{"id":3339,"date":"2008-07-17T10:18:26","date_gmt":"2008-07-17T08:18:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3339"},"modified":"2008-07-17T10:18:26","modified_gmt":"2008-07-17T08:18:26","slug":"hinweise-des-tages-693","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3339","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ul>\n<li>Koalitionskompromiss zu Mindestl&ouml;hnen<\/li>\n<li>Biokraftstoffe und Klimaschutz<\/li>\n<li>Zur Privatisierung, speziell der Bundesdruckerei<\/li>\n<li>Zur Schadensersatzklage der Stadt Hagen gegen die Deutsche Bank<\/li>\n<li>Joseph Stiglitz zum Untergang des Neoliberalismus<\/li>\n<li>Zu Profilierungsversuchen innerhalb der Union<\/li>\n<li>Zum Lobbyismus<\/li>\n<li>Walter Riester und Abgeordnetenwatch<\/li>\n<li>ZEW-Studie zur angeblichen Benachteiligung von Familienunternehmen in Deutschland<\/li>\n<li>Miegel mal wieder auf allen Kan&auml;len<\/li>\n<li>K&uuml;rzungen bei Hartz IV-Kindern finanzieren h&ouml;heres Kindergeld<\/li>\n<li>Neues Unterhaltsrecht beschlossen: Risikofaktor Kind<\/li>\n<li>Deutsche Wirtschaft fordert Milliarden f&uuml;r Hochschullehre &ndash; von Studierenden<\/li>\n<\/ul><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3339&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><strong>DGB: Mindestlohngesetze mit gro&szlig;en Pferdef&uuml;&szlig;en<\/strong><br>\n&bdquo;Als einen nicht ausreichenden Kompromiss mit gro&szlig;en Pferdef&uuml;&szlig;en&ldquo;, hat das zust&auml;ndige DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki den Kabinettsbeschluss zu Mindestl&ouml;hnen bezeichnet. Es bed&uuml;rfe wesentlicher Nachbesserungen im Gesetzgebungsverfahren, um beide Gesetzentw&uuml;rfe akzeptabel zu gestalten, erkl&auml;rte er am Mittwoch in Berlin. Matecki forderte die SPD-Bundestagsfraktion und die CDA-Abgeordneten auf, entsprechende Initiativen und &Auml;nderungen im Bundestag zu ergreifen. Denn die jetzigen Gesetzentw&uuml;rfe seien nicht geeignet, Existenz sichernde Mindestl&ouml;hne durchzusetzen. \n<p>Hauptkritikpunkt sei die Tatsache, dass tarifierte Dumpingl&ouml;hne so genannter christlicher und anderer Mini- oder Pseudogewerkschaften nach dem Mia, dem Mindestarbeitsbedingungengesetz, praktisch Bestandsschutz erhalten sollen, erkl&auml;rte Matecki. Damit laufe das ganze Vorhaben ins Leere und bringe keine Vorteile f&uuml;r betroffene ArbeitnehmerInnen. <\/p>\n<p>Auch im neu gefassten Entsendegesetz sieht die Bundesregierung M&ouml;glichkeiten vor, repr&auml;sentative Mindestlohntarifvertr&auml;ge auszuhebeln, beklagte Matecki. Denn wenn f&uuml;r zwei oder mehr Tarifvertr&auml;ge die Allgemeinverbindlichkeit nach dem Entsendegesetz beantragt wird, soll der Verordnungsgeber die widerstreitenden Grundrechtsinteressen &bdquo;zu einem schonenden Ausgleich&ldquo; bringen. In der Praxis d&uuml;rfte das darauf hinauslaufen, dass eine Entscheidung zu Gunsten geringerer Entgelte getroffen wird. Auch das k&ouml;nne der DGB nicht akzeptieren, weil es zur Absenkung von repr&auml;sentativen Tarifvertr&auml;gen der DGB-Gewerkschaften f&uuml;hren d&uuml;rfte, wenn gleichzeitig Minigewerkschaften und ihre vertragsschlie&szlig;enden Arbeitgeberverb&auml;nde niedrigere Mindestl&ouml;hne beantragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/pressemeldungen\/pmdb\/pressemeldung_single?pmid=3256\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es wird k&uuml;nftig (vielleicht) mehr Mindestl&ouml;hne geben, m&ouml;glicherweise f&uuml;r eineinhalb Millionen Besch&auml;ftigte, aber es wird keinen gesetzlichen Mindestlohn geben. Stattdessen soll es gleich zwei Gesetzesnovellen geben, n&auml;mlich im Arbeitnehmer-Entsendegesetz und im (seit den f&uuml;nfziger Jahren geltenden) Mindestarbeitsbedingungsgesetz (MIA). <\/em><\/p>\n<p>Es ist aber erstens noch v&ouml;llig unklar, in welchen Branchen ein Mindestlohn gelten soll. Bisher gibt es einen Mindestlohn auf dem Bau, beim Abbruchgewerbe, beim Dachdecker- und Malerhandwerk, bei der Geb&auml;udereinigung und den Briefdienstleistern. Die Aufnahme in das Entsendegesetz haben momentan acht Wirtschaftszweige mit insgesamt 1,4 Millionen beantragt, darunter Zeitarbeitsfirmen, Pflegedienste, Wach- und Sicherheitsgewerbe, Bergbauexperten, private Forstbetriebe, die Weiterbildungsbranche, die Abfallwirtschaft und Gro&szlig;w&auml;schereien. Dabei ist die Zeitarbeitsbranche besonders problematisch, weil es dort divergierende Interessen unter der Arbeitgeberseite gibt.<\/p>\n<p>Selbst wenn es in diesen neuen Branchen zu Mindestl&ouml;hnen k&auml;me, bleibt offen, ob diese existenzsichernd sein werden. <\/p>\n<p>Ein weiteres Problem ergibt sich, wenn es in diesen Branchen Tarifvertr&auml;ge gibt, die von Mini- oder Spaltergewerkschaften abgeschlossen wurden und die zumeist erheblich niedrigere L&ouml;hne vorsehen als etwa die Vertr&auml;ge der DGB-Gewerkschaften. In diesem Fall seien &bdquo;mit besonderer Sorgfalt die von einer Auswahlentscheidung betroffenen G&uuml;ter von Verfassungsrang abzuw&auml;gen und die widerstreitenden Grundrechtsinteressen zu einem schonenden Ausgleich zu bringen&ldquo;. Claus Matecki vom DGB bef&uuml;rchtet nicht zu unrecht, dass diese schwammige Formel eher zu einem Unterlaufen der h&ouml;heren DGB-Tarife f&uuml;hren d&uuml;rfte. <\/p>\n<p>In Branchen, in denen Tarifvertr&auml;ge bisher kaum eine Rolle spielen, soll k&uuml;nftig nach der Novelle des MIA ein Verfahren vorgegeben werden, in dem Mindestl&ouml;hne staatlich festgesetzt werden k&ouml;nnen. Ein Hauptausschuss, gebildet aus Arbeitgebern, Gewerkschaften und &bdquo;neutralen Experten&ldquo;, soll eine Empfehlung abgeben. &Uuml;ber die H&ouml;he des Mindestlohns in einer bestimmten Branche befindet wiederum ein Fachausschuss, beziehungsweise das Bundeskabinett, nachdem der Fachausschuss dem Arbeitsministerium