{"id":3334,"date":"2008-07-15T09:41:09","date_gmt":"2008-07-15T07:41:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3334"},"modified":"2008-07-15T12:26:14","modified_gmt":"2008-07-15T10:26:14","slug":"hinweise-des-tages-691","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3334","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=3334&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><br>\n<\/p><ol>\n<li><strong>Zu gro&szlig; f&uuml;r die Pleite<\/strong><br>\nDie US-Regierung verspricht den Hypothekengiganten unbegrenzten Kredit und Eigenkapital um Vertrauenskrise abzuwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1367557&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell&amp;em_ivw=fr_wirstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p>Dazu auch: <\/p>\n<p><strong>Freddie Mac hat ersten H&auml;rtetest bestanden<\/strong><br>\nDer US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac hat heute Fremdkapital im Umfang von 3 Milliarden Dollar aufgenommen. Die Schuldpapiere wurden im Rahmen einer Auktion erfolgreich im Markt plaziert. Ein Scheitern des Verkaufs der nachrangigen Anleihen w&auml;re fatal gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/haertetest_freddie_mac_1.783500.html?printview=true\">nzz.ch<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu auch noch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein Hilfspaket f&uuml;r die taumelnden Hypotheken-Giganten<\/strong><br>\nNach dem Zusammenbruch der IndyMac-Bank kommen das amerikanische Finanzministerium und die amerikanische Notenbank den taumelnden Hypotheken-Giganten Fannie Mae und Freddie Mac zur Hilfe. Die Notenbank will den beiden Instituten zus&auml;tzliche Kredite zu g&uuml;nstigen Konditionen gew&auml;hren, falls die Banken weitere Mittel ben&ouml;tigen sollten, wie am Sonntag nach Krisenberatungen mitgeteilt wurde. Eventuell will die Regierung sogar Anteile der Banken kaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubD16E1F55D21144C4AE3F9DDF52B6E1D9\/Doc~EE5E8CA58D4374640A4039C4A7D3F0EDE~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es gilt eben die alte Regel: Privatisierung der Gewinne. Sozialisierung der Verluste.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Markt versagt<\/strong><br>\nDas Leben wird teurer. Strom-, Wasser- und Gaspreise klettern in schwindelnde H&ouml;hen. An den Zapfs&auml;ulen kostet der Liter Benzin 1,60 Euro. Auch das Essen wird immer teurer: Brot-, Fleisch-, Milch- und Butterpreise steigen zwischen 6 und 44 Prozent. &Uuml;ber die Ursachen der Preisexplosion wird hitzig debattiert. Begrenzte Reserven und unzureichende Raffineriekapazit&auml;ten treiben den &Ouml;lpreis. Chinesen und Inder konsumieren mehr Fleisch und Milch. Ernteertr&auml;ge flie&szlig;en als Biosprit in den Tank. Spekulanten tun ein &Uuml;briges. Ein Preistreiber bleibt jedoch unterbelichtet: die Marktmacht einzelner Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentare\/;art141,2572028?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>RWE erh&ouml;ht Gaspreis um bis zu 27 Prozent<\/strong><br>\nNach E.ON und Dutzenden weiterer Versorger erh&ouml;ht auch der Essener Energiekonzern RWE kr&auml;ftig seine Gaspreise. Zum 1. September und 1. Oktober w&uuml;rden die Tarife f&uuml;r rund 600.000 Kunden des Konzerns um bis zu 27 Prozent erh&ouml;ht, sagte ein Sprecher der Vertriebstochter RWE Energy am Montag. F&uuml;r einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute dies inklusive Mehrwertsteuer monatliche Mehrkosten von 26 bis 29 Euro. Grund f&uuml;r die Erh&ouml;hung seien die drastisch gestiegenen Beschaffungspreise. RWE verweist wie die Konkurrenten auf den gestiegenen &Ouml;lpreis, an den die Gaspreise mit einer Verz&ouml;gerung von einem halben Jahr gekoppelt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/companiesNews\/idDEKOE45626120080714\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die inzwischen v&ouml;llig unsinnig gewordene Koppelung des Gaspreises an den &Ouml;lpreis verschaffen den Gaslieferanten und\/oder den Gasversorgern leistungslose Windfall-Profits. Wo bleibt eigentlich unser Wirtschaftsminister, wo bleiben alle die Experten, die sonst immer das hohe Lied auf die Marktwirtschaft und den Wettbewerb singen?