&uuml;ckhaltender zu sein.<\/p>\n<p>Wenn ich jetzt jedoch lese, dass er sich zu einer Feier bei Maschmeyers AWD einladen l&auml;sst, dann zeugt dies von einer geringen Sensibilit&auml;t und au&szlig;erdem best&auml;tigt er damit selbst den Vorwurf der Interessenverflechtung. Man l&auml;sst sich nicht von einem Finanzdienstleister einladen, der Millionen von privaten Geldern und &ouml;ffentlichen Subventionen einsammelt. Vor allem tut man dies nicht, wenn man selbst diese Subventionen organisiert hat und noch dazu mit seinem Namen (Riester Rente) versehen hat.<\/p><\/li>\n<li><strong>Gr&ouml;&szlig;ter Banken-Crash in Amerika seit 1984 &ndash; Zwei Wackelkandidaten, eine Pleite<\/strong><br>\nDie Folgen der Immobilienkrise in den Vereinigten Staaten haben neue Ausma&szlig;e angenommen. In der Nacht zum Samstag brach die Hypothekenbank Indymac zusammen &ndash; der gr&ouml;&szlig;te Banken-Crash in Amerika seit 1984. Noch viel besorgniserregender scheint aber, dass die gr&ouml;&szlig;ten amerikanischen Hypothekenfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae so stark ins Trudeln geraten sind, dass &uuml;ber eine Verstaatlichung spekuliert wurde.Die Hypotheken- und Bausparbank Indymac ist im kalifornischen Pasadena ans&auml;ssig. Wie die Bankenaufsichtsbeh&ouml;rde am Freitagabend (Ortszeit) mitteilte, &uuml;bernimmt die staatliche Einlagensicherungsbeh&ouml;rde (FDIC) nun die Kontrolle &uuml;ber die Bank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~E56E944F527F8401DA12EBC743FBE6585~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">Frankfurter Allgemeine Sonntgszeitung<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>McCain und Obama pl&auml;dieren f&uuml;r Bankenhilfe<\/strong><br>\nMit dem Zusammenbruch des Baufinanzierers Indymac und dem Kurssturz der beiden halbstaatlichen Hypotheken-Riesen Freddie Mac und Fannie Mae erreicht die Kreditkrise in den USA eine neue Dimension. Die Regierung in Washington sieht sich einem Dilemma gegen&uuml;ber. Auf der einen Seite versucht sie den Eindruck zu zerstreuen, dass sie eine Verstaatlichung von Fannie und Freddie plane. Experten erwarten f&uuml;r diesen Fall einen weiteren Dollarsturz, weil das F&uuml;nf-Billionen-Dollar-Kreditportfolio der Immobilienriesen die Staatsverschuldung dramatisch erh&ouml;hen w&uuml;rde. Doch ohne Verstaatlichung droht der Zusammenbruch der Immobilienriesen. Dabei kann die Regierung keinesfalls zusehen, weil Fannie und Freddie das R&uuml;ckgrat des US-Immobilienmarktes bilden. Auf die beiden Schwesterorganisationen entfallen 80 Prozent aller Neukredite im Hypothekenmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Finanzen-US-Bankenkrise;art130,2571456%20\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu noch: <\/em><\/p>\n<p><strong>Die Geschichte von Fannie und Freddie<\/strong><br>\nVon Roosevelts &ldquo;New Deal&rdquo; &uuml;ber Milliardengewinne bis hin zum Epizentrum der internationalen Finanzkrise &ndash; FTD-Online zeichnet eine Chronologie der 70j&auml;hrigen Geschichte von Freddie Mac und Fannie Mae.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/finanzdienstleister\/384934.html?mode=print\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Elitetreffen der Bilderberger 2008<\/strong><br>\nIn der N&auml;he von Washington fand letztes Wochenende das Treffen der sogenannten Bilderberg-Gruppe statt. In vertraulicher Runde kommen hierbei gut 100 Vertreter der Einflussreichen in Wirtschaft, Politik, Milit&auml;r und Medien aus aller Welt zusammen, um sich &uuml;ber die Zukunft der Weltwirtschaft und -politik auszutauschen. Nach im Internet kursierenden Teilnehmerlisten waren aus Deutschland dabei: Josef Ackermann, Joschka Fischer, Wolfgang Ischinger (fr&uuml;her deutscher Botschafter, jetzt Cheflobbyist des Allianz-Konzerns), Eckart von Klaeden (CDU), Matthias Na&szlig; (Stellvertretender Chefredakteur der Zeit) und Volker Perthes (Stiftung Wissenschaft und Politik).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/06\/elitetreffen-der-bilderberger-2008\/\">LobbyControl<\/a>\n<p>Siehe dort auch einen interessanten Beitrag aus der Zeitschrift &bdquo;Message&ldquo; wie sich Journalisten in dieses Schweigekartell einbinden lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/download\/Message_Bilderberg.pdf\">LobbyControl [PDF &ndash; 764 KB]<\/a><\/p>\n<p>H&ouml;chst interessant ist auch die Teilnehmerliste des Bilderbergtreffens vom 5. &ndash; 8. Juni 2008<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/download\/Bilderberg2008_Teilnehmerliste.pdf\">LobbyControl [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Sommerinterviews:<\/strong>\n<p>Bundespr&auml;sident K&ouml;hler mit dem ZDF<br>\n<em>&ldquo;Ich gehe davon aus, dass ich wiedergew&auml;hlt werde&rdquo;<\/em><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/27\/0,1872,7264283,00.html\">ZDF dort finden Sie eine Zusammenfassung und die Videoaufzeichnung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das unabh&auml;ngige Staatsoberhaupt lobt Merkel, sie mache &bdquo;ihren Spitzenjob sehr gut&ldquo;. Sollte er von Rechtsextremisten gew&auml;hlt werden, dann verzichtet er auf deren Stimmen. Wie macht er das blo&szlig;? Zum Gl&uuml;ck h&auml;tten wir die Kernenergie, angesichts der enorm gestiegenen Energiepreise h&auml;lt es der Bundespr&auml;sident f&uuml;r keinen Zufall, &ldquo;dass man jetzt &uuml;ber die Verl&auml;ngerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken diskutiert&rdquo;, und f&uuml;gt hinzu: &ldquo;Ich halte es f&uuml;r richtig.