eine entsprechende Empfehlung gegeben hat. Matecki bef&uuml;rchtet, dass nach dem MIA k&uuml;nftig &bdquo;tarifierte Dumpingl&ouml;hne so genannter christlicher oder anderer Mini- oder Pseudogewerkschaften praktisch Bestandsschutz erhalten&ldquo;, denn diese L&ouml;hne sollen auch k&uuml;nftig gezahlt werden k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>Claus Sch&auml;fer vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung meinte dazu gegen&uuml;ber der <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2008\/07-17\/064.php\">&bdquo;jungen Welt&ldquo;<\/a>: &bdquo;Es wurden so viele Unsicherheiten und H&uuml;rden in die Gesetze eingebaut, dass die Umsetzung eher schwierig wird&ldquo;. Es sei bezeichnend, dass sich die Koalition nicht einmal &uuml;ber die Aufnahme weiterer Branchen ins Entsendegesetz einigen konnte. &raquo;Hier bahnt sich offenbar schon der erste Interpretationskonflikt an&laquo;, so Sch&auml;fer.<\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein neuer Trippelschritt<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2008\/29\/kommentar-mindestlohn?page=1\">Die Zeit<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Robert von Heusinger: Abschwung f&uuml;r alle<\/strong><br>\nZwar hat das Kabinett mit zwei Gesetzen den Weg zu mehr Mindestl&ouml;hnen frei gemacht, wie Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) zu Recht feststellte. Das Problem ist ein anderes: Diese Bundesregierung wird den Weg nicht beschreiten. Beim Mindestlohn steht sie still. Sie schafft Gesetze, mit denen manches m&ouml;glich w&auml;re. Aber sie wird ihre eigenen Gesetze nicht oder nur in Randbereichen anwenden. Neue Paragrafen zu schaffen ist der erste Schritt, der ohne den zweiten wertlos ist.<\/p>\n<p>Zwar simulieren die SPD und ihr Arbeitsminister gern Bewegung, und sei es nur, um die Linkspartei nicht weiter davoneilen zu lassen. Aber all das Getue mit zwei neuen Gesetzen kann &uuml;ber das Entscheidende nicht hinwegt&auml;uschen: Die Union will keine Mindestl&ouml;hne. Und die SPD hat nicht die Macht, sie dazu zu zwingen. Nicht einmal die Kanzlerin k&ouml;nnte dies, selbst wenn sie es wollte. Merkel aber m&ouml;chte vor allem Ruhe im Laden, damit sie m&ouml;glichst ungest&ouml;rt ihre Regierungszeit bis zum vorgesehenen Zeitpunkt zu Ende bringen kann.<\/p>\n<p>Daf&uuml;r muss sie der SPD, dem angeschlagenen Koalitionspartner, gelegentlich etwas bieten, damit dieser nicht Amok l&auml;uft. Also bekommen die Sozialdemokraten mit Merkels Hilfe zwei Gesetze, mit denen ein SPD-Kanzler fl&auml;chendeckend Mindestl&ouml;hne einf&uuml;hren k&ouml;nnte. Den SPD-Kanzler aber gibt es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1368675\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Man m&ouml;chte noch hinzuf&uuml;gen: Und damit es auch k&uuml;nftig keinen SPD-Kanzler gibt, der den Mindestlohn umsetzen m&uuml;sste, pl&auml;diert Steinbr&uuml;ck f&uuml;r die Fortsetzung der Gro&szlig;en Koalition.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Biokraftstoffe tragen kaum zum Klimaschutz bei<\/strong><br>\nDie F&ouml;rderung von Biokraftstoffen in der EU, den USA und Kanada tr&auml;gt nur minimal zum Klimaschutz bei, sie verursacht aber f&uuml;r Verbraucher und Steuerzahler j&auml;hrlich Kosten in zweistelliger Milliardenh&ouml;he. Dies geht aus einer Studie zu den &ouml;konomischen Effekten der Biokraftstofff&ouml;rderung hervor, die die Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) heute in Paris vorgestellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/documentprint\/0,3455,de_34968570_35008930_41014493_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nun sollte man bei Studien der wirtschaftsfreundlichen OECD immer sehr vorsichtig sein, denn es k&ouml;nnten hinter solchen Untersuchungen auch immer die Interessen der Energiemonopole stecken, dennoch wollen wir Sie auf diese Publikation hinweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nochmals Privat statt Staat &ndash; B&uuml;rger zahlen drauf<\/strong><br>\nHier das Manuskript der Sendung.<br>\nQuelle: Frontal 21 [PDF &ndash; 52 KB]<\/li>\n<li><strong>Bundesdruckerei: K&auml;ufer gefunden<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium wird die Bundesdruckerei offenbar an eine Risikokapitalgesellschaft verkaufen. Nach einem internen Papier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, ist bereits ein B&ouml;rsengang der Gelddrucker vorgesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,102884,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>Das war die Meldung vom 15. 11. 2000. Heute sieht die Situation so aus:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bieterverfahren f&uuml;r Bundesdruckerei gescheitert<\/strong><br>\nDie Bundesdruckerei gilt als Beispiel einer misslungene Privatisierung. 2000 hatte der damalige Bundesfinanzminister Hans Eichel das Unternehmen mit Sitz in Berlin-Kreuzberg f&uuml;r gut eine Milliarde Euro an den Finanzinvestor Apax verkauft. Dieser b&uuml;rdete dem Unternehmen wie in der Branche &uuml;blich hohe Schulden auf, f&uuml;hrte es damit aber an den Rand der Pleite. 