<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Preis-Galopp macht Deutschen Angst<\/strong><br>\nDie Deutschen haben Angst vor dem Preisanstieg und sie bem&auml;ngeln, wie die Politik damit umgeht. Drei Viertel sind laut ARD-DeutschlandTrend generell unzufrieden mit der Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend\/deutschlandtrend332.html\">Tagesschau<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Forscher der Freien Universit&auml;t beraten Regierung<\/strong><br>\nGleich drei Wissenschaftler der Freien Universit&auml;t sind seit dem 1. Juli neu als Berater der Bundesregierung t&auml;tig. Der Zeithistoriker Paul Nolte ist von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in die Sachverst&auml;ndigenkommission f&uuml;r den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung berufen worden. Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Miranda Schreurs und der Rechtswissenschaftler Christian Calliess wurden nach Beschluss der Bundesregierung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel in den Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Umweltfragen berufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Sonderthemen;art893,2569740?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Zu Paul Nolte, statt einer Anmerkung:<\/strong> <a href=\"?p=1035\">Sprachm&uuml;ll<\/a> und <a href=\"?p=930\">Paul Nolte gelegentlich lesen, um die Leere der meinungsf&uuml;hrenden Ideologen zu begreifen <\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die L&uuml;cken f&uuml;r die Reichen<\/strong><br>\nAb Januar n&auml;chsten Jahres will der Staat auch an Kursgewinnen mitverdienen. Doch Banken und Versicherungen versprechen besonders verm&ouml;genden Kunden Abhilfe: Sie m&uuml;ssen nicht zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,565726,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein auffallend ehrlicher Artikel des Spiegels. Warum tut der Finanzminister eigentlich nichts dagegen, wenn diese Tricksereien alle kennen? Bei Florida-Rolf dauerte es nur wenige Wochen bis die Gesetzesl&uuml;cke geschlossen wurde. Da ging es aber um die Armen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel-Interview zu Energie-Sozialtarifen &ndash; Regierungssprecher r&auml;umt Fehler ein <\/strong><br>\nIn der Diskussion &uuml;ber steigende Energiekosten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Energie-Sozialtarifen f&uuml;r Geringverdiener eine Absage erteilt. (tagesschau.de berichtete) Ihre Begr&uuml;ndung dazu im Interview mit der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; war allerdings fehlerhaft. Das best&auml;tigte jetzt Regierungssprecher Thomas Steg.\n<p>Richtig ist &hellip;, dass die Heizkosten in voller H&ouml;he &uuml;bernommen werden, soweit sie angemessen sind. Die Stromkosten werden dagegen nicht voll erstattet, sondern sind im Regelsatz enthalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/sozialtarife102.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &Uuml;brigens die NachDenkSeiten berichteten schon vor der Tagesschau &uuml;ber den Versprecher oder &ndash; sollte man einmal mehr besser sagen &ndash; &uuml;ber das falsche Versprechen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialkassen machten 3,7 Milliarden Euro Defizit<\/strong><br>\nDie Einnahmen des Bundes sprudeln, doch die Sozialkassen schreiben weiter rote Zahlen. Bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit stieg das Defizit deutlich. Das Defizit der gesetzlichen Sozialversicherung betrug im ersten Quartal dieses Jahres 3,7 Milliarden Euro. Damit lag der Fehlbetrag um rund zehn Prozent h&ouml;her als im ersten Quartal 2007 (3,4 Milliarden Euro), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Die gesetzliche Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung f&uuml;r Landwirte sowie die Arbeitslosenversicherung. Ausgaben von insgesamt 117,8 Milliarden Euro standen demnach in den ersten drei Monaten 2008 Einnahmen von 114,1 Milliarden Euro gegen&uuml;ber. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres stiegen die Ausgaben um 1,6 Prozent und die Einnahmen um 1,4 Prozent. \n<p>In der gesetzlichen Rentenversicherung fiel das Defizit im ersten Quartal 2008 mit 1,3 Milliarden Euro deutlich geringer aus als im ersten Quartal 2007 mit 2,1 Milliarden Euro. In der gesetzlichen Krankenversicherung dagegen stieg das Defizit von 0,8 auf 1,1 Milliarden Euro. Das Defizit der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit stieg von 0,3 auf 1,0 Milliarden Euro, vor allem wegen der Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung von 4,2 auf 3,3 Prozent zum 1. Januar 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Soziales-Gesundheit-Renten;art122,2571622%20\">Tagespiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Diese Defizite in den Sozialkassen h&auml;ngen ganz unmittelbar damit zusammen, dass die Beitr&auml;ge (trotz der Zunahme von Besch&auml;ftigung) gesunken sind. Das belegt, dass die L&ouml;hne der aus der Statistik verschwunden