&rdquo; Horst K&ouml;hler mischt sich also wieder munter zugunsten der CDU und der Kanzlerin in die Tagespolitik ein.<\/em><\/p>\n<p>Weil er sich ausf&uuml;hrlich von der Linkspartei absetzt, hier auch das Sommerinterview mit Oskar Lafontaine mit dem Saarl&auml;ndischen Rundfunk Lafontaine strebt im Saarland eine Zusammenarbeit mit der SPD an. Da gibt es kein Wackeln und wenn die SPD st&auml;rker wird als die Linke, hat sie selbstverst&auml;ndlich den Anspruch den Regierungschef zu stellen. Er h&auml;lt es f&uuml;r eine &bdquo;verr&uuml;ckte Idee&ldquo;, den Bergbau zur Disposition zu stellen. Er meint, dass man einen l&auml;ngeren &Uuml;bergang auch technisch gestalten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sr-online.de\/nachrichten\/2401\/793999.html\">SR-Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich halte ein Festhalten am Kohlebergbau, gerade im Saarland f&uuml;r einen Irrweg. Lafontaine t&auml;te besser daran, das Geld f&uuml;r die Kohlesubventionen f&uuml;r den weiteren Strukturwandel in diesem Land einzufordern. Damit w&uuml;rden auf Dauer mehr Arbeitspl&auml;tze geschaffen, als wenn jetzt an den hoch subventionierten und auf Dauer kaum haltbaren Arbeitspl&auml;tzen im Bergbau festgehalten wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Landgericht Hamburg: Gysi darf nicht &ldquo;Ex-Stasi-Zutr&auml;ger&rdquo; genannt werden<\/strong><br>\nDas Hamburger Landgericht hat jetzt die Behauptung, der Fraktionschef der LINKEN im Bundestag, Gregor Gysi, sei ein &ldquo;Ex-Stasi-Zutr&auml;ger&rdquo;, als &uuml;ble Nachrede unter Strafandrohung untersagt. Die Entscheidung erging gegen den Axel-Springer-Verlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169220\/55\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Pinkwart dr&uuml;ckt sich selbst die Daumen<\/strong><br>\nNordrhein-Westfalens Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart plant den gro&szlig;en Stipendien-Wurf. Zehn Prozent aller Studenten sollen fortan gef&ouml;rdert werden. Nur: Bisher ziehen weder die Wirtschaft noch die Bundesl&auml;nder mit. Zur Not denkt der FDP-Mann an einen Alleingang.<br>\nPinkwarts Vorschlag wirkt pr&auml;zise: Er h&auml;lt im Jahr 2012, wenn das System voll aufgebaut ist, 388 Millionen Euro j&auml;hrlich f&uuml;r n&ouml;tig. Die H&auml;lfte des Geldes soll dabei der Staat berappen, und zwar zu zwei Dritteln der Bund und zu einem Drittel die L&auml;nder, wie beim Baf&ouml;g. Die andere H&auml;lfte soll die Wirtschaft aufbringen. Dieses Geld sollen die Hochschulen selbst bei den Unternehmen eintreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,565148,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Laut den j&uuml;ngsten Empfehlungen des Wissenschaftsrates zu Lehre und Studium erhalten 2 % (absolut 16.590) der Studierenden ein Stipendium<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Professoren von Unternehmers Gnaden<\/strong><br>\nHeuschrecken gehen an deutschen Hochschulen f&uuml;r gew&ouml;hnlich nicht auf Beutezug. Doch genau diese Bef&uuml;rchtung macht in Frankfurt die Runde, seit die Johann Wolfgang Goethe-Universit&auml;t im April die Einrichtung einer Professur f&uuml;r Private Equity ank&uuml;ndigte. Ausgerechnet der Finanzinvestor 3i aus London tritt als Stifter des neuen Lehrstuhls auf, der vom kommenden Wintersemester an seine Arbeit aufnehmen soll und f&uuml;r zun&auml;chst zehn Jahre von 3i finanziert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~E41CD8C33F3204FAF934891CBD9687604~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ich verweise auf meinen Beitrag <a href=\"?p=2153\">Stiftungsprofessuren die Kopflanger des gro&szlig;en Geldes<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3332","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3332","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3332"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3332\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3332"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3332"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3332"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}