2002 stieg Apax wieder aus, seither geh&ouml;rt der fr&uuml;here Staatsbetrieb dem Treuh&auml;nder Heinz-G&uuml;nter Gondert von der Anwaltskanzlei Clifford Chance. Die Auktion der Bundesdruckerei ist Regierungskreisen zufolge abgeblasen worden. &ldquo;Der Bieterwettbewerb ist beendet&rdquo;, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Bund werde seine gestundeten Forderungen von rund 300 Millionen Euro nun in eine 25,1-Prozent-Beteiligung an dem Hersteller von P&auml;ssen, Ausweisen und Banknoten umwandeln, hie&szlig; es in der Bundesregierung. Nach Vorstellungen der Regierung soll die Landesbank Hessen-Th&uuml;ringen (Helaba)[HLAG.UL] die restlichen 74,9 Prozent &uuml;bernehmen, wie Reuters aus Finanzkreisen erfuhr. Sie ist seit dem ersten, gescheiterten Privatisierungsversuch der zweite Hauptgl&auml;ubiger der Bundesdruckerei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/companyNews\/idDEL1567127720080715\">Reuters<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schadenersatzprozess gegen Deutsche Bank: Stadt Hagen geht weitgehend leer aus<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank hat im Streit mit Kommunen und lokalen Unternehmen um riskante Zinsgesch&auml;fte einen weiteren Teilerfolg erzielt. Das Landgericht Wuppertal wies am Mittwoch eine Schadenersatzklage der Stadt Hagen in H&ouml;he von rund 50 Millionen Euro ab. Allerdings muss das Kreditinstitut im Fall der Klage einer st&auml;dtischen Tochter rund eine Million Euro zahlen. Stadt und Tochter hatten der Bank vorgeworfen, nur unzureichend auf die Risiken der Swapgesch&auml;fte hingewiesen zu haben. Dem Gericht zufolge war die Beratung gegen&uuml;ber der Stadt ausreichend, nicht jedoch bei der Tochter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E23D895DF199548D89BFDEF188977066B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ.Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das war im Prinzip auch nicht anders zu erwarten. Wer sich im Kasino an den Spieltisch setzt, m&uuml;sste wissen, dass er sein verlorenes Geld nicht einklagen kann. Dem Kasino Betrug nachzuweisen d&uuml;rfte immer schwer fallen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Joseph Stiglitz: Das war&rsquo;s, Neoliberalismus<\/strong><br>\nDie Finanzkrise und die Probleme der Entwicklungsl&auml;nder zeigen: Ein Vierteljahrhundert nach Reagonomics und Thatcherismus ist die neoliberale Idee gescheitert. Daraus m&uuml;ssen die Regierungen nun ihre Lehren ziehen. Dieser Marktfundamentalismus bildete die Basis von Thatcherismus, Reaganomics und dem sogenannten Washington-Konsens. Der diente als theoretische Grundlage, um Privatisierung und Liberalisierung zu forcieren, sowie unabh&auml;ngige Zentralbanken, die sich auf die Bek&auml;mpfung der Inflation und sonst nichts konzentrieren. \n<p>Nach &uuml;ber einem Vierteljahrhundert des Wettbewerbs unter den Entwicklungsl&auml;ndern stehen die Verlierer fest: L&auml;nder, die einen neoliberalen Kurs verfolgten, verloren ihre Wachstumsgewinne. Und wenn sie Wachstum verzeichnen konnten, profitierten davon in &uuml;berproportionaler Weise die Eliten. <\/p>\n<p>Obwohl die Neoliberalen es nicht zugeben wollen, fiel ihre Ideologie auch bei einem anderen Test durch. Niemand kann n&auml;mlich behaupten, dass die Finanzm&auml;rkte in den sp&auml;ten 90er-Jahren ihre Aufgabe der Ressourcenverteilung brillant bew&auml;ltigten. Der neoliberale Marktfundamentalismus war immer eine politische Doktrin, die gewissen Interessen diente. Sie wurde nie von &ouml;konomischer Theorie gest&uuml;tzt, ebenso wenig von historischen Erfahrungen. Wenn diese Lektion jetzt gelernt wird, w&auml;re das ein Hoffnungsschimmer hinter der dunklen Wolke, die momentan &uuml;ber der Weltwirtschaft h&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/:Gastkommentar%20Joseph%20Stiglitz%20Das%20Neoliberalismus\/386580.html\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Debatte &uuml;ber Profil der CDU<\/strong><br>\nChristian Wulff fordert eine konsequente Reformpolitik. Der nordrhein-westf&auml;lische Regierungschef J&uuml;rgen R&uuml;ttgers warnte dagegen die Union davor, die wachsenden Abstiegs&auml;ngste der B&uuml;rger zu ignorieren. CDU-Pr&auml;sidiumsmitglied Wolfgang Sch&auml;uble sagte, das Thema soziale Gerechtigkeit sei zwar bedeutsam, m&uuml;sse aber &raquo;in der globalen Perspektive&laquo; gesehen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pr-inside.com\/de\/debatte-ueber-profil-der-cdu-r706287.htm\">PR Inside<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist sicherlich kein Zufall, dass dieser Beitrag in einer Public Relations-Website ver&ouml;ffentlicht wurde. Die PR-Leute wissen schlie&szlig;lich, wie man ein Produkt an m&ouml;glichst viele Leute verkaufen kann. Die Macher der CDU wissen vermutlich genauso gut, wie sie ihre Partei f&uuml;r m&ouml;glichst viele W&auml;hler w&auml;hlbar machen: Man muss &ouml;ffentlich ein breites politisches Spektrum darstellen. Da spielt dann R&uuml;ttgers den Arbeiterf&uuml;hrer, Wulff und Sch&auml;uble geben den Wirtschaftsfl&uuml;gel und die Kanzlerin f&auml;hrt ungef&auml;hrdet den Agenda-Kurs weiter. <\/em><\/p>\n<p>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit: Man muss sich nur diesen Satz von Wolfgang Sch&auml;uble auf der Zunge zergehen lassen, um zu begreifen, wie zynisch und abgehoben unsere Politiker agieren: &ldquo;Nat&uuml;rlich ist die Spanne zwischen denen, die bei uns nicht ruhig schlafen k&ouml;nnen, weil sie f&uuml;r ihr ererbtes Millionenverm&ouml;gen Steuern zahlen m&uuml;ssen, und denen, die mit Hartz IV auskommen sollen, gewaltig. Aber wenn wir uns anschauen, wie die Lebenschancen f&uuml;r Chinesen, f&uuml;r Inder oder f&uuml;r S&uuml;damerikaner sind, relativiert sich das.&rdquo; <\/p>\n<p>Der Mann hat sich verpflichtet, &ldquo;Schaden vom deutschen Volke abzuwenden&rdquo;, und hat nicht angesichts eines f&uuml;r ein hochentwickeltes Landes unw&uuml;rdigen Sozialgef&auml;lles das Scheitern seiner Regierung mit faulen Vergleichen zu kaschieren.<\/p><\/li>\n<li><strong>Der Dreht&uuml;reffekt: Aus dem Kanzleramt zur Energielobby &ndash; und andere Seitenwechsel<\/strong><br>\nHildegard M&uuml;ller, bislang Staatsministerin im Bundeskanzleramt, soll laut Handelsblatt ab Oktober den Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) f&uuml;hren. Am 25. Juli soll der BDEW-Vorstand dar&uuml;ber entscheiden. Eine offizielle Best&auml;tigung gibt es noch nicht. Das ist nur der neueste Dreht&uuml;r-Fall. Rechtlich interessant ist insbesondere der Wechsel von Joachim Wuermeling zur Versicherungslobby.