Arbeitslosen so niedrig sind, dass die Sozialkassen ausbluten. Und jetzt sollen die Beitr&auml;ge f&uuml;r die Arbeitslosenversicherung noch weiter gesenkt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu: <\/em><\/p>\n<p><strong>Gesundheitsfonds: Zusatzbeitr&auml;ge belasten kleine Einkommen und Kassen mit vielen Niedrigverdienern<\/strong><br>\nEin einkommensunabh&auml;ngiger Zusatzbeitrag, wie ihn Krankenkassen nach der Einf&uuml;hrung des Gesundheitsfonds erheben k&ouml;nnen, belastet Versicherte mit geringerem Einkommen deutlich st&auml;rker als Versicherte mit h&ouml;herem Verdienst. Die vorgesehene &Uuml;berforderungsklausel, die den Pauschalbeitrag auf maximal ein Prozent vom beitragspflichtigen Bruttoeinkommen jedes Versicherten begrenzt, kann diese Ungleichheit abmildern. Verhindern kann sie sie nicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Untersuchung der Gesundheits&ouml;konomen Prof. Dr. J&uuml;rgen Wasem, Prof. Dr. Stefan Gre&szlig;, Anke Walendzik und Maral Manouguian.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_91886.html\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Gericht schr&auml;nkt Rechte von Finanzinvestoren deutlich ein<\/strong><br>\nIm Streit um die Verk&auml;ufe von Immobilienkrediten hat das Hamburger Landgericht nach einer Meldung des Senders &ldquo;NDR Info&rdquo; ein wegweisendes Urteil erlassen, das die Rechte von Finanzinvestoren gegen&uuml;ber Verbrauchern deutlich einschr&auml;nkt. In dem Beschluss, der NDR Info vorliegt, haben die Richter entschieden, dass Zwangsvollstreckungen der H&auml;user von Darlehenskunden nur noch dann m&ouml;glich sind, wenn die Kreditk&auml;ufer eine Banklizenz besitzen. Denn nur dann sei gew&auml;hrleistet, dass das weitere Vorgehen gegen die Hausbesitzer auch staatlich kontrolliert werde. In den vergangenen Monaten waren immer wieder F&auml;lle bekannt geworden, in denen Kreditk&auml;ufer, meist Finanzinvestoren, &auml;u&szlig;erst rabiat gegen Kreditkunden vorgegangen waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169242\/51\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Billiges Versprechen<\/strong><br>\nDie Produktionskosten von Atomstrom sind zwar geringer als die von herk&ouml;mmlichem Strom. Doch billig wird Atomenergie trotzdem nicht verkauft. Elektrizit&auml;t aus abgeschriebenen Altreaktoren ist in der Tat billiger herzustellen als Strom aus Gas oder Kohle. Doch der Verkaufspreis f&uuml;r den gesamten Strom wird an der Leipziger Stromb&ouml;rse festgesetzt und richtet sich nach dem Preis, den die Kraftwerke mit den h&ouml;chsten Produktionskosten verlangen. Somit zahlt also der Verbraucher denselben Preis f&uuml;r Atomstrom wie f&uuml;r Strom aus anderen Kraftwerken, und die AKW-Betreiber streichen die Differenz alleine ein. Das macht f&uuml;r jeden der 17 laufenden Meiler einen j&auml;hrlichen Gewinn von 200 bis 300 Millionen Euro.\n<p>Dass die Energie aus den AKW derzeit als preiswerte Alternative dargestellt werden kann, hat einen einfachen Grund: Seit Beginn des Atomzeitalters hat der Staat nicht nur die &ouml;konomischen Risiken der Stromerzeugung mittels Kernspaltung abgedeckt, sondern gro&szlig;e Teile des Atomprogramms gleich selbst finanziert. Insbesondere das schmutzige Ende der Atomwirtschaft f&auml;llt kaum denen zur Last, die jetzt daran verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2008\/28\/22172.html\">Jungle World<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Alte Herren geben den Ton an<\/strong><br>\nIn der SPD machen die alten Herren Politik: Erhard Eppler gibt den Ton in der Atomfrage vor. Hans Jochen Vogel zieht die Strippen bei der Nominierung der Kandidatin f&uuml;r das Bundespr&auml;sidentenamt. Einige Genossen murren. Peinlich sei das &ndash; und &uuml;berdies ein Armutszeugnis f&uuml;r die Parteif&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:SPD-Alte-Herren-Ton\/627012.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Erst holt man die alten Herren um den jungen Herren bei der SPD die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Nachdem man sie wieder richtig aufgebaut hat und sie sich verselbst&auml;ndigen, ist es auch wieder nicht recht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Berlusconis Sultanat<\/strong><br>\nItaliens Ministerpr&auml;sident zimmert Gesetze in eigener Sache und baut das Land nach seinem Gusto um. Alle Staatsgewalt geht von Berlusconi aus. Und die Opposition schaut blo&szlig; zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1367470&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare&amp;em_ivw=fr_kommentar&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und da werden in Br&uuml;ssel die geringen Fortschritte Bulgariens beim Kampf gegen Korruption sowie die organisierte Kriminalit&auml;t beklagt  und Sanktionen diskutiert, weil die Justizreform nicht tatkr&auml;ftig genug vorangetrieben werde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bank of England sieht sich &bdquo;machtlos gegen Inflation&ldquo;<\/strong><br>\nDie Notenbanker auf der Insel schlagen Alarm: Die Bank von England sieht sich nahezu machtlos im Kampf gegen die aktuell auch in Gro&szlig;britannien hohe Inflation. Und das war nicht der einzige Hilferuf des Tages.\n<p>Hohe Arbeitslosigkeit, sinkende Aktienkurse und massive Schulden. Gro&szlig;britanniens Problemliste ist lang. Da passt der Hilferuf der Bank of England ins Bild. Die W&auml;hrungsh&uuml;ter r&auml;umten jetzt ein, sie seien nahezu machtlos im Kampf gegen die aktuell auch in Gro&szlig;britannien hohe Inflation. <\/p>\n<p>Ein Gegensteuern w&uuml;rde starke Zinserh&ouml;hungen n&ouml;tig machen und damit schwere wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen, hie&szlig; es in dem am Montag in London ver&ouml;ffentlichten Jahresbericht der Zentralbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur-nachrichten\/bank-of-england-sieht-sich-machtlos-gegen-inflation;2011465\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Pl&ouml;tzlich bekommt das sonst doch immer als Vorbild vorgehaltene angels&auml;chsische liberale Wirtschaftssystem Schatten. Pl&ouml;tzlich sch&uuml;tzt der flexible Arbeitsmarkt nicht mehr vor Arbeitslosigkeit. Pl&ouml;tzlich sind die Finanzinvestoren kein Garant f&uuml;r Wachstum mehr. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vor dem Kater<\/strong><br>\nDas auf dem Zustrom ausl&auml;ndischen Kapitals basierende &raquo;t&uuml;rkische Wirtschaftswunder&laquo; neigt sich unaufhaltsam dem Ende zu<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-15\/072.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider wird die Diskussion um die Beitrittsf&auml;higkeit  der T&uuml;rkei allzu sehr von sicherheitspolitischen Erw&auml;gungen oder institutionellen Fragestellungen etwa im Straf- und Gesellschaftsrecht dominiert. Sicherlich nicht unwichtige Fragen, aber es f&auml;llt doch auf, wie pauschal in den letzten Jahren  &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten und Risiken (f&uuml;r beide Seiten) des Eintritts in den Europ&auml;ischen Binnenmarkt diskutiert wurde, ein Binnenmarkt der zudem reichlich globalisiert ist. Die t&uuml;rkische Standort steht dort nicht  nur in Konkurrenz  zu den osteurop&auml;ischen Niedriglohnl&auml;ndern  bzw. zum hochindustrialisierten Kern der EU, sondern genauso zu den Volkswirtschaften S&uuml;dostasiens. <\/em><\/p>\n<p>Das vielgelobte Wachstum der letzten Jahre ist ziemlich &uuml;bertrieben, da es wieder einmal einem statistischem Ph&auml;nomen geschuldet ist. Meistens wird  das Krisenjahr 2001 als Ausgangsbasis verwendet. Bezieht man aber das Jahr 2001 und das schw&auml;chere Wachstum im laufenden Jahr mit ein, so liegt das Wachstum der T&uuml;rkei nicht bei &uuml;ber 7%, sondern bei etwa 4%, dem Durchschnittswert des vergangenen Jahrzehnts. Wir  w&auml;ren dankbar f&uuml;r solche Wachstumsraten, aber f&uuml;r ein Land im Aufholproze&szlig; zu den westlichen Industrienationen ist dies zu wenig. Das Ziel der Regierung Erdogan, bis 2023 &ndash; dem hundertsten Jahrestag der Republikgr&uuml;ndung &ndash; den Sprung unter die zehn f&uuml;hrenden Volkswirtschaften zu schaffen, erweist sich nicht nur schwieriger als gedacht, sondern sollte  Anla&szlig; geben &uuml;ber eine angemessene  Entwicklungsstrategie f&uuml;r das eigene Land nachzudenken. S&uuml;dkorea oder China, oder noch weiter zur&uuml;ckliegend Japan, haben sich  nur allm&auml;hlich und mit gr&ouml;&szlig;ter Vorsicht der Konkurrenz des Weltmarktes gestellt.<\/p><\/li>\n<li><strong>Buchbesprechung: Der globale Countdown<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Spiegel-Redakteur Harald Schumann und Christiane Grefe haben zusammen ein aufr&uuml;ttelndes Buch zum Klimawandel und der sozialen Spaltung der Welt geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=pb&amp;dig=2008%2F07%2F12%2Fa0013&amp;cHash=3140b6d135&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-3334","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3334","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3334"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3334\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3334"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3334"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}