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/07\/aus-dem-kanzleramt-zur-energielobby-und-andere-seitenwechsel\/\">LobbyControl<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Vertraute oder bald Abtr&uuml;nnige<\/strong><br>\nHildegard M&uuml;ller schweigt. &ldquo;Kein Kommentar&rdquo;, l&auml;sst die Staatsministerin im Kanzleramt ausrichten. Aber die 41-j&auml;hrige CDU-Politikerin tritt den Ger&uuml;chten auch nicht entgegen, sie stehe vor einem Wechsel in die Wirtschaft. Der &ldquo;Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft&rdquo; (BDEW) s&auml;he sie gern an der Spitze ihrer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung. In der Lobbyorganisation sind die Stromkonzerne, aber auch die Stadtwerke zusammengeschlossen. In Zeiten, da viel &uuml;ber niedrige Sozialtarife und maximale Profite der Unternehmen gesprochen wird, w&auml;re eine verbindlich auftretende, in der &Ouml;ffentlichkeit gewandte Frau sicher ein Gewinn f&uuml;r die Au&szlig;envertretung der Branche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1368679\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Elegant umschifft die FR die F&ouml;rderung der Politikerkarriere durch die Dresdner Bank in einer Nebenbemerkung. Was ist nur mit unserer Presse los, dass sie den eventuellen Wechsel einer einflussreichen Politikerin aus dem engsten Umkreis der Macht in die Wirtschaft auf die Frage reduziert, ob bis zum Ende der Wahlperiode zugleich ihr Parlamentsmandat behalten will. Zugleich wird die arme Kanzlerin bedauert, die ihre wichtigsten Vertrauten an die Wirtschaft verliert. Kein Wort wird &uuml;ber die langj&auml;hrigen Verquickungen unserer Energieversorger mit der Politik verloren (z.B. M&uuml;ller, Tacke, Clement). Da wird dann Hildegard M&uuml;ller an der Spitze des Bundesverbands f&uuml;r Energie- und Wasserwirtschaft sitzen und uns erkl&auml;ren, dass die horrenden Gewinne der Energieversorger Voraussetzung f&uuml;r eine konkurrenzf&auml;hige Verzinsung des ben&ouml;tigten Kapitals f&uuml;r den dringend erforderlichen Aus- und Umbau der Netze seien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;In der Lobby brennt noch Licht&rdquo; &ndash; Lobbyismus-Tagung im September<\/strong><br>\nNach &ldquo;Lobbyismus als politisches Schattenmanagement in Politik und Medien&rdquo; fragt eine Tagung vom Netzwerk Recherche und Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen am 19. und 20. September in Berlin. \n<p>Die Tagung soll anhand konkreter Fallstudien das Themenfeld Lobbyismus mit seinen Grauzonen ausloten und nach den Chancen einer demokratischen Kontrolle des Lobbyismus fragen: reicht ein freiwilliger Verhaltenskodex f&uuml;r Lobbyisten oder brauchen wir ein obligatorisches Lobbyregister? Ist eine &bdquo;Karenzzeit&ldquo; zwischen dem Wechsel vom Parlament in Lobbyfunktionen erforderlich? Muss der Einfluss der Lobbyisten auf Gesetze verbindlich dokumentiert werden? Welche Transparenzregeln sind sinnvoll?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2008\/07\/in-der-lobby-brennt-noch-licht-lobbyismus-tagung-im-september\/\">LobbyControl<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Bertelsmann wird in den Tagungsunterlagen von Netzwerk Recherche wieder einmal mit keinem Wort erw&auml;hnt. <\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu:<\/p>\n<p><a href=\"?p=2970\">Netzwerk Recherche ohne Ber&uuml;hrungs&auml;ngste zur Bertelsmann Stiftung. Nicht mehr zu verstehen.<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Walter Riester verweigert sich auch abgeordnetenwatch<\/strong><br>\n&bdquo;Sie k&ouml;nnen meiner Antwort an Frau &hellip; vom 29.05.08 entnehmen, dass ich die Korrespondenz &uuml;ber Abgeordnetenwatch nicht mehr weiterf&uuml;hren werde. Viele Anfragen die ich &uuml;ber Abgeordnetenwatch erhalten habe, gingen immer wieder auf gleiche Sachverhalte zur&uuml;ck, die bereits in der vorausgegangen Korrespondenz von mir beantwortet wurden.\n<p>Aus diesem Grunde m&ouml;chte ich hier nochmals die Gelegenheit nutzen, um darauf hinzuweisen, dass ich auch weiterhin gerne bereit bin sachliche Fragen pers&ouml;nlich zu beantworten. Hierf&uuml;r m&ouml;chte ich Sie aber bitten, mir Ihre Fragen auf den &uuml;blichen Kommunikationswegen &ndash; per Brief oder per E-Mail unter Angabe Ihrer Adresse &ndash; zukommen zu lassen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/walter_riester-650-5818--f118832.html#frage118832\">abeordnetenwatch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Riester verweigert nicht nur die Diskussion mit Bl&uuml;m, sondern auch mit den B&uuml;rgern. Die Fragen werden zu l&auml;stig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Studie: Unattraktiver Standort f&uuml;r Familienunternehmen<\/strong><br>\nDeutschland landete bei der Untersuchung, in der das Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Stiftung Standortfaktoren in 18 Industriel&auml;ndern verglichen hat, lediglich auf Rang zw&ouml;lf. Die attraktivsten Standorte f&uuml;r Familienbetriebe sind demnach Gro&szlig;britannien, D&auml;nemark und die Schweiz. Schlusslicht ist Italien.\n<p>&bdquo;Nirgendwo sonst werden Einstellungen und K&uuml;ndigungen von Arbeitnehmern durch Bestimmungen und Vorschriften so stark beeinflusst wie in Deutschland&ldquo;, sagte Studienleiter Friedrich Heinemann. Diese starke Regulierung gehe auf Kosten der Flexibilit&auml;t, die gerade f&uuml;r Familienunternehmen besonders wichtig sei. Sie sei die Grundlage, um wettbewerbsf&auml;hig zu bleiben und dynamisch zu wachsen, sagte Heinemann. F&uuml;r die Studie wurden die Bereiche Steuern, Arbeitskosten, Regulierung, Finanzierung und Infrastruktur in den verschiedenen L&auml;ndern verglichen.<\/p>\n<p>Punkten konnte der Standort Deutschland bei der Infrastruktur. Der Ausbau des Stra&szlig;ennetzes sowie die Anbindung an den Bahn- und Flugverkehr seien vergleichsweise gut, ergab die Studie. Dies gelte auch f&uuml;r die Informations- und Kommunikationsstruktur. Auch die Kreditversorgung und die Finanzierungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Familienunternehmen seien besser als in vielen anderen Industriestaaten, sagte Heinemann.<\/p>\n<p>Weit hinten landete Deutschland dagegen bei den Arbeitskosten und der Produktivit&auml;t. Grund daf&uuml;r seien vor allem &uuml;berdurchschnittlich hohe Personalzusatzkosten wie Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung oder Urlaubsgeld, sagte der ZEW-Studienleiter. W&auml;hrend in Deutschland eine Arbeitsstunde durchschnittlich 41,50 Euro koste, seien es im Durchschnitt der untersuchten L&auml;nder 38 Euro pro Stunde. Zu schaffen mache den Familienunternehmen auch eine relativ hohe Steuerbelastung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.personal-magazin.de\/SID81.ejv8i0h-Dn8\/newsDetails?newsID=1215597507.96&amp;d_start:int=3&amp;%20\">Personal-Magazin<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Das Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung GmbH ist alles andere als ein neutrales Wirtschaftsforschungsinstitut. Pr&auml;sident und wissenschaftlicher Leiter ist Professor Wolfgang Franz, Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat; solche Querverweise wirken bei Pressemitteilungen ja zun&auml;chst seri&ouml;s. Im wissenschaftlichen Beirat fallen neben zahlreichen Unternehmensvertretern und Wissenschaftlern\/innen sofort Arbeitgeberpr&auml;sident Dr. Dieter Hundt und Prof. Dr. Beatrice Weder di Mauro (Sachverst&auml;ndigenrat, Uni Mainz, Kollegin von Raffelh&uuml;schen im Aufsichtsrat des ERGO-Versicherungskonzerns) auf. Im Aufsichtsrat finden wir u.A. den Versicherungsvertreter mit Professorentitel Axel B&ouml;rsch-Supan. Und das ZEW hat einen F&ouml;rderkreis, der im Wesentlichen aus Gro&szlig;unternehmen, Versicherungsunternehmen und Finanzdienstleistern besteht. Wenn es also um so prickelnde Themen wie Lohngestaltung, Sozialversicherung, Renteneintrittsalter 67 oder Lohnnebenkosten geht, d&uuml;rfte klar sein, welches erkenntnisleitende Interesse hinter einer solchen Studie steht.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/mitarbeiter\/mitarbeiter.php3?action=mita&amp;kurz=wfr\">ZEW (Wolfgang Franz)<\/a><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/daszew\/wissenschaftlicherbeirat.php3\">ZEW (Wissenschaftlicher Beirat)<\/a><\/p>\n<p>Quelle 4: <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/daszew\/organe.php3\">ZEW (Aufsichtsrat)<\/a><\/p>\n<p>Quelle 5: <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/daszew\/foerderkreismitglieder.php3\">ZEW-F&ouml;rderkreis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ganz typischerweise stellt die ZEW-Studie auf die Arbeitskosten ab. Die Kosten pro Stunde werden von der Arbeitgeberseite st&auml;ndig als Propagandamittel zur Senkung der L&ouml;hne ins Feld gef&uuml;hrt. F&uuml;r die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens sind die Arbeitskosten jedoch ein nachrangiger Indikator. Viel entscheidender sind die Lohnst&uuml;ckkosten, also die Kombination der Arbeitskosten mit der Produktivit&auml;t. Beim Lohnst&uuml;ckkosten-Index liegt Deutschland aber eher am Tabellenende &ndash; schon wenn man die Zuw&auml;chse der letzten Jahre vergleicht.<\/em><\/p>\n<p>Die gleiche, arbeitgeberbezogene Sicht bei den &bdquo;Personalzusatzkosten&ldquo;: Das <a href=\"?p=2101\">Statistische Bundesamt<\/a> hat in einem europ&auml;ischen Vergleich festgestellt: Im Vergleich mit 27 EU-Staaten liegt Deutschland beim Gesamtanteil der &bdquo;indirekten&ldquo; Arbeitskosten auf Platz 14, bei den per Gesetz vorgeschriebenen Arbeitgeberbeitr&auml;gen zur Sozialversicherung sogar nur auf Rang 17.<br>\nUm es noch konkreter zu sagen:<\/p>\n<p>Die <a href=\"?p=1971\">Handwerkskammern in Bayern<\/a> etwa veranschlagten 2003 die Kosten f&uuml;r eine Handwerkerstunde auf 43 Euro. Davon sind 4,70 Euro (= 10,9 %) Sozialabgaben (Rest: 13,60 Euro Betriebskosten und Gewinn, 12,30 Euro Bruttolohn, 6,50 Euro tarifliche und freiwillige Sozialleistungen und 5,90 Euro Mehrwertsteuer). W&uuml;rde man die Sozialabgaben gar um 2 Prozentpunkte senken, w&uuml;rde dies die Kosten einer Handwerkerstunde um ganze 25 Cent senken. Die Nachfrage nach Handwerkerleistungen w&uuml;rde das wohl kaum erh&ouml;hen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Gescheiterte Einwanderung: von der Armut in die Armut<\/strong><br>\nMit einem gemeinsamen &ldquo;Aktionsprogramm&rdquo; wollen Arbeits- und Innenministerium den Zuzug hochqualifizierter Fachkr&auml;fte nach Deutschland erleichtern. Unternehmer halten die geplante Regelung schon jetzt f&uuml;r nicht ausreichend und fordern mehr. Um gezielt mehr Fachkr&auml;fte nach Deutschland zu locken, pl&auml;diert beispielsweise der Vorsitzende des Bundesverbandes Junger Unternehmer, Dirk Martin, f&uuml;r eine Punkteregelung, wie sie in Kanada praktiziert wird.\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDFde\/download\/0,6753,7005196,00.pdf\">ZDF &ndash; Frontal21 (Text) [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/541456?inPopup=true\">ZDF &ndash; Frontal21 (Video)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, welcher qualitative Unterschied zwischen zwei aufeinander folgenden Beitr&auml;gen eines Politmagazins besteht. War die <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/content\/541428?inPopup=true\">Reportage &uuml;ber den Irrsinn von PPP<\/a> trotz der knappen Zeit eine gelungene Zusammenfassung der Problematik, scheint sich dieser Beitrag ausschlie&szlig;lich an Arbeitgeberinteressen zu orientieren. Zu Bildungs- und Finanzdefiziten bei Migranten\/innen spricht ausgerechnet Demographie-Papst und Werbemaskottchen der Versicherungsindustrie Meinhard Miegel.<\/em><\/p>\n<p>Wer nach der Sendung Frontal21 in die ARD umschaltete, erlebte ein kleines D&eacute;ja-Vu. In der Sendung PlusMinus gab es zum Thema &bdquo;Arbeiten im Alter &ndash; warum &Auml;ltere aus dem Job gedr&auml;ngt werden&ldquo; schon wieder den &bdquo;Sozialwissenschaftler&ldquo; Meinhard Miegel.<\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,yiysgr2wr3np5wjb~cm.asp\">ARD &ndash; PlusMinus (Text)<\/a><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/player?vcrid=crid:\/\/daserste\/Plusminus\/160735877\">ARD &ndash; PlusMinus (Video)<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schreckgespenst Altersarmut: Was tun, wenn die Rente nicht reicht?<\/strong><br>\nDas Rentensystem ist besser als sein Ruf. Es hat daf&uuml;r gesorgt, dass Altersarmut zu einer Randerscheinung geworden ist. Nur zwei Prozent der Senioren m&uuml;ssen derzeit ihr Altersgeld durch die staatliche Grundsicherung aufstocken lassen. In einigen Jahren wird sich das dramatisch &auml;ndern. Geringverdiener, Minijobber, Teilzeitbesch&auml;ftigte, Langzeitarbeitslose &ndash; sie alle werden sp&auml;ter eine gesetzliche Rente beziehen, die zum Leben nicht reicht. \n<p><strong>Studiog&auml;ste:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Dirk von der Heide, Deutsche Rentenversicherung Bund<\/li>\n<li>Eberhard Beer, Die Alten Hasen GmbH<\/li>\n<li>Bernd Katzenstein, Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/marktplatz\/769810\/\">Deutschlandradio (Text)<\/a><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2008\/06\/19\/dlf_20080619_1010_442b2a56.mp3\">Deutschlandradio (Podcast)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Diese Dauerwerbesendung f&uuml;r private\/kommerzielle Altersvorsorge ist zwar schon vier Wochen alt, aber Leser\/innen, die sich f&uuml;r das Thema und die damit verbundene Meinungsmanipulation interessieren, lohnt es sich. Immerhin erw&auml;hnte der Moderator, dass Gesellschafter des Deutschen Institutes f&uuml;r Altersvorsorge Unternehmen der Deutschen-Bank-Gruppe sind &ndash; das war dann auch das Maximum an Transparenz in dieser Sendereihe. Bernd Katzenstein durfte unwidersprochen behaupten, das Institut sei neutral und unparteiisch; er selbst habe nur aufgrund der absoluten Neutralit&auml;t einen Arbeitsvertrag beim Institut. Dass er auch noch als Redakteur und Moderator f&uuml;r den Finanzdienstleister MLP t&auml;tig ist, erf&auml;hrt in dieser Radiosendung niemand.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 3: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/institut.htm\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge (DIA)<\/a><\/p>\n<p>Quelle 4: <a href=\"wp-print.php?p=2157\">Nachdenkseiten vom 06.03.2007<\/a><\/p>\n<p>Quelle 5: <a href=\"wp-print.php?p=2599\">Nachdenkseiten vom 30.08.2007<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>K&uuml;rzungen bei Hartz IV-Kindern finanzieren h&ouml;heres Kindergeld <\/strong><br>\nDie neu gr&uuml;ndete B&uuml;ndnisplattform &ldquo;Kinderarmut durch Hartz IV&rdquo; wirft Finanzminister Peer Steinbr&uuml;ck vor, seine im Haushaltsentwurf 2009 eingestellten Mittel f&uuml;r Familien mit Kindern in H&ouml;he von einer Milliarde Euro w&uuml;rden zur H&auml;lfte durch Einsparungen bei Hartz IV-Kindern gegenfinanziert. Mit Einf&uuml;hrung von Hartz IV im Jahr 2005 sei Kindern und Jugendlichen ab sieben der Wachstumsbedarf aberkannt worden, und die Bundesregierung sei bis heute nicht bereit, diese K&uuml;rzung wieder zur&uuml;ck zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/169258\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Neues Unterhaltsrecht beschlossen: Risikofaktor Kind<\/strong><br>\nSeit 1. Januar 2008 gilt prinzipiell, dass der Partner, bei dem die Kinder bleiben, nach dem dritten Lebensjahr des Kindes keinen Anspruch mehr auf Betreuungsunterhalt hat. Nach Ablauf dieser Frist kann ein Gericht entscheiden, ob der Expartner weiterhin zahlen muss. Es wird untersucht, welche Arbeit zumutbar ist, ab wann, und ob in Teil- oder Vollzeit. &ldquo;Billigkeit&rdquo; wird das genannt, und Zumutbarkeit ist gemeint. Was zugemutet werden kann, damit m&uuml;ssen sich in Zukunft vor allem Frauen auseinandersetzen. Denn es sind fast ausschlie&szlig;lich M&uuml;tter, die sich um die gemeinsamen Kinder nach der Trennung k&uuml;mmern.\n<p>Nach dem neuen Unterhaltsrecht soll sich die Mutter eine Stelle suchen, damit der Exmann entlastet wird. Immerhin, die Idee, M&uuml;tter in die Erwerbst&auml;tigkeit zu dr&auml;ngen, klingt fortschrittlich. Doch die realen Bedingungen in der Arbeitswelt und bei den Betreuungsangeboten hinken hinterher. Die Kitapl&auml;tze und Tagesm&uuml;tter, die Familienministerin Ursula von der Leyen in den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren aufstocken will, existieren noch nicht. Auch wer einen Betreuungsplatz f&uuml;r den Nachwuchs ergattert hat, kann nicht einfach einen Vollzeitjob annehmen: Viele Kinderg&auml;rten schlie&szlig;en schon mittags. Eine fl&auml;chendeckende Betreuungslandschaft, in der die Kinder komplett von morgens bis 19 Uhr versorgt sind, ist Wunschdenken.<\/p>\n<p>Eine geschiedene oder getrennte Mutter hat also kaum M&ouml;glichkeiten, den Karriereeinbruch Kind auszugleichen. Vor Gericht muss sie sogar f&uuml;r die Errechnung des Unterhalts genau nachweisen, wie viel sie h&auml;tte verdienen k&ouml;nnen, h&auml;tte sie ihren Mann nie kennengelernt und keine Kinder bekommen. Eine traurige Rechnung, und unpraktikabel zugleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/leben\/alltag\/artikel\/1\/risikofaktor-kind\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Verfassungsschutz soll an Schulen Stimmung gegen Linkspartei machen<\/strong><br>\nDie CDU Niedersachsens will mit harten Bandagen gegen die politische Konkurrenz von links vorgehen. Das Land will nicht nur die &ldquo;Beobachtung&rdquo; der Linkspartei durch den Verfassungsschutz verst&auml;rken. Offenbar soll der Geheimdienst auch an Schulen Stimmung gegen die Linkspartei machen. Es gebe keinen Grund, wie andere Bundesl&auml;nder von einer Observierung Abstand zu nehmen, sagte Innenminister Uwe Sch&uuml;nemann (CDU) der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo;. &ldquo;Wir m&uuml;ssen sie im Gegenteil ausbauen&rdquo;, sagte er. Der Verfassungsschutz werde an die Schulen gehen und &ndash; wie bereits jetzt im Bereich Rechtsextremismus &ndash; Multiplikatorenschulungen durchf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?H=N&amp;Nr=18365\">NGO-online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar unseres Lesers L.F.:<\/strong> Soweit das Demokratie- und Rechtsstaatsverst&auml;ndnis des nieders&auml;chsischen Innenministers und seiner <\/em>CDU.<\/p><\/li>\n<li><strong>Psychische St&ouml;rungen verursachen die meisten Kliniktage<\/strong><br>\nDepressionen sind im Krankenhaus auf dem Vormarsch: 2007 verbrachten Patienten mit psychischen Krankheiten erstmals mehr Tage in Kliniken als Herz-Kreislauf-Kranke. Dabei machen Erkrankungen der Psyche nur ein Zehntel aller Diagnosen aus. Deutlich wurde in der Studie au&szlig;erdem, dass die Art der Berufst&auml;tigkeit offenbar einen Einfluss auf die Dauer der Krankenhausaufenthalte hat: Ingenieure und Zahntechniker lagen beispielsweise 474 und 507 Tage (bezogen auf 1000 Versicherte und Jahr) im Krankenhaus, bei den Verk&auml;ufern waren es 813 Tage. \n<p>Noch deutlicher sind die Unterschiede zwischen Arbeitslosen und jenen, die Arbeit haben: Im Schnitt verbrachten Arbeitslose mit 1730 Krankenhaustagen (bezogen auf 1000 Versicherte) mehr als doppelt so viele Tage in der Klinik wie Besch&auml;ftigte aus 30 verschiedenen Berufsgruppen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/0,1518,566180,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD-Fraktion gibt Widerstand gegen Anti-Terror-Abkommen mit den USA auf<\/strong><br>\nF&uuml;r einen verst&auml;rkten Datenaustausch zwischen Deutschland und den USA im Zuge der Terrorismusbek&auml;mpfung ist eine wichtige H&uuml;rde gefallen. Die SPD-Bundestagsfraktion gab ihren Widerstand gegen ein entsprechendes Abkommen zwischen beiden Staaten auf. Die Abgeordneten w&uuml;rden &ldquo;mit gutem Gewissen zustimmen&rdquo;, k&uuml;ndigte der innenpolitische Sprecher Dieter Wiefelsp&uuml;tz am Dienstag (15. Juli) an. Die Opposition kritisierte den Sinneswandel als &ldquo;Kapitulation beim Thema Datenschutz&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ngo-online.de\/ganze_nachricht.php?Nr=18363\">ngo Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche Wirtschaft fordert Milliarden f&uuml;r Hochschullehre<\/strong><br>\nZur Bek&auml;mpfung des Fachkr&auml;ftemangels haben die Spitzenverb&auml;nde der deutschen Wirtschaft deutlich mehr Geld f&uuml;r die Hochschullehre gefordert. Bei der Pr&auml;sentation eines neuen Finanzierungsmodells f&uuml;r die Hochschulen sprachen sich die Verb&auml;nde am Mittwoch daf&uuml;r aus, die f&uuml;r die Lehre bestimmten Mittel von derzeit 12,2 Milliarden Euro pro Jahr auf 14,7 Milliarden Euro zu erh&ouml;hen. Das Gros der Erh&ouml;hung soll durch die bundesweite Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren von 1.000 Euro pro Jahr finanziert werden.\n<p>Allein durch die bundesweite Einf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren erwarten die Verb&auml;nde zwei Milliarden Euro zus&auml;tzliche Einnahmen. Mit diesem Geld k&ouml;nnten die akademischen Einrichtungen verst&auml;rkt in die Lehre investieren, zum Beispiel, in dem sie zus&auml;tzliches Personal einstellten, begr&uuml;ndete der Direktor des IW K&ouml;ln, Michael H&uuml;ther, bei der Pr&auml;sentation in Berlin.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~ECA877CAF76CC4DC49D6CFA8A873BB2AB~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.iwkoeln.de\/Portals\/0\/pdf\/pressemappe\/2008\/pma_160708_hochschulfinanzierung_positionen.pdf%20\">Institut der deutschen Wirtschaft [PDF &ndash; 2,2 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist schon ziemlich dreist, dass die &bdquo;deutsche Wirtschaft&ldquo;, die durch die letzte Unternehmenssteuerreform um weit mehr als 5 Milliarden &euro; pro Jahr und durch Steuersenkungen der letzten Jahre (konservativ gesch&auml;tzt) um 60 Milliarden &euro; vom Fiskus entlastet wurde, nun 2 Milliarden gerade von den Studierenden fordert, die nun wirklich kein eigenes Geld haben. Und es ist grotesk, dass die Wirtschaft, die bei den Ausgaben f&uuml;r Forschung und Entwicklung im internationalen Vergleich weit hinterherhinkt und gemessen am BIP gerade mal <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Publikationen\/Fachveroeffentlichungen\/BildungForschungKultur\/Content75\/AusgabenBudget__Pdf,property=file.pdf\">mit 1,8 Prozent (Steigerung seit 1995 gerade mal 0,3 Prozent) [PDF &ndash; 280 KB]<\/a>  beitr&auml;gt, nun gerade von Studierenden und vom Staat mehr Milliarden fordert. Das kann sich auch nur die deutsche Wirtschaft erlauben, n&auml;mlich im Glashaus zu sitzen und mit Steinen nach anderen zu werfen. Aber so wie man die ver&ouml;ffentlichte Meinung in Deutschland kennt, wirft wohl keiner einen Stein zur&uuml;ck.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nur drei Prozent der Uni-Absolventen sind arbeitslos<\/strong><br>\nRaus aus der Uni, rein in die Arbeitslosenkartei? Eine neue Studie beruhigt: Fast alle jungen Akademiker f&auml;deln sich in den Arbeitsmarkt ein &ndash; manche mit M&uuml;he, Ingenieure meist schnell und mit gutem Sal&auml;r. Darum trommelt die Bundesregierung erneut f&uuml;r die Technikf&auml;cher (&hellip;)\n<p>Nicht alle feiern damit aber gleich neue Einkommensrekorde: Seit der vorigen Erhebung zum Absolventenjahrgang 1997 hat sich an den Eink&uuml;nften im Durchschnitt nichts ge&auml;ndert &ndash; vier Jahre sind also auch an Berufst&auml;tigen ohne echten Gehaltszuwachs vorbeigegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,565952,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Nicht nur tendenzi&ouml;s, sondern schlicht falsch: Drei Prozent der Uni-Absolventen &bdquo;von vor f&uuml;nf Jahren&ldquo; sind heute arbeitslos; aber was ist mit den Ingenieuren und Informatikern &uuml;ber 50, den Frauen, die nach der Babypause keinen Job mehr finden? Und selbst mit Job: Was sind das f&uuml;r Stellen? Gut bezahlt, oder befristet, Niedriglohnjob, prek&auml;r, Hilfsarbeit?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Briten fordern h&ouml;here L&ouml;hne<\/strong><br>\nIm gr&ouml;&szlig;ten Arbeitskampf seit vielen Jahren sind die st&auml;dtischen Angestellten in England, Wales und Nordirland f&uuml;r zwei Tage in den Ausstand getreten. Schulen, Museen und B&uuml;chereien mussten geschlossen werden, Rath&auml;user stellten den Betrieb ein, die M&uuml;llabfuhr fiel in zahlreichen Kommunen aus. Der weitfl&auml;chige Streik richtet sich gegen ein Tarif-Angebot der Kommunen von 2,45 Prozent &ndash; bei einer Inflationsrate von gegenw&auml;rtig 4,6 Prozent. Mit dem anhaltenden Lohnabbau sei &ldquo;die Grenze des Ertr&auml;glichen erreicht&rdquo;, erkl&auml;rten die Gewerkschaften.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1368693\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/society\/2008\/jul\/16\/localgovernment.policy\/print\">guardian.co.uk<\/a><\/li>\n<li><strong>Kolumbien: Wirtschaftswunder &agrave; la Uribe<\/strong><br>\nAllen Skandalen zum Trotz scheint die Herrschaft des ultrarechten kolumbianischen Pr&auml;sidenten Alvaro Uribe gefestigter denn je. Dass ihm die Beziehungen zu den Todesschwadronen und zur Kokainmafia nicht zum Verh&auml;ngnis werden, liegt nur zum Teil an den milit&auml;rischen Erfolgen gegen die linke Guerillaorganisationen FARC und ELN. Genauso wichtig und eng damit verkn&uuml;pft ist die dynamische Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre, von der neben der Oligarchie auch gr&ouml;&szlig;ere Teile der Mittelschichten profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/28\/28307\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Help US fight skyrocketing oil prices<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Dear US Airways customer, As you can read in the attached letter signed by 12 airline CEOs, US Airways and other carriers in partnership with the Air Transport Association (ATA) are joining a broad coalition of consumer and industry groups calling upon Congress to take swift action to reign in irresponsible oil speculators. We advocate putting common sense limits on unchecked oil speculation by paper traders who are running up the price, but do not intend to take possession of the oil they trade. While the reasons for surging oil prices are complex, common sense tells us that escalating prices are more than a supply and demand issue. In the long term, we must reduce our dependence on foreign oil. The airline industry fully supports maximum efforts to increase domestic production of oil, alternative energy sources and conservation. But there is also a short term problem which has significantly impacted the price of oil. While this is not the only solution, it is perhaps the quickest way to stop or reduce the rising price of oil. Without immediate oil speculation reform by Congress there will likely be additional service level reductions and higher airfares. We urge you to contact your representatives in Congress immediately. Thank you for your support and business during this unprecedented time for our industry. Take action now.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: Brief von US Airways an Roger Strassburg<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung von Roger Strassburg:<\/strong> Amerikanische Fluggesellschaften rufen nach mehr Regulierung im &Ouml;lmarkt. Interessant, wie die Wirtschaft nach Regulierung schreit, wenn sie selbst davon profitieren k&ouml;nnte. (Den beiliegenden Brief habe ich im Rahmen eines Vielfliegerprogramms von US Airways bekommen. Es sind eigentlich zwei Briefe, der erste von US Airways, der zweite von einer Gemeinschaft von zw&ouml;lf amerikanischen Fluggesellschaften.)<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ul>\n<li>Koalitionskompromiss zu Mindestl&ouml;hnen<\/li>\n<li>Biokraftstoffe und Klimaschutz<\/li>\n<li>Zur Privatisierung, speziell der Bundesdruckerei<\/li>\n<li>Zur Schadensersatzklage der Stadt Hagen gegen die Deutsche Bank<\/li>\n<li>Joseph Stiglitz zum Untergang des Neoliberalismus<\/li>\n<li>Zu Profilierungsversuchen innerhalb der Union<\/li>\n<li>Zum Lobbyismus<\/li>\n<li>Walter Riester und Abgeordnetenwatch<\/li>\n<li>ZEW-Studie zur angeblichen Benachteiligung von Familienunternehmen in Deutschland<\/li>\n<li>Miegel mal wieder auf<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3339\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[1,19],"tags":[],"class_list":["post-3339","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-das-kritische-tagebuch","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3339","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3339"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3339\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3339"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3339"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3339"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}